»!. on 119. - 6 nach on§iuan& jnricii iflttbfi6' Mau MÜll • er Piund 28 i naliflentribüne nicht verstanden werden kannte. Wir tragen unserem Bericht daher einige namentlich für unsere Gegend r~------------ ■ - m i!iiiiW«i, । Dte heutiqe Nummer umfafet 10 Seiten. ■ vormittag im Langenbeck-Hause der Deutsche Handelstag zu seiner ■ 38. Vollversammlung zusammen. Der Vorsitzende, Reichstagspräsident K a e m v f (Berlin), be- | grüßte die Erschienenen und wies auf die politischen Sorgen des I letzten Jahres hin, wo wir nur um .Haaresbreite an einem Kr i e g e Inti t England vorbeigekommen seien. In solchen Zeiten fei der I feste Zusammenschluß an Kaiser und Reich nötig. Dann werde des tbcnt Kaiser wie bisher in seiner 25jährigen Regrerungszeit auch Heiter gelingen, uns einen ehrenvollen Frieden zu bewahren. Ter Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser, an den ein Huldigungstelegramm abgesandt wurde. enwblt ’ i. Kleinhem joritr. 59 leit unserer Regierung. Wir erhalten folgenden Bericht: ~ Berlin, '19. Februar. In Gegenwart des preußischen Handelsministers sowie von Vertretern zahlreicher Reichs- und Staatsbehörden, Handels kammcrn und kaufmännischen Organisationen aller Art trat heute »Wau. te Nordieeßsche, tte rgen früh ein bet : Danach hielt Handels Minister Sydow eine Be- aiüßungsausprache, in der er betonte, wir seien zu einer Hoch Konjunktur gelangt, die Deutschland von Jahr zu Jahr m geld lick,er Hinsicht immer unabhängiger vom Auslande mache. Er fahr dann wörtlich fort: „Man darf wohl sagendes ist fetzt besser gerüstet als jemals früher, um, auf eigenen Fußm stehend, schweren wirtschaftlichen und wenn es fein muß auch ernsten politischen Krisen mit Ruhe entgegenzusehen." Rach Eintritt in die Tagesordnung wurde zunächst der Geschäftsbericht des Generalsekretärs Tr. Soctbeer cntgegen- zmommen. Hierauf beschäftigt sich die Versammlung mit dem Thema „Der verkehr mit Lcnchtöl", wozu folgende Ausschuß-Entschließung Aus Hessen. Aus der Kammer. bs. D a r m st a d t, 19. Febr. Wie Tonnte es auch anders sein! Rach der für die hessische Kammer fast unnatürlichen Beschleunigung der Besprechung über den Voranschlag zeigte sich heute die Ketzr- feite der Medaille: wegen Redeüberfluß, wird die nächste Woche wieder Nachmittagssitzungen bringen, da sonst der Voranschlag nicht rechtzeitig fertiggestellt werden kann. Allein zum Kapitel „Staatseisenbahnen" haben bis jetzt etwa 30 Redner gesprochen, und auch morgen wird die Aussprache über dieses Kapitel noch nicht abgeschlossen werden können. Ab geordnete, hie sonst, nie oder selten zu reden, pflegen, hier glauben sie alle auf dem Plan erscheinen zu müssen, um ihren Wählern ein Zeichen ihrer parlamen-i torischen Tätigkeit geben zu können. Heute eröffnete die Sozialdemokratie den Reigen: Eißnert und Hartmann waren die ersten. Besonders die Reden Hartmanns bringen fast immer einige erheiternde Minuten in das Einerlei der sogenannten „Sonderwünsche". Wer den hessischen Dialekt nicht vollkommen beherrscht, wird es schwer haben, den Reden dieses sozialdemokratischen Landwirtes zu folgen. Auch die Heiterkeit des Hauses verdeckt oft manche Tiefe seiner Ausführungen. Eine beachtenswerte Anregung, die auch in einer Entschließung zusammengefaßt wurde, tarn heute vom Präsidenten, der heute von seinem Rederecht als Abgeordneter Gebrauch machte: er nahm die gestrige Bemerkung des» Finanzministers über einen künftigen Automobilverkehr auf und führte ihn weiter aus. Köhler empfahl, mit den Automobilen ernstlich einen Versuch zu machen, da sich auch die Antolinien in Bayern und Sachsen ganz ausgezeichnet bewährt hätten. Und in der Tat ließ sich manches, was er dazu sagte, hören. Denn wenn man berücksichtigt, daß die Eisenbahnverwaltung unmöglich auf alle „Sonderwünsche" eingehen kann, so wäre vielleicht überall da, wo sich eine Verkehrsverbesserung als notwendig erweist, sich die Anlage einer Bahnlinie aber nicht rentieren würde, an eines Autolinie zu denken. Daß natürlich jedes Ding von zwei Seiten aus betrachtet werden kann, ist klar, und diesmal war es der Finanzminister, der die andere Seite zeigte. In Bayern handele es sich im wesentlichen ja um Sommerlinien, während man doch- in Hessen an Jahreslinien denken müsse. Der E i s e n b a h n - G e m e i n s ch a s t s v e r t r a g war auch heute wieder ein außerordentlich beliebtes Thema. Abg. Korell-Jngelheim wandte sich ebenso wie gestern der Abg. Molthan ‘ gegen den Versuch des Finanzministers, die Kammer von der weiteren Behandlung dieses Stoffes äbzubringen. Er verteidigte seine Partei auch gegen den Vorwurf, als betrachte sie die Revisionsfrage als ein Agitationsmittel. Der Vertrag sei ein Wirtschaftsvertrag und als solcher müsse er beleuchtet und kritisiert werden. Die gleiche Melodie führte der Zentrumsabgeordnete Dr. Schmitt fort, nur daß er noch mehr Forte gabl als der Abg. Korell von der Fortschrittlichen Voltspartei. Die ablehnende Hal- tung der Regierung bedauere er — soll eigentlich heißen: verurteile er und seine Parteifreunde außerordentlich scharf. Den Beschluß machte wieder ein Sozialdemokrat: der Abg. Raab stieß mächtig ins Hom, um Üarzumachen, daß die' Eisenbahnarbeiter niemals auf ihr Streik- und Koalitionsrecht verzichtet haben. Und wenn man sie bezwungen habe, einer derartigen Anordnung ihre Unter)d)rift abzugeben, so mache man sie eben dadurch zu Heuchlern. Diese Bemerkung brachte ihm einen Ordnungsruf des amtierenden Vizepräsidenten Korell-Angenrod ein. Der erste Ordnungsruf in diesem Jahre! Oberhesfische Angelegenheiten in der Kammer. In der Sitzung der Zweiten Kammer am Dienstag herrschte, wie der Präsident fefiftefite, leider große Unruhe, so daß ein Teil der Redner auch auf der Jour- groWM „jiu«» if®1 Telepbo" Vom Ariegsschauplatz sindsheute so gut wie keine Meldungen eingelaufen, denn daß die Montenegriner wieder ihre Lage beschönigen, ist klar. Von Bedeutung ist nur, daß von den Mächten auf Rumänien jetzt wirklich eingewirkt wird: Bukarest, 19. Febr. Die Vertreter der Großmächte legten im Auftrage ihrer Regierungen der rumänischen Regierung nahe, vor Anwendung der äußersten Mittel die Mithilfe der Großmächte für die Beilegung des bulgarisch-rumänischen Streitfalles anzu- rufen. -lngcblicheMißhandlungen türkischer Kriegsgefangene ewiisserteu i Dckffl in, lafelserlig, iirt Ak, tolim kei ct*toCtÄ nit 1 niafi:n x ■:>yä anitas“ Wbile MargarjW | Der Reichrlanz'ers Anwesenheit. Der Reichstag hat gestern in drei Lesungen de- Antrag des Zentrums auf Aufhebung des Jesuitengesetze angenommen, und die Augen des deutschen Volkes warte, jetzt auf die Entschließung des Bundesrats. Der Reichc- kenzler fehlte in der Sitzung, und der nationalliberal Leipziger Abgeordnete Junck hielt ihm dafür eine Strafpredigt. 