nkers 165. Jahrgang Drittes Blatt Nr 116 Erscheint ISglich mit Ausnahme des Sonntags. wöchentlich. fraget»" erscheinen monatlich zweimal. Die „Kietzener Kamilienblötter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „KreisBiatt für den Kreis Siehrn" zweimal Mörder ist in der Untersuchungshaft auf seinen Geisteszustand hm untersucht worden, doch haben die medizinischen Sachverständigen erklärt, das; von strasausschließendcn Momenten bei ihm nicht die Rede sein könne. lu tnaftei 1 Bismarck- S > 8tr-20 I Gegr. M n aller ftrt und Auslande, iftsitien, Ge-1 Weh etc. i3 Referenzen. rfolge. 'M „Daily Telegraf" schreibt: ES liegt ein Zug von altväterlich erRitterlichkeit, ! von großherzigem Edelmut und herzlicher Gastfreundschaft in diesem Akt, der nickt weniger an die deutsche Nation, wie an die Landsleute dieser politischen Gefangenen appellieren wird. Das „Daily Chronicle" sagt: Der deutsche Kaiser bat im voraus seine Freude über den Besuch unseres .KöniqspaareS durch die Freilassung der englischen Ossi- i ziere bekundet. Tas ist ein huldvoller und unerivarleter 9(ft der Die „Landwirtschaftlichen Seit deS britischen Volkes tiefer bewegt hätte. Es ist nicht nur ein cälcr Akt der Gnade, sondern einer wahrhaft kaiserliche»» freundschaftlichen Gesinnung ai» die Landsleute der in Freiheit gefetzten Offiziere. Die „Daily Mai l" sagt: Tie Engländer werden dem Kaiser für die feine Emvsindung dankbar sein, die ihn sein Begnadigrmgsrecht in eine»n glücklich ge- »vählten Augenblick ausüben ließ. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Tel.-Adr.:Anze»gerG»eßen> CanOivirtid?aft, k. Hattenrod, 19 Mai. Auf der neu hergerichteten Zieqenweide fand gestern ein Ziegen fest mit Verlosung von Ziegen u, Sammern statt. Dem Festzug voran marschzerte bw ■ Gnade, der hier zu Laude allgemeine Würdigung finden wird. Die „Daily News" schreiben: Der Augenblick für die Begnadigung ist genau so gewählt, daß nichts von seiner Huld und Großherzigkeit verloren geht. Das Blatt erblickt in der Zustimmung deS deutschen Volkes zu dem Akt ein willkommene? Anzeichen für eine Annäherung zu einer gegen- seitigen Verständigung zwischen beiden Nationen. ' Der „Dail y G r a p h i c" schreibt: Der Kaiser hatte m diesen» Augenblick zum Willkommen seiner königlichen Verbündete»» aus Großbritanuie!» und in Anerkennung der erfreulichen Beziehungen, die jetzt zivifchen 'en beide»» große»» germnais.hcn Reichen bestehen, nichts sagen köi^. Die Begnadigung der englischen Spione. London, 20. Mai. Fast alle Zeitungen beschäftigen sich mit der Begnadigung der englischen Offi ziere. Die „T i m e s" schreibe: Es ist ein glücklicher Umstand, daß der erste Besuch, den König Georg seit seiner Thronbesteigung aut den» Kontinent macht, durch ein Familienfest veranlaßt wird. Wir zweifeln nicht, daß das Konigspaar eine fröhliche Zeit in Berlin verleben wird. Tie Freilassung der englischen Offiziere ist eii» huldvoller Akt kaiserlicher Ausn»erksamkeit. Mittwoch- 21. Mai M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen llniversitäts - Buch- itnb Steindruckerei. R. Lange, Gießen. prchburg. Zur Brandkataftropfre am 17. Mai. Sie ist den Wienern und Ungarn gleich ans Herz gewachsen, die Stadt, in der am Samstag die Flammensäulen zum Himmel lohte»» und Tausende durch die Straßen irrten, ohne zu wrstcn, wo sie ihr Haupt Mr Ruhe betten sollten. Bon ben 7O OOO ©in* rvohnern, die Preßburg zählt, ist die Hälfte deutsch, Magharen sind, trotzdem alles ungarisch überftrnitzt »ft, etwa ein Drittel, Slowaken bilden den Rest. . Wuchtig, gewaltig, eine Riescnkrvne aus Stein, so erscheint das Schloß., Pwßdurgs Wcchr^tichen, das auf einem jäh an der Donau emporsteigenden Berg cmftagt, bald nachdem der Dampfer die Porta hungarica passiert hat. Ganz in Grün gebettet, schmic- om sich die Terrassen der Altstadt mit ifrten Häuschen an, als wollten sie sich unter den Schutz der Burg stellen. Golden schimmert der Turm des Krömmgsdornes, und „Bitarn et sanguincm leuchtet es golden von dem Sockel des Maria Theresien-Dcnk- mals entgegen, wenn der Dampfer bei der Landungsbrücke anlegt. Hier- erhob sich ehedem der Krönungshügel: in vollem Ornat, die Krone auf dem Haupte, sprengte ber neugefrönte König den Hügel hinan, und das Schwert nach Ost und Nord und West und Süd gerichtet, gelobte er, das ungarische Land zu schützen. Das ritterliche Volk der Magyaren hat an dieser stelle der Königin ein Denkmal gesetzt, die in der Not bei ihnen Hilft suchte und fand. In wundervoller Weise hat der Bildhauer «rZ-adrusz 'den Krönungsritt Maria Theresias verewigt. Und dann steigt man in die Stadt empor. Em ^tadtidhll tut sich auf, sowie ntan das alte verschnörkelte Stadttor passiert bat. Wundersame Barockhäuschen stehen da nebeneinander ge- reiht, mit anmutigen Fensterbogen, Rosengirlanden aus Stern, die liebliche Putten lsalten, ziehen sich unter der Fensterbrustung hin So still und ruhig liegen die Häuschen da, als wäre ihnen alles Leben entflohen. Mer das scheint nur so. Dre Häuser bergen geräumige Höfe, in denen Kastanien und Akazien blühen und fröhliche .Kinder fick tummeln. Immer enger roerbcii die Gäßchen Hebräische Inschriften verkünden neben deutschen oder magyarischen, daß hier Brot und Wein unb Fl er sch und was sonst zum Sehen nötig ist, tzu lsaben fei. Wir sind in der I u d e n ; stad t. Schwarzhaarige Mädchen, Greise mit langem, meinem haar rind Bart fügen sich harmorrisch in die Umwelt Die Zeit schien hier