165. Jahrgang viertes Blatt fit. 296 ttrldjeinl klßlich mit Ausnahme des Sonntags. T«z unserer spricht. 9 Litznng Grostherzogltcher Handelskammer 6i,eken für die «reise Gicht«, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug Sieben, 3. Dezember Tie „Oieheaer LamilieiidlLNer" werten dem eBn: 1 umerroaen sich der Prüfung L,e dauert 3 Tage Am heutigen Tage sind es 25 Z-Vrc. dan Baurrchmker - ch mr d f deracr der der Baunrma Td. Morfckel tat a in. In Segen- man der Beamten und Arbeiter der Iirma ,and em- t-ret 'ton Reichelsheim. 15. De; Sonntag, 14. . hielt der Vorschuß- und ftreditveretn Reichelsheim tm Gasthofe zur Post eine ordentliche Haupt versamm- luna ab Au? dem vorgelesenen Revisionsdericht ging her- vor, daß btc Verwaltung der Genossenschaft gut ist. Iür den Mittwoch, \I. Dezember 1915 Koiationsdruck und Verlag der Brüdlfchea Unwersnäts - Buch- und £te mb ruderte H Lange. Siesten. Nedaknon. ttgpebiftan und Tnidevei: fmbe 7. dypebuion und Verlag: <“*•#511 Stetofhoive^lll. rel.-Adr^-lnze'gerSietze^ 3n einer vom Lrtsgewerbeverein Vad-Raude,m an berufenen äffenlluben Versammlung sprach beite abeno Rechtsanwalt Kaufmann-Sieben über das neue Gemeinde Umlage-Seiev vom s Jul» 1911 Rach einem kurzen geschichtlichen Ueberblid über bie Entwickelung unseres ttiemeinbeitciiermefeita besprach der Redner ,m einzelnen die von den Gemeinden nach de.n neuen Wefc& zu erbebenden des Gememdebczirks liegende bebaute und unbebaute Grundstücke Mastgebend für die Besteuerung ist der gemeine Wert, nicht der Ertragswerl Ab» ig von Hypothek- und Grundichulden »st nicht gestattet ES sei politisch nicht gut möglich gewesen, führte der Redner aus, nur den fdiulbireien Wert beraazuziehen. da in Cberbeifen der c^rnndbesip »u rund 7 > Bi. len betauet sei Eine Ausnahme für die Landwirtschaft bestehe darin, dast auf Antrag der Mittelwer« »wischen dem gemeinen und Ertragswert genommen werden könne, wenn e» sich um dauernd lanbroirt- fd>oitltd)cn Zwecken dienende Grundstücke handelt, die austerbalb des Lrtsbebauungoplanes liegen Auch für das Gewerbe gebe eS eine Ausnahme, indem Gebäude, die ausjckliestlick Gewerbezwecken dienen, nur mit dem gemeinen Wert von Grund und Boden plus der Brandtare und minus der Abschreibung auf Antrag beran- gezogen werden könnten. G r u n d st e u e r s r e i find die Grund stücke des Staates, der Gemeinden, der Kirchen, Reuantagen von Weinbergen, »Hebaude. tue zur Unterbringung des lebenden und toten Inventars oder der rohen Erzeugnisse der Landwirtschaft dienen Eine Teklarationspflicht bezüglich des Wertes des Grundvermögens bestehe nicht. Besonders eingehend besprach der Redner bann die allgemeine 1 Gewerbesteuer, wozu berangezogen werden alle stehenden Ote' roerbebetrirhe, bergbauliche sowie land- und forstwirtschaitliche Betriebe einschliestlich der Viehzucht, dos ©ein-, Cbft- und Gartenbaues, die Erwerbs- und Wirtschaftsgenosfenschasten und eingetragene Konsumvereine und geschlossene Vereine, itvnn diese letzteren über den Kreta ihrer Mitglieder hinaus Geschähe betreiben G e - werbeste uerfrei bleiben Betriebe, die ausschliestlich wohl- tätigen oder gemetunüvigen Zwecken dienen, die Ausübung eines amtlichen Berufs, einer künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erziehenden Tätigkeit und der Betrieb der Verkehrs- aiistalten durch Verbände des öffentlichen Recht:- c t e u e r p f I' a>- tig sind dagegen alle Wasser . Gas- und Elektrizitätswerke Mast- gebend für die Besteuerung ist der stand des Anlage- und Betriebs kapital- am 1 September, bei Saifonm schäften der mittlere Ltand. bei eingetragenen binnen deren letzte Bilanz s t tji e n u 1 d,l a flf 1300 Mk für das Jahr. Steuer Pf l tdp tin ist der, auf dessen Ra men und neben diesem der, auf besten Rechnung das Geschäft geführt wird. Teklarationspflicht über ytahe he-' Anlage- und Betriebskapitals besteht, wenn d |oher als .3000 Mf ist An Musterbeispielen erläuterte der Redner treffend Deklarationen für Angabe des Anlage und Betriebskapitals und Berechnung des tatfädilidrtn Betriebsertrags A nicht testend daran behandelte der Redner die S ort der g e to c r b e ft c u c r nadi dem neuen Gesev Es unterliegen ihr Waren- häufer. Grostbazare. Abzahlung--. Berste,gertmgs- und Beriand- geschäfte im Grasten in Gemeinden bis zu 10 000 Einwohnern bei Iahresumiad von mindestens -SO000 Mk.. be. Gemeinden über 10000 Einwohnern von minHestenS IM 000 Mk. Die Vermögenssteuer wird vom mobilen Verwogen über 3000 Mk. erhoben, soweit es nicht der Gewerbesteuer unterliegt, und zwar nur vom halben Wert Jedoch kann die Gemeinde was be sondern in der Röhe der Grenze manchmal