Nr. |67 Erscheint til-llch mu Ausnahme des Sonntags. Seneral-Anzeiger für Gberhejsen die 79 Am Oswaldsgarten GeriehtsjsaaL. 0 im wurde, hatte mcifter, TüITcit, Rcg.-Bez. Düsseldorf, Züchtclnerstr. 88, Obcr- hciz-er Len iWill'Am^, Vater Ewald Ley, Biergroßhändler, Sonnenborn b. Elberfeld, Alte Dorfstr. 58. affe= w I« ** mehr Jahren heirateten noch 50 ALänner. Von diesen letzteren hatte einer den fOFut, eine Brant unter 20 Jahren zu heiraten, 10 von ihnen heirateten Frauen von 20—60 Iah ren, 20 nahmen Frauen von 40—50 Jahren, 14 nahmen Frauen zwischen 50 und 60 Jahren und fünf nahmen über 60 Jahre alte Frauen. Die meisten Eheschließungen, 1120, fanden im Wonnemonat Mai, die wenigsten, .560, im Januar statt. Von den Frauen waren 703 unter 20 Jahre alt, 5212 zwisch. 20—25 Jahr., 2676 zwischen 25—<30 Jahren, 641 zwischen .30—35 Jahren und 10 Frauen über 60 Jahre. Un ter den Eheschließungen waren 1619 Mischehen. Tie Zahl der Ehescheidungen betrug 1912 221. — Die Zahl der Todesfälle betrug im verflossenen Jahre 17 710, im Jahre 1911 18575, int Jahre 1910 17 996. Unter den Gestorbenen waren 4545 bis 5 Jahre alt, 369 bis 10 Jahre, 259 bis 15 Jahre, 391 bis 20 Jahre, 474 bis 25 Jahre. Ein Alter von 80—90 Jahren erreichten 1178 Personen, über 90 Jahre alt wurden 80 Personen, 41 Männer und 39 Frauen, während im ganzen 8915 männliche und 8795 weibliche Personen starben. Ort vvn ।----r»---u - . - ihrem Alter 'oder ihrem Gesundheitszustände nach feine Aus- lliger i «R •*1,0 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrnye 7. Expedition und Verlag: euKöl. Redaktion:e-^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießeu. „S 178". Die Bestattung der Umgekommenen. Tie „Sietzeuer FamiliendlSIter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beiqelegt, da- „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Di» „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweunal. Landwirtschaft. ** Fünfte Obcrbesiiiche Z u w t v i e h - ?l n k t i o n zu Butzbach. Die 5. Oberheisifchc Zucblvieh.Anktion zu Butzbach lieferte ebenialls ein recht znlricdcnstellcndes Ergebnis. Von den 35 zur Versleigeruna zugelassenen Bullen landen 23 Naulliebhaber und ertiellen einen Erlös von 14 GGO Mark. Den Höchstpreis erlangte Theodor Stein, Grün berg, mit t05 Mk. für einen 14 Monate alten, außerordentlich gut entn'ickelten Bullen Ter geringste Preis betrug 480 Mk., und int Durchschnitte wurden 654 Mk. bezahlt. Tie teuersten und wohl mich wertvollsten Tiere wurden erworben von ben Gemeinden Hoch-Weisel, Ober-Breidenbach, Allendor, an der Lumda, Rc’enrob, Groben-Lindcn, Holzheim, Dietesheim, ftifch- born, Lützellinden und Ober-Arechen (Rr. Limburgs. Ter Erlös überstieg den Taxwert nm 1275 Alk. oder etwa 9 Prozent. Von den 20 zur Versteigerung gebrachten Ebern wurden 9 mit eine n Gesamterlöse von 1280 Mk. abgesetzt, wobei im besten Falle 195 Mk., im schlechtesten 120 Mk. und im Durchschnitt 151 Mk. erzielt wurden. Weitere An- und Verkauisgelegenheiten werden nunmehr in diesem Jahre noch aul den Faselmärktcn zu Alsseld, Nidda, Hungen und Friedberg geboten. Ans Stadt und Land. Gießen, 19. Juli 1913. ** Konzertverein. Der Konzcrtvercin hielt am Tienstag seine ordentliche Hauptversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende mit warmen Worten des