Nr. 9l viertes Blatt w. Aus der völkerkundlichen Ausstellung. Ein Schnlerlebnis auf der Eoldtüste. Redaktion, strafte 7. Redaktion: Expedition und £ ruderet: Schul- Expedition und Verlag: 51. e^H2. Tel.-Adr.: AnzeigerGietzen, Ein ernster Tag unter den wilden Bayong in Kamerun. Missionar G. Spcllenberg (Slamcriut) hat ein sehr ge- fahrliches Abenteuer beftanben, frag er. uns wie folgt schildert ■ Der 13. Februar ist mir jedes Jahr ein ernster Gedenk - Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Famtllenblätter" werden dem »Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirdlatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Manner, Frauen, Jünglinge und Jungfrauen, in ein paar elende Lumpen gehüllt, wälzen sich am Boden vorüber. Sie sind be- giertet von Daseya, dem religiösen Führer. Er schlägt die Gong utH. Entlockt einer Muschel schreckliche Töne. Tann und wann erschallt der sehnsuchtsvolle Ruse: Govinba, Govinba! Langsam nur bewegt stch der Zug vorwärts. Was soll das bedeuten? k Ä emer der Umstehenden. „Derr, diese Leute haben d e m S chlangengottSubraha dieses Gelübde dargebracht, .erfüllen." Subraha ist ein Helfer in mancher Rot. rx L,c,/rt »tnberfegen. Er ist aber auch der Verursacher des chreckltchcn Aussatzes, an dem in Indien 600000 Menschen bei lebendigem Leibe dahmsterben. Diesen Menschen ist es heiliger Ernst Eine halbe Stunde Wegs wälzen sie sich dahin aut Ucinigtem, schmutzigem Boden. Der Geübteste erreicht in drei Stunden das Ziel, andere, weniger Geübte, brauchen fünf und acht Stunden, und manch einer bleibt ohnmächtig am Boden liegen Doch, koste es, was es wolle, er hat die Gunst des Gottes zu erlangen! Und nun noch einige Schritte weiter. Da steht der.haus- h.o - mächtig e G ö tzenwogen. Hunderte von andächtigen .Menschen haben die Seile ergriffen, die an dem Wagen befestigt Und. Elefanten legen den Rüssel an die Räder. Und in dem Augenblick, m dem ein Habicht in der Luft seine Kreise zieht, letzt iid) der Wagen unter ohrenbetäubendem Lärin in Bewegung. ^)er Gott, der auf dem Wagen thront, wird spazieren geführt. Doch wir sind nicht da, um der Neugierde zu fröhnen! Nein, unter jenem .Feigenbaum auf einer kleinen Erhöhung steht drr Missionar mit seiner kleinen Gelnlfenschar. Ein Lied wird angejttmmt. Staunend eilen die Festbesucher herbei. Wer will, der rann es hören: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen leid. Ich will euch erquicken." So spricht Jesus. Me tarnen und haben ihre Last abgelegt zu den Füßen Jesu. 4.2» leyen zu dürfen, war mein größtes Erlebnis! * Missionar Blocher schildert uns Samstag, 19. April M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univerfitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. am selben Tag noch einige Wegstunden weiter aus einem anderen als unserem gewöhnlichen Wege, weil aus letzterem kein Torf mehr erreicht werden konnte, in dem wir hätten übernachten lonncn. Wir verließen die Ebenennb gingen anstatt nach Nord- osten nun gegen Osten direkt ins seitliche Gebirge hinein, das wir leit her gemieden hatten, weil uns die dortige Bevölkerung noch uiibetannt und etwas verdächtig erschien. Bald fiel uns auf, oa.3 ^ir. öwar in der Ferne jeweils Menschen sahen, die aber beun Nahertommen jedesmal verschwanden. Endlich kamen wir bei strömendem Gewitterregen in eine nach Bayongart ganz zeritreut an den Berghängen liegende Stadt Mbolebong. Aber n’^ !üar sehen. Unser Führer, der obige Häuptling, or »r uun einen Boten nach dem Üönigsgehöftc, das nach seiner Aussage nicht weit von hier sein sollte, um den König zu rufen. Wir sollten inzwischen am Fuße des Hügels bei einem Bayong- ipaufe ivarten. Lange sahen wir nichts, hörten nur hin und wieder einige slötcnartige Signalpfeifen der Eingeborenen tönen, bis wir von unseren, schwarzen Begleitern auf vereinzelte nackte Wilde aufmerksam gemacht wurden, welche ihr scharfes Auge entdeckt hatte. Da uno dort schlichen an den Abhängen solche unheimliche Gestalten mit Gewehren durchs hohe Gras, alle nach einer Richtung, nämlich aus die Spitze des vor uns liegenden Hügels zu. Bald stand denn auch dort oben ein Trupp Wilder, ww wir noch ahnungslos glaubten — mit langen SSerg« Kaden versehen. Tie Adleraugen unserer schwarzen Sckjüler und Trager hat«en aber bald die Art dieser Stöcke erkannt, sie wiesen uns darauf hm mit dem Ausruf: „Seht ihr benn nicht, baß bas lauter Gewehre sind?" Nun setzten wir, um uns von ber Wahrheit zu überzeugen, unsere Feldstecher ans Auge. Im selben Moment erhoben jene verbächtigen Gesellen dort oben wirklich ihre Gewehre und legten auf uns an, schossen aber nicht sofort. Wir zogen uns nun in den Schutz einer Häuserwand zurück und warteten, nicht ohne einige Beklemmung, was nun werden sollte. Auf keinen call dursten wir nun sofort sliehen, sondern mußten uns, obwohl wir nur ein einziges Gewehr bei uns hatten, so stellen, als ob wir gegen einen feindlichen Angriff völlig vorbereitet seien. Emdlich kam unser Abgesandter atemlos angelausen mit dem Ruf: „A ba- sango bingo wamse timba, wamse! wamse! b'a v ngea!" („Meine res -r, .. v.