»m €913 ceiummcn: sollende Tabelle: v. H. Mark 30 te& Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wird cnt- ren. sprechend den Beschlüssen zum Besitzsteuergesetz wieder gesvLZ-en, Vereine lasset Es 6 7 8 15 000 20 000- 2'. 000 30 000 35 0 >0 4 0 000 5 > 000 60 C00 70 000 80 000 40 — 50— 60— 70- von 10— . 15- . 20- Tic Einfuhrnng von Postkredilbriefen. Die Rcichspoftvcrn altung ist gegenwärtig mit den Vorbereitungen zur Cinf"b:-ung von Poftkrcditb riesen beschäf- ligt, nachdem eine Reihe von Erhellungen zum Abschluß gebracht ist. Es gilt ols wahrscheinlich, daß. noch) int Laufe Dieses Jahres die Kreditbriefe der Reichspost zur Einführung «gelangen werden. Die Einführung derartiger tbreditbriefe würde von besonderer Bedeutung sein für reisende Kaus- 'leutc, die als Handelsagenten längere Zeit unterwegs und -dabei gezwungen sind, von Zeit zu Zeit auf möglichst einfachem Wege ihre Barmittel zu ergänzen. Für die Hohe des Kreditbrieses wird eine untere. Grenze von 200 Mk. und eine obere von 4000 Mk für angemessen gehalten. Ta für die Geltung des Kreditbriefs eine bestimmte Frist fest- mesetzl sein must, so wird vorgeschlagen, diese Frist jedenfalls nicht unter drei Monaten zu bemessen. Von Wichtigkeit ist die Frage der Lechiimation des Inhabers, um die Auszahlungen an Unbefugte zu verhindern. Von allen europäischen Staaten hat gegenwärtig nur Italien Kreditbriefe eingeführt, dort können Summen llris zu 5000 Lire ein gezahlt und in Teilbeträgen von mindestens 50 Lire bei allen Postanstalten abgehoben werden. Tie Gebühr ist mäßig, sie beträgt 25 Centimes bis 500 Lire, 50 Centimes bis 1000 Lire und für jedes weitere 1000 25 Centimes. 3 3,5 4 4,5 1 1,2 1,4 1,6 1,8 2 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strotze 7. Expedition und Verlag: e^a> 51. Redaktion: S^^l 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGietzen» Offenbach. !nde lO'f, Uhr. 8-21 186 Die „siebener Zamilienblättcr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreishlatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Ertrages wird gegen Konservative ünb~ Zentrum abgetchni und auch bei städtischen Grundstücken wird das Fünfundzwanzig - fache aufrecht erhalten. Mi detr Einführung einer vom Zentrum beantragten Bestimmung, dast Gebäude und Betriebsmittel besonders veranlagt werden sollen, wird der so gestaltete Antrag Schisser angenommen, die Mehrheit setzt sich außer aus den Nationalliberalen aus Zentrum und dem größeren Teil der Mitglieder der VolkSoartei zusammen. Nach der Mittagspause gebt die Kommission über zur Besteuerung des Einkommens. Bekanntlich hat die Negierung in ihrem Entwurf über den Wchrbeitrag das Einkommen erst bei fünftausend Mark heran -- Elchen wollen, beginnend mit einem Beitragssatz von zwei v'm Hundert. Ter Ärtsschup hat in erster Lesung das Einkomnren lmon in den finiteren Höben Herangwegen und die ganze Bc- Ueuerung des Einkommens auf die Grundlage der Kapitalisierung :,n tingiertem Vermögen gestellt, indem mit fünftausend bis zu rünfzigtoinend Mark Etniommen als Multiplikator die Zahl sechs und weiter aussteigend bis zu einem Einkommen ron zweihundert tausend Mark auf das Zwölfsache des Einkommens angefetzt. .Ties wird durch die Anträge des Berichterstatters Grafen Westarp geändert, wenigstens iraS die Grundlage der Berechnung des Beitrages vom Einkommen betrifft. T i e Kapitalisierung' wird beseitigt: statt dessen wird das Einkommen als solches unmittelbar mit einem nach seiner tatsächlichen Höh- gestaffelten Beitrag belegt. Während nach dem Regienrngsenlwurs die Ein kommen bis zu fünfzigtausend Mark freiblieben, werden nun die kleineren. Einkommen auch durch den Antrag des Berichterstatters Dienstag, 24. Juni WZ Rotationsdruck und Verlag der Ärü hl'fchen UniversuätS - Buch- und eteiiibnirfetcu R. Lange, Diesten. dagegen wird die eventuelle Berösfentlichung der Strafe ein* stimmig beschlossen. Ter Gcneralpardon für frühere falsche Deklarationen bei Vermögen oder Einkommen' wird nach längerer Erörterung angenommen. Tie Hercinbeziehung der Sämtzgebicte in den Wehrbeitrag wird nach kurzer Begründung durch den -Staatssekretär des Reickfskolonialamrs gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wieder gestrichen. tycer unö Flotte. Masienerkrankiingen im Zufanterir Neqiment Nr. 78. L S n a b r ü ck, 23. Juni. Wie amtlich mitgeleilk wird, er* krankten beim ersten Bataillon des In f a n l e r i e - R e g i m e n t e s Nr. 78 etwa 200 Nanu an Koptschmerzen, Erbrechen, Durchfall. 4-ic Ursache iit unbekannt. Lebensgefahr liegt bet keinem vor. herangez-ogen und int wesentlichen nur etwa ebenso belastet, wie es der Beschsuf des Ausschusses tat. Tie Staffelte:.^ besteht aus sünf.