Kr. 199 Zweiter Blatt 163. Jahrgang Erscheint ILßlich mit Ausnahme de« Sonntags. Die „Otetzener FaaiilieNdILNer" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „KreisUett (8r Sen Kreis Gieheo" zweimal wöchentlich. Die „candwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsrn Dienstag, 26. August 1915 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universität« - Buch- und Stcinbrudcrtu R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» flraße 7. Expedition und Verlag: e=ss 51. Redaktion:e^lI2.rel.-AdruAnze,gerGieben. politische Tagesschau. Besserung in den Reichseinnahmen. DaS zwecke Quartal im laufenden Rechnungsjahr läßt sich für die Reichseinnahmen besser an, als das erste Quartal geendek. Während die Einnahmen auS den Zöllen hinter dem Etatsansatz zurückgeblieben waren im April um 6,3 Millionen, im Mal um 10,2 Millionen, im Juni um 11,8 Millionen, insgesamt um 28,4 Mill., hat die Julieinnahme 78,9 Millionen oder 18,8 Millionen mehr alS der ctatsmäßige Monatsanteil betragen. Infolgedessen ist der Ausfall an Zolleinnahmcn für die bisher verflossene Zeit deS Rechnungsjahres von 28,4 Millionen auf 9,6 Millionen zurückgegangen, wodurch das Gesamtbild der Enmahmecutwicklung, auch für das verflossene erste Drittel deS laufenden Rechnungsjahres günstig beeinflußt wird. In diesem Zeitraum haben erbracht die Zölle 230,8 Millionen ober 9,6 Millionen weniger als der int Etat vorgesehene Betrag, die Tabak steuer 3,1 Millionen ober 0,5 Millionen weniger, die Zigaretlensteuer 13,2 Millionen oder 0,8 Millionen mehr, bie Zuckersteuer 59,3 Millionen ober 6,9 Millionen mehr, die Salzsteuer 19,1 Millionen oder 0,9 Millionen weniger, die Branntweinsteuer 69,9 Millionen ober 4,7 Millionen mehr, die EfligsäureverbrauchSabgabe 0,3 Millionen (gleich dem Etatsansatz), die Schaumweinsteuer 3,5 Millionen ober 0,1 Millionen weniger, die Leuchtnuttelsteuer 5,1 Millionen ober 0,1 Millionen weniger, die Zündwarensteuer 7,3 Millionen ober 0,5 Millionen mehr, bie Brausteuer 41,1 Millionen ober 0,5 Millionen weniger, bet Spielkartenstempel 0,7 Millionen ober 0,1 Millionen mehr, der Wechselstempel 6,8 Mil lionen oder 0,4 Millionen mehr, die Börscnsteucr 28,8 Mil lionen oder 1,2 Millionen weniger, die Lotterieftcuer 16,9 Millionen ober 0,1 Millionen mehr, der Frachturkunden stempel 6,3 Millionen ober 0,3 Millionen mehr, bie Per soneufahrkartensteuer 7,4 Millionen ober 0,2 Millionen weniger, die Kraftfahrzeugsteuer 2,2 Millionen ober 1,0 Millionen mehr, die Tantiemesteuer 3,4 Millionen ober 1,4 Mil« lionen mehr, ber Scheckstempel 1,0 Millionen ober 0,2 Millionen mehr, der GruubstücksübertragungSstempel 11,9 Millio neu ober 1,3 Millionen weniger, bie Zuwachssteuer 5,9 Millionen oder 4,3 Millionen mehr, bie Erbschaftssteuer 14,1 Millionen ober 1,5 Millionen weniger, bie Statistische Gebühr 0,7 Millionen ober 0,3 Millionen mehr. Es stehen sich somit gegenüber Mehreinnahmen im Betrage von 21,0 Millionen Mk. unb Minbereinnahmen im Betrage von 15,9 Mllioncn Mk, so baß bas Einnahme- ergebuis für bie ersten vier Monate bes laufenden Rechnungsjahres bei einer Gesamteinnahme von 558,9 Millionen Mk. mit einem Plus vou rund 5 Millionen Mk. gegenüber dem anteiligen Etatsansatz abschließt. Zu den Einnahmen aus Zöllen, Steuern und ®e= bührcn treten noch hinzu die Einnahmen der Reichs post- ü c r m a 11 u Hfl mit 272,3 Mill. Mk., und die Einnahmen bev ReichSeisenbahn Verwaltung mit 53,5 Mill. Mk. Dje Einnahmen der ReichSpvstverwalwng sind damit um 7,9 Millionen Mk. hinter dem anteiligen Etatsansatz zurückgeblieben, die Einnahmen der Reichseisenbahnverwaltung haben den anteiligen Etatsbetrag um 2,3 Mill. Mk. übertroffen. Mithin sind von dem Mehrertrag an Einnahmen alls Zöllen, Steuern und Gebühren 5,6 Mill. Mk. in Abzug zu bringen; eS ergibt sich somit für die Gesamteinnahmen auS den genannten Einnahmequellen, die sich für die ersten vier Monate des laufenden Rechnungsjahres auf 885,3 Mill. Mk. belaufen, ein Ausfall von 0,5 Mill. Mk. Demnach ist eine wesentliche Besserung gegenüber dem biSherigen^Stande der Reichseinnahmen auf Grund der Einnahmcentwicklung im Juli festzustellen. Ter Statthalter von Elfaß-Lothringen, Graf Wedel ist zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Berlin cingctroffcn. Wie verlautet, so schreibt man uns von dort, wird der Statthalter mit dem Reichskanzler Besprechungen über elsaß. lothringische Fragen pflegen, vor allem darüber, ob dem Reichstage ein Entwurf über eine Beschränkung des Verein s- und Presserechts in den Reichslanden vorgelegt werden soll. Bekanntlich hat der Statthalter einen solchen Antrag im Bundesrate gestellt. Der Reichstag hatte aber, bevor der Bundesrat hierzu Stellung genommen hatte, kein Hehl daraus gemacht, daß ein solcher Entwurf keine Annahme im Reichstage finden würde. Jedenfalls muß sich der Bundesrat demnächst mit dem vorgelegten Antrag beschäftigen, sowie er seine Arbeiten wieder auf- nimmt. Wie wir hören, besteht Aussicht, daß die Angelegenheit im Bundesrate nicht zur Entscheidung kommt, da die elsaß-lothringische Regierung ihre Ziele auf einem anderen Wege erreichen will, der der Zuständigkeit des Reichstags nicht untersteht. In Straßburg scheint auch eine mildere Auffassung jetzt zu herrschen und man hofft mit Verwalt waltungsmaßnahmen auszukommen. * Gilt das Wehrbeitragsgcsetz auch für die Kolonien? In den Kolonien war die Befürchtung ausgesprochen worden, daß der einmalige Wehrbeitrag auch von Kolonialdeutschen entrichtet werden müßte. Aus Anfrage an zuständiger Stelle ist einer Berliner Kolonialgesellschaft mitgctcilt worden, daß die Kolonien — die staatsrechtlich Ausland find — nicht unter dieses Gesetz fallen, daß also der Grundbesitz in den Kolonien auch für Jnlandsdeutsche nicht zur Steuer herangezogen wird und Deutsche in den Kolonien zur Wehrbeitragsentrichtung nur herangezogen werden können, sofern sie ihren dauernden Wohnsitz in der Kolonie noch nicht länger als 2 Jahre haben, vorausgesetzt, daß sie vor diesem Termine in Deutschland ansässig waren.