165. Jahrgang Zweites Blatt Nr \I\ Erscheint täglich mit Ausnahme dcS Sonntags. Rumäniens Aufschwung. sind auf dein Rückzüge. 8*/t Uhr in Steins Garten. * Der Druck der Mächte auf die Türkei. >9. JuSi d. Js rse von 0 § n Effektenschalter erhält- leUungen rechtzeitig zu verfolgt. Urga, 23. Juli. Eine nördliche Abteilung von mongo- tischen Trnppesn wurde in der Nähe von Batslchalerais ge- zugute kommen. ** Aus dem Militärwochenblatt. Der Leutnant d. Res. Kracke (Jüterbog) des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr 116 und CbcrieutiL d. Res. Sohl (Danzig) des Leibgarde- Ins -Neats. <1. Öen.) Nr. 115 zum Hauptmann befördert. S t i r 6, Obcrlt. der Landw.-Kav. 1. Aufgebots (I Darmstadt), wurde zum Rittmeister befördert: gleichzeitig wird er zu den Nes.-Omueren des Schleswig-Holstein. Ulan. Regts. Nr. 15 vers^t: zum Ober- leutnant wird Leutnant d. Res. Schul des Jnf.-Regts. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118 (Mainz) befördert: zu Leutnants d. Re. die Vizefeldwebcl bezw. Vizewachtmeister Fischer (IDarmstadt), des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Riesling > I Darmstadt), des Jnf.-Leib-Negts. Großherzogin (3. Öenjjnr 117 Müller, Vos; (I Darmstadt), des Jnf.-Regts. Prinz Karl (4 Hess.) Nr. 118, Frhr. v. NordeckzurRabenau (I Darmstadt), des Garde-Drag.-Regts. (1. Hess.) Nr 23 - g.Regts. (1. Hess.) Nr. 23; zum Leutnant Aufgebots Vizeseldwebel Nodenhausen Donnerstag, 24. Juli 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts - Bilch- und Steiiidriickerei. R. Lange, Gießen. Torreon emgenonunen. Teheran, 23. Juli. Salar ed Daulch, der für eine kurze Zeit zu einer Besprechung mit seinen Reitern freigelassen wordeu war, mißbrauchte das Vertrauen und floh in der Richtung von Kcrmanschah. Er wird von persischen Kofacken energisch der Landw. Ins. 1. ----- . - .. (Gießen): der Vizewachtmeister des Landw.-Bezirks Saarbrücken Planken, wurde zum Leutnant d. Res. des 2. Hen. Feldart.- Regtä. Nr. 61 befördert Oberleutnant Finger der Nei. des Fußart -Regts. von Dieskau (Schles.) Nr. 6 (Gießen) wurde zum Hauptmann befördert. Vizeseldwebel U e b e r l e (Friedberg) des Fußart.-Regts. General-Feldzeugmeister (Brand.) Nr. 3 wurde zum Leutnant d. Res. besördert. " Lehrcrpersonalien. Uebertragen wurde dem Regierimg an Eure Dlajenät zu wenden, um Sie um i des Friedens zu butcu. Indern wir so handeln, haben wir keine, ivegs die Absicht, die eucutiied günstige Aufnahme, die Eure v ajestät dieser Bitte gewähren würde, dazu zu benutzen, um den Kriegszustand mit Serbien und Griechenland sortzusehen. Meine Regieniiig ist im Gegenteil fest entschlossen, mit diesen beiden Landern rasch Frieden zu schließen. Sie hat dies eben bewiesen durch die Entsendung ihrer beiden Delegierteii nach Risch, die mit den weitgehendsten diesbezüglichen Vollmachten versebeir sind. Sie ist bereit, wenn Serbien und Griechenland ihrerseits mit derselben Maßnahme erwidern, sofort die Feindseligkeiten einzustelleir uub mit der Demobilisierung der Armee vorzugehen. Sie lieferte alle Garantien und ist noch bereit, alle Garantien zu liefern, die für die Aufrichtigkeit ihrer Absichten und dieser Erklärung, die ich heute in ihrem Namen abgebe, gefordert iverden können. In diesem Gefühle bitte ich Eure Majestät, sie ihrerseits als befriedigend anznsehen und den Vormarsch der Trnpven einzustellen. Ich und meine Regierung werden in diesem Akte Eurer Riagestät eine glückliche Vorbedeutung für eine baldige und herzliche Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen unfern Völkern erblicken, die durch so viele Erinnerung und gemeinsamen Interessen geheiligt sind, die ivir mit tiefem Bedauern einen Augenblick getrübt haben. Ferdinand. zu Hiessen d. H. Tie „Siebener Famtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Rreirblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e-^51. 5Rebaftion:e^U2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Ausland. Wien, 23. Juli. Der böhmische Oberlandesmarschall Prinz Lobkowitz und Mitglieder des konservativen G r 0 ß g r .r n d b e s i tz e s im böhmischen Landesausschutz haben bedingungsweise ihre Aemter nieder gelegt für den Fall, datz am 1‘ August fein Geld in den böhmischen Laiideskapen sei. Londo n, 23. Juli. Die eng lis chen F löt lenma no- v er begannen unter sehr ungünstigen Witternngsbe- d i n g n n g e n. Ein Teil der Verteidigungsstotte mutzte mwlge furchtbaren Sturmes wieder nach Hum b er zurück- ^PariS, 23. Juli. Die Armeekommission des Senat nahm mit allen aegen eine Stimme Einstellung der 20jähi an Die Kommission schlägt vor, die von der Kammer angenom- meiic Vorlage anznnehmen, unter dem Vorbehalt, daß ein lpateres 6)esek in gewißen weniger wichtigen Fragen in dem Gesetz über bie dreijähriae Dienstzeit den vom Senat gewährten Abänderungen IOGÖ. Mplel »* Hessische Handwerkskammer. Die Bestrebungen der Handwerkskammer, die für Ausrüstung der nenge bi lbeten Tru ppen formalione n nötigen Lieferungen von Uniformstücken und dergl. nach Möglichkeit den korporierten Handwerkern zuzuführen, find nicht ohne Erfolg geblieben. Schon jetzt liegen Anfragen der Militärbehörden vor zur Benennung solcher Jnmtngei» und Bereinigungen,die sichzur Uebernahme von Lieferungen bereit erklären; nähereFragen und Angebote wurden schon eingeholt. Die Handwerkskammer zu Darmstadt vertritt energisch die Forderungen der Handwcrkszweige bei den Militärbehörden, weshalb zu erwarten steht, daß diese Bemühungen auch weiterhin von Erfolg begleitet sein werden. Es cmpsichlt ich hierbei, auf den von der Heeresverwaltung vertretenen Grundsatz hinzuweifen, wonach eine Beteiligung des einzelnen kleinen Handwerkers an den Lieferungen nicht erfolgen kann. Die Arbeiten können nur an Innungen und Vereinigungen erteilt werden, da der einzelm Handwerker bei seinen beschränkten Betriebsmitteln für die umfangreichen Bestellungen des Heeres nicht leistungsfähig genug ist. Die Organisationen müssen sich in ihrer Gesamtheit zu pünktlichen Lieferungen verpflichten. Es beda'rf wohl keines besonderen Hinweises, daß bei solch umfangreichen Arbeiten den vergebenden Stellen, die dem Reich gegenüber die Verantwortung zu tragen haben, volle Garantie gegeben sein muß. Hieraus ergib! sich für das Handwerk die Notwendigkeit, sich zusammenzuschließen, damit die wirtschaftlichen Vorteile, die derartige große Maßnahmen, wtc sie die diesjährige Heeresvermehrung bringt, möglichst allen Angehörigen der in Betracht kommenden Handwerkszweige 111)11813 000, M. 1000 und M. 500 nni 1913 ab hrlicli 2% des Kapitals vom Jahre 1914 ab zulässig Lehrer Wilh. Schneider zu Walldorf eine Lehrerstelle zu Groß-Karben. »• Obst- und Gemüseverwertung 8k ursc. Der Landmirtschaftskammer-Ausschuß wird vom 19.