Erstes Blatt 163. Jahrgang n eise Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und , Voss. Zeitung": Während man in Athen sich allgemach anschickte. Feste vorzuberctten für sein 50 jähriges Regrerungs- jnbiläum, streckte ihn in Salonili die Hand eines JJccucbeb Mörders auf die Bahre. Nach 49 jähriger Herrschaft führte ihn der Fall Salonikis ans den Höhepunkt seines Lebens, und die «tobt, die seine zweite Residenz hätte werden sollen, wurde sein Grab. Tas weitere Borrücken der griechischen Truppen. Athen, 18. März. Das Preßbureau erhielt aus Janina ein amtliches Telegramm, daß die Griechen unter dem Jubel der Bevölkerung in Argyroka st r o eingezogen seien und die Türken in der Richtung auf Tepeleni geflüchtet wären. Ein türkischer Kriegsbericht. K o n st a n t i n o p e l, 18. März. Nach einem hier ein* getroffenen Kriegsbericht fand gestern an der östlichen und der westlichen Front von Adrianopel ein den ganzen Tag und die Nacht andauernder A r t i l l e r i e k a m p f statt. Vor B u l a i r herrschte gestern Ruhe. Bei T s ch a t a l d s ch a schlugen türkische Truppen, welche in der Richtung auf Kalfakoej nnd Akalan vorrückten, unter dem Schutze der türkischen Artillerie die vor ihnen stehenden bulgarischen Truppen zurück. Aus der Gegend von Kabakdscha ist Kanonendonner hörbar. Vermutlich hat der Feind die Eisenbahnlinie und die dortige Stationsanlage zerstört. Der Kampf um Ltutari. Eetinje, 18. März. (Amtlich.i Infolge des Beschlusses der montenegrinischen Regierung, den Konsuln und den in Frage iommenden Staatsangehörigen das Verlassen von Skutari zu gestatten, begab sich ein Parlamentär nach Skutari, um diesen Beschluß, Essad Pascha mitzuteilen. Dieser nahm hiervon Kenntnis, ohne eine Antwort zu erteilen. — Ter Artilleriekampf, der- mit großen. Zwischenräumen zwei Tage dauerte, ist seit mehreren Tagen nicht wieder ausgenommen worden, da sich die Türken ruhig verhalten und die Montenegriner Vorbereitungen für weitere Operationen treffen. Von Saloniki sind einige Transportschiffe unter der Eskorte griechischer Kriegsschiffe in San Giovanni di M e d u a eingetroffen. Ein österreichischer Dampfer von Montenegrinern bedroht. Wien, 18. März. Nhch einer an zuständiger Stelle vorliegenden kurzen. Meldung ist ein ö st er r e i ch i s ch e r Dampfer, welcher am Samstag abend im Hafen von San Giovannidi Med na Waren löschen wollte, durch montenegrinische Truppen daran gehindert worden. Die österreichischen Matrosen wurden bedroht. Die Untersuchung des Vorfalles, über ben Einzelheiten noch fehlen, ist in die Wege geleitet. Dcr bulgarische Standpunkt. Das Reutcrsche Bureau erfährt von Bulgarischer Seite, daß dcr Vorschlag der Mächte, die Linie Enos Midia als neue türkisch bulgarische Grenze ein zusetzen, anstatt der von den Balkanverbündeten vvrgeschlageneu , Linie Rodosto-Midia, . sür f a st unmöglich angesehen werde. Als Bulgarien die Linie Rodosto-Midia als neue Grenze vorgeschlagen habe, sei es nicht von politischen Erwägungen beeinflußt worden. Bulgarien habe diese Linie für dringend notwendig gehalten im Hinblick auf den ausgedehnten Handel Bulgariens mit Konstantinopel und Kleinasien. Es habe sie auch aus militärischen Gründen gewühlt wegen der verhältnismäßigen Kürze der Grenze vom Schwarzen Meer zum Marmarameer, deren Verteidigung weniger Truppen erfordern würde als die Linie über Enos. Dcr Hauptgrund sei jedoch, daß die von Europa vorgeschlagene Linie so nahe an der Eisenbahn Adrianopel-, Der König von Griechenland ermordet! Saloniki, 17. März. (Reuter-Burean). Ter König von Griechenland ist heute nachmittag hier ermordet worden. Athen, 19. März. Der Mörder Aleko Sch in ar ist 40 Jahre alt. Er weigert sich, den Grund zur Tat zu nennen und sagt bloß, er sei Sozialist. Der Schuß traf den König mitten ins Herz. Er starb alsbald nach seiner Einlieserung ins Spital. Prinz Nikolaus rief die Offiziere zusammen und ließ sie dem neuen König Kon stau- tin, der sich in Janina befindet, den Treueid leisten. Es sind nur spärliche Worte, die bisher über diesen Königsmord vorlicgen, aber so viel steht fest, daß er neue Schwierigkeiten und neue Spannung in die Balkauwirrnisse hineintragcn wird. Saloniki, wo sich die Tat abgespielt hat, war all diese Monate ein heißer Boden, und vielleicht war es eine große Unvorsichtigkeit von König Georg, nach der Kapitulation der Türken selbst diesen Einzug zu bewerkstelligen. Er wurde sogleich als eine politische und diplomatische Demonstration ausgesaßt, und die Bulgaren keuchten vor Wut, denn sie standen mit einer überlegenen Truppenmacht wenige Kilometer von der Stadt und behaupteten, nur vor ihrem Heraurücken habe den Feind die Waffen gestreckt. Amtliche Zeitungsartikel stritten darüber, wem die Ehre gebühre, den Griechen oder den Bulgaren: die beteiligten Truppenführer veröffentlichten mit amtlicher Genehmigung ihre gegensätzlichen Darstellungen, und es schien, als sei dcr Baltänduub an dieser Stelle auseinandergesprengt. An Ort und Stelle kam es sogar zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen ben Bul garen und teil Griechen. Als für Bulgarien schließlich die Schmierigkeiten dieses Krieges sich immer höher türm ten, als Rumänien drohend an seine Pforten pochte, gab König Ferdinand scheinbar etwas nach, und die Londoner Botschafterkonferenz suchte nach einem Ausgleich. Aber bis heute ist der bulgarische Groll nicht geschwunden. Herr Geschow hat zwar in seiner letzten großen Rede hervor- gehoben, daß der Balkanbund unerschüttert sei, aber er ließ deutlich erkennen, daß itud) manche Schwierigkeit dr. Lösung harre. Und dazu betrachte man die Bevölkerung von Saloniki, ihre Zusammensetzung und Leidenschaften! Es ist ja bekannt, nric die griechischen und bulgarischen Bandentruppen nach der Einnahme Salonikis gehaust haben. Entsetzliche Gräuel an Gefangenen, ja, auch an unschuldigen Frauen und Kindern, wurden massenhaft begangen, und dieses Kapitel ist eines der dunkelsten des ganzen Krieges. Daß nun auch nach ein Königsmord diese Untaten krönt, ist beinahe gar nicht mehr verwunderlich. Gerade an dieser Stelle und in solcher Lage mußte ein politischer Mord in den Bereich der Möglichkeit gezogen werden, und König Georg war sehr unvorsichtig, daß er ohne hinreichende Bedeckung in den Straßen Salonikis sfmziereu ging. Selbstverständlich ist die grauenvolle Tat, aus welchen Motiven sie auch hervorgegangen sein mag, unentschuldbar und höchst verwerflich. Die Ursachen und die Herkunft des Täters bedürfen noch weiterer Aufklärung. Wenn ein Bulgare geglaubt haben sollte, durch einen mörderischen Schuß die' Lage zu Gunsten seines Vaterlandes zu wenden, so war er im Irrtum. Der neue König Konstantin wird nicht nachgiebiger als sein Vater sein. Georg I., König dcr Hellenen, war 1845 zu Kopenhagen als zweiter Sohn'des Königs Christian IX. von Dänemark und der Mittwoch- 19. März 1913 Bezugspreis: monatlich 75Ps., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den Königin Luise geboren. Als dänischer Prinz führte er den Namen Wilhelm und widmete sich bent Seedienst. Auf Empfehlung Englands wurde er als Kandidat für ben durch den Sturz Otto I. erledigten griechischen Thron von Frankreich und Rußland günstig ausgenommen und am 30. März 1863 — er Haire demnach in wenigen Tagen sein 50jähriges Rcgicrungsjubiläum feiern können — von der griechischen Nationalversammlung einstimmig unter dem Namen Georg I. zum Wnig gewählt. Durch ein Protot.nl der drei Schutzmächte «zu London am 5. Juni) wurde die Lhron- frage geregelt; tags daraus nahm Georg I. die Krone an .mb wurde am 27. Juni von der griechischen Nationalversammlung sür volljährig erklärt. Nachdem er durch einen Vertrag seinem jüngeren Vrlldcr Waldenmr den Vorrang in der dänischen Erbfolge eingeräumt hatte, landete er am 30. Oktober im Piräus und hielt seinen feierlichen Einzug in Athen, lvo er tags daraus vor der Nationalversammlung den Eid aus _bic Verfassung leistete und die Regierung übernahm. Die an seine Thronbesteigung sich "knüpsende Vereinigung der Ionischen Inseln mit Grieck)enland, seine am 27. Oktober 1867 erfolgte Vermählung mit der rnssistMu Großfürstin