vierter Blatt M. U9 163. Zahrgang Gießener Anzeiger Erscheint täglich mti Ausnahme des Sonntag?. General-Anzeiger für Oberhessen Die „Gießener Zamllienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für -en Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Did „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 24. Mai W Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'jchen Univcrsitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:^^Z112. Tel.-AdruAnzeigerGießen» Die Aussichten im hessischen Zuftizdienft. Von einem hessischen Juri st en wird uns geschrieben: Wie bereits jüngst in der Presse erwähnt worden ist, macht sich bei uns in Hessen zurzeit ein auffallender Mangel an Gerichtsassessoren bemerkbar, der momentan einen solchen Grad erreicht hat, däß die Justizverwaltung nicht mehr in der Lage ist, die nötige Vertretung beurlaubter Beamten zu finden; ja sie ist sogar gezwungen, zu Amtsanwälten auch an größeren Posten junge, unerfahrene Referendare zu stellen. Auf den ersten Blick scheint diese Tatsache bei dem bestehenden Ueber- flust an Gerichtsassessorcn nicht recht erklärlich, und doch ist sie eine Erscheinung, die durch die Verhältnisse eine ganz selbstverständliche Erklärung findet. Der ungeheure Andrang zur juristischen Laufbahn, der in den letzten Jahren erfolgt ist und trotz aller Warnungen nicht zum Stillstand kommen konnte, hat die Anstellungsverhältnisse in der Justiz derart verschlechtert, daß vor dem 38. Lebensjahre kaum ein Assessor zur Anstellung kommen kann. Was Wunder, daß bei diesen trostlosen Verhältnissen unsere jungen Gerichtsassessorcn fluchtartig Hessen den Rücken gewendet haben, um sich anderweitig eine Existenz zu gründen? Aber noch ein weiterer Umstand, befördert diese Abtoanderung. Hatten doch die berechtigten und im Landtag wiederholt anerkannten Bestrebungen auf Verbesserung ihrer Lage bis jetzt noch keinen Erfolg! Auch die Besoldungsordnung kommt den Wünschen der Assessoren in keiner Weise entgegen. In keinem andern akademischen Beruf finden wir prozentual so viel Staatsdienstanwärter beschäftigt als hier, obnwhl doch in keinem andern Zweige staatlicher Tätigkeit die Versetzung des Dienstes durch angestellte, unabhängige Beamte so nötig ist, wie gerade in der Justiz. Immer und immer wieder wird deshalb auch von Mitgliedern der Zweiten Kammer die Forderung erhoben, die dauernd notwendigen Stellen in dekretmäßige umzuwandeln. Trotzdem auch die Regierung diese Wünsche schon wiederholt als berechtigt anerkannt hat, sind die Verhältnisse bis heute noch die gleichen geblieben. Nach wie vor werden zahlreiche Richter- und Rechtsanwaltsstellen, von denen zweifellos feststeht, daß sie nicht zu entbehren sind, durch Assessoren versehen. Ja, sämtliche 18 Staatsanwaltsstcllen des Landes iver- den seit nahezu 40 Jahren als dauernd notwendig im Budget alljährlich angefordert, ohne daß man je daran gedacht hat, diese Stellen, wie in Preußen, in Stellen fest angestellter Beamten umzuwandeln. In keinem Ressort werden überhaupt im Budget Assessoren (also ,,Staatsdienstanw«rter"'> etatsmäßig angefordert. Vielleicht bietet die starke Abwanderung aus der Justiz, vielleicht auch die auf Anregung der Zweiten Kammer zu erwartende Anstellung zahlreicher Gerichtsschreibergehilfen nach dem Grundsatz „Gleiches Recht für Alle" Veranlassung, auch die.Anstellungs- Verhältnisse der Gerichtsassessoren zu verbessern. Bei der Besoldungsordnung, die, wie schon ausgeführt, den Wünschen der Assessoren in durchaus unzureichender Weise entgegenkommt, könnte doch mindestens für die Staatsdienstanwärter ein angemessener W o hnungsgeldzu schuß gewährt werden, |ime das z. B. in Sachsen der Fall ist. Nichts ist zu lesen in der Besoldungsordnung von einer gerechten Anrechnung der Vordienftzeit.- man kennt bis jetzt nur eine Anrechnung der Vordienstzeit vom 34. Lebensjahre an und zwar höchstens mit T Jahren. Unsere jungen und jüngsten Juristen wird es bei diesen Aussichten gewiß nicht besonders reizen, in den Justizdienst cin- ^utreten. Die Erwartung, daß in Zukunft die Aussichten gün= ftmer werden, ist durch nichts gerechtfertigt, das Gegenteil wird wohl der Fall sein. Gewiß, die V e r w e n d u n gs Verhältnisse sind zurzeit günstig, aber auch nur vorübergehend. Zahlreiche Assessoren können jetzt alsbald nach dem Staatsexamen verwendet werden. Keinesfalls aber werden die Anstellungs- verhältnisse hierdurch berührt und sie allein können doch nur für die Wahl des Berufs maßgebend fein. In den letzten Jahren ist Unser Jnristenstand xascher als sonst verjüngt worden, und für die nächsten Jahre wird dies durch die in Aussicht stehende Besoldungsordnung noch weiter zu erwarten sein. Dann aber wird wieder -ein folgenschwerer Stillstand eintreten, und dabei warten etwa,130 Gerichtsassessoren auf ihre Anstellung. Auch die jungen Assessoren, die jetzt und in den nächsten Jahren das Staatsexamen bestehen, müssen mit einer Verwendungszeit von 12 bis 15 Jahren rechnen, wenn man sich nicht dazu entschließt, die Anstellungs- cmssichten durch Umwandlung von Richter-, Staatsanwalts- und Anwaltsstellen in dekretmäßige Stellen zu verbessern. Unsere jungen Assessoren, die jetzt nach bestandenem Examen vor die Frage gestellt