Drittes Blatt 165. Iahrgang m. 20 Gießener Anzeiger Erscheint ISoltch mR Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberheffen Die „Giehener Kamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisbldtt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Dir, „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. 8reitag, 24. Zanuar 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Drlickerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:S-gK112.Tel.-Adr.:AnzeigerGießeil. Mb. Deutscher Reichstag. 06. Sitzung, Donnerstag, dey 23. Januar. Am Tische dcS BundcLrats: Dr. Delbrück. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Die vergessenen Resolutionen. Bei der gestrigen Abschlachtung des vom vorigen Jahre noch liegengebliebenen halben Hunderts Resolutionen waren einige von ihnen beim Aufruf vergessen worden. Heute wird auch mit ihnen aufgeräumt. Für die Arbeiter in Glashütten und die Ziegeleiarbeiter sollen nach Resolutionen der Sozialdemokraten, die Annahme fanden, die Bundesratsvcrordnungcn geändert und erweitert werden, und ebenso fand die Forderung des Zentrums eine erhebliche Mehrhc't, wonach die Negierung um eine Denkschrift über die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sittlichen Wirkungen der deutschen Arbeiterschutz- und Arbeiterve'r sicher ungs- gesetzaebung ersucht wird. Die Regelung der Arbeitszeit und Ruhepausen im Gastwirtsgewerbc konnten dagegen die Sozialdemokraten als Gcsetzesfordcrung nicht erreichen, und ebensowenig der Abgeordnete Mumin seine Resolution auf Erweiterung der Bundesratsverordnung über den Betrieb der Ablagen der Großeisenindustrie durchsetzen. Set achle Tag beim Ekal des Reichsaniks desZnnern. Für Unter st ützung der Familien von Reservisten sind 3 909 000 Mark angesctzt, 297 000 Mark mehr als im Jahre zuvor. Abg. Rauch (Soz.) begründet eine sozialdemokratische Resolution, die Unterstützungssätze allgemein zu erhöhen. Mari solle der Unterstützung nicht den ortsüblichen, sondern den wirklichen Lohn zugrunde legen. Ministerialdirektor Dr. Lewald: Die zu diesem Zwecke ausgeworfencn Summen sind in den letzten Jahren ziemlich regelmäßig um 300—400 000 Mark gestiegen, icht bis auf fast 4 Millionen. Wird die Armee vermehrt, so wird diese Steigerung noch rascher vor sich gehen. Da den Entschädigungen die ortsüblichen Löhne zugrunde gelegt sind, so wird bei der allgemeinen Steigerung der Löhne sie sich sowieso erhöhen. In vielen Fällen beziehen ja auch die Einberufenen Lohn und Gehalt weiter, und sie brauchten also doch Wohl nicht entschädigt zu werden. Die Zahl der Einberufenen, die auf Unterstützung rechnen müssen, ist nicht ganz so groß wie cs scheint. Auf jeden Fall würde die generelle Durchführung der vorgeschlagenen Erhöhung recht ernste finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Abg. Erzberger (Zentr.)r Wir werden für den Antrag stimmen, wenn wir uns auch den Weg, den die Sozialdemokraten wählen wollen, nicht zu eigen machen. Ten wirklichen Arbeitsverdienst darf man der Entschädigung nicht zugrunde legen, sondern den ortsüblichen Tagelohn. Die erforderlichen Mittel sind vorhanden, wir haben einen Ucber- schuß von 100 Millionen, 80 Millionen sind schon da. Und wenn neue Forderungen gestellt werden, so führen wir die Besitz- st e u e r an. Auch dann stehen uns die nötigen Mittel zu Gebote. Abg. Koch (Vp.): Wir sind jur den Antrag. Doch sollte der Entschädigung der wirkliche Arbeitsverdienst bis zur Höhe von 3000 Mark zugrunde gelegt werden. Abg. Behrens (Wirtsch. Vgg.): Wir stimmen der Resolution zu. Die Negierung möge hier schnell vorgehen. Abg. Brnhnc (Soz.):' Die 100 Millionen Ueberschüsse sind aus dem Volke heraus- gepreßt, sie können wohl zurückgezahlt werden. Abg. Schulenburg (Natl.): Auch wir werden der Resolution zustimmen. Allerdings ^möchten wir der Anregung des fortschrittlichen Redners, nicht den ortsüblichen Tagelohn zugrunde zu legen, nicht ohne weiteres folgen. Sehr bedauerlich ist, daß die Unter st ütz ungen sehr spät, manchmal erst nach Monaten ausgezahlt werden. Man sollte die Leu'e keinesfalls länger auf ihre Bezüge warten lassen, als nötig ist. Das liegt schon im Interesse der Gesamtheit. Namens meiner Fraktion möchte ich noch erklären, daß wir energisch für die Erhöhung der Veteranenbezüge eintreten. Unter den alten Kriegern herrscht eine große Beunruhigung, und sie haben an mich die Bitte gerichtet, ihre Wünsche zu vertreten. Leider ist cs ja eine falsche Auffassung von ihnen, daß wir von hier aus ihre Bezüge erhöhen können. Und doch ist das dringend notig. Aber wir hoffen doch, daß den Veteranen möglichst bald höhere Bezüge gezahlt werden. Ministerialdirektor Dr. Lcwnld sagt eine Beschleunigung dcS Verfahrens bei der Auszahlung der Entschädigung zu. Die Resolution wird angenommen. Für Einrichtungen uni) Veranstaltungen im allgemeinen Interesse des deutschen Handels sind 80 000 Mk. eiegcsetzt. Abg. Thöne (Soz.) wünscht Förderung des Vereins zur Schiffbarmachungder Werra. Unterstaatssekretär Dr. Richter: Dem Plane der Schiffbarmachung der Werra steht die Re- gicrung svnipathisch gegenüber. Dieser Fonds ist aber bisher stets nur für die unmittelbaren Interessen des Handels verwandt worden. Abg. Krätzig ^03.)' tritt für Hebung der B a u in w 0 l l k u l t u r in unseren Kolonien ein. Der Redner bespricht die Frage sehr cingehend und entfernt sich völlig vom Thema so daß er vom Vizepräsidenten Dr. Paa sch e wiederholt zur Sache gerufen werden muß. Er schildert dos Elend in Arbeiterfamilien und fährt fort: Ich wünschte, ich könnte einmal Herrn Geheim rat Paasche mit» nehmen, nm ibm das Elend zu zeigen. Vizepräsident Dr. Paaschc macht ihn darauf aufmerksam, daß er nicht vom Geheimrat Paasche, sondern vom Abg. Paaschc sprechen mög'. Abg. Krätzig (Soz.): Verehrte Anwesende! Die Verhältnisse unter den Arbeitern sind vielfach erbärmlich. Der schwindsüchtige Vater sitzt in der einzigen Stube, und fc;<. Bazillen fliegen nur so herum. Ich könnte an tausend Beispielen das beweisen Vizepräsident Dr. Punsche: Es kann nicht der Zweck unserer Beratungen sein, bei diesem Titel an lausend Beispirien das Vorhandensein von Not und Elend in Deutschland zu beweisen. Für Förderung des Absatzes landwirtschaftlicher Erzeugnisse sind 150000 Mark ausgesetzt. Jl-. Abg. Hösch (Kons.) /ike'fürwortet die Förderung der Gesellschaft für Züchtungskunde. Ans Statt unt Land. Gie neu, 24. Januar 1913. Bo« der Straßenbahn. Ter Verkehr unserer Straßenbahn für das abgelausene letzte Vierteljahr 1912 zeigt im Verglich zu dem gleichen. Zeitraum 1911 eine erfreuliche Zunahme der befördertem Personen auf beiden Linien. In folgender Tabelle geben mir die Zahlen von 1911 in Klammern zum Vergleich. , Befördert wurden: grüne üinie Qkt. 44 363 (41 160) Rov. 42 400 (39 622) Tcz. 42 564 (42 243» rote Linie 62 4u6 (59 605) 57 800 (57 255) 57 695 (60 140) Zusammen 106 