Nr. <70 Zwetter Blatt 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. das?, in bauernbündlcrischen Kreisen darauf fyingcarbeitet werde, eine abermalige Hinausschiebung der B^soldungs- reform in die Wege zu leiten. Tie wirtschaftliche Vereinigung ist schon deshalb für die Erledigung der Besol- dungsvorlagc auf diesem Landtag, damit sie iricht von irgend einer Partei als Wahlparole verwendet werden kann. Tie „Gießener Zavnlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „randwirtschaftlichen seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:^8A112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen, Landwirbeltiere ohne Lunge. Daß altes, was da atmet im rosigen Licht, der Lunge zürn Leben bedürfe, ist eine Anschauung, die uns nach allem, was wir von Biologie wissen, selbstverständlich geworden ist. Und doch gibt es Wirbeltiere gleich uns, die Luft atmen, genau rote wir, und doch keine Spur von einer Lunge haben. Aus diese wundersamen Landwirbeltiere macht Wilhelm Bölsche in dem demnächst erscheinenden neuesten Hefte von lieber Land und Meer (Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart) in einer iMeressanten natur- wissenschastliclren Plauderei aufmerksam. Es sind die Mitglieder einer Lurchfamilie, der Gattung Spelerpes, deren einziger in Europa lebender Vertreter der „braune Höhtensalamander (Spelrpes fuscsu) in Italien ist. Alle seine Genossen von der engeren Gattung wie einem sich anschließenden größeren Kreise wohnen sonst in Nord- und SiDafrika. Irgendein Ürweltsweg muß ihn in unvordenklichen Zeiten bis in unsere Regionen .gefoifct haben. Bei diesem ganzen Geschlecht von mehr als einem HaD- Heues von Cer Ecschlechtrbestiinmung. Knabe oder Mädchen? Dieses Problem gehört zu denen, die die Menschen am meisten beschäftigen und jede Mitteilung darüber, einerlei, ob es sich um Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen oder unwissenschaftliche Sensationsnachrichten handelt, wird sicher in den weitesten Kreisen erörtert. Ist nun die Frage der Geschlechtsbestimmung seit den Tagen, wo die Schenksche Theorie die Well in Aufregung versetzte, der Lösung näher gebracht? Gewiß, und zwar um ein gutes .Stück: ja so weit, daß man annehmen tann, daß sie in nächster Zeit wahrscheinlich gelöst werden wird. Der Wiener Biologe Paul Kammerer setzt den gegenwärtigen Stand der Frage in einem Büchlein, das soeben unter dem Titel „Destimmnug und Vererbung des Geschlechts bei Pftanze, Tier und Mensch" im Verlage von Th.odor Thomas in Leipzig erscheint, in knapper Form, streng wissensck^aftlich und dabei doch allgemein verständlich auseinander. Bis vor wenigen Jahren tappte man bei der Frage nach der Geschlechtsbestimmung noch im Dunkeln, und manche Versuche, z. B. die eigentümlichen Be- sttahlungen mit farbigem Licht, durch die Flammarion bei Raupen das Geschlecht beeinflussen tonnte, machten die Frage noch unklarer. Gegenwärtig stimmen die meisten Forscher darin überein, daß das Geschlecht vererbt wird, in .dem Sinne, daß es als erbliche Eigenschaft irgend einem anderen Rassenmerkmal verglichen werden tann. Von w.lchen Faktoren die Geschlechtsbestimmung abh.ingt, Hal man auch mit .Hilfe der Statistik untersuchen wollen, aber auch hier sind die Ergebnisse zum Teil recht widersprechend. Nach einigen Autoren soll sich das Geschlecht der Kinder '. B. nach dem Alter der Eltern oder nach dem 'Altersunterschiede zwischen Vater und Mutter richten, nach anderen soll bei Ehen ohne großen Altersunterschied des Geschlecht des schwächeren Teiles der Eltern für den größten Teil der Kinder maßgebend sein. Es ist statistisch sestgestrllt, daß nach Ereignissen, die eine große Zahl der männlichen Bevölkerung Hinwegrassen: z. B. Kriege, und Auswanderungen, die Knaben- geburten zunehmen usw. Alles, was sich aus der Statistik ableiten läßt, ist nach Kammerer folgendes: es gibt unleugbar Einflüsse, die das normale Geschlechtsverhältnis zu verschieben imstande sind, und zweitens kann man als sicher annehmen, daß der Ernährnngs- ober Reisezustand der Keimpwdukte mit der Bestimnrimg über das Geschleckt etwas zu tun hat. Die als abgetan betrachtete Schenksche Theorie kommt demnach, wenn auch nur in gewissem Sinne, wieder zu Ehren. Am Meeresringelwurm (Dinophilusi, sind z. B. verschiedene Versuche über die geschlechtsbestimmenden Ursachen gemacht worden. Bei ihm gibt es in ein und demselben Eierstocke größere Gier, aus denen Weibchen werden, und Heinere, aus denen sich Männchen entwickeln. Massen erzielte nun bei gemäßigter Zimmertemperatur dreimal sovrele Weibchen wie München, in Kältekulturen mehr als viermal soviel Weibchen, und in Wärmekulturen war die Verteilung der Ge- schlecÄkr ungefähr gleich. Mittwoch, 25. Juli W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Buch- und Steindruckerei. 9L Lange, Dießen. hundert verschiedener Arten müßte man eigentlich ein paar kräftig entwickelte Lungenflügel vermuten. Tann die verwandten Tiere, wie Feuersalamander und Teichmolch, sind zwar darin Amphibien, daß sie als freie Kaulquappen im Wasser mit fischhaften Kiemen kWasserlust atmen können, aber ivenn sie als reife Geschöpfe aufs Land gehen, haben sie so gut Lungen zu freier Lnftattnung wie nur irgendein Säugetier oder wir Menschen selber. Um so überraschender muß nun die Kunde klingen, daß die Anatomen beim genauen Zergliedern der Spelerpesarten auch nicht daß allerkleinste Substanzzipfelchen gefunden haben, das auf eine Lunge gedeutet werden könnte. Es ist sonst ein vielgestalttges Völklein: manche dieser Mlche klettern hoch auf Bäumen, andere können weite Sprünge voll- sühren: manche haben einen Greifschwanz, an dem sie ftkh eine Weile schwebend erhalten, noch andere führen lange Zähne zur Wehr: die einen leben streng auf dem Lande, wie der italienücffc Döhlensalamander, andere gehen auch ins Wasser. Allen gemein ist aber der Verzicht aus jedes besondere Atmungsorgan. Schaut man einem solchen lungenlosen Salamander eine Weile zu, so gewahrt man mit Befremden ein unablässiges schnelles Schwingen der Kehlhaut, das eigentlich auf eine sehr heftige Lungenarbeit schließen ließe. Aber der geheimnisvolle Lurch atmet nicht vom Mund in den Lungen schlund, sondern er atmet mit der Mundhöhle selber. Schon hier treten die Blutgesäße zum nötigen Gasaus- tauid) unmittelbar heran. Und dies Atmungsseld breitet sich dann über die gesamte äußere Körperfläche bis in die entlegensten Ausläufer. Tas Tier atmet mit der Außenhaut des Körpers, und zwar sind es merkwürdigerweise besonders die Zehen, die oft durch ein sehr starkes oberflächliches Blutnetz am erfolgreichsten diesem Zwecke dienen. Eine Erklärung sür das einzigartige Phänomen läßt sich finden, wenn man diese wunderbarste „Anpassung" auf ursprüngliche Verhältnisse zurückführt, wie sie gerade bei dem italienischen Höhlensalamander sich noch beutlich erkennen lassen. Diese Molche müssen lange Zeit Weber völlig au( dem Trockenen noch völlig im wirklichen Wasser gelebt haben. An feuchten Grottenwänden kletternd, erhielten sie ehren immer* währenden seinen Sprühregen auf Maul und Haut, der die ja stets ein wenig vorhandene Atmung der äußeren Haut durch die beständige Reizung außerordentlich verstärkte. So haben denn diese Molcke, nachdem sich eine regelrechte Hautattnung bei ihnen entwickelt hatte, die Lunge nachträglick wieder abgeschasst. Denn zweifellos gehört zur gesamten Organisationshöhe des echten Molches auch der ursprüngliche Besitz einer Lunge in reifem Zustand. Jedenfalls ist uns dadurch in dem unendlich reichen Haushalte der Rattir eine Tiergattung beschert worden, die hauptsächlich mit dem Gaumen und den Fingerspitzen atmet. * — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der bekannte medizinische Historiker und Serualwrscher Jivan Bloch in Berlin ist zum korrespondierenden Ehren- mitgiiebe der Royal Society of Lorchon ernannt worden. Wichtiger, als Versuche an niederen Tieren sind nauirlich die an höheren, besonders an Wirbeltieren, unö das Interessanteste, was auf diesem Gebiete bisher entdeckt worden ist, sind wohl die Ergebnisse der Versuche R. HertwigS an Fröschen. Hertwig hat dafür gesorgt, daß die Froscheier in verschiedenem Reisezustande befruchtet wurden, so daß Eier desselben Tieres in Abständen von 6. 