-e-'n Stücken, die ohne llntergrenze mit einem Einkommen bis zu zehntausend Mark beginnen und in dieser ersten S mit einem vom Hundert des Einkommens besteuert irerixm. ^cnn nach dem Voranschlag für das Jahr 1915 die Einnahme aus dem '-K*chibeitrage die Ausgaben, zu deren Teclung ne bestimmt ist, überschreitet, ist der Mehrbetrag, zur Kürzung des letzten Drittels des Wehrbeitrags nach Mastgabe des Reichshaus- haltsgesetzes bereitzustellen. Tamil ist die zweite Lesung des Wehrbeitrages im Ausschust erleoigt. Morgen berät der Ausschust in zweiter Lesung das Stempelgesetz, Erbrecht des Staates und Kriegsschatz. Gegen einen Antrag Erzberger über die Berioendung des Wehrbeitrags wenden sich die Konservativen und die S-oztal- demokraten. Tie Sozialdemokraten wollen die ileberschüsse für sozial politisckie Reformen venoendcn. Ter Antrag nird abgelehnl. Dagegen wird folgender Antrag Erzberger c Tie Einnahme aus dem Wchrbeitrag zuzüglich srei'.villiger Beitrage iit ausschließlich zur Dockung der Kosten für die auf Grund der Vorlage an den Reichstag vom 28. März 1913 bück Essen- Verstärkung der Wehrmacht ztt verwenden. Als solche Kosten gelten die einmaligen Ausgaben und die fortdauernden Ausgaben der Jahre 1913 bis 1916, soweit diese nicht aus dem Ertrag? der erlassenen oder noch zu erlassenden Teckungsgesetze oder aus laufenden Einnahmen bestritten werden können. ergibt sich dann nach dem Vorschlag bis 10 000 Mark des Einkommens • n an lag un g des Steuerpflichtigen gestrickten und ebenso die Bestimmung aus dem Beschlust erster Lesung gestrickten, wonach, tvenn das veranlagte Einkommen wertiger als 5000 Mk. beträgt, es nur dann berücksichtigt ivird, wenn es einem beitragspflichtigen Vermögen hinzuzurechnen ist. Es wird dann auf eine zurückgestellte Bestimmung zurück- gegriffen über die steuerfreie Vcrmögensgrcnze. Ta- zu beantragt ein Konservativer, die, B er mögensgrenze bei zwei- dis viertausend Mark Einkommen von breistig- tausend auf zwanzigtausend herabzusetzen. Es wäre das auch eine Erleichterung für das Zuwachssteucrgesetz. Tie Zwanzigtausend-Mark-Grenze wird gegen die Konservativen a bg elehn I. Tagegen wird nach dem Anträge von Graf Westarp die zurückgestellte Bestimmung, dast sich die bei- trags freie V e r miö g e n s g r e n z e bei einem Einkommen von nicht mehr als zweitausend Mark auf fünfzigtausend Mark und bei einem Einkommen von mehr' als zweitausend, aber nicht mehr als viertausend Mark, auf dreißigtausend Mark erhöht, angenommen. An der Bestimmung des Entwurfs der Regierung, die von den Aktiengesellschaften ebne Börsenkurs und von Gesellschaften mit beschränkter Haftung handelt, hat der Ausschust in erster Lesung nichts geändert. Es handelt sich hier um die Rübendividende. Bei der Berechnung der zur Wehrsleuer heranzuziehenden Aktien oder des Gesellschaftsanteils beantragen d i e Konservativen, dast diejenigen Beträge vom Zahresgewinn abzuziehen sind, die, unter Zugrunbelegung der srisüblichen Preise als Entgelt für gelieferte Rohstoffe anzusehen sind. Ein v o l ks p a r t e i l i che r Antrag schlägt vor, als Multiplikator das Zwöli'einhalbfache statt des Sechzebnzweidrittel- ferhen zu wählen, da bei den (Genossenschaften häufig eine Ver- ziusung von 8 Prozent des Reingewinns zugrunde gelegt werden müsse. Gegen den letzteren Antrag wendet >tch ein Regierungsvertreter, der meint, dast durch eine solche Bestimmung tnele Streitigkeiten hervorgeruien würden, und auch, 'eine sechsprotenuge Verzinsung für ausrcick>end hält. Ter fortschrittliche Antrag wird gegen die Nationalliberalen, Volksparteiler und einen Teil des Zentrums abgelehnt. Ter konservative Antrag wird angenommen. » Eine vom ^lussckust in erster Lesung nicht geänderte Bestimmung sieht bei <Ü0m Vermögen von mehr als zehntausend Mark den Deklarationszwang vor. Tagegen wendet sich ein Konservativer, weil dies eine große Belästigung, ohne dast viel Erfolg erzielt wurde, bedeutete. Von anderer Seite werden die Bedenken für nicht so groß erachtet. Es sei auch für einfache Leute durchaus möglich, eine Deklaration zu machen. Es wird beschlossen, die D e k l a r a t i o n s p f l i ch t ftstzu- stcllen bei mehr als z w a n z i g t a u s e n d Mark Vermögen, und wenn mehr als viertausend Mark Einkommen sind, bei mehr als zehntausend Mark Vermögen. Zn den folgenden Paragraphen wird die eidesstattliche Versicherung ähnlich wie beim Besitzsteuergesetz gestrichen. Bei dem Verfahren der Veranlagungsbehörde ivird ein formeller 'Abänderungsantrag des Berichterstatters angenommen. Weiter wird ein Antrag gestellt, zu Unrecht erhobene Steh erbeträge unter Verzinsung z u c ;• statte n. Ter Schatzsekretär und der preußische Generalsteuerdirektor rocnfccn sich dagegen, da das ein ganz neues Prinzip bringe. Tann müßte auch bei Steuernachzahlungen Verzinsung gezahlt werden. Ter Antrag wird aber einstimmig angenommen. Als Zahlungstermin wird statt des 31. März der 15. März festgesetzt, um die Ultuno-Geldschwierigkeiten nicht zu vermeh- Mk. 40- Äoldberg, Dallin^ WSiil* s cto8gfe H.Hj?etbek %S*5jsss. ürfrtJ! Wir N'E,,^K-lldr n ^rLt 2eu'.i*en ___ Dec einmalige Wchrbeitrag in zweiter Aurschichlesuiig. :: Berlin, 23. Juni. Der Budgetau^ichuß des Reichstages setzte die zweite Lesung des Wehrbeitrages heute fort. Bei den neuen Anträgen handelt es sich zunächst um die Ermäßigung des Wehrbeitrages für Söhne, d i e gedient haben, sowie um das K i n d e r pr i vei Wochen nach Zustellung des Veranlagungsbescheides geltend gemacht wird. ..... Das Wesentliche dieses Antrags Lrchitter nt neben Berücksichtigung der verschiedenen in der ersten Lesung am Entwurf geänderten Verbesserungswünfche, die WiebcrHerstellung . e^> F ü n fundz w anzigfa ch e n des Ertragswerts und bie M og - lichkeit für jeden Beitragspflichtigen, binnen zwei rochen nach Zustellung der Veranlagung statt des E r tr a g s w e r t v den gemeinen Wert zugrunde -,u legen. Tie Konservativen beantragen gegen den Antrag Schiffer die Bestätigung des Beschlusses erster Le,ung mit dem Zwanzigfachen des Ertraaswerte^. .. Ministerialdirektor Hoffmann gibt feine Zufnmmung zur Öereinziehung der gärtnerischen Betriebe. Die Abstimmung ergibt mit grotzer Mehrheit die Einfügung der Gärtnerei'n. Die Verwertbarkeit der tW*em ber Jagd wird gegen die Konservativen onsenoimnen. Da- 20fache des iS*'“» ÄISä» Verricht in Converrinn ’J-unmatik, LiteraK' i^hersetzungen. ‘ ^e^etitor- Kurse lud Examcushülje Kiftl. Angebote u. Dr.j-dr. lManden<8ies;.An;eig.ei!!. «nrdcnt erteilt üchmtzNdLW nReal-u.Gylnnaslalfächcni idirifilitöc Angebote unic: wa3 Qti den Gich An-.