Zweiter Blatt Nr. 294 165. Jahrgang Giehener Anzeiger Ernenn tiglich mit Shi5nahme de» Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen Tie ..Gietzener fiaeilitnelärte r“ Toerben bem .Ünjeiaer* eiermnl wöchetttlick» beigelegt, da« „Xrtlsllatt fSr tat Krtic Sierra" jroeiinal tvöchenttich. Tie ,^aa-»irt1chafUich«a Zelt- tragen" er14)emen monatlich zweimal. Montag, 15. Dezember 1915 SUtaneiHbrurf und Vertag der Vrüdt'..m Unioerfuät« • ®ud>- unb €ieinbrudetcu 9L Longe, ®.e»tn. Rebakion, öjpebinöii und Tnirferer ^>ul» tnnie 7. tfiprbtiici und Trrtafl: brr Mona Lisi und thrcr Liederaustindung Nun wird sie tn'dcn Louvre zurück- febrcit, uiw gleich rätielvoK, nr.c zuvor, wird ihr Lächeln, ihr Bl.ct durch den Raum gleiten, den sie so lange schon bewohm hat, und in dem sie doch noch immer so fremd ist, wie am ersten Tage. Ta Perugie, der Tieb der „Mona Lisa" in Paris wegen Ticbnah(3 zu einem Tage Gefängnis unb ein anderer- Mal wegen verbotenen WastcntragcnS zu acht Tagen Gefängnis verurteilt worden toar, wurde sein Fingerabdruck oufberoabrt. ES wurde zwei felsfrei festgesteilt, baß dieser Abdruck einem der Abdrücke gleicht, die sich auf dem Rahmen unb dem QMad des tGemäldes btianben. lieber die An unb Stile, wie er Öen Tiebitahl der „Gioconda" au?qehihrt bat, er-.äfHt Perugie: Ich stellte zunächst fest, in welcher Stift doS Bild an btr Wand befeftigt war, unb erkannte sann, baß eS nur emes einfadm Griffes bedürfe, um eS von seinem Plast zu entfernen Nachdem ich den Plan längere Zeit wir mir herum«Ktraacn, betrat ick eines Tages in einem gün- t i'.’:e rrn: t*rn Tool, rsfch emi'rnre im ötc Rahmtrneile^und i -rftcdie sie unter einer Trevve. Sc^ann kehrte ick in den Taal -.-rück, verbarg das Bild unter meinem Arbeiterkittel unb ent- ;ernte mick dann auS dem Louvre. Niemand hotte mich gesehen. 2 Zabre, nachdem das Gespräch über den Diebstahl verstummt mar, konnte ich Daran denken, das Meisterwerk dem Balerlande nr.<-'T*uacben, nicht bloß des Geldes wegen, sondern um dec Zivilisation unb ber tzunstwelt bie Freude zu bereiten, das be- rühmte Gemälde wieder bewundern zu können. Ter Täter ul .32 Tiahre alt und lebte seit ;nxi Znhren als sturfarLetier in Paris. Vor 5 Tagen batte er Paris verlassen. Tas Bild brachte r ;u bem AnHouitäten-Sndlcr in einem kleinen ftoncr Das Bild tränt üfrrtaenö 3 Stempel, aus baten bie Echtheit zu erkennen iü Sie der Tirektor ber schönen Lünste, Ricci, nack cingehen- r Uttterfochuim der QHoconba erflärt, ist bas Gemälde in aus- geztichnetcm Zu'lande. DaS Bild wird 6 Tage lang in Florenz auSgestelll werden. •• Verleihung. Sic man uns schreibt, ist dem technischen Auflicktsi. amten der Hessen-Nassauischen Vauge« Werks Zerussgcnofsenjchtist, O^corg Heuser in Frankfurt j . aitlas Ucki des l'ihährigen ZubilaumS des vusarcit- Regiments König fcnunbcrt von Ztalicit (1 niirhesf » Nr. 13 m Anbetracht seiner langjährigen Verdienste, bie er sich all 1 Ma(fentuhrcr des Vereins ehern 13er X'ufarcn in Frank- l'urt a M erworben hat, vorn Ä'öirig oon Preußen f>as Allgemeine E b rcnzcichen_t n Silber verliehen worden. Herr Heufer stammt au» Salzböden. *• Tic Zentralkasse der hessischen land- w i r t s ch a f 11 i ch e n e n v s s e n s ch a s t c n, e G. m. h X? » ,ui Ta mist ad t Hessen fasse - rcdintl von heute ab ihren Genossenschaften Wechsel icber Art zu dem Satze ;> Proz. ab. Ta die »lasse sckwu seit längerer Zeit Tchuldzins in lausender Rechnung berechnet, stellt sie ihren Genossenschaften die gesamten Shrcbite zum 3aße von .» Prvz. zur Verfügung. Ter Zinsfutz für Guthaben beträgt i Proz. Tic Guthaben der angcschlosscucn Gcnossenichastcii haben bereits den "Zetrag von 1 200000 Mark erreicht. Tee £mulbcn her E^eiiosseiisckiaftcit an die vcsscnkassc betragen ninb <; 7(XHXX) Mark. Tchon seit Zum dieses ZaHrcs hat die Äassc den ihr angcschloffcnen (R^nosscnschaften