Nr. M Zwetter Blatt 163. Jahrgang Erlcheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gderhejsen Soda. in. an Zu der von uns wiedergegebcnen Zusammenstellung über die uren den Der Abschluß der Arbeit des Budgetausschuffes. Nach Erledigung des Stempelgeseßes ging der Budgetaussclmß die zweite Lesung des Erbrechts des Staates. Nach kurzer Aussprache ergab sich die Unmöglichkeit, im den ureau, fr“/, JUNKER-WH ßA5KOÖJHERDE' Die „Eichener Zamtlienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krdsblatt für den Kreis Hießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Tie untere Ber mögensgrenze, also die Grenze, bis zu der Steuerfreiheit besteht, ist grundsätzlich auf 1 0000 M k. festgesetzt. Sie erhöht sich bei einem Einkommen von nicht mehr als 2000 Mark auf 50 000 Mark, bei einem Einkommen von mehr als 2000, aber nicht mehr als 4000 Mark aus 30 000 Mark. .Tie Verpflichtung zur Abgabe einer Vermögenserklärung tritt bei 20 000 Mark ein bezw. bei einem Einkommen von mehr als 4000 Mark bei 10000 Mark. Tie untere E i n ko m m e n s g r e n z e, bis zu der Steuerfreiheit besteht, ist grundsätzlich auf 500 0 Mark festgesetzt. Resultiert das Einkommen ganz oder teilweise aus abgabepflichtigem Vermögen, so wird vom Einkommen ein Betrag abgezogen, der einer Verzinsung von 5 v. H. des abgabepflichtigen Vermögens entspricht. Zn diesem Falle rückt jedoch die.beitragsfreie Grenze auf 1 0 00 Mark herab, so daß mir die nach Abzug der abgabe- freien Verzinsung verbleibenden Restbeträge unter 1000 Mar? abgabefrei sind. Wichtig ist weiter noch die Bestimmung, daß bei Nachweis einer Verminderung des Einkommens zwischen Er Hebung des ersten und des zweiten ober letzten Trittels um min destens 40 Pro;., eine dem verbliebenen Einkommen entsvrechendc Ermäßigung der späteren Beitragsteile gewährt werden kann. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: es© 51. Redaktion: ey© 112. Tel.-Adr.: AnzetgerGleßen. Die Gründung einer Ortsgruppe Gießen des Sundes der Deutschen in Böhmen. Gießen, 24 Funi. Der Ausschuß zur Gründung einer Ortsgruppe Gießen des Bundes der Deutschen in Böhmen veranstaltete am heutigen Abend in Steins Garten einen Vortragsabend. Lehramtsreferendar C l a r i u s begrübe die Anwesenden und erteilte zunächst Wanderredner Eckhard das Wort (der vorgesehene Redner, .Abgeord- tetzigen Augenblick das Gesetz so zu gestalten, daß eine Mehrheit dafür zustande komnten konnte. Nach einer längeren Geschäftsordnungsaussprache wurde zunächst ein Antrag Schiffer mit sehr großer Mehrheit angenommen, der höhere Sätze für die Besteuerung der. Seitenverwandten fordert, um dadurch den Ausfall an Steuererträgnissen zu decken-, cs werden sieben bis acht Millionen Mark davon erwartet. Außerdem wurde der grundlegende § 1 des Gesetzentwurfes mit den Stimmen der Nationalliberalen, Volksparteiler und Sozialdemokraten angenommen, hierauf aber wurde die weitere Verhandlung abgebrochen. Ter Zweck dieser Mstimmung ist, den Grundgedanken des Gesetzes nicht fallen zu lassen, aber die ganze Frage aus der Frage der Finanzierung der Wehrvorlage he rau szu n e hm e n und sic später ausschließlich vom juristischen Standpunkt aus von neuem aufzunehmen. Tamit ist der Ausschuß mit seinen Arbeiten fertig. AlLUHg, erfolg lrd die 'b Mittwoch, 25. Juni 1913 Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. des ehrengerichtlichen Verfahrens gegen Offiziere, wobei besonders die Vervaitnipe der man rneyr dem aktiven Militärstand angehörenden Personen modern geregelt werden sollen. Die sozialdemokratischen Anträge, die unter anderem eine sofort erfolgte Erwiderung einer Beleidigung oder Körperverletzung eines Untergebenen durch einen Vorgesetzten st r a f f r e i lassen wollen, werden abgelebnt. Der Artikel III wird unter Ablehnung eines Abänderung?, antrags L i e s ch , n g (Vv.) unverändert angenommen. Bei der Frage der körperlichen Jugenderziehung werden die Resolutionen der Budgctkommission angenommen, wonach die Wehrfähigkeit der Jugend durch eine bessere körperliche Ausbildung gehoben werden soll, und wonach alle Verbände unterstützt werden sollen, die durch systematische körperliche Hebung die schulentlassene Jugend für den Heeresdienst borbcrciten. Der Antrag Mumm lWirtsch. Vg.), der nur nationale Vereine unterstützen will, wird abgelehnt. Auch der Antrag Ab. I a ß (Vp.), wonach die verbündeten Regierungen dafür sorgen sollen, daß die männliche Jugend im schulpflichtigen Alter Turnunterricht erhält, wird abgelehnt. Angenommen