Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Tagcskttlender aus -em Jahre 1813. 30. September. Tschernitschcff beschießt Kassel. Einzug der Mussen in Kassel. Gefühle und Sympathien für Spanien vorhanden. Man schätzt Ihren Stolz, Ihren Mut und Ihre Tat- Traft. Es scheint, daß Sie sich der Gefühle Frankreichs inne wurden und der Notwendigkeit, uns zu einigen. Wir näherten uns und müssen einig fein, aber ich werde m i ch hüten, voreilige Worte auszusprechen, welche die Verantwortlichkeit der Regierung nach sich ziehen könnten. Präsident P o i n c a r e wird in acht Tagen auf spanischem Boden weilen. Er wird dann mit der Autorität seiner Stellung und mit dem Zauber seiner persönlichen Gaben erklären, welches diese Gefühle sind. Aber jetzt kann ich Ihnen sagen, daß es nicht von uns abhängt, das Zusammenwirken der beiden befreundeten, benachbarten Völker intimer, herzlicher und fruchtbarer zu gestalten. Wir werden es tun wegen des VD cltfrie -- dens. Sie stellten fest, daß nur starke Völker Herren des Friedens find. Frankreich wollte stark sein und Spanien legte sich aus dieselben Anschauungen. Ich kann nicht sagen, wie die Union heißen wird, die uns endgültig näher- bringen wird, aber was ich weiß, nachdem was ich gesellen und gehört habe und was ich nach den zum Ausdruck gelangten Anschauungen sagen will, ist, daß wir einer immer herzlicheren, immer innigeren und immer engeren Entente entgegengeheil zwischen Frankreich, das ich vertrete, und Spanien, an welches ich den Gruß tiefer Ergebenheit, Freundschaft und Bewunderung richte. Die Rede wurde mit großem Beifall ausgenommen. Bei dem gestrigen Bankett zu Ehren des Ministerpräsidenten Bart Hou hielt der spanische Minister des Aeußern M u n o z eine Rede, in welcher er die Gefühle der Freundschaft für Frankreich ausdrückte. Ministerpräsident Barth ou erwiderte mit einer lebhaften Anerkennung des Ministers des Aeußern und erinnerte an die Schwierigkeiten,, welche sich zwischen Spanien und Frankreich in Nordafrila erhoben hätten, die so geregelt seien, wie sich das zwischen zwei Ländern gezieme/ die, ihrer Kraft, ihrer Rechte und Würde sich Gewußt, mit der Achtung des andern die Achtung der gegenseitigen Rechte verbänden. Barthou erklärte schließlich, es beständen leine unüberwindlichen Schwierigkeiten für die .Herbeiführung einer Aera des herzlichen Einvernehmens zwischen Frankreich und Spanien und Freundschaft mit der Wirkung einer für beide Teile gleich nützlichen Zusammenarbeit. Varis, 29. Sept. Bon der Presse wird den in San Sebastian, gehaltenen Reden große Bedeutung bcigclcv. Der „M a t i n" nennt den gestrigen Tag einen historischen uno meint, daß die Worte des Ministerpräsidenten Batt Hou eine großartige Einleitung zu der Madrider Reise des Präsidenten Poinears bilden. Ein Widerspruch der Winzer. Paris, 29. Sept. Ter in Rimes tagende Verband dec Winz er Sn dostsran kr ei chs saßte einen Beschlußcmtrag, in welchem erklärt wird, daß die Weinbau treibende Bevölkerung fest entschlossen sei, sich nicht als Opfer für diplomatische Kombinationen benutzen zu lassen, und daß sie deshalb ihre parlamentarische Vertrettmg beauftrage, mit allen Mitteln iede Regierung zu bekämpfen, die eine Aenderlmg des gegenwärtigen zwischen Frankreich und Spanien bestehenden Handelsvertrages beantragen sollte. 3n der bayrischen Kammer. teilte der Finanzminister über das Rechnunasergebtiis für 1912/13 mit, daß die Eisenbahnverwaltung siir 1912 einen Ueberschuß von 13 436 053 Mark ergeben habe, daß aber 1913 ein Rückgang der Einnahmen eingetreten sei. Das Ergebnis für die Gesamtperiode lasse sich noch nicht absehen. In der Post- und Telegraphenverwaltung müsse mit einem Ausfall von ein bis eineinhalb Millionen Mark für beide Jahre zusammen gerechnet werden, dagegen sei bei der Staatsforstverwaltung eine Mehreinnahme von 7 bis 8 Millionen, bei den Berg-, Hütten- und Salzwcrken von einer Million Mark in der Finanzperiode zu erwarten. Dagegen würde beim Etat der Zölle und indirekten Steuern für die Finanzperiode ein Ausfall von 2*/2 bis 3 Millionen Mark, Die UunMnimäler im Srohherzogiuni Hessen. Provinz Starkenburg: Kreis Bensheim, Provinz Rheinhessen: Stadt und Kreis Mainz, herausgegeben durch eine im Mifttag S. K. H. des Großherzogs vom Großh. Ministerium des Innern bestellte Kommission. Rach einem Zeitraum von 15 Jahren wird mit den int Herbst erscheinenden Bänden Bensheim und Main z die Herausgabe der hessischen Inventare wieder ausgenommen: einige andere Bände sollen demnächst folgen. Rach den durch Prof. Rud. Kautzsch neu bearbeiteten und von der Kommission gebilligten Grundsätzen hat die Künst des Barock und Rokoko wesentlich eingehendere Beachtung gefunden als in den früher erschienenen Bänden, ferner wurde der Schilderung des bäuerlichen Wohnbaues besondere Sorgfalt gewidmet. Deshalb ist auch die Zahl der Abbildungen vermehrt worden. Um nun das Werk möglichst weiten Kreisen zugänglich zu machen, ist es ermöglicht worden, die demnächst erscheinenden Bände zu ermäßigtem Preis im voraus zu bestellen. Band Kreis Bensheim: Dieser Band wird 20 Bogen stark werden und 270 Abbildungen, einen Farbendruck und eine Ueber- sichtskarke enthalten. Der Ladenpreis beträgt für das gebundene Eremplar.8 Mk., für das ungebundene 7,70 Mk., der Vorzugspreis 6,50 Mk. gebunben und 6,20 Mk. ungebunden. Es wird varcnN I iitgewiesen, daß die Bestellung möglichst bald, jedenfalls aber bis zum 10. Oktober d. I. an den Großherzogltchen