165. Jahrgang Zweites Blatt Ar- 172 Erscheint tSglich mit Ausnahme deS Sonntags. erwarten. 1. 9 3. 4. >rS3ahren inet Für den Kranken und seinen Begleiter je 1 Karte 4. Klasse. Nur wenn die Beförderung unaufschiebbar ist, die Notwendigkeit f ofortigcr Operation vorliegt usw. und sich in einer der vorgenannten Beförderungsarten nicht ausführen läßt, darf die Mitnahme im Packwagen, eines Personen-, Eil-, Schnell- oder Güterzuges bei ausreichendem Raum ausnahmsweise gestattet werden. Dann 2 Fahr- karten 3. Klasse für den Kranken und 1 Karte 3. Klaffe für jeden Begleiter. Die Beförderung leerer Krankenkörbe und Transportbetten aeschieht gegen Zahlung der tarifmäßigen Fracht, nur bei Transporten verwundeter oder plötzlich erkrankter Arbeiter ist sie frachtfrei. Werden Wagen 3. Klasse mit Kcankenabteil auf Antrag besonders eingestellt, so sind nicht 4 Fahrkarten 3., sondern 6 Karten 2. Klasse zu lösen. In den Krankenwagen oder besonderen Krankenabteilen werden 2 Begleiter frei befördert, weitere Begleiter lösen je eine Karte 3. Klasse. * ** Ter Bilderschmuck der Eisenbahnabteile. Am Freitag, 11. Juli, tagte in der Königlichen Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig das zweite Tie „Eichener Familienblotter" werden dem .Anzeiger." viermal wöchentlich beigeleot, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- frage«" erscheinen monatlich zweimal. Aus Stadt und Land. Gießen, 25. Juli 1913. Krankenbcförderung. Es ist wiederholt vorgekommen, daß die Beförderung kranker, im Rollstuhle sitzender oder im Krankenkorb liegender Personen in den Gepäckwagen der Schnell-, Eil- und Personenzüge gefordert wurde. Diese Beförderung ist im allgemeinen unzulässig. Nur bei der Arbeit oder im Gewerbebetrieb verwundete, oder plötzlich erkrankte Skbeiter, die auf ärztliche Anordnung in ein Krankenhaus überführt werden ollen, können in den Gepäckwagen der genannten Züge be- ördert werden. Für andere, liegend zu befördernde Kranke gibt es Treue-.- Fürsorge durften sich unsere Standvögel im lebten Jahre roicbcnim erfreuen. Verfüttert wurden 1 Zenter 30 Psd. Vogelsutter, sowie 100 Stück Futterringe, die sich nach unteren Erfahrungen zur Winterfütterung aufs beste bewähren. Wem eben unserer Mitglieder um Futterl-äusckxn konnten wir entsprechen, da wir 20 ' Stück vom Bersuchsgarun Erfurt bezogen hatten. Aus der Fabrik von Berlepfctxr Nisthöhlen zu Büren in Weil, falen bekamen wir 32 Stück Nisthöhlen für Notare, Meisen, Rotschwänzchen und Fliegenschnäpper. _ An Fuhrleute verteilten wir 100 Plakate: „xes Vierdes Bitte", mit dem Ersuchen, sie in den Pferdeställen aufzuhängen. Tie Beirkssparkasse Gießen bewilligte uns 100 Mark aus dem Reingewinn des Geschäftsjahres 1911, während Frau Dr. Goetz zu Wiendorf an der Lumda uns durch ein Gesä-enk von 20 Mark erfreute. • Am 20. Februar legte der Vorsitzende im Auftrage un,eres erkrankten Rechner.' Wolff, der zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in Bad-Naul'/eim weilte, die Rechnung vor. Sie schloß in Einnahme mit 2177,25 Mark, in Ausgabe mit 2170,64 Mark ab. Der Vermögensbesband des Vereins beträgt zurzeit 2265,72 Marl. Die Rechnung wurde von den Lehrern Fritzel und Kffug geprüft und richtig befunden, worauf der Vorsitzende dem Rechner namens der Hauptversammlung dankend Entlastung erteilte. Losung fürs neue Jahr aber sei uns: Auf bewährter Bahn frohgemut voran? Sreitag, 25. Juli 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fthen UniversilätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen, dperle ch • ■ • kehr dienen. 4 Fahrkarten 3. Klasse. Benutzung eines Eisenbahntransportbettes oder eines privaten Krankenkorbes im Wagenabteil 3. Klasse. Zwei Fahrkarten 3. Klasse, jeder Begleiter extra 1 Karte 3. Klasse. Mit Rollstuhl oderKrankenkorb im Wagenabtcil 4. Klasse. «0-250 . Industrie 'schlag itlich Freitag eiutreffeud: sse Algier- »M a“;, 1 folgende Beförderungsmöglichkeiten: Benutzung eines besonderen Gepäck-, Güter- oder Personenwagens 3. oder 4. Klasse. 6 Fahrkarten 2. Klasse. Benutzung eines besonderen Krankenabteils in Wagen 3. Klasse, deren übrigen Abteile dem allgemeinen 23er« ß&t »Erilvel rnd'^F 8üns Zahre Zrauenstudium in Deutschland. Seft Herbst 1908 sind ben Frauen die Universitäten kes ^Reichs offen. Dieser fünfjährige Zeitraum weiblichen Unioer - Isrüftssüäuums gestattet einen Rückblick auf die Entwicklung des weiblichen Bildungssttebcns, seinen Einfluß auf den Besuch der -einzelnen Universitäten, wie auf die Gesamtstudentenzmer, und sein Verhältnis zu dem Studium der männlichen Kommilttonen. Die Zahl der studierenden Frauen beläuft sich diesen Sommer auf 343t> gegenüber 2958 im Vorjahr und 1108 vor .) Fahren. iDer jeweilige Semesterzuwachs von Sommer zu Sommer ichwantt zwischen 735 und 383 und bsträgt neuestens 478. Gegenüber 1908 ergibt sich eine absolute Zunahme der Stzudeitturnenziffcr •um ütfer 200 v. H. und eine Erhöhung des relativen Anteils der lFran am bciiffdxn Universitätsunterricht von .2,48 au, -5,69 v. H. Was die Verteilung der studierenden Fraueir aus die einzelnen. sFakultäten bez,v. Studienfächer anlangt, so ist folgendes fe,tzu- !stellen: Philologie und Geschichte studieren zurzeit 1791 gegen 505 vor 5 Jahren, s))fcflt5emonf und Naturwissenschaften 659 -gegen 175 Medizin 790 gegen 322, Karnerafta und Landwirtschaft ilOO gegen 40, Rechtswissenschaft 49 gegen 