wird ein An. trag Ablaß (Vp.f, wonach der Reichskanzler dafür sorgen soll, daß die verbündeten Regierungen sich über einheitliche Vorschriften über den Turnunterricht für die männliche Jugend im schulpslich. Ligen Alter einigen. Damit ist die zweite Lesung der Wehrborlage endgültig erledigt. Nach den A b st i m m u n g e n wird die zweite Lesung deS Nachtragsetats fortgesetzt. Abg. Licsching (Dp.) befürwortet eine Resolution der 93 u b g c 11 o m m t f f 1 o n, daß bei Sanitätsoffizieren ein Teil der Studienzeit in das pensionsberechtigte Dienstalter nach einer längeren Dienstzeit eingerechnet werden soll. Abg. Gcrlach (Ztr.) spricht seine Zustimmung zu der Resolution aus. Abg. Dr. Bcckcr-Hessen (b. f. F.) stimmt ebenfalls zu und begrüßt es, daß das Sanitätspersonal jetzt vermehrt werden soll. Abg. Dr. Ouarck-Koburg (Natl.) erklärt die Zustimmung seiner Partei. Die Resolution wird angenommen. Eine weitere Resolution fordert Besserstellung der Unteroffiziere in der Rich, tung, daß am 1. April 1914 eine allgemeine Erhöhung der D i e n st p r ä m i e eintritt, und daß die frühere Gewährung einer kleinen Dienstprämie nebst dem Anstellungsschein erwogen wird. Abg. Zubcil (Soz.) beantragt, daß den Militärmusikern vom 1. Oktober 1913 ab verboten wird, gegen Entgelt z u musizieren. Generalleutnant v. Wandel bittet, die Resolution abzulehnen, da sie die Militärmusik der Existenzfähigkeit berauben wolle, linier dem Verbot der Militärkonzerte würde das ganze Musik'^bcn in vielen Ortschaften aufs schwerste leiden. Sächsischer General Lcnckart v. Weißdorf tritt der Angabe des Abg. Zubeil entgegen, die Auflösung der Stadtkapelle von Bautzen gehe auf die Konkurrenz der Militär- musik zurück. Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.): Man sollte am Regierungstisch nicht einfach sagen, die Be- schwerden der Zivilmusiker seien erfunden ober doch übertrieben. Wenn Herr v. Wandel meint, in Ostpreußen versichere man, ohne die Militärkapellen nicht auskommen zu können, so kann ich bei aller Hochachtung vor Ostpreußen als dem Kulturzentrum Deutsch, lanos (Heiterkeit) dieser Behauptung nicht folgen. Mit einer leichten Handbewegl'ng läßt sich die ernste Frage nicht lösen. ES ist viel Wahres an den Beschwerden. Generalleutnant v. Wandel: Uns liegt es auch völlig fern, der Frage oberflächlich gegen- überzutreten. Wir sind bisher allen Beschwerden gewissenhaft nach, gegangen. Die Resolution wird angenommen, der sozialdemokratische Antrag abgelehnt. Darauf wird der Nachlragsetat erledigt. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr: Staatsangehörig, keitsgesetz. Zweite Lesung des Wehrbeitrags. Schluß 8 Uhr regierung die Erhebung einer Steuer aus den beim Grundstücksverkehr sich ergebenden Wertzuwachs gestattet sein soll. Rrichsschatzsckrctär K ü h n erklärte, der soeben gefaßte Beschluß über die Beseitigung des Wertzuwachssteuergesetzes von 1911 bedeute einen dauernden Ausfall von weiteren 20 Millionen, für die keine Deckung vorhanden sei, und von 75 Millionen für die Uebergangszeit bis 1917. Hierauf erledigte der Ausschuß die zurückgestellten Paragraphen des Gesetzentwurfs betreffend Aenderungen im Finanz- wesen nach den Beschlüssen erster Lesung. Tanach bleibt die Erhöhung der M a t r i k u l a r b e.i t r ä g e a b g e l c h n t. Tie Z u ck e r ft c u c r wird unverkürzt ausrechterhalten und die -B e st e u e r u n g d e r S ch e ck S bleibt gestrichen. In Weiterberatung des Besitzsteuergesetzes wurde die St affe J u n g b ct Steuer nach §24 und) den Beschlüssen erster Lesung ausrechterhalten, ebenso § 25a (Kinderprivileg>. Tie Vor schriften über Rechtsmittel (§ 60—62) bleiben unverändert nach den Beschlüssen erster Lesung. Bei den Vorschriften über die Fälligkeit der Steuer wurde auf Antrag des Berichterstatters ein neuer § 65a eingeschaltet. Danach wird, wenn die Beran lagung zu Unrecht unterblieben ist, dadurch die Pslicht zur Zahlung der Besitzsteuer nicht berührt. Ter unter die Schlnßvor- schriften in erster Lesung neu autgenoinmcnc § 77c, wonach die B u n d cs st a a t e n für die erste Veranlagung und Erhebung 10 Proz., später 5 Proz. des Betrags als Vergütung erhalten, bleibt unverändert. Die Vertreter Baherns, Württembergs und der Reichslande hatten erklärt, daß diese 5 Pro;, nicht genügten. Damit ist die zweite Lesung des Besitzsteuergesctzes (Reichs- vermögeckszuwachs-Steuer) beendet. In der zweiten Beratung des Stempelgesetzes, die nach der Mittagspause beginnt, werden i in wesentlichen di e