notwendig werden tann) auf ' . l ^untergeben Ein Zchuldeuadzug Ul bei die,er -teuer form nicht gestattet TcNarationspilickt beiteht auch beim Anwachien um 3000 Mk „ . . .. , Das die Einkommensteuer anbeirint. w kann diese nur durch den 2taat festgesetzt werden Die Gemeinde kannd,eGrenz, für die Zuschläge dazu b,s 1 Mk herab- und bta 900 Mk binaufieBcn. Bei Grund . bewerbe und Vermogensstener sind die 3tcueriane für alle dre, einheitlich und gleichmäßig rur tedes volle Hundert auszuschlagen Der Ertrag dieser drei -tcuern »usammen must sich aber w dem aus den Einkommensteuerzuschlagen nnnde stenS wie 1:3' verhalten: er kann durch LrtSsayung tedock aus das Verhältnis 1 H ausgedehnt werden Qum Schlüsse kau der Redner noch au, einige andere allgemeine Bestimmungen, die sich u. a. auf das ReklamaNonSver- fahren und den Generalvardon bezogen, »u sprechen Stadtverordneter tt n i p v . der Vorntzende des Gewerbevereins, sprach dem Redner den Dank de» Ber.ms aus In der sich an- schließenden Aussprache konnte Rechtsanwalt ft a u t m a n n aus zahlreich- zumeist die Deklarationen betreffende Anträgen noch d,e gewünschte .lu-.-kunit und praktische Winke geben Ans StaM und Land. Diesten. 17. Dezember 1913. BeiHnachtSfieder und zehn Rezepte dagegen Der sind die S ranken? Unzählig ist ihre -char. hastende drängende Frauen und Männer. Läuter und Berkanter. oandwer ker Werkstätten und Heimarbeiter, alle tm .>?andclsgewerbe Ange ftaliten da» ganze kaufende Publikum urta zu guter Letzt noch das aancbeer der Postbeamten Das lieber wütet im Kaufe und au? der Straste. im Bureau wie im stautladen tn der WerMatle tat einsamen Stübchen der fcetntarbeumn bei Reichen und bei '»triiicn Alle leiden darunter, und zum Weibnachtstest ist die Mehr zahl man und müde, »erschlagen an allen Glidern, dump, im «opt. un'ächg das Fest, dem all die fieberhaften Vorbereitungen dienen. ^^Gegen ’bfek verzehrende BolkSkrankheit gibt es aber ein T' ' Den WeihnachtSkäufenr, bie die Schuld an dem lieber trägem seien nachfolgende Rezepte herzlich und dringend zum Gebrauch (Siebener Anzeiger General-Anzeiger für OberlMn finden war . . Landkreis Gtegen. Gronen-Linden, 15. Dez In unmittelbarer Räbe de» Daldfchenke. an der Strohe G , e st e n — G r o ve n - Liu - den lassen die Gemenwen Lützellinden. Gronen-Linden und der =la„; tm id>murt« ÄörNerhau« trboun. T.r «tont 6.,-iiu hob von den Aichitekien Zwo u ,n'cher-Giek,en entworfen ioor- Kfn __ Nachdem im laufenden Jahre auch ui umerer Gemeinde d.ck ko sehr der Gunst erfreuenden sam- metplätteieien; daneben entzückende GtaS- und Porzellanmalereien, Dedcken und Milfen in Likimond- und o-unan ll'nnalerei. auch L'eteiarbeitrn fielen mir auf Ein fcköner Erwlg. taeke von über 600 Per'onen befudjtc WeihnachtSausNellung •• ?Tüt Tierfreunde Es empfiehlt fick, schon jetzt geeignete ^ütderungsplätze für die Bogel zu schaffefi und hin unb wieder etwas Mutter auszu,treuen, damit sich die Vögel an den Ort gewöhnen und bei über Nacht em- tretenbent Schneefall sofort wissen, wo sie Nahrung finden können Man hat früher beobachtet, dast an manchen «teilen das futter, das kurz nach einaetretenem -chneefari ausgestreut -vurde. lieg-:n blieb, weil eben die Tiere nicht roufeten dast an der betreffenden stelle Ehrung zu •• Da» «rostherzoglick Hessische Regierungsblatt Nr i 7 bangt eine Bekanntmachung, bie Bildung einer besonderen Bürgermeisterei B a b - E a l » h a u i e n betr ierner eine Bekanntmachung, die die V e r g ü t u n g e n für pot wiegend im Interesse Privater erfolgende AmtSgeichätte der Bürgennaster der Landgemeinden betnrtt. •• Warmes ftrübftüd und zwar ', Schoppen Milch und 1 Brötchen erholten ui diesem Suttet <20 Volksschule Die dafür erforderlichen Mittel, welche .MK) Mk benagen, werden durch milde Stiftungen gedeckt Interessant ist es, w,e sich diese Einrichtung feit dem Jahre 1898. als ne in Giesten aogesühn wurde, entwickelt hat ES crdielien IrÜb stück lH-ib 60 i«99 70. 1900 154. 1901 26.» l’.MJ 343. 1903 34? 1901 36.5. 19A5 420. 190.1 530 190j 535 IWf 600, 1909 550, 1910 560, 1911 6b;>, 1912 642. 1913 .-<» Umdei Tie Volksschule wird von rund 2890 «inbern besucht, so dast in diesem Iabre 25 Prozent aller Bemcker dieser schule des warmen Frühstücks teilbartig werden Mit bieier. in gefunbb-uliAer Biziehumi überau. forderlichen Matznadme ltelN Giesten allen deutschen Stödten voran " Ein deutscher Abend wird, wie man uns schreckt, aus Anregung der hv.