20, Zahnhcilkundc 26 gegen 40, evangelische Theologie 12 gegen 3 und Pharmazie 9 gegen 3. Ter- verhältnisinäßige Anteil der in der philosophischen Fakul- ,tät vereinigten Studienfächer ist seit 1908 von 68,80 v. H. auf 76,35 im letzten Winter gesttegen und neuestens aus 75,47 zurück - toeganqen, roälyrcnb der betreff ber Medizinerinnen von 29*.06 !aben. Von den zurzeit in Preußen ^eingeschriebenen Fimien entfallen aiff die genannten Fakultäten (81,6 v H. gegenüber 75,4 im Reichsmittel, auf dte medi-,lNiscl?e 16,6 gegen 22,7, während von ben an ben nichtvreußi'chen Hochschulen- eingeschriebenen Frauen derzeit nur 64,15 dem philo- fophischen unb 33,8 v. H. ben mebizinischen Fakultäten 8-uzu- ^ählen sinb. Es bedarf keiner weiteren Begründung, daß der starke weibliche Zufluß zum höheren Lehramt in wenigen Fahren bei den Frauen dieselbe Ueberfüllung zeitigen mufo wie eine .solche bei den Männern zurzeit säst überall besteht. Tenn die Oberlehrcrin hat in den weiblichen Bildungsanstaltcn ein stark begrenztes Arbeitsgebiet, das dazu noch zu einem beträchtlichen Teil Domäne des Mannes ist. Andererseits nt nicht verstänolich i-unb in den erwähnten Vorbildungsverl-ältmssen Nicht genügend Ibegründet, daß ein akademischer Beruf, der den Frauen ein freies -unb dankbares Betätigungsfeld bietet, die Medizin, bis letzt nicht die Anziehungskraft ausz-uüben vermochte, die bei der besonderen Eignung der Frau für diesen Beruf und dem zweifellos vorhandenen Bedürfnis (in Deutschland praktizieren zurzeit neben 34 000 Mannern nur 175 Frauen) anzunehmen war. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen dem Westen und Nordwesten der Bereinigten Staaten zu tragen, in die katholische Diaspora, überallhin, wo Katholiken wohnen. Das Auto, in duntlen Farben gestrichen, läßt äußerlich seine Bestimmung nur durch aufgemalte Kreuze erkennen, die in weißen Feldern stehen. Am Bestimmungsort angelangt, öffnen sich seine Seitenwände unb statt bes rollenben Autos ftebt ein Altar mit Tabernakel, Kruzifix, Kerzen unb Basen da. Einige Traperien unb Teppiche werden zu seinen Füßen hingelegt, eine mitgeführte Stufenleiter wird angelehnt, über die der Priester zum Altar hinaufschreitet. — ©in Jubiläum der Schokolade. Tie Schokolade kann zurzeit in Europa ihr 400jähriges Jubiläum feiern. Bekanntlich hat dieses nicht nur bei Kindern beliebte Genußmittel seine ßeimat in Amerika. Schon die Mexikaner haben sie in alter Zeit aus gerösteten Kakaobohnen, Maismehl und Vanille bereitet und dieses als „Chokolatl" 'von choco — Kakao und lall — Wasser) mit Vorliebe getrunken. Aber erst um das Jahr 1513 — also vor 430 Jahren — ist die Schokoladenbereitung auch in Europa bekannt geworden; sie wurde hauptsächlich zuerst iu Spanien gepflegt. Viele Jahre hindurch ist diese neue Telikatesse allein ben Spaniern und Portugiesen bekannt geblieben. Tie nächsten Länder, wo sich die Schokolade dann Eingang verschaffte, waren Italien und Frankreich. In dem letztgenannten Lande,,wo die Schokoladen- iabrikation später zu hoher Blüte gelangte, ist sie im Jahre 1660 sogar in sehr feierlicher Weise eingeführt worden: Bei der Verlobungsfeier Ludwigs XIV. mit Maria Theresia, der Tochter Philipps IV. von Spanien, wurde die erste Schokolade, die Frankreich sah, dem königlichen Bräutigam von Maria Theresia, einer spanischen Prinzessin, in einem kostbaren Kästchen gereicht. Wie bekannt, hat jene süße Näscherei an der Tafel Ludwigs XIV. bald eine bedeutende Rolle gespielt, und das ist wohl auch der $)nupt- aruud, weshalb sie plötzlich auch in den anderen europäischen Staaten Heimatrecht erhielt. Zeitgemäß ist es im Moment, daran zu erinnern, daß das Schokoladetrinkeu von der katholischen 65eut- lichkeit anfangs heftig bekämpft wurde, nicht, weil man das föe- tränk für schädlich hielt, sondern weil Zweifel auikamen, ob es auch während der Falten geuoffen werden dürfe. Ter Vater Brancaccio schrieb deshalb im Jahre 1664 eine lange Abhandlung: De uso et potu chocolatan diatriba“ und stellte darin den für die weitere Verbreitung der Schokolade sehr wichtigen Schlußsatz auf: Flüssigkeiten sind wahrend der Fasten gestattet. Ta nunmehr auch die 63eiitltd)feit nichts gegen den (benutz der Schokolade hatte, eroberte sie sich in verhältnismäßig kurzer Zeit jene hohe Bedeutung die sie noch heute in volkswirlschastlicher Beziehung entnimmt. Das Uebenpicgen des preußischen Elements in der studierenden Frauenwelt kommt in der Wahl bes Stndicnvrts der Studen- tinnen zur Ausdruck. 1908/1909 waren an den preußischen Um- versitäten 687= 60,7 Prozent ber Gesamt, unb an den anberen deut selten 445=39,3 Prozent eingeschrieben, 1911/1912 ergeben -sich 1960 bezw. 70,2 unb 835 bezw. 29,8 unb in bicsem Sommer sinb in Preußen 2220= 64,61 Prozent unb im übrigen Deutsch- ilatib 1216= 35,39 v. D- immatriliilicrt. Bezüglich ber männlichen Studierenden liegen die Verhältnisse so, daß von hundert nur 50,9 in Preußen unb 49,1 anderwärts studieren.^ Der Besuch der einzelnen Universitäten zeigt, baß bei den Frauen Iber Zug nach der Großstadt wesentlich geringer ist, als bei den itnännlidten Kommilitonen. Don Berlin abgeiehcn, das seitlter .