'Der arme Kanzler, er kann nicht überall zugleid sein; während die Jesuiten an den Reichstagsfenstern her eingurkten und neugierig waren, was der oberste Beamt' jetzt in seiner Verlegenheit wohl sagen werde, saß Bethmann- .HoUweg an her festlichen Tafel des Handelstages und hiel' eine Rede. Hat er nicht auch bei der Tagung des Land- wirtschaftsrates gesprochen? Und so lautete der Text feinci Predigt in Vorausahnung der Klagen im Reichstag: Di- Politisierung des deutschen Volkes. Neben den Parlamenten hätten Landwirtschaft, Handel und Industrie sich gleich- I berechtigte Unter Parlamente geschaffen. Es ist zu verstehen ; baß der Reichskanzler beim Handelstag nicht fehlen wollte I nachdem er den Landwirten so deutlich bekannt hatte, das ; er zu den ihren zähle. Und so verteilte er seine Gnadensonne auch auf Die Handelsherren und sprach mit wirklichem Schwung, mit rednerischer Gewandtheit, wo- . bei manche Theorie in pathetischer Wendung ver- »kleidet erschien. Eine schöne und ermunternde Fesl- essensrede. Aber auch nid)t mehr. Wir wünschten Iden Kanzler doch besser dort oben sitzen und handeln ■ zu sehen, wo wirklich die Taten erfolgen ■ Daß der Reichskanzler kein Mann des „unbedachten Drauf- I losstürmens" ist, haben wir ja schon gewußt. Er sprich ‘ davon, daß man an den alten Vorzügen deutscher Art uni Arbeit festhalten sollte, an der soldatischen Treue im U großen und im kleinen, um mit Umsicht vorwärts- t zuschreiten. Manchmal aber, so dürfen wir hinzufügen k muß es doch aber auch große und feste Entschlüsse | geben, und sie allein zeigen uns^ Was wir an unseren U Staatsmännern zu schätzen haben. Solche Entschlüsse waren I beispielsweise die Schaffung des Verfassungsgesetzes für die Reichslande, die Ankündigung eines neuen Verhältnisses Uzu England, und einen Entschluß der Regierung hätte man ,iud) gerne gehört zu -der neuen Lage, die der gestrige »Beschluß des Reichstages geschaffen hat. Tie nicht ■mehr bestreitbare Politisierung des deutschen Volkes ver- ■ langt auch ein größeres Maß von Offenheit und Deutlich- datischer Treue — im großen inib kleinen, an der Gründlichkeit und Zuverlässigkeit in der Vorbereitung und Ausführung, von dem Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis be schieden. Möge in solcher Art, meine Herren, der deutsche Handel und die deutsche Industrie unter Führung des Deutschen Handelstages fortschreiten von Erfolg zu Erfolg, unterhaltend die b e st e F r i c d e n s b ü r g s ch a f t nnd mitbanend an der Größe und Stärke unseres Vaterlandes. Daranf erhebe ich mein Glas mit dem Ruse: Deutschlands Handel, Deutschlands Industrie und Deutschlands Schiffahrt Hoch, Hoch, Hoch! (Lebh. Beifall. Präsident Dr. Kaempf brachte zum Schluß des Festmahls ein dreimaliges Hoch auf den Reichskanzler aus, wobei die Versammlung unter lebhaftem Beilall einstimmte. rgWallenfs sttplatz nur 21 äbkiiellungeu eriejj ,o, m wt $•?> J Zum folgenden Punkt der Tagesordnung „K o n kur ren z- Ilausel im Handelsgewerbe" einigte sich der Handelstag auf eine Aussckiußerklärung, welche den Grundsatz der bezahlten Ltarenz »erwirft nnd ebenso den Grundfatz, daß die Verbindlichkeit der Konkurrenzklausel von einer Mindeftgrcnze des Gehalte abhängig kemacht werden soll. Schließlich beschäftigte sich der Handelstag heute nod) mit ier Frage des Verkehrs mit Nahrungs - und G.e nutz mittel n und nahm hierzu eine Erklärung an, wonach bei Erlaß Weiterer Verordnungen auf diesem Gebiete die interefsterten kreise gehört werden sollen. Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. er Pfund 4» Die Nnchskanzlerrede. > Beim F e st m a h l des Handelstages im Zoologischen Garten : brachte Präsident Dr. Kaempf das Hoch auf den Kaiser, die deut- i chen Buiidesfürsten und die freien Städte aus. Aus die Be- , rüßung der Ehrengäste durch den Vizepräsidenten Gelstimen .i?mniħicnrat Vogel - Chemnitz erwiderte Reichskanzler J. B e t hm a n n Holl weg mit folgender Rede: Meine Herren! Ihrer liebenswürdigen Einladung bin ich mit aufrichtiger Freude gefolgt. Ihren amtlichen Arbeiten, die heute begonnen haben, beizuwohnen, ist mir leider nicht möglich, aber es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen zugleich mit dem Dank der Gäste auszusprechen, mit welcher Teilnahme ich Ihren Beratungen folge. Karl Lamp r ed) t, der Geschichtsschreiber, stellte wiederholt die Politisierung des b c u t) d) e it Volkes als die Forderung der Gegenwart hin. Nun, wer das Glück hat, in diesen Berliner Wintermonaten aus Neigung oder Beruf nähere Beziehungen zum Reichstag, zum Landtag, dem Deutschen Landwirtschaftsrat ober dem Deutschen Handelstag zu unterhalten, wird geneigt sein, diese Forderung als erfüllt anzusehen, zumal wenn er neben seiner sonstigen Beschäftigung als Mensch und Staatsbürger nod) ein Verhältnis zum Hansabund oder dem Bund der Landwitte hat. Ein hervorragender liberaler Politiker hat sogar letzthin den vielleicht etwas ketzerischen Aussprud) getan, daß es an der Zeit sei, daß Deutschland sich etwas entpolitisiere, vielleicht im Hinblick daranf, daß man heutzutage so leicht die Politik mit dem Krieg aller gegen alle verwechselt. Da betrachte ick; es als ein wirkliches Glück, daß wir im Deutschen Handelstag und im Deutschen Landwirtschastsrat — ick) nenne in diesem Augenblick nur diese beiden, weil sie in diesen Tagen besonders hervorgetreten sind —, daß wir in diesen Körperschaften bcruss- ständische Vertretungen haben, die kein politisches Agitations- bedürsnis kennen, sondern Politik treiben, indem sie praktisch für das Wohl der von ihnen vertretenen Berufszweige arbeiten. So haben sie sich ihren Platz neben den Parlame n t e n erobert und behauptet und können gewiß sein, daß wir ihrer Arbeit vollste Aufmerksamkeit schenken. So dienen sie dem Allgemeinen und dem Besonderen, sic haben die Anwaltschaft übernommen für die Sonderintereisen der von ihnen vertretenen Berufszweige, aber indem sie )id> über das ganze Deutsche Reich erstrecken, weisen sie die partikulare Engherzigkeit von sich und blicken weit hinaus über den K i r ch t u r m s h o r i z o n l. Wir alle wissen, iuctd;e verhängnisvolle Bedeutung gerade im wirtschaftlichen Leben eine We i chbi l d po l i t i k haben kann, nicht nur aus dem mittelalterlichen Zollkamps von Stadt zu Stadt, sondern bis weit hinein in daS 19. Jahrhundert und bis in die ersten Jahrzehnte des Deutschen Zollvereins. Vor zwei Jahren in Heidelberg konnte der Deutsche Handelstag mit Stolz darauf Hinweisen, daß seine Gründung zum' erstenmal den deutschen Linheitsgedankcu in den großen Bernsen der wirtschaftlichen Arbeit verwirklichte. Im Rückblick.aus die Zeit vor hundert Jahren hat Ihr verehrter Herr Präsident und ihm folgend Herr Geheimrat Vogel mit warmen Worten Zeugnis dafür abgelegt, daß Opfernru t und Hingabe an das Vaterland heute die gleichen sein sollen, wie damals. Als unsere Väter in den F r ei hei t s ka m p f