^ ßOfö] Rat il Hilsc inMi Wellt-AllzeltN-it» Lagerkarte 26, lSictzc« 2, i.500? Euwsehle mich nn Arbeiterhewcgung. Liberale Ar be i t n e h rn e r b e we g u n g. A>n Samstag, 6. September d. I., hält der R e i ch s v e r e i u d e r lil>e- r a l e n Arbeiter unb Angestellten seinen ersten Tel> ^iertentag Zn Halle a. S. ab. Im Anscknust daran sendet dann am Sonntag, 7. September, die zweite R e i ch s i o n f e r e n z der liberalen Arbeiter und Angestellten statt. Nach den n.'uesten Veröffentlichungen des Hauprvontandes verfügt der vor erst neun B!o- naten gegründete Reichsverein bereite über 61 Ortsgruppen und viele Ciuzetmitglieder. Der Tagesordnung zum Telegierientag^ eiitnehmen wir folgendes: Geschäftsbericht ^-r. Wilhelm, Kassenbericht M. Schumacher. Tie innere Organisation und Werbearbeit des Reichsvereins .Ehr. Tischendörier, Anträge, Wahlen, Ver'chiedenes. Tie Tagesordnung zur Reichskonseren; enthält: Politische und^ kulrurelle Ausgaben des Liberalismus Arbeu-'r- sekretar I. Fischer-Heilbronn, Landtagsabg. . 6Kos'.grundbe''itz und soziale Frage Privatdozent Dr. Franz Ovvenheiwer-Berlin -. Die lit.-rale Arbeitnehmerschafr im Kampfe des öffentlichen Lebens Arbeitersekretär Anton Erkelenz,. politifc^c Trrgesscharr. Eine Erklärung der Welsenparlei. Frhr. v. Lrcheele-Schelenburg veröffentlicht in dem ^Hauptorgan der Deutsch-Honnoveraner, der „Deutschen -Voirszenung", unter dem 23. Juni sollende Erklärung- dem, am 19. Juni Mr Beröffentlichu.na gelangten schreiben des Prüfen Ernst August, Herzog zu Braunm>weig-Lüneburg, ist ein staatsrechtlicher Sr * cht ch? hannoverschenRechtc deswel- i1 l.chen Fürstenhauses nicht enthalten. Es entfällt somit für bie deutsch hannoversche Partei jeder Grund zur Beunruhigung. Sie ist sich ,edvch der Bei- Pflichtung voll bewußt, welche eine etwaige Thronbesteigung des Prinzen in Braunschweig ihr auferlegen wird. Sie wird durckxius den Erwartungen cut- spreck>en, welche der Herzog von Cumberland, Herzog zu Braiinfchn>eig-Lüneburg, in einem Briefe an das herzoglich braum'chweigiscl>e Siaalsministerium vom 15. Tezem ber 1906 zum Ausdruck brachte, in dem er die feste Zuversicht aussprach, dast die Hannoveraner alles unterlassen würden, was geeignet sei, die Stellung seines Sohnes als »erzog von BraunsckMeig zu erscmveren." Gar keine Erklärung wäre für die Interessen des kPrinzen Ernst August besser gewesen, als diese Bekundung, Lie aufs neue zur Waclstamkeit gegenüber den welfisck?n Afpivationen aufruft. Aus Stadt uns fand« Giesten, 24. Juni 1913. 2lkademifcheS Turn- und Sportfest. Ter Wormser Fußball- unb Lawn Tennis-Klub unb der Tarrn« Itäbtcr Hockenklub »vollen gelegentlich des alaocm. Sportfestes in Gienen am Samstag, 28. Juni, nachmittags 3‘ Uhr, aus dem Platz des Sportvereins von 1900 ein Hocke » spiel verschallen. Nacktem man auch in Giesten infolge der anerfenncnviven it Bemühungen des afnb. Lehrkörpers unb auch bei Sludeiuemch-.nt Sport allgemeiner zu pflegen anfängt, ivill man erfreulich-wwei»» auch die Einführung diefer sehr geeigneten Sponart nähe' treten. Gerade in i>er^ Studentenschaft hat das Hockeyspiel viel eln- klang gefunden. Jir einer ganzen Reil>e von Universitälsstädter bestehen bereits Hockenklubs. Seit 1911 werden unter Maoemft rn HockenmeiüerschaftSspiele ausgetragen. Hocken ist in Teittichlore ent seit 1890 eingeführt worden, hat sich aber sehr schnell verbreitet und andere Rasensportarten verdrängt. Es mag dies bar.in liegen, bast das Hockensviel mehr körperliche Gewanoh.'tt nno eine vielseitigere körperlich? Betätigung als andere Rasmspiele erfordert, dazu iid-rcn Blick unb rasche Entfchlossenh.n. Tie unbcbingtc Gefahrlosigkeit macht bas Hocken ;,um Tamenip, I sehr geeignet. In fast allen grösteren Städten bestehen Tamenh.'i :n- klubs. Auch in Marineschulen, Kadeltenanstalten und zahlreichen loljeren Schulen ist Hockey mit durchweg gutem Erfolg eingesuhrl worden. .Hocken hat sehr viel Aehnlichkeit mit Tennis. Namentlich bi? sog. Stacktechnik, die An des Schlagens, erinnert sehr an Tennis: während die Art der Aumellung und die Zahl der Spieler oie al ei che ist, wie bet Fußball. — Ein Ball von der Gröhe eui's Tennisballs! aus gepreftem Kork nut Gummihülle wirb mit einem am unteren Enbe gebogenen Schläger über das Spielselo trieben. Tie Parteien ^sind bemtihr, den Ball in das teinblich; Tor au schlagen. Das Tor ist nur gültig, »penn ber Ball innerhalb eines Umkreises^von 16 Metern in das Tor geschlagen wird. Ein Ausholen beim Schlag über Schulterhöh? ist wegen der damit verbundenen Gefahr streng verboten. Nicht geringe Schwiertgt t in acht das Abfangen des rollenden Balles mit dem schmaler Schlager. Wenn es auch gestattet ist, mit