-immer zwischen einem Viertel und einem Drittel ber Frauen an- gangen hat, treten bic Frauen an den Großstaotuniverlitaten ^Leipzig, München, Breslau) stark zurück und anderer,eits an 'einzelnen Proviuzhochschulcn stärker hervor, so insbesonbere in Bonn, Götting-en, Münster, Heidelberg und Freiburg, ohne daß hierbei zwischen Winter- unb Sommersemester em .nennenswerter Unterschieb zutage träte. Diesen -Sommer sind M Berlin 770 Studentinnen eingeschrieben, in Bonn 341, in i.cuiick>en , ^rev glieber hat. „ _. Nach dem Paragraphen 4 ber Ergänzungsbesttrnmungen zu den Satzungen des Sbäuptuereiit» treten alljährlich öic sugeraamten unb Vs ber in Der .Hauptversammlung gewählten Mitglieder bes Vorstandes aus. Da bic Ausscheidenben am 26., Marz wieder- gewählt würben, so traten keine Veränberungen im Vorstand cm. Arn 25. November besuchte ber Vorstand ben hiesigen Schlacht- Hof. Unter der fachmännischen Führung des Direktors '-tr. -*-iobbc lernten bic Besucher bic vortreffliche Anlage unb neuzeittiche Einrichtung dieser Anstalt keimen. Sie konnten flch überzeugen, baß bic Forderungen der Dygiene beachtet werden unb das Toten ber Tiere human geschieht. _ . ., _ Unser Verein trat dem Verbände der Tier,chutzvei-eine des Deutschen Reiches bei. Der Jahresbeittag beträgt 1 Prozent ber jährlichen Beiträge seiner Mitglieder. Zahlreiche Flugblätter, Jahresberichte unb Seit,toten wurden in ben Borstandssitzungen in Umlauf gesetzt, wobei Auflatze von besonberem Werte zur Verlesung tarnen. _ Lehrer Avg erörterte eingehenb die Frage: „Warum sind so viele Märschen Tierquäler?" Lehrer Heinrich Müller berichtete auchuhrlich über Den Terragraphen von Ludwig von Mereh. T>er ^.erragraph, sagte er, sei ein Registrierapparat unter ber Erbe, cm Apparat, ber bic Lebensvorgünge unserer Tierwelt, die unserer Dcobachiung entzogen sind, automatisch scsthalte, das heißt, sic registriere uitb photographiere. OktvoierHeber Rolosf, ein warniherziger Anwalt unserer Vögel, sprach mit Sachtennttns über: Nutzen unb Schutz unserer stets abnehmenden Vogelwelt. Wohlverdientes ausschließliches Recht auf die Beurteilung der Tiersckmtzkalenber hat sich Lehrer Fritzel erworben. Semem wohlbegründeten Antrag cntiprctob, bezogen wir vom Berliner Tierschützverein 2530 Kalender, die den hiesigen höheren Schulen und den Oberllassen der Volksschulen überwiesen wurden. Beim Verbände ber Tiersämtzvcrcine des D-eutsck-en Reiches beitcllten wir 2400 Kalender, die unseren Mitgliedern, der Unterftusc der Höheren Mäbck)enschule unb ben Volksschülern ber Unter- unb Mittelllasscn zugestellt würben. An Prämien bewilligte ber Vorstanb 300 Mark. Die Gendarmerie ivurbc mit 60 Mark und bic Schutzmannschaft mit 120 Mark bckacht. Die Verteilung dieser Summe überliefen wir ihren Vorgesetzten mit dem Ersuchen, uns die Vcrtcilungs- plänc '.uzustellen. Die Schutzleute erhoben 22, die Gendarmen 8 Anzeigen. In 26 Fällen verhängte ber Richter Gelbstraten von 8 Mark bis zu 35 Mark, ober er erkannte auf Haft von 4 Tagen bis zu 21 Tagen. 4 Flurschützen würben 26 Mark bewilligt, weil sie wilbcrnbe Katzen, Raubvögel und anderes Raubzeug abgeschossen hatten. Für schonenbe Behanblung unb gute Pslege ber Pferbe würben 55 Mark misgesctzt, bic m Gaben hon je 5 Mark zur Verteilung kämen. 2 Fuhrleuten würben Ehrenurkunben verliehen. 2 Bebiensteten am Schlacht Hof,, bic beim Töten der Tiere human verfahren, brückte ber Vorstanb seine Anerkennung durch Geschenke von 5 Mark aus. Für Verdienste um ben Vogclsck-utz wurden bic beiden Friedhosaufleh-er mit Prämien von 5 Mark bedacht, während 2 Dienstmädchen und eine Hausiererin die gleichen Bettägc für liebevolle Behandlung ber kleineren Haustiere bekamen. Um die Aufstellung der Vorschlagslisten machten sich Rentner Daniel Deil, Oekonom Kitz, Bäckermeister Löber, Direktor Dr. Mobdc unb Lehrer Lp:tz verdient. lebendig macht, unb bas Wort „Freiheit" scheint groß und strahlend über jebent einzelnen Stück zu stehn ... G. W. P. — Die Vortrags ord.nung ber 3. Internat io- n a 1 en Konferenz für Krebsforschung, die tn Br u 1- sel vom 1. bis 5. August 1913 ftattfinbet, enthält ber „Munch. Med. Wochcnschr." zufolge als 1. Verhanblungsgegenstand: xie Anwendung ber physikalisch-chemischen Verfahren bei Behandlung bes Krebses. Anwendung chemischer Mittel nach Radttat- operationen. Res.: Pros. Dr. Nenberg-Berlin: Grundlage ber physikalisch-chemischen Verfahren: Pros. ^r. Eaipari- Bcrlin: Die Anwendung ber physikalisch-chemischen Benahrcn; Pros. Dr. Freund-Wien: Erz. Prof. Tr. Czerny-tzeibel- berg; Prof. Dr. Bayet-Brüssel. 2. Vakzinationstherapie und Serumtherapie der Geschwülste. Ref.: Privatbozcnt ^r. Obi er- Gens: Prof Da eis und Dr. bc Som er-Gent: Dr. William Eoley-New Pork. 3. Stattsttk der Krebsttankheit Oertlickie Verbreitung. Res.: Dr. Rosenfeld -Wien: Pros. Firtet und Dr Kremer-Lüttich. 4. Actiokogie des Krebses. Res. Prof. Joh. F i b i g e r - Kopenhagen: lieber eine durch Nem atoben her - vorgerusene papillomatöse unb karzinomatöw Ge,chwulstbilbung im 'Magen der Ratten iVorttag mit Demonstration von mikro,ll)- pischen Präparaten); Pros. A. Marie-Pans: ^It der Krebs bei Tabes beobachtet worden? 5. Einrichtungen für die Fürsorge Krebskranker -Fürsorgestellen usw.st Ref.: Vrofessor Dr. Blumenthal-Berlin: Dr. Sole-Brüflel. 6. Pflege der Krebskranken und Untcrrickst in dieser Pflege. JRef : Prost Dr. George Meyer-Berlin. 