zogen, da glichen im preußischen Staat Handel und Industrie einer Treibhauspflanze, die künstlich gestützt und gehalten werden mußte. Waren dock) die Hauptzentren des Gewerbefleißes, die,größeren Städte, für ihre Einwohnerschaft sogar von der Waffenpflicht und der Kantvnpflid/t befreit. Heute breitet der deutsche Handel und die deutsche Industrie als mächtiger Baum ihre Zweige weit hinaus. Der deutsche Kaufmann, mag er in Erfüllung seiner Wehrpflicht Tegen und Flinte tragen, oder mag er in Kontor, Werft ober Fabrik kalkulieren und disponieren, immer steht er im Dienst des Vaterlandes. Seine Arbeit in und mit dem Auslande festigt nicht nur die eigene Größe Deutschlands, sondern fördert zugleich das gegenseitige Verständnis und die gegenseitige Achtung der Völker, überbrückt die Gegensätze, schasst gemeinsame Interessen nnd damit zugleich die Bürgschaft für den Weltfrieden. So dürfen wir hoffen, daß neben unserer starken Wehr diese völkerverbindende Arbeit des deutschen Kaufmanns uns helfen wird, den Frieden, für den wir unsererseits immer eingetreten sind, auch sernerhin zu erhalten. Lebhafter Beisall.) Freilid), dessen müssen wir uns bewußt bleiben: Gute und schlechte Jahre, ruhige und unruhige Zeiten wechseln notwendig mit einander ab. Deshalb sind gerade in kaufmännischen Betrieben Erfolge nickst dem unbedachten Dranflosstünnen, sond'rn dem umsichtigen Vorwärts- schreiten, dem Festhalten an den alten Vorzügen deutscher Art und Arbeit, an der Treue — ich möchte sagen, an > ol- Dic „Norddeutsche Llllgemcine Zeitung" schreibt: lieber angebliche Mißhandlungen türkischer Kriegsgefangener in der Festung Belgrad veröffentlichten mehrere deutsche Blätter Angaben, denen in Serbien sofort und mit Entrüstung widersprochen wurde. Ein deritscher Gewährsmann, der als Arzt in der Festung tätig ist, bestätigt, das; jenen , , , für Deutschlands Inter essen in Serbien interessante Ausführungen des Abg. Grünewald nach. Er J Stillt, mnen, iil "motu I I tesS ?tn.ntiurtcr>^ ff I ehli *7" 0 ZwisckMhandcls und Der Ytngeireuien, iul tmu ^uuu- -- S 'chtigung des Kleinhandels und dafür zu Jorgen, daß das Be- I streben der chemischen Industrie nach Entnncklung eines em- Al ■ §einti)d)cn Rafsinationsgewerbes gefordert wird. Nach einer dlussprache, in der auch Gegner des Regierungs- ontwurfs zu Morte tarnen, wurde mit 320 gegen 72 Stimmen die L-ntschließung angenommen mit dem atz, das das Mort r£eud)töt" ergänzt werden soll durch die Worte „in guter schädlich wirkenden Preßmeldungen nichts Tatsächliches zu Grunde lag. Die türkischen Gefangenen in der Belgrader Festung werden menschlich behandclt. Sie erhalten die gleiche Kost wie die verwundeten Serben. Bc- ondere Streitigkeiten mit den serbischen Wachen smd nicht vorgefallen. Der Angriff auf Skutari. Cetinje, 19. Febr. (Aus amtlicher montenegrinischer Quelle.) Die Beschießung Skutaris wird nut Er- olg fortgesetzt. Gegen den linken Flügel der Kolonne Martinowitsch, die das Dorf Zuos besetzt hält, eröffnete der Feind von Brditza aus ein heftiges Artillerie feuer. Die Montenegriner erwiderten es energisch und brachten die türkischen Geschütze zum Schweigen. Tas Feuer der türkischen Artillerie blieb wirkungslos. Auf den übrigen Punkten herrscht 'bis auf einige unbedeutende Scharmützel Ruhe. Die Montenegriner rüsten ich zum Angriff. Riza Pascha ermordet? Nach dem Mailänder „Seceolo" wurde der Kommandant von Skutari, Riza Pascha, von zwei Meuchelmördern ermordet, als er eine Feierlichkeit im Haufe Efsad Paschas verlassen hatte. Nach dem „Temps" hat Rumänien an Rußland und Italien die Bitte gerichtet, als Schiedsrichter in dem Konflikt mit Bulgarien zu fungieren. Enver Bei» ist zum Generalstabschef des auf Gallipoli operierenden 10. Armeekorps, der frühere Marineminister Hurschid Pascha zum Kommandanten von Gallipoli ernannt worden. ttr. 43 Erstes Blatt 163. Jahrgang Donnerstag, 20. Februar 1913 Der «ithener «nzekg» amt Mz, a. ä Be;«a4vrei »: erscheint täglich, außer JiatiXgKr 'W monatlich 75 Bt, öiertet- Sonntags. - Beilagen: < ▲ Ik. ▲ ▲ M ▲ ▲ ▲ a JkA. jährlich Mk. 2.20: durch viermal möcbcntlid' XX. W AA A O Abhole- u. ZweigsteNen -iehenerFamilienblätter. M M iw B W W y jBN M mouaklick, 6ö Pi.: durch zweimal Ivöcheull.rlreis- B HW W ST fl W R R A V fl VH R R fl V R R H WV R dieVostMk.2.—viertel- blatt für den Ureis Siesten W W W R mH W W WaX R JF W RH R H R Hf R jährl. ausschl. Benellg. iTienstag und Freilag); Hf HS H R R WU R A JES R R ■H Hk R U R Rk H Zeileupreis: lokal lo Pi., zweimal monatl. Land- jK? WRte' W W W HL W [QL W aus,varls 20 P'euuiq. wirtschaftliche Zeitfragen 'V W W DZ W ▼ Chefredakteur: A Goetz. Ferniprech -Aufchlüsje: M Kf fikeS Peraulwortlich für den für die Redaktion 112, politischen Teil: August General-Anzeiger für Gberheffen Ess färl"bieltz*”e»nununet «ofötionsötud und Verlag öer Brüb!'fd)(n Univ.-Such- und SleindruSerei R. Lange. Nedaltion. Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Land"'E.H-n!"ür de': , Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 SelchSstsstelle vahnhofprabc I6a. Anz°.a°nl-,u H. ichell- ische ■otmcrstafi mim S einmiieno. V bis 5 P'uck . er Piund 10 W ■ ■ Deutsche Handelstag ist grundsätzlich der Schaffung von [; Staatsmonopolen, sofern nickt zwingende Gründe im oisentlichen r Interesse dafür vorliegen, abgeneigt, er erblickt indcyem in der I Entwicklung, die per Leuchtölvertneb unter der Herrschaft der I Standard Oil Company genommen hat, eine Gefahr, der das I »eich entgegentreten sollte. Der vom Bundesrat beschlviiene mb dem Reickfslag vorgelegte Entwurf emes Gesttzev über den Ver- I kchr mit Leuchtöl kann nur bann als Grundlage dafür dienen, ■ nenn für die Vertriebsgesellsckzast die Beschaffung einer gus- I rucheuden Menge von Leuckstöl zu mäßigen Preisen ge.wahrleistet i! i ü. Außerdem ist für eine angemepene Entfckwdigmw des N IwisckMhandels und der Angestellten, für eine hinreichende Berück- stellte fest, die oberhessische Erzproduktion habe außerordcnt llch unterm Dagenmangel gelitten,- es hätten manchme an einem Tage 100 Waggon Erz versandt werden können nährend nur 30 oder 40 Waggon zur Verfügung standen Unsere Regierung hätte also allen Grund, zu ihrem Teil dazu beizutragen, daß in Zukunft dar Wagenmangel nich mehr in solchem Maße sich geltend mache. In der Hinterlandbahn frage erklärte Abg Grünewald: Im Frühjahr vorigen Jahres habe er mit Aby. Urstad oit die Regierung die Bitte gerichtet, dem nordwestlichen Tci der Provinz Oberhessen und insbesondere der Stadl Gießen be hilslich zu sein bei den Bestrebungen, die sich aus eine Bahnver bindung mit dem sogenannten Hinterland bezogen. T-e Bestellung sei lange nirt und d nn in dem Sinne bean w. rtet worden, daß von der vreußischen Regierung noch keine Antwort da |e. Mittlerweile habe die Vertretung der Stadl Gießen, mit der dii Gemeinden