—21. August in Ettingshausen und vom 26. —28. August in Steinbach Obstverwertungskurse abhalten. Neben einer allgemeinen Belehrung über die Zusammensetzung, die Ernte und Aufbewahrung, sowie den Versand des Obstes soll in erster Linie die Verwertung im Haushalte gelehrt und durch Vorführung der verschiedenartigsten Konservierungsmethoden (Fruchtsaft-, Gelee-, Marmelade-, Mus- und Latwerge-Bereitung) erlernt werden. Weiterhin wird in praktischen Hebungen das Einmachen von Obst nach den verschiedensten Verfahren, sowie das Dörren von Obst und Gemüse und die Verwertung der Gemüsearten gezeigt werden. Für den Kursus steht eine vollständige Einrichtung zur Verfügung. Anmeldungen sind bei der betr. Bürgermeisterei oder dem Landwlrtschastskammer- Ausschuß in Gießen' zu bewirken. ** Ankauf volljähriger Truppendien st vier de im Herbst 1913. Zum Ankauf von warmblütigen volljährigen Reit- und Zugpferden sollen im Großherzogtum Hessen am 7.Okt., 8 Uhr vormittags, in Butzbach, am 8. September, 8 Uhr vvrru., in Darmstadt, am 9. Sept., 8 Uhr vorm., in Alzey (Rheinhessen) öffentlich Märkte abgehalten werden. Die Pferde sind in geringem Umfange für Kavallerie, in b?r Hauptsache mr Feldartillerie und Train, die in Butzbach zu kaufenden zum -Leu auch für Maschinengewehr-Kompagnien bestimmt. Beim Verkauf werden die Anforderungen zugrunde gelegt, die für_ den Remonteankauf maßgebend sind: mit Rücksicht aus die große Zahl der Tür den sofortigen Truvpengebrauch erforderlichen Pferde wird allgemein ein scharfer Maßstab angelegt werden. Zugpferde für Maichmen- gewehr-Kompagnien müssen in Sielen gehen, sind paarweye Mit 1000 Kilogramm Last im tiefen Boden vom Bock vorzmahren und dürfen keine Schimmel sein. Es werden nur Pferde angekaust int Alter von fünf bis zu zehn Jahren und tn einer Große von 1,5-- Meter bis 1,60 Meter Stockmaß «ohne Eisen gemeßen'. Tragende Stuten sind vom Ankauf ausgeschlossen. Tie angckauitcn .1 werden sosort abgenommen und den Truppenteilen unmittclaar überwiesen. Die Bezahlung erfolgt gegen Quittung bar oder m,li . - Scheck^ Pferde mit Mängeln, die gesetzlich den Kaul rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kausprcnes, der Transport- und sonstigen Kosten zurückzunehmen, de der Grenze Eliv^-Midia okkupierten Geb iete zu zwingen. In offiziell en Kreisen in Petersburg erklärt man mit aller Entschiedenheit, daß die Türkei nicht in Adrianopel bleiben werde und daß man die notwendigen Mittel anwenden werde, um sie zum Verlassen der Stadt sowie Thraziens zu zwingen. Wien, 23. Juli. Die „Wiener Allg. Ztg." schreibt: In französischen Blättern sand man in den letzten Tagen wiederholt die Meldung, daß Oesterreich-Ungarn nicht gesonnen ici an der K 0 l l ektivdemarchc der Botschafter in Konstantinopel bezüglich der A d r i a n 0 p e l e r F r a g e t e i l z u n e h m e n. Diese Nachrichten beruhen auf vollständig falschen Informationen. Der österreichisch-ungarische Botschafter in Konstantinopel unternahm in der vorigen Woche ebenso wie die Botschafter der anderen Grotz- müchtc bei der Pforte Schritte, um Vorstellungen bei der türkischen N e gi e r u n g gegen den Vormarsch der türIndien Armee nach Adrianopel zu machen. Oesterreich-Ungarn ist gleicherweise bereit, an einer eventuellen Kollektivdemarche bei der Pforte tcilzunehmcn, falls solche Demarche angeregt wird. Ferner bch hanpten die russischen und sranz-ösischen Zeitungen, datz m Wiener Rcgicrungskreisen der Versuch gemacht werde, die Autonomie Mazedoniens auf die Tagesordnung zu stellen. Diese Behauptungen gehören in das Gebiet ganz irriger Kombinationen. Hier beschäftigt man sich nicht mit dieser Idee. London, 23. Juli. Die Türker hat in Paris eine Anleihe von 50 Millionen. Franks abgeschlossen. Das Geld liegt zur Auszahlung bereit, wird aber auf Betreiben der Mächte zurückgehalten, bis die Türkei aus Adrianopel herausgeht. Verschiedene Nachrichten. Konstantinopel, 23. Juli. Die Regierung beauftragte den Architekten Kemal Eddin Bev, der in Deutschland studiert hat, nack) Adrianopel zu reisen und die Beschädigungen der Selem-Mosck-ec auszubcssern. M e h e m a i a, 23. Juli. Da in dem russischen Kloster Pan- teleimon auf dem Berge Athos neue Unruhen aus- brad>cn, mußte eine russische L a n d u n g s t r u p,p e gewaltsam ein schreit en, und die Ruhe wieder Herstellen. Dabei wurden 40 Ruhestörer leicht verwundet Alle Aufwiegler wairden aus einem russischen Dampfer eingeschifst und nach Ruplam. gebracht. Nacktem die Ruh? wieder hergestellt war, wurde die russische Landungstruppe wieder auf dem russischen stationär eingeschifst. König Karl erwiderte mit folgender Depesche: Ich beeile mich, das Telegramm Eurer Majestät zu erwidern, indem ich Ihnen die Versicherung gebe, daß ich von demselben Wunsche beseelt bin, sobald als möglich einer Situation ein Ende zii setzen, die ich umsomehr beklage, als sie einen Augenblick die guten Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zu trüben vermocht hat, die so viele Erinnerungen geheiligt hoben. Meine Regierung gab der Regierung Eurer Majestät die Bedingungen bekannt, die die Wiederherstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten gestalten, deren Aufiechterhaltung ich den größten Wert beimesse. Eure Majestät können überzeugt sein, daß die ireundlicheii Gefühle, die ich Ihnen seil langer Zeit entgegenaebraebt habe, durch diese letzten Ereignisse, die uns durch die Umstände anigedrängk ivorden sind, nicht beciiuräditigt werden konnten. Ich bin glücklich, von Suref Majestät zu erfahren, datz Ihre Regierung fest entschlossen ist, den Kriegszustand nut eerbieii und Griechenland zu beendigen und daß Sie bereits Ihre Delegierten zu diesem Behuse designiert haben. Karl. Augenblick, wo sich die Blicke ganz Europas auf_bie Einmischung Rumäniens in den Bal'i ankrieg und setne Dcil- nalyme an der Regelung der Orientfrage richten, durste eo augezeigt sein, den außergewöhnlichen Aufschwung naher zu betrachten, welchen dieses junge iiluliurland in den Vetztvergangenen Jahrzehnten genommen f)at. .reit bem Berliner Vertrag im Jahre 1878, wo Rumänien zum Ersatz für das an Rußland abgetretene Bessarabien die Dobrudsa auf dem rechten Donauufer erhielt, machte seine inteller- tuel'le und wirtschaftliche Entwicklung geradezu staunenswerte Fortschritte Eilt Volt van kaum acht Millionen Köpfen - aber welche vorwärtsdrängende Kraft, sich wirtschaftlich und politisch-litlturell durchzusetzen! Werfen wir einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung de" Handels. Im Jahre 1866 belief sich die Einfuhr nach Rumänien, die größtenteils in fertigen Waren bestand, auf 71 500 000 Lei (1 Lei = zirka 80 Pfennig), die Ausfuhr des Landes verzeichnete 116 500 000 Lei, hauptsächlich an Getreide und Petroleum. Stellen wir die (auf offiziellem Material beruhenden) Zahlen1 vomFahre 1910 daneben — Einfuhr 409 700 000, Misfuhr 616 500000 Lei so springt der wirtschaftliche Aufschwung in die Augen. Während der l-ctztv-erflossenen fünfzig Jahre ist tm übrigen die Ausfuhr des Landes stets erheblich größer gewesen, als die Einfuhr . . das Zeichen einer gesunden Handelspolitik. Was den Anteil Deutschlands an dieser Einfuhr betrifft, so erreichte sie im genannten Jahre die stattliche Ziffer von 138 237 277 Lei (etwa HO1/., Millionen Mark), d. h. mehr al-s ein Drittel des Gesamtimports. Betrachtet man daneben den Handelsverkehr anderer hervorragender Kulturstaaten mit