Die heutige Nummer umfatzi 20 Seiten 1,4' 1,, & Cie. a'V seiner » 3 Sonntntoein leichi beroöKiet öunniel Nebel nrit seinen niederbayerischen Landsleuten. Eine halb italienische Erscheinung- bat er »ick stets zur romanischen Kunst hingezogen gefüllt. Früh bekritzelte er die Zäune und Scheunen seines Heimatdorfes, versuchte er in Ton zu kneten. Man schickte ihn nach München auf die Kunstgewerbeschule und auf die Akademie, wo Lindenschmit sein Lehrer wurde. Aber Stuck kümmerte sich nicht viel um die akademische Weisheit, sondern fing an, als Kunst- gen-erbler auf eigene Hand zu arbeiten. Wahrend der Zeitgeschmack in der Nachahmung des Barock schwelgte, suchte Stuck sich wie der junge Klinger bei den deutschen Renaissancemcistern Vorbilder Griffelkunst. In dem 1882—84 erschienenen Sammel- umfaffenbe Material, das die hessische Negierung nach einem früheren Beschluß der Kammer zur Prüfung der Rcvisions- srage herbeischaffen sollte, war nicht zur Stelle. Der frühere Beschluß, so wehrte sich der Minister, sei nur ein Kompromiß der Parteien gewesen, über die schwierige Frage i einstweilen hinwegzukommen. In der Tat, man hatte da | unserer hessischen Staatsleitung einen schweren Schritt zu- j imrutet. Material; war man denn da nicht auch wieder 1 ruf die Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit der preußischen Au- M raben angewiesen, während man doch wähnte, bei dem M Zisenbahnvertrag übers Ohr gehauen zu sein? Um die ge- ■ wünschten Feststellungen zu beschaffen, müßte Preußen 1 schwierige Berechnungeir anstellen lassen, und wer be- zahlt die Kosten dafür? Einige wesentliche Angaben über die Entwickelung seit Abschluß des Gemein- s Haftsvertrages hat sich der Finanznnnrster indessen werke „MIegorien und Embleme" findet man Arbeiten dieser Art. Zwei Jahre später gibt er allein „Karten und Vignetten" heraus, zeichnet Monatsallegoricn für die „Fliegenden Blätter" und anderwärts, Karikaturen aus dem Münchener Ausstellungsleben. Schon hat er auf diesem Gebiete einen Namen. Ta erscheinen 1889 auf der Glaspalast-Ausstellung der „Wächter des Paradieses", die „Jnnoeentia", die „Kämpfenden Faune". Es wird ein einmütiger ^Erfolg. Auch im folgenden Jahre der „Luciser" unb zwei Centaurenbilder wirten stark. Stuck wird Professor und bald Lehrer an der Akademie. Teilt er damals mit seiner Zeit die Neigung zu einer Auflösung der «Form' und-der Farbe int Lichte, so hat er dann um und nach 1894 die Wendung zur Lolalfarbe genommen, zur Heraustreibung des Forminhalts, die ihn ost bis zur Schivarzmalerei führte. Seiner Themenwelt ist er treu geblieben: dem Spiel der Wald- und Wiesengötter der Antike, Sagen- und Fabelstoffen wie der Ocdipus, den großen Themen der religiösen Kunst, Allegorien wie der „Krieg" und die „Sünde". Auch Bildnisse hat er gesckmnen, so vom Prinzregenten Luitpold und von seiner Familie — das Bild hängt -in der Brüs- ler Galerie. Immer mehr gewannen antikisierende Anschauungen bei ihm Oberhand. Ter Borraum seines Ateliers in der Münchener Mademie ist mit meist archaischen und bemalten Antiken geschmückt, und derselbe Geist zieht durch das Haus jenseits der Isar, das er sich selbst gebaut hat. Es ist vielleicht sein« originellste Schöpfung, zum Verständnis seiner Art unentbehrlich Eine ntoberne Makart-Natur ist lyier an der Arbeit. Kunstgewerbliche dekorative Schöpfungen, von denen er ausging, hat er nur noch selten versucht: erinnert sei an den großen Figurenfries der „Jagd nach dein Glück",die er in Wallots Auftrag für die Wandelhalle im Reichstagsgebäude malte, und die durch die Kritik eines Abgeordneten 1899 berühmt geworden ist. zu plaudern, war allerliebst. Eine feine, scharf umrissene Figur stellte.Herr Volck als Madelaines biederer Vater auf die Bühne. Den Kunstmaler 'Franyois spielte Herr Grosser mit der lebensvollen Selbstverständlichkeit und Sicherheit, die wir so sehr an diesem vielseitigen Künstler schätzen. Eine ganz überraschende Leistling bot Herr Brüdjam als Teddy Kimberley. Ohne jede Ziererei sprach er das sckpvierige Kauderwelsch des Amerikaners mit einer so ursprünglichen Natürlichkeit^ und einem so gut beobachteten und wicdcrgegebenen Tonfall, daß man eine wirk litte Freude an seiner Darstellung Ijcttc. Den angenehmen Schwerenöter. Berlin spielte Herr Jensen mit weltmännischer- Gcwandheit. Als ehrgeizige Expräsidentiu gab Fräulein Scholz eine üb erlegene, intriguengewohnte Weltdame von überzeugender Echtheit. In kleineren Rollen sind die Damen de Bruyn, Iün gli lig und Dagny zu nennen. Auch Herr Gerhardt als Corbett sei nicht vergessen. N. thn doch verschaffen können. Preußen hat es sich etwas! kosten lassen, beit Verkehr auf bem hessischen Netz zu heben,! unb für bie hessische Finanzgebahrung sinb, wie für bie preußische, die Eiscnbahnüberschnsse zu einem Eckpfeiler geworben. Könnte, so lautete jb.ic Warnung vorn Regierungstisch, bie Rechnung am Ende nicht so aufgemacht werben, baß Preuße u für bie Zukunft größere