Nr. A Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamlllenbliitter.' zweimal wöchentl.Nreis- blatt fiirden Kreis Gießen (Dienstag und Freitagi; zweimal monall. £ano= wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, ■ Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gicßcu. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt (63. Jahrgang 8amstag, (9. April (9(3 'I K fc Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jahrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- NotatkonrdruS und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruüerei N. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße 7. Lan^'^E.Heß^ür dm Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16 a. Anzeigenteil: H. Beck. n Die heutige Nummer umfatzt 24 Seiten, g—nuinriMnii.iiiiim ~ politifdyc Wochenschau. Gießen, 19. ^tytiL brauchan Taum noch auf die Veröffentlichung der französisck-e-n Protobolle über Len Skandal von Nancy zu warten; Di» zwei beteiligten deutschen Gruppen haben inzwischen ihre Erlebnisse der Presse anvertraut, und an ihren Darstellungen ist kaum ein Zweifel erlaubt. Wir haben gestern die Tatsachen, soweit sie die fünf in Metz wohnenden Deutschen betreffen, mitgeteilt, und in der gestrigen Nummer der „Köln. Ztg." fanden wir die ganz diesem Bericht entsprechende Ergänzung in einer Einsendung der beiden Kaufleute C. Teichmann und Fritz .Heyne. Wir brauchen die lange Darstellung nicht wörtlich wiederzugeben; es genügt, daß sie, nicht die Metzer Gesellschaft, in dem Variete bei einem deutschfeindlichen Stück gehässige Kundgebungen hirnrehmen mußten, die sich in dem Cafe Lorrarne fortsetzten und am Bahnhof ihren Gipfelpunkt erreichten. Die erwähnte andere deutsche Gesellschaft tvar es, drei Herren und zwei Damen, die das Geleite der tosenden Menge bis auf den Bahnhof chatte, wo dann auch die beiden Reisenden aufgespürt und in unerhörter Weise belästigt und mißhandelt wurden. Wir geben das wichtigste Stück ihres Berichtes hier wieder: Einige „Herren" — setzten sich in gewaltsamer Weise zwischen uns mit dem Rufe: Place pour la France! Wir standen auf und wandten uns an einen Bahnbeamten mit der Bitte um polizeilichen Schutz. Die Mengte umringte uns sofort, und man rief: Hier gibt es keine Polizei wie in Deutschland, wir sind hier im freien Frankreich, grüßen Sie das französische Militär! Bei diesen Worten wurde Herrn Teichmann der Hut vom Kopfe geschlagen und mit den Füßen zertrampelt. Wahre,rd dieser Szene versuchte Herr Heyne Polizei von außerhalb des Perrons zu holen, wurde aber durch bcn Beamten verhindert, durch die Sperre zu gehen. Es erschien sodann der Stationsvorstand, der uns durch den Gepäckraum in den schon bereitstehenden Metzer Zug geleitete. Das war jedoch von der Menge mcht unbemerkt geblieben, und die Leute folgten uns unter Gejohle und Gebrüll auf dem Fuße. Obwohl wir irns nun den Micken der Menge durch Stellen in den Seitcngang des Durchgangsznges zu entziehen suchten, hatte man uns doch bald entdeckt, und es drangen eine Anzahl der Menschen hinter uns her. Wir wurden nun gegen die Wand gedrückt, auf die Bant geschmissen, ins Gesicht gespuckt, gestoßen, geschlagen, der Schirm Teichmanns wurde zerbrochen. Heyne wurde der Hut auch hier unter den Rufen: Grüßen Sie das französische Militär! verschiedentlich vom Kopf geschlagen. Auch von außerhalb wurden wir durch das geöffnete Kupeesenster unter dem Beifallsgejohle der Menge geschlagen und angespuckt, währenddessen heulte und schrie die Menge auf dem Perron, d i e inzwischen riesig angewachsen war, und schleuderte uns Schimpfworte in Frannzösisch und gebrochenem Deutsch, als: sales Prussiens, sales boches, cochons, Schweine, sales officiers Prussiens, entgegen. Diese widerlichen Vorgänge im Küpce wiederholten sich eine halbe Stunde lang fortwährend unter den Augen des auf dem Bahnsteig befindlichen Publikums, unter dem sich auch Soldaten und Offiziere befanden. Wahrend dieser ganzen Vorgänge behaupteten die Krakeeler fortwährend, daß wir deutsche Offiziere seien, und speziell glaubte man in Tcichmann einen Offizier vom Zeppelin zu erkennen. Unsere Beteurung, daß wir Geschäftsreisende seien, fanden einfach keinen Glauben, ebenso blieben unsere Rufe durch das Kupeesenster nach Pvlizcr ohne GberheUcher llunstverein. GieHen, ,18. Avril. M (Turmhaus am Braud ist gegenwärtig eine Reiche von Dildarn ausgestellt, die in ihrem wesentlichen Teile einen 'kleinen Kreis süddeutscher Künstler umfaßt und m ihrer tapferen Beschränkung auf wenige Bilder eine gute Uebersicht über das Schaffen der Schwarzwälder Künstlervereinigung bietet. Es sind keine gewaltigen Malerischen Probleme, die hier behandelt werden, ccher inr allgemeinen geht eine gute, ausgereifte -Technik mit einer feinen und liebevollen Naturbetrachtung m schönem 'Vereine Hand in Hand. Es ist eine starke, gesunde Kunst, die gar nichts Periöses an sich hat, sondern mrt offenen, frischen Sinnen den Schönheiten der heimatlichen Landschaft nachgeht, und weder die Auffassung noch die Ausführung mutet dem Beschauer ein schwieriges und anstrengendes' Einarbeiten zu. Was da ist, das ist stets ein en Stirnrunzeln im Reichstage die Geschichte im Sande verlaufen zu lassen. Es ist öffentlich amtlich festzustellen, ob geschmäht, gespuckt und geschlagen worden ist, ob tatsächlich Beamte, Soldaten oder gar Offiziere dein Treiben gleichmütig zugeschaut haben. Der Mißklang aus diesen Vorfällen ist um so schärfer, als jetzt ein amtlicher Bericht über die Landung des Z. 4 in Lnneville Einzelheiten ans Tageslicht bringt, die der französischen Bevölkerung wiederum ein unumwundenes Rohheitszeugnis aus stell en. Der Führer des Zeppelin-Luftschiffes, Kapitän Glund selbst ist es, der seine Zeugen-- schäft anbietet, und wir haben seinen Bericht, wie er ihn den „Leipziger Reuest. Nachr." zur Verfügung gestellt hat, heute an anderer Stelle wiedergegeben. Danach muß alle Anerkennung, die den französischen Behörden ob ihres Ent- gegenkommens gezollt worben war, zurückgezogen werden. „Das Verhalten der Militär- und Zivilbehörden", so schließt dieser amtliche Bericht — der eigentlich längst in der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hätte stehen müssen — war Völker- und privatrechtswidrig und sehr unhöflich; das Verhalten des Publikums war flegelhaft." — In der Tat, die deutschen Offiziere, die sich nur mit Mühe ber Tätlichkeiten des Pöbels erwehren konnten, haben bei i^ren französischen Kameraden eine merkwürdige Aufnahme gefunden! Die Verzögerung der Erlaubnis, mit Schneewetter, mit seinem lichtvollen .Hintergrund, Verschneit mit dem durchsichtigen Blauhimmel, wie ihn einzig der Winter bietet, sind von gleicher Eindringlichkeit. Ganz anders wie Biese tritt I. Heffner dem Winter entgegen. Er findet in ihm nicht die erhabene, weltabgeschiedene Muhe, er sieht ihn in tausend Farben, die sich in guter Form zu einem lebendigem Weiß einen, zu ihrer vollen Wirkung aber eines ungewöhnlich großen Abstandes bedürfen. Ein sicherer Zeichner ist C. Lieb ich, der eine Anzahl guter Federzeichnungen zu Hansjakobs „Schneeballen" ausgestellt hat. Die Beherrschung der Linie erweisen auch seine Oelbilder, saubere, brave Studien, in der Farbe aber all- zuglatt und allzusüß. Malerisch wesentlich gereifter ist L. Zorn, der seine .Motive mit kräftigen Strichen erfaßt und doch sorgsam' und zart hinsetzt, mie in dem Bild An der Breeg u. a. Ein gut durcl-gearbeitetes Bildnis eines Mannes und