w verleiden Un‘nc __Äulllil» n n BismarcKsu parterre- Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten Mein Lager Kl. des Schwarze Gretzener Sta-tthcatcr Die versunkene Glocke. Aus Berlin wird uns noch geschrieben: Der Rücktritt des G e n e r a l i nsp e kt eu r s ^n^AnEyvotbergesucht. Die erforderliche heererverstartung ii. — Eine neuentdeckte Meeresströmung. Herr Wada vom meteorologischen Observatorium in Zinsen hielt dort eine Vorlesung über eine bis jetzt nicht näher bekannte Meeresströmung. Er hat, nach der „Köln. Ztg.", sorgfältig über 130 verschiedene Punkte bestimmt, wohin mehr als 370 schwimmende Minen, die im russisch-japanischen Kriege von der russischen und japanischen Flotte in der Nähe von.Wladiwostok versenkt worden waren, sowie leere Flaschen, die man von der „Kosai Maru" über Bord geworfen hatte, getrieben waren. Herr Wada stellte fest, das; die bei Wladiwostok und an der koreanischen Küste bei Utsuryo versenkten Minen und Flaschen sich zumeist nach der Insel Jki und nach den von der Japanischen See umspülten Provinzen des japanischen Hauptlandes, insonderheit nach Jzuino, Tango, Noto, der Insel Sado und noch weiter nach Norden ,verirrt liatten. 31 Minen und 6 Flaschen erreichten die zwischen dein Hokkaido und der japanischen Hauptinsel, gelegene Straße von Tsugaru, andere wurden noch weiter nach Norden getrieben: so landeten einige Minen an der Westküste von Kamtschatka unter dem 48. Grad und einige Flaschen im nördlichen Hokkaido an der Küste von Teschio. Einige Flaschen passierten die Straße von Tsugaru und schwammen an der Ostküste des japanischen Hauptlandes wieder lftuab bis nach Kinkazan, das in der Nähe von Sendai liegt, ja, eine Flasche, die man in Kankgodo ins Wasser geworfen hatte, witrde in Tokio int Sumida-Flusfe wieder aufgefischt. Faßt man alle diese Tatsachen zusammen, so gelangt man zu der Heberzeugung, daß der nach Süden an der Küste von Sibirien entlangsließende Lima-Strom bis nach Kogendo herab die Küste von Korea bespült, dann um1 die Insel Utsuryo herum- ftießt und von hier an der Westküste des japanischen Hauptlandes sich wieder nach Norden hinaufbewegt: ein Zweig dieses Stromes fließt dann durch die Straße von Tsugaru, 'ein anderer setzt seinen nordwärts gerichteten Lauf fort bis zum Tatarensund (der die Insel Sachalin vom asiatischen Festland trennt und die Japanische See mit dem Amurdelta und dem Ochotskischen Meer verbindet), um sich schließlich wieder mit dem nördlichen Lima-Strom zu vereinigen. — Kann d i e Halsentzündung Blinddarmentzündung Hervorrufen? Diese auf den ersten Blick überraschende Frage beschäftigt seit kurzem die Kreise der medizinischen Forschung in England und ist eine Folge der Experimente und Forschungen, die in jüngster Zeit im Krankenhause des Londoner „Universtty College" unternommen wurden und deren Ergebnis in der britischen Äerztewelt berechtigtes Aufsehen erregt. Schon seit einiger Zeit vertreten inantfx Mediziner eine Hypothese, Wunderaugen kam sic entzückte durch ihr das sie ofsensicht- hatte. Keusch und riß ihn dann mit sich Heeresdienst, die Stärkung des vaterländischen Bewußtseins und die Notwendigkeit t>er Erhaltung eines mannhaften Geistes im deutschen Volke behandelt. nach der die Blinddarmentzündung durch einen Bazillus hervor- geruscn werden soll, der mit wissensck-aftlicher Sicherheit bisher noch nicht festgestellt werden konnte. Eine Reihe von Versuchen haben dieser Theorie manche Stützen gegeben. Jetzt aber ist cs, wie die ärztliche Fachzeitschrift Laneet berichtet, int Londoner „University College" gelungen, einen Bazillus festzustellen, der imstande ist, bei Tieren Blinddarmentzündungen hervorzurufen. Dabei wurde aber beobachtet, daß der Patient, in dessen Organismus der Bazillus gefunden wurde, zugleich an einer leichten Halsentzündung litt und mit Ueberraschung wurde festgestellt, daß der gleiche Bazillus, den Man als einen Erreger der Appen- dicitis ansah, in der Mandelgegend des betreffenden Patienten eine Kolonie begründet hatte. „Mau weiß," so bemerkt hierzu der Laneet, „daß empfindliche Kehlen eine willkommene Eingangspforte für Mikroben aller Art sind: im vorliegenden Falle wird es wahrscheinlich, das; Halsentzündungen nrittelbar zu Blinddarmentzündungen führen können und daß manche Fälle von Blinddarmentzündung als die mittelbare Folge einer Halsentzündung anzusehen sind. Aber," so fügt das amtliche Organ der englischen Äerztewelt hinzu, „diese Beobachtung bietet keinen Grund zu besonderer Besorgnis: diese Feststellung mag dazu dienen, die Allgemeinheit daran zu erinnern, von welcher Wichtigkeit es ist, den Hals und die Mundhöhle stets in einem hygienisch einwandsfreien Zustand zu erhalten. Vor allem bei Kindern sind schadhafte Zähne und chronische Mandelentzündungen Vorläufer und Symptome schwererer Störungen, denen beizeiten durch eine radikale Behandlung des Halses und der Mandeln vorgebeugt werden must" — Siegfried-Ochs-Stiftung. Tie Kgl. Akademie der Künste zu Berlin schreibt eine Bewerbung für die Siegfried-Ochs-Stiftung aus. Die Stiftung gewährt Beihilfen an ausgebildete, selbständig wirkende deutsche Musiker (Komponisten, Dirigenten, Sänger und Instrumentalisten). Zu diesem Zweck wird ein Teil der Zinseinkünfte der Stiftung verwendet, der für das Jahr 1913 auf 450Mark festgesetzt ist. Dieser Betrag kann sowohl _ einem einzigen Bewerber bewilligt, als auch an mehrere Künstler, keinesfalls aber an mehr als 10, verteilt werden. Ausführlich begründete Bewerbungsgesuche nebst einem Nachweis über die deutsche Neickrsangeh'irigkeit sind bis zum 1. März 1913 an die Kgl. Akademie der Künste in Berlin W. 8, Pariser Platz 4, einzureichen. Verheiratete, welche für ihre Familie zu sorgen haben, werden vor Unverheirateten, Erwerbsunfähige vor Erwerbsfälstgen berücksichtigt. Unterschiede nach Geschlecht, Alter und Konfession bleiben außer Betracht. Gerhart Hauptmann hat sich kürzlich recht vorsichtig über seine Werke geäußert, und gerade die versunkene Glocke, die bei ihrem Erscheinen so großes Aufsehen erregte, hat er anscheinend am weitesten von sich gewiesen, indem er sie als eine Jugendarbeit erklärte. Dem großen Publikum aber ist Hauptmann wohl in erster Linie durch dieses aus Märchenromantik und Realismus gemischte seltsam versonnene Spiel von dem Rautendelein und dem armen Meister Heinrich befannt geworden — und nirgends versagten die starken Wirkungen, die von der versunkenen Glocke ausgehen, sobald nur die Hauptrollen gut besetzt sind. Diese Erfordernisse waren bei der gestrigen Aufführung im besten Sinne erfüllt, denn "nicht nur die Regie hatte sich vollauf glücklich betätigt, sondern auch alle einzelnen Mitglieder traten in