des Hint-rlandes Hand in Hand gingen, erzielt, das der große Arbeitsausschuß, der in den interessierten Handestc len sich gcbilbet habe und dem er, Redner, für die Sladl Gießen angeh^re, ein Projekt ausgestellt habe, nach welchem die neue Bahn nicht nur in Wetzlar sondern auch in Gießen einmünde sie solle sich an einem weiter nordwestlich gelegenen Punkte gabeln 'Ter wirtschaftliche Verkehr aus dem früher hessischen Hinterlande wünsche eine Verbindung mit Gießen und er müsse es als eine dringende Aufgabe der Großh. Negierung bezeichnen, daß sie diesem Bahnprojckt ihre volle Aufmerksamkeit widme Und die Bestrebungen der Stadt Gießen auch bei der vreußischen Regierung unterstütze. Tie Stadt Gießen habe von früher her zu leiden unter einer verfehlten Lisenbahnpolitik. Bezüglich der Verbindungsslrerke, welche für den G iterverkehr errietet iverbc, solle bei Klein-Linden zwischen der Köln—Mindener Linie und der Main-Weser-Bahn und welche den Bahnhof Gießen entlasten solle, hege er die ernste Befürchtung, daß die neue Verbindungsbahn vielleicht doch auch zur Vorbeilcittmq der von der Lahn und aus Westfalen her 'kommenden und nach Süden fahrenden Schnellzüge benutzt werde oder daß wenigstens doch die preußische Verwaltung gelegentlich damit drohe und Nachgaben in anderer Riästung zu erzielen in der Lage sei. Leicht lasse sich ja eine solche Unrgehung wegen der verschiedenen in Gießen ^usammenlaufenden Linien nicht ausführcn, aber sie sei immerhin möglich. Ter Redner erinnert hierbei an Offenbach und die angedrohte Umgehung dieser Stadt durch Umleitung "ber Züge über Mainkur. Eine solche Ausschaltung der Stadt Gießen aus dem Fernverkehr sei außerordentlich bedenllich und er richte an die Regierung die Bitte, bei Genehmigung der neuen Verbindungsbahn darauf bedacht zu sein, daß eine Kautele geschaffen werde gegen eine solche Umgehung. Ter Redner tritt sodann unter allgemeiner Zustimmung, insbesondere^ auch vom Regierungstisch., dafür ein, daß eine E'lzugs- oder Schnellzugs- Verbindung zwischen Gießen imb Frankfurt in den Nachmittags.stunden auch für den Winterfahrplan eingerichtet tverde: der Zug 2,17 ab Gießen sei nur für einen längeren Mittagsschlaf geeignet._______________________________________ veutfcbes Keid». Zur zweiten Beratung des Voranschlags der Reichs ei s e n balh n en beantragt die sozialdemokratische Fraktion des Reichstags den nicht etatsmäßigen Beamten und sämtlichen Arbeitern der Reich Seisendcch neu eine Erhöhung ihrer Bezüge von 10 bis 15 Prozent zu gewähren. Zurzweiten Beratung besPo st Voranschlages Beantragen die liberalen Parteien, die wirtschaftliche Bereinigung, das Zentrum und die Polen, den Reichskanzler zu ersuchen, anzuordnen, daß die Reichs-Post- und Tele- graphenverwaltung bei Vergebung von Lieferungen, die ganz oder teilweise in der Hausarbeit her- gestellt werden, 1. die Berufsorganisation und Genossenschaften der Hausarbeiter und -arbeiterinnen berücksichtigt, 2. solchen Lieferanten den Vorzug gibt, die für die in der Hausarbeit hergestellten Arbeiten mindestens die von den Berufsorganisationen und Genossenschaften der Hausarbeiter und -arbeiterinnen gezahlten Löhne nachweislich zahlen, oder mit den Organisationen der Hausarbeiter und -arbeite- rinnen Tarifverträge vereinbart haben, oder deren für Hausarbeit gezahlte' Ahne von dem zuständigen Fach-Ausschuß als angemiessen bezeichnet sind. — Tie wirtschaftliche Bereinigung beantragt Erwägungen darüber anzustellen, in welcher Weise den Arbeitern und Handwerkern der Reichs-Post und Telegraphenverwaltung ihre Arbeiterund Handwerlerdienstfahre soweit auf daS Besold ungs- dienst.alter angerechnet werden können, daß sie bei der etatsmäßigen Anstellung nicht hinter den Postboten und Postillionen mit gleichem Tienstalter in Bezug auf Besoldung Und Ruhegehaltsberechnung zurückstehen. Ferner beantragt diese Fraktion die Kosten der ärztlichen Untersuchung dieser Arbeiter und Handwerker für die etatS- mäßige Anstellung auf die Postkasse zu übernehmen. Ein w ü r t t c m b c r g i s ch c s K i n o g c s e tz. Tie württcmbergische Regierung hat dem Landtage, zunächst der Ersten Kammer, ein K i n e m a t a g r a pH e n g c se tz vorgelegt. Ter Öntttrurf führt eine staatliche Prüfungsstelle für Films ein und schreibt vor, daß zu öfsetttlichen Liästspieloorstrl- lungen nur solche Films Venvendet werden dürfen, die von dieser mit der landespolizcilichen Zentralstelle verbundenen Prüfnngs- stelle geprüft und zugelassen sind ober die schon von ähnlichen auswärtigen Polizcibel'rden zugelassen worben sind. Tie Unter* nehmcr haben alle zu öß'entlichen Vorführungen bestimmten Films der Ortspolizeidch rbe rechtzeitig anzuzeiaen. Jugendliche Personen dürfen in Begleitung nur zu solchen Vorstellungen zugelassen werben, in denen ausschließlich Bilder vorgefühct werden, die von der Landesstelle als für Iugendvorstellungen geeignet erklärt worden sind. Solche Jugcndvorstcllnngen dürfen nickst länger als bis 8 Uhr abends dauern. Zur Deckung des dem Staate nnd den Gemeinden durch die Prüfung der Films entstehenden Auf- ivandes werden Gebühren von den Unternehmern erhoben. Au-lanv. Der österreichische M a r i n c f o m nt andant Admiral Graf Montccuccoli beabsichtigt, mit der Erreichung seines 70. Geburtstages nm Enthebung von sein e m Posten n a ch z n s u ch e n. Ter neue Präsident von Mexiko, General Huerto, gab dem Botschafter der Bereinigten Staaten den Regierungswechsel bekannt und bat ihn, die Vertreter »er übrigen Großmächte davon zu unterrichten. Ter Botswaner am wertete, jic alle lallen den Wunsch, daß Huerta die Ordnung ausrecht erhalte. Huerta rief sodann die Kammer zusammen. Laredo, der Führer der Aufständisckwn des Nordens, billigt die Ernennung Huertas zum Präsidenleu nicht, crflärt viclmekr, den A u t st a u d fort zu s v r e n, wenn nicht ein anderer, am liebsten de la Barra, zum Präsidenten entmint würde. Tas ne u e japanische Kabinett Itiirbc folgendermaßen zusammengesetzt: Premierminister Pa- inamoto, Auswärtige.: Baron Mallno, Krieg Generalleutnam Kikoshi, Marine Vizeadimral Baron Saito, Finanzen Baron Morciino Takahashi. Handel Taisuo Bamamoto, Justiz Matsuda, Inneres Vicomte Mei Hara, Unterricht Motob.i, Verkehr Oluda. Anr Sta-t und €anb. Gießen. 2i», F-edrnar 1913. ♦ ♦ Tageskalcnder für Tonnei^tag, 20. Jede.: (»efeO scho't für Erd- und Völkerkuioe: Vertrag twn Dr jur. t : hil Huao Gr ot he-Leipzig: Aldanic n . {ein i'olfetum in.: {eine künftige Abgrenzung. AhendZ tt1/* Uhr in bei Neuen Au'a. Freidenker - Vereiniquna Gießen: Vortrag von Tro*'eiio t ?r. W. Kinkel- Mienen über Willensfreiheit und litt liche Verantwortlichkeit. Abends 8% Uhr im »Einhorn * ** Ans dem Militär-Wochenblatt. Generalmajor bahn, Generaladjutant des Großherzogs von Hessen, ronrbt ,um Generalleutnant befördert Major und Bataillonskomnian- x:ur v. Breitenbach im Inf.