^ . Gießen, 19. April. utajt möglich, eine erschöpfende Darstellung der von der völkerkundlichen Ausstellung dargebotenen An- schauungsmittel über Land und Leute, Sitten und Ge- brauM, Missions-Arbeit und -Erfolg zu geben, erstreckt '^5 stch doch über Flwei Weltteile und führt die Natur- volrer Afrikas (Kamerun) und Goldküste einerseits, wie die aästens (Indien und China) anderer- En Beschauer vor. Da heißt es selbst gehten, sehen und sich erklären lassen. Aber gerade in diesem scharfen Kon- traste liegt ein großer Reiz, und auch derjenige, der sich schon einigermaßen mit kolonialen und missionstechnischen Dingen beschäftigt hat, merkt gerade bei öfterer Betrach?- tung iric immer neue interessante Eindrücke von den ausgestellten Gegenständen ausgehen. Es sei heute nur auf einige Punkte hingewiesen: In der Ka m er un - Ausstel- lung fällt z. B. die Hütte des Fetischpriesters auf. Wer hier nicht nur am äußeren haften bleibt, sondern sich den furchtbaren Aberglauben, der diesem heidnischen Götzendienst >zu Grunde liegt, erklären läßt, wird verstehen, was ein interessanter Artikel des (Wiener Anzeigers im Fami- ltenblatt vorn 18. Januar 1912 schrieb: „Ein Fluch Afrikas", vom Abevg'lauben im schwarzen Erdteil. Da wurde, nicht von imssionapischer, sondern von kolonialer Seite, ausgesprochen, daß neben der Schlafkrankheit, neben den info-lge der Kolonisation immer seltener werdenden Sklavenjagden der Aberglaube als der größte verderbliche Much auf Afrika lastet. Das Material jenes Artikels entstammte nicht den Berichten der Miffimo sondern eines französischen. Offiziers, Poupard, der seine Erfahrungen irrt französischen Kongo, bem jetzigen deutschen Neu- Kamerun gesammelt hatte. Der Hanptträger des afrika- nrschen Aberglaubens aber ist der Fetischpriester, ein tausendfacher Betrüger und Verbrecher, dessen wirksamste Waffe !das Gift ist. Von diesem Aberglauben kommt es * Die Missionare über ihre einbrncksvollften Erlebnisse. Dre vorstehende Plauderei führt uns zu den Männern na.-.? övr Lebensaufgabe gemacht haben, auf die zustande bei den fremden Völkern im christlichen Sinne einzuwirken. Da anzunehmen war, daß die zurzeit hier '^crren Missionare reiche und interessante per- fonliche Erfahrungen in dieser Beziehung gesammelt haben, haben wir uns an sie mit der Bitte gewandt, uns kürz nrederzuschreiben, welches ihnen das eindrucksvollste Erlebnis während ihrer Wirksamkeit dünkt. Es sind uns denn nun auch hochinteressante Beiträge zur Verfügung gestellt worden, die wir hier wiedergeben: Eine indische Götzenfahrt. Missionar W. SPaich erzählt von feinem Arbeitsfeld in ■/r . A, ? vuv luivi'iL icin •"-'-uiiic'u mitn Arznei geqeven, Wmtben uno allerlei etc hafte q.-rTry--' — retjfeä «ttofogon M dem Hexenglaubcn früherer J°I>r- «chwüre müssm verbunden «erden: denn kommt wieder tiner. Äfctam ® ÄPT burft,crt hunderte... da» )d>t Krankheit durch das Eiuqchen eines ft",wun,ch,. »oa einem kranken ;iailn befreit zu werden. Sonn- bald auf dm Äb Äd skn b»>en Gcytes hervorgerufen wird, mithin der Kranke nicht muß am Borunttaa Gottesdienst gehalten werden, nachmit- und Ä «MÄÄiÄZ “SM? nach Gesichtspunkten der Hygiene, sondern nach den der- dann in die Heidenstadt, da wird auf der Strafte allen Seiten nm irhl n n r£CI!!? md)t r??,n rücüen Anordnungen des Fetischpriefters behandelt und Nzessei ±r£ Äf «"«»blick in mein™ Seien än «ritt qeqna ~lFnit ^ugt auch die große, furchtbare schulvorstehcr. Ich hatte ate interne "120—130 Neaeriungen im nU^ s^Ot),TnUn^^C ^umstudungen, die in einem solchen MombM Kindersterblichkeit zusammen, die an manchen Orten 75h’ai^cn Begleftem erzwingen. Wir befahlen ihnen, Hofe in China gibt, sondern die einzelnen Gräber liegen HHb vor den großen Kästen stehen mit dem für ihre Begriffe aber in Ruhe ihre Lasteii äufzunehmen und in voller weit zerstreut im Lande umher. Sie sind heilig und dürfen "ugehenrcn Vorrat an Schulmaterialien, nehmen sie ihre Taschen- |ld) m1-öer Marschkolonne zu bewegen! jedes Flieheii nicht angetastet werden, denn die Geister der Ahnen wür- ..... ” ........’ ' • r ' 1 unb jRcnttp" mnr ftrpnrt «*fi«^** *.....- —- —..... den Strafe bringen. Und nun will die Eisenbahn das moderne China durchqueren, aber überall stößt sie auf Hindernisse, eben auf diese im Wege liegenden (Gräber. Auch der beste Teil des Landes ist infolge dieser religiösen Sitte überhaupt derl wirtschaftlichen Bebauung und'Nutzbarmachung entzogen. Oder sieh' dir den verkrüppelten Fuß einer 17jährigen rchchen Chinefin an und las; dir erzählen, welche annselige, unwürdige Stellung überhaupt das weibliche Geschlecht in China, dem alten „Kulturvolke", hat und du wirst scheiden mit der Erkenntnis, daß es doch etwas Großes ist, wenn das Christentum Natur- und Kulturvölker" innerlich befreit, zur Liebe und Barmherzig- rert, unb dadurch zum wahren Fortfchrittc führt. L. G. Em Schnlerlebnis aus der Eoldtüste. wngo bingo wamse timba, wamse! wamse! b'a v ngea!" („Meine ..»