-staen 0risqruppe de» Vereins iür das Deutschtum >m Auslande nüber „xeuttjer -ck»>- uercin’/i am 4. Irtruar 1914 zur " n t e r st ü v u n g d er d e u t- scheu Sacke im Auslande. bewnderS nn- anftaltet werden Auch in anderen Staaten stnd wlchc: Ifeue zugunsten deutscher Kulturarbeit erfolgreich burd.getübrt wordcm Beteiligt find aosteidem an der demnital^g die übrig. nd>e>,gen Veieine zum 3(bub oder zur Pflege des Leutfchtums. Bund der Deutschen in Böhmen. Dudmork, Alldeut'cher Berdand, dann brr Deutsche Sprachverein, die drei ftolomaloereine, bie beiden Sektionen des D-euticken und Cefterreidnidirn Alvenvereins, Der 2Sehrvercin, brr Iloltenvemn. bie Hei,Ocke Bereinigung für Volkskunde Tie Darbietungen werden bestehe,, m e,ner watet aufführung, in Rezitationen und Ltedervorträgen von solt len, Kunsttänzen u bna*tcn. bann »fluileutt brauchen Ruhe unb ütbolung aud) bie Sau ieu V^rtau'er und Verkäuferinnen, mm- k 3. fX rbre Seit unb Okbulb bei Auswahl der Waren u.'w brauche nicht 'br se ^Ibenb. du mach.: am Tage baute CinMuk Siib b«tür«ft n,*. brn Trakrabrnb ran Äaurrnann. «n- gtftcUKn. Jkka lüui*r kllm um unb mr.amJtbmb brr Mr rnr.: äJS, VMU» bringen h'kn bann i*rek--beim BVnau Ä " tri* T i,c""" Anwesend sind die Herren: Geb Sominerzienrat xwbtf. beim als Bors,Sender, Kommenieurai -Arnner alS 1. stellvertretender Vornbender. ftommeriienrat Grünewald als 2 llelloeT- tretender Vorfibender. ssriedderger. ommmicnrat voos A«l. Rowack. Ranrspeck, Riün. Rödr, Rühl. Ltammler, Bvllmuller. Wallach. Wenner, Zurtuck, D» Zeidler. Syndikus und Tr. Buderus. wissenschaftlicher Hilfsarbeiter .___. Bor Eininit in die Tai«s'rdming begrübt der Borovende, Herr <9eh. Uvminerzienral Heich.lhe m, bie Herten, inebnonbcrr bas neugewählie Muglreb. Hertn PoUrnül!. r L-iutrrdack Sobann geben kl er in ehrenden Worten des am -J. November b Zs prrftorbcneii tangjähngin verbienftvoUen Bnram- vorstehers, Herrn Heinrich Brnckhauser. 1 Einrichtung von Kontrollkommissionen ober Einigungsämter,i zur Ueberwachung de» unlauteren Wettbewerb». Das Rncksgesetz über den im- lauterrn Wettbewerb bat keinesweaS die daran grfnuinten Erwartungen erfüllt Die llriadini find in der Mcinnlhafbahkit des GefepeS selbst zu suchen, weil es einmal tfric wgenanntert AnSiiahmetaqe unb ähnlich lautende Bezeichnungen von warnt- Verkäufen nicht denickichOgt, weil eS ferner an einer ieuluben Begrenzung bei Ausverkäufe fehlt unb weil eS »djlicfehd) an einer Kontrolle seitens ber BenvaltungS- ober Pvl'ze,behorde in bezug auf bie ordnungsmasnge Durckfuhtung be» Ausverkauta mangelt. Zn diesen drei Richtungen muh bao Ges eh geändert werben, wenn die bestehenden schweren Mihliaicke uoit Grund auf beseitigt itKiben sollen Diese Auiiasfnng gelangte auch m einer Ber'reierkvnferen'i der hessischen Handelskimmern zum Ausdruck: die Vertreterkonferenz war aber auch her Anucht. dast in abicbbarn Zeit an eine Acnderung des unlauteren Wettt» wertSgeiehc* nickt zu denken sei und dast hoher bie beteiligten ftreife vorerst den Weg der Selbstlnlie unter Mitwirkung der amtlickcn Handelsvertretungen. soweit dies tiinlick. beschreiten möchten '.lls loldie "t- tel der Selbsthilfe feien die Einrichtung von MontrolltammiUionen und die Bildung von EinigungSäm.ern an uneben ftan- irollkommisiioncn bezw. Einigungsamter foUen nach An,tart der Verlreterkonferen» überall da < ng lickte, werden, wo ein yrturbtif sich hierzu erweist. Die Handelskammer befd,lieht, die endgültige Bescklustfafsung über diesen Gegenstand auscuieven. bta bie von dem Verba icke ber hessischen Teta.llotenvereine in AuSucht ge- stelltcn Vorschläge beifiglid, ber Ausgestaltung solcher Kontrollkommission, n bezw. EinigungSämter vorltrar» 2 Einrichtung von - u b m i s 71 o " s st e l l e n. Ter Deutsche HandelStag bat in seiner AuSichulmvung vom 1 3uh dirscs Zabres den deun'chen >> an Muammern empfohlen, ^ub nnmoneüellen zu errichten unb sich aniughebern. welche die Aufgabe Ipben sollen die an-'chrerbeuben Behörden zu beraten unb zwischen ihnen und den'n Zrage kommenben Au^chreckuna^ beircrbern u» vermitteln Auch biete JVrafle haben kue heffischen Handettk^mniem in rmrr Vertret er fonf er em vom Gegenstand einer eingehenden Beratung gemacht E» wurde oorfle- schlagen. cbann tn irgend einer Zvrm der Besteuerung untern arim roert-en müoe, damit ein neuerlicher Ausgleich zwischen gewerbl,ck.-m und privatem Warrn- handel aeich-ss n werde Ein Vorlchlaq der Handelskammer Mainz, wonach der nickt gewerdsmästne Warenbezug oder Warrneinkau» für '-ne aröHcrr Anzahl von Personen von der Lösung eines s,emp<4vfl.ckiigen Erlaubnisscheins abhängig gemactt werden wll. wurde von der ftemmer als eine geeignete Gnindtage der. Be- steuern na aut gehn Her r>r Bor-cklaq. ter au* bereits nn Prinzip dftmtnmna der bat, wird bezüglick »einrr Ausgettalturtg nock Gegenstano weiterer Verbannungen unter diesen ictn. Ä k, _ 4 GnL^iitf einc»®cie6c- »etr «-nd.