eine Blühende Wiese,, die voller Dust ist, hat W. Haller ausgehängt. An Thoma lehnt sich A. Schmidt in in seinem Genrebild Bauernmädchen cm, einer fleißigen uttb tüchtigen Arbeit, während er in dem Bildnis einer Dame eine geistig und farbig von feinstem Reiz, umftoffene Frauen- gestalt voll bestrickender Anmut geschaffen hat. Rein akademisch ist H. O st h o f f in seinem großen Frühlingsbild A p r i l w e 11 e r, und auch seine im1 Treppenhaus aufgehängte Wa ldlandschaft entbehrt der Besonderheit. H. Tischler bringt ein Bild, Hinte r- zarten, bas wie aus einem Baukasten zusammengesetzt erscheint und trotz seiner großen Tiefe jeder Perspektive en trat. Auch jegliche Luft fehlt diesem' Bilde, das int ersten Augenblicke ein wenig verblüfft. Vorwiegend mit der Behandlung ber Luft beschäftigt sich Spitznagel. Auf seinen scheinbar grob hingesetzten Bildern holt er mit ganz einfachen Mitteln, z. B. einem Zaun, 'eine überzeugende Tiefenwirkung heraus, wie int Seeblick, Nach dem Regen ober der B anrngrupp e. Eine Kirchenprozession im Freiburger Münster mit all ihren farbigen Reizen gibt Benz ganz charakteristisch wieder, aber das Gleichgewicht des Bildes leidet unter ber Leere des oberen Teiles, der die nackten Getvölbe enthält. Eine Anzahl kleinerer Bilder von Willroiberj zeigen den scharfen Mick des Künstlers für dos Typisch« eines Landstriches, während ein größeres mit geringen Mitteln eine dämmerige Flußlandschaft in behaglicher Breite der deutschen Botschaft telegraphisch in Verbindung treten zu dürfen, war doch roeiter nichts als eine Schikane. Französische Offiziere und Zivilisten liefen durch das Schiff, rauchten, steckten Streichhölzer an und machten sich über die deutschen Luftschiffer lustig, die van den Wachtposten mit aufgepflanztem Seitengewehr gezwungen wurden, sich außerhalb des Luftschiffes aufzuhalten. Der Pöbel warf mit Steinen und suchte das Luftschiff zu zerstören, so daß es schließlich in gefährlicher Lage, ohne Abschied, den Rückflug antreten mußte. Der Kapitän und die Offiziere haben in Berlin Bericht erstatten müssen. Die Dinge waren also dem Staatssekretär v. Jagow bekannt, als er sich über die Begebenheit in Nancy äußerte. Wir können uns nun wieder des fatalen Eindrucks nicht erwehren, daß- es unseren Diplomaten und Staatsmännern allzusehr an Offenheit und Mut gebricht. Auch ber Luneviller Fall war im A^ichstag zur Sprache gebracht worden, und Herr v. FaAow verriet von seiner Kenntnis der Dinge kein Sterbenswörtchen. Im Interesse erträglicher Beziehungen zn unseren westlichen Nachbarn dürfen wir eine nötige offene Auseinandersetzung nicht scheuen. Mindestens dürfen die Tatsachen nicht vertuscht werden! Das Auswärtige Amt hätte den Franzosen im Interesse ihres guten Rufes Gelegenheit geben müssen, auch die Luneviller Unerfreulichkeiten zu klären und die Schuldigen zu maßregeln. Es ist doch wohl keine 'Demütigung Frankreichs, wenn man es nach so unverzechlichen Nachlässigkeiten seiner Beamten und nach so unflätigem Verhalten eines Teiles seiner Bevölkerung sich wieder um die Gesittung bekümmern heißt. Die Vefirafling öer Schuldigen in Nancy. PariS, 18. April. (Meldung der Agence Havas.) Der Minister des Innern Klotz hat auf Grund des Berichts des Staatsrats Ogier und nach Besprechung mit dem Ministerpräsidenten folgende Strafmaßnahmen verfügt: Die beiden Polizeiagenten, welche sich Sonntag nacht auf dem Nancyer Bahnhof befanden, sind abgesetzt. Zweitens werden Maßnahmen zur Umgestaltung der Nancyer Polizei unverzüglich geprüft werden. Diese Maßnahmen werden im Interesse des Dienstes die Versetzung der beiden Nancyer Polizeikommissare zur Folge haben. Drittens, der Präfekt des Meurthe-et-Mo'-- s eile'-Departements erhält, weil er es verabsäumt hat, den Mimster des Innern aus eigenem Antrieb und unverzüglich über den Vorfall zu unterrichten, ein anderes Amt. Eine Note der Agence Havas besagt: Der Minister des Aeußern P i ch o n empfing heute abend den deutschen Botschaftei Freiherrn v. Schön und teilte ihm die vom Minister des Jimern getroffenen Strafmaßnahmen mit. In hiesigen amtlichen Kreisen glaubt man, daß damit der Zwischenfall erledigt sei. Paris, 18. April. Die Meldung, daß das Stück „Coeur de f ranyaise^ in Nancy und anderen Städten verboten worben sei, bestätigt sich nicht. Die Theater-Direktoren wurden lediglich von den Bürgermeistern vorgeladen und ihnen ans Herz gelegt, dafür zu sorgen, daß die Aufführung keine Ruhestörung veranlasse. Die Theater-Direktoren versprachen, vor Beginn des Stückes an das Publikum in diesem Sinne Ansprachen zu richten. £yn Nancy verlas der Direktor vor Beginn der Vorstellung einen Bries des Verfassers des Sttickes, in dem die Zuschauer gemütvoll abschildert. Einige tüchtige Bleisttstzeichnungen und ein gutes geistvolles Bild von Hansjakob hat Hase- manu ausgestellt. Mit einer ganzen Anzahl von Radierungen, die in bent Verzicht auf alles unwesmtliche teilweise recht bedeutend sind, ist Th. Schück glücklich Vertreten, der mit leichter, sicherer Nadel arbeitet und starke Wirkungen zu erzielen vermag. Außerhalb^ dieser Gruppe sind noch mehrere andere Künstler vertreten, von denen Etta Richter mit ihrer: Tierplastiken die erfolgreichste fein dürfte. In ihren Arbeiten ist Kraft und Können; die Katze auf bem Kissen, Beider Arbeit, Ziegen- familie verraten eine sorgfältige Beobachtung unb liebevolle Durchführung. Ein wuchttg erfaßter Krieger in archaischem Stile und ein Akt in Ketten, beide im Treppenhaus, zeigen Sieferle als starken, formsicheren Plasttker, ber allerdings noch nicht zu selbständiger Gestaltung durchgedrungen erscheint. Von dem verstorbenen K. Hummel ist eine ideale! Landschaft, der Garten der Ärmida, ausgestellt, die sehr sauber und technisch fast eintoanbfrei gemalt ist, aber die ganze Hohlheit ber Theatermaler ei in den 70er Jahren treffend belegt. k. N. — Die Nati onalfeftkpiele des Deut scheu Schil-. lerbundes am Wermarrschen Hoftheater finden in diesem 's obre, mmt 23. Juli bis 10 Wffuft in drei WockenreilMl statt, und zwar: Goethes , Gotz von Berlrchmgen" ant 23. ßuli, 30. Juli 6 Aua • Kleists „Hermannsschlacht" am 24. Juli, 31 Juli 7 Ai.mch' Wilderrbrrlchs „Väter und Söhne" am 26. Juli/ 2* August 9. August: Schillers „Wilhelm! Teil" am 27 "vuli 3 Oh anft 10. August. Am Dienstag jeder Woche findet rin BcgrüßuK der für AnsMge spielfrei gelassen ist rin geselliger 'Abend statt. Außer den Schälen: unb führenden Lchrem Tonnen auch andere Lehrer höherer Lehrmfftalten und dst An. Sä1 L Mehrer und S«ei-, ferner die Mitglieder des Schillerbnndes, soweit ber Platz reicht, an den Festspielen tritt Sfcr8Ctalfl Nachrichten aus Kunst nnd Wissen- «v •!ri * $ Berlmer Biirgermerster Dr. Neicke bat im Magffttat wrgeregt, am 22. Mai, dem hundertjährigem G e > SMfftarb Wagners in den städtischen Parks össtmtlrche Konzerte mrt Darbiettingen Wagner-scher Musik voll, ständig kostenlos zu Ocranhnorten. — Die dritte in ter* "" tron ale Konferenz für Krcbs f o r s chn n g findet in Brussel vom 1. bis zum 5. August 1913 statt. aufgefordort werden, ihre Ruhe zu bewahren. Wenn auch während zweier Szenen, nw die Schauspieler iu deutschen Uniformen auftraten, einige Zwischenrufe ertönten, so wurde die Ruhe doch nicht weiter gestört. Paris, 18. April. Nach Blättermeldungen aus Nancy soll durch die Untersuchung festgestellt worden sein, daß an dem Auftritt auf dem Bahnhof keine Studenten beteiligt gewesen sind. Unter den Lewen, die die Deutschen