Nr. 245 Samstag, 18.' Oktober 19(5 Fünftes Blatt 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- GemM-Mzetzer für GherheM fragen" erscheinen nionntlich zweimal. harte, verpachte den zurzeit in vermieden. Zum Brand des Volturno. nrasen KTO hat sich übrigens in England wieder vcrhciratec. zähle! das lieh der »des fvl- crfuhr eine Erschütterung, als wenn sic von einem Geschoß getroffen wäre. Unmittelbar darauf fanden weitere Erplo- sionen anderer Oelbehälter statt, so daß man den Eindruck einer Kanonade hatte. Als Disselmann den Passagieren die Mitteilung machte, daß die „Carmania" heraniomme, sielen viele auf die Knie, und die Panitz die bis dahin bestandens hatte, hörte auf. Herr Disselmann gesteht zu, daß niemand an die 80 oder 90 Zwischcndeckspassagierc im Raum Nr. 1 gedacht hat. Ich fürchte, berichtste er, daß viele dieser Leute von den Flammen abgeschnitten worden sind. Als die Flammen sich anscheinend etwas gelegt hatten, versuchte Kapitän Inch in das Mannschaftsquartier im Bordeck einzudringen. In dem Gange fand er drei Leichen von Matrosen, die verbrannt waren. aber auch die Schuhe laufen verhältnismäßig breit aus und haben ziemlich niedrige Absätze. Sehr elegant ist die Berarbeicung verschiedenen Leders, wobei man sogar sarbige Effekte nicht verschmäht. Tie kleidsame Befestigung durch gekreuzte Bänder ist sehr modern, und vielfach werden auch Gamaschen getragen, bei denen die Verzierung itzik Knöpfen und Schnallen die Hauptrolle spielt. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universiläts - Buch» und Stcinbruderci. R. Lange, Gießen. Nach Frasers Erfahrungen nehmen Ehen zwischen Europäerinnen und orientalischen Großen selten ein gutes Ende. Eine andere Engländerin, deren Geschick Fraser ebenfalls verfolgt hat, befindet sich jetzt in einer besonders heiklen Lage; sie hat in England einen Siamesen geheiratet. In Siam trennte sich dieser auf ein Vierteljahr von ihr, um sich dann nach siamesischem Recht von ihr scheiden lassen zu können. Diese Engländerin hat nun keinen Gatten, darf sich aber auch nicht verheiraten, denn nach englischem Rechte, das für sie, da sie nach England zurückgekehrt ist, in Frage kommt, gilt sic als verheiratet. kf. E i n F r aue nu r t e il üb e r A u st r a l i e ns F r a u e n. Tie Frauen der australischen Staaten haben seit langem das Stimmrecht. Wie haben sie es ausgenützt? Eine hervorragende Vertreterin der Frauensache, Jessie Ackermann, fällt darüber in ihrem neuen Buche — Australien vom Standpunkt einer Frau — ein ziemlich hartes Urteil. Rach ihrer Meinung verhält sich die australische Frau, obwohl sic vollwertige Bürgerin ist und mehr Macht hat als die Frauen irgend eines anderen Landes, ihren Nr-S» Stadt wnö Gießen, 18. Oktober 1913. Tie Postpaketadresse als Urkunde. Bei der Ausfüllung von P 0 st p a k c t a d r c s s c n, besonders des Abschnittes dieser Adressen pflegt eigentümlicherweise im allgemeinen nicht die Sorgfalt und Genauigkeit beobachtet zu werden, die sonst im Postverkchr üblich ist. Tas kann sich aber bitter rächen, denn die Postpaketadresse ist nach einer Entscheidung des Reichsgerichts eine Urkunde, bereit zum Zwecke der Täuschung erfolgte fälschliche Anfertigung Gefängnisstrafe nach sich Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaklion:^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGteßen» Zchiffrbrände aus hoher Lee. Zwar haben wir auf dem Gebiet des Sicherheits- und Ret- tnngswcscns zur See überall höchst erfreuliche Fortschritte gegen früher zu verzeichnen, aber der Alarmruf „Feuer im Schiff" wird immer bedrohlich bleiben, wie die Katastrophe des Tamvfcrs „Vol- ntrno" beweist. Auf den Passagierdampfcrn der Neuzeit yerzwe-gt sich über das ganze Schiff ein Netz von Feuerlöfchrohrleitungcn mit eigenen Tampspumpen, so daß man auf größeren Schiffen bis zu 4500 Liter Wasser in einer Minute geben tarnt. Man weiß auch, daß der Dampf ein treffliches Löschmittel in gcschlosfcnen Räumen abgibt, da er die Luft verdrängt und das Feuer erstickt. Darum ist auch auf den modernen Tamvsern eine Dampflöschleitung nach allen Räumen vorhanden. Tas neueste Mittel zur Betämpfung des Brandes in geschlossenen Räumen, also in den Laderäumen der Schiffe, stellt der Clahton-Apparat bar. Schon in früheren Jahren wurden Vorschläge gemacht, man solle das Feuer durch Erzeugung von Kohlensäure ober Verbrennen von Schwefel in ben brennenden Räumen ersticken. Tic Idee wurde erst durch den Clayton- Apparat praktisch verwirklicht. Zu diesem Zweck ließ der Ingenieur Clapton in einem halbzhlindrischen Ofen Schwefel verbrennen unb_ bie dabei entstehenden Gase, wie schweflige Säure und andere Schwcfeloxydc,. durch Pumpen in den bedrohten Raum leiten. Tas Clavtongas ist zum Ersticken des Feuers besser geeignet als die Kohlensäure, denn es genügen dazu schon 5 Prozent Clavtongas, während von der letzteren 30 Prozent nötig sind. Es ist das vorzüglichste Feuerlöschmittel bei Kohlen- und Baumwollbränden. Tic Einteilung der modernen Dampfer