-Regt. Herzog Karl von Mecklen urg-Strelitz 6. Lstvreuß. Nr 43, wurde mit der gesetzlichen ßenfiou zur Disposillon gestellt und zur Tienstleiitung mit der ''asgabe kommandiert, das das Kommando einer Versetzung gleich st, wurde als Bezirksoffisier beim Landw.-Bezirk Main; eingestellt. Major Frhr. v. Lehmann, beim Stabe des Leibgarde Im.- RegtS 1. Hess.) Nr. 115, wurde als Bataillonskommandeur in )as 2. Lothring. Ins.-Regt. Nr. 131 versetzt, o. Lewinski, Major im Generalstabc der Hess. (25. Tiv., wurde unter Belassung in Generalstabe der Armee zum Militärattachce bei der Gesandt- schast in München ernannt. Major Hamschel, aggregiert dem Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Hess ) Nr. 117, zu dem Stab des Regiments übergetreten. Oberleutnant v. Selasinsktz im Inf.-Leib Regt. Großherzogin (3. Hesfll Nr. 117 wurde unter Beförderung zum Hauptmann in das 7. Lothring. Inf.-Regt. Nr. 158 versetzt und dem Stabe pes Regiments überwiesen. Tie Leutnants v. Küchler, v. Frantzius im Leibgarde-Inf.- Regt. (1. Hess.) Nr. 115, Hcymann im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Hertmann gen. Schulte im Jnß- Leibregt. Großherzogin (3. Hess? Nr. 117, wurden zu Oberleutnants befördert. Oberleutnant Summa wurde von der Uuter- ofsiziersschule in Treptow a. R. in das 5. hessische Jnfantcric-Regt. Nr. 168 versetzt. Leutnant K l o p p im 5. Hess. Ins.-Regt. Nr. 168 wurde zur Militär-Knaben-ErzichungSanstalt in Annaburg versetzt. Ritter und Edler v. Nogister, Major a. D., zuletzt Eskadr.- Chef im Garde-Trag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, wurde mit seinem Patent vom 18. August 1908 A in der Armee beim Stabe des Jäger-Regts. zu Pserde Nr. 2 wiederangestellt. Frhr. Wester- weller v. Anthoni, Major und Eskadr.-Chri im Gardc- Drag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, wurde zum Stabe des Trag.-Regts. Prinz Albrecht von Preußen (Litthau.» No 1 und Thon, Rittm. im Jager-Rcgt. zu Pserde Nr. 6 als Eskadr.-Chef in bas Garbe- Trag.-Regt. 1. Hess.) Nr. 23, versetzt. Major v. Hahn, beim Stabe bes Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Felbart.-Regts. Nr. 25, würbe in bas Kurmärk. Fclbart.-Regt. Nr. 39 versetzt. Leo, Oberlt. im Ins.-Regt. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118, würbe in bas Tclegraphen-Bat. Nr. 4 versetzt. Messow, Rittm. unb Komp.-Ehes im Hess. Train Bat. Nr. 18, würbe zum Stabe bes Brandenburg. Train-Bat. Nr. 3 und Wronsky, Obcrtt. im Brandenburg. Train-Bat. Ni. 3, unter Beförderung zum Rittm., vorläufig ohne Patent, als Komp.-Ehef in das Hess. Train- Bat. Nr. 18, versetzt. Der Fähnrich Fink im Train Bat. Nr. 18 wurde zum Leutnant mit Patent vom 22. Febr. 1911 befördert. Brestlin, Ob^ri'lt und Kommandmr des Kürhess. Train-Bat. Nr. 11, wurde mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Großh. Art -Korps, 1 Hess. Feldart.-Regt Nr. 25, in Genehmigung seines Abschi?dS"euchs mit der ee'etz'ichen Pension zur Disposition gestellt. Der Assistenzarzt der Reserve Dr. Bolt (Darmstadts wurde znm Oberarzt rnh die Unte^'-ric der Reserve Dr. Seuling und Thurm (Gießen) zu Assistenzärzten befördert. • • Gewerbebank Gießen, e. (9. m. u. H. In her gestern abend nbaehoffenen Generalversammlung der Gewerbe- bank wurde beschlossen, die seitherigen langjährigen Vorstandsmitglieder Kontrolleur Louis Walther und Buchhalter W. Moeser zu Direktoren zu ernennen. Stadtthcater. Anr Premiöre von »Mein Freund Teddy* am Freitag dürfte noch eine neuerlich'' Besprechung von der Aufführung am Krefelder Stadttheoter interessieren. Es heißt da: „Der hiesigen Erstaufführung des Stückes, die gestern abend im Stadttheater vor sich ging, sah nian mit großem Jntereffe entgegen, nachdem „Freund Teddy" in den Berliner Kammerfpielen ungezählte Male mit stets gleichbleibendem Erfolg über die Buhne gegangen war und weiter geht. Die hiesige Aufführung hat gezeigt, daß „Freund Teddy* auch in Krefeld Bodi-n sindet, was durchaus noch nicht von allen in Berlin mit Erfola gespielten Stücken von vv'nherein anzunehmen ist. Aber „Freund Teddy* "gefiel, und mit Recht. Daß Stück amüsiert und unterhält; c8 wurde deshalb gestern auch mit regem Beifall aufge'wmmeu und wird in der Gattung Lustspiel zweiselloS vbic Sensation* dec diesmaligen Spielzeit werden." • * Tie Deutsche Kolonialgesellschaft teilt uns mit. daß der für heute vorgesehene Vortrag des Oberstleutnants n. D. Niechelmann über das Thema: „Wie ich Ost-Afrika zu WißmannS Zett und 20 Jahre später gründen habe* erst ain 6. März slattfinden wird. * * Gewerbcbank Gießen, c. G. m. u. H. Am Mittwoch abend sand im Saale der „Großherzog von Hessen" die 54. Gcneralversammlung der Gcwerbebank Gießen, c. G. nt. u. H., statt Ter Vorsitzende des Aufsichtsrats, Stadtv. L. Petri, führte nach Begrüßung der von 91 Mitgliedern besuchten Versammlung aus, daß auch im abg clauf en en Jahre die Geschäfts- isührung das in sic gefetzte Vertrauen gerechtfertigt habe. Der im vorigen Jahre gefaßte Beschluß, die Bank in eine Genossen schast mit beschränkter Haftung umzmvandeln, habe keine Vcr änberung int Geschäftsgang gebracht, so daß die Bank als ans solider Grundlage stechend betrachtet werden könne und ihr voraussichtlich im kommenden Jahre neue Mitglieder beitreten werden. Durch Tod bat die Bank 24 Mitglieder, darunter bas langjährige Aufsichtsratsmitglieb Earl Wenzel verloren: das Andenken her Verstorbenen wurde in üblicher Weise geehrt. Infolge des beschrankten GrundstücksvcrlchrS hat bas Baugewerbe gelitten, was einen gewissen ungünstigen Einfluß auf btc Geschäfte der Bank zur Folge hatte, der indes auf anderer Seite teilweisen Ausgleich sand. Herr Petri dankte dem Vorstand und den Ge- hilscn für ihre treue Mitarbeit, desgl. dem AufsichtSrat, der seine Ausgaben gewissenhaft erfüllte; er empfehle deshalb die Wiederwahl der satzungsgemäß ausscheidenden Anfsichtsratsmitglieder. Durch die von der Revisionskommission vorgenominene Revision der Geschäftsführung wurde festgestellt, daß diese in bester Ordnung sich befand. Er hoffe, daß auch im neuen Geschäftsjahre die Bank sich weiter entwickeln werde zum Wohle der Stadt und des werttätigen Bürgertums. — Der von Direktor Loos erstattete Geschäftsbericht betagt, daß die Bank mit dem ^v gelaufenen (scfchäitsjabr zufrieden sein könne; an dem günstigen Geschäftsgang tzütten allerdings Banpandwerk nnd Terraingeichäit nick.t i.iinebinen können, dadurch hohe Lcktten iit Bezug aut Besitz- wert »el, Straßeick au kosten, teuere Geldverhältnisse usw. Schwierig leiten in der Beschaffung von Hypoibekeng-ldern das Baugcschäit ungünstig deemsUtßt wurde. Die Bank tonnte die nackxzesuchtert Kredite nicht voll befriedigen. Tic Schwierigkeiten in bei Erlangung von Hvvotbeken bilbeten den Grund bei starken In- ansvruchnahme der Bank. Mit Eintritt der bcidiräuficn