Rr. 43 Lrlchelni föflli® mU Vntnaftme de- SsrmtagL. Lie „Äitfienet fiamflknblätter* werd«, dem ,An^ei«e>' etennal wüchenklicd beigelegl *>al „Kretsblat» fflt vev Kret» Eteften" »roeunal wodienthd). Dle ..Lanvwirnchattltchei» 6elt* hagcn“ erfcheuieo moiuultd) »iveuimU 163. Jahrgang DottsterStng, 20. ^cbrimv 1913 Gießener Anzeiger Eeueral-Anzeigcr für Sbrrheffk» tRornnenflhruil an» tortOQ 6** flr ObHdieD Unn>ev|uai<5 Buch. an» ^trmötudcttie 8t Sange, gießen. ffehnfHön. ^n>»bHton an» f'rurffwl? fhuRf 1 (tn-rOition unß ‘Bfrlaa "»L 9le£>unti)n;e^e#iia. Let.-Ml»2Ul4erger«reven» Mb. Deutscher Reichstaq. 116. Sitzung. Mittwoch, den 19. Februar 1913. Tie Tische des Bundesrats sind leer. Präsident Dr Kacmps eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Dec zefuftenlmtraz des Zentrums. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Vom Zentrum eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes, belressend die Aufhebung des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu. Der Antrag, der in Farm eines Gesetzes gefaßt ist. hat nur drei Paragraphen. Liese lauten: § 1. Tas Gesetz, betreffend den Orden der, Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872 wird aufgehoben. ' § 2. Die zur Ausführung und zur Sicherstellung des Vollzugs des in § 1 genannten Gesetzes erlassenen Anordnungen verlieren ihre Gültigkeit. § 3. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem Tage feiner Verkündigung in Straft. Abg. Dr. Spahn (Zentr.) begründet den Antrag. Viermal seit dem Jahre 1882 hat der Reichstag die Aushebung des Gesetzes über den Orden der Gesellschaft Jesu Verlangt. Trotzdem ist von feiten der Regierungen nichts erfolgt. Darum waren wir im Februar 1912, gleich nach, dem der neue Reichstag zusammengetrelen war, genötigt, den Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes erneut einzubringen. Zu unserem Antrag liegt nunmehr ein Unterantrag Ablaß er r n von Hertling ist eine Kette fortgesetzter Blamagen. Mit Recht kann man ihm zurufen: Si taculsses. philosophus manuisses. Für die Aufrechterhaltung des Jesilitengesetzes ist heute kein Grund mehr Vorhanden. Bei der Begründung der Notwendiakcit des Jesriitengesetzes werden allerdings genau die Argumente angeführt, mit denen uns das Zeutruin bekämpft. Es zeigt sich die Wahrheit des Spruches: Womit man sündigt, wird man bestraft. (Sehr richtig! bei den Soz.) Das Jesuiteiigesetz ist ein Ausnahmegesetz, das nicht die Tat, sondern die Gesinnung bestraft. Schon deshalb muß es aufgehoben werden. Noch nie ist ein Jesuit wegen hochverräterischer Taten bestraft worden — ebensowenig wie fein Sozialdemokrat in den letzten Jahrzehnten wegen einer revolutionären T a t bestraft wurde. Sie Gesinnung aber dürfen mir nicht bestrafen. Die Jesuiten sind un Saufe der Zeit ganz andere geiuorben als ihre Vorgänger. Welltm wir sie jetzt fut Taten ihrer Vorgänger bestrafen, so müßte man mit bemfelben Recht bic Sladjfommen ber Raubritter bestrafen. Wir meinen, baß unsere Strafgesetze ausreichen für bic Jesuiten, bic sich eine strafbare Handlung zuschulben, kommen lassen. Das Zentrum meint, bic Jesuiten folgen nur den Geboten der katholischen Kirche. Danach sind alle Herren vom Zen- trum Jesuiten. «Heiterkeit.) Logischerweise mutzte ber Staat enhueber bas Jesuitengeseh aufheben ober em Ausnahme- g-sctz gegen bie ganze katholische Kirche erlassen. Wenn der Reichskanzler behauptet, 40 Millionen Protestanten seien gegen die Jesuiten, so vergißt er die 15 Millionen Sozialdemokraten, die für Aufhebung des Jesultengesetzes sind. Wir leugnen auch, daß ein große Erregung un deutschen Volk über die Jesnitensrage herrscht. Unser Volk regt sich über ganz andere Dinge auf. In einem Rechtsstaat darf keine konfessionelle Mehrheit die Gesinnung konfessioneller Minderheiten mit Füßen treten. Wir halten den Jesuitenorden für eine Kampsorganisation. Aber auch der Ev äuge lisch e Bund ist keine Gesellschaft von Friedensfreunden. Der Staat aber muß jedenfalls die Neutralität wahren. Wir wissen, daß Katholiken und Evangelische niemals unter dein Kreuz zusammenkommen. Deshalb ist ber Ruf n a ch Sammlung aller Gläubigen eine der unehrlichsten Karnpsesweisen, bie diktiert ist von ter Furcht v o r ber Sozialbemokratie. Wir erkennen danklar an, baß das Zentrum 1878 gegen das Sozialistengesetz gestimmt hat. Aber schon 1880 war ein Teil des Zentrums <ür Verlängerung des Sozialistengesetzes Und Herr v. Hertling sprach von dem „ S ch l a g w o r t " des Ausna h m c= gesetzes. (Hort! Hört!) Dem Zentrum ist es mit seinem Kampfe gegen Ausnahmegesetze nicht recht. (Sehr wahr!) Es hat immer so viel Leute abfommanbiert, baß das Sozialistengesetz immer noch gerade durchging. (Sehr richtig !) Und bas klassische Land der politischen Unterbrückung, des poliiischen Denunziantentums ist boch Bayern. (Sehr richtigl) Man wirft den Jesuiten vor, daß sie eine internationale Gesellschaft sei. Aber gegen den Internationalismus miS. zu. me.nb^n, haben wir keine Veranlassung. Dort sitzt bie rote Internationale, dort bie goldene Internationale, dort bie schwarze Internationale. (Stürmische Heiterkeit. Zuruf rechts: Wo bleiben wir?) Sie sind eine besondere Sorte, bie gebeiht nur in Ostelbier! (Heiterkeit.) Sie Jesuiten sollen Revolutionäre sein? Aber bem hochverräterischen, revolutionären Radikalen und Verbrecher Aorck hat die Geschichte keinen Galgen, sondern ein Denkmal errichtet Nicht mit Ausnahmegesetze!!, nicht mit roher Gewalt, kommt man hier vorwärts, es steht Weltanschauung gegen Weltanschauung. Sie Liberalen würden gut tun, dem Zentrum dieses Agitationsmittel zu nehmen. Wir Sozialdemokraten wollen feinen Klerikalismus, feinen JesuitiS- mus unb fein Z-ntrnm. Nicht aus Freundschaft für das Zentrum, sondern aus ehrlichem Hatz gegen jedes Ausnahmegesetz stimmen wir für die Aufhebung des Jesuitengesetzes. Wir haben bic Lehren bes Sozialistengesetzes noch nicht vergessen. Das Zentrum hat allerdings anscheinend jene Zeiten vergessen, wo inan seine Anhänger als Staatsbürger zweiter Klasse behandelte, wie jetzt die Soz'aldemofraten. Man ruft jetzt die Jesuiten herbei, um die Sozialdemokraten zu bekehren. Das wird die schwerste Mission sein, die die Jesuiten jemals gehabt haben. Wir fürchten bie Jesuiten nicht. Wir haben bem Zentrum bie Bischofssitze Metz, Straßburg unb Köln abgenommen. Aba. Dr. Jitnck (9?ofL): Die Tatsache, daß sich eine so große Mehrheit für die Aufhebung des Jesuitengesetzes in zweiter Lesung zusammenfinden wird, ist für uns das Wichtigste dieser Erscheinung. Noch wichtiger als die Frage felbjt. Diese Parteien finden sich nicht zum positiven Schaffen zusammen — das wäre wohl unmöglich —, aber zur Verneinung, z u einer negativen Politik. Im übrigen erinnere ich daran, wie unnatürlich die Position des Zentrums ist b.i dieser Koalition, wo es bei der Budgetdebatte hieß, baß das Zentr, rt sein Verhalten einrichten würde entsprechend der Stellungnahme des Kanzlers. Ich erinnere an bic Erklärung des Dr. Bell von seiner tiefen Erbitterung gegenüber bem Kanzler unb erinnere an so manche Abstimmungen der letzten Tage, bic eigentlich eine Verstimmung auf ber anbereu Seite hätten Hervorrufen sollen. Da fühlt man bie Absicht, man ist verstimmt. Unter diesen Umständen, wo bic ganze politische Situation ganz markant ist, müssen wir es doch bedauern, daß weder der Reichskanzler noch einer feiner Stellvertreter an unserer Beratung teilnehmen zu wollen scheint. Wenn er das in ter zweiten Lesung nachholt, so will ich gern diese Bemerkung zurücknehmcn. Ich sage das nicht, weil wir für unsere Meinung der Unwkstützung ber Reichsregierung bedürfen. Es ist doch für weite Kreise des Volkes durchaus verletzend, daß ber führenbe Staatsmann in dieser schweren Zeit ein Wort sich versagen muß. Da eine aktive Politik der verbündeten Regierungen durchkreuzt wird durch die Abwehr Mehrheit, wäre es wohl am