Staatsverlag eingesendet wird. Rach diesem Tag kann der Vorzugspreis nicht mehr gewährt werden. Band Stadt und Kreis Main-: Die große Zahl der zu be- schreibenden Denkmäler machte für diesen Kreis etne Teilung der Arbeit nötig Die .Kunstdenkmäler von der Karolingerzeit bis zur Renaissance hat Prof. Dr. R. Kautzsch bearbeitet, die der Barockzeit, vom Eilde des dreißigjährigen Krieges bis tn die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts Prof. E. Reeb. Der Beschreibung der Denkmäler geht voraus eine geschichtliche Einleitung von Prof. Dr. H. Schrohe, der auch die Topographie des alten Mainz bearbeitet: ferner eine kurze Schilderung der geologischen Verhältnisse des Mainzer Gebietes, soweit diese Tür die kunst- und iultiirgeschickstlichen Darstellungen ui Bettacht kommen, von Dr. O. Schmidtgen und eine kurze Geschichte des Mainzer Wappens Dion K, Streckt Der Umfang des Stoffes erforderte desseii Verteilung auf mehrere Bände bezw. Abteilungen. Band I 20 Bogen stark, enthält die geologische und geschichtliche Einleitung, die Topographie von Mainz und die Beschreibung der Stadtbeseftigung, sowie einen kurzen Abschnitt über den Namen und das Wappen der Stadt Mainz. Hier werden auch auf größeren Tafeln die wichtigsten älteren Ansichten und Pläne der Stadt Mainz nach Maskop, Wenzel Hollar, Merian u. a. beigegeben. Band II. 40 Bogen stark, ivird in zwei Abteilungen erscheinen. Er enthält die Beschreibung der kirchlichen Denkmäler der Stadt, beginnend mit der des Dornes. Im Terte und auf besonderen Tafeln bringt dieser Band eine reiche Fülle neuer, eigens für das, Kunstdenkmäleriverk angefertigter zeichnerischer und vhotogra- phischer Ausnahmen, dabei die Aufnahmen mehrerer bedeutender Kirchen, die bisher überhaupt noch nie ausgenommen worden waren. Band III, ebenfalls 40 Bogen stark und ebenfalls in zwei Abteilungen erscheinend, bringt die weltlichen Bauten und die verschwundenen Denkmäler der Stadt Mainz, sowie die Beschreibung der Kunstdenkmäler des Landtteises Mainz. Auch hier ist ein reiches Abbildungsmaterial vorgesehen. Bei der Voransbestellung wird der Vorzugspreis für den einzelnen Band bezw. dessen Abteilungen von je 20 Bogen 7,50 Mk. betragen. Rach dein Erscheinen der Bände bezw. ihrer Abteilungen Stadt und Kreis Mainz erhöht sich der Preis für den einzelnen Band bezw. für jede Abteilung auf 10 Mk. Einzelne Bände bezw. Abteilungen der Beschreibung des Kreises Mainz werden nicht abgegeben. Tie Frist für die Vorausbestellung der Veröffentlichung der Bände und ihrer Abteilungen Stadt und Kreis Mainz rum Vorzugspreise erltretft sich bis zum 1. Januar 1914, für später entlausende Bestellungen kann der Vorzugspreis nicht mein gewährt werden. Die Bedeutung, die die Stadt Mainz dank ihrer Lage und dank ihrer Geschichte im alten Reiche gehabt hat, spiegelt'sich in ihren Denkmälern wieder. Von der Römerzeit bis zum Klassizis- mus reicht die kaum unterbrochene Kette stolzer Zeugen der Ver- gangenheit. In jahrelanger, eindringender Arbeit haben sich die Verfajwr berühmt, ihnen alles das abzufragen, was für den Freund alter Kunst wie für den Freund vaterländischer Geschichte irgend von Bedeutung sein tonn. So bittet der Text in gemeitwer- all den schönen preisenden Reden in dem geheimen Berlttüde-- rungsvertrag schreiben wird. Die zweite strenge Fessel, mit der Spanien nun „unauflöslich" an Frankreich gefettet wird, ist Marokko, von dem in Barthous Audienz bei König Alfons zu' San Sebastian nach des Ministers eigenen Worten so „viel die Rede war." Als im November des vorigen Jahres das spanisch-französische Marokü>abkommen unterzeichnet wurde, verheblte man sich in Madrid nicht, daß der neue Vertrag dem Lande schwerwiegende Pflichtetl auferlegte. Aber man hoffte, er würde den Ausgangspunkt einer blühenden Entwicklungsperiode bedeuten und einen wahren Goldregen nach dem Mutterland? leiten. Von diesen Hoffnungen und Wünschen ist seither nichts, aber auch gar nichts in Erfüllung gegangen. Im Gegenteil, der Marokkofcldzug hat das Land immer tiefer in Schulden und damit in eine größere Abhängigkeit von der Tripleentcnte gebracht. Seit Anfang dieses Jahres hat sich, wie man weiß, die Lage im spanischen Marokwgebiet noch drohender gestaltet und zu Explosionen geführt, die für die Spgnier eine lange Reihe von Schlappen und großen Verlusten zur Folge hatten. Von einer wirklichen Besitzergreifung des Landes kann — abgesehen von den Küstengebieten — keine Rede sein. Das innere Marokko ist noch ungeschwächt. Man hat eben in Madrid — wohl aus innerpolitischen Gründen — die marokkanische Lage zu rosig angesehen. Und nun stellt sich heraus, daß die Marokto-.Pazifikation" dem Lande Spanien in den letzten fünf Jahren die Kleinigkeit von ungefähr einer halben Milliarde Pesetas gekostet hat, eine Summe, die vielleicht nominell gezahlt ist, in Wahrheit auf dem Debetkonto Spaniens steht. Ungeheure Ochser waren nötig, um dieses finanzielle Kunststück rechnerisch zu ermöglichen. Die ständige Truppenmacht von 50000 Mann, von denen der größte Teil im nördlichen Marokko steht, verschlingt Unsummen. Immer neue Zuschüsse an Gut und Blut sind erforderlich. Um sich finanziell in so furchtbarer Lage über Wasser zu halten, reicht jetzt Spanien der französischen Republik die „Bruderhand". Das ist das Geheimnis der bengalischen Beleuchtung, die Ende dieser Woche in Madrid abgebrannt wird. San Sebastian, 29. Sept. Ter König hat gestern nachmittag den französischen