Haftung nürben, nach den bisher gemadiicn Zusagen, der Bank neue Mit- glieber zugesührt. Ter Bericht über die einzelnen Konten zeigte nn ersreulidics Bild des Emporblübens der Bank; die zunehmende Anlage von ^vaigcldern beweise das aud) von Nidumitglicdern in die Bank gesetzte Vertrauen. Tie Bank werde auch ferner in den bisher bewährten Bahnen wandeln. — Der im vorigen Jahre gnafitc Beichluß, die Bank in eine Genossem'chafl mit bcfchränttcr >?astnng umjuwanbdn, ist bei bepi Amtsgccichl gestellt worben • auf btc von letzterem gestellte Aufforderung cn die Gläubiger, ihre Anwrüche geltend zu machen, sofern fte mit her Umwandlung nicht einverstanden seien, haben fidi Gläubiger nicht ge- Ter Geschäftsanteil .st aut 1000 Mk., die Ha tsummc aus 2000 Mk. lestgcfctzt worden: den Mitgliedern stehl es frei, zwei Geschäslsanteile zu erwerben. Herr Loos erklärte sich bereit den Mitgliedern weitere Auskunft über alles, was mit der Umwandlung in btc neue Gesellschaftsform zusammenhangt, Auskunft zu erteilen. — Tor Antrag über bic Genehmigung fcer Jahrcsrechnung unb Bilanz unb bte dem Vorstände unb Auf- icktsrate zu crteilcnbc Entlastung wurde angenommen, unb der vorgeschlagriten Verteilung des Reingewinns iuneftimmt T an ach (ollen von dem 92 986,81 Mk. betragenden Reingewinn über wiesen werden: dem 5)auptrcservefonbS 9514 Mk., dem Reserve fonds II 15 000 Mk., dem Etfekten-Reservetonds 4000 Mk., den Mügliedern 6' _> Proz Tividende --- 63 704,55 Mk.. auf neue Redinung vorzistragen 768,26 Mk. — Vorstandsmitalied W. Moeser berichtet über die am 29. April 1912 durch den Perbandsrevisor vorgenommene Revision der Bank. Der Bericht des Revisors d-z ichnet die Fundierung der Bank als gut, die Führung der Büdier den Ansorderungen des Gesetzes und den Grundsätzen des Genossenschaftswesens entsprechend. Tie von dem Revisor vor- geschlagenen Verbcsscrungen werden von Herrn Moeser eingehend besprochen nnd erläutert. — Die in der Generalversammlung vom 19. März 1912 beschloßene Aenderung der Satzungen bat die Genehmigung der Aufsichtsbehörde gefunden: eine demnächst'* stattfindendc Generalversammlung wird endgültig darüber be-' schließen. — Ter vorgeschlagenen Aenderung des S 4 bet Satzungen, nronad) ber Vorstand in Zukunft aus drei Tirekloren «anstatt aus einem Direktor und Kassierer, einem Kontrolleur und einem Buchhalter, bestehen soll, lvird zugeskimmt, io daß in Zukunft bic bisherigen Vorstanbsmitglieder Walther und Moeser als Direktoren mit bem bisherigen Direktor LooS die Bank vertreten. Tiefe Aenberung ist nach ben Darlegungen bes Vorsitzenben des Aui- sichtsratcs im Interesse einer glatten Abwickelung ber Geschäfte nötig geworben. — Die nun folgende Ersatzwahl auöscheibender AufsichtsratSmilglieder ergab säst einstimmige Wiederwahl der bisherigen Aussichtsratsmitgliedcr, der Herren C. A. Faber, Louis Fuhr, Dr. Gutflei sä) unb Otto Schmidt. An Stelle des verstorbenen Herrn Carl Wenzel und des sreiwillig aussdridenden Herrn H. E. Jugharbt würben bic Herren Rechts - anwalt Arnold und Kam'mann Fritz Jung (in Firma Carl HenscO gewählt. — Herr Petri schloß hierauf die Versammlung mit dem Wunsche, daß die Genossenschaft auch ferner sich in erfreulicher Weife entwickeln möge. Landkreis Giefzen. b. Wiefeck, 18. Febr. Gcmeinderat^sitznng. Anwesend: Bürgermeister Schomber, Beigeordneter ischäfer und die Gcmeindcratsmitgliede^: Luh, Weller, Wcuker, Vogelhöfgr, Fr. Teibel, L. Deibel, Völzel und Becker. Es wurde beschlossen, die Gemeindesteuer in 6 Zielen zu erheben, und zwar soll die Erhebung in den Moncrtzen erfolgen, in denen keine Staatssteuer erhoben wird. — Das Gesuch des Karl Tech III. um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft, hier Bejahung der Bedürf, nisfrage, das nochmals vom Kreisamte zum Bericht an den Gemeinderat zurückgegeben wurde, kam nochmals zur Abstimmung. Das Ergebnis war Stimmengleichheit und das Gesuch ist als abqclehnt zu betrachten. — Die Einrichtung und Anlage einer P o l ksb i b l i o t h e k wird vom Gemeinderat genehmigt. Als Ausschußmitglieder wurden die Gemeinderäte Luh, Weller unb Vogelhöfer gewählt, die sich auch freiwillig erboten, die Bibliothek«trgeschäfte unentgeltlich zu versehen. — Dem (besuch des Jakob Schäfer um Ucberlafsung eines Grundstückes wurde, auf Widerruf für einen jährlich Pachtzins von 20 Mark stattgegeben. — Die Anstellung und B e s o l d u n g s v c r h ä l t n i s s e der Gemeinde'beamten, hier die Anuachne der Satzungen, wurde zur Vorprüfung einem Ausschuß überwiesen. — Die Anschaffung eines K' a s f e n s ch r a n ke s für die Gc- meinde-Einnebmerstelle wird genehmigt. Mit dessen An schafsung würbe ein Ausschuß betraut. — Dem Adam Ziegler wird bewilligt, sein Grundstück in der Philosophenstraße an die Gemeinde-Wasserleitung anzuschließen, jedoch muß Ziegler für jeden Schaden und für die entstehenden Kvsteu auflontmen. — Zur Straßenbeleuchtung wurde besihiosieu. vom 1. April 1913 ab von dem Pauschalsyftcm^zum Zähler«! system überzugehen. — Ter Antrag, den Steuerzahl'ru die Steuerzettel in verschlossenen Umschlägen zuzuseuden, erfuhr bei der Abstimmung Stimmengleichheit und ist in* folgedessen abgelehnt. Hessen-Nassau. Ebsdorf, 19. Febr. Heute nacht ist hier die Kaiser'sche Scheuer und daS Priemcr'schc WohnhanS abgebrannt. ______________ | Prcvluz......vuviajiiß ocr Provinz £ucrbcncn. Gießen, 19. Februar Anwesend: Provinziaidiret.wr G hcimerat Tr. Usinger als Vorsitzender, 1 Mitglieder und 2 Ersatzmitglieder. Anfang 9, Ende 12> Uhr. 1. Beigeordneten wähl zu Inheiden. Bei der Wahl eines Beigeordneten der Gemeinde Inheiden tourbc von keinem der Kandidaten die absolute Mehrheit erzielt. Es wurde deshalb Stichwahl erforderlich, in der Karl Junker gewählt wurde. Gegen seine Wahl erhoben verschiedene Wähler Einspruch, den- sie daraus stützten, daß vor und nadi der Wahl in der Wirtschaft des Gewählten Freibier gegeben worden sei. Der Krrisausschuß des Kreises Gießen verwarf die Einwendungen als unbegründet. Er erachtete es als nicht zweifelsfrei festgestcllt, daß Freibier vor dcr Wahl verabreicht wurde. Daß dies nachher gesckzehen sei, stehe fest, es fehle aber ber Nachweis, daß es vor der Wahl versprochen worden sei. Gegen die Entscheidung des Kreis- ausfchusses hat sein Vorsitzender im öffentlichen Jntcressc Berufung verfolgt. Zur Begründung wurde im wescnl« lichen ausgefi'lhrr, wenn Verabreichen von Freibier nack der Wahl nur int Falle vorherigen Versprechens die Wahl un gültig mache, so sei cs nicht möglich, den Unfug des Freibier spendens zu beseitigen, da es schwer sei, nachzuweisen, daß das Bier vorher in Aussicht gestellt worden sei. Die Berufung wurde von dem Provinzialausschuß für begründet erklärt und unter Aufhebung der Entscheidung des Kreis ausschusses die Wahl des K. Junker für ungültig erklärt Tic Kosten des Verfahrens fallen dcr ('k'meinbc Inheiden zur Last mit Ausnahme der durch die anwaltliche Ler tretung des Gewählten entstandenen Kosten. 