Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Mitte — Schritt für Schritt ihm nach. Es ging langsam und für uns, die wir nur — allerdings mit aller Vorsicht — in die gemachte Stusc zu treten hatten, nicht anstrengend. Es blieb uns Zeit, während wir, die Füße fest in die Stufen getreten und die Eispickel kräftig in den Schnee geschlagen, an der Eiswand hingen, hcrumzusehen, nach dem Grat, den Felsen zur Linken, in den nür zunächst einsteigen mußten, und hinunter in die Tiefe der Eismulde, die wir verlassen hatten. Der Einstieg in die Felsen war auch nicht so leicht, denn wo steile Felsen in einen Gletscher fallen, bildet sich gar oft eine Randklust, die den Eintritt schwer oder gar unmöglich macht. Wir hatten scharf ausgespäht und eine Stelle entdeckt,' wo eine Schneebrücke nach den Felsen hinüberzuhängen schien. Dorthin richtete unser Führer seinen Schlangenweg. Wir erreichten die steilgeneigte Schneebrücke und kamen glücklich in die Felsen. Nun gab es eine richtige Felskletterei, bei der mit Händen und Füßen gearbeitet werden mußte. Sie sührte uns auf den Grat, der, durchschnittlich etwa 3100 Meter hoch, die Scheide zwischen Gößgraben und der jenseitigen, von dem mächtigen Hochalmkees erfüllten, über dem Maltatal liegenden Hochfläche bildet. Wir schauten noch einmal zurück auf die Fels- und Eiswände, die wir soeben heraufgekommen waren. Sie sahen so jäh aus, daß mein Reisebegleiter meinte, wären wir von der anderen Seite gekommen und hätten jetzt vor, hinunterzugehen, so würde er sich unter allen Umständen weigern, das zu tun. Wir schauten auch den Grat entlang nach der Steinernen Mandln, die nun recht nahe mären, — recht nahe, aber, für uns doch unerreichbar, so scharf und jäh wird hier der nach ihnen laufende Grat. Da hinüber und über sie hinaus nach dem Zsigmondykops —, das wäre eine Kletterei für einen Erstklassigen, zu denen die Brüder Zsigmondy gehörten, die hier herumsttegen, zu denen wir uns aber nicht rechnen. Inzwischen hatte sich der Himmel in graues Gewölk gehüllt, weswegen der Blick nur in die nächste Nachbarschaft reichte. Nun sing es auch an zu graupeln. Schöne Aussichten für die weitere Wanderung! Wir suchten an der Nordseite des Grates eine geschützte Stelle, um zu rasten. Speck, Käse und Brot bildeten unser einsaches Mahl: dazu mundete ein Schluck süßen Tees vortresflich. Mein Wandergenosse kam im Gespräch immmer wieder auf den ins Auge gefaßten Bau eines den Anstieg erleichternden < Steiges. Nun, auch dieser Plan soll ja noch in diesem Sommer zur Ausführung kommen. Die Sektion Rudolstadt hat Die Sage auf dem Vallan. Eine Erklärung der bulgarischen Regierung. Sofia, 22. Juli. Der Minister des Auswärtigen, Genadieff, gab gestern in der Sobranje die bereits angekündigte Erklärung ab. Er sagte u. a., er betrachte es als seine Pflicht, zu betonen, daß die Regierung, seitdem sie die Geschäfte übernommen habe, von allen Mächten nur gute und aufrichtige Ratschläge erhalten habe, und warme Sympathie für ihre Bemühungen, der Krise ein Ende zu setzen, gefunden. „Wir werde,: trachten," fuhr der Redner fort, „diese wohlwollenden Absichten der Mächte weiter zu entwickeln und zu stärken, indem wir diese vor allem von der unerschütterlichen und ehrlichen Absicht Bulgariens überzeugen, loyal mitzuarbeiten an ihrem Werke där Wiederherstellung des Friedens und dadurch unsere Achtung vor ihren Ratschlägen zu beweisen. So stark auch das Recht Bulgariens ist, so groß auch die Qualitäten des bulgarischen Volkes sind, glauben wir dennoch, daß unsere Interessen nur dann am besten gewahrt sein werden, wenn wir mit den allgemeinen Interessen des zivilisierten Europas gemeinsame Sache machen, wenn wir jenem Solidaritätsgefühl der Zivilisation gehorchen werden, das schon Pichon „europäischen Patriotismus" nannte. Wir konnten da^ Wohlwollen der Mächte auch gelegentlich des Einfalls der türkischen Truppen in unser Gebiet jenseits der Linie Midia—Enos sehen. Allerdings haben die von den Botschaftern der europäischen Mächte unternommenen Schritte noch nicht den vollen Erfolg gehabt: aber wir haben die Zusicherungen, daß die Großmächte, unter deren Leitung unsere; Grenze gegenüber der Türkei festgesetzt ist, es nicht zulassen werden, daß die Türkei sich jenseits dieser Grenze festsetze. Andererseits rechnen wir darauf, daß auch bei der Pforte die Einsicht die Oberhand gewinnen werde über böse Leidenschaften, die danach angetan sind, die in den letzten Zeiten angebahnten Versuche zur Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Bulgarien und der Türkei, wie sie den wechselseitigen »Bedürfnissen der beiden Nachbarvölker entsprechen, zum Scheitern zu bringen. In diesem j m a r s ch bereit. Es war noch völlig Nacht. Tie Laterne mußte deshalb angezündet werden und anfangs aus dem Weg führen. Wir erreichten wiederum den Gößbichl, wo wir einen kleinen Halt machten, um uns noch einmal den für unsere Sektion so bedeutungsvollen Platz anzusehen. Inzwisäten hatte sich der Tag genähert. Ein dunkel brennendes Morgenrot lag über den Bergen, das einen Witterungswechsel befürchten ließ, der Himmel war noch wolkenfrei, aber seine graublaue Farbe ließ auf eine bevorstehende Trübung schließen. Vom Gößbichl, der in der Nordseite des gewaltigen Felsen- rundes des oberen Gößgrabens liegt, steigt man am Fuß des Winterleitens empor, des Querriegels, der jenes Rund nach der nordöstlichen Seite abschließt. Es geht zuerst mäßig auswärts über Fclsgeröll, zwischen dem noch Alpengräser und -blumen üppig wuchern. Aber es dauert nicht lange, so kommt man in nacktes Felsgebiet, das man überklettert, um den Rand des hier unter der Hochalmspitze hängenden Gletschers zu erreichen, des westlichen Trippkeeses. Hier legten wir Seil und Steigeisen an. Wir hatten keine eigenen Steigeisen bei uns, deswegen hatte unser Führer geliehene mitgebrachl. Tas ist immer eine mißliche Sache. Passen sie nicht ganz, ttric das bei den meinigen der Fall war, so können sie zur Gefahr werden. Der gerade Weg von: unteren Rand des Trippkeeses zur Hochalmspitze führt an den Fuß des südlichen sehr steilen Absturzes, der nur in schwerer und gefährlicher Kletterei überwunden werden kann. Etwas bequemer ist der Aufstieg über den von der Hochalmspitze südöstlich nach dem Z si g m o n d y ko p f laufenden Grat, auf den man von» der Nordostecke des Trippkeeses kommen kann. Dorthin strebten wir. Zuerst ging es mäßig ansteigend über den Gletscher, aber schon sperrte eine