Drittes Blatt 163. Jahrgang Rk. 65 esea etWa Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. 3? a"/$ Iplatz 1 b# | Ludwigs- platz Kreis Wetzlar. Braunfels, 14. März. Auf Antrag des Verschöner- ungsvereins hat die Kgl. Eisenbahndirektion genehmigt, daß die Sonntagsfahrkarten von Gießen und Wetzlar nach Braunfels zu denr bisherigen Fahrpreise wahlfreie Gültigkeit nach Braunfels oder Braunfels-Obcrn- dorf haben. Die Eisenbahn haiger-Gusternham. In das Eisenbalmanleihegesetz, ist die Herstellung der Eisenbahn Haiger-Gusternhain ausgenommen worden. Die 'Begründung lautet: Die Bahn von Haiger Hessen-Nassau. io. Hanau, 14. März. Zur Feier des hundertjäh^ rigen Bestehens der O ber- Rc alschu l e farrd heute mittag ein akademischer Festakt in der Jo Harrn iskirche statt. Erschienen waren Vertreter des Konsistoriums, des Provürzial-Schulkolle- giums und der Universität Marburg. Die Festrede hielt O6cr-= realschuldirektor S chmrd t. Ehenuüige Schüler der Anstalt über- reiästcn eine Stiftung von 20 000 Mark zur geistigen mtb körperlichen Förderung der Schüler. Es tourtet verschiedene Orden,' verliehet. Die „chiehener Familienblätter" werden dem .Anzeiger" vierinal wöchentlich beigelegt, das „Lreirblatt für den Ureis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zwennal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:«^112. Tel.-Adr.-AnzeigerGteßen. Dienstag, 18. März 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. -nberg-Bräi ien vorzüglichen _ md Süd-Wen en Preisen.__l? Aus Stadt und (and» Gießen, 18. März 1913. ** Lehrerurlaub für Leipzig. Tie s2ßbte ititng für Schulangelegenheiten des Ministeriums des Innern gibt den ihr unterstellten Behörden bekannt, daß den Lehrern, die an dem vom 12. bis 16. Juli in Leipzig statt stnb enden 12. Deutschen Turnfest teilnehmen wollen, der hierzu erforderliche Urlaub zu gewähre:: ist, sofern sich dies ohne erhebliche Störung des Unterrichts ermöglichen läßt und aus dem Besuche ein Nutzen für den Lehrer zu erwarten ist. ** Das Husaren-Regiment „König Humbert von Italien" (1. Kur Hess.) Nr. 13, das längere Zeit in Hofgeismar, Frankfurt a. M.-Bockenheim und Mainz in Ganrison gestanden hat, begeht vom 15. bis 17. August in Dietenhofen die Feier der hundertjährige n Wiederkehr des Stiftungstages des Regiments. Für die Feier ist folgendes Programm festgesetzt: am 15. August: Begrüßung oer Gäste, Kommers; am 16. August: Parade des Regiments zu Pferde, anschließend Parademarsch der ehemaligen Angehörigen des Regiments, Reiterfest, Festessen bezw. Festlichleiten innerhalb der Eskadrons; am 17. August: Besuch der Schlachtfelder bei Metz. Alle, die an der Feier teilnehmen wollen, werden gebeten, dies dem Regiments- Geschäftszinrmer bis 15. April d. Js. unter genauer Angabe der Adresse mitzuteilen. Mitglieder eines Vereins ehemat. 13 er Husaren können die Anmeldung an den Vorstand ihres Vereins richten. schließen. Sie liegt in ihrer Llusdehnung von 16,7 Kilometer im Tillkreis (515 Quadratkilometer, 51000 Einwohner) des Regie rungsbezirks Wiesbaden. Ihr Verkehrsgebiet umfasst rund 60 Quadratkilometer mit 6000 Bewohnern 15. Mai 1912 101, die Gesamtzahl im Laufe des Jahres 113 und am Schlüsse des Schuljahres 103 Schüler Von den Schülern warm: 96 evangelisch, 5 katholisch und 1 israelitisch. 33 Schüler waren aus Laubach, 51 aus anderen hessischen Orten und 17 aus nicht hessischen Orten. Tie Reifeprüfung l-aden am 19. September 1912 4 Schüler, am 13. Februar 1913 7 Schüler und 1 Schülerin bestanden. Einschließlich des Direktors Prof. Dr. Müller sind 16 Lehrkräfte vorhanden. Oberlehrer Prof. Dir. Karl Metzelt mürbe nach 37 jähriger Tätigkeit am hiesige:: Gymnasium in den Ruhestand versetzt. Oberlehrer Prof. Albrecht Kullmann wurde nach fünfzehnjähriger Tätigkeit an der Anstalt zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Bdnsheim ernannt. Das Schuljahr 1913/14 beginnt Montag, 31. März, mit der dlufnahme- prüfung, der Unterricht beginnt am 1. April. )( Laub ach, 14. Mär^. Der neue Eisenbahn- f a h r p l a n bringt auf der Strecke H n n g c n - M ü ck e die Einlegung zweier Züge, abends 5,08 ab föungen, in Mücke 6,38, und zurück ab Mücke 7,20, Hungen an 8,34. Beide Züge haben direkten Anschluß an die Strecke Gießen— Fulda. Ter Zug ab' Mücke 7,20, Hungen an 8,34 bringt Anschluß an den Zug: Hungen ab 8,52, Gießen an 9,48, der Strecke Gelnhausen—Gießen. Touristen, die den Oberweid besucht haben, gibt dieser Zug: Station Laubacher Wald ab 7,53 Gelegenheit zur Heimfahrt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 14. März. Heute fand int Hotel Trapp die Schlußfeier der S ch i l l c r s cb n l e lhöherc Mädchcnsckrulc) statt. Die Feier war Erinnerungsfcier an das Jabr 1813. Eingeleitet biirdr die Ouvertüre zi: Eginont folgten Chöre und Vortrag, die sich auf das Befreiungsjahr 1813 bezogen. Eine Lehrerin hielt eine Ansprache, in die sie die Entwicklung Deutschlands voi: 1806 bis zum heutigen Tag brachte. Zum Schluß entließ der Direttor die Abiturienten. - Um dieselbe Zeit fand in der Turnhalle des Lehrersemiirars die Abschiedsfeier der Muster schule