günstigster Weise hervor. Der Eindruck, den namentlich die beiden Hauptpersonen hiitterliesten, »vor tief und nachhaltig und hielt die Zuschauer den ganzen Abend über in seinem Bann. Fräulein Dagny, die und in kleineren Rollen schon oft erfreut hatte, hatte gestern zum ernsten Aufgabe ihre i jtefr Militär Verkehrswesens General der Infanterie Frhr. v. L y n ck e r steht, ivie in parlamentarischen Kreisen mit Bestimmtheit behauptet wird, im engen Zusammenhang mit der Ausstellung des neuen militärisck-cn Nachtragsvoranschlags. Frhr. v. Lyncker hat mit großem Nachdruck eine erhebliche Vermehrung der militärischen Luftflotte und die Gewährung großer Mittel zum weiteren Ausbau des m,Manschen Fliegerwesens gefordert. Frhr. v. Lyncker hatte seine Forderungen als dringend notwendig bezeichnet und sich der neuen Waffe gegenüber mit.seiner Person für die DurchfÄwung seiner Forderungen eingesetzt. Seine Forderungen sind im K r i e g s m i n i st e r i u m a n f st a r k c n Widerspruch g e st o ß e n , einerseits weil sie als zu weitgehend betrachtet wurden, andererseits weil der Kriegsminister diese Forderungen, die allerdings sehr hohe finanzielle Mittel in Anspruch genommen hätten, im Reichstage nicht vertreten zu können glaubte. Frhr. v. Lyncker ist der Meinung gewesen, daß die neue deutsche Flugwaffe es verlangen könne, daß ihren berechtigten Wünschen endlich nachgekommen werde. Deutschland hätte die Pflicht, auf dem Gebiete des militärischen Flugwesens mit seinen Nachbarn billig iri" zl[”™imnä«igen Rechten, SSWBe bCtVlU(ji'ihinlärti~^Otml 111 Nubinner, 2cltpra- 'Jv1:, (mit Holl, ?roa ChÄ' '^ntlUTL Tlr.N, ”• "a n. ^thntiirone. isl“/t Die Beratung der Pforte. Das Ergebnis der ratgebenden Versammlung ist Jo ausgefallen wie erwartet werden konnte: Von den 80 eingeladenen Würdenträgern stimmten alle bis auf einen für ben Friedensvorschlag der Regierung. Wie sich die Bedingungen für die Preisgabe von Adrianopel im einzelnen gestalten werden, steht noch nicht fest, dagegen hat die Pforte in der Frage der ägäischen Inseln an die Kabinette ein Rundschreiben gerichtet, in dem sie sich aufs Bitten verlegt. Ob der jungtürkische Widerstand ganz erlahmt ist, steht noch dahin. Es heißt, die ^jungtürklschen Führer hätten der Regierung noch einmal eine Nationalversammlung vorgeschlagen. Wir erhalten folgende Nachrichten: K o n st a n t i n o p e l, 22. Jan. "Der RatderPforte begann sich um 12i/2 Uhr im Palais Dolmabagtsche in dem auf das Meer hinausgehenden Saal der zweiten Etage, der für den Empfang der Botschafter bestimmt ist, zu versammeln. Das gesamte Kabinett war in der Versammlung anwesend. Der Rat der Pforte sprach sich für Annahme der Note der Mächte und den Abschluß des Friedens aus. Konstantinopel, 22. Jan. Vor der Eröffnung der ratgebenden Versammlung empfing der Sultan die Prinzen Fahr Eddin und Abdul-Medjid und hierauf in deren Gegenwart den Großwesir und- den Scheich uel JMam. Die Prinzen wohnten in einem an den Verhandlungssaal Anstoßenden Salon den Verhandlungen bei Der Großwesir erklärte die Verhandlung namens des Sultans für eröffnet. Sodann verlas der Generalsekretär des Ministerrates die Kollektivnote der Botschafter in türkischer Hebersetzung, worauf der Kr i e g s m in i st er ein Bild der Lage und der Armee entwarf. Ihm folgte der Finanz Minister mit einer ausführlichen Darstellung der finanziellen Lage. Sodann verlas namens des Ministers des Aeußern, der durch eine Erkältung an der Teilnahme verhindert ist, der Generalsekretär des Ministerrats ein Expose über die äußere Lage. Daran schloß sich sofort die Erörterung an, die einen lebhaften Verlauf nahm. Sämtliche Redner, mit Ausnahme eines einzigen, billigten den Standpunkt der Regierung. Die Versammlung nahm die von der Regierung gegebenen Aufklärungen zur Kenntnis und sprach sich für die Annahme der Kollek.ivnote aus. Die Regierung wird den Mächten antworten, daß sie die Ratschläge annehme, von ihrem guten Willen überzeugt sei und die Versicherungen, die türkische Regierung finanziell und moralisch za unterstützen und für die Erhaltung der dem ottomanischen Reiche verbleibenden Gebiete einzustehen, Kenntnis nehme. Die rat gebende Versammlung, an der etwa r tu I weis5.01 Qualmt %izeV°rr(l soW Reserveregimenter bereits zu kriegsbrauchbaren Truppenteilen zusaminengeschweißt werden. Dies besonders dann, wenn diese Hebungen bei uns im gleichen Umfang stattfinden wie in Frankreich. Bisher blieben wir weit zurück. Diese Reserveladres könnten auch für Ausbildung der Ersatzreservisten dienen. Geschieht dies im Sommer auf vielleicht 4 Monate, so macht die Kasernierung kaum Kosten. Durch die Aufstellung der Reservekaders ergäbe sich auch der Vorteil, daß der gegenwärtigen Ueberalterung oes Offizierkorps entgegengearbeitet würde. Die Franzosen haben auch nach dieser Richtung wirksame Maßnahmen getroffen, ebenso wie sie für tüchtige Reserveoffiziere durch Die zweijährige Dienstzeit sorgen. Auf die durch das neue Kadergesetz vorgesehenen Hilfswafsen, auch auf die Vermehrung der Radfahr- und schwarzen Truppen soll hier nicht weiter eingegangen werden, zumal der Präsident der Republik betreffs der letzteren freie Hand hat und so viele Bataillone aufstellen kann wie er will. (!) Man rechnet mit 120 000 Mann. Wie kann man also sagen, daß sich nichts geändert hat? Es hat sich so viel geändert, daß, wenn wir uns den Frieden und im Fall eines Krieges den Erfolg sichern wollen, nur übrig bleibt, auch unsere Rüstung so zu verstärken, daß unseren äußeren Feinden das Risiko, uns anzugreifen, zu groß wird. Glücklicherweise verstärken Oesterreich und Italien gleichfalls ihre Streitmacht. Auch greifbare Vorteile sind durch eine Heeresverstärkuug nicht ausgeschlossen, wie überhaupt jeder politische Einfluß von der Macht äbhängt. So schrieb z. B. vor nicht langer Zeit eines der gelesensten Pariser Blätter, der „Figaro": „Frankreich hat sich während der Krise des letzten Sommers erlaubt, Deutschland Trotz zu bieten. Wäre Deutschlands Heber» legenheit größer gewesen, würde es ein gut Stück Marokko und auf jeden Fall den ganzen Kongo erhalten haben." Dringend kann nur geraten werden, sich über alle bez'P- lichen Fragen eingehend unterrichtet zu halten. Hier konnte vieles nur kurz erwähnt werden. Die geeignetste Quelle ist „Die Wehr", die man beim Beitritt zum Wehrverein (hiesiger Vorsitzender: Professor Frhr. v. Gall) kostenfrei erhält. Für Unbemittelte beträgt der Beitrag nur 1 Mk., sonst nach Einschätzung. 