breite, gäijnenbe Kluft unseren Weg. Das trockene Jahr hatte mehr wie sonst den Schnee der Gletscheroberslächen aufgefressen und sonst verborgene Eis- schründe aufgedeckt. Eine schmale Schneebrücke vermittelte den Uebergang. Bald hatten wir uns dem steilen Anstteg zum Grat genähert. Wir standen in einer Eismulde, die sich im Halbrund vor uns an den Wstürzen hinaufzog und aus der, überragend und einfassend, die Felsen emporstarrten. Gradaus über uns lief der zackige Grat dahin mit seinen zwei Felstürmen in der Mitte, den Steinernen Mandln. Wir stiegen empor, es wurde steiler und steiler, der „Schneidersepp", der voranging, roanb sich, Stufen tretend und schlagend, in Schlangenlinien aufwärts, wir am Seile dahinter — mein Wandergenosse in der Sinne richteten wir an den Großwesir unsere Depeschen." Der Minister sprach schließlich die Hoffnung aus, daß es der ^Regierung durch ihre loyale Politik des Friedens und der nationalen Würde möglich sein würde, eine befriedigende Lösung des gestellten Problems sicher zu stellen. Tic Mission, die die Regierung übernommen hat, und an deren Durchführung sie sofort nach ihrer Bildung geschritten ist, bestand dann, das Königreich durch einen ehrenvollen Frieden aus der gegemvärtigen Krise zu befreien. Die Schritte, die >vir bei der rumänischen Regienlng zur Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehungen zu Bukarest untcrnabimcn, bildeten die erste Bekundung unseres Entschlusses, mit den dringendsten Mitteln auf die Durchführung unseres Programms hinzuarbeiten. Die Antworten, die wir von Rumänien erhieltet:, überzeugten uns, daß unsere Initiative bei ihr demselben WunsclZe begegnete, sobald als möglich der abnormen Lage zwischen den beide:: Völkcrit, zwischen denen nach ihrer gemeinsanien Vergangenheit und ihren gemeinsanten Interessen die größte Harmonie bestehen sollte, ein Ende zu machen. Wir sind nach wie vor überzeugt, daß diese natürliche Harmonie trotz der letzten Mißverständnisse ihren Ausdruck in einer festbegründeten politischen Frcundsclmst finden könne. Um zu diesem sreundschaftliclxn Verhältnis zu gelangen, brachte Bulgarien alle möglichen Opfer. Tiefer Beweis unseres guten Willens wurde von der rumäniüben Regierung und den Großmächten gewürdigt und es ist unsere Ueberzengung, daß er ein genügendes Unterpsatw unseres festen Entschlusses sein wird, mit unseren Nachbarn intime und herzliche Beziehungen zu unterhalten. Ich möchte demgemäß erklären, daß unser Einvernehmen mit Rumänien auf gutem Wege ist. Die Ergebnisse sind nicht vollständig, versprechen jedoch ein Fortschreiten für die nahe Zukunft. Nachdem die Regierung mit Rumänien Verhandlungen eingeleitet hat, tritt sie mit Serbien und Griechenland in Verhandlungen. Auf Einladung der russischen Regierung entsandten wir zwei Delegierte, die die Friedensverhandlungen beginnen sollten. Wir entsprachen damit nicht bloß den wohlwollenden Ratschlägen Europas, sondern führten gleichzeitig einen in der ersten Stunde gefaßten Entschluß der Regierung aus. Wir glauben, der Entschluß entspricht den Wünschen der Bulgaren und den höchsten Interessen Bulgariens. Wir können über die bevorstehenden Verhandlungen erklären, die Regierung wünscht fest und ausrichtig einen ehrenvollen Frieden abzuschließen. Wo die Verhandlungen stattsinden, ist noch nicht festgestellt. Wir sind von dem Wunsche des Kabinetts in Bukarest verständigt, durch einen Gesandten an den Verhandlungen über der: allgemeinen Frieden ans dem Balkan teilzu nehmen, worüber wir unsere vollkommene Befriedigung anssprechen, da wir Grund haben zu glauben, daß Rumänien, erfüllt von dem Bewußtsein und der Notwendigkeit, eine dauernde Sage auf der Balkan Halbinsel herzustellen, im Geiste der Versöhnung und Unparteilichkeit vorgehen toirb. Während fiefr cinerseits die Aussichten für den von der ganzen Welt so heiß ersehnten Frieden eröffnen, muß ich andererseits bedauernd feft' stellen, daß die Serben und Griechen ihre Angriffe gegen uns erneuern. Dank der Festigkeit und unerschütterlichen Moral der bulgarischen Armee, der ich hier die begeisterte Liebe und Anerkennung unserer aller ausdrücken will, (Lebhafter Beifall) wurden alle Angriffe zurückgeschlagen. Ich kann indessen nicht umhin, mein Bedauern darüber auszudrücken, daß dies neuerliche Blutvergießen sich gerade in dem Moment ereignete, wo die Mächte den Kriegführenden nachdrücklichst empfahlen, einander die Hand zu reichen. Die Friedensverhandlungen. Wien, 22. Juli. Der Politischen Korrespondenz toirb' aus Belgrad und Bukarest gemeldet, daß eine rasche Verständigung Bulgariens mit seinen Gegnern um so eher zu erwarten ist, als letztere nicht die Absicht haben, eine Beilegung des Konfliktes übermäßig zu erschweren. Ter türkische Vormarsch auf Adriano'pel rief in Belgrad peinlichsten Eindruck hervor. Es wird betont, daß sich die Türkei durch ihre Haltung nicht nur zu Bulgarien, sondern auch zu der Gesamtheit der Verbündeten in Gegensatz bringe. Bukarest, 22. Juli. Die rumänische Regierung hat an den bulgarischen Minister Ghonadiew eine Antwort auf die bulgarische Note gerichtet. Ter erste Punkt setzt genau die strategische Grenze Turtukai — Dobritsch — Baltschik fest. Ter zweite Punkt erhält Die Gießener Hütte aus dem Eöhbichl. Von Otto Altendorf -Gießen. III. Eine Besteigung des Ankogels und der Hochalmspitze. (Schluß.) Für die Besteigung der Hochalmspitze unterstützte uns das Ehepaar Kvhlmayr mit Rat und Tat. Wir mußten auf der Trippochsenhütte übernachten, tonnten aber nicht daraus rechnen, bei dem Halter Speise und Getränke zu finden. Frai: Köhlmayr stattete uns mit dem Nötigen aus, vor allem mit einen: großen Stück Speck und kräftigem Kornbrot. Die Wanderung sollte auch dem Zweck dienen, den Hüttenplatz genau zu bestimmen und für die schon damals ins Auge gefaßte Anlegung eines Steiges vom Hüttenplatz zum Gipfel der Hoch- almsprtzc den Anstteg zu untersuchen. Bis zum Hüttenplatz ging ein Zimmermann auS Malta, der sich um bei: Bau beworben hatte, mit. Der Bergführer Josef Klampserer, bet „Schneider- scpp", der für ben Bau des Steigs auf die Hochalmspitze in Betracht kam uni) uns deshalb bei der Besteigung begleiten sollte, erschien ebenfalls gegen Abend auf dem Gößbichl. Bei eintretender Dunkelheit kehrten wir in der Tripp- ochsenhü11e beim Halter ein. Er nahm uns mit freudigem Entgegenkommen auf_ und bemühte sich dienstfertig um unfer Wohl (V-r war mit Speise unb Trank besser als erwartet ausgerüstet, konnte