Beschlüsse erster Lesung bestätigt. Tic Konservativen brachten einen früher angekündigten Antrag auf weitere B ö r s c n st e m v e l und Erhöh.ing h e r Steuersätze bei einer Reihe von Taris st eil en ein, unter anderem handelt cs sich um Obligationen, ausländische Aktien, Kauf in Ansä,vie das nötig sei. Man müsse immer mehr erkennen, daß der Kampf der Deutscksen in Böhmen nicht allein ein Kampf für ihre Existenz, sondern vielmehr ein Kamps des DeutfckMrms überhaupt gegen das immer mehr nach Westen vor- schiebende Slawentum mit seinem sprichwörtlich gewvrdenen Mmi- schenübcrschnß sei. Sehr gefreut habe man sich m deutschvolkischcn Kreisen Oesterreichs, als der sonst schnwigsame deutsche Reichskanzler Bethpiann-Hollwcg öffentlich im Reichstag aus die Gcmhr hingewiesen habe, die der deutschen Kultur ititb dem Deutschen Reiche durch das Slawentum drohe. Dieser Gesuhr. entgegcn- L-utTCten sei Sache eines jeden, der nationales Gepchl "N Herzen trage. Rur Engherzigkeit könne Tagen: „Helft euch selbst . Die Schutzvereine Böhmens hätten in einem ^ahre 3 Millionen zur Erhaltung des deutschen Volkstums aufgcbrackch, und zwar sei dies von dem' Mittelstand und den Kleinen geschehen, .da zeige sich, daß ein gesunder Kern int Volke stecke, ^ber allem konnten sie es nicht fertig bringen, dafür reichten ihre.Kräfte den riesigem, Anforderungen gegenüber nicht aus. Die weitesten .Kreise müssen in ihrem eigensten Interesse helfen, denn das ganze ^.eutsckstum in Mitteleuropa sei gefährdet. Höher als der ^taat müsse das Volk stehen Gerade die Bewohner des Deutschen Reichs mutzten desseii eingedenk sein, daß die Ostmark es gewesen sei, die das Eindringen der wilden asiatischen Völker verhindert und letzten Endes das Aufstreben und Aufblühen des Deutschen Reiches ermöglicht habe. Kein Partikularismus, keine Grenzpsahle, rem Haß, nicht die Zugehörigkeit zu einer Partei oder das Bekenntnis dürsten 'das nationale Gefühl zuruckdrängeit. Aü der Sprachgrenze sei die Gefahr am größten, dort könne sich der (Gegner an den Volkskörper des TschecheutnMs anlehnen. Hier müsse zuerst geholfen werden. Ein deutstches Oesterreich sei aber auch in ivirtschaftlicher und politischer Bezielmng Deutschlands bester Bundesgenosse. Jedenfalls heiße es in dein Rationalitätenkamps alle Kraft msammennchmen. Auf welcher Seite der Lieg sein müsse, sei ihm nicht zweifelhaft. Er vertraue auf die gesunde Kraft des deutschem Volkes. Ein wirtscimtlrch und kulturell so hoch stehendes Volk, das sich seinernationalen Pflichten bewußt sei, lwancbe keine Furcht vor dem Untergang zu haben. Der Redner schloß seine packenden Ausführungen mit emem selbst verfaßten Gedichte, das er in ein Heil des Volkes und Vaterlandes ausflingen ließ. 'Lang andaueriider, wiederholter Beifall.> In die in Umlauf gesetzte Liste zeichneten sich 120 Mitglieder tun. Mit welcher stattlichen Zahl die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Deutschen in Böhmen ins Leben trat. Rechirschutzverband für grauen. 4 Düsseldorf, 22. Juni. Unter dem Vorsitz von Frau M. Bennewiz s.Hallea.S ) trat hier der Reclstsschutzverband für Frauen zu seiner 3. Generalversammlung zusammen, die von zahlreichen Vertreterinnen aus allen Tellen des Reiches besucht war. Rach den üblichen Be- grüÄingsansprackMi wurde der Jahresbericht cntgcgcngenommcn, aus dem h.nvorgeht, daß im vergangenen Jahr über 37 000 Rechtsfälle in den RechlSau-skunstsstellen deS Verbandes erledigt wurden. Reue Auskuustsstellen sind geplant für Swakov mund und Windhoek. Hierauf wurde folgende Erklärung angenommen: „Tie 5. Generalversammlung des Rechtsschutzverbandes für Fragen, dem 07 Rechtssckmtzstellen aus allen Teilen des Reiches angehören, spricht ihr lebl>aftes Bedauern darüber aus, das; also bisher an dem Entwurf nichts geändert worden ist, Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz auf seine in einer Petition niedergelegten Wünsch keine Rücksicht genommen nmrbe, daß also bisher an den Entwiirf nichts geändert worden ist, der die deutsck-e Frau durch ihre Verheiratung ihrer Selbständig fat in bezug mrf Erwerb und Verlust ihrer SttiatSangehörigk-nt beraubt. Die Generalversammluua gibt zugleich der Hoffnung Ausdruck, da ßwenigstens die einschneidendsten Besttmmimgen, nämlich die, wonach die deutsche Frau bei ihrer Verheiratung mit einem Ausländer die deutsche Staatsangel-örigleit auch gegen il/ren Willen verliert, wodurch sie insbesondere, wenn ihr Mann sie verläßt, und sie der Armut preisgegeben ist, aus dem eigenen Vaterland