Rumänien, so kann man nicht umhin, der deutschen Tüchtigkeit und Energie die hier ein neues Tätigleitsfeld gesucht und gefunden haben, da^ größte Lob zu zollen. Frankreich z. B., das um 1880 noch seinen Rang in der Einfuhr zu behaupten wußte, ist gegenwärtig auf 25627 410 Lei (1910) gefallen: während es damals speziell mit Luxuswaren und Automobilen den ersten Platz einnahm, ist es heute auf den fünften oder sechsten verwiesen und mußte, besonders was Erzeugnisse der Großtechnik und Maschinenbranche angeht, der österreichischen, deutschen und englischen Konkurrenz weichen. Ein ausgedehnter Ackerbau, der gegen o Prozent des Bodens in Anspruch nimmt und mit Hilfe modernster Geräte und Maschinen rationell betrieben wird, stellt mit seinen Produkten den Hauptreichtum des Landes dar. Weizen, Mais, Gerste, Roggen, Hafer gedeihen in gleicher Weise. Die Erzeugung von Weizen, die bisher an erster Stelle stand, ist seit einigen Jahren zwar zurirckgegangen, aber nur, um dem größeren Gewinn bringenden Gerste- inid Maisdau entsprechenden Platz zu machen Die Weizen- ernte ckrzeichnet für 1910: 39 031 794 Hektoliter, für 1912: 31 Millionen, während die Gerste- und Maivproduition von einer imerheblichen Ziffer um 1900 bereits aus mehrere Millionen Hektoliter gestiegen ist. Der Gesamtertrag an Kornfrüchten belief sich im Jahre 1912 auf das stattlich. Gewicht von 5 545 000 Tonnen: ein großer Deck davon wrrd durch den von Jahr zu Jahr mehr au f blüh enden Ha en Sul-ina ausgeführt. Besondere Aufmerl)amleit verdient auch der Weickiau, der im Jahre 1911. 1093 000 Hektoliter im Fahre 1912: 1589 000 Hektoliter Ertrag brachte Vergeben wir schließlich nicht die reichen Walder des ^anbey, die im ganzen 2 800 000 Hektar bedecken: da viel alckr Baumbestand^ und vorzügliche Nutzhölzer vorhanden sind, darf man dem erst seit kurzem in erheblicherem Umfange betriebenen Holzhandel eine gute Zukunft Voraussagen. Die wichtigsten Bodenschätze Rumänien^ find Kvl'ken und speziell Petroleum. Man kann die Ausbeutung der Minerakölquellen geradezu als R a 110 n all n du st rie bezeichnen ; sie ernährt direkt oder indirekt fast ein Viertel Cr Das^Ei^s enbahnwesen befindet sich, wie in den Übrigen Balkanländern, erst im Anfangsftadiunii was insbesondere der lange Zeit hindurch mangelhaften Kapital- gewäkrimg von feiten des Auslandes zuzufchreiben ist EäX Mietet in diesem Punkte das merkwürdige und seltene Beispiel dar, daß ein Land auch ohne Eisenbahnlinien einen bemerkenswerten Aufschwung nehmen kann. Vergessen wir indessen nicht, hinzuzufügeii, daß Rumänien über ein Netz vortrefflicher Landstraßen verfugt. An Elsen- J L ^nhre 1912 bloß 3590 Kilometer vor- 2™ buchten Skrtöon etwa 710 Millionen Mark dar- stcNcn/M.l Ausnahme ernrger u^e^tenden ^ekunhar- bahnen sinh die C-isenbahncn tm Besch des Otaa^ ^Ti umsangr-nches Konstrnktwnsprogrmnm, mit dessen Au.s h rung im Jahre 1914 begonnen werden sott, steht den İu der europäischen ®rapmaajre hrrmnlteten Haus- Mt""Jir™ SS'bCTeVi" bülitcV Während der empor- 18 ^Ä^Eckt^iestlben?eit 1890 'fast sämtlich zu 4 Pro- Stt» sss * ^E^^^„s^6 015Ä8^Lei)01907 bis 1908: 62 Mil- 21 Mtrl«E(auf216Mo110 391 665 Lei. Diese » S«->w w SJSS Ä» und rumänischen König. e 90 Die Depesche, d-ie König F e rd?n an dern 21. R« an König Karl richtete, hat iol= N^ichl-säl),.- Wunsch d^mich b-st-lt, der .u wen . r„ MU i6n?Älimnarin m?m“m «amTunb iS m=iner । Selbe. Bei dem in der Näh- von Khalgan erfolgten Gefecht Sember g, 29. Juli. Das Blatt „Dzinik Polskie" meldet aus Warschau: die Polizeibehörde mache durch Anschlag den Reservisten bekannt, daß die P r 0 b e m 0 b i l i s i e r n n g am 23. August stattsindet. . Paris, 23. J»li. Mehreren Blatten, wird ans Madrid gemeldet, daß der Generalresident von Marokko, General Also demnächst dnrch den General Marina ersetzt werden würde. N e w y 0 r k, 23. Juli. Wie der Zeitung „eun" gemeldet wird, haben die I n s il r g e n t e n in dem Staate Mexiko die Stadt l’A u 9 L» für die ** rt WS-».'') bdlb batte dieser gar yi zwischen der Tätigkeit des Verkehrs. scheidet Perkedr-vereins. D»nde sind schlechterdings gar von nornbemit er Betrag Führer mögen, ioeleben her ii abgegebenen mager Der Artikel gern auS dem .Mfaffenbcri dxt ieststelleider Verkehrs-Verein sirr den auI.^c miswandte Darum ist der Bericht CuhMiifnbrt Aschaffenburg, 23. Juli. Gestern landete hier ein belgischer Ballon mit drei Insassen, der in Brüssel aufge- stiegen war. Die Aufzeichnungen und Photographien wurden beschlagnahmt und an das bayerische Kriegs- ntinisterium gesandt, während die Insassen hier unter polizeilicher Begleitung stehen. Das Generalkommando Würzburg wird entscheiden, ob der Ballon und seine Fahrer anstandslos die Heimreise antreten dürfen. Hannover, 23. Juli. Dec fran;ösische Flieger Le tert ist mit der ramschen Fliegerin Galanskoos i auf der Vahrenwalder ide gcla. bet. Er gedenkt nach Einnahme von Benzin und Ccl, ic halb das bettet sich aufgeklärt hat, weiter zu fliegen. sich der VerkebrSver. in vertehrsverein und Siebener Anzeiger. Gießen, 24. Juli. Ter Vorstand des Verkehrsvereins hat als Antwort auf unsere Bcsprcclntng seiner Tätigkeit in Nr. 155 des Gießener Anzeigers ein Rundschreiben an seine Mitglieder gerichtet, das folgenden Wortlaut hat: Verkehrs-Verein Gießen c. V. Gießen, den 16. JUli 1913. An unsere Mitglieder! In Nr. 155 des Gießener Anzeigers (5. Juli 1913) besaßt sich der Gießener Anzeiger, nadxbctn er eine Abwehr des Vorstandes des Verlelw^ Vereins gegen seine Auslassungen zurück gewiesen hatte, wiederholt mit der Tätigkeit des Verkehrs-Vereins und glaubt sich berufen, „Ausstellungen" gegen den Vorstand des Verkehrs Vereins machen zu sollen. Ter Kassenbericht ist es insbesondere, der dem Gießener Anzeiger nicht gefallt. Er sei zu mager, er lasse vermissen die Angola über die Verwendung des Geldes. .Hätte der Gießener Anzeiger seinen Getönhrsmcknn in die Mitgliederversammlung geschickt, so nriirbe biejer dort den Kassenbericht genau gelwrt haben In den Ial/resbericht oder den sogenannten Y^esdrifts bericht gehört der ikassenbericht nidst. Der Vorstand deS Verkehrs Vereins ist bereit, dem Giessener "Anzeiger lxnw. seinem Inhaber mitzuteilen, wie das Geld verwendet nrhrbe, obwohl er keinerlei Anspruch darauf hat. Denn der Inl?aber des Gießener Anzeigers ist nidrt Mitglied des Verkehrs Vereins imb hat es nicht für seine Aufgabe gehalten, den Verkehrs Verein, dessen Bestrebungen er anerkennt, zu unterstützen. Das hat folgende Bewandtnis: AlS der erste Führer lxrausgegeben werden sollte, imirben Offerten bei der Brüblsdten Tnrfcrei sowohl, inic bei der v. Münchonödnu eingeholt Die Iuber beider Olef drifte waren damals, und der Letztere ist eS nodt heute, Mitglied oes Ver kehrs Vereins. Die Brühlid-' Trurferei forderte 1500,— Mark, v Mündtow 1180, Mark, bei gleichen Leistungen Nadtdein der mittlmpeik verstorb ne Herr Ernst ^ktlfcr zu den Offerten gehört worden mar. befd'l?r der Ausschuß des Verkehrs Vereins, der von Rttinck»vwsdren T rurfrrri die AuSsbhrrmg zu übertragen In der Folge trat .Herr R. Lange, Inhaber der Brühlscken UuiversitälS Bud?