769 (100 765) 100 200 (96 877) 100 259 (101383) 129 c27 (122 U25) 177 901 (176 090) 307 228 (299 025) , Die Gesamteinnahme aus dem Personenverkehr im 4. Quartal 1912 stellt sich auf 29 943.93 Mk. gegenüber 29 103 Mk. im gleichen Quartal des Vorjahres. Danach sind 8203 Personen gegen 1911 mehr befördert worden, während, die Mehrcinnahme 840 Mk. betrug. Auffällig ist, daß die grüne Linie mit 7302 Personen und die roie Linie nur mit 911 Personen «an der Mehrbeförderung beteiligt ist,1 trotzdem der Lüagenverkehr der Schützenhvns-Linie dichter ist als und) dein neuen Friedhof. Tie Zunahme der beiden Linien im gleichen Zeitraum 1911 zeigte gegenüber 1910, das umgekehrte Bild. Während oie grüne Liuie damals um 2000 Personen zurückblieb, hatte die Schützenhauslinie eine Steigerung von 7600 -erfahren. Die Gründe, warum sicll dar Verkehr auf beiden Strecken der Zahl nack) nicht gleichmäßig steigert, sind schwer zu ermitteln. Ein humorvoller Stadtvater, um seine Ansicht über die auffällige Verschiebung gefragt, erklärte: Der Verkehr der grünen Linie fei1 deshalb stärker geworden, weil das Walltor fick) jetzt regt und dabei stark Straßenbahn fährt, um frühzeitig zur Stelle zu sein. Aus -cm städtischen Bcrwaltungsbericht. IV. Vermögen unb Schulden der Stadt. Am 31. März 1912 stellte sich das Gesamtvermögen der Stadl Ivie folgt: Die S t a d t k a s s e besaß an Aktivkapilatien 757 943,01 Mark, ferner betrugen die Vorlagen für die Kanalisation 3 410 267,04 Mk. und der Kassevorrat 1 231 733,37 Mk. Ferner betrug der Wert der Mobilien 305 000 Mk., der GÄaude \ 5 004 530,50 Mk., der' verpachteten Feldgüter 1 805 759,05 Mk., der Feldgüter in eigener Bewirtschaftung 1 039 009,65 Mk., der nicht benutzten Grundstücke 776 654,97 Mk., der Waldungen 3 920 000 Mk., der össentlick>en Plätze 310 000 Mk., der nutzbaren Rechte 20 600 Mk., des dem Theaterbanverein überlassenen Grund- stücks 115 500 Mk. Der Stadterweiterungsfonds be=; sitzt Grundstücke im Werte von 3 389 298,12 Mk. und verfügt! über einen Kassevorrat von 25 056,69 Mk. und hat noch 19 284, Mark Ausstände an Muufgelbern. Die Armenkasse besitzt an Aktivkapitalien 340926,62 Mk. und außerdem Grundbesitz imj Wert von 457 797,70 Mk. Tie städtischen Werke sind nrie’ folgt bewertet: das Gaswerk nut 980 000 Mk., das Wasser , werk mit 1 Million, das Elektrizitätswerk mit 2 Millionen und die Straßenbahn mit 650 000 Mk. Tas Gesamtvermögen beträgt- 27 553 360,72 Mk. An Schulden stehen gegenüber: Stadtkasse 12 832 256,67 Mk., Stadterweiterungsfonds 2 236 771,43 Mk.,- Armenkasse (Stiftungskapitalien .15 811,15 Mark« Gaswerks Abg. Wallenborn (Zenlr.) bittet um Unterstützung des PomologcnvcrcinS. Abg. Bebrens (Wirtfcki. Vgg.) bedauert, daß für dic Bekämpfung der '.Di aul = unb ,r: ’nucn» feudjc nichts geschehe, obgleich der Reichstag immer tagelang darüber verbandle und eine Menge Resolutionen fasse. Notwendig sind Maßnahmen zur Hebung des Gemüsebaues und der C b ft 5 u d) t. Im Weinbau verschwinden leider immer mehr die kleinen sclbstänoigcn Existenzen infolge einer ungeschickten Steuerpolitik der Gemeinden. Staatssekretär Dr. Delbrück: ES ist ein dankbares Geschäft, Anregungen zu geben und ein undankbares Geschäft, solche Anregungen, denen meistens ein gesunder Gedanke zugrunde liegt, aus formalen Gründen zu widersprechen. Tatsächlich 'st die Möglichkeit des Reiches, f ü r Obstbau, Gemüsebau', Viehzucht und dergl. große Mittel aufzuwcvdcn, sehr gering. Wir würden zu einer völligen Desorganisation unserer Reichssinanzen kommen, wenn ich mir nicht hierbei eine große Beschränkung auferlegte. Auf diesen Gebieten ist auch ein Eingreifen des Reiches aus anderen als formalen Gründen nicht erforderlich, denn die Bundesstaaten und die Organisationen der Landwirte leisten hier Außerordentliches. Was wir von reichswegen tun können, wird immer nut eine Kleinigkeit sein. Wenn man sich darüber beschwert hat, daß der Bundesrat auf die Resolutionen deS Reichstags häufig nur sehr kurzen Bescheid gäbe, so wäre eine solche Beschwerde bei einem Gleiche ohne parlamentarische Verhandlungen am Platze. Tie Motive zu diesen Erklärungen des Bundesrat? liegen in den langen Reden, die wir bei Gelegenheit der Etatsberatungen über alle diese Dings zu wechseln pflegen. Ein Teil der Anregungen über die Mauk- und Klauenseuche sind schon durch das neue Vichseuchcngcsetz überholt. Unsere ganze neue Prophylaxe, wie sic das Viehseachengesetz Vorsicht, muß man sich erst einmal bewähren lassen, ehe man mit Korrekturen und neuen Forderungen kommt. Aktuell ist augenblicklich nur die Frage nach dem Erreger der Mauk- und Klauenseuche und ihrer Bekämpfung. Die Schwierigkeiten bei der Erforschung dieses Krankheitserregers haben wir früher schon wiederholt besprochen. Man bat uns gebeten, dic Leute zu unterstützen, die solche Untersuchungen anstellten. Tas ist geschehen; namentlich haben wir dem Gelehrten, der im vorigen Jahre anscheinend den Erreger dieser Krankheit gefunden hatte, unterstützt, dasselbe ist mit weiteren Gelehrten geschehen. Die Frage, ob eine eigene Arbeitsstelle b e 9 Reiches bezw- des Reichsgesundheilsamtes zur Erforschung bes Erregers ber Maul- unb Klauenseuche eingerichtet werden könnte, ist noch nicht entschieden. Abg. b. Boeljn (Kons.) wünscht eine dauernde Unterstützung für die Gesellschaft für Züchtungskunde. Die jetzt gewährte Summe ist zu gering. Staatssekretär Dr. Delbrück: Es geht nicht an unb ist nicht mit den allgemeinen Interessen vereinbar, einen Verein in hervorragender Weise zu begünstigen. Wir werden, so weit es nach Lage der Tinge möglich ist, die nützliche unb brauchbare Arbeit aller auf biefem Gebiet tätigen Vereine unb Gesellschaften unterstützen. Abg. Dr. Wendorsf (Vp):' Es wirb auf der anderen Seite so viel davon besprochen, daß es eine englische Landwirtschaft und Viehzucht e:ae>.:lich nicht mehr gibt. Es würde sich aber empfehlen, die Einfuhr englischen Zuchtviehs nach Deutschland zu fördern . Als Beitrag für den Verband Deutscher Arbeits- nachtveise sind 30 000 Mark ausgesetzt. Dazu liegt eine Resolution Graf Posadowski (b. k. P.) vor, die von sämtlichen bürgerlichen Parteien unterstützt wird, diesen Beitrag im nächstjährigen Etat angemessen zu erhöhen. Abg. Dr. Dvorntnnn (Vp.):' Der Wunde Punkt der Arbeitsnachweise ist die Geldfrage. Die Regierung möge für das nächste Jahr die Erhöhung des Zuschusses auf 50 000 Mark in Erwägung ziehen. Tie Resolution wird angenommen. Tie allgemeinen Fonds werden erledigt. Bei der R e i ch s sch u l k o m m i s s i o n beantragen die Sozialdemokraten die Umwandelung dieser Kommission in ein selbständiges Neichsamt für das Schul- und Bjldungs-- ipcfen. Abg. Schnltz.Erfurt '(Soz.):' Eö handelt sich um keine Ütogie des sozialdemokratischen ZiK- kunftsstaates, sondern um eine alte demokratische Forderung. Die Reichsschutkommission in ihrer jetzigen Zusammensetzung