statt. Auch hier wechselten Gesänge mit De kl am ati onen ab. Ter Hauptlehrer hielt die Ansprache an die entlassenen Schüler, während Lehrer R e u n i n g in einen: Vortrag, einen Rückblick auf die Zeit vor 100 Jahrei: gab. ? Bad-Nauheim, 14. März. Zu einer nationalen Erinnerungsfeier an die Zeit vor 100 Jahren gestaltete sich heute die ans allen Kreisen stark besuchte Schulfeier' unserer Stadtschule, die mit der Konfirmandencntlasfuilg verbunden war. Int Mittelpunkt der Veranstaltung stand das vaterländische Schulfcstspiel „T h e o d o : K ö r n c r", durch das der Freiheitsheld in seinen besten Dichtungen zu Wort kam. Deklamationen wechselten mit whlreichcn Darbictungei: des Schülerchors, der unter der Leitung von Lehrer Diehl u. a. einige der packendste::, von K. M. v. Weber in Musik gesetzten Körnerschci: Schlachtgesänge mit viel Beifall trefflich zu Gehör brachte. Der Leiter der Schule, Oberlehrer Kredel, hielt eine vaterländi f ch c A n spräche über die Zeit vor hundert Jahren, die mit der Mahnung an die Konfirmanden schloß, stets zu bedenken und stolz darauf zu sein, daß sie Deutsche seien. Ter Schülerchor „Mein Vaterland" von M. Mangold beschloß die erhebende Gedenkfeier. --Bad-Nauheim, 17. März. Durch das Entgegen kommen der Stadtverwaltung und der s^ck;nlbehörde war es auf einen Antrag des Stadtv. Kissel hin in dieseni Winter ermöglicht worden, an unserer Stadtschule erstmalig U n t c r r i ch t in der Stenographie nach Gabels- berger zu erteilen. Der Unterricht'sand zweimal wöchentlich statt und wurde von einem Lehrer der Stadtschule erteilt. Es beteiligten sich daran 19 Knaben und Mädchen der Ober- klasse, in deren späterem Beruf die Kenntnis der Kurzschrift von Vorteil sein kann. Ta die Stadtverordneten die Mittel bewilligt hatten, war der Unterricht für die Schüler kosten^ los. H e t: t e n u n legten die Schüler durch eine Prüfung Zengins von ihrem Können ab. Ein Wettschreiben schloß sich an, das ein gutes Ergebnis zeitigte. Es wurden 60 Silben in der Minute geschrieben. Jedem Schüler konnte ein Preis zugedacht werden. h. Wölfersheim, 17. März. Der Maler Weiß hier erhielt auf Grund seiner vorzüglichen künstlerische:: Leistungen j^n Berechtigungsschein als „Künstler-Einjähriger". ft Vilbel, 16. März. Im Anschluß an einen gut- besuchten Lehrgang für Helferinnen in: Dienste des /(Roten Kreuzes" fand hier durch Sanitätsrat Dr. Maley die Gründung eines Zweigvereins von: Noten Krenstatt. Ebenso ist die Bildung eines „Frauenvereins vom Noten Kreuz" in Angliederung an den hessischen Aliee-Verein in Vorbereitung. politifd^c Tagesschau. Die bayerische Staatszeitung unb die Wehrvorlagen. Die „Bayerische Staatszeitung" widmet in ihrem Montagsartikel den kommenden Wehrvorlagen eine eingehende Rücksck>au, in der sie schreibt: Sett zwei Wochen befdjäftigt sich die öffentliche Meinung Deutschlands mit der Vermögensabgabe. DcMsclstand hat bei biefen Erörterungen wahrliastig nicht schlecht abgcschnittcn. Es ist Pflicht und Freude, dieses festzustellen. Kein irgendwie cn:ft zu nehmender Widerspruch hat sich gegen den Gedanken erhoben, die int Interesse unserer Weltstellung unumgänglicher: Kosten einer außerordentlichen Wehrvorlage durch außerordemlichc, mlsschlicß- lich vom Besitz zu tragende Beiträge aufzubringen. In: Gegenteil, biefer Gedanke der Reichsleitung hat überall in deutschen Landen verständnisvolle Zusttmnrm:g gefüllter, nicht zuletzt in den Kreisen, in denen sich Besitz und Vermögen verkörpern. Mit der verstandesmäßigen Anerkennung der Notweiwigkeit, daß eine außerordentliche Maßregel außerordentliche Mittel erheische, verband sich warmes vaterländisches^ Empfinden. Aus allen Betrachtungen, Sie die bürgerliche Presse Deutschlands der Vermögensabgabe wid- .mete, sprach die Bereitwilligkeit der Bevölkerungsklassen, deren Anschauni:gen diese Presse vertritt, sich einmütig zu den: großen Opfer zusanrrnenzuschließen, das Dentschlaiw nach lieberjeugung ber berufenen Stellen auf sich nehmen muß. Diese Geschlossenheit her Zustimmung aus allen bürgerlichen Kreisen des Reiches hat ihren Cckndruck auf das Ausland nicht verfehlt. Zaghafte Gemüter hatten gerade nach dieser Richtung hin eine ungünstige Wirkung der in Aus sicht genommenen Vermögensabgabe befürchten zu müssen, geglaubt. Sie sahen Deutschlands finanzielles Ansehen gc- sährdct, seinen Kredit erschüttert, das Geständnis eigener Leistungs- unsähigkcit vor einer ganzen Welt des Neides abgelegt. Tic so -achten, haben sich grünölid: darüber getäuscht, wie l-och die Volks- nnb Finanz kraft des Deutschen Reichs im' "Ausland tatsächlich ein- geschätzt wird. Die fremden Völker wissen ganz genau, was Deutschland mit seiner rastlosen und unerschöpflichen Arbeitskraft, mit seiner die gesamte Kulturwclt an sich ziehende:: Industrie, mit seinem zäh unb machtvoll sich durchsetzenden Handel wert ist. Sie haben daher, wie dies die Aeußerui:gcn ihrer Presse erfeunen lassen, die Vermögensabgabe, die Deutschland sich für Rüstungs- tzveckc aufcrlegcn will, durchaus nicht enva als Ausfluß einer irgendwie gearteten Schwäche, fonbern als Merkmal kraftvoller 