bis freute feit Jahrhunderten spurlos Dorbcigcrauidit ui sein' doch das ist gemäf-en. Gerade hier hat ter Brand 'ürchterlick gewütet, Hunderte dieser Häuschen in Lckpitt und Äsche gelegt und ihre Bewohner M Bettlern gemacht. Immer steiler steigen die Häuserzeilen empor. Durch Schwibbogen, an zierlichen rSrferu, an schön geschnitzten Haustoren, in denen ttäumarisch junge Mädchen stehen, geht es ^vorbei und vlötzlich steht man hoch oben auf dem Plateau tes ^>chlotzberges. Das Feuer hat den prächtigen Barockbau tes Schlosses vor hundert Jahren ausgebrannt: wilder Hvll-er wächst brinncit oirf dem Schutt des Gemläuers: nur die Grundmauern tes Schlosses snrd stehen gebli-eben und lassen in ihrer edlen Architektur die Pracht von ehedem ahnen. Gin nnmdeiwoller Rundblick erschließt srch hier. Da stehen als Greenznrächter die Hamburger Berge und der Thebener iKogel, an den sich im weiten .Bogen die lieblichen Hänge der Kleinen .Karpathen reiben, dann weit drüben über ter Donau bie -migkrische ISbene mit all ihrem melancholischen Zauber. Breit, stolz imb majestätisch zieht dazwischen die Donau dahin, in der Ferne mit dem Horizont verschwimmeNd. $in Windstoß trägt die Klänge tes Rakoezi-Marsches herüber. Ucbcr der Donau in der schinen Au, tent Prater Preßburgs, ergötzt man sich bei Zigemremnusik. Schlote ragen herüber, das moderne Preßburg. D-as Preßburger Ghetto. Tas Preßburger Ghetto gehört z-u den ältesten Europas. Es ähnelt sehr stark dem Wiener, Frankfurter und Prager Ghetto. Schon unter König Bela III. machten sich die Jute»» in Preßburg ansässig und trieben mit den österreichischen Städten und den Städten Oberungarns einen regen Tauschhandel. Unter den Habsbnrgern war die Preschurger Judenstadt schon eine separate große Stadt mit etwa 4000 Einwohnern. Diese Stadt war um das königliche Schloß gelagert, das im Jähre 1811 nieterbrannte. Tie Indenstadt war von dem eigentlichen Schloß durch Festungs- mauerii und Kasernen getrennt. Es sind etwa zwanzig enge Gäßchen mit zwei bis drei Stock hohen Häusern, die größtenteils unter Maria Tl>mesia erbaut und meistens mit Schindeln gedeckt find Auch die Treppen sind aus Holz-, so daß die Flammen reichlich Nahrung fanden. Interessant ist, daß Preßburg Und speziell sein Gtetto bereits in früheren Jahrhunderten durch große^Brände, ja blutige Pogroms heimgesucht worden ist. So 1542 durch Karl V. jinb seine spanischen Söldner, so ein ungeheurer Brand im Jahre 1746. Bis zum Jahre 1848 durften im Juidenviertel keine Christen wohnen. Erst nach der Revolution machten sich einige Christen in der Judenstadt ansässig, hoch auch bis zum heutigen Tage »varen nur sehr wenige christliche Einwohner im Judenviertel zu finden. Schwer macht man sich los. Am gotischen Krönungsdom acht es vorbei, an dem einförmigen Stäntehaus, wo Kossuth Lajos seine berühmten Reden hielt, und an dem großartigen Primatial Valais. Tine Marmvrtafel erinnert daran, daß Preßburg auch eilten der Größten beherbergte, die je über die 'Erde geschritten, daß Napoleon hier mit 'Kaiser Franz seinen Frieden machte. Es sind gewaltige Eindrücke, die auf den einftürmen, der Preßburg betritt. -Es ist ein Glück, daß das entfesselte Element nicht allzuviel von dieser alten Kulturstätte vernichtet hat. »ichts ischlag, t mei't sehr MM in den Lchaum M •’s Patentnedi äW“ eine. J^föaft zur daß toi und kleinere seine Gießen, ein- 04206 Scherer, :>nen fetten «uta stlichr Angebote bis zürn Latus- ! Uhr, an ben :n Bedingungen 3400 Vorsteher. IEr frabc daher den Entschluß gefasst, einmal ein Epempel zu statuieren. Den getöteten Sckmhmeier habe er persönlich gekannt. jLr. habe geglaubt, daß er den Schuldigen getroffen, habe, Der Die Mcder-Moüauer Genossenschastririse. T armsiadt, 19. Mai bs. In dem Prozeß gegen Adam und Genossen wurden zunächst zivei Zeuge»» vernommen, die der Angeklagte Ihrig benamst hatte. Der eine dieser Zeugen ist der Oberregierungsrat Dr. Hei- ligenstädt-Bcrlin, der aber erklärte, daß er als Beamter nur mit Genehmigung deS preußischen Finanzministeriums seine Aussagen machen dürfe. Infolge dieser Erklärung verzichtete die Verteidigung des Angeklagten Ihrig auf die Vernehmung dieses Zeugen. Ter andere Zeuge ist der Generalsekretär des Reichsverbcmdes der landwirtschaftlichen Genossenschafter» Gennes. Er spricht sich über die Geschäftsführung Jhrigs aus. In» landwirtschaftlichen Bankitefen habe er an hervorragender Stelle gestände»» und hat überall das größte Vertrauen und Ausehei» genossen. Der Zeuge hält es auch für ausgeschlossen, daß Ihrig einer bewußt unredlichen Handlung sich schuldig mache. Ucbcr das Zusammenarbeiten zwischen Haas und Ihrig spricht sich der Zeuge dahii» aus, daß beide ziemlich hartköpstg gewesen seien, und daß es aus diesen» Grunde wohl nicht immer leicht gewesen sein mag zusammenzuarbeiten. Nach weiteren Fragen, die sich mehr auf dem banktechnifchen Gebiete bewegen, erstattet der Sachverständige, Negierungsrai Bastian, sein Gutachten. Allgemeii» äilßert er sich zunächst dahin, daß er ein solches Treiben, wie es hier zutage trat, im Genossenschaftswesen nicht für möglich gehalten habe. Er geht dann auf bie von der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank für den Verein besorgten Wechseleinlöfungen ein, die bekanntlich eine Gesamthöhe von mehr als 400000 Mark erreicht haben. Der Verein habe durch diese Geschäfte erheblichen Schaden gehabt. Regierungsrat Bastian beschäftigt sich in folgenden» dann mit der