sind, welchen Weg sie einschlagen sollen, können deshalb nicht dringlich genug vor dem Eintritt in den Justizdienst gewarnt werden. Wer sich jetzt durch vorübergehend günstige Verwendungsaussichten blenden läßt, wird es später schwer zu büßen haben. Das deutsch-englische verständigungskomitee hielt am 19. und 20. Mai in Berlin unter dem Vorsitze des 1. Vizepräsidenten ,Ed. de Neufville seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Für den verstorbenen Präsidenten, Botschafter' a. D. von Holleben wurde Graf Leyden, Kaiserlicher Gesandter a. D., zum Vorsitzenden gewählt; an Stelle des 2. Vizepräsidenten, Meichstagsabgeordneten Karl Schrader, der kürzlich gestorben ist, trat Prinz Hein- ri^l) von Schönaich-Ca rolath in den Vorstand ein, der ferner durch die Zuwahl des Abgeordneten Eickhaff, Vorsitzenden der deutschen Gruppe der interparlamentarischen Union, verstärkt wurde. Ein ausführlicher kritischer Bericht über die im Oktober v. JZ. in London abgehaltene Verständigungskonferenz, herausgegeben von Prof. Sie-- per, ist inzwischen im Buchhandel erschienen und soll den Behörden und anderen geeigneten Stellen zugeleitet werden. Die Verbindung des-Deutsch-Englischen Verständigungs- Komitees mit dem Kirchlichen Komitee zur Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen Großbritannien und! Deutschland, der deutschen Friedensgesellschaft und dem Verbände für internationale Verständigung, die gelegentlich der Londoner Konferenz festgestellt ivurde, soll, wenn auch in loser Form, weiter aufrecht erhalten werden, um bei geeigneten Anlässen eine gemeinsame Arbeit der genannten Verbände schnell und wirkungsvoll zu ermöglichen. Die Zentralstelle ruht in den Händen des Oberbürgermeisters Lüb ke, Bad Homburg b. d. H. Das Komitee beschloß ferner, durch wertere Ausgestaltung seines Berbandsorgans „Nachrichten des Deutsch- Englischen Verständigungs-Komitees" sowie durch Vorträge und literarische Unternehmungen das so hoffnungsvoll fortschreitende Werk der Verständigung fördern und mit allen Mitteln der Aufklärung zu Ende führen zu helfen. Univerfttäts-NacL^ichten. - Die im Allgemeinen Deutschen Aurschenb-unde vereinigten Burschenschaften an deutschen Hochschulen hielten in Frankenhausen am Kyffhäuser ihre 30. Verbandstagung ab. Neu ausgenommen wurden die Burschenschaften Askauia - München und Teutonia -- Frankfurt. Der A. D. B. besteht nunmehr aus 29 Burschenschaften an 15 Universitäten, 6 Technischen Hochschulen und 1 Akademie mit zusammen 1800 Mitgliedern. Sehr emgehend wurde das Verhältnis zu österreichischen Burschenschaften besprochen und dabei festgelegt, daß nähere Beziehungen zu solchen erst dann möglich werden, wenn sie sich völlig auf den Boden der Satzungen des reichsdeutschen A. D. B. stellen. Der Frankenbura- bauverein des Bundes, der den weiteren Ausbau der dem A. DB. überlassenen Frankenburg oberhalb Frankenhausens bezweckt, hielt zugleich seine erste Generalversammlung ab. Voraussichtlich wird 1914 mit dem inneren Ausbau der Burg begonnen. Gelegentlich seines 30jährigen Jubiläums hat der Bund ein gut ausgestaltetes „Handbuch" herausgegeben. Neben den Verhandlungen wurden große öffentliche Feiern am Kyffhäuser - Denkmal und an der Frankenburg abgehalten. — In der Pfingstwoche fand in Arnstadt der elfte Verbands- tag des Arnstadter Verbandes mathematischer und naturwissenschaftlicher Vereine au Deutschen Hochschulen statt. Der Verband zählt jetzt, nachdem er den Mathematisch ° Naturwissenschaftlichen Studenten-Vereiu zu Frankfurt a. Main aufgenommen hat, 19 Vereine, von denen aus hiesiger Gegend der'Alathematisch-Naturwissenschaftliche Studenten- Verein an der Universität Frankfurt, und der Mathematisch-Natur' wissenschaftliche Verem an der Universität Gießen besonders zu nennen sind. Wenn auch ernste Arbeit die Vertreter nach Arnstadt rief, ließ man doch die Geselligkeit zu ihrem Rechte fommen und verlebte im Kreise der Arnstädler Bürger und Bürgerinnen recht lrohe Stunden. - 6ine Konferenz über studentisches Wohnungs- ivesen findet am 24. Mai in München statt. Die Vorbereitling ber Konferenz liegt in den Händen eines Komitees, dem neben den Rektoren der drei Münchener Hochschulen Vertreter der bayerischen Staatsregierung, der Stadtgemeinde München, des Bayerischen LandeswohuungsvereinS, zahlreiche Hochschlillehrer, soivie Delegierte studentischer Korporationen aller Richtungen angehören. Gcrechtstzaal«» Die Leiden einer russischen Opernsängerin. Berlin, 22. Mai. Trübe Erfahrungen mußte eine russische Opernsängerin, die sich zu Zivecken einer Operation in Berlin out- hält, in einem Pensionat in der Augsburger Straße machen. Die Künstlerin, ein Fräulein B., war mit ihrer Mutter nach Berlin gekommen, um sich von Geheimrat Bier behandeln zu lassen. Cie war in Baku das Opser eines Vltriolatleutales geworden, mobei die eine Gesichtshälite vollständig zerstört wurde. Ein Kunslmäeeu hatte sich der Künstlerin angenommen und bestritt die Kosten der langwierigen Operation und des Auieuthaltes. Die Opernsängerin wohnte fast ein volles Jahr in einer Pension in der Augsburger Straße. Ta sich im Laufe der Zeit viele Unzuträglichkeiten bemerkbar machten, beschlossen die Künstlerin und ihre lUutter, wie eine