Olga, Tochter des Großfürsten Konstantin Nilolaje- witsch, und die Erziehung seiner Kinder in der griechisch-kaihü sch.n Kirche (während er selbst cvaitgelisch blieb) dienten dazu, seinen Thro^ zu befestigenn. An den nationalen Wünschen, die auf,eine Vereinigung aller unter türkischer Herrschaft befindlichen griechischen Länder mit Grieck>enland hinzielten, hatte er immer lebhaften Anteil genommen und sie zu fördern gesucht. Auch in der Frage der Vereinigung Kretas mit Griechenland tarn er der nationalen Bewegung entgegen, die 1897 zu dein für Griechenland unglücklich verlaufenen Kriege mit der Türkei führte. Die dadurch heroor- gerufcne Mißstimmung gab am 26. Februar 1898 zwei ehemaligen Soldaten Veranlassung zn einem Anschlag auf den König, der erfolglos blieb. Späterhin brach eine antidynastisch? Bewegung aus, die bekanntlich damit endete, daß sämtliche Prinzen mit hem Kronprinzen an der Spitze aus der Armee austreieu mußten. In diesem Kriege übernahm der Kronprinz .das Oberkomma.ldo über die Armee, und die übrigen Prinzen traten ebenfalls wieder xn das Heer ein. , ' . . .. Der s c i t h e r i g c Kronprinz K onstantiu >st am 21. Juli 1868 geboren. Er vermählte sich 1889 mit der Prinzessin Sophie von Preußen, einer Schwester des deutschen Kaisers. Dieser Ehe sind fünf Kinder entsprossen. Von den oicr Geschwistern des neuen Königs hat Prinz Andreas ebenfalls eine Deutsche zur Frau, nämlich die Prinzessin Alice von Battenberg. Wir erhalten noch folgende Meldungen: K o penhagen, 19. März. Dar Kabinetts-Sekretär dcs Königs hak aus Saloniki von dein dänischen ^>ec- oi)i'5ie"r Christmach welcher dort eingetroffen ist, folgendes Don 9 Uhr 9 Min. datiertes Telegramm erhalten: König Georg ist um 5 Uhr 10 Minuten nachmittags, während er mit seinem Adjutanten Frangnli einen Spaziergang machte, ermordet worden. Der König wurde sofort nach den: Krankenhaus gebracht und- starb dort um 6 Uhr 30 Minuten. Presscftimmen. Berlin, 19. März. Die Morgenblätter gedenken mit mav= ment Mitgefühl des dahingemordeten Königs von Griechenland, der, wie das „Tageblatt" schreibt, in langen schwierigen Jahren Geduld und Ausdauer besaß. Die „Kreuz-Zeitung" sagt: Drei Herrscherhäuser trauern mit: das dänische, dem der Ermordete entsprossen ist, das russische, dem seine Gattin entstammt und unser deutsches, das dem jetzigen König die Gemahlin gegeben hat. Ter „Lokal anzeig er" schreibt: Die kurze aber inhaltsschwere Nachricht aus Saloniki wird vielleicht eine neue Epoche der nationalen Kämpfe einleiten, von denen die Geschichte der Balkanbölker erfüllt ist. „Deutsche T a g e s z e i t un g": Gelangt der Thronfolger Konstantin auf den Thron, so dürfte, falls keine unvorhergesehenen Momente hinzugekommen sind, die Autorität des Herrn Venisclos eine noch größere sein, als sie bisher bereits gewesen ist. Nr. 6b Der Sietzenrr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich HiehenerZamllienblätter; zweimal wöcheml.NreiS' blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: General-Anzeiger für Oberhessen annabme von Jinjeisett Nototionsdruck und Verlag der vnchl'schen Univ.-Such- und Steindruckerei n. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei - Schulstratze 7. Land": E.Heß; für beit bis vormittags 9'uhr. Südingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. der den lutturhistorischeu Untergrund des talmüdischen Zettalters uuy XI/LU |,l|LL()Ugil'. mv .veil'" I — vt I 141 | , V ' I 1 « 4. ..4 I < J •- * I v-.. ' .....- ' 'V ....... Staatsverlag): bet von bent Haus-- und Staatsarchiv in feiner unb Weltbild und Weltanschauung des alten Judentums eut- EigensckMft als Schriftführer des Histprischen Vereins für das Groß-1 wickelt, durch cm demüächst herauskommendes Schlußheft voll- zur Verfügung gestellt. . Von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, der Archlvbeamten im .Jahre 1912 sind zu nennen: das von dem Archtvdtrektor nt Gemeinschaft mit Pfarrer O. Schulte herausgegebene 1. Heft des „Flurnamenbuchs des Großherzogtums Hessen" (Darmstadt, Grvßh. Aus dem Geschäftsbericht des Grotzh. Haus- uud Staatsarchivs. Seit etwa einem halben Jahrhundert hobett die Staatsarchive aufgehört, ausschließlich staatlichen Zwecken zu dienen. Seit sie in immer steigendem Maße der Forschung erlchlosseu werden, bat sich ihre Benutzung in kurzer Frist um das Vielfache gesteigert. Für das Grosch. Haus -md Staatsarchiv laßt uch Has mit einigen wenigen feinem Geschäftsbericht entnommenen Daten beweisen. . . . m Am fühlbarsten macht >ich die Steigerung der Benutzung in der Benutzung an Archivstelle. Durch die Einführung des elet Irischen Lichtes unb die Herrichtung des früheren Packraumes zu einem Arbeitszimmer sind die Arbeitsbedingungen gegen früher wesentlich verbessert worden. Von der durch die Beleachtmtgs- anlage ermöglichten fakultativen Benutzung des Archivs au Nacy- mittagen und Menden wird von auswärtigen und wlcheu einheimischen Benutzern, denen der Besuch des Archivs vormittags unmöglich ist, immer häufiger Gebrauch gemacht, l 912 haben 228 Benutzer an 2367 Tagen im' Archiv gearbeitet. 1905 benutzten das Archiv 66 Personen an 488 .Lagen. 1911 1.16 Perivnen an 1189 Tagen Seit 1905 hat sich somit die Benutzung an Archivstelle nahezu vervierfacht, seit 1911 nahezu verdoppelt. Schriftlich ober br ch Versendung wurden 1912 o89 Anträge erledig? 1880 warm es 156, 1890 250, 1900 307 und 1910 515 Von diesen Anträgen verfolgten im letzten rnhre 200 praktiiche und 389 wissenschaftliche Zwecke. 179 prakti,che und 269 tmßenschatt ließe zusammen 448 Anträge wurden schriftlich, 21 prattnchc unb 120 wissenschaftliche, zusammen 141 Anträge durch Versendung erledigt. - 1880 betrug btc Zahl der Zugänge <>68, 1890 711. 1900 war sie schon 1556, 1911 aus 2200 gestiegen. Für 1912 betrug sie 2628. r f Der Ertrag des Jahres 1912 an Ordiiungsarbetten besteht aus einem Verzeichnis der RechniiNgen, einem ^Repertorium der Kopialbückjer und Verzeichnisse der vorhandenen ^legelstempel und der losen Siegel. Ein Beiiutz^r des Archivs hat ein von ihm angefertigtes Repertorium der Urkunden des Klosters Hirzenhain Herzogtum Hessen herausgegebene 8. Band der neuen Folge des l Archivs für hessische Geschichte und Mterttnnskunde und die von | dem! zum Vorbereitungsdienst am Archiv zugelasseneii Regierungsrat a. D. Dr. Würth zuerst in der Vierteljahrsschrist des Vereins „Herold" in Berlin, dann als Sonderdruck (Darmstadt bei H. L. Schlapp, veröffentlichte Mhandlung „Ueber die Wohltitertafel in der Domini kau er t'irche zu Wimpfen a. B." Außerdem hat Dr. Würth im „Deutschen Herold" (1912 Nr. 7) über „Heraldik als Helferin der Kunstgeschichte" gelwndelt und im Heft 3 des 8. Bandes des Archivs für Hess. Gesch. u. Mtert. kleinere heraldische Aufsätze (Nr. 1—3) veröffentlicht. Von dcr von bent Archivdirektor geleiteten Inventarisation der Gcineindearchive sind die Inventare der Kreise Darmstadt unb Groß-Gerau im Druck. Der Haus- und Staatsarchivar hat in seiner Eigenschaft als Leiter der Inventarisation der evangelischen Pfarrarchive im letzten Jahre 10 weitere Bogen der Pfarrarchiv-Jnventare veröffentlicht. In ArckTivalien sind 976 NumMern in 392 Ablieferungen, Geschenken unb Ankäufen zugegangen. Tie Archivbibliothcl hat sich 1912 insgesamt um 222 Nummern vermehrt. Unter ben zugegangenen Archivalien sind hervorzuheben: die aus dem Nachlasse des Geh. Baurats Grimm zu Wiesbaden stammenden Ur- iunbcii, Karten und Pläne, das Urkundenarchiv der ausgestorbenen Familie des Frriherrn von tzKoschlag zu Dieburg (116 s)tuniniem), die Schenkung des Oberlandesgerichtsrats Freiherrn Wetzel von Carben zn Prag (5 auch kunsthistorisch wettvolle Inventare der Herren von Croichcrg), ein für die hessisck>e Reformationsgeschichte sowohl wie für die innere Geschichte der Stadt bedentsmucs Butzbacher Kopialbuch saec. XVI. und der Nachlaß des verstorbenen Geh. Obcrdomänenrats F. Schenck. — D i e „M onnmenta ö e b r a i c a", die seiner zeit ins Stocken geraten waren, werden nun von dem Orion-Verlag, Gesellschaft m. b. H. in Wien mit bcn Herausgebern Dr. S. Funk (Vertreter des Judentums), Univ.