in wasserdicht abschließende Querschotte erlaubt schließlich dem Kapitän, den brennenden Teil des Schiffes unter Wasser zu fetzen und also int wirklichen Notfall das Feuer gründlich zu ersticken. Trotzdem können Brände auf jedem Schiffe vorkommen; keins ist vor dieser Gefahr gefeit, weder die kleine Barke, noch der stolze Ozeandampfer ober das gepanzerte Kriegsschiff. Es gibt aber bestimmte Arten von Schiffen, bie infolge ber Labung, bie sie führen, ber Feuersgefahr ganz besonders ausgesetzt sind. Das gilt zunächst von den Petro- leumschiffcn. Einen recht häufigen Anlaß zu Schiffsbrändcn gibt ferner die Ladung von Baumwolle. Eine englische Statistik zeigte, daß im Laufe eines halben Jahres gegen einhundert Brände auf Baumwollschiffen sich ereignet hatten, bie allerdings zum größten Teil ohne den Verlust des Schisses gelöscht werden konnten. Sehr häufig worden ferner Schiffsbrände durch Selbstentzündung von Kohlen verursacht. In dieser Hinsicht haben verschiedene Sorten Kohlen bald eine größere, bald eine geringere Neigung zur zieht. Ter B a u, g c w c r k s m c i st c r Karl B. in Niest war mit dem S eh u h w a r e n h ä n d 1 c r M. in Z a b 0 r z e in Feindschaft geraten und zwar desl;alb, weil K. ihn erst Pläne für den Umbau zweier seiner Häuser Lattr anfertigen lassen, ihm schließlich aber den Umbau doch nicht übertragen hatte. Als Lohn für den einen Plan hatte K. dem B. lediglich einen Zhlinbcrhut verehrt. Diesen Hut wollte nun B. auch nicht mehr besitzen und trachtete darnach, ihn bei passender Gelegenheit zurückzngcben. Er fürchtete, daß K. den Hut, den er ihm zum Gescheute gemacht hatte, nicht ohne weiteres zurücknehmen ivürde. B. wollte ben Hut aber durchaus los sein. Deshalb wartete er einen Tag ab, an Deutscher Protestantentag. ** Berlin, 16. Oktober. xsn der heutigen zweiten und letzten H a u p t v c r s a m m - t u n g des Deutschen Protestantentages sprach Psarrer Lie. Radecke (Köln) über 0 nt ober Wittenberg — wer hat die Zukunft in Deutschland?". An ben Vortrag schloß sich eine leb» hatte Aussprache, ber folgende Euts eh 1 i c ß 1 n g zu Grunde lag: „Angesichts der Größe der römischen Gefahr für die äußere unb innere Entwicklung Deutschlands und überzeugt von her Notwendigkeit eines starken unb freien Protestantismus für die Zukumt unseres Vaterlaubes, verurteilen wir die katholiiierenden Lcndenzeu in ber evangelischen Kirche, warnen vor allen politischen Bündnissen mit dem Nltramoittanismus wegen der nuferer deutschen Kultur daraus immer wieder drohenden Folgen und fordern alle liberalen Männer und Frauen in den deutschen evangelischen Landeskirchen zur tatfräjtigen Mitarbeit an der ™erl™r^d'un9 eines romfreien Wittenberg auf!" Graf H 0 cnsl> r 0 c ch fd-lägt folgende Znfatzentfchließuug vor: ."~cr 26. Deutsche Protestantentag erklärt, die religiöse Zukunft des Deutschen Volkes müsse bestimmt werden durch die von Luther gegebenen Impulse zur Befreiung des persönlichen religiösen Gcwifsens von jedem Zwang in welcher Form immer. Auch die politischen, kulturellen unb wirtschaftlichen Verhältnisse sind durch die Resormation in neue Bahnen gelenkt worden. AU dieses wird aufs schwerste bedroht durch'das ultramontane Rom, dessen politische Verkörperung das Zentrum bildet. Tes- hald ift sachlicher, rücksickstsloser Kampf gegen Rom und das Zentrum, und zwar vom national-politischen und fulturcllen Standpunkt aus, Gewissenspflicht des Protestantenvereins." Nach einem Schlußwort des Vortragenden wurde der Antrag Hoensbroech mit geringer Mehrheit abgelehnt unb die Entschließung des Vorstandes, die der Tagung übrigens nur zur Kenntnisnahme vorlag, angenommen, worauf die Tagung geschloffen wurde. werk zu hemmen. Ter Kapitän eines Dampfers im Mittelmeer ließ den Passagieren sagen, als Feuer im Unterraum des Schisses ausbrach, er lasse eine Feucrwchrübung machen. Die Reisenden schauten anfangs mit Interesse zu, die Uebung dauerte aber lange, und nach und nach wurden sic den Ernst her Situation gewahr; Feuer wurde aber schließlich unterdrückt und die Panik glück- Die „Eichener Za.nilienblütter" werden dem .Anzeiger" viermal wöcheiulich beigelegt, da- „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal New York, 16.Olt. (Reuter.) Disselmann, dritte Offizier des ,Molturno", der heute an Bord „Großen Kurfürst" mit 104 Ueberlebenden ankam, gab gendc Einzelheiten über das Unglück: Die Ursache des Feuers war die Explosion eines Behälters, in dem Oel oder Chemikalien waren, im Vorderteil des Schiffes. Die „Volturno" welchem, wie er wußte, K. in lljcft zu tun , Zhlinderhut fein säuberlich und schickte ihn als eingeschriebenes Postpat ck an die Adresse des K. nach Zaborzc. Tann schrieb er auf. ben Abschnitt der Paleiadresse den Namen des K., zurzeit in llieft, um die Frau des K. glauben zu machen, ihr Mann schicke den Hut, unb sic so in ben Besitz des Hu.e? zu bringen. Das politischen Verpflichtungen gegenüber apathisch unb verrät einen bedauerlichen Mangel von Originalität in sozialen unb