beschimpften und bedrohten, sollen sich zumeist Apachen befunden haben, was damit zu erklären sei, daß das Bahnhofsrestaurant von Nancy das einzige, fast die ganze Nacht geöffnete Lokal der Stadt sei. Die städtische Polizei habe bei den Ruhestörungen auf denr Bahnhof nicht einschreiten können, da sie zwar den Ordnungsdienst vor dem Bahnhof besorge, aber das Bahnhofsgebäude selbst nicht betreten dürfe. W, Der „Ternps" behauptet, daß am Montag zahlreiche Metzer Geheimpolizisten in Nancy eingetroffen seien, die versucht hätten, über die Vorfälle Auskunft zu erlangen. Tie etwaigen Ergebnisse dieser Nachforschungen können in keiner Weise die von den französischen Behörden durchgeführte Untersuchung beeinflussen, schon deshalb nicht, weil es sich um Vorkommnisse auf französischem Gebiet handelt. Aus Anlaß des dish-er begannt gewordenen Ergebnisses der Untersuchung über den Ncmcyer Zwischenfall schreibt der „Figar^": ' „Man hat den Eindruck, daß nur die Vorgänge auf dem Bahnhof eine Bedeutung haben können, die Streitigkeiten im Kasino und in der Bierhalle verdienen keine weitere Beachtung. Wenn aber festgestellt ist, daß die fremden Reisenden, in deren Begleitung sich Damen befanden, verfolgt, int Wartesaal, auf dem Bahnsteig und ün Wag en Mell eine Zeitlang beschimpft und behelligt werden konnten, ohne daß die Polizeibeamten, noch die Schutzleute eingriffen, um diesem Skandal ein Ende zu machens dann braucht man nicht weiter zu suchen, denn ein so lches Benehmen wäre unver zei hl ich und die Behörde würde die Pflicht haben, einzugreifen. Es handelt sich um den guten Ruf der französischen Gastlichkeit und .Höflichkeit. Die schuldtragenden Beamten müssen bestraft und die Urheber der Ruhestörungen, falls sie ausfindig gemacht werden können, dem Gesetz entsprechend verfolgt werden. Damit wäre dann der Zwischenfall abgeschlossen. Die alldeutschen Blätter hätten nicht nötig, sich zu so bedauerlich heftigen Auslassungen gegen Frankreich hinreißcn zu lassen. In Paris allein leben über 100 000 Deutsche, die sich hier sehr wohl fühlen und nichts aitderes wünschen, als hier bleiben zu können. Wir freuen uns übrigens, daß ein beträchtlicher Teil der deutschen Presse durch vernünftige Erörterung den in Paris durch die Artikel der alldeutschen Zeitungen hervorgerufenen Eindruck zu verwisehen bestrebt war. Es liegt int Interesse beider Länder, die den Wunsch und die Pflicht haben, in Frieden zu leben, daß die Wiederholung solcher Vorfälle verhindert werde. Die französischen Behörden mögen darüber wachen. Der Takt des französischett Publikums und diskretes Benehmen unserer fremden Gäste werden das ihrige dazu beitragen." Der allgemeine Ausstand in Ve!men. Brüssel, 18. April. Sozialistische Deputierte und Senatoren fordern die Arbeiter auf, in Ruhe weiter zu streiken, denn ein erster Erfolg sei dadurch erzielt, daß die Kammer über das Problem, das den Stteik veranlaßt habe, berate. Vielleicht bringe die Karnrnersitzuny am Dienstag die Lösung; deshalb sei ein Beharren int Str et? erforderlich. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 19. April 1913. **Tageskalendcr. Liebigshöhe. Sonntag nachmittag 4% Uhr: Militär-Konzert von Mitgliedern der Regiments- musik (12 Herren, Berliner Besetzung). B i o g r a v b-L i ch t s p i e l e: Täglich Vorstellung. Bakoss Kammer - Lichtsviele: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Oberhessischer Kun st verein. Gemäldeausstellung tnt Turmhaus nm Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr. , Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. Anlageuiusik Sonntag mittag um 12 Uhr in der Süd- Anlage (nur bei gutem Wetter). Mustlsolge: 1. Fest-Ouvertüre über das Thüringer Volkslied von E. Lassen; 2. „Der Rosen- kavalier, Walzer von N. Strauß; 3. „Lockcnköpfchen", Intermezzo von C. Powell; 4. Frei weg! Marsch von C. Latan. * ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Hermann Schäfer auö Alsfeld eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obor-Lais, dem Lehrer Karl Nicolai zu Sellnrod die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gonterskirchen. ** Frostschäden. Trotz gegenteiliger Meldungen haben die Weinstöcke in den freien Weinbergen im Rheingau und in Rhein Hessen durch den letzten Kälterückfall nicht gelitten, mit Ausnahme im „Rüdesheimer Berg", wo aber nur ein geringer Schaden entstanden ist. Tie Weinstöcke, die vor den Mauern und an den Planken stehen, und bereits 1—2 Zentimeter lange Knospen- .triebe zeigen, .haben Schaden genommen; doch ist dieser ganz unbedeutend. Landkreis Gieften. -b. Birklar, 19. April. Nächsten Mittwoch, den 23. d. Mts., findet hier Bürgermeisterwahl statt. Kreis Alsfeld. 0 Storndorf, 17. April. Die 17jährige Elise M8leer übergoß sich gestern versehentlich mit einer Kanne heißen Kaffees Beine und Füße, wodurch es gefährliche Brandwunden erlitt. Kreis Lauterbachs -r. Lauterbach, 17. April. In der heutigen Gemeinde- ratssitznng wurden zunächst eine Reihe untergeordneter Pachtgesuche erledigt, ferner die Herstellung einer Uferein- faffung an dem lyartengelände an der Seebrücke, zu 350 Mk. veranschlagt, beschlossen, desgleickzen die Herstellung einer neuen Einfriedigung «Holzzaun mit Basaltsteinfundament) an der Straßenfront der Rockelsgasse an dem der Stadt gehörenden, vom Oberamtsrichter benutzten Garten, für 150 Mk. Weiter bauliche Veränderungen an einer städtischen Lehrerwohnung, veranschlagt zu 250 Mk. Tie Ufer man er am Alten Steinweg an Sttcktenoths Garten bis zur WichH.mSbrücke ist baufällig und werden für ersorderlielw Arbeiten 300 Mk. bewilligt; desgleichen wird die Fortführung der Ufer mau er am See beschlossen. Ter Verkauf eines Stückes Stadt in au er für 1 Mk. je laufender Meter, sowie der Ankauf einer 2400 Quadratmeter großen Wiese für 500 Mk. werden genehmigt. — Nach einem früheren Gemeindcratsbcschluß sollen die der .Stadt gehörenden Gn f ortmief en aufgeforstet werden, weil sie zu abgelegen sind und das Gras daher unvorteilhaft verkauft werden muß. Nach einem Sachverständigenurteil könnten die Wiesen aber durch Verbesserungen erheblich im1 Ertrag gesteigert tverden und der Vorsitzende legt daher der Versammlung nahe, ob man unter diesen Umständen nicht von einer 'Aufforstung Abstand nehmen soll. Aus der Versammlung heraus bemerkte ein Fachmann, daß man im Gegensatz zu früher neuerdings im allgemeinen mit de e Aufforstung zurückhaltender geworden fei und führte an, daß man z. B. in der Umgebung Lauterbachs bereits den Versuch gemacht habe, Kavallerieregimenter für die Grasnuttungen zu intcreffieren, bte das Abernten durch eigene Mannschaften besorgen lassen. Es hrirb ferner angeregt, das Gros her >$nfortimefen der Land- ivirtfchaftskammer anzubieten, die vielleicht Verwendung für die in der 9iähe liegende Jnngviehweide habe. Bei dieser Gelegenheit bedauert der Vorsitzende auch bic schwache Benutzung der f° üittlstig gelegenen Jungviehweide. Es wurden dafür mannigfache Gründe angegeben, vor allem das Klima. Es wird beschlossen, die Aufforstung vorläufig iiidjt auszuführen und mit der Landwirt - schaftslarmner wegen der GrasnutzMg in Verhandlung zu treten. — Die Kanal gebühren sollen bis zur Fertigstellung der Hauptleitungen, welche in trief em Jahre zu erwarten ist, nicht erhoben 'werden, um den Grundeigentümem die Kosten der Anschlüsse etwas zu erleichtern. Die Gebühren werden erft üom 1. «April 1914 ab erhoben. — Ter- Mühlgraben wird gegenwärtig in Röhren gefaßt und zugeschüttet. Es sind sodann zwei Straßen- früge, ein oberer und ein unterer, anzulegen und durch eine ZwischeirMauer zu trennen bezw. zu stützen. Die Mauer soll aus Basalcsteinen mit einer Betonbekrönung ausgeführt werden. Tie Versammlung genehmigt die Arbeiten. 