Ä^inWesc SH> sHSZ! ' , t |intqei^;*. r‘tl '"''« «efe’^1 ^Kentzäue^ o^le kamen SAM 4n it"®nS*« tlorcu n-Sctiot Geg. M -dabndontr.L8. (W1 i.2006is300 12 Avril L I. verstarb ^,°Env'M>ete Frau o -wl Tr. Haupt itsiuhcning des Nach- ocaumagl, eriuche ich lcicmgcn, welche noch rungen oder ionflifle uwcandiePerikordenc cren Nochlah »u bilden solche bis läogiicas April tI. bei mir dien. 2615 cn. den 17. April 1813. iricdrich Poeck, Surrauvorstetzer, raminiiraße 24 Schlei gegen Ticherheil v i’it jierdienkl oui na: --ei. Lchriitl- Angev. Mlss a.d.^ieg.Anz.erb. isjeigmilg. citag, bcn 18,. »ril , njcbmittagf » ubr, im nabt. Piandlokale tfoM 11 babict bie rütfit- Crt^ranfen- jtiirwc (icpinnWm ■ot ■> 2tte\axc, W~ r-’r,ntTi X Brdeoien, mhmtbt eine Partie cm i2tani Tielenlr - w m° . .'N veriicigen werden. Decker, 1-iandmenicr. av A^ti und Frauen r'.MHi, brülb'semodei "^möaar, deren Seon- it/unb üVV'B Haar . „.„^bewiibrteun -c Leihen.des ' ’ /ocker-.^ Isar«»** wcUfll-' u 7-°ck 7ährfett >d, CÄ< WD te»*' näti*6 ....../E Di . Äu tf •r1'"' ’’ 7 SO Md- Nr. 90 Erster Blatt 163. Jahrgang greitag, 18. April <915 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7 Büdingen: Fernsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Der Glehrver Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SietzenerLamilirnblätter- gweimal roöd)ent(.Krei$i blatt s8r den Breis Sietzen (Dienstag undfrreitagü zweimal monan. landwirtschaftliche Zeitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Äcrlag u. Expedition hl Adresse für Depeschen: AuLciger Gießeu. Annahme von Anzeigen für die Tagesnmniner bis vormittags 9 Uhr. Bezugspreis: monatlich 75Ps., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Dtk. 2.— vicrtcl- jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal loPf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Fcuille- Ion", .Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neurath; für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafet 10 Setten. Eine mündlich vereinbarte Waffenruhe. Jv Sofia ist man, wie aus türkischen Meldungen hervorgeht, zur Unterzeichnung eines Präliminarfriedens bereit, und wo alias liebt, kann Karl allein nicht Haffen. Daß Serbien,imb «Griechenland nicht imstande wären, den Krieg auf eigene Faust fortzusetzen, erhellt schon daraus, daß sie ftir die etwaige Auseinandersetzung über die Teilung der Beute mit Bulgarien bereit sein müssen. Und was Montenegro betrifft, so wird ja wohl auch diese europäische, Komödie demnächst ihr Ende erreichen. Seitdem die Regierung des Zaren mit aller Unz-weideutrg- keit von dem eigensinnigen Nikita aügerückt ist, wird Montenegro wohl vder übel vor den Großmächten zu Kreuze kriechen müssen. Und die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß der erste und einzige Schuß, der bei dieser friedlichen Flottenbloaade fällt, ein größerer Vorschuß für das immer geldb-edürftige Montenegro sein wird. König Mkita soll zwar erklärt hüben, daß er entweder mit dem Siegespreis von Skutari oder gar nicht aus dem Feldzuge heimkehren werde. Aber in gleicher Weise hat bekanntlich auch der Geuaral Trochu bei seinem Ausfall aus dem belagerten Paris prahlerisch verkündet, daß er als Sieger oder gar nicht MrÜckkehrru werde, was dem geschlagenen General den sSDttnamen.