häuslichen Dingen. Tic Mädchen im besonderen schlagen den alten, falschen Weg ein, der längst verlassen unb verworfen ist. Sic suchen es, wenn sie können, int Hanbcl zu etwas zu bringen, werden dabei egoistisch und zeigen wenig Verantwortlichkeitsgesühl. Tie Australierin als vollwertige Bürgerin versteht ihre Vcr- vNichlungen nicht. Tas; man ihr das Stimmrecht gab, geschah aus Zweckmäßigleitsgründen, nicht weil es allgemein verlangt wurde. Tas Ergebnis ist nun, daß bie Frauen, die gut situiert sind, das Bürgersein als einen Scherz betrachten, und die Frauen der arbeitenden Klassen aus Parteiinstinl't ihre Stimme abgeben, nicht aber, um ihrem Verantwortlichkeitsgefühl nachzukommen. — G fin ft i g e H e i r a ts a u s s i ch t c n. Die allgemeine Klage, das; für so viele Mädchen keine Männer da sind, verliert mehr und mehr an Geltung. Das zeigen deutlich die statistischen Nachweise, die Dr. Gertrud Bäumer in einem Aussatz von lieber Land und Meer Deutsche Verlags-Anstalt^ beibringt. Die Abnahme des so ost beklagten Frauenüberschusses prägt sich immer stärker ans. Noch 1882 gab es in Deutschland 920 615 Frauen mehr als Männer, b. h. auf 1000 Männer kamen 1042 Frauen. Heute gibt cs bei weit größerer Gefamtbcvölkerung nur noch 798 329 Frauen "mehr als Männer, b. h. auf 1000 Männer lornmcn 1026 Frauen. Diese Wanblung rührt aus zwei Ursachen her: einmal Harke die Auswanberung, die sehr viel Männer dem Lande entzogen hatte, mehr und mehr aus, und bann wurden bureb energische Bekämpfung ber Säuglingssterblichkeit mehr Knaben als Mäbcken dem Volke erhalten. Es werden ja durchweg mehr Knaben als Mädchen geboren. In Deutschland auf 100 Mädchen 106 Knaben. Ta int frühesten Alter aber viel mehr Knaden^als Mädchen sterben, ging dieser Uebersckniß wieder verloren. So betrug 1895 der Ueberschuß an Knaben bei Kindern unter 14 Jahren nur 1700, 1907 dagegen 61 602. Jedenfalls läßt bie Statistik erkennen, daß im eigentlichen Heiratsalter heute ein Frauenüberschuß nicht vorhanden ist unb das bloße Zahlen- verhaltnis her Geschlechter günstige Heiratsaussichten bietet. Es find sogar beträchtlich mehr Heiratstanbidaten da, als notwendig wären. Die wirtschaftliche Lage unb die soziale Stellung freilich bieten schwere Hindernisse für ein Zunehmen der Heiraten, doch sind im allgemeinen Heiraten heut häufiger geworden als früher. Von 1000 Menschen waren 1895 340 verheiratet, 1907 353. Es gab 1907 weniger unverheiratete Frauen als 1895. Tie Zahl der weiblichen Ledigen im Heiratsalter ist nm 1,68 Proz. zurück- gegangen: auch das.Heiratsalter der Männer hat sich verjüngt. Es heirateten 4907 ein Drittel Million Männer mehr unter 30 Jahren als 1895. ks. Weiße Frauen i in Harc m. Ter englische For- schungsreisendc Foster Fraser hat jüngst daraus hingewiesen, baß sich viele europäische Frauen in den Harems von persischen und orientalischen Großen befinden und als Beispiel das Mißgeschick einer Engländerin erzählt, die viele Jahre lang in einem persischen Harem geschmachtet hat. Ein hoher Perser aus dem Gefolge des Schahs Nasr cd Din lernte sic beim Besuche des Schahs in London lennen; er schlug ihr eine Heirat vor, die Ehe wurde nach irömisch-tathölischem Ritus geschlossen, unb so verließ bie Engländerin, begleitet von ihrer Schwester, als Gailitt eines Persers ihre Heimat. In Persien steckte ihr Gatte sic sogleich in seinen Harem: erst ba erfuhr sie, baß er neben ihr noch viele andere Gattinnen habe, aber sie konnte nichts zu ihrer Befreiung tun, denn sie war im Harem eingesperrt und kam nur mit Perserinnen zusammen. Nach einer Reihe von Jahren starb ihr Gatte. Nun wollte sie nach Cugland zurücklehren, aber erst nach jnoiiate- langcm Kampfe und vielen Schwierigkeiten setzte sie mit Hilse ^er Gattin eines englischen Diplomaten ihren Willen durch. Sie durste Persien aber nur unter der Bedingung verlassen, daß sie sich zur Rückkehr verpflichtete, sobald ihr kleiner Sohn 16 Jahre Lvauett-Nnttvscban. Kothurn und Pantoffel. Die Schuhsrage gehört zu den brennendsten der neuesten Mode Die kurzen gerossten Röcke enthüllen den Fuß mehr, als je zuvor und verlangen zugleich eine harmonische Gestaltung des Schuhes die mit "bem Stil der Toilette schön zusammcnllingt. So treten denn zahlreiche neue und eigenartige Formen der Fußbekleidung aus, die ihren deutlichsten Ausdruck in den beiden Extremen dem „Kothurn" und dem Pantoffel, finden. Die beiden Richtlinien unserer Mode überhaupt sind hier shmbolisiect: das Rokoko feiert seine Triumphe in dem Steckelschuh mit dem ric fiaen spitzen Absau, und die Liebe zum Orient lebt m jenen breiten kostbar geschmückten weichen Pantoffeln. Ter elegante Schuh ' der zur Nachinittagstoilette getragen wird, ift fast immer aus Lackleder mit einer schnalle in Silber, Stahl ober bunten Steinen geschmückt, die irgendein altes Kunstwein vergangener Epochen nachahmt. Ter hohe Kothurn, der ber Abenbrobe narbe halten ist und auf dem die moderne Dame als tragische Muse er äcbcinl lomntt hier noch nicht zur Anwendung. Tiefe