verstorbenen, ehemaligen Vorstandsmitgliedes, Herrn Louis Lotz scn., uno seiner unermüdlichen und sördersamen Arbeit zugunsten des Vereins. Nach dem Bericht über die Vereins- tötigfeit im abgelaufenen Konzertjahre wurden die Nech- nungssachen erledigt und der Voranschlag für das kommende Vcreinsjahr bekanntgegcben. Mit besonderer Aufmerksamkeit folgte die Versammlung dem nächsten Gegenstände: Musikalische Veranstaltungen im nächsten Winter. Wir glauben, dem Verlangen unserer Musikfreunde zuvorzukommen, wenn wir auf diesen Punkt näher cingehen. Ter Konzertverein gibt im kommenden Winter wiederum 10 Konzerte in der seitherigen bewährten Einrichtung. Eine Bereicherung werden die drei Kammer- mmirnpnbe erfahren. Tas bisher im wesentlichen auf „Trios" beschränkte Programm luirb auf Streich-Quartette und -Quintette ausgedehnt. So ist die zweite Kammermusik den vier Instrumenten des Streich-Quartettes Vorbehalten und die letzte der Darbietung von Quintetten. Die erste soll eine Vereinigung von Solistenkonzert und Kammermusik bilden. Tie Mitwirkung einer der namhaftesten Altistinnen der Gegenwart, Frau Erler-Schnaudt aus München, wird ihr sicherlich eine besondere Anziehungskraft verleihen. Für die Künstler-Abende find gewonnen worden: Dr. Ludwig Wüllner, der Bayreuther Wotan, Kammersänger Walter S o o m e r , die ganz außerordentlich begabte, jugendliche Violinistin Alma Moodie aus Brüssel und die Prcuf. Kammersängerin Elisabeth Boehm-van E n d e r t, die Nachfolgerin von Frieda Hempel an der Berliner Hofopcr. Instrumental werden sich, wie seither die Kapelle des Palmengarten-Orchesters in Frankfurt betätigen und weiter die Meininger Hofkapclle unter ihrem Dirigenten Generalmusikdirektor Prof. Dr. Reger. Sie stellt auch das Orchester in der vorgesehenen, von Professor T r a u t m a n n geleiteten Aufführung von Bachs Matthäus-Passion. Das zweite Chor-Konzert gilt der Erstaufführung der jetzt int Vordergrund des Interesses stehenden Stephanischen Neubearbeitung von Händels Nang- und wirkungsvollem Oratorium „Jephta". Bekanntgabe der Taten der einzelnen Konzerte, die bis auf zwei sämtlich an Sonntagen stattfinden, erfolgt später: dagegen können Neu-Anmeldüngen ober Abonnements-Erneuerungen — was sich übrigens sehr empfiehlt — schon jetzt in der Musikalienhandlung von Ernst C h a l l i c r aufgegeben werden. •• ©tabtt 1) enter. Zu der Erstaufführung von .Püppchen" aut nächsten Dienstag fei noch bemerkt, daß die Direktion für eine vollständige kostümliche Neuausstattung besorgt war. Es sind all' unsere ersten Operettenkräfte in der Neuheit beschäftigt und die Porbestetlungen lassen ein besonders reges Interesse für diese Vorstellung erkennen. " Universitätsbibliothek. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, müssen alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, alle vor dem 10. Juli d. I. entliehenen Bücher bis spätestens den 10. August zurückliefern. Während der Herbstferien ist die Bibliothek nachmittags geschlossen, vormittags von 8—1 Uhr geöffnet. ** Heber bie Verleihung der Wohltaten des nähme in die Erziehungsanstalten finden tarnten. 