mit Tee, Zucker und Eiern aufwarten, selbst einen kräftigen „Schmarren" setzte er uns vor. Bor dem Schlafen- . gehen traten wir noch einmal aus der Hütte und bewunderten die sternenhelle Nacht. Gespenstig hoben sich die Berge der an- : Heren Talseite ab. Ob das Wetter uns am folgenden Tage treu P bleiben wird? — Dann stiegen wir die Leiter hinauf zum i ■, r e n mit Schn * - Straßen eure ycmtin|ame Beträgt für die aus dem mäls völlig unmöglich. Wo der siUetscker anfängt, gähnte eine unüberschreitbare, nirgends überbrückte ftlujt. Wir mussten also aus dem Grat bleiben. Zunächst gingen wir aus der «Seite des Hochalmkeeses, bi* wir an einen sehr steilen «Schneehang kamen. Er führte unmittelbar in jene Kluft, die mit gähnendem Rachen alles zu zermalmen und zu verschlingen drohte, was von oben herunterfiel. Unser Führer wollte schon Stufen zu schlagen beginnen, aber mit Recht schritt mein Wandergetwsse ein, und wir stiegen aus die Höhe des Grates und umgingen das Schnee- seld. So ging die Wanderung iucitcr, bald oben, bald mehr nach der linken, oder nach der rechten Seite, recht mühsam, felsaus, MSab, einmal auch wieder in steiler Kletterei, bis wir aus den •viril kamen und nun verhältnismäßig bequem an der schneeigen Spitze vorbei zum höchsten und Hauvtgipsel, der aperen -- d. b schneefreien — Hochalmspitze tarnen. Gv war xJ)itttdflt allo waren wir ichtui über 8 Stunden unterwegs Wenn die Gießener Hütte erbiinet und der Rudolstadter Weg gebaut sein wird, wird man in weniger als der Hülste der Zeit den Gipset erreichen können. Aussicht batten wir keine Wir waren vollständig in Wolken einge schloss en, und es schneite leicht. Man stehl aui einem sehr schmalen Felsgivsel, der nach allen «Seiten, mit 9(ud- nahme von der, aus der wir gekommen, schross abiällt. Wie tief, war nicht zu seben. Ter Blick drang nicht weit in das wollende Wolkcnmeer. Die AnSficht soll bei hellem Wetter ganz groß artig sein, durchaus der vom Ankogel ebenbürtig. Wir aber dursten nicht einmal den Blick hinunterwersen in das Felsen- rund deS GößgrabenS, aus dem wir gekommen, nicht hinunter aut die Gletscher des Grost-Elendtals. in das wir absteig-n luolttcn, nickt hinüber auf die Nacbbargipscl, unter denen ich so gerne besonders den Ankogel begrüßt hätte. „Die Herrn Berge ixiben eben ihre Launen'^, wie mir einmal ein 5dmxTjler Bergführer gesagt hat. Wir trugen uns also in das oben unter Felsen liegende Gipfelbuch ait und traten den Abstieg an, zuerst :n Wolken und leichtem Schnee. Wieder ging es an der schneeigen lüste zu verzeichnen gewesen wären. Hierdurch wird der rumänischen ÄävaNerie die U^berwachung der Ausgänge jenseits des BaKans erleichtert. Das Defile von Orkanie rst 50 Kilometer von -Sofia entfernt. Zwei Tage vorder erbeutete die rumänische Kavallerie bei Ozikowitza in der Nähe des Jslerdefiles einen Trcrnsportprg von etwa hundert Wagen mit Waffen und Munition, die der Feind von Rahova nach Orkanie und Sofia transportierte. Durch das Gewehrfeuer der Eskorte des Transports wurde ein Kavalleriesergeant leicht verwundet. Die letzten Meldungen besagen, wie das Kommunique hervorhebt, daß eine Verbindung zwischen der rumänischen Armee und dem linsen serbischen Flügel hergestellt ist, sowie, daß die feindlichen Truppen aus dem Gebiet nördlich vom Balkan verschwunden sind. Der amtliche Bericht schließt mit der Bemerkung, daß die in Friedenszciten ausgearbeiteten Operationspläne in allen Punkten und Vermutungen ausgeführt werden konnten. Der türkische Vormarsch. Sofia, 22. Juli. Nachdem seit gestern abend die Verbindungen mit Adrianopel wiederhergestellt sind, erhielt man Meldungen, die fest stellen, daß Adrianopel nicht von den Türken besetzt ist. Tic Meldung wurde durch das Erscheinen dreier Kavallerie- Eskadrons unter Enver Bey nebst irregulären Truppen in der Nähe der Stadt hcrvorgerufcn. Tie Truppen hätten sich bald zurückgezogen. Die bulgarische Regierung befahl den geflohenen Behörden, ihre Posten wieder einzunehmen. Tie gleiche Weisung wurde den Beamten in anderen Orten Thraziens erteilt, die aus Furcht vor dem Vormarsch der Türken geflohen sind. Konstantinopel, 22.Juli. Wie die Blätter melden, haben die Bulgaren das Dynamit de Pot von Luele B ur g a s in die Lu f t g e s p r e n g t. Unter den Vorgefundenen Papieren befindet sich ein Telegramm, in dem die Zerstörung des Depots angekündet wird. — Tie türkische Armee setzt ihren Vormarsch auf Adrianopel fort. Der gestern gemeldete Kampf sand bei Kumsaid zwischen Mouradly und Luele Burgas statt. Einem Blatte zufolge wurden 9 bulgarische Offiziere und 800 Mann bei Käbakfc gefangen. Zwei Kompagnien, welche Ticherkeskoej verteidigten, wurden ebenfalls gefangen. Die Bulgaren sollen im Vilajet Adrianopel über 25 000 Mann verfügen, welche von zahlreichen Banden unterstützt werden. Konstantinopel, 22. Juli. Amtlich. Adrianopel und K'irkilisse sind von den Türken unter Enver Bey besetzt. Die Besetzung beider Plätze erfolgte sehr schnell. Die Bulgaren leisteten so gut wie keinen Widerstand. — Der frühere Minister des Innern, 5) ad- sch i a d i l, Gourde zum W a l i v o n Ad r i a n o p e l ernannt. Er wird morgen auf seinem Posten eintreffen. Ter Minister des Innern, Talaat Bey, begibt sich an Bord eines Torpedobootes nach Rodosto, um seinen Einfluß zur Herstellung der Eintracht zwischen der muselmanischen und armenischen Bevölkerung geltend zu sprachen. Sofia, 21. Jult. Tic Regierung hat ihre Vertreter bei den Grossmächten beauftragt, gegen die Grausamkeiten der Türken in Adrianopel und Kirkilisse Pro- t e st einzulegen. Deutsches Keid>. Bal- estrand, 22. Juli. Ter Kaiser unternahm gestern vormittag einen längeren Spaziergang. Am Nach- rnittag fand Wettrudern statt. Um 6 Uhr traf der Feldjäger ein. Heute ist Tee und Tanz an Bord der Hohenzol-lern, au dem 132 Personen teilnehmen. An Bord ist alles wohl. Berlin, 22. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Bekanntmachung des Kriegs Ministers vom 15. Juli: Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß es Unteroffizieren und Mannschaften der Armee dienstlich verboten ist, innerhalb der eigenen, einer fremden Truppe oder einer Behörde Zivilpersonen oder Handwerksmeistern der Truppen, militärischen Anstalten usw. zur Ausübung ihres Gewerbebetriebes Beihilfe zu leisten, insbesondere durch Vermittlung ljdcr Erleichterung des Abschlusses von Kaufgeschäften, Versicherungsverträgen und dergleichen. Den Unteroffizieren und Mannschaften ist befohlen, von jeder an sie ergehenden derartigen Aufforderung den Vorgesetzten Meldung zu machen. Köln, 22. Juli. Zu der Meldung des „Petit Parisien", daß am letzten Sonntag in Nancy 12 Fahnenflüchtige^ verschiedener Regimenter ciugetroffen seien, die in die Fremdenlegion eingereiht zu werden wünschten, erfährt der Berliner Korrespondent der „Köln. Zig.", daß • f riede1 iit ikosktf^ä Göbel Wanderung nicht mehr gemacht hatte, war eine Zeitlang unsicher. So arbeiteten wir uns gletscherabwärts, bis wir uns über einem weithinlanfenden, breiten Eisspalt sahen. Hier wäre uns beinahe ein Unglück passiert. Meine nicht passenden Steigeisen hatten sich gelockert, waren seitwärts unter den Schuhen durchgerutscht und hatten mich zu Fall gebracht. Ich fuhr abwärts dem Spalt zu und riß meinen Wandergenossen, der ebenfalls ins Gleiten geriet, mit. Rasch aber warf ich mich herum, chlug den Eispickel mit ganzer Kraft ins Eis und fand so wieder Halt. Meinen Freund hielt der Führer am Seil fest. Nach diesem Abenteuer gingen wir vorsichtig am Rand der Kluft entlang und suchten und fanden eine Schnee brücke, aut der wir hinüberkamen. Dann ging es eine Zeitlang gut weiter, nur daß wir nun in ein Gewitter gerieten, das zwar feinen Regen brachte, aber uns durch seine in unmittelbarer Nähe nieder- fahrenden Blitze schreckte. Um nach dem Groß-Elendtal und derOsnabrücker Hütte zu kommen, muß man einen zweiten, von der Hoch- alnupttze nach Norden zu ziehenden Kamm überschreiten und Über diesen hinaus nach dem Groß-Elendfees abflcigen Die Preimel sch arte, eine Felsenferbe zwischen den Elends köpfen und der Preimelspitze, die auf diesem Kamm stehen, vermittelt diesen, Uebergang. Ter Eintritt in die Scharte vom Hochalmkees ist nicht schwer, auf der anderen Seite aber muß man steil hinunter. Dort sperrten wieder zwei große Gleticher- fehrunbe das Betreten des Gmß-Elendkeeses. Der erste wurde aut schwindelig schmaler Brücke überschritten, der zweite iu weitem bogen umgangen. Dann noch einige hundert Meter abwärts über das Eis, und wir batten wieder testen Boden und einen an- g rügten Mpcnsteig unter unseren Füßen. Es ging hinab über bte madjiige rechte Seitcnmoränc des Gletschers der Osnabrücker XMitte zu. wo wir, nachbem wir fast 12 Stunden unterwegs ge- weseii, ankamen. . u a t ?c?cr' j?1 »uns die Königin der Osttauern -inab,£' rlmr|t du denken. selber laß dich des- ES WM einem Besuch abschrecken Dir wird sie holder beit’ mÄ ’ Sckwn nMttmloim Tag Si tcudilrnkm Sonnenschein hort oben1"™! ihrem bcbcnidicnben Ajnngimct lu t-,.;- .(_au’ nn» sich nidrt jan sebel, kö7n!n'an M den LenIichT^^ n"' bid> umgeben. Bi. llenbi fdmnltt bann deine 'vruft b^'b^ fiepen Venen, nad Sieocrgelübl. durch eigene ü"a!e dich luiugen ,n den Sen» dieser bmlidfrit gefegt iu bXrL », le-ckt auch - und iche.nt mir da» edlere Gefühl - S bieteü im hC'et ^Stiffenbeü. Demut and Tank' * ■ *-i*11 uvijin. . QPud 1 311 S?be ®hObt,Qt >f> ti :,:i !n iVchf0, hlnitj jefz Uff vJ"Gesch ■ K?ush Aus Stadt und Land. Gießen, 23. Juli 1913. •• Landesuniversität. Die Ernennung deS außerordentlichen Professors Dr. med. Johann Georg Mönckc- b erg zum ordentlichen Mitglieds und Professor für allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie an der Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin wurde Allerhöchst bestätigt. Professor P^önckeberg ist dort Nachfolger von Geh. Rat Prof. Lubarsch. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Büsgen, Major beim Stabe des Jnf.-Regts Freiherr von Sparr (3. West sälisches) Nr. 16, wurde als Bats. Kommandeur in das Leibgarde- Jns.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115 versetzt. Zu Majoren wurden be- fördert: Frhr. v. Massenbach, Rittm. und Flngcladiutant des Großherzogs von Hessen und bei Rhein und Rittmeister Ritter v. Pvschinger, Adjutant des Generalkommandos des 18. Armeekorps, Oberleutnant Frhr. Gans Edler Herr zu Pntlitz im Leibgarde-Jns.-Regt. Nr. 115 zum überzähl. Hauptmann befördert. Grat v. Wedel, Lt. a. D., zuletzt im damal. 1. Hess. Trag. Regt. (Garde-Trag. Regt.) Nr. 23, wurde mit Patent vom 3. November 1906 als 2t. der Res. des Huf. Negts. König Humbert von Italien (1. Kurhess.) Nr. 13 ai,gestellt und vom 1. August 1913 ab auf ein Jahr zur Dienstleistuug bei letztgenanntem Regt, kommandiert. Zur Dienstleistung als Jnsvektionsossizier anläßlich der Verstärkung der Kriegsschule in Neiße wurde Oberleutnant Summa im 1 5. Hess. Jnfanterie-Reaiment Nr. 68 vom 25. Juli ab kommandiert. Seutn. Pieper im Jns.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 1 wurde mit dem 1. Oktober zum Kadettenhaus in Bens berg als Erzieher versetzt. Schülke, Feuerwerks-Obcrlt. beim Art.Depot in Darmstadt, wurde zum Feuerwerks-Hauptm. befördert. Feuer- werksleutnant Jung beim Art.-Depot in Mainz wurde zunr Art Depot in Metz versetzt. Greis, Württemberg. Feuerwerks- leutnant, kommandiert nach Preußen, bisher Oberseuenverker beim Art.-Depot in Ludwigsburg, wurde dem Art.-Devot in Mainz, überwiesen. Die Leutnants v. Stülvnaacl im Leibgarde- Jns.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115, v. B o e tti eher im Leib-Trag - Regt i2. Hess.) Nr. 24 und Brunner im Hess. Train-Bat. u Nr. 18, Unteroffizier Graf von Rechterem-Limpurg im Jt Leibgarde-Jns.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115 wurde zum Fähnrich I befördert. Damm, Leutnant im Int -Regt. Kaiser Wilhelm | (2. Hess.) Nr. 116, wurde auf sein Gesuch um Verabschiedung zu I den Res.-Offizieren des genannten Regts. übergesuhrt. Unter Beförderung zum Veterinär wurde der Unteroffizier Blume $itm 2. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61 versetzt. Mit Wahrnehmung einer offenen Assistenz-Arztstelle wurde Unterarzt Richter nach am 1 Juli 1913 erfolgter Versetzung vorn 5. Hess. Inf.-Regt. Nr. 168 i zum Jnß-Leib-Regt. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117 beauftragt.; ' Landwirtschaftskammer. Tie im Oktober statt-1 findende Deutsche Braugerstenausstellung soll auch dieses Jahr i L cinME r nr.cn, die ihreN i hr liübfd) sEg- ■ r. varbeit,D kotte, reizmd ? zchmtdi tzm^ottfi ipeitinK’ groß r>? ^'rngäfl'cr ausj engt, der von dem 'Ucdii^niwilt .'kauft jclcüd'ict murde, so tigimg des Utteils zr IrScn von ungeheure' * Lerhch'tun i).:rbc in Untechichun, cn seinem 15 Jahr haben soll. f.rüiic heißt seit > atze iTte bereits in London beschlvssenen Bedrngrtngen, um den Kutz owalklach en Sprache und nationalen Unterricht zu gewährleisten Der brüte Punkt erftärt, bafe Rumänien damit einverstanden wäre, über einen Waffenstillstand zu verl-andeln. Ter vierte Punkt 6e)aflt, daß die Friedcnsver Handlung en auf rumänischem! G-ebiete stattfinden müssen. Buka re ft, 22. Jul-i. Tie rum ä nische Dresse, die sich heute ausnahmlos mit den Aussichten auf den nahe be- vors^herrden Frieden beschäftigt, ist über die Wendung der Dinge sehr befriedigt. Besonders wird die entscheidende Rolle hervorgehoben, die Rumänien in der letzten Kriegspbase spielte und noch weiter spielen wird. Dem „Unwersev" znfolge antwortete König .Karol auf das gestrige Telegramm des König Ferdinand, daß es auch sein Wunsch sei, den Frieden bald wiederyergeftellt zu sdhcn, und daß der bülgarrfchen Regierung seitens der ru- mänisck)en Regierung weitere Mitteilungen Mgehen würden. London, 22. Juli. (Ausführliche Meldung.) Auf dem großen Bankett der Handelskammer zu Birmingham sagte Premierminister Asquith: Soweit Großbritannien in Betracht kommt, haben wir, die wir feine eigenen, speziellen Interessen im Orient haben, unermüdlich Und nicht ohne Erfolg daran gearbeitet, eine gemeinsame Aktion der Mächte zu fördern und aufrechtzuerhalten. Ihr Konzert ist loyal aufrecht erhalten worden und ich sage in voller Gcivißheit, daß es niemals weniger in Gefahr war als jetzt. Asssuith erwähnte sodann die Ergebnisse dieser gemeinsamen Politik der Mächte: die Bcstimmimg der Grenzen Albaniens^ und die Besttmmungen über die Aegäischen Inseln sowie den Friedens^ schliiß von London. Asquith schloß: Was die Türkei betrifit, so waren wir selbst, und ich glaube alle Mächte, geneigt, aus der Grundlage des kürzlich gesck-lossenen Friedensvertrages es als «anznerkennende Tatsache zu betrachten, daß die Türkei ihre europäischen Gebiete innerhalb der seftgelegten Grenzen behicltx, und daß bei billigen Bürgsckxiften für eine gute Regierung die Integrität ihres asiatischen Reich's erhalten bleiben würde, und wir waren bereit und eifrig bestrebt, ihr bei Verfolgung bei schwierigen Aufgaben, bic vor ihr liegen, allen möglichen Beistand zu gewähren. Wenn die Türkei — und ich glaube, mich ganz rückhaltslos auszusprechen — so schlecht beraten ist, daß sie sich über die Bestimmungen des Viatrages hinwegseyt, so muß sie darauf gefaßt sein, daß die Fragen aufgcrollt werden, von denen es keineswegs in ihrem Interesse liegt, daß sie zur Debatte gestellt werben. 'Mehr will ich jetzt nicht sagen, aber ich konnte in einem solchen Augenblick nicht umhin, es nicht nur hier, sondern vor ganz Europa völlig deutlich zu machen, wie die Stellung der Regierung und, ich glaube, des ganzen König reiches ist. Herr Austin Chamberlain sprach seine Zustimmung zu den Ausführungen des Premierministers aus. London, 22. Juli. U nterhau s. Noel B u r t o n (liberal' regte an, baß vor der endgültigen Regelung der serbischen, bulgarischen und griechischen Grenzen die Wünsche der Bevölkeruna durch ein Plebiszit unter europäischer Leitung fest gestellt würden Grey antwortete, er fürchte, die politischen Ver hältnisse jener Gegend sind nicht so, daß ein Plebiszit tunlich sei. Burton fragte, ob angesichts der Erklärung Asquiths gestern abend, daß die Möchte jetzt bezüglich der Regelung der Angelegenheit ihre Entscheidung zurückhalten würden, die An gelegen beit vor die Botschaitervereinigung gebracht würde. Grev antwortete: Ich kann nicht sagen, ob die Angelegenheit im einzelnen vor bic Botschastervereinigung gebracht wird. Tie Erklärung Asquiths ging dahin, daß, die Mächte bic Entscheidung zurückhalten würden, bis die Regelung im ganzen vorgenommen werde. Wie die Botschafter sie in ihre Beratungen cinbcücben, ist eine Angelegenheit, die sie entscheiden müssen, wenn bic Zeit kommt. Bckgrab, 22. Juli. „Pravba" znfolge sind für bic Unterhandlungen in Nisch bic Obersten Misitsch und Pawlowitsch als serbische Delegierte ausersehen. Athen, 22. Juli. Der frühere Ocfmibtc in Sofia, Pa- nas, Direktor im Auswärtigen Amt, bet griechische Gesandte in Belgrad, Alexandroponlo und der Militär- attachee im serbischen Hauptcptarticr Rh au gäbe vertreten Griechenland bei den Verhandlungen in Nisch. Der rumänische Vormarsch. Bukarest, 22. Juli. Tas Pressebureau des Kriegs- ministerinmS veröffentlicht einon amtlichen Bericht über die Operationen der Kavallerietruppen, die in südlicher und südöstlicher Richtung vorrücken. Am 20. Juli besetzte eine Kavalleriedivision Orkanie, einen wichtigen strategischen Punkt ant Fuße des Balkau, der bic von Sofia über bas Bal- kan-Jsler Tefils zur Douau sübreube Straße, namentlich die Lanbstraßc Sofia-Rahcva Nikopolis beherrscht. Tic Division machte 1600 Mann bes 16. bulgarischen Infanterieregiments zu Gefangenen. Nach kurzem Widerstaub ergab sich der Fcinb, ohne baß auf rumänischer Seite irgenbwclche Ber- 2lu$lan0. London, 22. Juli. Unterhaus. RonalS H a y (Unionist) fragte, ob Grey Mitteilungen machen wolle über die Natur der Zusicherungen, die er . von der deutschen Regierung über die Schiffahrt auf dem Euphrat und Tigris erhielt, und ob er dem Hause Gelegenheit geben wolle, die Be dingungen der beabsichtigten Konvention mit der Türkei, zusammen mit ähnlichen Abmachungen mit der deutschen Regierung Aii erörtern, bevor die Konvention roivthd) abgeschlossen sei. — Grey antwortete: Ich kann gegenwärtig keine Erklärung bezüglich der Verhandlungen über Gegenstände abgeben, die sich noch in Gange befinden. Wenn die Abmachungen abgeschlossen sein werden, werden sie dem Parlament vorgelegt werden, aber es würde weder dem Brauche enlsvrechen, noch tunlich sein, den Abschluß von einer vorherigen Besprechung im Hause abhängig au machen. _ _, , _ , , , London, 22. Juli. Das Oberhaus lehnte »um zweucn Male die U n t e r p a r l a m e n t S a k t e über da? Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat in Wales mit 248 gegen 48 Stimmen ab. ,, , , , ,, . v . Paris, 22. Juli. Der Generalstabschef I o f f r e wird seine bereits vor längerer Zeit angefundigte Reise nach Peters- bürg demnächst antreten. Es handelt sich nm eine Erwiderung des im vorigen Jahre von dem russischen Generalstabschef ctbqc- slatteten Besuches. Der „Malin" bemerkt, baß biefer Reise des. Generals Joffre im Hinblick auf die Frage der Heeresvermehrung und der letzten Maßnahmen, die die beiden Verbünbeten Lände'- gegemvärtig beschäftigen, cm besonderes Interesse beigemessen werde. Paris, 22. Juli. Kriegsminister Eti enne brachte im Sena t das Militärgesetz ein. Tas von der Kammer bereits angenommene Gesetz wurde an die Budget- und Heereskommission überwiesen. „ ... Paris, 22. Juli. Tie Kammer bewilligte den Kredit für die Teilnahme Frankreichs an der Buchgewerbe-Ausstellung Leipzig 1914. . , Paris, 22. Juli Dem „Echo de Paris" zufolge verlangt Frankreich, daß die Teilstrecke Derak-Haisfa im syrischen Eisenbahnnetz mit einer etwaigen Zweiglmie nach Jernsalem unter bic Kontrolle einer französischen Gesellschaft gestellt werde. Tas geplante sianzösisch-türkifche Abkommen und der finanzielle Beistand Frankreichs hingen wesentlich von der ErsüNnng dieser Forderung ab. K o n st a n t i n o p c l, 22. Juli. Tat Blättern zu folge wurde gestern der Vertrag wegen der Balängenutg bar Konzession b c r Tabak regic aus weitere Ij? I a h r e unterzeichnet. Tie Tabakrcgic gewährt bem Staatsschatz einen Vorschuß von li,2 Millionär Pfund. — Ter armcirifd)c Patriarch hat demissioniert. Philadelphia, 22. Juli. Ter deutsch-amerikanische Nationalbund hat gegen den geplanten simsprozen- tigen Zoll auf deutsche Bücher eine Protestbewegung cingcteitct. . ,, Washington, 22. Juli. Tas Kanonenboot. .W beding ist nach Frontcro in Mexiko beordert worben, wo Lehen unb Eigentum ber Amerikaner beoroht ist. Mexiko, 22. Juli. Tie A u i r ü hr er besetzten am Samstag abend Trixpan nach heftigem Kampfe. Aus Ersuchen bos cnglitoen Konsulats verließ bas amerikanische Linicnschis: „L ou i- s i a n a" Veracruz unter Vollbarnps, um sich nach Tuxpan zu begeben. Schanghai, 22. Juli. Tic Regierung hat sich der Loyalität der Flotte versichert, indem sie mit den Banken, die die -Fünfmächtcgmpvc repräsentieren, eine Vereinbarung zur regelmäßigen Besoldung der M a n n s ch a s- ten abgeschlossen hak Ein südck-nresischer General ist bet Kiulranq non seinen Truppen, die zu den Iwrochinesischcn Truppen üba- gingen, ermordet worben. j ksgztf -T«n-S(rn,e6t,h. cu« e’n fiprcn wiedc Us» 1 Ä E der denn ai -.Tnjer Gutsbefche^ - Ä -ur siedestol :T&« M . .fv’ Rolle. In i I lt diese Veranstaltung ber LanbwirlschaftSkammer besonders I 11 nt,' i Irfwe/’g Slntze PorlKt da 6 HochalmkccS Hinunter Ter Schnee ließ nach, aber diwtcS Nedclatciu dielt un« umschlossen. In solcher Lage ist es schiver, die Mtjcbhinn ciniuhaheit Auch wir gerieten in Ungewißheit, selbst uHfcr Führer, ber fett langer Zeit die ... Bfl Seim Preis e njrbielt fl, ; il'to'n.«- la getrau M. I I °'er Tagen lanr. Gericht-ßaaU Ruhe im Bause! I Beiseföllerale. c% WBruchleidende.-W n Heinrich Kalbfleisch Seltersweg 12. Telephon 285. Fluh-».Seefische Kraushaar und Frau Heilgehilfe und Hasseur. 4805 '€3 Hoch- und Titibau. an seine den Vvr- eÄufrührer besetzten am Sams- efngem Kampfe. Aus Ersuchen des as amerikanische LimensW „L au i- Tfion: angefertigt. Mein Vertreter wird am Freitag, den Ä>, Auli in Friedberg, Hotel Weitb, nm Samstag, den 26. Auli in Wietzen, Babnbofhotel Lenz u. am Sonntag, Ä?. Juli in Metzlar, Hotel Lun, jeweils von 9—3 Ubr, Johannisthal, 22. Juli. (Priv.-Tel.) Leutnant Jolly weg heute Morgen 4 Uhr 55 Mm. in Begleitung des vauplmanns OfiuS vom Großen C^cncrolftobc mit einer Rumvlerkauhe in Köln aul, landete um 8 Uhr 45 Min. auf dem Flugplatz in Johannisthal und flieg um 11 Uhr 14 Min. zur Weiterfahrl nach Königsberg auf. -Ft. Ten Stiftern zufolge wurde Scrtinfjewng der Konzession ere 15 Jahre unlerzeich- bcm 3tiafssä>atz einen Vorschuß - Ter armenische Patriarch hat iuli. Ter deutsch-amcrika- it gegen den geplanten sünsprozen- ücher eine Hrütestbewegnng i TasKananenbvat„Dheeling" exikv beordert worden, wo Leben er bedroht ist. >knc große Wohltat ist mein gutsitzendes, nur aus Leder, utlrc Feder hergestellleS „Universal" Bruchband. Es ist B"23/7 Hessen-Nassau. w. Kassel, 22. Juli. Hier wurde bei den Erdarbeiten zum k o h n b a u H e i l i g e n st a d t - S ch w e d d a in der Nähe von Wallcneber eine Tropfsteinhöhle von etwa 20 Meter Länge, 8 Meter Breite und 3 Nieter Höhe aufgedeckt. Stelle Wilhelm Pfaff in Watzenborn in stand gewählt worden. Gießen, den 19. Juli 1913. Grotzherzoaii'lwä Amtsgericht. Schluß ohne jed. Rückschlag .Friede“ ist sparsam im Wasserverbrauch und billiger wie jede andere Vorrichtung. Derselbe lostet fertig anmontiert pro Stück Mk. 5.—. Allein -Vertrieb: 4812 Schirme werden gut u.preiswertrepariert und neu bezogen. durch unseren patentamtl. gesch. Geräusch - Dämpfer „Friede“ für Klosett - Spülkasten. „Friede“ ist sicherst. Selbst- Neue Gurten, gr.Dtk. 10 Frische Eier 10 Stk. 8» Landbutlcr Psd. 130 eirkehrsverein e.V., Giessen Mteiilt Auskünfte über Bäder, Sommerfrischen, eis etouren, Hotels, Pensionen usw. — Daselbst I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter «erfand nach auswärts. l444u „Seit Jahren war ich müde und man, hatte häufig wahnsinnige Kopfschmerzen u. jede Lust zum Arbeiten und zum Leben verloren. Der Arzt sagte, es sei ein veraltetes Zwei Riesenbrände in den vereinigten Staaten. Großfeuer in einer Kleiderfabrik- 25 Mädchen verbrannt. Zwei größere Brände, bei denen zusammen 60 Menschen umgekommcn sind, ereigntcn sich gestern in den Vereinigten Staaten. In einer Uleiderfabril in Binghamp- tvn verunglückten 25 Mädchen, in einer Strafanstalt in OvaNcy 35 Sträflinge. Wir erhielten darüber folgende Meldungen: Binghampton (New Bork), 22. Juli. In einer Fabrik für Arbeitertleidung brach ein Brand aus, bei welchem vierzig Arbeiterinnen verbrannten. Der Brand hreifere sich mit groher Schnelligkeit aus und rief eine große Aufregung hervor. Es befanden sich 125 Arbeiterinnen in dem Gebäude. Biele von ihnen sprangen aus den Fenstern und erlitten schwere Verletzungen. Tas Gebäude brannte in 20 Minuten nieder. Dazu wird uns von unserem Kölner Mitarbeiter telegraphisch berichtet.- Köln, 23. Juni. (Privattelegramm.) Ten letzten Meldungen der Köln. Ztg. aus New Bork zufolge sind bei dem Brand in Binghampton wenigstens 25 Mädchen umgelbm- men. 50 Mädchen wurden schwer verletzt. Tas Feuer brach unter der Vordertreppe aus. In wenigen Sekunden waren das Treppenhaus, die Flure und die Arbeiterräume, wo Baumwollschnitzel und anderes Zundermaterial aufgehäuft waren, in Flammen eingehüllt. Unter den 125 Arbeiterinnen entstand die größte Verwirrung, ^a ein Entkommen über die Treppen unmöglich war, waren die Nettungsleitern der Feuerwehr bald gedrängt voll Menschen. Zahlreiche Mäbclxn sprangen aus den Fenstern des 4. Stockwerkes. Andere, die auf einem Treppenabsatz eingekeilt waren, verbrannten jammernd). 