7. Bericht über den fstrasse 26 l Telcphon 186 strafe 20 „ n'alltorgtrasse ZA. a 2 (Eine Ausstellung Schweizer Kunft in Mannheim. Mannheim, 22. Juli. Die Mannheimer Kunsthalle, die., zurzeit die große diesjähiigc Ausstellung des D tu 11 d)e n ffiun |tIcr bunbe| beherbergt, veranstaltet in ben ihr vorbehallenen Raumen als E^änzung eine etwa 120 Werke umfassende Msste lung fortt fchrittlicher schweizerischer K u u st 1 e r. Sie alle 9 mit einem Male dekorative Momente rn das Totalbild des Mannheimer Ausstellungssommers — dekorative Moments bie mau hier sonst nur bei Ludwig von Hofmann und Pechstern gettosfen und die bekanntlich in der blLcnden Kunst des uns Babenern benachbarten Kulturkrei,^ ber nV Entrollt fast ausschlaggcbcnbe Rolle 9e'sptelt haben Nun. aber entrollt sich zurzeit ein wirklich geschlossenes Bild fortschnt licher gesamt- deutscher Kunst in Mannheim, ime es wohl einiger Beachtung auch von auswärts würdig ist. . , Vor allem wirb jetzt bic EntwEung des Hodler s ch e n Werkes in umfassender Weise S^r Erstellung gebraM. sind Gemälde seiner frühesten akademisch gentthaften Art, Zm sinb bie monumentalen ©itfyoucttcn feim teppichmäßige bunte Phantasie seines „Frühlings . d«wund« vnll arschslvsseuc Kraft seines wcitausholenben „Mähers u E ein Detail ans bem großen Rathausbild. Tur »«tmoner, barikltcnb den gleichsam im Feuer agitatorischer unb religio,1 Leidenschaft brennenden „Sprecher . Neben Hodler seine Schüler, unter ben bie Earbinaux und SNef?l fast schon als etwas Sclbstänbiges amragen, sowie bk bSi übrigen anerkannten Repräsentanten ner-eiter stoiz ms-her K^nstt Amic t, der in sinnlichen Farbenglühende,. Boß, der Beschaulich heitere, und B u r i, der derbfrohlich bauern(be, desse Gemälde fast den Plakaten nahe rucken. Rnn."G i ???i, B'a llct unb viele - meinderäte Weber, Erdmann, Ringlcb, Forbach, Back, Schupp Schmitt, Römer, Hofmann. Die Gcmeinderatswahl frndet Samstag, 27. September 1913, von vormittags 11 bis nachmittags 4 Uhr auf dem Ratbause statt. — Das Walzen des Au Weges von der Hauptstraße bis zum Fricdbof soll nach Eintreffen der Straßenwalze im Oktober vorgenommen werden. Die Lieferung und das Anfahren des Materials soll an den Wenigsmehmenden vergeben werden. — Tie bereits von einzelnen .Hausbesitzern ohne Genehmigung angelegte Kellerentwässerungen können bestehen bleiben, wenn sich die Betreffenden verpflichten, bis zum 1. September 1913 aus ihre Kosten einen Wassermesser einzubaucn und fürj>en Kubikmeter 11 Pfg. bezahlen. Tie Besitzer, die ent nach dem 1. September 1913 einen Wassermesser einbauen, zahlen für den Kubikmeter 25 Pfg., andernfalls dies nicht geschieht, i|t die Anlage gänzlich zu entfernen. Tie Wassermesser sind so einzubauen, datz nur das Wasser, welches aus dem Keller geführt, gemessen wird. Bei Wassermangel sind auf Anordnung der Bürgermeistern die Kellerentwässerungen abzustellen. Reuanlagen von Kellerentwäfie-- runqen sind ohne Genehmigung der Bürgermeisterei nicht gestattet. - - Dem Hch. Rohrbach VII dahier wird ein Teil des früher Werner- schen Gartens zum Pachtvreis von 20 Pfg. pro Jahr überlassen mit der Bedingung, daß dieser Platz, wenn die Straße erweitert >oird, jederzeit zu räumen ist. — Dem Hch. Deibel II. hier wurde die G e m e i n d c j a g d ans weitere 6 Jahre zum Pachtpreise von 800 M ark unter den gleichen Bedingungen verpachtet. •m Watzenborn-Steinberg, 25. Juli. Dem Bergmann L. S o in in c r von Steinberg wurden diese Woche nachts auf seinem Grundstück verschiedene junge Obstbau m e von ruchloser Hand abgebrochen. Anzeige ist erstattet, und hoffentlich gelingt es, die Täter zu ermitteln. Starkenburg und Rheinhessen. (ch) Bingen, 24. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten kam der Umbau des früheren A m t s - «ebäudcs zur Baugewerkschulew icdcr zur Sprache. Es handelte sich um eine Rachfordevung des Stadtbauamtes, da die bewilligten 74 800 Mark sich als nicht genügend erwiesen. Es mutzte eine Unterschienung des Untergeschosses vorgenommen und die Fußböden zum großen Teil erneuert werden. Aus diesen Gründen Ivar eine Nachbewilligung von 7527 Mark erforderlich. Der Bau ist soweit gefördert, daß die Schule zum 1. Oktober das Gebäude beziehen kann. Nach längerer Aussprache wurde die geforderte Summe bewilligt. Ferner wurden 31000 Marl für die Kläranlage für die Abwässer nachgefordert. Der Voranschlag sah 90 000 Mark, vor, dann wurden 1000 Mark nachgefordert. Mit der heutigen Forderung stellt sich das Projekt auf 122 000 Mk. Von den 31 000 Mark trägt der Eisenbahnfiskus 17 300 - Mk., die als Mehrkosten durch die Forderungen der Eisenbahn- Verwaltung entstanden sind. Auch diese Summe wurde bewilligt. — Tie Weiterführung der Nebenbahnen nach Bingerbrück war in Frage gestellt, da von den für den Bau benötigten Mitteln von 150000 Mk. noch 40 000 Mk. fehlten. Bon dieser Summe sollte der Kreis 20 000 Mk. übernehmen, lehnte dieses jedoch mit der Begründung ab, daß die Weiterführung im Interesse der beteiligten Städte und uichl des Kreises liege. Nach längerer Aussprache wurde beschlossen, die Summe von 40000 Mark zu übernehmen. Die Stadt ist nun an den Nebenbahnen mit einem Kapital von 110 000 Mark beteiligt. Hessen-Nassau. (W) Frankfurt a. M., 24. Juli. Bei der Frankfurter Polizei hat das Tienstmädchen Else Bender die Anzeige gemacht, daß sie vor einigen Tagen durch die Vermittelung einer Stellenvermittlerin von einer Ausländerin als Stubenmädchen nach Holland engagiert worden sei. Tas Mädchen sei dann mit der Dame nach Neustadt an der Haardt gereist, wo die Dame mit