nach lieber wahrend das Orckestrr wiederum viel zu wenig „auftrug". Der ihmux?niit selbst sang und agierte den Tenor mit allem Aufgebot imitatorischen Gebarens. Zu erwähnen wäre noch, daß Direktor Koch außer Ludwigs „Torgauer Heide" auch des Dichters „Hanns Frei" in den Svielvlan ausgenommen und somit fein Teil zur Pflege des Ctto Ludwigschen Dramas auf den deutschen Bühnen beigetragen hat. — Neues vom Jörn Uhl -Dichter. Gusiav^ren- ßen hat, wie uns geschrieben wirb, sein Sckausvicl „Sönfe Erichse n", das im Hamburger 'Thaliatbeater mit starkem in neren Erfolge aujgesührr worden ijt, einer neuen Bearbeimng Tageskalcnder aus dem Jahre 1813. 2 5. August Tie hessische Brigade kommt mit der Di- oifion Marchand nach öannau in Sckstttien und entgeht dadurch dem Schicksal der französischen Armee am folgenden taiie. _____ -chlagkraft. Allerdings hätte die Spielleitung den richtigen und eitrig möglichen Stil, nämlich den der obera scria, nicht durch maßloses Uebertteiben und Karikieren ersetzen dürfen. 3ahr in Bad Kudviva gefunden hatte, behauptete sich sogar uppes Meisteroverette „Die schöne Galathee" mit ziem- ,,3d) ging im walöe so für mich hin ...“ Dührcnd im Osten Deutschlands in fdipcrcn Kämpfen um He Beft.iung de> Vaterlandes varn Nemden Iodv gerungen wurde, ritt ('ini c aui still u Wegen dein lieblichen Ilmenau zu. Es war am 26. August des Jahres 1813, und dem Dichter mochte auf feinem cimämcn Wege die Erinnerung aufsteigen, daß gerade ein Bierteliabrhundert darüber hingegangcn war, seit er in Heien Sommer tagen Ehnstiane Bulpius gefunden und zu sich ins .Haus genommen hatte. 25 Jahre — wie bitter einsam hatte er sich ixvdt damals nach der :Rüdfd)r aus Italien in dem nordischen Neste, unter den Philistern und Klatschmäulern von Weimar gefühlt und welch ein .Herzenstrost war es ihm gewesen, daß er dies natürlich liebliche Geschöpf fand, das ihn mit seiner herzlichen Siebe so innig erwärmte. In dieser Stimmung war es, daß Goethe an icncm Tage eines seiner schönsten Gedickte sckus: ledermann fennt es, dies liebliche ,Ick ging im Walde so für nnck hin . . ." «tn überaus- zarter Weise ist in diesem Gedickte gleichsam die ganze Geschickte ''einer Beziehungen zu dhriftinnc verdicktet: denn, wie Hehn sein hervorgehoben hat, drückt das Gedickt den Gedanken nUÄ, baf. das Mädchen nicht eine zum Gebrockenwerden bestimmte ;■ föiütc für den augenblicklichen Genuß ist, sondern als Ebrirau und Mutter von Bindern lange das Haus des Mannes, der sie gewählt, fortblubcnb verschönt. Als Ehefrau und Mutter waltete ia Christiane jetzt in seinem Hause, und so war dies Gedickt eine Heine, zarte Huldigung, die er ihr bei dieser Gelegenheit dardrachtc. Das; Goetl.e bei dem Gcdicküe wirklich an Christiane gebadit bat, darauf hat schon Riemer l ingewiesen, und später konnte festgestellt werden, daß di? Handschrift des Gedidües die Aufschrift „Frau v. Goethe" trug. So gewinnt es einen besonderen Sinn, daß der Dichter am 28. 'Jüiguft an Christiane schrieb: „Taß ich unterwegs heit.-r war, saht Ihr aus den Versen." Dies Inriicbe Meisterwerk, dessen Geburtstag fick nun zum 100. Male jährt, hat aber neben dem persönlichen und menschlichen auch noch ein litcrtmi'cbes Interesse. Ellinger bat nämlich nachgewiescn, daß (?k>etht btt seiner Abfassung sich an ein altes Hrbild angelehnt hat. Es war ein Gedickt vom braven Gottlieb Konrad P fessel, das^den Titel „Die Nelke" trug und 1783 zuerst erschienen war litte Verse mögen wohl Goethe im Gedächtnisse hatten geblieben lein. Es ist überaus interefiant, yi beobachten, nric er nun Pi>iels (Rtdanken afurgegriffen und in völlig neuem Sinne gtttaltet hat. Der wackere Fabeldichter fang also: . „Vorn Sckwarm der Weste Vcrbuhlt umweht. Begoß vTlccuc Ihr Blumenbeet. Sie sah schon lange Ein Nelkchcn blübn, Glercki ihrer Wange Weiß und Tannin. Sie wollt cs pflücken Der tnttische Druck auf Bulgarien. Auch heute mehren sich die Anzeichen dafür, daß Bulgarien vorläufig nachgeben und Adrianopel den Türken tiberlassen wird. Später denkt man sich in Sofia die endgültige Abrechnung, die von dem russischen Botschafter in Rom angcdeutct worden ist. Daß die Türken gegenwärtig den Kwieg wollen, ist wohl etwas zu viel gesagt; sie setzen aber ihre einstweilen erfolgreichen milttärischen Maßnahmen fort, bis die mit Bulgarien eingeleiteten bi retten Verhandlungen den gewünschten Erfolg haben. Köln, 25. Aug. Ein Tel^ramm der ,Lölnischcn Zeitung" aus Sofia meldet: Auf dem Balkan bereitet sich tatsächlich ein neuer Zusammenstoß vor, der durch das Ginrüden der Türken auch in das Gebiet weit westlich der Maritza veranlaßt wird. Die Meldung vonderBesetzung Kirdschalüs durch die Türken wird amtlich bestätigt. Die Türkei will den Siri eg: sie will bei Gelegenheit der Räumung von Sann Gümüldschina und Dedaagatsch durch die Griechen das ganze Gebitt zwisd?en der alten bulgarischen Grenze und dem Aegäiscken Meer bttctzen, da die bisherigen Angrisie auf den Londoner Frieden für sie rin überraschend günstiges Ergebnis gehabt haben. Eine offizielle Korrespondenz fdrrribt: Es besteht jet-t die An fielst, daß die direkte n Berhandl ungen zwischen Um ihre Brust Damit zu schmücken, Ten Sitz der Lust. Laßt, fleht es bange Mick beut noch stehn. Bis morgen prange Ich noch so schön. Gitt, ick kann borgen: Doch merk es Dir, Mttn Blütcken, morgen Gehörst Tu mir. Sie Tarn : es ruftc: O warte dock. Des Abends dutte Ich stärker nock. Tas Nelkchcn flehte Sick wieder los. Bis an die Bette Ter Nachttau stoß. Da fand sie — Götter! Nichts — rin Gewühl Verdorrter Blätter Am lahmen Stiel. Sic starrt und drücket Die Augen zu: „Ach, ungcf'lüdct Verwelkest Du" Ja, seufzt es, gritern Noch frisch, heiit fahl! Merit, reife Schwestern, Euch die Moral." Sv Pfttfel. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man erst auseinander setzen, wie Goethe die „Ntoral" biefcö Gedichtes in die rttnste innigste Anschauung übersetzt hat. • — Das Naturtheater der Breslauer Jahr- hundertausstellung, das trotz des ungünsttgen Wetters unbttrrt werterarbeitet, brachte in den letzten Tagen als Neurin- Kubierung unter anberm eine abgerundete Aufführung von „König Reneev Tochter" von Herz, ferner Wiederbelebungen von Offenbachs musikalisch entzückendem Singspiel „Tie Verlobung bei der Laterne" und von Louis Angelys scheinbar unverwüstlicher Lokal- pvsse „Das Fest der Handwerkn". Marl Skoda vom Wiener Hof- burgthcatcr und Rella Ienck vom König l. Dresdener Schauspiel, zwei Lieblinge der Breslautt, kehrten zu rinem gemeinsamen Gastspiel in Hauptmanns „Versunkene Glocke" ein und wurden febr gefeiert. Sogar eine richtige Novität gab es: Paul Ge- r ol d - G u 11m a n ns Oocrnvarodie im italienischen Stil „L a Vendetta", ein harmlos-lustiges Werkchen mit hübschen musikalischen Einsällen, das seine erfolgreiche Uraufführung vor rinem Die Reichrlagrersatzwahl in Kagnirpilltallen. Ragnit, 23. Aua. Bei der Reick)stagsersatzwahl int Wahlkreis Raanit-Pillkallen wurden gezahlt für Gottschalk (Kons.) 9452, für Ventzki (Natl.' 598:3 und für Hofer (Sw.) 3241 Stimmen. 11 Stimmen sind zersplittert. Gottschalk ist somit gewählt. Die Konservativen hatten das Mandat seit 1878 ununterbrochen in ihrem Besitz. Die Mehrheit, mit der sie siegten, ist diesmal von 850, die sie bei der letzten Hauptwahl verzeichneten, auf eine Mehrheit von nur etwa 200 Stimmen zurückgegangen. In früheren Jahren waren die Nationalliberalen in Ragnit-Pittkallen nicht selbständig vorgegangen; sie hatten teilweise für den Konservativen, teilweise für den sortschrittl. Kandidaten gestimmt, zuletzt für den Grafen Kanitz. Erst 1912 traten sie mit einem eigenen Kandidaten, v. Lentzke, aus, der von den Fortschrittlern unterzogen und besonders dem dritten Akt eine bühnengerechtere Fassung gegeben. In bitter neuen Fassung wird es in der tont» wenden Spielzeit im Düsseldorfer Schauspielhaus, im Hof- tbeatcr zu Karlsruhe, in Bremen, Kiel und anderen Orten auf» geführt werden. 3um fünfzigsten (Geburtstag des Dichters am 19. Oktober erscheint eine Neuausgabe des „3örn Uhl" in besonders schöner Ausstattung. Das Buch wird rund hundert Holzschnitte enthalten, die von dem bekannten Maler Professor Winter nach Motiven aus dem Jörn Uhl in der Heimat Gustav FrenßonS gezeichnet sind. Irenßens Bücher sind in Deutschland letzt in mehr als einer Million Eremplarcn verbreitet, wobei der Jörn Uhl allein mit nahezu 250000 Exemplaren beteiligt ist. Interessant tft es, daß dieses Buch, das in alle Kultursprachen der Welt übersetzt worden ist, in Spanien so beliebt ist, daß dort jetzt sogar Dialritausgaben veranstaltet werden. Eine Uebertragung ins üatalonische existiert bneits. Jetzt wird die Uebertragung ins Kastilianische vorbereitet. * — Deutsche Buddhisten auf Geh Ion . Eine eigenartige kleine Kolonie aus Europa stammender Buddhisten hat sich in ningücr Zeit auf der Insel Ceylon angesiedelt: es sind Deutsche, Holländer und Amerikaner, die zum Buddhismus übergetreten sind. Fn der Nähe eines kleinen Fischerdorfes namens Dodanduwa bat fick bitte kleine Brüderschaft niedergelassen, und hier verbringt sie, abseits von den Banden ber Welt und der Familite, in heiliger Betrachtung und in der Ausübung des Thrana, das ihnen den Weg zum Nirwana erschließen soll, ihre Tage. Diese europäischen Buddlästenpritttrr leben, jeder für fick' in tlrinen .Hütten, und die buddhisriscke Bevölkerung versieht sie mit der dürftigen Nahrung, die die heiligen Männer nur einmal am Tage zu sich nehmen. Erst kürzlich ist nach einer Meldung des Englishwon die Heine Kolonie durch, das Eintreffen rin es weiteren buddlsi frischen Deutschem, eines Dr. Fitz aus Berlin, vermehrt worben, der neue Gast bat sich als Novize der Brüderschaft zugttellt. Er will dort Pali fatbicren und nach Empfang seiner Wtthe als bubbb.f'afd-er Geistlicher nach Deutschland zurückkehren, um als Mission ir zu wirken Ein anderer deutscher Mönch bat einen großen Teil der Pitakatexte aus dem Pali ins CLeuticfc übertragen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Köln wirb demnächst rin eigenartiges Museum ber Oessentlichkrit übergeben werben: ein m u s i k h i sto r is ch eS Museum. Der Stifter ist der kürzlich verstorbene Kommerzienrat Heyer, der feine in langen Jahren unter Aufwendung großer Summen aufgttpttcherlen Schatze, die er durch den Ankauf ber Sammlung Kraus in Floren; erweitert hat, ber Seffent- lichkrit in einem Museum zugänglich machen wollte. Bulgarien und der Türkei in den näcbftnt Tagen auf- geiwmmen werden. Olewiß, unbcrhinblidx* Versuche, die Adrianopel er Krise durch unmittelbare Verlrandlungen zwsclxm Soria und Konstantinopel zu löseii, sind zivar sck»n vorgenommen worben, an formellen Besprechungen bat es ledvck bisher gefehlt. Der Boden für diese Besprechungen ist ichcnfallS soweit vorbereitet, daß sie jn absehbarer Zeit begonnen» iverden können. Es erübrigt sich darauf hiuzuweisen, bafv wenn im Einverständnis Bulgariens überlmupt direkte 'Perbanblutuien mit der Pforte cintirtcn, für den Frieden viel gewonnen ist. lieber bas Ergebnis der ein zuleitenden Verhandlungen ist ielbst- verstänblich im gcgcmoärtigcn Augenblick nichts vorausznsageu. Soviel aber darf heute schon als feststehend gelten, daß Bulgarien einen formellen Verzicht auf Adrianopel aussprechen wirb. Konstantinopel, 24. Aug. An gutunterrichtetee Stelle der Pforte verlautet, daß N a t sd)e wits ch, der gestern abend den Großwesir besuchte, aus Sofia Instruktion erhielt, er solle unmittelbar und offiziell mit der Pforte verhandeln. Man glaubt, daß er die vertraulichen Verhandlungen über Adrianopel, die bisher durch Mittelspersonen, insbesondere burd) den früheren Deputierten von Monastir, geführt wurden, fortsetzen wird. Der Minister des Innern ist gestern abend nach kurzem Aufenthalt von Adrianopel abgercist. Konstantinopel, 25. Aug. Die Gerüchte, wonach der bulgariidtc Unterhändler Natschewitkch von Sofia Weisung erhalten habe, mit der Pforte direkt zu untcrljanbeln, werben bulgarisckcrseits als verfrüht bezeichnet. ES beftebe jeboeb auf beibeii Seiten der Wunsch, zu einer Losung aller schwebenden Fragen zu gelangen und es sei begründete Hounung vorhanden, daß dies gelinge. — Ter frühere Sekretär der bulgarischen Vertretung in Konstantinopel, Dodreff, llt in Konstantinopel cingetToffen, um Natschewitsch bei den Verhandlungen zu unterstützen. Eine Europa-Rcisc des Königs von Griechenland. Athen, 23. ?