ausgewiesen werden kann, und die andere Vesttm- mung, nach der sie, wenn ihr Ehemann strafweise die deutsch- Staatsangehörigkeit verliert, gleichfalls dieser verlustig geht, in der dritten Lesung noch gestrichen tverben möge.' Sodann sprach Frau Camilla Jelliuek (Heidelberg'' über „M o- berne Vaters chaftspfl eg e". Die Rednerin streifte die gesetzlichen Verhältnisse in den einzelnen Ländern unb ncrlangtc als beste Bestimmung die Einführung von öffentlichen Vorschulwu an uneheliche Mütter. Es sei erwiesen, daß bie nueheliclxm Väter meist in jugendlichem Alter ständen mid ind)t in der Sage feien, ausreichend für Mutter und Kind zu sorgen. Wem: der Staat sich der Mütter und der Kinder annehme mtb die Vater zwinge, unter Androhung des Verlustes des Wahlrechts, die staatlich ausgelegten Gelder wieder zurückzuzahlen, so iverden sich die wenigsten dieser Pflicht im späteren Mter entziehen. Tr. Voß (Düsseldorf) sprach über die Richtigkeit von Willenserklärungen, die unter dem Einfluß vorübergehender Störungen der- Geistestätigkeit abgegeben werden. Frau Jellinek behandelte dann das Wesen der Rechtsschutz a r b e i t. Schließlich behandelte noch Frl. M e her Danzig) die Einzelheiten und Formalitäten des Ma hu Vers ährens. Um die Ideen des Verbandes nach außen hin zu fordern, fand eine öffentliche Volksversammlung statt, in der Frau Benne- wiz (Halle) das Thema „Die Frau als Laienrickster" behandelte. Vereinsnachrichten. k. Nieder-Weisel, 24. Juni. Ter Gesangverein „Männerchor" feiert am Samstag, Sonntag und Montag sein 25. Stiftungsfest und verbindet damit gleichzeitig einen Gesangs-Wettstreit. k. Orten berg, 24. Juni. Der hiesige Turnverein feiert vom 26. bis 28. Juli sein 5 0. Stiftungsfest. Neben Einzelwcttnrncn ist Turnen der Thifler- und Tamenriege, sowie Schülerturnen usw. in Aussicht genommen. Frankenbach, 24. Juni. Am 20. und 21. Juli Falt der Dünsberg-Sängerbund hier sein 2. BundeSfest ab. Ter Sängerbund wird auf dem Fest Rfassenchöre und Ouartette vortragen. Der hiesige Gesangverein „Teutonia" hat alle Vorbereitungen in bester Weise getroffen. Lcrn-rvrrt^cherst. Eine Vorstandsfitzung der preußischen Landwirtschaftskammer. Wiesbaden, 24. Juni. Unter dem Vorsitz des Rittergutsbesitzers Freiherrn v. Waugenheim-Klctn-Spiegel trat heute hier der Vorstand der preußischen Laudwirtschafts'kammem zu einer Tagung zusammen. Au den Vei'haudlungen nahmen mehrere Räte des Laiidwirtschnftsministeriums, ferner der Ober Präsident von Hessen-Rassau, der Regieiiingspräsibent von Wiesbaden, der Landeslaup-ttnann in Nassau und eine Anzahl andere Ehrengäste teil. Sämtliche preußischen Landwirtschaftskammern hatten Vertreter entsandt. Rach den geschäftlichen Angelegenheiten wurde die Aufsfellnng von Ausnahmetarifen für Verarbeitungs- fabrikeu sowie eine Frachtermäßigung für Rohkartoffelu, welche an Kartoffeltrocknereien gesandt werden, nach einem Bericht des stÜttergntsbesitzers Landrats Freilserm v. Ledebour befürmertet. Ter von dem Kammerherrn Freiherr v. Mahre n- holtz erstattete Bericht über die Tätigkeit des Ausschusses für das Arbeiterweseu führte zur Annahme von Grundsätzen, sowie einer erneuten Bitte an die Staatsregierung Um weitere reichliche Mittel im Interesse der Bekämpfling der Landflucht der Landarbeiter. Die Errichtung von Betriebskrankenkassen wurde für die Landwirtschaft als int allgemeinen wenig zweckmäßig erachtet. Berichterstatter zu diesem Punkt war Landrat a. D. v. Klitzing - Rieder-Zautbe. Die Möglichst bescksteunigte Gründung landwirtschaftlicher H a u s b au ve r c i n c wurde nach einem Vortrag von Frau Elisabeth Böhm empfohlen. Ferner wurde verhandelt über die Bildimg von eigenen Jagdbezirken durch Uebertragung von MiteigeiittlMLaiiteilen und Blenderung des Gesetzes. Tie Verhandlungen wurden vertraulich geführt. An die Verl>andlungen sMießen sich Sitzungen des ständigen Ausschusses des Landes-ö'koniomieko'klegiirmS und des Verbandes der preußischen Landwirtschaftskammern, sowie in den nächsten Tagen Ausflüge und Besichtigungen in die Umgegend an. * 8 Infolge der schlechten Beschickung der Jungvieh weiden Zell und Lauterbach und mit Rücksicht aus die vielerorts vorhandenen knavpen Jungviehbestände hat sich der Landmirtschaftskanmier-Ausschuß der Provinz Obcrheffen veranlaßt gesehen, eine größere Anzahl Simmentaler Rinder an- z n k a u f e n , um einerseits die Weiden besser ansznnntzen und anderseits den Züchtern eine günstige Gelegenheit zum Ankäufe guten und gesunden Zuchtviehes zu geben. Für