Nr. 67 Erstes Blatt 165. Jahrgang Donnerstag, 20. März 1915 D i ch den werde suche n. Griechen Tas deutsche Kriegsschiff wird den König der hier in Saloniki ehren. Das erfüllt mich mit EPÜ*1 .................. irn ■ ........ tm Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Bezugspreis: nwimtlich75Ps., viertel- jährlich N!k. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2,—viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeileuvrcis: lokal 1b Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Gebrochen von Schmerz, teilt der Ministerrat dech Volle den Tod unseres heißgeliebten Königs Georg I. mit. Die verbrecherische .Hand eines Wahnsinnigen: ermordete heute den König in Saloniki und versenkte so die ganze Nation gerade in diesen Tagen der Freude, m denen sich unsere nationalen Wünsche ersüllen, in tiefe Tran er. Der Anschlag wurde heute gegen 5 Uhr nachmittags durch Revolvcr- schüsse aus den König während eines Spazierganges verübt. Der Ministerrat hat diese traurige Botschaft sofort ixmt König Konstantin mitgeteilt. Ter Täter ein geistesgestörter Grieche. Nach einer Meldung ans Saloniki ist der Täter ein geistesgestörter Grieche namens Aleko Schinas. Der Revolver war mit sieben kleinen Geschossen geladen. Der Berliner .„LokalaiMiger" meldet in einer Extra-- ausgabe zum Tode des Königs von Griechenland: Aus Befragen, warum er das Verbrechen begangen habe, ant» wartete der Mörder: Wir haben T r i l, u n a I e und ick werde, wenn ich abgeurteilt werde, sagen, warum ich ihn getötet habe. Man bringe mich zur Polizei, damit die Vvlksmenge mich nicht mißhandelt: dort werde ich sprechen. ,r _ ... Nach Mitteilungen aus pol-itrschen Kreas-en Mhens ist der Königsmörder, ein bekannter Anarchist. Tic Mitteilung in der griechischen Kammer. Athen, 19. März. Ter Ministerpräsident gab in der Kammer, sichtlich bewegt, den Tod des Königs bekannt. Er pries dessen lange Regierung und hob, seine Verdienste um das Land hervor. Der Ministerpräsident gedachte dann der Verdienste des neuen Königs und forderte die Kammer auf, ihm ihre Huldigung zu erweisen. Es folgte die Huldigung der Abgeordneten und der Tribünen. Hier, nach nahnien die Führer der Opposition das Wort. Sie rühmten König Georg als einen nationalen Märtyrer, der als Schildwache gesallen sei, während er die nationalen Jnteres'en bewacht habe. Ter Präsident der Kammer legte namens der Kammer das Beileid der Nationalvcrtretung an die Stufen des Thrones und drückte dieses auch der Königin-Witwe aus. Die Kammer beschloß, einer Trauer von sechs Monaten zuzustimmen imb stimmte ferner einmütig der Errichtung eines N a ti o n al d e n k-- mals zu Ehren des Königs zu. Die Wiener „Neue Freie Presse" meldet: In tsalonm sind der Erregung über die Ermordung des Königs Georg 1 3 T ü r l c n u n d Juden z it ni Op f e r gefallen. Sic wurden getötet oder mehr oder weniger schwer verletzt. Jetzt ist die Ruhe wieddrhergestcllt. Ein Beileidstelegramm des bulgarischen Miuistcrpräsidcnten. Sofia, 19. März. Ministerpräsident Geschow hat unmittelbar, nachdem er die Meldung von der Ermordung des Königs der Hellenen erhalten hatte, folgendes Telegramm an den Miu isterpräs ideuten V e niz e- los gerichtet: In diesem Augenblicke empfange ich die furchtbare Nachricht der Elmv'^ung ilnes vielgeliebten und erhabenen Königs, des Verbündeten unseres Herrsck>ers und unseres Volkes nnb möchte Ihnen zum Ausdruck bringen, wie tief wir ihren unendlichen Schmerz teilen. Wir beweinen den e r st e n Förderer unserer heiligen Allianz und sind empörr über das fluchwürdige Verbrechen des Mörders. Meine Kollegen und ich bitten Sie, den Ausdruck tiefer Anteilnahme der königlichen Regierung und der bulgarisckien Nation entgegenzunehmen. Ter Präsident der Sobranje, Tr. Tanew, hat dem Präsidenten der griechischen Kammer telegraphisch das leb- cr aber eines Tages, als sich die Tome bei seinem Eintritt erhob und mit einer tiefen Referenz Seine Majestät begrüßte. Sein Inkognito ging ihm über alles. . . Ein besonderes Steckenpferd des Königs war das Koche n. Mit seinem Küchenchef Achille Ozanne führte er lange Fachgespräche und als er eines Tages aus einem Spaziergang in Paris eine besonders praktische Patent-Bratpfanne erstanden hatte, konnte er der Versuchung nicht widerstehen, sie sogleich für ein Omelette zu probieren. Sein Adiudant mußte also im Hotel Bristol, wo er wohnte, alles Nötige zusammenholen. Und als bann der König in seinen Kochkünsten fortfuhr und auch noch einen Rosinenkuchen bereitete, geriet das ganze Hotel in Aufregung, denn immer neue Aufträge kamen: 4 frische Eier für den König von Griechenland, 1 Pfund Rosinen für König Georg usw. Ter König war übrigens nicht minder praktisch als einfach. Als Herrscher hat er in. ben schwierigsten Verbciltninen sich zureckckgefunden; als Geschäftsmann hat er in zahlreichen Unternehmungen seinen praktischen Sinn bewährt. Er beteiligte fick ebenso an ben Eisenbahngesellschasten seines Lanbes, wie an einem Hutgeschäft, bas —. freilich ohne Erfolg — ben Zylinder in Griechenland einführen sollte. Ein großer Teil der dänischen Butter, die exportiert wird, stammt von seinen Besitzungen, und ebenso die meisten Korinten in unfern Küchen. Augenzeugen des Anschlags geben folgende Einzelheiten: Ter Mörder hielt sich an der Ecke der Dreieinigkeits- nnd Feldstraf e bei dem Polizeikommissariat verborgen. Der König kehrte von einem Spaziergänge zurück und ging auf den Palast zu. Als er die Straße überschritt, schoß der Attentäter ans zwei Schritt Entfernung aus einem Revolver. Bei dem ersten Schuß wollte der Flü g e l ad j ut an t Oberst Fr a nlu dis den Revolver ziehen, sofort schvß der Mörder ans ihn, aber die Waffe versagte. Die beiden kretischen Gendarmen, die dem Könige folgten, stürzten sich auf den Mörder, der keinen Widerstand' leistete. Soldaten kamen den Gendarmen zu Hilfe. Als der Mörder festgenommen war, wandte sich der Adjutant nach d-em Könige um, den er unverletzt glaubte, aber der König war halb bewußtlos zu Boden gefallen und mußte in einen Krämerladen gebracht werden; er k o n n t e k e i n W o r t m e h r s p r e- ch en. Soldaten trugen ihn ins Hospital. Bei dem Mörder wurden Revolverpatromm gefunden: er soll einige Jahre im Auslände gelebt haben, und nach der Besetzung von Sa- loniti durch die Griechen dorthin gekommen sein. Seit seinem Einzuge in Saloniki Pflegte der König jeden -Nachmittag einen Spaziergang zu machen. Die Umgebung des Königs drang häufig darauf, daß sich der König nicht ohne Leibgarde öffentlich zeige. Aber vergebens. Vor einigen Tagen ist der Befehl gegeben worden, daß vier Gendarmen den König auf seinen Spaziergängen folgen sollten. Tics war ihm so lästig, daß man die Zahl der Gendarmen auf zwei beschränkte, die nur in großer Entfernung folgen durften. Die letzten Worte des Königs waren: Morgen Fernfprech - Anschlüsse: General-Anzeiger für Oberhessen anubmt^onfeigen Rotations&rud und Verlag der vrühl'ichen Unw.Guch- und Lteindruckerei R. Lange. Nedaltion, Lrpcdilion und Druckerei: Lchulftratze Land": E.Heß; für den bil »ornüttag§ 9 U^ Büdingen: Kernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck Der Gfehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZamilienb'.