Zrettag, 2L Februar 1915 Erstes Blatt 165. Jahrgang Gietzener Anzeiger Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. ,is vormittags 9 Uhr. Die heuttqe Nummer umfafzt 10 Seiten. 912 . - 12 . - zruar 1913. »tzlar als nwalt 9 „ „ , M Tiftr. 28 Gidiroaltir Stumme der 9LI!e 'm. er llaficnroeiie oton i-3. nn die MnigLCHi dieselbe sowie du6 lii Bez«n4vrei »: monatlich?) BL, viertel- jährlich Bit. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstelle:: monatlich 65 "BL; burrf) die "Bost "Bit. 2.—üiertet- jährl. ausschl. Beitellg. Zeilenpreis: lokal 15 BL, auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Veruiifchtes" und „Genchtsfaal": 5L Bleurath; für „Stabt unb Laitb": E.Heß; für ben Anzeigenteil: H. Beck. ichmlg. ttktll- und etcti“ u Grober-Lin^ ilvenamm^V^ tilgen irgcnb rot’ ici dem ersten ii x machen. 3 ebrnar 1913. and: tiimd) Weiß I 'S. s«t I, 1913. ^"bringen. Hier herrscht erbittertster Fanatismus, und Ströme von Blut hat hier der Glaubenshaß schon erfordert. Tie Albaner bildeten von jeher einen starken Wall gegen das von Norbcn und Nordostcn andrängende Slawentum. Ste wurden daher von den türkischen "Machthabern häufig nnt Gnadcn- bcweifen überschüttet und ihre Dienste in Staat und Heer hoch geschätzt. Dieser Vorzugsstellung lvarcn sich dre Albaner wohl bewußt. Als daher auf dem Berliner Kongreß (1878) Montenegro durch albanisches Gebiet bis zu den Nordalbaniichcn Alpen vergrößert werden sollte, setzten sich die Bewohner dieser Gebirgsgegend derartig zur Wehr, daß der Plan fallen gelaßen und Montenegro durch einen Küstenstreifen am Mriatstchen Meer bis zum Abfluß des Skutarisees, der Bojana, entschädigt werden mußte. Dabei hat sich das Volkstum der Albaner seit der Zertrümmerung des altserbischen Reichs (durch die Schlacht auf dem Amselfeld 1389) langsam nach Osten und Nordosten ausgedehnt und die durch "Abwanderung nach Norden, namentlich nach Sud Ungarn, vom Slawctitum entblößten Gebiete in Be,itz genommen. Die durch den Balkankrieg geschaffene Lage veranlaßt die slawischen Völkerschaften, ihre historischen Ansprüche auf Teile Albaniens anzumelden. Montenegro möchte gern Nordalbanien bis zur Trinmündung, Skutari cingeschlossen, seinem Gebiet cin- verlciben Dem widersprechen aber die Interessen Oesterreichs und Italiens. Denn Skutari ist die gegebene Hauptstadt des künftigen Albanerreichs, und starke Handelsintcreiien veranlaßen die genannten Mächte zu dem Wunsche, dieses Bollwerk gegen die Slawenmacht nicht in slawischen Händen zu wilseu Zar Nikolaus wird sich also wohl oder übel zum Verzicht aut die helßeriehnte Festung beguemen müssen. Aehnlich steht es Mit Serbien. Aiefc* wünscht die fruchtbare Niederung rnr Quellgebiet des >rui nut den Äaiiptortcn Ipek, Djakova und Prizren als Kamptpreis cm zubeimfen, ein Verlangen, das ganz unerfüllbar cr>chemt, wenn man bedenkt, daß das Land an entwickelungssähigen größeren Städten sehr arm ist. Mit der Wegnahme des fruchtbaren ^rin- tals märe aber dem neuzugrüiidenden autonomen Staat ,ede Entwickelungsmöglichkeit von vornherein abgcschnitten. Der Vortragende vermutet, daß auch hier ein Vergleich zustande käme, der Serbien zwänge, sich mit dem östlichen Teil Altserbiens, einschließlich der Orte Mitrowitza unb Uesküb, zu begnügen. Bulgarien ist durch dynastische Erinnerungen au Ochnda am gleichnamigen See interessiert, unb Griechenland hat durch jahrzehntelange Kolouisierungsarbeit feinen Einfluß auf die südlichen Teile Albaniens ausgedehnt. Erschwert wird die albanische Frage auch noch durch das Vorkommen vvn Inseln der Kützo-Walachen, deren Sonderrechte zu wahren Rumänien sich angelegen sein läßt. Dabei ist "Albanien nur etwa so groß wie das Königreich Sonern mit ungefähr 2 Millionen Einwohnern. Die Fruchtbarkeit seiner Täler aber, die in Getreide, Mais, Wein unb Obst besteht, in Verbindung mit dem Holzreichtum der Berge sowie die Bedeutung seiner Bodenschätze an Mineralien, Kohle und Petroleum bieten dem Land eine Entwickelungsfahigkeit,. die es begreiflich erscheinen läßt, daß jedes europäische Volk lich seinen Anteil daran zu sichern sucht. * Näherer über die geheiterte kMexpedrlion für 5chröver-5trantz. Aus Kristiania, 20. Febr. wird gemeldet: Wie ein Fiinkentelegramm von Spitzbcrgeii an die Zeitungen „Asten- posten" unb „TibenS Tegn" meldet, berichtete der Leiter der Hilfs- cxpcdition für die deutsche Expedition I. I e n ) e n Wer ben Verlauf der Expebition aus ber A d v e n t b a h folgenbes: Am 12. Februar ist bie Expedition nach furchtbaren Strapazen zurückgekehrt, schon am ersten Marschtage zerbrach der Schlitten. Am Auslauf der Ticksonbilcht trafen wir ungeheure Schneemassen. Em gewaltiger Schneesturm zwang die Expedition, sich drei Tage m den Zelten aufzuhalten. Nach dem Schneesturm mußten infolge des tiefen Schnees verschiedene Ausrüstungsgegenstäiide zurückgelassen werden Um die Strecke von vier Kilometern zurückzulegen, gebrauchte man 48 Stunden. Bei Mount Sir Thomas erfroren Jakob Rognlies beide Hände und Füße, weshalb es notwendig war, zurückzukehren. Außer den Schlitten Schlassäcken unb bent notivenbigen Proviant mußte alles zurück- gelassen werden. Rognlies wurde an einem Schlitten festgeschnürt und so befördert. Arn ersten Tage der Heimreise wurde ununterbrochen 21 Stunden marschiert. Man kam aber nur 20 Kilometer vorwärts. Am 6. Februar erreichte die Expedition die Hütte am Kap Thord scn. Ein Mann ging von hier nach der Ad- ven t b a i, um Pferde zu holen, mußte aber des aufgebrochenen Eises wegen zurückkehren. Der Uebergang über den Fjord mit Schlitten wurde vergebens versucht. Am 10. Februar erreichte man die Mitte des Fjords. Der Schnee war aber so weich, daß ein Vorwärtskommen mit Schlitten unmöglich war. Nach- mittags brachen zwei Mann nach ber Abventbai auf, um Hilfe zu holen. Infolge bes Schneestiirnis kamen sic bort erst am 11. Februar mittags an. Es wurde sofort Hilfe für die Zurückgebliebenen abgesandt, die man am 12. Februar mittags auf dem Este fand. Die Hunde waren in dem tiefen Schnee nur wenig nützlich; vier davon starben, einer entlief. Die Expedition litt nachts sehr unter der Kälte; sic war an den beiden letzten Tagen fast ganz« ohne Proviant. ~ c _ Die Zeitung „Aftenposten" erhält von Spitzbergen folgendes Telegramm, das infolge Leitungsstörung verspätet emgetroffen ist: In der letzten Zeit raste ein Unwetter auf Spitzbergen, das jeden Plan der Abfendung einer neuen Hilfsexpedition unmöglich machte. Sobald sich das Wetter wieder bessert, sollen von der ,-ii"' ' fit. 44 Der «ietzener Anzeiger crfdieint täglich, außer Soin,tags. - Beilagen: viermal roöcbentlid SietzenerKamiUenblätter. Iipennnl mörtientLKieiS: Halt färben Kreis Sieben (Dienstag und Freitag); iircimal monatl. Land- virtfchaflliche Zeitfragen zenstprech - Anschlüsse: ür die Redaktion 112, , _ — SLZZ" General-Anzeiger für Cberheffen Hotationsöriid nnd Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und SleindruSerei n. Lange. Redaktion. Expedition und vruilerei: Schulstratze 7. Vie Marschrichtung Frankreichs. Herr Poincarö hat dem französischen Parlament eine Botschaft zugehen lassen, in ber er seine Absichten kund- g-ckan hat. Seine Worte werden aber durch ein Ereignis illustriert, das ben Franzosen alles sagt, was der Diplö- raf