„general ni l'un ni l'autre" ein'brächte. Am Ende werden auch die Montenegriner später ihren Nikita den „König weder das eine noch das andere" betiteln. So scheinen sich, da nach den letzten Meldungen auch eine Vereinbarung zwischen Bulgarien und Rumänien in dem Sinne erzielt worden ist, daß das nicht zu befestigende Silistria mit 3 Kilometern Umkreis an Rumänien fällt, dem Abschluß eines Präliminarfriedens keinerlei ernstliche Schwierigkeiten mehr entgegenzuftellen. Freilich wird auch nachher noch ein ganzes Bündel Fragen zu erledigen sein, so die genaue Festsetzung der Grenzen Albaniens, die besonders im Süden noch manche Schwierigkeiten bereiten dürfte, ferner die Entscheidung über das Schicksal'der Aegäischeu Inseln, welches sich die Mächte Vorbehalten 'haben, und endlich die Frage, ob den Siegern auch noch die Kriegsentschädigung, die sie fordern, zuerkannt werden soll. In. dieser Beziehung scheint ein gewisser Umschwung in der Stimmung der Mächte erfolgt zu fein, denn während früher der Standpunkt vertreten wurde, daß man auch der, Türkei nach ihrem großen Landverlust nicht auch noch, Millionen herauspressen könnte, die ja in lichter Linie die trauernden Staats gläubig er der Türkei zahler würden, scheinen die Mächte jetzt geneigt zu sein, dem weitherzigen Entgegenkommen gegen die Balkanstaaten auch noch dieses klingende Postskriptum hinzuzusügen. Jedenfalls sind das alles Fragen, über die eine Einigung nach dem Abschluß des Präliminarfriedens zu erzielen sein wird. Und mögen dann auch die diplomatischen Konferenzen über die territorialen und finanziellen Fragen noch einige Zeit dauern, so würde doch der Friede auch vor deren Abschluß als gesichert gelten können — wenn nicht Europa unterdessen das Schauspiel eines zweiten Krieges genießen sollte, bei dem ihm allerdings nun die Rolle des unbeteiligten Zuschauers zufiele, und bei dem es am Ende die angeblich reinste Freude, die Schadenfreude genießen konnte. Wenn man die scharfen Auseinandersetz- ■m ui«»—uu JJMHIWWtTJIlMMIWWMWiWrill nngen zwischen den bulgarischen Offiziösen einerseits und den serbischen und griechischen andererseits verfolgt, wird man es in der Tat nicht als unlvahrscheinlich bezeichnen dürfen, daß bei der Teilung der Beute sich an das Bellen das Beißen schließen kann. Erklärt doch das serbische Regierungsblatt, die „Saruplawa", bereits, daß Serbien sich an den mit Bulgarien abgeschlossenen Teilungsplan nicht mehr halten könne angesichts des erheblich aii gewachsenen Landgewinnes, während das bulgarische Regierungsblatt, der „Mir", das Festhalten an diesen Abmachungen als scklbst- verständlich bezeichnet, glicht minder kritisch ist die Lage zwischen Bulgarien und Griechenland, da zwischen diesen überhaupt keine Llbmachungen über die Teilung der Beute vorliegeu. Es wäre ein Satyrspiel, wenn die siegreichen Löwen sich 'zum Schluß, wie in der bekannten Fabel, gegenseitig bis auf die Schwänze auffressen würden. Aber ein solcher Aderlaß der übermütig und allzu groß gewordenen Balkankleinen könnte der Ruhe und dem Frieden Europas am Ende eher nützlich als schädlich sein . Sofia, 17. April. (Agence Bulgare.) Zu den Nachrichten über den Abschluß des Waffenstillstandes zwischen Bulgarien und der Türkei sind wir ermächtigt zu erklären, daß es sich nicht um einen schriftlich abgeschlossenen Waffenstillstand handelt, sondern um eine für einige Tage mündlich v>ereinbarte Waffenruhe, die beiden Teilen ermöglichen soll, ihre Toten zu beerdigen. Konstantinopel, 18. .April. Nach dem „Amero- liptos" wird der