ständig mehr alS G000000 Mark zur Verfügung gestellt. Ter llm- faß in den ersten 8 Monalen des Bestehens der Zentralrasse betragt 131 (XX)000 Mark. Heute sind 290 ivcnoisenschasten angescklvsscn. Ter 'M ritt zahlreicher weiterer (^envssen- ichasten steht in Aussicht. Tic Dernrittluiig von Zabre» st eilen in ötr Landwirtschaft. Zn Verbindung mit den Lanbwirnchafts- [ammcin sind die öffentlichen «rbkitsna ch w e 11 e tm Gloßberzogtum Hessen, brr Provinz Helsen Nanau unb bem .vur- ftentum Waldeck nach Mtäftrn bemüht, ixr Laubwiriichau pnurrn- br5, nut auSgebildetrs Personal zuzurühren. Zur ;hnbmtnfl der Bernnttlung dauernden Personals wurden Arveitsoertrafl:-muster und Fragebogen zur 3?td)crircllimi ber wichtigsten ArbeitSbebiN- pungcn bei brn Aibcilrnachweiscn cingesührt Zin vcrganflenen lahie wurden rund 1 l 000 l a n b >u i r t i d) a 1111 ch e stellen besesti, darunter I-OIG tagelöhner, 2098 Mnedne, 41h I8i b- lütterer, 332 Schweizer, 49 Tagelöhnerinnen und 38 ..'lagde. Bekanntlich sind die Monate Dezember und Zauuar bie geeignetsten Monate für bie Vermittlung von Ja hrit»ftelle n uno es empfiehlt sich daher dringend, möglich,t bald bcn_ xw- barr bei den öffentlichen ,ArbeitSnachwki,en anjumclbm. IdK Stellen bestehen üt Gießen, Hungen unb Grünberg. Es nennet 'unddiii eine einfache Mitteilung über hic Art icr qc- fudüen Arvruckrafl; die weiteren Formulare unb Bedingungen werden den Znterefienten mitgctcilt. 3 ui Seibnachtsaufsührung des D»erbell. Tamenbctm» ivilb uns geschrieben: Zm recht gut belebten Zaale hei Turn balle fa nb am Samstag die mic SeihnadH»- aufiübruna des Hereins Cbtrbciiiidiefl vamenbcim statt Wa» war das eine Freude für die 80 Mitwirkenden und mit welchem 3übel unb Beifall würben ihre Darbietungen belohnt? Da belehrte zunächst cm trefflich gesprochener Prolog über den Zweck der ganzen VeranstoUiMfl: Es tollen Mittel gewonnen werden, hier in Gießen ein 6) c i nt für alleinstehende Tarnen zu schaffen, denen mir Ixidiränhr Mittel zur Verfügung liehen Tie friich flcfpiclte »linbrrfumvl-onie iunniblithrr «tfmlilcc steigerte dw Ermart.rng des Avends und mit Znieresse wurden d,e euti leitenden Erläuterungen br» Fräulein Zda strack in dem nun beginnenden Sinflivrel „Die Eiskönigin" entgeaen- gciiommen. Nun hob sich b.r V.'rbang unb ,nchr nur da^ rn X)cutfcbc» Ucicb Tie militärische Stellung des Kronprinzen. Wie nach der „> neue großangelegte Crgan ben Zweck erfüllen, allen wichtigen Tagesereignissen auf bem Gebiete des Strafrechts unb Strafprozesses sowie aller bannt verwanbten (Gebiete auf bem Fuße solgend, eine Ucberiidit über alles, was bie Strafrechtspf lege bewegt, zu geben, bie Reformen bes Str GB. unb ber StrPT. zu forbcrri unb diesen neue Wege zu weisen. Dieses Organ wirb zunächst monatlich einmal erscheinen. D i e L a n f b a h n ber m i l l l c i e:n P o st b c a m 1 e n. Der Abg Werner (HerSfeld) bentsche Reformpt. hat tm Reichstage folgcnbc Anfrage gestellt: Bei einem Teil der mittleren Poslbcamlenfchaft machen fick lebhafte Bellrebun gen bemerkbar, b.iß bie Vorfchriften über bie Bcsörbcrung von Beamten nt höhere Dienststellen verickiedenartig gestaltet werben, je nachdem es fick um Beamte aus her Zivilaw lüärtcrriafk ober um Beamte aus ber Militäranwärterklasse hanbelt Zn ber Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob es a> bei einer etroaigen Aendcrung ber Pcrfo nalorbnung mit ber VerwaltungspraxiS vereinbart fein würbe, die bereits vorhandenen aus der Zivilauwärtcrlaut- bafm hetvorgegaugcncri Assistenten m eine höhere Tienftstel hing iz. B ui Sekretären zu brförberit, die aus der Mtli täramoärtcr(aufbnbn hervorgegangenen Assistenten von dieser Vergünstigung dagegen attszuschließen, unb ob b) eine solche Regelung ber BesörberungsverHältmsse zu ungunsten der Inhaber bcs Zivilversorguitgsschcins mit den Beitnn ntungen ber § 22 Ab, l bei vom Bnnbesrat crlmicncit „Grundsätze über bie Besetzung ber mittleren Manski und Bier Zähre lang bat Meister Lionardo, wie bekannt, au bem Bilbniisc ber Frau Givconda gemalt, und alsdann war es auü, nock nickt fertig. Er lieferte es nickt ab, er nahm es, als er uack Mailand ging, mit ,'ick: er nahm es nnt nck nack «vrankr.tck, und es ist wahrick-einlick. daß ber st ordinal von Aragon un Zabre 1.