Tätigkeit des 9lngcf(agtcn Ihrig. Als Direktor der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Habcer die Verpflichtung gehabt, dem Verei»» mit Rat und Hilfe b.eizuslehen. Einfache Ermahnungen, sich an der gegebenen Ausschließlichkests- erflärung zu halten, hätten nicht genügt. Ter Vorstand des Vereins hätte sich immer an Ihrig gewandt in der Hoffnung, von ihm guten Rat zu erhalten. Ein sehr großer Ilebelstand sc» die Verguick»mg der Sanierung der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank mit den einzelnen Genossenschaften gewesen. Tic Pfandbriefe der Derivaltungs- und Verwertungsgesellfchäft hätte man den Vereinen nicht zu pari anbieten dürien. ' Tie Erklärung, daß sie zu diesem Satze wieder zurückgekaust »verden sollten, sei fein ausreichender Ersatz für den Schaden gewesen. Derartige Wechsel aut die Zukunft gebe man in einem geordneten Gefchäftswesen nicht. Der Sachverständige geht bann auf die Bilanzierung ein und betont, daß die Schuldübernahme durch den Vorstand tatsächlich keinen Wert besessm hätte. Die Sitzung wird morgen fortgesetzt. bs. Darmstadt, 20. Mai. Regierungsrat Dckstian setzte heilte sein Gutachten fort und bespricht die Frage der Bilanzierung und des Adamscheu Schuldkontos. Er beanstandet die auffallend hohen Kosten des „Jmmodilien- besitzeZ" von über 300 000 Pik. sowie die Posten für rückständige Zinsen und Gerichtskosten. Ferner seien ii» den Bilanzen die hohen Forderu»rge»l der Kasse an Adam als Aktiva eingetragen. Es wäre Pflicht gciücicn, den Mitgliedern „reinen Wein" einzuschenken. Der Sachverständige verurteilt die Art der Geschäftsführung JhrigS durchaus. Auch das lange Hiuziehen des Konkursverfahrens sei zu veriverten. Der Schaden märe geringer gewesen, wenn der Konkurs früher eingetreten wäre. Die Sanierungsverfuche seien unter alle»» Umständen zu venverfen. Ihrig befand sich als Tirekto».' der geldgebenden Bank und als Berater der Gei»ossenschaften in einen» Zwiespalt, an dem er scheitern mußte. Er hätte das nicht auf sich nehmen dürfen. Der Sachverständige wird morgei» ii» seinem Gutachten fort- »ahren. Tie Verteidigung behält sich vor, auf dieses oder jenes zurückzukommen. Der Mörder des SozjalistenMrers Schuhmeier vor den Geschworenen. :: Wicn, 19. Mai. Das gerichtliche Nachspiel zu der >Ermvrdung tes Führers der österreichischen Sozialdemokraten, Franz Schnlmleier, begann freute vor dem hiesigen Schwurgericht. Unter ter Anklage tes Mordes hat sich der 45 Jahre alte Metalldreher P a u l K un - schal' zu verantworten. Tie Tat ereignete sich in dm Nacht zum 11. Februar. Fwanz Schuhmeier hatte in einer Versammlung in Stocker an gesprochen und kam gegen 3 ’i 11 Uhr auf dem Nord weslbahnhose an. Nachdem er den Wagen verlassen hatte, trat von hinten ein Unbekannter an ihn heran und schoß ihm eine Kugel in den .Stopf. Wegen der Näl>e der Waffe wurde der Kops des Opfers fust völlig zertn'immert, so daß erst durch eine Legi- limatioiislarte sestgestellt werden komite, daß es sich bei dein Erschossenen um den Reichöratsabgsordneten Schufrmeier handelte. Der Täter wurde sofort voll Bahnbeamten festgenommen und ter Polizei übergeben; er leistete feinen Widerstand. Bei seiner ersten Vernehmung gab er an, daß er die. Tat begangen habe, um sich zu rächen. >Er sei früher selbst Sozial^ bemofrat gewesen, habe sich aber überzeugt, daß deren Gnmdsätze Irrlehren seien und sei bann zu ben Chrislilicku-Sozialen über- gegangen. Infolge des Terrorismus der sozialtemokrattschen Ge werlschafteu habe er keine Arbeit mehr bekommen und daher be schlossen, Rache zu nehmen und einen sozialdemokratischen Führer auS der Welt M schaffen. Es wurde festgestellt, baß ter Mürber ein Bruder des auch in D-eutschland öfters als Redner mifge» tretenen christlich-sozialen Führers Leopold Konschak ist, der eine Zeitlang ebenfalls Rtichsratsabgeorbneter nxrr. Dei' Angeklagte hat eine Zeitlang in Deutschland gearbeitet und sich während dieser Zeit 2000 Mark gespart. Durch die Arbeitslosigkeit seien seine !tirsparniffe ausgezehrt worben. In Wien war er eine Zeitlang bei ben Schnckerl-Werken beschäftigt. Da er sich.'aber der sozialdemokratischen Organ-faiidu der Schuckctt Arbeiter nicht anschließen wollte, wurde er von seinem Werk meister entlassen. Daraufhin zeigte er zwei Arbeiter itegen 9?öti guitg an imb erzielte auch deren Verurteilung zu 'Kerkerstrafen. Die.Folge war natürlich, daß er auch in ähnlichen Unternehmungen 'mit starke»- Organisation keine Beschäftigung mehr fand. Dar erschossene Schufrmeier war int österreicknscheu Reickisrat der Referent für Militärangelegenheiten und galt als überaus witziger und schlagfertige Redner, der namenllich in Volksver sammlungen große Triumphe feierte. Um ihren Wschen vor dem Morde zum AüSbruck zu bringen, hatte die Parteileitung der Christlich-Sozialen ben Wunsch ausgesprochen, es möge einem Mitgliebe bes Parteivorstandes gestattet 1 verteil, am Grabe Schuh mriers zu sprechen. Die sozialoemolratische Organisationsleittmg lelpite diesen Wunsch aber aus Furcht vor Zwischenfällen ab. Bei seiner Vernehmung vor ben Geschworenen stellte der Angellagte die Tat wiederum als einen Ausfluß des sozialdemokratischen Terrorismus bar. 5r erzählte feine LebenSscticksale und erklärte u. a., daß er in verschiedenen Fällen durch die organi fierte Arbeiterschaft aus guten Stellungen verdrängt worden sei. )b-Creme w S ÄLK-N I -JCa - Dotbekc. II isi13;’! Gießener Aiyeigrr Se«rral>A«zeiger