Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten auf ein Verschiedene Redner verurteilten die Politik der Re- gierung in dem rumänisch-bulgarischen Streitfälle und erklärten, die Forderungen von Rumänien trügen geraden den Charakter der Erpressung, zumal sie ganz unbegründet Äbg. Straschiminow, Führer des Laudtoirte-Ver- bandes, erklärte, Saloniki sei ein Hafen für ganz ALuze- werden. Die Krone des Ganzen aber ist das Verlangen der Balkanbündler nach einer Regelung der Nationalitätenfrage in der Türkei, nach Vorräten der orthodoxen Kirchen und der staatsrechtlichen Stellung der ottomanischen Staatsbürger griechischer, bulgarischer und serbischer Nationalität. Der Kenner der Balkanverhältnisse weiß^ daß diese Forderungen nichts anderes bedeuten als die Verewigung des Bälkankonflittes, als das Recht zu dauernder Einmischung in die tiirkischen Angelegenheiten. Die deutsche Regierung hat in ihrem amtlichen Organ denn auch die Bedingungen der Balkanstaaten mit ziemlich entschiedenen Worten zürückgewiesen. Es wäre nur zu wünschen, daß. sie lauf der Londoner Botschafterkonferenz die Initiative zu einem Umschwüng gibt. Der bulgarische Ministerpräsident Geschow hat zwar in seinem Parlament ebenfalls kräftig seinen Standpunkt vertreten, aber einer von beiden wird doch seine Ankündigungen nicht erfüllen können: entweder Herr Geschow oder Herr v. Bcthmanw Hollwcg' eine der Statusquo-Blamage ähnliche Entwia- lung darf die „Nordd. Allg. Ztg." später nicht mehr zu entschuldigen versuchen. Die Botfchafterkonferen,». Loudon, 15. März. Wie das Reuterbureau meldet, befaßte sich die B o t s ch a s t e r v e r e i n i g u n g l>eute ausschließlich mit der Antwort der Verbündeten. Man verhehlt sich nicht, daß die Bedingungen der Verbündeten als üb er trieb en angesehen werden. In gewissen Kreisen stellt mar, ein Gefühl von Gereiztheit fest, dw von der Art herrührt, die ntmt auf „orien t alrsch e Wei s e fei l- s ch e n" nennt. Zum letzten Ende srnd jedoch die Botschafter nicht der Ansicht, daß die Anttvort jede Möglichkeit einer Vermittelung ausschließt. Daher werden die Machte auch beim nächsten ^Schritt der Verbündeten diesen gewisse Ratschläge geben, die, tote man hofft, da- Ergebnis haben werden, daß die Bedingungen der Verbündeten w dem Sinne modifiziert werden der nach der Meinung der Mächte für den Friedensschluß eine günstigere Grundlage bilden wird. Die Vereinigung hat sich bis auf den kommenden Mittwoch vertagt. Die überspannten Forderungen des ZManbundes. Ein einflußreiches englisches Blatt, die „Times", hat dieser Tage die Handlungsweise der Balkänvierbundler al- einen europäischen Skandal bezeichnet und sie beschuldigt, die europäischen Großmächte zu der Rolle von Laufjungen herabzuwürdigen. Die Antwort des Vierbundes aus den neuesten Vermittlungsversuch der Mächte hat in der -pat gezeigt, daß diesen die so unhöflich bezeichnete Rolle zitgemutet wird, und der Verlauf der letzten Sitzung der Londoner Botschafter-Konferenz hat erkennen lassen, daß die Großmächte diese Laufjungen-Politik — annehmen. Die Botschafterkonferenz hat zwar die anmaßenden Forderungen des Balkanvierbundes, welche in Wahrheit nicht ein Eingehen auf den Vermittlungsversuch der Mächte, sondern dessen Ablehnung bedeuten, als übertrieben bezeichnet, und es soll auch bei' den Delegierten eine starke Geretzt- heit über dieses orientalische Feilschen bestanden haben. Mer die Botschafter sind doch nicht der Ansicht, daß die Antwort der Balkanstaaten jede Möglichkeit einer Vermittlung ausschließt, und- man wird daher den Verbündeten gewisse Ratschläge geben, von denen man eine Modifizierung der Bedingungen erhofft. Was aber soll bei dieser Politik herauskommen, und wie lange soll die Geduld Europas noch von den vier Balkankläffern mißbraucht werden? Die von diesen geforderte Grenze Rodosto-Kap Maletra wurde ebenso wie die jetzt verlangte Auslieferung aller Aegätschen Inseln, also außer Lesbos und Chios auch der den Dardanellen vorgelagerten drei Inseln Sämothraki, Jmbros und Tenedos, nicht nur das Ende der europäischen Türkei bedeuten, sondern diese Forderungen widersprechen auch in schroffster Weise den Beschlüssen der Großmächte, die sich mit Entschiedenheit gegen die Ueberlassung eines großen Teils der Marmaraküste an die Bulgaren'ausgesprochen und sich die Entscheidung über das Schicksal der Aegätschen Inseln Vorbehalten haben. Nicht minder unsinnig ist das Verlangen einer, und womöglich gar einer hohen Krieg s- e n t s ch ä d i g u n g. Denn da die Mächte ein starkes Interesse daran haben, wenigstens eine Konsolidierung der astatischen Türkei zu ermöglichen, muß der Gedanke, das aus- gepoverte und ausgesogene Land noch mit einer Milliardenlast zu beschweren, mit aller Entschiedenheit zürückgewiesen Eine deutsche amtliche Erklärung. Tie Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wockenrundschau: „D e Forderungen des Balkanbundes sind teilweise recht weitgehend und greifen außerdem in mehr als einem Punkt auf Fragen über, die nnt den^ europäischen Interessen verknüpft sind und die deshalb nicht ° h n ° W itroir k u >, e. E u r op a s gelt» »oben tarnen. W,r nennen beispielsweise die Enticherdung über die Zukunft Sku- taris und die Aeaäischen Inseln und das Verlangen. nach einer Kri eas entschädig ung. Unter diesen Umstanden und du Vorschläge der Verbündeten einer eingehenden Nachprüsung durch die Mächte zu unterziehen. Damit wird leider dem allgemein gehegten Friedenswunsch eine neue Geduld probe austrlegt. Wu halten indessen an der Hoffnung fest, da» die schwierige Arbeit der europäischen Vernrittlung trotz der noch entgegenstehen den Hindernisse glücklich durchgeführt werden kann. Seck der EinnalMe Janinas macht Montenegro erhöhte Anstrengungen, um S k u t a r i in seine Gewalt zu bringen. Man muß e? beklagen, daß in diesen Kämpfeii das Leben so vieler tapferer '..canner geopfert wird, ohne daß daraus für MIontencgro ein Vorteil erwächst. Nach dem einmütigen Willen Europas >oll Skutari, welches auch sein Schicksal in diesem Nr. 64 Erstes Blatt 163. Jahrgang Montag, 14.