Ansprüche stellt? Eisiges Schweigen verzeichnen bie Berichte. Ter Minister hatte'nüt seinem „nun unb nimmermehr" bas Selbstbewußtsein der von früher her festgelegten Abgeorb- neten etwas hart getroffen. Es ist -aber schwer zu bestreiten, baß er recht hat. Im Reichstag hat bei ber gestrigen Beratung der ReichAeisenbahuangelegenheiten ber Präsibent Wackerzapp die Ausführungen bes Ministers Braun weiblich aus-genutzt, um die Angriffe auf den preußisch-hessischen Vertrag zurückzuweisen. Es wäre wohl zweckmäßiger gewesen, wenn H-err Braun seine Aufklärungen in einer vertraulichen Sitzung gemacht hätte. Was in ber hessischen Kammer gestern aus sozialdemokratischem Munbe noch vorgebracht wurde, baß gegen beit preußischen Fiskalismus grundsätzlich Front gemacht werben müßte, das paßt boch nicht in -den Rahmen sachlicher Erörterungen. Was aber bie Regierung tun kann unb muß, bas ist, daß sie bie berechtigten Verkehrswünsche ber hessischen Bevölkerung nachdrücklich zur Geltung bringt. So dürfte cs ihr, nachdem sie genügend unterrichtet ist, unter keinen Umstänben schwer fallen, bie Frage ber Hinterland bahn in dem Sinne zur Lösung zu bringen, baß bie Abzweigung nach Wetzlar unb Gießen erfolgt. Außerbem hoffen wir auf eine bal- bige Verwirklichung ober zunächst Veröffentlichung ber Automobilv-erkehrspläne, bie unsere Regierung angeblich schon in der Schublabe liegen hat? Wenn wir uns mit ben Staub aufwirbelnben Fahrzeugen schon einmal ab- gefunden ab eit, so s ollen wenigstens auch die minderbemittelten Reisenden davon profitieren. Wir gehen einer spannenden Zeit entgegen. In ber äußeren Politik sowohl wie in der inneren. Man munkelt sogar immer noch von einer Reichstagsauflösung, auf bie das Zentrum hinstruere. Daran glauben wir (aber nicht recht. Trotz seiner bekannten Nabelstichpolitik geht bas Zentrum vermutlich eher darauf a^is, den Reick)skanzler ganz ins Schlepptau zu nehmen. Man macht ihm feine Abhängigkeit bis zum äußersten fühlbar, um ihn für bie Umstoßung des Jesuitengesetzes auch im Awndesrate zu gemimten, und man lockt ihn von dem vaterlänbischen Boden ber Wehrvorlage schlau ins Dickicht ber Zentrumsfinanzkünste. Tas Zentrum hat in seiner Presse angebeutet, baß ihm eine Ver- mögenSzuwachssteuer genehm sei. Es heißt, baß ber Reichsschatzsekretär eine solche Vorlage in der Tat vorbereite, aber man wisse nicht, ob das neue Gesetz auch bie Erbanfallsteiter einschließe. So werden die alten Gegensätze vermutlich wieder in vollen Aufruhr kommen, unb wer weiß, ob bann ber Reichskanzler angesichts ber internationalen Lage es nicht für bas beste hält, an die Volksmeinung zu appellieren? Um die Spannung zu mindern, wäre es zunächst im höchsten Grade wünschenswert, daß die geheimnisvollen Vorlagen, von denen die obersten Reichsstellen schon mit erhobener Stimme gesprochen haben, endlich einmal aus ber Deckung hinter ben Aktenschränken ans Licht der Oeffent- lichkeit hervorkommen! — Eine wirtschaftliche Organisation bilden- b er Künstle r. Zur Gründung eines wirtschaftlichen Verbandes der bildenden K ü n st l e r, die in den nächsten Tagen vollzogen werden soll, ergeht an die M ü n ch e n e r K ü n st- l er sck.af t folgender Aufruf: „Tie bildenden Künstler haben die Pflege ihrer wirtschaft! iclzen Lage versäumt. Im Gegensatz zu den allgemeinen Bestrebungen der Zeit, zersplittern sie sich in -zahlreiche Gruppen. Der Grund dieser Zersplitterung waren rein künstlerische Fragen, aber vom wirtschastlickien Standpunkt sind unser aller Interessen die gleichen, und wie bei den anderen 'Berufen, wird ein geschlossenes Zusammengehen auch bei uns die Hebung des Standes, den Ausbau unserer Rechte und die Erleichterung der Lebensbedingungen des Einzelnen zur Folge haben. Nicht länger wollen wir untätig zu sehen, daß Über unsere wichtigsten Interessen fast ohne unsere Milwirlung entschieden wird, daß Gesetz und Handel, Behörden und Gesellschaft vergeblich nach einer Stelle suchen, die in allen wirtschaftlichen Fragen der Künstlerschaft maßgebend ist. Bestrebungen zur Beseitigung dieser Mißstände sind in den deutschen Kunstzentren im Keimen. Möge die Münchener Künstlerschaft als erste an die Lösung dieser Ausgaben herantreten." Der Aufruf trägt die Namen ber bedeutendsten Vertreter ber bildenden Künste. — Franz v. Stuck, der bekannte Münchener Maler, feiert Sonntag, 23. Februar, seinen 50. Geburtstag. Ein Müllerssohn aus dem niederbaycrischen Tettentveis, hat der schlanke, sckMirzhaarige Mann mit ber niedrigen Stirn nicht viel gemein l|e »itbftu heJ !?