Ministerpräsidenten Barthou in einstündiger Audienz empfangen. Barthou wurde mit großen Ehren empfangen und schort in das Gemach des Königs geführt, wo dieser ihn auf das herzlichste und sympathischste begrüßte. Der König und der Mtnisterpräsi- dent besprachen die bevorstehende Reise des Präsidenten Poineare. Die Unterhaltung verbreitete sich auch über die großen Fragen bezüglich Marokkos und über die allgemeine Lage Europas. Barthou erklärte nach einer Unterredung mit einem Journalisten, er sei gerührt von der Treue und der tätigen Freundschaft des Königs für Frankreich und seinem Wunsche, zwischen beiden Ländern die engsten Beziehungen herzustellen. Bei der Einweihung der französischen Schule erwiderte Mtnisterpräsident Barthou auf die Rede des Mealden, der von der nahen Verbindung Spaniens mit Frankreich in Anknüpfung an die Reisen Poinearös und Barthous gesprochen hatte,' mit dem Ausdruck der Genugtuung, daß der Mealde in seinen Gedanken die Hoffnungen ausgesprochen habe, die allen Franzosen teuer seien und denen er sich als Vertreter der französischen Regierung mit Stolz anschließe. Er führte weiter aus: Vor sieben Jahren bereitete Spanien dem Präsidenten Loubet einen begeisterten Empfang. Seither ist man ttotz mancherlei Meinungsverschiedenheiten bei den damals Frankreich bezeugten Gefühlen beharrt. Heute scheint mir, daß sich etwas Neues ereignen will, daß sich alle Mißverständnisse zerstreuen wollen und daß der Horizont sich ansklärt. Heberall in Frankreich sind ftanbhtüer eaifung nicht nur eine eingehende Würdigung bet alten Mainzer Kunst, sondern zugleich auch einen zuverlässigen öuhrer durch die Denkmäler der Stadt und des .Kreises Mainz. * _ . db. Moissi als Tasso. Aus Berlin wird uns geschrieben • seitdem Kain; in ferner Verkörperung des Goetheschen Tasso nne ferner am meisten umstrittenen Gestalten schuf, erlebten b:c Bulmen der Reichshauptstadt keinen Versuch größeren Stils, diese Ichwierchste und Ilippenreichste Rotte neu zu erobern. In' einer PnatcrCTn Reinhardts Regie erstandenen Neuinszenierung des Werkes hat am Samstag im Deutschen Theater /Heran oer Moi > si das Wagnis unternommen. Er begann im ersten Aufzug mit einer Gestalt, die eine aus empfindlichstt-m -toU aufblühende schwärmerische Bescheidenheit in knabenhafte oder rem in mädchenhafte Verzückung auflöste und damit in ein' Weienlougkeit auszumünden drohte, die ihre Reize fast aus- ichlieNich von dem zarten Schmelz der zum milden Piano ge- bammten Singstimme Moissis bestreiten zu wvlleii schien Tie folgenden Aufzüge aber brachten die Wandlung: und leigten Moissi m einem wundervollen Kampfe, über die Grenzen ferner von Virtuoienttim schon stark bedrohten Kunst in bas Reich Gocthe- jaKr Menschengestalten vorzudringen. Hier sand er, wie im vierten Zeiten 9lktes, Augenblicke einer überraschenden innigen Schlichtheit und Würde. Un9 in den folgender Szenen bisweilen ein Auflodern der Leidenschaft, das unvergeßliche Eindrücke toedte, ipenn ihn auch bin und wieder die erstaunliche Beherrschung stimmlichen und schauspielerischen Technik zu mandwn Akzenten verlockte, die jenseits der Ueberzeugungskraft bleiben muf?- Der letzte Akt brachte dann einen Abstieg, der nur durch die rr r volle Wiedergabe der Scblußwotte nertetft wurde Im ganzen aber blieb es eine Leistung, die in ihrem Ernst einsttveilen einen Gipfel dessen bebeutet, was diesem ungewöhnlich begabten Sckauspi ' • fein starkes Talent schenken kann. Mit einer weniger blendenden Technik, aber mit einer stillen Innigkeit des Gefühls gab Else Heims eine Prinzessin, die mit schlichteren Mitteln Wirkunnen auslöste, die bisweilen über Moissis Leistungen hinausgritfen und diese Künstlerin in einer glücklichen Fortentwicklung ihrer wenig leichtflüssigen Begabung zeigten. Ja, viele derer, die stürmisch Beifall riefen, werden diese ergreifend menschlich^' und weibliche Prinzessin vielleicht als die schönste Gabe dieses Abends in der Erinnerung bewahren. hinter den Kulissen der spanisch-französischen v rbrüdernng. „Präsident Poincarä wird in acht Tagen auf spanischem Boden weilen, er wird bann mit der Autorität seiner Stellung und mit dem Zauber seiner persönlichen Gaben erklären, welches die Gefühle Frankreichs für Spanien sind." Mit diesen in spanischen Ohren so wohlklingenden Worten hat Minister Barthou in San Sebastian den Besuch des Präsidenten der Republik und den Beitritt Spaniens zum Dreiverband vorbereitet. Was die spanisch-französische Freundschaft hinter den Kulissen bedeutet, was sie insbesondere finanztechnisch kostet, darüber wird man in den offiziellen Reden nichts erfahren. Mit dürren Worten gesagt, handelt cs sich um nicht mehr und weniger als eine halbe M i l l i a r d e, die zur Deckung des spanischen Militärbcdarfs in Frankreich untergebracht werden muß, sowie um die finanzielle Realisierung des spanisch-französischen Marokkoabkommens. Die „kühne" Zahl von einer halben Milliarde läßt sich beweisen. Der spanische Kriegsminister hat aus seinen Plänen bezüglich einer Reform der Landesverteidigung Spaniens ia bisher kein Hehl gemacht, und man braucht ihm nur nachzurechnen, um festzustellen, was er von der Volksvertretung an Geldsummen verlangen wird, was davon das verarmte spanische Land zurzeit bcizustcuern vermag und was eben von außen her zugeschossen werden muß. Das derzeitige Kriegs- budget Spaniens beträgt 218 Millionen Pesetas. Dasjenige für 1914 soll sich auf 225 Millionen erhöhen. In dieser Erhöhung ist