^ Mr; 1Ys3 Der Slehener Anzeiger (gb • monatlick7öVüviertetz erscheint täglich, außer JKSk«7 V «IV M _ ▲ a A jährlich Alk. 2.20; durch Sonntags. - Beilagen: A AA A AA MÄ A 'Wt Abhole' u. Zweigstellen viermal woche.Nliw WW jwWf W W A bT ffl W monatlich 65 tzs.; durch Siehe,lerFam.l,mb atter, M B MM M MM W W i W BS WW W W JT BFk H S «kV W diePost Mk.2.-viertel-. ' t'.Vl;««rnxUOvC,-t^,£iS: iill ™ ULr W W ÄF 8 H W W WM» Bf H jährl. ausschl. Bestelle;, bwtt flirden Ureis Eiehen MW W M M UM W Eä ffl W H A M » W WB UM» öL H Zeile,wreis: lokal 15Pf., (Dienstag uud oreuag): MM W gl »L W W W BSL »Uv M W Äkf auswärts 20 Pienniq. . Land- » W W W ^BF M M ^®F ^JF W V W ^F ™ Chefredakteurs Goetz. wirtschaftliche Zeitfragen V Eg M ™ AW Verantwortlich für den i Fernjprech'-Anschlüsse: politischen Teil: August HZW General-Anzeiger für Gberhefsen . WW- Annahme von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redattion, Expedition und vruaerel: vMifiraye t. E.Heß; für den »"Ä“ Büdingen: zernsprecher Hr. 269 S-schäsisfi-lle B-hnhosstratze ,6a. WiwnteU: H. ag Feldzug sein utag, mit dem künftigen Albani en I Eine Rede Ser bulgarischen Ministerpräsidenten, vereinigt werden. Man möchte glauben, die Klugheit König Sofia 15 MärL. Auf der Tagesordnung der gestti- Nikolaus werde seinem Volke neue schwere Opfer ersparen, die Sobranje-Sitzunq standen Anfragen betr. die bulgarisch- S M’ ’Ä Ä" Ä tt'Ä ÄÄ ^a^me^rctc.^bncr ihre Wen bj. die Botschafter in Petersburg ihre Arbeit in deniselben versöhn gründet hatten, ergriff der Mtntsterprastdent uno lichen Geiste beginnen uitd durchführen werden, wie ine Botschafter Minister des Aeußern, Geschow, das Wort, um aus otc Zu den Acußerungen des englischen ^^rmlNisterS tiertcizu^ächst gegen die unHarlawentarische Sprache Asquith im Unter hause über die Bemühungen der Machte! §o^off änd nklärte sodann, daß mit der Türkei zur Lösung der Orientkriie bemerkt die „Norddeutsche Allg^Ztg. Verhandlungen nicht gepflogen werden, xax Minister Wenn Asquith hierbei besonderen NachdruFE dte Stellung ücrla5 bic Don ben Verbündeten in Beairtwortung des Vermttt- lcgtc, daß das einmütige ^uwmmena^etten ^cutschland^ beT Mächte überreichte identische Note der Befund Großbritanniens bei der Behandlung der wngstenI ning^ngeom^ füqt/I)in,lt/ die Vermittlung der Mächte, d„ Orientkrisis gegenseitiges Vertraue,i.zwischenden. ^cn grotzei n]|. ?(rtifc[ 6 bcr Hager Konvention beruhe, sei nicht bürdend. Nationen hervorrief, so wird man sich bet uns dieser Lrtlarung ben bulgarisch-rumänischen Streitfall betreffe, gern anschließen. . f0 sei an die Stelle der Verhandlungen die von beiden Ländern Dre türklsche 4-reüe. angenommene Vermittelung getreten. Konstantinopel, 16. Marz. Die gesamte tstmtsch Der Minister gab eine Geschichte dieses Streitfalles und Presse nimmt die Friedensbedingungen der Balkanstaaten I^gte: Nach dem Siege der bulgarischen Llrmec erhielten wir mit Entrüstung auf. Der „Tanin" sagt: Kenntnis davon, daß Rumänien eine Grenz-Regulierung ver- Es wäre besser, die Annexion der ganzen Türkei zu verlangen. |angc Wir entsaiidten den Kämäner-Prästdenten Dr. Selbst iveiin die gesamte Armee vor Tschadalischa und Balair I l[m, lt)tj-erm Nachbarn die Versicherung zu geben, daß kem Mensch vernichtet, die letzte Patrone verschossen und der letzte OentrmeiBulgarien je daran gedacht habe, ihn anzugreifen. ö. Ia- ansgegebcn wäre, würde die Türkei niemals > o t <17 c 1 niiar erhielten wir von unserem^ Gesandten in Bukarest eure Bedingungen annehwcn. Das Friedenskapitci müsse eno- ^pestoe. worauf wir Dr. Danew, ausgestattet mit den notwendigen lich geschlossen sverden, und man müsse den Frühling benutzen, I ^^str^xttonen, nach London entsandten. Die Antwort Rumänien, um mit allen nationalen Kräften bis zum Dode zu tampfen. I gjng un§ am 25. Januar zu, und am 27. Januar trat eine Cr- Wie die Blätter melden, befaßte sich der gestrige hierzu ein. Der Minister gab den weientlrck>en Inhalt nisterrat auch mit den Friedensbedingnngen der Verbun- Londoner Protokolls vom'29. Terember bekannt, in welchem deten und übEittelte den türkischen Vertretern im Aus- Bulgarien erklärte, es werde den Kutzowallack>en ,n den z-u- S KST künftigen bulgarischen Gebieten^Schul- und K-rchen-Autonomre Die Pforte erhielt noch keine offizielle Mitteilung von gewähren, wobei Rumänien das Recht erhalten ,olle, leneunterder den to^beten. «HÄtW» leitenden türkischen als auch die diplomatischen Kreise halten! Sili stria zn schleifen. Diese Maßnahme gab Ru- die Bedingungen für unannehmbar und eine Vermittelung mänicn, baÄ Recht behielt, seine Südgrcnze zn befesttgen, du ‘ dieser Grundlage für unmöglich. gewünschte absolute Sicherheit. Bulgarien gab seine Zustimmung Eholerafälle in Konstantinopel. zu einer Grenzregulierung unter Abtretung eines Grenz- Die innere Krists. I der kriegerischen Operationen, noch in den rrriedensvertzandlunffm. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 16. März. Eine Osfiziersgruppe in London, noch bei dem letzten Meinungsaustmlsch über die bem IX Awelch! und der Regierungswechsel nichts geuützt sondern die Wi^ M das^Bun nw ^ewovfa^ ^merefsei/ver'pflichtet." Wü können derausnahme der Kampfe zur Folge gehabt hatten, um an öeni aufrichtigen Wunsche der Verbündeten, das Histo- derenttoillen der Pforte schlimmere Friedensbedingungen ber qxllianz aufrecht zu erhalten, genügen lassen, und auferlegt werden solleti, zum letztenmal ausgesordert tl)tale Zwistigkeiten gewisser subalterner Or- toird, s i ch z u rückzu zi e h en und das Schicksal des Lan- nnnc, die mehr Eifer als Takt besitzen, werden sich ans dieser des einer vertrauenswürdigeren Regierung zu überlassen. I Grmrdlage regeln lassen. . .. Das an den Großwesir gerichtete Memorandum ist von Hinsichtlich der Beendigung des Krieges, ,agtc der Minister- etwa 3000 Offizieren unterzeichnet worden. Unter den Mit- Präsident, müsse er kategorisch erklären, daß, ,0 ,ehr Bulgarien müchtigten fungierte. Wiederaufnahme durch die Weigerung der neuen jungturkischen Bei Tschataldfcha ein neues Gefecht ? I Regierung trotz der einmütigen Ratschläge der Großmächte und Konstantinopel 16. März. Wie U er! mit et, be- hes nicht minder einmütigen Entschlusses des von Kiamil Pcftcha gann an der Tfchataldschalinie nach elriem An griN der ^bcru^ K?echttgkeitÄühl^fordc^ Lß "den^Verbündeten statt, wobei die Bulgaren zurück geschlagen wurden. Gestern baß wir nach Wiederaufnahme der Feindseligkeiten keine wurde gegen Adria nopel ein leichtes B 0 m b a r d e -1 ^^.