für SIxrhrjjrll Zu Sen Srandstistungen in Lübeck. Außerhalb Lübecks kann ntan sich schlecht eine richtige Vorstellung von dem Grade der Beunruhigung machen, der weite Kreise der Einwohnerschaft erfaßt bat. Besonders bie Besitzer größerer Anlagen und Lager sind von Schrecken erfüllt. Es wird bereits her Gedanke erwogen, die nächste Zeit über alle Holzlagerplätze durch Militär bewachen zu lassen. In der Stadt wird behauptet, daß viele Kaufleute und Industrielle Drohbriefe erhalten haben. Die Polizei bestreitet die Mchtigkeit dieser Behauptungen, aber Tatsache ist, daß seit Samstag nachts alle .Brchen und öffentlichen Gebäude durch Schutzleute bewacht werden Viele Inhaber größerer Geschäfte haben besondere Brandwachen eingerichtet. Die letzte Nacht ist erfreulicherweise ruhig verlaufen. Jnzlvischen ist die Belohnung für Ermittlung des Brandstifters auf 11500 Mk. erhöht worden. Das Bild, das der letzte große .Hasenbrand bot, war derartig, daß es die vielen Tausende von Zuschauern, die sich trotz der frühen Morgenstunde eingefunden batten, ivohl niemals mehr vergessen werden. Atif einem Gebiet von 50000 Geviertmetern wogte ein ungeheures Flainmeu- meer. Ab und zu schlugen Stichflammen turmhoch in die Lust und Luftwirbel fiifrrten Rauchsäulen gleich ungeheuren Tromben viele hundert Meter hoch. Die Straft dieser Luftwirbel war so groß, daß brennende Bretter kilometeriveit sortgeschleudert "wurden Aus die Feuerwehrleute, die am Rande des Flammenmeeres hinter Asbestschilden hockten, ging.ein wahres Bombardement von Brettern und Balken nieder, und es ist fast als ein Wunder anz,useyen, daß niemand verletzt wurde. Besonders bedroht lvar die hinter der Lübecker Maschinenbaugesellschaft liegende Seequarantäneanstalt, in der 2500 Rinder standen. Alle Angestellten dieser Anstalten und des Schlachthoses waren gerufen, uni die niedeiprasseln- den Holztrümmer sofort ablöschen zu können. Tie Raulli- wolken über den lodernden Flammen erschienen so n.'ciß wie Dampfwolkeu. Mit besonderer Aufopferung arvrileten auch zwei Kompagnien der 162 er. Schaurig schön war auch das Bild der brennenden Schisse, die schließlich nach Vernichtung der Trossen l.ing- sam in den Strom trieben und dort lichterloh brennend zugrunde gingen. Das Feuer wütete z w ö l f Stunden lang. Der Feuerschein am Nachthimmel wurde noch in Neumünster beobachtet. Infolge des Brandes sind auch die Bahngleise zerstört worden, die die großen Holzlagerpiäpe mit dem Bahnhöfe verbinden, so daß zurzeit der Bahnversand der Holzfinnen unterbrochen ist. s zu Iö90M ii 335 . 1462 " . 1625 ’ S? 9®* ,ori*gti" Sitae" Etöffnuitg Sielet Gerichtssaal. Der Bankräuber Brüning vor Gericht. Berlin, 20. Mai. Tie Verhandlung gegen den Bankräuber Brüning und seine Mitangeklagten ist heute zu Ende gegangen. In der fortgesetzten Vernehmung der Angeklagten machten die Eheleute Hapic ausführliche Angaben über die Besuche, die ihnen Brüning nach der Tat von Hamburg und Luxemburg abftattetc und über die Art, wie das geraubte Gekd vergraben wurde. Ter Verteidiger R.-A. Dr. .'starl Liebknecht stellt fest, daß die Eheleute Hapke infolge der eingebrachten Arrestbefehlc auf ihr kleines Gut jetzt völlig ruiniert seien. Die. Angeklagte Olga Kranich behauptete, daß sie Brunig überhaupt nicht kenne. Sie könne sich nicht an jeden Mann erinnern, der sie einmal auf der Straße anspreche. Die hohen Ausgaben gleich nach dem Bankraub habe sie von dem Gelde bestritten, das sic sich als Stütze erspart habe. Früher hat die Angeklagte behauptet, daß sie das Geld in einer Lotterie gewonnen habe. Der Angeklagte Hermann Kranich spricht bei seiner Vernehmung so undeutlich, daß er kaum verständlich ist. In der Beweisaufnahme erklärt der medizinische Sachverständige Dr. Brückner den Angeklagten für degeneriert, aber nicht für geisteskrank. Medizinalrat Hoffmann schloß sich diesem Ohitacfjtcn an. Nach der Zeugenvernehmung redeten der Vorsitzende und Rechtsanwalt Halpert Brüning eindringlich ins Gewissen, er solle angeben, wo der Rest des Hfeldes verblieben sei. Brüning äußerte sich sehr weitschweifig und bleibt bei der Behauptung, daß er einem gewissen Bergeli 70000 Mark übergeben habe. Der Staatsanwalt beantragt gegen Brüning die Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust, gegen die • übrigen auf Gefängnisstrafen zwischen zwei und drei Jahren. Dre Verteidiger plädieren auf mildernde Umstände. Tas Urteil lautet: Der Angeklagte Brüning wird wegen Diebstahls zu vier Jahren sechs Monaten Gefängnis und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt, die übrigen Angeklagten wegen Hehlerei, und zwar Hapke einem Jahr sechs naben, Frau Hapke zu ein Jahr Gefängnis, Hermann Kranich zu. zwei Jahren Gefängnis und Olga Kranich zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt. Den beiden Kranichs werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf je drei Jahre abgesprochen, dem Ehepaar .Hapke je fünf Monate Untersuchungshaft angerechnet und Frau Hapke auf freien Fuß gesetzt. Sämtliche Verurteilte erklärten, sich bei dem Urteil beruhigen zu wollen. In der Begründung des Urteils wurde in bezug auf Brüning erwogen^ daß er in der Tat einem plötzlichen Einfall erlegen sei, andererseits fiel erschwerend ins Gewicht der grobe Ver- trauensbruch und der Umstand, daß ihm nicht zu glauben war, er wisse nicht, wo der Rest des Geldes stecke. Der siwrichtshof mußte auch in Erwägung ziehen, daß Brüning die sämtlichen Mitangeklagten in das Unglück gestürzt habe. In bezug auf^ie Hapkes habe der Gerichtshof die menschliche Seite durchaus berücksichtigt und dem Ehepaar ein gewisses Mitgefühl nicht versagen können. beliebtestes iMsi zor Regelung ÄZZ StK^aagos und Verhütung von Verstopfung fQr Erwachsens und Kinder. Höchster "ä :,m'geschmeck. milde, siehere Wirkung, ärztiich glänzend begutachtet und empfohlen. ~ Dose (20 Fruchtkonfitüren) Mk. 1.20. — in ........