Erstes Blatt Dienstag, 22.Zull 1915 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. 98-00 44-00 EL blick aus halten, über den sein, baß aus nicht 81,00—8300 81.00-8100 0-100 tz g3.oo-66.00 , 80 W 62,00—61*00 ^i20te g3.00-66.00 jchstwTchl«^»- 5'aü Schlei" SU*®** die volle Verantwortung für einen ettoaigen Wiederbeginn der Feindseligkeiten zuschieben." Und dieser Wiederbeginn der Feindseligkeiten hat nicht lange auf sich warten lassen. Aus öofia wird bereits gemeldet, daß; zwei Divisionen türkischer Kavallerie und eine Division türkischer Infanterie in Knlalü-Burgas angekommen sind. General Weltschew, der Kommandant der bulgarischen Streitkräfte in Adrianopel, rüstet sich zur Verteidigung der Stadt. Freilich, die europäische Diplomatie weiß davon noch nichts, im Gegenteil, sie glaubt versichern zu müssen, daß „die türkische Regierung keineswegs die Absicht hat, in Thrazien erobernd aufzutreten. Tie maßgebenden Kreise Konstantinopels denken nicht daran, Europa vor vollzogene die Ereignisse sich ihr eigenes Urteil Dortig Wenn die Türkei übel beraten genug sei, um sich Fricdensvcrtrag hinwegzusetzen, so müßte sie gewärtig Fragen wieder auftauchrcn, deren Auswerfung durch- in ihrem Interesse gelegen seien. von dem Platz aus, auf den die Gießener Hütte kommen solle, die Hockalmspitze zu besteigen: für die nächsten Tage aber sei er noch durch die Festlichkeiten der Sektion Hannover in Anspruch genommen. Daraufhin änderte ich meinen Plan, nahm mir für den nächsten Tag nur die Besteigung des Ankogels vor und verschob die der Hochalmspitze. Wir verabredeten, einige Tage danach uns in Gmünd zu treffen, um von dort die gemein» itfen. • mkälber- viskos Nr. 169 Der Cletzencr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GletzrrerFqmilicnblültcr; zweimal wöchenll.Nre'.z- blatl für den Nreir Gießrn (Dienstag und Freitag): zweimal inonatl. Landwirtschaftliche Zrikfrqqen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: rt n trafen sich auf dem Trieb die irkiir und eine znsammengesetzle ngsspiele. Ter V. s. B. gewann 93-98 85-91 74-81 85-90 80-81 89-92 85-91 79-87 78-86 67-71 97-103 88-95 Talabschlusses, an denen man Firn und Gletscher glänzen sieht. Eine Steigung von 1500 Metern zu bewältigen, ist keine Spielerei. Sollte dir, lieber Leser, ein Alpenser einmal das Gegenteil versichert haben oder versichern, so glaube es ihm nicht. Unter den Sportsleuten ist ja das Prahlen bekanntlich weit verbreitet. Mir machte dieser Anstieg mehr Mühe als gewöhnlich, weil es in dem Jahre meine erste Bergtour war, auf die ich mich ohne Vorübung begeben hatte. Als ich meinem Ziel nicht mehr fern war, sah ich, wie aus der Hütte, die Wan immer im Auge hat, der Strom der Gäste sich ergoß zum Abstieg ins Tal. Ich wußte, daß der Vorsitzende unserer Sektion, mein alter Freund, als zukünftiger Nachbar der Sektion Hannover unter den Ehrengästen sich befand und hoffte, ihn unterwegs abzusangen. Das glückte. Freudig begrüßten wir uns und fragten uns nach unseren weiteren Plänen. Als mein Freund von mir hörte, daß ich am folgenden Tag den Anbogel wib am darauf- seligkeiten von der der Friedenspräliminarien zu trennen. Die Einstellung der Feindseligkeiten könne von den Abgesandten beider Seilen be» Generalstabes in irgend einem Orte des Kriegstheaters verhandelt werden. Agencc Roumaine. Der offiziösen Presse zufolge stellte die rumänische Regierung in ihrer Antwort auf die letzte bulgarische Note folgendeFriidensbeinngungen: 1. Tic GrenzeT u r tu rkhai- Tobritsch - Baltschi1, 2. Verbleiben der rumänischen Armee in Bulgarien bis zum Abschluß des Friedens. Hier wird angenommen, daß eine Balkankonferenz' in Bukarest zusammentritt. Belgrad, 21. Juli. Gestern abend sind die bulgarischen Friedensdelegierten, Paprikow und Jwantschcew, tn Nisch eingetroffen, um mit den Delegierten sämtlicher Verbündeten in direkte Friedensverhandlungen einzutreten. Athen, 21. Juli. Die Antwort Griechenlands auf die von Rußland gemachten Vorschläge ist nach Petersburg a b g c s a n d t worden. ~ Konstantinopel, 21. Juli. Die griechischen Delegierten Dragnmis und Levidis trafen hier mit dem Auftrage ein, die Athener Verhandlungen betreffs Ratifikation boS Londoner Friedensvertrages und die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen fortzusetzen. Bom ferbisch-griechisch-bttlgarischen Kriegsschauplatz. Sofia, 21. Juli. Die Serben und Griechen ergriffen am 18. und 19. Juli energische Offensive, beinahe auf der ganzen Schlachtlinie. Ihre Angriffe wurden überall zurückgeschlagen. Der gestern abend von der ganzen Division auf die Umgebung von Kotschana unternommene fünfte serbische Angriff wurde mit beträchtlichen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. Die bulgarischen Truppen verfolgten die serbische'Division. Griechische Streitkräfte in Stärke von zwei Divisionen griffen die bulgarischen Truppen zwischen Strurnitza und Cetschkero an. Die Truppen in der ersten Linie, die allein den Kampf gegen den Feind führten, brachten dessen Angrisf zum Stillstand. Sie führten sodann einen Gegenangriff aus, schlugen zwei griechische Divisionen in die Flucht und verfolgten sie bis zum Einbruch der Nacht. Die Dunkelheit setzte der Verfolgung ein Ende. Sofia, 21. Juli. Der Kommandeur der 2. Armee meldet: Die Serben steckten die Stadt Radowischta in Brand und metzelten die Bevölkerung nieder. Tie bulgarischen xörfer Brehovo, Banitza, Sarkow, Gornobrodi, Dolnobrödr, Kruchewo, Frachina und andere in der Umgebung von Serres, die von den Bulgaren geräumt waren, wurden von den Griechen zerstört. .Ein Teil der Bevölkerung zog sich mit den Bulgaren zurück; alle diejenigen, die nicht rechtzeitig flohen, find verbrannt ober von den Griechen niedergemacht. Der Kommandeur der 4. Armee telegraphiert, die bulgarischen Städte Kavadarzl und Negottn seien von den Serben angezündct worden. Sofia, 21. Juli. Agencc Bulgare. Der Kommandant der 11. Division telegraphiert: In Ser es töteten Griechen v c l i: monatlich 75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 'Vf.; durch dicPost 'l'tf.2.— rnertel- jährl. mtsschl. Beitellg. ZeilenvreiS: lokal 15Pi^ auswärts *20 Pfennig. C hefredakteur: A Goelr. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; «für .Feuilleton", .Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- rath; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Auzeigentetl: H. Beck. Bukarest, 21. Juli. Nach einer nachts cingetroücnen durch die italienische Gesanotschast der rumänischen Regieruitg mitgeteiltcn amtlichen Depesche der bulgarischen Regierung; nimmt diese alle Bedingungen Rumäniens an und betont besonders, daß Bulgarien gegen Serbien und Griechenland den Krieg wicht fort setzt, auch wenn es sich jetzt mit Rumänien verständigt. Eine Depesche gleichen Inhalts traf auch von König Ferdinand an König Karl ein. Isthunmel. • ' auf den Hauptkamm der Hohen Tauern, der von Westen, von Sonnblick- und Groß-Glocknergebiet, herläust und die Scheide zwischen Nord- und Südalpen bildet, von^der aus die Gewässer hier nach Salzach-Inn, dort nach der Trau ab» fließen. Ter Gipfel erhebt sich bcherrsck>end über Seebach- und Anlaustal, deren Tiefen man ganz überblickt, von ihrem Abschluß bis zu den an ihrem Eingang liegenden Plätzen Mallnitz und Böckstein. Die Talabschlüsse selbst mit ihren gewaltigen Gipfeln stellen sich eindrucksvoll dar, aber der Blick reicht ackch in die weitere Ferne, im Westen sieht man die Gletscherberge des Sonnblickgebietes und darüber hinaus den Groß-Glocknet mit seinem riesigen Gefolge. Am folgenden Morgen brach ich um 5 Uhr, von einem Träger begleitet, zur Besteigung des Ankogels auf. Es war einer von den wunderschönen