Platze gewesen, die übliche Zurückhaltung gegenüber Initiativanträgen zurückzustellen, besonders, da eine Unklarheit über das Schicksal dieses Initiativantrages nicht bcstanben hat. Ser Reichskanzler wäre also besser hier erschienen und hätte s eine Meinung über bic politische Situation nicht zu- rückhallen sollen. Denn wir müssen jetzt eine aktive positive Reichspolitik treiben. (Lachen im Zentr.) Die Angelegenheit ist tatsächlich schon oft von allen Parteien hier besprochen worden, und im abgekürzten Verfahren konnten bic früher gehaltenen Reden hier verlesen werden. Aber es sind diesmal doch einige neue Nuancen hervor- getreten. Eie neue Nuance war der Versuch Hertlings, das Reichsgesetz durch eine zeitgemäße Auslegung aus der Welt zu schassen. Ser Versuch ist allerdings gescheitert. Es ist nachher gesagt worden, er sei außerordentlich loyal verfahren, indem er diese Auslegung ber Interpretation des Bundesrates unterbreitet hat. Ich kann das nicht loyal finden, ich sehe keinen Anlaß, ein Lob auszufprechen, wenn jemand die einfache Gehorsamspflicht erfüllt, die er bem Reiche schuldig ist. Eine neue Nuance war ferner die Erklärung des Grafen Praschuia im Abgeordnetenhause, daß bie Moral ber Jesuiten bie Moral ber katholischen Kirche sei. (Lachen irn Zentrum.) Sie ist henke ergänzt worden durch Dr. Spahn, ber Der Moral ber Jesuiten volles Lob zollte. Unb noch eine neue Nuance war die Bemerkung Dr. Spahns, daß über dem geltenden Gesetz die Gerechtigkeit stehe. An sich ist die Ansicht nicht neu, wir finden sie schon im Mittelalter. Wir sind aber im Gegenteil der Ansicht, daß dem Gesetz, solange es besteht, Achtung geschuldet mirb. Und oas Jesuiteiigesetz besteht noch! In diesein Zusainmenhaug war es doch neu, daß das Natur- recht über das Gesetz des Staates gestellt wird. Ich handle im Sinne meiner Freunde, wenn ich zur Sache mich ganz kurz äußere. Wir Haven keinen Anlaß, die Temperatur der Volksseele, an ber Ihnen ja boch nur gelegen ist, durch Wiederholung von Eiiiwenbuugen wieder Herstellen zu helfen. Wir erklären einfach: Ti - Aufhebung des Jesuitengesetz - s i st für uns schlechthin unannehmbar. (Zuruf im Zentrum: Natürlich! — Gelächter.) Wir lehnen es ab, als ob wir in den Jesuiten auch die katholische Religion be- . kämpfen. Diese Insinuation ist eine objektive Fä 1 ichung. Wir kennen wohl das Wort: sint ut sunt, aut not sint. Wir wissen, daß oic Stellung bet katholischen Volksgenossen gegenüber ben Jesuiten anders geworden ist, so hat sich z T 1872 Windthorst anders ausgesprochen. Tie Stellung des gesam.en katholischen Belkes ist anders geworden, wie wir ans den früheren Aeußeruiigen katholischer Politiker und <-a- kulargeistlicher wissen. Wir wollen gar nicht nach dem Grundsatz: di viele et impera handeln. Wir überlassen das Urteil über die Jesuiten und ihre Moral diesen Stimmen aus bem katholischen Sager. Heute sind sie v eifach verstummt, ober besser gesagt, zum Schweigen gebracht worben, aber es bleibt in weiten Irenen des deutschen Volkes, namentlich des evangelischen, eine Befürchtung, die man noch nicht als Angst vor den Jesuiten bezeichnen kann, nämlich daß bic Zuruckrusung ber Jesuiten d e m F r t e b e n unter ben Konfessionen, ben wir aus tiefer Seele toünfdien, schaden müsse. (Lochen im Zentrum.) Ser Kanzler hat mit Recht davon gesprocoen, daß bie Ntog- lichkeit einer Wiederkehr ber religiösen Kämpfe gegeben sei. -icr Crben Jesu gilt für uns als ber Anwalt jener Bestrebungen ber römischen Kurie, bas Gesetz ber Kirche über bas des Staates zu stellen. (Lachen im Zentrum.) Dieser Anspruch ist oftmals zurückgestelli, aber niemals ganz aufgegeben worden, er ist immer wieder angewendet worden, wenn die Kurie darauf zurnckzu- greifen glaubte. Deswegen können wir zu einer Aufhebung des Gesetzes die Hand nicht bieten. Wir wollen bic Leidenschaften unb Gegensätze nicht verschärfen, aber in einer Zeit, wo ber Papst seine Enzykliken veröffentlicht über ben Mobernisteneib, die christlichen Gewerkschaften und damit diese alten Ansprüche wieder anmelhet, müssen wir doch sehr bedauern, daß von bieier Stelle (der Redner weist auf ben Platz bes Reichskanzlers) diesen Ansprüchen nicht die nötige Antwort erteilt worden ist. (Zuruf im Zentrum: Unnötig!) Das hätte deutlich und unzweideutig geschehen müssen. In einer Stiinde wie bie gegenwärtige, wo ein Mann namens Gröber in Konstanz bie Jesuiten als bas ©arberegi ment der Kurie bezeichnete, wäre em solcher Schritt erst recht geboten gewesen. Wir müssen dieser Auffassung mit aller Eistschiebenhe't hier Ausdruck geben. Wenn heute im Reichstag ber Initiativantrag bes Zentrums angenommen wird, dann wünschen wir, daß der Bundesrat sich bald mit I a ober Nein b a r ü b e r entschließen möge. Wir halten es nicht für richtig, baß wie im Jahre 1809 der Beschluß des Reichstags über das Jesuiteiigesetz in Schwebe ge- haltcii wird und die Entschließung des Bundesrats erst viel später erfolgt. Wir sind der Meinung, daß der Bundesrat bald klare und deutliche Stellung nehmen muß. Wir sprechen dem Reichskanzler den Wunsch aus, daß er den Reichstag gerade in der jetzigen Situation, wo er ihn bald Vor bic großen nationalen Entschließungen stellen wirb, bie Vermehrung unserer Wehrkraft, (Lachen im Zentr. unb bei ben Soz.) unb bie Aufbringung der Mittel in gerechter und nationaler Weise — wir sprechen ben Wunsch aus. daß die Erledigung dieser großen nationalen Aiisgabe nickst leiden möge unter der Behandlung des Jesuitengesetzes. (Gelächter und . Beifall). Abfl. Graf Klinik (Kons.) gibt namens der Konservaiwen folgende Erklärung ab: Unsere Stellung zum Jesuitengefetz ist vollkommen frei von kulturkämpferischen Bestrebungen. Wie ich daS schon öfters gesagt habe und nur -'ieberbolen kann, liegt uns jede Unfreundlich-» feit gegen die katholische Konfesf.on ganz fern. Ich bin ber Meinung, daß die auf bem Boden des Bekenntnisses stehenben 4eile der evangelischen wie bei katholischer. Bevölkerung durch nahe Berührungspunkte miteinander verbunden sind unb gcrabc tn ber Gegenwart allen Anlaß haben. Wie der Herr Reichskanzler erklärt har, sind wir nicht gewillt, evangelische Interessen preis- zugeben. Gerade weil wir ben konfessionellen Frieden wollen, müssen wir auf die Ueberzmgum- Rücksicht nehmen, die in ber evangelischen Bevölkerung burch Erfahrungen tief eingebürgert ist. Solange bieser Besorgnis nickt genüa-mb Rechnung getragen ist, weiben wir Anträgen, wie der vorliegende, auf Aufhebung des Jesuitengesetzes N'ckt zustimmen (Beifall. Von ben Sozialdemokraten wild gerufen: Bundesbrüber!) Abg. Mütter-Meiningen (Vp.): Ich habe namens meiner politischen Freunde folgende Erklärung abzugeben: Sie Fraktion ber Fortschrittlichen Volkspartei erkennt i.n, daß der Wortlaut des § 1 des Jesuiten- gesetzes ber erwünschten Klarheit entbehrt, und baß diese Unklarheit auch durch bie Auslegung bes Bunbesrates nicht beseitigt worden ist. Ein kleiner Teil meiner politischen Freunde wird für die Aufhebung beS Jesultengesetzes deshalb stimmen, weil er es als Ausnahmegesetz betrachtet und bie Anschauung vertritt, daß die Aufrechterhaltung des Gesetzes bei der ihm gegebenen Auslegung ohne praktische Bedeutung sei. Die große Mehrheit meiner Fraktion lehnt dagegen bie Aufhebung bes § 1 des G e - setzeS ab. Ser Charakter bes Jesuiten- als Ausnahmegesetzes wird verneint in ber Erwägung, daß bie Regelung ber gesetzlichen Beziehungen zwischen Staat und Kirche auch sonst zu inbividuali- fierenber Behandlung zwingt. Die überwiegende Mehrheit meiner Freunde befürchtet von der Aufhebung des Gesetzes eine Störung bes konfessionellen Friedens (Sehr richtig! bei ben Vp., Lachen im Zentrum.) unb sieht sich in bieser Auffassung bestärkt burch die sonstigen zahlreichen Versuche in ber letzten Zeit, bic Grenze zwischen staatlicher und kirchlicher Autorität zugunsten der letzteren zu verschieben. Sie