zunächst nichts auffallendes zu finden. Eine Million wird für Feldmanöver verlangt, eine zweite für Vermehrung der Remontc und der Pferdezucht. Aviatik und Luftschiffahrt erfordern ebenfalls mehr Summen als bisher. Nun kommen aber die außerordentlichen Kriegsforde rungen, von denen nur einzelne kleine Raten im nächsten Bn.dget stehen. Der Bau eines zweiten Kriegsge- sch Waders erfordert allein 200 Millionen. Natürlich müssen für den Ausbau der Flotte geeignete Stützpunkte eingerichtet werden. Man nennt als solche Ferrol, Cartagena und Cadiz. Die Befestigung der Flußmündungen in Galizien verschlingen mindestens so viel Geld wie die Vervollständigung der Befestigung der Balearen und der Kanarischen Inseln, für welch letztere Forderung allein 30 Millionen Pesetas notwendig sind. Der Guß der neuen Feldgeschütze in der Wasfensabrik von Trubia kostet 170 Millionen. Die Küstengeschütze sind es, die diesen Poften so gewaltig verteuern. Die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht macht eine Anzahl von neuen Kasernen, Proviantparks und Spitälern notwendig. Dafür hat der Kriegsminister 167 Milttonen angesetzt. Rund genommen belaufen sich die außerordentlichen Kriegsforderungen aus 307 Millionen Pesetas, wozu die erwähitten 200 Millionen für die Flotte kommen. Macht zusammen über 500 Millionen, also eine halbe Milliarde. Wer bezahlt sie? Tos arme Spanien würde sich daran verbluten. Es ist ihm auf absehbare Zeit hinaus unmöglich, für solche Summen aufzukommen. Es bleibt ihm also nichts anderes übrig, als endgültig tu das französische Ententegeschäft einzittreten und sich bedingungslos den polittschen Forderungen zu unterwerfen, die Frankreich ihm hinter den Kulissen, hinter 229 * Blatt 163. Jahrgang Dienstag, 30. September 1913 Mk ye ne z EMger ß ZML" , . General-Anzeiger siir Gberhesien für die Tsgesmumner Rotationsdruck und Verlag der Sruhl'fchen Univ.-Such- und Steindruckerei R. Lanze. Redattion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. big vornnttags 9 Uhr. Geschäftsstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Kreis Alsfeld. letzte in Dtarl, Pari *5, fenc serbische Pasitsch in Paris. N. 5ept. Der gestern Abend hier cingetros- Minifterprniident Pasitsch wird heute in hinterläßt zwei kleine Kinder: seine Frau narb vor 14 Tagen. Das Unglück tniß firh um 3 Uhr nachmittags zu. — Hierzu meldet der Polizeibericht: Gestern nachmittag beim Rangieren am hiesigen Bahnhöfe siel der Bahnarbei- ter Kaspar Wagenbach von einem Wagen herunter und wurde überfahren. Beide Beine wurden ihm unter dem •• Forst Personalien. Der Großherzog hat dem Oberförster der Oberförsterei Romrod Karl Nikolaus den Charakter als Forstmeister verliehen. •• Finanzpersonalien. Der Grobherzog hat den Finanzaspiranten Wilhelm Frank auS Lauterbach zum Ministerialrevisor bei der Buchhaltung deS Ministeriums der ituie gebrochen und am Kops wurde er erheblich verletzt. Rach Anlegung eines Rotverbaudes wurde der 3er- die Krimk gebracht, wo er gestorben ist. *♦ Ein AuSslug mit Hindernissen. Zn unserer gelingen Notiz wird uns von ^merrichtcter Seite nock folgendes mitgeteilt Es ift in Leibaestern überhaupt zu keiner Keilern znn- frfwn diesigen und Odenhäm'er Burmren gekommen, sondern es nxir schon mehr ein Ueberiall von den Cbcuhäufern und Rutters bcrincrn C'krabe in der 3eir. wo alle Leute am Nachreifen waren, veriolgken sie einige ingcnMidr Bürschäien aus Leilxuftcrn von der Nlndsnn'tdle au-:; vis ins Dorf, wo sie die verschlossenen Tore einbrikftcn. hinter denen sich die Leibreskerner Büriärcken Der- Trt'dcn hatten In den Lösen nahmen sie Mistgabeln, Hacken. Sensen und dergleichen lar.tinnrtfdxiitlidr (Geräte und schlugen in der Naclibarschatt die Scheiben ein. Wer ihnen in den Weg kam rowrbe geiddagen, so auch der Jhmimann Faber. der einen her- ar rigen 3ddaq iJber den Koos er hielt, daß er mit zertrümmer - t c r Hirnschale zuiommenstürne Gr wurde kn ort tn die Klinik Rambouillet vom Präfidenten Poincarß empfangen »verden. Finanzen ernannt. •• Schulangelegenheiten. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Beien- ic ist voll der schönsten, wobl- gepScgtcn Tiere und entzücken durch ihre schönen, glänzenden Bataillons hier an. ohne Waffen. Am Donnerstag hält unter Vortritt der RegimentSmustk das Bataillon seinen Einzug und wird vom Bürgermeister am Kriegerdenkmal begrüßt. Hesten Nastau. Der 8rieden§verttag zwischen Bulgarien und der Türkei unterzeichnet. In Konstantinopel ist am gestrigen Montag der türkischbulgarische Friedensvertrag unterzeichnet worden. Die Schlußsitzung der Friedenskonferenz trug einen i n - timen Charakter Der Großwesir. welcher der I.. Friedberg. 29. Sept. Heute ward im hiesigen Verrichtungen eines KreiSamtmanneS bei dem Kreisamte WormS I Lehrerseminar ein biologischer Kursus für Volks- beauftragt. schullehrer eröffnet. 