nicht unumwunden aussprechen mag: die Ernennung Oelcassss zum Botschafter in Petersburg. Ist es ein bloßer Zufall, daß diese Ernennung so prompt mit dem Amts- (ritritt des Präsidenten veröffentlicht wird? Es heißt, schon fett 8 Tagen habe Delcasses Entsendung auf den Peters- b?wger Posten festgestandeir. Ter Botschafter Louis war schon lange amtsmüde, das heißt, in Petersburg unbequem ge- imben. Delcasss ist der Begründer des französisch-russischen Waffenbündnisses und der eifrige Förderer der gegen Deutschland gerichteten „Triple-Alliance". Die Vorgänge, trie seiner Ztnt zu seinem Rücktritt als Minister des Aeu- ßern führten, sind bekannt. Die neueste Ernennung sagt in§ gerade genug. Hand in .Hand damit geht die Ankündigung neuer französischer Rüstungen. Der alte „Erbfeind" ist unermüdlich am Werk, die 1870 entstandene Scharte nisznwetzen. „Der Friede wird nicht durch eine einzige Macht dekretiert"', so sagt der Präsident Poincare, und die Wahrheit dieses Satzes ist auch damals, 1870, bestätigt nmrdcn. In Petersburg hat man Deloassö mit offenen Arnim ausgenommen. Der neue Präsident hat vom Zaren hctie hohe Auszeichnung erhalten, und es wurden herzliche Detcgranrme gewechselt. Und wenn heute das deutsche Re- Igierungsorgan dem Hause Romanow zu seinem Jubiläum die Glückwünsche des deutschen Volkes ausspricht, so konnte les natürlich nicht feststellen, daß in die traditionelle deutzch- Irussische Freundsck)aft gerade durch das Wirken des Mannes, [ter demnächst als französischer Botschafter nach der Zaren- litcbt geht, ein Mißton hineingekommen ist. Wir müssen die Igrößte Vorsicht üben. Die Anbahnung besserer Beziehungen hu England, so erfreulich sie ist, darfwns nicht v er trauens - lielig werden lassen. Unser Kaiser ist nicht in der angenehmen »Loge, wie Herr Poincare, erklären zu können, daß er seiner Verbündeten Freunde ganz sicher sei. Wissen wir doch über Ibie russisch-österreichischen Beziehungen nur sehr wenig! lifTtenntnie darüber kann der deutschen Diplomatie vielleicht Demnächst aus dem Zusammenwirken der Mächte kommen. |Re den bulgarisch-rumänischen Zwist friedlich beizulegen Äeinüht sein wollen. Wir erhalten folgenden Bericht: Paris, 20. Febr. Die heute nachmittag im Parla- Iment verlesene Botschaft des Präsidenten Poin- rc-ar e stellte fest, daß sich der Uebergang der präsidialen »Aewalt in friedlicher, geregelter Weise vollzogen und von | n euem die Augen der Welt auf die unerschütterliche kz-estigkeit der Einrichtungen Frankreichs Igelenkt habe: „Tie Republik gab einen neuen Beweis ihrer Lebensfähigkeit, Ijnb Frankreich habe 'gezeigt, daß es sich endgültig an b;e Sitten I unb bie Freiheit gewöhnt habe. Poincare erklärte weiter, er jneerbe bei ber Ausübung des ersten Amtes des Landes sich ber Igllckck-cn, peinlichen Loyalität befleißigen, mit welcher fein aus- I ftaeidjneten Vorgänger bie hohe Stellung ausgefüllt habe. Er Irawrbc wie er, seine Ehre barein setzen, btc Verfassung zu ver- Iteibig-en, die nach den grausamen Prüftingen des Jahres 1870 IKrankreich in einem langen Zeitraum Ruhe und Arbeit ver- I schaffte, die es sich nicht unterbrechen lassen wolle Xie Bostchast Ib.äont weiter die Notwendigkeit einer festen, tlar- . einer Funktionen seit mehreren Monaten. Die Abberufung omnit daher nicht unerwartet. Petersburg, 20. Febr. Der Ka r s e r verlieh, um mn neuem seine 'freundschaftliche Gesinnung für Frankreich und seine persönliche Zuneigung für Poincare aus- ;udrücken, dem Präsidenten den St. Anbrea^ jrben. Die Ordensinsignien werden durch den Kanzlei- direttor des Ministeriums des Aeußern, Kammerherrn Saron Schilling, nach Paris gebracht und Anfang nächster Woche überreicht werden. , Liberte" schreibt über dre Ernennung Delcassös. " Diese Ernennung war bereits vor acht ^.agen entschieden. Sie steht demmgemäß in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Haltung Frankreichs gegenüber den militärischen Maßnahmen Deutschlands. Die Wahl Delcasses für den Petersburger Posten war logischerweise durch das innige französisch-russische Zusammenarbeiten in der Orrentfuage ar^ gezeigt. Die neue Stellung des ehemaligen Ministers des Aeußern, welcher die f ra!n zö s i s ch-r u s s i s ch e Allianz befestigte und die Entente Cordiale nut ins Leben gerufen hat, wird für die Bekäfttgung des franzöfisch-russischen Bündnisses und der Triple-Entente besonders nützlich sein. Ueberdies erhält die Entsenbuna. Delcasses nach Petersburg gerade jetzt, wo Rußland mit wachsendem Eifer die Reorganisierung der Flotte unternimmt, mit Rücksicht auf seine Erfahrungen auf diesem Gebiet eine besonders erfreuliche Bedeutung. Auch von England wird die Ernennung Delcasses als icine ben gemeinsamen Interessen der ^riple- Entente sehr günstige Maßnahme angesehen. Em Jubiläum des Haufk's Romanow. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Am 21 Februar begeht das russische Herrscherhaus die 800 Wiederkehr des Tages, an dem Michael Romanow auf den Moskauer Zarenthron erst o b e n wu r d c. Der Uebergang der Herrschergewalt in Rußland auf das Haus Romanow bezeichnet den Beginn der großen Entwicklung des Zarenreiches. Mit dem Anfang der dauernden Tecknahme Rußlands an den Geschicken der europäischen Völkerfamilie knüpfen sich auch die ersten politischen Beziehungen zwischen Preußeii und der östlichen Nachbarmacht. Von einer kurzen Unterbrechung vm 1b. Jahrhundert abgesehen, bewahrten diese Beziehungen seit 200 Jähren das Gepräge eines friedlichen und sreurch)chafb lichen Verhältnisses und übertrugen sich nach Einigung der deutschen Nation unter Preußens Führung von Preußen auf Deutschland. Dieses traditionelle deutsch- russische Freundschaftsverhältnis wurde durch verlvandtschaftliche Bande zwischen den Herrscherhäusern nnd durch die Pflege vertrauensvoller persönlicher Beziehungen der Momirchen zueinander fortgesetzt und gefestigt. SeineBewahrungentsp richt den großen dauernden Interessen der beiden Reiche, die aus der wechselseitig geübten guten Nachbarschaft Vorteil . ziehen und b-rd) keinen wesentlick)cn Gegensatz behindert sind, sich inn7rhalb ihrer Grenzen friedlich nebeneinander zu entwickeln. In der Zuversicht auf den..Fort- 1 bestand der deutsch-russischen Freundschaft : nehmen wir herzlichen Anteil an der Jubelfeier des Hauses ' Romanow mit dem Wunsche, daß Kaiser Nikolaus und seinen Nachfolgern es vergönnt sein möge, in glücklicher t Regierung weiterhin für Rußlands Wohlfahrt und Große \ zu wirken. Sari®* Lagers l ebenben Exekutivgewalt. Poincars werbe barübc. ( wachen, baß die Regierung ihr Ansehen unter ber Kontrolle bei Parlamente unversehen bewahre. Tie Negierung müsse in schweren Stunden ber Führei unb Berater ber öffentlichen Meinung fein uni sich bemühen, herauszufinben, was neue Ideen an Lebendigem, für die Zukunft Fruchtbarem, enthielten. Die Botschaft erwähn! sodann die verschiedenen Reformen, durch die die Republik be^ ständig das beste suche, namentlich mehr Gerechtigkeit bei bei Verteilung ber Steuern unb der Vervollkommnung des W a h l- f y st e m s, das so sehr wie möglich den deutlichen genauen Ausdruck des Bolkswillens roiebergeben solle. Tic Republil offenbare Sympathien unb Interesse für bie Landleute, bereu Lasten sie erleichtern wolle, für bas Gebeihcn von Hanbel