P r ä l i m i n a r f r i e d e n in kürzester Frist in Bulair geschlossen werden. Die osmanischen Delegierten seien bereits dorthin abgereist. Die serbischen und griechischen Delegierten seien im bulgarischen Lager bei Bulair eingetroffen. Der serbische Oberst Nikolitsch und der griechische .Hauptmann Kondgani sind im bulgarischen Lager bei Tschataldscha angekommen, um über den Beitritt ihrer Staaten zu dem zwischen Bulgarien und der Türkei mündlich getroffenem Abkommen über die Waffenruhe zu verhandeln. Laut amtlicher Mitteilung der Agence Ottomane lauten die Bedingungen zu diesem .Abkommen: Die Feindseligkeiten sind bei Tschataldscha und Bulair bis zum 23. 'April suspendiert. Wenn die FriedenSverbandlnngen bis dahin nicht zum Abschluß gelangen, tarnt die Frist durch Verein- barimg verlängert werden. Der etwaige Wiederbeginn der Feindseligkeiten muh von beiden Parteien 48 Stunden vorher angekündigt werden. Während der Suspendie- nmg der Feindseligkeiten wird die osmanische Flotte die Verpro- mantienmg der bulgarischen Armee zwischen dem Cwls von Saros und der Küste des Scktwarzen Meeres nicht verhindern. Die Botschafterkonferenz. London, 17. April. Die Sitzung der Botschafter- Vereinigung zog sich heute ungewöhnlich in die Länge und wurde erst um 61/« Uhr abends auf Montag nachmittag vertagt. Außer dem Premierminister und dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts Nicolson nahm als Vertreter des Geheimen Rats Viscount Morley teil. Eine Anleihe Montenegros. Wie das Reuter-Bureau erfährt, haben die Mächte int Prinzip beschlossen, Montenegro eine durch die sechs Mächte gemeinsam garantierte Anleihe von 30 Millionen Franken anzubieten, bereit Modifikation noch nicht festgesetzt sei. aangimiraMBiiMiwii Jiiui jas-.-wwcMMB Unterwasserphotographie. Der englische Zoologe Dr. Francis Ward wird demnächst die Ergebnisse seiner Unterwasserphotographien in einem Buckie veröffentlichen. Dieses Buch, ans bem1 ein paar Proben fchon jetzt m der englischen Presse mitgeteilt werden, wird manä>e Frage der Zoologie in neues Licht rücken, denn es ist Dr. Ward gelungen, durch Unterwasseraufnahmen Beobachtungen ans dem Tierleben sicher festen halten, über die bei anderer Art der Beobachtung immer rnoch Zweifel blieben. .P rUfA- Dr Ward hat in einem1 großen Teich ein richtiges Glashaus eingebaut, und hinter der dicken Glasscheibe,liegt. er-mit dem photographischen Apparate auf der Lauer, Tw Glasscheibe hindert ihn weder an Beobachtungen, iw.ch beemtrachttgt fte das Gelingen der Aufnahmen wesentlich, und die Bewohner des Wassers kommen in die nächste Nähe seines ?Lufnahmeapparates. Bestpiels- weise hat er Bilder aus d eML i ehe s l e b e n d e r F o r e l l e in seinem Teich ausgenommen. Tie Forelle, so nalM man bish.r an, gräbt durch wühlende Bewegung eine Bertieftmg in den Boden des Gewässers, legt Eier ab und bedM sie dann mit Sand den sie mit der Schnanzenfpitze bewegt. ^ackachlich ist der Vorgang etwas anders; wie Dr. Ward beobackstet hat. die frorenc legt sich nämlich auf die Seite, entfernt in dieser Lage den Sand, liegt bann in einer Art Graben und legt nun ihre etCrfrm’ Verlaufe dieses Geschäftes bewegt sie sich allmählich vorwärts und bedeckt durch gceignete Schwanchewcgungen den Tail ihres Grabens, den sie eben verlassen hat, wieder mit Sand. Auch die Kämpfe der männlichen Forellen hat Dr. Ward sehr -aut beobackstet imd im Bilde