yvd Herren und drei i»eiteren Tienstmädchen zusammengetroffen sei. Die Reise ging dann weiter nach Edenkoben, wo noch drei Dienstmädchen zu der Reisegesellschaft stießen. Als den Mädchen dort ungeteilt wurde, daß sie nach Südamerika engagiert seien, habe die Bender einen günstigen Moment wahr- geuommen und sei nach Frankfurt zu r ü ckg e ke h r t. Die hiesige Polizei Hal sofort sämtliche Grenzstationen um ^eftnahme der mutmaßlichen M ä d chenhändler ersucht. Der kaiserliche Automobil-Klub über eine einheitliche internationale Zahrordnung. Anläßlich des schweren Aiitomobilimglncks, daS durch den Qu- fammennm; zwischen einem Berliner uub Wiener Automobil am ■27. Ium auf der ,lahrl von Graz nach Wien dadurch herbeiaeiührl wurde, daß da« Berliner "Automobil gemäß der deutschen Fahr- ordnuua recht- anstatt, wie eS in Oesterreich Vqrschrift ist links .mivtiHd), hatte der Di.ektor M. Zuelzer-Bcrlin als Mitglied des »Kaiserliche» Automobil-Klubs an dessen Generalsekretariat die 21nivnar gerichtet, wieweit denn die bereits vor zwei Jahren aus 4>er Pariser Straßcukouiereuz in Pari« angestrebte Eiusührunq einer ^mherelrchen Fahrordnnng für die veOchiedenen Länder gediehen sei Daraus hat der Kaiserliche Automobil-Klub ,etzt erwidert, daß die Verhandlungen wegen Einführung einheitlicher internationaler Fabrordnung bis jetzt noch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben und anch zur Zeit uoch nicht sich übersehen läßt, in welcher Weise eine Regelung der in Betracht kommenden Verhältnisse erzielt iveröen kann. Bis auf weiteres muß daher jeden, A u t o »i o b i l i st e n dringend e m p f o h l e n w e r d e n , sich über die Fahrordmmgen im AnSlande zu informieret,. ES gelten dort folgende Borschristen; 1. Rechts fahren, links überholen: in Belgien, Dänemark. Frankreich, Italien mit Ausnahme von Mailand und anderen Städten, Niederlande, Norwegen: tu Oesterreich-Ungarn Kärnten, Küstenland, Tirol; Rußland, Schweiz, Spanien, nut lAinrnahme von Madrid. 2. Links fahren, rechts überholen: in Groß- . bxittmien, in Italien: Mailand unb andere Städte, Lurembur.;, Oesterx-eich-Ungarn, mit Ausnahme der unter 1. bezeichnete» Lande5teile, Portugal, Schweden, tu Spanien: Madrid Wandern und Reisen, väder. Rund um Gießen. I. Gießen — Gleiberg —Betz Perg — Rodheim. Bon der Lahnbrücke folgen wir den roten Strichen, die uns am Hardthof oorbei in einer Stunde zum Gleiberg fuhren. In der Rahe des Hardthof befindet fick ein Aussichtsturm, von dem man einen schönen Blick nach Norden genießt. s)lad) Be slchtigung der Ruine Gleiberg gehen wir durch das gleichnamige Dörfchen, dessen ftirtfc unsere Beachtung verdient, noch Krofdorf. Bon hier schlagen wir die Straße nach Rodhcim ein. Rach etwa 20 Minuten führt ein Weg rechts üb, der uns in einer viertel Stunde den Vetzberg erreichen läßt. Vom Vetzberg, dessen Ruine im Lause der Zeiten stark mitgenommen wurde, bietet sich ein Blick dar, der fast schöner ist als vom Gleiberg, öa man diese stattliche Ruine in Vordergrund hat. Vom Vetzberg führen uns blaue Keile in 20 Minuten nach Rodheim. Ter Weg in ganz waldlos, aber wegen der Aussicht doch nur bei klarem Wetter (vielleicht nach einem Gewitter) zu empfehlen. II. Katzenfurt — ©reifen ft« in — Beilstein — Biskirchen. Wir fahren um 6,47 Uhr nach Katzenfurt. Vom Bahnhof folgen wir den schwarzen Punkten nn der Grundmühle vorbei nach Greifenstein, das schon öfter erwähnt wurde, lieber an mutige Hutweiden und durch Wald geht es nach der Bcilsteiner Lay. Ein prächtiger Säulenbasaltbruch, der leider immer mehr abgetragen wird. Tie einzelnen Säulen sind leicht magnetisch. Beilstein selbst hat eine prächtige Ruine mit bcsteigöarem Turm, liegt aber zu sehr im Tal. Das Schloß wurde im 12. Jahrhundert gebaut uno war noch bis 1813 bewohnt. Dann wurde es von den Franzosen auf Abbruch verkauft. Beim Betreten der Ruine Vorsicht! Neben der Ruine die große herrschaftliche Zehntscheuer. Anch die Kirche von Beilstein verdient unsere Beachtung. Die Zeichen führen uns weiter nach dem 512 Meter hohen Rosenberg und dem Kreuzberg. Später kommen wir in das Ulmtal., dem wir bis Biskirchen folgen. Zu der Wanderung, die fast nur durch Wald geht, brauchen wir fünf Stunden. III. Nieder-Ohmen — Marburg. Eine äußerst lohnende Wanderung, die durch kaum bekannte, aber durch ihre herrlichen Wälder hervorragende (Gebiete führt, ist die von Nieder-Ohmen (Strecke Giesen-Fulda) nach Marburg. Eine gute Karte ist unerläßlich, da der Weg meist Walö- unb Felbwege und wenig Landstraßen berührt. Dafür Hal man aber die Natur in ihrer ganzen Ursprünglichkeit und Frische, und es ist nichts seltenes, daß einem unterwegs ein Füchslein begegnet, ober ein Reh aus einer Waldwiese sichtbar wirb. ^Auch an benf vielen Bussarden und Eichckhähern wird man seine Freude haben. Auf den Feldern trifft man zuweilen noch Flack)s. Man gehe von Niedcr-Ohmcn die Landstraße nach Bernsseld an bem Eisenbergwerk vorbei, folge von hier ber Straße nach Weitershain und biege rechts in den breiten Feldweg ein, der kurz vor dem Walde ab-wcigt. Nun folge man dem Wege, der z. T. beträchtlich breit ist unb sich durch Grenzstein - vom Jahre 1785 als alter Grenzweg kenntlich macht, bis Höingen, wo man im Gasthaus Scholl Mittagsrast halten Fann (guter Apfelwein!). Don Höingen führt eine "Markierung nach Holzbausen (Neu-Potsdam) mit prächtigem Schloß unb