üig. Nächste Woche unternimmt nach der F. Z. König Konstantin eine Reise durch Europa, um sich^von den Strapazen des Krieges zu erholen Mit dem König reist die Königin Sophie nach Deutschland. Delcafs«. Petersburg, 23. Aug. Der französische Botschafter in Petersburg, Dclcass 6, ist mitUrlau bnachPariS ab gereift Ein neuer Freund für Rußlands. Konstantinopel, 25. Aug. Wie verlautet, begibt sich eine türkische Abordnung nach Livadia, um den Kaiser von Rußland zu begrüßen. Der Kampf um die Panama-Ausstellung. Aus Berlin wird uns geschrieben: Es hat wirklich'den Anschein, als ob der Kampf um die Bereiliguna der tH'ntfdicn Industrie an der im Jahre 191.', ttattsindenden Weltausstellung in San Francisco nach ber in ber „Norbb. Allg. 5tg.v veröffentlichten ab- l Oncnbcn Erklärung ber amtlichen Kreise nun erst recht losgehen sollte. In besagter Erklärung war. betont worben, daß bic Regierung bie Frage wohlwollend und eingehend geprüft habe, baß aber, nad)bent eine von ber Reid,sver maltung veranstaltete Umfrage bei ber überwältigcnben Mehrheit ber beutschen Inbustrie und der sonstigen wirt schaftlichcn Meise auf eine burchaus ablchnenbc Stimmung gestoßen sei, bic Entscheibung hätte negativ ausfallen inüffen, ba eine „Beteiligung, bic ber "Scbeutung ber beut scheu Inbustric unb bcs beutschen Wirtsck>aftslebens nicht entspräche, dem Ansehen bco Reiches schädlich wäre unb somit ben beutschen Interessen zuwiber laufen mürbe". Man hatte vielfack; angenommen, baß bie Frage bmnit crlebigt sei, umsomehr, ba es bekannt war, baß bie 35 Bcr- iroter" ber Inbustric in ber „Stänbigen Ausstcllungskom-- mission" bie Beteiligung an ber Panamaausftellung ein- murig abgclchnt hatten. Allein jene Annahme hat sich, als falsch erwiesen, unb ber Generalbirektor ber Hamburg- Amerika-Linie, Herr Ballin, ber in Gemttnschaft mit bcn Direktoren bcs Norbbcntschen Lloyd ber Hauptrufer im Mampf um „Frisco" war, hat alsbalb bie Agitation erneut aufgenommen unb abermals einen Appell an bic inbu» ftricllcn Mreife veröffentlicht. Der rührige Leiter ber Hapag hat nnterbeffen einen einflußreichen Alliierten im Hansa» b u n b gefunden, der ebenfalls in einer längeren Erklärung für bic Beteiligung an ber 'Ausstellung eintritt mit ber 3k- gvimbung, baß „maßgebliche unb führende Kreise beS beutschen gewerblichen Lebens gemäß an ben Hansabunb gelangten Zuschriften auf bent Stanbpunkt stehen, baß bei einer richtig gewählten Vertretung ber beutschen Inbustric auf der Ausstellung ein Erfolg mit Sicherheit angenommen werden kann", daß sie „besonders an der Westküste des amerikanischen Kontinents neue Entwickelungsmöglich- ieiten eröffnet unb vor allem ber deutschen Industrie neue ausgedehnte Absatzgebiete erschließen kann." Der .Hansa» bunb rebel besyald einer Beteiligung wenigstens einzelner, ganz besonbcrs interessierter Inbuftriezweige, bas Wort, unb er gibt ber Erwartung Ausdruck, „baß, wenn bic heut)die "Reichsregierung sich auch nicht offiziell zu beteiligen flehen ft, bock) unsere amtlichen Stellen benjenigen Inbustriellen, die sich zu beteiligen wünschen, jebtoebe Förbe- rung zuteil werben lassen." Es muß hierzu bemerkt werben, baß bic Agitation für bic Beteiligung an ber Panamaausstellung reichlich spät kommt, daj; es jcbcnfalls weit besser gewesen wäre, wenn bic m reife, bic sidi jetzt so lebhaft rühren, sich gerührt hätten, bevor bic boch nur auf Grunb ber Stellungnahme unserer Industrie erfolgte Entscheidung der Regierung ergangen war. ES fragt sich auch jetzt nod), ob wirklich unterdessen bic Stimmung in bcn inbustriellen Kreisen für eine Beteiligung nennenswert stärker geworben ist. Die sorg- fältiflcn Erwägungen bcs Ncichsamts bes Innern hatten ein roanbfrei ergeben, bas; insbcsonberc bic Schwcrinbusttic nahezu geschlossen von ber Ausstellung nichts wissen wollte. Bergbau unb Eiscninbustric, Maschincninbustric unb Eick trotechnik »haben in ber Tat keinerlei Interesse an einer solchen Ausstellung, bic an sich für bicje Inbustrien sehr kostspielig ist unb es in bicscm Falle infolge ber wetten Entfernung boppelt unb breifach sein würbe Was aber ben Hinweis barauf betrifft, baß bie Ausstellung aud) von Ja txmern unb Chinesen stark besucht werden uhö fo die Er sck)ließung neuer Absatzgebiete möglicki sein wirb, so steht man in Diesen Kreisen auf bem Stanbpunkt, baß bie Ja pancr unb Chinesen auch bcn Weg nack; Deutsch la nb unb in bic beutschen Fabriken finben, unb baß sic, soweit es bort etwas abzulaufchen, zu kopieren unb zu imitieren — um das häßliche Wort stehlen zu oermeiben — gibt, fid) schon so hinreichenb betätigen, baß es jebensolls nicht angebracht sei, in San Francisco eine Filiale zur bequemeren Bebie- nung für Wißbegierige aufzurnochcn. Anbcrcrseits soll nicht verkannt werben, baf; fick; beson- bers in sübbeutschen Jnbustriekreisen, bei ber Tcxtilinbu^ ftric, ber Chemischen Inbustrie, bem Spielwarengewerbe unb bem .srunftgeroerbe, sowie auch ü; bcn norbbcutfdjen See-' ftäbten ein lebhaftes Interesse für bie Beteiligung an ber Panamaausstellung zeigt, wobei besonbcrs barauf hingewie- sen wirb, baß baS zum Teil auf polittschen Grünben, in erster Reihe auf bcn Panamabiffcrcnzcm beruhenbe Fernbleiben Englanbs bie Aussichten ber beutschen Inbustric ver» bessere. Jebenfalls sollten aber bie interessierten Kreise ernstlich beben Fen, ob eine Beteiligung, bie nur einen Teil ber beutschen Inbustric umfaßt — benn an eine geschlossene Beteiligung ist jetzt nicht mehr zu benken — wirklich ihren Zweck erfüllen unb ob nicht eine fo unoollftänbige Repräsentation unserer Jnbusttie biefer unter Umftänbcn mehr schaben als nützen kann. Enblich muß noch zur Ktarstcllumg biefer 'Frage betont werben, baß hier nur rein