-Professor Dr. W. A. Neu- m a n n (Vertreter des Katholizismus) und Prof. A. W ü n s ch c (V'wtrettr des Protestantismus) unter Mitwirkung zahlreick^er Fack>- gelehrter, sott gesetzt. Zunächst sollen die „Mmiumenta Talmu- dica" (der erste in sich völlig selbständige Teil des Gesanttunter- nchmcns) erscheinen und, loie wir von der Redaktion erfahren, wird der erste von S. Funk verfaßte Band: „Bibel und Babel", ständig werden. JlM wird bas erste Heft bes zweiten Banbes über den Gegenstand „Recht" (öon S. Gandz) sofort folgen. Dieser Band wirb bas schwierige und im Gegensätze zum römischen Rechte noch wenig bekannte Gebiet talmudttcher Gesetzgebung unb Rechtsschöpfung behandeln unb wertvolle Einblicke gestatten. Die weiteren Bänbe (im ganzen finb 6 geplant), werben der Theologie, bcn Volksüberlieferungen, ber Geschichte unb dem profanen Wissen ber talinübischen Zeit gewidmet sein. — De r „Kongreß über Volks ernätzrung", der am' 27. März 1913 im großen Saale des Architekteichauses zu Berlin ftattfinbet, will anschauliche Zusammenfassung ber wichtigsten Ergebnisse unserer neuzeitlichen Forschung über die beste Ernährung bieten unb zugleich die sich darcuis ergebenden "Ausblicke für die Bolkswirtscl>aft geben. Ohne für den ausschließlichen Vegetarismus einzritreten oder ihre Teilnehmer darauf festzulegen, soll die Kundgebung auf die immer mehr wachsende Bedeutung der pflanzlichen Nahrungsmittel und auf Steigerung des Gemiise- unb Obstanbaues in zahlreichen Kleinsiedlungen nachdrücllich Hinweisen. Dr. A. v. Boro si ui wird über „Lebensgenuß unb Naturgesetz" sprechen; Dr. Lothar M e v e r über „Unsere Er- nährungsmöglicl keilen vom land und volkswirtschaftlichem Standpunkt" : Dr. mcb. Schönenberger über „Fleischnot unb Krank-■ heil". Kapitän-Lentllailt a. D. Paasche wirb entert Vortrag über „Ernährung und Wehrkraft" lialtew Paul Schirrmeister über die Frage „Wie entrinnen wir der Fleischnot. Praktische Wege zur Selbsthilfe". — Mascagni über seine Musik zu „Par isina". Ans Rom wird berichtet: In einem Gespräche mit dem Herausgeber des Orseo erzählte Mascagni, daß er seine „Parisina" vollendet Ijabe. „Das waren Monate eines einzigen Fiebers ber Begeisterung," äußerte er und rülymlte die Poesie des Librettos von D'Annunzio. „Der Herzog Visconti di Rtodrone rvill mit „Parisina die Herbstsaison beginnen und hctt bereits bamit an- gefangen, die Entwürfe für die Dekorationen unb die Kostüme Herstellen zu lassen. Die Chöre haben in dieser Oper eine verant1 wortimgsvolle Stolle aus^ufüllen Das Werk begimtt mit vier Chören von je 40 Stimmen: sie singen Lieder aus bent Trecento, ihr Gesang soll aus den Loggien des Schlosses ertönen, indes bas Orchester sckiweigt. Die ganze Oper wird etwa 3»/a Stunden dauern. Parisina," so schloß Mascagni, „ist eine lyrische Tragödie imb bas Publikum wird vor meiner Musik über die neueste Tragödie D'Annunzios richten müssen." Deheagatsch laufe, daß sie diese wichtige Verbindung ernstlich bedrohe. Außerdem würde die Annahme der vorgeschlagenen Okeny die Zurückziehung eines großen Teils der bulgarischen Armee aus den jetzt besetzten Städten not- wendia machen und diese Gegenden den Türken überliefern, was eine schwere (tzcsahr für die Bevölkerung dieser Erte würde. Bvm bulgarischen Standpunkte sei es schwierig einzusehen, weshalb die Mächte so sehr gegen die Linie Rodosto-Midia seien. ------ 1 —!---- AU5 dem englischen Unterhaus. London, 18.März. (Unterhaus.) In Beantwortung einer Anfrage sagte der Marineminister Churchill, die Admiralität habe ein deutsches Parseval-Luftschi ff bestellt, habe aber keine Rechte erlangt, diesen Luft- schifsstyp in England *u bauen. Im weiteren Verlauf der Sitzung fragte der Abgeordnete Edmund Harvey bcn Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey, ob seine Aufmerksamkeit auf die jüngsten Versuche der Anhänger des Schahs gelenkt sei, die Zurückberufung des Er sch ahs nach Persien durchzusetzen, ferner, welche Schritte die englische Regierung tue, um diese Machinationen zu vereiteln. Grey erwiderte: Meine Aufmerksamkeit ist auf die Meldungen über diese Angelegenheit gelenkt Ich bin mit der russischen Regierung in Verbindung getreten, die gleich der englischen jeden Versuch des Exschahs, nach Persien zuriükzukehren, entschieden mißbilligen wird. (Beifall bei den Ministeriellen.) Weiterhin fragte der Liberale Chapple, 1. ob Sa- lar cd Tauleh von der persischen Regierung zum Gouverneur der Provinz Ghilan ernannt sei, 2. ob die Bevölkerung der Provinz die Ernennung mit Unwillen ausgenommen habe und 3. ob die englische Regierung der persischen geraten habe, die Ernennung dem Wunsche Rußlands gemäß vorzunehmen. Grey erwiderte: Die erste Frage kann ich bejahen. Hinsichtlich der zweiten habe ich von dem englischen Gesandten keine Mitteilungen in diesem Zinne erchalten, doch erklärte mir der persische Gesandte letzthin, daß infolge der Ernennung Unruhen befürchtet würden. Was die dritte Frage anbetrifft, so ist mir milgeteilt worden, daß die persische Regierung jetzt die Ernennung rückgängig zu 7,rachen wünscht. Die Angelegeir- heit befindet sich jetzt in Erwägung. Ich beabsichtige nicht, aktiven Anteil an der Angelegenheit zu nehmen. Wedgwood fragte, ob irgend eine direkte Verständigung zwischen Großbritannien and der Türkei daltzngehend bestände, daß Aegypten, sobald der Krieg vorüber sei, vollständige Autonomie unter britischem Protektorat erhalten sollte und ob ein Abkommen mit Deutschland getroffen sei, durch welches Deutschland dieser Aenderung zugestimmt habe? Sir Edward Gr en erwiderte, die Antwort auf beide Fragen laute Nein. King fragte, ob die Regierung vor vier Jahren von einer Gruppe von Ingenieuren des Festlandes Pläne für einen neuen Typ der Torpedobootszerstörcr erhalten habe, der schneller sein sollte als jedes Schlachtschiff und Torpedos durch die Luft .abfeuerc? King fragte weiter, ob solche Pläne erwogen und zurück - gewiesen wurden, und ob bekannt sei, daß eine fremde M a di t sic angenommen und infolge der Bedeutung des neuen Zerstörcrtpps ihre Flottenpolitik vollständig geändert habe? Marineminister Churchill erwiderte, der Admiralität sei kein Bericht von einem solchen Vorschläge zugegangen und cs liege auch kein Beweis dafür vor, daß eine frcnrdc Nation ihre Flotten- politik auf Grund der Annahme dieses Schiffsthps geändert habe. Was Großbritannien anlange, so sei keine Aenderung in seiner Lage cingetreten, die zu einer nochmaligen Erwägung der Flottrn- pokitik nötige. Vie Wahlreform in Zrankreich. Rücktritt deS Ministeriums Briand. Paris, 18. März. Senat. Die Beratung der Dahlresorm wurde heute fortgesetzt. Nachdem sich der frühere Minister B i g c.r gegen die Verhältniswahl, die die Regierung zwänge, die Minoritäten offiziell anzuerkennen, ausgesprochen halte, erklärte Ministerpräsident Briand, wenn die Beratuirg eine Lösung cnrgcgen seinem Wunsche zum Ergebnis haben sollte, würde er nicht länger an der Macht bleiben. Wenn die Regierung ihr Versprechen nicht einlösen könMc, würde sie gezwungen sein, zurückzutreten. (Beifall im Zentrum.) Tie Regierung wolle mit dein Senat und der >kammer zusanrmenarbeiten. Der Senat dürfe die Refornrversuche der Kmniner nicht ohne Prüfung zurücüveisen. Daraus gab Briand einen Ueberblick über die Reform frage seit 1885, der zeigte, daß die Reform zuerst von ihren gegcmvärtigcn fttirmifduften Gegnern gepriesen worden ist. Die Idee sei also gut republikanisch. Briand erinnerte daran, daß sämtliche Mini- sterien seit vielen Jahren die Wahlreform auf ilyr Programm geschrieben hätten. Ironisch wies er darauf hin, daß die Kammer, die aus dem allgemeinen Wahlrecht hervorgegangen, Gegner des Proportioualwahlsystems sei, ihre Muttei' erschlage» »volle. Die Regierung ntüffe stark sein durch das Vertrauen der beiden Ber- sammllmgen. Fehle ihr das der einen, bleibe ihr nur übrig, zu gehen. Der Senat müsse in den Kompromiß »villigen, das das Land befriedigen werde. Seit 1910 seien von 49 Nachwahlen 34 dem Proportionalsystem günstig gewesen. Der Senat möge sich hüten, daß er fein Verhalten nicht zu bereuen habe. Die Regienmg entbiete sich zu loyaler Mitarbeit. Wenn der Senat sie