^1« ba-3 Hiisnis der Moua Lisa nack immer in icinem Bcntzc tu Elour gefeben btt im Zabre 1517, alp zwei Zadce vor setncm Tode. Ein m-aeS Rätsel: iminim hercrie Lwnaroo das «ckdmck. ab» Wirklick nur. weil er es nock nickt alS vollendet traättetr^ Oder Ktng fein Her; an bem ^bciünlde derer, dtc er lebendig n^tfn besitzen durfte Genug, das Bild der Mona ^tia f^emt bat Meiner, so lange er am Leben war, »ubt oerk'im zu d^"i, uno erst hinterher ist e5 üt ben Beuv feme» ^tutrrs. des Svnps Fran; I von Frankreick, uderfleaangen, der darur^ubngcnr. 401« iÄde. E. IdOOOO Wart ^'7,«iL laben soll Und so idk-mt es denn, dan der Roman der Mena >->a nun ;um Ende gekommen sein murr ~tt ..zarter to., das B.ld in jäherer Fürstenhand — commebta nntta: und nichts bicibt davon übrig, als nur eben — cm Maiterioerk der «nn Aber mit nickten? Tic große Jinelbarte bleibt auch nadj ibtan -r0K» die ewige :lsvmanbcldin. ^ bann in den Louvr- hinnbrrgaraniXTr. Ind rwn ventnkt "C auf ^ahr. htiibenc in -ckm.ng..-. int nmes Rrr-cl. ein naies Geheimnis, und fast bi-, (anglai ' würdtaste rov allen: etwa ein und an halbes Zahrhundett tana f: die Mona Lua den Mentck.en, entschwunden? ^re Fran.ofcn des nut tr.-br oder irenigcr Reckt sich so nennenden näcke btc .nd-tfebiaat M e.-.scken des Rokkolo^: ttc h-tten aBcVti’-n sinn mr bi ■ in feinen liefen durchaus dämonische, .;aV- und dock unr.dbcbare Menschengebtlde: unb so ist Die Mmta '■ a inieb. r erst tm 19. Zahrbunder: entdeckt worden. Asbald ii-.rftf bet mar.-rt-: Zauber, Mit der Master, einem Amulette oleick in Dir? Bild a«ckannt bet: noch bat keiner über bie Mona SH« getrieben. d:r ful> nicht in sie ver'iedk hätte — c:rr aber mit gleicher Eniickredercheit von ihr ■ ängstigt, geve.r at, selb» cbqcstos r erbat wäre Solonskt bar ibr Mangel an nt ralt'cker .'ein vn> Getundhert mm Bortvur e g • xc±t, unb die Me ta Sifa al» eine Frau ohne Ifciptramem, ohne Leben, un'ruckubar in tfjrer. Gefühlen, unfähig einer h-voijchcn Handlung ja )db|i Vie Romane der Mona £ fa. O wie reck't batte ber Königsberger Philosoph, als er in seiner Anlbrovvloflic die Bcbaupnmq auntdltt, die Romane des Lebens seien abenteuerlicher und unglaubwLrbtger als alle bie je btc verwegenste Cwbtldungvkraft der Roman.itretder crbicktct babv. Wenn ein Poet bie Gcckickre der Mona Ltia erfunden, wenn eu>2= gewaflt hätte, den Roman dieser Frau zu imreiben, ber in den Glanitageit der storettttnischen Renaissance beginnt und — nock heute nickt 'an feinem Tckltti kapitcl angelangt ilt: :oer murbi ihm Glauben geickenkt haben Ter einzige xirtUa, der eS unter, nommen ljat, bie Gestalt der DKna ^id> u ^banbeln der geistvolle Russe Tmirrv -ergewtttck Mere ckkowS i hat ,ich auck nickt weiter gewagt, als dm; er, was die ®cßf^c i^liercrt, mit sreisckattend. r Phantasie zu einem neuen Gewebe umgeNaltttc Was ist cs, was die Geschickte von bicjcm Romane aller Romane ,u berichten hat? Tas wirb wahrsckcinlick int Zähre dcS Herrn 1503, als der Frühling fein reiches Füllhorn über die stabt am Arno an. schüttere, gewesen fein, al Lionardo da ^met begann dtc lunge Frau des Francesco bi Banolommro bi Zmtodr del ^ocmiixi 5U malen ftanttie er |ie sckon Var htcicr Zett? Lir Wtncn es ntckt^ Etc war Francescos dritte Frau: der Watte war damals 43, nc etn-a 25 Zab: alt: ein? R. avoiitanertn war von GebuN, und ein "öcknerck n, - - da - ut wentanens ipabrctwinlu.. hatte sic im Zal.r-- 1499 üt der altehrwürdiacn Brüderkircke von Gant« Warm 'X.u.lta K-,traben. .