- und Steindruckerei nnb deS Verlages de- Gies^uer Anzeigers aus dem Verkehrs Verein aus. Wie sclvn mehrfach, so wurde aitdi im vergangenen Jahre die Herausgab. neuer Mhrer notwendig Die Brüblsdre Trurferei konnte be- dem Verhalten ihres Inhabers nicht berürffiditüit merben Des Verkäufer entsteherrden Unkosten wird empfohlen, die Pferde vor dem Berkans besonders auf Roaren eingehend zu unter,uchen Jur Llnzeige von dem Mangel eines Pferdes ist nicht nur drc Kom- mfffton, die es gekauft hat, sondern auch jede andere Stelle der Heeresverwaltung berechtigt, also and) der Truppenteil, dem das Pferd überwiesen ist. Verkäufer, die Pferde vorführen, die ihnen nicht eigentümlich gehören, müssen sich gehörig auSwenen rmnen. Der Verkäufer ist verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke, rindlederne Trense mit glattem, starkem, einfach gebrochenem Gebiß und eine neue Äopfhalster von Leder oder Hanf nut zwer mindestens zwei Meter langen Stricken unentgeltlich mitzugeben. Die Verkäufer werden ersucht, die Schweife der Pferde nicht übermäßig zu beschneiden und btc Schwanzrübe nicht zu verkürzen. "Schluß der Banken an Sam Stagen. Wie nu3 dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, haben die hiesigen Banken und Banksirmen, wie dies bereits in zahlretchen anderen Städten eingeführt ist mit Rücksicht auf den 12 Uhr- Echknß der Reichsbank den Kasienschluß an den Samstag- Nachmittagen auf 1 U h r f e st g e se tzt. ES dürfte sich daher für das Publikum und die Geschäftswelt empfehlen, ihre Dispositionen entsprechend einzurichten. Bemerkt sei noch, daß daS Bankhaus Jakob Grünewald, welches, rote seither, den ganzen SamStag geschlossen ist, von dieser Neuregelung nicht betroffen wird. •• Jagende Hunde. AuS Jägerkretsen wird unS ge- .schrieben: Am DtenStag abend kurz vor 7 Uhr wurde im Stadtwalde ein herumstromender Hund (Wolfshund oder deutscher Schäferhund) ongetroffen, der abgehetzt war. Er tjntte offenbar gejagt und dabei seinen Herrn verloren. AIS dem Hunde der verdiente Lohn zuteil werden sollte, erkannte er rasch die Gefährlichkeit der Situation: er nahm den Schwanz zwischen die Deine und suchte heulend im Schutze von Hecken das Weite DaS war für dieses Mal sein Glück! Dieser Vorgang gibt Veranlaffung, die Besitzer von Hunden wieder einmal darauf hinzuweisen, daß eS sich e.npsiehlt, einen Hund im Walde an der Leine zu führen. Geschieht daS nicht, dann kann dem Tiere leicht etwas Schlimmes zustoßen. Denn ein jngenber, d. h. Wild hetzender, Hund ist dem Tode verfallen! (Wir weisen im Anschluß an den oben geschilderten Vorfall darauf hin, daß nach dem hessischen Recht nur auf Landstraßen und Spazierwegen Hunde frei herumlaufen dürfen und zwar 100 Meter vom Wege ab. Bei jagenden Hunden empsiehlt e8 sich aber, sie auch aus erlaubten Wegen an der Leine zu führen. Red.) Landkreis Gießen. ■= Heuchelheim, 22. Juli. Auch unser Ort hat jetzt eine kleine Talsperre. In der Gemarkung ist der Bieberbarl) gestaut, so daß ein Stauweiher entstand. Ob es sich um eine Arbeit der Gemeinde oder der Feldbereinigung handelt, ist im Ort nicht bekannt. Hesfen-Rasfau. Q Marburg, 23. Juli. Ein Auto in die Kirche gerannt. Heute mittag zwischen 1 und 2 Uhr setzte sich ein in der oberen Reitgasse stehendes unbesetztes und führerloses Automobil plötzlich in Bewegung und sauste in rasendem Tempo die steile Straße hinunter und geradewegs auf das Portal der reformierten Kirche los. Der Anprall war so gewaltig, daß die schwere eichene Tür total zersplittert und die linke Portalsäule, die aus großen Sandsteinen zusammengesetzt ist, auseinandergerissen und nach innen gerissen wurde. Dadurch, daß das Auto hier ein Hindernis fand, wurde auch die jedenfalls sonst unvermeidliche Verwüstung im Innern der Kirche vermieden. Zum Glück war die dort von Mauern begrenzte recht schmale Reitgasse, die nach Schluß der Kollegien sehr belebt ist, wegen eines Platzregens fast menschenleer. Das Automobil wurde natürlich tüchtig beschädigt. nicht zu trennen, ba das Bureau vom Vorhand geleitet wird Es mißfällt dem OHrHcner Anzeiger, daß ber Verkehrsverein sich des Blnmeirsckmucks aitgcnomwcn bat und er meint, es fei ches nicht die Ausgabe des VerkebrSvereins, sondern des Ver sckönerunasvereins Hätte der Verschönernnasverem die Förde rung des Vlmnenschmucks als feine *»«" -r könnt, sc» märe eS nicht nötig gewesen. damit befaßte. Das geschah bereits im Frühjahr 1907. Rachdev, CanOivirtfcbaff« — Schafbock» uktion z u Götzen. Tie diesjährige Schafbockanktion be5 Landwirts ckwüSlammer-AnUchmses findet am Tienstag, o. August, vormittags 11 Uhr in Götzen statt, wobei Gelegenheit geboten ist, die Stainniherde zu besichtigen. Es gelangen 37 Lammböcke zur Versteigerung Für die Tiere, die von overbelsifdten Gemeinden und Gesellschaftssckä'ereien, sowie zur ^andwirlschaftskammer beitragspflichtigen Prioatichäfereien erworben werden, gewährt bei Landwirtfcba wkammei-AuSsrbuß .'Oorozentige Zuschüße aus den durch Mehrerlös reduzierten SteigvreiS. ein angeboren, in dem solche Machensck)aften möglich waren. Daß dem Vertehrsverein diese Tatsachen so ganz entfallen fein sollten, können wir nicht glauben, er hakte ja auch die Möglichkeit, sich aus dem damaligen Briefwechsel genau zu unterrichten. Dieselbe Kampsesweise offenbart natürlich auch die Behauptung, daß der Jahresbericht nur deshalb mager genannt worden wäre, weil Herr Lange daraus nickt habe ersehen können, was der letzte Führer gekostet habe. Dabei haben wir kürzlich fd>on festgesteNi, daß. die erste Besprechung des Berichtes von einem unserer Mitarbeiter versaßt war, und zwar ohne unsere Anregung. Daß der Bericht nicht mager sei, wenn er nur über den Verbleib von 200 Mark Auskunft gibt, anstatt über sämtliche Einnahmen und ?lns- gaben, das können nur die Leute behaupten, die den Bericht verfaßt Haden. Dir wollen damit aber nickst sagen, als ob vieles, was im Berkehrsverein gescksteht, nur ver- kapkre Geschäftsunternehmen einzelner Herren wären. Uns würde es aber tief kränken, wenn wir mit solchen Firmen zusammengeworfen würden, von denen der Vorsitzende kürz» /ich behauptet hat, daß sie ihm während der Sitzung „die Truckaufträge aus der Hand rissen". Ter Vorstand des Vertehrsoereins glaubt loeiter, daß es seine Aufgabe fei, für den Blumenschmuck der Häuser zu sorgen. Wir bestreiten das heute noch, und wenn der Vor stand des Berkehrsvereins wirklich so gute Beziehungen allen Gießener Vereinen hat, so hätte er den Blumen ickmuck bei dem Berschönerungsverein ja anregen und sein Geld zur Propaganda verwenden können Daß unser Rat zu spät käme, ist eine leere Behauptung, denn wir sind bereits lange vor dem Vertehrsverein für den Blumenschmuck der Häuser eingetreten, ohne allerdings zu behaupten, daß wir damit die V e r k e h r s v e r h ä l t n i s s e hätten bessern wollen. Daß der Verkehrsverein seine Tätigkeit geheim hält und sozusagen unter Ausschluß der OefsenNichteit arbeitet, gebt daraus hervor, daß nientand seine Arbeit spürt. Wir Haven sck>on gesagt, daß die Leistungen eines solchen Vereines