unb Industrie, indem sie sich bemühe, alle Quellen des wirtschaftlichen Reich tnms zu erschließen. Die Republik sehe vor sich, auch aus sozialem Gebiet, ein unermeßliches Feld von Hoffnungen unb Verbesserungen offen. Um fortschreitend ihre Aufgabe zu erfüllen, die ihr zu tun bliebe, habe die Republik die Pflicht, mit Festigkeit die innere Ordnung aufrechtzuerhalten unb eifersüchtig über bas Glcichgewickst bes Budgets und die Integrität ber Lnanziellen Macht zu wachen. Enblich müsse bie Republik, soweit b.es von ihr abhänge, alles tun, um Frankreich in bem allgemeinen Ansehen ber nationalen Würde bie Wohltaten bes äußeren Friebens zu sichern. Der Friebe werbe nicht burch den Willen einer einzigen Macht dekretiert. Daß ein Volk wirksam friedfertig sei, sei nur möglich unter der Voraussetzung, daß es stets kriegsbereit sei. Ein vermindertes^, durch seine Schickd der Erniedrigung ausgesetztes Frankreich würde nicht mehr Frankreich fein. Es hieße ein Verbrechen gegen bie Zivilisation begehen, wenn man Frankreich inmitten so vieler Nationen, bie unaufhörlich militärische Kräfte entwickelten, in Vlwsall geraten ließe. Tie französische Armee und Marine gäben jeden Tag Beweise ihrer Ergebenheit unb Tapferkeit. „Wenben wir ihnen/ fährt bie Botschaft fort, „unsere Wachsamkeit zu unb schrecken vor fernem Opfer unb keiner Anstrengung zurück, um sie zu sichern und z>i stärken. In ihrer stillen Arbeit sind sie.die nützlichlten Hi ssmittel unserer Diplomatie. Unsere Worte um Frieden unb .Humanität werden umsomehr Ausckcht haben, gehört zu winden, ientehr man weiß, daß wir gut bewaffnet unb entschlossen sinb. Seit einigen Monaten arbeiten wir mit ganz Europa daran, bie Gefahren einer furchtbaren Krisis zu beschwören. Stark burch bas Dertrauen des Parlaments und. Landes, sicher ber Treue ber berbünbeten Freunde, wirb die Regierung beharrlich bie Politik ber Ofsenheit, Weisheit und Festigkeit verfolgen. _ Dieser Politik zu dienen unb dabei die Einigkeit zukünftig ausrechtzucrhalten, werde ich ohne Schwäche meine ganze Energie aufbieten. Dre Botschaft des Präsidenten Poincare wurde von den Sozialistisch-Repüb li fei er n ’.trb den Sozi a listen mit Sckpveigen ausgenommen. Nur bei der Stelle über die Opfer für die Armee wurden bei den Sozialisten Protestrufe laut, während die gemäßigten Republikaner, die Konservativen und E Teil der Radikalen sehr lebhaft Beifall klatschten. Delcaffe, Botschafter in Petersburg. Paris, 20. Febr. Im Elyfee fand heute unter dem Vorsitze des Präsidenten Poincare ein M i n i st e r r a t statt, in welchem der Minister des Auswärtigen Jonnart die Mitteilung machte, daß der Kaiser von Rußland seine Zustimmung zur Ernennung De Masses als Botschafter in Petersburg gegeben habe. Delcasfe wird seinen Posten bereits zu Beginn des nächsten Monats antreten. Er behält sein Dcputierten- mandat und erhält der Verfassung gemäß einen Urlaub auf 1 sechs Monate, der erneuert werden kann. Der Gesundheitszustand des bisherigen Botschafters : in Petersburg Louis erschwerte ihm die Wahrnehmung Albanien, sein Volkstum uns seine tünstige Abgrenzung. Gießen, 21. Febr. Mit dem jüngsten Sorgenkind der europäischen Diplomatie Mit Albanien, beschäftigte sich der 5^ Vortrag, der „Gesellschatt rir Erb- und Völkerkunde". Der Redner, Dr. iur. et phist Hugo Grothe aus Leipzig, war zu Begum des Balkankrieges m Montenegro unb Albanien unb gab nun «n Hanb von Karten iunb Bildern eine Ueberfidjt Über Land und feine Bewohner. Will man Albanien und seine Bewohner verstehen, so. muß man sich seine Gliederung vergegenwärtigen. Unubersteigliche Qebiraszüac schließen bas Land nicht nur nach ben Nachbar- llindern hin ab, taubem zerfurchen es auch m nnc fcgc von Linzeltälem die mit Mauern vonemanber getrennt sind. Die Zlü fe d7e westwärts zur Adrig fließen und entweder wasstn:- rrm nher derartig reißend, daß ein Warenverkehr auf ihnen Möglich ist Selbst die Wegebaukimst^der Römer vermochte Siefen? wilden Lande nur eine einzige Straße Hurmgen, die iflon dem heutigen Durazzo über bas liebliche Elbasalm nach Saloniki führte. r. . .. ... < c>»folac dieser Abgeschlossenheit hat,slch hier inmitten der tvechselvoltzni Geschichte ber Balkanhalbimel ezn Bo^ er- lialten ber als der Ucberreft der ^llyrer und Llxrawr an Sen Wöben kann, ffirt ibet M«* » ^ 'gwn Don guter Gestalt, lichtem Haar, bad ^ufrg abra rert uno '^0^unnberüonnemritgebenbftTt^®af^rmn^f^aft ^inb^ ^f^er nebr Merkmale ber Verwilberung.°ls schlechter Charakterergen chasten. Der Natbalbaner dagegen griechnch-katholisch, wahrend ber x bic)-e verschic- 'andes bem Islam angehort. Doch vertrag i roneii Bekenntnisse innerhalb der Bolksgem sch . iezeichnct, wie der Albaner überhaupt kein C'Mglauviger Schon sein religiöser Wahrsprnch. --Das) Albaiier nicht Acmben" verrat bies. Unb in ber .^bt-der Albaner^mmt iur unter dem Zwang ber äußeren Zcrh.Ul 'J 1 rfniffC können bereitwillig auf, sondern auch.schon ^etNÜchf Z^wunnisse wnnen ,hn veranlassen, seiner angestammten Rel o n d^ ehren. Anders dagegen wirkt btc BcrieYleomyeii - _ iuf das Verhältnis der Albaner zu den benachbarten Boltern J crci ltzrünberg. ' üz-Pcilli» rofbori ocrlauh fJ irori: Jijtr. lübjiyil llchwald: 9 cm Jcfitn. mit üfl •t 1 - n 315. •Villip NW 'WiZI ■ane1%ninu’nfun^ I KNUI 'roitil nicht uot^ I ck \. si. =iu.£ <|: b:CH.flL=:9fflv '■< “UV.fi-SS® J® desql. VbgT; ,tl: :ü9jud)e,iO)iL; ivvrlreisig: uh; 'm; Ltöcke: wroenkiinii noimj-i» ‘e,8, ^mt ebhaber belieben .-''uMoh foinmcn üi o, m5-5!4, (gdS '"njl erteilt öothn Passiva. _ ;ila'schuld E talicderguthab. 'M julben S riebsrucklage ingcroinn S-4 Sa. 21Ä . Dez. 19U ' t 912 • - • 1J ich»»»®* walt. Ch Bulgarien und Rumänien. Wien, 20. Febr. Emer Mitteilung zufolge, welche die „Politische Korrespondenz" von unlerr^chteter Seite aus Sofia erhält, Hal der bulgarisch-rumänische Gegensatz nunmehr durch das vermittelnde Eingreifen der Mächte an Schärfe abgenommen. Man glaub, sogar, scyon ankündigen zu können, daß die Besprechungen von dem Erfolge, zwischen dem beiderseitigen Standpunkt eine mittlere Linie zu finden, nicht mehr sehr entfernt seien. Es ist die Annahme gestattet, daß, die b u l g a r i s ch c ReaierungdieAbtrctungderStadtSiliskria, die sie bis zum Eingreifen der Mächte durchaus verweigert hat, nunmehr unter gewissen Voraussetzungen n i cht mehr als einunmögliches Zugeständnis betrachten werde. Tic „Petersburger Telegraphen-Agen'ur" erf hrt von zuständiger Stelle, daß Rumänien und Bulgarien die Vermittelung der Großmächte angenommen h den. Rom, 20. Fi.br. Tie „Agenzia Stefani" meldet aus Wien: Wie versichert wird, soll die italienische Regierung auf die Frage, ob sie bereit sei, sich an dem Schiedsspruch zweier oder dreier Mächte in der rumänisch-bulgarischen Frage zu beteiligen, geantwortet haben, sie glaube, daß eine V e r m i t t tu na a l t er Mächte vorzuziehcn sei. Sie würde sich aber nicht iveigern, an einem Schiedsspruch nur einiger Mächte teilzunehmen, wenn dies notwendig sein würde, um den Frieden zu sichern. Die Lage auf Gallipoli. K o n st a n ti n o p e l, 20. F.br. M a h m u d Sch e f k et Pascha wird nach B u l a i r gehen, um, wie es hecht, die Befestigungen zu besichtigen. Es ist auch möglich, daß em neuer Aktionsplan erörtert werden soll. Ueber den