■r Ker J 'E'Mt. roS ■” 'Map ko ;et Wlmtit ‘"»Her wird,! L'uWg 1(§t ■Ucn hit Huie; Die ttriegssorge. Nächst bem Kriege gibt es für bie Völker nichts Schlimmeres als bie Kriegssorge. Europa leidet zurzeit uicker beibem, unter bem Balkankrieg mit all feinen meittragenben lolitischen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen und unter )cr Kriegssorge. Unter ber Sorge, baß, es ber bereinigten, aber nicht einigen Diplomatie am Ende doch nicht 9^tn9en könnte, bie so oft und so feierlich als Ziel üerfunbeta Lokalisierung des Balkankrieges zu sichern, daß bie ber- schiebenen Spannungen wie die rumänisch-bulgarische und die österreichisch-russische sich zum Schluß boch als zu stark erweisen könnten. Die Kosten biefer Sorge gehen, wenn man sie auf Heller unb Pfennig — die .Hauptrolls spielen freilich babei Heller und Rubel — berechnen konnte, in die Milliarden. Treten doch zu den direkten Rüstungs- kosten in der Donaumonarchie und im Zarenreiche die ungeheuren Verluste, die bem Wirtschaftsleben nicht nur in diesen beiden Ländern, sondern in allen Staaten Europas zugefügt werben. Die Spannung unb bie Ungewißheit über bie nächste Zukunft wirken lähmend auf ben Unter* nehmungsgeist, unb diese Lähmung setzt sich in bielstellig« Ziffern um. Der Urgrund dieser Sorge, ber .Kriegssorge ist der, baß bas Vertrauen wenn nicht zu bem guten Willen, so boch zu bem Können ber „großmächtigen" Diplomatie arg gesunken ist. Muß man sich boch erinnern, wie bie Bemühungen ber Großmächte, ben Ausbruch bes Balkankrieges zu verhinbern, jämmerlich Schiffbruch litten, wie der Bund ber Kleinen, der Balkanbierbund, über bie Worte und Noten ber Großen kaltlächelnd zur Tagesordnung, b. h. in biefem Fall zur Schlachtordnung überging, wie bas stolze Wort bon bem Festhalten am Status qno zu einem Witz bon borgeftern wurde. Und als bann enblich ber Waffenstillstand zustande kam, war dies nicht etwa das Verdienst der Diplomatie, sondern ber Cholera unb ber Kriegsmübigkeit. Aber trotz des großartigen Apparates der 'Friedenskonferenz, die gleichzeitig mit den Balkandelegierten in London tagte, zerschlugen sich bie Verhanb- lungcn, unb als bann der Krieg vor nicht ganz drei Wochen wieder einsetzte, da tröstete sich bie blamierte europäische« Diplomatie damit, baß dieser zweite Waffengang nur bon verschwindend kurzer Dauer sein könne, baß bie Lokalisier rvnq dieses Krieges nunmehr als gesichert erscheine, und baß der österreichisch-russische Gegensatz als behoben gelten dürfe. Und heute heißt es, daß die Herren in London^ sich wieder einmal bertagt hätten, bis zum 27. Februar Was kann bis dahin alles geschehen fein! Es geht Mar das Gerücht, in Konstantinopel fei neuerdings eine starke Friedensströmung borherrfchend, aber darauf bauen kann man nicht. Ebensowenig auf bie schönen Ratschläge, bie in Bukarest angeblich wohlwollenbe Aufnahme gefunden haben. Was die Montengriner und Serben bem Staatssekretär Grey über iljr Vorhaben in Bezug auf Skutari angefünbigt haben, bedeutet ebenfalls keine Stärkung ber Friedenshoffnungen. Wir erhalten folgende Meldungen: Die Botschafterkonfercnz vertagt. London, 21. Febr. Die Botschafter haben bh Besprechungen auf ben 27. Februar vertagt. Die heutige Sitzung war bie längste, welche die Botschafter bisher abgehalten haben. Der Berliner Korrespondent ber „Neuen Freien Presse" meldet ä, Wie ans diplomatischen Kreisen mitgeteilt wird, vollzog sich in. den letzten Tagen zwischen bem Standpunkt Oesterreich-Un- Gietzener Stadttheater. Mein Freund Teddy. Gießen, 22. Febr. Mein Freunb Tedby, das ist ein sehr netter Kml, Ausländer ! natürlich, schwerreicher Amerikaner, Solm eures Oelkonigs oder ' ft etwas, prächtiges Hans, sehr gebildet sehr ersahren, lehr energisch, 1 vollendeter Kavallier, kurzum das Ideal eines Mannes, wenn - er auch ein bißchen offenherzig ist., — Aber bei so viel Geld, 1 nicht ivahr? Ta kann man sich,lo was schon mal erlauben. - 91a also! Und wie ber Mann lieb schon einfuhrt. ^Trkennt | ftfort, daß bie schöne Mabelame mit ihrem Esel von Mann, I dem protegierten Abgeordneten, nicht glücklich verheiratet ist, bc-- I shließt sofort, sie zu seinem trauten Ehgemahl zu machen, und ■ ftlirt es aus Und wie! Nackidem er nck den Herrn ^lbgeord- r.ewn durch die Stiftung eines echten Rembrandt verpflichtet Eflt, lädt er ihn mit seiner ganzen Sippe zuffch insmi Landhaus, U ssieht mit Behagen, wie der Herr Abgeordnete immer tiefer in I die Arme der ehrgeizigen „Erpraiidentenwitwe geratz fadeltdie I Scheidung ein und schnappt die schone Madflaim. noch im lebten I Äugenblstt einem etwas lädierten Ncbeiibuhler,weg. den es immer ,| iur nach den Kirschen in Nachbarsgarten gelüstete und ichließlich i jrot) ist, daß er noch einmal ohne Trauring davon kommt. Stück ist recht sauber gemacht unb offenbart für ctncii « IrnfUnpH (Strirfvcn sind die Perfonen hingeietzt und Mit lararier I Satire werden die Schäden des Pariser I Les Günsckingswesens in ber republikanilchen Polüst gegeitzell. I : erscheint täglich, außer V V monatlich?