2. C'frtoäljning von Pflegegeld wird durch Waisengeld, Waisenrente, Erziehungs- beiljilfen ober Erzielmngsgeld ausgeschlossen Nur neben dem auf Grund des Reichsgesetzes vom 13. Juni 1895, bet ressend bie Fürsorge für die Witwen und Waisen der Personen deS Soldaten standes des Reichsheeres und der Kaiserlieiren Marine vom^Feldwebel abwärts, und des Militärhinterbliebenengesetzes vom 17. Mai 1907 zuständigen Waisengelde kann ein Teil des Pslegegeldes bis zur Erreichung der Betrage von 90 bezw. 108 Ml. bewilligt werden. 3. Pflegegeld wird von dem Monate ab gezal>lt, in welchem nach Beibringung der nötigen Ausweise die Bewilligung erfolgt, uno zwar längstens bis zum vollendeten 15. Lebensjahre. B. 1. Aufnahme in die Erziehungsanstalten wird vorzugsweise den unter A. 1. erwähnten, außerdem aber auch solchen Waisen bewilligt, deren Vater einen .Feldzug mitgcmacht oder nach Er- süllnng der gesetzlichen Dienstpflicht längere Zeit weiter gedient hat oder als invalide anerkannt ist. Ausnahmsweise auch den Kindern noch lebender ehemaliger Soldaten, welche dauernd völlig erwerbsunfähig und ohne genügendes Einkommen sind.) 2. Bedingung der Aufnahme ist, daß vom 1. des der Ausnahme folgenden Monats ab bis zum Ablaufe des Entlassuncksmonats an die Haupt- Militär-Waisenlzauskasse abgeführt werden: a) das gesetzliche Waisengeld bezw. die gesetzliche Waisenrente aus Reichs-, Staats-, Kommunal- usw. Fonds oder aus Mitteln jeder unter öffentlicher Autorität errichteten Verforgungsanstalt, b) das gesetzliä« Kriegswaisengeld, c) die gesetzlichen Erziehuiigsbeihilfen und di das aus dem Kaiserlichen Dispositionsfonds bew-illigte Erziehungs- geld. Erhalten Waisenkinder neben dem Waisengelde noch eine Unterstützung, insbesondere eine Ausgleichszuwendung, daun darf die Aufnahme davon abhängig gemacht werden, daß für die Dauer ihres Aufenthalts in den genannten Anstalten auch der Betrag des um die Unterstützung ober Ausgleichszuwendung erhöhten Waisengeldes an die bezeichnete Kasse abgeführc wird. 3. Die Ausnahme in die Anstalten findet nur vom Beginn des 7. bis -um vollendeten 12. Lebensjahre, und zwar Ostern und Michaelis statt. Die Bewerbung um die Wohltaten ist von den Erzie- lungsberechtigten (Mutter, Vormund» nicht an das Waisenhaus in Potsdam, sondern an d a s D i r e l t o r i u m desPotsda m- s ch e n Großen Militärwaisenhauses in Berlin W. 66 (Wildelmstraße 82/85) zu richten. Dem Gesuche sind beizufügen, 1. Die Militärzeugnisse 'Mili'ärpaß) des Vaters, 2. die Stcrbeurkunde des Vaters und bei Vollwaisen auch der Mutter, sowie die standesamtliche Geburtsbescheiniguna und der Taufschein des Kindes, ferner die gerichtliche Bestallung des etwa bestellten Vormundes, 3. eine amtliche Bescheinigung der Bedürftigkeit, 4. ein amtlicher Ausweis über den Betrag der unter B. 2. erwähnten Hinterbliebenenbezüg«! ober herüber, daß, das Kind weder Anspruch noch Aussicht auf deren Gewährung hat, 5. wenn für .Kinder im Alter von 6 -12 Jahren Pflegetd beantragt wird, ein obermilitärärztliches Zeugnis, daß sie sich nicht zur Ausnahme in ein Militär-Waisenhaus eignen. " Schweinepreise. Die Schweinepreise find in letzter Zeit wieder ganz enorm gestiegen, nachdem sie leider nur auf kurze Zeit sich einigermaßen erträglich gestaltet hatten. Da nun bie enorm hohen Einkaufspreise auch eine Erhöhung b er Verkaufspreise bebingen, so sehen sich bie hiesigen Schweineinetzger notgedrungen gezwungen, die Verkaufspreise für Schweinefleisch und Wurst mit ben hohen Einkaufspreisen