■, — B/!an hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT. . II 2322; 1'iüOOflM xa 78000. OtiXttseMr» 15000, ‘ ist Die Heu J K V k lliL' cntp <.*5& (3um k • oum ion f S bSK» 2?* w Fürstliche xeschbrsseN' l'c Mg die e: Befriedigung Sem Kunde Deutschen K< Ouise, und t den! Prinze herzens mit de so sind die Gli Amstag Ms secher Art. Z diesem glückvci Alises gei'ellt lange mährend --rischen Welfei Aber ment Mhrt, daß i iiib doch kaum end meinen, i (? nicht anzun kraunschmeig i rit der Prinze irr in Braun res steht bem Ü01. entgegen rerzog von G sich in einent Stieben unter in dem Buns Gebietsteile rung eines Brrmnschireig Prinzipien bc nicht bereinba Son einen (Mderland an *'Mi bekannt W an den 3 bem® ffh Fürst Eten und Mio wie sein I dafür, das J®. rüGltlos K gemacht k ,tfl der Leg r °r?imdesm, S drmj-n 6 Mo4."ber Sei *» Sotocn in 1 «eben SMMe fi ?tn » S die Kn> rag-sk ,-> Mai: M "PalaMarscf j^nnte ÄDai S.K: KL- Är$r a Kitt > 7^ iu Habei ■: ein;.' '''Otiou W KZ S-K lierfaflllÄ; SörefieJ111 ~ «u;ergero für d-e -ages- [;ij vormMgs und ’> Bi». Hammelfleisch vr. Pfd. 70—96 Pfg, -1,60 B.k., 3.00 Mk., Jn haben sich zahlreiche Fahrer Ocsconf, Wyberk« zwU e Tabletten milzunchmen. Die staubige Lust, das rasche Atmen greift die Kehle an, sie wird trotz« lL -1 I o iBM V3 Ken, der Lals rauh und die Stimme heiser, bc» sonders wenn man sich noch von der Fahrt erhitzt . -.& dem Zuge ausgesetzt Hal. Dann wirken ein paar Wyberl-Tabletten Wunder: wie sie im Munde zergehen, lindern sie die Seifer» keit und schassen einen freien Sals. Der Preis ist in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark pro Schachtel. Niederlagen in Gießen: Pclikan-Avo- iheke und Löwen-Drogerie. ss*0/« 92-100 ckig., Schiveine- i'4—9h 'HU öi eßen. Durch die Erweiterung der Wagenhalle der elektrischen Bahn ist der Zugang zu den Badean st alten an ber Sa b n in einem sehr schleckten Z u st a n d und dürfte bei Regenwetter unpassierbar sein. Ta die beiden in Betracht kommenden Anstalten, das Männerbad und dat> Freibad, sehr stark besucht Iwerdcn, ift -es wohl Pflicht ber städtisck 'n Behörden, die Zugangstraste durch Anbringung eines schmalen Fuststeig-? passierbar zu machen. Der Tank aller Badefreunde wäre den städtischen Vchördeii gewist. Chtgefaitdt (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 20. Mai. Hundcfrcuden und -Leiden. Tie Anwohner des Riegelpfades und der Wilsonstraste werden fast jeden Tag beim Granen des Morgens durch baS iinunte rb rodiene Gebell eines Hundes in empörender Weise gestört, so daß sich die Polizei der Sache einmal annehmen und bntitr sorgen sollte, daß der in der Wilsonstraste wohnende Besitzer des Hundes daran erinnert wird, daß die in seiner Nähe Wohnenden nicht nötig haben, diesen Unfug noch länger zu dulden. In der Wilsonstraste ivohnt zwar auch ein Schutzmann, der aber an diesem Unfug keinen Anstoß zu nehmen scheint. Märkte. Gießen, 20. Mai. Marktberi cht. ?ruf heutigem Wocken- markte kostete: 2Utter das Pfund 1,15—1.25ih'fw Hübnereier • Stück Tauben vr Vr. 0,H0—1,00 9)if«, Hühner pr. St. J,oü- Hahnen pr. Stück 1,50—2,50 Alk., Enten pr. St. 2,00- Kartoffeln pr. luu .5.00 Gänse das Psd. 70—80 Psg., Ochsenfleisch pr. P'd. t Rindfleisch pr. Pnmd 90—94 Pfg^ Kubfleisch 80 Pi. fleisch pr. Pfund 84—100 Pfg., bi alb fleisch vr, Pid. Alten-Buseck, 19. Mai. Am Sonntag nachmittag fand eiuc Versammlung des Ziegenzuchtvereins bei Gastwirt Gerhard Koch finit; zu der alle Ziegcnzüchter und Interessenten eingeladen waren. Ockonomirat-Weichsel schilderte in einem Vortag Z w eck Uchch Ziel dcr Ziegenzucht. Zum Schluß dankte der Vorsitzende, Polizetdiener kür den lehrreichen Vortrag. Er iorderte die Zuhörer an: das Gehör zu beherzigen, und die, die noch keine Mitglieder wären, sollen sich dem Ziegcnzuchtverein anzuschließen. Tie Mehrzahl der Auwesenten befolgten diese Aufforderung. — Tie internationale R i"i b e n b a n - U m f r a g e ergibt, wie ans Prag gemeldet ivirb, für Deutschland 527 000 Hektar, das ist gegenüber dem Vorjahre ein Minus von 3vio Prozent; für Oesterreich'Ungarn 425 000 Hektar, gegenüber bem Vocjahre ein Btinus von 5?/)o Prozent; für Frankreich 207 000 vcktar, gegenüber dem Vorjahre ein Minus von 9'/,, Proz.