-u-. d-- Grbübrrnordnung für 3 r u g c «uno 7 ’ tg< ?rür die Emickadigung der vor ^ichtgeladenen Zeugen uno SackorwilMcki^en sind gegenwärtig die Borfchrrrten ber Ge ivüberbürbung aus hem Vorstanbe ausjchet- bnibcn Buraermetfter Sckmrd wurde Wilheltn Vogt IX als Kontrolleur gewählt ft reis Vetzlar. Wetzlar. 13. Dez Tie Häute- unb Hettver « wert ungs Gefell sckas t nt. b H in ft aff d. ber auch die Metzger in brr Stad: besten wegen der Vertvertung ihrer .^cftille angeschloffen finb. verhandelt zurzeit, um ihren w» schaftskreis weiter auszubrhnen. mit brn Metzgern in unserer 3tt,bt wegen Errichtung eines Adnahmrbepots. mtc e» aud, in Giesten schon langer bestehl. Es besteht Aussicht bah bie •-.(moffciifd'nftltdjc Venverlung ber (Aeiallf von Wetzlar, Her- born unb Dillenburg in b,e Wege geleitet w,rd Dutenhofen, 13. Dez. T,e lohnende (Äemeinbe- Z>schere,. welche bisher von den Herten Ang. Pascoe lv.er. Jäger-Wetzlar unb Loo» jun . Giesten. für Mk. 300 ifir da» Jahr verpachtet war. ift geilem neu verpachtet worden. ?a» Höchstgebot gaben die bisherigen Pächter mit Mk. 150 fnr da» Jahr ab. Heften-Raffau. Marburg. L* Dez Tie Stadtverordnetert mahlten beute einen Aussckust. welcker fick mit der 3rage der Em gemeind »ng des Done» C rferebaufen beickäNigtrn 1111 3. tt. Wiesbaden. 15. Dez Die erste Schwur- gerichtSperiodeim Jahre 1914 beginnt am 12 Januar Zum Vorsineuben tvährenb biescr Tagung imtrbe -and- g» richt »bi rcktor Heg". l'.-stiuinn «£ getcifteVe Arbeit »Äbrf leurbe beschlossen, daß die Mitglieder Autogramme nur Verinitzchtes Vereinsnachrichten. zurück. Dezember =■ + 89 am 16. Btobfld)tunqeii der Slanon Siehen. Gießener Strafkanrmer. Gießen, 13. Tez. Auf U e b c r w c i s u n g an die Landcsvolizeibclwrdc erkannte die Strafkammer gegen den Arbeiter H. in Friedberg, der von dem Schöffengericht wegen Inanspruchnahme öffentlicher Hilfe mit 2 Wochen Hast bestraft worden war. Tas Gericht erachtete nach Lage der Umstande die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung für begründet und gab ihrem Anträge mit Neberweisung des Angeklagten Lin Zug verschüttet. Chemnitz, 15. Dez. lieber das Eisenbahnunglück am Harrasselsen wird von der Eisenbahnbetricbsdirettion Chemnitz berichtet: Durch einen großen Felssturz am Harrasfel- en zwischen Gunnersdorf und Braunsdorf ist gestern Abend kurze Zeit vor Niederwiesa der fahrplanmäßig um 10.26 Uhr cintrefsende Personenzug 1414 im Südportal des durch den Harrasfelsen führenden Tunnels verschüttet worden. Der Personenzug fuhr mit zwei Maschinen auf die Sturzmasse auf, wobei die erste Maschine bis zum Tunnelscheitel gehoben wurde. Die Wagen des im Tunnel befindlichen Teiles des Zuges wurden g r ö ß t c n t e.i l s zertrümmert. Leider sind m e h r e r e M e n s ch e n l e b e n und zahlreiche Verletzungen zu beklagen. Auf telephonische und telegraphische Meldung rouuh'ii unverzüglich zwei Hilfszüge von Chemnitz und Leipzig sowie ein Arztwagen von Döbeln abgelassen, sodaß das Rettung-Werk in kurzer Zeit begonnen werden konnte. Außerdem waren eine große Anzahl von Aerzten und Samaritern aus Chemnitz, Niederwiesa, Frankenberg, Döbeln und Roßwein zur Stelle. Sämtliche Verletzte wurden sofort vorläufig ärztlich behandelt. Die Schwerverletzten waren bereits bis 4 Uhr morgens in den Krankenhäusern von Frankenberg und Chemnitz untergebracht. Als schwerverletzt sind sieben Reisende zu betrachten. Die Anzahl der Leichtverletzten läßt sich nock nicht mit Bestimmtheit senstellen. Tot im Zuge aufgesunden wurden vier Personen. Es ist Hoff- bis 16. . 16. Line neue „Steuer". S. u. H. Berlin, 13. Dez. Die Sammelwut begeisterter Backfische und ähnlich leicht enthusiasmierter Leute, die cs auf die Autogramme von Künstlern und Künstlerinnen sowie anderer in der Oeffent- lichleit stehender Personen abgesehen haben, hat den mit der Bitte um eine eigene Unter)cf)rift Beglückten oft schwere Qualen und Zeitopfer bereitet. Tie Zahl der Gesuche um eine Unterschrift steigt gewöhnlich güadratisch mit dem Ruhme des „verehrten Meisters". Ls hat Leute g.»geben, die sich diesem Sammelsport mit einem gewissen Fatalismus unterwarfen, denn Koschat z. B. soll an einem eiw- zigen Abend 400 Karten mit seinem Namenszug versehen haben. Aber den meisten scheint eine derartig? Aufopferungsfähigleit nicht gegeben zu sein. Ter bekannte Maler Mar Liebermann hat sich die Autogrammjäger schon seit längerer Zeit dadurch einigermaßen vom Leibe zu halten gewußt, daß er für jede Unterschrift 20 Mark verlangte, die er wohltätigen Zwecken zuführte. Jetzt ist