-)viertel- IntAvAitAil >1 AiAitEfeS MWir VJ ||L | lv 1 ZI I liL LUv L 8K8 wirtschaftliche Settfragen Mr U W W W VT B W B Chefredakteur: A Goetz. Fernsprech "Anschlüsse: Ä wf Aw Verantwortlich für den für die Redaktion 112, IMF politischen Teil: August SS General-Anzeiger für Gberhessen MB- ^r^Ä^Taq^esnuminer ^kationrdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Zchulstrahe 7. Land": E.Heß; für den Pt8 vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Er°l>niarki, liQ« näherte ■ -O.oo -nit ' JOßtiiio. ' iv S anwaltschast Reichenberg nahm bei bcnt tscherhllchen Agitator SB «* nadko eine Haussuchung vor. Man sand eure große Juwi)! panslavistischer Medaillen mit Inschriften gegenL-eftcr reich vor. Schleifen in den serbischen und bulgarischen ^and^fanien schmückten die Medaillen, die beschlagnad.nl und nach Reichen- berg gebracht wurden. Banadko, der der Unfertiger der Medaulen ist/war nicht in der Wohnung. Man glaubt, daß er ^Tliupic: ist. Man sand eine größere Menge aufreizender Druchchristen und "Shifl6Ititter in tschechischer Sprache, die an ine Tfchea>eu bei ganzen Welt versandt wurden. Die Opfer des mexikanischen Bürgerkriegs Mexiko, 20. Febr. Die genauesten, jetzt erhältlichen Verlustschätzungen geben die Zahl der Getöteten aus )000 an, von denen die Mehrzahl Privatpersonen, Frauen und Kinder sind; die Zahl der Verwundeten wird auf 7000 angegeben. In vielen Fällen sind ganze Familien durch explodierende Gr analen und das Maschine n g cm ehr feuer getötet worben. Vielfach liegen verkohlte Leichname auf den Abfallhaufen, die Feuer gefangen haben. Alle Glieder der Familie M a - dero sind geflüchtet. Diaz gab hier klar zu verstehen, daß er für die Präsidentenschaft kandidieren wird. Man hält es für wahrscheinlich, daß Huerta sich der Wahl nicht widersetzen wird. Der Grund, weshalb Diaz keinerlei Anstrengung gemacht hat, die provisorische Präsidenten-- schaft zu übernehmen, scheint der zu sein, daß er für die bevorstehende Wahlkampagne ganz freie Hand in der Leitung seiner Partei haben wollte. Das Schicksal Maderos wird in die Hände des neuen Kabinetts gelegt. l vorn weißen Falken an den Oberkammerherrn V Riedese Freiherr« zu Eifcnboch Exrellen.;, daS Svmmrkreuz erste Masse desselben Ordens an den Oberhof mar schall Freiherr» v, Ungern Sternberg und an den Oberhofmeistcr Tr ** Tageskalender. Stadttheater. Sonntag nachmittag 3‘a Uhr: „Ter Weg zur Hölle." Abends 71/. Uhr: „Auto- liebchen." \ K i u e m a t o g r a v b: Täglich Vorstellung. Biogravlf-Lichtspiele: Täglich Vorstellung. BakosSKammer-Lichtiviele: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11 — 1 Uhr unentgeltlich. Ober hessischer K u n st v e r e » n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Neue Ausstellung. Geöffnet täglich mit AuSnabme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3-5 Uhr. Anlagemusik Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd Anlage (nut bei günstiger Witterung). Spielplan: I. Ouvertüre zur Oper „Martha" von Fr. v. Flotow; 2. Szenen aus Richard Wagners „Vobcngrin", bearbeitet von (S. Walter: 3. Die Mütste im Schwarzwald, Charakterstück von R. Cilenberg, a) Am Mühlbach, b) Tie Mühle; 4. Hohenzollern-Ruhm, Marsch von C. Unrath. * ** Ordensverleihung. Der Großhorzog hat nachstehenden Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen verliehenen Auszeichnungen erteilt, und zwar' bei von dem Großherzog von Sachsen-Weimar verliehenen Aus zeichnungen: Das Großkreuz des Ordens der Wachsamkeit ober Aus Stadt rind Land. Gl eß en, 22, Februar 1913. Rasscutultur und Fraucubewegnug. In der Ortsgruppe Gießen für Frauenstimmrecht sprach Frau Tr. Anita Augspurg 'München) über „R a ssenkultur und Frauenbeweguu g". Im ersten Teile ihres Vortrags trat sie den von den Gcgmrn der.Frauenbewegung erhobenen Anschuldigungen entgegen, als ob durch die Frauenbewegung eine Degeneration der Rasse bewirft werde. Es fehlten zu einer solchen Behauptung die Beweise und die Tatsachen ließen das Gegenteil erkennen. Während nämlich die durchschnittliche Sterblichkeit der Frauen im Zeitraum von 1870—1880 42,5 betragen habe, sei sie in den darauf folgenden 10 Jahren auf 54,9 gestiegen in einer Zeit, wo die Zahl der erwerbsfähigen Frauen von 2 Millionen auf 5 Millionen in die Höhe gegangen sei. Auch die Tatsache, daß in letzterer Zeit die Zahl der studierenden Frauen immer größer geworden sei, bedinge keineswegs eine Rasfenverschlechterung. Wohl aber sei die Erziehung des weiblichen Geschlechts von jeher verlehrt gelvesen. Bei dem Knaben verstehe es sich von selbst, daß er von frühester Jugend an sich in frischer Lust tummele und gefunden Sport treibe, aber für dos Mädchen schicke sich dies nicht. Es müsse hübsch im Zimmer sitzen, Handarbeiten verrichten und bleichsuchtig werden. Wenn man heute anfange, mehr und mehr mit solchen vermehrten Erziel nngsgrundsäs. en zu brechen, so sei dies 3um guten Teil auf die Aufklärungstätigseit der Frauenvereine zu setzen Eine Erziehung nach Art der alten Spartaner werde auch für unser Geschlecht von den besten '.Folgen begleidet fein. Was die Kleidung anlange, die durchaus reformbedürftig sei, so könne man letzten 'Endes agen: Die Frau kleidet sich so, wie es her Mann wünscht, aber der hieraus entstehende Nachteil ist größer, als die allermeisten annehmen. Als traurige