Zeugin unter Eide bestätigt hat, das Pensionat zu verlassen. Die Opernsängerin halte erfahren, daß die Portierfrau des Hauses auch eine Russin sei und zog sie daher ins Vertrauen. Die Portierfrau war bereit, der Künstlerin zu Helsen, und besorgte den beiden Damen eine neue Wohnung in der Milmersdorfer Straße. In dem Pensionat in der Augsburger Straße waren noch etwa fünfhundert Mark zu zahlen, da der betreffende Kunstiuäcen das Geld nicht in regelmäßigen Zeitabschnitten schickte, sondern in Beträgen von tausend und zweitausend Mark. Der Pensionsinhaber ging gegen die beiden Damen vor, und es gelang ihm auch, einen Arrest zu erwirken. Da die Zwangsvollstreckung nicht zu einem vollen Erfolg führte, erwirkte der Pensionsmhaber einen Sicherheitsarrest, indem er erklärte, daß ohne eine Verhaftung der beiden Damen eine Vollstreckung an deren Vermögen nicht möglich sei. Hierauf wurden die Operscingeriu mit ihrer Mutter auch tatsächlich verhaftet und in das Charlottenburger Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Der Rechtsanwalt Oskar Neumann, dem die Angelegenheit unterbreitet wurde bebrütete darauf alle nötigen Schritte vor, um die Haftentlassung der beiden Damen herbeizuiühren. Tas Amtsgericht Charlottenburg, das den Arrest erlassen hatte, bestätigte den Arrest trotz des Widerspruchs, und auch die Berufung am Landgericht III zu Charlottenburg wurde zurückgewiesen. Daraufhin verlangte der Rechtsanwalt im Wege der Klage am Landgericht III Aushebung des Arrestes und erreichte, daß der Arrest von einer anderen Kammer sofort aufgehoben wurde. Nach dreieinhalbmonatiger Haft wurde die Opernsängerin mit ihrer Mutter wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Pensionsinhaber gab sich aber nicht zufrieden und erstattete alle möglichen Strafanzeigen gegen die beiden Damen. Eine dieser Anzeigen wurde gestern in Charlottenburg verhandelt. Der Pensiönsinhaber behauptete, daß die Künstlerin und ihre Mutter das Pfandrecht der Vermieter schädigen wollte», als sie bei Nacht und Nebel flüchteten. Wie sich bei der Verhandlung herausstellte, sind die Damen aber nicht nachts, sondern vormittags gegen 11 Uhr fortgegangen. Außerdem war der Pensionsinhaber sofort verständigt worden, wohin die Damen verzogen waren. Aus all diesen Gründen erkannte das Gericht auf Freisprechung der angeklagten Künstlerin und ihrer Mutter. Vermischter. * Ehetragödie auf dem Semmering. Im Süd- bahnhotel auf dem Semmering hat der 30 jährige Albanier Del- vina Mitha Bei seine Frau und sich erschossen. Er kam am Dienstag abenb auf dem Semmering an, wo er von feiner Gattin und ihrer Schwester erwartet wurde. Beide Damen wohnten seit drei Wochen auf dem Semmering. Delvina Mitha Bei begab sich mit seiner Frau und ihrer Schwester ins Südbahnhotel, mo sich die Gesellschaft auf ein Zimmer zurückzog. Hier kam es zwischen den Ehegatten int Beisein der Schwester zu Auseinandersetzungen. Was dabei gesprochen wurde, ist nicht bekannt. Zum Richard-wagner-Tag. (22. Mai.) Eine besondere Ehrung Richard Wagners hat Mainz, die alte Musikstadt, unternommen. Im Foyer des Theaters wurde, wie wir gestern schon mitteilten, eine Büste des Tondichters enthüllt, und außerdem hat die Leitung des Theaters mit .Aufwendung bedeutender Mittel einen Iubiläums-Zyklus veranstaltet, der mit dem Lohengrin eröffnet wurde. Eingeleitet wurde die Aufführung durch folgenden Prolog? (Morgen bämnterung!) Einleitung: 4 Herolde; Fanfaren! - sodann: Ein fahrender Sänger. Laßt der Fanfaren lauten Jubel schweigen! — Laßt Herz und Sinn in Dankbarkeit sich neigen, Daß einst durch des Geschickes heilige Gunst Ein Genius erstand der deutschen Kun st. Ein Genius! — Es war vor hundert Jahren, Als Freiheitssehnen unser Volk durchglühte, Ms ihm erwuchs in Not und Kriegsgefahren Des deutschen Völkerfrühlings stolze Blüte. — Im Lenzsturm war's, als gegen des Titanen Verhaßte Faust sich Preußens Aar erhob, Ein einig Volk sich scharte nm die Fahnen, Vor deren Siegeszug des Korsen Glück zerstob. In jener großen Zeit ward uns geboren, Zum Liebling von den Musen auserkoren. Ein Held und Führer in dem Kampf der Geister Und in dem Reich der. Kunst der Töne Meister. Der Genius, desf heilige Kunst entzündet In Menschenherzen lichte Himmelsglut, Der Ewiges in hehren Tönen kündet. Zum Lichte ruft, was noch verborgen ruht, Zu hellem Glanz. — Ihr kennet seinen Schem, Der in die Tiefen unserer Brust entsendet Den Strahl des Göttlichen; — und fast geblendet Neigt sich in Ehrfurcht unser ganzes Sein. — Er schuf uns Großes! Mit Titanenwillen, Des deutschen Wesens Sehnsucht zu erfüllen, Schwang sich fein Geist, der nirgends Ruhe fand. Aus dieseni Tal der Unvollkommenheiten, So wie die Adler ihren Fittich breiten, Empor, empor zu der Verheißung Land. — Er schuf uns Großes! — Groß war auch sein Leben. Von Feinden und Spöttern rings umgeben, Blieb ihm erspart kui Leid .leine 3iot; Doch mochten rings des Neides Pfeile schwirren, In feiner Kunst ließ er sich nicht beirren; Er blieb sich treu, treu selbst bis in den Tod. Er schritt dahin, — und unter seinen Füßen, Da sproßt und blüht es wie von tausend Lenzen, Waldvöglein fingen und die Quellen fließen- ■ Und Freya schmückt sich mit des Frühlings Kränzen. Die Welle wogt, und