____________________ Qccr und Flotte. Die Bildung eines Reserve-Offizierkorps ber Flieger truppen ist seitens ber deutschen Kriegsministerien in bie Wege geleitet worben. Zurzeit bestehen zwar selbstänbige Fliegertruppen noch nicht, die Militär- slieger sind gewissermaßen Bestandteile der Luftschiffer- bataillonc. Mit der Zeit werden aber wohl auch Fliegcr- abteilungen gebildet werben unter selbständigen Führern. Um für diese Truppe einen Stamm für den Krieg zu schaffen, sollen möglichst viel Flieger aus der Armee — abgesehen von den abkommandierten Fliegeroffizieren — zur ÄÜlitäraviatik herangezogen werden. So ist Einjährigen aller 2ßaff en gatt ung en, bic auf dem Gebiete derFlieger- kunst bewandert sind, gestattet worden, sich für das zweite Halbjahr zu Fliegerabteilungen abkommandieren zu lassen. Sie müssen hier ihre Fliegerprüfung ablegen und können als Fliegeroffiziere der Reserve später Verwendung finden. Auch Zweijährige, die im Flugwesen tätig sind, können bei diesen Fliegertruppen Verwendung finden. Es ist auch geplant, besonders fähigen Mechanikern der Flugzeugbranche die Berechtigung zum einjährigen Dienst zuzuerkennen, falls sie durch eine Prüfung Nachweisen, daß sie über genügende Kenntnisse der Branche verfügen, die zur Ausbildung als selbständiger Flieger genügen. Durch diese Maßnahmen will man für den Ernstfall einen Stamm von Reservefliegeroffizieren bilden, da die Zahl der _ aktiven Fliegeroffiziere nicht ausrlkichen wird unb der größte Teil der Fliegerosfiziere wieder bald zur eigenen Truppe zurück- tritt, also ständig mit dem Flugwesen nicht in Berührung bleibt. Kirche und Schule. Die evangelische Saminlnng für die Nationalspenbe zum Kaiserjubiläum zugunsten bca christlichen Missionen ist seit der letzten Tlüteilung anfangs Juli wieder um 233067 Mk. gesnegcu, so bau bad bisherige Enbergebuiö 8441170 Mk. betragt. Ta immer noch nachträgliche Beiträge entlaufen, wird gebeten, alle etwa noch auSstchenben Betrage spätesten» bi« ginn 81. August an bat Baut» hanS Delbrück Schicki er u. Eo., Berlin, Mauerstr. 62—66, abzuführen Verbandstag Deutscher Milchhandler-Vereine. ** 2 e i vzra. 26 August Unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder aus dem ganzen Reiche trat hier im „Buchhändlerhos" der Verband Teutscher Milckhänbler-Vereine zu seinem 9. Berbandstag zusammen Ter Berbandssynbikus Tr. Kraus; ,Berlin) erstattete den Geschäfts- bericht über die beiden Jahre 1911 12 und 1912 13. In einer ganzen Reihe von Vorstandssitzungen wurde der Entwurf eines Rcichsmilckgcsetzcs beraten und fertiggestellt, und et ilt gelungen, eine Anzahl Abgeordneter für bie H.Mebungen des Verbandes zn gewinnen. Weiter wurde beraten die rtragc einer Reichsanstalt zur wisscnschastlrcku'n Erforschung der Milchwirtschaft, und es floht zu hoffen, baß int Laufe der neuen Session des Reichstages bav Milchgesetz zur Verhandlung kommen wird, umsomehr, als sich Reichstagspräsident Kaempf lebhaft dafür interessiert. In der Frage bes M i l ch t r a n s v o r t e s auf der Eilen»- bahn haben die Bemühungen des Verbandes bereits zu ber Abstellung einer großen Reihe von Ucbelüänbcn geführt, namentlich soweit Berlin in Betracht kommt. Ein Antrag beim Justizminister, die P o l i z c i str a f e n, gegen welche gerichtliche tfhitidietbmifl beantragt wird, nicht als Vorstrasen anzusehen, ist seitens des Justiz- minifteriums unbeantwortet geblieben. Tas Dauptthema ber Tagung, btc Einführung eines Reichs milch gesetzes behandelte Syndikus Karl Krauß Berlin) in eingehenden Ausführungen. Als wichtigster Punkt des (Mehe-3 müsse unbedingt verlangt werden die Kontrolle im Stalle bc» Sanbrot r t 5. Rur bann kann gute schmutzfrcic Milch an bie Verbraucher abgeführt werben. Wenn ber Milchl-anbler die Milch schmutzig erhalt, kann er sic wohl äußerlich reinigen; ber Schmutz, beit mau sieht, tit aber nur ein Fünftel des beim Melken htiteingckommeneu Schmutzes, vier Fünftel des Schmutzes, der Kuhkot, löst sich vollständig auf und ist nicfc mehr aus der Milch heraiwzubringcn. Es liegt also int bringcnbücn Interesse des Publikums, baß bic Milch beim Landwirt im Stalle kontrolliert wird. Jede Pomcivcrwaltung int R. ich hat das Recht, Fettbcstimmungen zu erlassen. Hier ist die Fett- grenzc 2,4 Prozent, dort 3,5 Prozent. .Hier ist also der Milchhanblcr, der Milch mit 2,7 Prozent verkauft, ein reeller Mann unb hort ist er ein infamer Fälscher. Es muß deshalb bie ganze Milch- Versorgung rcichsgesetzlich geregelt werden. Zum Schluß beantragt der Redner eine Aenderung des 8 2 des Nahrungsmtttclgcseszcs dahin, daß bei amtlichen M i l ch p r ob eent n a h m e n zu Mer- trollzweckcn eine Gegenprobe beim MilchHändler zurück g e l a s s c n werden muß. Der § 17 des Nahrungsmittelge,- setzcs müsse dahin abgeänbert werden, daß die Strafgelder nicht mehr in die Kassen der Untersuchungsämter fließen sollen, die bie Anzeigen erstattet haben. Tie beamteten Nahrungsmittelchemiker, bie bann am meisten Anzeigen burch führen, stehen in den Augen ihrer Behörden als besonders tüchtig da. Sie füllen die Kassen ihrer Aemter und entlasten somit den Staat. Endlich betonte der