feinste Blüte unserer heutigen Schtthmachcrkunst besteht ans ganz welchem «eber in Altgold oder Seite und wird zusammen mit gleich farbigen Strümpfen getragen. Der Absatz, ber eine seit .dem 18 Jahrhundert wohl nicht wieder gcfehene Hohe und fpitze Form besitzt gibt dem Schuh den Namen, der nach aitrilem Vorbild ohne freilich mit den majestätischen stelzen des tragt fdicn Schauspielers viel gemein zu haben, Kothurn genannt wird, iie Mode den Absatz mit Edelsteinen unb buntem Zierrat zu bei'cfien ift bereits sv allgemein geworden, das; sie die eie nanteften MntDurn-Zrägrrinnen i*on axfaeten Sic „WMUN.1N". bie dem Kothurn in der Extravaganz der Absätze wenig nack>- aebeit bestehen ans weicherem Material und sind breiter, in-. Schmuck mehr orientalisch gehalten. Vielfach find fte ans mit der K's f1Cmaltem Leder oder Seide gearbeitet und haben bann ein rettendes Strcnmustcr ans Rosen ober aus Rokokobnketts, wöbet die Strümpfe ba« gleiche Motiv in bunter Stickerei wiederholen müssen Diese neueften Schuhe, sind ,o klein und iv aller Lvoiene Hohn sprechend gestaltet, dost man faft glauben mochte, die Modedamen würden nun auch zu einer Verstümmelung der ^-üfie urückkel ren wie sie die Chinesinnen nach tausendjahrtgem Brauch nun glücklich überwunden hoben Ein festes sicheres Auf treten lange elastische Schritte find dabei ganz unmöglich: bi? Schönen bewegen fick; in einer hüpfenden, wiegcnbcn Gangart fort der sie freilich auch eine verführerische Grazie zu verleihen wissen Glücklicherweise kommen diese Extreme in dem, gcwöhn- Irchen 'Promenabcnschtth nicht zur Geltung. Der feste Sttefel wirb allerdings nur noch beim Sport zum Schneiderkostüm getragen; -Landgericht Oppeln hat ben Baugewcrksmcister B. deshalb wegen U r f u 11 b e n f ä 11' ch u n g zu der gesetzlichen M indest ° strafe von 1 Tag Gefängnis verurteilt. Die Postpakct- abrcsse, deren Abschnitt B. fälschlich mit dem Namen des K. ver- f'ehcn hatte, sei eine Privaturkunde, und zwar auch eine solche, die für den Beweis von Rechtsverhältnissen erheblich sei, nämlich für das Rechtsverhältnis zwischen Absender und Empfänger und vor allem auch für das Rechtsverhältnis des Absenders mit ber Post. Diese Bcwciserheblichleit ber Paketadresfe trete besonders dann klar zutage, wenn ein Paket unbestellbar oder ungenügend frankiert sei. B. habe sich darum ber Urkundenfälschung schuldig gemacht. Das >R e i ch s g c r i ch t hat sich zu derselben Ansicht bekannt und die R c v i f i 0 n des B. als unbegründet verworfen. * ** 2? 0 g elf cf; uh. Von dem Vertrauensmanue des Vogel- schutzvereins, Lehrer Keller in Lämmerspiel, war im Herbste 1912 darauf hiugcwiefen worben, daß die Haus^besitzer dort keine Schwalbennester an ihren Häusern duldeten unb behaupteten, die Schwalben brächten Wanzen in bie Häuser. Als bie Vögel weggezogen waren, untersuchte er die Nester und fand in ihnen tatsächlich auch braunrote, 4—5 Millimeter lange, den Wanzen ähnliche, übelriechende Tierchen. Gelegentlich der Versammlung des Vogel- s ch 11 tz Vereins für das Gr 0 ß h erzogt u m Hessen in Offenbach a. M. int August dieses Jahres wurde u. a. auch diese | Angelegenheit erörtert und veranlaßt, daß die Tierchen durch 1 einen Zoologen bestimmt wurden. Nach dessen Angaben handelt es sich um bie seltene Schwalbenwanze, Oeciacus hirunbinis. Es blieb nun noch bie Frage offen, ob diese Tiere auch in die Häuser unb in bie Betten gehen. Hierüber schreibt Professor Dr. Seitz zu Darmstadt bas Folgende: „Von altershcr stehen Sckwal- benneff er im Verbacht, Ungeziefer in die Häuser zu bringen. Zwar widerspricht dem die Erfahrung, baß gerade in den Großstädten, wo — leider! — längst keine Schwalben mehr nisten, das Ungeziefer am besten gedeiht. Aber eine Bestätigung schien man. doch gefunden zu haben, als man in Schwalbennestern unb deren Umgebung ein Tier in großer Anzahl auffand, bas genau wie eine Bettwanze ausfah. Es ist aber eine andere Jnsektenart, die Schwalbenwanze, die sich durch Farbe, Körpergestalt und noch mehr durch Eigcnttimlichkeitcn im Bau als eine andere Tierart — Oeciacus hirundinis — verrät. Diese Tiere sind nicht imstande, sich in ben Betten der Menschen einzunisten und bleiben in ihren Nestern oder verbreiten sich auf andere Nester, wie auch z. B. der Hühnerfloh nicht an den Menschen, der Floh des Stacheligels nicht auf das Huhn geht. Es ist auch eine viel verbreitete Fabel, daß man von „verlausten" Stubenvögeln Ungeziefer fangen könne. Selbst wenn man sich Vogelläufe in die Haare setzen würde, so würben diese alsbald den Menschen wieder verlassen oder absterben, weil sie ihre Existenzbedingungen nicht finden. So würden auch Schwalbenwanzen, selbst wenn inan sie künstlich in Betten brächte, ganz von selbst wieder verschwinden. Es ist deshalb zwecklos, die Schwalbennester aus unoegründeter Furcht zu vernichten; ja cs wäre sogar gänzlich verkehrt, die Nester ab- zustoßeu. Man vertreibt dadurch nur die Schwalben und zwingt die rings am Gebälk ruhenden, nicht mit herabfallenden