die Genossen* schäft deutscher Bühnenangehöriger seinem Beispiel gefolgt. In der letzten Telegiertenversammlung der Genossenschaft Br. Jägerj Normal-Bernden end -Hosen 1 Salomon $ öt nung vorhanden, daß sich weitere Tote unter den Trümmern nicht finden werden. Der Felssturz, der nach vorläufiger Schätzung mehr als 100 Kubikmeter Massen umfaßt- dürfte nach den bisherigen Ermittelungen auße-rordentlicheN elementaren Ereignissen zuzuschreiben sein. Die Oberbeamten der Betriebsdirektion Chemnitz und der zuständigen «Aemter trafen mit den Hilfszügen auf der Unfallstelle ein, au) der schon während der Nacht der Präsident mit zwei Räten der königlichen Generaldirektion der Staatseisenbahnen erschienen waren. Tie örtlichen Verhältnisse gestatten nicht, datz an der Unfallstelle der Verkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten werden kann. Es werden aber Personenzüge in der Richtung von Roßwein bis Gunnersdorf und in der Richtung von Niederwiesa bis Braunsdorf geführt. Tie Sperrung zwischen Gunnersdorf und Braunsdorf dürfte etwa acht Tage dauern. _ Unter den Trümmern ist noch cm -toter aus- gefunden worden. Nachts ist im Chemnitzer .Krankenhaus ein weiterer Schwerverletzter gestorben. Tamil beträgt die Zahl der Todesopfer neun. tcruug aufmerksam. T 6. Einziehung von Forderungen tut Mahnverfahren. Tie Nettesten der Kaufmannschast von Bulm haben, von dem Gedanken geleitet, daß von dem Mahnverfahren noch nicht derjenige Gebrauch gemacht ivird, der tm Intereste der Ersparnis von Zeit und Geld gemacht werden konnte, em Schriftchen hernusgegebeu, in welchem an Betspielen m lcu}t verständlichen Worten auf die Vorteile des Mahnvenahrens gegen über der sofortigen Klageerhebung hingewiesen wird, ^cr preis d i Schrift beträgt 15 Pfg.: Bestellungen hierauf werden au) dem Sekretariat der Handelskammer cntgcgengenoinmen. 7. Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor 1. Weltausstellung Nottingham 1914; 2. Begriffsbestimmungen für Seifen, amgestellt vom Vcr band der Seifensabrikanten: r.,., , 3 Begriffsbestimmungen für „Doubls und ^oubloichmua- waren, ausgestellt von der Handelskammer zu Pforzheim; 4. Satzungen der Deutschen Stiftung zur Ausbildung junger Kaufleute int Auslande: . . , 5 Winke für die Ausfuhr- nach dem Innern Argentinien^ iKredit-, Zoll- und Nechtsverhältnisse, Geschmacksrichtung und Bedürfnisse des Volkes); 6. Allgemein'? Lage in Tripolstanten; 7. Zweifelhafte Firmen im MlSlcmde /Belgien, Frankreich, Großbritannien, dßicberlandc, Rumänien, Chtna, Kanada, Brttstch- Südafrika, asiatische Türkei); . . Nähere Auskunft über vorstehende Msttetlungen wird aut dem Sekretariat der Hatibclskammer erteilt. bührenordmmg für Zeugen und Sachverständige vom 30. Juni 1878 in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 maßgebend. Infolge der erheblichen Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wurde eine Revision der Gebührenordnung für geboten erachtet. Ter als Folge hiervon von den Bundesregierungen vorgelegte Gesetzentwurf sieht nun zwar eine Erhöhung der Gebühren für Sachverständige, nicht aber eine solche für Zeugen vor. Tie Handelskammer 'ist jedoch der Ansicht, daß auch den Zeugen für ihr« Mühewaltung eine angenteffene Vergütung zu gewähren fei uni stimmte einem dahingehenden Beschlüsse des deutschen Handels tages zu. , . 5. Eiseubahnangelegenherten a) Fabrvlanänder ungen auf der Strecke Gießen —Fulda. Zur Verbesserung des Fahrplans für dic Strecke Gießen-Fulda beabsichtigt die Eisenbahnverwaltung den jetzt nachmittags zwischen Gießen und Fulda verkehrenden Eil- zug 227 Gießen ab 2.16, Fulda an 4.31 nachm.l aut den Vormittag zu verlegen, ihn aus Gießen etwa um 10 Uhr norm, abzulasscn und in .Fulda gegen 12 Uhr mittags anzubrmgen. Durch diese Zugverlegung würde die vierstündige Zugvause zwischen den Zügen P 523 und 525 ^Gießen ab 8.11 und 12.08) ausgefüllt. Nach Anhörung aller beteiligten Kreise beschließt die Hcnrdelskammer, sich mit der größten Entschiedenheit gegen bic vvrgeschlagene Fabrplanänderuug auszusprechen, da eine solche eine außerordentlich schwere Schädigung der Anwohner an der Strecke Gießen—Fulda bedeuten würde. Hingegen wurde die Handelskammer die Neueinleaung eines Vormittagszugs um dic angegebene Zeit freudig begrüßen Die Handelskammer hatte bei der Kgl. Ettenbahnbirckti/m Frankfurt a. M. die Beförderung des Personenzugs 542 Grün- ^.erg—Gießen > Gießen an 6.43 vorm.) auch an Sonntagen beantragt ; die Eisenbahnverwaltung konnte jedoch hierfür ein allgemeines und dringendes Bedürfnis nicht anerkennen, wird jedoch den Wunsch im Auge behalten. Tie Handelskammer wird ihren Antrag wiederholen