wertlos sind, wenn man sie in der Oeffentlichkeit nicht ständig bemerkt. Wenn wir auf den Verkehrsverein in Bad-Naubeim verwiesen, so geschah es, um darauf aufmerksam zu macken, auf welche Art dort gearbeitet wird, nickst mit welchen finanziellen Mitteln. Wenn man die Sache anzufassen versteht, dann kann auch mit geringen Mitteln etwas geleistet werden. Ob die Stadt Gießen „in Anerkennung der außerordentlich ersprießlichen und umfangreichen Tätigkeit des Verkehrsvereins" 500 Mark jährlich beifteuert, oder, damit endlich einmal lvas geschieht, das ist noch sehr die Frage. Daß das im übrigen „ein bemerkenswertes Pendant zu dem Verhalten des Gießener Anzeigern" ist, finden auch wir, denn wir arbeiten schon seil vielen Jahren im Interesse der Stadt Gießen und ihres Verkehrs. Daß der Verkehrsverein das anerkennt, freut uns, aber wenn er es bestreiten rj-oltte, so würde er damit nur ?ich selbst blamieren, denn unsere Arbeit unterliegt der ständigen .Kontrolle der Oeffentlichkeit und wird täglich von 18 000 Lesern begutachtet. Daß der Verkehrsverein festgebende Vereine unterstützt, ist sehr schön, es bedarf aber eigentlich keiner Hervorhebung, denn etwas muß er doch schließlich tun, und damit, daß er seine Führer auswärtigen Verkehrsvereinen im Tauschverkehr zuschickt, wäre auch wahrlich nicht viel geschehen, denn in den auswärtigen Bureaus liegen die Führer, bis sie einmal verlangt werden. Das ist aber keine Propaganda, die muß tatkrästig sein. Da der Vorstand des Verkelsrsvereins mit uns der Ansicht ist, daß die Hessennummer ein verfehltes Unternehmen war, so wollen wir nicht mehr darauf eingehen. Der Vorstand des Verkehrsvereins behauptet dann sehr richtig, daß über den Geschmack zu streiten sei — und verteidigt das von ihm herausgegebene Plakat. Wir beneiden den Vorstand nicht um seinen 0se sch mack, aber es ist bejammernswert, wenn sich in einem solchen Verein niemand findet, der für künstlerische Dinge Verständnis bat, aber ein Plakat verteidigt, das verzweifelte Aehnlichkeit mit einem Neuruppiner Bilderbogen hat. Wir haben .Künstler genug im Lande, die ein schönes und wirkungsvolles Plakat zu verhältnismäßig geringem .Honorar entworfen hätten. Es ist nicht dasselbe, ob ein Dörfchen im Vogelsberg ein Plakat herausgibt oder der Verkehrsverein von Gießen, der die Stadt auswärts doch gewissermaßen zu vertreten hat. Daher haben die Stadtverwaltung und die Presse and> die Pflicht, seine Tätigkeit zu überwachen: sie müssen bafiir sorgen, das eine Stadt wie Gi?ßen mürbig vertreten wird uni) darum betonen wir gerade diese Angelegenheit so nachdrücklich. Daß uns der Verkehrsverein bei einem späteren Wettbewerb zu Rate zielten will, ist sehr anerlennenswert. Es würde aoer zugleich das erstemal sein, daß sich der Vorstand des VerkehrsvereinS mit uns ins Einvernehmen setzt, um gemeinsam mit uns zu arbeiten, obwohl heutzutage feder wissen sollte, daß ein gemeinnütziger Verein mit der Presse Hand in Hgud arbeiten muß Der Vorstand des Verkehrsvereins darf sieh daher iiidj ivundern, daß ihm das Publikum nach seinem Jahresbericht nur Lau begegnet, und wenn er weiterlfin so arbeitet wie in dem wieder gegebenen Rundschreiben, das sich an Verdächtigungen und Verdrehungen das mögliche leistet, bann ist es nur allzu verständlich, daß sich allmählich auch die Leute zu- rückziehen, die mit den Zielen des Vereins einverstanden find durch hie Tätigkeit des Verkehrsvereins der Linn unserer Mit» । büraec für Häuser- unö Vorgartenschmuck durcv Broschüren und Preisausgaben geweckt ist, kommt der Gießener Anzeiger mit ; feinem Rat zu iirit. Tie infolge des VerkehrsvereinS auf diesem . Gebiete sind unbestreitbar und liegen, klar zu. Tag?. Der Perkehrsoereiii hat niemals seine Tätigkeit geheim gehalten, wenn sie auch jdjctnbar dem Gießener Anzeiger verborgen blieb. Tas ist gewiß nidjt die Schuld des VerkehrsvereinS. Wie wenig der Gießener Anzeiger sich bemüht hat, sich über die Tätigkeit des Gießener VerkchrsvercinS jnn Bild zu ve» schaffen, zeigt der Umstand, daß er auf die Tätigkeit des Verkehrsvereins Bad^Rauheim verweist. Dieser Berkehrsverein ilt finanziell ausgezeichnet gestellt, da ihm von der -Stadt alltährlich 3000 Mark zufließen und überdies sämtliches Reklamematerial von der IhirDcmxiItung zur Verfügung gestellt wird, wofilr diese jährlich ca. 12—15 Tausend Mark auiwendet. — demgegenüber hat der Gießener Berkehrsverein der Hauptsache nach seither nur mit den geringen 'Mitgliederbeiträgen, zu denen Herr Lange nicht einmal sein Scherslein beitragen will, zu rechnen. Neuerdings steuert die Stadt Gießen in Anerkenniiiig der außergewöhnlich ersprießlid)en und umfangreichen Tätigkeit des Ver- kebrsvereins 500 Mark pro Jahr bet Ein bemerkenswertes Pendant zu dem Verhalten des Gießener Anzeigers. Die Verdienste des Gießener Anzeigers für die Stadt sollen hier nicht behandelt ' und auch nicht bestritten werden. Der Vertehrsverein hat allzeit, das mag der Gießener Anzeiger in sein Erinnerungsbuch schreiben, damit ihm das nickt vergessen geht, mit Vereinen und Unternehmungen in und für die Stadt Gießen innigste Fühlung gehabt, ist stets sestgebcnden Vereinen zur Seite gewesen mit Nat und Tat und hat dafür gesorgt, daß die fremden Gäste dieser Vereine mit Führern der Stadt und dergleick-en versehen wurden. Der Gießener Verkchrs-Vcrein hat von vornherein auf dem Standpunkt gestanden, daß die sogenannte Hessen-Nummer ein verfehltes Untern chmen war, er konnte aber mit seiner Ansicht bei den Beratungen des Verbandes Hessischer Verkehrs Vereine nicht durchdringen und mußte, da Gießen sonst überhaupt nicht berücksichtigt worden wäre, nolens volens dem Beschlüsse des Verbandes sich fügen. Nicht allein Gießen, sondern überhaupt ganz Oberhessen, mit Ausnahme von Bad-Nauheim, auch der größte Teil von Starkenburg, mit Ausnahme der Bergstraße, und ebenso auch das linksrheinische Hessen, mußten erfahren, das; die von ihnen beantragten Aufnahmen und Wiedergaben in der Hessennummer nicht erschienen. So war es and) mit dem Aussatz über Gießen, der überhaupt nickst von dem Verkehrs- Verein herrührte. Das von dem Verkehrs-Verein seinerzeit herausgegebene Plakat ist ein weiterer Stein des Anstoßes für den Gießener Anzeiger. Das Plakat wirke nicht künstlerisch. Man fribe wohl- gemeinten Rat lvom Gießener Anzeiger natürlich! versck>mäht, und so sei das Plakat auch ausgefallen. Nun, über den Geschmack und namentlid) über künstlerischen Geschmack läßt sich ja streiten. Daß aber der Geschmack des Gießener Anzeigers maßgebend wäre, können wir nicht zugeben, zumal uns über dieses Plakat eine Reih? von Anerkennungen zugegangen sind, und gerade von Persönlichkeiten, denen mir Gesd-mack zutrauen. Das Plakat verdankte damals seine Entstehung dem Umstande, daß von dem Druck des Führers noch eine Reihe von Klischees vorhanden waren, die man fixer Oeffentlichkeit zugänglich machen wollte. Es war durchaus nicht ein Plakat nach der Art der Badeorte und Sommerfrischen bezweckt. Zudem waren unsere Mittel beschränkt. Sollten wir aber eines Tages in die Lage kommen, zu einem künstlerisch