neuen Landungs versuch erzählt em heute eingetroffener Schiffskapitän, einige Taufend Mann unter Enver Bey seien sieben Kilometer nördlich von Gallipoli gelandet, durch eine List der Bulgaren ins Znnere gelockt, mit heftigem Artillerie euer angegriffen und unter beträchtlichen Verlusten zurückgetrieben worden. Aus Adrianopel. Sofia, 20. Febr. Am 17. Februar morgens überbrachte ein bulgarischer Parlamentär dem Festungskommandanten von Adrianopel die Zuschriften der bulgarischen sowie der fremden Regierungen bezüglich des Abzugs der auswärtigen Staatsangehörigen ausder Stadt. Bis zum 18. Februar abends war leine Antwort von türkischer Seite eirmetroffen. Konstantinopel, 20. Febr. Ern amtlicher Kriegsbericht besagt: Gestern nach Mitternacht wurde Adrianopel sehr schwach beschossen. Tie Situa.ion vor Tschataldscha und Gallipoli ist unverändert. Ein Berichterstatter festgenommen. Tie „Vossische Zeitung" erhielt aus Konstantinopel ein Telegramm, das; die Türken ihren Kriegsberichterstatter auf Gallipoli fesbgenommen haben. Näheres ist noch unbekannt. Da» deutsche und das französische Ansehen in Konstantinopel. Tie „Deutsche Tagesz'g." meldet aus Konstantinopel: Tie Regierung bestimmt, dast der französische Unterricht zu ® ii n ft e n des deutschen eingeschränkt wird. Osmanischen Studenten an franzö- fischen Universitäten sollen in Zukunft nur Beihilfen für den deutschen Hochschulbesuch gelvährt werden, um sie zu veranlassen, statt der französischen deutsche Hochschulen aufzusuchen. Montenegro wieder aus dem Häuschen. London, 20. Febr. Wie das Reuter-Bureau erfährt, erschien heute nachmittag der montenegrinische Delegierte P o p o w i t s ch im Auswärtigen Amt und gab eine Er- tlärung in dem Sinne äb, er sei angewiesen, der britischen Regierung kategorisch zu erklären, daß Montenegro auf keinen Fall mit einer Transaktion einverstanden sein könne, welche das Ziel hätte, daß Skutari nicht montenegrinisch werde, selbst wenn der Vorschlag von einer Großmacht kommen sollte. Montenegro sei entschlossen, niemals Skutari zu räumen. Wenn es angegriffen würde, so sei es entschlossen, eher Gefahr zu laufen, vernichtet zu werden, als die Stadt aufzngeben. Die mohamcdauifchc Erregung in Fndieu. Kalkutta, 19. Febr. (Reuter.) Tie Gärun g, die der Balkankrieg unter der mohammedanischen Bevölkerung verursacht hat, dauert unvermindert fort, und die anglo-indische Presse weist aus die Leiden- Adventbai einige Männer mit leichter Ausrüstung nach der W i j d e b u ch t abgehen und die Mitteilung überbringen, daß Hilfe sobald als möglich kommen werde. Einige Teilnehmer an der letzten Hilssexpedition sind bereit, an der neuen Expedition teilzunehmen. Tarrn ftäbter Thcaterbrief. Aus Darmstadt, 19. Februar, wird uns geschrieben: Jaques Taler o z e s komische Oper in einem Akt „O nkel Dazu-- mal" wurde heute am Tarmstadter Hoftheater zum ersten Male gegeben. Tas Publikum nahm die Neuheit nur mit mäst gern Beifall aut. Tic Handlung der Oper ist einfach: der alte Onkel Dazumal spielt die Rolle des guten allen Onkels in Schlafrock und Mütze und verhilft zwei idnidtferncn Menschenkindern, die sich lieben, zu dauernder Vereinigung. Tie Musik ist modern im höchsten Grade, d. h. zum eigentlichen Singen kommen die Darsteller nur selten. Wo sie aber singen können, zeigt sich Dalcroze als ein erfindungsreidter Musiker. In der Instrumentierung liegt viel Eigenart, aber audt viel Effekt. An die Künstler stellt der Komponisl große Anforderungen. Wenn der Träger der Titelrolle — Herr Weber — noch über ein unverbrauchtes Material verfügen würde, hätte er sicherlich besser abgeschnitten. So aber mußte man sich mit einem flotten Spiel allein begnügen Frl. Katharina I ü t r n c r als Iaequline ist eine vorzügliche Sängerin, mit einem gm geschulten und klangschönen Sopran Auch in musikalischer Hinsicht löste sie ihre nicht leidste Aufgabe ohne Rest Ten jungen Liebhaber Cetane fang Herr A lo - berg er recht gut, der sich nun von seiner Unpäßlichkeit erholt zu haben scheint. Als zweites brachte der heutige Abend eine Neueinstudierung von Supv 6 s „Schöner Galat he c". Das luftige Stückchen- wurde flott gelungen und gespielt von den Damen Kallen see iGalalheel, schänd iGanpmed) und den Herren Z Ü r a a s Mndas) und G l o b e r g et (Pygmalion, Tie musikalische Leitung beider Einakter (und audi die eines den Abend beschließenden Balletts „Champagner-Visionen" von Iran Thiele-Leonbardt, Musik von Paul Linckc hatte Herr Kapellmeister Kleiber, der sich wieder als guter und trotz seiner Jugend als sicherer, feinempnndender Musiker bewahrte. Das Vorspiel zur Galatl^ee war ein Kabinettstückchcn. — Kurze Nachrichten au3 Kunst und Wissen- schast. Das Hoftheater in Darmstadt engagierte als Kapellmeister und Leiter der Honmffik Paul O 11 c n h c i m e r aus Wien Ter neue Dirigent der Hofooer war früher ist '.Nürnberg und am Prager Stadtiheater unter Angelo Neumann tätig Lich als Opernkonrponist bat er sich bereits bekannt gemacht. schast der Reden hin, die hier gehalten werden und auf die Tendenz, einen Boykott zuveran st alten. Ein gemäßigteres Bengalenblatt sagt, die Lage fange an, ernst zu werden, da die Hindus extremster Richtung sich ne Erregung der Mohammedaner Knuste machten, imb ermahnt die Regierung, die Versammlungen zu verbieten, in denen der Krieg erörtert werde. Andernfalls, agt das Blatt, werde die Bewegung dieselbe Entwickelung wie die Bewegung der Hindus nehmen. Ein kürzlicher Versuch Aga Khan's, die Stimmung zu beruhigen, hat nur zu einer Vermehrung der Volksversammlungen geführt, in >enen der Aga Khan als ein schlechter Mohammedaner ge- brandmarkt wurde. Der Koffer „tü^ellos belogen"! Tic Rede des Kaisers im deutschen Landwirtschaftsrat hat noch ein überraschendes Nachspiel gehabt: Das Berliner „Tageblatt" meldet aus Elbing: In einer Versammlung des landwirtschaftliche nLokalve re ins von Elbing und Umgegend, dem zumeist die Gutsnachbarn von (Sabinen angehören, wurde am gestrigen Donnerstag Stellung genommen gegen die zügellose Weise, mit der der Kaiser belogen worden sei. Es müsse dafür geiorgt werden, daß die betreffenden Ohrenbläser mundtot gemacht würden. Ter Pe11kuser Roggen ist irfion vor 20 Jahren, also länger bevor der Kaiser Gutsherr von (Sabinen wurde, von Vereinsmitgliedern angebaut worden. Dem angeblichuntauglichen kaiserlichen Pächter So Hst wurde einstimmig ein Vertrauensvotum erteilt, das u. a. die Unterschrift des Landrats des Kreffes Elbing, des Sohnes des früheren Staatssekretärs v. Posadowsky trägt. . Diese Feststellunaen werden.in der Oeffentlichk it em~n ehr eigentümlichen Eindruck machen. Man wird d'm Lokal- verein in Elbing darin recht gckben, daß etwas geschehen tnuß, um den Kaiser besser zu informieren. 