Redner, daß der Milchhändler eine wichtige Pflicht zu erfüllen habe: Tie Versorgung des Volkes mit dein edelsten Nahrunge- mittel. Tiefes Amt in jeder Beziehung voll und ganz auszusullen, wird von dem organisierten Milchhandelgewerbc als eine Ehreir- pflicht aufgesaßt. Taß dies das Publikum erfährt und Schulter an Schulter mit den Produzenten die Kvntrollc ausübt im Interesse der Volksgesundheit, ist mein gatu besonderer Wunsch. (Stürmischer Beifall.) , . . In der Aussprache fprach Dr. Müller vom landwtrtichait- lichen Institut ber Stabt Leipzig. Er stellte sich im allgemeinen auf den Standpunkt des Vorrebners und betonte, baß auch fein Institut bie Schaffung eines Reichsmilchgefetzes anstrebe, ebenso bic Kontrolle an ber Probuktionsstüttc. Dr. Röhrig vom stabtischen Untersuchungsamt in Leidig betonte, daß die Kontrolle an der Probuktionsstätte den Sandwirten keine Schikanen verursachen dürfe. Am Schluffe des heutigen Beratungstages wurde in das Programm ein Vortrag über „Konzcsswnicrung oes Mildchanbclb" Napoleon während der Schlacht bei Dresden. (26. und 27. August.) • Trüb hämmert der Morgen des 26. August heran. Sckpvcre Regenwolken wälzen' sich nach Osten. Von Böhmen her dumpscs Kanoncngcbrull. Am Mordgrund bei Trcsden, wo sich die Straßen nach Bautzen und PUlnitz trennen, ein kleiner, untersetzter Reiter, in einem unfcheinbaren ?rauen Oberrock, weißen Beinkleidern, hohen Ecuyersne ein, einem kleinen, gestutzten Hut nach dem Muster Friedrichs des Großen auf einem Schimmel: Napoleon unb neben ihm einige Generäle. Er hat eine durcharbeitete, schlaflose Nacht und einen anstrengenden Ritt hinter sich, nnb dock ist auf diesem Marmorgesicht keine Spur von Müdigkeit oder llcbcranftrengung zu bemerken. Stumm und steif wie eine Statue betrachtete er das gegenüber liegende Gelände, auf dem sickr die Schlacht entwickeln foIL In einem riesigen Halbkreise haben die Verbündeten Dresden umschlossen. Plötzlich, mit einem kurzen Zuruf an fein Gefolge, wirft der Kaiser sein Pferd herum, und jagt mit feinem Stabe in gestrecktem Galopp auf Dresden zu. Sein Erscheinen wird mit Begeisterung aufgenoinmen. "Dresden glaubt sich bereits allen Greueln der Zerstörung preisgegeben, da erscheint mit einem Male der Retter Napoleon. „Vive l'Empereur!" durchbraust es tausenbfrimmig die Straßen und jagt es hinaus dis in die Vorposten, bie nahe am Feind stehen. „Bive l'Empereur!" hören auch die Generale der Verbündeten: sie wissen also, daß der Korse, den sie noch in Schlesien wähnen, ihnen gegenübersteht: sie nnssen also, mir wem sie es zu tun haben. Napoleon stellt sich an der Brücke in Dresden auf und läßt die Truvpen an sich vorbei- marschieren. Mit brausendem 5?urra geht es an ihm vorüber, dem Tod entgegen. „Sie können auf uns zählen, Sire, wir werden fechten, wie die alte Garde!" Dies ist dev Geist der jungen Garde. Ein Bienenschwarm um ben Kaiser herum! Adjutanten sprengen heran, knapp unb mir Berthier verständlich, zischt der scharfe Mrmd Napoleons bie letzten Befehle. Tann loendet er sein Pferb unb reitet mit kleinem Gefolge bie Schlachtlinie ab. Kapitän von Borte, ber damals bei ben westfälischen Hilistruppen stanb, hat von diesem Ritt ein plastisches Bild des Kaisers hinterlassen. „Alle bexfenben Gegen stäube ber Umgebung waren auf Schuß weile von fcinbttchen Truppen besetzt, bereu Kugeln Napoleon unb seinem Gcwlge um die Ohren pfifsen. Einzcknc aus dem Gefolge wurden getroffen, was ber Kaiser gar nicht bemerkte, aber Tür ihn war keine Kugel ba und er schien bie Gefahr nubt zu ahnen Auf seinem Marmorgesicht lag unveränberlick Gleich mut, fltulK und ein eigentümlicher, nur ihm eigner, kalter und teilnahmsloser Ernst, gleich als ob er von dem, was um ihn vorging, nichts höre n nb sähe: um ihn herrschte trotz der ihn begleitenden Menschenmenge eine so tiefe, feierliche Stille, daß, wären bie Tritte ber Pferche unb das durch bic Kugeln hervor- gebrachte Geräusch nicht gewesen, man ein Blatt voiy Baume hätte fallen hören können. Nur sprach er, indem er sich leicht umwandte, zuweilen einige Worte, meist zu Bertlüer, welcher faß ununterbrochen den .\yut in der £>aitb hielt, ober dos Kaisers Worte galten einem Befehl ;ür einen anderen der Großen, der sich dann aus einen unmerklichen Wink, ben Hut in ber Haub haltend, mit Unterwürfigkeit nahte und, nad-bem er abgefmtgt war, entweder sein Pferd anhielt oder auf seinen Platz zurücklehrte ober zur Ausführung eines Befehles abritt. Im Anschauen konnte ich mich bes f'lcbanitn5 nicht erwehren, er sei nicht Mensch, wenn meine Embübungskran audi keinen Gott, sondern ein anderes, noch nickt bageivesene-5 unbegreisluhes Wesen in ihm zu sehen glaubte. Es schien mir, daß, der Kaiser anderen Naturgesetzen unterroorren sei, wenn ich bie Gefahr erwog, in welcher er sich in diesem Augenblick befand." Bor feinen Augen gehen Löbtau und das „Feldscklöß- chen'" verloren. Napoleon bleibt ruhig: er ist seiner Sache so sicher, daß er zum sächsischen Ätiegsminifter von Gers- dorf sagen Tattn: „Wahrhaftig, sie greifen uns an, was sie doch nicht tun sollten, ba sie wissen müssen, baß ich mit meiner ganzen Armee hier bin!" Napoleon hat für biesen Tag Recht behalten. Bor Treiben rauschte noch einmal ber rolle Glanz her finTenben Kaiser Herrlichkeit auf. Als bie Nacht herernbrach, hatte sich her Sieg eigentlid) schon zu Napoleons Gunsten entschiehen. Weit in die Nacht Hinein saß er im Schloß zu Treshen unb biftierte bei mattem Lampenlicht Befehle für ben kommenden Tag. Als die schweren Schritte des Korps Viktor unb des Korps Mar- mont, die noch rechtzeitig zur