ausgeführten wirkungsvollen Gesamtbilde von Gießen die Mittel aufzubringen, so werden wir dies mit Freude tun. Wir werden aber dann nicht versäumen, auch den Gießener Anzeiger zu hören, damit uns nicht der Vorwurf erwächst, wir seien ohne Sorgfalt und ohne Fühlung mit der Presse vorgegangen. Das Vorstehende dürfte genügen, um das Verhalten des Gießener Anzeigers in seiner Kritik über die Tätigkeit des Verkehrsvereins zu kennzeichnen. Der Vorstand des Verkehrs Vereins. Wir finden es zunächst befremdlich und aller guten Gewohnheit widersprechend, daß der Verkehrsverein uns nicht öffentlich ernndert oder uns wenigstens umgehend eine Abschrift seines Zirkulars übermittelt hat, da er sich darin ausschließlich mit dein Gießener Anzeiger und unglaublicherweise auch mit der Person seines Verlegers befaßt. Namentlich aus letzterem Grunde sehen wir uns zu unserem Bedauern veranlaßt, noch einmal auf diese Angelegenheit eingehen zu müssen. Wir hatten seither geglaubt, daß der Verkehrsverein trotz einzelner Mißgriffe, besser beraten wäre, aber aus seinem jetzigen Gebaren, das wir nicht näher kennzeichnen wollen, geht llar hervor, daß seinem Vorstand jedes Verantwortlick)- keitsgesühl mangelt, denn sonst hätte er kein Rundschreiben verbreiten können, das in fernem wesentlichsten Teile aus Verdrehungen der Tatsachen besteht. Deshalb hat er sich auch gehütet, seine Behauptungen in der Oeffentlichkeit auf zustcllen, denn er tnnß wissen, daß ans den Men ganz andere Tinge hervorgetan. Dabei scheut er sich auch nicht vor Verunglimpfungen persönlicher Art, die seine .Kampfes- weise vorzüglich kennzeichnen, aber trotzdem wir auch genug Handhaben und Belege haben, um den leitenden Herren in demselben Ton zu mitworten, so sehen wir doch davon ab, Person und Sache zu verquicken, da wir das nicht für anständig halten. Schon der erste Satz des Zirkulars ist eine bewußte Unwahrheit, denn es ist uns niemals eingefallen, eine Abwehr des Vorstandes des Derkehrsvcreins znrückzuweisen, wir haben sic ja in eben der Nr. 155 veröffentlicht, und zwar ohne jede Kürzung, verwahrt haben wir ^ins allerdings gegen die Zumutung, auf die Abwehr nichts zu erwidern. Aber diese Verdrehung, die schließlich in mangeln der Auffassungsgabe begründet sein könnte, ist nur eine Harmlosigleit gegenüber der perfiden Dreisttgleit, mit der der Verleger des Efteßener Anzeigers angogrisfen wird. Da die sachlichen Beanstandungen oer Redaktton nicht zu widerlegen sind, scheut sich der Berkehrsverein nicht, Herrn R. Lange persönlich anzugreifen und ihm unlautere M actum- schäften zu unterschieben — denn es geschah ja in aller Heimlichkeit. In Wahrheit sicht die Sache aber ganz anders aus. Im Jahre 1904 schrieb der Verkehrsverein eine Submission für seinen ersten Gießener Führer aus und zwar zwischen von Münchowschen imb der Brühlfchen Druckerei. Unke rm 10. Februar hat die Brühlsche Druckerei ein Angebot gemacht, das von der anderen Firma wesentlich überboten wurde. Anstatt nun der Brühlschcn Druckerei als der billigsten den Auftrag zu überweisen, schrieb man unter fadenscheinigen Gründen eine zweite Submission aus. 9hln stellte allerdings die v. Münchowscke Druckerei die geringste Forderung, denn man hatte sie unter der Hand non der ersten Forderung der Brühlfchen Druckerei in Kenntnis gesetzt. Am 4. März 1904 gab die Brühlsche Druckerei -.irrer Verwunderung darüber Ausdruck, daß sie noch keine Nachrid)t über die Submission bekommen habe, obwohl sie itackwetslrch die billigste gewesen märe. Diesen Brief bat ber Vorstand des Verkehrsverems nicht beantwortet — Lelb,tverstandlich hätte es dem Berkehrsverein sreigestan- dcn den Truckmistrag jeher ihm genehmen I-irma frei- länbia zu vergeben, aber wenn tr einmal eine Submission teranitoltete, bann durfte er sich nicht über die im Geschätt., leben allgemein gültigen Bedingungen hinmeafefcer Dieses sonderbare Verhalten lvar für .Herrn R. Lange bei Grund -mn 'Jbtitritt, denn er wvlllc nicht länger einem Bei Zwangsversteigerung. Zwangsversteigerung Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das ^opdampft^DOO^' nach BrtsacteÄlrl—52 [g][ä][ä][ö]|ä][5]iä][ä]g|ä][ä]IS][s]l°10@[2|[sl (BT7. Großherzogliches Amtsgericht. B24/, Giessen Mk. 61350 Telephon 733 rgj Seltersweg 89 Tftöbelfiandlung to r—i richtungen [B]läl[ä][ä]!D][ä][ä][n][n]a!äl[5][°ll£i[s][5][5][öl D«/7 nur mit also nur ’n SJ D [□1 Wer Bedarf bat * 3 nm Grubenunglück auf der Zeche Carolus Magnus. Aus Aachen wird gemeldet: Bis Mittwoch nachmittag ist es noch nicht gelungen, die auf der Zeche „Caroltts Magnus" verschütteten Bergleute m befreien. Das Grubenunglück ereignete sich dadurch, das', sieden oder acht Ringe des pc.v sorischen SchachLrusbaues sich toslösteit, wodurch Gesteinsmassen hinab- ficlcn. Die Ursache des Nachgebcns der .Ringe ist bergtechnisch mxf) nicht einwarrdfrei festgestellt. Die Verunglückten liegen etwa Kt-^rotzenburg «Kreis Cffenbocti), am 23. Juli 1813. Großh. Bürgermeisterei. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen, Band 21 Blatt 948: Gießen, den 14. Juni 1913. Großhcrzogliches Amtsgericht. in wirklich gut icbeeldeeden $0* Hager Stahlroarei beitrlle sofort in eigenem Interesse unteren Raaptka- talog über lautende Artikel aller An, den wir gratit und franko wertenden. Gehn Bell, GräIralM37 b. Soling ---■ Tabrik-Ueuandbaai. ■ — Bezeichnung der Grundstücke: Grundbuch für Gießen, Band 1 Blatt 49: Flur 1 Nr. 596 — 160 qm Hofreite in der Kaplansgasie (Kaplansgasse Schrotmühle „Veraklir Äug. Gruse Schnddemühl 5i zeichnen. Der Anteil Englands ist won 30,8 auf 30,2 Prozent gefallen. - jzurgernene j=! — .............□ Wohnungs-Ein- J={ S Lang jähr. Garantie jtaarausfall, Xopfsdmppen Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher W e t t e r d i e n st, Gießen. Wetteraussichten in Helsen (üc Freitag, den 25, Juli 19131 Meist beiter und trocken, warmer, östliche Winde. Flur 3 Nr. 3 — 537 qm Hofreite am Gänsacker (Ost-Anlage Nr. 19) Flur 3 Nr. 4 ----- 473 qm Grabgarten daselbst * Gin Geisteskranker. Aus L ondvn wird gemeldet: Ms das Königs Pa ar einer Vorstellung im Convcntgardcn- Theater beiwohnte, stand plötzlich ein Herr im Parterre aus und ging während des Spieles den Gairg zur Hofloge hinaus. Unmittelbar vor dem König blieb er stehen und fixierte ihn in auffälliger Weise. Auf der Brust seines Hemdes hatte der Fremde ein grofees? schwarzes Kreuz gemalt. Man veranlaßte den offenbar Geistesgestörten zum Weitergehen. Er ließ sich ohne Gegenwehr aus dem Theater entfernen. * Die u n g e sährlichc Bombe. Aus London wird berichtet: Ter Milliardär Carnegie erhielt gestern ein Paket zugeschickt, in dem sich ein hermetisch verschlossener Zinkkasten in Melonenform befand. Die anscheinende Bombe wurde, auf das Polizeiamt geschasst und aus sicherer .Entfernung auf die Bombe geschossen. Ms keine Explosion erfolgte, sah man die angebliche Bombe näher an. Es stellte sich heraus, daß sie m i t Limburger Käse gefüllt war. * Schweres Eisenbahnunglück bei Zürich. Aus Zürich wird gemeldet: Ein Arbeiterzug stieß mit einer Schnell» zuqlokomotive zusammen. Aus