'nationaler Betätigung gedeutet. Und sie haben damit Recht gehabt. Tcr Gesetzentwurf, durch den der patrioüsck)e Gedanke einer einmalige:: Vermögensabgabe zu außerordentlichen Rüftnngszweckcn in die Sprache nüchterner Begriffe und Taffachcn umgesetzt werden soll, wird in Bälde bem deutschen Volk unb seiner parlamentarischen Vertretung vorlicgen. Keine ■ ber beteiligten Parteien aber möge -vergessen, das; bei der Erörterung dieser Fragen das Ausland auf uns schaut, und daß die achimngsvolle Ausnahme, der der Gebaute der deutschen Vennögcnsabgabe bei den anderen Nationen legegnet ist, rasch einer unserem Ansehen abträgHd)en Beurteilung Platz machen müßte, wollten Krämer- ober P h i l i ft e r ge i st ■m ausschlaggebende:' Stelle in: deutschen Volke zu Wort kommen. Wenn Deutschland diese wahrhaft großen Opfer auf sich nehmen milk, bann kann und barf es sic nur wiirbig auf sich nehmen. Diese «Opfer mögen der deutschen Volkswirtschaft, den deutschen B::ndes- staaten, dem einzelne:: Deutschen schwer fallen, aber sie müssen gebracht werden, in der Ueberzcugung, daß sie die stärkste Bürgschaft dasiir bieten, daß uns der Friede und damtt das Fclb für die Betätigung deutscher Arbeit, deutschen Handels und deutscher Znduftrie gesichert bleibt. * Zu dem Kampfe der Theater gegen die Kinos hat jetzt auch, wie uns aus Berlin geschrieben wird, die Regierung Stellung genommen. Bekannt ist das Vorgehen des Präsidiums des Deutschen Buhnen-Vereins gegen die Auswüchse des Kinowesens, den: eine Denkschrift des Verbandes deutscher Kinematographentheater gegcnübersteht, die die Forderungen des Bühnen-Vereins in sehr lebhafter Weise bekämpft. Wie es scheint, haben die Forderungen des Bühnen-Vereins' im allgemeinen den Sieg davon- qetragen, bei die Regierung sich mit den meisten dieser' Forderungen einverstanden erklärt hat und über einzelne der Forderungen gesetzgeberische Maßamhmen vorbereitet. Zn letzter Zeit haben über diese Fragen an den zuständigen Stetten Erwägungen stattgefunden. Tic Regierung läßt sich bei ihren Erwägungen nicht von irgendeiner Vorein- genonlmenheif gegen die Kinos tragen, sondern läßt den berechtigter: Wunsche:: derselben volle Berücksichtigung an- -gedeihen. Sie will gesetzgeberische Maßnahmen auch nur -ht einigen Fällen ergreifen und ^die übrigen Mißstände -auf dem Verwaltungswege beseitigen. In erster Linie wird ?die Einführung der Ko n z es s io ns p flich t für Kine- matographontheater geplant: eine diesbezügliche Vorlage Jftririb dem Reichstage im April zugehen. Nach Einführung Iber Prüftrug der Bedürfnisfrage für Kincmatographen- iheater wird es möglich sein, dem Ueberfluß dieser Theater mtgegenzutrcten, die Notwendigkeit größerer oder kleinerer Theater nach den örtlichen Verhältnissen z.u beurteilen und i der Entwicklung der Kinematographie gesunde Bahnen zu ■ Werfen. Tie baupolizeilichen Anordnungen für Kinos sind erst in letzter Zeit geprüft und verschärft io orten: air diesem Gebiete werden Neuerimge:: vorläufig nicht vorgenommen werden. Die Vorschriften, bcnei: die Theater ' unterworfen sind, können in derselben Schärfe für Kinos nicht erlassen werden. Auch auf den: Gebiete der Film- »etrsur sind irgendwelche gesetzgeberischen Maßnahmen nicht *• geplant. Was hier nötig erscheint, ist im Vcnvaltungs- j vege geschehen. Tie meisten Films werden in Berlin ge- Drüft; die hier frssigegebenen Films können ohne weiteres { iberalt in Deutschla: । aufgeführt werten, ohne daß den Ortspolizeibehörden das Recht genommen ist, ihrerseits selb- . ifänbig die Films nochmals zu prüfen. Die Mißstände auf dem Gebiete des Plakatwescns haben die Auftncrksam- 1 feit der Behörde schon wiederholt erregt. Es ist geplant, hier eventuell gesetzgeberisch einzuschreiten. .Hierbei soll ber Schutz ter Jugend besonders in den Vordergrund gekeilt werde::. Zu dem Vorschläge, einen Filmstempcl na- , -nentlich auf ausländische Films zu legen, hat die Regierung bisher keine Stellung genommen. - Mk. M. 40—43 74-79 46—50 83—89 98-50 48-50 00-00 00—00 62.00—65.00 80.00-8100 80.00—81.00 62.00—64.00 80.00—82.00 64.00—65.00 80.00-88.00 62.00—65.00 (Oriq.-Telegr. be« ic. Frankfurt a. M., 17. März. Mctcorologilche Bcodachtungen der Station Sietzei- Mark per 1000 kg wie folgt: Haler 159'/,( (+ 3) ( 2 ( - Wetter (- 2 ) (- 0.26), (- (- 49-64 45—48 78-88 74—80 154 158 161 169 (- l- (- 8 SSW WSW 10 10 5 47—60 48—44 44-47 41—45 37—48 32-36 25-80 118-111 106—115 ) 1) ) 1) März 1913 178 154 1'4 193 176 5) 5) S) Markttage in Königsberg Danzig Stettin Pofen BreSlau Berlin Magdeburg vallc 'civzig Rostock vombirrg Düsseldorf 178 */,) 5) 2) 2) 89-96 84-87 68-70 64—68 Roggen 1697,1-1'/,) i-e 62-64 72-87 69—80 64-70 57-67 Dollfleifchige Schweine von80-100 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht........ Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ Dollfleifchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht Z-b S Z tiD fc. Frankfurt a. M., 17. März. (0rig.-Telegr. bH ,W* 2Inictaet6*.) Kartoffel markt. Man notierte: Slartofieu in Waggons Mk. 4.75—5.00, im Kleinhandel Mk. 6.00—6.60, iur |i 100 Kg. | Weizen 198 (- 206 188 185 190 196 190 168.75 (— 6.50). Futtergerste: frei Hamburg unverzollt sckwim. 