und Tätigkeit ist nichts als ein dürftiges Feigenblatt, uns einen militärischen Ausnahmezustand, die Berechtigung zum Ein- jährigeii-Tienst, zu verdanken. Bei der Erörterung dieser Frage müßten die Parteigegensähe schweigen und alle Parteien könnten unserer Resolution zustimmen, deren Annahme noch lange nicht die Verwirklichung des sozialistischen oder liberalen Schulideals bedeuten würde. Der Lehrer Schmidt hat die Notwendigkeit eines Neichsschulamts sehr gut begründet und die Broschüre dieses Lehrers hätte sein Kollege, der Abg. Bruckhofs, lesen sollen, ehe er unserem Antrag widersprach. Auch die Lehrer- kage haben sich immer für ein Neichsamt ausgesprochen. Vielleicht liest Herr Vruckhosf sich einmal die Beschlüsse seiner eigenen Organisation durch. Neben dem Reichsschulamte müßte ein Neichsschulami aus Männern ber pädagogischen Praxis gebildet werden. Abg. Knckhosf (3entritm)5' Mit b'em Neichsschulamt will die Sozialdemokratie ben ersten Schritt zu einem Reich sschulgeseh machen. Da wir aber fragen, wie die Schulunterhaltung, den konfessionellen R'ligions- unterricht usw. den Bundesstaaten überlassen wollen, sind wir gegen die Resolution der Sozialdemokraten. Ter Vorredner scheint den Eindruck erwecken zu wollen, daß er ganz im Sinne der demokratischen Forderungen, die vom Kollegen Kerschciisteiner vertreten werden, wirke. Dabei hat er aber auf dem sozialdemokratischen Parteitage gewarnt vor den Bc- Ilrebmigen Kerschcmteiners, weil sie auf dem Boden der herrschen- ben Gesellschaftsordnung sich bewegen. Wir bieten unsere Hand nicht dazu, den Sozialdemokraten größeren Einfluß auf die Schulgesetzgebung der Einzelstaaten zu verschaffen. Die Aufhebung des Einiährigen-Privilegs, die von der Sozialdemo, rratie gefordert wird, können wir schon deshals nicht befiirwor- ten, weil dies das Reich 24 Millionen kosten würde. Wohl aber Ware die Einführung einer allgemeinen Prüfung zur Berechtigung des Einjährigen-Dienstes zu erwägen. - uu d. Sozi) eine steigende Liebe zur Uniform an. (Heiterkeit.) Hier wollen Sie eine neue Uniform. Nun wissen wir, je hoher ein Amt, desto gescheiter sein Inhaber. Der Obere h a t immer recht. (Heiterkeit.) Das ist sogar nötig. Denn es gibt immer Untergebene, die glauben, recht zu haben. (Heiterkeit.) Die Oinuipotenz macht eine Behörde unfehlbar. Ich will lieber mit sechzig unfehlbaren Päpsten zu tun haben, heben sich gegenseitig auf, als mit einem einzigen. (Heiterkeit.) Das ist ein sehr erheblicher Unterschied. In der Schule ist es nicht anders. Wer es nicht glaubt, kennt den Schulmeister schlecht. (Große Heiterkeit.) Die Schule leistet das Veste, wenn sic nach ihren persönlichen Bedürfnissen geleitet wird. Die Einheitlichkeit ist ein großes Hemmnis in geistigen Dingen. (Sehr richtig!) Sie kann nur schädlich sein. Diese Freiheit ist besser als ein einheitlich zentralisiertes Schulwesen, ivie es in Oesterreich besteht. Wir können da eine langsame, allmähliche Verknöcherung beobachten. Jeder kleine Staat soll sein eigenes Schulwesen haben. Man sehe die ungeahnte Entwicklung der amerikanischen Schulkinder, die sich durch eine wirkliche Beobachtung auszeichnen. Aehnlich ist die Entwicklung in ber Schweiz geworben. Dir haben in Bechern auch biese Dezentralisation. Ein schwäbischer Käsehänbler beantragte sogar einmal bie Einführung ber bloß sechsjährigen Schulzeit. Das Zentrum unterstützte ihn babei. Er sagte, er wolle mit bet liberalen Schule rasa tabula machen. (Heiterkeit.) Rasa tabula — ec versteht was von ber Schuld! Tabula rasa — er versteht was vom Käs' a! (Große Heiterkeit.)' • < Bei uns herrscht eine Erziehungsnot. Wir fühlen das. _ Wir Süddeutschen fürchten aber, baß bas Neichsschulamt in königlich preußischer Uniform auftreten würde. Der Geist der absoluten Strammheit ist zu mächtig in Preußen, selbst bei der königlich preußischen Sozialdemokratie. (Heiterkeit.) Ta? erklären manche Ketzerverbrennungen bei ihr. Wir haben ein leichtes Gruseln vor Uniformierung und Bürokratie. Diese beiden Heiligen dürfen nicht maßgebend sein. Unsere höheren Schulen leisten nicht das Nötige; alle Lehrer, bie es mit ber Schule ernst meinen, sind der Ansicht. Der einzige Ausweg ist, bas E'njährigen-Fre'willigen-Necht zu erweitern. Was braucht ber Sin jährige? Klaren Kopf gesunden Körper, anständige Gesinnung. Das geben aber die höheren Schulen nicht — im Gegenteil! (Heiterkeit.) Sie sind vielfach nichts als Dressuranstalten urb H o b e I m a ' ch i n e n. Man kann unendlich viel wissen und doch ein unglaublich dummer Kerl sein. (Schallende Heiterkeit.) Wir sind stärker als die Militärverwaltung, wenn wir nur wollen. (Beifall.) Die Beratung wird dann auf 8 Uhr abends vertagt Schluß 6% Uhr, Abendsitzung. Vizepräsident Paasche eröffnet 8 Uhr 2 Minuten die Sitzung. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Tie Beratung des Voranschlags des Innern geht beim Titel „R e i ch s s ch u l k o m m i s- s i o n" weiter. — Abg. Z i r n (Reichsp.): Der sozialdemokratischen Resolution aus Schassung eines Reichs)chulamts können wir nicht zustimmen. — Abg. Gröber (Ztr.), zur Geschästsordnung: Ich beantrage die Vertagung und bezweifle die Beschlußfähigkeit des Hauses. — Vizepräsident Paasche: Unter diesen Umständen bin ich gezwungen, die Beratung zu vertagen. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. — Schluß 8 Uhr 14 Minuten. Abg. Kerschensteiner (Vd.)' stellt fest, daß schon seit Jahrzehnten ein R e i ch s sch u kg e s e tz von den verschiedensten Seiten gefordert wurde. Die Schule hat die Au,gäbe, die Kulturbilder der Vergangenheit der Gegenwart zil übertragen. Tas Schlimmste ist die stete Bevormundung der Schule durch Jahrhunderte alte Gesetze und Einrichtungen. Der sozlaldemokrgtische Antrag bezweckt eine Uniform für unfer Schulwesen. Die Uniform hat ihren guten Zweck. Man kann an Kragen und Achselstücken erkennen, wie viel ein jebet hem Staate wert ist. _ (Weiterleit). Man merkt. Ihnen W7WL-« SRL 2Ban«n>crf 1 276 469,65 Mk., Elektrizitätswerk 1 401764,22 Ml., Strafcrnbafm 665-109,58 Mk., jnfammcr 13905 745,67 Mk. ES verbleibt also ein Reinvermögen -von 8 5 57 61 5,0 5 Mark Am Ende des vorhergehender Utifnnmwafrrfs betrugen das Gcsamtvermögen 26 986 306,08 Mk uxb die Schulden 18 375 766,76 Mk, das Reinvermögen alsc 8 610 539,32 Mk, also rund 53 000 Mk. mehr als in diesem \*3dHce. Lu her dem nachgemicsencn Reinvermögen stehen 153 706,02 Mk. Ltisrungskapilalien unter stSdtischer Verwaltung die in der Berechnung nicht enthalten iuib. Tie Kapitalschulden setzen sich zusammen aus 358 935,54 Mk bei der Stadtkasse bczw der Armenkasse eingezahlten Stisrnngslapitalien, 436 710,13 Mk Schuldverschreibungen aus Namen und 18 200100 Mk. Anlchen Das älteste noch vorhandene Anlehen stammt aus dem Jahre 1890. Zu 3i/. Proz. sind 9 011 600 Mk. und zu 4 Proz. 9 188 500 Mk zu verzinsen. Die Tilgung erfolgt bei den älteren