Fast und Hand den Ball anzuhalken, — ohne dabei vorwärts zu ftop.cn —, so bietet doch das Anoalten mit dem Schläger viel Vorteile. Es bringt eine viel größere Lebhaftigkeit^ und Beweglichleit ins Spiel. — Räber auf Einzelheiten der Spielregeln hier cinzugehcm, würde zu weit führen. Tie Zeit, in der Hocken gespielt wird, iit Anfang Oktober bis Ostern. Es geht auch hieraus hervor, dast Hockeo eine gute Ergänzung für den Tennisspieler bietet, der doch im Herbst, Winter unb Frühjahr pausieren must. Tattächlich ftnoet man in neuem Zeit vielfach Anglicberunq bes Hockey an Tennis. Für den Winter iommt Dann sctliestlich Eishockey in Betracht, vom Land bocken nur in wenigem unterschieden. Eis bocken liepe »ich gerade in Giesten mit seinen sehr guten Eisverhältnissen sicher mit Lei:em Erfolg einführen. Hoffentlich gibt das Spie! am J’uö. Sportfest Anregung dazu, )cn Hockenfport auch in Giesten in weitere Kreise einzuführew unter recht reger Beteiligung der Studentenschaft. * lieber bie diesjährigen Truppenübung en der hessischen Division können wir noch folgende genauere Angaben nachtragen: Tie Traaoner-Regimenler Nr. 23 unb 24 haben ihre Neaimentsi'lbungen abge..a(len uom 20, Mai bis 18. Juni. Tie weiteren Regimentsübungen werden Kattfuiben beim Jnf.-Negk. 9lr. 115 vorn 21. bis 27. August l ei Elm (Sir. Schlüchtern), beim Inf. - Negt. 911. 116 vom 21. bis 27. Auquü bei S ch l ü ch t e rn, beim Inf.-Regt. Nr. 168 vom 18. b;5 27. ?lugnst cbc vaflä bet Schlüchtern, beim Inf.-Regt. Nr. 117 vorn 22. bis 29. August bet Wittgeuborn (Kreis Gelnhausen, teim Jn'.-Regt. Nr. 118 vom 22. bis 29. August bei Birsleni ir. föeluhnn'cu , beim ^eld-Art.- Regt. Nr. 25 vom 23. bis 29. August bei Äircl)brad)t (Kr. Lelu- , 80-100 000 v 100-200 000 „ 200—500 000 mehr als 500 000 . Ein Regierung s Vertreter macht Mitteilung über die Schätzung der durch diese Staffelung sich ergebenden Erträge. Ein Volksparteiler hält zwar den ursprünglichen Weg der Kapitalisierung des Einkommens iür zweckmasftg und gangbar, aber seine Partei stimme dock) dem neuen Antrag zu. Erwägenswert wäre, das Kavitalein kommen nach dem wirklichen Ertrag her a!n z u z i eh en. Tic Abstimmung ergibt die Annahme der Wcstarp- schen e t a f r c (u n g. Nach beit Anträgen bes Berichterstatters wird weiter in den Aussührungsbefttrnmungen di? Voraussetzung einer Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse bei der Per- «6X1 acin«®«1""... ÄSSe Ludwig' von Döbeln, SItttiouitnm übetnebme cinnel. Skbciirr, sowie idmtl. Schreinerarki! in und auüer dem w F. Wiedme^er, Ludwigsvlatz II. Wtz! Wj! An- u. 'Lerkaui flCtrcgtBcr stlcidcr und Stbuhc n) 3®eite$ Blatt 165. Zahrgang Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. < Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen bi Ni 1ü wl eil ixt* Es be 2. I. in Gießen erhielt wegen Diebstahls von Lumpen, begangen dahier hn Sommer 1911 zum Nachteil der Firma H., eine Gefängnisstrafe von einer Woche. Wegen Bieh.s-e u che he rgehe n s wurde der Landwirt I. S. in Renzendorf, der auf fernen Antrag turnt Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden worden war, mit einer Geldstrafe von 15 Mark bestraft. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. 93.: K. Neurath. Turnverein hielt ein Schattturnen ab. Des Abends fand ein Festball in der Turnhalle statt. Starkenburg und Rheinhessen. ch Bingen, 22. Juni. Unter sehr starker Beteiligung wurde heute hier das in den Rhein-Anlagen ausgestellte Denkmal kür bett Großherzog Ludwig IV. enthüllt. An der Fe«r beteiligte fid) als Vertreter des Grobherzogs Provinzialdwektor Gehcinterat Dr. Breidert-Mainz. Einleitend trug der Männer- gesattgverein das Lied „Schntzgclst alles Schotten" uttter MnNk- begleitttitg vor, dann hielt Herr Bürgermeister Neff die Begrüßnngs- attsprache. Es folgte der Vortrag des niederländischen Tankgebetcs durch bett unter Leitung seines Dirigenten Mttsikoirektor Knettel stehenden Mänitergesangverein, bann überbrachte Herr Provinzml- direklor Dr. Breidert die Grüße nnb Glückwünsche des letder verhittderten Großherzogs und ntachte anfuqend die Mitteilung, das; Herrn Geheintrat Woog, deut Stifter dieses Denkmals, das Rittcrkretiz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen nnb dem Erbauer des Denkmals, Bildhauer Hans Darmnann, Berlin die silberne Medaille für Kunst und Wissenschaft verlieben worden sei. Die Festansprache hielt hierauf Herr Bürgermeister Neff, der das Denkntal nantcns der Stadt übernahm. Atts dem Denkmal ist jede Pose verntiedett. Der Herrscher ist ohne jedes dekorative Beiwerk jo hmgestellt, tvie er int Kriegs- und Felddienst seinen Truppen gegenwärtig war und den Veteranen ttoch ist. Ter Sockel besteht atis Muschelkalk, die Figur ist atts Bronze geschassen. Ein Festkonzert imter Mitwirkung des Binger Dtännergejang- vereitts, des Binger Cäcilien-Vereitt? und auswärtiger Soltsten sand am späten Nachntittage statt. 