Park bes Freih rrn von Stumm. Dann zuerst Feldweg, darauf Landstraße nach Schröck und am Elisabethbrunnen vorbei über die Hansenhäuser nach Marburg. Wanderzeit 7 St. Reisebrieskasten. Anfrage wegen desBesuchs der Edertal sperre. Sie fahren um 4 Uhr über Wabern nach Bad-Wildungen, wo Sie um 7,55 Uhr eihtreffen. (Der nächste geeignete Zug geht erst um 7,16 Uhr v-Zug) in Gießen ab: mit ihm erreichen Sie Wilbungen 9,56 Uhr.) Von Wildlingen begeben Sie sich zur Ebertalsperre, übernachten in Waldeck imb wandern am nächsten Tage nach Fritzlar, woher Sie über Wabern wieder nach Gießen fahren. Sie haben den Vorteil, außer ber Edertalsperre Noch Wildungen, Walbeck und daS alte Fritzlar besuchen zu können. F. L. Eintägige Nheinsahr t. Sie fahren am besten morgens um 8 Uhr von Mainz ab (Landestelle der Düsseldorfer Boote bei der Stadthalle) bis Koblenz, wo sie gegen 12 Uhr ankommen. Von Koblenz (Kaiscr-Wilhelm-Denkmal) nach Ehrenbreitstein und dem Noten Hahn (elektrische Bahn bis dicht an das Kloster Arenberg): von hier in etwa 2 Stunden zu Fuß auf schönen Waldivcgen nach Bad Ems. G. E. Sie fahren von KMenz nach Andernach (sehenswerte alte Bauten), von hier — nach Belieben mit der Zahnradbahn — auf den Kranenberg, und dann vorwiegend durch Wald iherrliche Aussicht auf Namedy und das Nheintal) über den Lvdiaturm (prächtige Aussicht) nach dem Laacher See (etwa 3 Stunden). Von da können Sie über Niedermendig (Lavagraben) mit der Bahn nach Andernach zurück, oder — lohnender aber anstrengender — durch das schöne Nettetal mit Schloß Bürres- heini nach Matzen und von da mit der Bahn nach Koblenz. Sport« Bad-Nauheim, 23; Juli. In Bad-Nauheim findet vom 20. bis 24. August ein großes allgemeines Tennis-Turnier statt. Es erhält besondere Bedeutung dadurch, daß es das erste internationale Turnier sein wird, das sich in Bad-Nauheim abspielt. Die .Großherzogin hat den Ehrenschutz übernommen. Wertvolle Preise werden, wie im vorigen Iah , ;j»q dieses Jahr roicbcr zur Verfügung stehen, so der Preis Gvo(Herzogs von Hessen, ber Staatspreis und die Preise der Stadt Bad-Naüheim und der Bad-Nauheimer Aerztcschaft. Es ist zu hoffen, daß' das Turnier eine große Anzahl bekannter Spieler herbeiziehen nrirb und daß interessante Wettkämpfe zum Austrag kommen. Ter gute Verlauf des vorjährigen Turniers berechtigt zu den besten Erwartungen, lieberbauDt regt sich in den letzten Jahren in Bad-Nauheim bas sportliche Leben mächtig. Auf das Hockey-Wettspiel Frank surt-Hannover^folgte das interessante Golsturnier, das viele Liebhaber dieses Sports aus England und Amerika anzvg. So gc- gewinnt das sportliche Leben in Bad-Nauheim von Jahr zu Jahr an Bedeutung. <5crid>tsfaaL — Lich, 23. Juli. Das Schöffengericht verhandelte gegen den Arbeiter Hch. Sch. von Bettenhausen wegen Körper- Verletzung. Im Frühjahre bs. Js. hatten vcxschiebene Burschen ron Bettenhausen unb Mufchenheim gemeinschaftlich in Bettenhaufen miteinanber gezecht. Am bem Heimwege gerieten sie in Streu, wobei och. einen Burschen von Muschenheim mebrerenml nut emem Stück Holz schlug imb am Kopfe ganz erheblich ver- letzte so baß er 8 Wochen arbeitsunfähig war imb ärztliche Hilfe i". Knfi'iuch »chnien mußte. Ter Angeklagte ist teilweise geftänbiq, rotll aber in Notwehr gehanbelt haben, >vas jedoch durch einiae Zeugen bestritten wurde. Das Bericht erkannte gegen Sch. wegen Setzung mittelst ge'ährlichen Werkzeuges, begangen in zwei rt^ .l<7n^qCn unflC-n' Qu< cme Geldstrafe von zusammen 30 Mk. ~ '. ^ogen Gefängnis imb zur Tragung aller Kosten — Der schweizer W. M früher auf Hof Gill, wegen Sacbbcschäbiaima anacklagt, würbe mangels qenüqenber von der Sachbeschädigung üeigesorochen. Den Haus- nifccS estner des twllenöctcn Land^^^ts bic «oruntrnudein,, ».-» StTieaSgendu.; .v, } lntrg gegen den Vxzetelbi^l Pakutar vom Gren.w,»-.N 0?™«- 'Ar 4 in Rastenburg uir Eröffnung ch*s .\?auumeria rflvlütPakulal irrnimtxcv verhasple IJnitcrburgcr Polizeiiergeatü wurde luieöcr srcigcücksen.. Thorn, 23. Juli. Tas Kriegsgericht verurteilte den Unter» osfizier Otw Tietz vom 21. Infanterieregiment ivegnt Verrats militärischer G e b e i nt n i s s e, FahnenfluclK u'w. zu acht Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust, Ausstoßung aus bem Heer, Degradation und Versetzung in die zwecke Klaffe des Soldatenstandes. QainOek und verkehr, volkswirtßchaft. § ?l n ß e n h a n b e l ber Deutschen Chemischen In - bnst'xie im ersten Halbjahr 1SI3. Ter 6)efchä'tsgang in der chemischen Jnbuürie hat sich im ersten Ha!b,alw »veitcr gehoben. Ter Außenhandel ist sowohl nach ber umgefetzten TI enge wie nach deren Wert bedentenb gestiegen. Tie 6in- unb Aussuhr betrug nämlich im 1912 1913 ersten Halbjahr ber Jahre 1912 unb 1913 Einsiihr Wert Außfuhr dz in Mill Mk. dz in 10,956,886 231,83 20,270,338 11 553,001 240,03 23,743,156 Wert Mill. Mk. 394,04 483,17 Tie AuSsilhr hat bernnach in ber gleichen Zeit beS Vorjahres dem Werte »ach nm ea. 89 Millione» Mark zugeuommen. Die -Mehraustuhr gegenüber der Einsiihr betrug 243 Millionen Mark; im Vorjahre nur 162 Millionen Mark Eiien, 24, Juli. Aus bem Bericht des Rheinisch» Westfälischen K o h l e n s y n b i k a t s ist folgendes zu ent- nehmen: Der r e ch n u n g s m ä ß i g e Kohlenabsatz betrug im Juni 1913 bei 25 (im gleichen Monat des Vorjahres -23'.) 