Unterstützung eintrafcn und ba£ Schicksal der Schlacht eutschieben, zu ihm hinaufkstmgen, sagte er zu Berthier: „Ich glaube, bic Alliierten haben eine Dummheit begangen, hier auszuhalten." Das war richtig, aber in ben nächsten Tagen war bic „Dummheit" hurchaus auf Seiten Napoleons, wie es bic Tage von Kulm unb Katz- bad) bewiesen. — Tas fliegende Zweirad. Dutzende von Erfindern haben sich m't dem Problem des stiegenben ZmeirabeS beschäftigt. Man hatte für biesen neuen Apparat bereits einen entzückenben Namen gesunben: Aoiette. Leider widT*von der geplanten Ersm- bung and) nur bieser Name übrigbleiben Ein Wettbewerb in Frankreick, verbunben mit einer genauen wissenschaftlichen Prüfung ber Mobellc, hat ba« völlige Fiasko be« Problems ergeben. Es waren bic sonberbarsten Kombinationen vorhanben. Ter eine Apparat verlegte ben Führerütz nach hinten unb bic Tragflächen nadi vorn, ber anberc ben Führerütz nach vorn unb bic Tragflächen nach hinten. Bald waren Die Flügel fest nnb unbeweglich über bem Fnhrersttz anqebrackt, balb durch einen kleinen Notationsmotor in Bewegung gesetzt unb sollten den Flug der Vögel nachahmen. Einzelne Erfinder haben mit dem fliegenden Zweirab nodi vropeller- artige Gebilde, bie balb vorn, balb hinten an ber Maschine angebracht worben waren, verbunden. Tas Grundprinzip war aber immer das gleiche: ber Rabfahrer sollte sich ohne Zuhilfenahme ber motorischen Kraft in ber Luft wie an ber Erbe bewegen. Es mgr ein utopischer Gedanke. Soeben hat Üerr Eonsiantm, wie bie „giahire* mitteilt, in bet Gcsellichasi für Lnltichiffahrt in Paris auf Grtinb einer soliben mathematischen Berechnung, bie vollstän- bige Aussicktslosigkeit der praktischen Seprunbung bieses Problems ngchgewiesen, unb gn sämtliche Eninber bie Bitte gerichtet, Nch nicht weiter mit bicter Utopie zu befchäitigen. Doron scheitert beim bieses Problem? Weil bie Mgschine nur bann ben nötigen Stützpunkt, bic nötige Tragfähigkeit erlangen kann, wenn sic eine gyvch'c Gc- schwinbigkclt erreicht hat. Tieje Geschwinbigkcit läßt sich zunächst mit bloßer Meiifchenkrasl nicht erreichen, ferner wirb stets ein Wibcrlpruch zwischen ber Größe ber Tragflächen unb bem Schwergewicht bestehen. Es müßten Tragflächen verwendet werben, bie durch ihre Größe nnb ihr Gewicht für biejen Ziveck völlig illusoriich werben. Um 75 Kilogramm - als Gcwichifatz für Flieger und Maschine wahrlich nicht zu hoch gegriffen — zu tragen, wären 20,5 Cuabratmetcr Tragfläche nötig. Dieser setzt bie Luft 388 Gramm Wiberstanb pro Quadratmeter entgegnen, bg= heißt glso. die „Avi- eite* Halle 1,8 Kilogramm pro Kilogramm be5 Gesamtgewichts an Widersranb zu überwinden. Dazu wäre em Auftrieb nötig, btt ohne molorifche Kraft nicht erreicht werden kann. tzingeschoben, 31t dem Trmmann (Wandsbek)' und Aerbold (Gaffel) sprechen. Die Beratungen werden am Dienstag fortgesetzt. 1—<■_ .■ i ----- Ans Stadt und Land. Gießen, 26. August 1913. ** Sicherung der Hutnadeln. Auch das hiesige Polizeiamt macht nunmehr gegen die spitzigen Hutnadeln der Damen, die, auf der Elektrischen oder in sonstigem Gedränge, schon so manches ernste Unheil angerichtet haben, Front. Nach einer in unserem Blatte veröffentlichten amtlichen Verfügung ist das Tragen ungesicherter Nadeln verboten: Zuwiderhandlungen werden mit Strafe bedroht. Wir hoffen, daß in Gießen niemals solche Strafen verhängt zu werden brauchen, denn das Sichern der Hutnadeln ist ja so einfach und — die Hüte mit Bändern kommen in Mode, die vielleicht die Hutnadeln ganz entbehrlich machen. Insofern ist die polizeiliche Verfügung, die wir billigen, ein bißchen unmodern. •• Zahlungen an Postkassen mittels Schecks. Vom Neichspostamt wird uns mitgeteilt: Zur Förderung der bargeldlosen Zahlungen nehmen die an Reichsbankplätzen befindlichen Postanstalten außer Postschecks und Reichsbankschecks auch Schecks auf Banken, Anstalten, Genossenschaften und Sparkassen in Zahlung. Die im Scheck als Bezogene genannte Bank usw. muß ihre Geschäftsstelle ,tm Orte haben und ein Girokonto bei der Neichsbankstelle des Ortes unterhalten. Schecks dieser Art sind verwendbar bei Einzahlungen auf Postanweisungen und Zahlkarten, beim Einkäufe von Wertzeichen im Betrage von mindestens 20 Mk., bei Entrichtung von Fernsprechgebühren, gestundeten Portobeträgen und Telegrammgebühren, Zeitungsgeld, Schließfachgebühren. Die eingelieferten Postanweisungen und Zahlkarten werden in diesem Falle von den Postanstalten abgesandt, sobald die Reichsbank den Betrag der Postkasse gutgeschrieben hat. Hat der Absender bei der Postanstalt eine Sicherheit hinterlegt, so werden die eingelicferten Postanweisungen und Zahlkarten scheN vorher abgesandt. Eine solche Sicherheitsleistung wird jedoch von öffentlichen Behörden, Kassen und Anstalten, sowie von Sparkassen der Kreise, Stadt- und Landgemeinden nicht beansprucht, wenn sie mit der Postanstalt eine Verabredung über das ein- für allemal zu beobachtende Einlieferungsverfahren getroffen haben. ** Gemeinde st euer-Rück st ände. Rach den wiederholten Bekanntmachungen beS Herrn Oberbürgermeisters kann das 2. Ziel Gemeindesteuer und Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1913 noch biß den 30. Äugust d. J§. einschließlich bei der Stadtkasse ohne Kosten bezahlt werden. Vom 1. September an werden die vorgeschriebenen Beitreibungskosten erhoben. Wer diese sparen will, dem ist noch vier Tage lang Gelegenheit zur Zahlung in den Vormitzags- stunden von 3—12 Uhr geboten. Landkreis Gießen. 