zwei vollständig zertrümmerten Wagen wurden 30 zum Teil sehr schwer verletztePersonen hervorgezogen. * Französische Werber? Aus Straßburg wird gemeldet: In hiesigen Wirtschaften und .Herbergen suchten angebliche französische Bauunternehmer Arbeitswillige für den Bau von Kasernen anzuwerben. Als Treffpunkt wird Saales angegeben. Sind die jungen Leute in Saales angekommen, so werden sic in geschlossener Gruppe über die Landesgrcnze geführt. Ob die ihnen gemachten Versprechungen eingehaltcn werden, ist noch nicht genau festgestellt. * Der Verlobte von der Braut des Mordes an- geklagt. Aus Mailand wird uns gesckwieben: Rosina Bisogni, ein zwanzigjäl-riges, aus einer verarmten Grasenfamilie stammendes Mädchen, wurde vor einigen Tagen in das hiesige Untersuchungsgefängnis gebrackst, weil sie als Angestellte eines Mailänder Filialpostamts Postanweisungen gefälscht und sich so einen Betrag von einigen Hunderten Lire angeeignet hatte. Sie gestand dies ein, erklärte aber, daß sie das Geld nicht sür sich üerroenbet, sondern an ihren Bräutigam Federico Bava nach Neapel gesandt ijabc, um seinen dringenden Bitten zu entsprechen. So wurde dieser als Mitschuldiger verhaftet und nach Mailand geführt. Ms er aber seiner Braut gegennbcrgestellt wurde, leugnete er mit aller Entschiedenheit ab, das Mädchen zu der Unterschlagung veranlaßt zu haben, und suchte sich mit allen Mitteln auf Kosten seiner Braut reinzuwaschen. Rosina sah sich in dieser Weise von jenem preis- gegeben, dem zuliebe sie zur Verbrecherin geworden mar, u H machte nun dem Untersuchungsrichter folgendes Geständnis: Ws sie als Postbeamtin in Neapel gelebt habe, hätten sich zwei Bewerber um ihre Liebe bemüht, Bava und sein Kollege Francesco Maddalena. Sie habe aber Bava den Vorzug gegeben. Maddalena jedoch habe sie aus die Untreue ihres Bräutigams aufmerksam gemacht und ihr beweisen wollen, daß er mit der Tochter eines Apothekers ein Verhältnis habe. Sie habe daraufhin Bava zur Rede gestellt, der die Wahrheit dieser Beschuldigungen energisch in Abrede gestellt und zugleich schwere 'Drohungen gegen den Verleumder ausgestosten habe. Tags darauf sei Maddalena in der Badeanstalt von Santa Lucia als Leich? aufgefunden worden. Die Behörde habe den Verdacht gehegt, daß Maddalena nicht beim Baden zufällig ertrunken, sondern das Opfer eines Anschlags geworden sei. Aber alle Nach'orsckungeu nach dem Täter seien vergeblich gewesen. Vom Mailänder Untersuchungsrichter in Neapel eingeholte Erkundigungen haben ergeben, daß Maddalena tatsächlich im August 1910 unter den Brettern des genannten Meerbades tot hervorgezogen worden sei. Es ist aber sehr auffallend, daß sich die Neapeler Gerichtsbehörde nicht mit dem Umstände beschäftigt hat, daß Maddalena von zwei Freunden, Bava und einem gewissen Maladorna, in das Bad begleitet worden war. Jetzt wird die von Rosina Bisogni gegen Bava erhobene Anschuldigung geprüft werden, damit es klar werde, ob es sich um den Racheakt des Mädchens, oder um eine wahre Anklage handle. Bava verhält sich einstweilen der schweren Beschuldigung gegenüber ganz ruhig und leugnet sie einfach ab. Preise von 20 Pf. pro Paket (7 Pakete M. 1,20) auch mit Ei-. Teer-,Kamillen-, Schwefel-, Sauerstoff-, Kräuter-, Peru - Tannin-, Lanolin- oder Eizkenbalsam - Zusatz (Paket 25 Pf., 7 Pakete M. 1,50) in allen Apo- Schutzmarke. theken, Drogerien und Parfümerie-Geschäften erhältlich. Alleinig.Fabr.: Hans Schwarzkopf, ü. ro. h. H„ Berlin N-37. Oi leisten das Möglichste. Eine Vorsi cht beim Ein- 14 996 096 Dollar am argentinischen Import beteiligt, mit 13,6 Pro-,.: cs hat einen kleinen Rückgang zu vcr- zur Zeit der Eintragung des Bersteigernngsvernierks auf den Namen der 1. Wilhelm Böhling zu 1/2, 2. Pauline Böhling geb. Schreiber, dessen II. Eherau, zu y, im Grundbuch eingetragen war, soll Samstag, den 13. September 1913, vorm. 9 Uhr, )urch das unterzeichnete Gericht im Justizgebäude dahier, Zimmer Nr. 18, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 19. Juni 1913 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Vcrsteigerungsvernierks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 9. Juli 1913. * Konku rr cnz. „Lieber Freund, wenn Sie wüßten, was Ihre Frau mich kostet!" „Was soll das heißen?" ,^Ja meine Frau kopiert alles, was Ihre Frau trägt . . . Ich ft ehe Sie an, Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Wilhelm Pfeil in Gießen im Grundbuch eingetragen waren, sollen Samstag, den 9. August 1913, vorm. 9% Uhr, durch das unterzeichnete Gericht im Justizgebäude dahier, Zimmer Nr. 18, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 11. Juni 1913 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sic bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche deS Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- steigerungSerlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. MehluSchiot gleichzeitig 3 liefert Spezialität: — Bürgerliche ® = ganzer Ausstattungen den Mejenbränden in den vereinigten Staaten. 60 — 60PcrsoneninBrnghamptonverbraunt. Die Brandkatastrophe in Binghampton scheint den letzten Nachrichten zufolge viel mehr Opfer gefordert zu haben, als man ursprünglich annahm. Es lieg« folgende £dcgrammc vor: Binghampton, 23. Juli. Bei dem Brande in der Fabrik für Arbeitcrkleiduny sind 50 — 60 Personen umgekommen. Zahlreiche Arbeiterinnen werden vermißt. Zwölf wurden lebensi- gefährlich verletzt. Der Brand entstand angeblich durch eine in Abfälle geworfene Zigarette. Das Gebäude wurde in der letzten Woche als feuersicher amtlich anerkannt. Das Feuer im Gefängnis von Ooakley. New York,. 24. Juli. Das Feuer in der Sträflingsfarm Ooakley (Mississippi» brach im Erdgeschoß des gänzlich aus Holz erbauten Hauses aus. Die Sträflinge waren im zweiten Stockwerke des Gefängnisses cingesperrt gewesen. Da Löschapparate fehlten - so konnte man nur die verkohlten Leichen bergen. nvch nicht einwandfrei fcstgestellt. 70 Meter tief und sind 9 Meter hock) überschüttet. Tie Bergungsarbeiten, die schwierig sind, sind im Gange. Handel. •’ 4prozen ticke m ündelsichere Essener Stad t- Anleihe. Tie Darmstädter Bank veröffentlicht heute eine Bekanntmachung, in der sie eine neue Anleihe der Stadt Essen zum Kurse von 93.50 Proz. zur Zeichnung auslegt. § Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestf afrifa. Tie Dividende ist, wie wir bereits gemdbrt, auf 40 Proz. ■ (gegen 35 Proz. im Vorjahr) ststgesetzt worden. Dies bedeutet für die Aktionäre eine angenehme Uebcrraschung, denn im Laufe des Jahres hat die Verwaltung wiederholt erklärt, daß die Dividende trotz des besseren Abschlusses des Tochterunternehmens, der Dent»- schen Diamanten G. m. b. H. die pro 1912 8 Proz. Dividende verteilte, nur auf 35 Proz., wie im Vorjahre, werde festgesetzt werden. Hauptsächlich dürfte sich die Verwaltung der Deutschen Kolonialgescllschast zu der Erhöhung der Dividende auf 40 Proz. entschlossen haben in Ansehung des Umstandes, daß die Diamantenförderung sich infolge der Abänderung des Brutto- in den Netto- Zoll nun wieder in auffteigcnder Linie befindet, und daß in