-.ne .Vt.wn au. km Tuntet fteigt bitte SK rrtjenaeftalt nnt e.ntnnl nt4 8«dn: b t «t schick'e Ta sitzen sie cinnitder gegenüber, im votc be» tiero Di Rano MarttNi den nck Lionardo uir Seihtatt emgcrickuci hat, unb bie limstrolle Hand des Meisters zaudert die '^nen Ziia< der Mabonua Lisa an-' die L .nwano -ad er in i?r^mcab. ta» Modell-» War es c"-.- aeb ime Lic. bi- Ktnen Ln J tub.i alcuna mitacobia cosa reich nnt ju unb ^eg«. I« gleich cnrflcnbe e'rdcmun.t mag. i:,m di ^mmickonc rau aeroeicn fein die er da malte, ein reizen -- OKbc.umj^ hinter d-m er immer und immer wieder „alcuna muccoloja coia !- • vermutete, suchte . , e littcrbcamtenstellcn bei den Reich und St.tarsbchördcn mit M.litaranwärtern unb Z«hadern bc Anftellungsschcms" in Einklang stehen würde? Tnß zur Zeit eine Acndciung der „Vorschr.f.'cn über die Annahme unb Anncllung von An iuärlent für bie miulcre Vanfbabn im Reicks Pott unb Ic- cgraphci.bienst^ vorn 1 Zanuar 1*MX) nicht bcabiidithU itt, Ut mir bekannt. Zch begnüge mich mit einer scknstlrchcn Antwort Bet der Gernc i:tber at . wahl in Stuttgart würben gercu U brei Rationalltberalc, zwei Bolkspaneiler, ein Konservativer und 4 Sozialdemokraten. In ocr Zusam wurde durch die schmeichelnde Musik, auch das Auge durch die rasch wechselnden Bilder der Märchendichlung gefangen geuom- men. Es würde zu weit führen, wollte man alle die reizenden Darstellungen int einzelnen hervorheben, es baden alle die vielen .spinder, ©turmg elfter, Blumen, Bügel und Engel ibr Bestes gegeben. Besonders Herrorzuheben sind der Chor der Schneeflocken, das Zigeunerlager, nicht zu vergessen die kleinen Schmetterlinge. Aber auch die jugendlichen Solisten des Abends verdienen die vollste Anerkennung, von der Eiskönigin an bis zur Nixe und Der Zigeunerin. Ein gan; besonders rührendes Bild bot die liebliche Erscheinung de-- Gerda. Dankbar wollen wir auch die Mühe bervorheben, die die leitenden Damen und Herren mit der Einstudierung des ganzen sSingsvicls gehabt haben Sie werden ihren besten Lohn in dem glänzenden Verlaus des Abends gefunden haben. Der Ausführung wohnte auch die Fürstin Solms-Lick mit drei Prinzessinnen bet, die sich sehr befriedigt über die ganze Peranstaltuni und ihren Verlaus aussprachen. - - .Heute, Montag, abend um 6 Uhr findet die zweite und letzte Aufführung statt. ** Weil; nachts bescherung. Man schreibt uns: Am Freitag, den 12. Dezenrb'r. abends um 5 Uhr war im kathol. Verein shanse die Weihnachtsbescherung für die Kinder der kathol. Gemeinde. Dank der Wohltätigkeit der Gemeinde und dem Sammeleifer der barmherzigen Schwestern konnten auch in diesem Fahre an die 40 Kinder mit nützlichen Gegenständen reich beschenkt werden. Zugleich mit dieser Weibnachtsbeich rung war verbunden fr Weihnachtsfeier der Klein - K i n d e r s cfi u l f. Auch bet den Kleinen teilte das Christkind reichlich seine Gaben) mis. Zum Dank dafür erfreuten fic bi? Anwesenden mit herzigen Weihnachtsliedcheu und Weihnachtsgedichtchen. Auch einige, aller liebste Theaterstückchen haben sie trefflich gespielt. — Wie mir hören, sollen diese am ersten Wcihnachtsseiertag mittags 'um 5 llfar für die noch einmal wiederholt werden, die gestern der Feier nicht beiwohnen konnten. Landkreis Gießen. T. Dorf-Gill, 12. Dez. Die gestern in unserer etwa 30 Hektar grossen Gemarkung abgehaltene Deldjagd ergab 90 Hasen und einen Fasan. Es ist dies ungefähr die gleiche Anzahl wie in den vergangenen Jahren, so dast von einer Seuche, die die Hafen stark vermindere, wie von anderen Orten berichtet wird, hier nichts zu spüren ist. Kreis Büdingen. Die Einführung der Elektrizität in Büdingen. H. Büdingen. 