1. Ettingshausen, 25. August. Ein gut besuchter Obst- und Gemüseverwertungskursus wurde im Rathause durch die Landwirtschaftskammer abgehalten. Kreis Schotten. °l-Hosterodskopf, 25. Aug. Die seit Jahren eingeführte Lud- wigstagskonferenz der Lehrer des Vogelsberges wurde heute wieder unter guter Beteiligung abgehalten. — Laubach, 25. Aug. Auf der Spur nach weiteren Mitglieder der Diebesbande, die die Einbrüche in der Umgegend von Grünberg ausgeführt haben, gelang es auswärtiger Gendarmerie zwei derselben in Ruppertsburg zu verhaften. ~ Ulrichstein, 25. August. Ein schwerer Unglücks- fall ereilte den 17jährigen August Füri von hier. Er ge- -riet in die Trommel des Dreschwagens, und wurde dem Bedauernswerten ein Arm abgerissen. Er konnte noch rechtzeitig in das Krankenhaus nach Homburg verbracht werden. — Von demselben Schicksalsschlag wurde ein Junge aus Bobenhausen betroffen. Dieser verlor ein Bein in der Trommel des Dreschwagens. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 25. Aug. Der Großherzog reifte am Sonntag abend mit Gesolye von Frankfurt aus zu den Feierlichkeiten in der Befreiungshalle in Kehlheim in Bayern. Die Nückkebr erfolgt voraussichtlich am Mittwoch. Die Fahrt von Wolssgarten bis Frankfurt wurde im Auto zurückgelegt. - Am Mittwoch finden weder Audienzen noch Vorträge statt, auch werden keine Meldungen entgegengenommen. w. Mainz-Kastel, 25. August. Aus der Erbcn- heimer Chaussee wurde gestern nachmittag der 35jährige Arbeiter Bramann nach einem kurzen Wortwechsel von einem Radsahrer durch drei Revolverschüsse schwer verletzt. Der Verletzte wurde von Passanten aufgefunden. Der Täter, der eiligst davonfuhr, ist unbekannt. Hessen-Nassau. [] Marburg, 25. Aug. Am Samstag fanden Badende in der Nähe des städtischen Freibads in der Lahn eine menschliche Hand, an der sich auch noch em Teil des 9(rmc§ befand. Der Fund wurde der Polizei abgeliefert, die nun eifrig dahinter ist, die mysteriöse Geschichte aufzuklären. h Fr anksurt a. M., 25. Aug. Das freie deutsche Hochstift hat in den Räumen des Goethemuseums eine kleine aber erlesene Ausstellung zur Erinnerung an Theodor Körner der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Außer der lebensvollen Körnerbüste von Wichmann und zahlreichen Bildnissen des Dichters und seiner Braut Toni sind viele Manuskripte von ihm ausgestellt, z. B. „Worte der Liebe", „Wiegenlied", Uebersetzungen, Briefe usw., und schließlich seine Werke, darunter fast alle in Erstdrucken. veretnrnachrMen. Der Ortsgewerbeverein Gießen wird am nächsten Montag (1. Sept.) die Edertalsperre besuchen. Besondere Einladungen ergehen noch. wandern und Reisen, Bäder und Sommersrischen. ** Turnverein Gießen 1846. Die Wander riege des Turnvereins veranstaltete am Sonntag ihre diesjährige Wanderung. Der Abmarsch erfolgte um 3 Uhr nachmittags vom Ludwigsplatz aus durch den Anneroder Wald nach Annerod, Steinbach und Albach zu. In der Nähe von Albach wurde in einer Waldlichtung abgekocht und nach einer ^stündigen Rast auf Reiskirchen zu marschiert. — Die 20. Wanderung findet als Nachtwanderung am kommenden Samstag statt. Das Nähere im Anzeigenteil. Sport. ** Radrennen. Arn Sonntag, dem 24. August, hielt der Gießener Radfahrer-Verein 1885 e. B. seine V er- einsrennen. Bei herrlichem 2ßetter wurde sehr scharf ejefafy* reu und die besten Zeiten cnielt. Morgens 8 Uhr fand em 50 Kilometer-Rennen statt. Die Strecke ging vorn Schützenhaus über Grünberg nach Beltershain und zurück. Ergebnis: 1. Preis Rudolf Schönhals, 1 Stunde 26 Min. 3 Sek., 2. Karl Keßler, 1 St. 30 Min. 29 S., 3. Kaspar Balser, 1 St. 30 Min. 44 S., 4. Friede. Keßler, 1 St. 30 Min. 54 S., 5. Ernst Unverzagt, 1 St. 32 Min. 42 Sek., 6. Theo Zutt, 1 St 32 Min. 54 Sek., 7. Althoff, 1 St. 33 Min. 18 Sek., ^Ruckstuhl, 1 St. 48 Min. 9 S., 9. Karl Boller, 1 St. 49 Min. 30 S. Nachm. 4 Uhr wurde die Vereinsmeisterschaft ausgefahren. Ergebnis: 1. Preis Rudolf Schönhals 2. Karl Keßler, 3. Theo Zutt. Hieran schloß sich ein 20 Kilometer- Wanderpreisfahren. Ergebnis: 1. Preis Rudolf Schönhals, 31 Min. 20 Sek., 2. Karl Keßler, 31 Min. 20V5 S., 3. Friedr. Keßler, 31 Min. 38 S., 4. Ä>eo Zutt, 32 Mfijni. 30 S., 5. Lohmeier, 32 Min. 31 S., 6. Balser 32 Min. 312A S., 7. Unverzagt, 32 Min. 32 S., 8. Willi Zutt, 32 Min. 35 S., 9. R. Boller, 43 Min. 20 S — Leichtathletik. Am Sonntag veranstaltete der G i e ße- n er Ba ll sp i e 111 n b von 1904 ein Vereinsmeeting. Der 10 Kilometer-Lauf hatte folgendes Ergebnis: L i st m a n n 39 Minuten 35 Sek., Siegel 39 Min. 37 Sek., Römer ist nicht angetreten, ebenso Abel. sie nun heiratete? In ihrer Gesellschastssphäre kommt sie irm? mit jungen Männern in Berührung, die 70 bis 80 Mark in der Woche verdienen. Ehe würde also für sie der Verzicht auf alle jene kleinen Annehmlichkeiten des Daseins bedeuten, die sie unverheiratet genießt. Sie mußte eine Wohnung beziehen, eine ärmliche Wohnung und zu Hause sitzen. Die Folge davon ist, daß nur unter den trägen zum Müßiggang neigenden Frauen die Ehelust weiter lebt; gerade die tüchtigsten Mädchen, die fleißigsten, bleiben lieber ledig. Kleine Tagerchronif. Tie Kunstgewerbehandlung Johann Rominger, G. m. b. H. in Stuttgart hat am Samstag den Konkurs angemeldet. Das vor zirka 60 Jahren gegründete Geschäft wurde vor einigen Jahren in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Es dürste eine Schuldenlast von etwa einer Million Mark vorhanden sein. Man schätzt, daß die Gläubiger mit 10 Prozent abgefunden werden. vermischtes» "Tragischer Tod auf dem Mont Blanc. Aus Aosta kommt die Kunde von einem tragischen Unglück auf dem Mont Blanc: ein junger lebensfroher 19jähriger Student fand während einer Gebirgstour durch Ermüdung und