83 Lehrer Oberhessenk nehmen an -- Dem (Wimen Hofrat Dr. Alex. Naumann, Uni- bemce(6en teil. Der Kursus dauert 14 Tage und wird von HfWahrnfc-nnr imh Tiireftnr des chemischen ^nborato-1 ^en Lehrern Dr. Schäfer und Muth vom Friedberger Seminar erteilt. — Uebermorgen kommen die Mannschaften unseres Aus Stadt und Land. Gießen, 30. September 1913. ** Tageskalender für Dienstag, 30. Sept. Stadt- t Heater: Festvorslellung: „Prinz Friedrich von Hom^ bürg". Anfang 8 Uhr. Zirkus Carrä Fe st spiele. Abends 8'/. Uhr. vcntsches Reich. In dem Beleidigung-prozeß des Reichstags- abgeorbneten Held gegen den Schriftsteller K crr iil dieser, tote erinnerlid), sciner- zeit vom Schössen ierubt V l ulotiviijurg zu 150 Mk Geldstrafe und Tragung der Kostet, verurteilt mürben Herr bat gegen das Urteil Berufung eingelegt, Iwtt diese aber, wie un? mugetnlt wir?, nunmehr Zurückgezogen, so daß bao Urteil Reckt- froit erlangt bat. Die 3 3. Tagung des Hu ndes Deutscher Bodenreform er Kirche und Schule. — Zu einer Amerika-Fahrt deutscher Lehrer hat der deutsch amerikanische Lehrerbund eine Einladung an die offiziellen Sonderorganisationen der deutschen Lehrerschaft gerichtet. noch viel des Sehenswerten vorhanden. •* Tie » irch straße von der Weysteingasfe bis zur Neustadt ist während des morgigen Krämermarktes gesperrt (siehe heutige Bekanntmachung). Landkreis Gießen. KleinLindcn, 30. Sept Wie auS der heutigen Anzeige ersichtlich, beabiichtigt der Bezirk Gießen Wabeiber gen (her Stenv- qranben hier einen Anfänger- und Fortbildungskunus in Gabels- fccnTvr Stenographie zu beginnen Die erste Zusammenkunft ioll in der Wirtschaft „Zur deutschen Eiche" Freitag abend ftattiinben. — Heuchelheim, 30. Sept. Okftcrn abend kamen aut Anregung von Dr. Hofmann, der Sanitätskolonne Gießen und des BaugeweM-BerufSqeiwffenschaft die Vorstände der imchgen Vereine und die Mitglieder der BauberusSgenosienickast irn Treppchen zusammen. Es wurde vereinbart, am Manag, den 13. Okober d. Zs. mit einem Kursus zu bcginnen^zwecks^Ausbildung in erster Hilfeleistung bei Unglücksfällcn und zu Sanitätskolonnenmitgliebern. An dem Kursus können männliche Personen nicht unter 20 Fahren unentgeltlich teilnehmen. Den Teilnehmern ist nach Beendigung des Kurses freigestellt, Mitglieder der neuzugründenden Kolonne zu werden. Es wäre zu wünschen, dach sich recht viele Beimchmn: unseres Ortes beteiligten -m Birklar, 30. Sept. (Heitern vormittag verunglückte eine hiesige Frau, als sie mit einem .(Cubgrftxiun ins Feld fuhr, um Futter zu holen Beim Ausweichen vor einem anderen Fuhrwerk blieb ihr Sagen mit dem Hinter rad hängen, wodurch die Frau unter den Wagen geffbteu dcrt und überfahren wurde Sie erlitt einen Bruch des linken Schulterblatts und Verletzungen am Arm. l. Munster bei Lieb, 29. Sept. Bei der (Gemeinde- ratswahl wurden gewählt: K. Wißbach, PH Reinick V., PH. Wißbach und Joh Hofmann l. Holzheim, 29. Sept Wiedergewählt wurden bet ! der Gemeinter atSwahl Peter Klotz und Heinrich Wetz I. Martin Kühl wurde neugewählt. beim Etat der direkten Steuern ein solcher von ungefähr , l‘/i Millionen Mark zu befürchten feut. Zm ganzen burtic in der Finanzperiode 1912/13 nur ein kleiner lieber)o)ub des allgemeinen Staatshaushaltes zu erwarten sein. Bei der Einbringung des Budgets für 1914/15 wies der Finanzminister auf die Einwirkung der letzten Reichsfinanzreform hin, die für Bapern einen jährliche n Ausfall von ungefähr 2 Millionen bedeute Bei der Ain | stellung des Budgets, das mehrfach eine andere >truppte rung ausweise, uni eine größere llebersichtlichkeit und Au- pajsungsmöglichkeit an kaunnännische Buchführung zu | bringen, sei grundsätzlich für die Anleihen der allgenieinen Staatsschuld nicht nur der Zinsbetrag, sondern auch die, Amortifationsguote in die Voranschläge der beteiligten «er-; waltung eingestellt, um einem zu weit g henden Äntvachfen der Staatsschuld vorzubeugen. Der Finanzminister mhr fort, materiell sei die Aufstellung des Budgets mit auBer* gewöhnlichen Schwierigkeiten verknüpft gewesen Ein Au-.- gleich habe nur durch Zuschläge zur Reichserb- s ch a f t s st e u e r vom 1. Zanuar 1914 ab und Erhöhung der vom Reich fr ergebenen 50 Prozent zur Zuwa ch s st euer beschafft werden können. Beide Gesetzeiitwürfe würden vom Finanzminister gleichzeitig vorgelegt werden. Eine weitere Steigerung der Einnahmen solle die ll m g e st a l t n n g d c r Gebühren Gesetzgebung bringen. Tic betr. Gesetzentwürfe würden dem Landtage voraussichtlich noch vor Weihnachten zngchen. Es ist geplant, ein Stempelge etz zu erlassen und in dieses ans dem Gebührengcsetz insbesondere die Berkehrssteuer herüberzunehmen, den Rest des Gc- bührengesetscs im wesentlichen aber zu einem ('öericht^ und VcrwaitungSkostengesetz zusammenzufafsen. Die Einführung eines Quntungsstempels soll sedoch nicht in Aussicht genommen wcrdeck \ • , . . Die Einnahmen aus den neuen Quellen vorausgesetzt, schließt ba$ Budget für jedes der Fahre 1914 und 1915'in Einnahmen und Ausgaben im ganzen mit 7*3 068 730JDtf. ab Auch der Voranschlag deS ltmiglichen Han,es schließt mit einer Mehrausgabe von über einer Million ab. Es wird daher eine entsprechende Vermehrungder Zipil- liste vom Landtage gefordert Die Rede des Finan Ministers wurde von der Rechten -mit Beifallsbclünd ungen ausgenommen. Ein gemeinsamer '.'lntrag des Zentrums, der Liberalen und der Sozwldemo- kraten auf vorläufigen Vollzug des Etats für Straßen- unb Wasserbauten wird, da damit der Arbeitslosigkeit gesteuert werdeii soll, einstimmig angenommen. Nächste Sitzung Dienstag, den 7. Oktober. Frlle. Auch ihre Drei für ist muitrrgüüia ;u nennn und maw ist im Unflarrn, wem man den Preis zuerkenneii ioll. dem WB ViTrn Xrrettxjt Carr4 gerittenen Scdulpfrrd, bat- mit einer Ballettänzerin nerttnrert oder den icd» SoHblutfamclen ober den 40 Strigerpfcrden ober brr „Mignon' , tue von Frau Direktor (Jarre vorariührt wird Eine sehr ichöne. originelle Darbietung tu bte des Clowns O'Learv mit einer bmiierten Gamederbe, bw auf itben Wink ihres 9J?culer gedoriam Folge leinet xim Wüd- mestritt erweist sich Direktor ^arre al» geschickter Latto- werfer und ausgezeichneter (tunsnchübe. Emen etwas aufregenden, hochinlerefsanten Mamm utriidjen Menftv und Tier bildet Nie- Satteln und Reiten eines echten, wilden Original-Bockpserbe». Auch die übrigen Pfcrdenurninern s.nd hon bemorraaenber Bedeutung, und werben teben mit Genugtuung erfüllen. Auch die artistischen Darbietungen des Zirkus darre stehen aut einer sehr hohen Stufe, vor allem die ber Doller- truppe, die am fliegenden Trapez turnt und eine unglaubliche Geivanbdelt, Sicherheit und (Acgan; offenbart. Nicht geringer zu bewerten ist!Gerhardi Mohr, der beste Springer der Welt, mic es heißt, ber u a. über 6 Garnele springt Lebhaftes Z nie reff« finden die Chinesen, die sich als Feuerfresser, Mesierwerfrr und Zauberkünstler von verblüfsendcr Geschicklichkeit erweisen. Als Rätsel der Gegenwart stellt sich Mr. Stan nie, der Fakir mit der unverleybarrn Haut vor. ber u. a. mtt bloßen Füßen eine aus fcharscn Säbelklingen gebildete Leiter ersteigt, nachdem er ein schweres Gewicht in den Mund geuommen mrd eine trennende Lampe aus den MW gestellt hat. lieber erstaunliche Fertigkeiten verfügte die Murakamitruppe, einige Zapaner. tue allerhand .(Kunststücke zum besten gaben. 10 Duiawa Budtnen und Araber zeigen Sprünge und Pnramiden und Mr Buller läßt sich von einem Automobil in voller FadN über die Hände, Füße imb wlctzt über den ganzen Xörper sahrrn. Auch sonst ist ( ) Marbu rg, 29. Sept Anläßlich der 52. Ber- sammlung deutscher Philologen und Schill- männer trafen gestern und heute bereits mehrere hundert Schulmänner aus allen Teilen Deutschlands ein. Heute fanden einige Versammlungen besonderer 'Gruppen statt. So tagte heute früh in der Aula des Gnmnasiums Philip- pinum die 22. Generalversammlniig des Ginnnafial -Vereins. Nachdem zum Vorsitzenden Okb Hosrat tthttg Heidelberg gewühlt worden nxir, begannen die ivissenschaftlichen Beratungen. Prof. Wendland aus Ctöttingen hielt hier den Hauptvorlrag über „Die griechische Literatur und dir Schub- Icltürc". — Außerdem tagten heute noch der Deutsche Gc r mani st e n -Be rba n d . der kürzlich hier eine Ortsgruppe gründete, der Verband deutscher Schulgeographen, der Berdand der deutschen Bolkskundevereine und der Verband deutscher Geschichtslehrer, dessen Gründung zugleich bamit verbunden wurde Nachmittags fand in der Turnhalle des Gymnasiums eine theatralische Aufführung und abends in den Stadialen eine Begrüßungszusammenkunst-für die ! sämtlichen .dongreßteUiichmer statt. Die nächste Versamm« ! lung soll in Frankfurt stattfinden. h. Frankfurt a. M., 29 Sept. Zu unbeschreiblichen Tu- rnultszenen, wie sie kaum eine Frankfurter Bcriammlung erlebt bat, kam eS beute abend im Börseniaal bei dem Vortrag brt ehemaligen römifch-katholifcken jetzt altkatholischen Pnesters Dr. Alberti über „Mein llcbrrtritt zur alten katholischen üirche". Zchon am Sonntag Haven katholische Männer und Frauen eine Trcbigt des Dr. Alberti in oer attkatholischen 'Irifolaihrrfk* gestört und später ben Psarrer auf dem Römerberg durch'Zurufe wie .„ZudaS, Verräter, Hunb, Schutt . . ." beleidigt und ibn fast gelyncht, ivenn ihm nickt ein Auto rechtzeitig in 5 über beit gebracht hätte. — Zn weit stärkerem Maße wiederholten heb brüte die Szenen im Vörscnsaale. Schon lange vor Begmn des Vortrag? war bet Saal mit taufenben von Menschen angefüllt, M ber Mehrzahl Katholiken, die in geschlossenen Massen anmaridnert waren und sich in breiten Kolonnen tm Saale und vor ber dnertribüne veriammelt batten. Hunberte mußten umkehren, weit :- ehr ben Börsenplatz bi» in« letzte Wtnklcken belebt. ID Alberti würbe schon bei seinem Auftreten von cmem nbeschrciblicken Tumult ber Katholiken ei.ip'angcn. Erst naM mgen Minuten konnte er beginnen Seine l1 jtünbigcn Aus- mbrungen. in denen er die Estünde seines Austritts aus ber ?misck-katboliscken Kircke barlegte, würben von icrtmäbrcnOTL wisckenrufen. (Gelang, Zodlcn, Pfeilen und tobendem Grickret \: rr ,n o*x Mebr .ahl befindlichen Katholiken unterbrochen, gegeu. bu Die Minderlvor bas japanische Konsulat. Dort präsentierten (riunhvat '«rpoipijcj anogirounuan rhi ach»struiiK' alxwnommen wurden Ter nulKV? Rciä'StagSabgeordnete Tr Pottbofi ivü. auf bu "Der Zirku. (fort« begann gestern abenb vor aus- (Vfabr bin welche bem Z^uniackoneuergeied burtb «c llrtxrr .un,i -rkauttrni Hau« Inn biriii^. aut vier Taic i*rrxbnete« Gatt- an die üV-mnnbcn ent neben Aaü^-'n neck xnm Entschluu'i,i.i r vom t m heb aui • rNnthixn F uc'.i er’rru hatte und auch auhiegcbciteit 50 Prount der öertjuipa4 : neuer burd) bie r . -Wwnnu Erwartung-it • Mhfl Ix iri .u ; do« Pierde- mrinbeii unb zweitens bav jiomnrunalc labcnaejvft fcklov der I m. n?l a: tn > istlci ixn iämth.l , einer hoben BundeSvornvende tnc Tagung mit einem )?od> auf den Verband ' tnh i " immer w , bn - ■ 8»ilen- nq im; (Sin Vermucktni? Bebels für die ctabt Wetzlar ber « »ich »brer Aufqa'x ulebtun En en einuaartiqrr An- Ta» Berliner Tageblatt" meldet au> Weblar: Bebel, der I lick bilde: btt „Revue des ’-arftcr mit ber do ^re-gramm vier feine"Ledruit Vttbrad'.le, vermachte der Stadt Wcvlar <5000 I rroi nei wirb Die aanze xaneg. Sitzung beiwohnte, hielt eine Anspractie, in der er sagte: ,,ßjd) 'beglückwünsche die Delegierten, daß es ihnen in so kurzer Zeit gelungen ist, das grandiose Werk des Friedens im 0^eiste des Ausgleichs, der Eintracht und der Versöhnlichkeit zum AGchluß zu bringen." Der Großwesir dankte den bultzarischen Delegierten und schloß urit 0_ u Äl|;is, olp.