9(m Abend war Höhenbcleuch- tung mit Feuerwerk. ch. Bingen, 22. Juni. Mit einem Kostenaufwande von säst einer M i l l t o n Mark ist die Binger Festhalle errichtet worden. Trotz besonderer Schwierigkeiten, namentlich bei Fnnda- meittierttngsarbeiten, wttrde das Gebäude in nicht ganz 10 Mottaten hergestellt. Ter ganze Bau steht auf einem Pfahlrost von Eisettbeton. Die Halle liegt dicht am User des Rheines gegenüber dem Nationaldettkmale. Mit einem großen Festmahle, an dem etwa 500 Personen teilnahmen, wurde die Festhalle ein- geweiht. Geheimer Regierungsrat Kreisrat Dr. Steeg »Dingen feierte den Geheimen Kommerzienrat Jules Woog-Berlnr- Grmtewald, der den längft gehegten Festhallengedanken in großzügiger Weise in Erfüllung gebracht habe nnb ben Bürgermeister Neff- Bingen, der zum ©dingen des Werkes so viel, als in feinen Krästeit stand, beigctragen habe. Der Erbauer der Halle ist Regierungsbatmteister L e i b n i tz - Berlin. Hessen-Nassau. h Frankfurt a. M., 22. Itmi. Die Zentrale für private Fürsorge hat int abgclanicncm Geschäftsjahr bei einem Etat von 221 240 Mark einett Fehlbetrag von 4915 Mark zu verzeichnen. - Der Kindergarten für sprachgebrechliche und schwachbefähigte Kinder mußte geschlossen werden, da mit dem Tode der Fratt von Meister (Eronberg) die Unterhaltungskosten in Höhe von 2400Mark in Fortfall kamen. - Tie Gottesdienste auf dem Feldberg werden aufAnorbming des Konsistorittrns am29.Jutti wieder ausgenommen. - In einem Haufe des Stadtteils Ginnheim wurde die 38jährige Witwe Lowe von bent Arbeiter Krause überfallen und durch Messerstiche in Brust und Kopf lebensgefährlich verletzt. Der Täter entfloh und konnte bisher nicht ergriffen werden. Muller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 2 4. Juni: 16° ll. bis 23. , 23. — Die Universität Halle a. S. zählt imflaufenden Sommersemester 2765 immatrikulierte Studierende. Außerdem sind 113 Hörer zugelasseit. - Vont 1. Oktober dieses Jahres ab ist der o. Profettor an der Universität München Geheime Rat Exzellenz Dr. Karl Theodor Ritter von Heiael auf sein Ansuchen von der Verpflichtung ^ur Abbalttmg von Vorlesungen befreit und an feiner Stelle der Geh. Poirot Prof. Dr. Erich Markes in Hamburg zum ordentlichen Professor der Geschichte au der Münchener Universität ernannt. Deut Privatdozeitteu für Geologie ttnd Paläontologie an der Bonner Universität Dr. Johannes Wanner nnb dem Kaiserlichen Regierungsarzt Dr tneb. Friedrich Otto Ludwig Külz in Ka m er int ist der Professortitel verlieben worden.. Leipzig, 23. Juni. Regierimgsassessor Sctotfertt»%icI, der sich als stellvertretender Polizeipräsident der passiven Sße». stechu n g und des Betruges schuldig gemacht hat, war am: 8. April vom Landgericht Kiel zu drei Jahren Zuchthaus und fünf' Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Gegen daH Urteil hatten der AngeUagte und der Staatsanwalt Revision eingelegt. Das Reichsgericht erachtete mmmehr beide Revisionen als be- gründet und hob das Urteil auf. Q- w — Mättte. Gießen, 24. Juni. M a rktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,05—1.15 Mk^ Hübnereier 1 Stück 7—8 Pfg., 2 Stück 0 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänseeier ISt. 12 Pf., Käse das Stuck 6—8 Pfg., Kasematte 2 Stuck 5—6 Pfg., Tauben pr Vr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Halmen pr. Stück 1^0—2,50 Alk., Enten pr. St. 2,00-3,00 Alk., Gänse das Pfd. 00—GO Pfg^ Ochsenfleisch pr. Pfd. 92—100 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Psg., Kuhfleisch 80 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 84—100 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 5ch0 Mk., Weißkraut das Stück 00 bis 00 Psg^ Zwiebeln per Ztr. 0,00-0,90 Alk., Alilch das Liter 22 Pfg^ Nüffe 100 Stück 50—60 Pfg^ per Ztr. 0—00 Mk^ Birnen das Pfund 12 bis 15Pfg., Aepfel der Zentner 00 bis 00 Mk., Erdbeeren 1 Pfd. GO bis 80 Psg., Walderdbeeren 1 Liter 1 Alk., Kirschen 1 Pfund 45-50 Pfg., Heidelbeeren 1 Liter 36—40 Psg., Johannisbeeren 1 Pfund 30 Psg. Marktzeit von 7 bis 1 Nhr. L. Friedberg, 23. Juni. Trotz des Regenwellers war der Wochenmarkt so stark besucht wie noch niemals in diesem Sommer. Stand reihte sich an Stand Butter kostete Mk. 1,35—1,40 per Pfund, Käse 6 Psg. das Stück, Eier 2 Stück 17 Pfg., Käsematten 20 Psg. das Pstuld. Mit vielem Gemüse, namentlich fievnerbfen, Gelbrüben, Kohlraben und Wirsing war der Markt beschickt. Kartoffeln, alte, kostete der Zentner 2,50 Mk., neue das Pfund 8 Pig. Die Gärtner Friedbergs batten viele Blumenstöcke wie Blumensträuße kzum Verkaufe ausgestellt. Kirschen kosteten 60 Psg. nnb Erdbeeren 80 Pfg. das Pfund. l-g «« « c S 8 E- VM-x« Gesellschaft zur Bekämpfung der Grschlechtskrankhetten. Breslau, 22. Juni. O In Anwesenheit von Vertretern staatlicher und städtischer Behörden trat hier die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten zu ihrer Jahresversammlung zusammen, die von interessierten Persönlichketten aus allen Teilen des Reiches zahlreich besucht war. Rach den osfiziellen Begrüßungsansprachen referierte Dr. M a r c u-s e (Ebenhausen b. München) über daS Thema „Geschlechtskrankheiten nnb Bevöfkernngsproblem". Rach dem Redner hat bie Schwierigkeit ber Lebcnssührung nnb der Daseinsverhältniffe ben Gedanken ber Selbsthilfe attsgelöst nnb ba= mit zur Kleinhaltnng der Familie geführt. Reben dieser gewollten Kinberbeschrättkung kommen als Momente bei sinkender Bevölke- ruugszahl noch bie Kindersterblichkeit nnb bie Geschlechtskrankheiten in Betracht. Die Verhütung ist ohne Anwenditng von Schutzmitteln undurchführbar. — Korreferent Prof. Blaschke (Berlin) betonte, baß Mittel welche geeignet seiet:, bie Geschlechtskrankheiten einzu- dämmen, auch dazu bienten, bie Bevölkerungszahl zu beben. — Professor Heller (Ehcrrlollenburg) sprach über „Geschlechtskrankheiten und Eherecht". Er konstatierte, daß bie beutsche Gesetzgebung genügenb Handhaben biete, um bem gcjmiben Ehegatten bie Lösung der Ehe auch in vermögensrechtlicher Beziehung in befriebtgenber Weise zu lösen. Dasselbe gelte für einen gefnnben Verlobten. — Dasselbe Thema behandelte Landgerichtsbirektor Davi b,(Breslau) vom rechtlichen ©tanbvunft aus. Geschleckstskratikheiten schließen für ben kranken Teil den Ersatzanspruch für Aufwendungen aus, machen ihn aber dem andern Teile gegenüber schadenersatzpflichtig. — Air bie Vorträge schloß sich eine lebhafte Aussprache. Hausen) mit Sckneßübuugen ant 28. August bei Hitzkirchen, beim Feld-Art.