Erfrieren ein tragisches Ende. Am Samstag abend waren drei junge Alpinisten ohne Führer von Martigny aufgebrochen, um die Besteigung des Mont Blanc zu wagen; sie wollten den Weg über die Schutzhülle Bellevue und den Tete Rouge wählen. In den letzten Tagen waren in dem Gebirgsinasüo des Mont Blanc starke Schneefälle nfebergegangen, so daß die jungen Bergsteiger auf große Schwierigkeiten stießen. Erst am Sonntag erreichten sie den Tome bu Goüter und zwar zur Zeit der Abenddämmerung. Um die Nacht nicht im Freien verbringen zu müssen, machten sich die drei nach kurzer Rast auf den Weg zur Schutzhütte, aber bald senkte sich ein dichter Nebel herab und ließ die Wanderer die Orientierung verlieren. Tie Nacht brach herein und die Müdigkeit der drei Ver-. irrten steigerte sich bis an die Grenze völliger Erschöpfung. Um wenn möglich Zeit zu gewinnen, trennte sich die kleine Gruppe: einer von ihnen wählte den Weg nach rechts, während die beiden anderen nach links wanderten. Ter erstere war der Glücklichere, nach zweistündiger mühevoller Wanderung erreichte er die Schutz- Hütte. Als seine Gefährten nicht eintrafen, brach er, nachdem er sich durch etwas Tee erwärmt hatte, wieder auf, um in der Nacht den beiden Freunden entgegen zu gehen. Er traf sie etwa eine Stunde von der Hütte entfernt: hier waren sie völlig erschöpft niedergesunken. Umsonst suchte der Hinzugekommene die beiden entmutigten Gefährten auszumuntcru; sie waren außerstande, auch; nur einen Schritt weiter zu tun. Tie Bemühungen des Freundes mußten sich darauf beschränken, die beiden .anderen am Emschlasen zu verhindern, und da er sie nicht allein lassen wollte, beschloß er, bei ihnen im Freien zu übernachten. Unter einem Felsvorsprung sand man einen geeigneten Lagerplatz und begann nun den stummen Kampf gegen den Schlaf. Aber es war vergebens. Als das Morgenrot herailfzog, war einer der drei jungen Leute infolge der Erschöpfung und der Kälte gestorben. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Der auf so tragische Weise um sein junges Leben gekommene Student heißt Waeckerlin und stammt aus Schaffhausen. Eine Führerexpedition ist aufgebrochen, um seine Leiche einzuholen. kf. Eine Riefenkarte von London. Seit 15 Jahren arbeitet man an der Vollendung der Riesenkarte von London, deren Herstellung der Grafschaftsrat angcorbnet hat, um bie Eigentumsgrenzen auf bem Gebiete der Stadt London, das 115 englische Quadratmeilen umfaßt, genau festzustellen. Diese Karte ist jetzt nahezu vollendet; die Arbeit daran hat bisher 300 000 Mark gekostet. Sie ist in Abteilungen hergeslellt rooiben und zwar im Maßstabe von IV, Meter auf die Meile. Zusammengesetzt und aufgespannt wird bie Karte im ganzen 18:26 Metern messen. Sie kommt nicht in ben Hanbel, wohl aber werben von ben zwanzig Sektionen der Karte, die den 20 Ortsstellen von London entsprechen, Abzüge gemacht und den Behörden jedes Ortsteiles wird der betreffende Abschnitt der Karte zur Verfügung gestellt werden, so daß sie das ihrer Verwaltung unterstellte Gebiet darauf jederzeit vor Aligen haben. kf. 6 i n Ort, der nur einen Wähler hat. Ein Wahl- kuriosum, ja ein Wahl-Unikum ist die Kommune Blanchefontaine im Bezirke Maiche im französischen Departement Doubs. In diesem Orte nämlich können nie Wahluuruhen sich ereignen, ist aber auch bas Wahlgeheimnis unmöglich zu bewahren. Blanchefontaine zählt nämlich seit langem einen einzigen Wahlberechtigten. Selbiger Wähler hat begreiflicherweise das volle Bewußtsein seiner politischen Wichtigkeit und hält darauf, feine Bürgerpflicht peinlich genau zu erfüllen. Wenn der Tag der Wahl kommt, dann sieht man ihn festlich gekleidet sein Hans verlassen. Unter Psesienklang, gefolgt von ben Kindern, Frauen und Eliten des Ortes, begibt ersieh feierlichst zum Gemeindehause. Tas Wahlbureau muß ans einigen Wählern zusammengesetzt werden, bie man sich von ben benachbarten Gemeinden auspumpt. . Ter Herr Wähler versetikt seinen Stimmzettel würdevoll in bie Wahlurne, und nachdem er so dem Volkswillen von Blanchefontaine 9lu§brucf gegeben hat, kehrt er in ebenso feierlicher Weise nach Hause zurück, wie er gekommen war. Begreiflich, daß das Wahlgeheinrnis in Bezug auf die Entscheidung der .Wählerschaft" von Blanchefontaine sich unmöglich wahren läßt. * IDic ehemüden Amerikaner. Aus New Dort wird berichtet: 'Xie vor wenigen Tagen herausgegebenen neuen statistischen Angaben über die Bevölkerungsbewegung in den Vereinigten Staaten erbringen den Nachweis, daß nicht weniger als 8 Millionen heiratsfähige amerikanische Männer und 9 Millionen heiratsfähige Amerikanerinnen im Junggesellen stände leben und anscheinend wenig Neigung zeigen, der Ehe in ihrem Lebcnsprogramm einen Platz einzuräumen. Diese Feststellungen haben lebhafte Erörterungen hervorgerufen, die in den Zeitungen Spalten über Spalten fülltet:. Im Anfang schien man dazu zu neigen, dem Mann die ganze Verantwortung für die bedrohliche Zunahme des Junggesellentums zuzuschieben-, aber die Aussage einer Reihe von unumstrittenen Kennern und Autoritäten auf dem Gebiete der Soziologie scheinen zu beweisen, daß es heute nicht mehr angeht, I den Mann allein für diese Ehemüdigkeit verantwortlich zu machen. Bor 10, 15 Jahren wäre das noch möglich gewesen: bei den heutigen Strömungen in den verschiedene:: Gesellschaftsschichten Amerikas tritt jedoch immer klarer zutage, daß die Frau denselben, wenn nicht gar eine:: größeren Teil der Schuld an dieser volkswirtschaftlich umvillkommenen Erscheinung trägt. Bei dem Zustandekommen der immer stärker werdenden Ehemüdigkeit in Amerika, wirken natürlich