in des Rheines Tiefen Da wiegen sich die schwebenden Gestalten, Der Hort erglänzt, nm den die Wasser schliefen. Und rings erwachen finstere Gewalten. — Die Wunder der Natur durch Töne zu beleben, War ihm, wie keinem Anderen gegeben. — Sein Zauberwort läßt uns der Heimat Sagen Aus ferner grauer Vorzeit neu erblüh'n. Aus stolzer Ritter rätselvollen Tagen .Seh'n wir des Grales Heiligtum crglübn.. Er kündet uns mit seinen Engelstönen Erfüllung jedem ungestillteii Sehnen Nach der Erkenntnis fernem Sonnenland. So wurden ihm des Grales hehre Klänge Erlösungsboten himmlischer Gesänge, Der höchsten Treue unzerreißbar Band. — So ward er uns, ein Dichter und ein Denker, Der Sänger deutscher Treue bis zum Tod, Des deutschen Wesens zielbewusster Lenker, Der Künder von.des Deutschtums Morgenrot! Doch wollt ihr heut' den großen Meister ehren. Tut's nicht mit Worten, nicht mit Lob allein; In Andacht sollt ihr seine Werke hören. Mit ganzer Seele müßt ihr bei ihm fein! — So führet uns auf rauschendem Gefieder, Ihr goldnen Töne, auf zu lichten Höh'n Und senket dort die bunten Schwingen nieder. Wo fern im Glanz der Helden Burgen steh'n; — Schon leuchtet's auf im ersten Morgenstrahl; — Empor zum Tempel! Zn dem heiligen Gral! H. Walter. Vorspiel zu „Lohengrin"^ * Berlin, 22. Mai. Einen eindrucksvollen Gedächtnisakt zu Richard Wagners 100. Geburtstag veranstaltete heute abend die Stadt Berlin in der Halle des Stadthauses. Auf Siegfrieds Trauergeleit aus der Götterdämmerung folgte Wildenbruchs Epilog auf Richard Wagners Tod, gesprochen von Hoffchanspieler Krauß- neck. Darnach mürben die Vorspiele zu Parsifal, den Meistersingern, Lohengrin und Tannhäuser durch das Philharuwnische Orchester unter Camillo Hildebrand aufgeführt. Professor Richard Sternfelds hielt die Gedächtnisrede. Berlin, 22. Mai. Tie auf Befehl des Kaisers veranstaltete Feier des 100. Geburtstages Richard Wagners begann heute mittag 12 Uhr mit einem Festakt im Schau, pielhause für ein geladenes Publikum. Ter Festakt wurde mit dem a-cap.'lla- Chor aus dem Liebesmahl der Mwstel eröffnet; das Siegfried- Idyll wurde von der königlichen Kapelle glänzend vorgetragen und gab den musikalischen Grundton zu der Festrede des Geheimen Negierungsrates Professor Dr. Burda ch , der Richard Wagner, den Sprößling des Heldenjahres 1813, als einen Helden in seinen Taten, Kämpfen und Leiden und als Erneuerer deutscher Kunst feierte. Die Feier schloß mit dem Lateran-Chor aus Rtenzi, welcher vom Domchor vorgetragen wurde. Hanau, 23. Mai. Anläßlich des 100. Geburtstages Richard Wagners fand gestern im hiesigen Stadttheater eine Festvorstel-- lung des „Lohengrin" statt. Lohengrin und Else wurden von dem Frankfurter Ehepaar Gentner-Fischer mit großem Erfolg bar- gestellt. Der Chor bestand aus 70 Personen, das Orchester verfügte, über etwa 45 Mann. Tie musikalische Leitung hatte Dr. Lldolf Stübing, die Regie führte Direktor Adalbert Staffter, der für eine schöne Inszenierung gesorgt hatte. Tie Aufführung ging unter lebhaften Beifall des vollbesetzten Hauses vonstatten und soll mehrere Wiederholllngen finden. Wien, 22. Mai. Heute fand im großen Festsaal der Wiener Universität unter Mitwirkung von 250 Sängern und Sängerinnen eine Wagnerfeier statt. Rektor Dr. Weichselbauin hielt eine Ansprache, woraus das Vorspiel zu Tannhäuser vorgetragen wurde. Die Festrede hielt der Dekan der Philosophischen Fakultät über „Wagner als nationaler Dramatiker". Ten Abschluß bildeten musikalische Darbietungen. ♦ — Parsifal in Paris. Aus Paris wird berichtet: Im Januar des fommenben Jahres, wenn das Werk Richard Wagners frei wird, werden die Pariser, wie jetzt seststeht, in drei Theatern zu gleicher Zeit Gelegenheit haben, den Parsifal zu hören. In der Großen Oper werden die Herreii Massager und Broussan den Parsifal ausführeii. Tann gibt Gabriel Astruo in fernem neuen Theater an den Chainps Elysees den Parsifal und zwar in deutscher Sprache unb mit deutschen Kräften; die erste Ausführung findet ebenso wie in ber Großen Oper in ber ersten Hälfte des Januar statt. Aber damit noch nicht genug, hat letzt auch Albert Carrö beschlossen, den Parsifal in der Salle Favart aufznführen, er hat sogar die Rollen schon besetzt, den Parsifal wird Ronsseliöre und die Knndrv die Litvinne singen. Die einzigen in Betracht kommenden Pariser Oper Impresarios^ die bis jetzt den Parsifal noch nicht ausführen, sind die Brüder Jstrla vom Gaitö-Lyrigne und Lagvande vom Trianon; aber, wir sind ja auch erst im Mai . . . Plötzlich hörte man im Korridor des Hotels zwei Schüsse fallen. Im selben Augenblick lief die Schwester aus dem Zimmer. Als Hotelbedienstete hinzueilten, lagen der Bei und seine Frau tot auf dem Boden. Die Schwester der Toten erzählte, das- ihr Schwager seine Fran und sich erschossen habe. Aerztlichc Hilfe Tarn für beide zu spät. Der Bei hat mit der festen Absicht, seine Fran und sich zu tüten, die Reise auf den Semmering angetreten, denn man sand bei ihm sein Testament, in dem er die Tat an- kundigt. lieber das Motiv der Tragödie sind die Freunde Tcl- vinas int Unklaren. Sie nehmen an, dak er den Mord im Irrsinn verübt hat, da sie ihn als Neurastheniker kennen. Dkl- nina Mitha Bei ist der Sohn des Mbaniersuhrers Salis