zurückweise, mlüsfe die Negierung zurücktreten. Clemenceau führte aus: Der (Wcbanfc einer Vertretung der Minderheiten, der republikanisch loar, wurde gegen die Republikaner verdreht und ausgebeutet. Man will den Grundsatz der Majorität beseitigen, der Konflikt bestehe, weil man die republikanische Mehrheit des Senats vor der Mehrheit der Kammer beugen wolle. Der Senat wolle nicht in einen Konflikt mit bei Kammer geraten Wenn man ein System in der Vertretung der Minderheiten ausfindig mache, das mit dem Majorität-Wahlsystem vereinbar sei, so werde er für Briand fciu, werde aber jedes System ablehnen, das dem Majoritäts- wahlsystem zuwiderlause Daraus wurde die Okneralbebattc geschlossen Bei Artikel 1 der Wahlreiormvorlage verteidigt Senator Ventral seinen Antrag auf Wiederherstellung des M a j o r i t ä t s w a h l r e ch t s. Ministerpräsident Briand er- Kärtc: Wir stehen vor einer entscheidenden Minute: der Antrag Pcntral sckstießt jede Möglichkeit eines Kompromisses aus. Er fügte hinzu. daß er. wenn der Senat den Antrag annehme, gehen werde. Die Kommission erklärte, den Antrag annehmen zu wollen. Hieraus erfolgte die Abstimmung, die die Annahme des Antrags mit IGl gegen 128 Stimmen ergab. Die Linke begrüßte die Verkündigung des Ergebnisses mit dem Ruse: Es lebe die Republik ! Ministerpräsident Briand verließ in Begleitung sämtlicher Kollegen den Saal: das Zentrum und zahlreiche Deputierte, die der Sitzung beiwohnten, applaudierten ihm Darauf wurde die Sitzung geschlossen. Präsident Poincarä hat die Demission des Kabinetts Briand angenommen und die Minister beauftragt, die lausenden Geschäfte zu erledigen. An» Stadt unv Land. Gießen, 19. März 1913* 3« der Angelegenheit der zweiten Hypothek hat fick der Vortrupp veranlaßt gesehen, der Frage näher zu treten und eine Eingabe an den Oberbürgermeister von Darmstadt zu machen, in der ein ablehn'mder Standpunkt beqrihtbti ist. Es heißt darin: Der jetzt bestehende Mangel an * .vital für ;weite Hypotheken bewirkt eine unkende Sieben; bei <4rm preije. Er ist aber vielleicht nicht nur btc Ursache, sondern auch Wirkung einer solchen Tendenz: sie wäre nicht auffallend, denn out die in den letzten Jahrzehnten beobachtete allgemeine Preissteigerung des Bodens muß einmal ein Rückschlag kommen, und es ist denkbar, daß dieser Rückschlag durch die jetzige allgemeine wirtschaftliche Lage verursacht ist. Denn die Stadt Darmiladt, dem Wunsche her Antragsteller entsprechend, Geld am zweite Hypotheken ausleiht oder garantiert, so hat sie das dringendste Interesse daran, daß die Preise der Hausgrundstücke nicht 'allen. Es wäre im volkswirtschaftlichen und im öffentlichen Interesse überhaupt bebenRid), wenn die Stadt von ihrem privatwirtschaftlichen Standpunkt aus gegen das Sinken der Preise der Hausgrundstucke interessiert ivärc. Das bisher Ausgeführte gilt von einer Beleihung bebauter Grundstücke, von einer Beleihung, die nicht den Zweck hat, daß das geliehene Geld in das Grundstück ober das Gebäude verwendet wird, sondern einen angenommenen Wert des Grundstücks realisieren oder seine Realisierung vor bereiten will. Ganz anders verhält es sich mit einer Beleihung unbebauter Grundstücke zum Zwecke weiteren Ausbaues. Tie Bereitstellung solcher ^Meliorationshypotheken liegt im öffentlichen Interesse, da jede Schonung neuer Werte im allgemeinen Interesse liegt, so lange nicht eine ofiptbarc lieber Produktion droht. Daß aber für alle Arten von Wohnungen in Darmstadt das Bedürfnis zu angemessenen Preisen gedeckt sei, kann im Emst nicht behauptet werden. Es wäre zu begrüßen, wenn die Stadt einen Betrag für diese Zwecke zur Verfügung stellte oder für solche Hypotheken die Garantie übernähme. Dock) sollte, dies nur unter Bedingungen geschehen, die die spekulative Preissteigerung verhindern; als eine der wichtigsten Bedingungen wäre die Amortisation in Aussicht zu nehmen, aber nicht die jetzt schliche viel zu geringe, sondern eine möglichst starke Amortisation. *♦ Tagcskalender für Mittwoch, 19. März. Stadttheater: „Andreas Hofer". Anfang 7 llhr. * ** Ordensverleihung. Der Hofrat an der deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Dr. Melchior Ranft, feierte am Sonntag sein 25jähriges Jubiläum als Reichsbeamter. Aus diesem Anlaß hat ihm der Großherzog das Ritterkreuz 1. Klasse des hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Zu Ehren des Jubilars fand ein Festbankett in Kopenhagen statt, an dem sämtliche Mitglieder der Gesandtschaft und des Generalkonsulates teilnahmen. In Vertretung des auf Ur taub befindlichen Gesandten Grafen Broctdorsf Rantzau überreichte der Geschäftsträger Graf Breßler dem Jubilar die ihm verliehene Auszeichnung. Dr. Ranft, bet Inhaber des preußischen Roten Adlerordens, Ritter des olden burgifchen Verdienstordens des Großherzogs Peter Ludwig mit der Krone und Ritter vorn dänischen Dannebrog ist, ist ein Stinb unserer Stadt. Er ist als ein gründlicher Kenner der skandinavischen Verhältnisse bekannt. 1905 erwarb er sich in Prag, wo er dem dortigen Konsulate zugeteilt war, während der „Schreckenstage" bedeutende Verdienste durch sein umsichtiges und energisches Verhalten zum Schutze des Eigentums der dortigen deutschen Kolonie. "Der letzte städtische Seefisch markt findet morgen statt. Zutn Verkauf kommen Schellfische, Stableau, Seelachs, Schollen und grüne Heringe. ** Obst- und Gartenbauverein (Ortsgruppe des oberhess. Obstbauvereins). Der Verein hielt am Samstag abend eine Monatsversammlung int (Safe Ebel ab, die recht gut besucht war. Der Vorsitzende gab die Namen der neu Hinzugetretenen Mitglieder bekannt. Ihre Zahl beträgt mtnmehr insgesamt 98. Das stetige Anwachsen der Mitgliederzahl ist bas beste Zeugnis dafür, welcher Wertschätzung sich der Obst und Gartenbau verein erfreut. Der Verein hat das Recht, einen Beisitzer in den Vorstand des Kreis- Obst- und Gartenbauvereins zu bestellen. Lehrer Leib, der zweite Vorsitzende, nmrde einstimmig gemältlt Alsdann tvurdc der (Sntnluri der 'Bereinssatzungen be tannt gegeben. Die Annahme erfolgte einstimmig unter Berücksichtigung der Vorschläge, die von den Stadtv. Winn und 2ober, A. Tickore und Lehrer Leib gemacht wurden. Ten Satzungen zufolge ist der Zweck des Vereins: 1. Förderung des Obstbaues. 2. Förderung des Gartenbaues (Gemüse- und Blumenzucht . 3. Hebung der Stadtverschönerung burd) Anregung zum Blumenschmuck. 4. Hebung der Straßenbilder burd) Anlegung von geschmackvollen Vorgärten. 5. Anregung zur Anlage von Privatgärten in der nächsten Umgebung der Stadt. 6. An regung zur praktischen und lohnenden Ausnützung lleiner ein- gezäunter Grundstücke durch Arbeiter kreise. «Schreber und Ar beitergärten.) 7. Ausklärung und Unterweisung der Jugend in der Behandlung von Blumen und Gartengewätyen, zur Anregung und Weckung des Interesses für Natur und Gartenbau. 8. Aufklärung und Unterivcisung aller derjenigen, hie sich mit Fragen an den Verein wenden, auch wenn sie nicht Mitglied desselben sind. 9. Förderung des Vogelschutzes. Ter Jahresbeitrag ist auf 2 Mark gesetzt. Dafür wird den Mitgliedern die monatlich erscheinende VereinSzeitschrift: „Ratgeber für Obst- und Gartenbau" geliefert. Die Besprechung von Anfragen in den Versammlungen. Belehrung burd) volkstümliche Borträge. Gartenrundgänge mit belehrender AufRärung über die in den Gärten gemachten Fehler, sowie MufterluifteS. Teilnahme an Gratisverlosungcn von Obst gehölzm, (Wartengeräten, Sämereien nsw. Unentgeltliche Vermittlung beim Bezug vou Obstbäumen und Sträuchern. Unentgeltliche Abgabe von Edelreisern sowie auch Anfertigung von Plänen für Gärten- und Spalier Obstanlagen. Belehrung der Haus trauen über bessere Verwertung der Gartenerzeugnisse. Diese Bestrebungen lassen uns der Hoffnung '.’tudbrud geben, daß sich bie Mitgliederzahl immer mehr steigere. Stadtv. W i n n machte alsdann Ausführungen über bie heutige Iugenderzielmng. Sie ging bahin, baß man zwar die Bewegungsspiele fördere, aber doch Bedacht nehmen müsse, daß nicht alle Betätigung der Jugend in Spielen aufgehe. Er ist bet Ansicht, daß ber Sinn der Jugend bei entsprechender Einwirkung in der Schule sich sehr loobl dem Gartenbau und der