betrachtet den Orden Jesu nach seiner Satzung, nach seiner Entwicklung und nach seiner fast vier- Hundertjährigen Tätigfeit oTS eine Organisation zur Bekämpfung Andersgläubiger. Sie besorgt von der ihm vorgeschriebenen Tängkeit auf den, Gebiete des Unterrichts und der Erziehung eine schwere Schädigung unserer Jugend und erblickt in dem von der OrdenSsatzung geforderten unbedingten Gehorsam gegen Obere ein« schwere Gefahr für den Staat. (Sehr richtig! bei den X3p.) Sie verschriebt sich der Einsicht nicht, dah die Aufhebung deS Jesuilcngcjetz^L dem Orden durch die Gewährung deS Schutzes deS § 166 Reichs st rafges.hbuche^ geradezu eine privilegierte und bei seinen Tendenzen besonders bedenkliche Stellung verleihen wurde Si ocfürchtc' endlich, dah die durch die Aufhebung des NeichsgesetzeS bedingte Verpflanzung deS Kampfes in die Einzelstaate» nicht zu einer Abschwächung, sondern zu einer Verfchärsung führen würde. Denn darüber besteht bei meiner, freunden volle Uebeuimiimmunp, daß auch nach etlvaiger Aufhebung des Jesuitengesetzes die Zuständigkeit der Einzelstaaten zur Regelung der Verhältnisse des Ordens aufrecht erhalten bleibt. Wir h"b^n einen b i e Feuftelluny dieses RechtSzust-nceS bezweckend n Antrag eingebracht, um jeden Zweifel auSzuschließen, und um dessen Annahme wir das ganze HauS bitten. (Lebb. Beifall links.) Abg. v. Morawski (Pole) bedauert ebenfalls, daß dec Reichslanzler bei dieser wichtigen Frage nicht anwesend .st. Abg. Dr. Merfrn-Oels (Rp.): Wir bedauern, daß tou dies- Debatte zu einer Zeit haben mußten, m Der es fit, oLe itile unseres Volkes gegen die Feinde von innen und außen zusaminenzuichliefjen. Wir werden gegen die Aushebnna des Jesuilengesetzes stimmen. In keinem kionbe der Welt geht eS cen Katholiken so gut wie tn Deutschland Man bezeichnet daS Jesuitengesetz mimet als Ausnahmegesetz, berrifd dabei aber, daß es auch ein Ausnahmegesetz gibt, welches daS Zen'rum nut ungern missen würde: die Be • f r c i u n g der ( eistlichen vom M l l i t a r d »e n st. Di« evangelischen Gels lichen haben bekanntlich auf dieses Vorrecht verzichtet. Wil! ma cm günstiges Ausnahmegesetz, muß man auch ein ungünstiges in Kauf nehmen. Abg. Graf Oppersdorfs (6. f. Fr.): Der Jesuit ist in erster Linie Katholik und dann erst Mitglied seines Ordens. Weiter muß man die Person des Jesuiten von seiner hilsSpriesterlichen Tätigkeit unterscheiden. Der Reichs- kauzler hat gesagt, eine geschichtliche Tatsache sei eS, daß sich das evangelische Volk von jeher gegen die Jesuiten gewandt habe mit Rücksicht auf die Erfahrungen der Geschichte. Man darf die Jesuiten von heute nicht für die Jesuiten vergangener Zeiten veranllvortlich machen. Heute vor etwas mehr alö hundert Jahren zog Napoleon durch das Brandenburger Tor ein, und 7 preußische Minister zogen es vor, anjiatt sich hängen zu lassen, ihm zu huldigen. Wollen wir dafür etwa unsere heutigen Mi° iiister und Staatssekretäre verantwortlich machen? In England und Holland, gewiß gut protestantischen Ländern, kennt man den Jesuitenkoller nicht, der nur eine Folge unferev ganzen Sch'i>iinleriichiS bis in die Universitäten hinauf mit all seinen GeschichtSlngeii ist. Tie Ausführungen des Grasen Praichma nn Abgeordnetenhause kann jeder Katholik unter« schreiben. Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.) spricht über daS Verhältnis von Staat und Kirche. Der fozial- demokratische Redner behauptete, die Gläubigen werden sich niemals unter dem Kreuze zusammenfinden. Ich schließe in der Pas- sionözeit mit dem Wunsche, daß bad doch einmal geschehen möge. Abg. Tr. Haegy (Els.): Der Jesuitenorden ist nur ein bescheidener Ast am Baum des katholischen Kirchenlebens. Die Zulassung der Jesuiten würde — daö möchte ich den Herren von der Rechten sagen — den preiißi- scheu Sraat sicher nicht so erschüttern als es die Agitation gegen daS Dreiklasseiiwahlrecht tut Ebensowenig wie wir gegen den Evan- gelischen Bund ein Ausnahmegesetz verlangen, bürten Eie bad Ausnahmegesetz gegen die Jesuiten aufrechterhalten. Tie Jesuiten haben sich in Elsaß-Lothringen ein unvergäng- 1 i d) e 5 Denkmal gesetzt in be» Herzen des Volkes. Deshalb stimmen wir deni Antrag des Zentrums zu. Damit schließt die erste Lesung und eS folgt sogleich die zweite Lesung. Abg. Dr. Erdmann (Soz.)i wendet sich gegen den Antrag der Volkspartei, weil auch in den Einzetimalen Ausnahmegesetze nicht aufrecht erhalten werden sollen. Tr. Junck hat uns negative Politik vorgeworfen. Eine posilive Politik. Ivie sie Herr Junck meint und die zur Lebensmittel- Verteuerung führt, rn'chen wir allerdings nicht mit. Die Rational- liberalen wurden dem VollSwohl bester dienen, wenn sie unsere Politik imimadien wurden. Das Zentrum, das 15 Jahre lang regierende Partei war, hätte seine geliebten Jesuiten längst, wenn es dieselbe Energie darauf ve> wendet hätte, mit der eS die Erv- schaftsiteuer vckämpit hat. Nicht um des Zentrums willen stimmen lvir für die Aufhebnng des JejuilengefetzeS, sondern weil es ein Ausnahmegesetz ist. Eine Wortmeldung erfolgt nidit mehr. § 1 des Zen« trUMSanttagS wird an genommen. Mit dem Zentrum stimmen die Polen, Sozialdemokraten und der Abg. v. Payer von der Volköpartei. Bei § 2 begründet Abg. Müller Meiningen kVp.)" ben Antrag i c i n e i Fraktion, wonach b Le lande-- rechtlichen Vorschriften über den Orden der Gesellschaft Jesu unberührt bleiben. T efcn Antrag hat die Volks- Partei ergänzt durd, den Zusatz: „soweit sic nicht mit den reich»- gejrtzlicheu Bejlimmuugen im Wideriprnch stehen". Dr. Müller madu auf die Erklärung der württembergischen Regierung auf- merksam Wir hätten gern, daß and: die anderen Bnndeßregie- tuiiflcii sich über ihre Stellung zu diesem Punkte ausspredicn würden: dann mürbe >dj ohne weiteres bcn Antrag zuruaziehcn. Wir mödilen aber and) gern vom Zentrum hören, wie es dazu steht; auch diese Erklärung, daß die landeSrechllichen Vorschriften, soweit sic nicht mit dem Rcichsgei'ctz im Widerspruch stehen, unberührt bleiben, würde mir genügen. Abg. Graf Westarp (Kons.): Wir werden dein Antrag nicht z u st i m m c n. Er ist in feinen Folgerungen nidit nd't klar zu übe riehen. Soweit ec zu verstehen iji scheint er ctlvas Selbstverständliches zu sein; natürlich sind wir sur Ausred-ierhaltung des LaiioeScechts, wo eö mit dem tllcid)Sred)t nicht in Kollision gerät. Abg. Schulz (Np.): A u ch w i r l e h n e n den Antrag ab, weil wir fürchten, daß et oi beicht das Gegenteil oesten herbeisührt. nxi6 veavsiwiigt wird. Mindestens ist eine Unklarheit in dem Antrag. Tas Zentrum würfe mit Recht behaupten: Im Reick»Sgesetz steht, das Jesuitengeietz wird ausgehoben; -S dars m keinem Lande der Jesuitenorden gebindert werden; das wäre ein Widerspruch mit dieser Bestimmung. Abg. Gröber (8entr J:. Der Antrag Ablaß entfalt etwas Richtiges — ober Sell'st- derstäudliwes. oder etwas Unrichtiges — und dann lehnen wir ibn ab. Es gibt zwei Möglichkeiten Erstens: die tandesrechtlichen Bcstimuiigen sine durch bas Jesuitengesetz formen ausgehoben worden, dann titkn sic dar die Aufhebung des Je,uitcngesetzes nicht von selbst wieder in Kraft. Zweitens: die lanbeSrechtlichen Vorschriften sind nur suspendier, dann ‘celen sic von selbst wieder in Kraft. (Zi.uf Wer soll daS entichciden?) Tie Gerichtel (Zurus: Nein, tun!) Wir dürfen im Si.'ich-iag nicht eine besondere Genehmig'ng über allen möglichen landeSrecht- lichen Plunder aussprech,n W>r bieten nicht die Hand um Ausnahmegesetzen in den einzelnen Vaterländern im Reichstag noch ertra aut d>- B«ine zu helfen (Beisali ) Damm sind mit gegen diesen Antrag dr Fortschrittspartei. ^Beifall und Lachen.) Abg. Dr. Junck (Notl.): Wenn das ReichSgesctz beseitigt ist. jo sind die la.'dcSrcchi- lichen Bestimmungen damit nicht beseitigt. Ter Antrag ist eigent. (id; etwas selbstverständliches. Wir werden aber für bett Antrag stimmen, weil wir seine Tendenz