festgehalten. An der luftigen Be- wemmg des Wassers, die er von oben her sah, bemerkte er, daß ^ÜMännliche Forellen miteinander zu kämpfen begonnen hatten. Er süea schleunigst in seine Unterwasserkammer und konnte mm den Kampf verfolgen, der zwanzig Minuten lang dauert^ Zuerst verfolgte die stärkere Forelle die andere; es gelang ihr ein paarmal, dem fliehenden Gegner in den Schwanz zu beißen, ^ffer madjtc Mrrf iiitb griff seinen Verfolger an. Es dauerte ledoch niÄng^V gelang der ftMcten grelle ben schwächeren den Kiefern zu packen und heftig auf den Rucken zu - vögel (z. B. Pinguine) verfolgen will, außerordentlich lehrreich. * — Der „Dichter der Gartenlaube", wie Friedrich Hofmcknn genannt wurde, ward vor einem Jahrhundert, am 18. -lpril 1813 in Koburg geboren. • lieber ein Vierteljalfehiindert begleitete er die „Gartenlaube", damals die meist gelesene illustrierte Wochenschrift, mit seinen Festgedichten. Am bekanntesten aber wurde er wohl dadurch, daß er Julius Wolffs „Rattenfänger von forme fei" und „Den wilden Jäger"' zu Operntexten umarbeitete, die dann, von Viktor Neßler komponiert, über zahlreiche Bühnen gingen, und die Vorgänger waren für die von Rudolf Bunge bearbeitete Operneinrichtung des Schcffelschen „Trompeters von Säckingen" desselben Komponisten. Besondere Erststge batte Hof- Mann mit seinen „Kinderfesten" (Schulfest, Weihnackstsfest, Vaterlandsfest usw.), die mit f>Pusik von Julius Otto von zahllosen. Schulen tzum Mittelpunkt der Schülerfestlichkeiten gemackst wurden, wie überhaupt Hofmann durch seine „Kinderlieder" ein eigentlicher Poet der Jugend gewordeir ist. Ihr war auch der „Weihnachts- banm für arme Kinder" gewidmet, eine schriftstellerische Unternehmung, die gleichzeitig wohltätige Zweck.' verfolgte und durch ein Vierteljährhundert von ihm geleitet wurde. Auch als patns- tischer Dickster ist Hofmann zu nennen, der lange vor dem deutsch- französischen Kriege in seinen Gedichten die Einigung Deutschlands besang, mit seinen Liedern die Krieger nach Frankreich begleitete und auch später noch durch seine Sckstjpfungen im deutschnationalen Sinne wirkte. So läßt er das frölstickie Heldengedicht „Tie Eselsjagd" in Bürgel spielen, wo noch die Jagdtrophäe gezeigt wird, die 1870 die Deutschen nach Paris begleitete, und in dem illustrierten fröhlichen Heldengedicht „Geisterspuk auf der Veste Koburg" schildert er das Umgelxm der Geister auf detz alten fr-raufen-3 bürg. UeberaU gelang es ihm, wirklich volkstümliche Töne zu hüben, und mänches seiner Gedickste hat daher auch mit Reckst den Weg in die Schullehrbücher gefunden. In Ilmenau, wo Hofmann aM 14. August 1888 starb, wurde ihm ein Denkmal errichtet. — Bon der deuts che n S Pi tzb er gen e x peditio n. Christiania, 16. April. Tie Zeitung „Tidens Tegn" meldet mis Green Harbour auf Spitzbergen vom 15. April tele- graplstsch: Rowold und die Brüder Jörgen und Julius Jensen sind gestern hier angekonrmxm. Steuersen mit Kapitän ©taynib nordwärts weitergegangen. Rvtvold erzählt, daß er nach Verabschiedung von Ritscher am 19. Dc^ember mit Eberhard und iStenerfen nach Norden abgegangen ist. Eberhard verirrte sich Oesterreich und der serbische Boykstt. Wien, 17. April. Der Oeste r r ei ch i sch e Ex- portvcrein hielt gestern eine von zahlreichen Industriellen der verschiedenen Branchen besuchte Versammln n g g eg e n de n b e a b s i ch t i q t e n s e r b i s ch c n B o y - kott