3—5 Mk. genügen. In dieser Zeitschrift wird auch die Jugenderziehung als Vorbereitung zum ^^•^44 JO Schritt zu halten und den Vorsprung, den namentlich Frankreich bereits errungen hat, durch vermehrten Eifer einzuholen. Da der Generalinspekteur mit seinen Absichten kein volles Verständnis bei der Zentralinstanz, zu finden glaubte, so zog er kurzerhand die Konsequenzen und erbat seine Pensionierung. Der Chef des Stabes der Generalinspektion des Militärverkehrswesens, Generalmajor S ch m i e d e ck e, der in den meisten Punkten den Ansichten seines Chefs huldigte, wird ebenfalls seinen Posten aufgeben und das Kommando einer Jnsanteriebrigade übernehmen. Der plötzliche Rücktritt des Frhrn. v. Lyncker wird im Reichstage zur Besprechung gelangen und man wird bei dieser Gelegenheit auch seitens des Kriegsministers erfahren, wie weit das Kriegsministe- riimr bereit sein wird, in Zukunft den Wlmschen der Flugwaffe nachzukommen. Ter Nachtragsvoranschlag selbst steht in seinen Hauptzügen fest und wird in etwa 3 Wochen dem: Bundesrat vorgelegt werden können. lAnziigen bietet imtai | ■ bei denkbar . '■ billigen Preisen Bl. Schmücker > | HacW. ' Ä Markier aase 8. Es wird behauptet, Frankreich- sei reicher wie Deutschland. Das ist unzutreffend. Nach einer kürzlich erschienenen Druckschrift ist das Bolksvermögen, auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, gleich. Rechnet man nach den Familienhaushalten als den wirtschaftlichen Einheiten, so ist Deutschland aber viel reicher wie Frankreich. Nach einer anderen, sehr vorsichtigen Berechnung haben wir mindestens 50—60 Milliarden Nationalvermögen mehr Dabei erhöht sich das unsrige im Jahre um etwa 3V2 Milliarden. Hnsere Militärausgaben, die man als Versicherungsprämie auffassen muß, betragen etwa V/4 Milliarden Wir geben aber für Alkohol zu Trinkzwecken 4 Milliarden aus^ für Tabak weit über V2 Milliarde, über ly2mal soviel wie Franzosen und Engländer. Da kann niemand behaupten, daß wir nicht Geld für vermehrte Rüstungen hätten. Nun ist es ein beliebtes Mittel, eine Ausgabe dadurch zu verhindern, daß man sagt: Erst muß sich zunächst über die Deckung geeinigt werden. Zeigt unser Hans Sprünge, so bessert man sie aus, wenn auch dadurch die für die innere Ausschmückung vorgesehenen Mittel knapper werden. Zudem ist gar nichts gegen eine erhöhte Heranziehung der besitzenden Klassen zu den Ausgaben einzuwenden. Man sagt zwar, kein Mensch zahlt Steuern gern, man sollte aber auf dem Standpunkt stehen: Glücklich der, der Steuern zahlen kann. Nun fragt die „Frankfurter Zeitung": „Was hat sich denn geändert, das nun schon wieder andere Forderungen erheischte?" Leider sehr, sehr viel! In den Serben ist dem Dreibund ein neuer Gegner erstanden, die Türken, eine mögliche Hilfe, sind niedergcworfen, die Russen stellen sich nachdrücklich auf die Seite der Serben und vor allem haben die Franzosen ganz kürzlich ihr Kadergesetz, das die Feldarmee durch Aufstellung von Reserveformationen nahezu verdoppeln soll, durch Handaufheben genehmigt. Kein Sozialist stimmte dagegen. Bon den durch das gleiche Gesetz neu bewilligten 18 Jnfanterieregimentsstäben kommen 9, gleich dem Bedarf von P/s Armeekorps, an die deutsche Grenze, 1 nach Nizz<> 8 nach Nordafrika. Mir diesem kadergesetz müssen wir uns nun noch etwas näher beßhästigen. Nach ihm soll jedos aktive Infanterieregiment und Jrcherbataillon ein ihm entsprechendes Regiment bezw. Bataillon der Reserve erhalten. Dabei erhalten alle Reserveregimenter Maschinengewehrkompagnien. Dazu iritt noch je ein Territorialregiment. Aktives Regiment, Reserveregiment und Territorialregiment machen am gleichen Ort, dem Garnisonort, mobil. Aus den Reserveregimentern und -Bataillonen werden unter Beigabe von Kavallerie, Artillerie «usw. Reservedivi ionen, aus den Territorialen eine Armee 2. Linie gebildet. Alles das können wir auch aufstellen, aber wir müssen s Fran spielte Frl. Ra ppo verhaltener Zärtlichkeit ettvas zu kühl. N. den mit Schu ein zur physikalischen Instituts war bis zum letzten Platze besetzt, der Hand zahlreicher Apparate und Zeichnungen erläuterte Redner den Entwicklungsgang der drahtlosen Telegraphie zur heutigen Vollkommenheit. Die eigentliche Geburlsstälte drahtlosen Telegraphie ist in Deutschland zu suchen. Von des An der bis der Ws beiden Ländern unterhalten. Gewalttaten in Mazedonien Heinr, I , । G'esst Mrchsirasse 13 T| höchster Bedeutung waren die Versuche von £>. Hertz, der zum ersten Male den Nachweis führte, das; eine Ucbertragung elektrischer Wellen ohne metallische Leiter möglich ist. Während Hertz diese Ucbertragung nur aus wenige Meter gelang, griff Marc 0 ni diese Experimente sofort aus, um sie mit großem Erfolg in der Praxis weiter zu entwickeln. Zum Ausstrablcn als auch e n Lande, wo die Bulgaren und Griechen gleich damit angefangen haben, die mohammedanischen Bauern abzuschlachten und ihr Eigentum zu rauben; so sind die Dörfer Armoudji, Erekle, Kierguiert und noch viele andere vollkommen niedergebrannt und die Einwohner ohne Unterschied des Alters und Geschlechts niedergemetzelt worden: die Dörfer von Laganza und des Sandschaks von Serres haben größtenteils dasselbe Schicksal gehabt. Seit zwei Wochen haben diese Mordbrennereicn einen anderen, nicht weniger verabschenungswürdigen Charakter angenommen: man hat die mohammedanischen Einwohner zum Ucbcrtritt zum Christentum gezwungen: die jungen Mädchen sind ohne Einwilligung der Eltern an junge christliche Männer verheiratet worden, und alle, welche sich dem Glaubenswechsel nicht fügen wollen, werden unbarmherzig gemartert und urngebracht . . . Eine Anfrage Lcdcbour. Der sozialdemokratische Abg. Ledebour stellt im Reichstage folgende Anfrage: Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob und inwieweit die Konsulatsberichte ans den Balkan ländern die von verschiedenen europäisckien Zeitungen wiederholt vorgebrachten Behauptungen bestätigt haben, daß die Truppen der v e r b ü n d e t e n B a l t a n st a a t e n sich G r a u s a m k e i t e n gegen die türkische, albanische und jüdische Bevölkerung haben zuschulden kommen lassen, die angeblich ste'len- weiie sogar den Clmraktcr einer svstematischen Ausrottung jener Bevölkerungsteile angenommen haben ? Gedenkt der Herr Reichs kanzler ferner btc Entsendung einer Kommission seitens der Großmächte zur Untersuchung jener Vorgänge und der durch sie herbei- gerufenen Zustände aiwiregcn? Bekanntlich hat der Zentrumsbag. Erzberger eine Anfrage in ungefähr dem gleichen Sinne gestellt. Wir können nur wünschen^daß Herr v. Bethmann-Hollweg sich nicht das Muster des Staatssekretärs Grey bei der Beautwortung abguckt, denn.die englischen Interessen gehen bei.den Balkanfrage, t ja ganz andere Wege als die deutschen. Schmuggeln ermutigen würde, die Begründung eines dauerhaften Friedens keineswegs garantiert sei. Aus diese Weise werde vielmehr eine ständige Reibungsfläche Mischen