Anlchen mit 2 Proz., bei den drei letten mit 1 Proz., 11 i Proz und l'/z Proz. zuzüglich der ersparten Zinsen. Während bei orn früheren Anlchen die Tilgung stets durch Auslosung erfolgen muß, ist Bei den neueren Anlehen ffetf 1905) auch Rückkauf vorgesehen TaS ergibt bei niedrigem Kursstand einen Gewinn für die Stadtkassc. ** Erledigte Lebrer stellen: Eine mit einem kath Lechrer M 'besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeichulc zu Klein-Zimmern und eine mit einem evang. Lehrer M besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschnle zu O st - Hofen. ** Die Wanderknrse der Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen über Ernährung unb Pflege des gesunden Kindes in den ntoti ersten Lebensjahren erfreuen sich einer grosren Beliebtheit. Augenblicklich findet ein Wanderkurs in Waldmichelbach (2045 Eirrw.) statt. Der Mäbcheit-Kursus snaclmlittags von 4—6 Uhr) rvird von 61 Mädchen, der Abendkursus (von 8—10 Uhr) von 75 Frauen besucht. Der Kursus besteht aus 1'2 Doppelstunden, in denen Mädchen und grauen praktisch und tl>eoretisch von einer hi er,zu langjährig ausgebildeten Wanderlehrerin (Schivester Hedwig von Below) in allem Wissenswerten über Ernährung und Pflege des Säuglings unterrichtet werden. An die Vorträge reihen sich praktische Hebungen in der Herstellung von Kmderwäsche und Kinderbetten, Baden, Wickeln, Zu- bereiten der Nahrung asm Gleiche Kurse fanden bereits in Dieburg, Ober-Ramstadt, Groß Zimmern, Heubach, Weisenau und Hirschhorn statt; sie wurden von 937 Frauen und Mädchen besucht Da es sich nur um Okmeinbeu zwischen 1100—6000 Einwohnern handelt, ist der Besuch außerordentlich gut. Anmeldungen von Gemeinden, die derartige Wanderkurse wünschen, sind möglichst frühzeitig an die Zweigstellen der Zentrale l Meisamt) oder direkt an die Zentrale in Darmstadt zu richten. ** Uebcrwachung der Schrankdrogerien. Bestimmte Großfirmen vertreiben als Spezialität den Verkauf sog. Drogenschräntc. Zungenfertige Reisende vcrspred)en kleinen Ge- schäjtsleuten, namentlich Kolonialwarenländlern, Wirten, auch Handwerkern großen (Gewinn aus dem Absatz der im Drogcnschrnnk ausgestellten, gebrauchsfertigen Arznei mittel. Namentlich das platte Land ist Mit Drogenschränlen völlig überschwemmt. Den Käufern fehlt in den meisten Fällen jebr Kenntnis über die Beschaffenheit von Arzneimitteln Ter Inhalt des Schrankes gerät daher leicht in Unordnung, es kommen Verwechselungen zwischen den einzelnen Mitteln vor, zersetzte oder verdorbene Mittel werden nicht erkannt und so kann leicht ein Schaden angerichtet werden, für den der unerfahrene Geschäftsmann haftpflichtig ist. Der Gewinn aus deni Verlauf ist gering. Tenn unter den zahlreichen Mitteln im Drogenschrank sind sehr viele, die gar nicht geben. Durch das lange Lagern werden sie unwirksam und werben desli-alb bei den behörblichen Revisionen, denen die Trog en schränke geradeso unterliegen wie die Trog en gef drifte, beanstandet. Der Umsatz ist überhaupt nur gering, weil das Publikum viel lieber in Apotheken oder richtig geführten Trog enge schäften kauft. Ter Käufer des Drogenschrankes (oninit daher häufig nicht einmal auf seine Unkosten. Die Geschäftsleute werden deshalb in ihrem eigenen Interesse gut tun, die Versprednmgen der Reisenden, die ihnen de» Ankauf von Drogenschränken empfehlen, nur mit größter Vorsicht cntgegcmunelymen. •• Ncklameschilder längs der Eisenbahn. Die wider die Verunstaltung landschaftlich schöner Gegenden durch Reklameschildcr usw. gerichteten Bcstrebltngen haben den Erfolg gehabt, daß die ausdringlichen Reklameschilder einer Zigarettenfabrik an den Eisenbahnlinien entlang, ivenn auch nicht entfernt, so doch fast durchweg von den besonders unangenehm ivitTenbcn Figuren befreit worden sind. An der Strecke Frankfurt — Gießen — Kassel sind Schilder mit Figuren kaum noch zu sehen. ** K onzertverein Am Sonntag, 26. Zanuar, findet in der Aula der z w c i t e K a m m e r m u s i k a b e n d statt. Er führt eine s oll frische Kraft, Fräulein Carola Hubert aus Köln, wieder zu uns, die von früher her in bester Eriimernng steht und uns schon mit mancher Gabe vollendeter Kunst erfreute. Fräulein Hubert ist eine •in den Rhein lande» besonders gesd>ätzte Künstlerin, die sich in ihren Vielen Liederabenden die Bewunderung ihrer Zuhörer allenthalben ersang. Tie Kritik rühmt ihren schönen weichen und bod) des mächtigsten Ausdruckes fähigen Sopran und das geniale Erfassen bet textlichen und musikalischen Inhalts; echte Kunst, die aud) den Kritiker zum Verweilen eiulädt. Die Ki'mstlerin singt mehrere der selten gehörten Lieder von Schubert Ihr Programm verzcidmet nudi den neuen Namen Weismanu, eine ganz eigenartige, höchst bemerkenswerte Kimstlerpersönlichkeit, die hier zuui ersten Male zu Worte kommt. ** Vortrag über S i lb er s ch m iede kuust. In dem in her Univcrfitäts Aula von dem Kaufmännischen Verein unb Ortsgewerbcvercin veranstalteten 5. ösfenttichen Vortrag sprach Professor Dr. Wa tzi n g c r Gießen über „A n t, k c Silber 1 d) m i c b c f u it ft". Tie Kunst, silberne Gebrandis- unb Prunk- gcgenstänbe anzufertigcu, sdyon alt unb reicht Weit in bie 3eit vor librifu OlrfniTt hinein. Vor allen anbcren Völkern waren es die Griechen, bie hierin Hervorragendes, zum Teil beute itod) nicht UebcnroffeneS leistete» Ter y«ebner führte seine Zuhörer in Gcbankei, in einen Basar der Metallarbeiter unb SUbcrschmiebe ber Stabt Aleranbria. Zivar ist heute daselbst trin solcher mehr vorlwuben, aber es ist uns möglich, mit Zuhilfenahme ber Phamasie auf Grund uns überkommener Sdul benmgeu und analog ben heutigen vritittalischen "Zaiären an derer Städte ein Bild zu entwerfen, bas ben bamaitgeit Per hälttnssen einigermaßen entspridü. Zn einem ioldxn Basar wirb nickt bloß ^erkauft, sondern die Gegenstände stellt man auch an Crt unb Stelle her. Tie in letzter Zeit gtmodtten Zünde, in erster Linie bet von Memphis in Lberägypten, lassen lincn Blick tun in die Ausstattung und den Betrieb einer antiken Silberfchmiedc. Neben fertigen Erzeugnissen der Silbcrschnuede kunft smd eine Reibe von Gipsabgüssen unb 'DZobellen, sowie verschiedene Gerätschaften aufgefunden luorbcn, bie im Römer imiKum in Hildesheim aü^beivabrt werden unb wahrscheinlich aus beut 3 Zadrbunderi vor Christi Geburt stammen Auch bei ben uiiteritalicnisdten Städten Tarent unb Neapel nmtben äußerst wertvolle antike Silbetgesäße ausgegraben, was nicht 2Bunber nehmen kann, ba die Bewohner infolge ihres blübcnbeu Handels uitgcbeure Reichtümer pnbauiicn unb dura» Prunk unb Wohlleben bekannt waren Tn in Uiiteritalien gefundene, aus 109 6Kfaßeu bestehende, sehr wertvolle SdbersdraN wurde eurd den Baron von Rothschild erworben unb bcn< Louvre ui Paris verschenkt. Als im 2. Jahrhundert v. Chr. Gricdrenland zu einer römischen Provinz gemacht wurde, siedelten eine Meng< griechischer Künstler nach Rom über. So