12 Mädchen, die schrecklich verbrannt wurden, sind m das Krankenhaus überführt worden. Ter Zustand zahlreicher Verletzter ist hoffnungslos. ^u^äruch des Brandes war die Feuerwehr anderweitig beschäftigt. Tas Gebäude war in 20 Minuten niedergebrannt. Feuer in einer Strafanstalt. 35 ©träfHnge Derbrannt. •dn Ooaklev, 20 Mecken von Jackson Mississippi ent- jernt, brach am Montag nacht in einer Sträflingsfarm Z euer aus. 35 Negersträflinge kamen um. Nähere Nackwuhten fehlen noch Trinkt Sanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghoft [43651 ° Schellfische, große Psd. 36 Pf. Kabliau o. Kopf „ 28 „ €ithid)i|jabrt Baden-Oos, 22. Juli. Das Militärluftschisf „L. Z. XX", das heute früh 3 Uhr 46 Minuten in Frankfurt a. M. gur Fahrt »ach hier aufgesttegen war, ist um 7 Uhr 42 Minuten vor der Halle gelandet. vüreiusnachrichte«. •• Beim Preisschießen des Kriegervereins Ziesten erhielt K. Haupt die Ehrenscheibe. empfehle: EüIoöIbüs, Sttctae, Spazierstöeke, Sonnenschirme, Kinder - Regenschirme, Sie [Regierung hat sich bet versichert, indem sie mit ben iruptr r-Dräientimn, eine Verein- i Vdolbung der Mannschaf' chtiesischer General ist bei Kimms >en noröchinesischsr ZruWen Über- Neue holl. Vollheringe Stck. 9 Pf. 'Nen.Sauerkraut Psd. 15 „ Neues Grünkorn eingetroffen I. M. Schulhof Marktstratzc 4. f4802 ksrtollrln 10 Pfd. 45 Pfg. 100 Pfd. 3.75 Mk bie Eheschließungen ab. So verminderten sie sich von 1910 bis 1911 von 9560 auf 9503, während 1912 wieder 9785 'Jaare sich unter bn§ Szepter deS GotteS Hymen betigten. Leider aber hatte diese Steigerung der Eheschließungen nicht euch eine Vermehrung der Geburten im Gefolge, denn die Geburten fielen wiederum und zwar von 33 209 im Jahre 1911 auf 32 339 int Jahre 1912. ... '** Gießener Stad t t h euter: Püppchen. Nitn das P'lppcheir auch in Gießen eirtge^ogert, nachdem man l^on seit Monaten das Hauptlied daraus an jeder Strastm- ecke gehört hat. Das Theater war dicht besetzt, und die Zuschauer unterhielten sich allem Anschein nach aufs beste, 'ltzas das moderne Herz zu seiner Unterhaltung begehrt, ist akles da, sogar die allmählich feststehend iuerdenden vier Verfasser, die sich in gemeinsamem Tatendrang zu diesem kunterbunten Durcheinander vereint haben. Tie Darstel- limrg, die wiederum Herr Ähnelt leitete, war hervorragend und alle bemühten sich nach besten Kräften um einen Erfolg, der denn auch nicht fehlte. Herr Ähnelt war ein mmoser Gutsbesitzer, der in Frl. Nathusius einen holden sichel- zur liebestollen Gattin hatte. Frl. Koppenhöfer it«S Hortense spielte mit sprudelndem Temperament chre : it'le Rolle. In Frl. Hansi Martini vom Emser Kur- !''.'ater, die trotz einer Heinen Unpäßlichkeit für Frl. Jo- sl pha cingefprungcn nmr, lernten wir eine entrückende Dame kennen, die ihre Rolle ausgezeichnet durchführte und auch sthr hübsch sang. Das Lied vom Öhrchen brachte sie mit Herrn Harden, der sich als Püppchen wiederum Lorbeeren holte, ganz reizend heraus. Ganz vorzüglich war auch Herr k^org Schmidt als armer Milliardär. Sehr nett war auch Herr Gottfried als Egbert. Die Ausstattung war z>cm weitaus grössten Teile neu und recht geschmackvoll. Tie Musik, die ein paar nette Lsieder bringt, leitete Herr Röhren mit Schneid. ** Strastenumbenennung. Die Schützen- strafte heistt seit zwei Tagen Krofdorser Straße und umgekehrt die seitherige Krofdorser Straße Schützen- si-aße. (TBADEKHCTEI A. Salomon & Cie. | ’ Kreis Schotten. R. Wohnfeld, 22. Juli. Bei der gestrigen Bürger- tteisterwahl wurde unser seitheriger Bürgermeister Konrad Bauartikelfabrik Emil Horst Giessen :: Telephon 26 empfiehlt, garantiert wirkungsvoll Porolith gegen feuchte Wände und Grundwasser EweoS streichfertig, als Grund- u., Deck anstrich auf Eisen-und Zementputz, auch säure- und alkalifest üammuth für Abdichtung v. Brücken, Tunnels usw. Isolierpappe, Asphalt, Goodron sowie alle sonstigen Bau- _______materialien._____«o. ■hü ff mann mit 46 Stimmen wiedergewählt. Der Gegen- - ui didat Heinrich Scharmann VI. erhielt 15 Stimmen. ------------_ . r. Bob en Hausen, 22. Juli. Nächsten Sonntag sindet Mmpf, M sich mch Mpm .fiici ein kirchliches Fest zur Erinnerung an da§ Jahr 1813 hart. Zu der Feier roerben zahlreiche Gesangvereine und jiennschtc Chöre erscheinen; der hiesige, sowie der Posaunen- fiior von Unter-Seibertenrod werden bei der Feier mitwirken. Fest wird im Freien bei der Kirche abgehalten. t und (and. Tietzen, 23. Inä 1^^ töt Die Ernennung des außer« med. Johann Georg Monte- ,e Anatomie an der Dusseldo s Lilin „urbt Wiiich» i,6*L ort 31a W * 91111 Salat-Oel Marke „Extra" Vi Ltr. Fl. 150, Ltr.-Fl. 120, -/- Ltr.-Fl. 90 Vs. Weinessig Ltr. 30 Pf. Einm.-EsffgLtr.12u. 18 „ Zucker, gern. 10 Pfd. 220 „ ^Kristallzucker 10 „ 240 „ Hutzucker 10 „ 250 „ i-iLl.i Fd C b a U 2 cn ft d e ii j 9ebe,i w un« '• »mit Ät« $«= jwstSaS ‘bä’tte üb« btotefita •SÄ 11 bemerk! dak xJ- ’S1' Qfrc- SniCi;'?cn)iai9‘e den Kredit für -öuchgewerbe-Au?sleI!ung K be Paris' z.,folge «erlangt K d.e Dera .Haifsa im J nn einer etromgen Zweiglinie 5l,e faW[cf)cn Gefellfchaft l>"Zolisch.tiirkische Abkommen und 'eichs hingen ivesenllich von der gen zum kostenfreien Gebrauch Führer, :«en- Sonderzüge-Fahrpläne pro 1913 aui,[v”/r äii je 3 Mk. ober zu einem Tag Gefängnis verurteilt. Wegen HauS- frredensbruchs wurde nach erfolgter Rücknahme des Strafantrags das Ber-ahren eingestellt. — Ter Taglöhner I. M. aus Michel- buch, Kreis Untertaunus, zurzeit hier in Untersuchungsliaft, wurde wegen Bettelns zu fünf Tagen Hast verurteilt unter Anrechnung ncr erlittenen Untersuchungshast. — Ter Landwirt W. R. von Virnbach wurde von dem ihm zur Last gelegten Vergehen der Körperverletzung als nicht schuldig freigespi-ocken. Er hatte am Mterfcicrtagc d. I. in der Wirtschaft von Karl Friedrich Reihert zu Himbach mit dem Adam Wilh. Reinhart einen Disput, der M» gegenseitigen Tätlichkeiten ausartete. Wie die umfangreiche Beweisaufnahme ergab, bat der Angeklagte in Notwehr gehandelt. — Ter Taglöhner H. Sch. von Helfersdorf sollte sich wegen Bettelns zu verantworten, er war aber nicht erschienen. Ta nicht rechtzeitig geladen worden war, wurde die.Hauptverhandlung ausgesetzt und neuer Termin bestimmt. — In der Privatklageiache des W. E. von Himbach gegen den F. B. V. daselbst wegen Beleidigung wurde der Angeklagt? nach umfangreicher Beweisaufnahme zu 5Mk. oder einen Tag Gefängnis verurteilt und mit den Kosten des Verfahrens, einschliestlich der dem Privatkläger entstandenen notwendigen Auslagen