Erscheinung müsse die künstliche Aufzucht der Säuglinge bezeichnet werden. Selbst bis in die niedersten Volksschichten habe sich das Vorurteil eingenistet, die .Shnbcr durch Ammen oder auf künstliche Weife großzuziehen, um sich einen vornehmeren Anstrich zu geben, man bedenkt nicht, daß das Stillen Mit Muttermilch die iiatürlidje Ernährungsiveise bilde. Der Staat könne hier nichts andern, sondern mir bic Frauen- vereine. Und wie verhalte sich der Staat den unehelichen Kindern gegenüber, die 1/4 aller Geburten ausmachten. Tas feit 1900 in Kraft getretene bürgerliche Gesetzbuch unterscheide sich mit Rückst clft auf diesen Punkt dem Sinne nach in nichts von den betreffenden Bestimmungen des cöde Napol6onz der doch 100 Jahre vorher in Kraft getreten sei. Auch glaubt die Vortragende verschiedentlich die Beobachtung gemacht zu haben, das; bei um eilte Novelle ,zum Naprunqsmittcsgesetz Bei den Borl»esprect>nngen zu dieser Novelle l-aden sich zwisck)en der ffiegierung und den Interessenten ziemliche Meinungsversctnedeichei.tcn bemerkbar gemacht, die erst behoben werden mässen.________________________________ Ausland. T ie Agikati 0 n der T fchechen gegcn dvs Deuts chtum MS Gab lenz, a, d. Steifte wird gemeldet: . Die Ska.ns- Ha Jtaflt Algeri* ZU Welt Direkte' bfndunq dem M dem L öxprei Htgyp Hebet« Mitte H jaaW M Salsa- « kt ha» iiaütuty tlordi tbyd «» lerne In f In fi bfdw.Bte In N ue u. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 21. Febr. Sehr wahrscheinlB I wird infolge der Verlobung im kaiserlichen Hause von Nr 4 diesiährigen Kur der Kaiserin Abstand genommn | werden, zumal es der Kaiserin infolge dcr im vorig^ Fabre aebrauckten Naubeimer Kur fortgesetzt gut geki I -Deutsc llMtftrWi sither-Mün lkilnehmn am in als amllit Kristiania geht £___(W ^peten ” an in bei Sfaihifta ^Zlegif Frei Herrn v. Leonhardi, das Ritterkreur T. faaffe derselben Ordens an den Generaldrrckwr Dr. Eger, die CI arbeite Verdienstmedaille an den Kammerdiener Hch. L u d 0 l p b, bic Filbernc Verdi en sbncdaillc an die Hoslakaien Paul B 011 und Karl Er aß: ferner der mm dem Herzog-Regenten von Braumchweig verliehenen Auszeichnungen: das Verdienstkreuz 2. Klasse an -en Palaisinspektor Hch. Kloß, das Ehrenzeichen in Gold an den Kammerdiener ftarl Küster, Pas Ehrenzeichen in Silber an ben Jäger Phil. Menger, an den Hoflakai Jak. Rödler und an den Cbergartengcbitfen Bal Ganßmann. Der Köniq lat die Erlaubnis zum Tragen hessischer Orden nachstehenden Cm zieren erteilt: Der Krone zum Ritterkreuz 1 Klasse des Hessi scheu Verdienstordens Philipps des Großmüttgen dem Maior R e b- seld im 9 Bad. Ins.-Regt. Nr. 170. Das Ritterkreuz 2. Klaffe desselben Ordens dem Hauptmann Volke beim Stabe des fünften Lvthring. Jns -Regts. Nr. 144, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Herzoglich S a ckff en-Em eftinif d>cn Hausordens dem .Haupiman» Ring im Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Hess., Nr. 118, und des Sterns zum Komturkreuz des Sachs. Haus-Ordens bet Wachsamkeit oder vom weißen Falken dem Obersten v. Stocken, beauftragt mit der Führung der 49. Inf.-Brigade (1. Hess.). • • 2ehrerperfonnlicn. Ucbcrtragen wurde dem SchiilamtSaspiranlen Karl Moosbruckcr auS WormS eine Leffrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß-Rohrheim. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzend, Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Alt-WiedermuS. Mit der Stelle ist vertretungsweise Organisten- und Lektoren, dienst in EckartShausen verbunden. DaS Präsentation«, recht steht dem Grafen zu Mnburg und Büdingen in Meer- Holz zu. " Von der Lahnbahn. Um den Güterverkehrs, "tockunqen auf der Linie Koblenz — Gießen zu begegnen, wird beabsichtigt, u. a. die Bahnhofsanlagen auf Station Laurenburg zu erweitern und einUeberholungSgelcise bod anzulegen. Dies Projekt wird oberhalb Laurenburgs eint Ueberbrückung der Lahn berbeifübren. • • Im Ob er hessischen Kunsi verein gelangte eint Anzahl Radierungen moderner italienischer Künstler neu zm Ausstellung, die auS hiesigem Privatbesitz zur Ausstellung überlassen wurden. Da sich wohl die Gelegenheit kaum mehr 0 leicht bieten wird, eine so hervorragende Sammlung zu wsichtigen, so sei auf die nur acht Tage dauernde AuS« teflimg besonders hingewiesen. Die Ausstellung moderner Architektur, die den größten Beifall findet, bleibt ebenfalll noch acht Tage, einschließlich zweier Sonntage, hier. ♦ ♦ Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, baj )ie morgige Aufführung der GesangSpoffe „Autoliebchen^ die unbedingt letzte des beliebten Werkes ist. *♦ Vom Naturbeilverein wird uns geschrieben: Dec Vortrag „N a t u r bet I bcme g u n g un d Kurvfuscherci", zu dem der Verein auf Montag abend in das Cas6 Leib eingeladen bat, berührt ficb auf das engste mit dem Thema, bas bet bekannte Berliner Arzt und Leiter des Zellerhames, Dr. med. WUH. Winfch auf dem Kongreß für biologische Hygiene in Hamburg am 14. Oktober 1912 behandelt hat. „lieber die Berstandi gung der Sckwlmedizin mit der Naturheilbewegung". Ticfrv Redner wies mit Recht darauf hin, daß der wahre Fortschrilt immer so vor sich gebe, daß die Methoden sich ablösen, indem die besseren, d. h. die die besseren Erfolge haben, auch die siegreicheren sind. 