Nr. M V -”W- en timen kern, sowie dessen Vorgänger tm Amte des bayerischen Verkehrs- iv Ministers Freiherr von Soben-Frauenhofer und der Dbcrbürqrr- Ps was der 9 IPlflW n Einrich- fid) der J* dt IIH irt doch alles nnbcrc in unmittelbarer Beziehung zu dem, Titel der Ausstellung verspricht. Den grössten Raum nehmen natürlich die modernen tnngsgcgenstände und Hilfsmittel in Anspruch, bereit 161 3 sammenarbrit mit den andern großen Rationen der Wett. P o i it - ca ra nahm in seiner öriFibmiuq mit die Besuche sein v ’iUn- gängcr Bezug und ging aus die Geschichte her Entente ein. Die «vrenndschast der beiden Rationen wurde heute, wenn dies nber - Haupt noch weiter möglich wäre, g sttirkr und von neuem bestätigt. In Zukunft könne sich Teilt Zimsdienfall in der internationalen! Politik mehr ereignen, ohne daß die besreundt'ten Regierungen melfter von Indien Geheimrat von Borscht. Erster Vvrsi^ndcr der Ausstellungsleitung ist der Fabrikbesitzer Ivo Strauss. eine dauernde Vereinigung, die nicht br Mitwirkung irgend einer anderen Macht ausschlösse, sondern einzig und allein daraus Inn- ziele, den europäischen Frieden aufrecht in erhalten, und die ein brüderliches Vertrauen zwischen Großbritannien und Frank- reid, hcrgestellt habe. Präsident Poincarö gab heute abend zu Ehren König Georgs ein Bankett in der französischen Botschaft am rasdiesten ist die Enttvicktimg der verl»eirate1en Lohnarlxtter tilhieKhcn von den Heineren Gruppen Reinigungs- und Vcnsic!>- rimgsgewerbe — in der Moschinenindnstrie 4* 178 v. £>.), in der Gastannsdaft (-s- 98), int VenncliäItigungsgewerbe (+ 78), in der L.'eud>tilos>Industrie (+ 73), im Bergbmt , - 66), im Post und Eisenbahndienst (+ 66), im übrigen Berkehrsgewerbe ( • 62), '» der Holz , BcNcibunqö- nnc Papierindustrie ,,e H- 60), in der MelattverMbeilung wie int Handelsgewerbc (je + 58 v. H.) Aum Teil sind Bernssgruppen daninter, in denen der Anteil der Bei heirateten iveniqer hodi als im Dnrchsdmitt unter der gesamten männltd.en Lohnarbeitersdxlft ist, so in der Gastwirtsdxift, im BermelsaItigungs«iewn-he, in der Holz und BeNeidungsiiidustrie wie in der Metallverarbeitung. ES sind das gerade Arbeite zweige, in denen die gelernten Sadurbciter wie Mellner, Bud» formier, Sdmeider, Sdstossit, Klempner, Sdnniede mib dergl. auch bet twrdriiigendnn Großbetriebe von brfimberev Beden tu ng sind. rU’ee ginn Teil sind auch unter den Erwiwbszweigen mit besonders rafdj lief) entwickelnder Ehestfser BenisSgrnppen mit starker Durchiebung mit Berhnrateten — ivie das bei Post und Gifcit- Gießen, erfl. Lollar, Fu’da, Als. unflen, Lid,, •kommenden •ezelten der r Gesohäfte. ’ d- Gießener iflors vor- W werden. Donnerstag, 2b. Juni 19(5 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchcn UniversnätS - Buch- und Steindrnckerei. R. Lange, (Bieftcn. Münchens jüngste Ausstellung. München hat wieder seine Ausstellung. In zweien der ständigen Hallen des schönen Ausstcllungsparkes auf der Thcresien höhe hat sic sid) unter dem Rainen A u s ste l l u n g B u r e a u ü. n d Geschäftshaus etabliert als eine nicht sehr umfangreiche, aber inhaltlich recht bedeutende Fachausstellung. Ist mid) Einzel neä in etwas weitherziger Auffassung des Begriffes Bureau und Geschäftshaus in buc Ausstellung eingeschmuggelt worden, was bei strengerer Prüfung nicht ganz dort hineinpaßt, so steht Poincare in England. London, 25. Juni. Bei dem zu Ehren Poincarös in der Guildhall gegebenen Frühstück brachste der Lor dm an-., r einen Trinkiprud) auf den Präsidenten aus. Möge der Besuch des Präsidenten, sagte er, dazu beitragen, die Bande ber Freundschaft zwischen den beiden Rationen zu stärken. Er wünsche von Herzen, daN die Bemühungen beider Rationen zur Förderung des Friedens fortdauern möchten, ebenso der gute Wille zu harmonischer Zu Vie Lamilienstantzrverhültnisse der deutschen Lohnarbeiterschast werden im Iunihefte des „Reichs-Ykrbtitsblatts" in einer Fort- siMung des im Maiheft m'djnencnen ersten Arrfsalzes über „die Gliederung der deutschen Lohuarbeitersdxist" auf Grund der Be rufszalstung von 1907 behandelt. Danach gibt es insgesamt unter den 10,3 Millionen männlichen Lohnarbeitern, Dienenden und -unteren Beamten mel/r verl-eiratete als ledige, nämlich 5,1 Millionen verelwlichte und 4,96 Millionen ledige. Im Bergleid) zn den 5,1 Millionen Ehemännern unter den Lohnarbeitern gibt es nahezu 1 Millionen Selbständige, die Haupt einer Familie sind. Innerhalb ber Selbständigensdndst sind das aber 84 von je 100, also mehr als innerhalb der Arbeitersdstd)!, in der der Anteil der Familienvorstänoe 49,8 v. H. beträgt Dieser geringere Anteil der Verheirateten unter den Arbeitern ist in Der starken Vertretung jüngerer Männer in der arbeitenden Schidst begründet. Tie Lohnarbeiter mit Familie haben aber im Bergleid) zur vorigen Benrfstzihlung im Jahre 1895 eine größere Zunahme an Zahl als die ledigen mmtnlidtcn Arbeiter. Im Verhältnis ihre Ansichten darüber austauschten Es bestehe Tmlmbetrfeli und