'Aibciistagen 7 031 398 lVoriahr 6183 325) t ober arbeitstäglictz 281 256 (Boijabx 264 527) t. Von ber Beteiligung, die sich auf G 604 145 (Vorjahi 264 627) t bezifferte, sind demnach 106.47 (Vorjahr 100.75) pCt. abaesetzt worden. Ter Beisanb einschließlich Laubbebit, Tevutat unb Lieferungen ber Hüttenzechen an bic eigenen Hüttenwerke betrug an Kohlen bei 25 «Vorjahr 23’/s) Arbeitstagen 5 591 081 (Vorjahr 5 006 754) t ober arbeitstäglich 223 643 (Vorjahr 214 193) t; an Kols bei 30 (Vorjahr 30) Arbeitstagen 1725 587 (Vorjahr 1 527 164) t ober arbeitstäglich 57 520 (Vorjahr 50 905) t: aii Briketts bei 25 (Vorjahr 23' .> Arbeitstagen 396438 (Vorjahr 334 047 t ober arbeitstäglich 15858 (Vorjahr 14 291) t. Hiervon gingen für Rechnung bes Syndikats an Kohlen 4992029 (Vorjahr 4422234) t ober arbeitstäglich 199681 (Voriahr 189186) t; an Koks 1110957 (Vorjahr 954700) t oder arbeitsiäglich 37 032 (Vorjahr 31823) t; nn Briketts 379870 (Vorjahr 321907) t oder axbeitstäglich 15195 (Vorjahr 13771) t Tie Förderung stellte sich insgesamt auf 8535755 (Vorfahr 7540158)t, ober arbeitstäglich auf 341430 «Vorjahr 322574) unb im Mai 1912 auf 7990369 ober arbeitstäglich auf 319615. Die Absahner- hältniffe derjenigen Zechen, mit denen Verkanssvereinbarungen gelrosfen sind, stellten sich im selben Manat wie folgt: Es betrugen: Ter Gesamtabfatz in Kohlen (sinfchließlich ber zur Her- stellung des versandten Kaks oerwaiibten Kohlen 388661 t, hiervon der Absatz für Rechnung beS Cyiibikats 127489 t, ber ans die vereinbarten 'Absatzhöchstiiienge>i abzurechnenbe Absatz 88,51 pCt, ber Gesamtabsatz in Kaks 113651 t, hiervon der Absatz für Rechnung des Syndikats 39058 t, der aut die vereinbarten 'Absatz- hächstmengen anzurechnende .Koksabsatz 102,49 pCt., bic Förberunx 406403 t. Eine Zechenbesitzervexlaminlung unb eine Beiratö> sitzung finbeu in diesem Tlonnt nicht statt. Beuthen, 24. Juli. In bet Sitzung ber oberschlesischen Kohlenkonventton würbe mit Rücksicht auf die veränberte lebhafte Nachfrage den Grubenverivalluugeu der Vcriaub für bas laufende Quartal bis zur vollen Höhe ihres Kontingents freigegeben. Abgesehen von bem üblichen Winterauffchlag für Grobkohle treten PreiSverünberungen nicht ein. §. Z n r i n b u st r i e l l e n Lage. Tie Maschinenbau-Anstalt Kirchner & Co. in Leipzig ivar bisher ziemlich gut beschäftigt, boeb könnte ber Auftragseingang jetzt etwas besser sein. — Die Verwaltung von A. Horch & Co., Motorwagenwerke in Zwickau, teilt mit, ber Beichästigungsgrab sei befriebigenb; sie rechnet mit einem günstigen Abschluß,sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten. Von ber Berliner Börse. ... Tie Börse war recht schivach, bas Scheitern ber Stabeiseiwerbanbsverhanbliingen verstimmte-, man glaubt ober, daß bas letzte Wort noch nicht gebrochen ist. Weiter machten bie Differenzen zwischen den beiden SchiffahrtSgesellschastcn einen ungünstigen Eindruck. Von Montan- aktien waren abgeschwächt besonders Gelsenkirchner, Phönix, Caro. Bochumer waren später erholt. Prinz Henry waren schwach mit 156%- Gegen Schluß war der Verkehr vollstänbig lustlos unb bas Geschäft überall gering. Tie mtänbischen Anleihen waren nur wenig oeränbert. Der Privatbiskont 48/4 % / also weiter anziehenb. Markte. = Herborn, 24. Jnli. Ails dem heutigen Markte ivaren aufgetrieben 182 Stück Rindvieh unb 499 Schweine. Cs würbe bezahlt für Fettvieh unb zwar Ochsen 1. Qualität 96—99 Mk., 2. Qualität 93—95 Mk., Kühe unb Amber 1. Qualität 92 — 95 Mk., 2. Qiialität 87—90 Mk. für 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf bem Schweinernarkt kosteten Ferkel 54 bis 76 Mk„ Läufer 80—100 Mk. unb Einlegschweine 120—180 Tlt. bas Paar. Der nächste Markt finbet am 25. August statt. fc. Wiesbaden, ‘24. Juli. Hen- unb S trohmarkt. Angeiahren waren 17 Wagen mit Heu unb Stroh. Tlan notierte: Heu, altes. 0.00—0.00 Mk., neues 5,60-6,"0 Mk. Stroh (Richtstroh) 0,00—0,00 Mk., Krnm nstroh 3,00-0,00 Mk. — Fruchtmarkt. Haser 17,40—19,00 Mk. Alles se 100 Kilo. Verantwortlich für dcn politischen Teil I. V.: R. Lange. Meteorologische Beobachtungender Station Sieben. 19,5 ' □. 10,4 ' J. Höchste Temperatur am 23. bis 24. Juli yllebrigfte , , 23. , 24. , Rieberschlag: 0,2 mm. Juli 1913 | Barometer aus 0° rebuziert Temperatitr ber Luft Absoliite Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit öunstpu -957 199681 1823^tqf y.700) 1 °der ÄuKSliİ K^97to4!So^,7M0i5®>t- qnht 6225,4) und mt Mai 1912 auf 319615. Tie Schoer. [hPn% ^erkautzvereinbaningen Iben Monat wie iolflt: Es be> cn lSinlchlichlich der zur her- nbten Kohlen 388661 t, sie» -w'dikals 127489 t, der auf die )urechuende Absah 88,51 pct 51 t, hiervon der Absch für der auf die vereiubatten Slbsatz- biat) 102,49 pCt., die Förderunc Sammlung und eine Beirat d)t statt. er Litznnq der oberschlesischen mit RiWckt aui die veränderte rroallungcn der Dcriand für das öhe ihres Ronluiflenrä sreiqegeben. tteraitsschlag iiir Grobkohle treten ! a g c. Tie Maschinenbau-Anstalt isher ziemlich gut beschästigt, dock etwas besser sein. - Tie Skt- (Oloi-roagenroede in Zwickau, teilt .efriedigend; sie rechnet mit einem >orhet gesehenen Ereignisse einlreten lorse. ... Tie Börse war recht essenoerdandsverhaiidlungen ver- das Ictjre War' noch nicht qe- Tkfserenzen zwischen den deiden mftigen Eindruck. Bon Monta.i- rt Gelsenkirchner, Phmir, wo. ßr'uu denn) waren schwach mit Perkeiw vMändig lustlos und lie inländischen Anleihen W rivatdiskont 4'/.