'Darüber muß die öffentliche Meinung, bic Presst, das Parlament unb bic Regierung aufgeklärt werden. Die Entt'cheidung fallt im frischen, fröhlichen, edlen und bnmanm Kampf mit geistigen Waffen. Aber, wenn es den Scharfmackxrn im medizinischen Lager gelingen sollte, ein Kurpsuschcrcigesttz durckMlbringen, das angeblich die Kurpfuscherei bek^nviq» soll, tatsächlich aber nur dem rückständigsten Teil, W äußersten rechtm Flügel der Medizin ein Heil und Lehrmono» bringen soll, dann wäre jede Versöhnung auf lange Zeit bimnB ausgeschlossen! Wer sich für diese Frage interessiert, dem Irt der Besuch des Schirrmeistersck>cn VortragS kommenden Montß> aufs wärmste empfohlen. ” Der Verein für Sterbeunterstützung zu Gießen hält seine Hauptversammlung morgen nachmittag in der Restauration Sauer ab. •• Versammlung der Achtziger. Am Sonntag, 2. März, nachmittags 3 Uhr, findet hier im Restaurant Kobel, Liebigstraßc, eine Versammlung der ehemaligen 80er Füsiliere statt. Dort werden auch Anmeldungen zur Beteiligung an der Jubiläumsfeier angenommen. Fahre gebrauchten Naucheimer Kur fortgesetzt gut geN --r Ä a d - N a u h e i m, 21. Febr. Vor einigen Wochen brock - der Wgeordnete 3oufr in der Zweiten Kammer der hesf'fchen Slo'- )ie Mißstände in ber Nähe u n ser es Vahndon«» zur Sprache. Besonders fei es bic Ruine ber bereite vor 2 ^avrm ?urch Feuer zerstörten Fabrik feuerfester und säurefreier ?ic das Mißfallen der Kurgäste, Einheimifk^n und | -rrege. Auch ber südliche Teil der Moltkestraße mit dem tohlmlager, durch das die Straße nicht verbreitert und orbnuns^ j liäßig benukt werden kann, wird troft Eingaben an bic Verwaltung nicht her gestellt, unter altertet Vorwändat/ und TUF* K-srsg I^riima^ \L btt Em»-' „jihriq-n Tßifbet Liter eines b KÄl ÜÄ® veraiü M, hatte i ^na des On ** Gi eß euer Postverhältnisse. Don informier 1 ter Seite wird uns geschrieben: Nach einer Meldungin t der Nummer 44 Ihrer geschätzten Zeitung hat der «tz. j Zubeil (Soz.) über die Gießener Poswerhältntsst m ß Reichstag ausgeführt, bei den Gratifikationen für geleistete | Ueberftunben gingen die Assistenten, die wirklichen Arbeitsbienen, meistens teer aus, desto mehr würden die hölierm Beamten bedacht. Ich bin in der Lage, Ihnen mitteil« zu können, daß gerade umgekehrt seit längeren Jahren bi höheren Beamten bei der Verteilung dieser Gratifikation« I leer ausgehen und daß die diesen früher gezahlten Beträg« | jetzt den mittleren Beamten und den Unterbeamten zu | gute trnmnen. Die Behmrptung des Abg. Zubeil in be:- I j'efbcn Rcichstagsredc, daß der Postinspektor in Gieß« | 70 Mark Gratifikation erhalten hätte, ist hiernach für jedM | Kenner der Verhältnisse unverständlich unb entspricht antz I nicht ben wahren Tatsachen. Die Rede Zubeils enlhülL I aber auch noch andere Unrichtigkeiten imd ist baher weniq f geeignet, der Abstellung etwa vorhandener Mäugel förbe»* lich zu fein. Es ist offenbar lediglich auf die Verhetzuty I der Klassen und auf die Gewinnung der breiten Mass« $ abgesehen. •• Treue Arbeit. Der Großherzog hat ben Fabrikarbeiter Gq. Hch. Schäfer zu Darmstadt, in Dienstei , der Firma E. Merck hier, das Allgemeine Ehrenzeichen rr*i der Inschrift .Für treue Arbeit^ verliehen. ♦♦ Sclbstnr 0 rd. Gestern beging ein in ber Blcichstmtt wohnhafter Student Selbstmord, indem et sich in fernem Zimm« den Hals dnrchschnitt. Auf einem in fernem Zimmer Borgt* fundenen Zettel hatte er bic Worte: „Aus Verzweiflung flj' l ich in den Tod" nicdergeschricben. Die näheren Motive frei Tat find nicht bekannt, man nimmt icdoch plößlich^cingetrctaK I geistige Störung infolge Ucbcranftröigimg beim Studium I Ursache an. Ul he« i,( Ul b6-' Wf Bitt Iß Tr y '-‘'n svotzen I hält duni I y?6fn Bund i I Scrtrog- _ I iir hk Mar ILune und M hiesigen l Mturministeri! Mudienaufenlh ,isj!älenBoii Cognac aus französischen Weinen HeIlbronn. Nur echt mit der Hammer-Schutzmarke. Überall erhältlich. ßclzplelfc oder eine lange PI. enpünldil. ,§>tanßf jtanefler ,, 10.— te.lerlCäller „ 13.50 oller,-Breehsal Ibrik.WeHriiLflWei).*^ 3dfl».Aanaftrr hakC. ^«naftrr Taufende 1 r?te Raucher, $ empfehl, mein. 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Einem geehrten Publikum von Giessen und ümgegend teile ich höfl. mit, dass ich nicht mehr bei Schneidermeister W. Stumpf, Sonnenstrasse tätig bin, sondern dass ich ein selbständiges Geschäft errichtet habe, Giehenervolksbad.A.-G. Die Aktionäre werden hiermit zur Teilnahme an der ordentlichen Generalversammlung am Montag, den 10. März d. I., nachm. 