die Jnnaviehweide Lauterbach wurden 25 und für die Jungviehweide Zell 22 Simmentaler Rinder angekauft. Von den 47 Simmentaler Rindern sind 21 in das Herdbuch, bezw. Jungvichregister eingetragen, die übrigen sind fast alle eintragungsfähig in das L^erdbuch, wenn sie das vorschriftsmäßige Alter erreicht haben. Es ist beabsichtigt, die Weidc- rinder Ende Augnst auf dem Dersteigerungswege an oberhcssiiche Landwirte zu mäßigen Preisen entweder in Zell ober in Lauterbach abzugeben. = Ausstellung. Im Jahre 1914 und zwar am 3., 4. unb 5. April wird die Stabt Köln unter Mitwirkung der Lanb Wirtschaftskammer der Rheinprovinz im stäbtischen Schlacht- unb Viehhof eine Schlacht- unb Mastviehausstellimg, verlmnben mit einer Ausstellung von Maschinen, Geräten unb Probukten für Landwirtschaft, Viehzucht unb bas Metzgereigewerbe, sowie eine Ausstellung von geschlachtetem Mastgeflügel veranstalten. — Die Universität Jena zählt in diesem Sommersemester 2060 immatrikulierte Sttibierende. Hierzu kommen 93 Hörer. — Der a. o. Professor unb Direktor des pharmazeutisch- chemischen Labovatoriums an der Universität Königsberg i. Pr. Tr. Erwin Rupp ist zum ordentlichen Professor ernannt trrorben. <5erid>t$faaL rb. Darmstadt, 24. Juni. Mordversuch gegen die eigene Frau. Der 36jährige Schornsteinfeger Michael Jäckel aus Kirch-Brombach, wohnhaft in Höchst i. C., lebte in unglücklicher Ehe, mozn wohl nicht zum geringsten die Eifersucht mit Veranlassung gab. Tie Frau hatte wegen wiederholter Mißhand- lnngcn oiicb die Ehescheidungsklage eingcreicht. Als die Frau tim die Osterzell vou einer Fahrt nach Franksutt nach Höchst zurück- kehrte, erwartete sie der ^lngeklagte am Bahnhof und begleitete sie Er forderte sie auf, die eheliche Gemeinschaft wieder ausznnehnien, und als sie auf seine Vorschläge nicht einging, packte er die Wehrlose am Arm und brachte ihr erst drei Stiche an 4lrm und Rücken bei; auch als die Fran dann am Boden lag, stieß er in blinder Wut immer weiter aus sie los, so daß sie im ganzen 23 Stiche erhielt, von denen jedoch glücklicherweise keiner tödlich war. Tie Frau war nach 5 wöchigem Krankenlager wieder hergestellt. In der heutigen Verhandlung bestritt der ^Angeklagte jede Tötnngs- absicht und behanvtetc, in Trunkenheit und Erregung infolge des widerspenstigen Verhaltens seiner Frau gehandelt zu haben. Tie Geschworenen bejahten die Frage des vorsätzlichen, nicht mit lieber- legnng ausgeiührten Tötnugsversuchs unter Zubilligung milbernder Umstände. Der Staatsanwalt beantragte darauf 2 Jahre Gefängnis. Das Gericht ging jedoch über das Strafmaß hinaus und verurteilte den AngeNagteu zu 3 Jahren Gefängnis, abzüglich 2 Monate für erlittene Untersuchungshaft. Als (träfe erschwerend nahm das Gericht die Brutalität des Angellagten an, mit der er der hilflosen Frau 23 Stiche beibrachte. Als strafmildernd wurde ।eilte mangelhafte Erziehung und die in der Ver- banblung an den Tag gelegte Reue angesehen. Tier Verurteilte nahm das Urteil an. Vermischtes. * Von der Bluttat in Bremen. Die vier Opfer der Bluttat in der Akarieuschule wurden nm Dienstag vormittag beerdigt. Der Lebrer M ö l l m a u n und -die beiden noch schwer verletzten Kinder befinden sich ans dem Wege der Beffernng. * Post und Reklame. Zu unserer in der 9?ummer vom 20. Juni ds. gebrachten Rotiz über die Abschaffung der von der Post versuchsmeise zugelasfenen Reklame in den Postanstalten schreibt nun die Herold-Plakat-Gesellschaft m. b. H. in Berlin, daß der mit ihr abgeschlossene Vertrag; über Reklame in den Postanstalten nach wie vor in Kraft bleibt. * Automobilunfall. Ms Wildbad wird gemeldet: In der 9!ähe der Kälbermühle ftthr das Automobil des Fabrikbesitzers Hildenbrandt aus Pforzl>eim gegen einen Baum. Der 18jährige Chauffeur Weigel wurde getötet. Der Beptzer erlitt eine schwere Bcinverletzung, die übrigen Insassen blieben unverletzt. * A u f der Adlerjagd verunglückt. Aus Innsbruck wird gemeldet: Am Pia Mott diu au der tirolisck>- schweiKerifchen Grenze ist der Münchener Privatier Edmund Thyssen, ein Angehöriger der bekannten Judustriellenfamilie, aus der Adlerjagd abgestürzt und tödlich verunglückt. Die Leiche ist geborgen worden. LingcsQnvt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 24. Juni. Dem Verschönerungs-Verein sei eine Musteranlage „Nord- Anlage zwischen Hausimmmer 29 und 31" zur gefl. Besichtigung wärmstens empfohlen. T. Klein-Linden, 23. Juni. Wirklich traurig ist es, daß für die Beigeordnetcnwahl noch nichts geschehen ist. Es müssen doch nicht