Der „Voss. Ztg." stellt ein Leser dieses Blattes Schreiben eines seiner Geschäftskunden in Saloniki Verfügung. Es heißt in dem Briefe: Der traurige Anblick der vergossenen Ströme Blutes, die Gkl*Ä Bast aK* Koko$5 -E,lketten , 80 Personen teilnahmen, war um 4 Uhr nachmittags beendet. Dir Beratungen waren streng geheim, doch war es den Berichterstattern möglich, die Teilnehmer, die sich vor Beginn der Sitzung im großen Botsck-aftersaale versammelten, zu sehm. Beim Verlassen des Saales begrüßten fich .Miamil und der frühere Großwesir Said Pascha mit einem Händedruck. Vor dem "Palais mar nur wenig Publikum zu sehen, das auf das Ergebnis der Beratung wartete. Der Eindruck im Publikum. Konstantinopel, 22. Jan. (7 Uhr abends). Tie Nachricht von dem Beschluß des Pfortenrates, die abends in der Stadt bekannt wurde, machte großen Eindruck und wurde selbst bei dem türkischen Publikum mit Befriedigung ausgenommen. Tie Anwesenheit des Prinzen Said Halim, des Generalsekretärs des Jungtürkischen Komitees, wurde dahin gedeutet, daß sich das Komitee durch ihn habe vertreten lassen. Die Führer des jungtürtischcu Komitees die vorgestern beim Prinzen Halim zusammengekommen waren, nahmen Kenntnis von dem Bericht über die diplomatische Lage, den der frühere Minister des Auswärtigen Asim Bey, der sich in Wien aufhält, erstattete. Die jung- türkischen Führer beschloßen, daß, falls die von der Nationalversammlung abzugebenden Erklärungen unzureichend feien, der Senator der jungtürkischen Partei Vorschlägen soll, daßdieRegierungdie Nationalversammlung noch einmal einberufe und alle Offiziere bis zum Brigadegeneral, alle Würdenträger und früheren Minister zuziehe, um sie den Beschluß über Frieden oder Krieg fassen zu lassen. Laut telegraphischer Berichtigung aus Konstantinopel, haben H a k k i Pascha und Mahmud SchefketPascha an dem Rat der Pforte nicht teilgenommen. Die Fufelsrageu. Nach Blättermeldungen richtete die Pforte an ihre Botschafter zur U eb e r m i t t lu n g an die Kabinette ein Rundschreiben, in welchem sie gegen diegriechischen Ansprücheausdie Aegä- isch en Inseln Widerspruch erhebt. Die Pforte betont, daß eine militärische Besetzung niemals ein definitives Besitzrecht in sich schließe und zieht als Beispiel die Besetzung Thessaliens im Jahre 1897 und im Kriege 1877 die Besetzung der Aegäischen Inseln durch Italien heran. Das Nationalitätsprinzip sei nick)t ausreichend, um die definitive Inbesitznahme der Inseln durch Griechenland zu rechtfertigen. Wenn dieses Prinzip Anwendung finden sollte, so ( be es bedeutende Umwälzungen auf der Karte von Europa. Zum Schluß weist die Pforte darauf hin, daß bei der Annektion der Inseln durch Griechenland, die zum Deutsches Ueieb. Die Werte des auswärtigen Handels Deutschlands erreichten (in Millionen Mark» im "Dezember 1912 in der Einfuhr 903,5 an Waren und 66,3 an Edelmetallen (gegen 932/) und 29,5 im Dezember 1911), in der Ausfuhr 886,0 an Waren und 11,8 an Edelmetallen (gegen 777,9 und 15.5 im Dezember 1911); in den Monaten von Januar bis Te> zember 1912 in der Einfuhr 10 292,1 an Daren und 380,9 an Edelmetallen (gegen 9706,8 und 301.3 im entsprechenden Zeitraum 1911), in der Ausfuhr 8888,6 an Waren und 142,7 an Edelmetallen >gegen 8099/2 und 118,3 im enb- sprechenden Zeitraum 1911). Au» StaOf und Land. Gienen, 23 Januar 1913. ** Tageskalender für Donnerstag, 23. Ian.: Vortrag des Kauf»,, und des Oit^gewervevereins: Prost Dr. Watzing er- Gießen: Antike S i l d e r i w in i e d e k u n st. Abends Utzr in der Aula der 9andksuniversilät. G i e n e n e r Karnevalgesellschaft, D a m e n s i tz u n g, abends 9 U >r m Steins Garten. ♦ ** Aus dem Militär-Wochenblatt, v. Kummer, Rittm. Und. Eskadr.-Chef im 2. Gardc-lllan.-Regt., wurde in das Lrib-Drag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24 versetzt. Versetzt wurden die Festungsbanhauptleutc Serg bei der Fortifikation in Mainz zum Ingenieur-Komitee und Dechant beim Ingenieur-Komitee zur Fortifikation in Mainz, v. Kotze, Rittm. und Eskadr.-Chef im Leib-Drag.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24, wurde mit der Erlaubnis zunr Tragen der Regts.-Uniform der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt. Dem Oberleutnant Müller (I. Darmstadt) der Landwehr 1. Aufgebots der Telegraphcntruppen wurde der Abschiri) mit der Erlaubnis zmn Tragen der Landwehr-Armee- Uniform bewilligt. Den Oberleutnants d. Res. Bernhards (I. Darmstadt) des 5. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168 und Neuse (Frankfurt a. M.) des Hess. Train-Bats. Nr. 18, sowie dem Leutnant d. Res. Behrens (I. Hamburg) des Leib-Drag.-Negts. (2. Hess.) Nr. 24 wurde der Abschied bewilligt. Militär-Bau- ekrctür Mauer In Mainz (IE) wurde nach Spandau (II.) versetzt» ** Versetzt wurden die Steueraufseher Stephan z-u Vilbel an das Hauptsteueramt Darmstadt und Haber- ko rn zu Assenheim an das Hauptsteueramt Gießen. ** Iu n g d e u t s ch la n d. In Darmstadt faitb eine Sitzung des Hessischen Landesausschusses des Jungdeutschlandbundes unter Leitung des 1. Vorsitzenden General Frhr. v. Heyl statt. Der neuernannte stellvertretende Vertrauensmann des Bundes Jung den ts chlund für Hessen, Generalleutnant z. D. Bernhard-Darmstadt, nahm an der Sitzung teil. Es wurden eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt. U. a. wurde gemäß Ausführungen des 2. Vor- fitzenden, Provinzialdirektor Fey, beschlos'en den von Prof. Schoell-Fricdbevg ang r g en Hessischen Jugendtag. auf 5cm über grundlegende Fragen der Jugendpflege von Fachmännern Vorträge gehalten werden sollen, am Mittwoch, 19. Februar, in Darmstadt abzuhalten. Es werden sprechen: Generalmajor Frhr. v. Heyl-Tarrnstadt, Professor Kissinger-Darmstadt, Bürgermeister Mueller-Darmstadt über Zweck und Ziele des Jungdeutschlandbundes und dessen Förderung, Pfarrer Müller-Offenbach und Lehrer Schorn- Mainz über damit in Verbindung stehende Gegenstände der Jugendpflege. Mit dem Hessischen Jugendtag wird die erste Mitgliederversammlung des Hessischen Landesverbandes Jungdeutschland verbunden werden. •• Stadttheater. Tie Feslvor'lellnng am kommenden Montag zu Kaisers Geburtstag beansprucht dadurch besonderes Interesse, als das gewählte Stück, das vaterländische Schau- U'iel „QliiS eiserner Zeit" von Theodor Birt, mit ihr seine Uraufführung erlebt Der Autor, sowie auch verschiedene auswärtige Direktoren werden der Aufführung beiwohnen. DaS Werk schöpft seine Handlung aus der Zeit der BesreiungSlriege und dürfte im Zeichen der Säkularseier auf gesleiaerte Teilnahme rechnen können. "* Drahtlose Telegraphie und die Gießener Empfangsstation. In der oberh. Gesellschaft für Natur - u. Heilkunde hielt am Dienstag Prof. Dr. W. K ö n i g einen Vortrag über drahtlose Telegraphie und die A n - läge der Gießener Empfangsstation. Der große Hörsaal Landwirtsc ■AS» pilg Korsin hielt A $retn L-L-L- . h8 Ms-, 1 s Sn ” auf »JJ OrieirtE ! , Hehndamm > ■f. er tot liege ,7-taaÄLerl Mttkt, die abn cainilie nach ?ie Sb * blfriedbe Mer Tr-Alk M den Alkohc er'M X Pud-Nau ?.