136.00 (— 1.00). MaiS La Plata fchwnn. 115.00 (— 1.50). Mixed März 106.00 (— 3.00) Mark. 1777,(—21/ > 177 (- 3) IHärfte. (Rieften, 18. März. M a rktberi cht. Huf k-entigem Wochen- marfte kostete: Butter das Pstrnd 1,15—1.25 Dkk^ Hübnerrier 1 Stück 7—8 Pfti, 2 G tücf 00 Enteneier iStüd 8—0 Piq., danieder iet. 10 P(^ Käfe das Stück 6—8 Pfg^ Käsematte 2 Stück 5—6 i-tz. Tauben vr Pr. 0,pn—1,00 Wit, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Dlt, lohnen vr. Stück 1,50—2,50 Ml. Enten pr. St. 2,00—3,00 Mk., Gänse das Pfd 70—HO Pfg. Ochsenfleisch pr. Pst). 92-100 Big., Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Pfg^ Kuhsteisch 80 Pfg^ Schweine» fleisch pr. Pstmd 90—110 Pig., Kalbfleisch pr. Pst). 94—98 Pig.. Hannnelfleisch pr. Pst). 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. luO Kg, 6.00 bis 5,50 WIL Weißkraut da« Stück 10 bis 20 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. 6,00—8,00 Alk.. Milch daS Liter 22 Pfg« Nüsse 100 Stück 50—60 Psg^ per Ztr. 0—00 ML Birnen da« Pfund 12 bis 15 Big., Aepfcl der Zentner 10 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bi» 2 Uhr. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) fc. Frankfurt a.M. Diehof-Marktbericht vom 17.März. Auftrieb: Rinder 1568, darunter Achsen 528, Bullen 63, Kühe und Färsen 978, Kälber 602, Schafe 224, Schweine 2848. Tendenz: Ochsen gedrückt, bleibt Ueberstand, Kühe und Fäden, Kälber und Schale lebhaft, Schweine bleibt Ueberstand. Preis für 100 Md Lebend- Schlacht», gewicht Lingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden «rtiv übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tnnedc Verantwortung.) «Hieben, 18. Marz. Gegen die Plakat- und BahnhofSrekkame in bei BahnhoiSräumen wandte sich der ReichStagSabg. Wern er Gießen in einer der lebten Reichstagssitzungen. Und mit Recke Sic ist nicht nur unschön sondern auch manchmal verderblm Man weiß allgemein, das; die Bahnbeamten während be5 Tiensts feinen Alkohol zu sich nehmen dürfen, und nun hängt man ibn» «und den Reisenden) in alle Wartesäle der Strecken Franz' iurt-(Sieben und Fulda-(Sieben (vielleicht auch noch auf ander» Limen) ein grobes, beinahe die ganze Wand einnehmendes edm» über den Schnaps Boonekamp. Was soll daS in Bahnhofs-Wart» säten? Da hängt man doch besser ein schone« Bild hin! lieber», erkennt man die Gefahren des Alkohols an, nur die Eiienbabv Tirektion widerforicht durch daS AuShängen solcher Plakate ihr« atqenen Grundsätzen. Einige '211 f o b o l a e fl n e r. (-27.) (- 8) Gelrcide-Wochcnbericht der Preisberichtsftellc des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 4. bis 17. März 1913. Die Erhebung der Preisberichtsstelle über die Vorräte der Landwirte am 1. März zeigt für alle Getreidearten wesentlich gröbere Zahlen als in früheren Jahren. ES kommt das daher, dab wegen der späten Ernte und der verzögerten Bestellung weniger Getreide als sonst im Herbst ausgedroschen wurde und daß ein grober Teil sich als nicht marktfähig erwies. Nach der erwähnten Berechnung befanden sich von Weizen noch 28,4 Proz der Ernte in erster Hand gegsn 20,2 im Vj., von Roggen 29,4 gegen 22,0, von Hafer 41,6 gegen 31,1 und von Gerste 27,1 gegen 15,5 Proz. i. Vj. Bei Beurteilung dieser Zahlen ist allerdings zu beachten, dab em erheblicher Proz.-Satz wegen geringer Beschaffenheit nicht wird auf den Markt gebracht werden können. Die Vorräte der amerikanischen Farmer sind zwar auch nmfanyreicher als gleichzeitig im Vorjahre, aber nicht so grob wie von privater Seite angenommen wurde. Hinzu kam, daß sich das Fachblatt Einern nati Priee Eurrent diesmal weniger günstig über den Felderstand aussprach. Von Argentinien lagen weniger günstige Erdrutsch- Ergebnisse vor, doch wurden gleichzeitig sehr große Verschiffungen gemeldet. Der amtliche Bericht für Ungarn konstatiert für Weizen einen Minderanbau von 20, für Roggen einen solchen von 10 Proz., mit einer erheblichen Einschränkung der Anbaufläche wird diesmal auch in den Balkanländern gerechnet werden müssen. Tie Weizenpreise haben in den letzten 14Tagen nur unwesentlich geschwankt. Eine leichte Ermäßigung der ausländischen Forderungen blieb angesichts der (- ) (- 1) (- 2) Sandel. Frankfurt a. M., 17. 'März. Tie heutige ordentliche Haupt- ; Versammlung der Adler werke norm. Heinrich Kieper "JL-® in avct 'nirt a. Al. bat sämtliche Anträge der Verwaltung, darunter die neikung einer Dividende -von 30% und die Erhöhung £ des "rundkapitals um 'Dl. 5,000000 aus M. 13,00 > 000 durch Ausgabe von 5 o00 für das lausende Fahr zur Hälfte dividrnden- | berechtigte Aknen zum Kurse von 180*6 einstimmig angenommen I und das ausscheidende AufsichtsratSmitglied wiedergewählt. Die 1 Dividende ist io'ort zahlbar. X Waldgirmes, 17. März. Unsere Nutz holz-De r^W ft e i q e r n n g hat ihre Anziehuiigskrast verloren, die Eichen sind fast | alle verschwunden. ES wurden diesmal im Klöppelstrauch unbfl Iickdell 60 Stämme mit nur 80,32 Festm. verkauft. Erstklaffige Schnittstämme waren sehr gesucht, die Handwerker