wirtschaftlich-praktische Erwägungen mitfprechen unb bic politischen ausscheiben. Der hie unb da ins Feld geführte Grund, baß wir uns auf biefe Weise bie Amerikaner „verbinben" könnten, muß nack;brücklich zurückgewie- fen werben, einmal weil berartige „Verbinbungs"-versuche lciber schon allzu oft unb erfolglos unternommen würben, unb zweitens weil wir feinen Anlaß haben unb es unserer Würbe nicht entspricht, bcn Herren Amerikanern nachzulau- fen —- unb noch bazu bis San Francisco! Hl 198 Erstes Blatt (65. Jahrgang Montag, 25. August 19(5 assInlflzKizTi 17 r zlTi<17141171 "ugWlvlivIlVl UllivlUvl HWW General-Anzeiger für Gberheffen Annahme von Anzeigen RotationsdniS und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und steindruckerei R. Lange. Rcbattion, Erpedltion unb Druckerei: Schuljttahe 7. Land^-^E peb'^ür den bi! muS“ Sefcheft5ste«e Bübingen, vahnhofstratze 15a. Anzeigenteil: Deck. der das ! unterstützt cs auf 6216 Stimmen brachte. 1907 hatte der fortschrittliche Kandidat 902 Stimmen erhalten. Der „Vorwärts" schreibt: Der Wahlausfall in dem säst rein ländlichen Wahlkreis Nag- nkt-Pillkallen hat -uvar mit dem Sieg des Konservativen G'ckt- schalk geendet, allein die Junker werden von dem Wahlausfall keineswegs erbaut sein, denn ihre Stimmenzahl hat sich gegenüber b*r Hauptwahl um 580 Stimmen vermindert, während die sozialdemokratischen Stimmen sich um 277 Stimmen vermehrt haben. Zwar sind auch die nationalliberalen Stimmen um 233 zurückgegangen, d-och ist trotzdem die Stimmenmehrheit der Konservativen, die 1912 etwa 850 betrug, diesmal auf einige 230 Stimmen gesunken. Büdingen beging heute die Prinzessin Luitgard zu Psenburg und Büdingen in Büdingen, geborene Gräfin zu Caste ll- Nüdenhausen ihren 7 0. Geburtstag. Sie ist die Gemahlin des Prinzen Alfred zu Pscnburg und Büdingen, Kgl. preuß. Oberstleutnant ä la suite der Armee, der in den 70er Jahren Adjutant der 21. Division in Frankfurt a. M. gewesen ist. -1. Altenstadt, 24. Aug. Sein 40jähriges Jubiläum als Postbeamter beging der hiesige Postsekretär Weiß. Kreis Alsfeld. -1- Alsfeld, 24. Aug. Das Ehepaar David Adler feierte seine goldneHochzeit und erhielt vom Großherzog sein Bild mit Unterschrift. Kreis Friedberg. I. Friedberg, 24. Aug. Gestern in später Nachmittagsstunde traf, vom Tennistournier kommend, der G r o ß - Herzog und die Groß Herzogin im hiesigen Schlosse ein. Sie besichtigten die Arbeiten an den Gebäuden, die zurzeit ausgeführt werden und besuchten den Schloßpark. 9 Uhr abends fuhren sie im Auto nach Wolfsgarten. Starkenburg und Nheinhessen. eh Bingen, 24. Aug. Nach zweijähriger Pause versammelte sich hier der Hess. Lehrer-Turnverein zu seiner Hauptversammlung. Die Tagung wurde am Freitag mit einem Kommers eingeleitet. Die Erschienenen wurden vom Reallehrer Gerhard-Bingen begrüßt. Schulrat Schmuck- Darmstadt sprach über die Ziele des Bereins. Regierungsrat Bohn-Bingen brachte ein Hoch auf den Lehrer-Turnverein aus. Er führte u. a. aus, daß die Regierung das Wirken des Vereins wohl zu schätzen wisse und ihm alle nur mögliche Unterstützung gewähre. Am Samstag vormittag kam die turnerische Arbeit zu ihrem Rechte. Neigen der Mädchenschulen von Bingen und der näheren und weiteren Umgebung, Freiübungen und Vorführungen an den Geräten, ausgeführt von den Knabenschulen, wechselten mit den Vorführungen der Lehrervereine und des Landesverbandes ab. Nach einem gemeinschaftlichen Mittagessen, an dem auch der Leiter der Schulkommission, Geheimrat Dr. Süffert-Darmstadt teilnahm, wurden die durchgeturnten Uebungen besprochen. Aus dem vom Schulrat Schmuck- Darmstadt erstatteten Rechenschaftsbericht war zu entnehmen, daß der Verband zurzeit 176 Mitglieder zählt, und zwar entfallen auf Oberhessen 64, Starkenburg 79 und Rheinhessen 33 Mitglieder. Die an der Zahl stärksten Vereine sind Groß-Gerau mit 60 und Grünberg mit 46 Mitgliedern. Kreis Wetzlar. ------ Wetzlar, 22. Aug. Der Kreistag beschloß, die übliche Verpflichtung zum Grunderwerb für die neue Bahnstrecke Stockhausen-Beistein zu übernehmen und bewilligte den Gemeinden eine Beihilfe von 82 000 Mark. 1. Wetzlar, 24. Aug. Heute fand hier Generalappell der ehemaligen Angehörigen des Königin-Augusta- Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 statt. Kameraden aus den Kreisen Gießen, Wetzlar, Marburg und Biedenkopf hatten sich dazu eingefunden. Der Festkommers fand im Schützengarten unter Mitwirkung des Männergesangvereins statt. Montag wird ein Ausflug nach Braunfels ausgeführt. Hessen-Nassau. Sport. Ein Erfolg des Mainzer Rudervereins. Brüssel, 24. August. Bei der heutigen Meisterschafts» regatta für Europa siegte im Vierer mit Steuermann der Grashopper Ruderklub Zürich, Zweiter wurde der Mainzer Ruderverein. Im Einer siegte Graf von, Heidelberger Ruderklub, im Doppeldecker siegte der Roivingklnb-Paris, Berliiier Rudergesellschafl Wicking wurde als Dritter placiert. Im Achter siegte der Mainzer Rüderverein, Zivciler wiirde der Grashopper Ruderklub Zürich. Jiii Vierer für Junioren-Mannschaslen siegte der Mainzer Riiderverein. Roue .Leaiwille i Mnlalent Apparat g« Iohai achesttegeri Mch W' Nochei 3119- 4fl hellte sr .gekommen über Belg« donimery Deutsches Reich. Die Reichstagsersatzwahl in Dresden- Neustadt 'für den verstorbenen sozialdemokratischen Abg. Kaden ist auf den 10. Oktober anberaumt worden. >Der Hauptzeu^ge im Krupp-Prozeß, Maximilian Brand, ist schwer erkrankt. Brand, der schon seit Jahren nervenleidend, ist unter dem Eindruck der Untersuchungshaft und den Aufregungen des Prozesses seelisch vollständig zusammengebrochen, so daß er auf ärztliche An- iordnung ein Sanatorium aufsuchen muß, um dort seine .schwer angegriffene Gesundheit wieder herzustellen. Er hat von der Firma Krupp einen längeren Urlaub erhalten, der erst nach Beendigung des Moabiter Prozesses zu Ende gehen wird. Die Voruntersuchung gegen Brand ist schon seit längerer Zeit abgeschlossen. Von dem Verhandlungstermin dürfte aber vorerst keine Rede sein, da Brands gegenwärtiger Gesundheitszustand