‘S.SKÄS SÄ S'M'Ä$£ fiÄÄ'-i'S'Ä aas «'-Ah vvuui uu nehmen nr iijre in|(iicn’ : ........r.....unuigm, fNieyen । tuet}er hervor, machen bic Knoten nacheinanoer auf und versuchen ,u v? war itrcng^oerbotcn, benn bies konnte eine verhängnis- rtd) zu erinnern, was bic verschiedenen großen und (leinen Gelb ■ le Katastrophe zur Folge haben. Ta machten wir benn auch lummen zu bcbcutcn haben, wobei selbstverständlich leicht Fehler I ^VIC 0" Schwarzen nicht Ijänfigc Beobachtung: Noch nie hatte Vorkommen. Bald ist des Gelbes zu viel, halb zu wenig. Po a 10 - ’,n 111 eme Träger so schnell sich sammeln unb ihre So kam eines Tag-S 3u mir ein »»teilt unb, nachdem e» JÄ MS“.1’ leine Emkau e gemacht hatte, bl cb es stehen unb schaute mich !L ' e t", und da schweigt, bei Neger in stiimpfer Re- erwartungsvoll an. Auf meine Frage was er noch wN LU», Mit lautloser Stille wtzte jeder fein Bündel oder antwortete er, ich habe ihm vorhin eine halbe Mark (six pencc) ^er qefäh!ttchst^ B/omcn ^e^' Uc!b UU,T nicht herausgegeben. Ich behauptete zwar, ich habe ihm jedesmal ent des Rückzugs. Wir mutzten nämlich sein Geld richtig gegeben, er bestand aber fest darauf,^ ich sei'ihm ü?ben"^iinr ^'lden besetzten Hügels vorüber- noch 50 Pfennig schuldig. Obschon ich meiner Sache ziemlich uns beschießen Huh SS fmmS9™" tonnten sie Ucher war, weil ich bic Angst oes Büblein-, sah gab ich ihm 1 r ^^klicli, faum rcai linier Zug in Bedas Geld und schickte ihn fort. Ich ging" nun S arbeitet? K hiQW> Äter unheimliche Knegerschar dort brunten im Garten, als etwa nach einer Stunde das Bubi ein I nnT iwn^nuf d/« -^t vorgehaltenen Gewehren wollten sie wieder baftertam mit einem ganz verlegenen Gesicht. Fch dachte itCn rucken und Sinn „Angriff Vorgehen. Da er habe etwas vergessen, denn, wenn schon ihr Gedächtnis nicht I n"artetes. , 2er uns führende Bayong-Häupt- sehr belastet ist, sind doch bic 9?cgcr sehr vergeßlich und fömmen !.»§ 3 .Leuten vor und stellte sich deckend vor oft zwei und dreimal wieder: „Herr, ich bitte sehr nm"Ent- „m schiieen )ic, heftig geltifuhcrenb, zu den schuldigung, ich habe das vergessen", ober• Herr ich bitte Fanden hlnanf Was fte mit ihnen ver- vielmal nm Verzeihung, gib mir noch jenes !" So dachte ich er h„l?StCJirW nl^n !Ln ?1C ^atwng-^prackw verstanden wolle noch etwas, unb frag ihn etwas barsch nach feinem ^c- nw ?n" 2ii Erfolg mar doch ber, daßfte zunächst gehren. „Herr," sagte er, „ich bitte sehr um GntfSbiaunS ft ' “nb4° fa,n4n ,t>tr'- ohne nnen Sckjuß zu er- ich habe vorhin gesagt, du habest mir ’n wenig gegeben, nun' habe hinten an bat in’Tnf'in ?arn\» JÄ’X stch .unsere Führer ich mein Geld ge,zählt nnb gefunden, das; ich 50 Pfennig zu viel K ltTI ÜÜäkÜa , t nt ^rfurchtung, bic wilde Vörde habe: ba hast bu >cin Gelb wieder." ° 3 1 S n ;Rucken fallen wollen. Wir waren Um bic Ehrlichkeit dieses Jungen recht zu sckiätzen muß man I der Hauptgefahr entronnen. Aber noch bedenken, aus was für einer Umgebung er kommt und wie diese , nfod’ ln bm unheimlichen helbiiifchcn Neger, ber Eine wie der Andere, verlogen und ver-1 >.1™ (I? . luaien. Wir liefen bann neben unfcren stöhlen sind. Es beweist aber dies, baß unter ben? Einfluß beä W '.'htrn U/25-i nn* D-';-r aefahrlichften Seite hin Evangeliums aus diesen verlogenen Negern ehrlich? und rebliche mußten önd ^»0'^ugrifs aus dem Busche decken Christcnmcnschen werden können. Ter Junge hat gewiß auch I ""^Elielligt wieder auf ben freien feine Versuchungen gehabt. Was hätte er mit bicsem Geld nicfit I ”,n U’iaug dicht neben mir int Gebüsch ein alles artfangeii tön neu! Dabei war 'er vor Entdeckung sicher imTickichtnocke^Mi flt1'r-unö verlchtvand blitzschnell Aber sein gewecktes Gewissen ließ cs nicht zu Hier in I ft*,« ^sinnen ober wehren können, Europa, unter 100 Buben, wieviel wohl hatten (o gehandelt ? | wieder in &e"ÄÄ und Mern°chtetÄ"in'einem'ZedliL <.orfc. Am anderen Piorgen hörte man in den Bergen Schuft auf Schuß, als ob ein Gefecht im Gauge märe. Anscheinend vnn'v!Ww Hnburrf> c,,lcr Wieberkchr abgeschreckt Nwrdeu: denn du. Bayong erwarteten offenbar einen Angriff unsererseits T d-I Miinan „ach keine Mn.una mtd hh al'3 l,,vcu sebovctteH Feind. Tas utar . ßaiigfam fäljrt auf einer staubigen Landstraße in Indien ein -Dcftfentarten dahin. Der Ochsenlcnker, der vorne auf dem Wagen thront, treibt seine Oechslein mit freundlichen Worten 3ur Eile an. Die Tropensonne brennt unerbittlich heiß herab Im Wagen sitzt ein Europäer mit einem mächtigen Tropenhelm. o.v.u«t l|t uw, .cu auf bem ftobfe. Eingeborene, stattliche braune Gestalten, den und Dankestag, seit sechs Iahten: denn da wurde ick mrt Hici I