Bei Dclvina, der Gouverneur von Kalimnost war. Die erschossene Fran ist die Tochter Ismail Paschas, eines Anhänger Abdul Hamids, der während der jnngtürkischcn Revolution den Tod fand Delvina Mitha war bis zum Ausbruch des Tripolislrieges türkischer Bezirksrichter in Tripolis. Er geriet in italienische Gefangenschaft, wo er schwer erkrankte. Nach seiner Freilassung fuhr er nach Wien, um einen Arzt zu konsultieren. * Sturm auf d i e Genossen schaftsbank in Weißensec. Aus Berlin wird gemeldet: In Weißcn- f r e war das Gerücht verbreitet, baft sich die dortige Genossenschaftsbank in Zahlungsschwierigkeiten befinde. Die Folge war ein Sturm auf die beiden Geschäftsstellen. In den beiden letzten Tagen wurden rnnd 3 00 000 Mark zurückgezahlt; heute wurden jedem Kunden nur bis 200 Mark zurückgezahlt. Die Banlleitung ist bemüht, die Verbreiter des Gerüchtes zu ci> Mitteln. * A u t o m o bi l a n s ch l a g. Aus Differdingen wird gemeldet: Ter Führer eines Automobils bemerkte in der Dunkelheit plötzlich das kurze Aufleuchten eines elektrischen Lichtes am Straßcnrande und sah gleich darauf ein Drahtseil, das quer über die Strotze gespannt war. Tas Automobil rannte gegen den Draht, der krachend entzwei sprang. Die Insassen sahen gleich darauf nochmals ein elektrisches Licht im Walde aufblitzen. Die Polizei ist dem Täter auf der Spur. Frattett-Ruudschau. fürstliche Brautausstattungen in alter Zeit. Hei jeder Hochzeit ist der Trousseau der Braut der Gegenstand, an dem die Frauen besonderes Interesse nef/men, und so spricht man denn auch bei der heute statt finden den Ver- mählnng unserer Kaisertochter mit dem Sohn des Herzogs von Cumberland viel von ihrer Brautausstattung, wenngleich bisher nur wenige Einzelheiten darüber bekannt geworden sind nnb eine Ausstellung des Trousseaus nicht stattfindet. In früheren Zeiten stand bi'" Aussteuer noch viel mehr als heute im Mittelpunkte des Hochzeitssestes, denn von ihrem Prunk und Glanz siel ein Schimmer auf die Braut selbst; man zeigte bei fürstlichen Heiraten bent staunenden Volk gern bie Pracht des Schmuckes und der Einrichtung, und schon in mittelalterlichen Chroniken ist oft von diesem Hochzeitsluxus die Rede. Welche fast sinnlose Verschwendung in ben Zeiten der Renaissance in dieser Hinsicht herrschte, bcioeist die Aussteuer, die die Nichte des Herzogs Ludovieo von Mailand, Bianca Maria Sforze, bei ihrer Vermählung mit dem Kaiser Maximilian erhielt. Die Kosten dieser Ausstattung wurden auf 50 000 Dukaten geschätzt; sie bestand nicht nur aus kostbarsten Kleidern und zahllosen Juwelen, sondern auch aus herrlichem Gold- und Silbergerät, Teppichen und Spiegeln und Schätzen an feinstem Linnenzeug, auf welchem Wappen und Embleme in lunstvollsten, Stickereien iauSgeführt waren. Die Inventare dieses Schatzes, die sich noch int Mailänder Staatsarchiv und im Archiv von Cremona erhalten haben, veranschaulichen den raffinierten Luxus, der fyier «angewendet war. Sv hören wir, das; ein Gewand aus Goldbrokat mit einem in Sil'berrelief eingestickten Traubenmuster allein viele Tausende Dukaten versclstang. Kaiser Maximilian, der stets in Geldverlegenheiten befindlick>e „letzte Ritter", erhielt denn auch gewaltige Summen, als er einige Jahre später die Gewänder und Juwelen, ja selbst die löstbare Wäi'ci)ie seiner Gemahlin verpfändete. Aufwendungen, wie sic zu dieser Heirat gemacht wurden, sind zu allen Zeiten selten gewesen. Auch noch im 18. Jahrhundert war die Ausstattung, wie sic durchschnittlich einer reichen Braut mik- gegeben wurde, reckst beträchtlich. Wir besitzen aus deut Jahre 1780 bie Aufstellung eines Trousseaus, wie er in vornehmen Kreisen für nötig gehalten wurde. Er umfaßt 72 Henrden, 72 Taschentücher aus holländischem Leinen und 48 Batisttaschcntücher, 72 Paar Schuhe, 24 Unterröcke, 72 Bettlaken und 48 Handtücljer -um Waschen der Arme. Das Ivar an Wäsche gewiß mehr. als die mailändische Priu-efstn fast 300 Jahre früher erhalten hatte, denn in der Körperpflege und Hygiene war man damals schon viel weiter gekommen. Die Kosten eines Trousseaus, wie ihn vornehme Damen in Frankreich um 1780 erhielten, beliefen sich auf 20000 —50 000 Franken. Als t ein gutes Beispiel für das, was die fürstlich': Brautausstattung einer deutschen Prinzessin im 18. Jahrhundert umfaßte, kann das Inventar gelten, das uns von der Aussteuer der Nichte Friedrichs des Großen, Friederike von Baureuth, erhalten ist, die im Jahre 1748 den Herzog Karl Eugen von Württemberg heiratete. Sie bekam mit: „Ein zu 5"n verzinsliches Kapital von .'30 000 fL, bei der Bayreuther Landschaft; viele Juwelen, Brillanten, sonstige Edelsteine, Perlen, so einen großen gestreckten Brillanten in Schnürlasten, 2 dito egale Brillanten in Schnürlasten, eine goldene Repetieruhr von schwarzem Agat mit 162 Brillanten samt einer dazu gehörigen, mit 550 Brillanten besetzten Equipage, eine goldene Minutenuhr mit einer tombalenen Kette und einem in Gold gefaßten Cachet von rotem Stein, eine Reihe Sabotieren, Ringe; Gold- und Silbergeschirr, darunter zwei ganz goldene Bestecke, das eine von 136 Kronen Gewicbt, Geschenk der Königin-Mutter von Preußen, das andere von 139' „ Kronen Gewicht, desgleichen des Herzogs, ein silbernes vergoldetes Besteck, 