immer Throne vererbt werden! In einem Dorfe ist es sicherlich am Platze, einen Bauersmann von echtem Schrot und Kvrn zu wählen, der Gewann, Flur, Landivirtschaft und Leute kennt, aufrecht geradeaus gehend, ein freier Mann ist. Also heraus auf den Plan, Und durch den Gießener Anzeiger und die Ortsschelle bekannt gemacht, wem wir unser Vertrauen schenken sollen. — Elle tut Not. vücherlisch. — Deutschlands Stolz, ein Marsch von Ehr. Huttenberger. Eine der neueren Kompvsitivnen des geborenen Gießeners Ehr. Hüttenberger ist der schneidige Marsch „Deutschlands Stolz", welcher eine weitere Vervollkommnung des Mnsllers bedeutet und durch sämtliche Musikalienhandlungen zu beziehen ist. Tas Titelblatt zeigt uns Kaiser Wilhelm mit feinen Söhnen auf dem Wege zur Paroleausgabe. Bei der Kaiserfeier in Bad Homburg wurde der Marsch unter großem Beifall von der Kurkapelle zum erstenmal gespielt. * • V o n der Post. Anfang Juli erscheint eine neue Nunnner des Postblatts, das eine Beilage zum Reichsanzeiger bildet, aber auch für sich bezogen werden kann. Im Poitblatt, das im Reichs-Postamt zusammengestellt wird, sind bie wichtigsten 23er- fendungsbedingimgen unb Tarife für Postsenbungen aller Art sowie für Telegramme enthalten: Aus die seit dem Erscheinen ber vorangegangenen Nummer (Anfang April) eiugetreteuen Blenderungen wirb in der neuen Nummer durch besonderen Truck (Schrägschrifl) biugemiesen. Das Postblatt kann auch neben anderen, umsangreicheren Hilfsmitteln für bett Verkehr mit der Post und Telegraphie (Postbücher, Post- und Telegraphennachrichten für das Publikum usw.) mit Vorteil benutzt iverden, tveil es diese dis ans die neueste Zeit ergänzt. Ter Bezugspreis des Postblattes getränt für das ganze Jahr 40 Psg., für die einzelne Numnier 10 Pfennig. Bestellungen werden von den Postanstalteu entgegengenonunen. Märkte. le. Frankfurt a. M. Schwei neinarktbericht vom 25. Juni. Aiifaetrieben waren 1452 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 55.00-57.00 Alk., Schlachtgewicht 70.00-73.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 55.00—57.00 Mk., Schlachtgewicht 70.00—73.00 Alk.; vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 55.00—57.00 Mk., Schlachtgewicht 70.00—73 Alk.; vollfleischigb Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 54.00-57.00 Mk., Schlachtgewicht 70—73.00 Mk. Geschäft mittel, bleibt Uebcrftano. fc. Frankfurt n. M., 23. Juni. (Oria.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Anitliche Rotieruugen der heutigen Frucht markt v rei ie. Weizen (hiesiger) 21.00—00.00, Kurhessischer Mk. 21.00—00,00, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Alk. 17.00 bis 17 ‘>5 Gerste (Wetterauer) Mk. 00.00—00.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00-00.00, Hafer Alk. 17.00—19.00, Mais Mk. 15.00 bi§ 15.25, Weizenmehl 0 Alk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Mk. 30.50—30.75, Weizenmehl III Alk. 27.25—27.50, Roggen- niehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0/1 Alk. 26.50—26.75, Roggenmehl I Alk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 10.60-11.80, Weizenschalen Alk. 11.00-11.15, Roggenkleie Alk. 11.25-11.50, Malzkeime Mk. 13.00—13^5, Biertreber 14.00—14.2^ Raps Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Fraukfnrt a. M., 23. Jrmi. (Orig.-Telegr. de? w®ieä. Anzeigers".) Karto ffel markt. Man notierte: Kartoffeln in 'Waggons Alk. 4.75—5.50, im Kleinhandel Mk. 6.00—6.50 für je 100 Kg. fe. Frankfurt a. M., 24. Juni. Heu- unb St rohmarkt. Auf dem heutigen Markte waren tueber Heu noch Stroh an- gefabren. ch. Nicder-Fngelheim, 21. Juni. Spargel- und Obstmarkt. Es kostete ber Zentner Svargcl 1. Sorte 25—40 Mk., 2. Sorte 10 Mk., Kirschen 25—50 Mk., Erbbeercn 35—45 Mk., Stachelbeeren 15—30 Alk., JobanniSbeercn 20—23 Alk. Verantwortlich für „Aus Stabt unb Land" i. V.: K. N e u r a t h. Lin überaus rvirksanres Mittel gegen veraltete Magettleiden itiib Verstopfung. Die raschen und sicheren Erfolge, welche mit Stomvxygm erzielt wurden, machten es weit unb breit zu einem beliebten Hausmittel. Stomoxygen ist ein vollkommen harmloses Sauerstoss-Präparat unb ist. in jeder Apotheke erhältlich. Man nimmt es am besten dreimal täglich, und zwar je 1 bis 2 Tabletten zwischen den Mahlzeiten. Die Erfolge bei Magenverstimmungen, Verstopfung und den vjelen Leiden, welche diese liebel nach sich ziehen, sind geradezu glänzend. Die Säure int Magen verschwindet, man hat kein Herzklopfen mehr. Die Schmerzen in dec Leber unb den Nieren, sowie im Rücken treten nicht mehr auf. Die Nerven werden gekräftigt. 