Schmarotzer znm Auswandern; und ob sie, ihrer natürlichen Nahrung beraubt, aus Not nicht ausnahmsweise auch an Menschen naschen, ist keineswegs so sicher bewiesen, wie, daß eine Ansiedelung von Kolonien an menschlichen Schlafstellen unmöglich ist. Landkreis Gießen. -I. Klein-Linden, 16. Okt. In schönstem Bli'iten- schinuckc prangt die Rosen Pflanzung in der hiesigen I Selbstentzündung. Außerdem gibt es.noch eine große Anzahl von feuergesährlicken Gütern. Von Schießpulver, Benzin, Aether und dergleicken können wir absehen, da ihr ^Eigenschaften jedcin bekannt sind. Zu ermähnen ist aber, daß Säuren aller Art zu Entzündungen Anlaß geben können, daß oei beschwerter Seide gleichfalls Selbstentzündung auf einem Schift beobachtet wurde, daß ein Fas; mit Zinkstaub einen Schiffsbrand verursachte und daß durch Selbstentzündung von Knochenmehl, Oclfarbcn und dergleichen Schiffe zerstört wurden. Beim Brande des „Volturno" hat nur die drahtlose Telegraphie den entsetzlichen Verlust von unzähligen Menschenleben verhindert. Ost aber spielt sich auch der Schluß der Tragödie in der lauernden Einsamkeit der weiten Salzflut ab, alles geht verloren und keine Kunde bringt zu den Menschen in die Heimat Man darf annehmen, daß viele 0011 den Schiffen, die alljährlich verschollen bleiben, der Feuersbrunst zum Opfer fielen. Wieviel aber Vic Disziplin der Besatzung zur Unterdrückung der Brände und Rettung der Passagiere beitragen kann, dafür nur zwei Beispiele. Im Sommer 1901 dampfte das amerikanische Kanonenboot „Petrol" nach den Philippinen. Eines Sonntags entzündeten sich Oel und Farben im Vorderteil des Schiffes. Eine Abteilung Matrosen flieg auf Strickleitern in den Raum hinunter, um das Feuer zu bekämpfen. Sie stürzten aber alsbald bewußtlos in dem stickigen Oualm zusammen. Sogleich ging eine andere Abteilung hinunter, 'um die Betäubten zu retten, indem sie nm ihre Leiber Seinen band. Auch die Retter erlagen dem Qualm. Unverdrossen folgten aber andere Abteilungen nach, unb in einer halben 3tunbc_ lag Lreiviertel der Besatzung bewußtlos auf dem Schiffsdeck. Com- inanbcr Jesse M. Roger, der gerade krank war, erhob sich 00m Krankenbett und übernahm die Führung seiner Leute; er sand in «dem Kielraum den Tod, sein Leichnam wurde aber von einem Leutnant den Flammen entrissen. Gegen Mitternacht gelang cs endlich, des Feuers Herr zu werden. Anders leibet gestaltet sich oft der Lauf der Tinge, menn Passagiere iid)'in größerer Zahl an Bord des brennenden Schiffes befinben. Dann pflegt Panik auszubrecheu unb das Rettungs- Gärtnerei v. Münchow. Wie im Monat Juni so erstrahlen ^>ie Königinnen der Blumen in allen Farben. Das schöne Wetter der letzten Wochen hat cs ferner mit sich gebracht, daß die Hiinbeerstöcke und Erdbeerpflanzen voller duftender Früchte hängen. Kreis Alsfeld. 1. Romrod, 16. Okt. Eine Wildkatze wurde von dem Großh. Förster Frank auS Heimartshausen in feinem Revier erlegt. DaS Raubtier ist ein männliches Exemplar und hat eine Länge von 96 Zentimetern- Kreis Lauterbach. = Stockhausen, 16. £ft. Am Sonntag sand die Neu- Einweihung unseres Gotteshauses statt, nachdem seit Juli an der Erneuerung des Innern emsig gearbeitet worden war. Unter der sachverständigen Leitung des Freiherrl Riedeselschen Baumeisters Reuter in Lauterbach wurden die Arbeiten durch Lauterbacher und hiesige Meister mit Geschick ausgeführt. Wäh- rend früher die Decke mit Malereien versehen war, bietet sie sich jetzt dem Beschauer in reinem Weitz dar: die Wände erhielten dieselbe Farbe. Alles Holzwerk wurde mit einem abgetönten Grün von verschiedenen Schattierungen gestrichen. Die neue Heizungsanlage schreitet ihrer Vollendung rasch entgegen. Eine ^anz 6c sondere Zierde unserer Kirche ist die neue Orgel, ein Werk des Orgelbauers Nicolaus in Lich. Sie ist mit allen Neuerungen und Fortschritten der Orgelbautechnik ausgestattet und besitzt 24 klingende Register. Kreis Friedberg. (L) Bad-Nauheim, 17. Okt. In der Fürstenstraße brach heute mittag in einem ausgedehnten Geschäftshause ein Kellerbrand aus. Die Feuerwehr löschte den Brand. Der Schaden soll beträchtlich sein. 1 Steinfurth, 16. Okt. Während man im vergangenen Jahre um diese Zeit nicht mehr an die Rosen ernte dachte, ist sie jetzt noch im rollen Gange und hat so unserer Gemeinde eine schöne Einnahmeauelle länger als sonst osfengebalten. Der tägliche Versand, der hauptsächlich nach München, Saarbrücken, zumeist aber nach Berlin geht, hat jetzt erst fernen Höhepunkt erreicht. So wurden gestern auf dem Bad-Nauheimer Bahnhose durch die Post 130 Pakete einqeladen: das bedeutet einen täglichen Erlös von etwa 1000 Mark. Hessen-Nassau. X Hanau, 16. Okt. Der am 8. d. M. unter Mitnahme eines seinem Panter gehörenden Betrages von 800 Mark von hier verschwundene 17jährige Schreiberlehrling Melzer ist in Hannover ausgegrifsen und in Schutzhast genommen worden. Das Geld hatte er in Hannover in Animierkneipen durchgebracht und von dem Rest sich einen Revolver gekauft, mit dem er sich erschiessen