5 Nhr, im Sitzungssaale der Bürgermeisterei i.Gießen einge aden. Tagesordnung: Rechnungsab age und Entlastung des Vorstandes; Wahl von Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates. Bilanz pro 31. Dezember 1912 und Geschäftsbericht liegen ab Montag, den 24. Februar d. I. 14 Tage lang auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht der Aktionäre offen. D22/2 Der Borstand: tfferidttolaal« Meß, 21. Fehr. Der Uebersall auf den Vize-Wachkm!erster Neumann vom hiesigen 9. Dragoner-Regiment in der Nacht zum 13. Januar d. I. beschäftigte heute die hiesige Strafkammer. Von den fünf wegen Mißhandlung Angeklagten, die sämtlich aus dem Vorort Devant-le-Pont stammen, wurde der Huuptangeklagte Paul H a n nesse wegen Mißhandlung in drei fZäslen zu neun Monaten Gefängnis, fern Bruder Alfred, der selbit schwere Verlegungen erlitten hatte, zu zwei Monaten Gefängnis und der Gelbgießer Henry zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Allen . reien wird die Uniersuchungshast an gerechnet. Die beiden übrigen Angellagten wurden wegen Beleidigung zu je 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 23. Febr. 1913: Wechselno bewölkt, trocken, tags etwa? nnlder, leichter Nachtfrost. Mktte»meer- $ ehrten zo mäßigen Preisen mit Saloa-vampjer» nach Portugal, «paoien, -er sranz-ftsche» und ilaüemscheu Rioltte »ach ! Jtafiee, Sizilien, ! Mg-rien u. stgypte« Relsesthecks weltkre-ltdrtefe I Direkte €tr u. von I dem Mittelmeer m(t I dem Lloyd - RivUra- expreeo und dem Hegypten-Bxpreee. ■ Qftbccc rtwetanfl und Dr* Norööeutscher Llopö Bremen I uh* se,«e OecU«lung«n In Sieosen: I CarU^ooa.K(rd>enplat; In frtedberg: I Lu4w.3tem,Kafaer8tr. In JMaubeim: ! Kod>, Lauteren & Co. öotiöeL G D er Gefamt-AnSschuß der Spiritus-en tral hat beschlossen, die Verkaufspreise um 3 Mk. für 100 Liter herab zuseyen. Pfund Mk. 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 2.—. Perlkaffee Pfund Mk. 160 Liberia, großbohnig, Pfund Mk. 1 80 Großes Lager in Rohkaffee Pfund Mk. 1.30 biS 1.70. Jakob Maternus Lieber Str. 69 (direkt an der Kaserne) befindet. Ich empfehle mich im Anfertigen von Uniformen und Zivilkleidem. Indem ich bestrebt sein werde, meine geschätzte Kundschaft stets reell und billig zu bedienen, bitte ich um allseitiges Vertrauen. Hochachtungsvoll Heinrich Stnmpf. Hausbesitzern 25°/o Rabatt auf Tapeten! 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April an sämtliche Lichtspieltheater in Rheinland und Westfalen aus 4 Monate z u schließen und diesen Antrag auf die Tagesordnung der demnächst in Köln stattfindenden Versammlung zu setzen und ihn zur Annahme dringend zu empfehlen. Dadurch soll die Ermäßigung der Billettsteuer und die Milderung der betreffs der Kinotheater bestehenden Bestimmungen erreicht werden. * Zur Fremdenlegion. Aus Kassel, 20. Febr. Ivird gemeldet: Licht in das Dunkel, das über dem Verschwinden eines jungen Mannes, des 18jährigen Ädolf Jung aus Niederalben, lag, hat heute ein Brief an die Eltern gebracht, in welchem der Vermißte von Mars eille aus kurz mitteilt, daß er mit mehreren Deutschen nach Afrika zur Fremdenlegion eingeschifft worden sei. Kleine Tageschronlk. Emil Lessing der Nachfolger Gregoris? Aus Mannheim wird gemeüwt: Emil Lessing, der Regisseur des Lessingtheaters, der vor kurzem seinen Vertrag mit dem Berliner Sozie- tätstheater gelöst hat, ist zum Nachfolger Gregoris als Intendant des Mannheimer Hoftheaters ausersehen. Zur Linderung der Wohnungsnot beschloß der Gemeinderat von Jena zunächst 62 Einfamilienhäuser durch die Stadt zu errichten unter Wahrung des Wiederverkaufsrechts nach dem Ulmer System. Bei der Thüringischen Landesversicherung wurden dazu 400000 Mk. als Anleihe ausgenommen. In dem Dorfe Wa rnhosen bei Tillingen brach in der vergangenen Nrncht eine Feuersbrunst ans, durch die bei dem l>errschenden Wind das ganze Dorf zerstört wurde. Der größte Teil der Bewohner konnte nur mit Mühe itnb Not das Leben retten. Aus Koetschach (Kärnten) wird gemeldet: In dem Walde auf 'dem Gailberg wurden die Leichen einer Frau und eines Mannes aufgesunden; vermutlich handelt es sich um das seit dem vorigen Sommer vermißte Musikschriftsteller-Ehepaar Str» tur H a j; n-Münä)en. In Herford ist die Maschinenfabrik Niemann und Gutenberg durch Feuer teilweise zerstört worden. Der Schaden betrügt mehrere Hunderttausend Mark. ___________ Programm vom 22.