Tagen, wie sie das trackerte Jahr 1911 in so großer Zahl brachte. Tie Hohen glänzten schon in vollkommener Helle, nur in den tiefen Tälern lagen noch die Schatten der Nacht, die langsam wichen. Rüstig ging es aufwärts auf gut angelegtem Weg um den itächsten Gipfel herum, die Grau- leitenspttze, und dann über einen kleinen Gletscher, das Lassachcr Kees — Kees ist in den Tauern der vom Volk gebrauchte Name für Gletscher —, zu einer hohen Felsenscharte, der Radeckscharte, die in jähem, geröllüberstreutem Abitur; ins Anlauftal fällt. Dann steigt man über einen Felsgrat zum kleinen Ankogcl und von hier den Südgrat des großen Ankogels empor zum Gipfel. Die Aussicht ist iwch" viel umfassender und großartiger als die von der Arnoldhöhe. Hier liegt vor allem die ganze Metscherwelt des.Gebietes in unmittelbare^ Nähe vor dem Be- Mk. 51-58 47-50 40-44 51 -öl 46-49 50-52 47-50 41-45 42-46 32-37 57-61 52-ob ungejochlef . ' ästete und. alle^ HL n dcr deutschen Eisen- M im 3uni au; dem Personen- 896 561 MK aus dem Mcr- 6933 617 Ms, und seit beginn ihnen mit dem am 1. AM de- icm Personenverkehr 207 347 151 s dem Güterveckchr 449 857 166 in die Bahnen mit dem ftalenber» . Personewerkchr 55 407 508 Mk. n Güterverkehr 104732989 Mk. te gründete sich i» dem Gebäude garifche Kanonenfabrik' n Präsidenten der Direktion wurde Hugo voll Hoffmann, zunt Zentralkodawerke Richard Lauer gewählt. •age München-Rordfee. für deutsche Ä'uueuschMhrt in t Tourneau in Meiningen über ie bau der Main-Weser-Kanal üf)xt rverde. Dn -x Wantm W\MaWa6e, butq mit der Nordsee verbinden rna sei grosi und für den Kriegs- ^^Veranlassung des Pnnzregenen m für Lchisibamachung der Dem «in und dem Zenttalverem fnr A, um diese Groülchch°h"s,fra9c folgen. Die Eietzener Hütte auf dem Götzbichl. Von Otto Altendorf -Gießen. III. Eine Besteigung des Ankogels und der Hochalmspitze. Ter Beschluß der hiesigen Sektion, in den Gößgraben ihre Hütte zu stellen, hatte in mir das Interesse für die Gegend geweckt. Mein Plan war gefaxt, die nächsten Sommcrfcrten- zu benutzen, um ihr meinen Besuch abzustatten. Meine ehrlichen Alpen- toanberungen hatten mich seither so weit nach Osten nicht geführt. Wobl batte ich die Hohen Sauern bis ins Glocknergebiet ichon durchstreift, aber zu den letzten östlichen Gletsckierbergen war ich noch nicht t>orgebrungen. So verhieß dieie Wanderung auch eine erwünschte Erweiterung meiner Kenntnis der A penwelt. Ich gehe gerne über vergletscherte Täler und am bereiften, ihre Umgegend überragenden Graten und Gipieln; W ha"c ich vor allem für meinen Besuch des ®icfeencr^uttengeluet? cme Besteigung der beiden höchsten Gipfel vorgesehen, des Ankogels uiid der H o ch a l m s P i tz e. Ich war am 17. August 1911 auf beinoben beschriebenen Weg Über Salzburg unb Bad-Gastcin mit ber jaucvnbabn in Mallnitz angefommen, von,wo auS ich ben Ankogcl zu besteigen gedachte. Ich verließ die Eisenbahn und fchlenbnte, mit Eispickel und Rucksack versehen, dem 1 i Stunde vom Bahnyof gelegenen Tors Mi Es wurde mir schwer, eine Unterkunft zu Ttnixn, denn ich war grade am Tag der Einweihung des neuen toannotier. Höfles auf dA Arnoldhöhe unter dem Anwgel angekommen, ein Fest, das viele Alpcnvcretnsmttglteber angelockt hatte. vrrirfi mit Hncni ichr einfachen Zimmer begnügen, das fieilich S ben Snrsng befonbeier Sirfigteit batte, fflxnbä iKtrfdrte eine aroße Bewegung tm Dorf. Man feierte KaN er s G c- burtstag — Kaiser Franz Joses ist am 1^-AugiNt geboren — mit mancherlei, mit vieler Spannung erwarteten Darbietungen. 9£ni ^fßcnb des folgenden Tages tollten außerdem die an i er Ser des Hannover-Hauses Teilnehmenden, deren. zühren^Nianner an diesem Tage oben auf der vutte übernachteten, sich in dem 8^rf zu einem großen Festmahl vereinigen, dessen Vorbereitung inannigsache Unruhe verursachte. Mn besonderer Spannung er- warteten wir abends im Tal das Llbbrennen eines Feuerwerks, das beiui Eintritt der Dunkelheit oben aut der neuen, un Tale sichtbaren Hütte- erfolgen sollte. Wir zogen ^5 üoe bas £orf an eine Stelle, von der aus man am Tage die Hütte bewnder^ gut iin Mge hat, und warteten und warteten, =-= um fchlieülich Leben)- Schlacht' Die angriffrlustige Türkei „Wo alles liebt, kann Karl allein nicht hassen", denkt •man in Konstantinopel und tut es den Griechen, Seibere und Rumänen gleich. Am goldenen Horn war man in der Kunst des Verschleierns, des ränlevollen Ueberlistens des Ö^egners stets zienilich glücklich. Behauptete man doch, daß „der kranke Mann" sich Jahrzehnte nur durch solche Künste seine Herrschaft in Europa erhalten habe. Freilich, auf die Dauer helfen solche Künste nichts, und so mußte man in Stambul, als man ganz entgegen den orientalischen Grundsätzen einmal den Versicherungen der europäischen Diiplo- matie, „der Statusquv auf dem Balkan werde erhalten bleiben", vertraute, und die kurz zuvor einberufenen Reserven friedensselig entließ, die Zeche bezahlen oder soll sie vielmehr bezahlen. Aber inzwischen ist der, der sie einziehen soll, selbst in schwere Nöte gekommen. In einem Zusammenbruch, wie ihn die Weltgeschichte erschütternder kaum sah, ist Bulgarien von der Höhe herab gestürzt, die es nach seinen blutigen Siegen über die Türkei erklommen hatte, und was in langen Monaten seine Armee auf deu Schlachtfeldern Thraziens ge- wann, das verlor seine Diplomatie in zwei kurzen Wochen. Ucbcr die Naturinstinkte hinaus, die in der Halbkultur des Balkans wurzeln, hat Danew offenbar eine Politik getrieben, die sich auf dem österreichisch-russischen Gegensatz aufbaute. Getreu der alten bulgarischen Ueberlieferung, die bald in Wien, bald in Petersburg ihren Stützpunkt suchte, hat er auch dieses Mal wohl gehofft, daß Oesterreich nicht untätig zuschauen würde, wenn Rußland wirklich seine schützende Hand von dem allzu mächtig gewordenen südlichen Nachbarn abziehen sollte. Es ist ihn aber nicht gelungen, den erwarteten Rückhalt in Wien zu finden. Und so hat sich Bulgariens Schicksal in der vergangenen Woche erfüllt. Zu den schweren Niederlagen, die es auf dem westlichen Kriegsschauplatz erlitt, kam der Bormarsch der Rumänen, kam endlich auch der tür- lische Vormarsch, dcr die Vorposten des Osmanenheeres schon bis dicht vor Adrianopel geführt hat. Werden die Türken Adrianopel, das ihnen eine heilige Stadt ist, wieder nehmen ? Bor wenigen Tagen bestritt die Pforte mit aller Entschiedenheit derartige Eroberungsgelüste, heute klingt die Note der Türkei an die Mächte doch । m wenig anders. Da heißt es in klug verklausulierten Sätzen, daß die Pforte die Grenzlinie Mavitza—Adrianopel besetzen müsse. Die neue Grenze müsse dem Maritzalauf nach Norden folgen, falls die Verteidigung der Dardanellen und deö Hauptstadt möglich sein solle. Zum Schluß der Note heißt es: „Die osmanische Regierung muß Bulgarien jetzt bereits *'^|tänStbe§säntQq Ä-äSs oilidjeS Getriebe. Ter Verein nut annähernd 80 Mil- yal den, Turnverein neue IN. Wit embrechender Dunkelheit cherdnrchdie-zackefbelenchtnnq • Ein »tacleljuq unter Voran- sbeichlou die geier. eine Keine Enttäuschung zu erleben. Das Feuer mürbe zwar I ioli'.'nbcn bie Hochalmspitze zu besteigen Djrljattc, bcdauerte er abgebrannt, schien aber im Tale, das 1500 Meter tiefer liegt, bas und erklärte, er habe sich eigentlich gebacht, mit mir zuwmmcn winzig klein, so baß es mit bom Auge kaum zu sehen war. 1 *"c ........