ätter: zlvennal wöchentt.Ureis- btattfürbenKreisGiefoen (Dienstag und Freitag!; zweimal nwnatl. £aub= wirtschaftliche Zeitsragen Die Ermordung der Königs von Griechenland. Die Vermutung, daß ein bulgarischer Freischärler der Mörder des Königs Georg sei, die so viel Wahrscheinlichkeit für sich hatte und im Auslande allgemeine Annahme fand, hat sich nicht bestätigt. Es soll sich vielmehr um einen geistesgestörten oder nur halb zurechnungsfähigen verkommenen Griechen handeln, der den nrörderischen Schuß abgefeuert hat. Zwar sind trotzdem Verdächtigungen nicht ausgeblieben: einige Athener Blätter wollen wissen, der Täter habe mit bulgarischen Waffenfabriken in Verbindung gestanden und sei wahrscheinlich zu seiner Tat angestiftet inorden, und da die Untersuchung noch nicht vollständige Klarheit geschaffen hat, läßt sich über die Folgen der Morö- tat noch nicht viel sagen. Die bulgarische Regierung hat sich sehr korrekt benommen und, ebenso wie der Präsident der bulgarischen Kammer, der griechischen Regierung herzliche Anteilnahme ausgesprochen. lieber die Persönlichkeit des ernrordeten Königs sind noch nachstehende Mitteilungen von großem Interesse: König Georg galt mit gutem Recht für ben einfachsten Herrscher Europas, ber Piel lieber, als auf den Höhen der Menschheit, sich mitten im Getümmel bes Alltags bewegte. Der schlanke ergraute Herr mit ben blauen Augen, ber den Typus des Dänen nicht verleugnete, war in seinem unauffäügen stillen Wesen, in seiner schlichten Liebenswürdigkeit recht dazu geschaffen, sich als Mensch unter Menschen zu mischen, imb er hat von diesem Recht ausgiebigen Gebrauch gemacht. Seine Minister waren zuweilen entsetzt, wenn sie hörten, baß ber König mir nichts dir nichts in einen Straßenbahnwagen sprang und neben einer Marktfrau Platz nahm: Touristen wunderten sich, ihn mitten unter den Gästen eines Athener Restaurants zu erblicken, wie er seinen Kaffee schlürfte und einem1. Spiel Tarne zuschaute, ober ihn allein, nur von seinem Lieblingshund, einem prächtigen Bernhardiner, begleitet, am Hafen spazieren schlendern zu sehen. Tic Hellenen aber batten sich daran gewöhnt, mit ihrem Herrscher auf so vertrautem Fuß zu stehen, wie mit einem guten Freund: sie grüßten ihn auch wohl mir einer jovialen Wendung, die wir mit „Guten Tag, König!" ub ersetzen würben. Eine Fülle bezeichnender Geschichten charakterisieren diesen vertraulichen Verkehrston, ber zwischen König Georg und jeinem Volk bestand. Auf einer Reise durch fein Königreich kam er einmal in ein Dorf des Peloponnes, dessen Bewohner, mit ihren weißen Fnstcmellen angetan, ihm zu Ehren N a t i o n a 11 ä n j c aufführten. Der Sclmlze, der die Gruppe der Tanzenden anführte, räumte plötzlich mit freundlicher Handbewegung dem König seine Stelle ein, it nb nun tanzte Georg mit seinen Bauern, was den Jubel immer höher steigen ließ, Ta bemerkte ber Monarch unter ben bimtgelleibeten jungen Mädchen eine in dunkle Stoffe gehülltd Schöne: er näherte sich ihr und fragte, warum sie allein kein festlich Gewand trage. „Ich habe Trauer, Herr," antwortete schüchtern das Mädchen. „Und warum tanzt du denn?" meinte der König. „Mein Vater ist im1 letzten Kriege gefallen," lautete die Antwort. „Aber wir beweinen die nicht, die auf dem Felde der Ehre für das Vaterland sterben." Eine Lakonierin des Alter- Iums hätte nicht besser antworten können. Wie oft ist König Georg für einen einfachen Bürger gehalten worden! In Paris, wo er tast alljährlich in seiner einfachen Wohnung auf der Place Vendöme einkehrte, trat er gern in den nahegelegenen Tabaklaben, bevor er feinen Spaziergang über bic Boulevards machte, plauderte mit der würdigen Verkäuferin und verabschiedete sich, den Hut lüftend, mit einem liebenswürdigen: „Auf Wiedersehen, Madam!" Höchst unangenehm überrascht war .Go ob en" be- Freude und Zufriedenheit. Athen, 19. März. Die Aufregung und Bestürzung infolge der Ermordung des Königs sind unbeschreiblich. llm Mitternacht waren die öffentlichen Plätze, die Zugänge zu den Ministerien, Behörden und Zeitungsredaktivnen schwarz von Menschen. Niemand will glauben, daß es ein Grieche sein könne, der den heiß geliebten König ermordet habe. Tas Amtsblatt, welches mit einem Trauerrand erscheint, veröffentlicht folgende Note: nsMsaagg—K, wklaj j npmu ff.Ti । ui». inu .1 Weisheit Jean Pauls. * (Zu feinem1 150. Geburtstage.) Tie nachfolgenden Proben Jean Paulscher Weltkunst, Lebensklugheit und Weisheit sind dem inhaltreichen Buche „Weisheit Jean Pauls" von Wolbemar Jensen entnommen, bas in reizvoller Ausstattung bei I. C. C. Bruns in Minden erschienen ist. Warum kann der Mensch auf dem schmälen Sonnenstäubchen Erbe, auf dem er warm wird, und währeird ben schnellen Augen blicken, bic er am Pulse ab zählt zwischen dem Blitze des Lebens und dem Schlage des Todes, noch einen Unterschieb marbeit unter Bekannten unb Unbekannten? Warum fallen die kleinen Wesen, die einerlei Wunben haben, und von denen die Zeit das nämliche Maß zum Sarge nimmt, nicht einander ohne Zögern mit dem Seufzer in die Arme: „Ach, wohl sind wir einander ähnlich und bekannt?" * Welchen Himmel braucht wohl ein Menschenherz, dem ein zweites verliehen ist? * Weder Weltteile noch Gräber, noch bic zweite Welt können zwei Menschen zertrennen ober verbinden: sondern nur Gedanken scheiben und gatten die Seele. * Gerade zwischen den ähnlichsten Seelen sind die