billigen, und weil wir unsererseits die Hand bieten wollen, um diese immerhin ziveifelhafte Sache zu klären. Cb seine Fassung gerade günstig ist, mag dahingestellt bleiben. Abg. Müller-Meiningen (Vv.): Wir würden den Antrag gern zurnckziehen, wenn die Mehr- heikSparteien diese Selbstverständlichkeit auch ihrer'eiis auerrennen wurden. Aber gerade dieses Herunidrücken deS Herrn Gröber ist so verdächtig. § 2 wird angenommen, der Antrag Ablaß wird gegen die Liberalen abgelebnt. § 3 wird ohne Aussprache pnpnwmmcn. Ta- mit ist die zweite Lesung erledigt. Auf Antrag Spahn (Zentr.) wird daS Gesetz dann in dritter Lesung obne Aussprache angenommen. Dafür stimmen mit d-m Z.iiKuin die Sozialdemokraten, die Polen und Elsässer, der Töne Hansten und die Fortschrittler Parier, Kerschensteiner und Braband. Donnerstag 1 Uhr: namentliche Abstimmung über die Ost- marke nzulagc und P o st e 1 a t. hessische Zweite Kammer. bs. Darmstadt, 19. Februar. Präsideitt Köhler eröffnet um 9.25 Uhr die Sitzung. Es wird fortgefahrcn in der Beratung über Kapitel 10, Staatseisenbahnen. Abg. Eißncrt So,;) erkennt an, daß sich auch andere Parteien mit der Arbeiter-Lohnfragc beschäftigt haben. Er geht dann nut die Wünsche Offenbachs in der Eisenbahntrage ein. Wünscht die Schaffung eines Extraordmariuins zum Ausbau weiterer Bahnen. Er bespricht dann die B.'tcicbsun i her hei t in Oberroden und Dieburg und fordert Abhilfe. Dann wendet er sich gegen die beabiichttgten Umleitungen, wodurch Offenbach geschädigt werde. Abg. Mergelt natl.) spricht seinen Tank tue di? Berücksichtigung einiger Wunsche aus. Wünscht dann den baldigen Bau der Bahn Fürlh-RcickiclSheiin. _ Abg. Hartmann Soz ' äußert Sonderwünsche. Beschwert sim über die Uebersüllung der Züge. Abg. Box Heimer \3tr.1 wünscht mehr Berücksichtigung des Ortes Lobstädt aut der Linie Frankfurt-Mannheim. Abg. Köhler natl. bespricht die Anstellungsverhäliniue der H i l s s s ch a f fn c r. Schließt sich dem Wunsche des Abg. Mergelt bezüglich der Bahn Fürth—Reichelsheim an. Wir haben großes Interesse an einer Odenwald-Ouerbahn, Milbenburg—Worms. Als Zukuust.-di d ist g z ichn t tv rb.it daß wir große mächtige Linien haben, die dein internationalen Verkehr dienen, dem Verkehr durch ganze Reiche. Diese großen Linien können natürlich nicht an jeder Stalion halten. Es muß aber auch einem Verkehr Rechnung getragen werden, der mehr dem lokalen Interesse dient. Aus den hier geäußerten Wünschen ersehen wir, da'?, dem Verkehr unseres Landes immer nrh nicht so gedient wird, wie es eigentlich nötig ist, darum muß auch der A u t o in o b i l v e r k e st r gepflegt werden. Die clcltriirhcn Bahnen lassen sich nicht überall einführen, da sic zu hohe Kosten verur'achen durch Oberleitung, Schienen usw. Der Redner fuhrt zum Beweise dec Rentabilität der Automobil.'inicn die^Verhält- nisse in Bahern und Sachsen an. Er verliest einige Sätze aus Denkschristen dieser Skaiten hierzu. W un man angeführt hat, daN Automobile dem Güterverkehr nicht dienlich seien, so trisit dies nicht ganz zu. In Bayern besteht ein ausgedehnter Güterverkehr mit Automobilstrecken. Auch unter Witterungsverhält' nissen leidet ein Automobilvcrkehr nur unwesentlich. Was die stärkere Beanspruchung der Kreissrasen anb.t is t. so dars man doch nicht vergessen, das' die Straßen doch dazu da sind, dem Verkehr zu dienen. Wenn Sie überzeugt sind, daß die Automobile brauch- bar sind, so wird sich die Frage auswersen: wer soll die Betriebe leiten? Bei Privatbetrieben muß man bedenken, daß es dem Unteniehmer nur auf die Rentabilität ankonnnt, und dieser haben sich die Verkehrsinteressen unterzuordncn. Es empfiehlt sich daher-, den Verkehr nickst ganz aus der Hand zu geben. Man must dabei auch berücksichtigen, daß Private nur da Aiitomobitverkehr ein richten, wo er zwar rentabel, ober nicht so unbedingt notwendig ist. Ich bin dafür, daß sich der Staat dieser Sache annimmt und zwar in Gemeinschaft mit den lokalen Verbänden. In Bayern haben sich 57 Interessenten aus den lokalen Verbänden beim ersten Ausi-ufe zur Beteiligung gemeldet. Wenn cs sich aber Herausstellen sollte, das' sich die Linie nicht bewährt, dann läßt sich einfach der Betrieb einstellcn, was bei einer Bahnanlagc, wo Gelände erworben werden muß, Schienen gelegt usw., nicht möglich ist. Auch für die Zwischenzeit, bis zum Bau einer Bahn, läßt sich ein Automobilverkehc einrichten. Was ich Ihnen hier angeführt habe, soll eine Anregung sein. (Bravo.) Finanzmtnister Dr. Braun: Ich mochte hervorheben, daß die Frage der Anstellung der Schaffner bereits vor einem Jahre beantwortet wurde. Wegen des Umsanges kann ich sie hier nicht wiederholen. Was die Auto frage angebt, die der Abg. Köhler in so ausgezeichneter Weise behandelt hat, so begegnen sich unsere Gedanken. Es besteht aber zwischen uns und Bayern insofern ein Unterschied, daß sich dort fast nur ©ommerlinicn befinden. Wenn die Linien aber ein Ersatz für Bahnen sein sollen, also auch für den Güterverkehr be stimmt sein sollen, so lann es sich nur um Iahreslinien handeln. D i e P o st l i u i e F r i e d b e r g—R a m H a b t i t s hr ungünstig. Die ärmeren Gemeinden werden sich nur schwer zu einer Garantie entschließen können und verlangen, daß der Staat allein die Kosten trage. Auch die Wegnahme einer Linie bei einem unrentablen Betrieb, wie der Abg. Köhler empfohlen hat, läßt sich nicht so ohne weiteres vornehmen. Was die Linie R e i ch e I s h c i m —F ii r t h angeht, so bart der Nichtbau nicht ant das Konto ber Gemeinschaft gebracht werben. Ich selbst habe dieser Linie widerstanden und widerstehe ihr auch beute noch. Ich bin bet Meinung, wir sollten Bensheim— Lindenfels erst bauen und dann erst Rcickielsheini—Fürth- Dauernd lehne ick diese Bahn nicht ab. Der Minister kommt bann ant die Bahn Gammelhci m—W o H l e n zu spreckstu. Darüber sei im Jahre 1909 ein Projekt ausgearbeitet worben, bas 328 000 Mark Kosten verursacht habe. Auch die Regierung bade das Bestreben, daß diese Bahn in den Gcmcinschaftsvcrtrag übernommen werde. Was nun d i c H i n t c r I a n b b a b n angeht, s o habe i ch eigentlich erst aus den .Ausführungen des Herrn Abg. Grünewald näheres erfahren. Ich Halte die Losung einer Verzweigung nach Wetzlar und Gießen durchaus für günstig. Was nun die Offenbacher VerkeHrsvcrhältnisse anlangt, so bitte ich mir zu glauben, daß wir nichts unversucht lassen, um von Offenbach jede Schädigung sernzuhalten. Bravo! bei den Soz.) Mit derselben Entsclnedenheit wie wir an dem StaatvDcrtra^c festhalten, mit derselben Entschiedenheit werden wir auch die bes-- iüfhcn Interessen im Rahmen dieses Staatsvcrtrages vertreten. Abg. K o r et!-Ingelheim (F. B.) erkennt dankbar die gegebenen Anregungen an. Bei der Eiscnbabndireklion Mainz besteht }er gute Wille, den Wünschen ber Arbeiter cntgegcnzukoimncn. Rn eine große Rentabilität des Äutomobilverkehrs glaube er nicht In Rheinhessen seble es an einer Ost—West und Nord-südlinie. Main; und Bingen mühten entschieden besser an das Her; Rheinhessens angeicblosscn werden. Der Redner lammt auf die Revision Sfrage zu sprechen. Man soll davon ablassen, die Forderung als ein AgitationSmittel zu bezeichnen . hier handelt es sich um ein Landesinteresse. Wir müssen das Recht haben, an einem wirtsckasilichen Vertrage Kritik zu üben. Die Regierung dars das nicht mit der Begründung ablehnen, daß sie dem Begehren der Zweiten Kammer nur mit Zustimmung der Ersten Kammer Nachkommen könne. Tic Er- (lärung des Finanzministers hat uns mit Befremden erfüllt. Nach einer Panse spricht der Abg. Kredel (Ntl.). 