0 Wallcnrod, 17. April. Heute weilten einige Herren hier, darunter Kreisrat von Bechthold, um über die Errichtung einer elektrischen Lichtanlage zu beraten. Gleichzeitig machten die Herren der Nachbargemeinde Reuters einen Besuch, um über dieselbe Angelegenheit zu verhandeln. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Darm stad t, 18. April. Einen auserlesenen Kunstgenuß bereitete gestern abend der Leipziger Professor Dr. Gotth. Henning den Freunden Richard Wagners durch die Vorführung^des „Parsisa'l", die zum Besten der Rtchard-Magner-iStipendien-Stiftung erfolgte. Einleitend brachte der Vortragende eine Anzahl vortrefflicher Lichtbilder von Bapreuther Büh nende'lprationen und machte dann nach einem kurz zufammengefaßten Ueb erblick über des Meisters Leben unh Wirken neben einer übersichtlichen textlichen Inhaltsangabe und Rezitationen das Publikum auch sehr eingehend mit der Musik zu „Parsiscll" bekannt, indem er hauptsächlich Motive meisterhaft vortrug. Hessen-Nassau. Wiesbaden, 18. April. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer heutigen Sitzung den Neubau eines Museums in der Kaiserstraße mit einem Gesamtkostenaufwand von 2i/2 Mill. Mark. Das alte Museum in der Wilyelmstraße ist mit dem dazu gehörigen Gelände bereits für 2 Millionen Mark auf Abbruch verkauft. Ocreiii$iiad)nd)ten. D i e Gießener frei iu. Feuerwehr hält am Montag, bell 21. April, im „Frankfurter Hof" ihre H a u v t v e r s a m m l u n g ab. Nach der neuen Satzung haben nunmehr auch die Ehren- mitOlieder Sitz und Stimme in den Verhandlungen. Gießener Strafkammer. Gi e ß en , 17. April. Heute vormittag verhandelte die Strafkammer gegen den Wirt Will». Pfeil zum „Vater Jahn" in der Ost-Anlage wegen Kuppelei. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Trümpert, verteidigt wird der Angellagte von Jusiizrat Dr. Jung. Zur Verhandlung, für die zwei Tage vorgesehen sind, wurden 22 Zeugen geladen. Während der Verhandlung ist die Oesfent- l i ch k e i t ausgeschlossen. Pf. hat eine Kellnerinnen-Bedie- nung gehalten, unter deren Anleitung große Champagnerzechen gemacht wurden, so daß einzelne Gäste ein kleines Vermögen geopfert haben. Die Verhandlung beginnt mit her 2Ser* nehmung Pfeils, der teilweise geständig ist. GerrchtssaaL«» Wetzlar, 17. April. Vor der Strafkammer hatte sich der 15 Jahre alte Z i m m e r l e h r l i u g H e i n r i ch Rosen- kr'anz von Phllippstein wegen Mordversuche zu verantworten. Wie seiner Zeit nülgeteilt, hatte er das sünfj ädrige Söhnchen seines Pleisters, des Zunmermeisters Schäfer in Braunfels, in der Absicht, es zu töten, in den Hausbrunnen gestoßen, woraus es durch die Dazwischenkunst eines Straßenwärters von dem Tode gerettet wurde. Rosenkranz gestand hellte ohne weiteres seine Tat ein. Unter Berücksichtigung seiner Jugend erkannte der Gerichtshof auf eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren. Sitzung -er Stadtverordneten» (Schluß.) th. Gießen, 18. April. Die Organisation der Krankenkasse in Gießen muß nach der Reichsversicherungsvorlage umgestaltet werden. Die sozialpolitische Kommission schlägt vor, von der Gründung einer Lcuidkrankenkasse abzusehen, weil dafür kein Bedürfnis vorliegt und die bestehende Ortskrankenkasse als solche weiter bestehen zu lassen, wonach auch Beschluß erfolgte. Stadtv. Löber fragt an, ob die Jnnungskrankenkafse der Bäcker weiter bestehen kann. Der Beigeordnete Keller erklärt, daß dem nichts im Wege zu stehen scheine, wenn sich die Kasse als freie Hilsskasse organisiert. Stadtv. Sommer will wissen, wie es mit der sogenannten Klinikskasse kommen wird. Der Beigeordnete Keller bemerkt, daß diese Einrichtung mll dem 1. Januar eingeht. Erinnernngsfeicr an 1813. Stadtv. Ebel berichtet eingehend über die zwischen Stadt und Universität angebahnten Verhandlungen wegen einer gemeinsamen Feier. Beschlossen ist, das Fest am 8. Juni zu begehen und zwar durch einen akademischen Mt im Theater, bei dem der Rektor die Festrede hält. Abends ist ein Fackel- zug der Studenten geplant, und sowohl auf dem Seltersberg und auf der Höhe des Bismarckturmes sollen Freudenfeuer abgebrannt werden. In einem 2000 Personen fasseudeu Zelt soll unter Mitwirkung unserer Gesangvereine am Abend auch eine allgemeineFeier stattfinden. Die Stadt soll zu den gesamten Kosten 1050—1100 Mark beitragen und die Beleuchtung des Festzeltes übernehmen. Die Universität wird dann die übrigen Kosten, ca. 1500 Mark, decken. Die Versammlung stimmte diesem Anträge zu. Märkte. Tie MarttkoUttnission hot beschlossen, elften Tag 'vor Himmelfahrt, auch loenn an dem' Tage lein Viehmarkt stattsindet, einen Krämermarkt abhalten zu lassen, dagegen in diesem Jahre den Dicken-Mittwochsmärkt ruhen zu lassen, weil 8 Tage vorher und 8 Tage nachher ein Krämer in ar ct stattsindet. Der Antrag der Marktkommission wird von der Versammlung angenommen. Es werden ferner 1500 Mark gefordert und.bewilligt zur Errichtung einer transportablen Wirtsd)asishaUe für den Viehmarkt. — Ter erste Fettviehmarkt soll am 14. Mai d. I. abgehalten werden und darauf alle 14 Tage ein solcher hinter dent Sckstachthof statt- sinden. Die Strahenkostcnbeiträge sirr die Müblstraße sollen nach einem von der Versammlung gefaßten Beschluß in der nächsten Si^mg öffentlich verhandelt werden. Schanktflaubnisie haben nachgesucht Philipp Rühl für Neustadt 31, Amadeus Espada für die Spanische Weinstube, Ecke Balmhofstraße unt> Wolkengasse, Karl Pfeil für den. Vater Jahn. Ost-Anlage, Friedrich Jörg für 'Asterweg 7, Karl Nebe für Schützenfttaß. 15, Löbor für das Automaten-Restauraitt, Seltersweg. Für die Anträge Pfeil und Nebe wird Mangels eines Bedürfnisses die Bedürfnisfrage verneint, die übrigen Gesuche über befürwortet. Damit ist die Beratung der öffeirtlichcn Sitzung erledigt. Vermischres. * Bücher m a rb c r. In her Universitätsbibliothek zu Berlin wurde ein ungarischer Rechtsanwalt als Bücheri'.iarder feftgenonrmen. Ter Verhaftete, der in der jirriftifd)en Fakultät immatrikuliert ist, Tjattc anS einer großen Reihe von Büchern wertvolle Blätter stcrausgeschnitten und ebenso ganze Bücher entwendet und die TitelbLäller mit dem Universitätssteinpel entfernt In feiner Wohnung wurden außerdem' Bücher gefunden, die aus ber Leipziger Universitäts-Bibliothek entwendet loorcn. — Ein altrömischer Kirchhof bei Ulm. Die Ausgrabungen, die seit einiger Zeit von bau' historisckien Verein Ncu-Ulm östlich und südlich ber Stabt Ulm veranstaltet werben, habeu, wie in ber Kunstchronik berichtet wirb, zu einem' interessanten Ergebnis geführt. Bei bem Torfe Straf’ konnte em römischer Friedhof von 300 qm Flächeninhalt nach gewiesen, meroen. Tie römische Niederlassung, die dadurch festgestellt war, hat etwa vom Ende des ersten Jahrhunderts bis gegen die Mitte des dritten Jahrhunderts n. 