„p. der Erllärnng, er sei überzeugt, daß der Fricckensschluß l^j^ unb eine mit einer kathol. Lehrerin zu besetzende Stelle Vadenrod, 2k 3cm Gestein sond bnki«-r die Gomkinbt- für beide Nationen eine neue 'acta ÖCö ( lurfd un D I ^cc Oenieinbefchule zu Eppertshausen. I ratsioabl statt AuszuM>eibi-n batirn enr ’Jritg xxlk Urmibci.e des Gedeihens eröffne. Weckicl in den Kreisämtern. Der Groß«Rob- Bläser mch Zol>< Seh; Mf Mt:c waatjcitb-m h^bm Bulgarien wird das Reckt zngestanden, tue türkischen -,. A g„iSan,te ereu- Teile der Bahnstrecke Mustapda Pascha-Dedeagatsck zehn Herzog hat den Kre,samtmann bei dem Kre,Samte WormS unb Bläser. Neu würbe >barl Riegctmanu gewahll. <3flbre lang zn beniitzett; ev innß sich aber inzwischen einesKarl Hemmerde zum KreiSamtmann bet bem RretS- Kreis Lauterbach. eigene ^(almverbindii.ig Herstellen Der alte Handelsver- amte Gießen und den Kreisamtmann bet dem Kreisamte Wernges, 29. Sept Eine sehr schwacke BetriUguwt trag wird noch auf ein Jahr verlängert. Alsfeld Dr. Eugen Seyferth zum Kreisamtmann bei dem zeigte die hiesig ('(emeindermswahl Von 54 W^blberecktiaten Pom awonischkn «ufftand !>reiS°mtc Mainz, bride mit Wirkung vom I. Oktober 1S13 nm: W sind nur spärliche Nachrichten eingegangen: an, ernannt. — Durch Entschließung des Ministeriums des ! Lipperts. 10?und Johannes Stövler I. 6 Stimmen. Belgrad, 29. Sept. (Serbisches Preßbureau.) Rr z z a Innern tourbe der RegierungSaffeffor Karl Weder zu Jrievberg. Bei terrorisiert die Lju m a landschaft. Es kam zur Darmstadt vom 1. Oktober 1913 ab mit den Dienst Kenntnis der Behörden, daß die Albanesen verlangen, die ‘ serbisch-albanische Grenze solle festgesetzt und der Friede binnen zehn Tagen hergestellt werden; andernfalls könnte um I «rfitätiprofeffor unb ’Sircttor beb chemiscken ßabarato« 'J’itn u" b i'm iVumaTtuß $L\hin sind S^Räri Ä ."ÄÄi s,,|enfd,aft »P?nmnben Truppen erlnelt Ebcrft Jamian Popo. St fiel er Herunter b.rer! 1V 11' a)' Ti, QDnti^nMrinvr vor die Räder, welche ihm die beiden Oberschenkel absithren. Cettuie, 29. ?«*'" von einigen Schar-1?" Schwerverletzte starb bald darnach in der Minik. Er mützelu crei^rnete sich an der a lb a n i s ch - montenegrinischen Grenze kein Zusammen stoß. Die Monteneariuer verhallen fidi m ihren Stellungen zurückhaltend unb haben Verfügungen getroffen, um für alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein. Julius Nattmann sen. Giessen, 30. September 1913. v-/. Circus Carre 6442 Giessen (Sonnenstrabe 12), 30. September 1913 6456 | 40 Attraktionen 40~j Nachmittags halbe Preise für Kinder. ElltrÖß orw. 11—1 Uhr: iBtaaole Probe mit Konzert 10 und 20 Pf. 31 k Uhr nackigen Widerstand, mußte aber schließlich vor den überlegenen spanischen Streitkräften unter Zurücklassung der Gefallenen die Flucht ergreifen. Seine Verluste sollen beträchtlich sein. Die Spanier machten 25 Gefangene. Auf spanischer Seite fiel ein Unteroffizier, fünf Soldaten wurden verwundet. Die tiestraueroden Eltern: Familie Rink. Sur die vielen Beweise herzlicher Teil- unfcIES oclict,,c"' Klara Km n™LrJu!cn' be/onderS für die zahlreiche., &TÄ'Ä" i"nioilen ♦ Zwiebel ♦ gesunde, mittlere Winterware, pro Zentner Mk. 4.— ab Echzell, versendet unter Nachnahme Ludwig Erb, «artofsel-Bcrsandgeschäst, Elchzcll t. d. Wettcrau. (6081 Wasserdichte Wagcndecken liefert prompt u. billig und steht mit Svezial- offertegernzuDienstcn Lndwiq Lazarus Asterweg 53 Fernsprecher 505 /. Amtlicher Wetterbericht. Oeffeutlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausüchten in Dessen für Mittwoch, den 1. Cft. 1913 • Bewölkung. )eUCV UUb trocft von aenantuem 3"nac an iDörfjeiiiliti ztvci mal statt findet. 'Jtcucintrctcnbc Schüler haben ihr letztes Schulzeugnis mitzubringen. ^^enanntem -taoe haben alle .Sinaben zu er- idtetnen, bte wabrenö der letzten drei Jahre aus der Bolks- ÄlC/n,Itl,]-en Wurden, sowie die Schüler der Gymnastcn Realgymn aiten, H berrealfchulen, Realschulen und l öberen Bürgerschulen, dte nach Ablauf des achten Schuljahre^ ge7ör?7ubL.^'^bstc-n- ein Jahr d?rLSr!!a^w Unter Hinweis auf Art. N des Bolksfchulgefetzes, nin> nach « ■ Me leiftef : als ^idKn A* avi- 11 eines .und 1 lebie erlitt einen Bruch rtttzungen am Am. Dt. Beider Gemeinde- Vitzbach, PH. Neinirk V„ Ziedergewählt wurden bei ?eter Klotz und Heinrich ewählt. tll A k ft» M W AetzÄmann gäWt- Mache SdetiigN / £ 54 VablbmMM 5«^ W.vem- Aplck 1.6 Stunmat. 6tt6e'u!e w°id »n KurfuS fit W,6‘ r0 ^N U * - ' Am Tonnersiaa ba.l dfiau. . 'o Per« ■ »E'ui< mehr-tt iw ustn neulich -.‘ruPpen statt -fAlÄL? heute nolb cine statt- ' rj-y, »den- ^schrtS^M Mittwoch, 1. Oktober 2 Gala-Festspiele 36« ***$ | I Höhere Privatschule, Darmstadt Grüner Weg 19 Inh u. Leiter H. Rupp Fernspr. 1512 Die unter staatl. Aufsicht stehende Anstalt bereitet in sorgf. per,. Unterricht zur ja»/0 Eins.