wollte. Derefnsnad)ri(f)ttit. ** De r Mießencr Eisvcrein hielt am Mittwoch abend im Kaiserhvs seine satzungsgemäße Hauptversammlung ab. Nach dem Jahresbericht hatte der letzte Winter 11 Lauftage und 7 Laus- abende auszuweisen. Die Zahl der Mitglieder beträgt rund 800, so das; auch der Kassenbericht ein zufriedenstellendes Ergebnis hat. Der beabsichtigte Bau eines eigenen Vereinshauses wird auf einige Wochen zurückgestellt, da gegenwärtig Verhandlungen wegen der Anlage eines großen Sportplatzes schweben. Bei der Borstandswahl wurden wiedergewählt: die Herren Amtsgerichtsrat Hirsch 11. Vorsitzender«, Landgerichtsrat Wiener (2. Vorsitzender«, Herrn. Schmidt (Schriftführer), Karl Gern mecker «Rechner, Oberbürgermeister Mecum, Landgerichtsrat Schutt, Stadtbammeister Braubach, Direktor S t o l t e, Direktor S t e- ding, Major Großmann, Redakteur Neurath, Professor Graßmann, Reallebrei Jann: ueuaewählt wurde Bankvirek- tor Dietz. Der Schriftführer berichtet über einen im Auftrag des Vereins unternommene Reise nach Troppau, das eine mustergültige Eisbahn hat, und machte an Hand seiner dabei gewonnenen Erfahrungen eine Anzahl von Verbesserungsvorschlägen, vorwiegend technischer Natur, die z. T. angenommen wurden. Von besonderer Bedeutung war die Loslösung vom Frankftirter Eisklub und der Beschluß, dem Deutschen Eislaufverband als selbständiges Mitglied beizntreien. Beschlossen wurde ferner, im nächsten Winter einen Eislauslehrer hier herzu holen, um den Eissport namentlich unter der Jugend mehr zu belebet!. Der Preis der Beikarten soll in Zukunft durchweg 50 Psg. betragen. Eine Reihe weiterer Verhandlungen betraf interne Vereinsangelegenheiten. Landwirtschaft. — 3 n v O b ft b a u m v f ( e q c. Tic in vielen Gegenden in diesem Jahre ungünstige Aevfclernte ift in erster Linie dem starken Austreten des Krosfivanuers mit znzuschreiben Um so notwendiger ist es, 'ür das Anbringen der zur Vertilgung des Schädlings erforderlichen Klebringe zu sorgen, die dann im Januar wieder abgenommen und verbrannt iverden. L. Friedberg, 16. Okt. Die Ernte in unserer südlichen Wetteran ist soweit beendet nnd tut allgemeinen gut ansgeiallen. Heu und 6h-mnmet kamen reichlich und trocken nach Lause, ebenso sind die Landwirte mit den Futterkräntem zufrieden. Die Ernte StandesaintsnachricbteN: Gießen. Aufgebote: Okt. 11. Martin Anreas Friedrich Bei lecke, Oberkellner in Gießen, mit Augmte Greitmann in Blum berg. — 13. Johann Martin Major, Steinschläger, mit Elisabetl- Schmidt, beide in Dietesheim, Kreis Offenbach. - Johann Georg Schilling, Bäckermeister in Gießen, mit Felicitas Margareta Hofs mann in Buchbrunn. - Wilhelm Martin Diehl, technischer Bureau-Diätar in Fulda, mit Sophie .Karoline Kreiling in Gießen — Heinrich Schmidt, Maurer, mit Emma Ernestine Schein, beibe in Gießen. 14. Heinrich Jakob Ley, Werkmeister in Gießen, mit Anna Katharine Metzler in Gelnhausen. 15. Wil Helm Wallbvtt, Sergeant in Gießen, mit Marie Mathilde Karo line Zev in Utphe. Eheschließungen: Okt. 11. Heinrich Port, Bergwerks Beamter in Niederbiel, mit Anna Weidmann in Gießen. Friedrich Wilhelm Mieter, Schuhmacher, mit Louife Lenz, beide in Gießen. Wilhelm Friedrich Henrich, Sergeant in Siegen (Westfalen), mit Anna Elisabetbe Lietz in Gießen. Ferdinand Meister, Handlungsgehilfe in Basel (Schweiz), mit Anna Luise Karoline Holland in Gießen. Marl Pemvser, Eisenbahn-Hilss schassner, mit Marie Ernestine Wagner, beide in Gießen. — Karl Georg August Joseph, Forstassessor in Tauberbischofsheim, mit Elisabeth Johanna Auguste Möller in Marburg. Mar! August Erich Lischka, Kaufmann in Offenbach a. M., mit Helene Karoline Therese Kammer in Gießen. - Karl Rinker, Schneider, mit Elisabethe Muhl, beide in Gießen. 15. Gottsried Dörr, Ratsdiener, mit Karoline Rühl, beide in Gießen. — Friedrich Fer dinand Otto Thieme, Eisenbahngehilse, mit Margareta Dietz, beide in Gießen Geborene: Okt. 5. Dem stadt Arbeiter Johannes Dinges ein Sohn, Willi. — 6. Dem Taglöhner Heinrich Konrad ein Sohn, Albert. 8. Dem Bahnaibeiter Albert Wilhelm Langer ein Sohn, Paul Ludwig. Dem Geschäftsreisenden Friedrich Gottlieb Mar Lehmann Zwillinge Sohn und Tochter Dem Eisenbahngehilfen Ludwig Runzheimer ein Sohn. Erich Karl Dem Fuhrmann Jakob Rahn eine Tochter, Anna Marie. — 14. Dem Taglöhner Heinrich Joseph Weil eine Tochter, Therese. Sterbefälle: Okt. 9. Gottfried Mankel, Tabakspinner, 16 Jahre alt, Kornblumengassc 6. — 10. Wilhelmine Ruthsatz. qeb. Wols, 76 Jahre alt, Schillerstraße 14. — 13. Ottilie Neuling, 1 Jahr alt, Brandgafse 7. — 15, Adolf Lhncker, Rentner, 70 Jahre alt, Sonnenstraßc 10. — Johann Karl Kühl, Schuh- des Getreides ist als gut zu bezeichnen; die Kartoffeln sind sehr gut geraten. Auch mit den Gemüsen sind die Landwirte zufrieden. Tic Obsternte war zum Teil mittelmäßig, zum Teil gering. Freilaa. den 24. Oktober, abends 6’ , Uhr: Bereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas.renieinde im Lukassaale, sowie der Johannesgemeinde im Johannessaale. Universitäts-Nachrichten. — Dr. med. Martin