^^^.^uswerten Ergebnisse zu erzielen vermöchwn. Tic vcr- ment unterhalteii. . hinderte, seit langen! vorbereitete Landung der Türken, die ^er- Konstantinopel, 16. März. (Amtlicher Kriegs- störung eines türkischen PanzerlcknNes in Abwefenhett aller Kriegs- berickt ) Eine feindliche Truppenabteilung, die schiffe, die denkwürdige. Niederlage bei B u l a i r, wo die Türken S in del Mchtung «us hM BeyN nahe non ®er- nad> ifirern eigenen »änbnio m* alo 14 00,0 Sote nnb kossee vorzurücken, rourte infolge lebhaften ArtilleriefsMs hmter^denen"er°1ich versteckt hält, hervvrzuwagen. $um»«8tra?17. MSrz. Der Esch- Angriss t F Ü5TÄ auf die Nordwestfront der Ts ch a tal d s ch a-Li iw e wird wisrige, all das sind Tatsachen, die im Zusammenhang mit der energisch fortgesetzt. Die t ü r ki s ch e F l o t t e b e s ch i e ßt! glänzenden Einnahme von Janina seitens der uns verbün- p o m M a r m a r a m e e r a u s die b n l g a r i s ch e S t e l -1 steten Griechen unwiderleglich beweisen, daß unter Gegner nicht lang bei Silinri Ä Ä, V Alexanbria, ». iilrkische Kreuzer « midije" ist hier erngekroffen. . qewicsen hat. Sache der Großmächte ist es, sich nunmehr oarübcr Rom, 17. März. Nach einer Meldung des „Cormere a^zusprechen was den Verbündeten nach den neuen schweren d'Italia" aus Korfu s ch o ß d er tü r ki s ch e Kreuzer ohscrn, bic fie nicht durch ihre Sckmld erlitten, gegeben »oerden Hamid ije" am Freitag auf die vier veralteten wu, und wir hoffen, daß ihr Richtspruch derart ,em -wich, arieckisch en Torpedoboote, die die albanische Küste daß dessen Annahme sich durch seine Weisheit und Gerecht^- blockieren als sie ihn ver-folgten. Das Boot „Akelos" mußte kcit beiden Teilm aufzwingen wird. Aus den rumänisch- (ÄÄ in W anlegen, 'S Die letzte« Karnpsc. qen aufwenden, um die vermiltelnden Mächte über diese Frage Sofia, 16. Marz. Wie die Agenee Bulgare meldet, stusznklären und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, eine haben am 12. Mürz zwei bulgarische Rekognoszierungs- Formet zu finden, welche nicht nur den gegenwärtigen Streit- kolonnen die in der Richtung auf Akalan ausgeschickt fall regelt, sondern auch keinen Keim zu kunsttgen Mißhellig- worden waren, qeoen den Feind einen Ber sich unter anderen Rechtsanwalt Raab und Lehrer H. Müller beteiligten. ** VomGroßh. H o f c. Am Sonntag sand in Türm- stadt eine Abendgesellschaft statt, zu welcher 80 Einladungen ergangen waren Außer den Fürstlichkeiten, Prinz und Prinzessin Karl Friedrich von Hessen, Fürst zu SolmS- Lich, Fürst zu Stolberg-Wernigerode, die Fürstin-Mutter zu Erbach-Schönberg, Prinz und Prinzessin Leopold zu Isenburg-Birstein und Prinz und Prinzessin Victor zu Erbach-Schönberg, waren u. a. erschienen: Geheimerat Dr. Strecker und Frau aus Mainz, Geh. Kommerziettrat Gail und Frau aus Gießen, Herr R. von Passavant mit Frau, Konsul von Passavant, "Herr Max von Grunclius und Frau, Boron und Baronin Schey aus Frankfurt, Fran Lanz, Dr. Karl Lanz und Frau aus Manicheim, Landrat von Marx aus Homburg. Um 10 Uhr wurde im Kaisersaal das Abend- essett genommen, nachdem vorher im Weißen Saal musiziert worden war; hierbei kamen Darbietungen der Harfen- Virtuosin Frau .Professor Vicky-Daum aus Wien, sowie des Sängers Mr. Pitt Ehathant zum Vortrag. ** Kreisausschuß des Kreises Gießen. In der öffentlichen Kreisausschußsitzung am Samstag wurde über fol gende Punkte verhandelt: 1. Klage der Mühlcnbesitzer Bern iiard S t e 1 l >v a g Neumühle, Heinrich Krauß Utphermühle, Georg S ch u d t Grund Schwalheim, Heinrich Hermann König Echzell gegen die Provinz Obcrbch'cn wegen Entschädigung; 2. Klage des Mühlenbefitzers Louis Bopp-Reichelsheim i. d. W. gegen Oberhessen wegen Entschädigung: 3. Beschwerde der Johannes Haas Witwe zu Hungen gegen den Ortsarmenoerband Hungen wegen verweigerter Armenunterstützung. — Zu den Punkten 1 und 2 führte Regierungsral Gebhardt imb zu Punkt 3 Regierungsrat Weicker den Vorsitz. — lieber die Punkte 1 und 2 ist bereits in der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses vom 1. Mär; verhandelt worden. Heute wurde nur die Entscheidung verkündet. Dieselbe geht dahin, das; zu Punkt 1 Beweis erhoben iverden soll über bic fheitige Tatsache, ob den Klägern das für ihren wirtschaftlichen Bedarf erforderliche Wasser durch die Inheidener Wasserwerks anlage Oberhessens teilweise entzogen wird und die Kläger hierdurch erheblich geschädigt werden durch Vernehmung oer Sachverständigen Sladtbauinspektor Sprengel zu Offenbach und Mühlen besitzer Brauer zu Oberosteiden, und zu Punkt 2, daß bu- Klage als unzulässig abzuweisen sei unter Verurteilung des Klagers in die Kosten des Verfahrens. lieber Punkt 3 wurde nach stattgebabter Anhörung der Parteien dahin entschieden, daß die Beschwerde als unbegrüitdet zu verwersen unter Auferlegung der Kosten des Verfahrens auf die Beschwerde;üdrerin. ** Tagung des hesfiscken Sparkassenverban - d e s. Unter dem Vorsitz des Geheimrats M i ck e 1 - Grünberg hielt am Samstag der Hess:säte Sparkassenverband in Frankfurt eure auKerorbenllitte Hauptversammlung ab, zu der u. a. die Landtagsabg. Reh Msfeld, Stöpler-Lauterbach, Fvritbeamler Tr. Weber en cf'en m ivaren. In der Hauptsache beschäftigte sich die Hauvtverwmmlnng mit der Frage der Liauidation der v a r k a > i e n und mit der kür^rch bei bat