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Zufcklagsfrist3Wvchen.lick"*/g Groüb. Eiscubabn- Bau-Ab tciluu g Friedber g. Versteigerunge Versteigerung. Donnerstag, d. 26. Juni, vorm. 1 lö Ubr, lasse ich die Nestbestände an Baumaterialien ausd.Uoltkurse desBangeichäftsH. Ucfrlcr beginnend Zlaiscr-Allcc 56 A unb aus bem Lagerplatz nm Mittelweg versteigern. ES kommen z.Bersteigerungu.a.: Sandsteine, Lungsteinplalt. Berblenber, lOalteFenster, 20 Sack Zement, mehr. Sack Srtiamotte. Kalk, Dielen- fanb,Pflaiterstetne,Schlack. unb Lalmsand, alte Mauersteine ufro. 4061 Tic Versteigerung sindct bestimmt statt. Der Konkursverwalter: Dr. Spohr, NechtSanroalt. Empfehlungen Kafffee in eigener Nösterei wöckeni lirf) frisch gebrannt, emvnehlt in hervorragend. Onalitäten ver Pfund Mk. 1.40, 1.50, 1.60, 1.70, 1.80 u. 2.—. Robert Stuhl Neustadt 21 23. ♦« I3C~ Rabatt-Markeu Zerbrochene Fenster ersetzt schnell unb billig Wilhelm Schmitt Glascrmeitter Kanzleiberg 7 Telephon 575. I*87 Zwangsverfteigernng. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung dcS Versteigerungvverttterkö aus den Namen des Wilhelm Pfeil in Gictzcn int Grundbuch eingetragen waren, sollen Samstag, den 9. August 1913, vorm. 9J v Uhr, durch daS unterzeichnete Gericht im Instizgebättde dahier, Zimmer Nr. 18, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der ZtvangS«- Vollstreckung. Der VersteigerungSvcrmerk ist am 11. Juni 1913 in daS Grundbuch eingetragen ivorden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung deS VcrsteigerungsvermerkS auv bem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im VersteigcrungS- termin vor der Aufforderung zur ?lbgabe von Geboten bei dem linterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zil machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung deS VersteigerungSerlöseb dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung ent- gegenstehcndeS Recht haben, werden ausgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Attshebung oder emstwcilige Einstellung deS Verfahrens herbei- zttführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- steigerungSerlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 14. Juni 1913. Großherzogliches Amtsgericht. (B,6/e Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen, Band 21 Blatt 948: Flur 3 Nr. 3 — 537 qm Hofreite am Gänsacker (Ost-Anlage Nr. 19) , Mk. 61350 Flur 3 Nr. 4 = 473 qm Grabgartcn daselbst „ 4 730 Mk. 66080 Vergebung von Wnfserleitiingsarbeiten. Die Schürsnngs- und Oucllsassnngsarbeiten für die Wasserversorgung der Gemeinde Göbelnrod sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbcitsbeschreibnngen und Bedingungen liegen während der Dienststnnden ans dem Amtszimmer des Unterzeichneten, RegierungS- gebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht offen. Schriftliche Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, sind bis zum Dienstag, Öen 1. Juli d. I., uorniitlass 18 Uhr, postfrei und mit entsprechender Aufschrtft versehen bei dem Unterzeichneten abzngeben. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. — Zuschlagsfrist: 2 Wochen. Gießen, den 24. Juni 1913. Der Großherzogliche Krcisbauinspektor. Hechler. Vergebung m JujinllutioMrbeiten. Für die Neubauten der Ohren- und der Hautklinik zu Gießen sollen ans Grund der Dtinisterial- erlasse vom 16. Juni 1893 und vom 24. Februar 1911 die Justallatiousarbeitcu für die Bc- und Entwäffcrung nnd die Gasleitungen im Innern der Gebäude unter den von der Stadl Gießen zur Ausführung derartiger Arbeiten zugclassenen Installateuren ausgeschrieben werden. Die Berdingungsnntcrlagen sind bei uns, Stephanstraßc Nr. 18, ciuzufehen und zum Selbstkostenpreis, soweit der Vorrat reicht, erhältlich. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verscklosfen zunt Eröffnungötermin HRsntoü, den 30. ö. Mts., oaruiiltags 11 Uhr, bei 'uns cinzureichen. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Gießen, den 24. Juni 1913. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Becker. p?/, n n 5465 Bwk -11 1 72 124 10 45 666 Die Berdingungsunterlagcn liegen auf Großh. Bürgermeisterei Lich offen, woselbst auch die Angebote verschloffen, mit entsprechender Aufschrift versehen, in Prozenten des Doranichlags und portofrei abzugeben sind. Die Eröffnung findet Montag, den 30. d. Mts., vorm. 