zahlen gerne loO 'Dl. für den Festmeter. Eine bessere Einnahme erzielte dre 1 Nachbargemeiude Raunhei m, dort kamen 59 Eichenstämm«, 3 darunter schnittstämme mit 27,40 Festm. und 400 Nadelstämme | mit 124,14 Festm. zum Verkauf. Dort wie hier hat auch daS Breuu» Holz eine kleine Preissteigerung erfahren.I Frankfurt a. M. Mannheim München Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 908.25 , Liverpool Mai 162.85 I— 1.15), Ehieogo Mat 136.35 (— 6.05). Landwirtschaft. ** Der landwirtschaftliche Lokalverein breit am 14. März im Fclicnkcttcr feine letzte Winiersitzuu g ab, zu ber sich etwa 30 Mitglieder cingcfunben hatten. Sekretär Sckwirz sprach über die neuzeitliche Weidewirtschaft und ihre 'Zedentung für die Olnrhcssischc Viehzucht Der Redner sprach in seiner Einleuung zunächst über die frühere Deidewirtsclxnt und Ermchruug der Rnrdviel,l»estäiwe, die die Vanhroirtc zur Erzielung von Milch und F-leisttsteistung, durch verbesserte Weidewirtschaft angeregt hätten, gab der Redner ein Bild darüber, unter welchen Verhältnissen die 'lnlage der in Oberliessen, besonders im Dogels- bery mtitanbencn H urweiden und deren 'Di dioraturnen befteben. Lodann macht Selrnar Schwarm interessante Mitteilungen über die regel icdxc Anlage von Viehweiden, sowie ihre Düngung: ferner über die Zeit des Auftrieben und die Zahl der Weidetiere rm Verhältnis zur ttKößc der- Hüten Hieran anfchtietzend teilte der Redm-r nut, rorldie O^imdjt^iinabmcn die Tiere ba guter Weide qebabt hätten. unb welche Milcherträge sich ergeben haben: be- sonders bezog sich X)err Schnur; am die Ergebnisse der Vieh, nx-ibnt am ixrf Kl ebe r g. Am Schlüsse seines Vortrags gab !öetr Schwur.; noch die Artregung. baf.num hier in der nächsten Umgebung von Oüefyn bald nrit der Anlage von särönen und richtig angelegten S?uhtH*ibcn beginnen möchte. Es nttfpann^ sich eine interessante Auseinandersetzung, wobei ein Teil der Städtischen Wiesau von Gießen und der (^mtarhinn Heuchelbeirn in Betracht gezogen wurden Im weiteren Verlauf der Versammlung mvchte Assistent Dr. Wol s nom lanbw Znstitut irtteressant- Mit teüungen über die neuen Ergeinufsc der 5bQrtoffvlanbauwrfudx tzs dann rexh bei Beschlaf' gefaßt, dre nächste Sitzung ($* oder Änfwni iika'- alyuhalten bestehenden TiSparität ohne Eindruck. Dar- inländische Angebot hat infolge der beginnenden Feldbestellung zuletzt merklich nachgelassen, und für die nur mäßig offerierten guten Qualitäten zeigt ich zum Versand nach dem Rhein und nach Frankreich fortgesetzt gute Verwendung. Mai-Lieferung zeigt mit Mk. 208,25 ungefähr den gleichen Stand wie vor 2 Wochen. Trotzdem auch für Roggen eine Abnahme des Angebots festzustelleu ist und ein großer Teil der schwimmenden Ladungen nach der Küste abgelenkt wird, behielt dieser Artikel matte Haltung, da weitere Exportabschlüsse nur zu stark gedrückten Preisen möglich sind und die Mühlen ihre Anschaffungen mit Rücksicht auf den hohen Geldstand nach Möglichkeit emschrähken. Lieferung mußte sich infolgedessen um ca. 4 — Mk. niedriger stellen. Für Braugerste war die Stimmuug etwas freimö- licher, da Händler und vereinzelt auch Verbraucher die gegenwärtige Preislage zu Erwerbungen ausnutzeu. Ausländische Futtergerste ist vernachlässigt. Es wirt) allge>neiu viel inländisches Material verfüttert. Für Haler besteht wenig Unternehmungslust Der Abzug besserer Citalitäteit zum Export vermag den Markt nicht sonderlich zu entlasten Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten veremrnachrichten. ♦* Der Verein chem. 116er in Gießen hielt im Ber- eivsfaale des Herrn Sauer seine Frü hjahrsnritgl ic de r Versammlung ab, die so stark besucht war, daß bas ^okal kaum die Erschienenen aufnehmen konnte Aus dem von bem 1. «vor- sitzenden, Rechtsanwalt Kaufmann, erstatteten Bericht iwcr das Bereinsiahr 1912 ist zu entnehmen: die Zahl der Mitglieder ist von 418 auf 502 gestiegen und feit 1. Januar 1313 ind wieder 33 Mitglieder ausgenommen worden. >)N der kurzen Zeit seines Bestehens hat der Verein sich ein Vermögen von nahezu 2000 Mk. erspart, das bei Sterbe- und wnsttgen Un glücksfällen zur llntcrftiipunq hilfsbedürftiger Kameraden verwendet werden soll. Tie Rechnungsabschlüsse der Hauvtkaiie. Unterstützungskasse und Schießkasse wiesen Heberschüsie am. 2-aS PcrhälMiS des Vereins zum Regiment ist gut irrti) auch das zu den anderen hiesigen Militanter einen bat sich kameradschaftlich fle stallet. Trotz Stimmzettelwähl werden alle BorstandSmitchiet^r nahezu einstimmig gewählt. Gewählt wurden zu VoNikenden R. A. Kaufmann und Ober-Tel Assistent Reitz, »u Schriftführern Maur manu Plank und Prov.