2lii» Hessen. AnS brr Kammer. bs. Tarrn ft abt, 20. Febr. Bis heute 41 Redner zu dem Kapitel „Staatseisenbahnen!" Und noch immer ist die Rednerliste nicht am Ende. Möglich ist es, daß auch morgen die Aussprache noch nicht erledigt werden kann Als der Präsident heute dem Abg. Molthan das Wort erteilte, sagte er nicht ohne Ironie: als 41. Redner zu diesem Thema erteile ich dem AL-g. Molthan das Wort. Im übrigen drehte es sich in der heutigen Sitzung in der Hauptsache um die Revision des Gcincin- chaftsvertrages und um die L o h n v e r h ä l t n i s s e der Eisenbahnarbetter. Die gestrige Bemerkung des Abg. Raab, daß die Eisenbahnarbeiter auf ihr Streik- und Koalitionsrecht nicht verzichtet hätten, obwohl sie eine dahrn lautende schriftliche Erklärung abgegeben haben, veranlaßt die Abg. Reh und Osann, die Arbeiter energisch gegen eine derartige Verdächtigung in Schutz zu nehmen. Mit vollem Recht betonen sie, daß eine solche Unterstellung zu- steich eine Verletzung der Ehre der Eisenbahnarbeiter be- )cutc. Der Vor warf der Heuchelei sei ihnen damit gemacht, und die Arbeiter werden auch nicht unterlassen, dem Herrn Raab die Quittung dafür zu erteilen. Und in der Tat hat sich dadurch die Sozialdemokratie als eine gar sonderbare Vertreterin des Arberterftandes gezeigt. Es dürfte nicht oft vorkommen, daß ein Abgeprd- neter den Stand, den er im Parlament zu vertreten vorgibt, so bös verdächtigt. Herr Raab hat hier weit über das Ziel hinausgeschossen und seine Freunde werden ihm wenig Dank dafür wissen. Herr, schütze mick) vor meinen Freunden, dürfen auch die Eisenbahnarbeiter ausrufen. Wie es um die Lohnverhältnisse bei der Eisenbahn in der Tat steht, das zeigte der Finanz Minister heute an einigen Zahlen. Danach verhält sich die Sache so, daß in Wahrheit die Löhne bei den Eisenbahnen im Durchschnitt um etwa 70—80 Pfg. pro Tag höher sind, als bei. den Privatunternehmen. Dazu kommt noch, daß 45 Proz. der Arbeiter Aussicht auf eine Beamtenstellung haben, und daß ferner nicht nur 300 Tage im Jahre bezahlt lverden, sondern 365. . Den Eisenbahngemeinschaftsvertrag verteidigte heute Dr. Osann. Ihm entgegen stellte sich wieder Abg. Molthan, der sogar die Drohung aussprach, daß die Revision kommen werde — wenn nicht unter dieser, so unter der nächsten Regierung. Der Abg. Bähr sprach unter andauernder Heiterkeit des .Hauses, da er sich bemühte, einige Witzchen zu machen. Deiiticbcs Reich. Die Versöhnung der Welfen u Hohenzollern. Tic „Norddeutsche Alla. Ztg" schreibt: Die Kaiserin wird mit der Prinzessin Viktoria Luise demnächst zu einem Besuche bei dem Herzog von Cumberland in Gmunden cintveffen. Der Herrog und die Herzogin von Cumberland werden im Laufe des Monats März dem Kaiserpaare einen Besuch in Potsdam abstatten. Ausland. Ein Deutscher in England wegen Spionageverdachts verhastet. Die Polizei verhaftete in Portsmouth einen angeblichen Deutschen oder Holländer Namens Wilhelm Clare wegen Spionageverdachts. Er wurde vor das Zuchtpolizeigericht gebracht. Er soll, nach einer späteren Meldung, ein Zahntechniker und deutscher Untertan sein. Der Angeklagte wurde auf eine Woche in die Untersuchungshaft zurückgeführt. Frankreich und die Rüstungspläne. In der radikalen Presse wird der Widerspruch gegen den Gedanken an die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit immer lebhafter. So schreibt das „E v e n e m c n t": Die Kammer, die gewiß zu allen Opfern bereit ist und alle Kredite sowie alle Bestimmungen zur Verstärkung der Kavallerie bewilligen wird, wird die Wiederherstellung der dreijährigen Dienstzeit ablcbncn, die das Parlament vor einigen Jahren einstimmig abgelehnt hat. — Tie „Lanternc" erklärt: Um die Mannschastsbestänbe in Friedenszeiten zu verstärken, gibt es andere weniger brückende Mittel als die Rückkehr zur dreijährigen Dienstzeit. — Tie „Action" meint: Besser als durch jedes andere Mittel wirb Frankreich in einer allmählichen Verwirklichung ber Ouatrible-Entente, b. h. in einem engeren A u - sch lu ß an bic Balkan staaten das Gegengewicht gegen das neue schwert bilden, welches Teutschland in bic Wagschale geworfen hat. Eine Europa reise amerikanischer Ingenieure. In dienm Sommer werben mehrere Hunbert Mitglieder des größten a in c r r k a n i, ch e n I n g e n i e u r v e r e i n s „American S ^"chamcal Engineers", der in allen bedeutenden Ätabten Nordamerikas Zwemvereme besitzt, eine E u r o p a r e i s e zum Beullv ber Jahresversammlung des Verbandes Deutscher Jngenleurvereme unternehmen, bic in Leipzig abgehalten wird Sic ammtanrr nxrhen enC. jun, m ö-mbu-g üH> über Köln und Frankfurt a M nach Leipzig iu dem Jn- Öebet Trei- beehr. ön Ng iWft M es trat twqm; lnben mW e hr Auffi jhlt dort feit j’abei ist bei Münde bur Irrslellung t pilum* in ( «Kttion: Na -Hoß kann nt'i Daß d ^d.^er kennen ct Staatsjct ■tie Ohren, ijiftenten hn ^gegenüber Menten. T »mlc, die ei J den Grab »imrkstchen ® mehr wc kurze i M iS*»*'«« . um i Q . 1 Ans Stade nnv Land. Wie । en, 21. Februar 1913, Tie Sorge um die Schule. Ostern rückt näher und damit auch für manches Vater- und Mutterherz eine stille Sorge. Immer bring'id)cr wird die Frage: Was fangen wir zu Ostern mit unserrn Hänschen, was mit unferm Gretchen an? Da sind zunächst bic lieben Kleinen, denen sich mit ihrem Eintritt in bic Schule eine neue Welt eröffnen soll. Um sie haben bic Eltern vielleicht die größte Sorge, und doch fönntc gerade diese Sorge ihre geringste sein. Die Frage nach der Berufswahl braucht heute und morgen noch nicht entschieden zu werden. Um Bücher und Hefte unb all die andern hvchtvichtigen Dinge für „junge Gelehrte" braucht man sich noch nicht den Kops zu zerbrechen. Die Anschafiung regelt sich nach den erst Tagen des Schulbesuchs ganz von selbst. Habt ihr Elte eure Kleinen nur gelehrt, ihre Glieder unb ihre Sinn# zu gebrauchen, habt ihr nicht etwa Mißtrauen und Angst, sondern Vertrauen zur Schule und zum Lehrer in ihre kleinen Herzen gesät, dann könnt ihr sie getrost ber Schule übergeben! Tie Volksschule ist die allgemeine Bildung-- anstatt; sie nimmt alle mit offnen Armen auf und will ir. jedem normalen Kinde die Grundlage zu seiner späteren Geistes- und Gcmütsbildung legen. Aber mit Recht behauptet das Sprichwört: Je größer die Kinder, desto grösür die Sorgen. Viel ernster müssen darum die Eltern mit selbst und seiner Eitelkeit? Wessen Verhältnisse es ermöglichen, feinen Kindern eine erweiterte Bildung zu verschaffen, der frage zu allererst nach ber natürlichen Veranlagung. Sodann gilt es, sich über zweierlei klar zu werdens Welches Ziel verfolge ich? unb weiter: Welcher Weg führt mein Kind am sichersten dorthin? Zwar nrirb man in den meisten Fällen bei einem neun- bis zehnjährigen Kinde nock) feine endgültige Entscheidung über die 'Berufswahl treffen können, aber man wird sich darüber klar werden müssen, ob das Kind später einmal „studieren" oder sich einem praktischen Berufe zuwenden soll. Im ersten Falle würde ein Gymnasium oder eine ihm ähnliche Schule ant gecignetften sein, während im andern Fall es richtig ist, eine „Realschule" oder eine ihr verwandte Anstalt zu wählen, die mehr fürs praktische Leben vorbereitet. Wer so mit weitschauendem Blick die vorhandenen Bildungsmöglichkeiten ins Auge faßt und für seinen besonderen Fall btt richtige Wahl trifft, der verstopft rechtzeitig eine £-ucflt ewigen Aergers und Verdrusses ♦* Tageskalender für Freitag, 21. Febr. Stadl 16 e n t e t: , Ui e t n o-1 c u n b Tcbb y". Anfang 8 Ubr. Ortsgruppe (ließen f fit Franenllinimrechl. Vortrag von Tr. Anita A ugs p u rg-Münd en: R a lsen- rultitt unb Frauenbewegung. Abends 8M Uhr tu Grobberzog von Heften. Freie Studentenschaft: Vortrag von Ptarrer 1k Fuchs-RfiftelSöeim: Schteiermacher. Abends Uhr ti StetnS Garten. " Universitäts-Kinderklinik