18, 24 usw. bis 96 Stunden befruchtet wurden. Den Ausfall dieser Versuche mit frühreifen, reifen und überreifen Eizellen drückt Kammerer in den Worten aus, daß von Befruchtung zu Befruchtung der Ueberschuß an Männchen immer großer wird, bis zuletzt, bei 72- bis 96stündigen^ Intervallen ausschließlich Männchen zur Entwicklung gelangen. Frühreise und überreife Eier entwickeln sich zu Männchen, während die Weibchen desto mehr vorherrschen, je genauer das Ei sich zur Befruchtungszeit aus dem Höhepunkte seiner Reife befindet. Mit anderen Worten heißt dies, ein Männchen entsteht jedesmal, wenn der Keim sicv unter möglichst ungünstigen Bedingungen befindet, die ihm gerade noch erlauben, sich zu entwickeln, kurz an der Grenze der Entwicklungsmöglichkeit, Weibchen dagegen entstehen bei der besten Entwicklungsmöglichkeit. Der Unterschied zwischen frühreifen, Vollreifen und überreifen Eiern beruht auf dem Verhältnis des Zellkerns zum Zelleib: bei unreifen und überreifen Eiern ist der Zellkern ungewöhnlich groß, in vollreifem Ei besteht der Hauptteil der Zelle aus dem eigentlichen Zelleib. Tas Verhältnis zwischen Zelleib und Zellkern hängt aber von Außen - bebingungen ab: ungünstige chemische unb Temperatureinflüsse, Hunger unb Kälte, bewirken, baß der Zelleib verhältnismäßig zu klein bleibt, Wärme, Licht, Abwesenheit von Giften, kurz alle Einflüsse, bie den Stoffwechsel fördern, lassen den Zelleib verhältnismäßig stark anroack-sen. Tie weibliche Zelle und die weiblich bestimmte Keimzelle ist somit in letzter Linie die besser ernährte Zelle, unb guter Ernährungszustanb wirkt mittelbar tveibchenbestimmend, ebenso der schlechte Ernährungszustanb männ- chenbeftimmenb. Gießener Altzeiger GeneM-Anzeiger für OderheW Die Regelung der Krankenversicherung der Handlungsgehilfen und -Gehilfinnen beschäftigt die beteiligten Kreise gegenwärtig auf das eingehendste. Mit dein 1. Januar 1914 tritt die Reichsversicherungsordnung in ftraft; damit hören die bisher den freien Hilfskassen auf Grund des § 75a !deS Krankenversicherungsgesetzes zustehenden Rechte auf. Rach den neuen gesetzlichen Vorschriften können sie aber als Ersatzlassen zugelassen werden. Ein Teil der Kassen und zwar solche, die weniger als 1000 Mitglieder zählen, müssen mit dem 31. Dezember 1913 eingehen. Für manche der bestehenden Kassen ist es aber überhaupt unmöglich, den neuen gesetzlichen Bcstim- mungen sich anzupassen, und so hat beispielsweise die Kran- kenlasse des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte bereits auf ihrer Generalversammlung beschlossen, daß sie mit dem 31. Dezember 1913 zu bestehen aufhört. Es ist natürlich für die kaufmännischen Angestellten nun von Bedeutung, daß ihnen auch weiterhin die Möglichkeit verbleibt, sich einer Krankenkasse des Berufsvereins anzu- schließen. Neue Ersatzkassen werden nicht zugelassen und unter den bestehenden Krankenkassen ist die älteste die des Vereins der Deutschen Kaufleute, Sitz Berlin, und diese hat auf ihrer Tagung am Sonntag, den 20. Juli, beschlossen, als Ersa'tzkasse weiterhin zu arbeiten. Es wird damit für männliche und weibliche kaufmännische Angestellte alfo weiterhin eine Krankenkasse verbleiben, wie sie bisher als freie Hilfslasse bestand. Infolge der Bestimmung, daß V3 des Betrages für die Ortskrankenlasse seitens der Arbeitgeber an die Ortskrankenkasse gezahlt werden muß, auch wenn die Angestellten der Ersatzkasse angehören, was bisher nicht der Fall war, und dieser Beitrag zu Vs der Ersatz- kasse von feiten der Ortskrankenkasse wieder zugeführt werden muß, wird die Kasse des Vereins der Deutschen Kaufleute für die Folge ihren Mitgliedern diesen Betrag auf den Beitrag in Abzug bringen. Somit ist die Versicherung in der Ersatzkasse des Vereins der Deutschen Kaufleute außerordentlich viel vorteilhafter wie bisher. Ta die Kasse bereits jetzt den Reservefonds in der gesetzlichen Höhe besitzt, den sie erst am Schluß des Jahres zu haben brauchte, die Kasse also in denkbar besten Verhältnissen sich befindet, war es den Vertretern der Mitglieder möglich, eine Reihe von Mehrleistungen in der gestrigen Generalversammlung zu beschließen. Da alle Bestimmungen in Uebercintonmieh mit der staatlichen Aufsichtsbehörde getroffen sind, ist die Anerkennung der Kasse als Ersatzkaffe sicher gestellt. Ab 1. Januar 1914 ist ja auch der Kreis der Versicherungspflichtigen erweitert, da alsdann alle Personen mit einem Einkommen bis zu 2500 Mck. versicherungspflichtig sind. So ist also für diese Kreise auch die Frage von Wichtigkeit, daß für sie eine Ersatzkasse besteht. Schon heute werden für die Mitglieder solcher Kassen, die sich auf lösen werden, wie auch bisher Nichtversicherte Anmeldungen zum Beitritt entgegengenommen. Drucksachen für weitere Auskunft versendet die Geschäftsstelle der Krankenkasse des Vereins der Deutschen Kaufleute, Berlin S. 14, Alte Jakobstraße 811. Der Stand der hessischen vcsoldungrrcsorm. Darmstadt, 22. Juli. Die nun seit mehr als fünf Jahren und besonders noch bis in die jüngste Zeit hinein so scharf umstrittene Besoldungsvorlage ist nach der heute abyehaltenen bis zum Nachmittag ausgedehnten Beratung der „Wirtschaftlichen Vereinigung" der zweiten Kammer nun wirklich auch in Sommerferien gegangen und zwar unter recht günstigen Auspizien. Nachdem nämlich in, der letzten Fraktionssitzung der Nationalliberalen als einstim- mige Deinung zum Ausdruck gekommen war, daß die Be- svldungsreform unter feinen Umständen länger hinausgeschoben werden dürfe, sondern aus jeden Fall im kommenden Herbst vor Beginn der neuen Voranschlagsberatung von der zweiten Kammer erledigt werden müsse, ist auch die Versammlung der 30 von den 58 Mitgliedern der Kammer umfassenden „Wirtschaftlichen Vereinigung" zu einem ähnlichen Beschluß gelangt, lieber das Ergebnis dieser Be- ratung wurde folgende Meldung ausgegeben: „Die Wirtschaftliche Vereinigung der zroeitcn Kammer hat heute die Berichte von drei Mitgliedern des Finanzausschusses über den Stand der Beratungen der Besvldungsordnung entgegcn- genomiucn und die Haltung dieser Ausschußinitglieder gebilligt. Sie hält einmütig an den Richtlinien vom 4. Juni d. I. fest und betont ausdrücklich, daß die notwendige und mögliche Vereinfachung der Staatsverroallung zu beschleunigen ist. Die „Wirtschaftliche Bereinigung" erstrebt nach wie vor die Verabschiedung des Besoldungsgesetzes im Sinne der von ihr gefaßten Richtlinien noch in diesem Landtag uüd ist bereit, der Erledigung jede Förderung angedeihen zu lassen." Diese recht vorsichtig gehaltene Entschließung bedarf nach verschiedener Richtung hin der Erläuterung und Ergänzung. Es ist an sich erfreulich, daß die Versainmlung, in der 22 Mitglieder zugegen waren, der .Haltung der drei Fman^ausschtls.initglieder — es waren die Abg. Brauer, Dr. Weber unb Best — zugestimmt haben. Denn diese — zwei Bauernbündler und ein Nationalliberaler — waren im Finanzausschuß sehr eifrig tätig, eine schleunige Verständigung über alle Tifferenzpunkte herbeizuführen. Das „einmütige" Festhalten an den Richtlinien vom 4. Juli d. I., die in dem .Hauptbestreben nach einer möglichsten Gleichstellung der Gehaltsbezüge der Beamten in Stadt unb Laub gipfeln, könnte allerdings zu mancherlei recht ernsten Bedenken Veranlassung geben. Es wirb uns aber auf bas bestimmteste versichert, daß diese Richtlinien, so bestimmt sie. auch in ihrem Wortlaut sind, doch eben nur Richtlinien sein sollen, die als Grundlage für die endgültige Verstän- digutig in der zweiten Kammer bienen werben. Auf diese „Richtlinien" werden wir in einem weiteren Artikel noch näher eingehen. Für heute sei nur der letzte Satz der obigen Entschließung einer näheren Erläuterung unterzogen. Es heißt darin, daß „noch in diesem Landtag" die Verabschiedung des Besoldungsgesetzes erstrebt werde. Uebereinstimmend wirb uns berichtet, daß in der Versammlung ausdrücklich die Notwendigkeit betont wurde, die Vorlage im kommenden November oder Dezember in der zweiten Kammer fertigzustellen unb zwar ohne jebe Steuererhöhung. Die Bezeichnung „noch in diesem Lanbtag" könne auch kaum etwas anderes bedeuten, da ja der gegenwärtige 35. Landtag mit dem Sommer 1914 zu Ende geht und die Frühjahrstagung, wie alljährlich, mit der Voranschlagsberatung ausgefüllt zu werben pflegt. Die Versammlung habe sich jebenfalls einmütig für eine Verabschiedung in den Herbst- mon aten ausgesprochen. Diese Feststellung erscheint uns um so wichtiger, als noch kürzlich wieder aus Beamtenkreisen — unb leider auch in einem großen außerhessischen Blatte — bie Befürchtung zum Ausbruck gebracht wurde, Arbeiterbewegung. Ter Streik der deutschen Werftarbeiter. Hamburg, 22. Juli. Die Vorstände der auf den Sceschiffswcrften vertretenen gewerkschaftlichen Zentralverbände erlassen eine längere Erklärung, in der sie aussührcn, daß durch Bersckuloen mehrerer Mitglieder die Beioegung schon jetzt auf einem Punkt angelangt ist, aus dein sie nicht, mehr zu Ende geführt werden kann. Deshalb könnten .die Vorstände die Beranttvorlung für den Ausgang der Bewegung nicht übernehmen. Da die Statuten der gewerkschaftlichen Zentralverbände ihren Mitgliedern in allen Fällen, in denen die Streiks ohne Genel-- migung der Vorstände eingeleitct worden sind, die Zlnterstützung verweigern, werden auch keine Streikunterstützungen gezahlt. Bremen, 22. Juli. Ueber die Streikbewegung auf den Weserwerken berichtet die „Weserzeitung": Eine von etwa 400 Arbeitern besuchte Versammlung beschloß gegen 12 Stimmen, daß die Angehörigen des .Holz^trbciterverbaTckes, die aus der Werft A k t i e n g e s e 11 s ch a s t „W c s e r" beschäftigt sind, den Anweisungen des Verbandsvorstandes solgen und die Arbeit nicht nicderlegen. Dem Entschluß unterwarfen sich auch die Holzarbeiter der Atlaswerke. Dü Zahl der Aus st ä n- d i g e n in den Atlaswerken mit Ausschluß der Meister, Lehrlinge und Holzarbeiter, die Weiterarbeiten, beträgt etwa 1600. Aus der Werft Altiengcsellsck)aft „Weser" werden morgen, wenn die beschlossene