jede Verhandlungsfähigkeit ausschließt. rb Darmstadt, 24. Aug. Dic zahlreichen, im hessischen Landesverband „Jung-Deutschland" vereinigten, Körperpflege treibenden Vereine der Ortsgruppe Darmstadt hielten heute hier ihren ziveiten Jugendtag ab. Am Vormittag waren interessante Schwi m m ü b un g e n im Großen Woog. In der Gruppe: Ordnungsschwimmen der Darnlstädter 'Turnerschast und des Schwimmklubs „Jung- Deutschland" für Schwimmer über 14 Jahren, Staffettenläufe siegten die Schwimmer des Realgymnasiums, zivcitcc wurde dec Schwimmklub „Jung-Deutschland", dritter dic Schwimm- riege der Darmstädter Turnerschast. Beim Staffettxnschwim- men für Teilnehmer unter 14 Jahren erhielten den 1. Preis die Schwimmer des Realgymnasiums, den zweiten Preis die Mittelschule 2, den dritten Preis die städtische Knabenschule hiesigen Eisenbahnwerkstätte zu. Der Gewinner hatte Los bei dem Kollekteur L. Reuther in Wieseck gekauft. Kreis Büdingen. fc. Büdingen, 24. Aug. In ihrem Palais zu Der tvettsriedenrlongretz im Haag hielt am Samstag vormittag eine Schlußsitzung ab. Es wurde beschlossen, ein Telegramm an den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu richten und ihm für seine Haltung gegenüber der Friedensbewegung zu danken. Der Kongreß nahm ferner einen Antrag von S l a v d e n - Washington und eine Entschlie- ßrmg von Slo c um- Colorado an, in der die amerikanische Regierung aufgefordert wird, den Panama-Kanal nicht zu befestigen. Der Kongreß drückte ferner den Wunsch aus, das Berner Bureau und dic Friedensgesellschasten der verschiedenen Länder möchten sich mit den Telegraphenagenturen und mit der Presse in ständige Verbindung setzen. Der Kongreß drückte alsdann auf einen Antrag Gall-Wafhington seine große Genugtuung über den Vorschlag des Präsidenten Wilson aus, daß die verschiedenen Differenzen, dic auf diplomatischen Wege nicht gelöst werden könnten, dem internationalen Untersuchungsausschuß Unterbreitet werden sollen und erklärte sich für die weitere Ausbreitung des Schiedsgerichts. Der nächste Kongreß tritt 1914 in Wien zusammen. Für 1915 hat San Francisco den Kongreß eingleladen. Straß' Fliegerstat'0 landfiug iut Weimar ge und Cberbo Haufen. G- dem neuen Der Kaiser in Homburg. Ho m b u r q v. d. H., 23. Aug. Der Kaiser hörte heute vormittag die Vorträge des Stellvertreters des Chefs des Mririnekabinetts Kapitäns zur See v. Trotha und des Chefs des Militärkabinetts Generaladjutanten Generals der Infanterie Freiherrn von Lhncker. Zur Frühstückstafel sind geladen der Prinz-Gemabl der Niederlande mit Begleitung, Baurat Jacobi und Kapitän zur See v. Trotha. Homburg v. d. H., 24. Aug. Der Kaiser gedenkt .spät abends von Bad Hamburg nach Kelheim abzureisen. 'Die Kaiserin reist heute abend nach Posen ab>. gewerblicher Betätigung spielt deshalb eine gewisse Kunstfertigkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle und bietet bei zeitgemäßer Einrichtung und mustergültigem Betrieb auch • lohnenden Verdienst Von besonderer Wichtigkeit ist diese Erkenntnis für unsere jüngeren und zukünftigen Handwerksmeister, dic sich den Zeichen unserer Zeit notgedrungen anpassen müssen, wenn sie den Anforderungen des Zeitgeistes entsprechen und ihren Betrieb lebensfähig gestalten wollen. Je schärfer die Konkurrenz, desto höher werden die Anforderungen gesteigert. Cs ist deshalb unerläßlich, daß unser junger gewerblicher Nachwuchs neben einer gediegenen Werkstattbildung sich auch mit jenem theoretischen Rüstzeug versieht, das nicht nur den Ausweis in der Meisterprüfung darstellt, sondern auch die Grundlage des „goldenen Bodens im Handwerk" bildet. Es sei deshalb darauf hingewiesen, den jungen Handwerkern frühzeitig Gelegenheit zu geben, sich am Unterricht einer Gewerbeschule zu beteiligen, um dem späteren Konkurrenzkampf voll und ganz gewachsen zu sein. Jedenfalls ist eine gute Ausbildung das Beste, was Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben können, deshalb wolle man auch nicht versäumen, von günftiger Gelegenheit zeitig Gebrauch zu machen. •• Aus Anlaß des heutigen Ludwigstages tragen die öffentlichen Gebäude Flaggenschmuck. ** Von derHandelskammer zu Darmstadt werden wir nm Aufnahme folgender Mitteilung ersncht: Anläßlich des von uns erlassenen Ersuchens an die verschiedenen Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, die Ausschreibungen für in Aussicht stehende Arbeiten und Lieferungen möglichst frühzeitig und mit ausgiebig bemessenen Fristen zu erlassen, werden wir von interessierter Seite darauf hingewiesen, daß es vielfach als ein Mißstand empfunden wird, wenn die Handwerksmeister sich erst 1—2 Tage vor der Verdingung um die bei den vergebenden Aemtern ausliegenden Bedingungen kümmern. Es wird hierbei betont, daß eine weitere Verlängerung der Einreichungsfristen so lange zwecklos bleiben muß, wie diese Unsitte besteht. Wir ersuchen darum die Handwerksmeister, auch ihrerseits durch Beachtung dieser Beanstandung zur Besserung der Verhältnisse im Verdingungswesen bekzutragen. Unsere Bestrebungen finden zweifellos größeres Entgegenkommen, wenn die Handwerksmeister durch frühzeitiges Einholen der entsprechenden Unterlagen ihr Interesse bekunden. Hierdurch wird dem Handwerk gedient, aber auch der Behörde die besonders bei größeren Vergebungen nicht zu unter- chätzende Arbeitslast erheblich erleichtert ** Selbstmord. Am Samstag früh wurde der 30jährige Handlungsgehilfe S. aus K., der hier in Stellung war, in seinem Zimmer erhängt vorgefunden. S. war am Tage vorher dem Geschäfte fern geblieben und als man am andern Morgen nach ihm sehen wollte und die verschlossene Türe öffnen ließ, fand man ihn als Leiche vor. Die Beweggründe, die den tüchtigen und beliebten jungen Mann in den Tod getrieben haben, sind nicht bekannt. ** Der erste Hauptgewinn der Gießener Geldlotterie fiel, wie wir nachträglich erfahren, eineyr Schlosser * Ge «aus ßatne: von Preuß, entbunden wurde die 36 SaW die Gemahl Tochter de- niahlin Ma wurde am « sich am 8. , Prinzen Friel verstorbenen Töchter, b'v Thereje