ab und nahm eine Entschließung an, in der anSge- führt wird, die österreichische Industrie sei viel eher in der Lage, aus den geringen Absatz nach Serbien zu 'verzichten, als die serbischen Kaufleute ans die weitgehende, Kreditgewährung der österreichischen Industriellen. Die österreichische Industrie sehe daher dem Boykott der Waren mit umso größerer Ruhe entgegen, als selbstverständlich 'daraus Wert gelegt werden müsse, daß vor allem die durch das Moratorium unterbliebenen rückständigen Zahlungen geleistet würden, bevor an die Einleitung neuer Geschäfte gedacht werden könne. dLttsragcn im bulgarischen Parlament. Sofia, 17. April. Der frühere Minister Takew brachte in der S o b r a n j e eine Anfrage ein, in der er anfragt, ob es wahr sei, daß die Regierung infolge der energischen Vorstellungen Rußlands auf die Linie M i - dia-Rodosto verzichtet habe, sowie eine weitere Anftage betreffend die Einnahme Adrianopels und die Beteiligung serbischer Truppen an bem1 Sturm. Der Abgeordnete Dobrinowiffch brachte eine Anfrage ein, in der er anfragte, warum die gesamte, auf zwei Millionen veranschlagte Kriegsbeute, die den Türken bei Kvtsckana, Jftip nnd Strirmrtza abgenommen worden war, bei welchen Kämpfen die siebente bulgarische Division mit der serbischen Timokdivision zusammen operierte, ganz nach Serbien gebracht worden sei. Die griechisch-serbische Anuühcrung soll, wie aus Belgrad gemeldet wird, bereits zir einem Separatbündnis beider Staaten geführt haben. Bei der montenegrinisch-serbischen Annäherung, die von Montenegro ausgegangen ist, handelt es sich um ein Zoll- und Militärbüirdnis und wenn möglich um gemeinsame diplomatische Vertretungen. Der Kaiser in Homburg. Homburg v. d. Höhe, 17. April. Der Keriser hörte heute vormittag den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amtes Gesandten v. Treutler. Der Kaiser verlieh dem Wirte des Saalburg-Restaw- rants R. K n n tz e sein Bild in der Uniform der Garde- Jäger mit ^eigenhändiger Unterschrift. Der Kaiser, die Kaiserin und Prir^essrn Viktoria Luise besuchten heute nachmittag das Offizier- genesungsheim Falken stein. Ans allerhöchsten Tönnsch sindet am kommenden Sonntag 7 Uhr abeiws eine geistlich« Musikaufführung in der hiesigen Erläserkirche statt. \ Derrtsches Uerch. An der gemeinsamen Huldigung der deutschen Städte zum Regierungsjubiläum des Kaisers, die auf Anregung der Vorstand schäft des batzerrschen tages veranstaltet wird, beteiligen sich sämtliche unmittelbaren Städte des Königreichs Bahern. Der Gesamtwert der Stiftungen, welche sie aus diesem Anlaß errichteten, beträgt rund 1660 000 Mk. Alle Stiftungen, mit bei Bhangenhook und wurde trotz aller Nachforschungen und Absen ern von Gewehrschüssen nicht wiedergefunden. Nach ununterbrochenem zwölfstündigem Marsch bei strenger Kälte erreichten beide, stark erschöpft, die Hütte in Monselbap, welche ohne Dach, Ofen und Fenster war. Hier warteten sie drei Stunden auf Eberhard. Da sie nur etwas PemMikan hatten und scküecht gekleidet waren, auch das Wetter unziwerüffsig gewesen ist, hätten sie nicht weiter als bis Treurenbergbuckü geben dürfen. Die beiden Deutschen, Dr. Detmers und Dir. Moefer, feien zum letztenmal am 2. Df tobet südlich von Stephovk auf dem Marsche südwärts mit Schlitten und Hund gesehen worden. Rvtvold imb die Brüder Jensen gebrauchten 11 Tage, darunter sechs Marschtage, unt vom Schiffe in Treurenhergbuckst