Arbeitsniederlegung unter dlusschluß der Holzarbeiter erfolgt, etwa 4000 Mann ausständig. Zusammen beträgt die Zahl mit ben Ausständigen auf der Werst „Vulkan" in Vegesack 8600. Aus Bremerhaven wird gemeldet, daß die Arbeiter der Werften Geestemünde und Lehe, sowie des technischen Betriebes des Norddentschen Lloyds in gestern abend abgelyaltencn Versammlung, e. zu keinem endgültigen Entschluß darüber gekommen sind, ob sie sich dem Streik anschließen sollen oder nicht. Besotldcrs die Arbeiter des technischen Betriebs des Norddeutschen Lloyds verhalten sich ablehnend. Auf allen Werftbetrieben der „Untcrroefer" wurde heute normalerweise gearbeitet. Am Donnerstag wollen sich die Arbeiter versammeln, um über ihr künftiges Verhalten zu beschließen. Stettin, 22. Juli. Die städtischen Hafenarbeiter, Kranführer und Hilfskranführcr des Freihafenbezirks drohen mit Streik, wenn der Magistrat nicht ihre Wünsche erfüllt: Durchführung des Neunstundenarbeitstages und Erhöhung der Lohnsätze unter Bezahlung der Feiertage. Heute vormittag sand im Rathause eine Besprechung des Oberbürgermeisters und der näcbftbcteiligten Dezernenten des Magistrats mit den Vertrauensmännern der Arbeiterschaft statt, in bet der Oberbürgermeister darauf hinwics, daß die städtische Finanzlage zurzeit die Erfüllung der Wünsche unmöglich mache und daß erst im September, wenn die städtischen .Körperschaften unb Kommissionen wieder zusammentreten, darüber verhandelt werden könnte. Er würde dafür eintreten, daß bie Beschlüsse, wenn sie den Wünschen der Arbeiter entsprechen, Wirkung vom 1. August erhalten sollen. Der Oberbürgermeister empfahl den Arbeitervertretern, ihre Kameraden zur Besonnenheit und Ruhe zu ermahnen, da durch den Bruch der friedlichen Beziehungen zur Stadtverwaltung kein Vorteil zu erzielen sei. In zwei großen öffentlichen Versammlungen werden die Arbeiter heute abend zu diesen Ausführungen Stellung nehmen und darüber schlüssig werden, ob sie die Vorschläge des Magistrats annehmen ober nicht. * London, 22. Juli. Der Streik der Hafenarbeiter in Hüll ist beigelegt worden. Die Arbeitgeber haben die Forderung auf Lohnerhöhung angenommen, aber nicht die Forderung auf Verminderung der Arbeitszeit. Die Arbeiter haben diese Bedingung angenommen und wollen die Arbeit heute wieder ausnchmen. Barcelona, 22. Juli. Fast sämtliche Gießereiarbei- t e r sind in den Ausstand getreten. Auch eine Bewegung unter den Färbereiarbeitern wird gemeldet. en früh emtreffend: »Hr-Mim -lO-'pfünbig, Pfund 22 Psg. im Ausschnitt, Pfund 28 Psg. N«’S# »fündig, Pfund 40 Psg. sischkotelctts 35 M (* d. 45 w arioMn Pst. NM.. I0M1.-M. st- gelb!, 10 Pst. «5 » ige, «eiße, 10 Pst. " » LaimkrachW r iure । Merillge^lvA litt ich 4814 «ahnhosstr^ ei -sacllL; Garantie KE SÄä»-. lllf* Hi0 umta^ lelimea» - „/„erPfd. L30lMer Aus Stadt und Land. Lieben, 23. Juli 1913. Schutzabtornmcn bei Submissionen — kein Verstoß wider die guten Sitten. In einer Entscheidung, die dem Schutz der Unternehmer vor ben Preisdrückereikn des Submissionswesens günstig ist, gibt das Meick^sgericht Ausführungen, die dem sittlichen ^THDfinbcn der tveitesten Kreise ourchaus entsprechen und als berechtigte Rechts- «grundsätze den Untergerichten als Richtschnur zu empfehlen sind. Ten Ausgang der Streitigkeiten bildete einSubmissions- a ns sch reib en des staatlichen Wasserveri'orgungsbnreaus in M ü n ch c n um den BaucnNrnirs und Kostenanschlag zu einer i18asserleitung für die Gemeinde Türkheim Zu diesem Ausschreiben waren neben anderen Firmen auch die streitenden ^ar/cicn ein^claden. Tie Klägerin hatte mit 16 anderen Firmen 'bereits ein wgenanntes „S chutza b k ) m m e n" getroffen, wonach sich die anderen Finnen zur Abgabe höherer Gebote verpflichten, um abwechselnd einen 'zumeist durch freie Wahl) be- fftimmten Unternehmer zu schützen. Ter Beklagte war dreiem Schutzabkommen anfang-' nicht beigetreten, ging aber dann mit' der Klägerin einen ähnlichen Schutz ein: er sicherte der Klägerin Schutz durch ein höheres Gebot zu und liest sich dafür den >-chutz ’-ber Klägerin in einer anderen Bau fache versprechen. Nachdem -aber die Klägerin mitgeteilt hatte, das-, sic sich mit einem Gebote «von 138010 Marl uni den Bau der Türkh-imer Anlage bewerben boerbe, reichte der Beklagte anstatt des zugesicl-ertcn höheren Ckbotö ein solches von nur 119542 Mark ein; er erbteü oafur auch die Arbeit übertragen. Nunmehr verlangt die Klägerin 15 000 Marl als Schadensersatz, weil der Beklagte arglistig gehandelt und ihr das Gebot heransgelockt Habe, um niedriger bieten zu können. Sie hat ihre Klage auf die §§ 138 und 826 BGB gestützt. Tic Klage ist vom Landgericht und Oberlandesgericht M u n- chen abgewiesen worden Und zwar hat das Oberlandesgericht angenommen, dast die Klägerin durch den Abschlust dcs „Schutzes/ selbst unehrlich gel)andelt habe und sich deshalb nicht auf die Unehrlichkeit des Beklagten berufen könne Tiefem Urteil tritt das Reichsgericht, das das oberlandesgerichtliche Urteil aufgehoben bat, mit folgenden Entscheidungsgrü nden entgegen : Weder ans a 254 oder aus § 138, noch aus § 81 / Satz 2 BGB. lästt sich ein allgemeiner Rechtsschutz wie der von dem -OberlandeSgericht vorangestellte herleiten. Ter wegen einer unerlaubten foanblung Belangte wirb nicht schon deshalb haftfrei, -weil dem Verletzten ebenfalls eine sittenwidrige Handlungsweise Hur Last fällt. Ter Senat kann aber auch nickt als bargetan anerkennen, dast die Klägerin durch das Schutzabkommen gegen die guten Sitten verstosten hat. Ten bekannten, auch vom Ober- landeSgcricht hervorqehobenen Mistständen ocs Submissionswesens ist auch, seitdem nicht mehr das Mindcstgebot, sondern das annehmbarste Gebot berücksichtigt nnrb, nicht durchgreifend abge- Ibolfen worden. Teshalb haben die in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Unternehmer zu dem Mittel der Gründung von Schutzvereinigungcn fltgriiren. Tiefe der roirtfcfxifttirben Not und dem Selbsterhaltungstri. b entsprungenen Sch'.itzvercinigungen find infolange nicht als sittlich verwerflich anzusehen, als die etwaige Täuschung nicht als Mittel benützt wird, um zum Schaden des Verdingenden unangemessene Preise ourch.zu setzen. Wird ein Werk nur im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben, so bleibt, wie die Verhältnisse fick tatsächlich cntwr fielt haben, den Bewerbern, die die Zerrüttung ihres Gewerbes durch ein einsichts- und schrankenloses gegenseitiges Ueberbieten hin!anhalten wollen, nicht viel anderes übrig, als sich vorher über die Preisgebote zu verständigen. Neben dem Streben des Verdingenden, zu möglichst niedrigem Preise die Werklicserung zu erlangen, ist eben auch Vas des Unternehmers nach einem auskömmlichen Lohn für seine Leistung zu berücksichtigen Auf. diesen Richtlinien bewegt sich die RcchtSspreckung des Reirhsgerichts. Tas Abkommen mit dem ^Beklagten verstiest daher nur dann gegen die guten Sitten, wenn sich die Klägerin damit zum Schaden der Gemeinde Türkheim einen unangemessenen Geschäftsgewinn sickern wollte. Ta- Lei kommt, sofern der Beklagte ein Schleu'oergdbot eingereicht hat, .nickst in Betracht, dast die Gemeinde tatsächlich zu weit geringerem Preis eine Wasserleitung erbitten hat. Tenn auf die Schädigung Iber Gemeinde wäre die Klägerin nur ausgegnngen, wenn sie unter der Teckung des „Schutzes" ihrer Mitbewerber einen über- ffetzten Preis gefordert hätte. B e wei s v f 1 i cht i g ist nicht, wie das Oberlandesgerickt meint, die Klägerin, sondern der B c k l a g t e, der, um den Folgen seines eigenen Verhaltens zu entgehen, behauptet, daher zu beweisen hat, dast die Klägerin sittenwidrig verfahren fei. — Infolgedessen ist die Sache zur weiteren Feststellung an das Oberlandesgericht zurückverwiesen worden. weide zu bieten, hat da" Blumenhaus Dietz heute und morgen eine größere Auswahl, übte 50 Sorten, der edelsten Rosen im Schaufenster ausgestellt, die sämtlich in unserer heimischen Provinz gezüchtet sind. Das Schaufenster gewährt mit dieser Rosenausstellung, bei der jede einzelne Sorte mit Namen angegeben ist, einen schönen Anblick. " Das Wetter ist nicht mehr ernst zu nehmen, denn c§ ist nun so beständig geworden, dast man mit völliger Ge- wistheit für den nächsten Tag Regenfälle voraussetzen kann. Die Wetterdienststellen sind ebenso verzweifelt wie die Ferienreisenden, und alle Hoffnungen auf ein paar trockene, sonnige Tage gehen allmählich verloren. Wir geben unseren Lesern deshalb den folgenden, für den ganzen Sommer gültigen Wetterbericht: Beständig unbeständig, strichweise geringer Regen, meist Niederschläge, Temperatur unter mittel, nachts kalt, langsam aufklärend, Hagelschauer, westliche Winde. — Nun mag sich jeder das ihm Zusagende herauSnehmen. Landkreis Gießen. X Großen-Lin den, 22. Juli. Dem Schüler Paul Otto Form hals wurde heute durch Hauptlehrer Bach ein Buch überreicht, das ihm auf Anordnung des Ministeriums für mit Mut auSgefiihrte Lebensrettung von der Kreisbehörde zu geeignet worden ist. Kreis Schotten. f. Schotten, 22. Juli. Kreistag. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr. Kranzbühler fand,am 14. d. M. im Rathaussaal eine außerordentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Schotten statt. Aus den Beratungen und Beschlüssen entnehmen wir folgendes: 1. Satzungen für bie am 1. Jan. 1914 ins Leben tretenden Krankenkassen (öligem. Ortskrankenkasse und Lanbkrankenkasse). Die vom Kreisamt (Versicherungsamt) Schotten entworfenen Satzungen wurden ohne besondere Debatte angenommen. 2. Die Wahl der Vorstandsmitglieder und der Ersatzmänner, sowie- der Ausschuß Mitglieder für die Lanbkrankenkasse konnte mangels geeigneter Vorschläge nicht vollständig vollzogen werben. Der Kreisausschuß wurde ermächtigt, die Wahl zu ergänzen. 3. Beteiligung des Kreises bei der Er weiterungdesSägewerksderFirmaHim mels- bach in Eichelsdorf. Wie seinerzeit berichtet, war eine Erweiterung des Werkes beabsichtigt. Die Erweiterung soll aber nun in bedeutend größerem Umfange ausgcführt werden, als früher geplant. Tie Firma hat zu diesem Zwecke etwa 80 000 Quadratmeter Gelände angekauft. Die Ankäufe sind nach längeren sehr schwierigen und unter wesentlicher Mitwirkung des Großh. Kreisamts Schotten stattgefundenen Verhandlungen zu Ende geführt worden. Mit den Vergrößernngsarbeiteu, für die die Firma etwa 250 000 Mk. aufwenden wird, ist bereits begonnen, und es soll ein im Großherzogtum Hessen einzig dastehendes Werk erstehen. Diese bedeutende Erweiterung des Werkes erfordert auch eine erweiterte Verlegung der Kreis st raße Eichelsdorf—Ulfa. Deren Kosten werden etwa 3000 Mark betragen, die zu je 1 3 durch die Firma Himmelsbach, die Gemeinde Eichelsdorf und den Kreis Schotten getragen werden sollten. Die Gemeinde Eichelsdorf hat aber in Anbetracht der von ihr im Interesse der Erhaltung des Werkes in Eichelsdorf gebrachten finanziellen Opfer (etwa 18 000 Mark), die nicht allein ihr, sondern auch ihren Nachbargemeinden und schließlich dem ganzen Kreis Schotten zugute kämen, um die Ueber- nahme des auf sie entfallenden Kostenanteils auf den Kreis nach- gesucht. Der Kreistag hält es denn auch für voll und ganz gerechtfertigt, diesem Gesuch zu entsprechen. 4. Wahl eines Mitglieds zum Provinzialtag. Das seitherige Mitglied, Gr. Bürgermeister Ühromm, Schotten, wurde wiedergewählt. 5. Anstellung eines O b st b a n t e ch n i k e r s. Ter Ober- hessische Obstbauverein will den Obstbautechniker Koch, der feitber ■ in feinen Diensten stand, speziell für die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten anstellen. Der Kreis Schotten hätte aufzubringen zum Gehalt 300 Mk. und an Tagegeldern usw. etwa 200 Mk., zusammen also 500 Mk. Da die Beteiligung des Kreises Schotten an der Anstellung eines Obstbautechnikers mit dem Sitz in Alsfeld seinen obstbaulichen Interessen nicht voll und ganz entspricht, wollte sich der Kreistag für eine etwaige günstigere Lösung der Frage freie Hand behalten und bewilligte deshalb den angeforderten Betrag nur für die Dauer von drei Jahren. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 22. Juli. Die Heidelbeerernte in unseren nahen Wäldern, namentlich am Winterstein, fällt ** Bahnpersona 1 ien. Verliehen wurde die Stelle des Vorstandes eines Eisenbahn-BetriebSamteS dem hessischen NegierungSbaumeister des EisenbabnbaufacheS Sieben in Saarbrücken. Einberufen zur Beschäftigung im Staats- eisenbahndienste ist der hessische Regierungsbaumeister deS MaschinenbaufacheS Zwilling bei der Eisenbahndirektion in Altona. Ernannt wurde AuShelfer Keller in Gießen zum Eisenbahngehilfen. Die Prüfung bestanden Schaffner Heiche in Gladenbach zum Zugführer, die HilfSschaffner Feld in ar in Gedern und Gauß in Grebenhain-Crainfeld, Brehm und Hitzel in Oberroden zum Schaffner. Belohnungen erhielten Lokomotivheizer PeterS in Usingen für Abwendung einer BetriebSaefahr, Balbach in Grävenwiesbach, weil er durch entschlossenes und tatkräftiges Handeln daS Uebersahren eines Kindes verhütete. " Liebig - Musen m. Dem unbekannten Gießener Spender von 600 Mark für daS Liebig-Museum sagt der Arbeitsausschuß aus diesem Wege herzlichsten Dank. Am Donnerstag, den 24. Juli, nachmittags ßi/4 Uhr, findet im Liebig-Laboratorium die dritte Jahresversammlung der Ge- sellschaft statt, wobei Geh. Medizinalrat Sommer einen Vortrag über .Liebig vom Standpunkt der Familienforschung und Vererbungslehrehält. Alle Freunde des Museums sind dazu freundlichst eingeladen. Nach der Sitzung gesellige Zu- samnienkunft im Gatten deS Liebig-LaboratoriumS. « ^ie bilden Singvögel-, bnS berühmte, überall gern aebortc V oka l- D o p p e l -Q u a r t e t t Dom W theatey Stuttgart, die eine große Kvnzert-Tonrns durch Teutichland -und Oesterreich unternehmen, werden sich auch bei uns in CteiuS harten am 24. Juli 1913, abends 81', Uhr, mit cmev Auslese von Cuartetteu von Mo art, Haydn, TIenbelSiohn. Lortzing rc und die ihrem Element anpassenden schwäbischen Volksliedern, angetan in ihrer iatt'en'rohen LandeSti acht, hören lasten. Ihr Motto: „Volks, lieb, Volkslied, holdseliger Klang-, bürgt allen ScmaeSireunden für einen genußreichen Abend In dieser Art sangen die Schiväbi chen Singvögel vor der Kaiserlich deutschen Botschast in Wien am f. Juli 1911. Der Botichailer sandle folgendes AnerkennnngS- schreiben: »Dem Vokal-Dovvcl-Quartett .Siuger- bestätige ich hiermit gern, daß seine mit künstlerischer Vollendung aus der Kaiser liehen Botschaft vorgelragenen Lieder meine volle Anerkennung und Zufriedenheit gesimden haben. Namentlich haben auch die in so vortrefflicher weise zum Vortrag gebrachten Herz und Gemüt er- jreuenden Volkslieder tn schwäbischer Mundart allgemeinen Beifall gesunden und mitti und meine Gäste herzlich edteut* — Rosen-AuSstellung. Die Roscnzüchter in der Provinz Oberhcffeu, in der Gegend um Bad-Nauhenn, haben fid) durch ihre hervorragenden Kulturen einen Weltruf er- HPtnben und versenden ihre Produkte weit über die Meere. Ulm nun den zahlreichen Verehrern und Kennern der Königin unter den Blumen im Rosenmonat, der sich m diesem Jahre bisher allerdings Mecht angeleficn hat, eine besondere Augen- yiescs Jahr reichlich auS. Dennoch kostet der Liter 40 Pfg. — Die Seminaristen sind von der Alpenreise zurückgekehrt. — Die Großh. Handelskammer hat ihre diesmalige Sitzung in'Butzbach abgehalten. r. Bad-Nauheim, 22. Juli. In der heute nachmittag cck,gehaltenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde folgendes verhandelt: Ter Vorsitzende Bürgermeister Dr. K a i) | c r bringt ein Schreiben der .Hebammen des Ortsver- bands Friedberg-Bab-Nauheim, in dem für die gewährte Beihilfe zum hessischen Berbanostag gedaitkk wird, zur Kcmtttris der Versammlung. — Ter Voranschlag der E r n st - Ludwig- Schule in Höhe von 56 200 Mark wirb genehmigt. Stadtv. Kissel regt an, das; die Stadt zu dem bekannten Antrag Henrich, die Gemeinden zwecks Entlastung der Staatskasse, zu den Beiträgen für die höheren Schulen stärker heranzuzieheu, Steilung nimmt. Tarmstadt, Mainz, Fttebberg, Gießen ufw. hätten sich gewehrt, auch Bad-Nauheim müsse Vorgehen, da sonst eine jährliche Mehrbelastung von 4000 Mark in Aussicht ftänbe. — An einigen Schornsteine n des neuerbauten Grand-Botels fehlen Standbretter und Leitern, der Besitzer hat ein Befreiungsgesuch eingereicht. Tie Versammlung tthnt die Besürwvttuug des Gesuchs ab. — Tie Wirtschaftsrechnung der neuerbauten Sprudel- Apotheke wird mit 65 712 Matt genehmigt. Gegenüber dem Voranschlag sind 4000 Mark erspart. — Für die in diesem Jahr zum erstenmal eingeführten Automobil Omnibus? ährten hat bas Polizeiamt ein Fahrten und Preisverzeichnis ausgearbeitet. Tie Versammlung hat nichts gegen diese Satzung ein» zuwenden — Für die in der Altstadt beschäftigten städtischen Arbeiter soll auf dem Grundstück Brunnenstraße 8 eine Wellblech!) ü 11 e zum Preise von 560 Matt ausgestellt werden. Tie Lieferung der £>üttc wird an die Firma Gebrüder Achenbach in Weilburg an der Sieg vergeben. — Gestern nachmittag spielte im Konzerthaus der Schachmeister Mieses aus Leipzig gegen 16 Herren ein Simultanspiel. Dreizehn Partien gewann der Mttster, nvtbrcnb Lehrer Hamann uno ein Kurgast, Herr Hufnagel, den Meistersvieler besiegten. Tie brittc Partie, mit Prof, ll r st ad t -Gießen, mußte nach hartnäckigem Kampf als unentschieden beendet werden. Strri5 Wetzlar. 0 Wißmar, 22. Juli. Auch hier hat sich eine Mehrheit für eine Zusammenlegung der Felder ergeben. Wißmar bat eine der größten Gemarkungen des Kreises, nämlich über 1400 Hektar, wovon 690 Hektar Wald sind. Auch für die Einführung des elektrischen Lichts ist Stimmung vorhanden Gictzcucr Strafkammer. ... - C9C" Biehseuchenvcr^VbVnd' 15 mt Unb S- u»d ti 'S in B.R. je _. __ Aussetzung. 