dem sonstigen Versehrsgewerbe, bei per Leucht stossindustne und dem Bergbau, aud) bei her Masdünenindustrik der Fall ist. WaS die weibliche Lohnarbeiterschast anbelangt, so stellen sich liier 3,68 Millionen Ledige und 666 997 Ve>h-iratete gegen über. Die Lanbwirtsdxist nroift die höchst.' Zahl nn El» krauen auf, 295 624. Tie Zunahme der Ehefrauen arbeit ist verh.il Inismäsng schneller als die Steigerung der Beteiligung der ledigen treib' ItdKti Arbeitersdiast. Insbesondere Ixat sid) die in der Industrie insgesamt bcfdxiflifltc Ehefrau en zahl naltezn verdoppelt. Im einzelnen überfd veiien verschiedene geiverblidze Berussgntppen die Derdovpelitug, so insbesondere die Metallverarbeitung und die Masdünenindustrie. Das Svinnstofigewerbe aber verdop^'lie die Anzahl ber Ehefrauen seit 1895 nidit ganz: bod» hat es nächst der Landwirticiaft die größte Zntrnid^anzahl (4- 45 651). Bilder mit und ohne Rahmen Mw in allen Preislagen auch kleine Posten billig \ MU tilaeermeieb' Kanzleibe^j Telephon 'A Erscheint täglich mit Ausnahme beS Sonntags. Tii „^lehener isamtllenblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Nrcirblatt für den Kreis -stehen" zweimal wöchentlich. Tie „£enbrolrtfd)afUld?tn Seit- (rageid* erscheinen monatlich zweimal. rt-w HB» Ftzchs so" 60 eL.^ AKÄ» Staatsöicnft und Ziviiversorgung. 2Bir lesen in der „Deutschen volkSw. STorrcfponbeufl*: .Es ist eine ständige Rinne der T? i 111 n r n n tv Ö r t e r, bnft ihnen zu 'venig Stellen im Zivildienste zur Verfügung ständen, und daß es daher dem anslpbienlen Unteroffizier außerordenlttch sdnvcr falle, eine passende Anstellung zu erlangen. Wie wenig diese Rinnen berechtigt sind, geht z. B. dnranS hervor, dnst v o n den 7235 c t n t § m n ft i a en Z u g f ü h r e r st e ll e n der v r e n st i s ch - h e s s i s ch e n E i s e n b n h n v e r w a l t u n g b c ft i m - n ngs m äst i g sieben Achtel, n l s o 6330 Stellen den Tl tlitnvan wär t e in uorbchnl teil, aber nur 300 Stellen wirklich mit Militär an Wärtern beseht sind. In zahlreichen anderen Stellen ist freilich unser Beamtentum bereits so sehr mit ehemaligen ttnterosfizieren durchsetzt, dast Beamte ans dein Stande der Zivilanivärter entweder gar nicht oder nur twch in versehtvindender Minderheit vorhanden sind. Tte Militäramvärter sind eben in; Lank der Jahre minier wählerischer geworden. Am größten scheint der Andrang zum Bureau- und Knndeibienft und zn solchen Stellen zu sein, die neben einer mönlidift guten Besoldung ein bequemem Leben ge mnbren. Die Urkunde, durch welchen den Unteroksizieren nach zwöl'tähriger Dienstzeit, also gewöhnlich im 30. bis 33. Lebensjahr, die Anwartschaft aus Anstellung im Zivildienstc zugcsidiert wird, heißt zwar Zivilversorguug'Zchein; der Inhaber dieses Scheines niust sich aber doch selbst sagen, daß das Reich, der Staat oder die Gemeinde ilm nicht blop zum Zwecke seiner Versorgung nn- stellt, sondern dast auch thcgendienste, eben die Dienste eines Beamten, von ihm verlangt werden. Cbcr sollte sieb, um irriger Auslegung vorzubcngen, doch vielleicht eine Aendernng des Namens -Zivilversorquugsschein" empfehlen? Ein im 30. bis 40. Lebens- istbre stehender Alaun must jedcnkallS den Anforderungen aeivachsen sein, die der Dienst eitles Eisenbahn-Zugführers mit sich bringt. Dieser Dienst paßt ober den Militäranwärtcrn nicht, und außerdem ist ihnen die Besoldung zu gering. In einem durch verschiedene Zeitungen gehenden, ostenbar aus Militäranwärterkreisen stammenden Artikel wird für die Z ug - führ er die^ GehaltSskala der mittleren Beamten verlangt; sobald sie in diese Skala einrücken, werden sich, so heißt es in dem Artikel, auch Reflektanten aus die 6330 Stellen finden. Außerdem wirb in dem Artikel auf die »unwürdige Behandlung" der zum Probedienst als Zugführer kommandierten Unteroffiziere hingewiesen. Sie mürben beim Rangierdienst häufig jungen Arbeitern unterstellt, von diesen sofort mit „Tu" angeredet und in höhnischer Weife zurechtgewiesen, nnd) käme eS vor, daß Anwärter im Ausbildungs- bienfte zum AuSfegeu be8 Bahnhofs und der Zusahrtswege und zu ähnlichen Arbeiten befohlen würden. Was an diesen Behauptungen wahres ist, wird voraussichtlich von der Eisenbahnvenvaltung fest- gestellt werben. Im übrigen wird durch die angeführten Zahlen auss neue dargetan, baß die Militäranwärter ihre Einsprüche mast loS steigern. Schon heute können die Zivilverwaltungen den Forderungen der Militäranwärter beim besten Willen nicht mehr gerecht werden. Und künftig wird das erst recht unmöglich sein, wenn es sich darum handelt, die Zivilversorgnng der durch die HeereSver- ftnrfunq vermehrten Unteroffiziere sicherzustellen. empfehlen in grdhter Auswahl anderst preiswert: lk.Waschwannen rund und odal Ull Waschtöpfe Waschseile Waschkörbe Waschklammern Meuterei aus einem deutschen Schiff. ~ Travemünde, 25. Juni. Ein Varsall, der lebhaft an die Seeräubergeschiditen der alten Zeit erinnert, bat die Gemüter hier in Auslegung verseht. An einem der