Gießen. Die vor der Zentrale für Mutter- unb SäuqlingSsursorge in Hefter erbaute und seit 1. Oktober 1912 in Betrieb genommene Kinderklinik wurde von der Zentrale der LandeSunioerfttöt zu Unterrichtszwecken zur Verfügung gestellt und ist von den Ministerium deS Innern der U n iversitätS-Kin der« klinik den übrigen medizinischen Unterrichtsinstituten an« gegliedert worden. »* Lupusheim Gießen. In Hessen unb den be« nachbarten Gebieten mangelte es bisher für die nicht reir ambulatorische Behandlung ber an Lupus (.Haut-Tuber kulose^ Erlrankten an einer geeigneten Anstalt Der Heil" stättenverein hat sich daher entschlossen, am Sitze ber Lan- beSuniversität ein Lupusheim zur Unterbringung unb Behandlung Lupöser Mitteldeutschlands zu erbauen. Einen welch dringenden Bedürfnis dieses Heim entgegenkomm' betoeisen die jetzt schon während des Baues bei bem Dorstan: des Heilstättenvereins und dem Tireftor des Lupus heims Prof. Tr. I e s i o n e k ciulaufcnbcn Ausnahmogesuche. De: Bau des Lupusheims naht seiner Vollendung' ab 1 Ma dieses Jahres soll es mit uranken belegt werden. Br feinen geringen eigenen Mitteln ist nun ber Verein sehr au mildtätige Spenden zugewiesen; manche Gabe wurde den Lupushetm schon zugervandt, so in der letzterr Zeit von be: Firma G. Leitz, Optische Anstalt in Wetzlar die elektrisch! Deckenbeleuchtung des Operationszimmers, von Tr. Mei' rowski in Köln eine Finsen-Rein-Lampe zur Dautbe Handlung gestiftet. Zur Ausstattung und zum Betrick sind weitere Stiftungen und Geldspenden dringend nötig warmherzige Geber finden hier Gelegenheit zu bet Uns MexNo. Mexiko, 20. Febr Tie Vorbereitungen zur lieber« führung des früheren Präsiderrten Mader o unb des bisherigen Unterrichtsministers S u a r e z, die mit ihren Familien nach Europa gehen sollen, waren um Mitternacht beendet. Fast zur gleichen Zeit, da ihre Abdan- fungen im Kongreß verlesen wurden, kamen Jic auf her Eisenbahnstation an, wo ein Zug unter Dampf stand Beide waren begleitet von Verwandten und vertrauten Freunden, unter denen sich der chilenische Gesandte unb Der japa- nische Geschäftsträger befanden. Der Kongreß erwählte in einer besonderen Sitzung- General Huerta zum provisorischen Präsiden-i t en der neuen Regierung. Auch .Huerta steht bereit^ Anschlägen gegenüber. Er ließ den General Francisco Romerö verhaften, der beschuldigt wird, an der Verschwörung beteiligt gewesen zu jein. Mexiko, 20. Febr Heute sind mehr als 300 poli- tische Gefangene freigelassen worden. Nur 5, die bei dem Sturz der Regierung Maderos festgenommen worden waren, unter ihnen der frühere Präsident Madero selbst, sind noch in Haft. Felix Tiax lehnt jede Verantwortung für den Tod Gu sta v o Maoeros und Adolfo Bassos ab. Der Oberintendant des Nationalpalastes erklärte, Gustavo Madero sei getötet worden, als er zu entkommen suchte. ? n°d) rnvcih, W. 'm früh ■31lld) djx § '•fnmt Mo 2* Qugelept( biffer des 5 unb ij 2 iin Xale, "7 der 189| ? ^urq mi| !n Louern, ausgk, w genieur-Kongreß reifen. Bon dort aus sollen bann noch Berlin, München und Wien besucht nrerben. In Frankfurt a. M. werden bie amerikanischen Ingenieure am 3. Juli eintrefsen. I Km* r^-Ve ■rii«'“” «t 'n Ort«"*’ U- *.« r,k Ob ^schafil'cbt e ^.«Mldojknt Utrofl über -Stadttt Lütog llattf öfltcrlänbil die - Die zw -Wtie aus lehren in G »1 t Neustadt, «frn Keller t m lagclobn 1 ' "Tic Eis Art. Knabe, z» verlaffl ■ " L 0 m Ni imenden Mo 1. Vor naturgemäß« jsteraus Ä ^turheilb isirmcister ist 1 Kämpfen un den unb \ Feinde h Htefchaft un -j« die Naturl 1 nnrb barii lichcn fturl in Erfolge be Mhöria bilhinbe und pb bic wirkst srutelunfug zu Zchens- unb S: utura fanat, :-:mentis! Jei sich zu Rate gehen, die beabsichtigen, ihren .'Hubern nad*. erfolgreichem drei- ober vierjährigem Volksschull' such eine erweiterte Bildung zu kommen zu lassen Nicht eindringlich genug tonnen sie davor gewarnt lverden, srch dabei von allerhand Rücksichten leiten zu lassen, bie auf gute Wirkung nach außen hin berechnet sind. Leider soll es noch tnrmcr ungeladen, wieder vorkommen, daß nur deshalb bie Schule gemedifcr “ wird, weil man sich den bekannten gegenüber bötii nicht» vergeben will: denn sic haben ihr Fritzchen ober ihr Lott doch auch auf dem Gymnasium oder dem Ly.zeum ' bient man dadurch wohl mehr, seinen Kindern ober fi —V» Meter I fremden Bestandteile sind im Blut weder physikalisch mich chemisch r Orissatzung über die Einführung der BerufSvormund- khast genehmigt worden sei. Zum Berufsvormund wurde ßrig. Keller bestimmt. — Die Stadt beabsichtigt, tm Laufe ifg Sommers in Verbindung mit der Universität eine «linnerungSfeier an 1813 zu begehen. Letzte Nachrichten. Hessische Zweite Kammer. bs. Darmstadt, 21. Febr. Präsident Köhler bat mit Rücksicht auf die vorgeschrittene Zeit, sich recht kurz zu fassen. Abg. Naab (<5»$.) wendet sich gegen die Angriffe der Abgg. Dr. Osann und Reh. 4lbg. Ulrich zeitiger Irrsinn), im Blute des .Kranken Teile der Geschlechtsdrüsen zirkulieren, die auf das Gehirn vergiftend wirken. Stele Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießern Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 22. Febr. 1913: Wechielno beiuoltt, »och mein trocken, nulöcr. eine Art Gegengift, das im Blute des Kranken erzeugt wird und die Eigenschaft hat, jene vergiftenden Bestandteile auszulölen (zu „verdauens- Mit dieser wissenschaftlichen Erkenntnis der Ur fachen jener unheimlichen Erkrankung ist auch der erste Schritt zu ihrer rationellen Bekämpfimg getan. Auch bet andereti geistigen Störungen (Störungen wegen Schilddrüienerkranlung, progressive Paralyse u. a.) hat Dr. Fauser charakteristische mate ridle Bestandteile des Blutes nachgewiesen. . . * E i n Gasthof in Flammen. Das Hotel Seehof tu A r o s a steht in Flammen. Die Gäste, größtenteils Engländer, konnten meist nur ihr Leben retten. Ein Zimmermädchen soll beim Haarbrennen den Spiritusapparat umgeworsen und dadurch die Feuersbrunst verursacht haben. * Vergiftetes Essen. In Halingen erkrankten nach Meldungen aus Münster i. Wests, fünf Verso neu unter Vergistungserscheirmngen nach dem Genuß einer Muchs uppe Ein Knecht ist bereits gestorben, während vier andere hoffnungslos darniederliegen. Man vermutet, daß versehentlich Rattengift in die Milch gekommen ist. M ~ , * Tod aufdenSchienen. Aus K a t t o wi tz , 20. Febr , wird amtlich gemeldet: In der Nacht zum *19. Februar wurde bei Kilometer 198 auf der Strecke Kunigundenweiche—Schoppen u,'. der Schlepper S ch i r w o n überfahren und getötet, indem ihm der Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. Ob Unfall oder Selbst mord vorliegt, muß die Untersuchung ergeben. Nach späteren unbestätigten Meldungen soll es sich um ein Verbrechen handeln. Man nimmt an, daß die Leiche auf die Schienen gelegt worden sei. Zwei Personen wurden als des Mordes verdächtig verhaftet. * Holde Weiblichkeit. Aus London, 20. Febr., wird gemeldet: Unter der Beschuldigung, heute morgen den Tee Pavillon in K'ewgardens angesteckt zu haben, cr)d)ienen zwei junge Frauen beim Polrzeigericht in Richmond. Der Pavillon, der vermittels paraffindurchtränkter Baumwolle angezün bet worden war, wurde vollständig z e r st ö r t. Der Schaden wird auf 1000 Pfund Sterling geschätzt. Die Angeklagten benahmen sich vor Gericht recht wüst: die eine warf ein Akten- hcft auf den Richter, so daß die Polizei dazwischentrat. Der Fall wurde eine Woche zurückgestellt. NliturhcilvtrcinGikßcn Am Montag, den 24. Februar, abends 8'/; Uhr, findet im Saale des Caf6 Leib, Walltorstraße, ein öffentlicher Iortrag des Herrn Paul Schirrmeister, Berlin (1. Bundesvorsitzender des Deutschen Bundes der Vereine für naturgemäße Lebens und .Heilweisel v1#/j statt über Naturheilbewegung ».Kurpfuscherei Eintritt für Nichtmitglieder 30 Vsg. Mitglieder 10 nn(e des physikalischen Institutes, Stephanstraße 24, ab. 2360 Mk. bewilligt. — Für Hausmüllabfuhr und Gruben-- !)