rfuf’n 11J10 H°up1 gewunden, schreiten in eifriger Unter anderen Kollegen zusammen, wie durch ein Wunder Gottes aus U rGbruar 1307. haltung hinter bcm 200^011 her. Eine malerische Gruppe, in ber großer Not und Todesgefahr errettet vor den Kugeln und Dolchen nurf) Wcfc Stämme seit Jahren unterworfen von 9(171 ^Ibenb wird baö 3icl erreicht Wit unb in Sn- wilder Bahong-Ncgcr, welche bic Naiidberge des Jnncrhochlaudc^ ^^ ^eutschen Regierung, wenn auch noch zweifelhafte Clemente dort bramantm, einer entfernten Waldgegend Bald ist der Inhalt des von Kamerun bewohnen. ” .Mneryochlandev vorhanden sein mögen. Ein mifitärito« SiSer iaafe 163. Zahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oherheßen Ad AoicMtl. "riitenr. i. 'Jitu cingrr Hrtandas uni louiwerfrüche, erbode, tzaien it Lvmmcrlad. rt Brauntels ubiisana-Sim p?l‘!rl.D.JJ.150(a ®fh >60 50 28 29 40 25 6 5 68 38 40 26 40 4$ 30 45 44 70 40 120 125 66 70 VI 70 75 ie, crE c:Ml5P'g in* 20, 24M 18 «fd. 20 Psg. 17, 20 W .roße 30 fc Pfd. 20Pl'g- Pfd 22P'g- «st. 19 W Pfd. 24 Plg- tafcl34Äö Pfd 20Psg- «fd 23 M- W 17Psg- P.d. 24 H NZ ach. ' 10 ''eine, ofbrän. L^Baufwärk. orium. 4 Trinkkuren. § lT«rein e V § Han-tilr. 6. 1 bürgert 5 Dällagc-. mbtorte. ----- isdenkopf „ Su;. ■ «itO'IScmqe. Ri dalbalttchn Mrr Firmen. < umjeben Ebndu.ZeHUifer baS Heer der Nebel flieht, vor des Morgenrotes Delle Und der Sohn der Wüste kniet bürffcenb an der Lebensqucrte." Mit Bangen und Hoffen hatten unsere grauen ans unsere Heimkehr gewartet: denn bald drangen au ihnen Gerüchte und Schauergeschichten, die vonr Innern her durch den Mund der Ein geborenen bis au ihnen wcitergctragen worden waren, daß ihre Watten, die Missionare, Von den Bahong erschossen worden seien ?5ber sie hielten sich tapfer und warteten nochmal drei Wochen, bis sic uns leibhaftig und wohlbehalten wiedersahen. Sie hatten sich mit der richtigen Auffassung getröstet, daß bei einer wirklich vorgefallenen Katastrophe doch wenigstens einige unserer schwarzen Begleiter entkommen unb nach Nyasoso gelangt sein müßten. Da dies nickt geschah, nahmen sie an, daß sie auf anderem Wege weiter bis Bali porgedrmtgcn seien, was auch der Wirklichkeit ^sprach. , ' Später erfuhren wir noch, daß die feindlichen Bahong sich tatsächlich mit Gewehren in den Hinterhalt gelegt hatten, um, isobald sene Horde das Feuer aus dem Hügel eröffnet hätte, uns den Rückzug abzuschneiden, wodurch eine Katastrophe unabwendbar geworden wäre. Auch wurde uns berichtet, daß wir unbewußt bis in die Mhe des Königsgehöftes gelangt waren. Wenn tmr vollends dorthin gekommen wären, hieß cs nachher, dann waren wir nicht mehr zurückaelchrt. Das Haus des Königs soll übrigens nach Aussagen der Eingeborenen ein „Elsenbeinhans" gewesen sein, worunter wahrscheinlich zu verstehen ist, daß die Wände Mit Elcsantenzähncn geschmückt waren. Die Bavong-Stäinme bewohnen hauptsächlich die zum Dsmang- Bezirk gehörenden Gebiete der südlichen Nandgebirgc des,Kamerun er Hochlandes und hatten sich bis in die neuere Zeit noch völlig abgeschlossen gegen alle Kultur und Zivilisation. Sie sind daher noch sehr tiefstcbend, mißtrauisch und überaus scheu, oic führen ein ganz geheimnisvolles Familienleben in abgeschlossenen, an Bergbängen und Schluchten umher zerstreut liegenden Einzelgehöften. Sie sind geborene Räuber und gefährliche Messerhelden. Der Dolch ist beständiger Begleiter dieses Bergbewohners und bildet mit dem zugehörigen Anhängeriemen nebst einem kleinen Tuchsebcn seine einzige Bekleidung. Ein Busch von Haarzöpfchen und häufig dazwischen aeflocktenen Zotten verleiht ihm ein äußerst wildes Kannibalenalksseheii, ganz seiner Natur entsprechend. Während die Dieflandbewohner meist einen bedächtigen Gang haben, siebt man die Bahong meist rennen, besonders wenn sie zu den vielen Märkten lausen. Bezüglich der Missionsarbeit unter den Bahong wurde schon von Nichtmissionaren des Bezirks die Ansicht vertreten, die Bahong seien noch nicht reif dafür, die Mission sei Verfrüht. Mr uns Missionare ist jedes Volk auch reif für die Mission, sobald es nur erreicht werden kann und die Türen des Landes offen sind. Beides ist hier der Fall, wo die zuständigen Beamten den Wert der Mission für ihren Verwaltungsbezirk ebenso rückhaltlos an* erkennen und die Schultätigkeit derselben unterstützen. wie die deutsche Regierung dies von ihren Begatten bekanntlich wünscht, da könnten in überraschend kurzem Zeitraum herrliche Resultate erreicht und solch ein armes, blindes Volk besonders durch die Arbeit an der Jugend rasch auf eine höhere Kulturstufe empor- gehoben werden. Möchte dies auch für die Bahvng-Stämme nnserer Kameruner Kolonie sich bald erfüllen. G. Spelbenberg. Ziel und Zweck der Ausstellung. Missionsbaumeister K. Eptingn schickt uns folgende interessante Zeilen: Die völkerkundliche Ausstellung hat seit ihrem Bestehen einen Besuch von mehr als 350 000 Personen