Kirschner, Privatdozent und Oberarzt der chirurgischen Klinik der Universität Königsberg i. Pr., ist zum Titular-Proiessor ernannt worben. — Der Privatdozent für neutestainentliche Theologie und Revetent in der Erlanger theologischen Fakultät Lic. theol Johannes 8 c h m ist als Aachsolger von Pros. Johann Herrmann zum Jn- ivektor des Gras v. Sedlnitzkyfchen Johanneums in Breslau berilfen worden. — Lic. Dr Heinrich Hermelink, Privatdozent für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Universität Leivzig, zugleich P'arrer in Thekla bei Leivzig, hat den Ruf als außerordentlicher Professor nach Kiel als Nachfolger von Profeffor Eichhorn angenommen und wird Ostern 1914 sein neues Lehramt übernehmen. Vermischtes. • Königin Mary an der Spitze der Gesellschaft. Von gut unterrichteter Seite wird berichtet, daß die Königin von England von jetzt an ihren Platz als tonangebende Spitze der 63e- sellschaft einnehmen wird. Die Reserve ihres Wesens, die seit An- iaiig ihrer Thronbesteigung bemerkbar war und die ihrer sehr zurückgezogenen Erziehung beigemeffen wird, hat sich nach und nach in jene Art freundlicher Herablassung verwandelt, die bet einer führenden Persönlichkeit io sehr am Platze ist. Zudem tritt die Prinzessin Mary bald in die Gesellschaft ein unc> Buckingham Palast wird innen und außen neu hergerichtet. Denn auch die junge Prinzeß ivill ihre Freundinnen und Freunde in ben „th6s dansants“ um sich versammeln, die eben so sehr an der Tagesordnung sind. Deshalb ist der große Salon in weiß und gold hergerichtet mit rosenfarbenen Draverien. Nach dem „Tee* wird der Boden von seinen Teppichen befreit — und das ist jetzt eine leichte Sache, seit selbst tn England die großen Bodenbeläge dem Parkett und kleinen Decken Platz gemacht haben — und man tanzt, bis es Zeit zum Abendesien ist. Markte. fe. Frankfurt a. M., 17. Okt. Heu- und St roh markt. Angesahren waren 5 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,00—3,20 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschäft flott. Spielplan des Eichener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 19. Oktober, abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: Prolog, gesprochen von Kitty Sonntag-Blume Hierauf: „Tie Hermannsschlacht." Ein Drama in 5 Akten von Heinrich v. Kleist. Ende 107, Uhr. Dienstag, den 21. Oktober, abends 8 Uhr (4. Dienstag - Abonnements - Vorstellung»: „Kater Lainve." Ende 107, Uhr. Mittwoch, den 22. Oktober, abends 7 Uhr (1. Mittwoch-Abonnements-Vorstellung): „Das Buch einer Frau." Ende Uhr. Freitag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr (4. Freitag-Abonnements-Vorstellung): „Majolika." Ende gegen 10 Uhr. Samstag, ben 25. Oktober, nachmittags 37, Uhr, bei Vollsoreisen : Schüler-Vorstellung: „Tie Hermannsschlacht" Ende 6'/. Uhr. Sonntag, ben 26. Oktober, nachmittags 3l/? Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle bes hiesigen Infanterie - Regiments): „Püppchen." Enbe nach 6 Uhr. Adenbs 7*|, Uhr, bei kleinen Preisen: „Sündenböcke." Ende 9X Uhr. — Voranzeige. Montag, den 27. Cftobev, abends 8 Uhr: Gin- maliaes Gastsviel des 65ro6en Oberbayerischen Bauerntheaters, Direktion Michael Dengg: »Der G'wissenswurm." Bauernkomöbie mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. ©o hu tag, den 19. Oktober, 22. n a ch Trinitatis. Hundertjährige Gedächtnisfeier an die Befreiung unseres Vaterlandes Gottesdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 9J4 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11. Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer S ch iv a b e. Der Abendgottesdienst fällt aus. Montag, ben 20. Oktober, abends 8 Uhr, im Matthäussaale: Versammlung ber konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus- gemeinbe, wozu auch die Neukonfirmierten eingeladen werben. Donnerstag, ben 23. Oktober, abends 8 Uhr, im Markussaale: Bidelstunbe. Pfarrer Schwade. 3n der Iohanneskirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Ausfelb. Vormittags 11 Uhr: Kinberkirche für die Johannesgemeinbe. Pfarrer Ausfeld. Der f?lbenbgotte§bienft fällt auS. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johcmncsfaal. Mittivocb, den 22. Oktober, abends 8 Uhr : B i b e l st u n d e im Johannessaale. Pfarrer 91 nSfelb. mnd)crmcifter, 60 Jahre alt, Wolfstraße 16. — 16. August Johann Karl Kramer, Steuerbote, 38 Jahre alt, Steinstraße 84. viidingen. Aufgebote: Oktober 14. Wilhelm Rohrmann, Vizewachl- meister in Darmstadt, mit Wilhelmine Karoline Wittekind in Büdingen. — 15. Karl Wilhelm Knaf, Maschinist in Büdingen, mit Rosina Marie Krätzner in Gelnhausen. Eheschließungen: Oktober 11. Heinrich Wilhelm Schae icr II., Landwirt in Altenstadt, mit Karoline Johanna Katharine Hölzinger in Büdingen. Geborene: Oktober 8. Dem Küfer Wilhelm Steinmark eine Tochter, Marie. \ Sterbefälle: Oktober 8. Marie Steinmark, 1 Tag alt. 14. Marie Leo, geb. Thaler, 80 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: Oktober 9. Adam Friedrich