5r spricht Wünsche ans, die aber im einzelnen unverständlich bleiben. Äbg. Lang »Ntl.) roünfü'.t für seinen Wahlkreis einige Ber kehrserleichtcrungen. Ter Redner tritt auch für eine Lohnerhöhung der Eisenbalmarbeitcr ein. gelt nicht ct Äe unzerti ^'.'nuh m tl ii Änen , k vmc5 j, btt 'nJn ^lgtrinejs ,/“'9abc sS? |OJU I •tbttn -"° fe - bebt ? eint K L,S<" I Im Saal ’teiügiinfl b litoßherzogspa pihmrn an bt Zn seinem I otoctf und Itttonte zunäch Imnnschast, b |*Wbcr bcn WNvätts gehet |Vnt Zahrzeh Wf'kte 3uqcnb Wkilig-'n Leben; »-'inländischer [wb wende, ii Uttuncn Vereins I !lllrn Zuqend IWflib tzejmsi 11 "inaus führ IWIanb soll I1. einet Schi pinbet. I ‘Broitiior ! ■ •'"biflteit ■fttte in seiner ■jtorbneten v. ■Big. 3ic ■ ■tetr iWirtlck- Miß.eiir Nu 10 Kneriithc Zusar Ksxit Beweiset Der ■ciebigte beute be Milickädigur Mr z,75d die $ Settinbarmio, t ni den üDiltebe eit beruieu fo knutflcn, »e t Äindeiimas imiliflf Weise l siktgesetzt. ttt Ansichutz jqtr htuic die 119 murr W nag aul Sietn ■ründgrao^tn fan Miln Lesunl,, ba' M.Li n'wl-t M Mi ach wx 6nti M e iRcgitningit - j S^nb KShf s'-mMn.' F,” |«8t kl \ r wirb, )u ) D»-nn« F L Berwend r.jjid) seien, kanb unb i L s-gt « 2 ^denblier ®' .-tungoiaU boü u”'cr einer aus r nnrichtuuch ?$crid'tcrftatt i {tuiglid? bei J 3m Balkai bas noch 1 Miche Einri W aui die ktnat. Morgen Abg. Senßfeloer (Bdd.) stellt Forderungen für die Strecke Goddelau—Cöroß-Mnck. sh) S ch o t t c n , 19. Febr. Daß cs sich empfiehlt, auch die Schulöfen von Zeit zu Zeit nachsehen zu lassen, zeigte sich heute in bet hiesigen Volksschule, wo infolge des durckf-gebrannten Rostes die umgebenden -teile oes Fußbodens und der Täfelung in Brand gerieten. Durch) rechtzeitiges (^ewahrwerdcn des Brandes konnte dem Feuer Einhalt geboten werden. Kreis Lauterbach. -r. Angersbach, 19. Febr. Die in einens hiesigen Gehö'te ausgebrochene Maul- und Klauenseuche hat eine weitere Verbreitting nicht erfahren, und so hot das Kreis- mut Lauterbach die ßloshebung des seitherigen Beobachtung^, gebietes beschlossen und letzteres auf die Gemarkung AngerS- bach beschränkt. Die Sperre bleibt bis auf weiteres über das verseuchte Gehöfte verhängt. --Landenhausen, 19. Febr. Die Fel d b erern igu ng war von hiesigen Eigentümern, die die überwiegende Fläche von Grundstücken besitzen, beantragt worden. Diesem Anträge ii't von dem 'Diiniftcriuin stattgeqeben worden. ( ) Walle nrob, 19. Febr. Einige hier an der Wasserleitung beschäftigte Arbeiter machten gestern bei dem Pfarrhause "einen Fund. Ungefähr einen Meter tief fanden ie eineu schwarzen, dicken Balken, der ungefähr eine Länge von 5—8 Meter hatte. Der Balten war mit verschiedenen Lück-ern und Zapfen versehen. Als die Arbeiter den Balken Herausnahmen, fanden sie verschiedene Scherben, Klingen und Hufeisen. Aus welcher Zeit die Altertümer stammen, tonnte nicht ermittelt werden. Freiherr v. Hehl machte einige geschäftliche Mitteilungen. Tie Arbeit des Verbandes betraf die Einwirkung von Fahrpreisermäßigungen, die Beschickung des Führerkursus in Ber in durch 12 Herren, den Anschluß der Turner, ck>aft an den Verband, die Gründung der Zeitschrift „Immdeutschland-Bund . Versamm hingen fanden statt in Gießen, Friedberg und Worms. jfe (Ä -- 5 ä SÄ r w 9 morgen vvrwE L, v ♦* Der allgemvinc deutsche F-ra uenverekif. wird, wie er uns schreibt, seine große Tagung im Herbst dieses Jahres hier in Gießen abhalten. Die hiesige t-rts?- qrupwe des Vereins kann dies als eine gerechte Aner- cennuug ihres Mitwirkens auf allen Gebieten sozialer Für' sorge, die das vornehmste Ziel des allgemeinen deutschen! Frauenvereins ist, betrachten. Diese 26. Tagung des Verein^ wird voraussichtlich vom 5.-8. Oktober stattfinden, und die Vorsitzenden aller Ortsgruppen, darunter bte üln^nden Frauen, wie Helene Lange, Tr. Gertrud Baumer, Tr. Alice Salomon, Frau Dr. Ätmann-Gottheiner und viele andere, werden in öffentlichen Versammlungen »nb Vorträgen zu allen wichtigen Fragen im Leben der Frau Stellung nehmen und Austausch halten. Wir hoffen, bau alle Bewohner Gießens, sowohl Frauen wie Männer, ihr zeitgemäßes Interesse burch rege Beteiligung an allen Versammlungen der Tagung zeigen, damit der Stadt (meßen ihr Ruf als geistiger Mittelpunkt Hessens und als „Stadt oer Kongresse und Tagungen' erhalten bleibt. Kreis Alsfeld. X Merlau, 19. Februar. In unserer Gemeinde wird nun bald ein neues zweites Schul ha u« erbaut. Die Vergebung ber Arbeiten zur Errichtung des Neubaues findet hessischer Zugendwg. Darmstadt, 19. Febr. Im Saalban zu Darmstadt fand heute unter sehr starker Heiligung der hessische I u g e n d t a g statt Auch das ^roßherzogspaar und der Fürst zu Solms-Hohenfolmv--ich i! ahmen an den Verhandlungen teil. In seinem Vortrag iiber Zweck und Ziele des Jungdeutschlandsbundes betonte zunächst Herr v. Heyl die zähe Arbeit ber Deutschen Turnerschaft, der kirchlichen Jugendvereme und der Sportvereine. (Wegenüber den Bestrebuiigen der anderen Staaten mu sen wir u orwärts gehen in der Jugendpflege. Durch die Enttmcklung der tauten Jahrzehnte in wirtschaftlicher und wzialer Bezieh mg ist oferc Jugend frühzeitig in die etabte getrieben und dem vor- j'ritigen Lebensgenuß zugeführt worden, xie ^ugentz M ui v-Uerländischer Richtung erzogen werden. DerJungbeutschland- b'Uid wende! sich an alle. Der Bund will alle starken .Oigani- iectioncn vereinigen und sie unterstützen. i (Jüterbog-Luckenwalde' für ungültig. Die Abstimmung über die Wahl des Abg. V i e t - iireh er (Wirtsch. Vgg.>, der in Waldeck gegen den fortscknittlichen tibaftcur Nuschke gewählt ist, findet morgen statt, da noch rechnerische Zusammenstellungen erforderlich sind. Wahrscheinlich lyerdcn Beweiserhebungen beschlossen werden. lieber die Eigenart des jugenblidj en Seelenlebens sprach Lehrer Schorn- Mainz. Er führte aus, daß die lieber» ginge der Flegeljahre und des Backfischalters eine pspckwlogifchc Notwendigkeit sind. Knaben und Mädchen unterscheiden sich wesentlich in ihren seelischen Eigenschaften. Die Verschiedenheit der Entwicklung der Knaben und Mädchen widerspricht auch der sog. Koedukation. In der Zeit der Pubertät entwickelt sich der lunge Mensch außerordentlich rasch. Im Knabenalter dienen das Turnen und Sport ber körperlichen Ausbildung, m der Reise sind sie zugleich ein Sicherheitsventil gegen sittliche Ausschreitungen. Mit dem Idealismus des Jünglingsalters hängt auch die Heldenverehrung zusammen. Am meisten wird die Jugend gehalten durch einen Appell an das Ehrgefühl. Man darf bei der Jugend keinen Kultus der freien Persönlichkeit treiben, da hierdurch alle Leidenschaften aufgewühlt werden. Bezüglich der neuerdings vielfach eingesührten Selbstregierung der Schiller mahnt der Redner zur Vorsicht und Zurückhaltung. Zur Frage, ob junge Leute in diesem Alter bestraft werden sollen, bemerkt der Redner, daß Strafen angebracht sind. Ein Vortrag von Pfarrer Müller- Offenbach behandelte iricbigte heute bett § 74 b, der von der Berechnung derKarenz- r t f d) ä b i g u n g handelt, und fügte im Zusammenhang damit brm § ,75d hie Bestimmung hinzu, daß sich beps Prinzipal aus eine Vereinbarung, durch die zum Nachteile des Handlungsgehilfen rai den vorstehenden Bestimmungen des Gesetzes abgewickstn wird, urcht berufen kann. Das gilt insbesondere von solchen Vereinbarungen, eine Umgehung der gesetzlichen Vorschristen über ha* Minbeumaß'dcr Entschädigung durch Verrechnungen oder aus '»listige Weise bezsvecken. Die Beratung wird nächsten Miliwock) fortgesetzt. 