Landtagsverhand lungen angeregten Frage über den Ankauf hessischer Staat sp.rpiere durck die Sparkassen zum Zwecke der Hebung der Kurse der StaatZ- (Kuriere. Weiter beschäftigte sich die Tagung mit dem Reservefonds ber Sparkaücn, der auf den Grundsätzen des kürzlick verabschiedeten diesbezüglichen preußischen Gesetzentwuris, wonach je nach der Gröhe der Sparkasse der Reservesonds 15 bis 25 Prvrent betragen muß Es steht wohl außer Zweifel, daß die Sparkassen tnbetug auf den Reservesonds nickt überall diesen gesetzlichen Be- ftimmtuigtii entsprechen. Von verschiedenen Vertretern würbe anerkannt, daß viele Sparkassen nickt in genügender Höhe Werl- i oaoiere besitzen Beschlossen wurde, die Höbe des Reservefonds ’ nach den preußischen Bestimmungen zu normieren. Durch diesen Bnäüuß imrb die Frage der Hvvothekenbeleihung beschränkt: der Prozentsatz des Einkaufs von Wertpapieren soll auf einer noch näher ;u besttntmenden Bans für größere und kleinere Sparkassen begrenzt werden. Die nächste Haupttagung Tinbct in Worms statt •• Erledigt sind die Stellen je eines Bezirkskassc- Assistenten bet den Bezirkskassen Darmstadt unb Offenbach. ' Das BezirkSkommando wirb morgen von ber West-Anlage in daS HatiS Lanbgrafen-^'rvtz Nr. 6 verlegt. •• Stabttheater. Ta nu5 Abonnentenkreisen ber dringende Wunsch geäußert wurde, daß Gogols „Revisor* auch im DienStag-Abonnement gegeben werde, mußte die für ; den 18. Marz zu Hebbels 100. Geburtstag geplante Auf« ührung von „Maria Magdalena* auf später, und zwar nach Lage deS Repertoires auf Freitag, 28. Marz, verschoben werden. Die morgige Aufführung des „Revisor* ist die letzte des Wertes. Gasmessermiete. Vom städtischen Gaswerk wird unsgeschricben: In Ihrer geschätzten Zeitung brachten sic vor einiger Zeit eine Notiz, wonach daS Amtsgericht Delmenhorst entschiedat habe, daß die Erhebung von Gasmcssermietc ungesetzlich sei. Diese Amtsgerichtsentscheidung datiert vom 24. Januar 1902. Vom Landgericht Oldenburg wurde am 15. April 1902 das amtsgerichtlick' Urteil aber ausgehoben unb die Beklagte zur Zahlung der Gasmessermiete und zur Tragung der Kvsteik ’ beider Instanzen verurteilt. Die Angelegenheit ist demnach seit I 11 Jahren als erledigt anzusehen. Landkreis Gietzen. — Ettingshausen, 14. März. Hier nnirbc ein Bulle mit 18 Zentner Gewicht versteigert. Er brachte der (Gemeinde einen Erlös von 900 Mark, währatd er vor 3 Jahren 475 Mark gekostet hatte Es wurde wieder ein Bulle in Butzbach für 595 Mark gekauft. Er muß aber zunehmen, warn er so schwer werben soll wie der alte. A Lich, 16. März. Verfloßene Woche fand die 2(uf nabmeprüfitng für daS Borseminar statt. 20 junge Leute fanden Ausnahme in die Hnterflaffe; die CberUaffe zählt nur 14 Schuler. Die Gesamtzahl der Schüler ivitb etwa 40 betragen. --- Grünberg, 14 März Dem Jahresbericht der Höheren Bürger- (Real-)Scktt le entnehmen wir Folgendes: Die Anstalt ist durch Entschließung des ReickvamtcS vom 30. Mar; 1912 miluärberechtigt mit Wirkung vorn Osterlerrniit 1912. Einschließlich des Leiters iiitb an ihr 7 ordentliche Lehrer unb vier* Hilsskräfle tätig. Die Schülerzahl betrug int abgelaufenen Schul jahr 134, darunter 99 Kltaben und 35 Mädchen. Der Hetmat nach sind 66 aus ltzrünberg selbst, die übrigen kommen mit den Bahnen aus dsr Umgegend Alle 8 Unter-Sekt,ndancr haben am 24. Februar unter dem Vorsitz des Geh. Oberschulrats Block die Mschlußprüsung bestandm und damit den Berechtigungssä)!,» zum einjährig-freiwilligen Dienst erlangt. Die feierliche Entlassung der Abiturienteir erfolgte aut Sonntag, 9. Mär», ;.r einer öffentlichen Feier in der Turnhalle Das neue Schustadt beginnt Montag, den 31. März, vormittags 9,30 Uhr. Kreis Alsfelv. ----- Alsfeld, 14. März. Der Jahresbericht ber Oberrealschule h'ir baS Schuljahr 1912—13 weist einen Schülerbestand von 280 Schülern nach. Davon waren 242 evangelisch, 8 römisch-katholisch unb 31 israelitisch; 162 toaren at,8 AlS- sclb, 97 anS anberen hessischen Orten unb 22 auß nichthessischen beutschen Orten. Die Reifeprüfung haben 10 mit die wissenschaftliche Befähigung ,311m einjährig - freiwilligen Dienst 20 Schüler erworben. An her Anstalt unterrichten einschließlich deS Direktors Dr. Pit; 17 Lehrer, barunter brei Religionslehrer. DaS neue Schuljahr beginnt am 1. April. OK. Alsfeld, 14. März. Morgen beginnen an den hiesigen S ck u l e 11 die Osterferien. Tie 3abf der Schüler betrug am Schluffe des Schuljahres 282 (1911 1912 281), am 15. Mai 1912 waren es 281 (int Vorjahr 290). Von den 10 Abiturienten, die die Prüfung beftanben, studieren 8. 20 Untersekundaner erhielten die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst. — Die Höhere Bürger-(Mädck;en Schule schließt ebenfalls morgen Tie Schüle rinnen unb die Unterrichtenden dieser Anstalt feierten heute mittag iin großen Saale des Hotels „Deutsches .Hans" Abschied. Die 1 Schule besteht am 21. April 10 Jahre. S. H 0 mber g a. d. Ohm, 14. März. Hettto mittag V?3 Ubt ertönten schon wieder Feuerru se in unserem Städtäten. Es brannte, wie am Montag, bei Metzgermeister Karl Hisserick in der Untersttaße. Tas 'Feuer entstand ztoischen Haus und ^ckeuer unb nahm sogleich einen großen Umfang an. Die frei- I willigx Feuerwehr war sofort zur Stelle: dank deren tatkrästigem Eingreifen korntte das Fcuet auf feinen Herd beschränkt werben. Bürgermeister Spanier benad-nditigtc fofort daS ÜtciSamt Alsfeld unb Kreisamtmcnm Dr. Süfierth war alsbald an der Brandstelle. H Homberg a. d Ohm, 16. März. Dem hessischen Dichter Ludwig Maar soll hier in seiner Vaterstadt ein Denkmal gesetzt werben. G§ sinb Verhanblungeu mit ber Stabt im Gange, um bern Denkstein einen würbigen Platz emzuräumen. H Ober- Osleiben, 16. März. Der seit Wochen vermißte Maurer Röhrig würbe gestern unter ber Ohmdrucke gefunben. Es ist sicher anzunehmen, baß ber Mann ba- malS bet ber Dunkelheit von bein Wege abkam unb in ber Ohm ertrunken ist. Kreis Lauterbach. r. Lauterbach, 15 März. LMibeSNwhmalgsinspektor Gretsckcl - Darmstadt In