eine.Fülle von wirtschaftlichen und psychologischen Gründen mit, aber es ist nicht mehr zu veri'ennen, daß einer der stärksten Anttiebe zur Ehescheu mit dem Wachstum der Frauenbewegung in Zusammenhang steht. Auf der einen Seite machen die gesteigerten Ansprüche der Frauenrechtlerinnen die breite Masse der Männer bedenklich, auf der anderen Serke hat die Frauenbewegung die wirtschaftliche "Unabhängigkeit der ningen Mädchen sv gefördert, daß für viele von ihnen die Ehe den Verzrcht auf Bequemlichkeiten bedeuten würde, die sie durch tfae Unabhängigkeit gmießen. Frau A nua D a w l i n g, eine sehr bekannte New Yorker Publizistin, erllärt, sie habe in einer Unzahl von Fallen :mmer wieder d:eselbe "Beobachtung gemacht- junge, un Erwerbsleben stehende Mädchen komme:: gut vorwärts imb Wollen dabw ine Bande der Ehe und die Abhängigkeit von einen: Mann nicht mehr.auf sich nehmen. Man nehme nur den Fall einer Stenotypistin. Sie verdient heute in Amerika 50 bis 60 Mark in der Woche, hat un Bureau angenehmen Umgang, kann sich Wbsch kleiden, läßt sich maniküren und unternimmt jeden Sonntag Ausflüge mit Tanz, genießt alle Vergnügungen. Wenn 85—90 47-50 höchsten 50—55 91—100 höchsten 44—48 82—88 . 45,50-00.00 94—00 64-34'/, 80-81 Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. Aug. Wetter 1913 Sonnenschein 5 Sonnenschein 0 August =■ am Niederschlag: 0,0 mnu Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz. 24. 24. 80-81 79—80 78-79 74-75 43 77 94 NW W w 70—73 66—70 60—65 53—58 83—90 73—82 63—72 79 9,2 8,4 45—49 33—42 32—36 117—122 110-119 100—109 89—98 Alk. 93-102 91-100 . 62-63 . 59-60 51—54 47—50 Alk. 52-57 51—56 6 - & 88—92 81—88 Höchste Temperatur Niedrigste , bis 25. , 25. gewicht Vollfleischige Schweine vonl20—150 kg Lebend gewicht siettschweine über 150 kg Lebendgewicht + 20,8 ' C. + 10,6 * C. Ochsen. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren . . . . Tie noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Bullern Vollfleischige, jüngere ......... Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 85 2 öd g.f Mäßig genährte Kühe und Färsen . . Gering genährte Kühe und Färsen . . Kälber. Feinste Mastkälber . Mittlere Mast- und beste Saugkälber . Geringere Alast- und gute Saugkälber Geringere Saugkälber Schafe. Weibemastfchafe: Mastlämmer und Masthammel . . . Schweine». F ä r s e n, K ü h e. Vollfleischige ausgemästete Färsen Schlachtivertes Vollfleiichige ausgemästete Kühe Lollfleischtge Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht • . . . . 627,-63 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 61X-627a Vollfleischige Schweine von 100—120 kgSebenb- Marttverlauf: Bei allgemein mittlerem Geschäft Markt geräumt. Preise für 100 Pfd, Lebend- Schlachtgewicht 4 2 2 Markte. ließen, 26. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wocben- maifte kostete: Butter bas Pfund 1,05—1.15 Alk* Hühnereier 1 Stück 8—9 Pfg., 2 Stück 0 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänseeier ISt. 12 Pf., Käse bas Stück 6—8 Pfg* Kasematte 2Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Br. 0,80—1,00 Mk* Hübner pr. Ct. 1,00—1,60 Mk« Halmen pr. Stück 1,50—2,50 Mk., Enten pr. St. 2,00—3,00 Mk., Gänse bas Pfb. 00—' 0 Pfg* Ochsen fleisch pr. Pfd. 92—100 Pfg., Rinbfleisch vr. Pfund 90—94 Pfg., Kochfleisch 80 Pfg* Schweinefleisch pr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 94—98 Big., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00 bis 6.00 Alk., Weißkraut bas Stück 15 bis 20 Pfg., Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch bas Liter 22 Pfg* Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg* per Ztr. 0—00 Mk* Birnen bas Pfund 10 bis 20 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 20 Alk., Zwetschcn der Ztr. 10—20 Mk., Bohnen 1 Pfund 15 bis 20 Pfg., Gurken 100 Stück 2,50-3.50 Mk. Marktzeit von 7 bis 1 tthr. # Bleichenbach, 25. Aug. Dec Herb st markt war mit etwa 130 Schweinen, zumeist Ferkeln im Alter von 7—8 Wochen, beschickt. Das Erntewetter hielt leider die Käufer fern, rote bem: auch bie Preise beshalb sich in mittlerer Höhe beroegten; 32, 34—36 Mark waren gängige Preise für bas Paar Ferkel. Einleger waren spärlich aufgetrieben. Tie Preise für fette Schweine fmbr wohl in Betracht bev eintretenben Kartoffelfäule, gesunken. FC. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 25. Aug. Auftrieb: Rinder 74 (Ochsen 40, Bullen 8, Kühe 26), Kälber 39, Schafe 32, Schweine 324. £ 2 B-.g Schlachtivertes bis zu 7 Jahren 2'.eitere ausgemäslete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe . . 6S V 25 2« 753,7 20,8 25. 95‘ 754,8 14,1 26. 7“ 756,3 9.6 Man begreife das ungemein Bedeutsame der merkwürdigen, Wir° kungsroeise des Obols. Während andere Mund- und Zahnpflegemittel, soweit sie für V die tägliche Zahnpflege überhaupt in Betracht r kommen, lediglich während der wenigen Sekun- ben des Mundremigens ihre Wirkung auSüben, wirkt das Obol noch stundenlang, nachbem man sich die Zähne geputzt hat, nach. Durch diese ganz eigenartige Dauerwirkung des Obols werden die zahnzerstörenden Gärungs- und Fäulnisprozesse im Munde stundenlang gehemmt bezro. unterdrückt. Preis: Flasche (Monate ausreichend) Mk. 1.50, ’/j Flasche Mk. — .85. CPh ©. r OÜ P ■ M ©S __D - 3- * S er» s et H <2ö --2 LS- $» = o 0*0 =, B S" C |d’ = » er = K-3 SZ.-S- E SC* * • ' er =. _ D — 2 = 3 2 Z-I-T 2 r g. A» CT ~ nr— ' (y ^2-cs er — o * -« ■=• CD - —2 ®3* g • 'S ff» '28 - O E,~- a — s d "8- = er — 2 - e m de O er d 2 " —" t- 2. o 'S.« c* - ■ r» ' d« «9 §* 6; 2 ' ‘ 2 63 x o s fr er - X ro 5« M= S*S2 SS 2» ->S a mA Ä?