2er Ausschuß für das Reichs- und Staatsang'hörigkeilsgeseh setzte heute die zweite Lesung .fort. Die Beratung gedieh bis - 19 unter Ablehnung sämtlicher Abänderungsa.Urage. er Antrag aus Wiederherstellung ber Regierungsvorlage oet bin cm Aoragraohen sand keine Mehrheit, und es bleibt bei dem Zeschlutz eiter Lesung, daß die Entlassung aus der..Staatsangehörigkeit als tifit erfolgt gilt, wenn der Betreffende bei Ablauf eines Jahres ted) seiner Entlassung seinen Wohnsitz im Deutschen Reiche bat; it Regierungsvorlage hatte die Frist auf sechs Monate bemessen. kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). S a >n 3 la q, den 2 2. Februar 1 W1 3; Vorabend: 5.45 Uhr» Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrifterklärung. LadbatauSgaug: 0.40 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst. Cabbatkeier am L2. Februar 1913: Freitag abend 5.25 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.40 Uhr. od cnootte6hien''f : " or ^n« 7.00, nbenM 7.00. Blühendes Aussehen. Wer seine Widerstandsfähigkeit erhalten und blühendes Aussehen Haden will, der nehme Scotts Lebertran-Emul- ljon. Man sehe sich die rosigen Bäckchen der lieben Klemen an, die sie in erster Linie dem längere Zeit fortgesetzten Gebrauche von Scotts Emulsion verdanken. Auch Er- tvacksenm wird ScottS Emulsion 'au einem blühenden. w gesunden Aussehen verhelfen, Cottö GrottS Emulsion wiro von unS auS» schlirsilich im arosim verkauft, und zwar nie lose na« toeroidjl oder Ma», sondern nur itr berflearltcu Origmalsiuichcn ni ftorton mit unserer Soiutznwrle (Flscher mit dem Torsch-. Scott ft Bowne, (6. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal-Leber. trän 160,0, prima Gihzenn 60,0, unttrpho-.-- Vdorigsaurer Aalt 4,:;, unl-rphoiwhoriqsanr>: Natron 2,0, V»lv. Sraaaut 3,0, feinster arnb. Gummi puW. 2,0 Wasser 120,0, »lkodol .11.". üitnu aromanschc Emulsion nm .nun-, Mandel- und Naultderiadl ie 2 tropfen. Allgemeine Erfahrungen aus der praktischen Vereinsarbeit. Die Arbeit an unserer Jugend ist aus einer Rot unserer Zeit geboren. Unsere Jugend ist anders als früher, aber nicht schlechter. Die Anklage schlechter Erziehung richtet sich vielfach gegen das Elternhaus, gegen das wirtschaftliche und soziale Leben unserer Zeit und gegen den Alkoholismus. Die Jugendpflege ist eine ernstliche nationale Pflicht, eine schwere heilige, aber auch köstliche Arbeit. Der Redner spriclst sich für die Errichtung besonderer Jugendheime aus, für die Staat und Gemeinden zu sorgen haben. Tas kleinste Dorf muß seinen Spielplatz haben. Zur Jug^io- Pflege sind Mittel nötig. Auch die jungen Leute selbst sollen Beiträge geben. Der Erfolg der Jugendpflege hängt ganz von der Persönlichkeit der Leiter ab. Mänmw mit goldenem Herzen voll Liebe für die Jugend sollen die Führer sein. Wen die Jugend lieb haben soll, den muß sie verehren können. Wichtig ist die genaue Zielbestimmung, was will man denn mit der Jugend. Nationale Erziehung sei der Grundsatz der Jugendarbeit. Alkohol, Unzucht und Unglauben find zu bekämpfen. Um des Vaterlandes willen müssen wir eine tüchtige Jugend Herangehen. Eine großzügige Jugendorganisation muß die Jugend selbst zur Mitarbeit herbeiholeu. Vernachlässigt haben wir seither die Interessenvertretung für die Jugend. Für den Lehrlingsschutz haben wir noch nichts getan. Jungdöiitschland ist der Liebe und Treue wert, die man an sie setzt, zum Segen unseres heben Vaterlandes und zum Segen der deutschen Jugend selbst., . In der Aussprache sprach zunächst Lehrer Friedrich- Pfungstadt. Pfarrer Goethe- Wörrstadt sprach im Auftrag der hessischen Jugendhelfer-Vereinigung. Er machte den Vorsckuag, für junge Leute von 14—17 Jahren ein Wirtshausverbot herbei zuführeu. Direktor Dr. Ta hl Heimer - Mainz teilt mit, da in der Mainzer kaufmännischen Schule nur einige schiller Leibesübungen treiben. Es werde nicht eher besser werden,,wenn nicht der obligatorische Turnunterricht in den Fortbildungsschulen ein- geführt wird. Weiter forderte der Redner, daß für die Lehrlinge vom 14.—17. Jahr unbedingte Sonntagsruhe eingefuhrt würde Prof. L e n h a r t - Bensheim hält ebenfalls die Fernhaltung der Jugend vom Wirtshaus, Tanzboden und dem stine- matograph für unbedingt erforderlich. Das fei die Grundlage, auf der überbauet erst an der fortbildungsschulpslichtigen Jugend gearbeitet werben kann. Lehrer Haa s - Langen ist der Ansicht, daß man neben den Männern mit goldenem Herzen auch die einsichtigen starken jungen Männer aus der- Jugend selbst heranziehe. Schulrat S ch muck- Darmstadt bestätigte bte geringe Anteil- nähme ber schulentlassenen Jugend an ber Pflege der Leibesübungen. Der Grund dieser beklagenswerten geringen Anteilnahme sind die vielen Verführungen, denen die xvugcnb ausgesetzt ist. Jede Gemeinde muß einen Aeltestenrat haben, ber bie ganze Jugendpflege zwischen Lockpile und veer leitet. Pros 1) Schöll- Friedberg betonte, daß die verschiedenen Arten der Jugendpflege sehr viele gemeinsame Ziele haben. Jugenb- bfieger Nürnberger- Mainz bemerkt, daß ihnen die körperliche Ertüchtigung der Jugend von der Stadt schwer gemacht wird. Erschivert wird .bie Arbeit auch dadurch, daß die Fortbildungsschule Sonntags vormittags stattslndet. Tr 'rüchs- Frankfurt spricht sich für das Verbot des Wirtshausbesuches und des Kineinatographeu ans. Bedauerlich ist, daß bil! Wander- fürforge gerade für die jungen Leute Nicht Platz greift, für bie sie eigentlich bestimmt sein sollte, nämlich für Hinge Leute von 14—1'6 Jahren. Jugenbpflege, Wandersürforge und ArbeitS- nachweis'e sind für die Jugend auszubaueu. Provinzialdirektor Feh gibt eine Zusammenfasfung über d'.e int Laufe der Verhandlungen zutage getretenen Anregungen. Der Ausschuß solle bet ben Staatsbehörden beantragen, die schulpflichtige Jugend in der Art zu körperlichen Hebungen herauzuziehen,- daß sie lieh den in Frage kommenden Vereinen anschließen. Wo dies nicht möglich ■ fein soll, müssen die Gemeinden entsprechende Einrichtungen vorfindet. , , m . Professor Kissinger-Darmstadt sprach über die Notwendigkeit und richtige Art der Körperpflege «-M Sim" wirft"tiV 100 Ädr-N"bk -Lisch? lÄtiL ilsSiÄ-ÄÄX “ÄSStrt«it an U Sortbifbung.iWcrn an benen äenn, Äinematograph und Kneipe mehr JCbrcn a» L Charakter Wir arbeiten mit dem Bewußtsein, daß ,r S a“n toÄ ’SÄ Än burch fteiwilliges ' Turnen, Waiidern und. Spielen. ^Auch^ mck d^s MLWWMML mhenden Schatz zu heben, es gilt dem Vaterland. _ 'Mrgermeifter M ullar-Darmstadt sprach üb-r bte „’ä- “tSj äyushs ordern, so bedarf sie dom immer einer iv ) ->ltacnt)= -t Abrcd- gefeilt werben, bau bte SUcm Ijua flege nidtt trieben ’0,lna,j)ieCr“r|>« icbe Ausbilbung soll mt Jugendpflege unterstützen. ^>ie .orpeli^ .u einer nals Selbstzweck werden aber sie so l uns uitter,ruven -u n -esundheitiicheu und ’lttU^.^bne"/M^tumerWe und sportliche ?sll Rückficht genommen haben auf bie tu tüchtigen Eigenart. Mittel zu dem Zweck der ®“binff^nEung einer 'ugenb ist eine geeignete Schulreform u Einführung -ritüm Turnstunde. Zu fordern ist vor allem ° A^n 'es obligatorischen ^ur"“ntyur^1!bbfl^cgebIft "bie Militärbehörde 3n der Unterftiktzung der Iu^dpflege if ber Hoch- 'orbildlich üorgegangen. Der Staat sollt NM a örmcinbeu muljugcnb mehr annehmen. Der Ctaat in aciamtc werben hoffentlich die erforberlichen Mittel für bie flciamu Kugenbpflege zur Verfügung stelzen. 1 al» fflie Rate fc nitblag betragt wt u bicicm Titel hch baute Zackt,M- tr genug. Sie nr Lchiii'vsicherhtit« benden Äussuhm-c im Hinblick mii Ü i(bt mehr bpaiigr ■fieit z/flb staub ber Sebcfiour er ie fick nicht b rrn ein Schiff in bic 'iitaggi qebaut. Wenn io solle er es •. rwiveth Bn einen 'Irivatbau anderswo von i° upt für seine repi Nietes Lchisf M .gierender der inilitätiscken„Flo, Tie W fluientfcalt W 7t «flifer b.e ML einerlei EMM r. Gegen. dM jomobl die 9la b vonven.M ien bte 3#, ifereitwilligkett in nat.onj-1 1 ]rfln erinnert, M i frühere.'01* ricarininiltct _ b-Wlls jt-pbfrbaupt M „ucr trülms mürbe Die iJt im roeitfl” Anr Ktadr und fonö. G ie se ii, 20. Februar 1913. ** Zur L a n d t ag s w' ah l. Jli diesen Tagen sind seitens der hiesigen Bürgermeisterei an alle d e, welche die hessische Staatsang Hörigkeit nockf nicht besitzen, Hinweise versandt worden, daß sic die Aufnahme in den hessischen Staatsverband erwirken müßten, wenn )ie bet der Land tags wähl int H erb st 1914 ihr Recht als Wähler ausüben wollten. Von der Nation allibe- ralen Parteileitung wird uns mitgeteilt, daß sic die nötigen Formulare an Mitglieder und Freunde ihrer Partei, die noch nicht hessische Staatsbürger find, gern