lebten Tage erschien vor dem Hasen ein Segler, der die Rotslagge zeigte Als der Lotse das Schiff betrat, wurde ihm die Mitteilung gemacht, daß der Modi des Seglers Meuterei be* gangen hätte. Er halte sid» von hinten aus den Zvpilän gestürzt nnd ihm mit einem langen Messer eine tiefe Wunde am ganzen rechten Arm beigebracht. Die herbeieilendeu vier Mann ber Bejahung bedrohte der Mod) ebenfalls mit Messerstichen und verlebte dabei einen Mann. Schließlich wurde er ober doch mit vereinten Kräften zu Boden geschlagen. T-a man zunächst nicht wusste, was man mit dem gefährlichen Menschen aujangeu sollte, aud) ein geeigneter Bcrwahrungsranm aui d in Schiff nicht vorhanden war, wurde der Kod> an den Mast gebunden. Fit dieser Lage sand ihn der Lotse auf. lieber die Beweggründe des Kochs weiß man bisher nichts, es ist nicht auügesd-lossen, daß er in einem Anfall von Geistesstörung gehandelt hat. Er, sowie der Kapitän des Seglers und ein Mann der Besaitung wurden in das Krankenhaus überführt, lieber den Vorfall wurde ein Protokoll ausgenommen. der Erstürmer von Ehambard Ludwig Matt rein 1837 biö 1886), brr Pfarrer und Sagensammler Theodor Biudeioald (1829 bis 1880) der (yabrtltitil Gustav Boehm (1827 bis 1900), her .wupjeistccher und Dichter Ernst Friedrich Grünewald (1801 bi • I.hih, ber Mnniinahft Adolf Merkel (1836 bis 1896), der Theologe Ludwig Fredrich Elemm (1821 biß 1890), der Violoncellist und K'om- pomst Ck.jrfl Banger (1829 bis 1892), die Schriftstellerin Ouife l8q-Lbrrl0ll',|i'l1v ^^loge Leopold Schmid (1808 bis 1869), der Bi schot Met 1:1 er 181 i bis 1877,, der Sdvil- mann Zohaitu Georg Fische, (1782 bis 1859), Graf Franz zu Erbach-Erbach (1751 bis 1823), her Plnlologe Hermann Axiener (181" bts 1897), der proteitautisch- Theologe Heinnd Ohristian Mtchael R-tttg (1,99 bi- 1836), her Historiker und Rn,urforscher Otto Buchner (1828 biS 1897) u. a. m Was den Inapp.n, nber -überlastwen Bwgraphien einen ganz besonderen Wert verleib! ist die ledeiu Artikel angefügte genaue '.'lngabe Cnellmi und, laus der Behandelte sdwiststellerisd- tätig nwr, dar möglichst troll- Itomnne Ver nchnis seiner Sdwifteii. Fünf Fahr-h ite nxTben Mi. err.au ^wud zusammengejas.t: ein IahreshZt lostet 3 Mark und n «A c,ncti vollen Bandes oder des ganzen Werses 2, lu Mark. — L,te Pflegerrn Korners. Am 17. Juni 1813 hatte General Fournler bei Kttzin das Lübowsche Korps, „ces brigands" tme Rarwleon sid) midforiidle, mit etrormtr llebennacht angegrifien, mib Korner empfing dabei die erste Wunde. Liihow hatte ihn, seinen Militanten, als Parlamentär l/inübergesdndt, und der fran- zösisäre ONizier, dem der Ticdter eine Frag? uoriegle, versetzte UM statt auer Antwort einen Hieb über den Kopf. Körner wäre im Walde verblutet, wenn ihn nicht brr (Härtner Höutzcr auf nefudit und trotz der Gefa'lw, der er sid) dadurch ausfctztt, in lein Haus gebracht hä'tte. Hier nahm sich) die damalö ueunund Man-iMachriae Ehefrau de>s Samariters des V.-nm in beten an ^te nmid) seine Wunde, reinigte seine llniform von Blut, pflegte ihn rtwa 12 Tage lang und trug feine '.Briefe, im Strümps rcrltcrft, foamhd) burd) die vom F-inde besetzten Tore und) Leip- M an den K'aufmann Ittuue. .Körner verehrte ihr als Zeidren laues Dankes nnen silbernen fBedier, und von dieseni mochte sich die wackere Frau, aud) als sie nach dem Tode ihres Mannes m Bcchrangnis geriet, nicht trennen. Hochbetagt ist sic erst im Jahre 1869 geswrbcn. cr „bcssischcnBi apbicn". Ms erste der Arbeiten der int Jahre 1907 ins Scheu getretairn huwrischcti Kommission für das Gros-Herzogtum Hessen ist W- erfle »at der von uns bereits ausführlid) onge.zeigten ,,Hcf|isd>en Biograplnen" in Verbindung mit Karl Efielborn und i. ugere ober kürzere Zeit angeliört und in .Kunst, Wissenschaft, Zudustr., und Staatsdienst, im offentlickk-n Leben oocr iunfmu- >id) getan habai. Auch geborene Hessen, die sich cuißcrhalb des 'Kost Herzogtums einen Namen gemacht haben, sollen eine, rtnitn auch kürzer gefasste, Würdigung erhalten Schon die in bau erfiru Veste enthaltenen 47 Artikel lassen die Mannigsattigleil de-' Zu haltes des ganzen Werkes erkennen: fo erfd>-ium z. Darin der Oberprässdent Graf Friedrich von Solms Laubad) I 769 bis 1822), ber Gießer Bürgermeister Heinrich Ludwig Ferbei 181.t bis 1882), ber Dialektdichter und Lelwer Karl 3fi ifrnit 1819 bis 1899), ber Kvmiker Hermann Buttert tick 1816 bis IS.'A > > Botaniker Hermann Hoffmann (1819 bis 1891), di? Fst ..-n (''r tst Casimir I. 1781 bis 1852) unb II. 1806 bis 1861 uon A'en bürg und Büdingen, ber Orientalist Joseph Ternburg 1811 bis 1893), ber Arvt unb Philosoph Ludwig Büchner (1824 bis 1899), Kaufmann und Industrie le int heutigen Geschäftsverkehr bedient. Die FlTrtschritte, die auf diesein Gebiet gemacht worden sind, illustriert die außerordentliche intereffante historische '?( 5 - tei luna, die u. a. das primitive, nur nad) dem (Grundsatz höchster Sparsamleit und Ansprud)slosigkeit ausgestattete Montor eines Handels!