* Für ben solgenben Tag hatte ich nur ben Ausstieg z ur- neuen Hannoverhütte vorgesehen. Ich konnte mich also nach Herzenslust ausschlafen, um neugestärkt meine Bergwanberung anzutreten. Das geschah gegen Mittag. Man verläßt bas Malt nitztal — übrigens ein Seitental bes großen, bei Heiligerrblur am Fuße bes Groß-Glockners beginnenden Mölltals — unb steigt bas Seebachtal empor. Man folgt zunächst bom am Eiseribahndamm entlang führenben Fahrweg bis zum Sübtol des Tauerntunnels unb steigt bann steil burch Wald- und Wiesen- hänge an ber nörblichen Talseite empor. _ Balo hat man bie Baumgrenze überschritten. Man befinbet sich nun auf Almen, auf benen bas Vieh weibet. Die Kühe benehmen sich sehr ungeniert, sie erwarten gar oft, baß man ihnen aus dem Wege geht; unb besonbers zubringlich sind bie Geisen, bie weite Strecken, recht unverschämt bettelnb, nachlausen. 'Auch im übrigen ist bieser Aufstieg so, wie berartige Aufstiege in ben Alpen überhaupt zu fein pflegen, ohne baß er eine auffallende Eigenart hätte. Man schreitet von Terrasse zu Terrasse empor, halb in steilen Windungen, unb bann nricber stteckenweise ebener dahin. Bon Zeit zu Zeit labet ein kühler CucK mit wohlschmeckenbem Wasser zur Rast. Der .Blick ist wechsclnb. Balb taucht bas liefe Tal mit bem Silbersaben seines Baches, ber sich zu Tümpeln unb Seen erweitert, auf, balb fesseln bie Höhen auf ber an bereu Talseite ben Blick. Man schaut wolst auch rückwärts nach bom Ausgangspunkt, der in immer größerer Tiese zurückbleibt. Kommt man höher, so erössnet sich ber Blick auf bie größeren Höhen bes Klar. 'srei^'^ior # ®ie6en(r K|S”'tbonilä, i[t S®" »"Wtnrt bQS '"ehr am J nb deireten, teil. zu bleiben". Aber cs wäre nicht das erste Mal, daß die europäische Diplomatie sich verhört hätte. Wo waren die Einstigen diplomatischen Vertreter, als jetzt in China die Revolution l'osbrach? Die Vertreter von sechs Mächten, die in Peking akkreditiert sind, waren auf Europa-Urlaub. Und dann eine andere Frage. Wer sind ibeim die „maßgebenden" Kreise in Konstantinopel? Ein gewaltiger Umschwung hat sich in Stambul vollzogen. Während man beim ersten Bal- Üantriege, als Bulgarien siegreich vordrang, sich ziemlich teilnahmslos verhielt und sich in sein Kismet apathisch, ergab, herrscht in Konstantinopel eine kriegerische Stimmung sondergleichen. Tic Moscheen, in denen die Memas von dem Strafgericht Allahs über Bulgarien voll Feuereifer predigen, sind überfüllt, auch die Jungtürkcn und die sonst religiös indifferente Oberschicht, find von dem Gedanken des von Allah gewollten Rachekricges erfüllt. Noch hat der Fanatismus der Muselmänner sich nicht zu tätlichen Aeußc- rüngen gegen die Giaurs, wie sie verächtlich die Christen nennen, hinreißen lassen. Waren doch die Türken bei diesem „Kreuzzug", den dcr Zar der Bulgaren predigte,^ noch verhältnismäßig die humansten und am ehesten die Träger der Gesittung. Aber der erregten Volksstimmung, die im Militär einen kräftslgen Widerhall findet, wird die türkische Regierung, selbst wenn sie es ernstlich wollte, kaum widerstehen tonnen. Taran wird selbst die schwächliche Mahnung, die die deutsche Regierung am Sonntag morgen durch den Wochenschauer dcr offiziösen „Nordd. Äll'g. Ztg." an die Pforte richtete, wenig ändern. Wie oft hat man nicht in Konstantinopel gehört, daß die endgültige Bestimmung über die Grenzen bis osmanischen Reiches Sache der Großmächte ist! Und dabei verlor es, ob es siegreich war -oder Niederlaben erlitt, ein Stück Landes nach dem andern, mußte ein Höheitsrecht nach dem andern aufgeben. Tie platonische Freundschaft der Großmächte hat der Türkei bisher wenig genützt. Viel zu verliereu hat sie nicht mehr und wenn die andern Baltanstaaten kühn das europäische Konzert verspotten konnten, selbst der Zaunkönig in den schwarzen Bergen, warum sollte der Padischa am goldenen Horn nicht ein wenig wider den Stachel löcken? * Die Friedensverhandlungen. London, 21. Juli. Premierminister Asquith hielt in Birmingham eine Rede, in ber er einen Rückblick auf bie Ereignisse warf, bie zu bem beklagenswerten Blutvergießen auf dem Balkan geführt haben. Asquith *üf>rte aus, baß die Mächte ihr möglichstes täten, um bie Gegner bahinzubringcn, eine Friebenskonferenz abzuhaltcn. Heule scheine bie Aussicht für bas Zustanbelommen einer solchen Konferenz, bereit Ergebnis ber unverzügliche Abschluß eines Waffenstillstanbes unb rascher Friebensschluß sein müßte, vorhanbeit zu sein. Heber bie Friebcnskvnserenz müßten bie Großmächte sich im Hin- same Besteigung vorzunehmen. Nach bem Abschicb ging ich, mühsam steigens, weiter unb kam recht abgearbeitet oben an. D i e Lage ber Han nover- Hütte ist von besonderer Schönheit. Sie steht auf einem Vorgipfel des Ankogels, ber ben Namen bes in alpinen Kreisen rühmlichst bekannten Vorsitzenden ber Sektion Hannover, bes P r o s e s s o r s A r n o l b, trägt unb wie ber Ankogel eine wunberbare Aussicht hat. Die Arnolbhöhe setzt sich etzenerAnzeiger ............. General-Anzeiger für Gberhessen 'Ä'iJ'ÄS Kotattonsöru» und Verlag -er Vrühl'jchcn Univ.-Such- und Steindruckerei N. Lange. Iköafiion, Expedition un- Druckerei - Lchulftrahe 7. bis vormittags 9 Uhr. Geschäftsstelle vüdingen, Bahnhofstraße 16a. OB MWG Die Regierung antwortet, heute abenb auf bie b u l g a r i s ch e JWll|Uu.uulvyil, .............. —r - ° ! 9? o t e. Die „Politika" versichert, bie Regierung sei ber Ansicht, Tatsachen zu ftefl-en und dadurch thrersetts neue Verwtck- djo Friebensverhanblungen zwisck^n allen Kriegführenben haben [intgen hcrbeizuführen, vielmehr legen fie das größte Ge- gleichzeittg stattzusinben. Das Blatt fügt hinzu, baß bie Regie- Wicht darauf, mit deu europäischen Mächten im Einklang rung entschlossen sei, die Frage der Unterbrechung der ß-einb» I nmiiMMi—■ ■! iin— ui ruin PW * machen, und 4. an den er ' f Verschiedene Meldungen. r e Mindestgeschwindigkeit von 100 Kilometern, die für besondere Aufgaben ocnpcnbet werden sollen. Peking, 21. Juli. Die süd chinesischen Politiker verlassen einer nach dem andern Peking. Das Parlament wird wahrscheinlich vertagt werden. In südchinesischen Kreisen ist die Rede davon, die Abgeordneten etwa in Nanking zusammenzuberufen. Der Sprecher des Senats ist aktiv an der südchinesischen Bewegung beteiligt. Lissabo n, 21. Juli. In einer Kesselschmiede platzte eine Bombe, die in einer Schublade verborgen war, als der Schmiedebesitzer die Schublade öffnete. Ihm wurde die .Hand zerrissen, auch sonst wurde er mehrfach verletzt. Er, sowie das Schmiedepersonal wurden verhaftet, auch an anderen Stellen der Stadt wurden Bomben gefunden. Wien, 21. Juli. Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist das Einbringen der Ernte mit den Dcriügbarcn .straften zunächst ohne Schwierigkeiten möglich. Nur für das Dreschen des Getreides dürste sich, wenn die rumänische Militäraltion )td) m die Länge siebt, ein Mangel an Arbeitskräften einstellen. Saloniki, 18. Juli. Nach Meldungen vom Berge A t b o 4 ist die Ruhe im russischen Kloster Pantcleimon wieder h e r g c st e l l t. Ungefähr 300 russische Mönche wurden als Ruhe- törer von dem russischen Landungsdetachcmcnt icitgenommciL werden, auf die feindlichen Flugzeuge und Luftschiffe Jagd zu Mehrsitzer für große Entfernungen mit einer Konstantinopel, 21. Juli. Die Pfvrthat die Botscl-aften folgende Z i r k u la rnvt e gerichie.. Trotz des von den Bulgaren an t>en Tag gelegten Eifers, Präliminarfrieden zu unterzeichnen, hat sich Bulgarien geweigert, diesenigen Gebiete zu räumen, die an die Türkei zurückgelangen müssen. Bulgarien handelte zweifellos in der Absicht, sich eine solche Grenze zu fiebern, rod ehe der irrigen Interpretation ent» svreclxm sollte, welä>e Bulgarien der Bestimmung der Linie Midia— Enos geben wollte. Erst als die türkisck>e Regierung, des Wartens müde, die Armee beauftragte, diese Gebiete wieder zu besetzen, beschloß die bulgarische Regierung, ihre Truppen zurückzuziehen. Andererseits bestand die Pforte, um die Möglichkeit zu haben, die .Hauptstadt und die Dardanellen zu verteidtgen, daraus, jeden Beweis zu erbringen, das; nur durch eine nach Norden längs der Maritza gehende Linie, die Enos zum Ausgangspunkt nimmt, die Grenze gebildet werden könne. Die Tatsache, daß diese Linie nicht so, wie sie sein müsste, im Friedcnsvertrag festgestellt tmirde, erklärt sich aus dem JJBiuifdx der Määste, die damals von den Bulgaren erhobenen Schwierigkeiten zu beseitigen und baldmög- Aus Stabt und Catt&e Gießen, 22. Juli 1913. *♦ Tageskalender für Dienstag, 22. Juli: Operetten- Gastspiel int Stadttheater: „Puvochcn". Anfang 8 llhr. Ansstellnna int Kindergarten-Deroin Gartenstraße 30 und Schiffen Verger Weg 15 Dienstag und Mittwoch von 10—1 Uhr und nachmittags 4—7 Uhr. Promenadekonzert Dienstag nachmittag J> Uhr in der Sud-Anlage. w •• Landesuniversität. Amtlich wird aus Kiel die Ernennung deS o. Professors Dr. Wilhelm van Calker in Gießen zum ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Universität Kiel bestätigt. 