-Regt. 9tr. 61 vom 23. bis 29. August bei Flieden mit Schießübungen am 25. August bei Ulm bad). — Die Brigade- übintgeit finden statt bei ber 49. Jnf.-Brrgade vom 29. Arrgnst bis 2 September bei Schlüchtern, bei der 50. Jnf.-Brigade vom 30. August bis 3. September bei Wittgenborn (Kr. Gelnhausen), bet der 25. Feld-Art.-Brig. vom 30. August bis 2. September bet Ulmbach. Bei den Briqadenbungen werben zttgeteilt ber 50. Inf.- Brigade das Pionicr-Äat. Rr. 25, der 25. Feld-Art.-Brig. die Hälfte des 1. Bataillons Fuß-'Art.-Regts. Nr. 3. — Tie Brigademanöver sinden statt bei der 49. Ins.-Brig. vom 4. bis 6. Sept, zwischen Steiltau und Oppertz (am 8. Sept, hat die 49. Ins.-Brig. KriegSmarfch), bei der 50. Ins.-Brig. vom 5. bis 8. Sept, zwischen Äelnhachen unb Freiensteinau. Zuaeteilt tverben bei den Ärigade- manövern der 49. Ins.-Brig. das Drag.-Regt. Nr. 24, bas Feld- Art.-Rcgt. Nr. 61, bie 1. und 2. Komp, des Pionter-Bataillons Nr. 25, eine Abteilung des Train-Bats. Nr. 18, weiter ber 50. Inf - Brigade das Drag.-Regt. Nr. 23, das Felb-Art.-Regt. Nr. 25, bte 3. und 4. Komp, des Pionier-Bataillons Nr. 25, eine Abteilung des Train-Bataillons Nr. 18. — Tie Tioisionsmanöver der 25. Division werten vom 9. bis 13. Attgust im Gelände zwischen Gelnhausen unb Oppertz (Kr. Fulda) abgehalten, wobei dieser Division zugeteilt werden das Piouier-Bat. Nr. 25, die Halste des Train-Bataillons Nr. 18. — Korpsmanöver finden statt am 15., 16. und 17 Serstember zwischen Steinau und Grebenhain. ** Di e Ju bi4äumsmünzen au§ Anlaß der 25jäh- rigen Wiederkehr des Tages, an dem der Kaiser die 9?cgirrung antrat, sind jetzt in Verkehr gekommen unb zeichnen sich durch ein wochlgelungencs Münz-bild des Monarchen aus. Nicht mir, daß Wilhelm II. auf den neuen Zwei- unb Drei-Mark- slücken porirätähnlich bargestellt ist, es weicht auch diese Darstellung von dem seitherigen Münzbikd insofern ab, als die Jubilämnsstücke den Kaiser tm Brustbild, in Generalsuniform mit der Kette des Schwarzen Adlerordens angetan, wiedergeben. In der Reihe der preußischen Könige ist Wilhelm II., seit Friedrich Wilhelms ITT. Zeiten, also seit 100 Jahren, der erste Hohenzöller, dessen Bild sich auf Münzen, die Geldwert haben, in Uniform zeigt. Wie man hört, sollen für die Folge in der Berliner Münze nur , noch Zwei- und Drei- Markstücke geprägt werden, welche das neue Münzbild des Kaisers in Uniform tragen. '* Die Heuernte ist in diesem Jahre außerordentlich reich ausgefallen, besonders haben die trockenen Wiesen einen Ertrag, wie er seit langen Jahren nicht so reich war. Aus nassen Wiesen konnte das Wachstum infolge der anfänglich länger andauernden Kälte nicht so gut voran kommen, doch ist auch dort eine gute Mittelernte erzielt. Der Preis für bestes Heu stellt sich auf Mk. 2.40 für den Zentner, während geringeres Futter schon mit Mk. 2 ; angeboten wird. Der größte Teil des Heus ist bereits an den schönen sonnigen Tagen ber letzten Woche eingefahren. Landkreis Gietzen. 4- Bellersheim, 22. Juni. Begünstigt von dem schönsten Sommerwetter konnte die schon für den 1. Juni festgesetzte, damals aber verschobene Gedächtnisfeier zur Erinnerung an das Jahr 1813 beute abgebalten werden. In geschlossenem Zug, an dem sich die Schuljugend, sowie die Vereine und viele andere Ortsbewohner beteiligten, zog man unter Posaunenschall nach unserem schönen Buchenwald, wo an einer passenden Stelle eine Rednertribüne und Bänke und Tische aufgestellt waren. Nach einem Marsch, ben ber Posannencbor zum Vortrag brachte, würbe die Feier mit dem alt- niederländischen Dankgebet von oem Schülerchor begonnen. Ter Höhepunkt war die Rede von Dr. Strecker aus Bad-Nauheim. In meisterhafter Weife führte er die aufmerksam lauschende Menge, die auch durch viele auswärtige Besucher vermehrt wurde, in die große Zeit vor 100 Jahren zurück; unter der lebhaften Schilderung jener Ereigniffe wurden dieselben selbst lebendig vor unseren Augen. Zum Schluß seines vollständig freien, etwa zweistündigen Vortrags ermahnte der Redner, nicht bloß jener Zeit dankbar zu gedenken, solchem auch aus ihr zu lernen, zu lernen Opfer zu bringen, wo es nötig ist, unb an dem Platz, auf ben man nun einmal gestellt sei, feilte Pflicht zu tun. Ter Tank, ber bem Redner in beredter Weise ansgesproclM wurde unb in einem „Hoch' gipfelte, fam ans aller Herzen. Zwischen ben einzelnen Teilen der Rebe kamen paffende Gedichte von Schulkindern der beiden Klassen sehr hübsch zum Vortrag. Auch ber Mannerchor verschönte bie Feier durch Vortrag einiger Lieder. Gemeinsam gesungen wurde unter Posaunenbegleitung „Deutschland, Deutschland