-Sekr. Lenz, zu Rechnern Hausverwalter Bolz. Kaufmann Schütz und Manz lei rat Jäger, zu Vorsitzenden des Sckienauefchusses PH. Hermann und Elr Weeg, den des VergnügungsausfchuffcS Ober-Bahnassistent Schmidt uno Emil Otto und als Beisitzer Leopold Maner, Fr. Kuhn, Karl Stiebet, Heinrich Svies und Georg Schwebe!. Zum Fahnenträger wurde Schneidermeister Wilh. Balser, als Fahnenbegleiter Bade meister Muller, Karl Amend, Wilhelm Hammel und Theodor Simon gewählt. Zum Regimentsjubiläum teilte der Vorsitzende mit, das- die Herrichtung der drei großen Festhallen der ZelNabtik von A. Ries in Mainz, die Zimmer , Sckneiner-, Wasserleikungs und elektrischen Installationsarbeiten hiesigen Firmen übertragen worden seien Zur Bierlieferung sind herangezogen roorben Inc Brauereien Bichler, Tenninghosf, Hildebrandt, Ibring und Melchior. Für den Vergnügungspark sind nur erstklassige Geschäfte herangczogen worden, Platz für einige weitete Stände ist noch vorhanden. Tie Stadt hat beschlossen, dem Verein einen Zuschuß von 3000 Mk. zu gewähren, weshalb der Vorsitzende beauftragt wird, hierfür dem Oberbürgermeister in ber Stadtverordnetenversammlung den Dank auszusprechen. Nachdem der Großherzog geruht hat, dem Verein die Führung des kleinen Hess. Staatswappens in ber Vereiusfahne zu gestatten, wird ber 1. Vorsitzende einstimmig beauftragt, in einer Audienz bei ^bem Kaiser um die Führung des kaiserlichen Namenszuges in der Fahne nach- zusuchcn. Zum Fest selbst sollen die Mitglieder einheitlich in blauer Mütze, dunklem — wenn möglich blauem — Anzüge und weißer Binde antreten. •* Ter Verband deutscher Eisenbahn-Handwerker und »Arbeiter, Sitz Berlin, Ortsverein Gießen, beschloß, am 19. unb 20. Juli fern löjähtiqeS Stiftungsfest mit Fahnenweihe zu feiern. Tie Fahne ist bei der Mündener Fahnenlabrik, Inh. Otto Tribian, Hann. Münden, bestellt worden. X Klein-Linden, 17. März. Der Gesangverein Arion beteiligt sich in diesem Jahre an dem Gesangswettstreit in Eubach. Ter Verein steht unter der Leitung des Musiklehrers K. Nikolei aus Großen-Bufeck. Mit seiner 25jährigen Jubelfeier im Jahre 1915 gedenkt der Verein einen nationalen Gesangs- Wettstreit zu verbinden. x Klein-Linden, 14. März. Der Konsumverein, ber länger als 20 Iahte bestanden hat, wurde in ber .Hauptversammlung aufgelöst: nächste Woche wird die Verkaufsstelle geschlossen. Der Verein zahlte zuletzt 142 Mitglieder Der letzte Jahresumsatz betrug rund 50 000 Mark. X Ga r ben teich, 15. März. ?ün 22. und 23. Juni feiert ber Gesangverein Frohsinn hier sein 3 5jahriges Be stehen durch einen Gesa n a s Wettstreit. Der Vertreter- tag hierzu findet Sonntag, 16. März, iw weißen Roß statt. Steinberg, 15. Mät^. Der Gesangverein Jugendfreund Steinberg feiert dieses Jahr fein 25jähtiges Stiftungsfest, verbunden nrit einem nationalen Gesangswettstreit. Die Gefamtleitung liegt in den .Händen des 'Dirigenten Harnisch aus Steinberg. Die Vorbereitungen haben ergeben, daß sich 30 Vereine anganefoet haben. Die Verhandlungen wegen Bildung eines Preisgerichts find abgeschlossen. Der Bcrtretertag sand am 16. März statt. Roggen: Berlin Mai 160.26 (— 3.75. Hafer: Berlin Mai M 215 (- 2' ,) 218 (- ) öatommleng der haurdesitzervereius. Gießen, 18. März. Der Hausbesitzerverein hielt gestern abeub im Metropol eine j aut besuchte Mitgliederversammlung ab, tn ber zunaam j Herr L. Lveckharbt aus Darmstadt einen Dort r a g über < die zweite Hypothek hielt. In den letzten Jahrzehnten hat sich in oen Ääbten neben den anderen Ständen ber bei Hausbentzer neu gebildet. Venn sie Darbietung der Wohnmöglichkcit iutrb nickt mehr nur ,o nebenbei, sondern erwerbsmäßig betrieben, ^.er neue Llano erfüllt in den Stödten daourd) rotdmnc Flinkttonen, bar, er einer viel größeren Zahl von Stadtbewohnern bic WohnmogUch- keit bietet, einer Reihe anderer Stände, nne Handwerkern, Hw dustriellen, Arbeitern rn'ro. Verdienst zuführt unb sie nir bic Stadt steuerkräftig macht, für die Stadt mit ,einem Einkommen unb seinem Grundbesitz einen äußerst ivlckttgcn Sternrwktor ab- gibt unb für flüssiges Matnial eine gute barbictct. Tie Steigerung des Wertes von Grunb unb »oben, bie Ausführung qröRcrcr Häuser und deren feinere .(u.itattung brinaen esmtt'sick, daß bic Erstellung von Wohnharnern gronere Mobitalicn als früher erfordert In ^aimitabt gibt ed 3746 pauö- besitzer Dem neuen Hausbcsitzcrstand, der nck vielfach aus gehörigen des Mittelstandes zusammenictzt, reicht deshalb bas ihm zur Verfügung stehende eigene kapital md)t aud, um ben über die 60 Pro; bet Beleihungsgrenze nberschießendcn Betrag bar auszahlen zu können, und crjimötigt LnhM m der Form von zweüem Hypothckenlapital. 4,a bic reale Mredittahigkeit des ÄausbesU-^rs bei 60 Proz liegt, so kann er das zweite Hypotheken kapital nur ans Individual- (Privat-) Hypothek erhalten. Tadurck ist der Hausbesitzer einer Reihe von Una11nehmlichle11en audgclcbt, bic iu willkürlicher Erhöhung des ZinsMtzes, Leistung )og. ,Jta lasse", Gewährung des Darlehens am nur kurze Dauer Mw bestehen, und die ihn an ben Rand des Rums, ia zum Jtum bringen können unb vielfach brachten Tic daraus entspringenden zahlreichen Zwangsversteigerungen zerstören rnele mittclltandisehen Existenzen, vermindern somit die Zahl der ^uerzahser uno bringen dadurch und ourdi bie Herabminderung des Wertes des Grundbesitzes der Stabt selbst Nachteil. deshalb an- gestrebt unb muß erreicht werden, bah der Realkredit der städtischen Hausbesitzer von 60 Pro;, aus 80 Proz. hinaufgeruckt nnrb, unb baß er diesen erhöhten Kredit bei Banken und Kasten unter Ausscheidung Der InbivionalHypothek erlangen kann. crwrbcrhmc