in Einklang zu bringen unb die Preise ab beute dementsprechend 311 erhöhen. ** Unterbietungs verfahren. Ein iiberrafchcn- des Ergebnis hatte die Ausschreibung von Erd- und Beton- arbeite'n zur Herstellung eines Schießstands 3 für die Maschinengewehr-Abteilung. Es wurde dafür verlangt: Georg Becker 5000 Mk., Ab ermann u. Kling 2500 Mk., Beton- und Etsenbeton--Gesellsck)aft (früher Lolat) 2400 Mk., H. W. Rinn 1300 Mk. Kreis Lauterbach. ~ Wallen rod, 18. Juli. In der Hosreite des Gastwirtes und Metzgers Hrch. Reibcling hier brach gestern nacht Feuer aus, welches da? ganze Anwesen indische legte. Die Entstehung des Feuers ist vermutlich auf Explosion eines Gasolinbehälters zurückzuführen. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Es ist dieselbe Hosreite, aus der vor cliua 10 Jahren der frühere Besitzer durch Schüsse mehrere Einwohner verletzt batte unb sodann durch ein Gendarmerie- Aufgebot belagert wurde. Er beging, noch ehe ihn die Gendarmerie festnehmen konnte, Selbstmord. Samstag, 19. Juli 1915 Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Sange, Gießen. ■ en in Umtausch bis Mk. per PW. P 01sdamschen Großen Militär-Waisenhauses sind künftig die nachstehenden Bestimmungen maßgebend: Die Stiftung gewährt bedürftigen ehelichen Kindern verstorbener Soldaten vom Feldwebel abwärts: A. Pflegegeld von jährlich 90 Mk., für Vollwaisen von 108 Mk.: B. Aufnahme in die Erziehungsanstalten: Potsdam (evangelische Knaben im Alter von 8—12 Jahren, Pretzsch (evangelische Mädchen im Alter uon 6—12 Zähren und evangelische Knaben im Alter von 6 bis 7 Jahren'. Haus Nazareth zu Höxter (katholische Knaben und Mädchen). A. 1. Pflegegeld dürfen nur solche Kinder erhalten, Deren Vater im preußischen .Heere zur Zeit der Geburt des Kindes aktiv diente oder während des Militärdienstes ober 3um neuen Spionagegesetz. Das neue Spionagegesetz findet in der deutschen Presse, soweit es sich um die Versckstirfung der Bestimmungen über die Bestrafung bei Spionage handelt, durchgehend vollste Zustimmung. Es wird betont, daß eine Verschärfung der Spionagestzrafandrohunaen nicht mehr länger ru um- ge'hen ist. Gegen einen Punkt wird allerdings Stellung genommen, es ist der § 9, der sich mit der Presse beschäftigt. Tie Stellungnahme g e g e n d i e s e n P a r a g r a p h e n ist durchaus berechtigt und kommt in fast allen Kreisen der Presse zum Ausdruck. Auch der Deutsche Wehrverein "hat gleich nach Bekanntgabe des Entwurfes ernste Bedenken gegen die Bestimmungen des § 9 geäußert. Das gleiche ist durch den Reichsverband der deutschen Presse, ebenso vom Verein deutscher Zeitungsverleger und durch den Verband deutscher Journalisten und Schriftstellervereine erfolgt. Der „Zeitunasverlag", das Organ der deutschen Zeitungsverleger, stellt fest, daß die Beurteilung, die der Entwurf in den Kreisen der Presse erfahren hat, höchst ungünstig ist, und sagt zum § 9, seine Fassung sei „überaus unklar und dehnbar. Es wird ziemlich das ganze Feld der militärischen Be richterstattung verboten. Die Redakteure würden auch bei. höchster Wachsamkeit stets in Gefahr schweben, sich strafbar zu machen". Wenn von gewisser Seite gesagt worden ist, Befürchtungen, daß der § 9 zur Unterdrückung der freien Kritik an unseren Heereseinrichtungen verwandt werden könne, seien ungerechtfertigt, so