belastet. Auch wurde dem Beleidigten die Be- lUgms zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils binnen 14 Tagen nach Rechtskraft durch Anschlägen an der Ortstafel zu Himbach mtf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. — -ter Taglöhner I. K. aus Egelsbach, zurzeit hier in Unter» fucbung§baft, wurde wegen Bettelns und Ruhestörung zu insgesamt acht Tagen Haft verurteilt. Tie erkannte Strafe wurde durch die erlittene Untersuchungshaft' für ocrbüRt erklärt. — Tie Privatklage des I. Fr. M. von Eckartshausen gegen die G. K. Ehefrau daielbst wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Tie Angeklagte nahm die beleidigende Aeusterung mit dem Ausdrucke des Bedauerns zurück und zahlt als Buße 5 Mk. für die Srts- armen in Eckartshaufen imd trägt sämtliche Kosten des Verfahrens. London, 22. Juli. Geiieru luuröe der Prozeß gegen den Anwalt Newton, den Landmakler Bennett und den Graseii Festeti es ivieder anfgeiionnneii Tic Angeklagten sollen dem jungen Cefterreichcr P li o rs ct) 270 000 Mk. abgeschwindelt haben. Ter Anwalt hielt eine lange Verteidigmigsrede. Tie Verhandlung würbe vor Schluß noch vertagt. |: X Büdingen, 21. Juli. (Schöffengerichtssitzung.) tic L. W. Ehefrau M. geb. I. in Büdingen wurde wegen Be- lndigung des Polizeidieners Rausch in Büdingen zu 12 Mk. Geld- 8'afe oder vier Zagen Gefängnis verurteilt. — Der Landwirt f.S. und sein Sohn W. B. von Himbach wurden wegen Bedrolnmg NeneKattoffeln pr.Q.ualität, empffeblt billigst J. Weiwei Tel. 88. Sonnenstraste 6.14376 Donnerstags von 9 Ubr an Zwiebelkuchen Bäckerei Lange, Neustadt.lE Stritfmaföinen STs!» bis 50 Anz. Katalog fr. |hv7/- P. Zttrjch, Braunschweig. EyffhlisBFTecÄiin Frankenhausen^ Ing.-ö.Wadrm.-Abt Gr.Masch.-Lab. Bekanntmachung. m In unser Gcnossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Konsumvereins II, eingetragene Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht, zu Watzenborn eingetragen: Johannes Fett zu Watzenborn ist aus dem Borstand ausgeschieden und ** In der Strafsache gegen Bprn gä sser hat sich Herr Herz auch gegen eine Stelle aus dem Bericht des -fr ebener Anzeigers verwahrt, dabei aber anscheinend übersehen, daß es sich lediglich um die Wiedergabe dessen handelt, >v«s Borngässer ausgesagt hat. Was den Fall Herz anlangt, der von dem Verteidiger Leopold Borngässers, Herrn Rechtsanwalt Kauf m a n n , unserer Meinung nach treffend beleuchtet wurde, so werden wir darauf nach der Verkün- dizung des Urteils zurückkommen, da er für das Geschäfts- ’i leven von ungeheurer Wichtigkeit ist. ** Vcrhasftung. Ein hiesiger Schuhmachermeister Mirde in Untersuchungshaft genommen, weil er sich angeblich cm seinem 15 Jahre alten Pflegekind sittlich vergangen haben soll. Oermischte». I >n T o d e v e r e i n t. Aus B a d D ü r k h e i rn, 2-2. Juli, wird gemeldet: Gestern mittag sahen einige Bewohner von b'cctbcit rwei junge Leute in den bei Grethen gelegenen HerzogßiveiHer springen und sofort unterfingen. Einige Zeit danach fand man die Leichen des 24 Jahre alten Fabrikschlossers Adolf 9lcu- mann und der ^etwa gleichalterigen Philippine Faulhaber. Beide hatten sich mit Stricken zusammengebnnden. Tie Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ter Grund der Tat ist nicht aufgeklärt. * Tie Bluttat in der Marienschule zu Brent e n forderte noch ein weiteres Opfer. Gestern abend starb im Tiakonissenlraus die sechsjährige GVli Höger infolge der erlittenen Schußwunden. * Selb st m o r d. Aus Plauen i. B. wird gemeldet: Auf der König-Friedrich-Augusfi-Brücke schoß, sich gestern ein Unbekannter eine Kugel in den Kopf und Mrzte von der Brücke hinab. Er war sofort tot. Es ist dies der 25. Selbstmörder, der von dieser — im Volksmunde unter dem Namen „Selbstmörderbrücke" bekannt — Brücke in den Tod ssing. * Beim Naschen getötet. Aus Ludwigsburg wird gemeldet: Ter 15jährige Lehrling Nieder kletterte in der Nacht in die Backstube einer Konditorei, um zu naschen. Der Konditor rief ihn mehrere Male an und gab, als er keine Antwort erhielt, einen Revolverschust ab, der den Lehrling ins Herz traf und tötete. * Von der Obers l'ächeversch wund em Wie der ,T)b er schlesische Kirrier" meldet, verschwanden der in der Ortschaft Schle si e n g r ub c gelegene Holzhängeschacht der Schlesischen Zinkakttengesellschaft tmd der dazu gehörige Turm vollständig von der Erdoberfläche, wo ein 15 Quadratmeter weites Loch klafft. Alle anderen Sck)acht- bauten sind eingestttrzt. Verunglückt ist niemand. * Eine weitere Strafe für den Nancper Raufbold. Wie aus Nancy gemeldet wird, hat das Universitäts- gcricht den Studenten der Medizin Collot, der am 14. Juli den Kaufmann Konrad aus Hayingen in einer Bierhalle ge- schlagen hatte, für ein halbes Jahr von der Nancyer Universität ausgeschlossen. * Borden Augen seines Sohnes stürzte auf dem Untersbcrg in den Salzburger Alpen ein Steuerbeamter aus Zollheim ab und starb bald darauf. * Zur Meuterei im Vatikan schreibt „Messa- gero": Es scheint, daß die Garde im Augenblick einer kleinen Reform unterzogen wird, der nachher eine gründlichere Reform folgt, um die Garde wieder zu ihrer Aufgabe der Dekoration und der Parade zurückzuführen. Die Gardisten würden allmählich ersetzt werden. Der Vatikan bewahrt strengstes Stillschweigen und wünscht jedoch vor allem, dast die Ruhe wiederyergestellt wird. „Messagero" glaubt zu wissen, daß. Oberst Repond erneut seinen Abschied nehme. Die Gardisten würden nicht bestraft. • Unfall bei einer Schießübung. Alls Nieu- wedies wird gemeldet: Am Dienstag Vornlittag wurde bei Schießübungeil im Fort Erbprinz das 'Lerfchlußsüick eines 24- Zenlimeter ° Geschützes losgesprengt. Zwei Unteroffiziere und drei Mann nnirben verletzt. * Ter bedrohte Milliardär. Aus New Dor? wird gemeldet, daß Garn egi eine Bombe zugeschickt erhielt. Tie Polizei versuchte, bic Höllenmaschine zu entladen. Da dies nicht gelang, wurde sie von einem Schleppdampfer aufs Meer gefahren und in die Tiefe versenkt. Die Urheber des Anschlages sind noch unbekannt. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 24. Juli 1913: Langsame Abnahme der Niederschläge, wärmer, südöstliche Winde. Tic Entwöhnung der Säuglinge ist oftmals eine recht schwierige, weil dieselben die Kuhmilch nicht vertragen können. Eine große Erleichterung bietet hierbei das Nesllesche Kindermehl, entweder allein mit Wasser gekocht, oder als dünnere Suove der Milch zuge- sedr. 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