2: ^rU.19’3 bin,rr i»™ Tnnim brr Main- Winer-Bahn plötzlich niebergcfommcn, bat das K.nd SSÄÄ D6n,fl “*■ ÄtaS 1 'artcr burd) bi? einfriebtgung buwinr leat uno -ch entferntem ^CT- 'ckwack wurdc. nicht mn: ^kommen Jn^! ^!! würbe daS Kind von Vorübergehen^u, btc durch ihren aufmerksam wurden, gefunden und in ärztliche Behandlung gebracht, >o daß es am Leben erhalten werden konnte. Aubaltsvunkte dafür, daß die Mutter den Tod ihres Kindes herbettühren wollte, haben sich nicht ergeben. Sie ist ht?cr nach $ 22, 1 2tGB. tthuldtg unb wirb in bie daselbst in Abs. 2 für Eltern vorgesehene Mrnde,t- ftrafe von sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Tie Mutter bestohlen haben soll der Taglöhner I. B. in B. Allerdings und ^atzeugen nur die Mutter unb der Bruder des Angeklagten. Wenn beide auch unbeeidigt blieben, so wurden ihre Angaben dock durch anöerwcitc Feststellungen genügend unterstützt. Das Gericht kam daher tn beiden dem Angeklagten zur Last gelegten Fällen zur Verurteilung. B. entwendete beide Male aus einer verschlossenen kvmmode zehn Mark. Tas erste Mal mustte er erst ein Stück Leiste mit dem Messer wegschnciden, um die Zunge des Schlosses freizulegen und weg- drücken zu können. Er erhält für einen schweren unb einen einfachen Tiebstahl eine Gesamtgeiängnisstrase voi' fünf Monaten. Wegen Rückfalldicbstahls wird die Händlerin M. S. unter Zubilligung mildernder Jim* .stände zu drei Monaten zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Trotz ihres Leugnens wird sie für überführt erachtet, in B. N. etwa zwölf Paar Strümpfe, einen Tamenrock und ein weißes Tischdeckchen, die nachher bei ihr gefunden wurden und die sie von einer Unbekannten gekauft haben will, entwendet zu haben. Univcriitäfysllacbrtcbtciu — Ter Alttestarneuller Prof. vr. theol. et phil. (rrnft Sellin in fR o ft o cf hat den Ruf an die Universität Kiel als Nachfolger von Prof A. Klosiermann angenommen. — Für daS Fach der inneren Medizin habilitierte sich iu Marburg Dr. med. Fritz Loening mit einer Antrittsvorlesung über .Neuere Anschauungen über die Pathogenese des Ulcus peptienm." — Ter Assistent Dr. Otto Haupt an der Technischen Hochschule zu Karlsruhe erhielt für das Wuitersernester 1913'14 einen Lehrauftrag zur Abhaltuug des Unterrichts in Arithmetik, Algebra, ebener und sphärischer Trigonometrie. — Au die Kölner Akademie für praktische Medizm sind soeben vier Professoren berufen worden: Zum Professor für Chirurgie als Nachfolger des Geh. Mebizinalrats Prof. Bardeu heuer wurde der Leipziger Vrivatdozeut und Oberarzt an der bortigen chirurgifche« Klinik Dr. med Paul Frangenheim (geb. 1876 zu Bochum) ernannt. — Tie Professur für Pathologie an Stelle von Prof. Fores wurde dem Proscktor am Krankenhanse Charlottenburg-Westend und Leiter der stabt, bakteriologisckeiz Untersuchmigsanstalt in C h a r l o 11 c n b n r g SBvof.J?r. Albert Dietrick übertragen. Dr. Dietrich (geb. 1873 zn Schweidnitz), ivar früher a. o. Prsfeffor in Tübingen. - Atif den Lehrstuhl der Physiologie (an Stelle des Professors Dr. Secmnnn) wurde der o. Profesior der allgemeinetr und erperinientellen Pathologie an der deutschen Umucrfität in Prag Dr. Ewald Heinrich Hering berufen. — Tte Leitung deS nett zu erricktendeu hygienisch baktetto- logischen JnstittttS wurde dem Privatdozenten und ersten Assistenten am hygienischen Institut und Untettuchuilgsamt für ansteckende Kraufln'itcu der Universität Kiel Prof. Dr. Reiner Müller übertragen. Dr. Müller ist 1879 zit Petz, Rbeinvroviuz, geboren. Wegen einer Reklamemarke ins Gefängnis B. Mainz, 23. Juli. Wegen Versuchs des Straßenraubs wurde gestern vor der Feeienstrafckam' mer in Mainz ein 12 jähriger Junge aus Nierstein zu einem Tag Gefängnis verurteilt. Ter Jumge hatte auf der Straße zwischen Nierstein und Schwabsburg einem anderen Jungen Neklamemarken zu entreißen versucht. Deshalb war er des Versuchs des Straßenraubs angcklagt. Der Verurteilte wird der bedingten Begnadigung empfol)4en. Wir sind der Ueberzeugmtg, daß der Junge bei seiner Begehrlichkeit nach den Neklamemarken gewitz nicht daS Einsehen gehabt hat, daß er sich damit des Versuchs des Straßenraubs schuldig mackst. Nach dem Bttck- staben des Gesetzes mußte er aber bestraft werden. ES ist uns aber unfaßlich, wie sich jemand wegen cuier solchen Lapalie an die Gerichte wenden kann. Sport® Fußball. Zu dem am vergangenen Sonntag auf dem Trieb ausgctragenen Wettspiel des Vereins für Bc wegungsspiele und des Sportvereins „Merkur" wird uns mitgeteilt, daß es nicht eine „zusammengesetzte", sondern die vollständige 1. Mannschaft des Vereins für Bewegungs spiele war. wandern und Reisen, väder. *Nordfecbad Büsum. 9)lan schreibt un8: Ein stuck art. SB. H. hat auf freier Seehundsjagd 9 Seehunde (Prachtereinplare) an 3 Jagd tagen mit nach Hanfe gebracht. Man sieht, wie nicht nur Kurfuchende, sondern aurt) Sportsleute in unserem schönen Büsum auf ihre Rechnung kommen. Im ganzen dürften bisher 65 Seehunde geschoßen worden sein. Ein Raub der Zavanerin. Eine m y st e r i ö s e E n t f ü h r u n g s g e s ch i ch t e, welche längere Zeit die Kriminalpolizei von B c r l i n - S ch o n e b e r g in erfolglosen Nachforschungen beschäftigte, hat nunmehr ihre Aufklärung gefunden. Tie 15jähttgc Agnes Gardist i, bie in Batavia auf Java geboren ist, befand sich seit eiiiiger Zeit in einer Pension eines Herrn Holste in der Telmolderstraße in Berlin-Wilmersdorf. Ihr Vater war vor einigen Jal".^.i gestorben, und ihre Mutter halte sich mit einem Londoner Großkanfmann namens Menke, einem gebürtigen Deutschen, der auf Java ausgedehnte Besitzungen hat, von neuem verheiratet. Eiide Juizi vor. Jahres wollte nun die Mutter ihr Kind wieder abholen und begab sich in die Holske'sche Pension. Dort wurde ihr jedoch bedeutet, daß sie zunächst die noch ausstehenden 3000 Mark bezahlen solle. Da der Pensionspreis stets pünktlich bezahlt worden war, so verweigerte Frau Menke die Zahlung der geforderten Summe. Um nun zu dem Geldc zu gelangen, griff Holzke zu einem recht eigentümlichen Mittel. Er erklärte nämlich, daß er das Kind nicht eher heraiisgeben würde, als bis die 3000 Alk. gezahlt seien. Frau Menke erwirkte darauf am 27. Juni am Amtsgericht Charlottenburg eine einstweilige Verfügung, durch die Holzke verurteilt wurde, das Kind herauszugebeil. Holcke hielt aber das Mädchen seitdem verborgeft, sodaß die Mutter sich veranlaßt sah, die Kriminalpolizei um Hilfe zn ersuchen. Die zuständige Schöneberger Kriininalpolizei liahm auch mehrere Haussuchungen vor, die jedoch ergebnislos verliefen. Wie jetzt fcftgtfteQi ist, ist die Kriminalpolizei bei der ersten Haussuchung hinlers Licht geführt worden. Das Kind befand sich nämlich bei den beiden Töchtern der Holzke'schen Eheleute im Bett und die Polizei hatte mit Rück- sicht auf die Tochter die Ha»issuchung auf diese Räume nicht alis- gedehnt. Ta mich die weiteren^ Nachforschungen der Polizei ohne jeden Erfolg blieben, übertrug die geängstigstc Muster die Angelegenheit dem aus den Assairen Pfeil und Garrison bekannten Detektiv ® raget am 11 Juli. Am vergangenen Freitag bekam Gräger nun die Nachricht, daß eine Ansichtspostkarte eingelaufen fei, aus der hervorging, daß die Verschwundene mit der einen Tochter des Holzke m Probstzella gewesen sei. Er begab sich deswegen sofort nach Probsttella und ermittelte dort, daß die Beiden in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag voriger Woche, also vom 16. zum 17. Juli, auf dem Bahnhof Probstzella gesehen ivorben sind. Tie Mädchen waren mit dem Berliner Schnellzug ur.chtS 1 Uhr dort eingetroffen unb sind kurz vor 3 Uhr •ruh mit einem Personenzug in der Richtung Stockheim weiterge,ahcen. Tie beiden tu der Nacht allcinrelsenden Mäd- I waren dem Bahnversonal allgemein aufgefallen, so 1 nur dadurch die Feststellungen überhaupt »nöglich waren. Ta auXi HENKEL & Co., DÜSSELDORF. j-IpnUpl’s BlßlCh-Soda fluch Febrikanten der allbeliebUn IltSRIJllVlS UlViVlI lJUUU Trägst Absätze und SohBen Continenta I Enorm haltbar Erhältlich bei fast allen Schuhmachern vsrt- , . i cm vergangenen Sonntag M ^ettipiel des Vereins ur N .^ Vereins „Kerfuf »nrd E- Oaft des Vereins für BeivegunZ- O SMvSrer. M um. «°» l*nl" geehunbt Sel6‘l!Ibn*tie9q«ta(6l. *" lMtR nrt g „Btute w g'^*5====f= ^s**S*^ qc Agnes Gord'^ / einerNg "’S KÄN--Zrr au er ■m Gelbe * erklärte "AMt. qe- -n Dtit'e. bi§ die 9Intt§. -wirkte ^ra$crfü(ll# S nber g SK-SLSS >ÄÄ5 M' 4 «Ä ARA .fr '#$*&¥*#•> r-7«<»Syiir ^.AiK ■' ' -n der „fletnr ‘eiflüen< ?< J n9n^itraje Doi, ?.. "-"d einen ein « 3«bitlfl,ll5n ®0We"' K» @cl!Bä*«l» Ihn- °° Md ei» Sd ,!to« mH «d°« «ni> die j e">Ichdn,chcn U'AitäS^i^ilHn lonimeii. e Qla M'oIqci- ■'"ÄÄS4" bet iie *sÄÖ i te LV’L'S ^-rigonoinelrie. ^nietif, ;,nic !l‘c praktische Mediün finb > worden: äun. ' - M- Medizinalrats Pro! _ S/1«11 den!)ein, ~ie Lroiessnr für Pathologie ! dein Prosektor am Krankenhansc 'teÄ ?eF s'adt. bakteriologischen okte.ibnrq Pros. Dr. Wert ’trich (geb. 1873 zu Schweidnitz), binfleii. -^Aiif den Lebrstnhl bei lots Dr. eseninnii) wurde der o. weriinentellen Pathologie an der :r. Ewald Heinrich vcring be- ■ errichtenden hygienischchakterio' ivaldozenten und ersten Hnsienten interinchnngsamt für ansleckenbe >el Proi. Tr. Reiner Müller 9 zn Petz, Rheinvrovinz, geboren. -triaaU emarte ins Gefängnis. li. Weg en Versuchs des gestern vor der Zemnstrastm- er Zunge aus Merstcin zu einem Ter Zunge hatte auf der Straße xrbsburg einem anderen Jungen ißen versucht. Teshalb war ßenraubs angeklagt. Der Ber- Jegnadigung empfohlen. Hing,, daß der Junge bei seiner ■flanicmarten gewiß nicht das >r lief) bamit des Ver/uchs ntbiq macht- Nach dem $ud’ c aoer besttaft werden. Es rst i, semand wegen einer Men den kann. den den den ZA ■ en V» — C “ 'Z-a L Z Mn ZK "k B E. Kru m m. Gießen, 22. Juli 1913. Wetter Juli In In Sommersprossen dass Sie Geld sparen 4138 wenn Sie Ihren ’WTO*r*»r Weiß- u vorzüglich und preiswert, aus eigener Kellerei. 