[ für Rußland 743 000 Hektar, gegenüber dem Vorjahre ein Minus von 2°’l0 Prozent; für die Konventionsländer 2 647 000 Hektar, gegenüber dem Vorfahre ein Blums von 43/l0 Prozent; für ganz Europa 2 202 000 Hektar, das ist gegenüber dem Vorjahre ein Mmns von 4*/l0 Prozent. bis 5.50 Blk., Weißkraut das Stück 00 bis l 0 Pscp, Zwiebelir vec Ztr. 0,00—0,00 Blk., Blilch das Liter 22 Psg^ 9lusse 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 9)lfw Birnen das Pfund 12 bi8 15 Pfg., Aepfel der Zentner 00 bis 00 Blk. Blarktzeit von 7 bis 1 Hhr. — Herborn, 19. Mai. Auf dem beult ich Markte waren aufgetrieben 141 Stuck Rindvieh und 706 Schweine. Es wurde bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen 1. Oualttät 93—95 Mk., 2. Qualität 90—92 Blk., Kühe und R'nder 1. Qualität 88 — 90 Mk., 2. Qualität 85 — 86 Blk. für 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dent Schweinemarkt kosteten Ferkel 60 bis 80 Blk., Läufer ‘.'0—100 Blk. und Einlegschweine 110—150 Mk. das Paar. Ter nächste Marti findet am 30. Juni statt. Kapelle Hisgon-Lich, bann folgten bic Ziegen und die Festgäste. Auf dem Festplatz begrüßte ber Vornn-mdc Münster die Gäste. Hierauf sprack Martin S chm a l l - Gießen als Vertreter des Kreisziegenzuchtvereius, der Redner hob die Verdienste des Regicrungsrats Tr. Rowack um den Aufschwung ber Ziegeu- äiidjt im Kreise Gießen bervor. Ter Sßerrrctcr ^chmall hielt einen interessanten Vortrag über Ziegenzucht, Aufzucht Pflege der Jungtiere, Liallhaltung, Bedeutung ber Weibe und über den hohen Wert der Ziegenmilch. Er wies hierbei auf die Knochenweicke hin, sie sei durch sachgemäße Fütterung und durch Zusatz von Kall in Form von Schlemmkreide zu ver- hinbcrn. Ter Züchter dürfe nicht einseitig aus hohe Milchleistung züchten, sondern müsse auch auf einen kräftigen Knochen- bau sehen, ^chon bei ber Aufzucht der Lämmer müsse man dem mutter Hafer, Salz und Scklemmkreibe zufügen. Ten Lämmern darf bie Muttermilch nicht zu -früh entzogen werben, sonst treten sie leicht durch. Von größtem Werte sei auch der Weibc- igang der Ziegen, und deswegen sei es ein Segen für die Kleintierzüchter, daß .Hattenrod jetzt eine musterhafte Ziegenweibe blitze. Zum Schlüsse sprack Herr Schmall über bic Bedeutung ber Ziegenmilch als Säuglingsnahrung, zumal die Ziege fast unempfindlich sei gegen Tuberkulose. Reicher Beifall lolmte den Redner für die trefflichen Ausführungen. Tann erfolgte bic Auslosung ber Ziegenlämmer unb GebrauchSgegen- itanbe. Zahlreiche Ziegenzüchter aus dem Steife Gießen, besonders Mitglieder des Kreisziegenzuchtvererns, wohnten der Feier bei. 6—7 Pfg., 2 Stück 0 Psg^ Enteneier 1 Stück 8—0 Psg., 0'änsener ISt. 12 Pf., Käse das Stück 6—8 Pfg., Käsematte 2Stück ö Auf die gestrige Einsendung sei gestattet, folgendes zu erwidern. Tie Forderung, großen und kleinen Hunden den Zutritt zur „Elektrischen" zu gestatten, geht doch wohl etwas zu weit. Nicht alle Hundebesitzer üben die erforderlich Rücksicht auf das Publikum. Ls gibt wohlgepflegte und gut erzogene Tiere, es gibt aber auchZierwahrloste Hunde, die zahllose Existenzen aus dem kleineren Tierreich mit sich hch:uinschleppen und andere unangenehme Eigenschaften haben. Soll nun der Wagenführer die „Böcke" von den „Schafen" trennen? Und wenn sich einmal ein Hund für bic Mitnahme in die „Elektrische" als ungualiftziert erwiesen hat, wie soll ihm. das Brandmal des künftigen Verbotes aufgedrückt werden? Man ist in Gießen int allgemeinen sehr hundefreundlich: es werden bei rund 32000 «Einwohnern nicht weniger als 937 Hunde versteuert, auf 34 Einwohner kommt also ein Hund. Tie Stadt Gießen erhebt einschl. der staatlichen Stbgabe eine Hundesteuer von 20 Mark, nicht mehr itnb nicht weniger als sämtliche anderen hessisck>en Städte auch. Das kürzlich vom Kreisamt aufgel-obene Gebot, die Hunde im freien Felde anjuteinen, erscheint dagegen als zu hart. Die städtischen Warn ungstafeln stehen aber trotz der Verfügung des Kreisamtes noch immer in der -Umgegend! Die Hundefreunde verlangen mit Recht für ihre Lieblmge ein gewisses Maß von Bewegungsfreiheit. Diese darf natürlich nicht in eine Belästigung der Passanten ausarten, und der fogenannte Hundespektakel ist unausstehlich. Wenn cs da auch öfter berechtigte Klagen gibt, so sind wir doch in Gießen kaum in ber Gefahr ims Konstantinopolitanischen Zuständen zu nähern. » «■ 7 158447 48 C3 U S'<1 RR7 38 41 49 79 959 159018 197 255 422 64 68 663 816 13000) 6 43 877 790 [600] 22 6048 77 183 22"’ 480 600 61 743 995 22 / 041 122 ?50 315 624 2 2 8016 16001 84 431 47 731 331 81 2 2 9018 53 68 102 [500] 287 83 400 11000] 615 899 196062 84 292 [600] 197 341 [500] 45 98 485 198096 886 496 687 661 934 1 99 273 87 395 753 92 851 957 20 0266 331 95 614 [500] 718 860 201104 «n 92137 66 251 447 907 48 62 93069 262 70 89 619 39 65 760 [600] 67 846 925 9 4344 434 63 726 95027 336 447 630 708 15 902 9G179 203 67 [500] 39 |30CO) 511 630 868 972 (500! 97016 18 137 365 60£■ 812 55 9ÜC 1 158 0 5 444 722 27 [500] 48 9924v 4 37 603 81 13000! 80« 95 100311 443 693 (600) 666 703 72 79 (3000] 76017 147 [600] 49 56 218 414 [1000] 663 767 1600) 826 P61 66 96 71063 196 (500| 97 333 605 [3C0n| 779 816 7 2061 188 212 60 836 767 874 7 3080 68 728 13000] 44 812 976 16036 293 312 48 410 (600) 620 85 869 995 17041 162 220 384 480 610 11 -------------- 185 225 393 804 902 78 33207 41 42 69 472 [3000) 604 90 703 918 82 3 4000 [6001 346 483 98 [600] 617 857 35374 38076 357 437 3 31 42 65 105192 ->r 332 441 658 89 i 08025 59 [500] 93 I j®de r«u>P»ne Kammer «lud e*el gleich hohe Ge- wlnae gefallen, and rwar Jo einer auf die Loee gleicher Kammer in den beiden Abteilangen 1 and II 160062 98 138 [500] 46 75 [600] 384 [1000] 82 161108 308 22 477 87 699 (1000) 303 94 446 66 [100C] 618 740 891 386 424 [3000] 623 801 (500) 164035 70 39 90 44] 647 946 13000) 165007 105 44 70 638 64 669 717 44 79 94 846 3 7325 677 823 67 920 26 57 3 8046 258 (3000 ) 312 456 83 614 672 3 9011 50 437 86 533 [1000] 63 76 82 611 64 13000] 989 40073 477 88 94 672 783 804 41 67 94 41052 70 83 98 144 302 3 42126 216 33 33 349 63 93 635 [5001 723 (500| 939 43028 268 (600] 364 61 469 621 883 983 86 (500 ) 44100 317 68 321 28 933 4 5168 94 431 40 532 [500] 65 611 74 738 903 43 91 46112 27 79 425 682 845 76 966 47027 137 65 224 64Q 669 901 85 4.3022 109 22 46 266 72 308 424 643 735 940 89 43106 10 222 364 407 538 999 50088 13000] 117 [5001 61 [600] 67 [1000] 517 13000] 952 98 51154 428 691 838 948 52102 (iCOOj 84 219 322 578 714 26 60 822 34 43 901 20 38 5 3061 300 694 840 5 4120 351 659 613 802 11 12 988 5 5019 48 196 254 442 67 86 604 29 613 822 69 96 58220 817 691 859 983 85 57319 44 693 715 [1000] 18 909 28 58150 94 268 409 531 32 98 (500) 990 [3000] 59088 284 11000) 94 443 601 46 611 41 759 804 (600] 38 65 60044 218 413 543 90 624 66 725 311 [1000] 969 61001 173 238 41 65 336 71 604 768 62202 42 324 516 45 [500] 731 988 169039 95 159 62 29'. 