>auses aus Großväterzett vorführt. Eine vielerlei nützliche Anregung bietende Sonderabteilung ist vom Kgl. Bähe rischen Arbeiter-Museum zusammengesdellt worden über hhgienil'che Verlmltnisse tm .Handelsgewerbe, über die Tätigkeit ber Kausmannsgerichte und An gestellt enver sicherun g. In einer aoberen Sonderau-sstellung, die ber Künstln:e=a^il3. TeU-Adr.: AnzeigerGießen» Vie Kriegsgefahr auf dem Halfan. Wie das Reuterschc Bureau erfährt, kann die Gefahr eines Krieges zivischen Bulgarien und Serbien jetzt als beseitigt äuge sehen iverden. Es ist zwar keineswegs sicher, daß Serbien das Schied-^geridit des russischen Kaisers über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten bcbinflunflßlov annimmt, jedod) sind hinreichend bestimmte Zusicherungen abgegeben nrorben, so daß dem Ausgang der bevorstehenden Verhandlungen zuversichtlich eutgegen- gesehcn werden kann. Es ist Grund zu Rauben, daß Serbien elxu- so wie Bulgarien der Aussorderiing Riißlauds Nachkommen wird, wenn es es nicht schon getan hat. Belgrad, 25. Juni. Tie von einzelnen serbisd)en Blättern gebradste Meldung,'baß ber König den Rücktritt des Kabinetts an- geuvmmcn habe, wird von maßgebeudiw Stelle als unzutreffend bezcickmet. Ta auf die Tagesordnung ber morgigen Sitzung der Slupsdstiua ‘tue Fortsetzung ber An ipradx' über die Ge fetzesvorlage, betreffend den Bau eines Donau Hafens bei Br ah ovo, angesetzt ist, en wirtet man in parlaimnttatisdxm .Qth sen, das; die Frage der Stellungnahme der Stlupfctstina zu der russischen Forderung bezüglid) der bedingungslasen Anerkennung des russischen. Schiedsgerichtes erst in der Sitzung vom 27 Zuni zur Erörterung gelangen wird. In Irolitiftfjen Kreisen wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die Melnheit der Skupschlina aller Borausficht nad) sid) für die Annahme ber russischen Forderung auSspridst. Belgrad, 25. Juni. Rach amtlichen Beridsten versuchten größere bulgarisdieTr uppen massen durch eilten nächt lidjen lieber fall sid) der serbischen Stellungen längs des Zlatowoflusses M bemädstigen. Sie wurden n a d) blutigem. Kampfe zu rückg e schlagen. An rnnfoebenber serbisd)er Stelle wird die Hoffnung auSgcchrückt, das; der Aorsall keine iveiteren Kreise ziehen werde. ff. Der König von Siam als M o l i ß r e U eber- feber. Der »ömg von Siam ist unter die Ueberfei-rr gegangen, unb banf ferner Tätigkeit hat der selige Molißre iürzlich am Ra'wnallheater in Banglok Triumphe gefeiert. Rach einer Mit- !5"UNg der „Am.kiC-S sranea.sts" hat der König von 2iont nam- hd) töres Artt Huber Willen" ins Siamesisd^ übertragen, daun hat er selbst oen Proben beigewohnt und die Regie zum Teil selbst gerührt, ja aud) bie Arbeiten des Thcatermcim-i« lwt et iibenuadjf, sonne den Bülmenarbeitern Anweisungen gegeben So kam denn eine glanzende Vorstellung zustande, zu der dreihundert Gajte eingelaoen waren. Es befand sid) barnnter ber |^d sie Adel an'., aiifrrtbcm waren die Angehörigen brr französischen Malonie, loime du- Vertreter ei inner europaifdier Staaten Deutschland England und Franlretd) roerben genamit - erfdiienrn Txiä bCr Do^übnin^mn grösster Aufmerksamkeit ruh Humor so ben --lamest n auhevordentlick) gesattm und was wohl nn Urteil ber ^trouäer sein muß - bei i rr Ucber . .gnng ms S'^nieftsche nicht viel eingebüsst kmben Tnr Srönti. von fall bie Absicht geänsgrt haben, fnne Urbc kbcriatiflfcit rort.mewm, und in der nächsten Zeit weitere Meiste werte der klaissschen Literatur des Theaters Frankreich-? in feine Muttenvrache übertragen zu wollen. _ — ftuTitNadmd)tcn aus Kunst unb Wissen. lAnft Ter Grvßherzvg tron VVannt brr „Karlsruher «MM«, dem .crr^aL -.achsen Mciniugeuschen HoikapA. 9{ rn<.c r 1,1 Memmgen bas Ritterkreuz be, Ordens Bertyoldö I. verttchen. Au» Stadt fand» Gießen, 26. Juni 1913. Die prettstifch-siiddeulfchc Ulaffcnloitcrie. Die preitst. siidd. .Klassenlolterie erstreckt sich jetzt über alle deutsche Staaten mit Ausnahme von Sachsen unN Hamburg. Sie stellt das größte deutsche Staatslvtterie-- uuieinehmen dar. Bei Ausstellung des'LvtteriepianeS ist aus die Sclmssung vonckuittleren Gewinnen der Hauplwert aclegt wvrdeu, um möglichst vielen Spielern einen nnni- haften Treffer zufließen zu lassen. Reben zwei Prämien! zu je 300 000 Mk. und 10 Gewinnen von 100 000 bis zu 500000 Mk., weist der Lvtterieplan weitere 18 graste Olf- !tvinue von 50000 dis 75000 Mk. und an sogenannten Mitlelgewinncn nicht weniger aus als: 260 Gewinne zu 5000, 3240 zu 3000 und 6586 zu 1000 Mk. Aach der in Spielerkreisen allgemein vorh'errsckiendcw Ansicht hat sich die prcusi südd. .stlassenlotterie mit diesem Plaue als das beste und aussrchlSretehsteLotterieunternehnteck an die Spitze aller deutschen Staatslotterien gestellt. Sie erfreut sich daher stets wachsender Sympathien. Wesentlich dazu beigetragen hat nod) zahlreichen Aeusterungen auch der Enlschlust des Staates, auf das bisherige Mitspielen der Freilose und damit auf eine seitherige Einnahme von einer l-alben Million Marl' zuaunsten der Spieler zu ver- zichlen. Daul der Leitung geniesten die Preuf> südd. .nlasseu- lotterie unb die amtlich bestellten, der strengsten Aufsicht und Mont rolle der GeneraNotterir Direktion untersteh-nden Lotterieeiuuelnner, die hohe Kautionen stellen müssen, das größte Vertrauen. Die Ziehungen iverben int ssehiings- jaale ber (henerallotterie Tirettiou öffentlich von besang ders bestellten, aus beeibigten Beamten des prenstisdien Finanzmniislernims zusammengesetzten Ziehungslommis- Sweites Blatt <63. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjen S5®"***" naduuM Greven i) .„e vt«"Tl Wir bißen «nicl Mstalieder, zahl' Neranftattu^^ tnoDfr- «'S JE.** \w* den 26.^ äfftw“ WA (Doppelpfund). 48-51 87—93 U 51—55 91—98 M 44—47 78-84 fl' d 94—96 69-71 beste. Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. 49-53 43-48 84—91 74-84 67-68 66-00 s a G 69-71 68—69 105—112 98—105 90-97 74-86 82—89 71—77 60—68 . 63—66 . 59-63 . 54—58 . 46—51 9)1 f. 53-56 52-57 Dru zu \ der förd | * Vor * X ersck abei. 1 erhi | nrit > v, ane J| flau 7 ZütW Preise für 100 Psd. Lebeird- Schlacht, gewicht 46—50 39—43 32-37 Mk. 95-102 93-100 Sk 9h tüf wl eil rrtt Es be Lc 4- 16,9 ' 4- 12,1 0 bis 25. Juni „ 25, w Feinste Mastkälber . . . Mittlere Plast- und beste Saugkälber . . Geringere Plast- und gute Saugkälber . (Geringere Saugkälber S ch a s e. Weidcinastschafe: Vüchertisch. — Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs. Fünfte, vollständig neubearbeitete und vermehrte Auflage. Auf Grund amtlicher Unterlagen von Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden herausgegeben von Dr. S. U c t = recht. Mehr als 210 000 Artikel und Verweisungen mit 52 Stadtplänen, 19 Umgebungs- und Ueberfichtskarten sowie einer Verkehrskarte und vielen statistischen Beilagen. 2 Bünde in Seinen gebunden zu je 18 Mark. — Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. — Der soeben ausgegebene zweite lund Schluff-» Band von „Mencrs Orts- und Verkehrs-Lexikon" ist noch umfangreicher als der im Herbst vorigen Jahres erschienene erste. Die beiden stattlichen und gewichtigen Bände umfassen zusammen 2338 Groffoktavseitcu und enthalten aus doppelt soviel Spalten mehr als 210 000 Artikel und Verweisungen. Da gibt es aber auch keine selbständige Siedelung in Deutschland, die hier nicht zu finden wäre, und von der man nicht genaue Angaben über ihre geographische Lage erhielte und erfahren könnte, zu welchem Staate, zu welcher Provinz, zu welchem Regierungsbezirk,, Kreis, Bezirksamt usw. sie gehört, wieviel Einwohner sie hat, welches «Bericht, welches Bezirks kommando, Standesamt für sie zuständig ist, ob sie Post-, Telegraphen- oder Fernsprechverbindung hat und welche die nächste Bahn- oder Damyferstation ist. Aber nicht das allein, es unterrichtet auch über die im Orte bestehenden Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden, über die Bildungs- unb Wohlfahrtseinrich- tungen, über Handel Unb Industrie, Berufsgenossenschafien, Märkte, Servisklasse und vieles andere mehr. Tie Angaben des Werkes beruhen auf amtlichen Unterlagen und erreichen den denkbar höchsten Grad von Zuverlässigkeit und Vollständigkeit. Mit großem Geschick sind in das Werk die Verkehrsangaben hineingearbeitet. Besondere Artikel sind den schiffbaren Wasser- strasten gewidmet und dabei Vermerke über ihren Lauf, ihre Abzweigungen, Höhenmarken,^Kilometerlängen, Schleusen sowie Angaben über die Art der Schiffahrt, Abgaben, Flößerei usw. gemacht. Dagegen sind die Staats- und Kleinbahnen mit ihren Bahnstrecken und Stationen sowie die Personenfahrpost- und Automobilverbindungen jeweils im Zusammenhang mit den durch sie verbundenen und berührten Ortschaften angeführt. Wo derartige Verbindungen fehlen, ist stets die nächstgelegcne Station für Bahn- oder für Schiffsverkehr und ihre Entfernung in Kilometern angegeben und kenntlich gemacht, ob sie dem Personen-, dem Güter- oder dein Gesamtverkehr dient. Jedenfalls wird es darin von keinem Unternehmen ähnlicher Art erreicht. Was Gittgesaiv-t. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber femenet Verantwortung.) Gießen, 22. Ium. Der U ebergang Ecke Bleich- unb Stephan straffe ist bei Regenwetter in sehr schlechtem Zustand, da jegllche Befestigung des Straffendammes durch Steine fehlt. Da dreier Ucbergaug nun aber sehr stark, namentlich aus der Richtung Ebelstraffe, benutzt wird, ist eine Befestigung aus der Richtung In gleicher schlechter Verfassung ist auch der Bürgersteig der südlichen Bleichstraffe, wo an einer Stelle die Randsteine stch senken und die letzte Strecke nur durch Kies festgemackst^ ift._ Wenn auch nicht verlangt werden kann, daff alle Straßen, die noch nicht gepflastert sind, mit einem Schlage befestigt werden, so muff es doch als das mindeste gelten, daß die Ucbergänge wenigstens in gutem Zustand sind. Hoffentlich helfen diese Zeilen etwas, sonst wäre es ^oache der anliegenden Hausbesitzer, sich in einer Eingabe an die Stadt- verordnetcnversammlmrg zu wenden. Ww. MSrtte. FC. Wiesbaden. Die h Hof-Marktbericht vom 25. Juni. Auftrieb: Rinder 99 (Ochsen 26, Kühe 69, Bullen 4), Kälber 346, Kreis Friedberg. , r. Reichelsheim, 25. Juni. Gestern abend 7212 Uhr brach in der Hofreite des Heinrich Walther Feuer aus. In etwa 10 Minuten war die freiwillige Feuerwehr am Brand- platze; durch tatkräftiges Eingreifen konnte sie in einer Stunde das Feuer auf seinen Herd beschränken. Auch hierbei lernte man den Vorteil einer Wasserleitung kennen. 