uni * Ne *So fftadt. Ai Sonntag : (förmlich An den Lit drang, wie kurzes ®etvi. * (Eine äofiiirg. ■tag, dah: st nrütk iu akzeptiere. U wuchest toorbi habe sie 4001 gezahlt und ü Jetzt verlang. Ausland. Italienischer Pesuchbeim Kaiser Fr anKJosef. Mus Ischl wird gemeldet: Der italienische General Ca- n e v a ist als Gast des Kaisers in Begleitung des italienischen Milttär-Attachees Mbricci, des Kapitäns Grafen Franchini und des Grafen Della Chiesa heute morgen hier eingetroffen und im Auftrag des Kaisers vom Flügeladjutanten Oberst Margutti empfangen Worden. — Erzherzog Franz Ferdinand ist mit Gemachlin aus Blühnbach in Ischl eingetvoffen. General Cancva ist am gestrigen Sonntag um 1 Ulst mittags vom Kaiser in Audienz empfangen morden. Die Audienz dauerte 20 Minuten. Sodann empfing der Kaiser die italienischen Offiziere aus der Begleittmg Canevas in einer kurzen gemeinsamen Audienz. General Caneva und die italienischen Offiziere wurden zu dem Diner in der Villa des Kaisers hin zugezogen. Dem 'Siner wohnte auch Erzherzog Ferdinand bei, der gekommen War, um dem Kaiser für seine Ernennung zum Generalinspekteur der gesamten bewaffneten Macht zu danken. General de Negrier f. Der französische General de Negrier ist am Donnerstag auf seiner Reise von Spitzbergen nach Hammerfest an .einem Schlaganfall, 74 Jahre alt, gestorben. General de 'Negrier wurde als Hauptmann im Jahre 1870 bei St. Privat verwundet und nach der Kapitulation von Metz gefangen. Bekannt ist seine Flucht aus dem Krankenhaus, auf Der er den Ulanen, der den Gesundheitsschein prüfen wallte, durch einen Schuß tötete, lieber Belgien stieß er wieder zu den Franzosen und wurde bei Vermand, am Tage vor der Schlacht bei St.-Quentin, noch einmal verwundet. Nach dem Krieg nahm er an verschiedenen Kolonialfeldzügen teil. X Hohensolms, 24. Aug. Unter den uralten Schloß- linden auf dem „Hals", dem höchsten Punkte des Hohen- solrnser Landes, wurde heute ein sehr gut besuchtes Missionsfest abgehalten. Während Pfarrer Löhr-Elberfeld (früher ________ Hohensolms) die Festpredigt übernommen, galt c§ in her 1 uff. Die großen Schauübnngen auf dem in zehn Felder ein- Nachversammlung, gleichzeitig den Abschied des Missionars! geteilten Exerzierplatz begannen, nachdem sämtliche teilnehmenden Welsch für Neuguinea zu feiern. Die Kollekte dürste einen «Vereine unter Vorantritt der Musikkapelle einen Festzug vom .Krankheiten im y. der Lebei und keinen 'oxygen. ße ^ekznftjhr Präpa und I ie,t des Mit ist, dkl dem wart »0” ' Exerz'erM Am Schluß in den veric ?söe'"t -StU6,"e 8= 2 ^as, efe HS 5,0Mn Salutschüsse verkündet. — Prinzessin Agathe von Preußen, die Gemahlin des Prinzen Friedrich Wilhelm, ist die älteste Tochter des Herzogs Biktor von Ratibor und seiner Gc. mahlin Marie geborene Gräfin Breunner-Enkevoirth. Sie «wurde am 24. Juli 1888 zu Räuden geboren und vermählte sich am 8. Juni 1910 im neuen Palais bei Potsdam mit dem Prinzen Friedrich Wilheln, von Preußen, dem jüngsten Sohn des verstorbenen Prinzen Albrecht. Ter Ehe sind bereits zwei Töchter, die am 2. Mai 1911 geborene Prinzessin Marie Therese und die am 21. Juli vorigen JahreS geborene Prinzessin Ltiise Henriette, entsprosien. * Sommerwetter auch in der ReichShaupt- rftabt. Aus Berlin wird uns gemeldet: Der gestrige «Sonntag rief mit seinem wirklichen Sommcrwetter eine lsörmlichc Völkerwanderung in daS Freie hervor. An den Lieblingspunkten der Umgebung herrschte ein Andrang, wie er seit vielen Wochen nicht gesehen wurde. Ein kurzes Gewitter nach Mitternacht kühlte die Luft etwas ab. * Eine Erklärung der Prinzessin Louise von Ko bürg. Prinzessin Louise von Koburg veröffentlicht eine Er- Närung, daß die Strafanzeigen gegen sie den Zweck verfolgen, sie mürbe zu machen, damit sie icbcn Vergleich mit Belgien akzeptiere. Sie sei von den Anzeigern schwer geschädigt und bewuchert worden. Vom Referendar Tr. $n hoffen in Berlin habe sic 400 000 Mark erhallen, 300 000 Franks jttwch zurück- gezahlt und über an Jahr Jnhosfens luxuriöses Leben bestritten. Jetzt verlange er noch eine Million. Sie hoffe, ihren Prozeß Eden bdgiidjtn otaat zu gemuteet. Ackmlich wie mtf Jv- i stehe es mü anderen Gläubigern, die Zusammen 17 Teil- i Franks verlangen: sie habe aber nur 5 Mrllicmen be- tommm. Ihre Mvdcksen aus dem Rackilaß des Königs Leopold, die von den ®Gnibiflrm rmt Beschlag belegt wurden, nxrbni auf acht Millionen geschätzt, so daß alle Gläubiger gedockt sind. * Die Rückkehr der „Eisbergpatrouille". Aus London wird berichtet: Der seinerzeit aus Grund der Titanic-Katastrophe zu einer svftcmatischcn Beobachtung der Eisbergverbältnisse im Atlantischen Ozean auä gesandte englische Walfischdampfcr, die „Scotia", ist jetzt nach monatlicher Arbeit in den Eisbergregioncn wieder in England eingetrosfen. Die vielfach verbreiteren Gerüchte von der Erfolglosigkeit dieser „Eisbergpatrouille" konnte ei* Mitglied der an Bord tätigen wissenschaftlichen Mission mit der Erklärung beantworten, daß die ömonatige Studienfahrt außerordentlich wertvolle Beobachtungen u. Aufschlüsse über die Art der Eisbergbildung ergeben Hube. Run, da diescsMa- terial gesamelt ist und die methodisch durchgesührten Untersu chungen über das Brechen des Packeises und die Bewegung der Berge vorliegen, sind die (Grundlagen zu einer künftigen Bestimmung der Lage der Eisberge gegeben: die Beobachtung der atmosphärischen Verhältnisse und der Meeresströmun gen bilden dazu die entscheidenden Hilfsmittel. . * Unerträglich. „Wic, Sie haben Ihre Verlobung aufgehoben?" — ,Ia." — „Was hatten Sie denn aber für einen Grund?" — „Ach, er ist zu eingebildet. Ich konnte ihn einfach nicht mehr ertragen." — ,-Jch hörte ihn dock, aber niemals prahlen. Wie kommen Sie darauf, daß er eingebildet ist." — „Die ganze Zeit über, die wir verlobt waren, hat er mir nicht ein einziges Mal gesagt, daß er meiner nicht wert loäre." Kleine Tagerchronik. AuS Düssesdorf wird gemeldet: Seit Sonnabend ist der Subdirektor ber Düsseldorfer Filiale des A. Schaafshausenschen Bankvereins, (Seeg , flüchtig. In einem an die Bank gerichteten Brief gibt et große Unterschlagungen zu. Die veruntreute Summe beläuft sich auf über 200 000 Mark. Zwischen PaulSdotf und Mohlsdorf stieß am gestrigen Sonntag ein großer Dürkopp-Wagen mit einem Opel »Wagen zusammen, wobei der letztere demoliert wurde. Von den vier Insassen der A u t o m o b i l e, die herauSgcschleudert wurden, sind zwei Damen schwer verletzt. Zwei Herren kamen mit leichten Wnnden davon. Die «Vossifche Zeiiuig" meldet auS Tborn: Unter dein Verdacht, zu Althausen । Kreis Kulm) in der Nacht zunr 8. Angust den Doppelraubmord an den, Kätner EyrankoivSki und der Wirtin Malinowski verübt zu haben, ist der seit dem 23. Juli fahnenflüchtige Musketier Straskiewiez vom Jnf.