12. Dez. Schon vor Erbauunq des Gaswerks war in Büdinqen Stimmung für Einführung von elektrischem Licht und Kraft. Der Fürst hatte schon vor Erbauung des Gaswerks erklärt, dast in seinem Schloß und den übrigen der Herrschaft gehörigen Wohnunaen Gas au Veleuchtungszwecken nicht eingeführt würde. Die fürstliche Verwaltung trug sich mit dem Gedanken, ein eignes Elektrizitätswerk zu bauen. Die Ausführung war unterblieben im Interesse der Stadt, her man den Anschluß an die U e b e r t a u d z e n t r al e in Wölfersheim ermögliche)! wollte. Im vergangeiren Jahre war in diesem Sinne bei der städt. Verwaltung angesragt worden. Die Angelegenheit hatte auch schon den Gemeinderat in einigen Sitzungen beschäftigt, ein bestimmter Beschluß war aber nicht gefaßt worden. Erst auf Antrag des hiesigen Gewerbevereins war die Angelegenheit wieder in Fluß gekommen und führte zu der heutigen G e m e i n d e r a ts sitzung, in der Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter und außerdem alle Mitglieder des Gemeinderats anwesend waren. Als Vertreter des Fürsten waren Provinzialdirektor Gcheimerat Dr. U s i n g e r, Oberingenieur v. S t a d ler, als Vertreter Großh. Krcisamts Büdingen Kreisamtmann Frhr. von G r a u c h zugegen. Nach Begrüßung und Einleitung der Sitzung durch den Bürgermeister erhält als Referent Gemeinderat Schäfer das Wort. In längerer Ansprache erstattet er ein sehr umfangreiches Referat, das mit dem Antrag schließt: Der Gemein der at wolle endgültig beschließen, daß die Stadt B üdi n q e n a n . d ie U eberlandzentrale Wölfersheim angeschlossen würde. Gemcinderat Klein erhebt gegen verschiedene Aus- fühvüngen Widerspruch. Gemeind^rat Rechtsanwalt Keil spricht in längeren Ausführungen gegen einen solchen direkten Beschluß und stellt den Gegenantrag, man möge beschließen : Der Gemeinderat ist für Einführung der Elektrizität in Büdingen, doch sollen erst Verhandlungen mit der f ü r st l. Verwaltung und dem Provinzial- au s sch u ß geführt werden. An der Aussprache beteiligten sich in dem Für und Wider die Gemeinrdräte Klein, Nullmann, Methfessel und Andrac. Provinzialdireltor Gcheimerat Dr. Ufinger erklärt, daß die Provinz sehr gern 'bereit sei, der Stadt Büdingen elektrische Energie zu Licht und Kraft zur Verfügung'zu stellen, wenn dies br Stadl wünsche, und verspricht der Stadt unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse soweit wie möglich entgegenzukommen. Bis jetzt habe aber die Stadt noch nicht angefragt. Wenn dies geschehen solle, dann müsse dies aber bald geschehen, weil im Januar k. I. der Provinzialausschuß über weitere Ausdehnung der elektrischen Leitungen und über Vorsehung der hierdurch benötigten Kredite beschließen würde. Unter allen Umständen sei aber zu einem Beschluß über die Einführu)ig der Elektrizität in Büdingen nötig, daß die hiesige Standesherr- schast als Großabnehmer mit etwa 720 Lampen ihren Anschluß an das Elektrizitätswerk in Büdingen erkläre. Der Vertreter des Kreisamts spricht für den Antrag Schäfer. Kammerdir. Dr. Weimer erklärt, da ßdie. fürstl. Verwaltung nur noch bis zum Ende d. M. auf einen bindm- den Beschluß warte. Nach diesem Zeitpunkt würde die Verwaltung zur Erbauung eines eigenen Elektrizitätswerkes schreiten. Natt» den bisherigen Gepflogenheiten iuirb zuerst über den G c gj. uantra g K c i l abgestimmt. Der Antrag wird, da sich Stilumcugleichhcit ergibt, mit 7 Stimmen abge- lehnt. Ter Antrag Schäfer, der jetzt zur Abstimmung kommt, hat dasselbe Ergebnis. Damit ist die. heutige Gem^inderatssitzung erledigt. Von beiden Seiten wurtv- im Gemcinderat das Ergebnis bedauert, da nur eine geringe Mehrheit prinzipielle Gegner der Elettrizitätseinführung sind. Kreisamtmaun Frhr. von Grauch gibt der Stimmung in einem kurzen Vortrag Ausdruck. Gemeinderat Keil stellt hierauf den Antrag, daß in einer weiteren sofort statrzufindenden Sitzung die Angc- DermifcMc«. *DieFahrpreisen0—0.00, 9ioggenkleie Mk. 00.00 — 00.0'), Atalzkeiine All. 00.00—90.00, Biertreber 00.00—OO.OCL RaoS Ml. o.co—00.00, Futtergerste Mk. 00,00—00,00. Alles per 100 Kg. ab hier. le. Frankfurt a. M., 15. Dez. (Orig.