3,n kommenden Nachsommer soll unser Ort kanalisiert werden. Die Großh.Kultllrinfpektion Friedberg wurde von dec Gemeindeverwaltung beauftragt, einen Kosteuvoranfchlag auszuarbeiten. 24. 24. wu sch' er' - ber au- W< . die bal Tut ga Pr au Hessen-Nassau. w. Frankfurt a. M., 25. Juni. Gestern vormittag wurde hier ein Amerikaner, der sich auf einer Vergnügungsreise durch Deutschland befindet, um 12 0 0 0 Mark betrogen. Er hatte in bem Hotel, in dem er wohnte, einen Engländer kennen gelernt, mit dem er gestern vormittag einen Spaziergang unternahm. In der Gallusanlage fand der Amerikaner ein mit Siegeln verschlossenes Kuvert, das em vor ihnen gehender Herr verloren hatte. Ms der Finder dem Bc- itzer fein Eigentum wieder zustellte, bedankte sich dieser lebhaft, weil in dem Umschlag wichtige Dokumente enthalten seren, und lud die beiden Herren, denen er sich als Amerikaner vorstcllte, zu einer Flasche Wein in eine Bar ein. Dort erzählte er, ba'gcr kürzlich 5 Millionen Pfund Sterling geerbt habe unter der Bedingung, 1 Million für wohltätige Zwecke abzugeben, und er üche nun vertrauenswürdige Personen, die er mit der Ausführung dieser übernommenen Pflicht beauftragen könne. Schliesslich fragte er die beiden Herren, ob sie die Aufgabe übernehmen würden. Er müßte aber von ihnen als Sicherheit die Hinterlegung einer größeren Summe verlangen. Der Engländer gab sofort 18 m)0 Mark, und das bewog den Amerikaner, gleichfalls 12 000 Mk. zu geben. Der ,,reiche Erbe" nahm das Geld und benützte einen günstigen Augenblick, um zu verschwinden. Wenige Minuten später entfernte sich auch der Engländer, und beide sah man nicht wieder. Natürlich hatten beide im Einverständnis gehandelt, um den Amerikaner um die 12 000 Mk. zu »prellen. ^Man glaubt, daß es die gleichen Betrüger find, die im vorigen Sommer einen Amerikaner in Berlin um 20 000 Mk. geprellt haben. Schafe 20, Schweine 417. Geschäft mittel. Ochsen. Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren .... Die noch nicht gezogen haben (ungejochle) . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete............ Bullen. Dollfleisclnge, ausgew., höchsten Schlachtw. . . Dollfleischige, jüngere . . Färsen, K ü h e. Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtivertes Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtivertes bis zu 7 Jahren Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut ent* widelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. man sich sonst an geographischen, Verkehrstochuischcn, totäfäafr lieben und statistischen Angaben mühwm aus- vtelen NachschlaM-- büchern zusammensuchen muffte, hier ist alles planvoll, übersichtlich, zuverlässig und erschöpfend zusammengetragen und damit ein noch dazu preiswertes Werk geschaffen worden, von dem man dreist bc&äutfcn kann, daß es in den einschlägigen Fragen nirgends umsonst zu Rate gezogen wird. Wer erst einmal seine Vorzüge kennen gelernt Hai, wird es nie mehr missen wollen. Es ist unentbehrlich für alle Behörden unb -Kontore und verdient wirklich unumschränktes Lob. fronen bewirkt, so düst für unbedingte Sicherheit die größte Gewähr geboten ist. - Die preuh.-südd. .Massenlotterie ift die einzige tm diesseitigen Staatsgebiete zuge'lassene Staatslottemc. Das Spielen in allen andern Staatsklassen ist bei hohen Strafen verboten. .... Bei der zur Verhütung der Versäumung planmastiger Fristen sehr zu empfehlenden Vorauszahlung der Einlagebeträge und Belassung der Lose im Gewahrsam des Lotteme- cinnehmers stellt dieser amtliche, für die staatliche üoitcine* Verwaltung verbindliche Quittung (Empfangs- und Gewahr- samschein) aus. * ** Der deutsche akademische Sportbund, dessen hiesiger Vertreter der Gieffener Sportverein von 1900 ist, so schreibt man uns, läßt seine diesjährige Haiivttal>resoer,amm- lung nächsten Samstag, den 28. ^luti, m ckÄicpen Uattfinbcn Diesen Vorzug verdanken wir lediglich dem bclonberen Wimsck^e des Groffherzögs, der uns lsterdurch, wie bereits wiederholt geschehen, sein großes Interesse für die Entivulelung unserer ncueflen Sportbewegung binb gibt. Tie Sitzung- steht im Zusammenhang mit dem nächsten Samstag und Sonntag liier stackftnoenden ataö. Turn- und Svortsest. Die Tagung selbst findet jedenfalls int großen Hörfaal ber Universität statt. Der Verkehrs verein Gießen hat an seine Mitglieder seinen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1912 versendet. Es wird darin znnächst lebhafte Klage geführt, bat? die Mttglteder- -ichl noch immer sehr niedrig ift und daß es deshalb dem Verein an Mitteln znr Durchführung seiner Pläne fehlt. Es ergebt besonders an Gafttvirle, Metzger, Bäcker und Handwerker der Appell, Mitglieder des Derems zu werden. Welche Pläne der Verein tut bic ßufunft hat, wie groß die Mitgliederzahl, ipic hoch sich seine Einnahmen und sein Vermögen belaufen, darüber steht tu dem Jahresbericht kein Wort. Als einzige Ausgabe im Jahre 1912 werben Mk. 200 zttr Prämiierung von Blumenschmuck erwähnt. Nach dem Bericht scheint in der Hauptsache bic Dereinstätigkett darin zu bestehen, durch den Automaten nm Dahnhoi Führer zu 10 <ßiq. zu verkaufen, von denen im Berichtsjahr 1544 abgesetzt würben. 