?rr Privatdozent Dr. Cerma k hält einen Experimental- entleerung wurden 6200 Mk. nachbewllligt. Zum Schluß > ort rag über tonempfindliche Wasserstrahlen. > rklärten sich die Stadtverordneten damit einverstanden, daß *' Stadttheater. Nochmals sei auf die morgen der Wagen der elektrischen Bahn von der Bürger Schule nacht iichmittog stattfindende Schülervorstellung von Theodor 12,45 Uhr unmittelbar nach dem Straßenbahnhof geleitet wird. 21. Febr. 6W: llnfaiifl 8 Ufc. ouenflimm < Jli'inrien: Jt« UbenM 8M » 1 •ad von WJJ* 21btnW M also zu 174 150 Mk., weiter von 268000 Mk. Obligationen einschließlich der damit verkgüpften Rechte zu 150 Prozent, also zu 402 000 Mk., ferner von sieben Konsortialanteilen. 49 000 Mk., so daß der Kaufpreis zusammen 625150 Mk. beträgt. Die Stadtverordneten haben das Angebot angenommen. Hierdurch verfügt die Stadt Orb über die Mehrheit des Stammkapitals, denn von dem 800 000 Mk. betragenden Stammkapital wird die Stadt Orb nunmehr 46-1400 Mt., die Betriebsaesellschaft Bad Orb, deren Eigentümer zu mehr alZ drei Viertel der Reichstagsabgeordnete Rich. Müller-Fulda ist, 240000 Mk., Rich. Müller persönlich 46 200 Mk. und vier Frankfurter 49 400 Mk. besitzen. h. Höchst a. Main, 20. Febr. Heute gab der Stadt- id. Februar 1913, I le. "manches ÄH«. r bnng'ichcr wiit unserm Himslbn zunächst hie lichki n die Zchiüe «A - Ellern viellkit! e diese Sorge ifo -russwahl brach 1 P werden. M chnnchügen Ami och nicht den toi ch nach den ersch habt ihr ‘ und ihre Sin« trauen und M m Lehrer in m gettost der StfiJ Meine Bildung m aus und Urin n zu seiner spätem! der mit Recht VA inöer, desto grM m die Eltern ic freu Kindern nufil elksschulb sch ml Richt eindring'Ä cn, sich dabei Mi ! aus gute Wickq oll c? noch raff • Schule gMtise.'! '.nüber brt. xv&ti i ober ify Lottchl n chzeum. N riinbcin, oder. 1 erhäüvisse es .e Bildung zu td r natürlichen zweierlei Bat n ib weiter: Wem rthin? ämar Kl in* bis zehnjäW ig über die wj rarüber klar wer» rudieren" oder I 3m ersten M ähnliche Schule d Fall es richtig1 e Anstalt zu M :eüet. Wer so q i Sildungsmögiq resonderen Ml rizeilig eine 'iugeladcn. . ** Heber die Gießener Postverhättnisse htzute der Abg. Zu b eil (Soz.) im Reichstag aus: „In ließen fehlt es an unteren Beamten; dort bleiben täglich strkete liegen; die Postboten müssen dort täglich Ueber- firnben machen. (Hort', hört!) Dabei gibt es dort fast mehr Aufsichtsbeamte als andere Beamte. Es stylt dort seit Jahren fast der vierte Teil der Assistenten. u u. ^M1„, „ . o_.. ^... ... - . öirettron: Na, Sie können ja noch zufrieden sein, in Ihren habe. Die Stadt Krefeld, die Vaterstadt des Verstorbenen, Zchoß kann sich bas Publikum noch nicht setzen. (Hört! erhielt 40000 Mark. jöiüi Daß die Klagen der Postassistenten nur zu berechtigt w. Wiesbaden, 21. Febr. etuew Anfall von iiird, erkennen ja auch die bürgerlick)en Parteien an. Aber Geistesstörung schnitt heute nacht der Metzgermcrster Raf- ki Staatssctretär hat allen diesen Klagen gegenüber nur Hauer in Vehen seiner Tochter mit einem Metzgermefser sicuibe Ohren. Dabei nimmt die Erkrankungsziffer der Post- den Hals durch. Das Dienstmädchen wurde durch mehrere, tjiifteuteu immer mehr zu. Die Postbehörde beruft sich durch die Bettdecke gefiihrte, Messerstiche in der Halsg.gend k'riaeaenüber auf die geringe Sterblichkeitsziffer der Post- verletzt, während die Frau am Arm mehrere Verletzungen fei eilten. Das erklärt sich sehr einfach daraus, daß Post- erlitt^ Schließlich tötete sich Nassauer, indem er sich den Mimte die -ein Jahr krank sind, entlassen werden. Hals durchschnitt. bei den Gratifikationen für geleistete Ueberstunden gehen —- -------- .. ----- ke wirklichen Arbeitsbienen, die Assistenten meist leer aus,. Der öraiiO 111 ILOllO. bcho mehr werden die höheren Beamten bedacht, die nur Lm kurze Zeit vor die Front an den Schalterdienst Kieme Tageschronik. Am Weinbergsweg in Berlin wurden von einem herrenlosen tollwu tver dä chtigen Hund 10 Personen und zwei Pferde gebissen. Ein Schutzmairn tötete darauf den Hund durch Säbelhiebe. Die gebissenen^ Personen wurden dem Pasteurschen Institut zugeführt. Der Frühjahrskursus 1913 der Vereinigung für staatswissenschaftliche Fortbildung zu Ber- l i n beginnt am Mittwoch, 26. März, und dauert bis Samstag, 10. Mai. Programme sind von der Geschäftsstelle der Vereinigung, Berlin W. 8, Behrenstraße 70, zu beziehen. In der Ringstraße in Hamburg stießen zwei Straßenbahn - wagen zusammen. Vier Personen wurden schwer ver letzt: sie sind ins Krankenlxms übergeführt worden. 'Die Provinzialbant in Kolmar, Commandtt-Ge- sellschaft auf Aktien, Mit einem Kapital von,500 000 Mk., hat ihre Zahlungen eingestellt. Doppelmord auf der Straße. Aus Wien, 20. Februar, wird gemeldet: Drei Brüder, namens Berger, Inhaber einer Bauunternehmung, wurden heute abend beim Verlassen ihres Bureaus, von ihrem Schwager Allmann, welchen die, Brüder auf dem Geschäft entlassen hatte, angeschossen. Zwei wurden getötet, einer schwer verletzt. Ter Täter ist verhaftet. Geheimer Kommerzienrat v. Friedl ä n der-Fuw in Berlin hat seiner Vaterstadt Gleiwitz 100 000 Mark zur Errichtung eines Volksparkes gesttftet. Herr v. Jenisch ist am 20. Februar tm Speztal-Herzwna- torium Konstanzenhof von Herrn Dr. Büdingen in Konstanz mit Familie zu längerem Kuraufenthalt eingetroffen. ! Ki^cn. fl§fudorgt w^i «ckieb hft£anWuni*’| ,Bt unb » *3 ttWW-T,* I i, ]inb S’l erbring^ u^l P c-Ld-V Ä-i ÖCIA' id^ u- ' 1 i Hierdurch b eehren wir uns, die Mitglieder uns. Vereins zur I eritntiiira feclmcn, BruhlSbachstraüe, ergebenst emzuladen. ynr 'nprßonbluna steht folgende Tagesoronung. 