1911er Nitteler (Mosel) . i/3 0.80 M 1.40 M Malaga . Portwein machen hässikh SW SW SW Lieserer (Mosel) Pommerner . . M M JC M JL M 1.— M 1.20 M 13.5 12,9 11,6 15,8'0. 11,0 4 0. 1.50 1.60 Regen Bed. Himmel Regen Weißer Tischwein . . Waldböckelheimer . . 1911er Laubenheimer 1911er Oppenheimer. Nackenheimer . . . Deidesheimer . . - 0.75 M 0.85 M 1.10 M . !/q 85-^ . y2 90 erteilt wird. Der Theaterbauverein. LIO^ 1.20 M 1.30 M 1.40 M 1.50 .M 1.20 1.50 Höchste Temperatur am Ltiedrigste , , Niederschlag: 3,6 mnu 746,7 745,6 742,9 Vi Flasche m. GlaS . . . 0.85 M ... 1.—M Derr Gröger bereits vorher fcstgcstellt hatte, datz die Fran Öolzke I Qirä Diichelan in Bauern gebürtig ist, so vernnitete er sofort, daß sich die Kinder dorthin geivandt hätten. Es gelang ihm auch zu ermitteln, daß in der fraglichen Nacht in Propstzella gerade zwei Fahrkarten nach Michelau bei LichtenfelS verkauft ivaren. Er fuhr deshalb sofort nach Lichtenfels und fand dort die Gesuchte in einem Prioakhause bei Verwandten der Frau ftolzke unlergebracht. Das verständnisvolle Entgeaenkommen der bäuerischen Gendarmerie ermöglichte es Herrn Gräger, die Auslieferung der kleinen Gordiski zu erwirken, sodaß er sie gestern bereits der zurzeit in Harzburg weilenden Mutter übergeben konnte. StadttheaterGießen Abonnement für die Spielzeit 1913/14. Die Einzeichnungsliste und die Pläne für die Dienstag-, Mittwoch-rmd Freitag-Norstcllung werden von Montag, den 21. Juli an in der Musikalien- Handlung von E. Challier, Neuenweg 9, Tel. 671, aufgelegt werden, wo auch jede nähere Auskunft a17/7 Die Direktion. 1908 er Pommard 9 roter Burgunder..... Champagner Mercier, Deinhardt, Henckell-Trocken, Kupferberg-Gold Alle Weine sind, wenn nicht als naturrein bezeichnet, entsprechend dem deutschen Wein- gesetz gezuckert. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Als ich im vorigen Jahre in meinem Zeitungsslreite der Firma Schade & Füllgrabe in Frankfurt Preisschleuderei in ein zelnen Artikeln vorwarf, taten die Herren^ ganz entrüstet und versuchten zu beweisen, daß dies nicht der Fall sei. Heute ein Beispiel für das Gebaren dieser Firma. In Gießen und Frankfurt inseriert die Firma: gemahlener Zucker und MriftalL zuckcr das Pfund 22 Pfennig, in Ridda dagegen zu 19'/«Pf. Limburger it äf c in Gießen und Frankfurt 42 Pfennig per Pfund, in Nidda per Pfund 32 Pfennig. Preisdifferenzen bei Zucker 121/» Proz., bei Käse 25 Proz. Die dummen Städter in Gießen und Frankfurt müssen also die Mittel bcschassen helfen, um den Herren Schade & Füllgrade das Schleudern und Rieder knütteln der kleinen ländlichen Geschäfte zu ermöglichen. Vielleicht kommt doch hier und da den Städtern das Bewußtsein von der Kläglichkeit ihrer Jntclligenzcinschützung durch derartige Ramsäp gcschäfte. Auch diejenigen, welche bei solchen. Geschäften von einem „wirtschaftlichen Fortschritt" träumen, mögen beherzigen, daß die Schleiiderei auch die reellsten tveschäste zwingt, immer geringere Qualitäten in allen Warengattungeii einzuführen. Geringe Qualitäten bedingen niedrigere Arbeitslöhne und somit eine direkte Schädigung des ganzen arbeitenden Volkes. Die Warenhäuser aller Schattierungen sind der schlimmste Feind des Grundsatzes „gut und preiswert", und durch ihre Praktiken zwingen sie den Handel allmählich, dem Grundsätze: „billig und schlecht" zu huldigen. Die Preisschleuderei ist für die gesamte Industrie und den Handel geradezu ein Ruin: alle einsichtigen Leute sollten Zusammenhalten, um den guten Ruf unserer Waren nicht durch gewissenlose Rebbachmacher allmählich ruinieren zu lassen. Handel. § M i l i 1 ä r e s f e k t e n - I ii d ust ri e. Infolge umfangreicher Aufträge sowohl von deutschen als auch ausländischen Regierungen ist der Geschäftsgang in der Militäressektenbranche gegenwärtig recht lebhaft. Es ivird vielfach mit 'Anspannung aller Kräfte gearbeitet. Meist sind die Aufträge mit schnellster Lieferung verbunden. Auch die Militär-Lederfabriken sind auf längere Zeit hinaus mit Aufträgen versehen. § Reichsbauk. Bei der Rcickrsbank betrug am 19. Juli inklusive die steuerfreie Notenreserve 192 Millionen Mark. Die Dank steht noch um rund 100 Millionen Mark schlechter als im Vorfahre da. Aus Reichsbankkreisen wird mitgcteilt, daß eine Dislvntermäßigung bisher nicht in Erwägung gezogen und angesichts der politischen Lage auch menig wahrscheinlich sei. Nach einem Zwischenausweife vom 19. d. M. beträgt der Metallbestand 1433 Millionen Mark gegen 1422 Millionen Mark am 15. d. M. bei Abschluß des letzten Ausweises: er hat damit um 11 Millionen Mark zugenommen. Die Anlagen haben sich um 92 Millionen Marl verringert: sie sind von 1251 Millionen Mark am 15. d. M. aus 1159 Millionen Mark am 19. d. M. einschließlich zurückgegangen. Tie fremden Gelder nahmen um 7 Millionen Mark zu. Am 19. d. M. einschließlich betrugen die ungedeckten Noten 358 Millionen Mark gegen 258 Millionen Mark am gleichen Tage des Vorjahres, so daß der Unterschied zu. Ungunsten dieses Jahres noch 100 Millionen Mark beträgt. Am 15. d. M. betrugen die ungedeckten Noten noch 450 Millionen Mark. Die steuerfreie Notenrücklage stellte sich am 19. b. M. auf 192 Millionen Mark. Boran = Sommersprossen - Cream ist ein auf wissenschaftlicher Easts zusammengesetztes Präparat, welches die Sommersprossen in kurzer Zeit ausblcicht. Tausende haben Boran» Sommersprossen-Cream mit Erfolg angewendet. Machen Sie einen Versuch, auch Sie werden zufrieden sein. Tube Mk. 1,—»3 Tuben ME. 2,75. Alleiniger Fabrikant: StroMn-Fabrik MaxQueianer, Charlottenbcrrg 2 In Giessen erhältlich bei: Löwen - Drogerie W. Kilbiuser: Kaiser-Drogerie, Ernst Noll, Kaiser-Allee, Ecke Koonstr.; Adler- Drogerie Otto SchaafPhil. Schwager Söhne und in den durch Plakat kenntlichen Drogerien. D8/? nruwe DAV ;n AE0THEKE1'1 EME DEHNE BESTE In DROGERIEN Schweres Grubenunglück. Aachen, 22. Juli. Heute mittag 12 Uhr ereignete sich auf der Gewerkschaft Carolus Magnus bei Ucbach in der Nähe von Geilenkirchen ein schweres Grubenunglück. Die neue Schachtanlage des Steinkohlenbergwerkes stürzte ein. Ein Steiger und 14 Bergleute wurden verschüttet, ein weiterer Bergmann konnte sich retten. Die Verschütteten dürften sämtlich verloren sein, da etwa 40 m Erde eingestürzt sind. Die Ncttungsarbeiten wurden unverzüglich ausgenommen. Die Grubenverwaltung glaubt, daß der Einsturz eine Folge des Wolkenbruches ist, der vor kurzer Zcll dort niedergegangen ist, und dessen Wasscrmassen große Löcher in den Schacht gerissen haben. Bleiben Sie ehrlich in Ihrem Urteil und Sie werden nach einmaligem Versuch zugeben, dass Sie nie besser gewaschen haben, wie mit Persil. Millionen Hausfrauen brauchen und loben es täglich I Ueberal) erhältlich, nie. tose, nur in Original-Paketen. vermitzehtes. * Der Erzbischof von Cambray, De la Marire, vt auf seinem Landsitz m Eancale, Departement Jsle-et-Vilaine, im Alter von 65 Jahren gestorben. Er hatte mit großer Entschiedenheit die christlich-demokratifche Richtung befämpit und tu feinem Zwist mit dem radikalen Deputierten Abbä Lemire durchgefetzt, daß der Vatikan den Getstlichen untersagte, sich ohne Ermächtigung ihres Bischofs um ein Wahlmandat zu beiverbcn. ' F r i e d h o f s k a n d a l in Stlberbach. In Silberbach bei Graslitz, in Sesierretch, unmittelbar an der sächsischen Grenze, wurde ein Evangelischer im Selbstmörderwinket des katho- ltchen Friedhofs begraben. Obgleich die Verhandlungen mit dem Gememderat in Silberbach und der Bczirlshauptrnannschast in Graslitz bis abends 7 Uhr dauerten, war für den Evangelischen kein anständiges Begräbnis zu erreichen. *• Unfall "bei Rettungsübungen. Ein Feuerwehrmann aus Köpenick hatte gemeinsam mit einem Kollegen aus Obcrschöncweide einen Apparat zur Rettung von Me'Nschen in Feucrsgefahr erfunden und wollte ihn auf dem Steigerturm in Obcrschöneweide ausprobiercn. Zweimal ließ er sich vom dritten Stocknx-ck mit dem neun Jahre alten Sohne seines Kollegen glücklich hinab. Beim drittenmal versagte der Apparat und beide stürzten hinab. Der Junge konnte von seinem unten stehenden Vater aufgefangcn werden und blieb unverletzt. T-cr ab- geslürztc Feuerwehrmann erlitt einen komplizierten Oberschenkel b r u ch und innere Verletzungen. * Aufregung unter den Fahrgästen entstand bei einem Dampserunfall auf der O b e r s p r e e. Mit ungefähr fünfzig Fahrgästen trat der Dampfer „Königin Luise" eine Fahrt nach Wollersdorf an. Plötzlich erfolgte eine starke Erschü11e - r u u g. Der Dampfer war mit der Backbordseite gegen einen Brückenpfeiler gefahren, so daß der Schornstein, das Sonnendeck und die Bordbrüstung in Trümmer gingen. Verletzt wurde niemand. Rot-Weine Roter Tischwein..... Cores du Rhone .... Qbcr-Jngclhcimer . . . . Märkte. le.Frankfurt a. M. Schweinemarktberkcht vom 23. Juli. Ailfgetrieben ivaren 1874 Schweine. Vollsteifchige Schweine von 80 bis 100 kff Lebendgewicht 63.00—66/0 Pik., Schlachtgewicht 81.00—83.00 TIf., vollsteifchige Schweine unter 80 kg Lebendgeivicht 62.00—64.00 Mk., Schlachtgewicht 80.00—82.00 Pik.: vollsteifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 63.00—66.00 Ml., Schlachtgewicht 81.00—83 Alk.