-25. Februar Das Stfpenst von ciyäe Spannendes Drama in 2 Akten LeDmann auf d. flfdtfangc Komödie. Grosser Lacherfolg. Gespielt von Deed im Code vereint Fesselndes Drama in 2 Akten Die mnitärfthulc kür öpmnaMK in Joinmlle Herrliche Naturaufnahme Zwei ungleidje Brüder Drama praktisch. Um^ugsmctDode Humoreske enttLulchung d. öroßstadt Drama Einlage: wie sich em ma einen Mann verschallt Höchst komisch on<7 Letzte Nachrichten. Trennung der Union zwischen MeckkenSurg- Strelitz und Mecklenburg-Schwerin. Rostock, 22. Febr. Wie aus guter Quelle verlautet, soll der Großherzog von Mecklenburg-Strelih unh seine Minister entschlossen fein, die zwischen den beiden mecklenburgischen Großherzogtümern Strelitz und Schwerin seit 1523 bestehende Union z u kündigen und Strelitz selbständig eine zeitgemäße Verfassung zu geben. Ein Flugstützpunkt in Saarbrücken. Saarbrücken, 22. Febr. Hier soll ein Flugstützpunkt angelegt werden. Nach einer Mitteilung des Flugvereins an den Bürgermeister muß die Stadt oder die Bürgerschaft einen Teil der 16 000 bis 18 000 Mk. betragenden Kosten tragen^ während der Nest aus der Nationalflugspende gedeckt werden soll. Die Stadtverwaltung erklärte sich grundsätzlich einverstanden mit diesen Vorschlägen. Kein Bündnis zwischen Spanien und Frankreich. M adrid, 22. Febr. Der Ministerpräsident erklärte, das seit einigen Tagen umlaufende Gerücht von einem Bündnis Spaniens mit Frankreich sei vollständig unbegründet. Vom griechisch-türkisch en Kriegsschauplatze. Athen, 22. Febr. Infolge der bei Dorentis erlittenen Niederlage mußten die Türken auch das Dorf 23 o fort o f t aufgeben. Madero ist freigelassen. Mexiko, 22. Febr. Der Expräsident Maderv und Expräsident Suares wurden in Freiheit gesetzt und erhielten die Ermächtigung, das Land zu verlassen. Die Kaiserin-Witwe von China t- Peking, 22. Febr. Die Kaiserin-Witwe Lunghira ist. heute früh 1/23 Uhr nach kurzer .Krankheit gestorben. Sturm auf Steuereinnehmereien. Murcia, 21. Febr. 5000 Personen veranstalteten in Totana eine Kundgebung gegen die Steuereinnehmer, welche auf die Menge Feuer gaben. Die Manifestanten zündeten auch das Haus eines Einnehm ers an, wobei sie von der Polizei angegriffen wurden. Zehn Einwohner und ein Steuereinnehmer wurden verwundet. Von Murcia ist Gendarmerie abgegangen, um die Ordnung wieder herzustellen. Sport. --- Deutsche Skiläufer beim Holmenkolrennen. 3u dieser Meldung in Nr. 40 werden wir vom Sportschriftsteller Lut he r-Munchen gebeten, mitzuteilen, daß er nur als aküver Teilnehmer am Sprunglauf der Senioren über 30 Jahre, nicht aber als amtlicher Vertreter des Deutschen Skt-Bcrbandes nach Lhristiania geht. ________OTs)________ Tapeten ♦ Tapeten v.1«Pf.an,Gold Tapeteno. 20 Pf. an in den schön,ten u. Neuesten Mustern. Man verl. Isstentt.Musterb.N,.!^8.|D"/r leb rüder Ziegler, Lüneburg. n I I| Hl liefert billigst die Brflhrsche tals mil Firm Cafe Ebel SÄ Inh.: Karl 0hm Sonntag ab 6V2 ühr KONZERT Eintritt frei! 1112 Eintritt frei! Und das übrige hervorragende Programm ixrxT)mnrrxTrjnrjnoooooooOacxxTTamin(Yxxxx)nnQaxr.>0 N B der Hausbesitzer und Steuerzahler. Unbegrnflrckwrweise kümmert sich auch das KreiS- fjttt nrcht um it6iftanhe. In der letzten Stadtverordneten <5iSutt5 mur^ über ran unglaubliche Dinge berichtet, die in llnserer Bahnstatton Mtebai, Der Telegraphendienst ist feit dem Setzten Somm«r so beschrankt, daß man nur bis abends 8 Uhr ^aegrapveren rann, während man es früher auch in den Nacht- ibntben tonnte. Da während des Winters viele bessere Kurgäste ^bmerletbenbe, Huw weilen, sollte man schon mit Rücksicht . labet nur Stützen, Laden-u. Kinderfränleiu zue.r. Tee-Abend auf Sonntag, 33. Febr., abendS 8 Uhr, freundlichst tir. VereinSzlmmer: Kaiierbof, Sonnenstrabe, L Surj Eingang durch den Hof. (v*, Deutscher Fraueilvcrcm vom Roten Kreuz JL für die Kolonien Landesverband Hessen ■ Ortsgruppe Giessen:: Dortrag mit Lichtbildern Donnerstag, den 27. Februar 1913, 8'/. Ubr abends, in der neuen Aula der Universität Herr Geheime Hofrat Prof. Dr. Hansen Iie ftoprninkl kly!on null ihre PflanztMtlt Eintritt für Mitglieder frei. NichtmiMlieder 30 Psg. Schüler 29 Pfg.__________IDn/>l__________Der Vorttand. Giessener Konzert-Verein Dritter Kammermusik-Abend Sonntag, den 2. März 1913, abends 5V< Uhr, in der neuen Aula Frau Meli Lahner-Reimer aus Wien (Sopran) Herren Adolf Rebner (Violine), Johannes Hegar (Violoncell), Professor Trautmann (Klarier). Programm: Trio von R. Volkmann. Sonate für Pianoforte und Violine von J. F. Biber. Trio von J. Brahms. Gesänge von G. Mahler, A. von Zemlinsky und Dvorak. Finfrittcl/arfpn • I- Platz Mk. 3.—, die weiteren Mk. 2.—, Stehplatz Mk. L50, Liiiu iitana iüii , Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalien-Handlung von ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.), Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. la”/2 V.,' W ■ 5' unc ® A (? ‘ Nn,C A n„, 3ie< c« ; ^,.$1 I sL Ta riff L heute e Eu[: geb" Iperspruch an I Das Ergeb I-o alten ble M worden L vier Tage Wendigkeit - enages zu r L die Fow L: schwankend L beurteilen i L- schwer fei: toten - un :;?n 7' IaS Ign grünen -i Ltrarl eng, d Greife zum ; Lett >vird, n |: nicht ohne Er ;3ahrc h EdOO Mark Ersehen von Mn werden I Aas sonst I ist bald erz [ As gester kiofratie uni Irischen den ls hier auslomi iten unblutig i bischen bi imtwortung !»s dem Fir Wien, hervorz Km Abg. Bä! Damit wi lsenbahnen a ungeteilt, Ar Das Lott Kapitel 1; bohl wieder Machst die A H sich der w (VW, öitW fein Äüichr ! nassen, die \t nehmen, ba .fivischenruse Tie nät leicht aber erreicht mit libschiedet n -er Dorstanl w neue J'Jtt Theori An Tr. 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