2400 Führer wurden mit 245 Derkehrsvcreinen gegen deren Führer eiugetauscht. Ter Verein hatte das Jahr 32o Bnei- eingänge, 230 Briefansgänge und 300 Trnckfachen zu erledigen. Die Tätigkeit des Bureaus des Verkehrsvereins, das von Herrn Stadtverordneten Helm in dankenswerter Weise geleitet wird, iil vor allem darauf gerichtet, Gieffen uach außen bekannt zu machen, die Vorzüge zu schildern, welche Gieffen zum bleibenden Ausenthalt von Kapitalisten, höher gestellten Beamten unb Pensionären geeignet machen. Ans dem Bnreatl sind Führer und Beschreibltugeu von alleii Städten, Bädern, Sommerfrischen und Reisetouren kostenlos zn haben. Das Burean kommt den Wohuungsnchendcn von aufeen in eingehendster Weise entgegen, vermittelt kostenlos unb in ent- geaenkoinmenbster Weise Mietsabschlüsse und erteilt Aufschluß über vieles, was der Hebung bes Verkehrs zum Vorteil gereicht. In den eigenen Dläunten des Verkehrsvereins Löberstraffe 6 liegen zur Einsicht Zeitungen, Zeitschriften, Reifebücher, Hoteladreßbücher in groffer Auswahl auf, eine Einrichtung, von der nicht allein die Mitglieder des Veretns, sondern auch Fremde lebhaften Gebrauch machen Im allgemeinen ist bet Bericht über die Tätigkeit des Vereins recht mager ausgefallen. Plan klagt, daß die Mitglieder alle Arbeit dem Vorstände überlassen, der aber, wie es scheint, eüersüchlig darüber ivacht, daß ihm niemand breimebet. Von Versammlungen, in denen die Mitglieder ihre Ansichten und Anregungen ' ar.stanschen können, erfährt man nichts, und da bars man sich benn auch schließlich nicht wundern, wenn btc Bürger kein tieferes Interesse für den Verein an den Tag legen. Es ist dies wegen der Sache, der der Verein dienen soll, zu bedauern, und es wäre erfreulich, wenn hier eine Aenoerung einträte. viertel Pfund Kakes für 50 Pfg. Zu Hau,e wiegt,er bicJZBqrc nach unb entbedt, baff er vorn Verkäufer „betrogen ist; er ichreim sofort an den Kaufmann einen geharnischten Brief, in dem er lut) beschwert, daß er statt des halben Pfundes Pralmees „nur 2o0g, also nur ein viertel Pfund gehalten habe, für die er aber den Wert eines halben Pfundes bezahlen muffte". Bei dem Kakes ftelLL ein Schulinspektor fest: „Ein viertel Kakes, baß bcrKlhe junge Mann mir für 50 Pfg. verkauft hat, tot e g t _t a t) a d) l ich nur 14 5 Gramm. Ist werbe beide Tüten, w wie id) sie von Ihnen erhielt, eventuell für den Staatsanwalt auch-ckvahren. Der Kaufmann übergab den Brief feiner Kaufmannsinirung und benachrichtigte hiervon den menschenfreundlichen Leeliorger, ersuchte ihn aber gleichzeitig, sich bei den Schulkindern icmes Verwaltungsbezirks zu erkundigen, wieviel Gramm zu einem tyalmm und M einem viertel Pfund gehören . . ., ^ctxmjallo handelt es sich um eine Verwechselung zwischen Pfund und Kilogramm •• Die Linde blüht! Um „Johanni" entfaltet sich die 'Lindenblüte, und tausend fleißige Bienlein werden durch ihreu (ieb= 1(1)01 Duft augelockt. Von icher nahm die Linde anderen Bäumen gegenüber eine ganz besondere Stellung ein. Gall es ein besonders denkwürdiges Ereignis in der Erinnerung festzuhallen, so geschah dies durch' die feierliche Pflanzung einer Linde. Sie war es, unter der sich alle bemerkenswerten Vorgänge eines Ortes abspielten. Unter ihr wurde ebenso des Rats gepflogen wie der Kurzweil gehuldigt. Für alt und jung war die Torflinde der Sammelpuukt bei ernsten und heiteren Anlässen. Leider hat sich hierin im Laufe der Zeit manches geäiidert. In vielen Orten ist eine derartige Linde, sei es, daß sie der Zeit, sei es, daß sie der Axt zum Opfer gefallen ist, überhaupt nicht mehr vorhanden. ** Groffmutter Becker aus Reiskirchen. In einem amerikanischen Blatte, von dem uns jetzt ein Ausschnitt übermittelt wurde, lesen wir einen längeren Aufsatz über eine Frau Becker aus Reiskirchen, der in der Uebersetzung auszugsweise folgendermaßen lautet: Anna Maria Becker, bekannter als Großmutter Becker — ilyr Mädchenname war Schoen — wurde am 20. Oktober 1832 zu Reiskirchen in Hessen geboren. Im Jahre 1854 kam sie mit ihrem Verlobten, Philipp Becker, nach Amerika, und heiratete nod; in demselben Fahre. 