^mivrdnete ht SNM-rdnete AM iinnnli an l M mäen mrd. yfptn’ini inn Er rat 1912 m swimM - Reinigung, 1 find, anrd gmenm äufbrud, daß die ffligtialkn fei. - 5i?ung bennlligtct lehrns bei der 5 vor, der als sehr nrigt mürbe. Es Praz. Zinsen zu Zähre 1916 abgi d. Mainz seum eingebroä August 1898 de Stabt betrat, ei Wert von 6000! Gastell geftifi unter einer Uc mit ein urLbichindn ist es, hast n V vollen goldene Der lippische Landtag nach den Neuwahlen. Bei den lippischen Landtagswahlen der ersten Klasse wurden fünf Konservative und zwei Nationalliberale gewählt. Demnach sind gewählt: 10 Konservative, 2 Nationalliberale, 3 Freisinnige, 1 Christlich-Sozialer und 1 Sozialdemokrat. Außerdem sind vier Stichwahlen zwischen den Freisinnigen und Sozialdemokraten erforderlich. Ter bisherige Landtag setzte fich aus 10 Konservativen, 2 Nationalliberalen, 7 Freisinnigen, 1 Christlich-Sozialen und 1 Sozialdemokraten zusammen. Der Fall Wetterls. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Straßburg i. E.: B i s ch 0 s F r i tz e n soll Herrn Wctterle ernste Vorhaltungen gemacht haben, da fein Auftreten in Frankreich dem g e 1 ft» lichen Stande zur Un ehr e gereiche. Der Abg. Paasche über seine Weltreise. Im PlenarsitzungLsaale des Reichstags hielt am gestrigen Mittwoch ab.'nd i>.r Viz Präsident des Rüchsteges, Gei). Negierungsrat Professor Dr. Paasche vor mehr^a.^ .>00 Zuhörern, die sich auf den Sitzungssaal und die Tribünen verteilten, einen Vortrag über die Weltreise, die er im vorigen Sommer in Begleitung feiner Gemahlin gemacht hatte. Er besprach dabei hauptsächlich seinen Aufenthalt in Japan, im deutschen Pachlgobiet Kiautschau und gab eine von Lob und Anerkennung erfüllte Schilderung der raschen Entwicklung, die das Pachtgebiet dawk der Tätigkeit der Marineverwaltung, namentlich der Forst- venvallung des Gebiets sowie durch den Ciser der deutschen Kaufmannschaft genommen tyat. Auch feine Reife durch China besprach der Redner ausführlich. Farbige Projektionsbilder illustrierten den Vortrag. Bei den Abstimmungen int Reichstag über Etatentschließungen zum Reicks amt des Innern (siehe Reichstagsbericht) wurde die Entschließung^ des Abg. Dr. W e r n e r-6fießen gegen die Naturverschandelung durch Plakate und Brettereklame und die Enffchließung, die (Gesetzentwürfe zum Schutze des gewerbetreibenden Mittelstandes verlangt, angenommen. machen und photographisch feftzuhalten. Eine derartig objektive Ucbertragung war neben der subjektiven telephonischen an der hiesigen Empfangsstation des phyfikallfchen Instituts angebracht, so daß die Zuhörer sich von der Tätigkeit der Stationen in Norddeich und Schcveningen überzeugen .konnten. Ter Zweck der hiesigen Station, die nur als Empfangsstation wirkt, besteht, von Lehrzwecken abgesehen, in der genauen Ucbertragung der Zeitsignale Man steht im Begriffe, die ganze Erde auf draht losem Wege täglich mit Zeitsignalen zu versehen, nach denen die Normaluhren gerichtet werden. Diese Einrichtung wird vor allem für die Schiffahrt von größtem Interesse sein. Denn jedes Schiit bedarf zirr genauen Festlegung seiner geogrch)hifchcn Länge, auf der es sich gerade befindet, einer exakten Zeitangabe. Dem Vortragenden ivurde für feine hochinteressanten Ausführungen, die durch zahlreiche Experimente und Zeichnungen erläutert wurden, lebhafter Beifall seitens der überaus zahlreich erschienenen. Zuhörer zuteil. ** Errichtung einer Trinkerfürsorgestelle in Gießen. Tie Jahresversammlung des Bezirksvereins gegen den Mißbrauch g e i ft i g e r Getränke, die aut Dienstag abend im Kollegiengebäude abgebalten wurde, erfreute s~nf d-r reichen imb wickffaen T^n^or^mmg eines rnitnt Besuche . Nack einl itc den Wer ei des V rsi e d?n, de' Ober- irai.t aawalts Hofmann, in denen er die Notwendigkeit des einmütigen Ziffammcngchens der Wstinenzvereinc und des Mäßig- keitsvereins im Kampfe gegen die Mkoholnot unseres Vol^.> hervorhob, sanden der Gesck'i'tsbcricht, die Nechnungsablage und die 9KaHen zmn gesck'ftSnihrenden Ausschuß ihre Erledigung. Zirm Hauptrhema des Abends, Errichtung einer Trinkerfürsorgestelle in Gießen, ergriff Geh. Reg.-Rat Dr. Dietz, her Vorsi''ende der Landesversickerungsanstalt aus Tarm- stadt bas Wort. Nack dem Vorbilbe der Tul""-kuloseberatungsstellen bat man im Kampfe gegen den Alkoholisrnns Trinkerrürforge- stellen errichtet, deren es in Deuffchland nahezu 200 gibt Sie haben die Anfa-cke, die Trinker und ihre Fam-lien mit Rat und Tat zu unterstützen. Eine wirkliche Heilung der MkohoOkranken ist nur auf dem Wege der völligen Enthaltsamkeit möglich. In schweren Fallen ist Ueberfübrung in Trinkerheilstätten zu veranlassen. Weiterhin muß die Fürsorge ihr Augenmerk auf die Regelung der Arbeits- und Familienverhöltnffse bes Trinkers richten. Diese schwierige und verh-'ltnismäß-g undankbare Ausgabe bedarf der Mitarbeit weitester Kreise. Zur Errichtung einer solchen Stelle ist zunächst ein Smeckizimmer, möglichst auf neutralem Boden, rin Leiter — rin Arzt ober eine anbere aeriqnete Persön- lickkeit — und eine große Schar von Helfern und Helferinnen erforderlich. Hier ist die Mitarbeit der Abshnenzverrine von außerordentlicher Wichtigkeit, denn nur ein Enthaltsamer kann im alb aemrinen ernsthaft auf einen Trinker einwirken. Die Aus- mbrunaen des Rkckners wurden in wirksamer Weise durch den $cncraFefretär des Mauen Kre,rzes, Tr. Burckhardt, ergänzt, der aus einer lanaiäbriqen Tätiakrit auf diesem Gebiete wertvolle Winke für die Arbeit in G'eßen gab. Er hilft ebenfafte das Zusrnnwengeben des Mäßigkeitsvereins unb der Enchalt- samkrit^verrine für eine unbedingte Notwendigkeit. Eine ridytigt Ackeft^rilung wird bei allfe-tiaem qiitem Willen stets eine ricktigk Ari'e'Foemrinschaft in der Trinkersürsorge ermöglichen. Durch der Mäßigteitsverein mirb es oebngen, die ganze Einrichtung auf eine recht breite Basis zu stellen, möglichst nx*:te Kreise für die gute Sache zu inteterieren. Die praktische Erriehnngsarbeit jckoch mirb in der Hauvtsgche von '9Lbffi',im<-en geHffet werden mü'"en. — An die beiden Vorträge schloß sich eine recht amvaenbe Ausswiche. Ten ,erften Schritt zur Errichtung einer Trinkerfürsorge^elle b ldete die Wahl eines Beratunasausschi'sses, der sich a"s ben 93ertyelern verschiedener Beh'rcken und Vereine — aus Mößwer und 'Abstinenten — rusammensetzt. Herr Tr. Mirckh'rdt hat fick