1 silberne vergoldete Toilette, eine silberne Toilette, wofür der Herzog eine ganz vergoldete schenkte, 2 große Spiegel in silbernen Rahmen, für 1200 fl. erkauft; Weißzeug und Bettwerk'; reiche und andere Kleider, als 5 reiche Roben, 6 Andrienne, ein Braut-Sckklumpcrrock; Spitzen und Galanterien, so 4 Robegarnituren, 4 Audricunegarniluren, zwei garnierte Negligäs mit Brabanterspitzen, 2 Toiletten von Brüsseler Kanten, 2 Andriennegamituren von Blondine; Bücher: an Wagen: 1 Rciseivagen von blauem Plüsch mit goldenen Tressen." * — Frauen i m französischen S t a a t s d i e it ft. Auch in Frankreich machen die Frauen den Männern int Staatsdienst empfindliche Konkurrenz. > Während im Jahre 1871 nur 10 000 Frauen int Postdienft tätig waren, haben nach der jüngsten Statistik schon über 150 000 Stellungen in öffentlichen Aemtern. Im Ministerium des Unterrichts zählt man 10 000 angeftellte Frauen, im Ministerium der öffentlichen Arbeiten 25 000, im Finanzministerium 15 000, im Landwirtschaftsministerium 16 000; sogar das Kricgsministeritim hat 4000 Frauen angestellt, während das Justizministerium sich bisher ihnen gegenüber am zurückhaltendsten benimmt, da nur 210 Frauen zugelassen sind. Tie andern Tausende von Frauen sind in weniger hochgestellten Bureaus beschäftigt. Ff. Das London e r Teemädel. Das adrette, flinke, stets appetitlich ausschauende Londoner Teemädel ist eine der au- sprcchtnbstcn Erscheinungen für den fremdländischen Besucher der englischen Weltstadt. Und wenn er gar hört, daß die Teemädel auf dem Heiratsmarkte sehr gut gehen, daß sogar der englische Adel manchinal seine Brautwahl unter den Teemädeln trifft, so erscheinen sie ihm als beneidenswerte Geschöpfe. Aber hinter den Kulissen sicht es ganz anders aus. Man kann von einem regelrechten sozialen Elend unter den Londoner Tecmädeln sprechen. Sic stehen im festen Wochengehalt, das bei einer der größten Firmen sage und schreibe — 7,50 Mark beträgt. Von diesen 7,50 Mark behält der Arbeitgeber noch 1,50 Mark als Abzüge ein. Bisweilen hat das Teemädel noch Prozente von dem, was sie entnimmt. Diese erreichen mitunter die fürstliche Höhe von 3—4 Mark wöchentlich. Für „Bruch" tverben die Teemädel durchweg verantwortlich gemacht, und die Abzüge für zerbrochene Gegenstände belaufen sich auch immer aus 25—50 Pfg. im Durchschnitt. Bei alle dem haben die Teemädel in der Woche 55—60 Stunden zu arbeiten. Angesichts dieser schlechten sozialen Lage ist es höchst erfreulich, daß hier Reformen angeregt worden sind. Die Forderungen laufen daraus hinaus, daß den Teemädcln ein Wochengehalt von wenigstens 15 Mark zugebilligt wird und die Arbeitsstunden auf 55 in der Woche beschränkt werden. Man sollte meinen, daß diese Forderungen erfüllt werden, umsomehr, als die Aktien der Londoner Teestuben bis zu 40 Prozent Dividende einbringen. K.f. Frau Bullock-Wvrkman über ihre jüngsten Bergbesteigungen im Himalaja. Frau Bullock-Work man, der die Wisseuscliaft schon so manche Erforschung unbekannter Gebiete verdankt, und die erst jüngst ihre ruhmvolle Mpinisten- laufbalyn durch die Besteigung einer Reihe von Gipfeln des Himalajagebirges gekrönt hat, hat vor einigen Tagen auf der Durchreise in Bologna einem Mitarbeiter der „La Sera" über diese neuen Bergbesteigungen interessante Mitteilungen gemacht. Mehr denn achthundert Quadratkilometer hat Frau Bullock-Worlman erschlossen und zaUreiche eisbedcckle Gipfel in diesem Gebiet befliegen. Der höcUte Punkt deS Gletschers Siachen ist ebenfalls bekriegen worden, und die beiden iSnbgipfd des itcMtrf orteten Glelsckxwgebietes sind auf die Namen des englitecn Königspaares getauft worden. Unter der Kälte hatte die Expedition außer ordentlich zu leiden. Das Thermometer zeigte durchschnittlich 25 bis 26 Grad unter Null. Die Kälte erforderte denn and- ein Todesopfer in der Expedition. Ein Mitglied stürzte in eine Gletscherspalte. Es konnte nur erfroren wieder heraus- gezogen werden. Im April 1912 war die Expedition von Bombay aufgebrochen und das urfbrünglid)c Ziel der Reise war die Erforschung eines bisher nodj jungfräulichen Landes von 900 Quadrat - meilcn Flache, das einen .Gletscher von 47 Meilen Länge und 3—4 Meilen Breite, der wohl nach den Polargcfilden als bie größte Äsfläche der Welt angesprochen werden kann, in sich schließt. Fünf Wochen hindurch weilte man stets in einer Höhe von 5000—7000 Metern. Daß die Lebensgefahr bei der Unmenge von Gletscherspalten und Lawinen nicht selten sehr groß war, versteht sich von selbst. So wäre Frau Buttock Workmann bei den oben erwähnten Rettungsversuche beinahe selbst abgestürzt. Ein andermal drohte eine ricsenhafle Lawine bie nur wenig" Meter vor ihnen niederging, sic zu versäKtten. Ein außerordentlich gutes Zeugnis stellte die Forscherin den eingeborenen Mitgliedern der Expedition aus, von deren zäher Ausdauer sie sehr begeistert war. . . . ■ I Die Kmber zahnen leicht. Mit Besorgnis sieht manche Mutter der Zahnzeit ihres Lieblings entgegen, besonders wenn feinem Körper die rechte Widerstandsfähigkeit fehlt. Diese zu heben, gibt es, wie Tausende von Müttern bestätigen, nichts Besseres als Scotts Emulsion. Ihr Gebrauch läßt oft schon in verhältnismäßig kurzer Zeit eine Wendung zum Besseren eintreten, das