wurde auch die Silber schmiedckunst nach 9tora verpflanzt. Tie Römer erreichten in dessen ihre griechischen Vorbilder nicht. In dem Augusteuchen Zeitalter entstand großes Interesse an antiken griechischen AunU gegenständen, die mit großem Eifer gesammelt und so teuer be zahlt wurden wie heute. Ein Sammler bezahlte ein solches Prunstüd mit 1 Million Sesterzien, was nad) unserem Gelbe etwa 150 000 Mark ausmacht, wobei aber in Betracht kommt baß baS Gelb damals gegen heute den zwei- ^a.uch brenadx;n Wert besaß. Eine solche Sammlung antiker Silbergefäyc ist der aus dem Galgcnberg bei Hilbesheim von Solbatcn ausgc grabenc Silberschatz, bcstehcnb aus 62 verschicbenartigen Gefäßen Er ist wabtid^rittlid) von ben Germanen erbeutet unb ins Land ber Cherusker verschleppt worben. Zurzeit befinbet er sich im Museum in Berlin. Tic von bem Vortragenben vorgcführtcn Lichtbilbcr zeigten Basen, Schalen, Trinthörner, Bcdicr unb Urnen in mehr ober weniger künstlerischer Form unb Verzierung. Neben ber rein griechischen Auffassung entwickelte sich von Alexandria aus, durch ägvvtiskhe Einflüsse hervorgerufen, ein Mischstvl, an dessen Stelle später im Gegensatz zu her reichen griechischen Ornamentik eine gewisse gesuchte Einfachheit tritt. Es gebrach bem Zeitalter des Augustus an ber schöpferischen Kraft. ES brachte aud) in ber Silberschmiebeknnst nichts Neues hervor unb bilbctc nur ben Absdstuß ber griechisdfen Slim ft. Für uns aber soll baS Studium der alten Kunst Genuß und Anregung bieten, nicht um sie blindlings nachzuahmen, das würbe nicht in unsere Verhältnisse passen, sondern unsere Anschauungen zu bereichern und daraus weiter zu bauen. Dem Vortragenden wurde reicher Beifall zuteil. Landkreis Gießen. — Klein-Linden. 23. Ian. Ter Gesangverein Arian hält ain nächsten Sonntag seine Wintcricier in den Räumen der Deutschen Eiche bei Konzert, Gesangövorträgen, Theateranffuhrungen und Tanz ab. Kreis Alsfeld. OK. Alsfeld, 22. Ian. Die hiesige Stadtbleichc wurde dem seitherigen Pächter für jährlich 500 Mk. auf wertere sechs Jahre verpachtet. OK. Grebenau, 22. Jan. Hier sind, wie in mehreren Orten des Stzreifes, ebenfalls die M a f e r n stark aufgetreten. Um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen, wurde die 3. Schulklasse vorläufig eine Woche geschloffen. in Ilsdorf, 22. Jan. Die Ausbeutung der Grube „Lusc" an Eisensteinen bei unserem Ort dürfte bald erschöpft fei». Umso größere Lager Eisen- fteine besitzt dir Gesellschaft in den Nachbar gemeinden Landenbad) und Stockhausen. Ei» neues Eisensteinlager in unserer Gemarkung hat die Eisensteingesellfchaft Grube „Luise" erworben. Da der Boden hier mit Jungwald bewachsen ist, sollen drei Morgen Wald abgetrieben werden. Gegenwärtig werden die Fundamente für die zu erbauende Drahtseilbahn gegraben, die die Eifeusteine nad) Weickartshain zur dortigen Anlage bringen soll. Kreis Schotten. 1. Feldkrücken, 23. Ja». Gestern verunglückte beim Holzfällen ber Waldarbeiter' Sch » ch m an» von hier, indem ihm ein Baumstamm auf das linke Knie fiel unb nach Aussage bcS ArztcS baburch die Sehnenbänder zerrissen und auch ein Knochen etwas zersplittert wurde. Hcssen-Nassinl. h. Marburg, 22. Ian. Der HauSh altungs- pla n der Stadt für 1913 schließt bei den ordentlichen Ei» nahmen und Ausgaben mit 1 534 700 (gegen 1 441800 Mk. im Vorjahre) ab. Trotzdem die Ausgaben uni 92 900 Mk. stiegen, ist eine Erhöhung der Steuerznschläge, die zuletzt 182°'o der staatlich) veranlagten Realsteuern und 160"o der Einloinmenstcucru betrüge», nicht erforderlich, da ein Stcuerausgleichungsfonds vorhanden ist. — Heute hielten die Marburger unb Gießener Burschenschafter in den Stadtsalen ihren S1 a i s e r g c b u r t s t a g -- Kommers ab. — Die Vorbereitungen ber Hundertjahrfeier des I ä g e rb a t a i l l o u S K ön i g i n Marg h.e- r i t a v o n Italien find flott im Gange. Anfang nächsten Monats wird im Hotel Freidhof eine Versammlung ehe maliger Jäger aus Marburg und llmgegcub tagen, ber )td) int März ein Bertretertag sämtlicher Verciniguugeit ehemaliger Jäger anschließt. Das Fest wird jedenfalls vom 9. bis 11. August abgehalten werden. fc. Franken berg, 23. Ian. sJlad) Fertigstellung der Ebdcrtalsperre ist beabsichtigt, mit dem Bau einer clek - tr isch cn Bahn zwischen Frankenau, Frebershausen, Getter' häufen, Kleinern unb Giflitz-Berccheim zum Anschluß an die Bahn (Sorbad)—Wilbimgen zu beginnen. rv. Hanau, 23. Jan. Die Typhus-Epidemie beim Eisenbahit-Negiment Nr. 3 ist weiter int Rückgang begriffen. Seit 14 Tagen ist kein nruer Erkrankungssatt hinzugetreten. Heute sind »och 111 Kranke vorhanden, von deni» 16 hohes Fieber habe». Die Zahl der Genesenden beträgt 73. Gießener Strafkammer. Gießen ,21. Januar. In der Privatklagesachc der M. F. in Gießen gegen den Zugführer K. M. und dessen Ehe trau wurde das frcisprcchcndc Erkenntnis des Schüffengeridtts bestätigt. Das Gericht nahm au, baß bic in Frage kvmmcnbe Acußerung Feine Beleidigung barstelle unb baß sie auch in Wahrung berechtigter Interessen geschehen sei. B c r u f s v e r w e r f u n g. Ter Hänbler R. K. von Rainrob hatte gegen mehrere Strafbefehle, bic er wegen Fahrens auf einem Fahrrab ohne Nummerplatte erhalten hatte, Einspruch eingelegt, war aber zur Verhandlung vor bent Schöffengericht nicht erschienen. Audi in der heutigen Verhandlung, die auf seine Berufung hin hätte ftattfinbeii sollen, blieb er aus, so daß auch bic Berufung zurückgewiesen würbe. Freisprechung erzielte der Sänveinchirt L. I. in Ortenberg, der vom Schöffen gerichk Ortenberg locgcn Völlerei mit 3 Tagen Haft bestraft worben war. Nächtlicher Tiebstahl. Der Eisendreher I. F. in CSießen, ber wegen Diebstahls schon mehrmals vorbestraft ist, hatte )id) in ber Nacht vom 29. aus 30. September v. I beim Verlassen einer Wirtschaft in ber Neu stabt in bas Schlafzimmer bes Wirts eingcfdilichen unb hier dessen Hose mit 6 bis 7 Mark Wechselgelb gestohlen. Der Angeklagte leugnete bie Tat, allein bas CKridN erachtete ihn auf tzirunb gewichtiger VerbachtSgrünbe für überführt unb verurteilte ihn wegen schweren Diebstahls im luicbcrboltcit Rückfälle zu zivri Jahren Gefängnis. Ein gesährlidier Einbredier ist ber Metzger G B. von Würzburg, bem ein Einbruchsbiebstahl m bet Wohnung bes Pfarrers S. in Friedberg zur Last gelegt 'oll dabei 373 Mk., eine Anzahl Schmuckstude unb anöcre Mcgcnttanbe gestohlen unb ben Pfarrer unb bessen Tochter mit Totschlag bedroht haben. Der Angeklagte, der wegen Dieb Ilabls lchon imederdolt mit empfindlichen Zuchthaiisftrasen belegt jvorben ist, ist geftänbig, schützt aber Not vor. Tie Verhaiiblung I 'räob ober, baß eS sich um ein planmäßig vorbereiteles Ber bredfen Handelt. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen idjwmu Kurs St: * Nx. > 3\ u 3’1, tzrrmn 3 chi ff weilet bet 92 ad) ‘wort. an ber 13jährigen Martha Pirtung aus Neunkirchen int Oktober 1908 begangen hat. 3 4 würbe ein Stallsdpvcizer namens Johann Weiß, ber Ockonom 5d)äcf in Neunkirchen in Stellung war, als verbäebtig verhaftet, später jedoch wieber sreigelassen. Photographie, wie sie in einer Berliner illustrierten der Tat bei bem bet Tat Aus ber k bt. H. 6c. 6C 6o. do. fiambiuy 6» do. Kischi 1 do. v. do. 1 do. do. Bünumbi do. do, do. 6i. B ’d 4 37. 3V, 3*li 3 Universitäts-Nachrichten. — Die 15. Versammlung ber Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie findet vom 14. bis 17. Mai 1913 in Halle a. S. statt. — Zum Nachfolger des Verstorbenen Hofrats Prof. Dr. Salomon Lefmann aui bem Lehrstuhl bet inbischen Philologie an ber Universität öcibelbcrg ist der Privatbozent Prof. Tr. Bruno Licbich von ber Breslauer Universität berufen worben. — Ter einer, orbentlidie Professor ber Psnchiatri an ber Bonner Universität Geh. Mcdirinalrat Tr. Karl Pelman voll- enbet am 24. b. M. bas 75. Lebensjahr. — In Wien ist bet a. o. Professor für Pharmakognosie an ber bortigen Universität Tr. mcb. Wilhelm A2 i 1 lachct gestorben. Jcituna crfdücncn ist, wollen nun einige Neuntirchener Bürger den Stall- Ticbstahls im wiederholten Rückfälle zu 3 Iahtcit unb 1 Monat 3udnhaus unb Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 5 Iahten. Ter Angeklagte nahm die Strafe sofort an. Fteigefprochen von der Anklage des Betrugs würbe bet Käunnann I. M. H. Pf. von Frankfurt a. O., ber vom Schöffengericht Grünberg zu vierzehn Tagen Gefängnis verurteilt worben war. P. war im Februar vorigen Jahres auf einer Geschäftsreise mit drei in feinen Diensten stehenben Provisionsrrisenben nach Grünberg gekonnnen unb hatte 'ich in einer Gastwirtschaft einlogiert. Bei feiner Abreise bezahlte *r für sich unb bic Reisenden. Diese verblieben noch einige Tage in Grünberg unb entfernten sich bann, ohne ihre Schulb bei dem Gastwirt zu bezahlen. Wührenb bas Schöffengericht angenommen hatte, ber Angeklagte habe bei bent Wirt ben Glauben erweckt, er wolle für die ZÄc ber Rcisenben aufkommen, stellte bas Berufungsgericht fest, baß ber Angeklagte dem Wirt keine Veranlassung zu einem solchen Glauben gegeben habe, und hob das erste Urteil auf. Wegen V i e h s c u ch e v c r g e h e u s wurde ber Laubwirt K. B in Dorheim, ber vom Erscheinen in ber Hauvtvcrhanblung entbunden war, zu zwei Geldstrafen von je 15 Mk. verurteilt, weil er unterlassen hatte, cingcsührtes Vieh in Quarantäne zu stelleu und ailzumclden. i^iaaL Saarbrücken, 23. Jan. Tn« Schwurgericht verurteilte ben des Gatterinwrbes nngefl ’gten Tagelöhner (leidig wegen Tobfrhlaa« unter Beringung mildernder Umstände z» zehn "tnlnen ZuchthnuS, zehn Jnhren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaukstdit. Pnri«, 23. In». Tic Pariser Geschworene» sprachen Fra» Snmbcrjacf, die ihren Galten, einen der bekanntesten Automodil- 'abriknnte» Frnnlreichs, wnbreiib eines durch einen Scheidung«- vrozeß verursachteil Wortwechsels in St. Germain erschossen hatte, frei. schweizer Weiß wieder erkennen. Aud) bic Kinder bes Schack, bcneii bic Photographie gezeigt würbe, sagten: Tas ist ja unser I-ohann. Als Bestätigung ber gehegten Vermutungen erscheint eS, daß ber Mord an ber kleinen Martha Pirrung ebenfalls burch Erbrossclung geschehen war Diese llmftänbe erfchicnen ber Behvrbe so wichtig, baß sie sofort Nachforschungen nach bem späteren Aufenthalte bes Weiß anstettte. Solinger Mcl- bnngen zufolge soll ber Mörder Sternickel, ber sich aud) längere Zeit im Rheinlanb aufgehalten hat, mit bem bisher unausgeklärten Raubmorb, der vor brci Jahren bortselbst pas fierte, in Verbindung stehen. T-amals würbe ber aus bem Krankenhaus entlassene Schneiber Dobra, ein Mann von 50 Zähren, ber mit seinen etwa 1200 Mark bctragenbcn Ersparnissen nad) seiner Heimat reisen wollte, ermorbet und beraubt unb später als Leid>e in einem Teid) aufgesunden. Zahlreiche Personen würben verhaftet, benen jebod) eine Schulb nicht nachzuiveisen war. Tic Behörbe Hat bic Untersuchung aufs neue ausgenommen. — Tie Behauptung Sternickels, baß sein Vater seit Jahren tot sei, ist falsch. Ter alte Mann wohnt bei seiner mit einem Bergmann verheirateten Tochter in ber Näl)c von Dortmund. Seit 1905 steht er mit feiner Familie nicht mehr in Bcrbinbung. Kleine Eagerchronik. Prinz Adalbert, der dritte Sohn unseres Kaiser- paares ist nach einigen Tagen Unwohlseins im Berliner Schlosse an Masern und Lungenentzündung ertrankt. Die Kaiserin hat die Pflege übernommen. Wie aus Toulon gemeldet wird, sperrte die Polini abermals eine von einer Halbweltdame errichtete Opium- tneipe, die namentlich von Seeoffizieren besucht war. Die Untersuchung ergab, ibaft ber -Spinmlieserant ein schiffs- fähnrick) lnar. Iw Bahnhose au Reims wurde ein angeblich ans Posen stammender junger Meirsch namens Josef C hai- » i tz k i verhaftet, dessen Gepäck ans einem Todschläger^, C®*1 ^yaslkalber w* *mö lagert N*»1 c fi eiadm fffffldmmtt unb j StUmMibaM unb gerinfl«^™ JiDWIüiK Lchwl Ltrcheivicht . a. 81/, Tratsche Reick 3' do. 8’/, Preußische Ec 3 do. 4 Jauche?fnlf 3'/. do. 3 b. 4’lt ?e8flltn tu f < bo. f. ^get. Tab. J/ii®ntdj. E..-tz ] /< bo. y.um ■I i« ko. <7, Les,, (äilbtt.i) ;A bv. ;>ap.tr.z ' k°. öolb.öiei J te. nnbttiL i ü. 6tQat».8i 4 £* M. r> r ei>lnb. ibi. L(^t. tlOlQlb " ü. M}. €, 3 , । j ’ *tr°g umfij., VermiMki. * 10 Millio » eu Mart Berlust an einem Tage. Der 17 Januar war ein Unglücke tag für die große englische Bersidfcrungsanstalt von Lloyds. Nach einer oberflächlicheit Sd)ätz»ng, deren Ergebnis durch die endgültige Beredmung wahrfd)einlich nodi übertroffen loer* den wird, hat der eine Tag dem Geschäft einen Verlust von 10 Millionen Mart an Vcrsid)erungsgeldern berur- sad)t. Das ist, abgescheit vom Tage des „Titanie"- Unterganges, der größte Verlust au einem Tage Es handelt sich im einzelnen um die folgenden Schisse: „Ve r o- nese", der selbst mit 95000 Lstrl. versichert ist, während die Versid>ernngss»mme der Ladung 150 000 Lstrl. beträgt, „Au ch c li ard c n", der mit 27OOÖ Lstrl. fürs Sd)iff und 50000 Lstrl für die Ladung versichert ist, „Eston i ri“ (41000 und 60000 Lstrl > unb schließlich ,,B o st o n". Dieses Schiff ist ans der Probefahrt gestrandet. Das Fahrzeug war mit 83 000 Lstrl. versichert. * Der alte Leichtsinn. Als die Arbeiterwitwe Schmidt in Z a n o w zur Arbeit ging, schloß sie ihre vier Kinder ein, die brennende Lampe auf bem Tische stehen lassend. MS ein Kind an der Lampe Papier an- zündetc, riß es dabei die Lampe nm. Das Petroleum ergoß sid) über das Kind und den Fußboden, wodurch die Betten der anderen Kinder in Braud gerieten. E i n Kind verbrannte, die drei anderen Geschwister, die in einem Alter von zwei bis fünf Jahren standen, erstickten burd) den entstandenen Qualm. Tic Hilfe kam zu spät. — Wann werben endlich diese grausigen Unglücksfälle unterbleiben? * Ein schwere r U nglückS f al l wurde am Mittwoch durch einen Automobilomnibus in ber Vaugirard* straffe in der Nähe des Luxembourgbahnhofes ht Baris veranlaßt. Ter Wagen fuhr an einer Biegung, als er einem anderen Fuhrwerk ausn»eichen wollte, auf den Bürgersteig und zermalmte den gerade vorübergehenden 28iäfyri« ge» Sd>riftsteller Franc iS Latoud)es. Ein anderer Passant wnrde schwer verletzt. * Sternickel. Aus Neunkirchen Saar> ivird gemeldet: Tic Veröffentlichung der Photographie des Ortwiger Mörders Sternickel Hot hier den Verdacht iv.ichgcrufcn, baß Stcrnidcl auch bat bis jetzt unaufgeklärt gebliebenen Lustmord I ' 5 fooisani l ^»lohb,. 