anszuweisen. Gießen ist die 23. Stadt, wo sie Aufnahme gefunden hat. Was die Aus- stellung bezweckt, wird jedem Besucher klar werden. Sic will anfräumcn mit dem Glauben, daß 'die heidnischen Völker sich so wohl befinden in ihrem religiösen Fühlen und Denken. Gewiß, es gibt viele edle und sittlich hochstel)ende Menschen unter den Heiden, aber trotzdem sind alle die Greuel möglich, wie sie sick zeigen in Kamerun bei den Gehcimbündcn, auf 'der alb werden die beiden Männer der exakten Wissenschaft von den Haselrutengläubigen abgelehnt, da es sich hier um „physische Phäuome" handele. Gleichwohl sieht man dem Ergebnis der Untersuchung mit Spannung entgegen. — Graf Zeppelin bei der Arbeit. Den bald Fünfundsiebzigjährigen hat Walter Freiherr von Rummel aufgesucht und schildert die Eindrücke, die er von bem1 Manne und seinem Wirken gewonnen hat, in einem rcichillustrierten Aufsatz des Aprilheftcs von Velhagen u. Klasings Monatsheften. Er spricht von den Kämpfen und Siegen des Grafen und fährt dann fort: Ganz so heiter und blau, wie draußen inu Reiche die Leute glauben, )bannt sich freilich auch heute noch nicht der Himmel über Friedrichshafen. Bei einem erst erwachsenden Betriebe ist das ja auch kaum zu verlangen. Meliere hundert Arbeiter sind ständig beschäftigt. Zwei Luftschiffe können zu gleicher Zeit gebaut werden. Tas bedeutet etwas — das kostet! Bor einiger Zeit nun, als die Bestellungen nicht ober nur flau einliefen, sprang Graf Zeppelin nricbcr ohne langes Besinnen mit einer sehr bedeutenden Summe aus seinem Privatvermögen ein und trat damit von neuem selbst, wie früher schon so oft, in die Bresche. Wie feine starken seelischen und geistigen Eigenschaften ihm treu geblieben sind, so ist er auch trotz seines Wters noch frisch und rüstig, sturm- und wetterfest, zäh unb wiberstanbsfähig wie irgendein Junger, kann er, wenn Not an Mann ist, Näclste nacheinander durchwachen; eine halbe Stunde Schlaf im Mantel, zu Füßen seines Luftschiffes ober während der Fahrt in der Gondel heim Lärm der Motoren genügt, um die stähl er ne Spannkraft seiner Nattir wieder heran fierten. Auch die viele Repräsentation, die in den letzten Jahren iwttvendig geworden, Reihen von Festtagen mit bis in den Morgen sich ausdehucudcu Tafeln weiß der alte Herr gut zu überstehen. Mit diesen strengsten Ansordc- rungen gegen sich unb seine Person verbindet Graf Zeppelin die größte und schoneudste Rücksichttialmie für feine Umgebung. Wohl kann er wie feuriger Wein manchmal zornig aufbraitfcn, bringt es aber doch nicht zuwege, irgend jemandem auf die Länge zu zürnen ober ihm ernstlich wehe zu tun. Wenn er am Mend seine Arbeit beschlossen hat, labet der Gras meist "einen seiner Herren zu sich als Gast. Nach bem Essen liebt er ein Schachspiel. In einem Flügel bes Kurgartenhotels bat er eine abgeschlossene Flucht von Zimmern gemietet. Die Privatwohnung des Grafen ist durch die Hotelleitung sehr behaglich eingerichtet worden. Tic Möbel sind einfach, aber bequem, die Räume nicht 'sehr groß und lwch. Besonbers beim Schreib- unb Arbeitszimmer ist man fast versucht, an bie Wohnkabine, wie sie der Kapitän eines großen Ozeandampfers hat, zu denken. Am interessantesten für den Besucher sind die mancherlei Gegenstände, die dem Grafen von Freunden unb bewundernden Verehrern gewidmet worden sind. Da gibt cs Photographien, Aquarelle und Oclbildcr, die sich an den verschiedenen Luftschiffen in oft sehr glücklicher Weise versucht haben, da sind alle möglichsten eingerahmten Tekrete, Schreiben, Ehrcnbürgerrechtscmennungcn, Porträts hochstehender Persönlichkeiten mit darunter gesetzten Widmungen. Auch Karikaturen des Grafen fehlen nicht. Hier steht ferner Graf Zeppelin als Nußknacker, dort als Zigarrcnabsckmeider, und menn man näher zusieht, erblickt man nod> so manche andere derartige Tinge, >vic sic überqnellende unb wohlmeinenbe Begeisterung erfunden hat. — W i c amerikanische Warenhäuser inserieren. Tic große Zugkraft, bie amcrikanisclw Geschäftshäuser auf ihre Käufer ausüben, hat nach den Berichten bes Bolkswirtschaftlcrs N. Telware ihren Grund in der- Zeitungsanzeige, mit der sie geradezu verschwenderisch umgehen. Interessant sind einige Zahlen, die das Berliner Fachblatt „Ter Konfektionär" diesem Berichte entnimmt. Tie Tageszeitungen von N c w Jork bezogen im letzten Jahre von Siegel, Cooper & Co., bem größten Warenhaus in New Port, für tägliche Annoncen zwei Millionen, von Wanarnakcr 21/3 Millionen. Tas Kaufhaus N. H. Mach L Co. inserierte für S1/* Millionen in einer einzigen Zeitung und hatte den Erfolg, 300 Millionen int Jähre umzusetzen. Für die Zeitungsreklame allein beschäftigen die großen Häuser einen ganzen 2tab von Personen, der seine besonderen Bureau räume bat. Außerdem werden noch Preise für bie ausgesetzt, die einen besonders geistvollen ober wirksamen Einfall haben. Daher ist wohl auch zum Teil der große Umsatz der Niesenacschäftc