AuSleihkapital haben iidi die Banken durch Ausgabe von Pfandbriefen ober Ausnahme von Anlehen zu beschaffen, bie Hallen aus Ueberscküst'en bereit zu stellen. Unter HmwciS aur die Ein- lichtung bei ber westjäliscken Landichait, bie zur Unterllutzmig des lanbw. Kredites bäuerlichen Ösnmbbesitz bis 75 Proz. beleiht bei Anerkenntnis ber Münbelsickerheit ihrer Pfandbriefe, wäre in .Hessen bic Lanbeshypothekenbank icdemalls tnc geeignetste Stelle, die Befriedigung des städtischen HausbentzerkrebitS in der (Tcnjüuiditcn Höhe burchzusichren: Voraussetzung wurde natürlich eine entsprechende Acnderung des Gesetzes sein müllen bezw. der Zwisckenkredit brr einzelnen Städte. In Aniehung dessen, baß ber städtische Hausbesitz in seiner Notlage bie Tauer einer Gesetzesänderung nickt abwarten kann, müssen die Stabte den erwünschten Kredit durch Zwisckenkredit bei .Hypothekenbanken bezw. durch Aufnahme von Anlehen bezw. Sparkassenüberichülsen beickanen Diesen Weg haben einige Städte bereits beschritten: es wird aus die Städte Köln, Düsseldorf, Trier und Neuß vermieten. Ter Zusammenfckluß Der Hausbesitzer zu Krediigenoiienschasten ist geeignet zur Gewährung von Pcrchnalkredit in nen"9erer Hoye, ober nidit für Den in Frage stehelidcn Hypothekar-/tealkrebtt. Redstsanwalt Raab gab einige Mitteilungen aus dem städtischen Berwaltungsbericht. Die Stadl Gießen hat im Jahre 1911 1048 000 Mk. an Steuern erhoben, davon hat der .Hausbesitzerstand 22,6 Proz. beigetragen Tas sog. HauSbesitzerprivilcg ist durchaus berechttgt. Wenn bic hessischen (Gemeinden ähnlich wie ber Staat bloh eine Einkommen unb Vermögenssteuer bezahlen nritrben, so wurde man Wj 164 Proz kommen. Wenn bic Manatgcbübreit aus ben Gemcinbesteucrn gedeckt werden, so würbe es auf 140 Prz. Stimer- mscklag kommen. Die Besitzmcckselabgabc ergab 31 Mark, bic Wertzuwachsstener 17 654,74 Mk. ^.er städtische Wohnungsnachweis geht seit Jahren zurück Z eotz ber Stagnatton im Baugewerbe sind im Jahre 1911 61 ^aumgebaude errichtet worben Tie Straßenreinigiing kostet 75 100 Mk. Die Reinigung ber Kanäle erforbert 17 600 Mk , die Kanalgebuhren betragen 180(K)0 Mk. Ter Stadterweiterungsfonds schließt mit 196 000 Mart ab. Das Elektrizitätswerk erbrachte einen Ucbenchuß von 145 000 Mk unb das Wasserwerk einen solchen von 96000 Mk. Die StraßenbaIm eriorberte einen Zuschui; von 6700 Mk Das Gaswerk crbraditc uad* 30 000 Mk. Mopitalabtragimg nnen Ueber- idmh von 102 000 Mk. In der AMssprad)c führte Herr Joh <^g. Psasi aus, bah die Lasten Den Hausbesitzerstanb fast erdrücken. Es banble Nck ;umcift um Sonderlastcn, wie Manalgebühren, Wastcrgeld u|w., sic betragen 600 000 Mk. bas Jahr, 'ohne die Straßenkostenbeitrage. (£•.; sei Ausgabe des Hausbesitzervereins, für bic Beseitigung die)er Sonderlastcn ein;utreten Herr Speck Hardt ist der Ansicht, daß hi Ci über bie)riben Dinge geklagt werde wie in Darmstadt. Um do Abbilic zu schaffen, ist vor allein Organisation Der Hausbesitzer erforderlich Der Redner hält c» für ein schreiens Unrecht, daß der Hausbesitzer die Mosten der Herstellung der Bürger' steig-Anlaqclosteu und die Maiiakinlaiifgcbübrcn allein zu tragen habe Bei ber Branboerstdierung müffc man bic Fundamente berau5nchmcn. Stadtv. Urftabt stellt sich grnnbfätzlich auf den Standpunkt, daß das Problem der Bcschaifung zweiter Hypotheken nicht nur im Interesse der Hausbesitzer, sondern iu dem ber Allgemeinheit liegt Tas Interesse bev Meter und ber Hausbesitzer bewegen lick in einer Richtung Eine Krisis im Hausbesitzerstand wird ein Steigen der Miete berbeirühren, also auch die Meter treffen. Tie Abwälzung der Manalgcbübr auf die Allgemeinheit hält der Redner nicht für ausführbar Herr Speck- harbl weift baraui hin, daß die Branbkafl'c vollständig außer- halb ber Kontrolle des Landtags steht und hält eine ^lbHilfe für bnugcnb notivcnbig. Ochsen. Vollfleischige, auSgernästetk, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahre alt . . . .w.. . . . die noch nicht gezogen haben simgejochte) . . Junge fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete............ Bullen. Vollfleijchige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Vollfleischige, jüngere.......... Färsen, Kühe. Vollfleischige ansgem. Färsen höchst. Schlachtw Vollfleischige ausgeinästeteKühehöchitenSchlach- iverteö bi8 zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Färsen ältere ausgemästete Kühe . ...... Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Schasc. Stallmastschaie: Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . Mäßig genährte Hammel und Schafe (8xerj- schaie). . . - • ........ Schweine. Anz.') Amtliche Notierungen der heutigen frucht marktorei ft. Weizen (hiesiger) 20.50—20.75, Kurheslischer Mk. 20.50—20 7b, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17^76 bi« OO.i.O, Gerste (Wetterauer) Aik. 18.00-19.00, G-rfte, Franken, PsAzer, Ried Mk 18.00—19.00, Hafer Mk. 18.00—19.00, Mai« Mk. 15.26 bis 15.60, Weizenmehl 0 Mk. 32.50-32.75» Weizenmehl I SDlt. 30.50—30.75, Weizenmehl III Mk. 27.25—27.60, Roggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, ' Roggemnehl 0/1 Mk. 26^0—86.76, Roggenmehl I Atk. 00.00-00.00, Weizenkläe Mk Weizenichalen Alk. 11.00-11.1^ Roggeickleie Dlaizkeime Alk. 13.00—13.25, Biertreber 14.00—14.26, Rap« M. Ou.OO-OO.OO. Alle« per 100 Kg. ab hier. Höchste Temperatur am 16.