2. T i c Kreis st raßeDahnhos Belkers h e i m — Obbornhofen — Trais-Horloff. T:m Kreis Gießen find durch Herstellung von Feldmegabfahrten in Gemarkung Bellersheim Kosten entstanden, die zum Teil von der Feld bercinigungskassc ersetzt wurden. Ten Rest forderte ber Kreis bet Gemeinde Bellersheim an, biefe weigerte sich zu zahlen unb bas Kteisamt richtete hierauf ein förmliche Änfinnen au bic Gemeinde Auf tnni Einspruch der Gc mcinde wurde, da der K'reisaussckntß Gießen sich für unzu ständig erklärte, die Sache an den Kreis aus schuß schotten zur Entscheidung verwiesen. Tic Gemeinde begründete ihr« Weigerung damit, daß ihr s. Zt. die vollständig [b|"lcnfreie Herstellung ber Straße zugesichcrt worden sei. Außerbcni seien bie Ueberfahrten zu teuer und schließlich sei btc Gc mcinbc bei der AuSsüyrung nicht gefragt worben, -vcr Kreisausschuß Schotten nahm als nicht bewiesen qil ocy Kostenfreiheit zu gesichert worden sei, erachtete auch dic übrigen vorgebrachten Gründe als nicht stichhaltig une verurteilte bte (Gemeinde Ku der geforderten Zahlung, ihren Einspruch entschied dagegen heute der Provinzial ausschuß, daß die Gemeinde nicht verpslichtet sei, bem sinnen des Kreisamts Gießen zu entsprechen. Die bare, Auslagen des Verfahrens einschl der der Gemeinde Bellcr--'- heim envachsencn sallcn dem Kreis Gießen zur Xaft. vO- Pause ein. Grotzfeuer in Tokio. : ! Mnder WririfctaMM| Di- auf Freitag, d-n 21. l. MS., in das | .fintel Einkorn berufene Bersammluna SUDl-ÜSIuvK" Hotel Einhorn berufene Versammlung Der Vorstand. v2°/t Eintritt 30 Pfg. v"/. Srtöaruw Kietzen für ^rfluenftimmrerfiL Gieasen (Liebigstrasse 47), 20. Februar 1913 1N0 Max Jaskownky. afli ui Eintritt frei! Eintritt frei! ia$t ist hier W c AohnhauS s!- 9 1 hiel r Beachten Sie meine Schaufenster Nehmen Sie Rücksicht auf die billigen Preise im SchuhhausWolfl Die glückliche Geburt eines kräftigen Mädchen* zeigen hocherfreut an Moritz Bauer und Frau Ida geb. Joseph Tokio, 20. Febr. Im Mittelpunkt der Stadt ist ein großes Feuer ausgebrochen, das Hunderte von Däusern vernichtete. Tauseirde von Menschen sind obdachlos. Letzte 21 richten« Aus der Hessischen Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 20. Febr. Um x/210 Uhr fährt die Kammer in der Beratung des Kap. 10, Staatseisenbahncn, fort. Zunächst sprechen die Äbg. Hauck und Korcll iAngenrod). Finanzminister Braun gibt einige Zahlen über die Lohnverhält - nisse der Eisenbahnarbeiter. Besondere Wünsche äußern die Abg. Brauer, Finger, Soherr, Best. Tann tritt eine handel Dnkfeldorl, 19. Fede. Zn der heutigen Sitzung der Röhren •Konvention, in der sänttliche Werfe vcrtieten waren wurde die allieitige Bereitwilligkeit fcftneftctlt, unverzüglich^die Arbeiten tür die to r ü nduug eines G e f a m t» R ö li r e n» S y n d i k a t s anfznne'nnen. Die Werke werden am Monatsende zu weiteren Berlmndlungen zmamiuentreten. Inzwischen werden die nötigen Erhebungen in die Wege geleitet. (RericbftfddL Die Verhandlung gegen den Wet'terkeschen „Nouvellist e". ro. Colmar, 19. Febr. Bor der Strafkammer des hiesigen ^Lifdgerichts kam heute als Osfizialklage die Beler'digüngs- i[ t g c desUnter st aatssekretärs Mandel gegen den ^ouvelliftc", das bekannte Wetterlesche Blatt, zur Vcrhand- tfBg. Nach 2V2ftündiger Verhandlung wurde der angeklagte Redak- tut Sidel vom „dtouvellist" sreigesprvchen. Das Gericht [jjim aus 'Grund der Beweisaufnahme an, daß in dem unter ^nfiagc gestellten Artikel der Unterstaatsfekrctär Mandel nicht Limicint gewesen sei. Bekanntlich war nach Auffassung der An- Eejc in den Ausführungen des „Nouvelliste" Unterstaatssekretär rUnbel als Mitarbeiter der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" llcnnzeichnet wordeir. Der Staatsanwalt hatte für den Angc- f.Ljten einen Monat Gefängnis beantragt. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hesien <üv Frei tag, den 21. Febr. 1913; Bewölkung zunehmend, noch mein trocken, milder, südliche Windx, Pischwitzer :: Mappen ::Z zur Hälfte des feith. Preises, um gänzlich damit zu räumen. H. Kühn, Ä Heute, Donnerstag, n. inorgen, Freitag **"" letzte Aufführungen: I Die Königin Luise? Außerdem das mit grobem Beifall aufgenommenc | weitere Programm: L Die lustige Witwe | Aus dem Leben des E Kaisers | Hummer auf französ. Art etc r Auf vielseitigen Wunsch Freitag nachmittag L- von 4 bis 7 Uhr: Wiederholung der Jugendvorstellung p Oie Königin Luise ß. die weiteren vorz. Scha nummern« Preise der Plätze f.d. Borst. 1. PL 30,2.Pl.20Ps. E Voranzeige! Samstag, den 22. Februar:» Komödianten | in der Hauptrolle: Asta Nielsen & I Erstaufführungsrecht für Gießen, [a^l findet wegen Erkrankung des Referenten nicht statt Schuhhaus Wulff, Giessen st Raunt hinab. Acht Hemdennäherinnen, die dort arbeiteten, wurden durch die äsende Flüssigkeit mehr oder weniger schwer verletzt, drei so schwer, daß. sie ins Krankenhaus übergeführt werden mußten. Es ist zweifelhaft, ob sie am Leben erhalten werden können. Aus G log au wird gemeldet: In Z erb au explodierte ein "ogenannter „Blindgänger", der nach den Schießübungen auf- gefunden Ivurbe. Vier Erwachsene und bret Kinder wurden teilweise schwer verletzt. . Aus Bern wird gemeldet, dan der 25iahrige Franzoie C er i fier, ein Beamter der L ö t schb e r g b a h n - Unternehmung, als er mit seiner Gattin aus dem Theater heimkehrte, meuchlings erschossen wurde. Der Mörder feuerte noch auf seine Verfolger zwei Schüsse ab und verschwand. Ueber den Urheber des Mordes fehlt jeder Anhalt. In Paris wurde der Irrenarzt Dr. Berillon auf der Straße von einer Wahnsinnigen, die auf dringendes Ersuchen ihrer Familie aus der Irrenanstalt entlassen worden war, angefallen und mit einem Revolver zweimal angeschosfen. Die Kugeln zerrissen nur feinen Pelz. . Das französische Paketboot „Stdt Brahrm", das den Post- dienst mit Oran versieht, erlitt auf hoher See Havarie und sitzt in der Nähe von Marseille fest. Es hat außer der Mannschaft über 200 Passagiere an Bord. Zwei Paketboote sind zur Hilfeleistung abgegangen. Bei dem Brande eines Wachterhaufes in der Nahe von Opchina find vier kroatische Arbeiter verbrannt, ein fünfter wurde schlver verletzt. Cafe Leib, Giessen nur noch beute Sl/2 Uhr: öl.«» Hof kttnstaer BeSSacliini Heute Donnerstag abend die große Seniationspicce! tellachiniir. alsOebermsosch in der Milchkanne oder das Theater unter Wasser. Sonntag nachmut. 