1 ÜCh.M!... fIn c -L*. Rinder Kälber °2tnbtn): ^iin tzchasc levyasl, flt1' »r. * U ’ ii U M! i k ™'Msi epcj' ■ , (DUC. j bo. bo. tinort - & Os Md i, nwi Mer W-l., durckg' Ls wT; (urunb(o Kdi-v j.f in dunte 1 u lcuL i Vi c? k. h ■l 65*00—67.00 80.00—83, )0 64.50-67^0 82.00-86.00 66.00—68.00 83.00—86.00 Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. 3^ 37z 6 3 70 37z 4- 56 3 7O9£aLSfcL Jan. Wetter geiviibt ■e s Mk. 191 44-46 92-96 36-00 85—00 I I Januar = 3)1. 88.- M. Wladlkawk. 85 fifr. gar. 4*A Anatolische i. G. . SD?. do. II. Außereuropäischr. P-s. inn. G.-Anl. v. 1887 . abgest. do. 70. 3 101.70 v. 1890 41/, Offenbach 63.20 97.70 100. Lstr. 1895. 96.46 Fr. Lstr. do. ab 91.75 3*/, Frankfurt a. do. v. 1886.97,1902 do. 4 do. v. 1899 3'/, Ulm v. 1905. . Wiesbaden v. 1900 lündb. ab 1905 91.00 Eisenbahn-Prioritäten. 98. 1907 ad 1907 . 73.70 ««Ständische. 82.80 b. 3*/, do. ], Europäisch: Würzburg v. 1899 mit. Kr v. 190 . unk. b. 1910 . 93.25 M. 4050e do. Lire Erlangen v. 190u mit. b. 1911 86.50 i. E. i. ß. 88.10 ö.st. >. 400 99.75 2000c 78.30 Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 52.50 1000c 1901 Ser. I lündd. av lyu6 Fr. i. ®. 94. v. 4 v. 1907 do. E.v. 71i. Wien kommunal l G. .öfl.®. 5 Brünu-Rs. 72 sts. i. 100 88. unk. b. 1910 . IW, 1000/2000 M. do. Spcz • S-nniäu. conv. Acute 1881/88, 92, 93 i. v. l'J03 v. 1897 . M. Aktien do. r.fl. 87. 4 22.60 Lire 88.30 500 Aaab-Odeub. 92. 47.80 ae/i» do- SW.' 91.30 1908 r>. 189o steuerst. do. 4 landesherrliche Anleihen. 4'/. Grf. Henckel Hg v. Dann r.4 LO5d.84 M. 4 do. SolmS-BraunfelS v. 1880 . v. 1881 do. lv.amcheun v. 1901 lündb. ab 1906 M. EolmS-Laubach abgejt. . . 1-fI. gar. 92.30 M. do. Südwest fifr. gar. 408/2040 Lstr. 79.00 87.50 F^anz-Jolef «afchau-Odrb. do. do. 500 500 500 500 Fr. Fr. 3 4*1. 3 3 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 v. 1888 v. 1897 G. G. 'S. G. G. G. G. 99.60 93— 4 4 4 4 4 SE 8 SW do. do. do. do. do. 10 10 10 lündb. lündb. lündb. ab ab ad 4 3'/. 31/, 3V, 4 3*A do. do. do. Golthardbahn. Jtal. Mittelmcec Anatol. Eisend. Priuce Henri . , Prag-Hux St. tttl. ab ab ab 87 — 99,- 87.60 3 68/t 3 3 3 3*/, 76. 76 99. 4 3‘/, 3 400 400 400 500 500 Lstr. M. Lstr. 3)1. 1901 1902 1j08 86.— 98.70 98.70 97.— 87.50 84.- 94.90 84.— 4 4 4 4 4 4 4 5 4 2*A v. 1889 v. 1891 101.40 93.20 1912 1893 189b 189 < IVUd 1905 408/2040 . 2040c s.fl. Ur. 99.20 70.5 > 98.50 98.30 98.30 do. do. do. do. do. 4- 3,7 * 0. + 0,4'0. v. 1901 lündb. v. 1883 abgest. v. 1893 lündb. 88.— 87.80 88.30 88.30 97.50 88.40 88,40 88.40 88.40 8MU 97.00 89.20 88- 88.30 87.30 o b 3 Elifobeth $1. 8 erd do 3*/, dl/, all, öl/, *7. 96.b0 98.- v. 1884 conv. v. 1888 conv. v. 1895 . . 99.- 99.- 96.25 95.80 do. do. do. 88.' -0 1002)0 90.30 Pes. Lstr. M. M. Alzey v. 1899 unk. b. 1912 Afchaffendurg v. (888 Eckneeiall Bed Himmel Regen Rbl. Lire M. k.fl. Str. 3)1. 58.80 54.60 100.— Zürnt, bo. iSräfl. Lstr. M. M. Fr. i. G. i. G. 81.00 88.40 81.90 74.20 72.20 adgeii. Vit, J v. 1884 v. 1886 u, 88 . . . v. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 do. Mexik. do. do Ak. Tlr. M. Fr. Mk. H3—117 105-112 95-102 do. do. v. 1901 lündb. v. 1887/89 . b. 1896 lündb. b. 1903 unk. b. do. to. do. dv. Fr. M. 5 4 4 3'/. 6 4‘l. 5% 2 2 2 i. G. b. 1891 ü. 1894 . . b. 1898 . 109.40 106.5" 99.20 88.8., 5 5 5 <7, r- Höchste Temperatur am Siiebrigfie „ „ Ltiederfchlag 2,7 mm. do. do. do. Fulda v. 1875 abgest b. 1900 . . v. 1903 . . v. 1896 . . 68-70 62 66 56-60 b. 1900 lündb. ab 1905 v. 1881 il 1884 abgest. v. 1888 b. 1898 lündb. ab 1902 b. 1903 lündb. ab 1908 b. 1889 I. Rg. b. 1889 II. Ag. 98.50 91.— 87.40 87.. 0 87.10 96.10 98.90 93.5u 91 92.10 8...30 86.20 ö-fl. Six. 88.70 88.50 88.50 88.50 89.10 104.- 97.50 (Vontb.) sif. do. „ do. do. do. cm ort. cuiort. v. 1888 i. (S. b. 1909 i. (S. 95.30 95.80 95.30 97.40 88.- 88.— 88.— 4 37, 37, 3 StaatSb. v. 83 , I— V ni Sin. . IX Sm. „ b. 1885 , (ErgSnzgS.-N.) „ b. 189.3 fit. i. G. 76.20 76.10 74.70 75.. 0 76.50 74.50 76.30 47, 4 3*/i 37i 1887 fl(. gar. . . l ©. 200/1000 Aul. abgest. do. do. . . (3.97Td 8S90 94.70 94.70 73.60 Ä" N. D, '»"» "«Mitit’taS $i«4i«tri ««d« k SSt*-*«»«•-«•* ’ "SW,: do. to. v. 1889 v. 1889 b. 1891 oo. do. do. do. do. do. 4 Türken Baaoad-Badn . . 4 U ngarische Gold-Rente 2025c Heidelberg do. do. do. 4 b 4 4 4 r* 4 4 4 4 37, 37, SBleitblaternc! mti) einem Sack i)oH Pfeffer befianD Die Polizei igkntbt, daß Choinitzki nach Paris gefonrnten sei, um einen Kasseubvteu zu überfallen und zu berauben. 72.80 92.60 82.50 Lollsietscytge Schweine unter 80 Lebendgeivicht. Dollfleifchige Schweins von 100—120k; Lebendgewicht Solifleildiiqe Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht o. 1888 n. 1894 . . . convert. v. 1891 Lit, H . v. 1891 . b 190- amort. ab 1907 b. 1905 amort. ab 1910 Oest.«Ung.StaaSb. Oest.Südb.(Lomb ) Starkenburg . . . . '2)i. Vit. N u. Q abgest. b. 1906 . . . „ R abgest. . . (Straßenbahn, b. 1899 . v. 1901 nbt. I. . . b. 1901 Abt. ILu-III. v. 1888 .... v. 1895 . ... b. 1898 lündb. ab 1903 1905 47, 47, 4 37, 3 4 4 1905 1912 do. Bukarest do. do. ■'37, 3S- 4 ft 3 37, L 3 4 37, L 4 4 y/, 97.50 97.- 88.30 88.30 86.30 88.2o 88— 89.20 do. do. Oest. Süd do. . do do do. 108.50 63-60 66 50 9.DU 88.- 100.— 8—00 bis 23. „ 23. Freiburg do. b. 190s . . . '. amort. innere Ser. I—IV Russische Südost 97 stcuersr. , do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. i. P r.1898 lündb. ab 1908 Jnvest'Anl. ... Audolf .... „ । do. (Salzkgtb.) stf. u A 76.10 79.20 99.82 93.60 87.70 81.30 79.10 ab 1901 . 1914 . , b. 1910 . Arme do. diente Aente v. b. b. b. b. b. r. 1901 kündb. ab 1906 abgest. r. 1887 b. 1891 abgest. . . . v. 1896 b. 1898 b. 1902 Ser. II lündb. ab 4 4 37. 37. 37, 37. 37, 37, 4 ft T* 37. 47, 2eriae Begrenzung der hessischen Gesetzgebung jetzt die landesrechtlichcn Bestimmungen Preußens, Bayerns, Württemberg, Sachsen und Baden berück- sicküigt. Das schwimige Kapitel der Verhältnislnahl ist einfach und sicher durchgesührt behandelt. Tie Mschnitte über Sjeer und Flotte sind nach dem neuen Gesetze vom 14. Juni Id 12 berichtigt und der Darstellung der ges. Versicherungs-Gesetzgebung liegt die neue Reick^versicheningsordnung zugrunde. Die staatsbürgerliche Belehrung und Erziehung wird in diesenl Buche auf pädagogischer Grundlage heimatlicher Anschauung aufgebaut. Hervor- Ncheben ist die Anregung zum selbständigen Denken^und Urteilen. Obwohl die Neuauflage in der Hauptsache für den Sckwlunterricht gedacht ist, dürste aber mancher Zeitnngsleser selbst ^zur Ergänzung und Vervollkommnung seiner politischen Grundlagen hier einen vorteilhaften Führer vorsinden. do. i. G. (S. II Ergpz.) 