ist dies mit solchen unverbindl- lichen Behauptungen nicht erledigt. Tie Gefahr der Unterdrückung liegt zweifellos vor und wird auch vom „Zei-- tungsverlag" erwähnt, der dazu schreibt, daß durchaus dem zuzüstimmen sei, wenn der Deutsche Wehrverein darauf bin- wies, daß mit Hilfe dieses Paragraphen jeder Militärschriftsteller rechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne, wenn er etwas geschrieben hat, was den maßgebenden Stellen nicht angenehm ist. Wenn im „Tag" in einem Artikel! gesagt worden ist, daß das österreichische Spionagegesetz ähnlich gefaßt ist wie das deutsche, so darf demgegenüber darauf hingewiesen werden, daß das österreichische Spio- nagegesetz in seinem § 129 I sich doch wesentlich klarer ausspricht, denn es heißt dort: „Wer in einer Druckschrift über die Streitkräfte der Monarchie, über ihre Befestigungen, Kriegserforbernisse oder öffentlichen Verkehrsanstalten eine Mitteilung veröffentlicht, wird wegen Vergehens mit Gefängnis ober Haft von 3 Tagen bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe von 20 bis zu 2000 Kronen bestraft, wenn die Veröffentlichung einem gehörig kund gemachten Verbote der Regierung widerstreitet oder die m i l i t ä r i s ch e n I n t e r e s s e n d e r M 0 n a r chi e offenbar gefährde t." Turch das Wort „offenbar" ist zweifellos eine viel festere Bestimmung dessen gegeben, was unter den Paragraphen des Spionagegesetzes fällt, während es in unserem Entwurf des § 9 einfach heißt: „Wer fahrlässig ein militärisches Geheimnis in bie Öffentlichkeit gelangen läßt ober ein militärisches Geheimnis, bas ihm kraft seines Amtes, Berufs ober Gewerbes ober eines von amtlicher Seite erteilten Auftrages zugänglich war, an einen anbern gelangen läßt, unb ba- du'rch "die Sicherheit des Reiches gefährbet, wirb mit Gefängnis ober Festungshaft bis zu 3 Jahren ober mit Gelbstrafe bis zu 5000 Mk. bestraft." Nicht nur ist also bie Bestrafung in unserem Gesetzentwurf eine höhere als bie in Oesterreich für biefeu Ftill gegebene, bie Fassung ist auch, bei uns eine ungleich behn- ba'rere, als sie im österreichischen Gesetz vorhanben ist. Gerade das Wort „offenbar" gibt dem österreichischen Gesetzes- Paragraphen eine wenn auch dehnbare Grenze, über die hinaus der Paragraph nicht zur Anwendung gelangen kann, während bei uns § 9 eine solche Grenze Überhaupt nicht ausweist. ______________________________ Die Namen der Nmgekommenen vom Torpedoboot "S. 178", am Freitag bestattet wurden, sind folgende: Ober-Mafch- Maat Steifer, Vater Emil Stefser, Bromberg, Schleinitzstr. 48, Ober-Masch-Maat Gent, Vater Peter Gent, Wageitiabrilant Metz, Braillonstr. 4, Masch-Maat Schröder (Fritzh Schwester Schröder, Eversten bei Oldenburg, Eick;cnstr., Masclpnisten-Anwärter H 0 ch a p s e l, Vater Konrad Hochapfel, Wildungen, Linden- tor, Oberheizer Gerhardt, Vater Friedrich Gerhardt, Weichensteller Saarbrücken, Ludwigsbergerstr. 36, Oberheizer Eifert, Ackerer, Sterlrade iRheinprovinz), Kronstr. 139, Oberheizer Fischer (Albert), Stiefvater Laudert, Lokomotivführer, Freiburg i. B., Engelbertstr. 31, Oberheizer Ogrobowsziek, Vater Johann Ogro- doweziel, Arbeiter, Sargen (Kreis Ezarniiäu, Post Lubasch), Ober- hei-er Patecki, Mutter verw. Patecki, München-Gladbach, Eikener- straße 2.36, Heizer Zwiertz, Vater Johann Zwiertz, Schlosser. Köln- Ehrenseld, Landmannstr. 