-Delege. de? i. Anzeigers^.) K a rt o f se l m a rtt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 3.50—4.0(1 im Kleinhandel Pik. 4.50—5.00 fite u 100 Kg. Dr. Jägers Nermal-Hemden und -Bosen Fr-SÄi 1 Salomon $ Eie. Zum W e i h )i a ch t s f e st ist jede Hausfrau darauf bedacht, das; in ihrem Heim alle Metallgegenstände im höchsten Glanze erstrahlen. In vollkommenster Weise und mühelos erreicht sie dies durch die weltberühmte und bewährte flüssige Metallpolitur „K a o V'. Man fordere in den Geschäften nur „Kaol" und lasse sich nichts anderes ausdrängen. hv15A» legenheit weiter verhandelt würde. Ter Landgc- meindcordnung entsprechend wird dieser Antrag von 7 Ge- meinderatsmitgliedern unterstützt. Ter Antrag findet die Zustimmung der gesamten Stadivertrrtung, und cs wird sogleich in die Tagesordnung eingetreten. Nach kurzer Aussprache wird der Antrag Keil, in entgegenkommender Weise für die Gegner erweitert, wie folgt angenommen: Ter Gemeinderat beschließt die Einführung der Elektrizität in Büdingen. Es wird ein Ausschuß ernannt, der sofort in die notwendigen Verhandlungen cintriit. In 8 Tagen soll erneut Gemeinderatssitzung stattfinden, in der der Anschluß der Stadt an die Ueberlandzentrale endgültig beschlossen wird. Dem Ausschuß gehören on: der Bürgermeister als Vorsitzender und die Gemeinderatsmitglieder Schäfer und Klein. ©cricbtsfaaL G ; e s; e n , 12. Dez. (Schöffengericht.) Beamten- belcidigung. Der Diener Heinrich M. von hier hatte die Dogge der Burschenschaft Alemannia in der Gartenstraste dahier frei herumlaufcn lassen: als er von dem Schutzmann .Hahn deshalb mit einer Anzeige bedacht wurde, gebrauchte er einen beleidigenden Ausdruck. Ta er heute die Beleic-iaung dem Beamten gegenüber zurücknahm, soll die vorgesetzte Behörde wegen Rücknahme des Strafantrages gehört werden: wegen Uebcrtrctung erhielt er eine Geldstrafe von 3 Mark oder 1 Tag Haft. — Geständig ist der Former Hermann Kn. von Kolbe. Ge legentlich des Radfahrersestes in Lollar half er in einer Wirt- schast aus und eignete sich ein liegcngcbliebenes Handtäschchen an, gab es auch auf Reklamation nicht heraus: er erhielt 10 Tage Gefängnis. — Als Walzbruder zieht der frühere Metzger Emst M. von Oels in der Welt herum. Er bleibt aber nicht beim Betteln, sondern läßt auch bei passender Gelegenheit mtt- gehen, was des Mitnehmens wert erscheint. So hat er in Wieseck beim Betteln ein Paar Schuhe nritgehen lassen. Er erhielt wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen, die durch die Untersuchungshaft für verbnm erklärt wurden: wegen Bettelns wurde auf 4 Wochen Hast und Ueberweisnng on die Landespolizeibehörde erkannt. — Widersetzlicher Student. In der Nacht vom 15. zum 16. Juni d. I. ^üote der sttid. Phil. Franz Sch. von hier durch lautes Singen Nuhe- störung. Nach seinen Personalien befragt, verlangte er nach der Wache, und als er dort vorgcfübrt war, nach der Haupt- wache geführt zu werden. Während seiner Sistierung leistete er dem ihn transportierenden Beamten den heftigsten Widerstand und weigerte an) der Wache und Hauptmache seinen Namen zu nennen. Erst als er in die „Sandgasse" abgeführt werden sollte, legitimierte er sich. Wegen Widerstands erhielt er 20 Marr Geldstrafe oder 4 Tage Gefängnis, wegen Ruhestörung 3 Mark Geldstrafe oder 2 Tage .Haft. — Einen Verweis wegen Diebstahls erhielt der Kaufmannslchrling Georg H. von hier: er hatte seinem Lehrhcrrn verschiedene Gegenstände entwendet, doch konnte er nur teilweise des Diebstahls überführt werden. — Beleidigung. Ter Reisende Lorenz B. von Heuchelheim hatte sich über seinen f r ü h e r e n P r i n z i p a l, den ,Kaufmann Ferd. N. von hier, in nickt gerade taktvoller Weite ge^ äußert. Auch sollte er den bei N. be)cf)äftigtcn Tapezierern