'Er übernimmt mit Beginn deS kommenden Wintersemesters das durch die Versetzung deS Professors Triepel nach Berlin zur Erledigung kommende Ordinariat für öffentliches Recht, besonders Staats- Verwaltungs-, Völker- und Kirchenrecht. •• Gleichstelllung. Der preußische Eisenbahnminister hat einer Abordnung deS VerbandSvorstandcS des preußisch- hessischen Eisenbahnassistenten-VerbandeS, die er am 10. Juli empfangen hat, mitgeteilt, daß im nächsten Jahre auch den Eisenbahnassistenten die sür die Postassistenten beschlosiene Gehaltserhöhung gewährt werden soll, so daß dann die volle Gleichstellung der preußisch-hessischen Assistenten mit den Assistenten deS Reiches im Anfangs- und Endgehalt herbeigeführt sein würde. •• Die Ausstellung des Kindergartenvereins. ?hif unseren Hinweis auf die sehenswerte Ausstellung deS Kindergartenvereins hier hat sich die Leiterin der Anstalt, Oberlehrerin L. Möser, entschlossen, die auSgelegten Arbeiten noch zwei Tage zur Besichtigung freizustellen. Die Ausstellung ist also noch heute und morgen norm, von 10—1 Uhr und nachm. von 4—7 Uhr zum allgemeinen Besuche unentgeltlich geöffnet. " Jugend-Schwimmfest. DaS auf nächsten SamStag angesetzte Jugend-Schwimmfest mußte auf Sonntag, 27. Juli, verlegt werden, da sonst die Beteiligung zu gering sein möchte. DaS Schwimmen soll vormittags 9 Uhr beginnen. Es können Anmeldungen noch bis nächsten Freitag abend bei den Herren Fix, Todt, Weeg geschehen. Hoffentlich bleibt das Wetter nicht so ungünstig, da eine rege Beteiligung in Aussicht steht. bct&a^lebl sucher. Man blickt nach der dem Seebach- und Anlauftal ab- gckehrken Seite in die Tiefe des Groß-Elendtals mit der Osnabrücker Hütte und auf den Kranz der Gletscher, der es umgibt. Unmittelbar zu Füßen schimmert das Plesuntzkees. Eine tiefer gelegene Sckmrtc, die Grvß-Elendscttarte, führt von der Seite bc-3 Hanuoverl»auses aus seine Südecke und gewährt einen leichten Glctscherübergang nach der Osnabrücker Hütte. Richtig! Ta hebt sich eben auf seinem Weiß eine Partie von drei Leuten ab, zwei Männer und eine Fran! Rechts schließt sich das Kälberspitzkees an und bann der größte Gletscher des Gebiets, einen majestä- 1 sichen Halbkreis bildend, das Groß-Elendkees. lieber ihm in der Mitte erhebt sich ungeheuer steil der schwarze Kegel der Hvchalm- spitze, von dem nach rechts und links, wie ein Strang den Gletscher umrahmend, die abenteuerlich geformten Grate lausen. Nach links sieht man in das Klein Elnidtal Auch hier glänzende Gletscher und trotzende Gipfel. Großartig ist auch der Blick in die weitere gerne. Außer dem SonnblrcI und Groß Glocknergebiet, dessen Berge fiel, sclwn auf der Arnoldböhe zeigen, sieht man im Süden die zackigen Mtiirbcrge der Dolomiten und .Uaraivanken, im Nwden das Dachsteiugebiet und die Salzburger Alpen. Den A b st i e g zur Osnabrücker Hütte nahm ich über den Lltgrat, der an einer allerdings ganz kurzen und deswegen keineswegs gefährlichen Stelle so schmal rst, daß man barüber» balancieren muß Man betritt das Klein-Elendkees, verläßt es alx'r wieder in seinem oberen Tell und geht in einem weiten Bogen nach rechts an zwri kleinen düsteren Hochseen, den Schwarz- lwrnseen, vorbei, um dann an einem mächtigen Wasserfall hin unter in die Tiefe zu steigen, wo die Hütte steht. Zur Mittags- zeit kam ich dort an, erfrischte mich, ruhte mich ans und stieg an diesem Tage noch daS Maltatal hinab bis zur Gmiinoer Hütte, roo ich übernachtete. Nach dem etwa vstündigen Marsch dachte ich meine Ruhe verdient zu haben. Drei Tage später trat ich der Verabredung gemäß in Gmünd mit meinem Freund zusammen. Ich hatte inzwischen die Nach barschaft durchstreift, war an den Millstätter See und selbst bis nach Klagenfurt, der Hauptstadt Kümtens, gtfommen. In Gmünd wohnte ich im Gasthof Koblmavr, der dem Besitzer der 90men im Gößgraben gehört Ich hatte Gelegenbei!. nut der Bevölkerung bekannt zu werden, die einen erfreulichen nationalen Sinn zeigt. Hier ist man 'ick in der unmittelbaren Nachbarschaft der Slovenen bet? Wertes seines Deutschtums viel mehr bennißt als bei uns. Deswegen wird die Zugehörigkeit ,um deusichen Volk und damit auch die Gemein sei»ft mit Deutschland mit einer Kraft und Wärme hcrvvrgeholxn, die für uns geradezu herzerquickend ist, . (Schluß ' — Henc y,ll Ulir fch «ach Hause. £ '■imeri^ütteruna 6 Mk. Inhalt." m die Stabt M Nacht von bet ( Ta man nicht men Ueberfall ^orttmomwie fr . 0 Klein- 'berhessische Maunenchörc fr 7. ^ban oberste ^"sen-Da 'Netzen »eilte < Jeretne toaren er1 •WK hol Tute mtfr ^jn(6 £ Mrers K a r t en AUnfällen gegen Rußland, das den Brüder - t'CTidnilM habe Die hiesigen Behörden entzogen dem Petersburger Blatte „Nowoje Wremja" das Postdebit. Aus Albanien. bet mrV ,'Mbaniscke Korrespondenz" rncl- Gren^n c r b c 11' bie innerhalb der ^bnz-en des von der Botschattervcrcinigung Albanien wie l e n en Gebiets sta r k e Garnisonen halten, verstärkten chrern den nordcckbanischcn Okbirqcn stehen- Truppen um 2000 unb schoben Teile südwärts vor um M ffluJ.rtf.fee w heften. (Eine gröSrc »tbtrih.™ befetto bereit« bo? Ttnli f tfe nita e bTt« c ivobri n* »am Pie zwischen Serben und TO a I i f f or e n erciane. letzteren »erforen gegen 100 Mann Ihtter frn Gebtrgsstammeu herrscht große Erregung 21 Juli Prinz Georg ist infolge der An- " esc Uscha f tSsond erzü g e. Am 24. fahren die ‘ Vereine ehemaliger 81er von Kirchhain, Kassel und iAlte na in Svnderzügen nach Frankfurt, ersterer Gießen Sluslattö. Budapest, 21. Juli. Der Ministerialrat Baron Iwan Skcrlecz wurde zum königlichen Kommissar für Kroatien ernannt, nachdem der bisherige Kommissar Euvas eines Amtes enthoben worden ist. Skerlecz leistet morgen in Ischl dem Kaiser den Eid. Rom, 21. Juli. Die Blätter bringen Auffchen erregende Meldungen über die Verhaftung des ehemaligen Beamten int Kriegsministcrium Moro zo della Rocca, der zu Gunsten Oesterreichs Spi onage getrieben haben soll'. Paris, 21. Juli. Einer offiziösen Meldung zufolge beschloß die K r i e g s v e r w a l t u n g , daß in Zukunft alle für den btriegs- dienst verwendeten Flugzeuge gepanzert fein müssen. Die nichtgcpanzerten Flugzeuge werden lediglich zur Ausbildung der Militärflieger dienen. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Versuche mit den neuen gepanzerten Kriegsflugzeugen geheim zu halten. — Der „Matin" glaubt, daß die künftige Flugzeug flotte vier Typen umfassen werde: 1. gepanzerte Einsitzer für Aufllärunas- flüge für Artillerie und Kavallerie, 2. gcvanzerte Zweisitzer für Anstlärungsslüge im Dienste des Gencralstabes mit einer Mindestgeschwindigkeit von 100 Kilometern, 3. gepanzerte, mit Maschinen- und automatischen Gewehren ausgerüstete Zweisitzer mit einer Mindestgeschwindigkeit von 120 Kilometern, die die Aufgabe haben <Äves, was irgend zn erreichen ist, plündern. Unter den Banden befinden sich auch türkische Soldaten, welche die Bulgaren in dem Kriege g.sangen genommen haben und vor enrig^r Zeit zur Feldbestellung von den Bulgaren srei- gelasfen worden waren. Die ganze bulgarische Bevölkerung flieht vor der türkischen Armee. Die Wege sind von Flüchtlingen überfüllt. Oofia, 19. Juli. Verspätet eingetroffen. Die bul- -g^rische Kolonne, die am 13. Juli nach dem Kampfe bei Bukova nördlich von Pirvt sich zurückgezogen hatte, dann aber den Marsch wieder aufnahm, fand zuvor 15 bulgarische Soldaten, die von den Serben verwundet und geköpft waren. — Der griechische Bischof von Darian, den die Bulgaren nach der Behauptung der Griechen getötet haben, befindet sich wohlbehalten in Etropot, nordwestlich von Sofia, wo er sich aller Rücksichten, die seinem Range gc- büh-rcn, erfreut. Der Bischof wird demnächst in Sofia ankommen. — Der Kvmmandant der bulgarischen Truppen in Serres meldet vom 17. Juli, daß tausend Antacken und griechische Soldaten in bulgarische Dörfer eingedrun- gen seien. In Drenowo war es den Einwohnern nicht mehr möglich zu ftiehen. Sie schloffen, sich in ihre Häuser ein; die Griechen zernierten das Dtorf und steckten es in Brand. Die Unglücklichen, die zu entkommen versuchten, wurden erbarmungslos von den Brandstiftern niedergeschossen; die Leichen wurden in die Flammen geworfen. Drei andere bulgarisctfe Dörfer, Tsch au -Tschiflik, Ko sturino und Petsche wo, wurden in gleicher Weise von den griechischen Truppen in Brand gesteckt und zerstört. Die Bewohner ts schewos, die nicht fliehen wollten, begaben sich in friedlicher Mrsicht zu den Griechen. Aber die griechische Kavallerie vollführte einen wütenden Angriff auf sie und machte alle ohne Unterschied des Alters und des Geschlechts nieder. — Der Mtlitärgouverneur von Adrianopel meldet: Nach halbstündigem Kampse wurde eine Bande zurückgc- I chlagen. Ein bulgarisck>er Soldat wurde verwundet. Dieser Kamps zeigt aufs deutlichste, daß die griechischen Militärbehörden die Bevölkerung der besetzten bulgarischen Gebiete aufreizen wollen. S al o n i ki, 20. Juli. (Agence d'Athenes.) Gestern sand in der von den Bulgaren zerstörten Stadt Serres eine Kundgebung der Bevölkerung gegen die bungarische n Grausamkeiten statt. Nachdem griechische, muselmanische und israelttische Redner gesprochen hatten, gelangte eine Resolution zur Annahme, in der im Namen von 20 000 Menschen, die ohne Obdach, Nahrung und Kleidung zurückgeblieben seien und angesichts der noch rauchenden Trümmer bet Stadt der tiefen Entrüstting über den Vandalismus der bulgarischen Armee Ausdruck gegeben wird, auf den die Aufmerksamleit der gesitteten Welt gelenkt werden müsse. Es möge eine internationale Kommission gebildet werden, die die Ausdehnung der Untaten an Ort und Stelle konstatieren könne. Athen, 21. Juli. Die Kämpfe wurden heute auf der ganzen Linie mit einem allgemeinen Vormarsch der griechischen Truppen sortgesetzt. Ter äußerste rechte Flügel stand im Tale von Nestos. Tie Verfolgung! des Feindes erfolgte in der Richtung auf Mohamia. Nach den neuesten Meldungen beträgt die Zahl der erbeutetem, feindlichen Kanonen 22. Außerdem eroberten dir griechischen Truppen vier Krupp-Geschütze. Nach hestigem Widerstand des Feindes drängle das Zentrum gestern und heute den Feüid aus seinen gesamten Stellungen in der Richtung der Pässe von Eresna heraus. Auf dem linken Flügel warfen die griechischen Divisionen den Feind nach und nach aus allen befestigten Stellungen und besetzten Pehtschewo und die Bcrghöhen im Norden von Pehtschewo. DaS Vorgehen der Türken. «f iem KÄÄ1 ch"w«t «“US| Deutsches Reich. Berlin, 21. Juli Zur Vertretung des erkrankten Ge- 'andten in Peking, v. Haxthausen, der in einer hiesigen Klinik eine Operation überstanden hat, ist der hier in Urlaub weilende Gesandte in Tanger, Frhr. ü. Seckendorfs, in Aussicht genommen. Frhr. v. Seckendorfs mirb dann nach Tanger zuruck- ehren. Dresden, 21. Juli. Tas „Dresdner Journal" schreibt: Wie mir von zuständiger Seite erfahren, sicht Prinz Max, fixnog von Sachsen, dem Artikel: „Ein deutscher Prinz über die Balkonwirren" in Nummer 363 der „Wiesbadener Ztg." vom 13 Juli 1913 unb den darin erhobenen Angriffen aus die österreichisch-ungarische Balkanpolitik fern. Es handelt sich vielmehr um eine indiskrete und mißverständliche tenben- ziöseWieberyabe eines gelegentlichen, nicht für die Preiie bestimmten ganz privaten Meinungsaustausches zwischen dem Prinzen und einem ihm bekannten Herrn über beiderseitige persönliche Erinnerungen aus ihren Reisen auf dem Balkan. Daß die fächsifche Regierung dem ermähnten Arttkel der „Wiesbadener Zeitung" vollständig fernstcht, ist schon früher ausge- drückt morden. Straßburg i. E., 21. Juli. Zu dem ftna» norrd folge. Die Türkei hätte es gewiß vorgezogen, diese Fragen mit Bulgarien auf diplomatischem Wege M regeln; lewer hmdern die von den Bulgaren in den besetzten Gebraten nut unbe.chrnb- tifher Barbarei und Vandalismus verübten Greuel, welche ihre Verbündeten mit derselben Empörung fcititdlen konnten, tote dre türkischen Truppen, die Türkei an einer dwlomchsichen Losung. Die Erfahrung hat bewiesen, daß alle mit Bulgarien begonnenen Verhandlungen dazu verurteilt waren, endlos in die Lange ge- zogen zu werden. Unter diesen Umständen sieht sich die Psorte gezwungen, die fragliche Grenze schon setzt zu besetzen, indem sie sich verpflichtet, im Einvernehmen mit den Machten das kunstige Geschick Thraziens fcftzuftetten. Die Pforte fügt Innzu, datz sie in dem Wunsche, die Entscheidung der Machie zu achten und mit Bulgarien normale Beziehungen herzustetten, die genannte Trace als endgültige Grenze ansieht, indem sie^sich verpslichtct, ie unter keinem Vorwande yu überschreiten. Tie Pforte frvft, die Mächte werden erkennen, daß der gegenwärtige Kneg zwilchen den Baitanstaaten unb die mit Bezug auf Thrazien vertretenen Kombinationen die Pforte doppelt zwingen, bic Grenze balb- möglichst fichcrzustellen, um die Sicherheit der Hauptstadt zu verbürgeii, und daß die Mächte, der befondcren Lage Thraziens Rechnung tragend, Bulgarien die iwtwendigen Raffchläge erteilen werden, um eine rasche und sriÄliche Lösung im dargelegten Sinne zu sichern. Die Pforte glaubt schon jetzt die Verantwortung für eine eventuelle Wiederaufnahme der FcindfÄigkeiten auf Bulgarien chieben zu müssen. Konstantinopel, 22. Juli. Der Einzug der türkischen Truppen in A d r i a n o v e l ist für morgen oder übermorgen zu erwarten. Es wird das Gerücht verbreitet, daß Adrianopel in Flammen steht. Sofia, 21. Juli. Der Militärgouverneur von T h r a z i e n meldet, daß die türkischen Truppen seit gestern ütm Usunköprue und Lüle Burgas her vorrücken, die ans den von ^Enver Bey geführten Kurden bcftchen, darunter Serben. Der Führer der ersten Armee berichtet, daß in den letzten Kämpfen von °-ch-r des .sijchcn W! ”nl,SL einer K-ss-Miede W= «Habe «rborgm W Habe öffnete M mürbe er mehrfach w, tal wurden verhaftet, wich wurden Bomben gesunden. und erblickt in dem geplanten Unternehmen ein ILittel, den Vogelsberg dem Verkehr besser zu entschließen. Die Kammer nimmt den Antrag einstimmig an. Die Badcdirektion Bad-Nauheim schließt seit einigen Jahren, wie durch die Vereine der Telaillisten in Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach und Gießen feftgestellt wurde, den Zwischenhandel bei Vergebung von Wäschestücken grund- ätzlich aus, entgegen der Praxis, die bei anderen Staaits- anstalten beobachtest wird. Tie Kammer beschließt nach einem Bericht des Mitgliedes Hirsch gegen diese Maßnahmen bei dem