41, Heizer Osse, Vater Gottlieb Ofse, Gärtner, Aschersleben, Salpeterstr. 2, Heizer Hille, JBater Adolf Hille, Arbeiter, Hann -Mündm, Hauserweg 10/12, Heizer Becker (Wilhelm), Vater Peter Becker, Schornsteinfegermeister, Bocholt, Reg.-Bez. Münster i. W., Nordallee 26, Heizer Schwarz (Wilh ), Vater Heinrich Schwarz, Schneider, Altona b. Hamburg, Lueien- str. 24, Heizer Kerren (Oslär>, Vater Peter Kerren, Sck)losser- . GRAEFE Telephon GIESSEN Str 45 SS?5 KAMlNE E„,irt" ..... Aurich, 18. Juli. Nach zweitägiger Sitzung wurde gestern und heute vor der hiesigen 3traf lammet über die anläßlich der Maifeier in Bremerhaven vorgelommenen Ausschreitungen verhandelt. Vier Angeklagte hatten sich wegen Aufruhrs zu verantivorten. Es waren 50 Zeugen geladen. Der Staarsanwalt beharrte auf dex Anklage wegen Autruhr. o.as Gerickst hielt einen Aufruhr nicht für erwiesen und verurteilte wegen Teilnahme an einem Auslauf den Nieter Krußmanu zu -wei Monaten, den Arbeiter Paschik zu drei Wochen Gefangms- und den Schmied Kleine zu dreißig Mark Geldstrafe. Ter Maurer Wasser wurde freigesprochen . . . „ - Straßburg i. E., 18. Juli. Ein >en,atioiieller ^trar- prozeß stand heute vor der hiesigen Strafkammer zur Ver Handlung. Wegen W e ch s e l f ä l s ch u n g e n in größerem Umsange hatten sich der Geldoerleiher Alfred D u r ck a r b_t aus L nrrnt. hach i. E., ferner der ehemalige Leutnant Emil ^criba rnä bie Kaufleute Emil Hartmann und Gustav Jung aus b=rih ISS Sur ®el ,.„Derw «S5Ä- jerfogiiB® . «clterswcg ■''J.immctto,, •rcoitiele, fon wobu.. L >t( »alb,, (yaä 'tnokumbäbj te ’Ä1 zu £ p.)uoo«"i LurflJ^1 ’ M, S durch bcoo deß rem ,',inntnid) c mieten, iw - Sefidbtn: 9?nb, W'lb> r?z DM vtrrfdmftlid Mobnuna । l.qeiitralfieui Icum und va 1 Cftober ot 5Jnh. Srankf. ?iirt6 Serien S zu 7 Jahren . . Heitere auSgeinäflete Kühe und wenig gut ent- wickelte jüngere Kühe......... Mäßig genährte Kühe und Färsen . . . . . Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mastkälber Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber Schafe. gewicht.......... le. Frankfurt a. M., 18. Juli. rvörscn-Wochenhcricht. — Frankfurt a. M., 18. Juli. Die Meldungen vom Vallan lauten sehr wechselvoll, trobbent erhält sich aber an der Börse das Vertrauen, daß es in nicht zum Essen. Diesen wird Scotts Emulsion eine Wohttot sein, beim, angenehm schmeckend und leicht verdaulich, regt sie die Eßlust kräftig an, so daß auch an heißen Tagen das Essen wieder schmeckt. Es ist der Hanptvorzug von Scotts Emulsion, daß sie im Sommer ebenso leicht genommen wird, wie in der kühleren Zeit. Scotts Emulsion wird von uns oitflf, sondern nur in cerfiegelien kDriginalflaschcn In Karton mit unserer Sckupmarte (Mischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, G. m. b. H., ftrantfuit o. M Gehalt ca.: feinster Medizinal-Ledertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphoSoborigsaurcr Kalk 4.3, untere!jo6Dborigfourc» Natron 2,0, pulv. Tragant 3.0, feinster arnb. Gummi pulv. 2», Master irr,», Alkohol 11A Hierzu aromatische Emulsion mit Bunt« ivtanocl- uni Waultheriaöl le 2 Tropfen. 