Kleine wird frischer und fonunt dann sozusagen ohne jegliche Störung über bie Zahnzeit hinweg. Oft lieben die Kinder Scotts Emulsion so sehr, daß sie die Scottflasche mit Jubel begrüßen, was eine Kur mit diesem prächtigen Kinder-Kräftigungsmittel für Mutter und Kind zur Freude macht. O/t Da Scotts Emulsion ausschließlich aus den reinsten und besten Rohstoffen hergestellt wird, in ihrer Wirkung durchaus zuverlässig ist, so ist ihr Weltruf: die beste Lebertran-Emulsion zu sein, schon lange festgegründet. • Doch nur Scotts Emulsion, keine andere! V . war wieder ouherordenllich gemütlich, wir haben einen guten Durst enfiuidielf und die Lust war zum Schneiden. Dah ich trotzdem Heinen rauhen Kais habe, danke ich den QBijbcrl-lablttten die ich gleich beim Keimkommen und heute früh genommen habe. Sie machen den Kols frei und benehmen auch den üblen Geschmack im Mund. Die Schachtel kostet in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark und hält lange vor. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke und Löwen-Drogerie. [ss*/13 Stan-esatiltsttaehrrchten. Gießen. Aufgebote: Mai 16. Wilhelm Friedrich Werkmeister, Hotelbesitzer, mit Rosine Wilhelmine Petras, geb. Melange, beide in Berlin. — 17. Julius Gustav Ludwig Großer, Sck>auspieler, mit Martha Katl-arine Pauline Ziegler, beide in Bad-Naul-eim. — 19. Christoph Julius Berg, Dachdecker, mit Katljarinc Hendrick», beide in Gießen. — Friedrich Wilhelm Brandt, Maler, mit Elisabethc König, beide in Bad-Nauheim. — 20. Johannes Friedrich Weisbecker, Stukkateur in Heldenbergen, mit Henriette Herrmann in Gießen. — 22. Franz Leonhard Joseph Ildarn, Wagen- führet bei der Straßenbahn, mit Elisabetha Sckweider, beide in Gießen. — Michael Mütter, Friseur in Hartenrod, mit Luise Elisabetha Ortmüller in Weidenlxutseit. Eheschließungen: Mai 17. Ernst Adolf Theodor Brädait, Militär Intendanturrat in Darmstadt, mit Auguste Bapft in Gtoficn. — 21. Mkvlaus Thomas Engels, Sergeant in Saar bürg in Lothringen, mit Margarete Schäfer in Thün^cu. Geborene: Mai 11. Dem Schutzmann Adam Hahn eine Tochter, Irmgard. - 13. Dem Lokomotiv-Hilfsheizer Johann Karl Schreiber ein Sohn, Walter Ernst. — Dem Kaufmann Hermann Hammerschlag ein Sohn, Ernst Martin. — 14. Dem Friseur Wilhelm Balser eine Toclüer, Frieda. — 17. Dem Uni- versitäts Professor Di'. Karl Watzinger ein Sohn, Karl Otto. — Dem Postschaffner Johann Georg Reitz eine Tochter, Elisabeth. — 18. Dem Bahnarbeiter Hilmar Krause eine Tockuter, Marie Alma Iolmnna. — 20. Dem. Feldwebel Gustav Adolf Schild ein Sohn, Will^lm. — 21. Dem Kaufmann Solln Wetterhahn ein Sohn, Lotliar. — Dem Bahnarbciter Wittxckm Volk eine Tollster, Anna Helene. G e florben c: Mai 16. Mathilde Metz, geb. Diery, 62 Jahre alt, Liebigstr. 15. — Luise Wort mann, Rentnerin, 79 Ialste alt, Dammstr. 32. — Katharine Bitt, 57 Jahre alt, Sieber Straße 106. — 20. Ludwig Euler, Bureauvorstelxw, 52 Ialire alt, Rodheimer Str. 14C. — Lucia Gertrude Haas, 1 Jahr alt, Rodlx'imer Str. 40. BüMngcn. Au f g eb o f e: Mai 14. August Kling, Ackermann, mit Charlotte Reutzel von Kefenrod. Eheschließungen: Mai 10. Karl Lenk II., Hausierer, mit Christine Jung, beide in Büdingen. — 11. Ladung Lehning, Weißbinder in Büdingen, mit Marie Eh in Dudenrod. Sterbefälle: Mai 16. Auguste Sck>epp, 2 Jahre alt. — 20. Karl Roth, Schneidermeister, 56 Jahre alt. — 21. Abraham Man, Kaufmann, 70 Jahre alt. — Heinrich Ludwig, Rentner, 71 Jahre alt. vutzbach. Aufgebote: Mai 9. Ludwig Kinzebach, Sergeant in Butz bad), mit Marie Grete Ambrosius in Gießen. — 13. Otto Koch, Bürgern«eistercibeamtcr in Offenback) a. M., mit Margareta Karolina Richter in Butzbad). E h e s ch l i e ß u n g e n: Mai 18. Richard Max Bohl, Archi teft in Frankfurt a. M., mit Lillv^ Gruner in Butzbad). Geborene: Mai 10. Dem Schlosser Adam 44'ilbeim Rup- pel eine Tochter, Margarete Kavoline — 19. Dem Zuschneider Isaak Weinberg ein Sohn, Nathan MarmsseS. Dem Sanitätsvizefeldwebel Andreas Dürr ein Sohn, 'Erich Georg Tltzwdor. — 22. Dem Schulmiactzer Otto Artz ein Sohn, Eugen Friedrich Sterbefälle: Mai 15. .Angelika Mild,sack, geb. Pitz, 73 Jahre alt, von Rvdhcim^g. d. 'Sieber. — 17. Emst Roth Hardt, 2dmhmad)ermeister, b6 Jahre alt» Friedberg. 'Aufgebote: Mai 15. Otto Rieft, Maurer in Wölfers heim, mit Maria Kratz in Wohnbach. — 19. Karl Friedrich Otto Lüdeke, Bezirksmonteur, mit Anna Auguste Frieda Hein, beide in Calbe (Milde). — 20. Friedrich Wilhelm Thomas, Schneider, mit Anna Margarets Bergauer in Friedberg. — 21. August Billasch, Friseur, mit Mana Grünewald, beide in Friedberg. Eheschließungen: Mai 15. Adolf Main 5tltcr, Me- dmnifer, mit Christina Tlwme, beide in Friedberg. — Friedrich OSman August Grosholz, Doktor der Rechts- und Staatswissen teaft in Wiesbaden, mit Elisabetlxr Eva Johanna Mörschel in Friedberg. — 17. JJlbert Max August Berner, Kaufmann in Goslar, mit Lina Steinbad) in Friedberg. Geborene: Mai 10. Dem Kaufmann Johann Wilhelm Kaiser eine Tochter, Christina Maria Aumtste. — 11. Dem Schaffner Rudolf Kohlmeier eine Tochter, Maria. — 12. Dem Tapezier Eduard Luckau ein Solm, Karl. — 14. Dem Kaufmann Marcus Schleimer eine Tvchter, Betti Ruth. — 19. Dem Taglöhner ttonrad Nippel ein Sohn, Konrad. Sterbefälle: Mai 