4 Uhr und abendS 8 Uhr: :: letzte Vorstellungen:: Neues Programm. Freitagu.Samstag fallt aus Freitag, den 21. Februar, 8l/2 Nhr abends, im Hotel Großherzog von Hessen Gessenflicher Vortrag von Dr. Anita Augspurg aus München RlGMtur und FrmicklMU Jii sei * Markt, auch fehlte es an Nachfrage dafür. Ebenso war die Nachrage nach fetten Kühen nur schwach, so daß die Tendenz für Fettvieh als flau bezeichnet werden nm6. Der Kälbermarkt zeigte das alte Bild. Qualitätsware, wie sie die Einkäufer tur die Großstädte gebrauchen, ivurde gesucht und sehr hock bezahlt. Mittlere und leichtere Tiere waren weniger gesucht und der Preis zwar immerhin nicht billig, aber doch gedrückt. Jungtiere für Maft und Zuchtzwecke erreichten den alten Preis und der Auftrieb wurde gut abgesetzt. Das erstemal seit langer Zeit brachte der Markt wieder ein Angebot in Fahrochsen, die für die nahende Frühjahrsbestellung nach dem Dillgebiet und in das Siegerland zu recht guten Preisen Absatz fanden. — Es wurden bezahlt tur das Stück: Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qualität 580 bis 6=>0 Mk, 2. Qual. Mk. 500—550, 3. Qual. Mk. 3*0-440, Rinder und Stiere 25—jährig je noch Alter und Form Mk. 200—250. Gehandelt wurden pro Zentner Schlachtgewicht fette Kühe 1. Qual. Dlk. 78—80 die nur in wenigen Exemplaren am Warft waren), 2. Qual. Mk. 74 76, 3. Qual. log. Wnrsikühe) Mk.72-74, Kälber 1. Qual. Mk 100—104, 2. Qual. Mk. 93—95, 3. Qual. Mk. 88 bis 92. Verkauft wurden pro Paar Fnhrochfen (ausnabinsweiie starke Tiere Mk. 1200-1300, Mittelachsen Mk. ID' 0—1150, leichtere: Ganavieb Mk. 800—950. Bon den .Handelsleuten dankbar begrüß! wurde, daß bei den beiden letzten Märkten zur schnelleren Ab- kertiqung drei Veterinärärste tätig waren. Zur Verbesserung des Marktverkehrs wünschen die Händler daß Vorhanden- fein eines aeaen Wind und Welter geschützten bellen Raume?, in dem die Verrechnung uorgenommen werden kann. Tiefe Einrichtung wäre ein Entgegenkommen der Stadt. Ter nächste Rind' niebmnrft findet nm 4. März statt. LiNibnrq a. d. ?ahu, 19. Febr. Frucht markt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen Inafsanischerj 16,90 Mk., weißer Weizen ianaebaute Fremdsortens 16,40 -V f., Korn 13,00 Mk., Gerste: ,-nttergerste 10,50 Alk., Brauaerste 12,25 Mk., Haler 8,00—9,00 Wit., Erbsen 0,00 fDitw Kartoffeln 4,00 bis 5,00 Mk. üSi Hotel Einhorn Freitag, den 21. Februar er.: Metzelsuppe Morgens Wellfleisch mit Kraut. AbendS von 6 Uhr ab: (1237 Gross. Schlachtfest :: Naturwein:: per Fl. M. 1.26 Ae Austerlitz,, Weinhandlung, 1908 Frankfurter Straße 11. 1 Postkarten - Automat, 2 Postkarten-Kasten,16- tl., 3 Formularschränke, 2 amerik Schreibpulte, 1 Union Bücherschrank, 3Stck. la. Kopierpressen unter Selbstkostenpreis. 70 Hartholz-Tafeln Nr. 6» eine Seite liniiert mit Sir. lOclopp. Linien ä 15Pfg Sämtliche andere Waren- mit 2O°\0 Rabatt. [1221 ff. ffühn, Papierhand tun". Ihiieoier-Ierniiipii lüessee • Aonnerstag, den 20. Februar, abends 8$/4 Uhr, im Saale des Hole! Einhorn »essentlicher Vortrag des Herrn Prof. Dr. W. Kinkel, Gießen, über. „Willensfreiheit und sittl. Verantwortlichkeit, ii Eintritt 30 Psg. pro Person Der Vorstand. akoMammet-Lichfspiele am Selters weg.___________ vermlscbte». * Ermordung eines Geistlichen. Aus Mül - »eint a. d. Ruhr, 19. Febr., wird gemeldet: Heute früh |‘icjen 6 Uhr nahte sich in der St. Engelbertkirche I n polnischer Arbeiter dem Beichtstuhl, anscheinend In» zu beichten. Plötzlich zog er eine Flinte hervor und I cschoß den in dem Beichtstuhl sitzenden Missionspater Mengeler. Der Mörder, der sofort verhaftet wurde, Iir'r an, er habe den Pfarrer Welter von der St. Egelbert- I rche aus Rache töten wollen. Zu dem Morde erfahren I>i.c ergänzend: Seit vorigen Sonntag halten sich in der ■ reit verzweigten Stadt Mülheim eine größere Anzahl I^suitenpatres auf, davon fünf in der St. Engelberts- Pfarrei. Der er[d)offene Pater Petrus Mengeler, S. I., soll hr Leiter gewesen sein. Der Mörder ist der 40jährige Arbeiter Weinaud, der nach seiner Festnahme völlig irre lieben führte, aus welchen hervorging, daß er die Tat im jerfinn verübte. * Drei Kinder verbrannt. Aus Kiel, 19. Febr., ritb gemeldet: Fn einem Hause der Muhliusstraße sind feite vormittag drei Kinder von l1/» bis 6 Jahren in iltw esenhett ihrer Eltern verbrannt. Durch io überheizten Ofen geriet z-um Trocknen auf gehängte Lösche in Brand. Die durch die Rauchentwickelung be- vusttlos gewordenen Kinder wurden von den Flammen er- -rissen. — Sind denn alle Warnungen vergeblich? .Man jÖe die Eltern endlich unnachsichtlich wegen fahrlässiger 'IStung vor Gericht ziehen. Kleine Lagerchronik. In Hamburg explodierte auf dem Lagerboden nn Salpeter b-allo n. Die ätzende Flüssigkeit durch- )rong den Fußboden und floh in einen darunter liegenden Tichener freie Ztudentenschast ZiortragS Zyklus zur Vorfeier der natiou. Gedenktage Vierter und letzter Vortrag Herr Pfarrer lic. Fuchs-Rüsselsheim über „Schleiermadier" Eintrittspreis 50 Pfg., Studierende 30 Pfg. n Das Präsidium der freien Studentenschaft. NalurhtilvminGicßm Um Moutai, den 24. Februar. ->bcnds8>/, Uhr, f «bet im Saale des G«f«S Selb, «aUtorftrafee, ein öffentlicher Aortrnq d ts Herrn Paul Schirrmeister, Berlin lu ÖHnbcöüorfiöcnbcr für nmurgcmätze Lebens- uno -peuroene) v /2 stait über , Aimheilbeweguygu.riurpfufcherel Cntritt für Nichtmitglieder 30 Pfg. Mitglieder 10 Pfg. Markle. 1h. Hietzen, 19. Febr. Der dieswöchige Rindvieh markt batte einen Auftrieb von etwa 800 Stück Großvieh und,200 Stück Jungvieh und Kälbern. Schon der Vormarkt zeigte in Milchvieh ein lebhaftes, belangreiches Geschäft. Seit längerer Zeit wurde wieder ostvreußisches Milchvieh (schwarzbunte Kühe) hierher gebracht, das für Hessen-Nassau angekauft und als Qualitätsware hoch bezahlt wurde. Die besten Stücke davon, etwa 6—8 tragende und frischmelkende Tiere, wurden mit 700—750 Mk. das Stück gehandelt. Am Markt selbst war ebenfalls ein lebhaftes Geschäft, besonders in Zucht- und Nutztieren, die zu den Preisen des letzten Marktes verkauft wurden. Bayerische Aufkäufer erwarben einen Transport Milchkühe in mittlerer Qualität und legten dafür höhere Preise an. Fette Rinder waren wenig am . kink bcntnil ho™ °Ml ZM sd Deuben des jJ 5 dtt . 'Vaber 0 5$mibt i bes ftette ^Herren $$ 9 m Firma VniammlM! 'ernn sich «7, ** Wji Leller, und Becker, ir m 6 Hielt! m den ÄonM den wird. - is M Aetriek unz der Miirf. Mm Seridit 0 m nochmals D nengleichheit uni ten. - Die Gin« othekwird bon litalieder tombn gelhöfer gmähll iliotbe'argeschäill 3t6 3a!ob ÄtM rbe auf Lideraj 1 ftattgegeben. - >ocrbältniiß nnahme der Ly ’fdjuH. überw nkcs für dieSe M dessen^ icm Adam Ziczlc PhilosophenM .eßen, jedoch nai itstehenden hi'rr würbe btiMty ’tem Mm jäN 1 Äruerzahiq igcn Mustnia M und ist c L - 1 Burggraben Cafe Cbel ^^.586 Inh.: Karl Ohm J eden Sonntag ab61/2'Ü'hr KONZERT WÄ aus Eis in la. feinster lebcndfrischcr Ware soeben cingetr. u. billigst bei Äug. Wallenfels Marktplatz 1~ Tclcvlion *462 Prompter Versand auch nacü auswärts.______(84 ^Visitkarten liefert billigst Briihl'schc Univ.-Drnckerci Gießen. H Ldcrhcfstit n, 19. FckMZ mcral Tr. 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