Mißhcttig- keiten am peinlichsten, wie Mißtöne desto härter kreischen, je näher sie dem Einklan e sind. * Nicht das Unglück selbst, sondern bic dazwischen fallenden kleinen Erquickungen und Hoffnungen crr?id)eu und entmannen den standhaften Mut, so wie nicht der barte Winter, sondern bic warmen Tage, bic ihn ablösen, ^bie Gewächse aufreiben. Wir irrende Menschen gleichen solchen, bic in Staubwolken gehen: jeher von ihnen glaubt, hart um ihn fliege ber dünnste Staub oder gar keiner, nur nM die in einiger Entfernung von ihm sei er dicht und erstickend; *uni> diese denken wieder wie er. Gleich einem Morgentraume wird das Leben -immer heller imb geordneter unb auseinander gerückter, je länger seine Dauer ist und je näher fein Ende. * Das erste, was wir am Schmerze — wie am Zorne zu bekämpfen oder zu verschmähen haben, ist seine giftige lähmende Süßigkeit, bic wir oft ungern mit der Arbeit des Tröstens und ber Vernunft vertauschen unb vertreiben. Aber ihr Mütter, und besonders ihr in den höhern unb freiem Stäuben, benen bas Geschick bas Lasttragen ber Haushaltung erspart, bic es mit einem heitern grünen Erziehungsgarten für eure Kinder umgibt, wie könnt ihr lieber bic Langweile der Einsamkeit imb ber Geselligkeit erwählen, als den ewigen Reiz ber Kinderliebe, das Schauspiel schönster Entfaltung, die Spiele gcliebtcftcr Wesen, das Verdienst schönster und längster Wirkung? Verächtlich ist eine Frau, bic Langweile haben kann, wenn sie Kinder hat. * Große Völker entstehen nur an großen Menschen. * Tas Höchste und Edelste im Menschen verbirgt sich und ist ohne Nutzen für die tätige Welt (rote die höchsten Berge keine Gewächse tragen । und aus ber Kette schöner Gedanken können sich nur einige Glieder als Taten ablösen. -- Das Kaiser-Archiv der Brücke. Aus München wird uns geschrieben: Auf ber ant 28. unb 29. März statt- finbenben ersten Jahresversammlung dieser auf Anregung des bekannten Chemikers Wilhelm Oswald ins Leben gerufenen idealistischen Gründung „Tie Brücke, internationales Institut zur Organisierung der geistigen Arbeit" wirb ber Brückevorstanb beantragen, dem Deutschen Kais e r ein A rchiv in Welt- formet zu überreichen, dessen vielseitiger Inhalt ein klares und übersichtliches Bild von ber glänzenden Kulturarbeit geben soll, die während der Negierungszeit Wilhelms II. geleistet werden konnte. Dieses Kaiser-Archiv wird umfassen: Miller Art Satzungen, Programme und Festschriften, Kataloge, Statistiken, Monographien, wissenschaftliche, literarische und graphische Werke, namentlich aber Drucksachen des Tages. Die zahlreichen Einzel schriften, aus denen bas Ganze bestehen soll, werben geordnet und in geschmackvoll ausgestatteten Sammelmappen verteilt werden. Die bei der Zusammenstellung des Kaiser-Archivs gesammelten Erfahrungen, von denen angenommen wirb, baß sie einen hohen kulturellen Wert haben werde», sollen als Vorarbeit und Giund- lage für bic Verhandlungen anläßlich eines von ber Brücke zu veranstaltenden Welt-Kongresses der Geistesarbeiter gelten. — E i n !E u g e n -Richter-Denkmal in 2)cr (in. Im Berliner Rathaus waren in diesen Tagen die Entwürfe 511m' Eugen- Richter-Denkmal zu setzen, das am Askanischeu Platz in Berlin ausgestellt werden soll. Eine groß-? Anzahl tüchtiger Bildhauer hctt sich trotz der Schwierigkeiten der Aufgabe beteiligt. Ter erste Preis fiel an Ern st W en ck, der im Norden Berlins ben Gelbzähler-Briinnen geschaffen hat, der zweite an Hugo Kaufmann und ein dritter Preis an Georges SOI0rin. Wenck hat die Schwierigkeit, einen unsre chtstetzenden Mann in Moderner Tracht ohne groben architektonischen Rahmen auf ein Postament zu stellen, sehr glücklich überwunden. Er deutet die Kleidung, wie es Hildebrand bei dem Kaiser-Friedrich-Denkmal in Bremen getan hat, nur leicht an, lässt aus dein Rock eine Art Toga werden, bic den ganzen Körper sanft umschliesst und der ganzen Figur eine noble Einheitlichkeit gibt. Kaufmann hat, um seiner Figur Halt zu geben, einen runden Sitz angebracht, auf den Richter sich mit der Linken stützt, während der Blick suchend ins Weite gerichtet ist. Sehr kapriziös ist der mit dem dritten Preis ausgezeichnete Entwurs Morins, der Richter-, den Parlamentarier, zu charakterisieren sucht. Untre dem linken Arm trägt er eine Aktenmappe. Tic Rechte greift über die Brust nach dieser Mappe, als ob sie ihr irgend welches Material entnehmen möchte. Die Figur i|t schön durchgeführt und kommt dem Wesen des Mannes, dem sie gewidmet ist, nahe. Das Preisgericht bat die Frage nach der Aussützrung noch offen gelassen. P. W. — Die deutsche Kunst und Dekoration, die von Hosrat Alexander Kock in Darmstadt herausgegebene treffliche Zeitschrift ber gesamten Gegenwartskunst, beschließt mit bem kürzlich erschienenen Märzhcst ihren 31. Banb. Neben ben zahlreichen, mustergültig gebrückten Abbildungen, unter benen alle Zweige der Kunst vertreten sind, enthält das starke Heft eine Reihe von wertvollen Abhandlungen, von denen wir bic folgenden hervorheben. R. Breuer plaudert über D a s R e i ch b c r Zeichnung, tvozu ihn die 25. Ausstellung. der Berliner Sezession anregte. Höchst beachtenswerte Ausführungen macht Franz Servaes über Alte Städte und moderne Architekten, indem er für unsere heutigen Baukünstler verniinstigerwei.se bas Recht in Anspruch nimmt, nach ihrer Persönlichkeit bauen zu dürfen, damit die gute moderne Kämst auch in alten Städten mit historisch gewordenen Stadtbildern lebendig iverde. lieber neue Arbeiten der Paderborner Werkstätten spricht R. Breuer in einem D i c Sccledes Holzes überschriebenen Aufsatz. Heber D i c königl. bayrischen Fachschulen spricht Tr. E. W. Brcdt und ans zahlreichen Abbildungen erbringt er den Beweis, daß in diesen Schulen mit höchst entwickeltem gewerblichen Verständnis geschaffen wird. Besonders reizvoll sind bic vielen Porzellanarbeiten, Schnitzereien unb Glasgegenstänbe, bic in reicher Auswahl vorgeführt werden. Neben diesen größeren Aufsätzen gehen noch eine ganze Anzahl kleinerer über Glasmalerei. Frauenarbeiten, Plastik, Tas Berliner Opernhaus u. v ci , so baß sich auch bieses Heft, bei bem bescheidenen Preise von 2,50 Mk., seinen Vorgängern würdig und geschnrackooll anschließt. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- scha j t. Unter ber Leitung seiner Vorsitzenden jyrl. Berta P a p - p en he im (Franksirrt a. M> begann im Leipzig die 4. Wer- fantmiung des Jüdischen Frauenbundes, hafte Beileid und die tiefe Teilnahme der Vertreter der bul garischen Nation ausgesprochen. Tie Aufnahme der Nachricht in Wien. Wien, 19 März, sämtliche Blätter »rüden ihre lichte Entrüstung über die (mreueftat in Saloniki aus und geben ihre wärmste Terlnabme kund zu »em Schmerze und der trauer Griechenland- Ti: Blätter heben die glänrenoen Elgemcharten des Röntg 5 hervor, rühmen seine diplomatische Gfr c f rb t rf » Ti Cb feit un» sein organisatori'ches Talent, dem die :Hrnat'>art;c des griednidint Volkes und Landes mm gröfeten Teile zuzm'chrerbcn ist. Die Blätter erinnern an die wieder hol tm Besuche des Königs in Wien, wo der König, welcher mit bm Rwer durch herzliche Freundschaftsgefühle verbunden war, |td) größter Beliebtheit erfreute. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" widmet der Ermordung des Königs der Hellenen einen herzlichen Artikel und schreibt u. a.: . . Die Hellenen werden nicht vergessen, daß mit der Negierung des Königs GeorqioS ihre nationale Wiedergeburt verbunden bleibt, die Europa betmtnbetr. Sie werden sich patriotischen Zinnes um deit König scharen, der ut ictzverer aber großer Zeit das Erbe seines Vaters übernommen hat. Die weftr- unö Deckungsvorlagen. Die „Tägliche ^ttundschau" meldet über die Stcuerpläne der Regierung: Bezüglich der dauerndett Abgaben hat der Bundesrat die Vermögenszuwachssteucr fallen gelassen, da ein erheblicher Teil der Bundesregierungen dagegen ist. Tie Erbsch aftssteuer soll dem Reichstag nicht vorgcschlagen werben, weil Dehroorlage und Deckungsvorlage nicht mit verschiedenen Mehrheiten gemacht werden sollen. Ter Bundesrat hat den Befchlus; gefaßt, daß eine auf 80 Millionen geschätzte Besitz st e u e r erhoben werden soll, die dem Bassermann- Erzbergerschen (Gedanken vollkommen gerecht wird und den Besitz des Einzelnen nur eine erträgliche Belastung Minuten soll. Kotierungssteuer, Dividenden und .Kohlen st euer werden nicht ernsthaft beraten. Tic Beibehaltung der Zuckersteuer irnb des Uebertragungsstempels sollen weiter dem Reich eine Einnahme von 10Ö Millionen belassen 10 Mill, soll die .Kaliabgabe bringen. Möglicherweise, werden auch gewisse Stempelabgaben dem Reich überwiesen. Tas gesamte finanzielle Erfordernis zur Bilanzierung des Etats nrirb auf 220 Millionen jährlich angegeben. Tic einmalige Vermögenssteuer wird in drei Iahreszahlungen nach einer über das ganze Reich vorzuttehmettden Vermögensschätznng vorgenommen. Den Bauten soll Teklarationspflicht on die Steuerbehörde zur Pflicht gemacht werden, um der Vertu ö g e n s a b w a n d e r u u "g ins Ausland v o r z u b e u- a e n. (Droste Einnahmen sollen ebenfalls h-erangezogen tver- den. Kunst- und Wertgegenstände sollen aber steuerfrei bleiben. Gegen eine baldige Wiederholung der Vermögensabgabe sind Bürgschaften vorgesehen, n. a. die Bestimmung, daj; eine solche Abgabe innerhalb 100 Jahre, abgeselten von .Kriegszeiten, nicht wiederholt werden darf. Nach dem „Lolalanzeiger" kommen bezüglich der Ber- .slärkuitg des Grenzschutzes int Rahmen der neuen Militär- noriaßc hauptsächlich die Festungen Posett unb Grau- denz in Betracht. Ferner ist eine Neuorganisation des Pionierkorps rmd eine Scheidung in Festungs- und Feld- Pioniere beabsichtigt. Wie der Retchstagsabgeordnete Thumann in einer Versammlung in Strastburg mitteilte, werden die reichsländischen klerikalen Abgeordneten gegen di e Rü stu n g s v v r l a g e n stimmen und, falls zu der einmaligen Bermögensabgahe auch die Vermögen von 10000 Mark herangezogen werden sollen, auch gegen die Deckungs- Vorlage. Statt und Lauft. Gießen, 20. März 1913. Karfreitag. Man kann es in Zweifel ziehen, ob die Art, wie innerhalb der evangelischen Kirche der Karfreitag gefeiert wird, die rechte ist. In harmonisch ausgestatteten Kirchenräumen kommen die andächtigen Gemeinbeu zusammen, die Altar- decken weisen kunstvolle Stickereien auf, viele Lichter er» Hellen die weiten Hallen, an den Pfeilern bricht sich der Orgelton, und gutgeschulte Chöre tragen vor, was die größten Tondichter geschaffen haben. Alles ist fein abgetönt und echter Stimmung voll. Hiermit scheint das Ereignis auf Golgatha in scharfem Kontrast zu stehen. Golgatl)a ist so viel wie früher in Deutschland der Rabenstein, der (yalgen- berg. Auf diesem Hügel spielt sich ein Ereignis ab, das wahrlich nichts für Menschen mit empfindlichen Nerven, nichts für Stimnmngsmcnschen ist. Jesus stirbt einen qualvollen Tod, seine Pein ist nicht ,in einem Augenblick ab- ne lau, sondern sie erstreckt sich über mehrere Stunden. ^d)on den Alten, die in dieser Beziehung rauher waren als wir, erschien der Kreuzestod als etwas «schrecklichies. Riemals durfte der .Kreuzestod einen rönrifchen Bürger treffen, er war beschränkt auf Sklaven und Empörer, und die Juden hatten das Sprichwort: Verflucht ist jebennann, der am Holze bangt. Fast scheint cs, als ob die rechte Art, den Karfreitag zu begehen, die sei, die früher in der katholischen Kirche herrschte. Keine Glock? wurde geläutet, die Messe imtrbe mitten abgebrochen, daher der Ausdruck „verstörte Messe", in schwarzen Bus^e wandern warfen sich die Priester an den Stufen des Altares nieder, die Zeit der Buße dauerte bis zum Hahnenschrei am Ostermorqen Man kann diese Art der .Karfreitagsfeier eindrucksvoll und ergreifend finden und wird doch der zuerst geschilderten größere Berechtigung ^uerkenneii. In feinem quäl - vollen Leiden offenbart Jesus feine Herrlichkeit Auch die gräßlichste Folter vermag nicht die Gemeinschaft zwischen ihm rind seinem himmlischen Vater zu zerstören, in gleicher Weise bleibt seine Liebe zu den Menschen unverändert. Ans feinem Leiden und Sterben fchöpst die Christenheit den stärksten Trost. Die Frömmste^ unb Reinsten zu allen Zeiten haben gesagt: Ta-> ist für mich geschehen Biele Menschen, denen die Verfehlungen vergangener Tage nacfp folgten wie ihr Schatten und die in einsamen Stunden von dem Schuldgefühl, das auf ihnen lastete, säst erdrückt wurden, haben neuen Mut gefaßt, als sie zum >vreuzc Jesu gekonnnen nxircn und aus seinem heiligen Leben und aus feinen' Sterben, das als das größte Opfer und als die reinste Hingabe in der ganzen Weltgeschichte erscheint, die Gewißheit gewonnen hatten, daß