und um versuchsweise Beförderung des Personenzugs bitten. ~ b) Entschädigung aus bem § rachtvert ran e über die Beförderung von Gütern. Nach einer Mit - teilung der Kgl. Eisenbahn-Tirektion Frankfurt a. M. ist die Güterabfertigung in Gießen versuchsweise ermächtigt worden, Anträge auf Entschädigung aus dem Frachtverträge über die Beförderung von Gütern und lebenden Tieren im deutschen Verkehr, die wegen Verlustes. Minderung, Beschädigung oder wegen Verzögerung der Beförderung erhöhen werden, bis zur Höbe von 30 bezw. 10 Mark selbständig zu erledigen, wenn ste uu* Versand- oder Empfangsabfertigung ist. Tie Handelskammer macht hiermit die Interessenten ihres Bezirks auf diese Berkehrserleich Höchste Temperatur Niedrigste • r 15. Niederschlag: 2,1 mm. gegen eine Art Steuer abgeben dürfen. Diese neue Steuer wird in einer originellen Form erhoben. Es sind im Auftrage der Genossenschaft künstlerisch ausgeführte Bogen mit den Köpfen von 40 betannten Bühnenangehörigen bergeftellt worden, die zum Preise von 2 Marl pro Bogen abgegeben werden. Wer ein Autogramm einer Bühnenberühmtheit haben will, muß ihr erst einen dieser Bogen einsenden, worauf ihm das gewünschte Autogramm zug^t. Der Reinertrag dieser Steuer fließt den Wohlfahnskassen der Genossenschaft zu, der damit eine ergiebige neue Einnahmequelle geschaffen worden fein dürfte. * H e s s i f ch e r V o l k s f ch r i f t e n - V c r c i n. Die H a u p t-- vcrfammluug des Hessischen VolkSschnften-Brr^iis Tanb am 12 Dezember in Darmstadt statt. OberlandcsgeridstSrat L c n g aab nach herzlicher Begrüßung der Erschienenen emen Nleberblick über die Ziele des Vereins, seine Organ, auon und über die Mittst, mit welchen der Verein ,eme Zwe.le zu erreichen sucht. ES konnte .-in erfreulicher Aufsclstvmig der Verc-instatigkest testgestettt worden. Eine größere Ausstelluna von Iugendsch-nfien und Bstoern veranstaltet zurzeit der Jugendfchriften-Ausschuß des Vol.sichruten- Vereins in Darmstadt. Die Bücherliste des Prunings-Aus- schusses wird in Verbindung mit derjenigen des Volks, äncksten- Vercins im Truck erscheinen' und wie bisher zur Verteilung gelangen. Ti- Buchhändler haben sich, in vielen Fällen bereit erklärt, die Bestrebungen'des Polksschriften-VereiNS zu unterstützen. Im Selbstverlag des VolkSschriften-Bereins crichien emc Erin n e r u n g s s ch r i f t zur H u n d e r t ja tr Teter, IblöbyS 1913, welch? innerhalb zweier Monate 8 Auflagen erlebte und in 1 rund 22 000 Exemplaren mi. Unterstützung der Schulbehörden im Großherzogium Hessen verbreitet wurde Ter Verein wird ni bei- nächsten Zeit weiterhin Kusturbilder" aus der Z»it vor 100 Jahren erscheinen laßen die sich besonders mit Begeben eiten in unserem h c j fisch e n Heimatland befassen. — Lehrer K'r a p p- Tarmstadt machte wertvolle Vorsclfläge zur Sichtung und Sammlung der gerade für unser enges Heimatland geeigneten guten Literatur, eiue Sichttiug, die bei der Ucberfülle der angebotenen Schriftwerke von besonderer- Bedeutung sei. Kreisrat Wolff- Oppenheim regte im Anschluß an diese sehr beachtenswerten Aus- sübrungeu die Ausgabe vou Fragebogen an, durch bereu Beant- wcrtuug sestgestellt werden sott, rocld.: von den empfohlenen oder verteilten Büchern den meisten Anklang in unserem Volke gefunden haben. Schulrat A n d r e s - Lauterbach wieS auf die Lcihbibliothecken bin und empfahl sie der besondereu Auftnerksam- feit des VolkSschriften-Bereins wegen der bei unbeaufsichtigter Benutzung vorhandener Gefahr namentlich bei jugendlichen Lesern. * Schiffsunfa 11. Aus E m d e n wird berichtet: Der Lotse Rav en berg, der gestern den Dampfer Narvik aus dem Hafen ditrch die Ems steuerte, wurde als Leiche treibenb mit einem Rettungsgürtel versehen, von dem Linienschiff' „Rheinland" anfgesischt und nach Wilhelmshaven gebracht. Bet der Ansegelnngstonne Hübertsgatt m Westerns liegt ein eisernes Schiff kieloben. Es wird angenommen, daß dies der Dampfer „Narvik" ist, da in seiner Nähe ein Boot mit der Aufschrift „Narvik" trieb, in dem die Leiche eines Matrosen lag. Von dem Schicksal der ungefähr 30 Mann starken Besatzung ist nichts bekannt. ■— Die „Narvik" fährt für Rechnung der Firma L. Pofsehl & Co. in Lübeck zwischen den «Säfen Narvik (Norwegen) und Antwerpen, und war gewöhnlich mit Erz und Kohlen beladen. Der Dampfer ist ungefähr 6000 Tonnen groß und im Jahre 1906 erbaut worden, * Automobilunfall. Aus Paris, 15. Dez., wird gemeldet: Wtern abend ereignete sich aus der Straße hon Compiegne nach Soissvns ein furchtbares Automobilungluck. Ter Mühlenbesitzer van Da er en aus Soissons, der nut feiner Familie einen Automobilausslug unternommen