eit vor den Bürgermeistern unb Woh- nungsinspektoren des Kreises einen Vortrag über ine Ausgaben der Wohnungsinspektion. Er vesprack die Wichtigkeit der Wohnnngsauffichl auch mir dem Lande, gab hierfür praktische Winke und empfahl den Gemeinden, mehr als bisher tbt Augenmerk auf die Erstelstutg von Kleinwohnnngen und eigener Hauser für kleine Lerne zu richten Tie Landesversickerungsanstalt leib' unter (Garantie der Gemeinden 'Baugelder aus zu 4' Prozent etnsckließlick 1 Prozent Tilgun iSguotc, io daß nach etwa 38 Jahren bas Besitztum schuldenfrei ist. Im Kreise Lauterbach habe na ment lick die 5dritter Baugenossensckatt in otefem Sinne Nürsbergültiges geleistet Kreisral v. Bechtold emvitehlt angesichts der Schwie- rigkecten der Abstellung bet Mißständc im Wobimngsivesen die Be- " Nutzung der Vorteile der Lm,^ c-v-tslänrungsanstalt ebenfalls den VKrncinden und mit deren Mitteln die Schaffung billiger Klein- Wohnungen -r. AngerS ach, 15. März. Die Maul- und Klauenseuche ist amtlich für erloschen erklärt und baß Sperr- unb Beobachtunqßgebiet aufgehoben worben. O Wallenrob, 14. Mär;. Die Arbeiten an dem Bau unserer Wasserleitung sind beendet, daß gestern ixe Wosser- kitung in Bettück genommen werden tonnic. Ueberall ist man 1,ot* 'st die letzte r wurde ein BM Wie der Gemeinde wahren 475 Merk c m Lllpdach für wem er so schwer Woche sand die ar statt. 20 junge KJ die Oberklasse der Schuler wirb M e'MN Schulki' I en 242 evangeliicht | ,2 waren au§ W- I mb 22 auS nicht- ’ sbmcht der höhk- Nl wir Folgende-^ mtes vom 30. Mi rtemrin 1912. Gur me Lehrer und vin' abgelanscnen Schi! Xden. Irr heim entkommen mit te -Sekundaner fate Obm'chulrats M BneckligvngSM 2ie feierliche &■ nag, 9. Mär," j:' neue SM& 130 Uhr. Gießener Strafkammer. Gießen, 12. Marz. Jagdpolizeiübertretung. Der .Landwirt und Jagdpächtcr G. S. Dort Butzbach war vom Schöffengericht Butzbach mit 25 Mk. bestraft worden, weil er int Hum v. Z. wätzreud der Hegezcht seinen Hund zur Msrchung vereinsuachrichte». ** u e b e r Zweite Hypothek läßt der Verein der' Hau s- Besitzer heute Mv' .ag abend im „M e t r o p o l" durch •». Speckhardt - Darmstadt einen Vortrag halten, bei dem besonders auch zur Erörterung kommen ’ soll, nneweit es etwa nie Pflicht der Stadt ist, und ob cs in ihren Kräften liegt, den ntirmer mehr fühlbaren Mißständen int Hypothekenwesen, haupt- lachlich der viel bettagteit Not mit zweistelligen Hypotheken ab- -uhelfen, oder ob als der einzige Weg nur itod> die Selbsthilfe lir die Beteiligten bleibt und was hierbei anzustreben wäre. Im kuschln,' hieran wird aus dem letzten städtischen Verwaltungs- kencht Rechtsanwalt Raab das für den Haus- und Grund- kesitz-er Wissenswerte mitteilen. Auch ist der Vortragsabend zugleich als Besprechungsabend für die Mitglieder vorgesehen. 8ad,Än!3®‘ crtin Städtchen, v» , das ,jn,r «-r»°dt -^nblung'" nen <* * CH feitSB«*»’.* 1 "g ! Don deut Segen der Wässerleitung überzeugt. Die Anlage kostete »ngesähr 50 OOO Mk. Q Reuters, 14. März. Forstwart Brand hatte das Jagdglück, die erste Schnepfe int! Freiherr!. Riedeselscheu Revier Sassen zu schießen. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 16. März. Endlich wird c§ ernst mit dec Erbauung einer neuen Volksschule. Die Stadtverwaltung hat als erste Rate 100 000 Mk. in den Voranschlag für 1913 eingestellt. v. Bad-N anheim, 16. März. Große Aufregung verursachte in den letzten Tagen das Verfahren unserer Stadtverwaltung, bei Vergebung der städtischen Fuhrleistungen — Müllabfuhr, Fahren der Sprengwagen usw. — auf die Dauer von 5 Jahren. Laut Beschluß der Versammlung sollte die Vergebung an den Mindestforderndcn erfolgen. Eingelegt hatten die Firmen Friedrich Mölclcr und Konrad Meyer jr. Meyer war um einige Pfennige für die Stunde billiger wie Morler. Bei regelreääer Submission hätte Meyer — da beide Firmen gleich leistungsfähig sind — den Zuschlag erhalten müssen. Der hohe Rat aber hatte anders beschlosseu. Zunächst liest man Nachgebote beider Konkurrenten zu und beschloß dann in gc- leimer Sitzung, in der es sehr lebhaft hergegangen sein soll, tnrit 9 gegen 6 Stimmten dem Friedr. Morler die Fulyrleistun- $ctt zu übertragen. Das Verfahren erregte den Unwillen Meyers und dieser machte mit Hilfe der Presse die Oeffentlichkeit mobil. Es gab einen heftigen Zeitungskricg, der den Erfolg hatte, daß die „Fuhrlcistungcn" nochmals an die Stadtverordnetenversammlung kamen. Selbstverständlich stand der Punkt wieder in geheimer Sitzung zur Beratung. Aber cs kam anders. Bei Eröffnung der Sitzung stellte der Stadtv. Rosenthal den Antrag, die Fuhrleistungen in die öffentliche Sitzung zu verlegen. Der Antrag fand genügende Unterstützung und mm entwickelte sich ein Kampf der Meinungen, wie er in unserem Stadthaus noch nicht dagewesen ist. Schließlich siegte doch die Gerechtigkeit: der Beschluß zugunsten Mörlers wurde aufgehoben und Tic beiden Bewerber Meyer und Mörler sollen auf gefordert werden, noch einmal — es ist das drittemal — ihre Preise einzulegen. lieble Folgen hatte dieses Submissionsverfahren für alle Be- tclligten insofern, weil bei der öfsentlickwn Behandlung der Angelegenheit leider auch private Verhältnisse mit berührt wurden und die ganze Sache einen recht häßlichen Nachgeschmack Hinterkassen hat. Gespannt ist man allerdings in allen Kreisen, wer denn rcun als Sieger aus dem Streit hcrvorgehett wird. — Am Samstag wurde ein Veteran von 1866 und 1870/71, der int 50. Lebensjahre stehende Gärtnereibesitzcr Heinrich K l e e unter großer Beteiligung von hier und auswärts zu Grabe getragen. Der tragische Tod des Verstorbenen erregt allgemeines Mit- gcfüV- Klee wollte den in seinetn Garten befindlichen Brunnen won der Winterbelleidung säubern: dabei verlor er das lieber - gewicht, stürzte in den Summen und erlitt einen Bruch das Halswirbels. Starkenburg und Rheinhessen. w Darmstadt, 15. März. Seinen Verletzungen ecke gen ist gestern in Mannheim der Stationsleitec Val. Sauer aus Darmstadt, der am 