zu erklären und die Volkstümlichkeit, die bie einzelnen Geschäfte sich erworben haben. — D i e au§ ft erbe nben Negritos. Eine Anzahl wissensckwftlichcr amerikanischer Körperschaften hat bem Kongreß der Bereinigten (Staaten eine Bittschrift zugehen lassen, in der ein gesetzlicher Schutz für die Negritos auf den Philippinen gefordert wird. Tenn die Beobachtungen der letzten Jahre Iaff en keinen Zweifel darüber, daß dieser merkwürdige Bokksstamm, den man als die Urbevölkerung der Philippinen und des malai- schcn Archipels ansieht, in kurzer Zeit unrettbar aussterben wirb, wenn nick t staatliche Maßnahmen diesen Prozeß anfhalten. Man weiß, daß die Negritos in alten Zeiten nicht nur aut den Philippinen hausten, sondern auch auf der angrenzenden Halbinsel, und daß sie damals die einzigen Bewohner des Archipels waren. Heute ist ihre Zahl bereits auf etwa 25 000 Köpfe gesunken, und selbst unter diesen erreicht bie Zahl ber reinrassigen, unvermcngtcn Negritos, bie ihre alte Lebensweise beibehalten haben, kaum noch 5000. Die echten philippinischen Negritos, bic bie Amerikaner zu einer Art „lebenden Museum" macfen wollten, zählen zu den Menschenrassen ber niedrigsten Kultur. Sie bewohnen armselige, neuartige Hütten, bie auf Pfählen ober Bäumen untergcbracht sind, und obgleich sie zu den Inselbewohnern zählen, zeigen sie eine seltsame abergläubische Furcht vor dem Wasser. Sie schwimmen nicht, besitzen weder Boote noch Canoes, und selbst der Fischfang ist ihnen so gut wie unbekannt. Sie ernähren sich durch die Jagd, die sie mit Hilfe vergifteter Pfeile betreiben. kf. DerunsichtbareBahnhosspförtner. Jedesmal, wenn ein Zug den neuen großen Hauptbahnhof in New Bork verlassen soll, wird bic bevorstehende Mfahrt in allen Wartc- räumen gleichzeitig abgerufcii, und ein Pförtner ist es, der dieses Am't inne hat. Er stellt sich auf bem Bahnsteige vor einen telephonartigen Apparat und sprickst bort hinein. Gleichzeitig hört man seinen Ruf bann, jedoch außerorbentlich verstärkt, in allen Wartesälen. Es ist, wie das „Populär Elcctritp Magazine" berichtet, ein telephonartiges Instrument, das den Sckall übermittelt. In den Wartesälen selbst sicht man jedoch nichts davon, denn die WiedergabeapParate sind in die Wände eingebaut,, so daß die Stimme des Pförtners an.s der Luft zu fommen scheint. Das Telephon, das hierbei verwendet wirb, unterscheidet sich erheblich von sonst gebräuchlichen Fernsprechern. Tiefe gehören zu den Schtvachstromapparaten, der „unsichtbare Bahnhofs Pförtner" aber wird durch einen Stromi von 110 Volt in Betrieb gesetzt- An dem einen Aufnahmeapparate können beliebig viele Wiedergabeapparate angeschlossen werden. * E r kann n i ch t d a f ü r. Sie: „Jetzt kommst bu heim — um drei Uhr morgens?" — Er: „Sei gut, Rosel, g'rad' heut kann ich wirklich nicht dafür. Ich Hatte int „Blauen Hecht" meine Mütze aufs Sofa gelegt, da setzte sich die scharfe Bulldogge vom Metzgermeister Wolff drauf, unb ber ist erst um drei.heimge- gangen." Börsen-Wochenbericht. — Frankfurt a. M.. 18. April. An den Börsen hat infolge der politischen Entspannung und ber Erleichterung am internationalen Geldmarkt, die jetzt in der Diskotltertna'ßtgung der^Bank von England von 5 auf 41/, % nun Ausdruck getoirtmcu ist, eine Hauseströinung begounen. Tas Publikum, das der Börse solange fern geblieben war, hat umfangreiche Küitfe. besonders vom Judustricaktienmarkte vorgenommen und die Baisscpartei begann zu decken. Das Geschäft war infolgedessen zeitweise auf fast allen Gebieten recht lebhaft. Dabei begegneten auch die bochverzinslichett 21 ulaaeinerte wieder regerer Nachfrage, so daß die neuen Werte dieser Art, die in ber jüngsten Zeit an den Markt gekommen sind, bekriedigcnde Unterkunft gefunden haben. Man wird freilich nicht übersehen dürfen, daß in der nächsten Zeit noch gar viele Ansprüche an den Kapitalmarkt berautreten werden und ob er schon stark genug ist, um diese Bedürfnisse alle schlank zu befriedigen, muß abgewartet werdeu. Einer weiteren rückläufigen Bewegung des Zinsfußes bürfte durch diese starken Ansprüche, jedenfalls zunächst Einhalt geboten fein. Obschon es scheint, als ob die schlimmsten Tage für den Geldmarkt nun überstanden sind, muß man die Lage hoch noch immer sehr vorsichtig beurteilen, denn von regelmäßigen Owldvcrchältnissen sind wir noch weit entfernt. Glücklicherweise ist zu beobachten, daß die Börse die Vorsicht nicht atts dem Auge verliert, beim in den letzten Tagen der Aufwärtsbewegung wurden die gestiegenden Kurse immer wieder zu Erleichterungsabgaben benutzt. 