nach Lldventbah zu gelangen. — „Parsifal" in Züri ck. lieber die erste Aufführung von Rickrard Wagners „Parsifal" int Züricher Stadttheater schreibt uns unser Mitarbeiter: Die Auffülwung bedeutete einen vollen Erfolg. Die durchaus würdige Weise, in der das bisher Bavreuth vorbehaltene Bühnenweibfestspiel dargestellt wurde, und nicht minder der tiefe Eindruck, den daS Werk bei den das Haus bis auf den letzten Platz füllenden Zuschauern mackste, hat bewiesen, daß die Entweihungsbefürchtiingen keineswegs begründet sind. Der in allen Teilen liebevoll durchgefülnten Vorbereitung — man hatte sogar dem Zuschauerraum eine eigen bläulich- gedämpfte Beleuckstimg gegeben — ist es zu danken, daß diese erste deutsche Aufführung außerhalb BaDreiitlst', bei der sich das Publikum pietätvoll jedes lauten Beifalls entlstelt, von einer weihevoll ernsten Stimmung getragen lvar, wie sie in Bayreuth selbst nicht würdevoller sein kann. Einen bedeutenden Anteil an dem Erfolg haben die von Gustav G am per in Bern entworfenen und von Albert Jsler für den Bühnengebrauch l>ergestellten Dekorationen. Wie das Orchester unter Kapellmeister Dr. Lothar Kempters Leitung sich seiner großen Lliifgabc vollauf gewachsen zeigte, so waren auch in den ^Solopartien zumeist gute, teilweise vorzügliche Leistungen zu verzeichnen. Den Parsifal fang Willi Ulmer, die Shmbtti E m m i Krüger. Die bedeutend verstärkten Chöre, schufen in den Gralszeneu ergreifey.de Wirkungen. Direktor Alfred Peucker, sein Obcrregiffenr H a ns R v go r sch und Kapellmeister Dr. Kem p t c r samt den ihnen unterstellten Kräften haben eine künstlerisck^e Tat mit dieser ersten Parsifal-Aufführung vollbracht, die ihnen im deutsck-er Knnstleben noch lange unvergesfen bleiben dürfte. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Violinvirtuose und Komponist Engen v. Huba» ist von der Universität Klansenburg zum Ehrendoktor der Philosophie ernannt worden. t------1 ■ — Ausnahme von frtoeten, dienen zur Fürsorge für bedürftige Veteranen. . Die Beratun g der Wehrvorlage wird im Budgetausschuß des Reichstags am Mittwoch der nächsten Woche beginnen. Man hofft, die Beratung der Wehrvorlage bis zu Beginn der Pfingstferien fertigzustel- len. Ob der Budgetausschuß die Steuervorlagen teilweise in den Pfingstferien beraten wird, ist im Ausschuß noch nicht entschieden. Eine Aussprache über diesen Punkt soll nach Beendigung der Beratung der Wehrvorlage erfolgen. In der Sitzung des Bundesrats wurden am gestrigen Donnerstag den zuständigen Ausschüssen überwiesen: die Vorlage betreffend die Ausführung der Paragraphen 366 und (367 des Versicherungsgesetzes für Angestellte, der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Uebergangsbestimmungen zur Reichsversicherungsordnung, die Vorlage betreffend Wanderung der Vorschriften über die Besetzung der Seefischerei-Fahrzeuge mit Schiffsfühvern und Maschinisten und der Entwurf von Bestimmungen für die Vornahme einer Zwischenzählung der Schweine in den Jahren 1913 und 1914. lieber die Vorlage betreffend den Veredelungsverkehr mit Palmöl zum Reinigen und Bleichen wurde Beschluß gefaßt. Zustimmung erteilt wurde dem Entwurf von Bestimmungen zur Aenderung der Vorschriften über das Strafregister, der Uebereinkunft zwischen Deutschland und! Rußland zum Schutze von Werken der Literatur und 'ber Kunst und der Ergänzung des Entwurfs des Haushaltetats für die Schutzgebiete auf das