-Regt. Nr. 61 in Hohenfalza verhaftet und in das hiesige MilitärgelängniS eingeliefert worden. Der Verhaftete ist teilweise geständig. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 23 August. Au der Starkstromleitung nach Heuchelheim findet man, besonders an dem Maste der LeitungSabziveigstelle. durch den Starkstrom getötete Vögel. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, daß an dieser Stelle die Leitungen dichter -usannnen sind als auf der übrige«, Strecke. Es dürfte sich daher en,pichten, diese Stelle mit Netzen ober anderen Schutzmitteln zu versehen, um den Dogelniassenniord zu verhiudern. Amtlicher Wctterocrian. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 26. *21 ug. 1913: Meist heiter und trocken, ivarn,, stellenweise Gewitter. Letzte 21nebricbtctt. Ein Trinkspruch des Generals Joffrc über den Wert ber russischen Armee. Petersburg, 25. Aug. Nach Beendigung ber großen Manöver fanb gestern vormittag im Kniserzelt ein Früh, stück statt, an bem bic französische Militäraborbnung unter General Jvff re teilnahm. Abends gab Jofsre ein Ab- schiebsbicner. In Beantwortung bes Trtnkspruchs, ben ber Kriegsminister auf bic französische Armee und Frankreich ausbrachte, betonte ^offre, baß der französisctien LiUtär- abofbnung, inbem ihr alle Pforten geöffnet roorben seien, bic Möglichkeit gegeben war, mit b e r e ch t i g t e m S t o l z c seftzustellen, welch große Arbeit bic russische Armee geleistet habe. Aus diese Weife sei auch bcr Beweis fürbieLoti- bi rät bcr Unter ft ützung erbracht, bic Frank- reichinberrufsi scheu Armee finbenwürbe. DaS Gesehene, von bem bic Abordnung hoch befriedigt sei, verdiene Naclrnlnming. Jofsre beb bic hohe Entwickelung jeder einzelnen Waffengattung hervor, und erklärte, die Abordnung kehre mit der uncrschutterlickren UcBcrzeugnng von bnu hohen Werte der russischen Armee und ihrer BeseylSl)aber nach Frankreich zurück AuS Griechenland. Berlin, 25. Aug. Tas ..Berliner Tageblatt" bmdjtd auS Athen über dicaufgeschodeneKorfurcisedeSKaisers und einen Besucl, König Konstantins in Deutschland: Hier herrscht urmlidx* Enttäuschung darüber, daß der Deutsche Kaiser (injdiciiwnb in diesem Jahre nicht melir wich Morfu kommt. In poltiüriwii Kreisen ist mau überzeugt, daß der Kaiser tatsächlich die Absicht batte, i aÄortn zu reisen. Da aber her Besuch iwtwrndigenveise gcgvniuärtifl eine politische Bedeutung gehad hätte und sein Erscheinen in *?I t ben u nvermeid- l i ch gewesen ivüre, glaubt man, baß bcr Kaiser beshalb die Reise auf dos nächste Jahr verschalen habe. Die öffentliche Meinung siebt hier einer Annäherung an Deutschland burdxmt nicht feinb- lid) gegenüber. Man begreift aber, bah der Kaiser bas Mißtrauen ber Triple-Entente nicht verstärken und vielleicht auch Wien gegenüber eine gleidre Rücksicht zeigen wollte. Tie Befriedigung, mit bcr bas gncchisdL Volk bic Naduicht von ber Kaiserreise ausgenommen hatte und bic jetzige Enttäuschung sind ein BeiveiS banlr, lute günstig cS in diesem Augenblick um daS Prestige Deutsdüanbs in Griedxnlanb steht. — Die „Estia" viel- bet heute, baß König Konstantin innerhalb 10 Tagen eine Reise nach Europa machen iverbe, um fid> von ben Kriegsstrapazen zu crboicn. Nack bcr Demobilisierung ber Armee jinrben Wnig Konstanttn und Königin Sophie eine Reise nach Westeuropa unternehmen und habet Besuche in Berlin und London vielleicht auch in Paris obftatten. Tic allgemeine Demobilisation wirb innerhalb 10 ober 15 Tagen burchgcführl sein. Bestimmte Truppenteile ivcrben in den eroberten Gebieten zurück- blciben. Ministt-rpräsident BentzeloS tritt Montag einen dreimonatigen Urlaub an. Er wird umädift ben Babeort Loutrak, bann Voraussichtlid) seine Heimat Kreta besuchen. Kunbgcbungcn für den scrb. Kronprinzen. Belgrab, 25. Aug. Der Einzug bcr Truppen in bic Stabt vollzog sich unter allgemeiner Teilnahme ber Bevöl^ ferung. Im Namen der Stadt wurde d e m K r o n p r i n z e n ein Ehrensäbel überreicht. Der König verlieh dem Kronprinzen die goldene TapserkcitSMedaille. — Bei der Enthüllung -des Karageorg-Denkmals bereitete die Bevölkerung demÄronprinzen und derGeneralität begeisterte Kundgebungen. Der Flug Paris-Berlin-PcterSburg. Danzig, 25. Aug. Ter französische Flieger Le fort, der am Sonntag nachmittag in Berlin nbgeffogen war, wurde um 7V4 Uhr nachm. bei Putzig gesichtet und landete um 7Vr Uhr auf dem Exerzierplätze bei Danzig. DieUcberwältigung derAufstänbi scheu inMexfko. London, 25. Aug. Tie „timet* melden auS Alexiko, daß die Nevolutiou in, Staate More Hot so gut wic vorüber ist. Die Jnfurgenicuführer sind geflohen. Kleinere Jnsurgentenbandeu werden allmählich aus dem Wege geräumt. Unfall bei einem Automobilrennen. Brüssel, 25. Aug. Bei dem gc|trigen Automvbil- rennen in Spaa hmrbc Baron uoit Woelmvnt, der einen Wagen überholen wollte, überfahren und getötet. Der jüngst in London abnebaltene XVII Internationale ^vicdi- zinische Kongreß, bic berufene SBcrtrciunn der zciigenössisdrei, ärztlichen Wisscnschast, war nfit einer Fachausstellung uerbunben; bei der Preisverteilung erhielt als einziges von alten ausgestellten Näbrvraparateu das bekannte Slörverträfiininini unb yicruci,- nribrmittel Sanatogen ben Granb Prir, bic höchste überbnuv, mögliche Auszeichnung. C*/, Ein vorzügliches Mittel gegen alle MA6EN krankheiten und Vcrdauungastörnntren ist Stomoxytreu Wenn Sie an H&morrboideu, Saure im Hagen. Blähungen, Kopfschmerzen. 