ein Gott da ist, der Sünde vergibt. Ein moderner Schriftstellm- hat gesagt: „Religion und Leid gehören zusaimnen wie Blume und Wurzel, wie Meißel und Marmor". Tarum verstehen wir, daß alle die TYmirigen nnb Leidtragenden auf der Welt, die ©leitben nnb die >kranken. die in ihren Hoffnungen Enttäuschten und die Lastträger im '?lnfblici auf Jesu Tod es gelernt haben, nicht nu !jr Lel^ ergetmngs voll zu tragen, fenbeni es- auch jo ufznfafsen, daß es ihnen eine Quelle neuer grast trurb * . tritt a:n meiftcn an Paulus in die Erscheinung, der i>. - ft ferne ab durch aus verständliche Wort gesprochen hat: Wenn ich schwach bin, so bin ich stark. Und Tauferrdc sind im Tode dahingegangen frifl und getrost, weil sic mit Pchtt Gerhardt gelernt hatten zu beten: Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt dann du herfür, wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Aengsten kraft deiner Angst und Vein. Darum haben wir ein Reckt darauf, den .Karfreitag nicht als Bußtag zu feiern, sondern als einen Tag, der uns auf die Höhe des Glaubenslebens führt und unsere Seelen mit Mut, Trost und Gttvißheit erfüllt. H- d. * ** Tageskalender Biograp h»L ichtspiele: Täglich Vorstelluna. Bakofsllammer-Lichtfviele: Täglich Vorstellung. L i ch t s o i e l h a u s: Täglich Vorstellung. Lber hessischer kl u n N v e r e i u. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Geöfinet Freitag von 11 bis 3 Uhr. ** Promotionen an der Landes-Universität 1912. 1912 sind an der Landes-Universität in Gießen 3 Ehrenpromotionen und 180 Promotionen vollzogen morden. Einem alten Gießener Doktor, dein Professor Dr. med. et Dr. phil. h. c. Wilh. Kobclt in Schwan- beim, wurde aus Anlaß seines 50 jährigen DoktorjubilänmS das Diplom als Doktor der Medizin erneuert. Die Pro motioncn verteilen sich auf die einzelnen Fakultäten wie folgt: Theologische Fakultät 1 Doktor der Theologie honoris causa Dr. phil. Jak. Schoell, Professor am Prcdigerscminar in Friedberg; ferner 1 Lizentiat der The ologic; Juristische Fakultät 23 Doktoren der Rechtswissenschaft, darunter 11 aus Hessen; Medizinische Fakultät 1 Doktor der Medizin honoris causa Fabrikant Ernst Leitz jr. in Wetzlar; 41 Doktoren der Medizin, darunter 13 aus Hessen, und 45 Doktoren der Tierheilkunde ; Philosophische Fakitltät 1 Doktor der Philosophie honoris causa Geh. Kommerzienrat Wilh. Gail in Gießen; 71 Doktoren der Philosophie, darunter 36 aus Hessen. * * I n Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Mittwoch ii. n. Sanitätsrat Dr. Stoll von Bad-Nauheim, der Geh. Kirchcnrat D. theoL Eger, Direktor des Predigerseminars in Friedberg und Musiklehrer Höcker vom Lehrerseminar in Friedberg. * * D i e Gemälde-Ausstellung des Ober- hessischen Kunstvereins ist morgen von 11 bis 3 Uhr mittags geöffnet. * * DieStistungLehrerfrauendank an Vater Backes zum Vesten des Lehrerheims Vogelsberg hat jetzt den Betrag von 1100 Mk. erreicht. * * Das Patent als Geometer 2. Kl. wurde den Geometergehilfen Gg. Jffland ans Dorheim für den Kreis Friedberg, Emil Döpfcr aus Gießen für den Kreis Gießen, Friedr. H a h n für den Kreis Gießen und Herrn. Mäfer für den Kreis Büdingen verliehen. Entzogenes Patent. Durch Urteil des Pro- vinzialatlsfchusscs der Provinz Starkenburg wurde dem Johann Gg. Keil, früher zn Dieburg, das Patent als Gco meter I. Klasse entzogen. * * M ä r z st ü r m c. Heftige Stürme suchen in den letzten Togen Nord -und Mittelciirova beim. Tcv Iw he Luftdruck, der während des ganzen Februars daS Festland bedeckte und ruhiges Wetter brachte, ist im März langsam von westlichen Lustwirbeln verdrängt worden. Bereits vom 4.-6. März wurde unser Küstengebiet von den ersten Stürmen betroffen. Ein zweiter Sturmwirbel erschien am 10. März, während sich seit dem 14. fortgesetzt 'starke Zyklonen folgen. Do die Sturmwirbel in östlicher Richtung vornberziehen, bringen ihre Rückseiten bei iwrdwest- lichen Winden Abkühlung, so daß vielfach Schneefchauer einsetzen. Auch Gewitter treten hierbei strichweise auf. Am 18. rückte die Frostgrenze bis 500 m Höhe herab, so daß die Mittelgebirge vielfach eine g-eschlossene Sckm'-edeckv tränen. In 2000 m herrschten bereite 10 Grad Kälte. Erne Besserung der Wetterlage ist zurzeit iwch nicht augedeutet. In der Höhe wehen Weft- wiirüe von 20 und mehr Sckuudenmeter Geschwindigkeit. ** Bücherkolportage. Zu der von uns im Dienstagsblatt gebrachten Warnung vor dem Kolportagevcrtrieb eines religiösen Buches durch eine Berliner Kolportagesirma wird uns heute mitgeteilt, daß der für hier bestellte Agent Künzel erklärt hat, er habe diese Sachlage nicht gekannt, und nach der durch uns erstatteten Aufklärung den Vertrieb des Werkes aufgegeben. Landkreis Sieben. — Lollar, 19. März. Tic von verschiedenen Einwohnern der Taubringer und der Hauptsttaße eingereichte Eirrgabe wegen Zlarralisierung beider Straßerr wird vonr Gemernderat als begründet erachtet und hierzu befckrlossen: Sämtliche Straßen, die iroch nirfjt tanolhicrt sind, werden in 4 Lose geteilt unb in vier aufeinander folgende Jahre kamrlisiert. Zrmächst soll ein Projektnusgearbeilet werden und nach dessen genauer Prüfung der Gemeinderat später entscheiden, mit welcl^enr Straft.enteil zuerst begonnen iuerbat soll. Tie erste Ausführung erfolgt 1914. — Das Gesuch der freiwilligen Feuerwehr wegen Ansckvftung von verschiedeirrn Ausrüstmigsgegenständen wird einnckmrig genehmigt, da der Gemeinderat es tfir feine Pflicht hält, die Feuerlöschqeräle trotz der vorhandenen Wofserleitung in gutem Zustande zu erhalten. — Das Stammholz wird an Zimmermetster Nuhn dahier tu den nachstehenden Preisen einschließlich des vorhandeuen Dürrholzes vergeben: Kiefernholz .30 und mehr Meter 24 Mk., 2l>—29 10 Mk , 12—19 11 M, Eichenholz 40 -49 Meter 32 Ml'., 30—39 24 Mk . 