Ministerium der Finanzen vorstellig zu toerden. Der Vorsitzende berichtet über die Wirkung des neuen Gemein dcumlagengesetzes an der Hand ziffcrmäßi- gen Materials, das sich die Kammer durch Rundfrage bei Gewerbetreibenden ihres Bezirkes verschafft hat. Das Ergebnis dieser Rundfrage ist, daß die Gewerbetreibenden und Grundbesitzer durchweg bei gleichem Einkommen eine wesentliche Erhöhung ihrer Gewerbesteuer erfahren mußten, während dem Kapitalvermögen eine steuerliche Erleichterung gewährt worden ist. Ter Redner ist der Meinung, daß diese Wirkung deS neuen Gemeindesteuergesetzes vom Gesetzgeber weder vorausgesehen noch gewollt sei und beantragt deshalb, die Kammer möge bei dem Vorort des Hessischen HanoetStammertags unter Zuziehuug von Vertretern der Landwirtschafts- und Handwerkskammer eine Besprechung dieser Angelegenheit vor- nedmen, damit die etwa vorhandenen Härten des Gesetzes wieder beseitigt würden. Tie Kammer beschließt demgemäß. L. Friedberg, 21. Juli. Tie ev. Arbeitervereine unserer Umgebung werden nächsten Sonntag nachmittag in Butzbach zusammenlommen. Ter hiesige Verein, der einige hundert Mitglieder zählt, wird in großer Zahl zur festlichen Versammlung kommen. An der Sanitätsübung in Gießen beteiligte sich auch die hiesige Kolonne. w. Bad-Nauheim, 20. Juli. Heute nachmittag um 5*/2 Uhr fand im hiesigen Konzeithaus zum Besten eines in Bad Salzhausen zu errichtenden Postbcamtinnen- Erholungsheim? ein Künstlerkonzcrt statt. Trotz der ungewöhnlichen Stunde erfreute sich das Konzert eines ausgezeichneten Besuches. Die Mitwirkenden Fräulein Gertrude Geyersbach und Pianist Noth, beide aus Darmstadt, und die Kurkapelle unter Leitung von Prof. Minderst ein fanden reichen Beifall. — Bad-Nauheim, 21. Juli. Im 7. Sinfonie- Konzert des Ktirorchcstcrs, welches am Donnerstag, 24. Jnli, abends stgttsindet, sind die Hauptwerke Beethovens Siebente Sinfonie in A-dnr und das Klavierkonzert in A-moll von Robert Schumann. Letzteres wird voraetragen von Frau Augusta S ch a ch t e b e ck , der Gattin unseres beliebten Konzertmeisters. Frau Schachtebeck wirkt — nachdem sie ihre Studien mit Auszeichnung am Leipziger Konservatorium vor etwa zwei Jahren beendet halte — als Lehrerin des Klaviersviels am Konservatorium in Erfurt. Man darf auf das Auftreten der jungen Taine mit Recht gespannt sein. Fran Schachtebeck flammt übrigens aus Odessa, was die augenblicklich m großer Anzahl hier weilenden rnfüschen Knrsrernden besonders interessieren bür'tc. Ferner gelangt noch eine .Renheit" zum Vortrag: Drei Intermezzi für Orchester von Hans F. 2 ch a n b , einem in Berlin tätigen, noch jungen Don- setzer. Tie reizende Dondichtnnq „Le rouet d’Omphnle" von Saint- Sa i n s und der bekannte Ungarische Maisch von Hektor B e r l i o z beschließen das interessante Konzett h. Vilbel, 21. Juli. Auf der Vilbelcr und der Har- heimer Gemarkung wurde schon seit langer Zeit gewildert, ohne daß cs gelang, einen Wilderer zu fassen. Gellern abend überraschten nun die hiesigen Gendarmen in der Nähe von Harheim zwei Ziegelciarbeitcr auf frischer Tat. Beide führten Jagdgewehre und zahlreiche Patronen bei sich. Die Wilddiebe wurden nach ktirzer Gegenwehr überwältigt und dem hiesigen Gefängnis zugeführt. Heute früh konnte noch eine dritte Person als des Wilderns verdächtig verhaftet werden. leid,. Mtnborff J'1« _ "" 'fr* .K» SA'"1! »ar, •r "Nesbadenkr über M handelt iirfi h' .^Itändlicke llchen, nicht fürLmn-cna ten Öerrn Reisen auf bem Äl9e ‘I* fön Hte'Sg ^ral v. Mndra aule t ©eneröiicutiJ^ N Verbri M M wiederholt Klage bar* SÄ' Besuch provokatorischer Weise ber Arbeiterbewegung. Hanau, 21. Juli. Die hiesigen Etzuisfabrikcmten haben ihren sämtlichen im Buch bind er-Verband organisierten Arbeitern gekündigt. Die Arbeiter hatten eine Lohnerhöhung von 12 Prozent gefordert. Tie Verhandlungen haben sich aber zerschlagen. Bremen, 21. Juli. Die Werften an der Weser haben die Arbeit überall in vollem Umfange wieder ausgenommen. Nur auf den Atlas werk en legten die Leute einiger mechanischer Werkstellen die Arbeit nieder, ebenso der „Weserzeitung" zufolge auf der Werft des Bremer Vulkan in Vegesack. Nach einer gestrigen Versammlung kamen die Arbeiter heute morgen auf die Werft, um ihre Werkzeuge abzuliefern und traten in den Ausstand. Es handelt sich um rund 3000 Arbeiter. — Die Werft in Geestemünde hat die Arbeit heute morgen in vollem Umfange wieder aufgenommen. an 255, ab 3 Uhr nachmittags, zweiter Gießen an 405, ab 410 110(1)111. und letzterer Gießen an 205, ab 213 nachmittags. Der Männergesangverein ^Konkordia* ui Frankfurt fährt am Sonntag, den 3. August, mit Sonderzug nach Marburg. Aus der Hinfahrt Gießen an 834, ab 839 norm., auf der Rückfahrt Gießen an 925, ab 930 abends. Am 22. früh 618 bis 623 pafiicrt ein Sondcrzug für das Journal Allemagne unseren Bahnhof von Kassel nach Frankfurt. ** Der Provinzialvcrband oberhessischer Kaninchenzüchter hielt vorgestern im Darmstädter Haus seine Gcneraloersammlung ab. Die Verhandlungen leitete M. Sch m a l l-Gießen. Nach dem Geschäftsbericht traten dem Verband neu bei die Kaninchenzucküvercine Gar- beuteich, Frohnhausen und Bad-Nauheim. Tie Provinzial- ausstelluiig ftir -Oktober 1913 erhält der Verein Watzenborn. ** Zuglcitungsstellen. Die Erfahrungen, die in der Zeit der umfangreichen und anhaltenden Betriebsstockungen im vergangenen ö erb ft gemacht sind, haben dargetan, daß die zur Leitung und Beaufsichtigung des Fahrdienstes bisher vorgesehenen Hilfsmittel nicht ausrcick-en, um bei drohenden oder bereits eingetrc- tenen größeren Unordnungen im Fahrdienst den vom Fahrplan und von bett Dicnsteinleilungen abweichenden Zugverkehr u it - unterbrochen in allen Einzelheiten z u über w a ch c n. Insbesondere vermögen in solchen Zeiten die einzelnen Bahnhöfe die jeweilige Betriebslage nicht so zu übersehen, daß sie imstande sind, die Besörderung der Güterzüge zweckentsprechend zu regeln. Um bi v bessernd cinzugreifen, sind nach einem kürzlich ergangenen Erlas; des preußischen Eisenbahnministcrs Zügle t t u n g s st c l l e n cinzurichtcn, die in Fällen erheblicher Abweichungen vorn Fahrplan uni) von den Tiensteinteilungeit die durch Unregelmäßigkeiten besonders stark bclrossenen Bahnhöfe und Bahnstrecken durch iinuntcrbrod)cnc Beobachtung des Laufs der Züge und durch rasches, unmittelbares Eingreifen wirksam unter- slützen. Die Zugleitungsstellen sind mit erfahrenen Betriebsbcamten (Kontrolleuren, Oberbahnhoss- und Bahnhofsvorstehern, die Bc- tciebrsraten bearbeitenden Beamten bei den Betriebsämtern nsw.) zu bejetzen. Es sind ihnen bestimmte betrieblich zusammengehörige Abschnitte der Ab- und Zusuhrlinien mit verwickeltem Fahrplan zuzuteilcn. Innerhalb dieser Abschnitte haben sic den Zug- und Rangierbetricb der einzelnen Bahnhöse ununterbrochen bei Tag u n d N a ck t zu beobachten und dasür zu sorgen, das; alle ausführenden Dienststellen und Beamten in zweckmäßigster Weite an der Zugdurchsührung mitwirken. Für bestimmte Fälle sind die Zugleituttgsstcllen befugt, den Zugverkehr und Rangierbetrieb aus den Bahnhöfen und Bahnstrecken des ihnen zugeteiltcn Dicnstbezirks mit Anwetinngsbesugnis zu regeln. Bei erheblichen Abweichungen vorn Fahrplan und von den Diensteintcilungen haben die Zug- l ei t u n gs st c 1 l e n auch die Lokontoliv- und Pcrsonalgcftcllung in gewissem Umfange zu vermitteln. Die Vorbereitungen zur Einrichtung der Zugleitungsstellen sollen derart getroffen werden, das; letztere jederzeit ohne Verzug in Wirksamkeit treten können. " D i e Tape werden kürzer. 