12. d. M. von einem Per- svnenzug auf der Strecke Waldhof—Mannheim beim Elektrizitätswerk überfahren und schwer verletzt wurde. d. Mainz, 16. März. Am Sonntag morgen verließ der verheiratete 48jährige Gasarbeiter Jos. Nickenig die Gas- fabrik auf der Ingelheimer Straße mit einem Korb, um Frühstück crrrzukaufett. Nicketüg ging den Graben entlang, der sich an der Straßenbahnlinie herzieht. Der Straßenbahnwagen Nr. 46 firnt iuti) der Wagenführer gab fortgesetzt Signale. Nickenig, der etwas schwerhörig ist. Mag die Signale nicht gehört haben, er bog plötzlich nach rechts gegen das Geleise zu, wurde front Wagen erfaßt, umgerissen, und kam zwischen die Randsteine des Bürgersteigs und die Schutzvorrichtung des Wagens zu liegen. Mit brat' Kopfe kam er dann unter die Schutzvorrichtttng des Wagens, nrobei ihm der Kopf vollständig zerdrückt wurde und der Tod t ct sofort ein. Außerdem trug er am rechten Bein und am Linien ArM schwere Verletzungen davon. Kreis Wetzlar. b. Braunfels, 16. März. Der seit acht Tagen ver- rmßte Präparand Ußner wurde im nahen Gehölz mit einer Schußwunde tot aufgefuuden. Allgemein ist die Teil- riahme mit den schwer geprüften Eltern. Hessen-Nassau. " — RodheiM a. d. Bieber, 16. März. Das Müste- rungs geschäft für den B^irk Rodheim ist auf den 25. und 36. März int Bender scheu Saale festgelegt. Am Dienstagfür nie Militärpflichtigen aus Crumbach, Fellingshausen, Frankenbach, Hermaurfftein, Königsberg, Naunheim und Rodheim-Bieber »nd am Mittwoch für die aus Waldgirnres, nebst Verlosung. X. Hanau, 16. März. Das am 1. Oktober von Schöneberg hierher verlegte Eisenbahnregiment Nr. 2 wird ätt der gleichen Weise wie vor drei Jahren das Eisenbahn- «egiment Nr. 3 von der Stadtverwaltung empfangen werden. Die Mittel sind bewilligt. Die Kaserne wird von der Stadt gebaut, die diese dann an die Militärverwaltung vermietet. fc. Wiesbaden, 1'4. März'. In der heutigen Sitzung i Ser Stadtv erordneten genehmigten die Stadtverordneten -urss, en. Ms°Uds 'Nd '“'9'« »o« btt wird ite oot chkbt Delmenhorst 'ifmciiermiete im! itiert vom 24. Za- Avril M r"Jb die Beklagte Mng der Kosten ‘W Mt demnach seit ung haben 10 uni j Mdrig-sreiwillig-n Anstalt unterrichici: chrer, darunter drei , ginnt am 1. W < innen an den bieiigen tr Schüler betrug 1), am 15.'Ma-191- 10 Abiturienten, du »rsektmdanerecheM smit - 2ie bobtri L Die SM- ieieckenbAcE tm«'' Abl-Hied. A- '' "* d>° jur 9 ^plante Aus- ii LUnb noch- ii fE'.verschoben rcrmnst^^ gabel als en >old Anstalt le>° 'M" 38 3^ „«> * rf** ”"b WB Den Voraitschlag der außerordentlichen Verwaltung für das Rechnungsjahr 1913" mit 4 068 653 Mark. Tie Wassergeldfrage wurde durch Annahme folgenden Antrags gelöst: Das Wassergeld wird won 30 auf 25 Pfennig für den Kubikmeter herabgesetzt. Ter dadurch entstehende Ausfall fron 170 OOO Mark wird gedeckt dttrch Wiederherstellung der VApro^cntigen Umsatzsteuer, die 60 000 Mk. embringt. 60 000 Mark werden durch weitere Ablieferttngen des Wasserwerks aus seinen auß erordentlichen 1912. Ueberschüften heran- ciezogen und 50 000 Mark durch Entnahme aus dem Ausgleichs- $ ßlmds beschafft. Schließlich ersucht der Finanzaussckmß den Magi- frat, dec Stadtverordneten-VersaNtMlung möglichst bald eine Vorlage über Schaffung einer Wasseranschlußgebühren, durch die auch Ler Mieter herangezogen wird, zugehen zu lassen und die Vor- «rberten so zu beschleunigen, daß die Ordnung am 1. Juli in Kraft treten kann. Nach Annahme des Antrages wurde der Etat der ordentlichen Verwaltung mit 12 821400 Mark gtttgeheißen. Demnach sollen an Steuern erhoben werden: Eine Genteindecinkom- Aensteuer im Betrage fron 100 Prozetrt der Staatssteucr, eine ' bewerbe- und Betriebs steuer fron je 150 Prozent der staatlich 2eranlagten Gewerbe- tmd Betriebssteuer, 2 pro Mille des gemeinen Werts der Gebäude- und Grundstücke gleich 141,32 Proz. ter vom Staate veranlagten Grund- tmd Gebäudesteuer. Tie Turchschnittsbelastung der Realsteuertt beträgt hieritach 142,65"/o. der Jagd verwendet habe, hiergegen verfolgt S. Berufung mit der Behaurüung, er habe lediglich leinen Hund nach einem am Tage vorher angeschoffenen Rehbock suchen lassen. Die Verhandlung ergab ittdesien, daß der Angeklagte früher angegeben hatte, der Hund sei ihm ohne sein Wissen nachgelausen. Es konnte daher ehte sichere Feststellung, ob der Angeklagte den Hund zur Jagd hatte vertoenden wollen oder ob dies ohne feinen Willen gesck>ehen ist, nicht getroffen werden. Das Gericht bestrafte daher den Angeklagten nur deshalb, weil er den Hund in fremdem Jagdgebiet hatte umherlaufen lassett, tmd ermäßigte die Strafe auf 5 Mark. In der P r i v atklag esache des Gastwirts L. B. in Gießen gegen den Gerichtsvollzieheraspiranten C. B. wegen Beleidigung, kam! die Strafkammer nach umfangreicher Verhattdlung, in der 17 Zeugen vernommen wurden, zu dem Urteil, daß das dett Angeklagten B. m. 25 Mk. bestrafende Erlennmis des Sck>öffengerichts Gießen aufrecht zu erhalten sei. Da somit weder der Privatkläger, der wegen der schweren, gegen seine Ehefrau erhobenen Vorwürfe eine Erhöhung der Strafe herbcizuführett suchte, noch der seine Freisprechung erstrebende Angeklagte mit seiner Berufung Erfolg hatte, l>at jede Partei die durch ihre Berufung entstattdenen Kosten zu tragen. Eine voreilige Behauptung hatte der Grünberger Dachdeckermeister K. F. gegen seinen Ge- schäftslonkurrenten, dett Tachdeckernteister M. aufgcstellt. Er war bei einer Arbeitsfrergebung gegen M., der weniger gefordert hatte, untertegeu unb dies verleitete ihn bei Besichtigung der Arbeit zu der Behauptttng, M. habe nicht Ziegeln erster, sonderit zweiter Sorte verwendet. Auch sprach er davon, er wolle ihn deshalb bei der Staatsanwaltschaft anzeigett. In diesen Acuße- rungen erblickte das Schöffengericht eine Beleidigung, da nach- getotefen wurde, daß tatsächlich Ziegeln erster Sorte verarbeitet worden waren, und es ahndete sie auf die Klage des M. hin mir einer Geldstrafe von 20 Mk. Die von F. gegen dieses Urteil