O./A. und H. L. in Bezug auf ihre Ehrlichkeit nicht Gutes nachgesagt' haben. Wegen Beleidigung des Kaufmarrns N. erhielt er 25 Mark Geldstrafe oder 5 Tage Gefängnis: im übrigen konnten ihm die beleidigenden Aeusterungcn nicht zweifelsfrcr nachgewresen werden, weshalb ferne Freisprechung erfolgte. Berlin, 12. Dez. Der des Mordes an der Wirtschafterin (Salle verdächtige Händler Henk wurde wegen Heiratsschwinde- teicn und Urkundenfälschung zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. G ü st r o w , 12. Dez. Das Schwurgericht verurteilte in zweitägiger Verhandlung den Schmicdgesellen Koch aus Uelitz bei Schwerin ioegen Ermordung der 20jährigen Maria Ham- b c r g e r ans Luckenwalde bei Berlin zum Tode. Der Angeklagte ermordete am 7. September bei Rastow seine Geliebte mit Vorbedacht, da sie ihm inibequcnt geworden war. Leipzig, 12. Dez. Tas Reichsgericht hat die R e v i- s i o rt des Fabrikarbeiters Reuter, der vom Schwurgericht in Köln am 8. November 1913 wegen Mordes, begangen an seiner .Ehefrau, zum Tode verurteilt worden war, verworfen.' Falls zu berücksichtigen, denn es stehe doch fest, daß die Angeklagte geistig minderwertig sei. Das Urteil soll am Dienstag kommender Woche gesprochen werden. Heber die vielgenannte Prinzessin Psenburg wird uns folgendes mitgeteilt: A l c x a n d r a Prinzessin zu Y s c n b u r g und Büdingen ist als Enkelin des letzte)) Kurfürsten von Hessen unb Tochter der verstorbenen Fürstin zu Bsenburg-Wäcktcrsbach 1855 in Wächtersbach geboren. 1877 vermählte sich die Prinzessin, die ungewöhnlich schön gewesen sein soll, mit dem Prinzen Adalbert zu Asenburg und Büdingen, jüngerem Bruder des verstorbenen Fürsten Bruno. Tas junge Paar nahm seinen Wobnsiy in Darmstadt. Diese Ehe, die kinderlos blieb, wurde nach zweijähriger Tauer durch den Großherzog von Hessen geschieden. Im solgcnden *tohrc vermählte sich die Prinzessin mit dem Stuttgarter Rittmeister Freibcrrn v. Degenhardt. Diesem Bund sind mehrere Kinder entsprossen: ein Sohn ist aktiver Offizier. Toch auch diese Ehe wurde geschieden. Seitdem wohnt die Prinzessin, die ihren Mädchennamen wieder angenommen hat, abwechselnd in DdVfcfiic» denen Großstädten Deutschlands, zumeist in Frankfurt a. M. Tas Haus Psenburg hat längst alle Beziehungen zu ihr gelöst. Soldaten sind nicht zum Uohlenschippen da. .-2 Stra ß bürg i. Els., 11. Dez. In kleinen Garnisonen svielt der Osfiziersbursche vielfach die vielseitige Rolle eines „Mädchens für alles". Was int Frieden einer brandenburgischen oder pommerschen kleinen Stadt stillschweigend geduldet wird, das erregt den Zorn der hohen und höchsten Vorgesetzten auf Dem Glacis in den Reichslanden Man erzählt, das; Gras Haeselcr als Kommandierender einen Offiziersburschen nach Hause schielte, der für die Frau Leutnant mit einem Marktkorb am Arm Einkäufe besorgen sollte. Und als ein ander Mul der Graf einem Burschen begegnete, der die beiden Kinder seines Hauptmanns zur Schule begleitete, loarfetc er mit den Kindern auf der Straße, bis t>ie_ durch den Burschen benachrichtigte gnädige Fran auf der Bildfläche erschien, um dem Burschen daS Begleiteramt abzunehmen. Ter Anschauung, daß Soldaten zur mili- cärischen Ausbildung da sind und nicht für private Hausarbeit in ober Ti en sie, Hc von Zivilpersonen gcleiftcc werden können, huldigt anscheinend auch der vielgenannte kommandierende Olcneral v. Deimling, der soeben folgenden Armeebefehl erlassen hat: „Ich habe kürzlich einen Husaren der 2. Eskadron beim Kohlenabladcn für die Garnisonverwaltung angetroffen. Ta wir die Soldaten zum Krieg und nickst als Kohlenschipper ausbikdcn wollen, so habe ich den Mann von der Stelle weg zu seiner Schwadrv)! geschickc. Z:>. diesen Arbeiten, die bestimmungsgemäß von Zivilarbcitern auszuführen sind, dürfen keine Soldaten Der Verein der Kolstcnhändler Tcutschlands bat darauf dem General v. Deimling für sein Eintreten zugunstetr der Zivilarbeiter ein Dankschreiben übermittelt. kommandiert werden." Der Roman einer gräflichen Grflette. 