25—29 15,50 Mk., 20—24 13 Mk., 12—19 9 Mk., Fichtenholz 30 und mehr Meter 23,50 Mk., 25—29 20 Mk. 20 -24 18 Mk., 12—19 15 W. — Zu der Rechnung der G e m e i n dekran k ender si cke ru n g hat der C'kmteinbe rat nichts zu erinnern, sie schließt ab mit einer Eimrahme von 10176,45 Mk und einer Ausgabe von 9116,17 Mk, so daß ein lieb erschuf- von 1060,28 Mr. twckleibt. — Das Projeki zur Entwässerung des S ch u l k e l l e r S, das nach Angabe des Gemeinderate abgeäirdett wurde, wirs jetzt, nacktem ,'ich der Bor mrschlog Itebmnenb billiger stellt, qenelmngl. X Hattenrod, 19. März. Heute wurde der älteste Mann unserer Gen,einde, der Landwirt Becht, zu Grabe getragen. Er erreichte ein Alter von 95 Jahren. X Reiskirchen, 19. Marz. Mit dem Bau des DrtSneheS für die elektrische Leitung soll nächste Woche begonnen werden. X Harbach, 19.März Von dem gegen 4 Uhr heute nachmittag von hier nach Grunberg fahrenden Zuge der Kleinbahn Lich—Grünberg stürzte bei der Kolbenmuhle der Schaffner ab und blieb sofort tot. Der Verlebte war erst ein Vierteljahr verheiratet. Kreis Alsfeld. OK Billertshausen, 19. Marz. Ein hiesiger 5l neck'! -"ui' a. er mit dein Schleifen großer Tannen beschäst'.gt war, von deut ziehendett Pferde an einen Baurn gedrückt, wodurch der rechte 2lrm deS Knechtes gesplittert wurde. 0L Nieder-Ahnten, 19. März. Wegen der häufigen nächtlichen LluSschreitungen hat das Kreisamt 2llSfeld die Handhabung der Polizeistunde angeordnet. Kreis Fricllberg. v Bad-Naubeim, 19. Mörz. Für die heutige Sitzung der Stadtverordneten ftanb nur ein Punkt, bte Vergebung des städtischen Fuhrwesens zur Beratung. In der Nummer 64 des ,.Gießener Anzeigers" haben wir in einem längeren Artikel über die Vorgeschickcke dieser Angelegenheit beriduet. Neu nxir für heute, dan beide Bewerber, Morler und Meyer, yt nächst wieder eingelegt battet. NTüler aber gestern seine Lffette durch seinen Reckusanwatt/ckurück;ieh?it jicii und verlaargte, daß der Beschluß aus der nubtönnitlidxTt Sitzung, ^ber zu x^unfint Mörters lautete, auiredU erhalten werde. Tic Sradtverordileten waren aber mit dem Bauausschuß der Äniidtt, daß ein Beschluß ihrer .Körverschon für Wörter erst daun bindend gewesen fei, wenn ihm der Zuefchlag erteilt wäre, da dieses aber nicht geschehen ist. konnte die Versanunlimg ihren erften Beschluß kurzerhand aufheben und neue Angebote einfordern Ta Mörler seine Angebote zurück- -,og imb Mever Misterdem billiger wie dieser war. mußte Meyer der viufdlflii erteilt werden. — Ter jtzamvf um das Fuhrwesen ist begreiflich, da der städtisck>? Boronsc^ag für 1913 den Betrag von 18000 Mk. vorsiehl Cb die Sach? mit obengenanntem Beschluß erledigt ist, bleibt, loroeit Morler in Betracht kommt, fraglich, da dieser in einem, au die Stadtverordnetenversammlung gerichteten Schreiben bemerkt, daß er den Rechteweg besckretten wolle. m. Nieder Mörlen, 19. März. Das neue Pfarrhaus ist soweit fertiggestellt, so das; dessen Einweihung im Sommer stattsinden kann Ter Neubau steht hinter der katholischen Kirche, an deren Stelle in nickt allzu ferner Zeit ebenfalls ein Neubau errichtet werden soll. Zit der EinweihungS- feier wird auch der Bifckof von Mainz ermattet. — Bon dem Messerhelden, der vor 14 Tagen den Installateur Rack überfallen und ihm meiner'* Messerstich* rächt hat, ist noch frirr Spur vorhanden, trotzdem verschiedene Vernehmungen stattfanden. Das Befinden des Verletzten ist zusriedensteNend. Starkenburg und Rheinhessen. s. Darrntta dt, 19. März. Ein ehemaliges Mitglied der Universität Gießen, Geh. Bätirat Prosesior i. P. Dr. phil. Dr. ing. ehrenhalber Eduard Schmitt wurde heute zur letzten Ruhe bestattet. Er war in Prag am 5. Mai 1842 geboren, hatte dort unb in Wien studiert und an beiden Orten auch seine Lehrtätigkeit auSgcübt. 1872 folgte er einem Rufe nach Gießen an die Lehrkanzel für Hochbau und Jiigenieurwesen, die nach seinem Weggange infolge einer Berufung an die hiesige damalige polytechnische Schule, jetzt technisch? Hochschule, nicht mehr, besetzt iDiirbe. Beinahe 40 Jahre hat er hier seine Lehrtätigkeit auSgeübt und sich durch feine literarische Betätigung einen Namen gemacht. Die Hochschule in Eharlottenburg ehrte ihn durch Verleihung der Würde eines Doktor-JngenieurS ehrenhalber. An seinem Grabe legten der Prorektor der hiesigen Technischen Hochschule, Geh. Hosrat Tu. Schcnck, der Vorstand der In- genietlr-Abteilung, Prosesior Zkayser, der Prorektor der Universität Gießen und die Studetitenschaft zahlreiche Kranze nieder. R. B. Darmstadt, 19. März. Die Stadtverord- netenversamml llng hat beftblotfen für die vom Host Heater demnächst zu veranstaltenden Fr ühjahrsfe ft spiele 10000 Mark zu bewilligen. Tie sechs Abende umfassenden ^Festspiel" beginnen am 30. März mit einer Aufführung von „Trift an und Isold e" unter Leitung von Artur Mkisck) imb Reum.: Simons mit Maimnenänger Prof. Dr. v. Batt; und Kammer füitaeriu Rüsch2.Endorf in h?n Tj^rlroUrn Daun folgt Woonei" „Rrng des N i b e l n n g c n", ebisttsalls mit hervorragenden Shräftrn unter Leitung von Hofkavellmeister Leo Bleck Berlrn unb Ckncral direkter Bruno Walter-München. Die 5tabi hat den 'Voiicubeitrait für die Festspiele besonders mit Rücksickst darauf bewilligt, datz das Hoftheaier sich sehr yitgcgentenrmcnb in der Förderung der vott.ckumlicken Knnstbettrebungen zeigt. ES haben in der gegenwärtigen Svielzeit bereits sieben Schüler und Kindervor- ite!luilgen, 22 volkstümliche NachimttagSvorstellungen und neun Vorstellungen besonders für die Arbeiterschaft und beten An- gebörige stattgefunden. Für April unb Mai ist eine Anzahl von ttlassik'rvorstellungen in Aussicht genommen, zu denen den Schülern Eintrittskarten zu besonders errnäßigten Pensen zur Verfügung gestellt werden. „ ,, , . ' ! Mainz, 19. März. Der Verein für Luftfahrt in Mainz veranstaltete gestern zu Ehren seines seitherigen Bor sitzenden, des nach Paderborn versetzten Hauptmanns von Selas in sky ein Abschiedsesscu im Kasino Hof zum Guten berg. Außer den Spitzen der staatlicken und städtischen Behörden hatten sich auch die Vertreter der 3 Verbandsvereine Gießen, Darmstadt, Worms der Großherzoglich Hessischen Vereinigung für Luftfahrt, eingefunden. Hauptmann von Selasinsky, der sich um bad Flugwesen in Hessen sehr verdient gemacht hat, und auch an der Gründung der Großh. Hess. Vereinigung für Luftfahrt eifrig mitgcwirkt hat, wurde mit einer Reihe von Auszeichnungen bedacht, darunter auch mit dem Philippsorden. Prinz He inrich hatte in einem sehr herzlich gehaltenen Telegramm sein Ausbleiben entschuldigt. m Gonsenheim, 20. März. Hier wird am SamS- tag nachmittag die Wahl eines Ber usSbürgerm eistert erfolgen. Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten wird Stadtsekretär Mosig-Gießen genannt. L. Z. 15 zerstört. Karlsruhe, 19. März. Da8 Luftschiff „L. Z. 15‘ wurde durch den Sturm vollständig zerstört. Ter Rum»' des Luftschiffes barst in zwei Teile; die Spitzt ist abgekuickt Wiederum ist eins ber stolzen Luftschiffe zerstört, für deren Weiterentwickelnng das beutfehe Volk vor fünf Jahren in so unglaublich kurzer Zeit die Millionenspende zusanrmen- gebrackt hat. Seit dieser Zeit ist an dem Ausbau imb der Vervollkommnung der Lenkluftschiffe rüstig meitergearbritti worden, und wenn sie lieute auch noch mitten in der Entwickelung begriffen sind, so Haden wir doch schon anerkanntermaßen außerordentliche Gr folge erzielt Im Zühtt 1908, bei der großen Rheiitfahrt Zeppelins, glaubte man noch nicht, daß diese schlanken BaNtTne ander- denn auf einer Wasserfläche landen könnten und als dasselbe Älst- schiss im August 1908 auf der Riutsahrt bei Echter dingen durch Feuer zerstört wurde, da gab es Pesfnniften, die dem starren Stiftern alle Fortfchrittsmöglichkeit, ja sogar überhaupt seine ernsthafte Vettvendbarkeit bestritten Dtc Schwarzseher haben wie wir damals schon vorau^sagter . natürlich nicht Recht behalten, wenn sich auch die Ihr fälle rasch vermehrt haben, und nun das jüngste Zeppelin- schiff zerstört wurde Es ist dies die siebte schwere Kala sirephe, die ein Z Schiff trifft Auf Echterbingen folgtt im April 1910 Weilburg, im Juni der Unfall im Teutoburger Wald, dem noch im September desselben Jabre- oe- Brand b- „L. Z. «■" in der Halle zu Badeu-Oos folgte Mai 1911 wurde „Erian Deutjchlmid" von einem Sturm Baptisten-Gemeindc Eintritt frei. Der Vorstand. am Montag, den 7 April 1913 abends 9 Uhr SehötelaeSem-Haus J@st 1. litt tag, den 7. April. :: Anfang 3, 6 und 9 Uhr :: Der Vorstand. lokal. 02172 Jedermann hat Zutritt! Bier im Glas! crgebeust ein. 1 Rest Vcrwaltungs- 161.94 1960 158 Celephon 391 Kreuzpla(j 14 02189 2 2 n 2 •Z z z z z z z z z z 2. 3. 4. Mobilien 260.55 10^<,Abschr-26.05 234.50 1624 78 Pfg. 80 „ Aer Bedarf hat empfiehlt la. Mastfleisch Rindswnrst Aktiva. Kassa-Konto Warenvorrat Debitoren Sparkasse-Konto Karfteiiag-Außflug rod, Ganseburg nach Rödgen. Abmarsch */,2 Uhr vom Vereins- jH, 1040.— 4015.94 7066.56 kosten Reservefonds Reingewinn im Schützenhaufe. Tagesordnung: Berichterstattung' über das verflossene Vereins- Halbjahr, Antrag auf Entlastung des Rechners pro 1911/12, Auslosung von 6 Anteilscheinen von derSchießhalle, H o r n Lagerhalter u. Rechner. vormals Fritz Borgis 22 Seltersweg 22 gegenüber der Plockstraße Mitgliederguth. 1260.— Kreditoren 6782.88 12669 — 1 Mitgliederstand Ende 1911 . . . Zugang 1912 ....... Abgang 1912 ....... Stand der Mitglieder Ende 1912 . Empfehle In reicher Auswahl: Marktkörbe, Markttaschen Fensterleder und Büriten Reizende Neuheiten in Phanfafie- u. Bauernkörbdien mit nationaiMndem Konflrmations- und Offergefchenke Moritz Sregori diesjähriges Preisschießen, 5. Verschiedenes (Jahresschießen). Um recht zahlreiches Erscheinen bittet der Vorstand. NB. Die Schießübungen beginnen ebenfalls Mon- Karlsruhe, 19. März. Eine Depesche der „Franks. Ztg." besagt: DaS Militärluftschiff „L. Z. 15" mar nach einer Fahrt von 16 Stunden gegen mittag nach Baden-Oos znrüergekehrt. Etwa 150 Soldaten von Rastatt waren zur Hilfeleistung kommandiert, doch konnte das Luftschiff wegen des Sturmes nicht landen und legte bat Weg nach Karlsruhe zurück, obw- bttb die Motoren in Tätigkeit traten. Infolge des- Benzinmangels entschloß man sich schließlich zur Landung aus dem Karlsruher Exerzierplatz, dessen Lage übrigens recht exponiert ist. Nach erfolgter Verankerung und nach Versorgung mit Benzin war inan eben int Begriff wieder aufzusteigen, als ein heftiger Wind- stost das Vorderteil des Schiffes erfaßte und knickte, sofort erteilte der Führer, Hauptmann .Horn, den Bcichl, das 3d in zu verlassen. Die aus 16 Maint be>testende Besatzung worunter sich ein General stabsosfizier befand, blieb unverletzt. Eine weitere Böe brachte, sodann das Luftschiff zum Bersten. Um weiterer Gefahr vowrbeugen, wurden schließlich die unversehrt gebliebenen Ballonetts mit Halen aufgestochen. Unterdessen rin ber orkanartige Sturmwind die Hülle vollends zusammen und verbog das .'Ulimni.inmgcstänge. Heute abend und nn Laute d>r Nacht werden die noch brauchbaren Teile des Luftschiffes aus- einandergenonrmen. Die Motoren intb Propeller und intakt geblieben. ‘ Unfälle sind nicht zu verzeichne. Ber der Zerstörung des Luftschiffs mag die Windstärke 20 bis 25 Sekuudemnetcr betragen l/aben. Menschen unter Menschen I Dramatische Szene in 9 Akten von Victor Hugo Prima Wie- n. 3a(ntfartone(ii empfiehlt zu billigsten Tagespreisen W. Ilnnkel. l,«^, Tel. 612 'Jteuen Baue 7. LMVWaWerLcklvemi! Gießen Wir laden unsere Mitglieder zur Teilnahme an der «mtsg, da 21. Miig, naAittazs 4 Uhr, iu Friedberg im Saale des Herrn Philipp Steinhämer stattsmdeuden Sitzung des Rüdenbauvereins Zriedberg fcerhriit und int Juni vorigen Jckhres wiirde bic’ „Schwaben" nt wenigen Sekunden durch Feuer zerstört. „Ersatz Z. 1" oder wie es neuerdings hieß, „L. Z. 15" machte seine erste Probefahrt am 16. Januar 1913, zunächst in Friedri ck)s- hasen, und wurde am 20. Januar nach Oos bei Baden-Baden übergeführt, wobei es eine stürmische Schwarzwaldfahrt zu überstehen hatte. Vom 24. bis 25. Januar wurde unter Führung von Qlwringenieur Dürr eine 16 stündige Dauerfahrt ausgeführt, der sich am 5. Februar eine 8 stündige Höhe.nfahrt an sch los;, die über 2000 Meter Höhe führte. Dann erfolgte die Abnahme des Schiffes durch die Militäichehörde. Seitdem hat das Schiff eine Reihe wohlgelungcner Flüge unter Führung des Hauptmanns Horn ausgeführt, der auch die Leitung bei dieser Fahrt hatte. lieber den Verlauf der Fahrt und den Unfall iningen uns folgende Drahtmeldungen zu: Karlsruhe, 19. März. Das Militärluftschiss „Ersatz !I. 1", das gestern abend 8 Uhr in Baden-Oos zu einer mili tarischen Nacht- und Dauerfahrt aufgesüegen war, gegen 9 Uhr die Residenz und um 10 Uhr obenb Mannheim passierte, erschien heute nachmittag 2 Uhr wieder über Karlsruhe, fortwährend über der Stadt kreuzend. Um 3.40 Uhr ist das Luftschiff.aus dem hiesigen Exerzierplatz gelandet, wo es voll Soldaten des Telegrophen-Bataillons Nr. 4 gehalten wird. Zurzeit ist man mit den Verankernngsarbeiten beschäftigt, pic Rückkehr nach Baden-Ovs ist zurzeit unmöglich, da in der dortigen Gegend Wirbelwinde von 18—20 Sekundenmetern Herbert Balser