'Ehr. gedauert. Wahrsck>einlich wurde die Siedelung durch den Menmnneneinsall von 233 n. Ehr. zei> frört. Abgesehen von einem Kinderskelett sanden sich über 100 Brandgräber vor, die einige Ausbeute an Kleinfunden ergaben. , . — Der Film im Dienst der Hygiene. Der gesundheitlichen Aufklärung, die bisher in den Schulen noch nicht in wünschenswerter Weise gepflegt wurde, ist ein mächtiger Bundesgenosse im Film erwachsen. Wie Prof. Dr. F. Kem fies in einem Aussatz der Um schart ausführt, liefert die Kinemato- gra^te die seit langem gesuchten Mittel, um die wichtigsten ^Giachen und Forderungen der Gesundheitspflege in volkstümlicher Weise den Schülern aller Arten, den jugendlichen Ar- bettern und selbst gebildeten .Streifen zu vermitteln. Tie ersten Versuche mit solchen Films, die auf dem Kino-Kongreß 1912 und dann in Berliner Kinos und Jugendvorstellungen vorgeführt wurden, erfreuten sich des größten Beifalls und natty nr, Interesses und dürsten als geglückt bezeichnet werdert. Als Berlptel sei der von Prof. Kem fies und Dr. Rientopf herausgebrachte Z a hnpf l eg c fi l m angeführt. „Tas Kind er- blrckt hier u. a. die Bakterien rind Spirochaeten der Vtund- höhle in lebendem^ Zustande, wie sie in einer ultramikroskopisch- ktnematographischen Aufnahme mit Tunkelfeldbeleuchtung sichtbar md. -^aß tägliche mehrmalige Reinigung erforderlich ist, um diese Menge die Gesundheit bedroherrder Lebewesen unschMich zu machen, leuchtet ohne weiteres ein. Ter Filmzahnarzt holt eine zwecknräßig gestaltete Zahnbürste herbei und fordert die kleine Patientin auf, ihre Zähne in feiner Gegenwart zu bürsten, pa sie von vorn nach hinten in horizontaler Richtung über sie hrnwegstteicht, lehrt er sie, dies zu vermeiden und in einem Kreise uon oben nach unten über die Zähne zu bürsten, wodurck) £?fr cme cintoanbfreie Reinigung gewährleistet ist." Ein anderer ck.ilm, „Schularzt und Schulrekrrrt", der als Belehrung in erster Lrme für dre Mütter bestimmt ist und die Bedeutung der Gym- rmstrk für die Hygiene betont ist von Prof. Kemsies zusammen mrt dem Charlottenburger Schularzt Dr. Borchard geschaffen worden. Neben der eigentlichen Filmhandlnng werden hier wichtige Kenntnisse durch die ^eingeschobenen erläuternben Texte vermittelt. Tie exakte 2(ussi'lhnmg gymnastischer Hebungen kann durch kmematographische Vorführungen sehr gut illustriert unb vorgemacht toerbeit. So haben z. B. Paths Fröres eine Tages- Übung eines Vereins junger Männer zu Stockholm! prächtig im Film totebergegeben. kk. Unzerstörbares Holz. Holz, bas weder von Luit noch.Regen, noch von Grnnbivasser oder dem Meerwaffer angegriffen wirb, wächst in Britisch Gilyana und in Venezuela. Es yanbelt lieb um einen Baum (Neetanära roäirrei), dessen Holz naincut- lich in England verwendet wirb, ivo es als „greenhearl" bezeichnet >virb. Der „Ainerican Architect^ empfiehlt dieses Holz angelegentlich zu verschiedenen Zwecken rmd teilt folgendes darüber mit: der Baum wird etwa 35 9)1 et er hoch: die Krone setzt ziemlich hoch an und die Stämme sind gerade wie Mastbäunre; man kann daraus Balkeir von 40 Zentimeter im Geviert herstellen. Besonders zum Schiffbau und zu Küstenbauten soll das Holz ganz vortrefflich sein. Nach einem Forest Service Circular haben Balken ans solchem Holze über hundert Jahre unter Waffer gelegen und sind vollständig ge- und geblieben. In Liverpool in den Dockanlagen ist sehr viel olches Holz verwendet unb beinahe alle Schleusentore des englischen Bridgewaterkanales ftnb aus diesem Holze yergestellt worden. Nach den Aussagen der Fachleute ist das einzige an diesen Schleusentoren, was bisher jemals der Erneuerung ober Ausbesserung be dürft hat, nicht das Holz, sondern die Eifenleile! Im Jahre 1856 wurde das Canada-Dock gebaut, das bis 1894 Dienste tat. Alles, was daran ans Greenheartholz gebaut war, konrte im Jahre 1894 zum zweiten Male verwendet werden. Die Amerikaner verwenden dieses vortreffliche, Holz nun bei den Schleusen des Panamakanals. Das widerstandsfähige Holz ist aber nicht nur für Tockanlagen, Bauten am Wasser oder zu Schiffen verwendbar, sondern nud) für Zimmcrmannsarbeit, zu Holzvflasterungen, für Werkzeuge usiv. In den Tropen zeichnet es sich angeblich dadurch aus,'daß die Termiten es nicht zerstören, beim Schiffbau baburd), baß der Aohr-- wurin (teredo navalis) es nicht zerstört. Fahrzeuge aus diesem Holze brauchten also keine Kupicrplatten. Ter Schivere nach geht das Eichenholz dem Greenheartholz ziemlich nahe. Sein spezisisdws Gewicht beträgt 1,08 bis 1,23. «reine Bruchfestigkeit soll öic deS englisd)en Eichenholzes uni mehr als die Hälite übertreffen. ff. Der Staubsauger alck Straßenreiniger. In London haben dieser Tage die ersten Versuche mit großen Staub- äugernasd-men zur Straßenreinigmig ftottgefunben, und es mag gleich, vorweg gesagt werden: sie Ijabcn sich glänzend bewährt. Eine der verkehrsreichisten Straßen war vierundzwanzig Stunden lang nicht gereinigt worden. Tann hatte man überdies den an- gesammelten Schmutz und Staub mit Wässer reichlich übergossen unb so eine regelrechte „Patsche" erzeugt, so baß die Versuche an die Staubsarigemaschinen nicht geringe Anforderungen stellten. Sie bewährten sich glänzend. Nur der Rinnstein ließ später nod) zu nrihrfd>en übrig. Llber zweifellos läßt sich die Maschine so vervollkommnen, daß audZ er mitgenommen werden kann. Weiterhin ward die Staubsaugemaschine zur Reinigung der großen Smithsield FleisdMarkthalle verwandt, wo der Sdpnutz bisweilen zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch liegt. Auch hier bewährte ie sich vollauf. Die Londoner GrafschaftsverWallung wird fortan ausschlieUich die StcmbsangemaWnen zur Straßenreinigung verwenden. * Französischer Witz. Der teure Arzt. „Ihre Fr cm ist bod) Arzt, nidst wahr? Warum lassen Sie sich denn nid)t von ihr behandeln?" „Ach, Herr Doktor, bas kommt mir zu teuer. Letzthin hatte ich einen Schnupfen und konsultierte sie. Da hat sie mir sechs Wochen Erholung an der Riviera verordnet — und ist mitgekommen." — Er hält Wort. Mieter: „Entschuldigen Sie, Herr Wirt, aber ich kann auch diesen Monai nicht zahlen . . ." „Ja, aber das haben Sie mir ja vorigen Monat and) fdjon gesagt." „Nun, da sehen Sie doch, daß ich Wort hatte, unb können zu mir Vertrauen haben." — Abge- ' d) I a g c n. „Borg' mir doch 100 Sous, mein Junge, wenn ich bis Sonnabenb lebe, gebe ich sie btr wieder." „Nein, mein Lieber, du wirst niemals bis Sonnabend mit 100 Sous leben." — Kindermund. „Papa, sag mal. Wenn man spazieren geht und ein Bein schläft einem ein — das ist dann doch wohl ein Schlafwandler?" — Aus dem Regen in die Traufe. Herr einer Gesellschaft zum andern: „Sagen Sie mal, wer singt denn da eigentlich so furchtbar falsch?" „Das ist meine Frau." „Oh . . . Vielleicht ist es aud) der Begleiter, der so falfd) spielt." „Sie begleitet sich selbst." — Moderne Musik. Herr im Konzert bei einem ultramobemcn Stück: „Diese Musik ist doch zu schrecLid)! Nicht einmal schlasen kann man, nxmn man ic hört." Kleine Tageschronik. Irr ber Nacht sind bei einem' Hausbrand in Schrintm (Provinz Posen» drei Frauen verbrannt. Oberlwiprediger Dryander in Berlin feierte gestern seinen 70. Geburtstag. In Herne wurde der Generaldirektor der Gewerkschaft Kon- ftemtin ucr Große, Bergafsessor Pieper, neben der Zechenbahn ber Schachtanlagen 4 und 5 als Leiche aufgeptnben. Neben ihm stand sein Pferb. Vermutlid) ist er während eines Morgcn- rittes von einem Schlaganfall betroffen wordcn. VSchertrsch. «-• De'uEfch'ksnd. Unter diesem Titel hat dcr Bund DEcher Berkclws-Bernne (Ditz Leipzig, unter Mitwirkung der deutschen Stoatscisenbohnverwaltungen ein Schrisichen heraus- flegdxn, das in Wort und Bild aNe innerhalb der Grenzen des Dcutfcberl Reick^es liegenden Reifegebrete anziehend schildrt Deutsches Meer und deutsche Alpen, deutsche Mittelgebirge und beittfd)C StrElandjchaften, deutsche