Liebe zur 9tatm zuwendeu werde. Die Ausführungen wurden freudig aufgenommen und namentlich vom Stadtv. Löber und dem Vorsitzenden 5 i m o n_ unterstützt. Die drei Herren sprachen lieb dahin aus, in der Stadwervrbneten- versammlung dafür wirken zu wollen, daß geeignete Geländestückchen zur Verfügung gestellt werden mödrten: um Lehrern und Schülern die Möglichkeit zu schaffe«, in oben gedachtem Sinne sich zu betätigen. Lebhafte Klage wurde geführt darüber, baß bie Sva tz e n bie Knospen ber Obstbäume unb ber Beeren fttäudjet auspicken Ihre Vertilgung ist stets anzustreben. Als Schutz wurde empfohlen, die Stöcke mit weißen Fäden zu umgeben, das sei ein sehr gutes Abwehrmittel. Weiterhin wurde über den Seliaben gesprochen, den Amseln namentlich an Erdbeeren verursachen. Tic Amsel verdient tatsächlich nicht die Schonung, die man ihr angcbeitxn läßt. Zum Säugre der (Sro- bceren gegen den Amscliraß führt Der Vorsitzende an, er habe etwa 50 Zentimeter hohe Bretterwände um seine Pflanzung gaiiacht und damit guten Erfolg gehabt Die Sünfdn haben nämlich die (Wemobnheü, sprungweise sich fortzubcwegen und werden daran burd> bie Bretterwanbe gehindert. Das versvrichl aber mir Er folg bei kleinen Beeten. Bedecken ber Erbbeerpflanzen mit Draht gitter ’it bei bet Ernte zu umständlich Herr Dinn bat sich damit geholfen, daß er Reine Drahtgeflecht stücke mantelförmig gebogen, um die Stocke befestigt hat Die Erdbeeren find dabei leicht zii ernten unb können auch durch eingelegte Stäbchen durch die Maschen be» Gestecktes entt'precktenb über dem Erdboden gehalten werben. Zum Reinbleibeii ber Erbbeercu wirb in ber Regel eine Unterlage von Stroh, Holzwolle, Hobelfpäncn ober Lohe gegeben. Herr Noll hat dazu Sprungfedern benutzt, die in seinem Polstergcschäft weggeworfen wurden. Er nimmt den obersten weiten Kreisbogen unb biegt den Draht in einer Länge von 30 Zentimetern gerabeau. Da wirb er abgebrochen Dieses End' in ben Grbtober steckt und das Erdbeerlaub über den Mt.isbcmi; qilaiKH, gibt einen vorzüglichen Träger bet Beeren Man sieht hieran!-, ime e- oft möglich ist, wertlose Gegenstände zunutze zu macken. Weiler wurde baraut hrngewiefen, daß bk Mäuse wieder in erschreckenber Zahl vorhanben sind. Tie anwesenden Stadwerorbncten erbiete» sich, bei der Bürgermeisterei wegen Abhilfe vorstellig zu tverben. Herr Edgar Bortmann hatte eine Ausstellung von Gartcngerätschasten veranstaltet. Ein Der tretet des Geschäftes erklärte beren Gebrauch. Auch ber Ideal- spaten, aus bestem Bessemerstahl gefertigt, wurde sehr beifällig besprochen. Währelid man bei Spaten älteren Musters immer bas lästige Anhängen ber Erde zu gewärtigen hat, ist dies bei den Ideal'paten nicht der Fall, weil die Flachen vollstänbüt abgeglättet find. Gutes Geschirr Hilft bie Arbeit iörbem unb macht sie zu einer Lust unb Freude. Landkreis Gieße». H. Langsdorf, 18. März. Die Generalversammlung^ der Hiesigen Spar- unb DarleHnSkaise, bei ber vor einigen Tagen eine Unterbilanz von 627 000 Mk. fesigesiellt würbe, beschloß den Fortbestand der Kasse unb eine Erhöhung ber Geschäftsanteile auf 8000 Mark. Für bie Liguibation sprachen sich nur vier Genossenschaftler au6. Grün ingcn, 18. März. Ter Großherzog hat1 vervrbnet, baß die Gemeinde Grüningen vom Amtsgerickts- bezirke Lich abgetrennt und dem Bezirke des Amtsgerichts Gießen zugeteilt werden soll. = Hungen, 18. März. Der Firma Buberus'scke Eisenwerke in Wetzlar wurde die nstderrilflicke Erlaubnis erteilt, bei Kilometer 26,4 der Nebelst)ahn .Hungen—Mücke in ber Gemarkung Hungen ein Anscklußgle i s anzulegen unb mit Lokouiotiven zu betreiben. Der Betrieb wirb von der Bahn- Verwaltung ausgeübt werben. -m Hungen, 18. März. Heute feierten Landwirt Otto Schneider und Frau in guter Gesundheit baS Fest ihrer silbernen Hochzeit. AuS diesem Anläße brachte der Gesangverein .Licderkranz^ dem Jubelpaare am Abend ein Ständchen. Kreis Lauterbach. -r. Lauterbach, 18. März. In ber Hauptversamm • lung des hiesigen Zweig Vereins deS B. H.-C. gedachte der Vorsitzende Rentier Dilb Becker eines verstorbenen Gönners, Fabrikanten Georg S ch u ch a r d t - Gießen. Der Geschäfts- bericht 1912/13 meldet von regem Vereinsleben und einem an- sehnlichen Mitgliedcrstand (ettva 260). Die Rechnung vom letzten Bereinsjahr sowie ber neue Voranschlag würbe genehmigt. Es ist Erhebliches geleistet worben an Verbesserung von Wegen unb Erschließung lanbschaftlick schöner Punkte ber Umgebung, auch bie Ncuanpflanzung einer Allee irack bem Hainig ist geschaffen worben. Tie herkömmliche Frühlingsieier im Hainig soll in Gemeinschaft mit den Ziveigvcrcincn Sdüitz, Salzschlirf und Fulda am 1. Juni abgehalten werden. In den Vorstand wurden gewählt: Rentier Wilhelm Becker, Bürgermeister Stöplcr, 2e-< fretär Knapp, Kaufmann Karl Layg, Geometer Zimmermann und Stadtrat Finger: als Vertreter'in den Geiamlvorstand und zur Haupwersammlung des V. H.-C. in Hanau Rentier Becker und Bürgermeistei- Stöplcr. Tic sinanzicllc Unterstützung des qc' planten Turmbaues aut der Herckenhainer Höhe, einer landschaftlich bemerkenswerten Gegend, wurde empfohlen. X Schlitz, 17. März. Die große Dan,pfziegelei beim benachbarten BernShauscn, die infolge Konkurses der früheren Inhaber fast P/2 Jahre stille stand, ist dieser Tage von dem . neuen Besitzer, dem hiesigen Ziegeleibesitzcr Lach mann, wieder in Betrieb gesetzt worden. Zahlreiche Arbeiter von hier und den benachbarten Dörfern finden nunmehr wieder lohnende Beschäftigung. Vermischtem KreiS Friedberg. — Bad-Nauheim, 18. März. Dr. Franz Groedrl erhielt auf der internationalen Hygiene-AuSftcllung zü Rom die goldene Medaille für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete "ber Röntgenologie. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 18. März. Ihren Verletzungen erlegen ist heute nacht die 12 Jahre alte Anna Kämmerer, Schülerin der Mädchcnmittelschulc, die am 14. d. MtS. bei den Experimenten mit Sauerstoff schwer verletzt wurde. = Offenbach, 18. März. Nack) dem Jahresbericht war bie Go ethcs chule (Privat , Real unb Hanbelsschule, mit bei- Berechtigung zum einjahrig-fteiwittige« Militärbicnstf im Kämmerer, Schülerin ber Mäbchenmittelfchule, bie am 5 Hilfslehrer» miterridstet wurde» Im abgelaufcncn Jahr de- standen 51 Untersekundaner die Prüfung. Dem mit der Anstalt verbundenen Alumnat gehörten 54 'Zöglinge an Die Hausaufgabe» werden unter Aufficktt ber Lehrer in ber Anstatt angefertigt. Der 1911/13 errichtete Schulneubau konnte am 20. Februar bezogen werden. Hessen-Nassau. # Robheim a. d. Bieder, 19. März. Da, wo die Straße Gießen—Gladenbach in die Straße Gladenbach- Herborn einmündet, soll früher ein Zollhaus gestanden haben. Es war der Treffpunkt der hessischen, naffauischen und der preußischen Grenze. Der Zollbeanite hatte vor seinem Häuschen eine mächtige Buche stehen, unter deren Schotten er auf der ftüher lebhaften Poststraße sein Geschäft abroartek. DaS HauS und die Buche sind mit ber Begründung des Zollvereins verfchwunden. Int Munde des Volkes heißt aber daß idyllisch im Hochwold gelegene Plätzchen ,Tie Zoll- buche' Wegemelfter Hagener hot seit Jobren vergeblich versucht, an dieser Stelle eine Buche onzupflanzen. Einmal haben Bubenhände den jungen Stamm zerbrochen und dos andere Mal hat ber Winterfrost den jungen Baum vernichtet. Jetzt soll nun aus dem Platze eine kräftige Rotbuche gepflanzt werde», und um den Baurn vor Beschädigung zu schützen, ist ein hohes, kräftiges Schutzgitter errichtet worden. * Mordanschlag. Aus Tüsseldors wirb gemeldet: Nachts wrnninbctc ber Pem'ionsinhaber Rupp seinen Koß ganger burd) Revolvm'cküsfe unb gab auf feine Frau, feinen Sohn, iowie auf zwei Sckutzleute Revolverfchüsse ab, die aber fehlgingen, baraut erfd*>6 er s-i ck selbst. Der Grunb ist unbekannt. ♦ A»s Furckt. Die 48 Jahre alte Ehefrau beS Flafck' ners Karl Pfaff m bem badischen Torfe M önckweiler bei Billingeii sollte aut dem Bürgermeisteramt vernommen nterben, ba fic angeblich einen anonymen Bries gefchriebe» hat In bei Erregung darüber gab fic ihre» drei Kindern im Atter von brci u»b zwei Jahre» und neun Monate» Lysol tmd tränt (hier auf selbst eine in öftere Menge, um sich bas Leben zu nehmen. Mit Icbcnsgefährliche» inneren Verbrennungen wurden alle vier aut gciunbeii. Das zwei Jahre alte Kind wurde ins Billinger ^Tonktt- Haus übergeführt, die anderen ivurden zu Hause in ärztliche Be- lanblung genommen, cbenfo die Mutter, die nach der ernrtt Hilfe nur kurze Zeit zu »ick kam, aber rasch »»jeder die *8nxn* nuug verlor und iiock nicht vernommen werden konnte. Der Man» ocr llnglücklidten mußte erst von St. Georgen, wo er in Arbeit steht, nach Haase geholt »>erben. ’ Gestrandet. Aus A m stc rd am wird gemeldet: Der cngln'cke Dampfer „Ea ft well" ber Firma Tyczak Bransoot in NcwcoMc on Thnne ift bicht vor dem Hafen Tmuibcn inwlge heu Seeganges aut den Hajcndamm auf gelaufen, xo» Schifi sank innerhalb 20 Minuten. Die aus 75. Mann bc« Sm; MC ti der itftt erst« Äin f-r goiiidhar> k.k- 16 » e $ all hrf Mit v.