° 2 63 = © d-» 5*€ ff? er 3 3 Jä 7 o P o* ß) * 2- &S* 2 2? iH “Ed Eff- ?s5 •<==>83 ZH» ZL fi e^=* » i?«c • 5 co Cb — < © S- = 2< a. 5? = = 3 C" *’ = »-!« ZsM 2*4 3 a?s a 2 i x» - » X CI =? - s» a2 S c - *• s - = > ? « ©S =Eg*8 S E?n tu 3 Gr 13 E 2 65? p 5- s = 9-5 o sr e*B-=- D 2 ■ SS- J?» 3 ?a- 8* s ff § f 5 2 Sw 5* 3 2-L »cs a ff S^. 8L © t KZ % iill 13 • co O° 14 c ~ E ‘ ~a- SS.» = ^er 3--L »f: iS- = g |ä L»Z; 3 5.3 a-:.3* H.~2 pL Hl 5.3 g » —• s 3^=&r a 3 erP -=° &s S5 a-^Z.8 2 «5 £= = 3 n * öb » iS ©er* o 8 'S f sr ® F1 6)3 = *2 |'o ® <93^37 öZg. E7» L eg*-5 D = L B-Z §n » E = 2.^5s>=8A Sz §A. § Lff TBE " '— ocr 2. f §*3‘® ^=3 K-L^ ePX ' <- — pr er wq 5"° 5 qtK: 58 - täx’E" 2 3' 5L —. o r§s sn ss„ .—»'s © ta Q 3 x> « a © s e— O r» 8- □r e» p 3 2 g CO D s s 3 ® n §. ß- = er er <> « r® “ • 2. = O» = er» i p = re CT» ‘ n 7 ?- =S-E = Sa2-** T*» >—= 'T'2 >— «• ff^-v © 4 QS Sj- n> 2 » 7,L § R» m gr°' 68 EP n * S 5 2 r 2 •x — 3 © ro 5 wes c?' ,s ■5T? 625 ® 32 Ä X ? M c 46 3 ff ©= 2 2" » X’3 CE'E 3 3^L-> » p- cr 3 rf ■&6 er » re 3 ih 3 — e» 3 3" 3 5* © Cp 3 2 £ —» ff -* eo p » 6) •So re r-- t er »' 3 p 2 2. dL 3 o- Cb r. » s= ■ .ris 2x o 35 — ” er — 3 3 2=« « n X r» 2.3 0 3 i= Q P '",‘ 75^=2 o-cr " ^2.- FL p COP 2 sT» 5 •9-3.3 5 ,=-o = —' 3- rl ZL o,2r E"3 5° 3 2.3 =: 3>= db S. = _ p 3 3 sa § 2$i 'I?s Hf P =? £ a. c© <■« Ps to8 »L p » p । sr D — P es «a 4T — d er «-> p o. - er 5-3© 3XS n er db W53’ e — — S1® I X» 2 ff) » ei © s stückS nach dem alten Kataster Flächen^ gehalt © 3 der neuen Parzellen- verniessung S-L 2.3 » ES werden B beansprucht Bezeichnung'?Z des Grund---- 93 Bezeichnung «ZA nach deni Z D-eßbriei nachS G -3'2. Sa w I Z- §rs ==2* »d PB ft. 2 c» Zss»' ° r'?s' oQ) = r)= a- Ep:=ti »:•*!» o ~ CD _ CD OD ” 6)'S 2- C 37- S 5 6 1-= s? 5 c-. C Id ZK » r- 8 c s » 5 ,o tztz o o -e * cp 6) -— n* E S® E VS <Ä c a er 73*5 » — 5- f- 5"^©x"=; S§*2.: o — 3 = p ="8 — — — => S Z 3 3 =5- 3 S" * 2 3-Cp- - — 3 2 — = s a° 2. S- —» ** er ^=3* = 7a= o - «a. ,2'= °* »^3 * h^aB = p 0) 8: s = er J 2. e S- C ■ ra - n 8 ZL J 8> «3^> Ä a*; 3 °,s 'e** ■ 3? e = » E« ■£ ** *e ö§ r3,sc? p Ä ff 2. Cb-=> i = 3 Er© ©» - *3 BS 5 o » li CB* s -M S.-? s-a c*is3 “a- O- * 2 r*Sw m 5 c* r» rt 25. • P L K 3 B Kapital n. Laden nicht I M erforderlich. Auch als E9iebenberufzu betreiben. W Prospekte gr. n. frank.! H Off. u.ti. IGO Allgem. ■ Anzelg. Büro, Leipzig E. Markt 6. Morgen Mittwoch von 8 Uhr ab werden am Felsenkeller Weißkraut, Rotkraut, sowie Einmach- und Versteigerung. Mittwoch, den 27. August d. I., nachmittags 2 llbr, werden i. Biekerfchen Saale Neustadt 55 versteigert: _ L 1 Sofa, 1 Spiegelschrank, 1 Waschkomntode m. Sviegel- nufsatz, 1 Waschmaitgel, ein hochfeines Bett, 1 eleganter Damen-Schreibtisch «Mahagoni», 1 Spiegel mit Paneelbrett, 1 groffer Hochs. Spiegel mitMahagoniumbau,l Glasschrank, l.Konsol, 1 Regulator, 2 neue Fahrräder, 15 Psd. Pekkobliiten, 9Karlon Zuckerwaren, 5 Kisten Christbaumschmuck, 2 Ballen Karolinen Reis, 2 Mille Zigarren, 600 Ztgaretten, eine Partie SatUerwaren, 20 Karton kunstl. Blumen, Zweige und Laub u. a. m. II. Eine Partie weiffe Strohhüte, 1 Reliefbild «König Ludwig II.v.Bauern), 4 Oeldruckbilder, 1 Hnns- segen, 1 Bier- und 1 Likör- servwe. 5534 Die Versteigerung unt. II findet bestimmt statt. eiffler, Gerichtsvollzieher. M. lüiiiödien Si'Ä fles. Liebigstr. 47 p. 15462 OrdenllicheöDicnstmädchen zum baldig. Eintritt gesucht. Fr. Medizinalrat Bötticher, Vnbuuniirnf:1' 59. 06717 Die. Maurmarberten, sowie die Lieferung von Lung- bruchsteinen zur Verstellung einer Futtermauer ain Böschungöfusz entlang der Wieseck in der Lonystratze, östlich der Blsmarckitratze, sollen Dienstag, den 2. Sep- tcmbcr, vormrttagS 11 Uhr, auf dem Tiesbauamt vergeben werden. — Tie Verdingungsunterlagen Itccetj. wahrend der Dienststunden daselbst offen und find An- gebote auf Vordruck au das Tiesbauamt einzureichen. — glänzend auf die Tätigkeit der Nieren, reinigt das Blut und dieSäfte. SeitichJhren Marksvrudel trinke, bin ich auch völlig von meinen Menstruationsbeschwerden, die mich jahrelang in schrecklichster Weise ouälten, befreit. Frau R. L." Aerztl. in arm empf. Fl. 65 u. 95 Pf. in der UniversitätS - Apotheke z. gold.Engel, in d.Drogerien E. Seibel, W. ZMbinger, A.Noll.O.Schaaf u.E.Noll ________________|sP3/,| Todes-Anzeige» Heute früh !>/, Uhr verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser inuigstfleliebtes Töchterchen Maria im Alter von 8 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Kaspar Lerch. Gietzen (Buddestr. 8), den 25. August 1913. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 5 Uhr vom neuen Friedhof aus statt. 5527 „Der Altbuchhorster Mark-Sprudel Stark quellelJod-Eisen-Mangan- Kochsalzguelle) hat mir bei einem alten Meita u. thron. Blasenkatarrh sehr wertvolle Dienste geleistet, die Schmerzen und Schärfen völlig genommen und eine wunderbare Kräftigung der leidenden Teile bewirkt. Ich hätte einen solchen Erfolg nie für möglich gehalten, habe mich nie so wohl und gesund gefühlt, wie jetzt nach der Kur 2-3-Wim-Wosti,W perl, oder 15. Okt. in der Nähe des Bahnhofs zu mieten ges. Schristl. Augebole unt. 06715 an den Gietzener Anzeig. erb. Für ruhige kindcrl. Leute 2 grotze ob. 3 kleine Zimm, per 1. Oktober zu mieten gesucht. Schrift«. Angebote mit Angabe des Preises unt. 06728 an den Gietzener Anzeig, erb. Mittlerin, Neustadt 50. 106709 Besseres Mädchen sucht Stelle als Haushälterin bei einz. Herrn oder in frauenl. Haushalt. Schristl. Aug. unt. 06725 an den Gietz. Anz. erb. 15 Nutzkohlen u. 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