1. Beucht über die Tätigkeit deS Vereins und den augenblicklichen Stand der Kanaliiierunasfrage. - Rechnungslegung u. Entlastung de»Vorstandesivro 1912.. i. Wahi zweier Rechnungsprüfer für Prüfung ver ncco LBÄtmmun “§es £>ms 6« näd>fl=n ©auptnerfommtum. H-Sonstiges lkleine geschäftl. Mittetiungen. Anfragen ufw.l. Wir bitten alle Mitglieder unseres Bet eins u d Ärevnde der Lahnkanaltsaiton an der Berfamnilung t^i itnebmen, um diese iüt unsere Bestrebungen möglichst l^irkungSvoll zu gestalten. Geschäftsstelle Wetzlar, den 19. Februar 19181 Lahnkanal-Verein, e. V. Der Vorsitzende: G r o e b l e r, Bergrat. ID h Sn n w Utt a. N Serien. % Sn iitbh I ° unb hJJ I ?n um ftit I da ih^ S? I ÄLZ 'luderen "ladero ’Ly» w\ er 8U entkommst > ♦* Ordensverleihungen. Der Großherzog hat mc Erlaubnis Mr Annalstne und zum Tragen der ihnen ver- lechenen Auszeichnungen erteilt der von dem Großherzog Lor Sachsen-Weimar verliehenen Goldenen VerdienstmedaillL dem M°«L «ÄÄ m I «Uä« die Swdt°e-°rdne.en danm ^«unschweig verliehenen Ehrenzeichens 1. Klasse den Hofkutschern ""verstanden, da» die Gebühren für Amts bandlungen Itzndreas Effler und Peter Götz. des Bürgermeisters aufgrund der Bekanntmachung des " Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 1874 künftig inb Heilkunde (naturwissenschaftliche Abteilung) hält eine I nicht mehr erhoben werden. Weiter wurde die Errichtuna Wissenschaftliche Sitzung am Dienstag, 25. Februar, im Hör-1 der Stelle einer Materialtenverwaltung beschlossen — hierfiu ?irt§ vaterländischem Schauspiel ,AuS eiserner Zeit" Im Anschluß hieran gabs eine lauge Ansprache über die ,!Ngewiesen, die die letzte Aufführung deS Werkes ist. Straßenbahn, bei der es sich namentlich um Beschwerden auf **Die zweite Eisernte hat gestern die kleinen öer Bügeler Strecke handelte. Landwirte aus der Umgegend in die Stadt geführt, um Hessen-Nasfau. r «fuhren in Gießen zu machen. Rund 100 Wagen im ch Biedenkopf, 20. Febr Zum Besten des Aus- tzejamtgewicht von 4000 Zentner Eis gingen über die Wage sj chtstürm es auf der Sackpseife wud nächsten Sonntag m der Neustadt. Die Abnehmer zah'.m für den Zentner ^chnuttag ein Jahrmarkt int Meier'schen Saalbau ver- H frei Keller 6 Pfg., ein Preis, bei dem ein Mann einen anfialtet. Bisher sind bei der Sammelstelle des Oberhessischen zuten Tagelohn verdient. - ! Touristenvereins 2729,69 Mk. eingegangen.— Für die auf den •• Die Eisbahn ist jetzt von V34 Uhr nachmittag? Z März festgesetzte Bürgermeister-Versammlung des ;chffnet. Knaben und Mädchen haben die Eisbahn um hiesigen Kreises ist die Neuregelung der Wegereinigung und j Uhr zu verlaffen. Wanderfürsorge und die Frage der Herabminderung der ♦* Vom Naturheilverein wird uns eit: (Senieinbclaften vorgesehen. kommenden Montag abend wird hier im Saal des Cafe Marburg 20 Febr. Das winterliche Wetter M der l. Vorsitzende des Deutschen Bm^s der Vernne ^te manchen Schweinezüchter veranlaßt, seine Ferkeln ßr naturgemäße Lebens- und Heilwey e, HerrS chrrr - ^ute hier abgehalteuen Schweinemarkt nicht zu bc- fiieisier aus Berlin einen Vortrag über das Thema halten faf)ren @0 tam e§ bar3 ^diglich ältere Ware in beschränkter .?raturheilbewegung und Kurpfuscherei". Unzahl zum Verkaufe stand. Bei flottem Handel wurden Schirrmeister ist ein ausgezeichneter Redner, hat auch bei .^erteI 35_go Mk. und für Läufer 70—100 Mk. für den Kämpfen um das sog. Kurpfuschereigesetz in erster Linie ^aar bezahlt gestanden und kennt dieses Gebiet, wie kaum ein anderer. x Bad Orb, 20. Febr. Mit großer Mehrheit haben Mei Feinde hat die Naturheilbewegung: die orthodoxe Stadtverordneten einem bedeutungsvollen Projekt zu- flerzteschaft und die Kurpfuscher aller Art! Die erstere gestimmt. Der Stadtverwaltung war über die Erwerbung jucht die Naturheilbewegung als Kurpfuscherei zu verfehmen ^er .Haiiptbetciliaung an dem Bade ein annehmbares An- knb lörirb darin getreulich von der zweiten Gruppe, den g^bot gemacht worden, da die ursprünglichen Haup.bcsitzer virklichen Kurpfuschern unterstützt, indem diese anaeychts Beteiligung an dem Bad Orb mit allen Rechten an »ec Erfolge der Naturheilbewegung mit Vorliebe sick) als Stadtgemeinde abtreten wollen. Der Stadt war bhr zugehörig bezeichnen. 'Es gilt zu zeigen, daß Natur-1 „geboten worden: der Erwerb von 464400 Mk. Stamn-- milkunde und Kurpfuscherei extreme Gegensätze sind; toafp anteiten des Bades Orb zum Kaufpreis von 37,5 Prozent, mb die wirklicheii Kurpfuscher sich den hergebrachten Heu-! ,u 174150 Mk ' ‘ finttelunfug zunutze machen, fordert die Naturheillehre eine1 • — - — - fiebens- und Heilineise getreu dem alten guten Grundsatz: Ltura saunt, medieus curat — mediea mente, non medi- ramentis! Jeder, dem die Wahrheit am Herzen liegt, ist , Tokio, 20. Febr. Der Brand, der in der Halle der Heils- Schalterdienst arrnee in Kanda ausgebrocltn ist, wurde, wie ergänzend mit- 'J"' geteilt wird, durch den starken Sturm angcfacht und verbreitete sich Landkreis Giekeu. mit großer Schnelligkeit, w daß er pch auf das gaitze Stadtviertel Lanoirns wb»«. Q, ausdebnte. Die Garnison rückte aus und unterftutzte dte Feuer- — Trets a. d. Lda., 20. Febr. Im Anichluß an dte! waren alle Bemükumgen vergeblich. Kanda ist der Mteilungen über den Toten berg bei Treis a. d. Lum da M^telpunkt des studeittischcu Lebens. Viele Schulen und iünock erwähnt, daß auf dem Berge, und zwar auf seiner Erziehungsinstitute s ind niedergebrannt. Wie Sim fXn «m=*.tterbure nSnUich die Stammburg der Freiherren v. Schutz bar, «oen. ouy, — »«'«““ genannt Milchling, die jetzt noch dte spätere, als »Wasserburg- angelegte Burg und ein 1679 erbautes Wohnhaus "nrben dieser Burg zwischen Dorf und Bahnhof xrci§ besitzen, hie alte Burg auf dem Totenberg wird schon 1035 als Wohnsitz des Ritters Eberhard Schutzspeer genannt Milchling erwähnt und ist später, nach Bezug der bequemer belegenen hurg im Tale, all.nälig zerfallen. In den 1880er und ersten ItzÄste der 1890er Jahre war noch genau der Grundriß der laEten Burg mit dem runden Burgsried zu erkennen, und dre Leien Mauern, ganz nach Art der sonstigen mittelalterlichen k' irgen aufgemauert (nicht zu verwechseln mit röm.,chem Mauerwerk wie z. B. bei den Resten der Kastelle) ragten Qaitöcl. — Berlin, 20. Aebr Der Gesamtabsatz an Kalisalzen im Jahre 1912 betrug nach dem Inlands 5290825, nach bem Auslände 4 801 544 Doppelzentner, zusammen 10 092 369 Doovelzenlner. In der Sitz u ng des Aufsichtsrats des Kalisyndikats bezeichnete der Vorstand die Entwicklung des Absatzes in den Alonaien Januar und Jebruar als lebhaü, wies aber gleichzeiiig boroiif hin, daß der gute Abruf vornehmlich der güiiftiaen Wtlteruug und der alißerordenilieh frühzeitiaen Lage des Osterfestes znzuschreiben sei. Der Aufstchtsrat befchäfligie sich nnt t'cr Diitteiluug der Regierung im Reichstage, daß demnächst eine N 0 velle zum Kaligesetz vorgelegt werden solle. Er stellte einstimmig fest, daß etne Abänderung oder Ergänzting des Kali- gesetzes weder vom Syndikat noch von der Kaliindustrie beantragt oder angestrebt iverbe. Der Aufstchtsrat betraute nrdeß einen Alis- schuß mit der Aufgabe, zu den Wiiregungeit, die von den ver- schiedensten Seiten in der Richiung der Abänderung des Kaligesetzes er'olgt sind, schon jetzt Stellung zu nehmen. '# Das Kupfcrblech-Shndikat in Kassel hat den Grundpreis abermals um 6 Mart pro 100 Kilogramm herab» gesetzt und berechnet jetzt 171 Mark. - Märkte. th. Gießen, 21. Febr. Der öeu - und Strohmarkt auf Oswalds Garten hat in den letzten 14 Tagen nur vereinzelte Zufuhren von Futter zu verreichuen. Stroh kommt ü ierhaiipt nicht zrir Stadt. Gutes Heu wird zurzeit mit Alk. 3,40—3,60 der Zentner bezahlt. r. Soennecken Bonn Berlin Leipzig Der billige Verkauf dauert noch fort 5 C. A. Hartmann Seltersweg 81 Via Fernruf 2064 Aussteuerhaus Wäsche-, Betten- und Steppdecken - Fabrik Wieselt, den 20. Februar 1913. 1259 Hauptkatalog u.Muster stehen gerne zu Diensten Die Beerdigung findet Sonntag nachm.3Uhr stau. 1250) Labnstrakc 9. Reise-Kollektionen 1239 Paar Damen-Handschuhe 013121 tepham'tr. 26 I. 1219 F. H. Fuhr. Kaufhaus Gießen v"/1 Gelegenheitskäufe strasse 7. 101324. Bahnhofstr. 14 Zur Ausführung jeder 01016 peisckartoffrln zu verkaufen. (01315 j Wer macht schönes Tirol» C. 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