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August, nachmittags P/2 Uhr, statt. 5505 Gestern nachmittag verschied nach langem schweren Leiden meine innigst geliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwägerin und Tante FrauMarieBalser,geb. Kolb, Fnßboden- Lackfarben Bernsteinlacke Oelfarben Bohnerwachs Streu- und Saalwachs Staubsr. Fußbodenöl Pinsel liefert billigst 2824 J. SONN Tel. 136. Nord-Anlage 13. Zwiebelkuchen Jed.Dienst ag u. Samstag u. */>9 Uhr ab frischen Zwiebcl- kuchen bei Bäckermeister Schomber,Walltorftr.51 Adler Wanzentod wirkt sicher. Fl. 50 Pfg. I5080 Otto Schaaf, Seltersweg39. Klavier- Stimmen Reparieren Polieren C*/i in tadellos. Ausführung. Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Seltersw. 9L Fernspr.389 Für Erdbeeren ist jetzt die Zeit zum 93er» pflanzen. Das beste hierin ist König Albert v. Sachsen und Lactons Nobel. Kräftige pikierte Pflanzen per 100 St. Akk. 2.50 sowie Zwcraobtt u. Hochstämme in schön, ivüch- siger Ware hat abzugeben H. Gruber, Baumschule, E, Alten-Buseck. Ltbeildes Geflügel diesjähr. 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Okt 1913. Unterricht in Bildhauerei, figürl. Malerei und Landschafts-Malerei, Radierkunst und Kunstdruck. Vorlesungen über Kunstgeschichte, plast. Anatomie, Perspektive. — Prosp. durch das Sekretariat, Dürer- strasse 2, welches auch weitere Auskunft erteilt. Die Administration. X______________J Die Gemeinde Krofdorf-Gleiberg hat die Lieferung folgender kreisrunder Zemcntröhren frei Baustelle zu vergeben: 95 Stück, 500 mm Durchmesser 95 „ 400 mm „ 131 „ 1350 mm „ 425 „ 300 mm „ 39 „ 150 mm „ einschl. der Rohrstützen zum Anschluß an das Hauvtrohr mit Heranschaffen der Stützen von Station Abendstcrn. Gefl. Offerten erbitte bis 31. August er. einschl. Krofdorf, den 20. August 1913. Der Bürgermeister. Braun.B”/a GlWmetWs-Verflchersngtil der Fürstlich Solmsifchen Rentei Lich. Das Grummetgras yon den Fürstlichen Wiesen usw. wrrd versteigert: Donnerstag, den 28. August l. IS., vormittags präzis 8 Uhr, von den Fürst!. Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen zirka 80 Morgen. Zusammenkunft auf der Fürstllchen Wiese gegenüber der Peinmühle. An demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunft in dem Schloh- garten an der Eisenbahnbrücke. Freitay, den 29. August, vormittags präzis 8 Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mübl- sachicn, Ober- und Rieder-Bessingen, im ganzen 125 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Lich, den 23. August 1913. Fürstlich Solmsische Rentei.B Augenarzt Dr. Rusche und Frau Louise geb. Treide zeigen hocherfreut die Geburt eines prächtigen Mädchens an BREMEN (Fedeihören 60), 23. August 1913 Bei Rückgrat - Verkriimmnngen wurden glänzende Erfolge erzielt mit meinem gesetzt, geschützt. Geradehalter-Apparat Original - System „Haas“ 16 Auszeichnung., u. a. auf dem 10. Aerzte Kongrest in Lemberg und der Intern. Hygiene-Ausstellung in Dresden. — Soeben preisgekrönt auf dem 17. Internat. Aerzte-Kongreff London 1913. 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Nachdem die beantragte Auflösung der unterzeichneten Kasse zum 6. Dezember d. I. durch Beschluß des Königlichen Oberversicherungsamtes Düsseldorf bestätigt ist, werden die Gläubiger hiermit aufgefordert, sich zu melden. Gläubiger, die ihre Forderung nicht bis zum 6. Dezember d. I. angemeldet haben, gehen ihrer Ansprüche verlustig. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Jakob Hengst Witwe, Meta geb. Palm zu Gießen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen — und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke — sowie zur Anhörung der Gläubiger über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses — der Schlußtermin, sowie Termin zur Prüfung einer nachträglich angemeldeten Forderung auf Samstag, den 13. September 1913, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte Hierselbst, Zimmer Nr. 6, bestimmt. der Lolat-Eifenbeton-Aktiengesellfchaft. Der Vor st and. I. A.: Rohe, Vorsitzender. Prima Kognak - Verschnitt. Diese Ware zeichnet sich besonders durch milden Geschmack aus, ist frei von Aetherbeinnschungen, feines, in französischer Art verschnittenes Weindestillat, per Ltr.- Flasche Mark 2.25. Ferner empfehle ich erstklassigen französischen Kognak. [383 E. Dort, Walltorstr. 45. NM Frühkartoffeln der Wetterau Berte und Kaiserkrone, per Zentner zu 2.65 Mk. versendet unter Nachnahme [M73 Wilhelm Watzenborn, Södel (Weueraul. „Warm zu empfehlen ist Zucker’s Patent-Medi- zinal-Seife gegen unreine Haut, Mitesser, Pickel, Knötchen, Pusteln usw. Spezial-Arzt Dr. W." ä Stück 50 Pf. (15°/otfl) und 1.50 M. (35% in, stärkste Form». Dazu Zuckooh-Creene (50 und 75 Pf.» in der UniversitätS- Apothcke,Hirfch-Avothckc, bei Aua. Noll, Carl Seibel, W. Kilbinger, C. 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August 1913 bezüglich der Firma Gesellschaft rür Tiefpumpenbau, mit beschränkter Haftung in Gießen eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 20. Dezember 1908 wurde das Stammkapital auf 40000 Mark herabgesetzt. Gießen, den 22. August 1913. b,5/8 Grosther-oalict'es Amtsgericht. _ m , Yeleegläser : Saftbeutel ** Gewerblich & weMichen Ausstellungen gewaltigen Fortschritte der am besten im 5er Jndusttic und des £>ain-«g n haus ^mrch, welche hohe iBcbeutun"nnau® Heute entschlief in dem Herrn mein lieber Gatte, unser guter Vater, Grossvater, Bruder und Onkel Herr Hoh. Stiehl. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen: Giessen (Schiffenberger Weg 62), den 24. August 1913. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. August, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 5521 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Glück von Heuchelheim und für die liebevolle Pflege der hiesigen Krankenpflegerin sagen wir herzlichsten Dank. Familie Benner. Familie Rodenhaufen.