gratis abgibt. Es bedarf dies nur einer kurzen Mitteilung an ihre Geschäftsstelle (Bergstraße 21). Es wird noch besonders darauf hingcwiescn, daß einmal die Kosten für die Erwerbung dieser hessischen Staatsangehongteit recht geringe sind und dann, daß es nicht notwendig ist das derzeitige fremde Untertanenverhältnis aufzugeben, daß cs vielmehr zulässig ist, zu ßteid^r Zeit mehrere Staats- bürgerrechte zu besitzen. . --Der Vorst an dbeSchemifchenU nterfuchungs- amtes für bie Provinz Oberheffen, Herr Karl Wrebe, wurde als gerichtlicher Sachverständiger für den Bezirk des Landgerichts der Provinz Oberhessen allgemein vereidigt. . ** Bauerng ut^besitzer Wolf aus Hunspach tm Elsaß der von den letzten Reichstatzswahltämpfen her als vorzüglicher Redner bekannt ist, spricht am Freitag abend, 81/2 Unr im Hotel-Restaurant „Einhorn" in einer Monats versammluiig der Fortschrittlichen Voltspatei, zu der auch Gäste unter Zusicherung vollster Redefreiheit eingcladen sind Das Referat wird sich mit der politischen Lage 6c- chästigcn, die durch die Haltung des Zentrums im Reichstage neuerlich so außerordentlich gespannt ist, daß eine Reichstagsauflösung keineswegs zu den Unmöglichkeiten gehört Herr Wolf, der aus seiner Tätigkeit im elsaß-lothrin- qischen Landtag und im frilheren Landesausschuß die Taktik des Klerikalismus zur Genüge hat kennen lernen, wird ;n ber Lage sein, wertvolle Schlaglichter auf das Vorgehen des Zentrums im Reichstage zu werfen. Jedenfalls dürfte sich ein Besuch der Versammlung lohnen. ÜCMlto seine Kon,equenzen in dieser Richtung gezogen, 1lH5 bei der entsprechenden Posüion des Nachtragsvor- anschlags zum Ausdruck kommen wird. Eine drehbare PP el ha l l e sei zunächst das wichtigste. Bei ben Luftschiffen feirtme «s vor allem auf einen großen Aktionsradius, tauiger auf außerordentlichc Geschwindigkeiten an. Das neue Luftschiff, das sich zurzeit auf der Zeppelinwerft int Bau findet, wird in dieser und anderer Hinsicht erhebliche Verbesse^ niigen aufweisen. Auf eine Anfrage gibt der Staatssekretär Mskunft iiber die Beziehungen zu den einzelnen Luftschiffwerften, üi'ppelin und Schütte-Lanz l)aben sich verpslickstet, vor inufig keines ihrer Luftschiffe ans Ausland zu »erlaufen. Auv hxu weiteren Bemerkungen ist erwähnenswert, daß u. a. eine Gasanstalt in Cuxhaven hjr Flugzwocke erbaut werden soll. Berichterstatter Erzberger ir.infri:t die llnterstützung der Marineverwalttlng für die Ent- nr.cklung einer- erstklassigen Maschine. Beim Kaiserpreis konnten jij; die Konstrukteure und Erfinder nickst beteiligen, doch wäre 5*5 sehr wertvoll, da die Motorenfabrilen ein geringes Interesse an einer Umwälzung aus dem Gebiet des Motorenbaus haben. iDr Staatssekretär pstichtet den Ausführungen des Vorredners M und sagt zu, daß bie Marineverwaltung alles tun werde, Lrb dem Flugwesen durch freie Konkurrenz und indem )Kit Konstrukteuren möglichster Spielraum für eigene Ideen ge- iciicn wird, ju fördern. Eine Erprobung ber Wasserflugzeuge auf einem1 Binnenfee fönnc nicht die Erfahrungen zeitigen, die ihr ihre Verwendung an ber Seeküste und auf hoher See un- I nüßlich seien. Der Staatssekretär gibt Auskunft über den Stand und bie Entwicklung nuferer Funken- telegraphie. Leiter sagt er eine Untersuchung der Serumsrage zu und erklärt, in Bezug auf die sanitäre Ausrüstung der Schiffe alles in ^xitgehendster Weise vorgesehen sei. Auch für ben Mobil- machungssall feien umfassende Maßnahmen grtroffen. Er betont, bau unsere Garnisonlazarette, z. B. Kiel-Wik, auch nach ^Lisickst einer auslänbischeu Autorität und daß ebenso die sani- iLren Einrichtungen unserer Schiffe buräjauS auf ber Höhe finb. 5er Dericbterstatter hatte Befürchtungen geäußert, baß Teutsch- leitb bezüglich ber Sanitätseinrichtungen bei bet Marine zurück- t ASÄ <»ar<8in«-n A- Salomon & Cie. C ‘n jeder beliebigen Schriftart und Martow. JltlnfflnPtl forte, sowie nut Sirkeln aller studentische* V II Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen vrühi'sche Unioerfitüts-Vruckerei, Schulstrahe l I II ' 18. bis 1^. Februar --- 18. „ 19. , 19 2 ' 49 9 04 2 1 45 NE 19. 9l 49,9 -33 26 71 N 20. 7- 49,6 - 6,8 2,2 81 NNE 12c Holzversteigermrg Ol< »euti «24 tviroivn = 0,1 30,25 8ard)C; Nm. Gießen, den 20. Februar 1913. Uli B7, 11950 Mk. Grossh. Geometer I. KL, Lieh. 1227 34,2 29,3 - aus Wohnung und .Kontor Nr. *282. 1084 a Lanbach üjiMäsim hv19/« Bilanz pro 31. Dkzcmbcr 1911 Gießener Paedagogium Hechler. B20/, 2900 ä Reingewinn Sa. 21352J 1911 13 Nboniei 14 hfl C“/, Wer empfehlen folgende preiswerte Lebensmittel Reis Bruch 16 A mittel Pfd.19^ Tafelreis Pfund 24^ verschiedenen Telephon Nr. 490 C”/5 1(U .'siebten 2. ML Schade spillgrabe i Bahnhofstr. 26. Ludwinstr. 20. Tel. 186. - - Walltorstr. 24. tTo*-1 Bahnhofstr. 26. Ludwigstr. 20. Tel. 186. Walltorstr. 24. 8 52 Abgang der Mitglieder in 1912 Stand am 31. Dezember 1912 Beginn des Sommerhalbjahres am 3. April in den neu eingerichteten Schulräumen Bleichstr. 6. 104(i unter Jährt niedergelassen. Mein Bureau befindet sich am Hausertor desgl. 2. KL desgl. 2. Kl., Individuelle Vorbereitung auf alle Klassen höherer Lehranstalten, besond. Ein j Ähr.- Abiturienten- Examen. Gute Erfolge! Wiederholt bestanden Schüler mit bedeutendem Zeitgewinn die Prüfungen. Prospekte, Referenz, (bes. Gießener) d. Direktor Brackemann, Bismarckstr. 6a Um falschen Gerüchten zu begegnen, erkläre ich, dass ich trotz meines Studiums meine 30-39 26u 27 23-29 Anmeldungen neuer Schiller werden schriftlich jederzeit, mündlich jeden Montag, «Mittwoch und Freitag von 12—1 Uhr sowie Samstag;. 29. Würz, vormittags von 10—12 Uhr. im Amtszimmer des Direktors entgegen genommen. Vorzulegen sind Geburtsschein. Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Aufnahme -Prüfung: Montag, 31. März, vormittags 8 Uhr. Laubach, am 15. Februar 1913. Grossh, Direktion des Gymnasiums. Dr. Müller. in der Stephansm.nk Flur 4 Nr. 246 — 5.0 qm Hofreite daselbst (Bismarckstraße b-) bringen zustehende Jagd, bestehend in zirka Margen Feld und 320 Morgen Wald, auf zcichneter Bürgermeisterei auf weitere 6 nochmals verpachtet werden. Danbringen, am 19. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. Arbeitsvcrgelmng. Die zur Herstellung eines Straßenkauals zwecks Abführung der Abwässer vom Schulhaus Neubau zu Ruttershausen erforderlichen ZlanalisationS- arbciten sollen öffentlich vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (Regteruugs- gebäude, Landgraf-Philivp-Platz 3, Zimmer Nr. 18) zur Einsicht offen. Angebote in Prozenten des Voranschlags mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und postfrei, spätestens bis Donnerstag, den 27. Februar l. I., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten cinzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 17. Februar 1913. Der Großhcrzogliche Kreisbauinspektor. Ich habe mich in Wetzlar als Rechtsanwalt ist die Sehnsucht aller Mädchen und J-rauen. Wer nut dünnem, schwachem Haar, Kovischinnen u. Haarausfall Ali kämmen hat, sei folgendes glänzend bewährte u. billige Rezevtzur Pslcae des Haares emmohlen: Wöchentlich ein- maliges Waschen des Haares mit Zucker'** tombiitieriem Kräuter - Shampooti «Pak. 20 PL, daneben re iel- mnnined kräftiges limeiben des Haarbodens mit Zuk- ker** Criiünal = Kriiuter- i. aarwan**er l#3-l. 1 *251 und Zucker’H SveAtnbKräu- ter-ltaarnährfett iDoie «iOPs.l. Olroimrtinc Wirkuna, i ouTausenden betätigt. Echt bet '21.9ioU, b*.y.oll, (5.Tci- bel,Q. S ch a a f, (5. o r n, W. SUlbinaer, Drogerien und H. Tvchv, Parfümerie 4B 5 A i: Dr. jur. Hugo Rosenthal Rechtsanwalt. 