-itung^1 letzt,/' feiten m « 6 geriet größten rer.h Rit ve ■ Eiv morden fdUafen tigte d ?e itelluni mobt einen m bei h-i s -}unt Seeir an der manr bürg i unb 5 Erntcj 93131 87991 qenau Tovpe' loimne 'tuif bti^ dn J( *Bxnk cman V fchen der S gern Äsrk 2088 iionbe ferble Aack Mark Fr mim thrib '- u. S rat.ü wDtei »laut von Geisel »1« J Fleischpreife in Gieben Brotpreise in Gießen Getreidepreise in Mannheim konnten schwerere weil Gießen für diese Viebgattung Hausfrauen die rechnen müssen 'eine neue Sendung /4»° f8°° 21°° 2/°° 33°° 39°° bis 85°° Mark ie Dampfziegklti ir infolge KonlursiS rille stand, ist dick esigen Ziegeleibesiv- worden. ZahIH Dörfern finden r Ochsen Kälber Schweine Tr. fsranz @rnh\ HuSfltßunq jiiltf •nbc Stiftungen arö 'Jljeiöbvot 2 Kq. d6 big., Schwarzbrot 2Kg.48Psg. ’/, Kg. 92-100 Psg. '/, , 94—98 „ . 90-110 „ Wetteraussichten in Dessen für Donnerstag, den 20. März 1913: Wechselnd bewölkt, Niederschläge in Schauern, kälter, nordwestliche Winde. Für gemeinnützige Zwecke und Belohnungen an Arbeiter werden 75 000 Mk., wie im Vorjahre, vorgesehen. Es verbleibt dann ein Vortrag auf neue Rechnung von 227 637,37 Mk. (int1 Vorjahre 239 740,43 Mk.). Weizen 1U0 Kg. 21.25—21.50 Mk. Roggen 100 Kg. 17.75-00.00 Lik. tn ÄrrUtzunzo Jahre alte Lm mittelschulc, die on jauerstofi schwer otv Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 17. März 1913. Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M« verloren hat 50 Kg. Schlachtgeivicht 74—93 Lik. */., Kg. Schlachtgw. 98-117 Vf. */, ,80—82 f, schweres Owngvieh für Norddetitsch- ntehr, »veil sie Jahre hitidurch keine fanden. Gehandelt wurde das Stück Gangochsen ivar ivieder Tiere nicht Unterkommen, seine frühere Bedeutuiig noch vor Jahren in Gießeii land suchten, kommen nicht Märkte. th. Gießen, 18. März. Der heutige Rind viel)markt hatte einen Auftrieb von etwa 950 Stück Großvieh und 250 Jungtieren und Kälbern. Ter Bormarkt zeigte gestern schon, daß kein rechter Zug im Handel war. Tie Käufer aus der Ferne waren spärlicher als' sonst gekommen uiid verhielten sich den hohen Preisen gegenüber, die iür Milchkühe verlangt wurden, vorsichtig. Tagegeii übten die bevorstclieiiden Osterfeiertage mit ihrem verstärkten Verbrauch an Milch und die früher als sonst erwartete Eröffnung der Saison in den Bädern einen günstigen Einfluß aui die Preisgestaltung der Milchware. Tieie Tendenz übertrug sich aui den heutigen Haupt- markt. Tie Preise für alle Sorten Großvieh blieben hoch trotz des schlechteren Abganges der Tiere. Jiingtiere, die in guter Ware am Markte waren, konnten mit zu weichenden Preisen unteraebracht werden. Tie Handelsleute erklären, daß die Fettviehvreile an den großen Fettvielmiärklen entschieden im Fallen begriffen seien, und sprechen ihre Verwunderung darüber aus, daß die Notierungen — von denen sie behaupten, daß sie den Tatsachen nicht entsprechen — sich immer noch hoch halten. Fette Rinder, die in sehr guten Exemplaren am Markte waren, gingen nach Frankfurt imd Wiesbaden, fette Kühe stark nach dein Rhein und in die Lahnftädte ab Tas Geschäft in Kälbern zeigte das alte Bild. lebhaft, doch Letzte Nachrichten. Zur Ermordung des Königs von Griechenland. Athen, 19. März. Als die Königin-Mutter Alexandra spät abends die amtliche Mitteilung von dem Tode' ihres Bruders erhielt, war sie ganz niedergeschmettert. Dem König wurde nach dem Schloß Windsor amtlid) gemeldet daß der König der Hellenen nicht weit bon seiner Wohnung erschossen tuorben sei. Ter Mörder war nur ungefähr zwei Äords von ihm entfernt. Der Bürgermeister von Windsor sprach dem König und der Königin-Mutter int Schloß fein Beileid aus und übermittelte dieses auch der Königin-Mutter Mutter Alexandra und der griechischen Gesandtschaft. Die Uebergriffe der Montenegriner. Wien, 19. März. Nach völlig sicheren Informationen haben Serben bei der Sistierung des österreichischen Lloyddamp- fers in San Giovanni di Media die Matrosen des Dampfers mit dem Tode bedroht und außerdem die österreichisch-ungarische Flagge besudelt. Ferner wurde bekannt, daß die Montenegriner bei der Beschießimg Skutaris mit Vorliebe auf die Gebäude mit österreichischen oder italienischen taggen schießen. Das östcrreich is ch e Kons n lat ist fa,t ganz in Trümmer geschossen. In einem italienischen Nonnenkloster wurden mehrere Nonnen getötet. Tie österreichische Flotte liegt bereit, jeden Augenblick auszu- laufen. Serben und Griechen. Belgrad, 19. März. In Albanien dürften die gric - chischen Truppen bei ihrem Vorrücken nördlich von Janina schon in den nächsten Tagen auf die serbische Vorhut stoßen. ('Gegenwärtig stehen schon zwei serbische Regimenter, die sich vor Janina befanden, unter griectsischem Oberbefehl. Binnen kurzem wird ganz Albanien und Serbien in den Händen der Serben und Griechen sein. Russische Banditen. Warschau, 19. März. Räuber überfielen das Schloß der Witwe des Kunstmalers Czachorski int Gouvernement Chelm, und nahmen mit, was nicht niet- und nagelfest war. Bei der Verfolgung der Banditen kam nichts heraus. Diese nahmen iür die Verfolgung Rache und erschossen einen Gutsbesitzer, einen Lakai und einen Pferdeknecht, und verletzten die Tochter des Gutsbesitzers. Ta die Lokalbehörden tarn Banditenunwesen gegenüber machtlos sind, faitbten die Gutsbesitzer eine Abordnung zum Generalgouverneur und baten, ihnen verstärkten Schutz zusammen zu lassen. passenden Tiere aufgefahren . Kühe frischmelkend und tragend 1. Qual. 600 700 Mk, 2. Qual. Abmagerung— Gewichtszunahme. Abmagerung nach Krankheit, infolge von Appetitlosigkeit oder bergt muß auf alle Fälle bekämpft ;• werden. Wer in solchen Zeiten zu Scotts Emulsion । greift, kommt, wie die Erfahrung schon vielfältig be- , wiesen hat, in doppelter Hinsicht rascher zum Ziele. Zunächst regt Scotts Emulsion die Eßlust nachhaltig i an, bedingt also eine gesteigerte Nahrungsaufnahme, die an und für sich schon die Kräftigung fördert. Sodann ist Scotts Emulsion selbst außerordentlich nahrhaft und bewirkt deshalb häufig in kurzer Zeit eine sichtbare Kräfte- und Gewichtszunahme. Freilich ist es nötig, bei der Marke „Scott^ zu bleiben, denn diese allein ist seit Jahrzehnten erprobt. Man hüte sich vor Nachahmungen! M Zahresberick und hlmdessllMk, TK ich MlitärdirO ® MLelschule, btt ® ibgclaufcnctt M- 2an mit btt •p1'- an Tie Sau-MM nitalt angeterhgt^ , ?0. Februar beM Mk. 475—570, 3. Qual. Nit. 350—440, Jungtiere ^jährig, je nach Form und Sliter Ml. 160—220. Bezahlt wurde für den Zentner Schlachtgewicht Rinder 1. Qual. Mk. 90—92 leiuzelne Stücke bis Aik. 94), 2. Qual. Mk. 87 89, fette Kühe 1. Qual, (nur in einzelnen Stücken am Marit) Mk. 84—86, 2. Qual. Mk. 80-82, 3. Qual. (Wurstkühe) Mk 76—78. Kälber 1. Qual. Mk. 09—104, 2. Qual. Mk. 95—97, 3. Qual. Mk. 93—94. Fahrochsen wurden gehandelt das Paar mittclschwere Tiere Pik. 1000—1100, leichtere Gespanne Mk. 850—950. Nächster Rindviehmarkt am 1. April d. Js. Am 2. April findet mit dem Pferdemarkt der erste K r ä m c r m a v f t in diesem Jahre auf Oswaldsgarten statt. [| Marburg, 18. März. Der heute abgehaltene Frühjahrs- Pf e r b e m n r 11 brachte der Stadt großen Verkehr. Aufgestellt waren 146 Pferde uttt) 6 Fohlen. Wie man hört, rourbeit zahlreiche Perkäwe abgeschlossen. ko» Frankfurt a. M., 18. März. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 14 Wagen Heu, <) Wagen Stroh. Bezahlt tourta für von 3,00—3,60 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Mk* Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhia. Die Zustchren waren aus öen Kreisen Obertannus, Hanau und^Dieburg. Ter nächste Martt findet des Karfreitags wegen erst am 25. März statt. ic. Frankfurt a. M., 19. März. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht marktvrei fe. Weizen (hiesiger) 2".5O—20.75, Kurhessischer Mk. 20.50—20 75, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17.75 bis OO.i 0, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—19.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried mr. 1^.00—19.00, Hafer Mk. 18.00—19.00, Mais Mk. 15.25 bis 15.50, Weizenmehl 0 Alk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Alk. 30.50—30.75, Weizenmehl III Alk. 27.25-27.5 >, Roggenmehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl O/I Mk. 26.50—26.75, Noggenwehl I Mk. 00.00—00.00, Wetzenkleie Mk. 10.60—11.80, Weizenschalen Alk. 11.00—11.15, Roggenkleie Mk. 11.25—11.50, Malzkeime Alk. 13.00—13.25, Biertreber 14.00—14.26, Raps Alk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 19. März. (Orig.-Telegr. des ,Gieß. Anzeigers".) K a rt o s f e l m arkt. Man notierte: Kartosfelit in Wnggotts Mk. 4.75—5.00, im Kleinhandel Alk. 6.00—6.50, für je 100 Kg. Ausgesucht gute Stücke wurden sehr hoch, bezahlt, ivodurch auch geringere Tiere im Preise anzogen. Ter Handel in ?Qt SwrMttr '.r Wo rfn rfLWi hat * Stubroid Otto braute d„ IQtl eii tzanvel. Die Kaffee-Ernte der Welt wird für das laufende Erntejahr auf 10 488 000 Doppelzentner geschätzt; 1912 hat sie 9 313 600 Doppelzentner, 1911: 10 496 400 Doppelzentner, 1910: 8 799 600 Doppelzentner betragen. Mehr als Dreiviertel davon, genau 77,7 Prozent liefert Brasilien, daß für 1913 mit 8 145 000 Doppelzentner vertreten ist. Auf Mexiko imb Zentral-Amerika kommen 840 000 Doppelzentner oder 8 Prozent, auf Columbia und Venezuela 600 000 Doppelzentner oder 5,7 Prozent, auf 3nun 288 000 Doppelzentner ober 2,6 Prozent, auf Stotti 240000 Doppelzentner oder 2,3 Prozent. Der Kaffee-Verbrauch Deutschlands stellt sich auf annähernd 18 Prozent derWeltproduktion. Wenn Deutschland nahezu ein Fünftel der Jahresernte verbraucht, ist es von Bedeutung, wie fick) die Preise gestalten. Man wird nicht fehlgehen, wenn man mit einem weiteren Rückgang der Kaffeepreise rechnet. W. Wetzlar, 18. März. Der Aufsichtsrat der Buderus- schen Eisenwerke hat heute eine Sitzung abgehallen, in der der Rechnungsabschl'.tß für 1912 vorgelegt wurde. Ter Roh- g ew in n stellt sich auf 4 234284,13 Mk. (i. Vorj. 3 700819,61 Mark). Nach Abschreibungen auf Anlagen in Höhe von 2 088 336,77 Mt. (i. V. 2 040 819,58) und Tilgung der entstandenen Kosten der Anleihe von 1912 in Höhe von 230 020 M. verbleibt ein Reingewinn von 1915 927,36 Mk. tt. V. 1 660 000,03 Mark, zu welchem der Vortrag aus dem Vorjahre mit 239 740,43 Mark li. V. 225 112,66 Mk.) noch hinzutritt. Der am 23. April in Frankfurt stattfindenden Hauptversammlung soll solgeitde Gewinnverteilung vorgeschlaaen werden: Zuweisung zur gesetzlichen Rücklage 95 796,36 Mk. (i. V. 83 000 Ml.), 7 v. H. Dividende auf 22 000 000 Mk. Aktienkapital 1540 000 Mk. (i. V 6 v. H.): vertragliche und satzungsgemäße Vergütung an Aufsichtsrat, Vorstand und Beamte 217 234,06 Mk. (i. V. 167 372,26 Mk.). ko. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 19. Marz Aufgetrieben waren 1755 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 62.00-65.00 Mk., Schlachtgewicht 80.00-82.00 TiL, vollfleischige Schweine unter 80 ka Lebendgewicht 62.00-64.00 Mk., Schlachtgewicht 80-81.00 Mk.: volllletschtge Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 62.00—65.00 Mk., Schlachtgewicht 80.00-82 Alk.-, vollfieischige Schweine von 120 bis 160 kg Lebendgewicht 00 00- 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00—00.00 Mk. Geschäft rege, Ueberstand gering. aije, °7 11 dudex »z>,- , ^che 1^4*’ ^yegenunbmi; von der Ah, ii Se ab, b clbst- tc Tic Käufer, die ^uptverfamm, b.-C. qebodx, toiforbcntn fc Grs-HW m? Urt^ ^Nkm QU ■neajnung Dom letzter ^kde genehmigt. ($: rung von Aegm uit ott Umgebung, aut poinig ist geschah Jm. vainig soll ir und Fuld: Vorstand imrdeu ge maller Ltopler, & tometer Zimmmnanr i Geiamivorstand unk au Rentier Vnker inü Intcritübung bei g, ihe, einer landschaM selten sich darüber im klaren sein, dass sie nicht billiger kochen können als mit Liebig’s Fleisch-Extrakt. Dieses ausgezeichnete Ktichenhilfsmittel erlaubt ihnen, auch Gerichte aus billigen Zutaten schmackhaft und bekömmlich zu machen. Reste von kaltem Fleisch, Fisch u. a. geben mit Hilfe von „Liebig’s“ pikante Bissen, die auch dem Feinschmecker munden. Durch seine vielseitige Verwendbarkeit und seine Ausgiebigkeit ist Liebig’s Fleisch -Extrakt ein äusserst wohlfeiles Hilfsmittel der Küche. Die kleinste Packung („Liebig-Kugeln“) kostet 25 Pfg. Man kaufe kein Produkt, das als „Ersatz“ angepriesen wird und verlange ausdrücklich D7i Liebig’s Fleisch-Extrakt Mdcno'nKrE März. Da, Zpaße Gladenbach- jou? fltftonben W« Mli* U"d , hatte unter d--" gegrünbung 5 'S»» /en Baum veE bigung ZU w s t worben- ‘Iharktplatg 9—10 eg gr m Thodernes bfpegialhaus für SDamen ‘Fernsprecher 356 ** Konfektion und Kleiderstoffe . stehende Besatzung wurde mit großer Mühe gerettet. Mit dem Dampfer gingen 80 000 Ballen Reis verloren. * Sprung vom Eifel türm. Aus Paris wird berichtet : Gestern nachmittag stürzte sich eine 25 jährige elegant gelleidcte Frau von dein zweiten Stockwerk des Eiffelturmes in selbstmörderischer Absicht herab. Ter Körper schlug auf das Dach des im ersten Stocke liegenden Theaters auf und kollerte dann auf die Plattform, >vo er bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt liegen blieb. Bei der Selbstmörderin befanden sich k e i n e r l c i P a p i e r e. * D i e Ursache der D h n a in i t c x p l o s l o n in Baltimore. AuS Baltinrorc ?Marhland) wird uns unterm 17. März gemeldetTie Jurh des Leichcnschaugerichtes, das die Dynamitcxvlosion auf dem britischen Dampfer „A l u m - chinc" in der '.wrigen Woche untersucht hatte, kam zlu der Ansicht, daß der Hilfsvorarbciter der Vcrstaucr, Bo mb Hardt, an der Explosion Schuld sei. Bombhardt habe nach der Explosion erklärt, daß eine Kiste Thnamit beim Hinablassen in das Schiff explodiert sei. Mehrere Verstauer erklärten heute, daß Bombhardt mft einem Ballcnhaken in das Dynamit gestoßen habe. * Explodierende Briefe. Auf dem Hauptpottamt in Kalkutta explodiertm mit furchtbarer Gewalt mehrere Briese, die mit Explosivstoffen gefüllt und an die 5)erausgcber einiger Bettungen gericklct waren. Mehrere Briefsortierer wnrden v-e r- letzt, einer t ö d l i ch. Eine Reihe hervorragender Persönlichkeiten in Kalkutta erhielten kürzlich Drohbriefe. * Gro ß f e n c v. In Waldhal, sen bei Geislingen geriet infolge Blitzschlages das Oelonomieanwesen des größten Grundbesitzers der Gemeinde Watdhausen, Thie- rer, in Brand, der das umfangreiche Gut in Asche legte. Mit verbrannt sind 400 S t ü ck Schafe und sämtliche Fruchtvorräte. Der Schaden ist sehr bedeutend. Kleine Cageschronik. Ein schweres Verbrechen ist in dem Orte B e l z i g verübt .worden. Dort erschlug die Ehefrau des Malermeisters Voß ihren schlafenden Mann mit einer Axt. Bei der Verhaftung bezichtigte die Mutter den Sohn der Hauptsckprld an der Bluttat. Der Morgenpost zufolge hat es nach den neuesten Feststellungen den Anschein, als ob die Hennigsdorfer Auto - m o b i l v e r b r c ch e r keinen Raubmord geplant hatten, sondern einen Racheakt. Aus Wien wird geineldet: Kurz vor Mitternacht brach in der Prein bei Reichenau ein großer Wald brand aus, tar gegenwärtig mit ungcschwächter Kraft fortwütet und immer größere Timcnsionen annimmt. Aus Wiener-Neustadt mürbe Militär entsandt. _ Am Sonntag ist eine Lustjacht mit acht Studenten an Bord bei V i a s ni a 5 - d o - C a st e l l o in Portugal gescheitert. Fünf Studenten sind ertrunken. UttiVersitÄts-'Nachvrehte^r. — Im' Alter von 39 Jahren starb Professor Dr. med. John Seemann, ordeMliches Mitglied und Professor für