batte, wollte einem Spaziergänger ausweichen, als das Auto |ta> infolge einer allzu jähen Wendung überschlug, van Taeren, seine Frau und sein Sohn wurden aus dem Wagen heraus- geschlendert und blieben auf der Stelle tot. Zwei andere Wageninsassen wurden lebensgefährlich verletzt. * Rache für Frau Pank hur st." Aus London, 15. Dez-, wird gemeldet: Ans dem Banholzlagerplatz von Tevonport brach Feuer aus. Tas gesamt? anfgestapelte Holz fiel den Flammen zum Opfer. Der schaden wird auf 12 000 Pfund Sterling geschätzt. Soldaten unterstutzlen Die Feuerwehrleute bei den Löscharbeitev.. An inem Pfalst wurde ein Exemplar her Zeitung der Anhängermucn des JEN- timmrechts-.befestigt gefunden, das die Worte trug. „Racyc ür die Verhaftung der Fran Pankhurst." * Den Vater ermordet. Ans Bacs Aimos bei Theresiopol: Der Bauer Suh ab da würd' von femer jüngeren Tochter angeblich im Einverständnis mit der Mutter durch Beilhiebe ermordet, lveil der Vater fie eines lasterhaften Lebens beschuldigte. * Eine Katastrophe au r d e u N e u c it So cb riden. Aus Melbourne, 16. Dez., wird ^richtet: Ter Eam^cr Vacijiaue", der vlon den Neuen Hebriden in Noumea un1 getroffen ist, meldet, daß auf der zu den Neuen vebriden gehörigen Insel Ambrvm vulkangchc Ausbruche stattfandcn und viele Tage andauerten. Am 7. Dezember bildeten ,ich s ch» neue Krater. Ter Mount Minnre stürzte in lieb zusammen, Wv- bei eine Missionsstation in große Gefahr geriki. r,ie kneten flohen in Booten. Eine Anzahl Dörfer wurden uber- chwemmt. Weiße sind nicht umgekommen, wahrscheinlich aber viele Eingeborene. Ein franzvincker Kämpfer rettete .jOO Per jenen ureist alte Leute und Kinder, die von den lunaen uiti) häftigcii Leuten im Stiche gelassen worden ivareii Em Teil bei Insel wurde durch Feuer verwüstet. a,ic Jwel ist nut Asche bedeckt. Ihre Flüsse sind in LaoaNrom' rn-r.vaud.-tt. Urteil des Feldgerichts auf. . In der Feld st raffachc gegen den Landwirt H. O. in Beuern erkannte die Kammer gleichfalls auf Freiiprechung. Nach La^c der Umstände erachtete sie für erwiesen, daß der Angeklagte auf Grund eines Fahrt rechts sich für berechtigt nebelten hatte, über den Acker l.emeS Nach- faut zu fahren. Sic fprach ihn daher unter Aufhebung des ersten Urteils von Strafe und Kosten frei. B e r u f n n g s v e r w e r f n n g erging in der Privatklagefache des S?. Sch. in Rainrod gegen die. M. Ä G. dafeibst, die das Schöffengericht wegen Beleidigung mit 30 Mark bestraft hatte. Tas Gericht nahm an, bau die Angeklagte mit ihren beleidigenden Ausdrücken nur den Privatkläger gemeint haben könne und wies daher ihre Berufung Z u einem Vergleich kam es in der Privatklagcfache der Hebamme Ehefrau E. K. ut Friedberg argen den Pfarrer G. R. daselbst. Ter Privatbeklagte hatte mit Rücksicht auf eine Mitteilung, die ihm geworden war, in einer Grabrede darauf angespielt, daß der Tod der Verstorbenen auf Vernachlässigung durch Menickenhändc zurückzuführen )ci. xaö Schöffengericht hatte wegen Beleidigung auf eine Geldstrafe von 10 Mark gegen den Pfarrer erkannt. In dem vor der Strafkammer abgeschlofsenen Vergleich spricht der Angeklagte 'em Be- dauerii über die von ihm in der Grabrede gebrauchte Wendung aus, nachdem durch ärztliches Zeugnis die Unbegründetheit eines Verschuldens der Privatklägerin erwiesen fei. ferner übernimmt er sämtliche Kosten und verpslichtet sich zur Vervssentuchung des Beigleichs im Friedberger Kreisblatt. Begründete Beruf u n g. In bet PrivatNagefache des O. I. von Wieseck gegen den Auchdruckereibcsiizcr F. R. in Gießen erkannte btr Strafkammer nur die Berufung des Privatklägers hin, daß das ireiwrechende Urteil deS Schöffengerichts aufzuheben ,iinb der Angeklagte wegen Beleidigung und Körperverletzung mit 10 Mark zu bestraten fei. Tic Kamincr erachtete auf Grund der erneuten Verhandlung den Angeklagten der ihm zur Last gelegten -tat für überfuhrt. Freisprechung . erging in der Feldstrassache gegen den L. H. von Steinbach, der in der Gemarkung Steinbach im Januar d. Js. auf iremdcn Wiesen die Schafwei)c ausgeübt hatte. Die Stratkammer nahm an, daß der Angeklagte das Behüten der Wiesen gär erlaubt gehalten habe. Sie gab daher seiner Berufung statt nnd hob das erna*ny Q b Tc a u b c i m , 14. Dez. Gestern abend hat sich, wie man uns schreibt, der neue Turnverein TfU orgamnert. Zum 1. Vorsitzenden wurde Malermeister Velde gewählt, 1 Turnwart ist Bernhard 23 ad, während das Amt des 1. ^dinft» fübrer» Buchbindcrmeistcr Wendel führen wird. Taram Jouröen die Satzungen festgesetzt. Der Verein nennt sich zum Untermned vom alten Turnverein -M ä n n e r t u r n v^r e i n B a d - N a u -. fi e im" Als Turnraum wird der große Saal des „Lhattmen- i'oscs" benutzt, wo noch vor Weihnachten die erste Turnstunde ab- gchalten werden soll. Der Verein, dessen Mitql'ederzahl m den ivenigen Tagen des Bestehens auf rund 60 gestiegen ist, wird fick; dem Turngau „Hessen" und somit der Teittschen Eurnerichatt nn- schließcn — Ter Bildungsverein ließ durch das Rhem- Mainischc V e r b a n d s t h e a t c r in der Turiihalle zwei Theater-' Vorstellungen aufführen, die sich beidtz eines guten Besuchs er-) freuten. Nachmittags wurde „Hänsel und Gretel , abends „W lustigen Weiber von Windsor" gegeben. 