Städte und Burgen, die berühmten Kuuftstätten und Kunstschätze in deutschen Gauen, Bäder und Kurorte, Theater, Musik und Sport — kurz, all' das, was innerhalb der deutscher Reichsgrenzen zu Vergnügungs- und Erholungsreisen anreizt und lockt, was heute sclwn jachaus jahrein einen grvßen Fremdenstrom herbcisührt, ist- in diesem schmucken .Heftchen zu einem bunten WiMommsttauß, gefügt. Der aus 'Grund eines Wettbewerbs unter einer Anzahl namhafter deittscher Rerseschriftftcller gewonnene Text von Maximilian Krantz, unterstützt durch eine Reihe prächtiger Illustrationen, wendet sich mit warmherziger Begeisterung an alle, die Deutschlands vielgestaltige Reisegebiete kennen lernen wollen und cs ist un- zweise'lhaft, datz mit dieser Schrift, die znm erstenmal das ganze Deutschland unter dem Gesichtswinkel der Fremdenverkehrspropaganda zusammenfatzt, eine Werbetätigkeit in die Erscheinung tritt, die vom Standpunkt einer eiirheitlichcn Förderung der deutschen Verkehrsintcressen von größter Wichtigkeit ist. Wir wünschen dem reizvollen Bändchen, das vielen, die Deutschland zu kennen glauben, wobl manches „Neuland" für ihre Ferienreisen zeigen wird, die weiteste Verbreitung und die verdiente freundliche Aus- nähme beim reisenden Publikum. Die Ausstattung des Schrift- chens, das in der Reichsdruckerei in Berlin gedruckt wurde und mit einer imrkungsvvllen Titelzeichnung von Ludwig 5d o h l - wein /München) — einem geharnischten Reiter, der die deutsche Standarte trägt — geschmückt ist, ist mustergültig. Die Broschüre liegt in allen Verkehrsburcaus des In- und Auslandes aus und wird kostenlos abgegeben. Sie erscheint gleichzeitig auch in englischer und französischer Sprache, später auch in russischer. — Ex k-ur si onstzu ch zum Studium der Vögelst immen. Praktische Anleitung zum Bestimmen der Vögel nach ihrem Gesänge. 6. vermehrte und verbesserte Auflage. Von Prof. 'Dr. A. Voigt. 327 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 3 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1913. Der Bogel- Voigt liegt nun in sechster, erheblich verbesserter Auflage vor. Das beweist eine erfreuliche 'Zunahme des Interesses für die gefiederte Walt. Das Büchlein ist ein ganz hervorragender Führer durch das weite Reich der Vogelwelt unserer Heimat. Wer lnnauszieht in Wald und Flur, um die gefiederten Sänger zu bÄauschen, dem wird der Bvgel-Voiqt ein trefflicher Ratgeber sein, ihm über die ersten Schwierigkeiten hinweghelfen und ilM den Weg bahnen zur gründlichen Kenntiris der Vvgelstimmen, die allein "in freier Natur erworben werden kann. — Kran k heits entstehn ng und Kr a n khei t s v er - h ü t u n g und geheimnisvolle Lebcnsäutzerungen des Körpers. IV und 117 S. mit 22 zumeist farbigen Abbildungen. Von Dr. Hans Much, Würzburg, Verlag von Kurt Kobitzsch. Dr. Much zeigt uns in seinem soeben erschienenen Buche, wie der Mensch selbstherrisch in das Leben der Natur eingreift und die schlimmen Anschläge auf seine Gesundheit zu Hellsamen Schutzmaßnahmen innsormt und daß ihm zu diesem Ende seine gesundheitlichen Feinde selbst die wesentlichsten Dienste leisten müssen. Amtlicher Wetterbel ihr. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteransstchten in Hessen für Sonntag, den 20. April 1913: Noch wollig rind Regenschauer, kühl, nordwestliche Winde. Letzte Nachrichten. Der Bericht des Staatsrats Ogier. Paris, 19. April. (Agence Havas. Bericht des Staatsrats Ogier.) Das .Ministerium des Innern veröffentlicht folgende Rote über die Zwischenfälle von Nancy: Am Montag abend um 7 Uhr wurde der Minister des Innern nach seiner Rückkehr durch die Presse von dem Zwischenfall in Nancy unterrichtet, von dem ilM Mitteilung zat machen der Prüfekt des Departements Motirthe-ct- Moselle unterlassen hatte. Am Dienstag früh erteilte er im Einverständnis mit dem Ministerpräsidenten dem Staatsrat Ogier, Direktor des Kontrollbureaus im Ministerium des Innern, den Auftrag, die Umstände, unter denen sich der Zwischenfall ereignet und die, welche ihn begleitet hatten, völlig zu dokumentieren und ihm mitzuteilen. Ogier, lvelcher Paris am Dienstagabend verlieh, kehrte gestern Nacht zurück und überreichte heute nachmittag dem Minister Klotz seinen Bericht. Ogier hat untersucht, was sich im Kasino, in der lothringischen Bicrhalle, auf dem Wege von dieser Bierhalle und schließlich- auf dem Bahnhof selbst ereignet hatte. Die Ereignisse spielten sich folgendermaßen ab: Erstens im Kasino. Am Sonntag abend wandte sich im Kasino rin Verkäufer der Zeitung „Est-Republieain", der die Anwesenheit zweier Deutschen bemerkte, an den Schutzmann Bize, der im Saale Dienst hatte, und sagte ihm: Es sind hier zlvei Deutsche, die nur Offiziere sein können. Wenn sie während des Stückes pfeifen oder lärmen sollten, so können sie sicher sein, daß ich sie über den Sessel ziehe. In Großmojeuvre fielen Deutsche grundlos über mich her. Ich rettete mich nur durch meine Schnelligkeit. Der Schutzmann Louis Bize forderte Chollet auf, Gewalttätigkeiten und Lärm zu unterlassen, da er sonst ausgeschrieben und aus dem Saale gewiesen werden würde. Tie Unterredung fand ausschließlich zwischen Chollet und dem' Beamten statt, sie wurde selbst von dem Nächstsitzenden nicht gehört. Tie beiden Deutsche!! zogen sich vor der Vorstellung des Stückes „Fritz, der Ulan" zurück. Tie Vorstellung endete ohne Zwischenfall. Tie Lothringische Bier Halle ist eines der mcistbesuchten Gasthäuser von Nancy, wohin die Bevölkerung gern nach Schluß des Theaters geht. In der Nacht vom Sonntag zum Montag gegen 12', oder 12V2 Uhr nahm eine andere Gefellschaft von fünf Deutschen, drei .Herren und zwei Damen, an einem Tische des Gasthauses Platz. Zwischen ihnen und einer Gesellsckwft von vier Gästen begann eine Unterhaltung. An den NachbartisckMic saßen einige Studenten, von denen einige sich für das erste Examen im Deutschen vorbereiteten. Dies erlaubte ihnen, dem Gespräche zu folgen. Die Student-en begannen sich mifzuregen, weil die Deutschen einige beleih i g enbe Ausd rücke laut ausgesprochen hatten. Einer von den Studenten sagte: Ich werde ihnen jetzt den Vers auffchreiben, den ein Deutscher für die Deutschen selbst verfaßte: „Ihr Deutschen seid ein großes Volk, so simpel und so begäbet, man sieht es Euch wahrhaftig nicht an, daß ihr das Pulver erfunden habet." Einer der Studenten ließ das Papier aus den Tisch der Deutschen fallen, die ohne Aerger diesen Scherz Vvn zweifelhaftem Geschmack auf- nahmen. (Fortsetzung folgt.) * Die Zuspitzung her Lage zwischen Serbien und Bulgarien. Belgrad, 19. April. Die durch das Verhakter Bulgariens geschaffene Lage wird in hiesigen,politischen Kreisen als sehr ernst aufgefaßt, so daß selbst ein bewaffneter Konflikt nicht mehr als ausgeschlossen erscheint. Einer privaten Meldung zufolge ist die Konzentrierung der serbischen Truppen gegen Bulgarien bereits im Zuge. Die Wasfenrnch'e. :/: Konstantinopel, 19. April. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird allgemein versichert, daß die Verständigung zwischen Bulgarien und der Türkei durch Vermittelung Rußlands zustande gekommen ist. Man vertritt die Auffassung, daß Rußland nicht wollte, daß die Bulgaren den Vormarsch auf Konstanti- nopel unternähmen, sondern daß es mit Rücksicht auf die eigene Schwächung im Balkanbunde für eine rasche Beendigung des Balkankrieges eingetreten ist. Der Anschlag in der rumänischen Kammer. Bukarest, 18. April. Ter junge Mann, der in der heutigen Sitzung einen Schuß abgegeben hat, ist ein m a z e d o n i s ch e r Student namens H a e i it Nastase. Der Revolver, den Nastase nach der Tat aus den Boden warf, war blind geladen. Bleikugeln hatte der Täter in der Tasche. Er erklärte, er wollte lediglich die Aufmerksamkeit der Kammer ayf die in Mazedonien lebenden Rumänen lenken. Seine Blltschrift enthält auch Gedichte. Naftase, der sehr aufgeregt war, wird einer ärztlichen Untersuchung unterzogen. Eine antiöfterreich ische Student en kundgebung. Venedig, 19. Llpril. Aus Anlaß der Beerdigung des Burecmdieners der Präfektur Bologna Guiseppe Sabatini beabsichtigten die Bologneser Studenten eine antiösterreichische Kundgebung. Sabatini hatte als Mitschuldiger des in Triest seinerzeit wegen Verschwörung gegen das Leben Kaiser Franz Josefs Hingerichteten römischen Studenten Oberdonk 13 Jahre Zuchthaus verbüßt. Bei dem Leichentransport tarn' es heute früh zu einem Zusammenstoß, bei dem mehrere Polizisten und Studenten verwundet wurden. Vier Studenten wurden verhaftet. Die Studenten erzwangen darauf die Einstellung des Unterrichts an der Universität, 5er-' trümmerten Türen und Fenster. Ms Kavallerie, Infanterie und Polizisten gegen Vie auf den Haupt Plätzen im Stadtinnern versammelten Studenten vorgingen, verbarrikadierten die Studenten sich mit Restaurationsmöbeln und bewarfen die Soldaten mit Steinen und Tischbeinen. Erst abends gelang es, die Straßen zu räumen. Auf beiden Seiten gab es Schwer verletzte. 21 , Studenten wurden verhaftet, 12 davon wieder freigelassen. In einer Abendversammlung beschlossen die Studenten die Agitation sortzusetzen und auf ganz Italien auszudehnen. verlange ausdrücklich würze .MAGGIs gute, sparsame Küche.“ ^ÜÄSGIS Würze V Sowohl in Feinheit des Geschmacks als auch in Ausgiebigkeit u. Billigkeit steht sie unerreicht da. Vor- achre auf die Schutzmarke. teilhaftester Bezug in großen plombierten Flaschen. __CWt_________________________________ Alldeutscher Verband. LaMgz, 26. April, 81/« Uhr in Steins Gurten: OeffentiicBiaen* Vortrag Herr I. A. Hoyer (Graz): „Die Meratang der Südmark für Deutschlands Zukudt“ Eintritt 20 Pfennig._____________Mitglieder frei. Katmheilverem Siehe» Dienstag, den 22.April, Mittwoch, den 2Z.April, Freitag, den 25.April u. Dienstag, den 29.April — abends Sl/2 Uhr — findet im fyotcl Schutz ein Auch!; in Anwendungr- formen -»Naturheilkundr statt. — Teilnehmerkarten für Nichtmitglieder: Kanrilienkarte Mk. 2.50, Einzelkarte Mk. 2.—, für Mitglieder Mk. 1.50 und Mk. 1.—. Anmeldungen werd, im Reformhaus, Kreuzpl. 5, entgegengenommen. _____ Giessener Freiw. Feuerwehr Mentl. MBehermsWÄmg findet am Montag, den 21. April 1913, abends 81/» Uhr, im Restaurant frankfurter Hof mit folgender Tagesordnung statt, wozu wir die Kameraden hiermit einladen. 1. Mitteilungen und Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Iahreörechnung für 1912/13 u. Entlastung des Rechners. 4. Voranschlag für 1813/14. 5. Etwaige Anträge gemäß § 32 dcr Satzung. i;l"/4 Uniform: 2. Rock, Mütze._______________Ter Vorstand. &s$. h Wul) Hassia HK Sonntag, den 20. April 1913, Vnachmittags V*4 Uhr pünktlich: Wgyootstaufe \ zweier neuer Rennboote Wir laden unsere werten Mitglieder und Gönner hierzu freundlichst ein. (2660]_____Der Vorstand. JagdscMösschen Dutenhofen Tel. 422. Beliebter Ansstugsort. Gartcmvirtsch. Terrasse, Sroßer Saal, schöne Kollegzimmer. Reu! Kegelbahn. Neu! mi «ft. Pell. 02977 GesaU-Lerein Gießen. Gegr. 1846. Sonntag, den 20. April AiiGg zur LudiviBurg iiaii HtMclhcim bei Mitglied Stumpf. Von 4 bis 11 Uhr abends Gesangsvorträge, Humorist. Borträge, Tanz. Zu zahlreicher Beteiligung ladet ergebenst ein V]9/.t_________________________Der Vorstand. Restaurant Bayerischer Löwe Sonntag, 20 April 03264 einmaliges Konzert des rühmlich bekannten Virtuosen H ».derer, 1 Herr, 1 Dame, Eintritt frei- tzürgerverein Gießen Montag, den 28. April er., abends 8l/a Uhr, im Hotel Einhorn Hmrpt- Versammlung. Tages-Ordnung: 1. IahreSriickblick int Verein. 2. Rechnungsablage. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Beratung vorliegender Anträge (§ 23 der Satzung). 5. Aussprache über städtische Attgelegen beiten. G. Verschiedenes. v'"/< (Anträge müssen laut Satzung G Tage vor dcr $cr saminlling bei dem Vorstand eingercicht fehti. Zll recht zahlreichem Besuch werden die Mitglieder hiermit eingeladen.________________»er Vorstand. Erklärung! Wir machen ® in Geschäftsver- hiermit bekannt, me binbung mit der daß unsere Kasse Eenossettschaftr- kasse ZU Darmstadt gestanden hat; gegenteilige böswillige Ansstreunngen beruhen auf Unwahrheit. Ulrichstein, den 19. April 1913. Meist i. 2701 [CREME DEHNE 50V in ^oroberieh^' la.Esport-AßpIßlwein in Flaschen u. Gebinden. |2601 Emö8 Schmäh Biergroßbandlnng. Tel. 83. Der Gesangverein der Ad. Jsh.-Stiftung in Grüningen will zu feinem am 29. und 30. Juni d.Js. statkslndenden 30 jährigen Stiftungsfeste verbunden m.Fabncnwcibc Plätze für Karussell Tchicß- buben und dergl. vergeben. Interessenten wollen sich bis längstens J. Mni d. Jahres b. Porsttzenden melden. [2667 Juxplatz Morgen 3 Uhr Eröffnung oonKarnscll, Schankei :: Sclilashammcr :: Schießbude usw. 03299 lassefdichle Wagen- W und Zeltdecken liefert prompt und billigst LudN'ig Lazarns 'Uftcrwcn 53 Stern für. 505 ____(24971______________ liiere üesensiräuciier in allen Färb., beionderö für Gärten u. ,1 riedböse geeignet, 1. Qual. 10 St.l.t>0 M., 100 St. 1öÄl.,Il.Qual.10St.90Pfg., 100 St. H M. g.dkachn. Rosen- niirtncrci Fob. Weibranch, Ttcinsnrtb b.Bad Nauheim. ______________[24521______________ Schönheit ist Macht. Anlei- tunn a. SchönheitSvst. koftenl. g.Rllckp. Rich. Müller, Mühl- hausen i. Tb., Ammerslr. 11. Iss18/*) Zöpfe Haarunterlag. Lockendreber sow. alle sonst. Haararbeiten werden scliön und dauerhaft angefertigt in dem (6668 Spez. -Damen -Frlsier- und Haar-Gcschiift Hermann Plank Ww. ______Zkavlanogasse 2. <2690 SouflänftS^M: baut reinigt, das Wachstum der Haare fördert Prof. Dr. Grunwalds Kovsgcist. Fl. 50V f. Pelik.-Avotb.Kreuzpl. ______________(20661______________ Drahtgeflechte in jeder Hohe und Maschen- iDCtte fertigt an (02369 H. Schön, Liebigitraße. Weäsi™ Vorteilhafte Offerte! 1911. Albiger Röderberg, naturrein, eigenes Wachstum Mk. 1.10 per Liter, Mk. 0.90 per FI. ohne Glas. Schöner „Elser" von voller, würziger Art. I < Jacob Metzeer. Winzer, Albis* Rheinhessen lStrecke Bingen—Alzey.s Trockenes, kurzgeschnittenes AbfaUhslz «Schwarten) zum Feueranmachen liefert, vvn 5 Ztr. an, für Mk. 1.15 pro Ztr. frei anö HauS. (C4/1 Folsei-Mier! V M. o. P., 44.50 M., ^3.— M. 10 J. Garantie fML ] frank, jed. deut schon Iä'«d Bahnst. Laufd. 1.50 M. 1.90M.GebirKsd.4^)3I m. Gar. Luftschi. l.W Kett. 1.20 M. G rift'.lOPf. usw. Katalog grat. tiebr. Hofackcr, Fahrrad-Export in Witz- helden, Kr. Solingen, l 0"', Tapeten! v.lOPf. an,Gold Tapetenv 29 Pi. an in den schönsten u neuesten Mustern. Man verl. kostensr.Musterb.sllr.068. ID5/3 Gebrüder Ziegler, Lüneburg. Bttschrosen 10 St. in 10 neu. Vrachtsorten 2.tX)Mk., darunter Neubeiten wie Mae Arthur, herrlichste« Dunkelrot. hv,h/ I. Schneider, Niederböch stadtlTaunusl.Katharinenstr. Schöne Waschpfähle und Waschfeilttüpe», sowie alle Sorten Garten-, Baum- u. Rosenpsähle in all. Größen, r b se n r ei se r und schöne Bobnenstangen empfiehlt billig K. Gerth. 0321451 Landmannstraße 11. w:Hooh- und Tiefbau. M Ry??h^sBrTBchniHain Frankenhausen In^.-u.