16. Karl Georg Bernhard Hetzel, 1 Woche alt. — 17. Georg Josef Schenck, Rentner, 80 Jahre alt. — 19. Georg Knaf, Ziegeleibesitzer, 71 Jahre alt. — Heinrich Map, Schriftsetzer, 73 Jahre alt. Großen-Linden. Geborene: Mai 10. Dem Bahnarbeiter Johannes Cvriax ein Sohn, Heinrick; Adam. — 13. Dem Taglöhner Ludtvig Mehl eine Tockster, Thea. Grünberg. Eheschließungen: Mai 11. Heinrich Hemcann Schön- hals, Weißbinder, mit Frieda Margaretha Belling in Rupperten- rod. Geborene: Mai 10. Dem Großh. Amtsrichter Christian August 5Tonrab Bernhard Hugo Franz Spedst eine Tochter, Johanna Inge. — 14. Dem Kaufmann Rudolf Römer eine Tochter, Anna Ottilie. — 16. Dem Taglöhner Georg Allmang ein Sohu, Karl. — Dem Schreiner Heinrich Friedrich Wilhelm Gottlieb Gchringer eine Tochter, Anna. Sterbefälle: Mai 15. Konrad Zinßer, Rentner, 69 Jahre alt. — 20. Heinrich Erbes, Landwirt, 62 Jahre alt. Heuchelheim. Eheschließungen: Mai 18. Karl Friedrich Wilhelm Hillgärtner, Taglöhner in Gleiberg, mit Elisabethc Reitz in Heuchelheim. Geborene: Mai 12. Dem Taglöhner Heinrich) Muhl ein Sohn, Willi. — 16. Dem Maurer Louis Müller ein Sohn, Erwin Ludwig. Sterbefälle: Mai 16. Karoline Bechtbold, geb. Lcrnmer, 29 Jahre alt. — 20. Katharina Becker, geb. Freitag. 55 Jahre alt. — 21. Helene Marie Reuschling, 8 Monate alt. Laubach. Aufgebote: Mai 17. Friedrich Stotz, Schreiner, mit So Piste Döll, beide in Laubach Eheschließungen: Mai 18. Wilhelm Schwarz, Eistm- balmhilfsbeamter in Frankfurt a.M., mit Anna Margarethe Elisa bethe 'Di ombergev in Lau bad). Geborene: April 15. Dem Hils§sd)afßner Wilhelm Leidner ein Sohu, Will;etm. — Mai 7. Dem Taglöhner Karl Rühl eine Tochter. — 15. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm 3c mm lex eine Tochter. — 19. Dem Bergwerksarbetter Otto Kaiser eine Tochter, Luise Karoline. er befalle: Mai 3. Otto Franz, 3 immer mann, <0 Jahre alt. Leihgestern. Aufgebote: Mai 19. Jakob Weisenbach, Handelsmann in Leihgestern, mit Lina Rothensies in Zwingenberg. Lollar. Aufgebote: Mai 20. Karl Ludwig Klinkel, Former in Lollar, mit Anna Elisabetha Zecl^r in Staufenberg. Geborene: Mai 15. Dem Former Konrad Völzing ein Sohn, Karl ^ütguft. — Dem Hüttenarbeiter Ludwig Klinkel XII. eine Tochter, Erna. Sterbefälle: Mai 16. Martha Mankel, geb. Happel, 69 Jahre alt. Nidda. Eheschließungen: Mai 17. Wilhelm Schäfer mit Berta Emma Uhl, beide in Nidda. Geborene: Mai 11. Dem Mascknnenarbeiter Otto Heil- mann ein Sohn, Fritz. — 19. Dem Dachdecker Wilhelm Orth I., ein, Sohu, Wilhelm. Sterbefälle: Mai 12. Emilie Erk, geb. Ruppel, 67 Jahre alt. Schotten. Aufgebote: Mai 16. Karl Necb, Maurer in Sckwtten. mit Anna Rupp in Inheiden — 20. Heinrich Brettbau r. Schreiner in Rinderbügen, mit Elise Auguste Dönges in Ro^. Sterbefälle: Mai 17. Heinrich Fritz,Taglöhner, 53Ioh".< ult. — 20. Helmut Albert Hahne, 3« Jahre alt. Wa!icnborn=Sfcinbcrci. Geborene: Mai 13. Dem Weißbinder Georg Burger Ii ein Sohn, Robert. — Dem Landwirt Karl Hirz II. ein Sohn, Karl. Zamilien-Nachrichten aus anderen (Orten. Verlobte: Fräulein Bertha Lauipinann mit Herrn Wi^ Helm Gaul, beide in Wingershausen. Ver m ä b 11 c: Herr Cutt (Sbmei)cr mit Fräulein Hedi Raab, beide in Wetzlar. Gestorbene: Herr Abr. Mai) in Büdingen. — Frau Juliane Stahl, geb. Vogel, in Geluhar. — Frau Anna Heß, geb. Grauling, in Bleichenbach. — Herr Karl Cchinidt in Engelthal. — Herr Carl Carl I. in Heegheim. — Frau Slailiarmn Ludwig, geb. Petri, in Münster (Kr. Friedberg). — Herr Tr. Karl Hattemer m Darmstadt. — Herr Karl Leydheckcr in Frantturt a. M. — Fraii Pfarrer Klein Witive, geb. edileifcnbauin, in Hcrborn. — Fra» Emilic Unkel in Biedenkopf. Mütter, gebt Euren Kindern natürliche Fruchtflammeris, solange viel Obst da ist. Ter Saft von geschmorten Fruchten, Rhabarber, Stachelbeeren, Kirschen, Himbeeren, Blaubeeren :c. ... $ontUKiU gibt einen köstlichen Flammeri, der all' die guten Cigen- schäften des frischen Obstes besitzt. Verlangen Sie vom Msndainiu'Kontur, Berlin 0 2. ein »6"-Büchtcin graus uns Iranlo, eö cntbält austührtiche Rezevte über alle Arten Frutlnflaumicrl'- Wic soll die Nabrung dcc« fliitbcct fein? 1. Nährkrästig! 2 lUibcbtngt verdaulich! 3. Äoblschmeckcud! 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Die gemischten Proben sind in meinem Laboratorium untersucht worden, wobei sich nachstehende Nährstoffgehalte ergaben: im Auslande die ersten Preise im Rennen, in Zuverlässigkeits- und Tourentahrten mit plombiertem Kühler und Haube ohne Unfälle und ohne Strafpunkte* D. R. G. M. 2944 aus eisenarmiertem Kunst-Stein als Balkon-, Fenster- und Efeukasten und Pfeiler-Aufsatz ,Tlie World“ p. Dlzd. .Continental“,/ llWotljcXJ 6kru.Jul2ini$ f opdainp(t?voiT [Antwerpen Vorteile: Nur einmalige Anschaffung, daher billiger als Holz-, Zink- oder Ton- Kasten ,vc Ä? KÄ«' Sdreiie.'^ ~ SuzergttS i vormittag' !s. ti* und engl. Schläger von Mk. 6.50 bis iUR. 30.- Gewicht 12>/3 bis 15 OZ. Tennisnetze von Mark 7.65 an Tennisbäile John s Waschmaschinen Badewannen Schornsteinaufsätze Kartoffeldämpfer Rasenbleiche Seifenpulver Analyse: Wasser........ Protein........ Fett ......... Stickstofffreie Extraktiv- Quieta! Nährsalzreicher Kaffee-Ersatz Paket 70 Pfg. 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