-, vollsteifchige Schweine von 120 bis 150 k? Lebendgewicht 63.00—66.00 T1L, Schlachtgewicht 81—83.00 Mk. Geschäft langsam, bleibt Ueberstand. je. Frankfurt a. M., 23. Juli. (Qrig.-Telegr. des „6steß. Anz.") Slmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarttprei fe. Weizen lhiesigerl 21.ä0—21.75, Kurhessifcher Mk. 21.50—21,75, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger! Mk. 18.00 bis 18.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.00—00.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Nik. 00.00—00.00, pafer Mk. 17. -0—19.50, Mais Pik. 14.75 bis 15.' 0, Wcizeninehl 0 Mk. 82.50—32.75, Weizenmehl I Pik. 30.50—30.75, Weizenmehl III Pik. 27.25—27.5 >, Roggenmehl o Mk. 27.75—28.00, Zioggenmehl 01 Pik. 26.50—26.75, Roggenwehl I Pik. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 9.00-9.50, Weizenicbalen Mk. 9.00—9.25, Roggenkleie Mk. 10.00—10.65, Malzkeime Mk. 1 .25—12.75, Biertreber 12.50—12.75, Raps Mk. Oü.OO—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 23. Juli. (Orig.-Telegr. des „Wie;. Anzeigers^.s llarto fiel markt. Man notierte: ^artoffeln in Waggons Mk. 4.75—5«50, im Kleinhandel Mk. 6.00—6.50 stic je 100 Kg. to. Frankfurt a. M., 22. Juli. Heu- urtb St rohmarkt. Angefahren waren 6 Wagen Heil, 6 Wagen Stroh. Man notierte: Len, altes, 3,40—",r0 neues 2.50—0,00 Mk. Stroh (.Ooriilangstroh) Ö.N0-0.00 Aik., Wirrslroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50 stno. Ge- schäft gedrückt Tie Zustchren waten aus LbeiHessen und den llreisen Sieburg und Hanau. ____ ZunickpMietas Kinder gedeihen prächtig, der Appetit bessert sich sofort durch einige Dosen Quietamalz. Es wird gern genommen und gut vertragen. Neben der Kräftigung des Körpers wird auch Anregung der geistigen Kräfte erzielt. Hebt bei Erwachsenen körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Erfolg überraschend. Dosen zu Mk. 1.— und 1.80 in Apotheken und Drogerien. in Gießen erhältlich: 21. bis 22« 21. , 22. (naturreiner Bordeauxwein) St. Estephe \ naturreiner St. Emilion / Bordeaux Samos, süßer Dessertwein . . Apotheken: Fritz Bauer, Hirsch-Apotheke; Dornberger, Privil. Pelikan-Apotheke; Schwieder, Drosrerien: Emil Karn, Central-Drog.; Gebr. Michel, Kronen-Drog : Aug. Noll, Kreuz-Drog.; W. Kilbinger. Löwen-Drog.; Otto Schaaf, Adler-Drog.; W. v. Scheid, Marb. Str. 2 »; ilh. Schrader, Victoria-Drog.: Th. Schwager Söhne; Carl Seibel. Germania-Drog.; Gg Wallenfels, Kolonial warenh and langen: Emil Fischbach, Carl Jekel, Jakob Maternus, 1 li. Schlierbach, Joh. Seibel. Alois Staudt._________________________________________ 1913 2 b- E ©»■S« eoji a-sf Aepfclwcinsckt, Marke Kaiserfekt 1.60 M Schade & Füllgrabe Bahnl.ofstr. 2G j Tcl hon 186 Ludwigstr. 20 J 1 Walltorstr. 24 Telephonische Aufträge werden prompt und sorgfältig erledigt. a51/? Kluge Hausfrauen verwenden statt Bohnenkaffee stillschweigend Quicta- K iffce-Ersatz. Sein Wohlgeschmack befriedigt auch den Feinschmecker, er ist koffeinfrei, schadet weder dem Herz noch den Nerven und raubt nicht den Schlaf. Er ist billig, denn 20 Tassen kosten nur 10 Pfg. In Hotels und Pensionen im täglichen Gebrauch. Pfund-Paket 70 Pfg. in Kolonialwarenhandlungen und Diogerien. Quita-Präparate sind AWÄWrsii!.Wrtt kaufen bei JL EB. Hiaaser Vorrätig nur bekannte u. bestbewährte Fabrikate Niersteiner . Vs 0.90 M, * Warum finden die Anlagekonzerte in letzter Zeit immer ort einem Wcrttagc statt, wo nur den Bessergest-ellten Gelegenheit geboten ist, die Konzerte zu besuchen? Ein Arbeiter, der auch Musikfreund ist, und am Werktage keine Zeit hat, der Anlagcmusik beizuwohncn. Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Sch nupfen Todes-Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die überaus schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Gatte und Vater Herr Friedrich. Baur, Bahnassistent i. P. heute morgen nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen. Wissmar, den 22. Juli 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr statt. [4803 erwiesene Teilnahme sagen wir innigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 23. Juli 1913. 4807 Giessen (Bahnhofstr. 11). den 22. Juli 1913. 4795 Danksagung, o o Für die überaus herzliche Teilnahme während der schweren Krankheit und bei dem Ableben meiner unvergeßlichen Gattin, unserer lieben und treuen Tochter, Schwester und Schwiegertochter Frau Dorchen Weidenhaus geb. Flick sprechen hiermit, auch für die zahlreichen Blumenspenden, allen herzlichen Dank Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Heinrich Weidenhaus, Friseur. Danksagung. Für die uns bei dem Heimgang unserer lieben Mutter und Grossmutter Frau Elisabeth Rinn Wwe. ■ Vermietungen 4O47> BfSmarckst.-. 1«, Cf llbr firnkriirciie 9 855%: beüeb. onS 5 .Rimmern nebst Bn«e u fx-rcmbeiuimmerpcv l.Crt. au vermieten 3685 Abermann X- Kling. I IcblgHfrn**e 97» pnrt. 5 Zim. Wolin.mit.Rnbeb. u. CMnrtv'innteil ob 1 Ctt. a. v. Ni Wilbelmstr. 51 v. 1°* 7,..Di .Hier Wohnung, neu xcitlidi cinaeriebtet xn verm. Nö yiebirtitrahe *1- 1 4 Zimmer P’dcrMtraMNC Iß neriimiL 4 Zimmerivolm. im 2. mit nllcm Nnd. ver 1. Oktober onderiv. ah verm. 41461 a.'öliereS bnfelln't vart. Sdmne ncr. 4-3lm.-'IÖobn., tinvtcrre ober 2 Stock. nut Maiif.-Ziminer,GaS,Gartcn nut.. Bleidn'l. u Trodenb. au v c rm. Slhi ff e nb^W c a ßß<<4* Eine schöne 4-Zimmer Wohnung au vermieten. 05686] Neuenweg »6. In den Neubauten am Schiffenbcrger Weg sind Wohnungen von 4 bis 5 Zimmern Bad, Trockenboden, LcranbaS, Balkons, eleftr. Vicht, Gas, Vinoleumbelao usw. ufro., desgleichen eine 7- nnd eine 8-Zimmer Wohnung mit Diele, Bod, und allem Komfort au vermieten. Hcimstätteubau G. m. b. H. Niib. Architekt •oainantt, Bergitr. 11, oder Host. ^rz. Brück, Schlotzgasse. 1.6. >637 Neubau Liebigstrasze 82 4116 find per 1. Oktober neuzeitlich eingerichtete »-Zimmer luohununcu zu vermieten, ^läheres Alieeftraßc 22 vt. Dos der Gemeinde Saasen gehörige alte Schultzans auf dem Veitsberg eine Minute von Bahnstation Saasen, nebst grossem Gemüse- und Obstgarten, ist ver 1. Oktober auih Preise von 150 Mk. Hprttitpfpit Wasserleitung u.elektr. vro Zahr vvvHiiruii» Vichtanlage vorhanden. Saasen, den 17. Juli 1913. Großherzogliche Bürgermeisterei. Schevy. 4709 45101 M leine 4 Zimmerw. mit Küche und allem .Rubcb. im Nebenbaus Kirchstr. <3 II. Stock« ver Okt. zu verm. Karl Vnler, Glasermeister. WegzugSH. 4-Zim. Wohn. II. St. m. Beranda. Trocken- boben, Bleickwlatz und allem Zubehör auf 1. Okt. a. verm. blroßer Steinweg 22. [4572 4«3immcr Wobuung tzav ob. 'Jilanfarbe au vermieten. 37341 bbelstraße 34. Schöne geräumige 4726 4 ■Zimmer - Wohnung vart. mit allem Zubehör und (Martenant. zumI.Okt.z.verm. Blorburger Strafe 30. Bleichstrasze 1 7 ‘Bnrtcrrctoobu.. 4 Zimmer, Kobinett.Berouba.Nianfarbe ufro. vor 1. Oktober au verm. Nöb Vöberftrabe 26 v. [4755 ftriebricbftrafie 18 itt der Parterre und 1. Stock mit ic 4 Zimmern, Badekommer. Balkon und allem Zubebör ver Okiober au verm. (4791 Nob frankfurter Str. 29. Älter weg « <» vt. i m.(Mortenont.u.Bleichvl. ver setzunash. fof. ob. 1. Okt. a. v. 1792 Nab 2diottitraiic 21. 3 Zimmer "] Sch 3-Zimmer Wobnuua m. all. Zud. v. sofort ob. fpnt. au v Krofdorker Str. 11 3 Zim Wohnung xu ver mieten Gderftrake 6. 14311 OTiirero. ß«S forechend. sofort au vermiet. 4O Nab. Labnstr. 9 v. 3 Zim. W. v. sofort z. verm. 3640)______KircbeuvlaA 21. 3=3im.='Kofin.nmnitf. Vöberftr.lOa rub .rant 14233 4536) Schöne 3-Zimmerw au vermiet. Neuenweg 17. Zu erfragen Marktftraße 25. Schottstraße 7 1 größere, 1 kleinere 3-Zimmer - Wohn. au verm. Näheres bei [4613 D. Schomber, Walltorstr.51. 05820] 3-Zimmcrwohnung. IM ans.) sofort zu verm. Schiineuftranc 3. | 2 Zimmer™ 400b frankfurter Str. 29 Seiienb. 2-Zimmerro. v. fof. au verm. Näh, daselbst vart. 2 3im. mit Küche an ruhige tinberl. Veute au vermieten. 0.>423] Walltorstraßc 67». Manfardenwobn. i. Seitenbau, befiel). auS 2 Zimmern, Küche und Keller au verm. 05809)______Löberstratze. 7. Wohnung mit 2 schönen grob. Zimmern und allem Zubeb. au verm. Selteröweg35. («» fort au vermieten. Zu cr- Iinnen Lindenvlatz 4. [4797 | Verschiedene Bismarckstraßc 40,1. St., 6—7-Zimmerw., ncuzeitlidi eingerichtet, sowie Parterre- °b. ix Stock, je 4—5 Zimmer, ver 1. Oktober zu verm. [05688 Slolttcitr.^ l. Lttob. ui vermieten. (4494 Näh Moltkcttratzc 26 vart. Logis, 5 n. 6 Zimmer mit Zubehör, zu vermieten. [2779 ¥. €>ubn, Bleichstraße 16. Liebigstr. 83, 1. Stock, schöne 4—6 Zim. Wohnung ver 1. Okt. ober früher au verm. Näheres im Vabcn bafelbit ober bei L. «ttboff, ZeL 230. [4579 2. Stock v. 1./10. 13 a- verm. 4427) 3 und 4 Zimmer wobnuna au vermieten L. Oubn, Bleichstraßc 16. 4816 Danksagung« 4813 Gießen (Alicestr. 18), den 23. Juli 1913. 2-, 3- u.4-Ziiiimcrw. Au vermieten. [3009 Nä!>. (s rcbncrftranc 7>(), Klinikstrane 21. <4744 Vcercs Zimmer au verm. 05806 Asterweg 1211. 4714 Blockstraße 7. >. verk. Göbel & Avvel. [**•*" 3- gesucht. 