9htrb die Rücksicht auf die nächste Monatsabwicklung läßt ein vorsichtiges Verhalten geraten erscheinen. Am Mon'tanm'arktc verhält sich die Spekulation anfangs noch zurückhaltend, schließlich waren aber auch hier beträchtliche Kursbesserung zu verzeichnen Den Anstoß gab der Generalstreik in Belgien, von dem man bet längerer Dauer günstige Rückwirkungen auf die deutsche Montanindustrie erhofft. Abgesehen von diesen Zusallsvortetlen wird auch sonst die Zukunst der Montanindustrie iniolge der politischeu Entspannung zuversichtlicher beurteilt. Man rechnet damit, daß nach dem Friedensschlüsse große Aufträge in Eisenbahnmaterial, sowie in Maschinen ans den Balkanländern nach Deutschland vergeben werden. Außerdem dürfte die gefchästliche Stognalion, die seit Atonatenzin Oesterreich-Ungarn und Rußland herrscht, fttzt einer Belebung weichen, was für unsere Export-Industrie ebenfalls von Wichtigkeit sein würde. Zn der Zuversicht trägt auch die Tatsache bet, daß die deutsche Rohetsenindustrie auch tvährend des Balkan- kneges weiter zugenommen hat. Die Börse wurde in ihrer ztiver sichtlichen fllustassuug allerdings auch durch die Äeußerungen bestätigt, die Geue-raldirektor Kirtorf in der Generalversammlung der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschait machte. Neben H ü k 1 en - und Kohle naktien, die Kursbesteuerungeu bis zu 11 % erzielten, waren namentlich auch die Aktiett von Ma schinen- fabriken gefragt und höher. Motoren Ober-Ursel stiegen Siegener Eisenkonstruktion 8?o, Kleyer «das Bezugsvechr wurde mit etina 140% gehandelt), Moenus 10%%, Potzarnn und Wittekind ll1/, % und Daimler 14 %. Von E l e k t r i z i t ä t s a k l i e n gewannen Brown Boveri 5’4%, Schlickert 8%, Edison 9'4% und Akkumulatoren Berlin lf>%. Chemische Werke waren gleichfalls begünstigt Es stellten sich höher: Holzverkohlung 4%, Scbeide- anstalt und Höchster Farbwerke je 9V,°;0, Albert 17V.,%, Wegelin Rußiabrik 18V % und Amlin 20%, Naphta und Zellstoff Waldhof stiegen je ll°/e. Banken lagen ruhig, doch teilweise ebenfalls fester. Bon Bahnen waren österreichische Werke durch Schantungbahn begünstigt, Amerikaner lagen schwächer. S ch i f f a h r t s iv e r t e stellten sich höher, ebenso einzelne Kolonialpapiere. Privat Disk.-4"///g Meinere iiwigficn Dank für -as vorzügliche Mittel. Es gibt nichts besseres gegen Schmerzen. Es war für mich ein Glückstag, als ich in Ihrer Zeitung von dem Mittel las, das Herrn Tingner kurierte. Damals lag ich schwer krank zn Bett und hatte in allen Gliedern die furchtbarsten Schmerzen. Ein Arzt sagte mir, daß es Gliederschmerzen wären, während mir int Spital gesagt wurde, daß es Ischias sei. Medizin zn nehmen mar für mich eine Qual, da diirck diese mein Herz stets angegriffen wurde. Ich ließ mir das Mittel noch am nämlichen Wend für weniges Geld aus der Ar>otheke holen und schon am näckisten Morgen konnte ick wieder aufftchen. Meine Erkältung war verschwunden, mein Herz mar 1101^10?, und obzwar ich tagsüber.wann unb dann noch unbedeutende Schmcrzctt empfand, habe ich sic seitdem nicht wieder verspürt. Ich gab von dem Präparat auch etwas einem meiner Kollegen und biefer sagte mir, daß auch er seinen Rheumatismus und seinen Hcrenschnst nicht mehr hätte. Es waren Kerudol Tabletten, welche mir geholfen hatten. Zwei Tabletten auf einmal genommen und alsdann eine weitere stündlich beteiligen, die Schmerzen zuverläßlich. Ich nahm drei bevor ich Bett ging und war meine Erkältung los. hv:' * I. K., Zimmermeister, Berlin NW Antwerpen nach 2672 1. Erd- und Chaussierungsarbeiten samt D,9< Walter. Ä Seltersweg j2. Beim Hechler. B19/4 Arb eitsv ergebung Vrlmz Vom Dezember |9|2 Eder-Birkenbolz,voliert,3-tür.Sviegel- _ schrank mit Messingverglasung M. 6233.21 795.40 148.87 Apfelsim 350.— Hechler. B19/4 ttsihr.W°MZ7„ LrumeaiiS Spiegel 9Ö von '-Df. „ Poralatztailette EiseabcttßtllcaMk.50„ CttgraSmatratz^M,8.5K„ Kochm-Lettin Grchen-BnU E. G. m. u. H. Sonntag, den 27. April l. I., nachm. 2 Uhr Generalversammlung sind von hervorragender Dualität und von besonderer PreiSwnrdigkeit. AMellilkgvö!!ca.l8ljRHerzWMeril Ständiger Lagerbeftand von ca. 300 Zimmer- und Mchen-Einrichtungen ZV komplette Herrenzimmer i. Eichenbolz, aparte Beizung, ä M. 378.—, 436.—, 539.-, 644.-, 753-, 876.- bis M. 1450.- Vergebung von Sauarbeiten Die zur Herstellung eines erhöhten Fußpfades von Großen-Lindcu nach dem Bahnhof Großen- Linden erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und zwar: veranschlagt zu Die landwirtschaftlichen Haushaltungsschnlen zu Langen und Lindheim betr. Die landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen zu Laugen und Lindheim eröffnen nm 1. Just 1913 einen neuen fünsntonatlichen Kursus. Der Zweck und die Ausgaben der Anstalten bestehen in der Heranbildung der Mädchen aus dem Bürger- uni) Landivirtsstande zu' künftigen tüchtigen Hausfrauen durch angemefsenen wirtschaftlichen Unterricht und durch praktische Unterweisung in allen in einem einfachen bürgerlichen Haushalte vorkommenden Verrichtungen und Arbeiten. Gegenstände des Unterrichts finb: Hauswirtschaft, Gemüsebau, Obstverwertung, Gesundheits- und Ernährungslehre, Krankenpflege, Rechnen, 9(bfnffunfl von Aufsätzen und Briesen, Buchführung, sowie weibliche Handarbeiten. Auch ist für gute Lektüre gesorgt und wird Gesang gepflegt. Für Wohmmg und Mobtliarbenutzung zahlen: a) Mädchen ans Hessen 25 Mk. b) Mädchen von außerhalb Hessen. ... 