nächster Zeit einige neue Unternehmungen ihre stillgelegten Betriebe wieder aufzunchmcn gedenken. ^Deutsche Ausfuhr nach Argentinien. Die deutsche Ausflihr nach Argentinien hat im ersten Quartal des laufenden Jahres beträchtlich zugenommeu. Dieses Resultat ist umso erfreut sicher, als der Jahresabschluß für 1912 bekanntlich befürchten ließ, daß Deutschland als Lieferant Argentiniens bald durch die Vereinigten Staaten von der zweiten Stelle verdrängt werden könnte. Wie „Süd-- und Mittelamerika" berichtet, erreichte der gesamte Außenhandel Argentiniens im ersten Vierteljahr den Wert von 154 894 362 Toll. Gold gegen 108 652 000 Doll, in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ter Wert der Einfuhr betrug 108 675 009 Doll. Gold. Daran ist Deutschland mit 21203 464 Doll. Gold, das sind 19,5 Proz. der Gesamteinfuhr, beteiligt. Das Anwachsen der deutschen Ausfuhr ist besonders auffallend, da alle übrigen Länder liabrr Freund, kaufen Sie doch Ihrer Frau um GvttcSwtllor nid)t das Halsband, das Sie ihr versprochen baden!" *Der Gipfel der Siebe. Braut zum Bräutigam, der ein Kahlkopf ist: „So gerade gefällst du mir, Okßtibtar . . .. Wenn du Haare hättest, so würde ich glauben, daß mir etwas fehlte. . * „F este Preis e". Kommis: „Da ist ein Mann, der will den Rock, der mit 30 M ark ausgezeichnet ist, für 16 Mart haben." — Chef: „Unverschämter Kerl Las! Geben «Sieht ihm." ’ Modewechsel. „Wohin, Katbi, mit der Hutschachtel?" — „Ach, die närrische neue Mode! Meine Gnädige läßt sich jetzt von ihrem vorjährigen Hute sechs neue umbauen." Kleine Cageschronik. Im Alter von 72 Jahren starb in Genf Türenor SBoif* fier, ein bekannter Wohltäter und Kunstfreund. Er opferte große Summen für die Verbreitung der Waynerschen Kunst. Der „Mftitärischen Rundsckxru" zufolge sank bei einer Brücken-- chlagübung bei Wilhering in Ober-Lesterreich ent Motorboot infolge Versagens des Motors. Ein Pionier ist ertrunken. Bei P a p n d o (Chile) scheiterte das Schiff «Ville Dijon* mit 22 Mann. Nur 3 Mann wurden gerettet. Ju Brüssel wurde am Mittwoch vormittag durch den Justizminister der erste internationale Kinderschutzkongreß auf dem 35 Staaten amtlich vertreten sind, eröffnet. H Uebernahme ist ^ufeKe in Milch, Kakao,Suppen oder Gemüsen die bestgeeignete, leicht verdauliche u. nahrhafte Krankenkost | August 6ssmann | vermischter. * Deutsche Bergnügungsreisende in Finnland verhaftet. Wie aus Helsingfors in Finnland berichtet wird, erschienen heute sehr früh mehrere russische Gendarmen auf der auf der Fjord liegenden deutschen Vergnügungsyacht „Halk" aus Kiel und verhafteten die Passagiere. Diese wurden nach Sveaborg übergeführt, wo sie einem langen Verhör unterzogen und durchsucht wurden. Erft nachdem man sie 11 Stunden ohne Nahrung in Haft gehalten hatte, erhielten sie ihre Freiheit wieder, ohne daß ihnen der Grund ihrer Verhaftung mitgetcilt wurde. Die deutschen Vergnügungsreisenden haben wegen ihrer Behandlung beim deutschen Konsul Klage eingereicht. * Explosion in einer österreichischen Munitionsfabrik. Aus Wien, 23. Juli, wird gemeldet: Heute vormittag explodierte in der W ö l l e r s d o r f e r ärarischen Muni- lionssabrik infolge Unvorsichtigkeit einer Arbeiterin ein Zünder, wodurch auch die übrigen in demselben Arbeitsraum befindlichen Explosiostosse zur Explosion gebracht wurden. Neunzehn Arbeiter und Arbeiterinnen wurden verletzt. Einer ist gestorben. Das Gebäude ist schwer beschädigt. Der Brand'wurde svfvrt unterdrückt. Nach einer weiteren Meldung sind ton den verletzten Personen bisher drei gestorben. An junger Arbeiter ist so schtver verwundet, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Unter den Verletzten, meist Frauen, befindet sich eine größere Zahl Schwerverletzter. * Brennender Dampfer. Aus Petersburg, 24. Juli, nrirb gemeldet: Im Handelshäfen geriet der Hamburger Dampfer „Hans Leonhardt" mit einer Ladung von Salpeter, Bauimvolle und anderen leicht entzündlichen Waren in Brand Die Löscharbeiten wurden durch den erstickenden Rauch erschwert. Tas Vordringen ins Schiffsinnere war unmöglich. * Seltsamer Selbstmord. Aus M a z a c bei Allais (Dep. Gard) wird gemeldet: Der Gastwirt L a s o n t, der seine Frau nach einem Wortwechsel durch mehrere Revolverschüsse schwer verletzt hatte, tötete sich und das in seinen Armen ruhende Töchterchen, indem er sich eine Dynamitpatrone in den Mund steckte und sie dann zur Explosion brachte. * Diebische Soldaten. In Le Mans wurden drei Korporale und 11 Soldaten des 5. Genie-Regiments verhaftet, die während der Zett, wo sie dem Dienst der Staatsbahn zugeteM waren, in den Zügen zahlreiche Diebstähle verübt hatten. . IQ 0 0 0 □□ kauf unsere s viclmillionenfach erprobten Haarpflegemit-eis ist unerläßlich und nur die Devise "Shampoon mit dem icliwarzeo Kopf gibt die Garantie des Origmalpräparates. Shampoon mit dem schwarzen Kopf mit der nebenstehenden Schutzmarke ist zum fä&rfKjjS । 1 Meret N>fe, NM. Nber^^M Öderem geschieh Men, Meiner M ÄrÄ Uns 1,1 denen bet Ä" £Irmen WM ä-SäSs '^ltntsse N JCM Tätigkeit geheim hält u der OesfentlMeit arbeitet sand leine Arbeit spürt. Vir kungen eines solchen Vereines der Oeffentlichkeit nicht stäu- ehrsverein in Bad-Nauheim "auf aufmerksam zu machen, et Wirb, nicht mit welchen an die Sache anzufassen ver- ngen Mitteln etwas geleistet „in Anerkennung der außer- umsangreichen Tätigkeit des jährlich beiftcuert ober, da- hieht, das ist noch sehr die ■ „ein bemerkenswertes Pen- Gießener Anzeigers" ist, fin- eiten schon seit vielen fahren tt und ihres Verkehrs. Taß der t, freut uns, aber tvenn er es damit nur stch selbst blamieren, ;t der ständigen Kontrolle her stich von 18000 Lesern begut- festgebende Vereine unterstützt, eigentlich keiner.Hervorhebung, chlreßlich tun, unb damit, daß i Verkehrsvereinen im Tausch- wahrlich nicht viel geschehen, Aureaus liegen die Führer, en. Tas ift aber leine Propa- in. kehrsvereins mit uus der An> 'r ein verfehltes Unternehmen st darauf eingehen. Vereins behauptet dann sehr tzrnack zu streiten sei - und rausgegebene Plakat. Mbe- “ feinen Geschmack, aber es i| ' 2 haben Mgtler gc- iÄ m *£ “t gewissermaßen M zu iibcrW®'.1 ItrcOT wir» rade' diese em späteren ! nnu, tlr 17 , mr iid’öer ws erstemal! -'^vernehmen arbeiten, obwohl gh eS&S-prs ielen oes (i n"b ® L STit9i' whi<*l,t 5° Dtt. 26000.— Llam"ch^ gür die?" zm den blltc9 sind natürliche Erschei- nuneen, sobald sie aber verstärkt auftreten, mahnen sie zu einer rationellen Haarpflege. Man braucht nun nicht etwa diesen liebeln mit gelehrt klingenden medikamentösen oder fremdländischen Geheimmitteln auf den Hals zu rücken, wöchentliche regelmäßige Waschungen des Kopfes und Haares mit „Shampoon mit dem schwarzen Kopf“ 4730 Nr. 14)___________ ____ Pflosterftein-Liefernng. ___________ Zur Ummlasieruna von Ortsstratzen ioll die Lieferung von tLoS 1 147 cbm, Los II 340 cbin) 4S7 cbm Pstaster- -*508^5 itetne aus Basalt ober gleichwertigen Materials müST«S«®"MittwSlt, ötn 13.August 1913, normittogo lö Uhr, IÄ Nrntch unter Garanue zurück. 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