gerichtete Berufung wurde als unbegründet kostenfällig zurückgewiesen. Eine üble Nachrede batte der Mechaniker F. St. in Gießen gegen die' Tochter des Wagnermeisters L. F. in Gießen verbreitet und war deshalb von dem Schöffengericht Gießetr zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Ta es ittdessen nach der erhobenen Privattlage den Anschein hatte, als ob auch gegenüber dem Vater der Beleidigten eine Beleidigung begangen worden sei, stellte auf die Berusimg des Angeklagten die Strafkammer fest, daß eine Beleidigung des Vaters nicht gegeben sei. ,JM übrigen behielt es! bei bein ersten Urteil sein Bewenden. Gießen, 14. März. In Notwehr lvill der Tienstknecht W. L. in Bönstadt zum' Messer gegriffen haben. Er war im August v. I. in später Abendstunde vor der Wirtschaft von Wiegand in Bönstadt mit einem anderen Burschen in einen Wortwechsel geraten, als sich ein Dritter, der Weißbinder L. N. von Bönstadt, einmischte. _ Gr packte L. am Kragen, gab ihm einen leichten Schlag auf den Kopf und schaffte ihn in eilt Gäßchen. Hier hatte er ihn kaum losgelassen, als ihnt L. einen Messerstich in den Rücken versetzte. _ Das Schöffengericht Friedberg hatte den Angellagten freigesprochen in der Annahme, er habe sich nicht anders helfen können und sei auch nicht nur von N., sondern weiter noch von zivei anderen B:irsck>en m das "Gäßchen geschleppt lvorden und von ihnenchedroht gewesen. Die Verhandlung vor der Strafkamlneu die sich auf die Be- ruftiug der Staatsanwaltschaft mit der oaebe zu befassen hatte, ergab, daß der Angeklagte keinen begründeten Anlaß zum Gebrauch des Aiessers hatte. Das Gericht hob daher das erste Urteil auf und erkannte unter Aimahme mildernder Untstände auf eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen. 3 it r Verhandlung ausgebli eben waren die Eheleute G. R. in Butzbach, die vom Schöffengericht .Butzbach von der Anklage der Pfaitdveräußertmg freigesprochen, auf die Berufung der StaatSanwaltsck)aft aber zur erneuten Verhandlung vor die Strafkammer geladen toorben waren. Da die den Angeklagten zugeftellte Ladung die Androhung der Vorführung für den Fall des Ausbleibens nicht enthielt, fonntc lediglich Vertagung der Verhandlung beschlossen werden. Sie wurde auf den 2. Maii l. I. verlegt. Gemeinschaftliche Körperverletzung. Ter Schneider PH. Sch. in Rüddingshausen und sein Sohn, der Steinhauer I. H. Sch., hatten ini Dezenrber fr. I. zu Rüddingshausen den Maurer H. W. nachts auf. dem Heimweg Überfällen und gemeinschaftlich geschlagen, wobei ihnt namentlich der Vater Sch. mit entern Buchenprügel einen heftigen Schlag auf den Kopf versetzte. Die Veranlafsung bestand darin, daß W. kurz vorher dem jungen Sch. bei einer Wirtshausbalgerei übel mit- gespieli haben soll. Das Schöffengericht Homberg hatte die beiden Angeklagten freigesprocheu, da es sie zwar trotz ihres Leugnens für überführt, aber das Maß ihrer Beteiligung an der Körperverletzung nickt für feststellbar erachtete. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte die Strafkammer gegen den Vater Sck. auf eine Geldstrafe von 40 Mk. und gegen den Sohn auf 20 Mt. Das Gericht nahm eine gefährliche Körperverletzung an, weit beide gemeinschaftlich unb hinterlistig gehandelt hätten und der Vater Sch. sich auch eines gefährlichen Werkzeugs bedient habe. Wegen Beleidigung und Kreditgefährdung klagt der Ingenieur E. L. in Bad-Nauheim gegen den Ober- Monteur H. O. von Frankfurt a. M. Dieser hatte für eine Frankfurter Firma in der Wetterait Bestellungen auf elektrische Arbeiten gesucht und da ihm' hierbei die Konkurrenz^ des Privatklägers L. hinderlich war, sich gelegentlich in Weckesheim! abfällig über diesen geäußert und auch unwahre Tatsachnt über ihn behauptet. Dteses unlautere Vorgehen hatte nicht nur nicht bei den in Frage kommenden Kunden den gewünschten Erfolg, sondern trug ihm auch eine Bestrafung durch das Schöffengericht F-riedberg wegen Beleidigung und Vergehens gegen das Gesetz, betreffend den unlauteren Wettbewerb, ein. Auf die Berufung des Angellagten gegen dieses Urteil betätigte die Strafkammer lediglich die Verurteilung wegcnt Beleidigung. Tie Voraussetzungen für Anwendung des unlauteren Wettbewerbgesetzes hielt sie dagegen nicht für gegeben unb sprach den Angeklagten insoweit frei. Die Dabendorser Mordaffäre abermals vor Gericht. 21 Berlin, 15. März. Nachdem in den letzten beiden Verhandlungstagen die Beweisaufnahme sich vorwiegend mit der Angeklagten Behm be- beschästigt batte, drehten sich die neuen Verhandlungen in erster Linie um die Person Kolbes. Mehrere Zeugen werden über Aeußerungen Kolbes vernommen, durch die sich dieser verdächtig gemadjt haben soll. Nack) weiterer unwesentlicher Beweiscuefnahme unb nach den Plaidoyers fron Staatsanwaltschaft und Verteidigung zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück. Ihr Wahrspruch lautete gegen Kolbe auf schuldig des Totschlags, unter Versagung mildernder Umstände, gegen Frau Behm schuldig der Begünstigung. Der Staatsanwalt beantragte hierauf gegen beide Angeklagte die Höchststrafen. Der Gerichtshof folgte diesem Einträge und verurteilte Kolbe zu 15 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust, Fran Behm wegen Begünstigung zu einem Jahr Gef äug - n i s. Der Vorsitzende hob bei der Urteilsbegründung hervor, daß es sich um eine so gemeine Tat handle, daß das höchste Strafmaß noch zu gering erscheine. <5erid)teSaaL Metz, 14. März. Der frühere Leutnant Erb vom hiesigeil 134. Infanterieregiment, der vor zwei Jahren zu einem Jahr unb sieben Monaten wegen Betnigs (e§ handelte sich nach seinen Angaben um einen Betrag von 60 000 Mark, der ihm zur Aufbewahrung übergeben worben war und ans seinem Stafien- schrank gestohlen worben fein sollte) sowie zur Ausstoßung ans dem veere vom Kriegsgericht verurteilt morden war, wurde heute von der Straikammer wegen Verleitung zum Meineid in sieben Fällen zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis und Aberkenmuig