über alles" unb am Schluß der Rede der Ehoral: „Nun danket alle Gott". Die Zeit war inzwischen schon weit vorgeschritten, unb mancher mußte vor Beendigung ber Feier den Festplatz verlassen. Biele aber dursten sich noch an bem Kinderreigen ergötzen, ben eine Anzahl Mädchen unter Leitung ihres Lehrers auffuhrte. l. G r ü n b e r g, 22. Juni. Zur Feier des Regierungsjubiläums des Kaisers, verbunden mit einer Gedenkfeier an das Jahr 1813, fand heute hier ein großes Volksfest statt. Das sonst am Sedantage alljährlich stattfindenbe Jugeitbsest war diesmal bannt verbunben worben. Um 3 Uhr zog ein stattlicher Festztig, bestehend aus den sämtlichen Schulklassen ber hiesigen Volksschule unb Erweiterten Schule mit ihren Lehrern, ben hiesigen Krieger-, Turn- unb Gesangvereinen mit ihren Fahnen unter Vorantritt ber Musikkapelle zum Festplatz. Dort hielt Lehrer P l o ch die Festrede, worin er die Zustände ber Zeit vor hundert Jahren eingehend erörterte. Auch der 25 Regierungsjahre unseres Kaisers gedachte er dankbar und schloß mit einem Hoch auf baS geeinigte beutsche Vaterlanb und seinen Kaiser. Die einzelnen Schulklaffen erfreuten sich und bie zahlreichen Zuschauer burch Spiele, bie sie unter Leitung ihrer Lehrer ausführten, und darnach würben die Sieger mit Preisen, bie in allerlei nützlichen kleinen Geschenken bestanden, bedacht. Ter Mustkverein nnb die 2 Gesangvereine verschönten die Feier mit ihren Vorträgen, bis um 8 Uhr sämtliche Teflnehmer derselben unter Musikbegleitung zu der Stadt zurückzogen. Kreis Lauterbach. -r. L a n t erb a ch, 22. Juni. Das 25-jährige Regierungsjubiläum des Kaisers wurde heute durch ein allgemeines Volksfest hier gefeiert, das auri) viele auswärtige Gäste angelockt hatte. EiTHgeleitet wurde das Fest am Morgen durch einen Ehoral vom Stadtkirch- tnrmc. Um 9 Uhr versammelten sich sämtliche Vereine mit ihren Fahnen im Burghof, von wo sie geschloffen zu dem Festgottesdienst in der Stadtlirche marschierten, in dem Oberpsarrer Müller die Festprcbigt hielt. Am Nachmittag bewegte sich ein schöner Festzug von fäinilicheii Vereinen unb Schulkindern durch die Stabt nach dem Festplatz bei ber Turnhalle. Hanptlehrer Kinkel hielt eine begeisterte Festrebe, bie in ein Hoch auf ben Kaiser ausgnrg. Ein Massenchor ber Schulkinder, des Kirchengesang Vereins unb bcs Gesangvereins Lieberkranz mit Musikbegleitung unter Dirigieruug des Professors Fönues fanb allgemeinen Beifall. Während sich bann die Schulkinder unter Aufsicht der Lehrer mit Spielen beschäftigten, veranstaltete ber Kriegerverem ein allgemeines Preisschießen. Der Sport. ** Athletik. Erfolgreiche Siege erhielt unter außerordentlicher Konkurrenz ber I. Kraft- unb Sportklub 1893 Gießen (Zum Pfau) auf bem in Wansried abgehaltenen hessischen 9lthleteit- Verbandsfest am 21., 22. und 23. Juni. Es erhielten im Schlver- gewichtsteinmen bie 2. Meisterschaft von Hessen Fritz Bauereis, im Mittelgewichtstemmen bie 3. Meisterschaft von Hessen Wilh. Wolf, die 3. Meisterschaft von Hessen im Ringen Will). Wolf, tm Leichtgewichtstemmen bte 2. Meisterschaft von Bi®son kräftigt matte Nerven. Ich gebrauchte Bioson bei Nervosität unb zur allgemeinen Kräftigung. Kraft und Energie hoben sich merklich, beffereö Aussehen zeugt von Bluterneuerlmg; Geschmack unb Bekömmlichkeit finde ich vorzüglich. Alwin Müller, Landbriefträger. Leutersdorf ’ - - • . - -• ** Jede Schuhcreme habe ich probirt pilo ist überall zu haben! und bei Pilo bin ich geblieben. Qualität und Ausgiebigkeit find hervorragend. Mik/ '10 Heinr.Hahn,Sieben Nirctt. 13 Samenhandlung Ferospr.403 Empfehle zur jetzigen und späteren Saat: Erbsen, Karotten, Kopf.Salat, e amtn» Endivien, Spinat, Feldsalat, Wintersalat usw. Grassameu für Zier- und Bleichrasen, sowie für Wiesen. Englische Brachruben, Herbst- oder MvlMkll. Stoppelrüben, Gelbsenf u]ro. 3743 Neu ausgenommen: rtzogclsutter, prima Qualität und Mischungen. Korsett Sensation6 aus gut. Batist, mit Band- u. 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Die bei Anbringung eines Unterdaches aus verzinktem Eisenblech und Reparatur des Turmdaches an der Kirche zu Winnerod erforderlichen Schlosser- und Dachdeckerarbeiten sollen öffentlich vergeben werden. Plan, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Regierungsgebäude, LandgrapPhilipp.Platz 3, Zimmer Nr. 18, zur Einsicht offen. Angebote in Prozenten des Voranschlags, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und postfrei, spätestens bis zum Dienstag, den 1. Juli 1913, vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 19. Juni 1913. Der Großherzogliche Krcisbauinspektor. ___________________Hechler.____________b?V« Zum Neubau der Königlichen Unterosfizierschule au Wetzlar sollen im Wege des öffentlichen Wettbewerbe» die Tischler- und Beichlagarbeitcn der Fenster für bic nachbezeichneten Gebäude in einzelnen Voten vergeben werden. Los I Offizier-Sveiseanstalt. Los II Wirtschaftsgebäude. Los III Slabsgebäude. Los IV Kommandeur-Wohngebäude. Los V Wachtgebäude. Die Angebotbogen sind gegen Voreinsendung von 1,50 Mk. für das Los von meinem Neubanbureau in Wetzlar zu beziehen. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können dortselbst vormittags von 11—12'/, Ubr cingeicben werden. Die Angebote sind bis spätestens Autn Eröffnungstermin am Mittwoch, den 2. Juli 1913, mittags LV. Ubr, an mein Neubaubureau m Wetzlar einzureichen. Der Zuschlag wird innerhalb 14 Tagen erteilt. (D!4« Der Bauleitende: Hermann Müller, Architekt B. D.A. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Lit. B”/, 2000 1000 500 800 200 F. IN, 22, 79 G. 14, 91 H. 76, 139, 150 I. 3 K. 5 schait „Zur Germania". Gienen, den 23. Juni 1913. Ter Oberbürgermeister. I. V-: Keller. zablung bestimmt: a) vom 1890er Anlehen: Lit. A. 13, 44, 151, 165 „ B. 15, 59, 92, 183, 210, 221 „ C. 26, 136,168,179, 228, 303, 323, 327, 438 „ I). 67, 109, 118 „ E. 4, 94, 139 b) vom 1892er Auleben: über 2000 Mk. „ 1000 „ ,, 500 n /, 300 „ „ 200 „ Es mird-dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dast die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar vom 1890er Auleben: bei der Stadtkasse Gienen und bei der Dresdener Bank, Frankfurt a. M. vom 1892er Auleben: bei der Ttadtkaffe Giesten, bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gienen und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer & Sohn,Hannover, Mauer & Plaut,Kassel erfolgen kann und dast die Verzinkung mit Ende September 1913 aufhört. Bon den in vorhergehenden Zähren ausgelostenSchuld- verschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vor- gclegt worden vom 1892er Anlehen: LiL K. Nr. 45 über 200 Alt.______iB", 5Hrschenversteigerung. Mittwoch, den 25. Juni d. I., nachmittags 5 Ubr, wird die Kirfchciierntc von den Bäumen auf dem Trieb in verschiedenen Losen meistbietend versteigert. Zusammenkunft an der Kaiser-Allee bei der Wirt- Die diesjährige öffentliche Jmvfung in der Stadt Giesten wird, beginnend am Mittwoch, den 11. Juni m Jrnpstokale — Schulgebäude Reustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—G Ubr, abgehalten werden. Jmvfpslichtig irn lausenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Die hiesigen Einwohner, welche imvfpflichtige Kinder haben, werden zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken eingeladen, das, alle in denselben oor= genommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muff die Jmvfung seines Vffichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse aus seine Kosten bewertstelligen lassen, widrigenialls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Rachbolnng der Jmvsung unter Strafandrohung gesetzt wird. . Auster den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im lausenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine gemimten Kinder müssen ttt dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landes- irnpsinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krank heilen herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. ___________________________________B'% Es sind zu vergeben: 205,70 Mk. Jahreszinsen aus der Ebrittian Gerhard Hast-Stiftung in 10 Gaben an bedürftige Familien, Witwen oder Witwer und aus der Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch die Zinsen mit 97,71 Mk. an bedürftige, im Witwenstande lebende Giestener Bürger oder BürgerSsrauen. Meldungen nimmt daö Städtische Arrnenamt, Aster- weg 9, bis zum 1. Juli d. Js. entgegen._____________(B“/» Bei der am 12. Juni 1913 vorgenommenen plan- mästigen Verlosung wurden aus 1. Oktober 1913 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Glichen zur Rück Die Weistbinderarbeit für die Unterhaltung des Gebäudes der Alireschule und des Hauses Kirchenvlatz Nr. 18, sowie die Ltescrung von Lungstciurahmstücken zur Herstellung von Einfassungsgräbern auf dem neuen Friedhof soll Msliig, öen 1. Ziili i>. Zs., vormMlis 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. UM „ Arbeitsbe'chreibung und Bedingungen liegen auf dem städt. Hochbauamr zur Einsicht offen. 'Angebote auf Vordruck. der daselbst erhältlich, find : : mm genannten Termin dorthin einzureichen. - Zuschlagsfrist 14 Tage. bf St % tü wl eil ■Mi Vru ru f der fori) 11 Vor ; . ersck. abei , erhi - mit ‘y L ane 3 gan’ti Züt« Mal der ’ der auf ; in den toä !•■ nm « sch' er 1 der: au; 2B< - ' t die ' bal fui na Pr au für die W bis oonnittni Serhart Der Or den politisch angewachsen in Heidclber lung des < Aeichshaupt zu helfen. I nen weder dem Bteslm mann in? fung keine i den Beschlu mann'sche : meinte, hie aber gegen (lemadjt iro samsten zur tettor gege wäre! Wen brauchte, sc daß er sich solle. Ob t „Gerhart £ der Herr U Elvesser Heine (bi der Sache gestellt blc aus dem < der Politi tzungen V wesen sei' Kdnic seine Vir zeit entsej ins Meer iifäen Sic int Srud j bie Winde । umüh die i Hmptmann Telegramm^ sacher „feig l'chen Gegen Literatur fa Die Ort Hundes heran Dr. Max Mo hart Haup Leider fa Ä bin stolz, ichrn, die ni eines jeb ,°.;tung bei W, loenn Dc Zander Bote dttjen. Sie Ä unnatü' W 3bnif q!6 "»4 die < Men zu Gi K»tsch°n »ernt ; Hr. H6 Der Sittz«?' erscheint^ öoimiag»- Üerninj ' SichtiE i|ve",,nä Jlflftföröeflh /Dienstag>"" -eimalmo-' Verlag". El? Adresse, i»r; D „ >s Verl- Saal d Met worden, wu Sei»? mI1UtlL ^"nar, Ds' <> Togc/s.^ach W1VS*. if 'iödtj °dem <''Zen . Si P 'dtadt. ß .^chwe Ende । ^.L'ch» tzK ij ^L^nnt s s *-* O' to & >?Ö S o »Jb L9 S 'S» ■ö'cyW “ “”r^ >-* *— ro to S O: «II- " *t -ZM n ,7l 3. m»— <3* — ' Q 5^’ - Kg o 2 =5 Ö3 Z fi)6) Oco cn GO« «9 tO 03 6’05 0 CC 03 05 ÜO 03 4-0 S^s SS «i2 7,® o S..2» ö 6-o «- o 3» IO 8 8 -O ro r» rO 3-6) ofi) CO CO to CD Oö CO V 03 = <3> 6)2- 6)2 S«? Z7Z