-17. Marz — 4- 13,0*0. Niedrigste , • 16.—17. , * + 4,7 e CT JQ 3 O 3 3 a el p p ®.£ S 3 3 P ® £r ~ ©A 5 CT ll -3 Ä e .p p “~x> ■5 5 <22 -♦ti s:5 3 £ u Ä‘\P r- P coW p 3 P — o» . CO p — Z «- ■o = ± 3^ IO s — c A^- v o tfr e p CTV=- c = «ft •£§ o ._, «Ä- a -oC') 2 an c w - s« P 3 «2 C p .. ^_an a vp 5=«p e *>'8 ei~ CE: 3 E'S E*° <® O «urf» «p Z3 Z « ■° .£ c'c? o 3 C .3: CT s e 'P VD ■ en.£ co 3 **— °Z p CO an r-i e ■— ar< CT*^? P a~ — *3 — P G 3 .85*2. O:o^ 3 •-.- oA A. =Q 3 an p.4=- CT 3 L «LL --.SN w e _ti3 -S — lD 2 .-*=■ DA .32 5. 3 — *o ® Z 2 CT 89 to L E o an N 4> HCO xj 32 p 3 JÖ HD *1jO ES Sie °&§ c?: =3 -

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P 3’iS=._J p 3 O 2 p ^5?^" EjS .3-3 «D^d- >-eW>r E'A ■■“ p 3 a PiSD p px*« »^J8X«S<4) 13=äw ’ p p ct p w *a p •-3 3 an CT O___ O) 3«§5»—- p_' N ■«■f -EpIon^p^ !ts-gE^~ß CO 3 3S e o p « P 35 Ä an p rS^P 8'=g P 2 :e — Ä CT 3 Ä 2 r- ZE 22‘O-S,«:-2 2 'S S - ''_ Xct D 3 ^p-h3 — p p ,w _ ."ti O O , CT 3 jj CTgeC 3L^A ■“<3. s _52är 3 CT P 3 — 3 3 p 3*0 a p ,'5U LZ§^3k P*3 P CT" o£ L o| PCT VD pöv E 3 -3 'S c » o ”05^ 3 - ä^ö an p , . p p — an . p -O 3 P CT p 3 P CT 8? 3 5 05 '"fit p' CT © an 3 p - p.S1 •— *3 -3 e —"e ^-7- CT’JX - L» 3— - e | N »Ä 3 an 3 &£L 5 P 3> .3 p ~ — 3 -p p 2<ß ctSE >0 CT ,O e"p O CT 5 5 3 p-xr ! -O - 3 L p-p Z ;fcÖ 3 p(9 ._, CTCTi ; SW <-» S 1X3 p e p 'S" — SEp J5n,?p « p 2 "._ nn —• = JO ,. - «o P •S d± w <=._ JO . 68-70 U-\\\ . 54-K M . 4S-6Ö * 0M0 IM 00-65.00 80.00-LV ,00-6100 80.00-81'« .00-65.00 80.00-M ,00-65.00 SO.OO-M 'riq.-Telegr. deS M 1 Druckt marttvttili Mec W. 20-5^7^ hiefiger^Mk. 17- ,Sersle,Zrcm!eE -19.00, Mas Mk. l>- ,075. Meijenmihl TÄ LLKÄ SJpUÄ W * °-E. 5 ÄS-«»W AM A j 4 I 4 I 2 : s-e '-§-5 «sj Jil 10 10 5 *ä«*s I 18. Ma», iholsrek jgetn(i » ”aSbe5f" iltn wahr?'' man # sUn€ ale der ® . an^ MA'Ä 1 an» n.jL Plakate flifcSS» wWÖ^- (plfirj * 13,0'a V'O- CJ I 1O 3 G £ an C) v=- A 4L> e an CT e S e C .§ 3 :O *">G- P — CT <593 'S" e p a cä- 3?nn -p an 3 -p e ,pB 5 3 p p ct-2 = :O 3 >=• CT CT -2 'S KE'3 o ■SW pS 3” 3 -G ,<$E 3 m ««./■ CD>_ o E.4Q-® 2 •—3 g C>P St-§ * C 10 A-s 3 CT c , « an PI ct. p*3 a P SÄ :c c p feWjg . ’”1 - o 3 ' « 'S tö Op- an^^ ZD.‘— e 5 ^3 2« 8£S 0 p 3 _ t£ o S. _ » «|®E CTÄ" O — P p .ißo *=«2 —' p an'g" S 3 -» 3 *» '— C o *■* p P ■— »fi C 3 ?, 3 ’p-Äi-SH ^‘SS p LES>A „ ey‘Z7 ^-1 3 .N 3-^ E *Qct ä3 p 3*a~ > c — 3 ~ '-> Ä‘C« - 3 P - CD ” P-S§, , 3Ulß E-ß — p 4ö-r §= 3 §» >3^ 'S" . C 3 O p 3*3" PX> a — 3 = 2 o P -. .«•5€s« p p p ’ o— -o 3 U-. »3 ’S U 3.P Z- - /D •—" a v> 3 tß .3 p •£ "ct^c. P 3_:O ■ogp^ . *^3'S v=> an 3 --—.3- 5 « X = •30Ä“ '- >35-7=0 = 3 _ •p.g'S 2^ o IS) P — 3 §3 P«e e -S =3 p a p p 3 - 3 ZDH « p 3»e . S- — BP^*3' p OF! ES „'£■ -7- . 2'S -- p — 3> 6 gS sQS =,-» A-Z P *e 3 'S" an “ P — :- 3 e 35 CT^CCT^y-- 3.9^-- 3 -an 333ct; ,;n — CP "p CT^P LZ 3 p O C Lo - 5,— 3^E CT ’S' ZAZ — 3 "JA. AI WJ»'* 'Ö-rr - 3 3) 5 ,3 o - L D . E ^*3 X5 - p p co -cd-5^ p -M". SAM 3* O . .5 • fftf? PO P 3> >3> O o CD CT O r”, e -eg =Q P 3 c s §p G p ZA CT ti •-vQ Ig l£D ls 3 3 "5> <7< "A ^"Z 3.4-, c 0 Cd-M CT©? u -ELM 5e=s„ ,„£) an P 3 p p LC CT CT PÄ jo ZD CT.S 5# »n P — CT & 3 o E — pö§£ 'S CT « E p^CTd G<— p Pt'pLEä . N ro an d 3 C c p N 3 p C 3 nn 'L- ?3 Sc? o c p Ä (t)3 =®ä?§a . _, —- ryo. er 2 —> t?=° 2 =:B = 2-2 to—2 •5t - 5, es TT C/) V) o 3 kW 5 <© er r> —<• 3 2 "3i = ZA - ?5 V6 - 2 2.0 Z-'2.^ 3d' i< 5 2 2 5» Q -2 2-3 3^.K- ^HL'Lo -•' x G j-t« © Ver" 7 tcto= ,, öö>yöf5>r5>(af5>e-»öis*® ts'1® övCo 2.2> 2.2.2 .° ? 2.2 2 2. ° -c 2 2 *"* *"* *"*■ *"*■ <2» ** *** *”*• S O ** - - .o2v.- -- 2 $ so/g2. n'*?3 3 5. a-c, 3 2-n-o 3” -,® 3 2.-0"2 3 2 2- '3'dZ? 3 '"’ E.*1 ' ^Xi© 2 3 9" er. er ‘ ~ I ® er 1 £ Sg- " 3 3 » 3 2* 3 2? B «> Dss 3 2 er ~xj& ^.er S ©oP CB *"* *5*J 3-GZ 0-0 «, 3?2 o* •• w^Släs® ^“3,^0 ~CB • jo® 2 to£ £ ■00 £ ■Q' f'S' ,Ä3 3 6K£ ©'S. G> A 3 -LI *• . S ö '3 © X> — 2 3 “ or 2"S r»'3 , er — 3 2^^ e p H” - 3 "■’ O n . O T2 ' ro =? TS-- 3 »J'Ä -> cr -• •-"<5u 3i _ a 3 1 er ' tO «S— 2* —• re a.c ,2 o" ff. 3 — B ^2.ts B O 3 © zp — <=" 2^2. CH - O o 30 3Z SO B ° 3 3 ?9"o ____ L^o2 2 ourn X _ c- ° 3 C 2;- " X ^O(22. x’S' ? p' gvS' oyz 2.5; -3 x^2.x>^^-- B -r. = 5o 2-3 3 B K 3. -• ■*- — — co oh re 2_UO- Z7ZZ = «2^ tif 3 0--. o s c'-3^3 S—«Sb 3 —> D — "^ 3 -n _ ern _ o u h ®2-S 2 o g*r* p'Ts « . 23 6) r» ©: 0 2’6)3 3 ■ 2 3-2 er 2 ® ' X 3 ■^2 ■"; = ? p = S.ä 2 3p*.5,ev Z —'-- 2.© a 2 •» ®O55 rnÄ O-S 3* _ 5.— E M§E° fsieyg I ZY-JssZ. sr Z? ? ? S' 2 X 3 Z o er (2 n O CO *^= o y-3 rZrs- 2.2.2 O 2 X pr-g1 - O o 2 — e 3'2 X - " 3 K «cs; 3 2® ' er 3 er e _ tg er "*■ 2.- d n »2-f S 8- e 2 o -e CB S = <2 Z ©r” -. -- .,'■ =;"■ <31 * S 2.5 3- •5v O ® » 61® | 3> —' 9 3 T3 3 ” f£ 112 S Jt3. x-f a- -offLJ. X* 3 ^L-L 3 - 18r er 3 3 —» «Ips 2. er P’ 3 Z ^Z »SO Z^x Ul 3 “ 3 . <0. 2 . Sgl s 2. 5 © x> x 3 00 -. 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