935 624 779 815 955 [500] 170293 410 68 550 73 688 704 954 171124 27 S3 696 768 86 811 82 019 66 [6000] 172356 462 500) 989 173270 305 610 649 833 65 91 948 J74Q81 [1000] 474 556 69 629 61 794 920 77 [50H 175116 93 457 703 41 63 176007 48 74 120 257 65 406 939 1 9 1288 443 92 637 46 646 835 982 1 0 2041 73 9- 199 297 390 49.' 641 393 967 103150 63 231 90 815 33 78 438 679 701 962 66 77 1 04274 418 89 Not die Gewinne Gher 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern belgefUg-t. 774 90 90 4 72 2 0 2 075 612 636 44 846 954 203012 [1000] 62 130 217 74 576 624 755 (10001 92 938 2 0 4183 273 [1000] 615 869 980 205117 365 417 69 74 709 206139 245 [1000] 90 94 426 77 207068 [10001 639 48 849 921 46 2 0 8090 137 252 371 453 65 93 97 [1000] 667 883 956 209062 310 424 60 683 653 779 876 2 1 0223 66 308 23 497 659 834 41 913 21 1151 52 67 234 [500] 341 635 854 816 65 [1000] 947 212113 (500) 291 605 72 85 [600] 622 982 213034 62 72 [1000] 176 266 403 [600] 6 60 653 67 634 774 70 861 65 964 2 14038 92 [1000] 212 611 65 (5001 93 935 73 215160 92 376 [3000] 430 676 718 861 91 216051 221 36 [500] 310 [1000 ] 41 60 407 21 606 42 62 732 34 77 908 [600] 28 2 1 7024 33 453 600 729 81 2162 ) 308 419 65 78 747 70 806 2 1 9021 61 97 (600 ) 375 200 11 [1000] 309 [1000] 403 63 786 831 82 90 97 934 1081 236 11000) 86 314 65 581 670 738 67 831 995 2005 67 196 767 3009 47 105 30 37 [500] 62 279 325 402 [1000] 636 712 (600) 827 4041 [600] 120 68 70 626 753 77 866 91* 6095 [1000] 103 17 63 243 330 480 828 40 908 [600] 12 67 6000 78 127 235 37 66 361 782 87 91 901 56 67 86 7 020 375 603 633 [3000] 35 74 740 924 66 8075 546 914 [5001 9173 f 10001 233 54 621 523 50 632 40 48 [1000] 95 793 95 99 815 2 2 0013 376 620 21 48 77 764 63 2 2 1076 78 184 240 326 64 80 85 458 98 645 88 622 83 763 877 938 222116 239 386 91 611 [500] 48 738 49 2.23141 45 51 11000] 293 399 442 537 [3000] 84 676 831 59 939 224263 626 30 58 798 842 99 942 «2E126 347 "" 9. Ziehung 5. KI. 2. Preuss.-Siiddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 20. Mal 1913 nachmittags. 29 35 18142 212 76 97 343 690 £600] 927 84 (500) 217 89 643 673 [600] 20061 302 25 80 98 438 675 85 765 839 [3000] 2 1 065 93 120 337 7 1 7 5 473 99 607 62 789 933 83 2 2048 [3000] 256 360 609 712 939 71 23144 97 429 704 841 939 53 24187 204 450 62 74 929 64 2 5154 256 72 418 616 746 2 6298 414 602 27105 [3000] 369 655 94 769 [1000] 376 11000] 427 778 934 29002 401 10 21 37 666 745 90 840 42 48 900 112108 221 85 99 343 886 964 113100 53 301 87 418 961 114004 79 13000] 142 288 559 776 926 1 15098 222 357 34 984 116106 362 641 707 60 850 72 117031 381 572 991 118038 246 [3000] 720 895 119339 441 646 616 38 716 41 818 48 120129 67 282 829 [1000] 48 985 [3000] 121038 284 319 28 65 761 832 [3000] 122071 361 612 89 607 [600] 712 [1000] 41 43 882 930 83 1 23029 141 (1000J 218 [1000] 309 421 626 676 713 124182 617 60 7 3 651 741 60 913 1 2 5 069 116 259 628 780 90 979 126016 212 349 640 690 844 1 27 066 321 60 65 745 826 98 996 123059 828 1 29147 347 420 49 [500] 83 84 687 [600] 714 28 910 77 130134 205 361 446 [1000] 77 552 64 88 [ICOOj 689 [1000] 834 1 31139 [500 ] 237 307 [1000] 69 [1000] 99 622 754 997 1 32028 100 356 412 872 1 33029 47 263 87 [1000] 337 686 768 81 ’IOOO) 972 134185 200 68 310 563 703 7 4 839 931 13 5018 27 [500j 162 245 [1000] 65 686 716 27 949 1 36139 [1000] 60 52 07 390 430 684 959 137140 582 [1000] 95 630 138021 23 121 213 368 418 67 66 660 716 988 [600] 139308 23 25 473 630 68 [500] 880 084 140056 [3000] 165 297 365 773 87 820 69 902 89 141144 [1000 ] 74 245 51 66 397 435 89 518 27 29 89 616 89 746 60 61 349 142084 86 145 202 1500>18 405 604 743 942 143113 202 372 96 840 14<'U3 42 750 60 145070 [5001 151 68 305 411 544 624 910 26 48 69 146066 216 407 11 710 54 92 802 41 147056 61 145 62 [1000] 433 70 535 940 13000) 143029 69 86 [600] 169 645 87 95 609 734 92 (600) 852 03 149096 216 466 789 858 150044 277 316 87 [500] 613 64 785 [600] 955 70 151213 55 [500] 640 638 303 953 90 15^029 111 57 96 [500] 283 362 640 902 7 1530C0 95 157 288 347 77 [1000 ) 483 [500] 70? 813 29 154-'19 107 45 235 [3000] 377 473 506 43 814 16 78 85 701 155081 HO 30 85 387 411 506 817 952 65 [500] 15605! 95 710 43 49 908 41 49 157024 79 124 ->72 ri? 631 40 | 629 (1000 ) 36 66 639 737 972 230557 804 92 (3000j 231519 27 29 660 232705 I 39 76 035 01 283065 108 11 89 260 316 22 24 42 | [3000] 79 420 88 74 81 54Q. 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[500] 663 [500] 843 [3000] 147028 186 237 326 61 916 [5001 61 661 786 96 989 3G034 67 289 324 27 83 866 167005 24 29 4Q 312 70 446 61 168045 514 896 269122 97 352 525 633 464 70 809 31 171025 33 71 906 76 172060 155 364 868 861 66 193458 655 897 194044 90 [1000] 124 238 [3000] 459 640 [500] 888 195015 268 69144 223 345 [500 ] 854 970 196r'14 23 176 80 241 324 601 93 767 99 776 88036 39 223 37 637 13 85 677 805 40 65 89 )1 48 957 035 215 11 10001 1 897 765 822 8'4 22 5353 623 62 2 2 6011 65 3 ! 