II. Direktor. Kontrolleur. sr« ■ÄS«« neue $fOrr & S y butter ber kal Emwahung-. y.Q,1- noch ipir Vernehmungen ftm, 1 zufrredknstellknd. Hessen. Hl« *«£ ehemaliges Mitglit ' Proseßar i. P. ß, l’nitt wurde heul " Prag am 5. Mi luöiert und an beide 1872 folgte B ^kanzel für hochh^- eggange infolge eint; ^chmsche Schule, je; ht wurde. Beinal: autzgeübt und \\i kn Namen gemach! ihn durch Verleihe renhalber. Ansem ;en rechnifchen hoch- Vorstand der « , der Prorektor k haft zahlreiche firä Saaibau Stein’s Garten am Oster-Sonntag Militär-Konzert unter Leitung des Herrn Obermusikmeister Loder Anfang 8^ Ohr. Eintritt 45 klg. Kem Weinzwang. Dnnsberg Dem verehrten Publikum von Gießen und Umgegend teile ich hierdurch mit, bnh am Karfreitag sowie an den beiden Ottcrfciertagcn und von jetzt an jeden Sonntag öS Wirtschaft L Dünsberg wrcdcr eröffnet ist. Bei vorheriger Anmeldung auch werktags. Es ladet freundlichst ein 11946 Ludwig Schlierbach, Gastwirt iu Bieber bei Rodheim. wo gehen wir am 2. Gsterfeiertag hin? Mt! 5m CM fceib Walltorifrafje vZub- Ordens^eff mit Ball Die feinst, holländischen Schellfische und Cabliau smd eingetronen und billigst zu haben bei: 1288 SeorgWenfels Marktplatz nur 21, Telephon 46, gegenüb. der Engelapotheke. Ter Vorstand. D20/, Wmu.TpmiiiöB „ fiaütt, 2ec, Ms 1 Moli.LchMabc sowie sämtliche Zutaten zur Osterbückerei in besten Qualitäten. Ferner täglich frische Milch rmd Sahne Butter und Eier Thcch. WeM Franks. Str. 9. Tel. 33. LMwWrstl.Kasmii'erkiilLtklsibch eiugetr. Gen. m. nnbeschr. Haftpflicht. * wiiitd ll3corbneti 5,clb h rein für LusW " seines Mengen v! ten Hauptmanns cf ■ afino M zl'mGutr ta unb Mch-n i her 3 Lerbandsvew i°ßh-rz°glich M )(n. Hauptmann». 'n in Hessen sehr ' Gründung der initgemirkt hat, w L darunter ,„rich hatte m eB sein Ausbletben « Bilanz n;.i 31. Jezember 1912 Passiva. Jft Sofia, 20. Marz. Der linke türkis cheFlu-gek an der Tschataldschalinie wurde zicrnckgewor,en und fluchtete zum Teil auf die Schiffe. Landesverrat. . Toul, 20. März. Ein So ldat des 6. Artillerreregr- meuts wnrde unter der Beschuldigung v c r y a Ttet, den Versuch des Landesverrats unternommen zu haben. Er habe dem Spion einer ausländischen Macht die Plane eines der wichtigsten Forts von Toul aushändigen wollen. Hat Eitgland die besten Flugschiffc der Well? London, 20. März. Im englischen Unterhaus erklärte der Kricgsminister, daß England gegenwärtig 1)1 Flugschiffc besitze und am 31. Mai 148 haben werde. Großes Aufsehen rief Seelv durch feine Bemerkung hervor, daß England die besten Flugschiffc der Welt besitze. Versuche fei'cn das Jahr hindurch angcstellt wordeu und der Typ der Flugschiffc fei weit höher vervollkommnet, als in irgend einem andern Laude. Kämpfe i it Marokko. Rabat, 20. März. Der französische Posten von Z e m l) wurde am Mittwoch vormittag von den Tablas a n g e g r 11 - f c it. Das Gefecht endigte erst am Albend, über seinen Uus- gang ist nichts bekannt. Tätlicher Unglnckss all. rb. Darmstadt, 20. März. In dem elektrotechnischen Institut von Wilh. Scholler war ein Elekt ro moror aus- gcbesfert worden. Als man ihn probeweise iu Betrieb setzte, zersprang eine Metallscheibe und traf den 29 ^aljrc alten Elektromonteur Philipp Schwinn so heftig an der Brust, daß er alsbald nach feiner Einlieferung inö Krankenhaus starb. 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Concordia Karfreitagstonr nach Rotzbach v. d. Höhe. [vto/s Abfahrt nach Bad-Naubeim 12 Uhr 12 Minuten niittags. Berlin, 20. März. Der „Lokalanzeiger" meldet aus Konstantinopel: Gerüchte behaupten, seit heute tobe in Sa- loDl eine förmliche Schlacht zwischen Bul- g aTz n undGriechen. Konstantinopel, 20. März. Das griechische Blatt „Ameroliptos" behauptet, der Königsmörder habe zu bi'.l garischen Bombensabritanten wie Sadunsti Beziehungen unterhalten. Die Zeitung „Tachydromos" behauptet ebenfalls, der M ö r d e r s e i v o n B u l g a r e u a n g e st i s t e t. Liebigshöhe Am Dienstag, den 25. März, 3. Osterfeiertag Militärkonzert ausgfifuhrt von der Kapelle des hiesigen Inf-Iiegts. ..Kaiser Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Obcr- nnisikmeisters Herrn W. Löb er. A nFang i8 > I hr.______:02186, Kintritt 45 Pfg. 8rriiili|t SiilW <$««* Samstag, den 29. März, abends 9 Uhr: Ordentliche Hauptversammlung bei Kamerad 5tunz (Haberkasten). Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Verleihung von Dienstabzeichen. 4. Etwaige Anträge, nach Ptahgabc des Satzes 12 der Satzungen. 5. Verschiedenes. In uirKliCii <)M< schneldtndtn $o- hufler $ial)lu*arcn bestelle solert in eigenem Inirrrtse nnttren fiauptka- talCfl übtr tauttnde Hriikel alkr Jlrt. den wir aratis und lunko versenden. Gebr. Bell, Gräirathl37 b. Soling ——w iiHrit-ruMaidbaM. o—— Schweinefleisch 85 n. 95 „ Flurgardcroben- ständern. Spiegel Ph. Henkel i Möbel-Handlung 14 SennenstYÄSso 14 Ebel Televbon 586 Jnb.: Karl Ohm Burggraben Täglich Konzert der Original - Zigeuner - Kapelle 9 Personen „Lyra“ 9 Personen Kunst'. National Kostüme'. "MNk- Gesang! Anfang wochentags 7'/> Uhr, Sonntags 3'/,. Uhr. Prograinin 20 Pfg.119501 Programm 20 Psg. Prima naturreiner i|Mm aus verschiedenen Keltereien empfiehlt t. Flaschen, Siphon und Gebinden H963 .ricbtcti. Kämpfe an der Tschataldsch a lin ie. Konstantinopel, 20. März. Die Kämpfe an der Tschataldfchalinie dauerten gestern den ganzen Tag an, ohne daß es zu einer Entscheidung kam. Heute nachmittag kam ein großer Verwundetentransport hier an. Die Sphinx ♦ a**/, Vermietungen i-1Wüi.-Mhn.,2w« der Neuheit entsvrcckend, m. clettr. Vfdit und Bad per 1. Avril au verm. Näb. 40 VlottWr. 9 im Vaden. | 6 Zimmer | Plockstr. 7 III. Etage, bestehend aus 6 Zimmern, Badezimmer, Küche u.2Mansardenräumen, vollstäudia neu bergericktet, ver sofort zu vermieten. Näheres im Vaden. (30 | 5 Zimmer | Babnbofftr. 19 '.-Z.-W. m. Zubeb. - Beran das, Woc, clekir. Vicht. ?rockend, z.v. (98 Voetbeitrane 29, L Stod' 5 Zimmer mit Badezimmer und Zubehör per 1. Juli cd. früher zu verm.________1837 ■*“) Man,., 53. m. all. Zub. z. 1. Mai oder später z. verm. Vudwigüratze 40. 4 Zimmer 4(1). I-ZiMtMohMIIg mit (Glasveranda u. Garten preiswert zu verm. 11908 Näheres Vahnitratzc 11 I, Eingang auck Hammstr. 12. 4-Z1m.-W. v. l.Avril z. verm. 1568s frankfurter Str.43p. 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