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Lich statt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 2. Liefern von Steinzeugröhren 3. Liefern v. gußeis.Mnffenröhren 4. Liefern von 3 Schächten aus Zementbrunnenringen 5. Liefern von Mündungsstücken 6. Anfahren der Röhren 7. Graben u.Rohrverlegungsarbeit. 8. Instandsetzung der Wetter unterhalb der Bahnhofstraße Gießen, am 21. Juni 1913. Groffh. Äulturinspcktion Gieffen. H. S t e i n b a ch. Vergebung verschiedener Melioratious-^trbeiten. Für die Feldbercinigung Lich sollen nachstehende Lieferungen und Arbeiten vergeben werden: 1. Liefern von Drainröhren veranschl.zu 221 Mk. Damenbinden SKF $v,; .1 > W M >W; M ■ MA UM U -KG K- . M 5^..i M W - - vtfw1 ,'iä? löSM u. Blasenkranke finden durch Altbuchhors- terJiarksprudelNlark quelleraschErleichterungu. Hilfe. Die Nierenarbeit wird wohltuend erleichtert, Sand, Grles, Steine ausgelöst und fortnefpült, die Harnsäure gebunden und Schmerzen, Drücken, Brennen schnell behoben. Ponzablr.Prosesioren u. Aerzten glänzend begut- achtet. sZl.65u.WPs. i. d. Uni vcrfftätS-Apothcke z. gold. Engel, in den Drogerien E. Seibel, W. Zlilbinger, LI. Noll, D.Lchaasu.E.Noll l8l»/>I________________ '^E3E Eisschränke Speisenschränke Speisenglocken Eismaschinen empfiehlt 3586 J.B.Hsusep Neustadt 56. Tclepb. 660. Frau Johanna Koehler geh. Scherer im 71. Lebensjahre. 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Die Beerdigung findet statt Freitag, den 27. Juni, nachm. 3‘/2 Uhr in Steinbach. Es wird gebeten, von Blumenspenden abzusehen. 4160 Johns Bade-Wannen i Waschmaschinen Schornsteinaufsätze Futter - Dämpfer Vorrätig bei J. B. Häuser Neustadt 56 Rodheinier Str. 42 Telephon 660. 3I34 T odesu&nzeigei Statt besonderer Anzeige. Marienbader L Entfettungs-Salz. Glas 2.50 A d ler-Drogerie Qtto Scha a s I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Bersand nach auswärts. [4') den 25. Juni 1913. [4159 Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 26. Juni, nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Brauhausstrafie 19, aus. Heute morgen 6*/2 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden im 72. Lebensjahr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grofimutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Am Msabetha Gilbert geb. Römer. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie toilbcrt Familie Mandler. Heuchelheim, Nieder-Hächstadt im Taunus, Sommerfrische S8/s Frankenberg an der Eder. Motel zum Gossberg. 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Ausgeliehene Kapitalien a) gegen Obligationen 427 839.74 b) gegen Bürgschaft 99107.81 c) gegen Güterkaufgelder 55525.75 d) gegen Wertpapiere nach d. Kurse am 31. Dez. 12 8200.— 2. Mobilien 200.— 3. Kassenvorrat 7573.59 4. Ausstände: a)lt.Liq.Nr.1 11636.59 b) „ „ 2 10000.- 5. Vorlagen 352.42 620435.90 Passiva JfC Aufgenommene Kapitalien: Einlagen 608545.85 Stanimguthaben der Mitglieder 7236.— Reservefonds 1964.37 Reingewinn 2689.68 620435.90 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1911 157 Während 1912 gingen zu...... 2 159 Während 1912 schieden aus: 1. durch Ausschließung.....5 2. durch Tod........3 3. freiwillig und wegen Uebertragung 3 11 Daher Stand der Mitglieder Ende 1912 ” 148 Die Rechnung pro 1912 liegt vom 1. Juli 1913 an acht Tage lang auf dem Kassenbureau zur Einsichtnahme offen. 4145 Allendorf an der Lumda, am 24. Juni 1913. Spar- und Borschußvereiu Allendorf a. d. Lda., eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Wallenfels, Lotz, Rein, Direktor. Kontrolleur. Rechner. Zucker gem. 10 Pfd. M. 2.30 Viktoria-Kristallzucker 10 Pfund M. 2.40 Hutzucker 10Pfd.M.2.50 Weincssia Ltr. 30 Pfg. Eiumackesfig Ltr. 12 u. 18 Pfg. Eisig Essenz Fl. 40 Pfg. Gewürze zum Einmachen billigst. Kaffee - Abschlag von M. 2.00 auf M. 1.90 „ 1.90 „ „ 1.80 „ 1.80 „ „ 1.70 „ 1.70 „ „ 1.60 „ 1.60 „ „ 1.50 Himbeer-Sirup -Liter-Flasche M. 1.50 "/.-Liter-Flasche M. 1.20 Limctta Vi-Ltr.-Flasche M. 2.- Limetta Vr-Ltr.-Flasche M. 1.10 Neue Acgypter Kartoffeln 3 Pfund 29 Pfg. Matjes - Heringe Stück 10 Pfg. Bananen 3 Stck. 25Pfg. v^Zwctschcnmuö-«« 10-Pfd.-Eimer M. 2.50 5-Pfd.-Eimer M. 1.50 H. WM Seltersw. 12. 4,M Tel. 285. Möbel einzelne Stücke, sowie ganze Braut- und Wolmnngs- ansstattung.en unter kulanten Bedingungen. Auf Teilzahlung! Die Anzahlung ist gering und wird so bemessen. daß sich jeder leicht ein gemütliches Heim schaffen kann. DieRafenzahluns; bestimmt der Käufer selbst seinenVerhältnissen entsprechend. J. Jltmann Giessen, Bahnhofstr. 29 Größtes oberhess. 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