fiere4! e'-klärt, am Sonntag bei dem ersten Z'ckammentreten des Ausschusses weitere Anregungen zu geben. Möge es dem Anschuß gelinaen, recht bald greifbare Ergebnisse zu bieten, am Willen zur Tat fehlt es nicht — Die weiteren Punkte der Taaes-j orhnunq, Schaffung offentlich/r Trinkbriinnen vnb die Kaffee i hallensrage, wurden für eine poätere ausgiebige Behandlu»,, »u I rückgestellt. * Ein Frauen-Vor traft üb-er Südwesta s rika. Im Frauenbund der Deutschen Kolonialgcsell- schäft hielt gestern abend TVrau Margarete von Eckenbrecher einen interessanten Lichtbilber-Vortrag über Süd-West, Land unb Leute und Erwerbsmöglichkeit b er rauen. Der für den Vortrag vorgesehene große Höriaal der UnwcrfitSt .twics sich dem großen Andrange der Zuhörer als viel zu klein. Es sand deshalb eine „Auswandenmft" nach der neuen Aula statt. In ihrem etwa IV» Stunde dauernden Vortrag rührt* Frau von E die Zuhörer in Gedanken nach Südwest Affika, nach dem Land, in dem sie vor etwa 10—12 Jahren mit ihrem Manne, der dort ein Besitztum hatte, ihre „Hütte baute". ES waren harte Zeiten, die sie dort durchmachten. Das Land war damals für die Deutschen noch nickt so erschlossen, wie cs nun glücklicherweise heute bet Fall ist. Damals hielt man das Land noch mehr für eine Art Verbrecher-Kolonie. Wer bahin aus- roanberte, mußte irgend etwas „auf dem Kerbholz" haben. Ader heute ist dies anders. Es find dort ietzt alle Arten von Erwerbsmöglichkeiten nicht nur für den Mann, sondern auch für bis Frau geboten. Große Kauf- unb Handelshäuser find erstanden, in denen Mä,mer und Frauen beschäftigt werden. In der aus- blühcnbcit Diamant-, Kupfer-, Zinn- und Marmorindustrie finden die Männer reickie Betätigung. Die deutschen Frauen und Mädchen sind als Erzieherinnen usw .sehr gesucht Früher war dies lvegen der IIngimft bet Verhältnisse nicht der Fall. Es waren höchstem nur Dienstboten, btc hin und wieder dort Betätigung finden konnten. Jedoch warnte Frau v. E. ausdrücklich davor, au! „Gut Glück" nach den Kolonien ausntwandern. Auch sollte man sich nicht von falscher Abenteuerlust beseelen lassen. Manch Frau unb manches Mädchen hat dabei schon, schlimme Erfahrungen gemacht. Man soll stets ein bestimmtes Ziel im Auge haben, nur unter deutschem Schutz dorthin gehen und sich niemals den Eingeborenen anvertrauen. Tie niederträchtige Gesinnung ber letzteren hat Frau v. E. besonders in dem Hercrvaufstand in. Frühjahr 1904 kennen gelernt. Zum offenen Anarisf sind bi< meisten zu feig: suchen unter den unglaublichsten Vorspiegelungen den Feind in den Hinterhalt zulocken, um ihn dann zu geißeln Die Eingeborenen sind in der Haupffache drei große Völker^ stämme: .Hereros, Hottentotten unb Owambos. Tie OwamboS haben einen Häuptling, ber über Tod unb Leben gebietet. Werben sie zu sehr von ihren Gebietern gepeinigt, so kommen sic ir unsere Kolonien unb erweisen sich dort als gute Handwerker, besonders als Gärtner usw. Tic Hereros find gute Viehzüchter, legen großen Wert auf ihr Aeußercs (Beklribung ufm.), haben aber, wie gesagt, eine recht niederträchtige Gesinnung. Tie Hottentotten sind, als sie im Süden des Landes zu sehr von den Mircr. bedränat wurden, in unsere Kolonien cinaewandert. Das Kttmc in Snbwest-Afrika ist noch erträglich, während es in Deutsch- Süb-Ost sehr ungesund ist. Im letztgenannten Land herrscht bet Plantagenbau vor, während in Süd-West mehr Viehzucht getrieben wird. An der Hand der zahlrcickwn, wohlgelunqcncn kolorierten Lichtbilder machte Frau v. E. die Zuhörer mit dem Ausscber und dem Wesen ber Eingeborenen vertraut, zeigte und erfiärtt das Innere bes Landes, das in der Mitte landschaftlich schön, mt Tälern, Bergen, Wäldern usw. ausgestattet ist. das aber nad ber Küste hin verflacht. Reicher Beifall der Zuhörerschaft lohnt! Fran v. E. ihre äußerst interessanten Ausführungen. ** KreiS-Ziegenznchtverein Gießen. Am Samtztaa, 25. b. Mts., abends 7x/4 Uhr, iotrb auf Veran- laffiina des Kreis-Zieaenzucktvereins in Bellersheim bei Wilhelm Kammer IV. ein Vortraa über Ziegenzucht qehalten. Redner ist Oekonomicrat Weitzel in Lich. Landkreis Gießen. — Großen-Buscck. 22. Jan. Ter hiesige K0nsuin* ne re in verteilt cm seine Mitglieder auf den Warenbeziigtilc Jahre 1912 im Werte von 10 Prozent Waren; auSaeschloWr find die Artikel, die zum Einkaufspreis verkauft werden, fcM achen etwa -sic Hälfte des Umsatzes aus. , II 3) durch Leonhardt’ Original - H • S t o 11 • n • I n d . altbawShrt und Im Gebrauch die 1 & bliilgeteni Ä Pferde 1 jggäy bewahren euch Im Winter auf glatter |HH Bahn ihre volle 8MZ psllNqL- Ter Ä I ' ?lc Srirzc R,7 tQ9unq 0 I -t’'I,d)lunq 3 kr i ”c 'cm- r ‘,C09ta5hii*n le^ä I ?,'1 '^lanq?b? i"9t- tr ’ Unten iem 6 ynungen 8 •**■* ZLr-i S'em'ViVn'fi ä" Nti< 5 * Sl?*ewnf von fflifa nnfer animrfm. Die M 'S*«' durchs • «. otirckharht, ergLnii ht mii bitirn Gebiete fort M Er bisst WiK n^beranS und der 'LrU! '.tohüenhiqfcif. eine richti-- irrinn Lilien stets eine rjG r'orqc cmtöclirfY'n. Tunfiba l. die amzc Spinibhmq c m^qiitbif fort? ftttiit iür ta nftiiche Gnichmqsorbeit jedstj T*m q-l-ütv werden wen. - ine reck anrmende Ansilnck mer TrinIeMorq^'elle bTte sschnssrs, der sich o"-te und Vereine — aus Tlffe Herr Tr Vur-Hn-dt bat (i* an ersten.Grammentreten te u geben. Möge es dem Äs ■re (Fradmine vu bieten, ci je rm Punkte der Tnrrs- rrnBrnmnen vnb hie fiäntt auäjie&ige SdjanMi&'W über Südweßaftii:» cken Kolonivlaesell-W Margarete von G'fmbrafcl ^überSüd-DeK,8°n!^j ,'alilbkeit der Kmct® tto^e jäoriaal der Ilmmni- . 3ut)öm als viel zu unr.lL tung" nach der neuen MM v dauernden IvrKan dibnM ttata na* Süta»*i mi 10—12 riabrm mit io d. Se ihre „Lütte Bmite" s| hurchmachtm^Tas -and M idrt so erschlonen, m Twal« hielt man das xbk ker dalnn^! .i« fcrbholl" d-b-^L >«nn. Es waren WM : W nnÄ r:-? .L-ürffirf» davor, M r C >;uch sollte mW ,.anxmbfnL 3 VaM toR®^3^ sich niemol^M Gesinnung M ^ervauMnd M er- m 3u® onenen. ^ AMe-MW iÄ £ brei cuipr^/; Tic mb aebietet ,^M lob und Leben fl «,| TB geMÄ' l°te MdMvW - '^^nrnbung H'LcM f'" ,k mnuna *JL HrnW t iebr vonden v ■ «•&-?* ?a| * b^laelvng^ Mets« iu-aejt^? Qybörtlf®6 I ' nhr, ,ü* ,f,fiiii r H «‘“äi«*! „tt.