40 „ für den ganzen Kursus. Ter Preis für die Verpflegung wird nach den Selbstkosten, bezw. den Preisen der Lebensmittel berechnet. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Die Anmeldungen, welche bis spätestens Ende Mai dsS. Jahres erbeten werden, sind bei ben Vorsitzenden der Ortsschulkommissionen der Haushaltungs- schulen, den Herren Bürgermeister Metzger-Langen bezw. Oekonomierat Westernach er-Lindheim einzureichen, welche ebenso wie die Landwirtschaftskammer selbst zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit sind. Wegen Berücksichtigung der nach hem 1. Jnni 1913 eingehenden Anmeldungen kann Verbindlichkeit nicht übernommen werden. lieber die Aufnahme entscheidet der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer. Darmstadt, den 3. April 1913. Landwirtschaftskammer für das Großh. Hessen. Auskunft erkhellmz RedStarLiniemAntwerpen. W. Zullmauu in Gießen, Grabenstraße 7, tz. Klippsiein in Langsdorf. ® Blut-Apfelsinen © L (Doppel-Blutt 10 Stück § Z 60 Pfg. bis Mk. 1.20. I 8 Täglich frische Sendung © franz, und holländischen ® | Kopf-Salat | tv Für Wiederverkäuser ® w enorm billige Preise. 8 02577] K. Mas6. 60 komplette Speisezimmer j. 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Dezbr. 1912 5385.34 Ausstände bei Mitgliedern am 31. Dez 1912 2459 84 Manko-Ersatz v. Lagerhalter 1086.37 31803 94 ■S8iiamerJ.ffi.-i.il.- HellNukbaum,imitiert,2-tür.Spiegel- fl'TK _ schrank . . SJt. Ü g Hell Eicke, gebeizt, mit Jntarsien-l^t- Inge, 2-türigem Sptegelschrank M. V Dunkel Nustbaum, poliert, mit J-ntar- _ S sien, 2-türigem Sptegelschrank. M. * «Pb I Hell Eicke, gebeizt, mit Intarsien, 3tür. Sviegellchrank, 1/3 tur Wasche . M. i Mittelfarb., Nuhb. poliert, mit Jntar- ME W sten, 3-türigem Spiegelschrank. M. S Hell Eicke, gebeizt, mit 3-tür. 180 cm M breit. Spiegelschrank, V-, Wäsche M. ® kaufen, so gehen Sie in ® ® den ® sSpanisohen Gartens ® Babuhosstrastc 48 » 845,70 Mk. 444,40 „ 89,18 „ Für Gärtner u. Gartenbesitzer: Gießkannen (speziell Feuerbacher) Büm- nnb BlMechritzkli Krilvz- iittb Bl»endriiht geschnitten u. in Ringen Mn-, ZteScn- y. Rosenscheren usw. iiito. cmpsieblt Etohnai Gicircn a,0/s Tel. 165. Neustadt 11. is' aü^es da Sa. 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Voranschlag und Bedingungen liegen bei Kreisstraßenmeister Herrmanrt in Lich vom 21. April big zum 3. Mai offen, woselbst am 23. u. 30. April vormittags Auskunft erteilt wird. Angebote in Prozenten des Voranschlags sind bis zum 7. Mai, vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten — Regierungsgebäude Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18 — einzureichen, woselbst die Eröffnung FABRIK? SM Strümpfe ocken Sehr preiswertes Angebot! Damen-Strümpfe Baumwolle, deutsch oder englisch laug, braun und schwarz, durchbrochen und glatt gewebt. , Herren-Socken la. Mako, graue, nahtlose, mit verstärkter Ferse u. Spitze, durchweg 50 und L. Damen-Strümpfe schwarz, braun und alle modefarben, gewebt, gestrickt, teils mit Doppelfersen und -Sohlen, glatt und durchbrochen. Herren-Socken gewebt, B'wolle, schwarz, braun, grau und Modefarben, durchweg 85 und Damen-Strümpfe deutsch u. englisch lang, schwarz, braun u. grau, durchbrochen und glatt, Baumwolle und Wolle. 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Schuchhardt, Giessen, Diezstr. 4 A. Salomon & Cie Schulstrasse 4 nicht einlaufend nicht filzend Das Beste MM Me Vorschi erhebliche Sterling bleiben, lediglich zu prüs Vorgang des A Ministers in der hebljches g[u die Men nicht g teiligien, Haupt W Kl -ers Mensch, We M burchoutz 16 26 Jahren bai anders. Der kehren. Mb. 143. Sö gm BundeSi Präsident D 1#«** » >** ,*=19« "* „Ai-bl-« M „Minlli*; * ft«,'« '* Angesichts de Om'zierkorps um Werden, die tn erhoben werden, von ihrem Pesiin der an der Maie der höhere Seam: ten Hauptleuten vordersten Reihe Verhältnisse in t die noch akadcmi der militärischen unsere Cssiziere besser gesichert we Der schlechte auch daraus, daß l vorhanden sind, den anderen gleich durchgeführt werd sie z. 58. die Kric Die Verhält, offiziere tont Älter der Mlitä Angestellten der 3 Veteranen, wenn Vellen aber auch chatten tätig sin die Lrganisation die allgemeine W Kchen. Wir b dem das ganze 9 Dazu gehört abe aller Funktional ®fr stM militärischer i- Wundert S>lt von der f fischen E^^t darauf, putzen Reser eit für bie ^"en sie alle 5 eine N^'iellt, daß iMert ist. .. Den Schills fc??ti°nari6etl te* &Wra bÄ; R duiMmtra, ferrn ch Betbr ln8en die 8 irr - °>al eil'. ^°sen «;. ;111 nm; . lleit,enJec Bunk, e&a k>°n Ä Ni. r11 n 8 e n k durch "'StQ ?? 5Boi??lCC t ^ten V al tun Ofi ?s feiftmiu.1 Ae QfjPhtifi Nt bS Siete, ^Quen, 4um Su. f " Di? 'S J*”.1 lg älCij;