60—70 Pfg., Bohnen 1 Pfund 25 —30 Pfennig. MarLzeit um 7 bis 1 Uhr. FC. Wiesbaden. Diehhoi-Marktbericht vom 18. Juli. Auftrieb: Rinder 74 (Ochsen 6, Bullen 8, Kühe 58), Kälber 102, Arbeiterbewegung. Kiel, 18. Juli. Gestern gefaßtem Beschluß gemäß ist Mehrzahl der Arbeiter auf der G e r m a u i a w e r f t und H o w a l d t s w e r k e n nicht zur Arbeit erschienen. Kaiserliche Werst ist von der Streikbewegung noch verschont. Lin guter Appetit. Es will mir nicht schmecken, sagt mancher der heißen Jahreszeit, ich habe keine Lust Märkte. Kießen, 19. Juli. Marktbericht. Ank heutigem Wockieu- moxffe kostete: Butter daS Pfund 1,10—1.20 9),’L, Hühnereier 1 etürt 8—9 Pfg.. 2 Stück 0 Psg., Enteneier 1 Stück 8—0 Psg„ Gäusecier ISt. 12 Pi., Käse das Stück 6—8 Pfg., Kasematte 2Stück 5—6 Pfg., Tauben rr 9-r. 0,80—],00 9)if., iuihner vr. St. 1,00—1,60 9)?L Jahnen rr. Stück 1,50—2,50 Alk.. Enten pr. St. 2,00—3,00 9.Uf„ Gänse das Pfd. 00—( 0 T'fg„ Orbsenfleisch vr. Pld. 92—100 Pfg , Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Pfg. Kuhfleisch 80 Pfg„ Schweinefleisch pr. Pfund 90—110 Psg., Kalbfleisch rr. Pfd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.50 bis 7.00 3)iE., Weißkraut da? Stück 20 bis 30 Pfg., Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,90 ME., Milch das Liter 22 Psg., Nüsse 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 TIE, Birnen das Pfund 00 bis 00 Pfg., Acpfel der Zentner 00 bis 00 Mk., Erdbeeren 1 Pfd. 80 bis 100 Pfg-, Walderdbeeren 1 Liter 60-80 Psg., Kirschen 1 Pfund 35-50 Pig-» Heidelbeeren 1 Liter 36—40 Pfg., Johannisbeeren 1 Pfund 25—30 Psg., Stachelbeeren 1 Pfund 25—30 Pig., Himbeeren 1 Liter Angefahren waren 19 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Mau notierte: Heu, altes, 3,20— ',50 neues 2,30—2,60 Alk. Stroh (Kornlangstroh) 0.00-0.00 Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles ,c 50 Kilo. Geschäft gedrückt Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Dieburg, Obertauiuis und Hanau. S ch w e i n e. Dollfleischige Schweine von 80— 100 Lebendgewicht ' . . . . 61-62'/, 7G-5G Pollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 59)4'60'/, 76—77 Pollflcischige Schweine von 100 — 120 kg Lebendgewicht 62-64 Pollfleischige Schweine uonl20—150 kg Lebend- Schale 13, Schweine 194. Geschalt ntitteL Ochsen. Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . Tie noch nicht gezogen haben (unaejodite) . . Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere ausgemästete............ Bullen. Doll fleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . Lnftschiffahrt. w Frankfurt a. M., 18. Juli. Ter Sergeant W e st p h ä l'l) anS Hannover, der hierher zu Flugübunqen abfominanbiert war, erlitt gestern abend bei einer ersten Startübung mit einem stärkeren Motor einen Unlall. Als er den Apparat über den Boden laulen ließ und jener kleine Sprünge machte, siel er plötzlich aus der Maschine, deren Motor er scheinbar nicht genau abgesteflt halte, und erlitt Verletzungen, die zunächst leichter Natur erschienen, er war jedoch so unglücklich gefallen, daß er bald nach seiner Ueberlührung ins Lazarett verstarb. Vermischtes. — D i e Geschick, teder Ausklärung am Rhein soll durch eine Ouellenpublikativn vorbereitet werden, für nie im Auftrag des Vorstandes der Gesellschaft für rhcinisckfe Geschichts- Tunbf Dr. G. Beyerhaus in Bonn einen Plan au)fallen wird. Die Veröffentlichung» soll in erster Linie das weit verzweigte, zum Teil versprengte