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-lMb. gibt neue Cebensfeaft BDcn, deren Heroen durch geistige oder körperliche Anstrengung gelitten hoben, eo ist von utifcffätf&arcm 'Werte für 'Blutavme, für Rinder, welche In öer Entwicklung zurückgeblieben, für Sfrofulöfe, für "magere, für filternde. ftrztltch beoorjtigt. 3n JIpotbcFen Sie a/t Ltr.-Zl. Mk. S.50, öic '/< £tr.-$l. M.1.00 Das Beete für die Hautpflege ist Nachahmungen weise m.zm-tick. Vereinige Chemische Werke AkUenjresellschftfl, CliarlotlcnbarR, Salziifcr 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Martinikenfoldc. 25 Pftf. pro Stück. 3 Stück 65 Piß. gQiim»......■■■»»■■■■■»gy i □ Tochterlein MM eines W ””U'“ 9”,f (a“/4 Tragödie in 2 Akten. Es ladet höflichst ein Fr. Krüger. esse »B Sonntag, den 20. April Tanzmusik ■ B Q G Eine drollige Komödie. Bratlandsdalen Interessante Naturaufnahme. Der Verkauf der Einzel-Karten für das ■ ■ Begrüstungskonzert, die Wettgcsünge, und für J 5 das Preisungen mit Preisvcrtcilung beginnt am K Ein Mädchenschicksalsdrama in 2 Akten. Dieses tiefempfundene Drama schildert das Schicksal einer jungen Pfarrerstochter, die ihrer Liebe zu dem Sohne eines reichen Geheimrates entsagen muß und aus Gram stirbt. Außerdem ein reichhaltiger künstlerisch zusammengestellter Spielplan. Besonders hervorzuheben: gefallen Ungemein lustiger Schwank. Ecfiair-Kevue Das Neueste a.ldller Welt. HDie Nordsee Herrliche Naturaufnahme. | Die Herstellung von Schuhen Interessant. K Flammenpfeile Indianer-Drama. I» Fesseln Spannende Komödie. ® 21. April ds. Js. J Die Preise sind wie folgt festgesetzt: - vegrützungr-llonzert § Montag, 5. Mai, abends 8 Ubr: a I. Rang Mk. 10 — Parkett Mk. 6.- Dem verehr!. Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung, das; am Sonntag, den 20. und Montag, den 2t. Avril mein eleaantes Doppel-Karussell nur der .Schönen Aussicht" bei Herrn Gastwrrt Kuhnd ?>ur gefälligen Benutzung ausgestellt ist. ©icwi ladet Wichst ein iO32W^ Der Beiitzer: Job. vomier. Hlem-Maiclen. Gasthaus zur „Deutschen Eiche" Sonntag, den 20. April: [03236 Vorastseige! Sarah Bernhardt die berühmteste Schauspielerin der Welt gastiert ab Samstag, d. 26. d.M. in den Kammer-Lichtspielen. Gz? HkO^^?tz«Morgen Sonntag j anz-jvittsiHKaiser-Allee Die erste literarische N c n b e i t auf kinematograpbischem Gebiete „Per Andere" Schauspiel in 5 Akten nach dem gleichlautenden Bübnen- werke für die Kinematographie bearbeitet von 8r. Paul Lindau in der Hauptrolle: a’9/< AlbertBassermann Meister der deutschen Schauspielkunst. Das alleinige Aufführungsrecht für Gießen haben nur die Biograph-Lichtspiele Plockstraße Nr. 12 u. kommt dort in nächster Zeit zur Aufführung. Glänzendes Programm. (Sjncltot tu. 2'h Stüniltn.) Mur 3 Tage Oostspl®! Kur 3 Tage der beim hiesigen Publikum so sehr beliebten Film-Schauspielerin Henny Porten in dem neuesten Kunst-Film es Pfarrers In der Hauptrolle die berühmten Künstler Weg© Dieselben feiern in der Verkörperung dieser beiden Figuren einen Triumph. $6^" Ferner drei Humoresken: Eine Vitagrapb-Komödie: Das Waldveilchen Komödie Panther Riri als Polizist Originelle Humoreske. Hochzeitsreise zu dreien Komische Szene. Natur- und wissenschaftliche Ausnahmen: Ter Schlangenmensch -'M einen itr WckgesiW- ■ am 6. Mai, Horm. 10 Ubr oder nackm. 2'/, Ubr, ■ ® am 7. Mai, vorm. 10 Ubr oder nach».. 2'/r Ubr, ; am 8. Mai, vorm. 9*/2 Ubr: 5 I. Rung Mk. 4— Parkett Mk. 3.— ■ Für das : PreWZellUhditPrkisUckilNg: am 8. Mai, nachm. 2 Ubr: n I. Rang Mk. 10.— Parkett Mk. 6.- ■ u Die Eintrittskarten sind dahier erhältlich bet den ■ n H. H.: C. A. Andrc-, Sleinweg 7; B. F'.rnberg, ■ e Schillerstr. 20; Tb. Henkels Musikalienhandlung, ■ ” Schillerstrasze 14; G. M. Holz, Kaiserstrahe 28 u. 59; ■ 5 Schillervlatz 2, Zeil 70, Opernplatz 2. e Anmeldungen auf obige Karten nehmen ■ ■ entgegen: in Mainz Herr Viktor von Zabcrn, ■ 5 Ludwigstr. 28Wieöbade»r Herr August Engel, e 2 Holl. Sr. Maj. d. Kaisers u. Königs, Taunusstr. 12/16; B b Wilhelmstrane 2, Friedrichstraße 41 u. Rbeutstr. 123; B □ Darmstadt Herr Hugo de Waal, Hoff. Sr. Ma,, d. e e Kaisers u. Königs, Rheinstrane 12; Offenbach Herr ■ ei Foh. Andr^, Domstrahe 21/23; Hanau.Herrn err. ■ ® zzöuigs Hofbuchhandlung (A. Zivpeluis). ® Frankfurt a. M., im April 1913. [ss18/< ■ Die Ortskomrmssiorr. V >>»ü WttMeiireinit: ÄÄÄÄ: und die übrigen Schaunummen und Einlagen. a’e|4 Heute neues Programm. Riesenerfolg wird auch dieser neue Schlager-Programm haben. Liebe wandelt eigene Sahnen Drama in 3 Akten. Fn diesem Film jagt eine Sensation die andere. Pferdesturz auf der Rennbahn. Vollkommene Zerstörung einer Villa durch Brand. Kamps eines Ertrinkenden mit den Wellen. Eine Sensation ohnegleichen. Die Jüdin werfen ihre Schatten Voraus Es muss an die grosse Licht-Spiel-Haus Größtes und vornehmstes Lichtspieltheater am Platze! SENSATIONS-PROGRAMM Samstag bis Dienstag Jedes Bild ein Schlager! Das Geheimnis der Dons- • a Cfro Rp Hochinteressantesu.spannen- Kd! Li düC des Drama aus der Pariser Lebewelt — Erstklassige Pariser Künstler stempeln diesen Film durch ihr meisterhaftes Spiel zu einem Schlager ersten Ranges. Ein Mädchen ohne Mitgift Schauspiel nach dem berühmten Meisterwerk von Ostrowski — Glänzender Film der russischen Film-Co. FrauN. Pachennaja vom russ. Kaiserl. Theater als Larissa. Mnril'Z Prinrp der unübertoffene Komiker lVlOIllZ.il 1 HICC spielt die Hauptrolle in: Moritz als Kino-Operateur auf dem Balkan Glänzende Humoreske, welche überall mit riesigem Beifall vorgeführt wurde. Neu! Der Ulk im Film Neu! Kurze Anekdoten, Witze usw. in Bildern! Am Bosporus, herrliche Natur-Aufnahme. und das übrige großartige Programm. 4. MM» HkMtt Mmrr-WlWttillt um den von Sr. Majestät gestifteten Wanderpreis am 5„ 6., 7. und 8. Mai 1913 zu Frankfurt am Main. wetterauer Reitervereiu zu zriedberg . drittes HeiteHesi am Sonntag, den 25. Mai, nachmittags 2'A> Ubr, zu Friedberg aus dem Sportplatz der Secwiese. Programm: 1. Schaufahren für Ein- und Zweispänner; 2. Preisreiten, offen für Mitglieder des Gieffener und Wetlerauer Reitervereins; 3. Svring-Konknrrcnz, acht Hindernisse, offen für alle Pferde; 4. Schaufahren für Arbeitspferde im Oekonomiemagen, Pferde jeden Schlags für 2- u. 4-Spänner; 5. Trabrcitcn für norddeutsche Arbeitspferde; 6. Trabrciten, offen für alle Pferde; 7.Trabsabren, offen für norddeutsche Arbeitspferde; 8. Trabfahren, offen für alle Pferde mit Ausnahme von Belgier; 9. Trabfahren, nur für Belgier; 10. (tzaloppreitcn, offen für Arbeitspferde; 11. Jagdrennen mit Auslauf. (2702 Während des Festes Konzert der Militär-Musikschule zu Friedberg. — Festplatz-Ncstauration! — Eintritts preise: Tribüneu-Stuhlplatz 2.50 Mk., Sitzplatz 1.50 Mk., Stehplatz h 50 Psg. — 5kartcnvorvcriauf: Ed. Oppenheimer Rachf., Zigarrengeschäft; Carl Bindernagel, Friedberg, und Georg Griebel, Zigarrengeschäft, Bad-Nauheim. Llebigsböhe Am Sonntag, den 20. April: Militärkonzert ausgeführt von Mitgliedern der hiesig. Regimentskapelle. (12 Herren, Berliner Besetzung). Anfang 48/< Uhr. 103162) Eintritt 25 Pfg Tlhtal Inh.: Karl Ohm. Burggraben. Tel.586. Best bekanntes Speisehaus — Diners, Soupers, ä la Carte. W irofc Dopi-M 2 Musikkapellen. — 14 Personen. $550 1. Schrammel-Musik. 2. Tamburitza-Kapelle. Anfang 7V2 Uhr. Programm 20 Pfg. Sonntags 3l/j Uhr. Plockstrasse 12 M Hr.9l trlicWtW* Ji< . „KreisWtt fi’ frage» «1« iiteiuS* KK' KK MM» ä:.' m hjp Ner 1 Nttrich L 9e( $1 ä-n“ Mrdem sollen' Erlagen, Kte -c des Aoramchlags Mrden. darauf I &nd)binw( soll bereits fl SÄSf.