°/,, al|o weilet ü(f) «i,,ee *««se”" ..»]££) »«* CB 8 8 g? <9 CQ «acn «D = Z c -Z =~ u y CD k™ *® 3t £ e IÄ> s ■».> u E o a »t$ nD ■ .5 «= e - ä -H .'S Js- c-> o :7-* . — fH C2 -y-, nyi « " 'S a » •s^S 8>- S^-E^' 's® O) "*» • z? e o «-*SZ5 - x.,__c;" - S— -ri M • Lö? 2 VD >2.10 dZK 2 s'®" 2°"' * E — »• o . 8? - n r- s oE =— G ä „ o^g- =; <5?§S E N SSobnimn mit 2 schönen grok. Simmern und allem Aubcb- nu ne rin. Selter^weg 35. ( Lmottstrairc 7 1 gröbere, 1 kleinere 3-Zimmer-Wolin. au verm. 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P*7 Ausstattungs-Geschäft und Wäsche-Fabrik tar fetertnl in allen Abteilungen Gestern abend 9l\2 Uhr entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Tochter, Schwiegermutter und Großmutter Pflasterstein-Lieferung. 3iiv Umvilasteruna von OrtSstraken soll die Lieferung von (Vo6 1 147 cbm, LoS II 340 cbm) 487 cbm Pflaster» steine anv Pasalt oder gleichivertiacn Material- Süittroedi, öen lUlnjujl 1913, oocmtttagö lOlllir, in öffentlicher Submission vergeben werden. Die Ber- dingungSuntrrlagen liegen bet unterfertigter Bürgermeisterei zur Einsicht offen und werden Angebot-sormulare mit kurzem Auszug der Bedingungen, gegen Einsendung von 30 Pfg. litt Briefntarkenl mtf Ansuchen abgegebeit. Zuschlagssrist 4 Wochen. Kl.-Krovcnburg «Kreis Dnenbach«, am 23. Juli 1913. Grotzb Bürgermeisterei. Die Beerdigung findet statt Sonntag, 27. Juli 1913, mittags 12'|, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie der Pflegerin für die liebevolle Behandlung und für die vielen Kranzspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Ludwig Noll und Kinder. Danksagnng. Für zahlreiche Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagt besten Dank im Namen der Hinterbliebenen: 4850 Karl Henschel. Giehen lJranksurter Str. 134), 24. Juli 1913. Im Namen der tieftrauernd Hinterbliebenen: Adolph Lyncker sen. Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf m Änh. Fritz Wenk sjv. «Ä’IFJBE! 4Mm vom Babuboi. Aulo-^arage' d-3M.4.0° an. Franz. Billards. Ausschank Balbachscher yierc. Anerkannt gute Küche. — Weine erster Firmen. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Philipp Reitz, Kassenbote i. P heute abend lll/a Uhr nach viertägigem schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen (Ederstr. 4), den 24. Juli 1913. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 27. d. M., nachm. 2V2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofes aus statt.4849 Llcblgetr. 8 3 H. Belitz Celephon 148 Dekor. - JVIaler- und ttleisabindergedcbäft Reelle Bedienung. 04389 Billigste preise. r«t. £,r SW *? erM'iU -SZ & ÜiboMstl ^Ned^-'o- für die £ ooanittags 9 po Griechenland biuntderFriec- bie ihnen nid ' tlurcn heuchlcusl handelt werden der guten Behau seligleiten M ih Bulgarien so zu gungen der beide; edle Brüderpaar gewaltig verrechi lilroßmächie Habei feiner westlichen :u verkleinern. Rußland, Lestew Men gemacht aber alle guten l Blutvergießen gc bei weiterem Vor bulgarischem Bot vor Bulgarien sti von ihrem weiter 2as sollte sie gehen der Türke '.'inner im Kester geworden, durch mwel wieder zu alles zu verwüst und Serben dav düng tocitergejü Zularest hört r mänien die Tü mäßig okkupiere mäuien die Vor Serbien und G Tie türkisch nungen nicht E zu erklären, da mehr vorhanden tung der von fit seö.ung sind diese tung zu verschass Mittet erreicht t bedürstige Türtc von Anleihen - 'kommen. Lo hl bec halbamtlich der armenische Zu besetzen, bü gesprochenen Q femonftration ltnstaltuna den •»ic ^'n Monte, lUHi) und teste gemeinsames N ?ec, Beteiligten ^.'den Balkanr turtei, aus 2Ill! u,.. Nussehen bembet 1911 cP Dort bpnv,'C!" alle ^erichied ben. dm r- ^urde 1 Villen iirfi . ~cn i B „’9ctoalti rrvK ? ~ la|i9en e.Uttl hl"li(he ,et“nt Lp1?teoroii °0'ick>eN,'^bN: ’J* nabme, .^rben lnMff syssSS« "Uende .der , ‘iSfc'S Stadttheater Gießen Abonnement für die Tpielzeit 1913/14. Die EinzeichnungSliste und die Pläne für die Dienstag, Mittwoch, und Freitag Vorstellung liegen in der Mnsikalien'Handlung von E. Challier, Neuenweg 9, Tel. 671, auf, wo auch jede nähere Aus fünft erteilt wird. a17/7 Der Theaterbauverein. Die Direktion.' Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B w"e heute bezüglich der Gewerkschaft Luse und Ilsdorf zu Gießen eingetragen: An Stelle des Oberstleutnants Carl Rettberg in Hannover ist Heinrich Brügman, Gutsbesitzer in Haus Manawald bei Jülich in den Grubenvorstand gewählt. Gießen, den 23. Juli 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Dr. Steinreich - W. HERBERT Marktplatz 2 neben der Engel- Apotheke Berg- m Tourislen-Slieiel wasserdicht, in Kalbleder, Rindleder u. echt Juchten Reise-Schuhe Tennis-Schuhe Sandalen ■ Gießen, den 25. Juli 1913. 4842 Elisabeth Erle geb. Damm Wilhelm Erle, Univ.-Sekretär Heinrich Erle, Kaufmann. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange ihres teuren Entschlafenen sagen innigsten Dank Die Beerdigung findet Samstag, den 26. Juli, nachmittags 31/2 Uhr, in Grossen-Lindeli statt. Heute morgen entschlief ganz unerwartet infolge eines Herzschlages unsere liebe, gute Mutter und Grossmutter Fron Katharina Leun geh. Brücke! im Alter von 67 Jahren. 485“ Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Leun, Rechtsanwalt Marie Bepler geb. Leun Paula Leun geb. Quabeck Anton Bepler Grossen-Linden, Giessen, 24. Juli 1913. und 2 Enkel.