9larf)bem wir kaum der langen Sommcrtage froh getvorden sind, müssen wir uns schon wieder mit der Tatsache abfinben, daß die Tage — wenn auch kaum merklich — kürzer werden. Während die Sonne am 1. Juli 3 Uhr 51 Min. aufgeht und 8 Uhr 15 Min. wieder verschwindet, läßt sie sich am 31. Juli erst um 4 Uhr 25 Min. blicken und entzieht sich bereits um 7 Uhr 47 Min. unserem Gesichtskreis. Die TagcSlänge betrug demnach am 1. d. Mts. 16 Stunden 24 Minuten, am ßl, ds. MtS. beträgt sie aber nur 15 Stunden 22 Minuten. Landkreis Gießen. ----Heuchelheim, 21. Juli. Am Sonntag abend i/,ll Uhr fuhr der 20 Jahre alte August Rinn von Wicscck nach Hause. Im Wiesecker Weg stürzte er, erlitt eine Gehirnerschütterung und verlor dabei sein Portemonnaie mit 6 Mk. Inhalt. Er wurde erst nach 12 Uhr gesunden und in die Stadt Marburg gebracht, von wo er noch in der Nacht von der SanitätZkolonne in die Klinik gebracht wurde. Da man nicht weiß, ob c§ sich um einen Fall oder um einen Ueberfall handelt, sei noch bemerkt, daß das vermißte Portemonnaie die Inschrift .Gruß auS Hamburgs trug. cp Klein-Linden, 21. Juli. (7. Iahresfest d e r »ber hessisch en P o s a u n e n ch ö r e.) Der Verband oberhep. Posauncnchörc hielt am Sonntag unter sehr starker Beteiligung seinen 7. Verbandstag, verbunden mit Missionssest, ab. Als Vertreter der obersten Kirchenbchvrde hatte sich Superintendent Dr. Petersen -Darmstadt eingesunden, als Vertreter des Dekanats Gießen wellte Dekan G u s; m a n n - Kirchberg hier. Als Gastvereine waren erschienen die Posaunenchöre aus Gießen, Friedberg, Lang-Göns, Holzheim, Gambach, Hochelheim, Beuern, Allendon a. d. Lahn, Dutenhofen, Ober-Mockstadt, Wctterfeld, Södel, Stockhausen-Schadges, Babenhausen, Unter-Seibertenrod, Langcnberg- heim und Hainchen. Um V,U Uhr fand in der Kirck>e unter Leitung des Pfarrers Kalbhenn-Ober-Mockstadt die Hauptprobe statt, bei der fast 300 Bläser mitwirkten. Um 1 Uhr begann die erste Feier, die durch Gemeindegesang und durch die Posaunenchöre mit dem niederländischen Dankgcbet eröffnet wurde. Pfarrer Weber-Lang- Göns, der Bcrbandsvorsitzendc, hielt die Begrüßungsansprache und wies auf die Wichtigkeit des weiteren Ausbaus der obcrhessischen Posauncnchörc hin. Fcstprediger war Pfarrer A u s f e l d - Gießen. Missionsinspektor Weishaupt-Leipzig sprach über die Bedeutung und Arbeit der Mission. Das Schlußwort der ersten Feier sprach Pfarrer Schultc-Großen-Lindcn. Auch ber zweite Teil des Festes, der um 4 Uhr begann, war sehr stark besucht. Missionsinspektor Weishaupt-Leipzig schilderte seine Erlebnisse auf den Misswns- reisen in Dcutsch-Ostasrika. Eine weitere Ansprache hielt Pfarrer Bömel-Rodheim a. d. Bieber. Die Schlußrede erfolgte durch den Superintendenten Dr. Petersen-Tarmstadt. Außer mehreren Chorälen spielten die 300 Bläser Stücke aus dem „Messias",, aus „Judas Makkabäus" und einige Solctten. An die Feier schloß sich eine Kollekte für die Mission. * Ettingshausen, 21. Juli. Auf dem Rathause hielt gestern die Spar- und Darlehnskasse e. G. m. u. H. ihre diesjährige .Haupwersammluug ab. Die Jahresrechnung und Bilanz firr 1912 sind so günstig, daß 9 Prozent Dividende an die Mitglieder verteilt werben konnten. )( Hu ngen, 21. Juli. Die geschäftlichen Verhandlungen der 52. Wander-Versamml'ung der Jm- ker Ober Hessens fanden heute unter dem Vorsitz des Lehrers Buß-Leihgestern im Gasthof zur Traube statt. Erschienen waren u. a. der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Provinzialvcrcins für Oberhesscn, Graf Wilhelm von Solms-Laubach und der Vertreter des Landwirtschafts- kammer-Ausschusses ftir Oberhessen, Weil-Lang-Göns. Ter Jahresbericht des Vorsitzenden und die Rechnungsablage ergaben ein erfreuliches Bild. Lehrer Dirlarn-Nieder- Eschbach hielt einen Vortrag über „Die Bienenzucht eine Lehrmeisterin". Ter bisherige Versand der Biene soll bleiben, da der Versand durch die Post bedeutend teurer kommt. Tie 53. Wanderversannnlung wird 1914 in Mücke vermisstes. * Von Wilderern erschossen. Aus Plattenhardt auf den Filtern, 21. Juli, wird gemeldet: Am Samstag abend wurde der ledige, Mitte der 20er Jahre stehende ForstanWärter Wilpelm Klingler von zwei Iftesigen 18 und 19 Jahre alten Burschen, btc er beim Wildern ertappte, erschossen. Die beiden Bursck)en haben sich bereits den Belstirben gestellt. * Mord und Selbstmord. Aus Hamburg wird gern clbet : In der vorletzten Nacht hat der Arbeiter Maulohn nach einem heftigen Faniilienstrell seinen 3 Jahre alten Sohn und bann s i ch selber erschossen. * Grubenunfall. Aus Holten (Rheinprovinzl wird gcmclbct: Auf ber Zeche „Rhein", .in Schacht 1 bis 2, gerieten sieben Bergknappen unter stürzenbes Gestein. Der Schachtmeister Unhoff aus Schmachtendors würbe als Leiche geborgen. Tie übrigen Bergleute sind schwer verletzt warben. * Entführung Aus Dresben wirb gcmclbct: Die unter Fürsorgeerziehung stehende Luise W i l l i m e n würbe gestern, als sie mit ihren Kameradinnen auS ber Kirche in Radeberg zurück- kehrte, in der Nähe von Lotzbors von zwei unbekannten Männenc ergriffen unb in einem Automobil entführt. * Ein „freuüblicher" Fahrgast. Aus Posen, 21. Juli, wirb gemclbct: Im Eisenbahnzuge zwischen Posen und Lissa vermißte ber Viehlastriercr Urban ik Oklb und stach deshalb aus die Mitreisenden ein, von denen er sechs zum Teil schwer verletzte. Dann sprang er auS dem Zuge und riß dabei noch einen Lehrer um, brr bet dem Fall aus dem Zuge ein Bein brach. Urbanir wurde verfolgt nud verhaftet. * Auf Helgoland verunglückt. Infolge des stürmischen Wetters geriet ein Motorboot unter ben Radkasten des Dampfers „Cobra". Eine Frau Marie Haffner aus Ludwigshafen, die sich mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern au Land begeben wollte, wurde tödlich verletzt. Tie Leiche lvurde geländet. * Stratzenbahnunfall. In St. D 6 nis bei Paris entgleisten zwei Straßenbahnwagen an einer Kreuzungsstelle. 24 Reisende erlitten erhebliche Verletzungen. Der Unsall ist aus die Stachläistgkeit eines Angestellten znriickzuführcn. * Vatermörderin. Aus Insterburg wird gemeldet: Auf Veranlassung ber Staatsanwaltschaft würbe in Hamburg eine Kutschcrssrau verhaftet unb hierher gebracht. Sic wirb beschul- bigt vor Jahren ihren Vater unb im August vorigen Jahres ihren Stiefvater vergiftet zu haben. Auch die Mutter ber Verhafteten wurde unter dem gleichen Verdacht scstgenommen. Beide b e s ch u l d i g e n sich gc g en scit ig. * Meuterei im Vatikan. Aus Rom, 21. Julv, wird gemeldet: In den letzten Tagen entstand unter der S ch w e i z e r G a r d e des Vatikans eine lebhafte Unzufriedenheit wegen der Disziplin. Infolge der Entfernung des Hauptmanns Glesson schien die Ordnung wiederhergestellt. Ten Zeitungen zufolge artete aber gestern infolge der Haltung des Oder-Repond die Unzufriedenheit in offene Meuterei aus. Heute wurden die Garden entfernt. Der Papst konferierte mit dem Staatssekretär Merry del Bal, drückte seinen lebhaften Schmerz und die Hoffnung aus, daß eine Beruhigung eintreten werde. Laut „Messagero" erklärte Rc- pond, die Soldaten seien zuchtlos gewesen und seien sogar dem Papst in betrunkenem Zustand vor die Augen getreten. Sie hätten sich so wenig um den Sicherheitsdienst gekümmert, daß man den Vatikan ruhig hätte ausplündern können. Er habe die ungeeigneten Elemente entfernt und Disziplin ein- Mähren versucht. Nach einer anderen Meldung herrscht nicht nur 'bei der Schweizergarbe, bie heute entwaffnet worben ist, sonberu auch bei den übrigen vatikanischen Trupp en teileir Rcvoltestimmung. Wirb Oberst Reponb nicht entlassen, so sinb, wie bie „Tribuna" melbet, neuerbings Vorkommnisse zu befürchten, bie bie Aufmerksamkeit der italienischen Polizei erwecken tonnten. ♦ Museumsdiebe. Aus Rom wirb gcmclbct: Wegen bes Diebstahls zweier berühmter Terrakotten von Luca della Robbia wurden