2040 Portg. E. B. b. 86 (Baira Baixa) do. v. 1898 Lärmst, abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A tuV Fr. M. P-I Lstr' ült' Hamburger St.-^ut.amrt.1900 u. 1909 . - do.v.1887,91,93,99 4 „ b. 1908 o1), Kreuznach b. 1888 a. 1898. , Ö1/, Xlatjc v. 1889 o1/, do. d. 1902 27, Limburg abgest. Ludwizsyafen v. 1896 . . . öv do. b. 1903 lündb. ab 4 Mainz 0. 1900 unk. b. 1910 . abgest. 1878 u. 83 . . bte«. ! Verlust an eincirl ein Unglück-tag für di?« flalt von Lloyds. M» deren Ergebnis durch biiffl .nlidi noch übertroffen Wcffl •m Geschäft einen KerliÜM ftrsicherungsgeldern benii-l m Tage des „Titanic".! rlust an einem Tage. tz A 1 folgenden Schifte: „Lcrc- V Al. versichert ist, tvährerl D düng 150000 Lstrl. betrag J '000 Lstrl. mre> Schiff utz rerfithert ist, „Estvnie g tjliefrlirf) fron". Ti , t gestrandet. Das Fach chert. Als die Arbcfterwitvc bdt ging, schloß sie A e Lampe aus dem TifM in der Lampe Papier ar.- npe um. Tas Pettoleim den gußbodcn, wodurch bte ^and gerieten. Gin $tnb deren Geschwister,du iuni Zähren standen, el- t n Cuafnt. Tic M A idi diese grausigen UnglE ücksfall wurde am M «üm« in der «MZ „ncrSicWOß«™®. sollte, aus den Burgn * SS -atoudic5- 1501 1 S". «mflänbe“ ’"* kk d"-ch <»«Är* 9ij8fan Koslow steucrfr. gar. . . M. do. UralSk steucrfr. gar. 404/2020 „ do. do. 97 steuerst, gar. . „ Warstb.-Wieu. stst. gar. 2020/4040 „ 31/ y«/, Karlsruhe J7* do. o bo. v. ioji ..... öi/ Kifsingen b. 1886, 1888 u. 1903 i statu v. 1900 . ... 3‘/, do. b. 1905 . . 37, Offenburg v. 1898 kündb. 4 Pforzheim v. 1899 kündb. do. b. 188 Sa« Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-D. II E . . do. do. I E abgest. . do. do. IIIE mit. b.1905 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. uO% SalemGdd Goldmundsölck Q'^areffen 4 Nürnberg 4 4 Äugübnrg u 1901 unk. b. 1908 . . 4 Babenhausen (Heften) 3'/, Baden-Baden 0. 1898 lündb. ab 1903 3'/, Bamberg b. 1888 37, Berlin v. 1886/92 1 Bingen d. 1901 lündb. ab 1906 . ÄidjM’Jn Uitb t > &. ioi^ )c'i ioar Y^erg I diEij war im ö US? ft * "Ergehe.^ ■U in dtt "en batte \Ä,en fon i! dbtn. ^^'uhrtcs bo. bo. v. 1896 Dayr. E.-D -Anl. unk. b. 1906 . . . bo E.-B. u. Allg. Anl bo. LandeSlultur-8tente do E.-B.-Anl Bremer St.-Ant. v. 1888, 92, 99 . bo. bo. b. 1896 unk. 1912 . bo. bo. v. 1902 unk. b. 1912 Prag-Dux v. 1896 sts. Siaad-Ocd.-Ebenf. , do. do. v. 91 „ do. do. b. 97 „ 37, Grast. 37, Füntt. 4 do. 4 do. 37, do. 6 do. do. v. 1896. 47, do. do. v. 1898. 4 Egyptifche unifizierte . . . . 37, do. vrwil 3 do. garantierte . . . . 47, Japaner Ser. II v. 1905 . . V\, BvSuien tu Hercegov.v. 1902 unk. 1913 4 do. do. .... 5 Bulaar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . !•/ Griech. E.-L. 0. 1890 steuerst. . 17“ do. ^.onopot-Aul. v. 1887 . . 4 4 Italienische Rente . . . 2*1,. do. do G. . 47 Oest. Silber-sttente . . . 47' bo. Pap.er-Dtent; . . . bo. Gold-stiente.... to. einticttl. Rente (conv.) bo. v. 1895 muss StaatSanl. v. 19o5 . . (LonsoUd.-Ant. b. 1880 ±1" Bank für handel und Industrie Hieberlofiung Siehe» tL)0li'Aut. V. 1889 . . Lons. G. B. Ser. I 11. II 89 Gold-Aul. Em. III v. 1890 . StaatL-Aente b. 1898 do. b. 1902 steuerst. E old-Aul.' v. 1894 stcuersr. . u n f 1 r eft cn . äviy I. - SSSeW begangen bcr btt Nt -,ohann w I? in -lelillNgwA k , mrt« Ä « *'~xJÄ*t**& i^nlnkb'nn - •- ?°> nmstälidc eE l’«'1 ‘ Soll««*1 im ?»• ’S Lä -°'i "EiSnl t E iperrtc W 5thamf jL, fi S O O C a Es fiarbeit an: Zusammem Erwachsene: mt 00.1t 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr txolcicn d.Wochenbettes 1 (1) 1(1) — — Tuberkulose 4 (1) 4(1) — — Lungenentzündung Herz- und idleläß- 8(2) 2(1) — 1(1) krautheilen 11(4) 9(3) 1 1 (1) Schlaaflui; anderen ölerven-- 4(2) 4(2) — trankneiten Krankheiten der 2(2) Kl) — 1(1) Berdauungsorqane 5 (4) 5 (4) — — Rierenkrankheiten Bösartigen .en- 2(1) 2(1) — —— bildungen 8(1) 8(1) — — Selbstmord 1 1 _ — Verunglückung 4(2) 4 (2) — — anderen Krankheiten 7d) 6(') 1 — Suinma: 52 (21) 47 -18) 2 3 '31 23 2?: 44 9 15 4 9 97 23. 9 4 43 2 24 5,3 97 24. 7 “ 45,5 6,0 6,8 97 ■r*s «eß f-t * s 5 3 ö o X -Iv <3 3® S s 8 § ros psli ■3 F 5 '— S 2.2 '-i " O ö r-1 s 2 H Cß ° H 3 L<§ LZ" 8 £86l Z = s 5-*Ä ■ty»3 ® ™ X C uu 5 äg Ox-iS a.c ,A>J S° 2’3 ?“ CO. - 5 uu 9- £ = 5 H n s ' sa S 'T ssw F 3® Sro 'S § 2 _ w 3»^ 6i 5 2 M o 3 « ca '3 ® 3 5' ess r* 2 a^"3 «3 2.S tL fe« p- r?6^ a. o 3* LZ ® o 3fii CT7? S “■ Säo 2 Off Gi 3 361 «•< 5 s ’ iS 35 3 -, 2 61er r* 2. j-aS 6) a e ä T 2. 5 3 5'61 Öga 2^ S55S r? 5TM H -> 3k2 CP O <=3 AsKs b-7 S'3 A s ■3 g 2. ri » 5 Z2 5 3'5 3o » bDCP 7a a 'o"3 CrVo-(?i 5®’ 2.ödä •J» ffi S to L s L E - SZ °Z 3-2. £ ®u » = Sv 32.' l~32 CU Q -5a »i„ Txd^ca Ws S- C*B> ai»o «Ss 3^3 = 2 2. — —, O 3=2 38, ä’xiZ x;O5ö — •■3?‘ - z. n Ä B l a»J8 ?s ?T = S S 3, 'S* CO3 S.'^S:- S 3 B 2 • e ffiÖ’ 3gU« '^3 D1«' UV 3 o ~^O 2 X« D:6)~" - 2.3 8 -’s tifä9 ah 2 3 »§5 iS -rx, =: 's r; 2 —'E —' 3 er ■2'” 2h 3® du 3 V3 = es Ars l^L 3^ «•§^,2 3 — g' « o tc - ro® « 5=.^ M eug) Sa 2 — -" sä •= 12, E vv£SZ.a- P a? 00 53£? « pQÖ r? ö srS UU°:3 {“ 5^9 § 2-3 <52 o't7T> O' 3 ” ZT. ° 5 =2®»r 3 " Z 3* 8 3Z' es = ro 0-10 r« r. » E" 3 a er E «= -■ — 15U ^Glto d " CS O S?’ 3 t$u iCCr? |S\ ?Z -' g-g r-t T3v_m rt ° w ■§ aC?" LJ A es x 61®’" ®- ZZs-Z° Sf- @=.1h s- r> Ct 3 p^ H3o p -r«- sä»'” = 5?5 33 3 2 Sv32 5 5*F 5" aS e «öä-t H Her Reichs Lfcfit cm l^1 *8 den W proben genE die em°s ai-bt an M a netzen und W hff Regierung m *W von >« Ataalsjekretar -F nützlicher ^Wgemelnhett. *itt Zen rals ^uiunge-vollen J Muß von ncht i M wollten die «D rudern Paüei ukr Zentralsten' M haben; tu Ag«dpflege ein . Mdc von ihnen a dcschm Zentralste der Jugendwchr er lurchsühlen, daß si nmg bei dieser C Hieb traf aber m inissen Art von Sc soll die jungen alleine lassen -, Kreien, an Orin er gereicht nicht Ilnterhaltnirg uni erweckt auch einer Fst etwa die Ki int bitteren G bedürftig, und is röhliche, das Zi xn in Wald u: Vraofratie mibei W ^Ata& mach i'i Mivnoi errch' und schieden alle Parteien i Ivar eine erfrei 3m Bnd. biet berührt, u hier Gelegech zustecken. Di Reichstvohnun im Sinne eis Wohmlngssra Probleme, «numdtc heben Problem ist a sekretär vertu rrst aussichtsli auffallenden : Uninute, f>i„n M? Jahres er sich d eutivurf vorder E Jreillch Wohnunas! Q=><^?e* “’S 2.o 2. 2. ® • Cl^3^ - ? S a ■2 rx» _*-S q ^E?§3j 3g® D-5 biet/li,^ENübe 1W Wein 8rt S™"9 nl*c *£ j?,br” Wilfe H ?' '”®in ha, wfiJS’Ä i'nen UÄbetrai d°v aj ^'him =•• Tocl^Mer E;nä Tch-n B ='Viny lange ? ^lf Sroft c o > loaJ-2 ouig ,Un9e 'j'Jfn la, Men j. «aar Qbe Aaiit iS^n'h8 ^fas0* fife &:;S «icke-, 7 rche l*<Ä C Se P 5 3e ^S«'8 2*,