Adolf Numrich, Bahnmeister in Friedberg, mit Gertrude Bertha Fischer in Hilders. — 10. Rudolf Friedrich Paul Heinrich Schultz, Bürstenmacher, mit Alma Margaretha Toberau, beide in Friedberg. Eheschließungen: Oktober 11. Wilhelm Pabst, Postbote in Mainz, mit .Wilhelmine Biedenkopf in Friedberg. — Johann Zeitler, Fahrbursche, mit Katharina Spahn, beide in Friedberg. Geborene: Cftober 7. Dem Maurer Ludwig Koburger in Bisses eine Tochter, Anna. — 9. Dem Brauer Johann Schwab eine Tochter, Mathilde. — Dem Bautechniker Karl Georg Sautier ein Sohn, Hans. Sterbefälle: Oktober 10. Philipp Kaspar Dauth, Bahnarbeiter in Marköbel, 31 Jahre alt. — 14. Karl Nicolaus Oscar Weckbecker^ Versicherungs-Inspektor in Bad-Nauheim, 66 Jahre alt. — 15. Otto Ferdinand Prinz, Kaufmann, 51 Jahre alt. Grohen-Linden. 'ilufgeböte: Oktober 10. Wilhelm Luh, Schmied, mit 'Uiarta Damm, beide in Großen-Linden. Granberg. Aufgebot e: Oktober ia Ernst Konrad Karl Stein, Bäcker in Grunberg. mit Pauline Therese Martha Bachmann - 11 Hcmrich Karl Weber, Schmied in Grünberg, mit Katharina Lckmumb in Undenheim. Sterbefälle: Oktober 12. Louise Janes, geb. Becker, 41 Jahre alt. Handarbeitsunterricht, veranstaltet von dem Frauenverein der £ufasgcmeinbe. Jeden Mittwoch um 2 Uhr im Lukcissaale. Der Unterricht wird allen Kindern, die sich dazu eiiifindeii, unentgeltlich erteilt. „Wartburg", christlicher Jünglings- und Männer verein. Dienstag, abends 8V, Uhr, Bibelstunde, Mittwoch, abends 8 Uhr. Turnstunde, Tonnerstag, abends 8 Uhr, UnterbaltimgSabeub, Sonntag, abends 8 Uhr, Vortragsabend. Tiezstraße 15. Die Versammlungen finden teils m dem Gemeindehaus, Kirchstraße 9, teils in dem neuen »Wait bin g-Heim", Diezstraße 15, statt; Gäste, besonders auch die Neukonfirmierten, sind jederzeit herzlich willkommen. vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr. Sichere Abteilung jeden. Samstag von 6—7 Uhr im JohanneSsaal. vibelkränzchen für Mädchen aus der Jshannergemeinde. Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im Iohanuessaal. Jeden Mittwoch von 4—6 Uhr Handarbeitsunterricht für die Kinder der Johannesgemeinde im Johannessaale. Evangelischer Gottesdienst. Kirchberg: Sonntaa, den 19. Oktober, vormittags 7,10 Uhr: Festgottesdicnst. (DaukeSkollekte.) Mainzlar: Sonntag, den 19. Oktober, nachmittaaS 1,2 Uhr. Dekan Gußmann. Uatholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 18. Oktober: Rachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 19. Oft., 23. Sonntag nach Pfingsten: , von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 6 Uhr: Ehrislenlehre; darauf Rosenkranz- Andacht mit Segen. Abends 8^ Uhr: StistungSsest deS Geselleuvereins. Montag, Dienstag, Aiiltwoch, Donnerstag, Freitag und SamS- tag, abends um 67, Uhr, ist Rosenkranz-Andacht mit Segen. viaspora Gottesdienst. Sonntag, den 19. Oktober: In Lich um 97, Uhr. Nein, gerade Scotts Emulsion soll es sein, antworte man auf die Versuche, einem eine „natürlich ebensogute" (!), jedoch billigere NachahmMg aufzureden. Auf die echte cotis Emulsion kann man sich verlassen, die Fischermarke ist seit 38 Jahrm bewährt, das Vertrauen, daS ihr entgegcngcbr-acht wird, rechtfertigt sich durch eine lange Reihe glänzender Erfolge in allm Teilen der Welt, beides Tatsachen, benen die bald kommenden, bald wieder verschwin- dendm Nachahmungm nichts mtgegenzusetzm haben. Man lasse sich durch die billigeren Angebote nicht täuschen, sondern bestehe auf der echten Scotts Emulsion. Ulein-Linden. Eheschließungen: Oltober 11. Heinrich Seipp, Kupferschmied in Leihgestern, mit Helene Volk in Klein-Linden. Sterbe fälle: Oktober 14. Marie George, geb. Pfeiffer, 45 Jahre alt. Lich. Aufgebote: Franz Wilhelm Maier, Schriftsetzer in Wür^ bürg, mit Anna Margarete Süßel in Lich. Eheschließungen: Hermann Melchior, Schmiedemeister in Lich, mit Luise Kaspar in Nonnenroth. — Friedrich Hirsch- mann, Gutsverwalter, mit Ida Schuchard, beide in Lich. - Karl Diehl, Bergmann in Hungen, mit Katharina Sann in Lich. — Ludwig Wolf, Landwirt, mit Anna Katharine Margarete Menges, beide in Lich. Geborene: Dem Sattler Robert Leopold Jensch ein Sohn, Ludwig Friedrich. — Dem Fruchtl-ändler Louis Stiefel eine Tochter, Bertha Ema. Dem Schreiner Karl Heß Trillinge, ein Sohu Heinrich, zwei Töchter Marie und Elisabeth. — Dem Briefträger Johannes MengeS eine Tochter, Theresia. Dem Landwirt Ludwig Wolf II. eine Tochter, Marie. — Dem Ma- schinenbefft Johannes Eise III. ein Sohn, Georg Christian Christoph. Sterbefälle: Friedrich Jung, 1 Monat 20 Tage alt. — Georg Heinrich Karl Schmidt, 3 Monate 23 Tage alt. — Reinhard Wenderoth, Eisenbahngehilse, 35 Jolne alt. — Abraham Isaak Ehefrau, 69 Jahre alt. — Heinrich Heß, 12 Tage alt. Spotten. Eheschließungen: Oktober 12. Marl Tahmen, Finanz- amtsschreibgehilic in Friedberg, mit Emilie Komp in Schotten. Sterbesä lle: Oktober 15. Witwe Katharine Faust, lag- löhnerin, 73 Jahre alt. Kuverts mit Firma billigt! vrühl'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange, Siehe»