der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren vei>, urteilt. In der Verhandlnng stellte es sich heraus, daß Erb schon als Knabe von 14 Jahren, was er bisher immer verschwiegen hatte, wegen Einbruchbiebstahls mit zwei Monaten Gefängnis bc - straft worben tuar, ferner, baß er Offizier geworben war mit Hilfe eines von ihm gefälschten Äbiturienten- Zeugnisses unb infolge bes Umstanbes, baß er bett Beruf feines Vaters, ber Gefängnisbiener war, fälschlich als Oberamts- venvalter gekennzeichnet hatte. Vermischter. * Drei neue Wer ke Rafaels € nti>et. Die „N uova Antologia" veröffentlicht einen Artikel über zrei Werke Rafaels, die Adolfo B ent n ri in Perir gia entdeckte. Ihre Echtheit soll nnbezioeifelbar inti» ihre Schönheit staunenswert sein. Eines davon, ein mvnnmentaler FreSko, ein Meisterwerk aus den jüngeren Jahren des Künstlers, sei eine der bedeutenden Schöpfungen der italienischen Kunst. * Wieder ein Drahtseilverbrechen. Ans Roy s u r Ser r e, 15. März, wird gemeldet: Ms der Notar L\ auf der Straße nach Mainbrefsy fuhr, rannte der Kraftwagen plötzlich gegen ein Hindernis und wurde in den Graben geschlendert. Der Chcrufscnlr wurde sck^ver, der Notar leicht frer letzt. lieber die Straße war ein Drahtseil gespannt. Das' Auto fuhr in geringer Geschwindigkeit. * JnH-agenbecksTiergavtenin Stellingen 4viurde, Sonntag nachmittag der Kassierer an der Löwengrube, der trotz wiederholter Warnung unberechtigterweise den Raum der'Löwenschtucht betrat und den größten dort befindlichen Löwen mit der Peitsche schlug, angefatlen und zu Boden geworfen. Der Löwe brachte ihm mehrere Fleischwunden an den Beinen bei. Um den Verletzten aus der Schlucht heraus- zuholcn, wurden die Löwen durch Schüffe zurückgeschreckt: der angreifende große Löwe wurde erschossen. Nach Anlegung eines Notver'bandes wurde der Verletzte nach dem Kranken Hause g eschafft. * Explosion an Bord. Aus Bremerhaven wird unterni 15. März gemeldet: Gestern abend ereignete sich an Bord des Fischdampfers „Vigilant" kurz nach dem Auslaufen eine Explosion der Petroleum behalte r. Drei M a n n der Besatzung standen sofort in Flam'men, zwei erlitten sckvvere Brandwunden, ein dritter sprang in das Wasfer und ertrank. Ter ganze Mafchinenrauw stand in Flammen. Das brennende Schiff wurde von einem1 Marinedamvfer und einem Schlepper nach Bremerhaven geschleppt. Nach mehrstündiger Tattgkeit löschte die Feuerwehr den Brand. Der Schaden, den der Dampfer erlitten hat, ist erheblich. Tie beiden Schwerverletzten wurden in. das Krankenhaus gebracht. Kleine Tageschronik. Vor etwa 14 Tagen verübte in einer Konstanzer Badeanstalt ein Mann Selbstmord durch Erschießen. Es stellt sich nun heraus, daß es sich um den Postbefraudanten Kühnemund handelt der nach größeren Unterschlagungen an dem Postamt in Ahlbeck vor einiger Zeit flüchtig gegangen war. Auf der Straße in L o d z erschossen Banditen den Kassierer K o l t o n s k i unb raubten ihm 10 000 Mark, welche er zur Lohnzahlung bei sich führte. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 18. März 1913: Wechfelub bewölkt, Nieberfchläge in Schauern, etivas kälter, norb- westliche Winbe. Letzte A^cLDkichren. Die s r a n z ö s i s ch e ic W c h r b e g e i st e r t e n. Paris, 17. März. Der Verfalller LizoalProfessor Chal- laye, der den von der Sorbonne erlassenen Aufruf gegen den dreijährigen militärischen Dienst unterzeichnet hatte, wurde bei seinem Erscheineil im Lehrsaal von seinen Schülern mit Hohngeschrei und den Riffen: Hoch die dreijährige Dienstzeit! empfangen. Ein neuer Truppenübungsplatz in Frankreich. Pari s, 17. März. Bei Auxerre int Departement k)onia soll für das 6. unb 8. Armeekorps ein neuer Truppenübungsplatz angelegt werden. Zu diesem Ziveck muffen zwei Ortschaften angekauft und niebergetegt werden. Eine gefährdete Frauenrechtlarinnen- Versammlung. London, 17. März. Eine feindlich gcsimtte Menge von etwa 10000 Personen erwartete die Eröffnung der üblichen Sonntagsversammluitg der An h ä n gerinnen des Frauenstimmrechts in Hydepark. Die Leiterin, Mißkreß D r u m o it, hatte kaum den Wagen bestiegen, der als Redner tribüne dienen sollte, als ihr ein R a s e n st ü ck a u f d e n M u n d geworfen wurde. Obwohl ihre Stimme in dem Lärm unter- ging, sprach sie eine Ijafbc Stunde lang, währcttd sie fort - gesetzt mit Apfelsinen, Schmutz uni) Steinen bett' o r f e u wurde. Einer jungen Tarne, die danach sprach, erging es nicht besser. Tie Polizei erklärte die Versammlung für geschlossen und versuchte die Fraueitrechtlerinnen nach der nächsten^ llntergrundbahnstation zu geleiten. Die Menge jedoch über wältigte die Polizei und jagte die Frauen auf der Oxfortstteet aiff und nieder. Der Verkehr auf der Straße erlitt eine halbstündige Unterbrechung. Schließlich gelang es der verstärkten Polizeimannschaft, die Verfolgten auf den Untergrundbahuhof zu bringe», dessen Eingang geschlossen wurde. Die Mehrzahl der Teflnehmerinnen der Dersammlimg wurde übel zugerichtet. Vielen hing die Kleidung in Fetzen am Leibe. Keine Kontr cbände. Konstantinopel, 17. März. In der Angelegenheit dcsi französisckren Dampfers Henry F r e y ssiuet besuckstc der Groß Wesir den ftanzösischen Gesaudten unb teilte ihm mit, baß daS Schiff keine Kriegskonttcbande enthalte. Es sei deshalb wieder freigelassen worden. Dynamitexplosion auf einem Dampfer. Baltimore, 17. März. Die Explosion auf dem britischen Dampfer A l u m ch t n e wurde dadurch verursacht, daß ein Hilfsarbeiter beim Herablassen von Dynamit eine Kiste satten ließ. Fünf Studenten ertrunken. Lissabon, 17. März. Bei einer von 6 Studenten unter- nominellen Jackstsahrt scheiterte bei Viasme do Pastello das Boot. Fünf der Insassen ertranken. * Amb r i cu, 17. März. Der Flieger Mercier ist gestern' nachmittag mit feinem Flugzeug abgestürzt und getötet worden. Sommer und Dbrc|lu*«*>° > Winter besucht. ■ Kuranstalt Hofheim i. T. i/2Stunde v. Frankfurt a. M. Prospekte , durchOr. 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