2;- Berlin, 13. Dez. Der heutige 14. Vcrhandlungstag gegen die Gräfin Fischler von Treuberg begann mit dem P l a i d o p e r des Verteidigers Rechtsanwalts Walter Bahn, der einleitend aussührte, daß der Vertreter der Anklage alles mögliche gegen die Angeklagte zn- sammcngetragen habe, was mit der Anklage selbst nichts zu tun habe. Das frühere Leben der Angeklagten in Frankfurt a. M., ihre Verwandtschaft u. a. spiele hier keine Rolle. Was den Aufwand anlange, so habe die Prinzessnt Luise von Belgien erheblich mehr Schulden gemacht als die Angeklagte, deren Passiven sich aus ganze 1200 Mark beliefen. Das Likör- und Ehampagnertrinken aus Wassergläsern seitens der, Angeklagten fei auch nicht täglich vor- gefommen, man könne also nicht von einem fortgesetzten Trinken reden. Wenn der Staatsanwalt meine, daß die Angeklagte sich recht gut mit einigen hundert Mark im< Jahre kleiden konnte, so zeuge das von einem Mangel an Einsicht in daS Toilettenbudget einer modernen Frau. Besonderen Wert habe der Anklagevertreter auf die seidenen Strümpse der Angeklagten gelegt. Er übersehe dabc; ganz die Art ihres Betriebs. Tie Angeklagte verkehrte in der eleganten Welt und konnte da unmöglich in der Kleidung eines ehrbaren Fabrikmädchens erscheinen. Wenn die Angeklagte Geschäfte machen wollte, dann mußte sie auch in gcivissem Sinne repräsentieren. Die Angeklagte dürfe nicht streng bureaukratisch bewertet werden, andererseits seien auch die mit ihr in Verbindung getretenen Kava ' lierc nicht zu hoch einzuschätzcn. Leute wie Herr v. Alten und Herr v. Motzsch gehören nickst zum preußischen Adel von altem Sckrot und .Korn, sic waren bereits Fallobst, als sie mit der Angeklagte)! in Verbindung traten. Sie glidjcn den Lilien auf dem Felde, sie säeten nicht, sie ernteten nicht, sie nährrcn sich von den SBu cherern. Ich will dem Staatsanwalt nicht folgen bis zu Hammurabi und dem römischen Recht, wenn man aber von Wuchcrzinsen spricht, dann muß man Zeit und Ort und die näheren Verhältnisse, die Kreditwürdigkeit der Geldsuchcnden, berücksichtigen. Der Staatsanwalt hat ja schon einige Fälle der Anllage fallen gelassen. Wenn das Gericht die Angeklagte in anderen Fallen für schuldig erachtet, dann verdiene sie doch nicht die übermäßig hohe Strafe, die der Vertreter der Anklage beantragt habe. Ter zweite Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Klee besprach den Lcbcnsgang der Angeklagten und zog daraus den Schluß, daß man ihre ganze Persönlichkeit aus den Verhältnissen heraus beurteilen müsse. Die Angeklagte habe sich schließlich nicht anders entwickeln können, wie es geschehen sei. In verschiedenen Punkten der Anklage laute diese auf Beihilfe zum Wucher. Dabei sei aber das Verfahren wegen des Bewucherns selbst noch nicht entschieden. ES könne also der Fall eintreten, daß die Angeklagte für Beihilfe znm Wuckxw bestraft werde, während der vermeintliche Wucherer selbst straflos ausgehe. Ter Verteidiger bat, der Angeflagten )nenschlichc Schwächen zugute zu halten und auch die pathologische Seite des und Färberei Hugo Luckner (Inh. Gebr. Rover), Leipzig chemische Waschanstalten Weihnachten Fernruf 2064 Seltersweg 81’/l0 71G1 Empfehle als pataende Weihnachtsgeschenke Bahnhofstrasse -K). 7754 Grammophone mv M. 1-68 tt-10' 8!-K 8-öl im; 9-41 17-50 ] Kragen, Manschetten, Krawallen, Kragen-Schoner in grosser Auswat i c 79» Einrahmungen in jeder Preislage 90 ■« 13-44 Tuch-Gamaschen .03 .50 >.00 Bahnhofstraße 56 rv) Telephon 774 Kreuzplatz itr Sreit H 191 Irr TitnitiiÄ.KiliciiHgrüti 7T4 pro gleiche M. 3.50 Z7Ullv!lllvvll!lI»c d£inole um - Teppiche A. Austerlitz, Telephon 365. d*;: 7, Uhr. 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