-, Prim -, Fähnrich- und Reise- Prüfung u. zu all. ander. Schulprüsungen vor. — Be ichrankteSchulerz. Borziigl.cmvsvhl.Familicnnensionat. Leverraschende Erfolge. Monatl. Berichte üb. Fortschr. d. Schuler. Prumngsergebniste u. sonstig. Mitteil, durch den Borsteher II. Kupp. MetSemiin,'tL.LL Der Unterricht im Seminar beginnt am 15. Oft. Die Aufnahme der Schülerinnen am 12. Okt. von 10- 1 Uhr und werden bis dahin noch Anmeldungen angenommen. Kinder können in beiden Kindergärten jederzeit eintreten. Anmeldungen für den Mütter- n. Beschästigungskursus werden baldmöglichst erbeten. Der Werkunterricht für Kmder beginnt wieder am 15. Oktober. Anmeldungen bei: 644/ L. Moeicr, Ä m . Leiterin des Seminars. Der Boritand des Klndergartenvereins. Tagsüber grosse exotische Tiersdiae Kalkutta, 30. Sept. Der Polizeiches Saribade B e t i|t von Singbolcfcn auf offener Straße erschossen worden Aller Wah-rfcheinlichkeit ttach handelt es sich um einen politifd'en Ansdüag. Ueberglncklich durch Erfolg. Zur Besteriing metnes AUgemeinbesindens bei Asthma-Beschwer» den trank ich Btoson und war überglücklich, als schon nach N Tauen alle vofntungen, die ich auf daS Präparat gesetzt halte, in Erfüllung gegangen tvaren. jefi fühle mich jetzt wohler und kräftiger als je suoor. W. Richter, Buchhalter, Kniestedt «Harz). Untorschrist be- gjoubiflt: L_. 4. 1913. Amrhein, .ftönigl. Notar. Bioson grosses l-'arct (ca. 1 - kg) Akk. 3.— in Apotheken, Drogerien. |bw'd s=? Ich denke nicht dran, zu bestreiten, k A dass eine Autvsghrt, eine Fahrt im Aerovlan, dass Bobsleighs, Ski ""d 'vic hc alle beissen, so etwas wie ein Nervenbad sind. Aber td) behaupte auch, dass alle diese Sportarten eine stark erhöhte , Neigung zur Erkältung in sich schliessen. Eben darum verwende ich lleis Fays ächte Sodener. Im Auto, beim Wintersport — im- mer lass ich von -leit zu Zeit eine Mineral-Pastille Fans k,A, Sodener - im Munde zergehen, und nun erst hab ich den vollen W Gcnuwweil ich weiss, dass ichobneErfättung durchkominen werde, "'ans nu«piet in '• Akt« von Heinrich v. Klein. Sallenöllnung 7' , Ubt Anfang H Uhr. Ende neuen 10V* llbr. Tlitttood), d. 1. Cft. 1913 abend» 7 llbr 1. Miitiookd-Abonnement' nn mit folgendem Programm: 1. Reitkonkurrenz, 2. Damen-Reitkonkurrenz, 3. Tandemlahren, 4. Springkonkurrenz, ö.Ein- spänneriahren, 6. Gehorsams - Springkonkurrenz, 7. Jagd mit Auslaut Preise der Plätze: Loge Mk. 2.—, Tribüne Mk. 1.50, Sattelplatz Mk. 1.-, Stehplatz Mk. 0.30. — Im Vorverkauf bei Louis Scharmann, Lindenplatz u. Hch. Driesch, Seltersweg: Loge Mk. 1.75. Tribüne Mk. 1.25. Sattelplatz Mk. 0.75. 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Tie näheren Be d'ngungen liegen aus dein Verivaltnugsbureau an den Wochentagen von 3-.'> llbr nachnnitago ollen, woselbst Angebote mit brr fluffditifl „Vicicrunfl von SnnoHeln für die Provinzial»2iechenanstalt> versehen bis zum llcbermorncit Ziehung der le^ltl Giessener Pferde-Lottene Einncht auf. _ Angebote llnd für jedes 2oS getrennt und verfck»lallen, mir enrivrechenoer Aufschrift oerieben. der Qüdicnoeu waltuni bis zum «. Cfiobcr 1913 oormiNagS 0* llbr ein- uirrid>cn Tie Cellnuna der euigegangenen CRenen er mittags Im Beisein der etwa erschienenen Ter 2tadtaullage beuriaer N,immer ift ein iZlug- blau der .^irnm Äugnit LballeofclS, (fliehen, Marktvlav 17, über ein Ausnahme Angebot von Edel- > Margarine .Muldenverle- beigesugl. 6130 HL 229 Erschein! tl Donnerstag, den 2. Oktober 1913 gemeinschaftliche Uebnng Antreten: H1’ llbr abends au, dem Brandvlatz. 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Ausfuhr spie, dem" enlneh yaurt rolle. Teulichland t fuhr aus Jeu zrdcn bftTüqi Ausfuhr blei! ti ft liehen Me nehmen, AuSk nimmt kngl aus, nämlid) i efterreid) Frankreich U nionen Mo 'dHDcy, welch flidlioncn, 3t baö 254,2 Mi! Die Villar Jiffern vertre 131,7 Million beteiligt. 2lus Serbien 18,5 ber deutschen 1912 112,8 M Die nach nnen 'fiert vc Auvsuhr geht 1 Heanpten, hin Kamerun iolgi fuhr nach Abe men in 2lsri!c koch Diel zu l Kolonien bür1 für die Zulu, Ber als nach D'c mit 420,2 lebt hier 3öp -anbisch.^nöie -Cbiluwn n Kutinen Sfaäfo W-TO Qi l6eu Auswhr lionen, Chile Kanada mit ; ^guay mit Sorf nn 5 putschen vte l'td)t Bund, b , . T'kse Zis lache bntz die Zander hnb, | J’fU oorqeschr, -fr deutschen . _*no tinb ffni( «iei ■ 1™ e"!r,1tii attftreut, bif der fteiqe ■ • n h-r^ ^rfo ninöi lDllbl'n rX\Qu4 wc !?."d'ebeuts : • r b f H k 5)in *' dur Krbfnben - 1 Koiius ^uissen die Mittwoch nnd Donnerstag itäb 9 Ubt tintrenenb: feinste Nords«--chcllsisÄr, ^uiA.. kleine zum Backen 3 P'und 50 Psg- Pr. (sabliau, W,,n 8iÄ‘Ä: int Ausfchnit: Pfund 30 Psg. ^iichkotelettS Pfd. 85 Psg-. Schollen Pfd. 40 Pfg. Rotzungen Pfd. 50 Pfg.. ^lunbechrc Pfd l.LO Mk. Stciubutt Pfd 1.20 Pik . Seehecht Pfd. 6j Psg. Neue Vüctliuge 3 Stack 25 Big. Rordiee-Krabden Pfd 50 Pfg. (mfranzönsche und italienische. X.V C t it t r n U U C lb lofe ver P'd. 30 u 40 Pfg^ in Kisten an 4 und S Pfd. ver Pfd. 32 Pfg. Gebrüder Berdux Bahnhofwtr. 27. kallcnbencht b ^evillonsbericht. mcncUimounn bei AadreSrechnuni ' Beschlus,'n-mig nbcr die Verteilung der Enibr,gung 4. Neuwahl des llaudes. ä- ^iganiungswaht des Auf ichlsraies. - schluizfallung über Aenderung der Statuten. .. Anträge, «'n! Der BorAaud. jubilaumv. | L Dienstag-Abonnement- <'crbiiigiini|- Poritellung Beim III. Bataillon Infanterie Regiments -Qoifcr |_ <6ewohnliche Preise t - Wilhelm^ 9h. 116 »oll die Vicicrunfl der im Stüdicnbcmeb erforderlichen Vebensmiktci tur die .'>eu vom 1. .'.ovember •> lUlx ^•1160110) 1913 bl» 31. Cttobcr 1914 vergeben werden und zwar Vofl I Kartolleln, von Aomburfl. * 11 „ III Kolonialwaren. , IVvonbtäfc und Vimburgcrlnic. „ V E»er. , VI Mtlch. Ä „ EbeBfo wird die Abnahme des Lvultchts für vorgenannte Beil verdungen Vertragsbedingungen op. liegen am dem Geschäftszimmer der »allenverwaltung zur Majolika •> «»ten vokera t -trn und L'-dw-S /»l.l ^i r. i ••'^'‘3X1 fr MMRMhH Bürger-Verein Gießen y Dienstag, den 7. Cttober er., abends 9 Uhr ■'JB h 11 pünktlich, im «aale des „Hotel Einhorn" "T Emil Koch u. Frau