gestern in Pistola zwei Pfarrer, ein Marquis und ein Antiquar verhaftet. * Die Suffragettenführerin Frau Pank- hurst wurde inmitten einer Suffragettenversammluny in einem Pavillon verhaftet, wobei es zu einem heftigen Kampfe zwischen ihren Anhängern unb ben Polizisten kam. Mehrere Verhaftungen würben vorgenommen. * Aus ber ganzen Ostschweiz wirb Hochwassergefahr gcmclbct: In ben Bergen herrschte in der Nacht zum Montag heftiger Sturm. Gleichzeitig ging Hagel nieder, der in ben Weinbergen unb Zitronengärten beträchtlichen Schaben anrichtete. ________________________ Letzte Nachrichten. m. OsfCnbach, 22. Juli. Ter geistig minbertoertige 16jähr. Backfisch, ber Sohn einer rechtschaffenen Witwe, lockte gestern 6 Kinber aus bie Löwennnese, wo er sich an der 8jährigen Tochter eines Lagervcrwalters in Gegenwart ber anderen Ander verging. Backfisch sollte auf Antrag seiner Angehörigen schon einmal in einer Anstalt untergebracht werden, ber Antrag war aber abgewiesen worben. Automobilnnfall. Elermont-Ferranb, 22. Juli. Hier stürzte ein Auto auS 8 Meter Höhe in den Fluß. Die Insassen, Graf und Gräfin Fernandez Vallez b'Aldula au§ Barcelona wurden getötet. G, eben, 22. ZM Simtiti) «W iÄ- ütnnimmt «Ü leslatigt- bur^ bie Der- semesterS M» Erledigung «ii 3"" n Ah-- “u^ * 6 i"' ■ b".,^ w-rd-n!°"s' Z io-1 gitNg n vdllN' Mrfliche uh- S,SZ M erlüg' .in, , ccsterer - Erfolg bringt Vertrauen! Ich war hochgradig nervös, batte keinen Schlaf, keinen Aopetu und fühlte mich immer müde und abflcfvqnnt. -ta trank ich zur Star« kuna eine Jeitlang Bioson, was bet mir geradezu Wunder wirkte. 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Kinder frei. v«/r -----------------— lv'"/7 Einladnn^ Eisenbahnzug. a«/7 Da« Beete für die Hautpflege lat; bV. Die Condonsierte Yoghurt-Milch ist in tiießen zu haben im Reformhau* Paul Scholz, Kreuzplatz. 5.(ss* s Konzert der weltbekannten Aitv 3. Jahresversammlung der Gesellschaft Liebigmuseum, Tonncrcftofl, 24. Jnli 1913, nachmittags 6> 4 llbr, im Hörsaale des Liebiglaboratoriums au Gietzen. Tagesordnung: 1. Fortran von Geh. Medizinalrat Professor Dr. Sommer, Wichen: Justus von kiebig vom Standpunkt der Familienforschung und Bererbungolehre. 2. Jahresbericht, erstattet von Apotheker Werner, Giehen. Einführung von Angehörigen und Gästen erwünscht. Der Arbeitsausschuss zur Erhaltung des Liebiglaboratorlums. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottenbnrg, Salz.fer 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Martinikenfclde Kindergartenverein. Die AuSftotel Lutz, jeweils von 9—3 Ubr, "Muller vorACigeu und Bestellungen entgegen nehmen. (C217 Carl Unverzagt, Bandagist-Spezialist, Lörrach i. II. BäkofsKdmmer-Lichfspiele äntSeTfersweg. '• Vergebung von Bauarbeiten Dle zur Erbauung des Schulhauses zu Stein- Heim erforderlichen Erd- und Maurer-, Steinhauer- (Lungstein), Zimmer-, Dachdecker- (Schieferdach), «pengler-, Glaser-, Schlosser-, Schreiner-, Weißbinder-, Tapezier-, Chauffier- und Pflasterarbeitcn, sowie die Eisenlieferung, Blitzableitcranlage und Nanalisationsarbeiten sollen im Wege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden. - „^ll^otsunterlagen, die gegen Erstattung der «elbsikosicn abgegeben werden, sowie Pläne und Bedingungen liegen vom 22. d. Mts. ab auf dem Amtszimnier des Unterzeichneten, Regicrunqsqebäude, ^andgraf-Plulipp.Plap 3, Zimmer Nr. 20 offen Angebote mit entsprechender Aufschrift sind vcr! lchlos)en und posifrei, spätestens bis Tonncrstaa den 31. d. Mts., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleicljen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 15. Juli 1913. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. 3- B.: Bogt. Bekanntmachung. Der diesjährige Alsfelder Pferde- u. Fohlenmarkt in Verbindung mit dem Prämicumarkt findet am Montag, den 28. Juli 1913 statt und wird von dem LandwirtschastSkannuer-Ausschull, dem Landesvserdezucht- oerein und der Stadt Alsfeld gemeinsam veranstaltet. An Prämien kommen insgesamt ca. 2150 Mark zur Verteilung, davon ca. 1400 Mark für Pserde und Fohlen und ca. 750 Mark für Bullen, Stäbe, Schweine und Ziegen. Beginn dcS Marktes: '/,8 llbr vormittags, Beginn der Prämiierung: 1 .9 Ubr vormittags. Anmeldungen von Stuten und Fohlen haben unter Angabe von Nasse, Abstammung, Alter, Geschlecht und Farbe bis spätestens den 20. Juli beim Landwirtschaftskammer - Ausschub in Gieyen zu geschehen. In Berbindung mit dem Pferdemarkt findet ein 3icrtcnmarft statt. Mit dem Markt ist eine Verlosung von aus dem Markt aufzukaufenden Fohlen, Zuchttieren, Maichinen usw. verbunden. Der Losebetrieb liegt in den -vänden der Lotterie-Agentnr Gg. Kurtz jr. in AlSseld. Grotzherzvgliche Bürgermeisterei Zllöseld. Dr. Bölling. [D7/, Yoghurt das beste Mittel bei allen Magen-, Darm- u. Stoffwechsel-Krankheiten, hei Stuhl- trfighoit und deren Folgen, Leher- und Gallen-Leiden, Gicht, Zuckerkrankheit, Korpulenz, unreiner Haut usw., laßt sich jetzt mit Hülfe der „Condeneierten Yoghurt Milch“ einfach und schnei! in jedem Haushalte horst eilen und wird von allen Personen, die Milch soe-i nicht mögen, gern genommen nnd gut vertragen. Etwaige gegenteilige Erfahrungen inic in Milchgeschäften fertig gekauftem, vielfach zu altem und dann allerdings unbekömmlichem Yoghurt sollten niemanden abhalten, sich kostenlos über die neuesten Fort schritte auf diesem Gebiete zu unterrichten. Verlangen Sic daher Gratisprobe u. belehr. Gratis-Broschüre bei der Yoghurt-Centrale Dr. J. Schaffner Ä Co. Bcrlln-Grnnewuld. Trappt Vom Anfang 7‘/2 Uhr. Sonntags 31/. Uhr. Eintritt frei! Madame Inkognito Eine lustige Ehestandskomödie. Autorenfilm! Die neue Richtung in der Kinematographie. Glänzende Darstellung. Ausserdem 5 grosse Kinonummern. Burggraben E" kal (Inhaber: Telephon 586. ^816 E.B3CI Karl Ohm) Wer krank ist und Interesse hat für gute Hausmittel (keine Arznei- oder Geheim- mittel !) verlange kostenlose Schrift!. Aufklärung durch: Krankenschwester Marie Wiesbaden S. 75, Adelhddstr. 13 Olagenlelden, Stuhlver- ftopfung, IjXmorrholden, Blutarmut, BUlchTueht, Schwäche, ultändc. Skro- phulof«, H dem Verkalkung, Nervenleiden, Sicht, Rheuma. ©allenTtelne, Leder-, Nieren-, Blafenleiden, Zuckerkrankheit, HusTditäge, flechten, Krampfadern , fu8 - und Beinleiden etc. 8'S Si9 Zucker Bei 10 Pmnd 23 Pfg. Bei 50 Pfund 22 Pfg. ft empfiehlt Selterwwcg 24 39C9 Fernsprecher 267 Die Ziehung der I Giessener Geld-Lotterie findet unwiderruflich am 19. August d. Js. statt Es kommt nur bar Geld ohne jeden Abzug zur Verlosung. Zusammen M. 21000 Hauptgewinne M. 10000 3000 usw. 47,1 Lose al M„ ÄS, sind b. all. Loseverkaufssteil. zu haben. General- Vertrieb: Bnchacker, Neuen Hätte 11. Daselbst 11 gern. Nummern für M. IQ.— sol. Vorrat Bringe meine 4710 Gartenlokalitäten sowie ein prima Glas Fürstenberg - Bier in empfehlende Erinnerung Weinstube Seibel, Lndwigspl. Bilder mit und ohne Rahmen (Sinrfi^iiingcn in allen Preislagen Bilderißisten u. Glas auch kleine Poften billigst Helm SctaiB Gla*erinelRter Kanzlei berg 7 Telephon 575. MM Bäber - Sommerfrifdjen Pensionen -- ' — ’r~' ~ -« - - *•' -■ | al 357 Meter. Eine Perle des V Vogelsberges. Bester Aufent- 8 | 'L " U III halt für Erholungsbedürftige Oll alulll lm Schlosshotel am Fusse des Schlosses unmittelbar am Walde gelegen. Vorzügliche Verpflegung. 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Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. ?tr letzte diesjatzche offelltliltze Zmstermiil Ul Gietzen wird nächsten Mittwoch, den 23. Juli, nach, mittags 5—6 Uhr. im Jmvslokal Neustadt 61 abgehalten. Wer bicien Termin nicht benutzt, mutz sein impspslichtigeS Kind auf eigene Kosten impfen lafien. bu/7