38 Jahre lang tonnte das Paar die Freuden und Leiden des Lebens — beides war ihnen reichlich zugemesseii — teilen, bis der unparteiische, hatte Feind Tod am 31. Januar 1892 die Hand nach dem Gatten aus streckte. Sofort nach ihrer Heirat in Wayne Ev. in Ohio gingen sie nach Chili (Indiana), wo sie sieben Jahre wohnten. Dam, siedelten sie über in die GraUchaft Fulton im selben Staate und hielten sich endlich über 33 Jahre auf einer Farm int Süden von Green Oäk auf, wo die Frau nad? dem Tode ihres Mannes blieb, bis sie vor etwas über 4 Wochen zu ihrem Sohne Jakob Becker zog, wo sie bis zu ihrem Tode am 25. März 1913 wohnte. Sie war Mutter von 12 Kindern, 10 Söhnen und 2 Töchtern. Sieben davon, 6 Söhne und 1 Tochter, )larbeit vor ihr. Die nod) lebenden Kinder sind Jakob, Wilhelm, Leoi und Georg Becker und Marie Zartman. Außerdem überleben sie noch 20 Enkel, 2 Urenkel unb einige andere Verwanbte. Das Leben ber Großmutter Becker war sick-erlich ein ereignisreiches. Sie kam als Mäbchcn von 22 Jahren nach ''Amerika; eine Frembe im fremden Land. Sie begann mit ihrem Gatten die Ehe unter sehr eingeschränkten Verhältnissen. Viele schwere Sckinben und Schmerzen mußten sie durck-kosteu, aber trotz des wechselnden Geschickes behaupteten sie ihre Ehre unb ihre Reblichkeit. Ehrerbietig gegen die Mitmenschen und treu zu Gott gingen sie auf den Todweg zu, durch dessen Pforten wir alle früher oder später wandern müssen. Als ihr Gatte gestorben war, nahm sie die Last allein auf sich, die vorher zwei getragen hatten. Oft mag sie unter ihrer Last geschwankt haben, aber sie strauchelte nie auf dem Wege und im Dienste der Pflicht, bis sie den Tag erreicht hatte, wo ber Herr zu ihr sprach: „Es gut, komme herauf." Sie starb ihren Verwandten und Freunden ergeben. Sie war ein treusorgendes Weib, eine liebevolle Mutter, eine gute NaMarin, kurz der Freund aller. Sie weilte SO Jahre, 5 Monate und 5 Tage auf der Erde. Nähere Angaben über die Verdienste der Frau finden wir nicht, es ist aber anzunehmen, daß sie sich sehr hervor getan hat, beim sonst würde das Blatt wohl kaum einen so großen Nachruf veröffentlich!, haben. ** Das falsche Gewi ch t. Ein ergötzliches Geschichtmen wird gegenwärtig in oberheisischen Lchrerkreiseu erzählt. Ein Pfarrer kaufte ein halbes Pfund Pralinecs für 1 Mk. und ein Kleine Tagerchromk. Das „Gothaifche Tageblatt" meldet: Eine auf dem Gute Großfahner beschastigte polnische Arbeiterin legte nach einem Streit mit ihrem Manne ihr sechs Wochen altes Kind auf einen Hackklotz und schlug mit einer Axt den Kop) und beide Beine ab. Der von ihr mißhandelte Mann war gerade zum Gendarmen gegangen. Die Mörderin wurde verhaftet. Ein tarn Antwerpen nach Brüssel fahrender Per- 'v n e n z u g wurde während seines Aufenthaltes auf dem Bahnhofe Mecheln von einem nach Brüssel fahrenden E i 1 z u g von hintenangefahren. In dem Perfvneuzug wurden mehrere Personen verletzt. Eine Person wurde getötet, sechs wurden verletzt. Der Eilzug ist unbeschädigt geblieben. Aus Brandenburg < Havel) wird gemeldet: Bei dem Dorfe Kleinkreutz fuhr am Mittwoch morgen gegen 4 Uhr ein mit mehreren Personen besetzter Kraftwagen aus Berlin in den Chausseegraben und ü b e r s ch t u g sich. Sämtliche Insassen wurden herausgeschleudert. Der Chauffeur Schultze aus Brandenburg verstarb auf dem Wege zum .Krankenhaus. Der Chauf- eur M o l t r e ch t aus Brandenburg wurde schwer, die anderen Insassen weniger schwer verletzt. Der Wagen ist vollständig zertrümmert. Eigentümer soll ein Herr Fleischer aus Char- lotteuburg fein. Müller'sche Vadeanstatt. Wasserwärme der Lahn am 26. Juni: 15° Mastläinmer und Mastyanunel .... 54,50—57.00 Schweine. Dollfleisclnge Schweine von 80—100 k» Lebend- gewicht 54-56 Vollsleischige Schweine unter 80 lex Lebendgewicht 53-54 Dollsteifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht . 55-561/, Vollsteischige Schweine von 120—150 kg Lebend- gewicht..............53l/2-54 Fetlschweine über 150 kg Lebendgewicht . 52V,-00 Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, ■Kindermeh) „ , Diarrhöe, •Krankt Darmkatarrh, etc. Höchste Temperatur am Niedrigste , • SEHE Mrchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Freitaa, den 27. Juni, abends 8 Uhr, hält im I oh au ne §- f a a l Missionar Held anS Ostafrika einen Vortrag über die Mission in Ruanda. Israelitische Keligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, den 28. Juni 1913: Vorab end: 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. N a d) m i 11 a g 5: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.40 Uhr. \ ---- Israelitische Leliaionsgesellschast. Gottesdienst. ©abbatfeiec am 2 8. Juni 1913: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Ubr. Eamstaa nachmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr. Wochengottesdienst: RlorgenS 6.00, abends 7.30 Uhr. Verantwortlich für „Aus Stadt unb Lanb" i. V.: K. N e u r a t h. ma( j. ber ber Tr ’. < Bec ' auf :j in den wä I tW '3 uni 191. Barometer j auf 0° j reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit i Windrichtung Windstärke Jul. Dach, Ecke Block- und Johannesnr. Der seither v. 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