5B von 25—38 cm Dchm. mit 4,6 fin. Die Oiebote sind pro Festmeter klassenweife oder ii OlmiAen bis Aitm 27. Februar d. FS. au die König!. Cfcr föritevei Krofdorf zu richten. Dieselbe sowie auch bi Forster erteilen Auskunft. P la Grau- und Weiß-Stückkalk wieder stets vorrätig. Abfuhr kann jederzeit erfolgen; evtl. Anlieferung durch eignes Fuhrwerk. Lahnkalk-^ndiistrie Großenlindcn-Gießai (Inhaber: Carl Haas ir.) Telephon - Anschlüsse Amt Gießen: Kalkwerk Nr. 139, Wundervolles, üppiges Haar Eisverkauf» Das in der Zeit vom 1. Avril bis 30. September 1913 im städtischen Schlacbtbof crACUfltc Kristallcis — soweit es ni-lit von den Metzgern benötigt wird — tit ah vergeben. Angebote hierauf iin) bis spätestens 22. Februar bei dem Stadthaus — Zimmer 15 — ein mreichen. woselbst Bedingungen und Augebotovordrucke erhältlich sind. [B13/? Gienen, den 17. Februar 1913. Der Oberbürgermeister. I. B.: Keller. Bekanntmachung, j Die Allgcm. Arb.-Kranken- und Ltcrbc«I lasse (eingeschr. Hilfskasse) zu (tzroßcu-finvnl wurde lt. Beschluß der Generalversammlung xdmJ 4. Juli 1912 aufgelöst. Forderungen irgend welch'H Art sind innerhalb 14 Tagen bei dem ersten to: ” sitzenden des Bereins geltend zu machen. 124! Großen-Linden, den 20 Februar 1913. Für den Vorstand: Der erste Vorsitzenbc: Heinrich Weiß I. Jagd - Verpachtung. Donnerstag, den 27. Februar l. Fs., nachmittags 3 Uhr, soll die der Gemeinde Der Cichen-Ttaninifiolz-Berkaui Die König!. Cberrbritcrci ftrofbori verkauft fre: händig aus dem Schutrbcz. Krofdorf: Dtjtr. 10b Dieb' Zu haben bei: Aloin Staudt. Neuen B11111, 6 Pärchen V. Kl. = 1,47 Fstm., 1 Ftch e II. Kl. — 2,63 Aitm.i 1 desgl. III. Kl. — 1,56 Füm., G desgl. IV. Ml. 5,39 Fun. 12 desgl. Va Kl. — 7,93 Fstm.. t23 desgl. Vb ML 35,49 Fstm.: Dcrbstangcn: 2 Lärchen 0 42 Füm., M Fichten — 86/54 Füm.; 25 Fichten NciSltangcn 0,07 Fin, Nm. Nutrknüvpcl: 12,5 Eiche, 8 Kiefer: Scheiter: 2 Biipr 22 Eiche, 14 Kiefer, 2 Fichte: Knüppel: 54 Buche, 100 Eirt i 20 Aspe, 45 Mieter, 32 Fichte; Zittüppelreisig: -0 Fich Neisig: 84 Buche, 332 Eiche, 176 Asoe; Stöcke: 12 Bue» 31 Etclic, 20 Kteier, 70 Fichte. Suiannncnfitnft vormittoi »/«IO Uhr in der Gaüwirtschait des Herrn Heinri: Schevv V., Saasen. Steigliebhaber belieben da.-! Holz vorher einzttsehen. Bon dem "Nutzholz kommen jud Ausgebot die Nummern 165—49S, 545—594 , 620—6M 8s4—887, 1045—1190. 'Nähere Auskitnst erteilt Forstwari Höre s, Neinhardshoin. Ojninberg. am 17. Februar 1913. IB’J t^ronberzoglichc übertöntem (tzrünberg. Siir Smrner -lktiva. v1t Warenbestand 7457.69 Kasscnbestand 471.89 Ausstände 13422.64 Für die vielen Beweise herzl.Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgänge meines unvergenlichen Gatten, unseres guten Sohnes, Bruderö, Schwagers und Onkels Heinrich Rudolph sagen wir allen, besonders den Mitarbeitern und dem Gesangverein Jugettdgrund für die zahlreiche Beteiligung, unseren innig >en Dank. Satbariitc Rudolph Ww., geb. Wcller. Familie Rudolph. Familie Weller. Wieseck, Rödgen, Mudersbach, Breslau und Sa. 21352.22 Stand der Mitglieder am 31. Dez. Zugang der Mitglieder in 1912 Es werden vesteigert: I. Donnerstag, den 27. Februar ans den Diüriüe, Eichwald, Vang.'buchen, Buchivald, 2^albersberg und Ne» hoi «ehemals Elemm scher Wald». Stämme: 1 Värdic - 0,13 Füm., 16 Fichte — 4,09 Fstm., Derbstongen: 1 Vard»- — 0,(4 Fstm., 235 Fichte - 12,19 Füm.: :>.eisstangrn: 224 Fichten = 3,19 Füm.: Nuhkniivvel, Rm. 2,5 Eulx 30^i5 Pardie; Rm. Scheiter: 108 Buche, 2 Mieter, 2 Värflje Knüppel: 241 Buche, 44 Eiche. 14 Kiefer, 9 Varcbc. 2 Airttt Knüppelreisia: 39Fichte tSchichtbanten': Reisig: 440Buch 361^1 die; Storke: 58Buche, 4Fid>te. Zusammenkmist vot miitagS 3/410 11 br auf der Kreisürage Retnbardsbaiil Winnerod am Diürikt Eidiwald: Beginn bei Bttchen Säe P iitrM -•'^?l n,5d'fcci 1 - .1 ru'i'O*!;, P*„ Äf*an: Passiva. jH Kapita'schuld 400.(1 Mitglicdcrguthab. TOO.ti Schulden HOötl Reservefonds 2600.fi Betriebsrücklage 369441 zuführeu, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes Gießen, den 30. Dezember 1912. Großh. Amtsgericht. Distrikten: Scheiter, Rm.: 110 Buchen 1. KI., 8 32 Fichten 2. Kl. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen, Band 2d Blatt 1314: Flur 4 Nr. 245 — 478 qm Grabgarten I Pstreisig, Rm.: 59 Buctien. Stocke, Rm.: 195 Buchen. Die Versteigerung beginnt um 10 Uhr vormittags, Mauiliebbabcr werden gebeten, das Holz, das mit »Vrü." gezeichnet in, vor der Berüeigerung etnzusehen. 'Auskunft erteilen der (Yroüh. Foistwart R u v v e r t - Rudtngshatn und Fotitwartaspirant B a n e r - Hoherodskopf. *>. Dienstag, den 25. Februar 1913, aits der Forstwartei Kiliansiicrberge, Distrikt Rüdcnwald 4, Hirzenberg 1, Schotter Spieb 1, 2b, 4 und auö t. ------ Todes - Anzeige Allen Verwandten. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass mein lieber unvergesslicher Gatte, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg GerSach Steinbruchbesitzer und II. Kommandant der Feuerwehr infolge Unglücksfallcs im Alter von 40 Jahren plötzlich verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie tierlach Familie Becker Familie Milchsack Rodheim a. d. B., den 18. Februar 1913. 1233 Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt. Knüppel, Rm.: 484 Buchen 1. Kl., 46 ______ _ _____ Aidiicn 2. Kl., 23 Kiefern 1. Kl., 7 deSgl. 2. Kl., Brrnnholzdersteigertlngen in der Lberförsterei Feldkrücken. Versteigert werden: , r 1. Montag, den 21. Februar 1913, au» dem Klubbau,e auf dem Hoberodskopf aus der Forstwartei Rudingshain »Distrikt Streitbornflöger. Mlckenberg 3c, Grünberg 3b, Wxohc Noteerde 2a, 3 und 4 sowie aus der Forttwartet Breungeshain, Diürikt GroheKoovelbut, Gebhardsheufeld, Hoherodskovs, Eichelgarten 1 und Buschhorn 2: Scheiter, Rm.: 278 Buchen 1. Kl.. 240 2. Kl., 12o 3. Kl., !' Ahorn. 1/3 Fichte 2. Kl-, 1,Eberesche. Knüppel, Rm.: 157 Buchen l.Kl., 72 dsgl. 2. Kl., 2Ahorn, 1 118 Fichten 2. Kl., 2 Eschen. . Knüppelrein«,, Rm.: 344 Buchen, 5 Rm. achten ».Schichten. 11 Eichen 1. Kl., 143 deSgl. 2. Kl., 7 Lbstbaum 2. Kl., 3 Esche 2. Kl. Bstreisig, Rm.: 583 Buchen. 2 Eschen, 30 Fichten in Schichten. Stöche, Rm.: 54 Buchen. Sämtliches zur Berüeigerung kommendes Holz trägt den Stempel »Brü.". Nur das Holz in den Abteilungen Schotter Spien 2b und 4 und Hirzenberg 1 wird vor gezeigt, man bittet, das übrige Holz vor der Versteigerung einzu'ehen. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Gabelvunkt der Mreisüratze Schotten-Rainrod u. der Hungen—Tchottener Strane. Das Holz aus den verschiedenen Distrikten wird am Feuer im Schotter Spieß ausgeboten. Tas Holz aus Hirzenbcrg 1 und Rüdenwald 4 wird nachintttagS von IV. Uhr an in Hirzenberg 1 verkauft. Zusammenkunft auf der alten Strane. Auskunft erteilt der Großh. Förster Reeg KilianS- herberge. Schotten, den 19. Februar 1913. Großherzogltche Lberförüerei Feldkrücken. [D*/j Giotil reinigt und bleicht die Wasche mühe.os, ohne Einseifen, ohne Reiben, ohne Hasen-Bleic e istvollständigsrei vonEhloru. sonstigen schädlichen Stoffen u. greift daher d. Wäsche nicht an. Per V2 Paket nur 30 Psg-, .labrtkanlen Hanauer Sei- feniabvit I. Gioth, G-m.b.H. Niederlage bet: Wilhelm Wagner,Gießen,Steinstr.45 lD-5/4i Prima weiße Kcrnseifl Marke Pseildreieck ».Panther 10 Pfund 2,90 Alk., feinste Lilbkr-Lüiiilitrscife 10 Pfund 2,20 Mk., prima Waschpulver Pfund 18 Psg. (ZI» Jakob Biaternus. 74000 „ Die Hl I Herr Poinc« |tin bat- Ser |Krt, das c laicht unum V# zum r I'-iall, daß d |Utt des Präs I.-? Tagen ha ^rPoftenfe 1^ Mtsmuln rxn. Delcas L Vaffendun Lijdltonb ger I, seiner Zeit., fei führten, |i I gerade gen Ltng neuer k1 ■ unermüdlich fcuwefcen. „■ Ebt dekretiert lbrheit dies« Erben. In Pe Ln an'fgenomi bt hohe Ausz Iwzramme ge rmngsorgan ht Hliickwünsch ^natürlich nie Wsche Freun! bi demnächst hebt geht, ein ?ößtc Dorsichl k England, sc tlig werden tc kgc, ivic her berbünbeten F pic rnssisch-öst hrtenn/nis bar Ytmuätbn aui )it. den bulgar to' »u echab Paris, litent verlesen rare stellte Iknxrlt in fr limcm die A, heftig feit Iplenkt habe: „Tie 9?epi Inh Frankreich Inh die Freit Iwbe bei der pcinli Ifindmctcn Ä Verde, wie er, Migen, die n ■hanfreid) in ■"fite, die es |itont weiter