228 22*10' 1O70U 732 11» 330 461 63. 601_17._ 701 23 838. 945 116038 63 [5.Q0jJ zu. 500 284 609 728 318 405 342 890 51171 [600] [1000] 583 706 38 85 62 (1000) 27148 329 484 602 42 [600] 23166 253 459 682 814 17 19 30 35 67 94 96 922 38 86 29024 71 77 2OO098 357 488 884 2 0 1 035 199 239 [500] 523 77 948 2 0 2391 469 730 823 55 60 946 64 256 58 500 719 8 2 877 2 0 4 061 223 91 564 510 658 [600] 432 509 140 754 314 182 421 308 330 815 28 49004 412 19 513 668 471 839 693 392 659 600 731 962 1 22013 430 77 729 813 29 123155 78 59 1 24006 98 238 433 60 81 125073 173 301 [1000] 556 98 430 78 754 1 9 1 030 67 94 229 89 897 939 1 92071 96 124 244 327 994 83 67 809 865 447 306 369 88 907 744 676 431 727 84 93 333 441 203048 6.39 798 541 827 944 609 177 492 87 374 401 506 916 1 42048 [1000] 567 767 807 62 97 924 49 343 666 720 61 [500] 67 525 763 85 927 1 45088 115 146146 49 55 86 292 383 643 472 713 834 243 630 99 14 37089 95 239 81 [10001 30' 677 852 89134 221 447 72 70006 178 421 [500] 58 89 9Ü8 23 74054 464 673 725 48 96 913 670 64 1 700 839 61 9?2 95 71072 192 42 661 677 795 047 72194 276 (500) 70 73079 131 93 238 600 57 [3000] 108 258 704 31 822 64 75143 249 535 602 66 68 706 88 938 183190 225 455 97 189050 377 87 [500] 458 89 73 561 991 350 62 84 48 325 88 141013 67 (600) 133 66 229 71 351 70 403 29 [300C] 143013 135 144218 [3000] 29 431 [600| 42 655 953 [3000] 500 720 205029 232 50 [500] 346 686 [500] 65 83 206154 (1000) 360 506 72 610 709 207137 486 667 730 979 208024 37 [1000] 647 69 167 161 69 82450 '1000] 98 833 190151 28! 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16 [1000] 733 816 ISCO] 42 [600] 990 148-102 694 [5001 42 85 1-49012 80 217 310 641 67 73 [1000] 536 735 54 70 32 917 159072 240 636 815 18 996 1 5 1 460 505 610 849 152122 34 [500] 298 338 [3000] 427 [600] 64 616 690 (500) 704 59 899 1 78093 95 [ 3000] 163 231 36 91 386 651 651 53 744 [1000] 179106 27 [3000] 276 649 67 [3000] 712 808 932 180272 317 96 592 [500] 718 862 908 11 131091 202 [30001 48 413 23 517 817 980 1 82 149 382 90 417 516 629 183080 519 96 720 (6001 834 48 184134 35 38 [3000] 429 525 632 810 41 986 185071 127 77 34 341 1600] 70 406 18 514 27 730 880 81 956 186046 261 322 76 580 [600] 618 62 836 962 187398 -»29 40 tu 300000 2 zu 56 zu 5338 212 934 855 Am* jede cczoffene Kammer idnd zwei gleich'holte Gewinne £*fallen, and zwar einer auf die Ixwu gleicher Äonnner in den beiden Abtellengen I and II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (1000) 349 485 86 564 718 209218 334 433 93 600 12 11000) 904 210379 495 99 576 [1000] 626 211225 62 426 81 558 781 839 969 212164 259 77 373 84 844 70 75 213058 314 69 503 61 63 [500] 772 214277 350 499 544 607 897 215022 477 [500] 130001 55 93 650 769 216061 170 73 365 696 770 23? 113 473 518 874 720 50 38 89 646 885 88 027 [1000] 232 77 341 787 Im Gewinnrate- 90111 18 341 502 [1000] 37 905 9 67 723 H30 919 [5001 92151 203 411 33 39 83 709 [1090) 875 911 93018 65 '04 41 520 .'7. 94i::i 49 27. l 361 442 73 515 618 217052 112 41 259 [500] 457 542 768 815 [500] 43 218170 75 90 615 739 [1000] 2 1 9124 224 35 473 518 809 37 56 934 71 22 0063 91 2?1 418 99 571 81 615 [1000] 41 60 "55 221511 655 900 222 34 145 86 231 83 311 27 [1000! 73 472 95 712 82 832 223139 49 210 21 90 [5001 2 92 521 76 602 719 224025 [1000] 468 96 [590] 7 l [EOQ] 913 tf*3044 i1 104095 14 121 83 06 Z 142 70 205 340 113 51 [5'0] 59 85 881 : . '■ 52 [6001 67 753 [11 403 638 729 806 10 68359 714 803 C10 79 321 440 722 805 497 785 76054 694 899 955 77026 27 272 447 99 871 78094 99 256 313 487 616 [3000] 719 861 956 78*412 55 627 822 911 [3000] 36 [ 3000] 262 311 81 [1000] 420 [1000] 959 127079 279 351 [3000] 406 346 965 128015 I 93 173 88 298 [1000] 560 621 79 725 [1000] 614 34 96 839 65 971 681 96 769 71 126104 66 [10001 813 955 3 7 472 [3000] 532 614 801 19 45 51 78 927 38098 156 [1000] 265 403 27 44 94 661 867 [1000 ] 762 853 962 39041 [600] 285 86 99 408 68 631 764 844 66 61 [500] 973 92 40286 95 626 718 41161 78 98 260 67 471 681 (1000I 669 710 60 4 2203 37 318 61 606 [500] 43 43021 32 153 67 [6001 367 1500] 432 636 60 738 934 44294 323 451 724 866 88 974 78 [500] 45071 133 78 202 312 25 72 680 760 818 (1000) 978 46013 65 128 223 469 [10001 95 '658 718 863 936 47318 76 453 704 886 5 2039 [1000] 82 190 269 329 461 718 831 84 906 39 53406 [3000] 571 [600] 72 634 54164 220 494 607 683 780 819 55164 260 802 |600] 56111 69 [500] 384 422 577 622 [1000] 94 706 13 37 87 874 922 [1000] 5 7 251 [600] 97 352 616 33 98 900 23 76 58258 70 82 98 467 660 [1000] 610 728 82ö 59009 193 252 78 277 470 679 624 28 766 60135 583 614 803 906 61155 97 244 690 892 638 62071 [600] 415 35 42 680 . 98 869 6 3443 96 641 ([1000] 85 880 984 64073 [1000] 110 47 330 70 479 ,[500] 603 764 86 932 65134 73 98 229 42 360 605 755 61 892 [500] 66228 66 [600! 325 658 70 701 46 922 77 87090 356 480 651 55 68006 90 510 [1000] 47 9. Ziehung 5. Kl. 2. Preuss.-Siiddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 20. Mai 1913 vormittags. " H0078 11000] 132 205 304 (500) 697' 9P.0 111111 71 276 90 310 458 92 514 34 803 976 9C 1120^ ' 01 187 11000] 323 404 6 785 852 80 943 [1000] 1132 -4 [6001 68 348 87 660 64o 802 94 909 114507 22 619 [1000] 84 87 708 984 115117 247 74 [3000] 96 |500]