4778 N. Derlich, Wetzlar. B. Nuhn, Lollar. 4439 Kante Pserdenlisi billig abAugeben. 4757 frankfurter Strane 31. Fahrräder bedeutend im Preise reduziert abzugeben. 4811 Göbel & Appei 12 m eifern. TtaketenAann mit Steinfockel sofort billig 50 Wtigc ßröarbcitcr gesucht f. Wasierlcitungsbau Griiningen. [,,5r39] LötfcHert. cdiönts ssabrik-Ktdäiiüc massiv gebaut, inmitten der Stadt, hat vreiöro. a.vcrLl4721 7».K.Hellwig,G tun bergi.H. Die Beerdigung findet Donnerstag nackimittag 3 Uhr vom Sterbehause Alicestrahe, aus statt. Ein oder Awei Schüler der höheren Vcbranftalten finden flute Pension u.NiiMe b. Dr. Öioeie, Goethestr.Ä.""' Empfehle,7Lnk°"n Herren ü-DamengaFdgroben in und nutzer dem Haufe. R. Hübner. Schneider. Steinftratze 66. I0567- fifamilic Seibert. Familie Deibel. Wieseck, den 23. Juli 1913. Gut erbaltener, fast neuer Kraukenfabrstubl soro. Kin derwagen billig zu verkauf. Näh.BiSmarckstr.46lIl.["-°i ÄLLonsiuüöEcnliesM Marburger Str. 11 V. f6670 Taglöhnerin aesucht. G. Klingfvor. [4785 Lästige Haue Prof. Dr.Wruntvalb^(Enthaar unocvnlti. Dos. M. 1L0. Pelik. Avotd., StreuAvl. l”78 Kräst. Erdarbeiter für dauernde Arbeit sofort Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Ablebens unseres lieben Sohnes und Bruders sagen besten Dank. Forderungen an den Nachlaß des Metzgers X.Tchildwachterfind binnen 14 Tagen bei dem Unter» Acidjn. geltend zu machen. (A7U Zl.Heckmann,Kaiser Allee30 15 000 Mk. 2. Hyv-, a. Hälfte aut 1. geh., auf gut. Obi. v. vünktl. ZinsA nef. Schriftl. Angeb. unt.05832 an den Gießener Anzeig. erb. 449i>j Manf.-Wobunng bill. au uevm. Glaubrcdititr. 7II. Wobuung im Hinterhaus au verm. Kaifer Allce 17, [ ^ ErntB-Strickß kauf. Landwirte u. Händler am besten bei Neben Provision könn. feste Zuichllfie gewährt werd. Auch mrBertr. and.Branch.gecign. fdiriftl. Angebote um. 06834 an den Gießener Anzeig. erb. Sägemehl von NadclholA kann f. 40 Pf. vro Zentner abgeholt werd. Kräftiger Arsche der mit Pferden umgeben kann, gesucht. 4739 Adolph Lhncker, Gießen Großh. Hos-Svediteur. flouje getrag. Kleider Schuhe, Gold, Silber u. alle Metalle. Zahle die höchsten Preise. Postkarte genügt. X. Cheimowlcz, Walltor ____________ftraße 6. ,05756 W West-Anlage. Ein sehr großer, schöner, Heller Lagerraum, mich als Werkstätte vorAüglich geeignet, sofort au vermieten. ' Jean Der» & (Sie. Weit-Anlage 31. [4137 Portemonnaie, C° Onbait, verlor. AbAug. geg. gute Bel. 05880) Liebigfiraße 97 [II. ßolöcnr Uhr prrlorcn." SlbAuacben geg. Belohn, beim Portier d.Äuaeukliuik. (*777 Ein idiroarAcr Pudelbund tanfcheinend Sckäserbund) ist mirAUflclnufen, derselbe kann gegen die Jnfertionsgebühr. und das Futtergeld bei mir in Emvfang genom. werd, l4*10 Tloh. Bergen, Treisa.Loa. A. B. Häuser Neustadt 56. Tel. 660. Die Jahrgänge 1860, 1865» 1866» 1868, 1862 der Gießener *T Familienblätter werd, gebunb. ob. ungebunb. znrückgekauft. Verlagd.GicßeucrNnAeig. Mk. tägl. Verdienst! mir Aufsehen erreg. Patent Neub. sucht Achrr üaörn nreuAenben Zimmern ver sofort au verm. MT XenenweR 17 Kühen mtHintergMuiik sehr billig ver sofort ober fvätcr au vermieten Näh. Viebinftrafie 3 vart. ober iPlaittitrane 25 Vabcn. (4215 Todes-Anzeige. Gestern abenb verschieb nach langem Leiben unsere liebe unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin unb Tante Frau Marie Mel geb. Reuter im 72. Lebensjahre, was wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Ernls-Mß!) unb 403 Higer Mehrte der ledig und utilitärfrei ist, wird zum 15. August oder fvätcr gesucht. 4789 Ang, ifrcnshorj, l”n3i 2 Tovveliväimer- Kaste« wagen gebraucht, unb 2 zwciräd rige Karren au verkaufen. H. Miiblich, Dammftr. 14716 Ttrüb-Birncn au verk. Pfd. 15Pfg.Siid-Anlagc3ll.i "'7« Wegen vorgerückter Saison haben wir eine Anzahl neuer, sowie guter gebrauchter Im Namen der Hinterbliebenen: Simon Löb. Born l.Okt. ab ist d. von Herrn Helm seither innegehabte ger. Weinkeller cinfchl.Borrauin au verm. Lödcrstr. 7. (05808 Gr.chclle Wcrkstätlc audj als Lag. z v. Ludwigstr. 1 11.116806 RMhilse, Schrift!. Angebote unt. 05875 an ben Gießener Anzeig, erb. Kaufm. emvf. fich z. Beitr. d. Bücher u. in Korrcfpoud. Schriftl. Angebote unt. 05874 an den Gießener Anzeig, erb. Tüchtiger kautionSsäbiger Wirt für balö gesucht. Schriftl. Angebote unter 4394 an den Gießener AnAeig. erb. Lebensveriich. Gesellschaft, bicaudi die Krankenversich. mbri. sucht einige tüchtige Zeugnisse vervielfältigt in Schrcibmafchinenschrift schnell und billig Schreibmaschinen burcau Tel. 1054 Z Goetbeftraße 32. -> hervorragend in Eigenakaui- fition, befähigt Agentenuetz au schaßen unb die Agenien in die Brauche cinAufübten, an fvftematifches Arbeiten gctvvhnt, für den Platz liessen von renommierter Lebensund Ausßeucrverficherungs- anftalt tauch Leben ohne ärztliche Ntiierfuchiing) bei sehr günstigen Bedingungen gesucht. Energische, etmvand- freic Persönlichkeiteit belieb, schristliche Angebote einzu- reichen unter „Hauvtagcnt 4796 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 47*7lTüd)tincr Bäckergeselle für Ofenarbeit gesucht. Näh. i. d. Geschästsft. d. Gieß. An;. 478h Ginige tüchtige Mafchineiifchlofser für Cölu gesucht. Arbeit dauernd. Schr. Ang. u. 4780 an den Gieß. Anzeiger erb. Ein durchaus tüchtiger, selbständiger und zuverlässiger -gcnglcr u. Znstallutcur kann ioiort eintreten. [4784 Göbel & Avvel, AIieestr.25. Tüchtige Eiuf.ült.MästisteUbLÄ koch, kann, sind, gute dauernde Stellung gegen hoben Lohn. Frau Margarete Herr, gewerbsmäßige Stellenver- Mittlerin, Sonnenstr. 6. I01878 Suche für sofort ein tüchtig. Mädchen für Küche und Hausarbeit zur AuSh. für einige Wochen. Frau Professor König, 47981 Ludwigstraße 76. Laoctr mit ober ohne Wob- nuua billig zu vermieten. 5ravlailckgasse 14. (4435 Die seither von Herrn Hauvt- rnann Bollen innegeh. Räume Stallung für 2 (3) Pferde, Nennte für 2 Wagen, Futterboden u. Burfchen- zimuicr find per sofort ober fvätcr zu vermieten. [4508 Briedel & Afvrion. Pferd ein- u. zweispännig, zugfest, preiswert au verkaufen. (47^3 ft. Huhn, Hof-Lohnkutscherci. | Möbl. Zimmer | 05797] Möbliertes Zimmer au verm. Liedigstratze 651. 05814) Möbl.Zim.m.2Bett.u. Kost Au verm. Sonnenstr. 5 H 05865) Gut möbl. Wohn- und Sckilafz. m.Sdireibt. Al.Aug. au verm. Ludwigstr. 14 1. Für Köln a.Rh. ab 15. August fauber. Mädchen welches schon in besserem ■vauie gedient hat, gesucht, »odien nickt erforderlich, bebrüt!. Angebote unt. 05828 an den Gießener Anzeig. erb. Lehrling möglichst in. Einiähr.-Zeugn., für unser kaufm. Bureau gesucht. Schriftl. Angebote an Bänniuger,v;. m.b.H. 14815 Suche sofort ob. fväter einen Veftrftttn >»Ögut.Zeug ninciL Germania Drogerie Karl Seibel, Franks. Str.39. Suche ver sofort ehrl., faub. Lanffrau 1' , Stunb. morg. Meld. Stcvbanstr. 39. l05*9 Haushälterin für fofort gesucht. IC“/, NudolfBenncr, Dillenburg Adolfftroße 11. Beff. gewandt. Mädchen für kleinen ruhigen Haush. flci. West Anlage 5II. [05826 fyür sofort eine Ansbilfe u. mehrere Mädchen gesucht, ftätchen Hetzger, gewerbsmäßige Stellenoermittlerin, Kirchenvlatz 12 I.05873 Zigarren-midSigaretten- Fabrik sucht zur Erweiterung ihrer Touren für die Gebiete Oberhessen, Rheinhessen unb Teikk von Westfalen einen jüngeren, tüchtigen Reisenden ob. Rayonvertreter ber bei der in Frage kommenden Kundschaft bekannt unb eingeführt ist. — Ausführliche schriftliche Angebote mit Anfvrüchen unter Nr. 4,/Q an den Gießener Anzeiger erbeten. Ankauf von Alteisen,Lnmven,ftnochen, Pavier, ftnvfer, Messing, Zink, Zinn, Blei bei Louis Rothenberger Neuenweg 22. MblZimkrUL^ bei Nähe der Anatomie ges. Angebote an Hans Becker, Bleichstratze 16 a. '05867 Dame sucht schöu möbl. nicht zu kleines Zimmer Nähe Marktplatz ver 1. Aug. Off. unt. t’. I». 1189 an Rudolf Monc. Darmstadt. issM/7 Zunge, gebild., sehr intellig. wcht Stelle in befj. -amC Hause als Gefell fdjaftcrin, Rcvräsentantin ob. zur fclbftänbinen Führung eines besseren Hattshaltes. Schriftl. Angeboic unter 4786 an ben Gießener Anzeig, erb. iträllkin sucht ver sofort fllUlHUll ober später Stellung als Filial-Leiterin ob. ähnlichen Posten. Schriftliche Angebote unter 05769 an den Gießener Anzeiger erbeten. 05751) Für Fräulein, bad in Hanbarbeit. sehr bewand, ist, wird Stellung als Stütze ober au Kinb., auch n. ausw., ges.Zuerfr.Ev.Schwestern bans, Iohannetzstraße 7. Suche für meine Stütze, erfahren in Haushalt, Kochen, angenehm. Stelle, auch Land, Familienaufchl. Offert, nach MaittA, VeibniA'tr. 1411. (4800 30 m Neuh Fabrik E. Pötrers, Köln 88a. Niesenerfolg! (Id1'/;! drei Monate alt, reinrania, rehbraun, abAupcben. Zu erfr. in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 4801 05877) (Mlattbuar. Pinscher, sehr wachsam, 1 Jahr alt billig au verk. Ham mitr. 15. Wllttlrnchtt finden dauernde Arbeit bei 4793 (6g. Hch. Schirmer. TSA. MmMilk°nnÄ eingestellt werden. Näheres Schiffend. Weg2,Nicolaus. 3-4=3imniciiD0[)niiti83u[ behör ver sofort zu verm. 31711 Marburger Str. 22. Geräumige Mmrsordciiwohnung 2ln den Bahnhöfen a. verm. Zu erfrag, bet G.Hebstreit, I Läden u. dgi~| Verschiedenes Stellengesuche Verkäufe Mietgesuche Kaufgesuche Geldverkehr Stellenangebote