« **( in » l <@ei5r ; ■y>^-iwg einen Wert von Hmrderttausenden besitzen, vollständig unbeachtet ließ und nur den Pokal mitnahm. Es wird vermutet, daß es ein Liebhaberdiebstahl war, denn Einbrecher von Beruf hätten das viele Gold nicht liegen lassen Vor einigen Jahren, als in auswärtigen Museen mehrfach eingebrochen wurde, wurde die Bürgermeisterei gefragt, ob 'bei unserem Museum Vorsichtsmaßregeln gegen Diebstahl getroffen seien. Es wurde geantwortet, daß ein Einbruch vollständig ausgeschlossen sei. und täuschte Selbstmord vor, um die Polizei irrezuführen. Er wird steckbrieflich verfolgt. Aus Warburg wird gemeldet: Auf der Rodelbahn, dem sogenannten Burggrafen, wurde ein mit 2 Damen und einem Herrn besetzter Schlitten umgeworfen. Die beiden Damen erlitten Armbrüche und innere Verletzungen. Der Herr brach die Arme. In einem Bauernhöfe bei Stuttgart durchschnrtt der Besitzer, der 36jährige Landwirt Bohl, seiner kranken M utter aus religiösem Wahnsinn mit einem Rasiermesser den Hals. Die Frau war sofort tot. Der Täter wurde verhaftet. Der Bevollmächtigte Gotthard Zarnke der in Konkurs geratenen Firma Ebner in Gumbinnen ist flüchtig geworden. Es sollen für 165 000 Mark gefälschte Wechsel von ihm in Umlauf gesetzt sein. Zwei Knaben des Försters Schneider vom Forsthaus Re- dernswalde bei Templin gerieten beim Rodeln auf eine dünne Eisdecke des Sees und brachen ein. Sitz wurden als.Leichen geborgen. An der Nordseite der Insel Helgoland wurde der elfjährige .Knabe Max Arnold voü einem abbröckelnden Felsen getroffen. Er erlitt einen Schädelbruch und war sofort t o t. . Vergangene Nacht brannte die Werft von Diekmann in Hebert in gen vollständig ab. Fast sämtliche Boote des Württembcrgischen Jachtklubs, viele Privatboote sowie die Jacht „Schwaben" wurden vernichtet. Im Geschäftsviertel von New-London (Ohro) wütet em großes Feuer, das nach sechsstündigem Kampfe noch Nicht bewältigt war, sondern die ganze Stndt zu zer stören Gin deutscher Dampfer namens „Orion" ist in der Nähe von Suderland gestrandet. Das Schiff ist in zwei Teile gebrochen und vollständig w rack. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen Mr Freitag, bett 24. Jan. 1913: Wolkig, leichte Niederschläge, etwas milder, westliche Wtnbe. Kandel. # Preisherabsetzung von Kupferblech. Das Syndikat hat den Kupserpreis für Bleche um 6 Mark, d. h. auf 183 Mk ermäßigt. . m th. Preisermäßigung auf e m a r l l i er t e W ar en. Ter Verein deutscher Emallierwerke bat beschlossen, die Preise seiner Fabrikate zu erhöhen. Zu d«n Zwecke ist em Verband deutscher Emaillierwerke in Gründung begriffen, der den Werken ihren bisherigen Absatz garantieren wird. (!) Die 8 Milli onen-Anlcihe der Kasseler Landeskreditkasse, welche zu 99<*/o aufgelegt wurde, ist dreimal überzeichnet »vordem. Die Schuldverschreibungen sind bis 1. September 1822 unkündbar und unverlosbar. iMMs-LuRsiiZus SSS Ang.Kiihiüyer vermischtes. * Stiftungen. Der verstorbene Geheimrat Wetz eler, der Gründer der Firma Deinhardt & Co. in Koblenz, vermachte für wohltätige Stiftungen 670000 Mk. Es erhielten u. a. die Stadt Koblenz 300 000 Mk. zur Unterstützung hilfsbedürftiger Personen und Beamten; die Arbeiter der Firma Deinhardt & Co., die über fünf Jahre im Betriebe tätig sind, eine sofort auszahlbare Zuwendung von 170000 Mk.; die Volkslesehalle der Firma Deinhardt & Co. 150000 Mk. Weiter setzte der Verstorbene noch eine große Anzahl Legate für ihm persönlich bekannte hilfsbedürftige Personen aus. * Juwelenschmuggel. Aus Neny ork wird gemeldet: Ein an den Juwelenhändler Anton Green adressiertes Paket, welches eine Photographie mit Nahmen enthielt, war an einer Stelle zerbrochen und Postbeamte entdeckten auf der Fahrt von Amsterdam nach Neuyork, daß der Rahmen hohl und das in seinem Innern Brillanten im Werte von 20000 Mark versteckt waren, die eingeschmuggelt werden sollten. Als der Juwelenhändler das Paket in Empfang nehmen wollte, wurde er verhaftet. * Seltsames Turnier. Aus Moskau wird gemeldet: Zwei Dörfer unweit Alexandrowsk führen alljährlich auf dem Eise eine;: Faustkampf auf. Tie Belustigung der Einwohner artete diesmal derart aus, daß seck)s Bauern unter den Fäusten der Gegner tödlich verletzt zusammenstürzten. Als die Menge sich um die Gefallenen drängte, brach das Eis. 200 Menschen fielen ins Wasser. Viele sind ertrunken. * Seenot. Infolge des schlechten Wetters haben viele Schiffe schwer gelitten. Auf der „Karoline" der Transatlantischen Linie explodierte ein Dampfrohr. Sieben Mann der Besatzung wurden schwer verletzt. Der französische Dampfer „Lorraine" verlor vier Rettungsboote. Der Dampfer „Venetia" wurde ebenfalls schwer beschädigt. Drei Mann der Besatzung wurden über Bord gespült. * Eine Kar aw an e weggeschwemmt. Aus Suakin, 22. Jan., wird gemeldet: Eine Karawane indischer Pilger ist um Mitternacht bei El Hambra, Halbwegs zwischen Medina und Ä)ambo, durch das plötzliche Anschwellen eines Gebirgsbaches überrascht worden. Die Karawane wurde hinweggeschwemmt; 350 Pilger sind ertrunken. Die Leichen sind noch nicht geborgen; 50 Pilger konnten sich retten. * Schwere Ausschreitungen verübten zwei Schweizer und ein Arbeiter aus dem töebök der Besitzers Krause in Blöckeu bei ßabiau. Sie warien sämtliche Fenster auf der Besitzung ein und verwüsteten in den Stallen alles. Ibn die Leute von dem Jobnbatile fernzuhalten, trat ihnen der Besitzer mit geladenem Gewehr entgegen. In diesem Augenblick schlug ein Schweizer nach grause, traf aber dabei das Gewehr, das sich entlud. Der Schu^ iras den Schweizer und tötete ihn sofort. Kleine Tageschronik. Das Stadtpark-Lichtthcater in Kassel wird feine Pforten schließen. Die Unterbilanz beträgt 320000 Mark. Wechselsäls ch u ugen in Höhe von 100000 Mark beging der Kaufmann Thomas Diete in Bromberg. Er flüchtete Letzte naebridtten. Explosion einer Gasfabrik. Wien, 23. Jan. In den großen Gaswerken bei Schöirbrunn erfolgte gestern abend 12 Uhr eine Explosion, die den ganzen Gebäudekomplex in Trümmer legte. 40 Personen sollen getötet sein. Bis jetzt wurden 25 Leichen geborgen, darunter die des Betriebsleiters. Der Schaden beläuft sich auf 600 000 Kronen. R. Londorf, 22. Jan. Der AllgemeineStaatK- cisenbahnverein Londorf feierte am Sonntag in Treis in der Wirtschaft Will den Geburtstag'des Kaisers. ES wechselte Tanz und humoristische Vorträge sowie Ge- fang vaterländischer Lieder miteinander ab. 'Die Festrede hielt der Vorsitzende Bahnh.-Anfseher Webe r. Später stellte der Verein ein schönes lebendes Bild. = Steinheim, 22. Jan. Bei der am 19. d. Mts. von dem Kreisziegenzuchtverein Gießen veranstalteten Versammlung, verbunden mit einem Vortrag des Oekonomie- rats Weitzel von Lich über Ziegenzucht, wurde die Gründung eines Ortsziegenzuchtvereins beschlossen; 14 Personen haben ihren Beitritt erklärt. Weitere Beitritte stehen in Aussicht. = Ober-Hörgern, 22. Jan. Der für Sonntag, 26. ds. Mts., vorgesehene Vortrag des Oekonomierats Weitzel-Lich über Ziegenzucht findet zunächst nicht statt. Kreis Alsfeld. § Elpenrod, 22. Jan. Der Bähnarbeiter Kratz von hier verunglückte bei Frankfurt an der dortigen Eisenbahnbrücke, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Er befand sich auf dem Heimweg, dem Bahndamm entlang, als er vom Orient-Expreßzug einen Stoß erhielt, der ihn den Bahndamm hinabschleuderte. Mit gebrochenem Genick bY>'b er tot liegen. So lag er — es war auf einen Sonntag — tagsüber und wurde auch wohl von Vorbeigehenden bemerkt, die aber meinten, der Tote sei ein Betrunkener. Am A'bekd wurde er endlich aufgefuuben und zu seiner Familie nach Niederrad verbracht. Der Verunglückte hatte als Seesoldat in China gedient. Kreis Friedberg. L. Fried berg, 22 Jan. Heute vormittag hielt Pfarrer Dr. Burkhard im Lehrerseminar einen Vortrag über den Alkoholismus und seine Folgen. Den Vortrag wiederholte er im Gymnasium und der Realschule, X Bad-Nauheim, 21. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten teilte Bürgermeister Dr. Kayser mit, daß bie Stadtverordneten von dem Leiter der Ernst-Ludwig-Schule zur Kaisersgeburtstagsfeier auf nächsten Samstag eingeladeu morgen seien. — Durch die Feldbereinigung gingen die städtischen Wiesen zumeist an den Badefiskus über, der daraus einen Sportplatz machen wird. Die Versammlung beschloß daher die Aufhebung des sogen. Wiesenvorstandes und übertrug deren Arbeiten dem Güterausschuß. — Gesuchen des Turnvereins und des Fußballvereins um Erlassung der Pacht für den städtischen Spielplatz für 1912 ivird durch eine Herabsetzung der Pachtsumme entsprochen. — Der städtische Teil der Ausgleichsumme für die Feldbereinigung, 137 236 Mark, die zum 1. Februar zahlen sind, wird genehmigt. Daraus kam mehrfach die Anftcht zum Ausdruck, daß die Feldbereinigung sehr ungünstig für die Stadt ausgefallen sei. — Weiter befaßte man sich mit den in voriger Sitzung bewilligten 500 000 Mark als Teil eines größeren Darlehens bei der Landeshypothekenbank. Heute lag der Vertrag vor, der als sehr günstig für die Stadt bezeichnet und genehmigt wurde. Es sind 2y4 Proz. Geldbeschaffungskosten und 4,15 Proz. Zinsen zu zahlen. Das Geld kann nach und nach bis zum Jahre 1916 abgehoben werden. Starkenburg und Rheinhessen. b. Mainz, 22. Jan. Dienstag nacht würbe ins Museum eingebrochen und ein Pokal gestohlen, aus dem im August 1898 der Deutsche Kaiser, als er zum erstenmal die i Stadt betrat, einen Ehrentrunk nahm. Der Pokal hat einen Wert von 6000 Mk. und wurde der Stadt von den Gebrüdern Gastell gestiftet. Er stand im Erdgeschoß des Museums - unter einer Glasglocke. Der Dieb hatte leichte Arbeit, ei nb-rach mit einem Meise! die nur backsteindünne Maner und kroch in die Räume des 9)tufeum§ hinein. Merkwürdig ist es, daß er die nebenan in Gla kästen aüsbewahrten wer - vollen goldenen Armbänder, röm.petzen Münzen usw., die Dankbarkeit veranlaßt mich, gern und yiOtllVpvttDini* kostenlos allen Lungen und H a l leidenden initsuteilcn, wie ich mich durch ein einfaches, billiget und erfolgreiches Naturprodukt, Dorän-Kraft-Malz, vo" meinem langwierigen Leiden befreit babc. H. 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Eintritt 50 Pfg., für Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarte frei. Ortsgrupsie d. Vereins f. ftrmtrnfiinuurcdjt Auf Veranlassung des unterzeichneten Vereins werden auch in diesem Jahre Vorträge für Frauen und Mädchen über i Fliege Verwundeter und Kranker abgebalteit. Die Vorträge sind unentgeltlich und finden im Saale der Stadtmädchcnschulc, Schillerstrane 8, Dienstags und Freitags von 5—6 Uhr nachmittags statt: sie beginnen Freitag, den 24. Januar 1913, nachmittags 5 llbr. Anmeldungen werden in der Aliccschulc, Kirchstr. 20 entgegengenommen. lD21/i _______Aliccsrauenvcrein für Krankenpflege._______ Gießener freie Studentenschaft Vortrags-Zyklus zur Vorfeier -er nationalen ©cöcnftafle non 1813 1 Niudrag» Freitag, den 24. Fanuar 1913, abends !♦ OUllluy. 8*'. Ubr pünktlich, in „StcinS Warten". Redner: Herr Prof. Dr. Zlinkel. Thema: — Kant -Schiller. — Einzclkartcn für Studierende Mk. 0.30 .'. für 9lichtnud:erende Dtk. 0.50 .'. /. 2. Vortrag: Freitag, 31. ,\an., Prof. Messer über Fichte 3. Vortrag: Diensi., ll.Febr., Prof.Roloff üb. Itznciscniu 4. Vortrag: Freitag, 21. Fevrnar. Pfarrer Lic. Fuchs ilber Schlcicrniachcr. ZykluSkarten für Stnd. Mk. 1—, für Nichtstud. Mk. 1.80. Die Vorträge finden bei anfgehobener Restauration statt. Wir bitten nicht zu rauchen. D23/1 Das Präsidium der freien Studentenschaft. N-p Kriegerverein Giesse» W $eier der Allerhöchsten Geburtstages $r. Majestät des Uaisers verbunden mit dem 39 Stiftungsfeste Sonntag, den 26. Januar 1913 aber ds 8 Uhr in Steins (harten Konzert, Tbeater, lebende Bilder anö dem Fahr 1813 und Tanz. Die Ehrenmitglieder und Mitglieder mit ihren Familien sind zu der Feier herzlichst cingeladen. Orden und Ehrenzeichen, sowie Hasna- und Vereins- abzeichcn bittet man anzulcgen. [V”/i Ter Vorstand. Das erstklassige 465 Künstler-Quartett Sandory konzertiert täglich im CAFE AMEND Cafe Ebel Telephon 586 Inh.: Karl Ohm Burggraben 9 Am 2. und 4. Februar werden in sämtlichen unteren Räumen vornehme Uostüm-MeSSall «.Konzert arrangiert. — Kein DcmaskiernngS Zwana Sämtliche Räume werden entsprechend vornehm dekoriert. Herren-Karten Mk. 1.25. Damenkarten Mk. 0.60. Vorverkauf in den Zigarrengeschästen von Sonntag zu ermästiglen Preisen. Anfang 8 Ihr._______170_______Anfang 8 I hr falscher KelMund, Union fajiri Grote Maskenball Montag, 3. Februar 1913, abends 8" Uhr, im Cafv Cbel. Grotze Ncbcrraschung und Prämiierung der schünsten Herren- und Tamcn-MaSken. Ku recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 585| Ter Vorstand. Vorverkauf bei Loeb, Marktplatz, Heilbtonncr, Markt strafte Sonntag, Schulstrafte und Seltersiveg, Friesleben, Vabnbofstrafte. Herrcnkarte 1 Mk. Tamenkarte 50 Pfg. Kräftiger Junge angekommen. Siegfried Rosenthal und Frau geb. Mayer Giessen, Friedrichstrasse 17 (616 Gesellscballs-Verein Giessen (E.V.) Die noch ausstehenden Rechnungen für 1912 sind unverzüglich einzureiden. Handwerksmeister u. Lieferanten, welche in Zukunft die Rechnungen nicht nach 3 Monaicn erteilen, werden von jeder Arbeit und Lieferung ausgeschlossen. Rabatt gebende Geschäfte werden gebeten, die Rechnung allmonatlich unter Kürzung des betreffenden Betrages emzuscnden. va/i Der Vorstand: EmmeliuS. Ünsir Kasse-Kontrollbuch für dlcAnsestelltcn Versicherung bietet schnelle Uebersicht, enlsprlc t den g setz ichcn Vor- ........ schr>ft n a.enihälldieamt Ichen Zu beziehen durch die Bestimmungen überden Kassenverkehr m. d. Kcichsvers.-Anst. Akt.-Ges. f.Formularbeilarf Wänschendort 34 (Elster) D'"/‘ Buchhaltungund I Angestellten-1 Versicherung a SprödearoteHant j bet Lände und des Gerichts wird verhütet und bejelüflt durch « ,,Ix-o-€reme“((5uitenmil(f)CTeme) mit Eau-de-Colognc tSerud). v riebt nicht, fettet nicht und macht die Haut rein weih und ge. js “ (d)ii?elbig, Äorton 75 <$. ..Lco-Giirkenmllch-Seile“ 60 A.