Physiologie an der Matamie für prattisck-e Medizin in Köln. Prof. Seemann (geb. 1874 zu Hamburg» war früher Privatdozent in Marburg und Gießen und zuletzt in München, wo ihm der Titel und Rang eines außerordentlichen Professors verliehen wurde. LÄpielflaiis Bahnhofstr. Ecke Schanzenstr. Der nröntc und lännitc Tbcaterfilm der Gegenwart betitelt Menschen unter Menschen Kinematogr. Meisterwerk bearbeitet nach Victor Hugo'S bekanntem Roman Die Elenden. --4 Epochen (Les Miserables) 4 Epochen-- Menschen unter Menschen umsaht 9 Akte, bat eine Filmlänge von cn. 4000 m mit einer Gesamtspieldauer von 2'/, Stunden und besteht aus cn. 250000 Momentaufnahmen. Menschen unter Menschen ist ein Kunstwerk der modernen Kinematographie und zeigt, was Darstellung, Ausstattung und Handlung anbelangt, den Gipset vollendetster Regie und mimischer Darstellungskunst. [a17/3 Menschen unter Menschen wird von den berühmtesten Schauspielern darge- gellt. Ueberall wurde dieser grandiose und phänomenale Rovitäten-Schlager mit grobem Erfolge und bei mtöverkausten Häusern ausgeführt. Menschen unter Menschen wird nur im Vicht Svicl Hans vorgesührt. Wegen des groben Andranges an den Abendvorstellungen empnehlt es sich, die Nachmittag-Voritellungcn zu besuchen. Vorstellung täglich 3, 6 und 9 Uhr. I. Platz und t'open können für die Abend-Bor ftellungen reserviert werden. (Täglich 11—1 Uhr.) Schnupfen [CREME DEHNE beste 50 ’7 in g | *• iu (Stuck v v Psg. Kuchenmehl Für empfehlen wir Psg. Psg. Feinstes | <| lErtra Ql Nr. 0 Psd. *■ Psg. | '.Ur. 00 Psd. Ä 1 Psg. Rosinen 38,48,60 w Korinthen nercini^fullb 38, 48 P„>. Sultaninen cn$=l,‘b 60,70,80 Mandeln Vi3?,b 1.20, 1.40 ITIoenus extra Margarine vollkommener i?(lltbbllftct=Gvfa(\ Pfund 90 Pfg. I Ringäpfct ™'Unb 42 ,Pfn. Ziiilt iianiidlt Blnt-Orange» ‘> Stück 21, 29, 39 Psg. Blonde Crrtnflcit, Stück 4 Psg (»hictmtbdit, .Vrtucmnchcv Schnitt Pfd. 30 Pfg. lLier-Rndeln, feine, Pfd. 40 u. 45 Pfg. MMgiÄ \Ttlewu 180 Walltorstraüe 24. Männer-Turnverein Karfreitag: Turngang nach toarbenbetm. Abmarsch 2 Ubr von der Lahnbriicke Rodheimrr Strahel. Zusammenkunft in Garbenheim: Restaurant zur Goetherub. [v1 > NB. 1. und 2. Liter Feiertag: Friibschovvcn aus unserer ttueive. (Mm Friteiffliim zu laoiacli Anmeldungen neuer Schüler werden schriftlich jederzi i . mündlich jeden Montag, Mittwoch und Freitay von 12—1 Uhr sowie SamMtay. 29. HArc, vormittag» von 10—12 Ihr. im Amtszimmer des Direktors ent geizen genommen. Vnrznlegen sind Geburtsschein. Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Aufnahme - Prüfung: Montag, 31. März, vormittags 8 Uhr. Laubach, am 15. Februar 1913. Grossh. Direktion des Gymnasiums. hv1’/, Dr. Müller. /—Institut für physikal.Therapie—x Frankfurt am Main : Bethmannstrasse 54 I. Ab Ende März Bockenhelmer Landstr.2, direkt a. Opernpl. Sämtl. ined. Bilder, clektr. Licht- n. elcktr. Vierzellcnbüdcr, Helswluft - Behandlung. Massage. Hadiumkure i etc. zur gündigen Beeinflussung von Haut-, Herz-, Xerven-, Frauen- und Stoffwechselkrankheiten. Prospekt gratis. Leitender Arzt: Dr.mcd.C. KabiMch V__!>"' 7 Zu den besten C,u/t Nähr- n Kräftigungsmitteln besonders für Kinder, gehört entschieden Otto Schaar * Kraft £eb ertrati Emulsion hergestcllt nach dem Deutschen Reichs - Arzneibuch mit feinster Geschmacksbeimischung. Flasche Mk. 2.— Adler Drogerie, Seltersweg 39 Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigeu hat es gefallen, unsere gute Mutter, Groß- mutter und Lchwiegermuttcr Frau Maria Pfeffer geb. Muskulus heute morgen 4 Uhr nach kurzem, schwerem beiden zu sich zu rufen. Wir teilen dieses Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mit. Familie Wilhelm, Familie Pfeffer, Familie Balser. GießentBleichftr.31),Anncrod,RciSkirchen. Burkhardsfelden, 1V.März 1913. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. [1984 He Minium (Klassen Sexta bis Ober-Prima) Oberstufe: Individuelle Vorbereitung a. die oberen Klassen höherer Lehranstalten, besonders Einjährigen-, Abiturienten -Ex amen. — Glänzende Erfolge! Wiederholt bestanden Schüler mit bedeutendem Zeitgewinn die Prüfungen. Unterstufe: Halbjahrsklassen, Sexta bis Untertertia, für Schüler von 9—14 Jahren. Diese Abteilung wird, als der gesetzl. Schulpflicht genügend, staatl. anerkannt. Kleine Klassen, daher gute geistige und körperliche Fortschritte. Beginn des Sommerhalbjahres 3. April 1913. — Referenzen, Prospekte: Direktor Brackemann, Bismarckstr. 6a (ab 1. April: Blcichstr. 6) Mädchen werden in beiden Abteil, ausgenommen und für dieselb. nach Bedarf besond. Klassen gebildet. C*, ^^^Fü^dieUertage günstiges Wein-Angebot Sämtliche Weine sind naturrein und von her- vorragender Güte. aWs 1908 er Tischwein . . . per Fl. Mk. 0.95 1908 „ Mosel .... If 1.00 1908 „ Rheinwein . . i/ H H 1.00 1908 „ Kaiserstühler. . ii ii 11 1.20 1908 „ Badenheimer II II n 1.20 1905 „ Winzenheimer . If ■ H 1.40 1905 „ Erbacher . . . II 11 ii 1.60 1905 „ Brauneberger . II " ii 1.60 1905 „ Rüdesheimer n rr N 1.75 1908 „ ^.Bordeaux . . . u » 11 1.00 1908 „ Medoe .... n u II 1.35 1908 „ St. Emilion . . ii ii II 1.50 1908 „ St. Julien ii i? U 1.50 1904 „ ChatcaurMargaux „ „ II 1.80 Mch. Kalbfleisch Seltersweg 12 :: Telephon 28.» jß zeugt Von der Güte, Brauchbarkeit und Beliebtheit, meiner {Fabrikate e>, dass im Jahre 1912 Umsatz meiner Drills allein 100% griieeer war al* iui Vorjahre. ■ - Butzbacher Maschinenbau - Anstalt Anton Volk, Butzbach. Ds-, daS Beste. Ein Versuch überrascht. GlaS 40 Pfg. 9fur Blumenpflege Zur Für Fbre Tops- und Zimmcrvslainen ist Karn-* Pf ianzen-Dimger Central-Drogerie, Schulstr. 1,11 Landwirte! düngt mit Vulkan- Phonolith Der Phonolith-Düngung gehört die Zukunft. Ausk. kosten!, durch Vulkan-Phonollth-Ver- trlebs-Gesellschaft, Frankfurt a M., Battonn- strasse 4-8 n. Goldenberg & Marcus, Giessen. Beachten Sie gefälligst unser Schausenster, aus dem direkt verkauft werden (02149 Vogelsberger kandeier 10 Stück 78 Psg.. 25 Stück 1.90 Mk. Bass & Landesmann. Dr. Reinewald Ohren-, Nasen-, Halsarzt verreist Vertreter: Herr Dr. Weyl Seltersweg 79a. 1930 Donnerstag Brandvlatt u. Samstag v. morg. 8 Ubr an Walltorstr. 43 v. morg. 8 Uhr an Lchnsischt, LMMc, Kabliau, jungen, ZdioKcn nur blulfrische Nvrdseesische zu den billigsten Preisen. "■ Donnerstag frisch eintreffend: la. Brat-Tchellfische Pf"nd 24 Pfg. Kflbliau mittel ...... 28 Pfg Schellfisch groß . . . „ 44 Pfg Schade & Füilgrabe Bahnhofstrasse 26 \ ,__, LudwiCNtra*Se 20 I Telephon 186 Walltorstrasse 24. la"/. üeidtlch« u 3iir Smme.r \ f Tnd bleibt für im"i"^ —— Zu haben bei: Aloi* Staudt. Neuen Bflue, Carl M chruni. Wetzlarer Weg, Job. Seibel. Ludwigsplatz, I . Bechert. Kai-rr-Allee, tiebr. X oll.Bahnhofstrasse, Carl Seibel. Frankfurter Str. Ihr"/,, Vertreter: Fritz Schneider, Stephanstr. Die Bierhandlung Georg Lieh Giessen :: Leiligesterner Weg 24 empfiehlt ihre la. Biere nach Wiener, Bayrischer und Pilsener Brauart ans der Unionbrauerei A.-G. Giessen, sowie Kraftbier und alkoholfreie Getränke in Flaschen und Gebinden zu billigsten Preisen. — Lieferung frei Haus — Porto wird bei Bestellungen vergütet. Wie der Verkäufer erhalten Rabatt. Eis kann zu jeder Zeit geliefert werden. mu 4- und 6 eckige IrahWtchll, LMlldraht, MtsWlii empfiehlt zu vorteil» a" ,J hasten Preisen Wt Borrmann Giessen Del. 165 Neustadt 11 Spezial-Geschäft in Gartenland Utensilien. „$?enn Sie von hartnäckigen Hautauüschlägen, Flechten, Hautjucken usiv. gevlagt und. so dast der Hautreiz Lie nicht schlafen lästt. bringt .wnen .'.ucker's „Lalnderma" rasch l9rlenb» lerung- Aerztl. ivarm emvi. Dose i'-O Ps. und 1 M. tstärkste Form« bei 2P. Kilbinger, Lelrersweg 79 n. *21. Noll, Babnbosstr. 51. (»ruft Noll, Naiker Drogerie. <5 Leibet, Frankfurter Str. :#•, Cito Schaaf, LCltcroweg 39. (*. Jlav«, Lchulstr. isP/i Brenn Holz per Zentner Mk. 1.15 an- HauS. F. Havvcl, Holz» und Kohlcubandlung. 1 Liebigshöhe Donnerstag TW* Mtchstr* KonÄcrt ur- 27. ffbrz. laaOTi Mltier Sieh Direkt: Hermann Stelngoelter Mittwoch, 19. März 1913, abends 7 Ubr: 20. Mittwoch - Abonn. - Borst. Gewöhnliche Preise. Neuheit! Neuheit! Andreas Schr Drama in fünf Akren von Walter Putz. Ende gegen 10 Uhr.