1- Treis a d. Lda., 15. Tez. Der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes Istelt geftent abend in wer« Saal seinen erste.i F a m i l i e n a b c n d in diesem Winter ab. Nachdem der OrtSpsarrer in seiner Begrüßungsrede aui die Ziele und bic im letzten Jahr? gclcistt.tt Arbeit M Bundes lingewiefeu hatte, wobei aud) auf die Gefahren autmcrtiam gc- marbt wurde, dir uns Hessen erwachsen würden, wenn dem Zen- tt'iimsantrag auf Aenderung der OrdcnSgesetzgebimg stattgegcbeu würde, wurde von einigen Jugendlidien das Volksftück auS 1813: Ter Trommel junge von Tennewitz" aufgeführt. Danach hielt ‘Pfarrer B ö ch n e r einen etwa ein stündig en Vortrag über „Unser Stf vor 100 Jahren", in welchem die damaligen Verhältnisse unserer Gemeinde, soziale Lage und das Leben ihrer Bewohner geschildert kourden. Gemeinsame Gesänge von Volks- und Vater- landslicdeni verschönten die Feier. * Ter Kro nb a u e r s ch e Qua r t/t t - Verein seicrtk' nm Samstag, wie man uns schreibt, sein Stiftungsfest (370 wieder in den Räumen des GciellschaflSveve'.ns in gewöhn!er Weise. Auch dieSiual blieb er seiner Gepflogenheit treu, lunge talentvolle Künstler hrrau-''?.iehe.n und braditc dadurch das von jeinem Dirigenten, Prof. Trautmann, mit künstlerischem Geschmack aus- grstelltc Programm in einer äußerst mannigfaltigen Wiedergabe. Wir lernten in Fräulein GertiUld Weber, einer jungen Schwei- irrin, eine sehr beachtenswerte Konzertsängerin 211L kennen, die mit ihren ernst geschulten, reichen natürlichen Stimmitteln den hohen Ansprüchen, dir ein Brahms stellt, vollkommen gerecht wird. Hassen wir, der jungen >lünftlcnn_nod) recht oft im Konzertsaal zu begegnen. Von Fil. Therese Sa rata können wir nur restloS das bestätigen, was aus allen Städten, in denen sie konzertiert hat, geschrieben wird: sic behandelt ihr Instrument (Gcigc> iu virtuosester Wcisc uno aus ihrem Vortrag spricht Seele. Heber bic Darbietungen des Mannerchors müssen wtr uns, als geladen^ Gäste, leider eine Kritik versagen: doch brmidunt w,r itichi zu verschweigen, daß alle Schönhetten des reichen Programms unter Professor Trautman»« sicherer Führung in ausgezeichneter Weise zur OMtunfl tarnen. * GabeIsbergcrsck)er L-chülerveretu. Bet dem am Samstag, 13. Tez, t>mn Unterbezirk Oberhessen im Bezirk X des Schülerwerbeausi'chnsses peranstatreten Pr cis wettjd)rcvp cn in Fricdlvrg erhielten von den hiesige» Gabelsbci-gerschen Lchülei stc nogra phenver c inen folgende T et Ine h»i e r Pvcrse: l40 Silben^ 1 und Ehrenpreis Wilhelm Weller (R i und O-R _. 1. Preis «ermaro ScMcmbtrfrr «..« mtt. C-8L . ? 20 Silben, 1. und Ehrenpreis Rudolf Fourier (G. . 1. Preis Oth. ^rapv (G) 180 Silben: 1. Preis Albert Leonhard R.-G. und O.-R.>. 120 Silben, l. Preis Ailhelm Schlemm R.-G. und O.-R. , Karl Lüll -G.) unb Ludwtg Schmidt -R.-G. und L.-R. : 2 Preis Karl Freund :R.-G. und O-R 100 Silben: 1. Preis Heinrich Fuhr '".-G. und O -R 9ll)olr Störiko ,G.), Otto Rupvcl cR.-G. und O.-R.), Otto Hofmann R.-G. und O.-R.), Hugo Rühl «R--G. und O.-O und 2tbo(i Keßler ' R.-G. und Ob.-R . L i Iben: 1. und Ehr.n vreis Margarete M i 11 e r m a y er (GI.l. Breis Fritz <*^1 GKarl Lang 'R.-G. und O R.) Wilhelm Mülst R.-G. und O.-R.', Hans Rinn (R.-G. und O.-R.), Erich Gores 'R.-G. und O-R •: 2 Preis Karl Nagel : 2. Preis Ernst Pabst iR.-G. und O.-R.) und Ernv Schubecker R.-G. und O.-R.'; 3. Preis Justus Selzer (R.-G. dItb fhb'Wa^tz enborn , 15. Tez. Der Gesangverein „G e r - m a n t a" beging gestern abend im Gasthaus sum goldenen ~oroen bic Feier seines 45jährigen Stiftungsfestes. Tas Lokal war bis auf den letzten Platz besetzt, das reichliche Drogramm li^ d.e Besucher aut ihre Rechnung kommen. ,yur 2ojabnge Mitglieds schäft wurde Joh. Karl Philipp zum Ehrenmitglied Tcz. 1913 ^Barometer auf 0° 1 reduziert h remperalnr 1 der Luft 21 bf ol ute Feuchtigkeit Relative 1 Feuchtigkeit j Windrichtung Windstärke (Brab der *8cw3(hung 1 tn 3«l)ntel der fichld ßln-anetifl. Wetter 16. 2« 749,6 6 2 6,0 85 SSW 2 10 Seb. Himmel 16i 4)“ 748,9 50 58 88 SW 10 • ff 17.