gedruckte Material nach den geistigen Zentral- vunkten des Rh'inlandes sammeln, um für eine bercinftige Geschichte ber rheinischen Aufklärung sowohl eine bibliographisckre Grundlage als auch wichtige Ouellen zu liefern. Das archivalische Material soll in beidnänftem Umsauge l-erangezogen werden. Zeitlich toirb die Publikation bie Aufklärung von ihren noch zu ccmittclnbcn ersten Ansangsstabien um 1700 bis zum Durchbruch der romantischen Bewegung am Rhein um 1804 umfassen. Die Leitung des Unternehmens hat Geheimrat v. Bezolb übernommen. Ferner hat ber Verein, einer Anregung von Professor E. Lauds- herg in Bonn folgend, die Heraiisgabe der Gutachten und ver- lvandtcn Aktenstücke beschlossen, die von der Tätigkeit der 1816 eingesetzten Justizkommission für die preußischen Rheinprovinzen Zeugnis oblegen und entscheidend ivareii für die »Frage nakb der Zuführung des preußischen allgemeinen Landesrechtes oder der Ausrechterhaltung des französiscl-rhcinisckien Reckes. Die Aufgabe ist Professor Landsberg übertragen worden. sich in das AuÄaard geflüchtet. Die Angeklagten haben Wechset auf t*&nrnte aktive Offiziere der Garnisonen .Hagenau, Brschweiler, >kikhl und Strahburg als Akzeptanten f«l schlich au^geftdTt, und diese zumeist Geschäftsleuten in dem Straßburger Bowrle 'S*lsildigheim in Zahlung gegeben. Diese Leute fntb eehebkich geschädigt nweden. Die heutige Verhandlung währte den ganzen Tag. Das Urteil gegen Burckardt wegen Bäeuges und Urkundenfälschung lautete auf 11 _■ Jahre Gemngnrs, gegen öartmann und gegen Gufaw Jung wegen des gleichen Reats auf Ttetm fOhntaic bezw. acht ‘TRoncto Gefängnis. Scriba, der sich jetzt in Zürich aufhält, wurde sreigefvrochen. Vüchertisch. — Tas b e u t f d) e & e c r n a ch b e r Neuordnung von 1913. Von Oberstleutnant W. von Breme n. Mit 44 Abbildungen und einem farbigen "dmfd)(ogbUb. Unter dem Titel: Tas deutsche Heer nach der Ne»lorbnuiig von 1913 erschien soeben in der bekannten und populären Sammlung von Velhagen & K lasings Volksbüchern eine kleine Schrift, die der bekannte Vlititärschrist- steiler Oberstleutnant von Bremen dem deuischen Heere widmet. TnS kleine, überaus reid) illustrierte Werk schildert dos deutsche Heer in feiner neuen, verstärkten Form unter Berücksichtigung aller iieligeichasfeuen Verbände und wird daher gerade jetzt dem größten Interesse begegnen. 5pielp!an der »«rhaus-Theaters Baö Nauheim. Sonntag, den 20. Juli: .Öosgnnst." Montag, den 21. Juli: .Püppchen." Mittwoch, den 23. Juli: .Mein Freund Teddy." Freitag, den 25. Juli: „Hoheit tanzt Walzer." Sonntag, den 27. Juli: „Diajolika." Zur Sommerfrische ob. Badekur empfiehlt sich in Bad Salzschlirf bic Villn Wilhelmshöhc herrlich aus kleiner Anhöhe nclefl.,(yia6ocrnnbn, Garren, Bi Uord.Ktov.,Restauration gute biirgerl.Küche, niedrige Preise, gute Bebienung.Pro- svekt frei. I.. Eckert. (SM,ry Ferien-Aufenthalt. * Während bet groß Ferien Huben in schönet waldreicher Gegend 2 ob. 3 Kinb. tiebev. Aufn. u. Pflege in einer Atzt- fainilie.Ofs.sinb zu fcnb.:'Bofa. AQenstabt lLberh.), N.N.888. Luftkurort S11/* Biedenkopf Schönepreiswerte Zimmer Pens.Plack.Bacbßrnndstr. 10 Boifclsberq.^^l-«"' SochMWchn (500 oi) Star.Jlbeshauscn,Post Herbstein iLbcrhcssen) Tel. 5. Hotel r.um Fehenmcer. Mäft.Preise. 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