Rechnungsjahr 1913. Dem Reichstag ist folgende Entschließung der Wgg. Wlaß, Bassermann, Behrens, Hitze nnb Trampezinskv zugegangen: Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, anzuordnen, daß die Verwaltung des Reichsheeres bei der Vergebung von Lieferungen, die ganz oder teilweise in der Hausarbeit hergestellt werden können 1. Berufsorganisationen und Genossenschaften und Hausarbeiter Und -Arbeiterinnen zu berücksichtigen, 2. solchen Lieferanten den Vorrang zu geben, die für die in der Hausarbeit hergestellte Wbeit mindestens die von den Berufsorganisationen und Genossenschaften den Hausarbeitern und -Arbeiterinnen gezahlten Löhne nachweislich zahlen, oder mit diesen Organisationen Tarifverträge vereinbart haben, ober deren für die Hausarbeit gezahlten Löhne von dem zuständigen Fachausschuß als angemessen bezeichnet werden. Die Hochzeitsgäste in Berlin. Das Berliner „Tageblatt" will aus Rom erfahren haben: Die Nachricht, daß der König und die Königin von Italien die Absicht haben, der Hochzeitsfeier am kaiserlichen Hofe beizuwohnen, wird von verläßlicher Seite bestätigt. Die Königin der Niederlande in Karlsruhe. Am Donnerstag mittag trafen in Karlsruhe die Königin der Niederlande mit ihrem Gemähl, dem Prinzen Heinrich, zu einem kurzen Besuch der Großherzvglichen .Herrschaften ein. Gegen "4 Uhr kehrten die Gäste, vom 'Großherzogspaar und der Großherzogin Luise zum Bahnhof geleitet, wieder nach Hohemark zurück. Ausweisung ausländischer Arbeiter. Aus Kassel wftd gemeldet: Zahlreiche, im Kreise W r'tz e n - hausen beschäftigte ausländische Industriearbeiter sollen ausgewiesen werden. Heber die Gründe der Ausweisung wird an zuständiger Stelle Stillschweigen beobachtet, jedoch wird behmiptet, daß politische Gesichtspunkte nicht maßgebend seien. Ein großer Teil dieser ausgewiesenen Arbeiter soll ftch ihrer Militärpflicht 'dadurch zu entziehen versucht haben, daß die Leute fortgesetzt ihre Arbeitsstellen wechselten und zum Teil selbst andere Namen annahmen. Infolgedessen sind an die zuständigen Stellen in Berlin viele Reklamationen auswärtiger Regierungen eingelaufen. Die Schuldigen in Nancy. Ans Nancy wird gemeldet: Die zwei städtischen Schutzleute, die -auf dem Nancher Bahnhof den Dienst versahen, als die Deutschen den Zug nach Metz bestiegen, schritten erst -ein, als die Manifestanten in das Abteil der Deutschert eindrangen. Da die Schutzleute es unterlassen hatten, ihren Vorgesetzten den Fall zu melden, richtete der Zentralkommissar von Nancy an den Bürgermeister das Ersuchen, die beiden Schutzleute zu bestrafen. Von einem Leser unseres Blattes ist uns folgendes Schreiben Angegangen: - Von einem Freunde aus Paris erhielt ich eine Ansichtskarte folgenden Inhalts: Rechts steht ein französischer Infanterist, sckweidig und tadellos in Uniform, Haltung nnb Bewaffnung ; links ein deutscher Soldat, ein Z err bil d, das recht erheiternd loirft. Dünne Anne und Beine, eingefallene Brust, aufgedunsener Bauch und dicker Kops, das ist die Gestalt dieses Musterdeutschen. Seine Bewaffnung und Kleidung ist nicht minder schön. Zu einem grünen Jägerrvck trägt er Reithosen und Sckwürschuhe, neben dem Gewehr den schweren Kavallerieschleppsäbel, als Kopfbedeckung einen verbeulten Helm der Gardereiter. Aber es steht auf der Karte auch ein Gespräch dieser beiden Vertreter zweier Völker, selbstverständlich in französischer Sprache. Der Derttsche sagt: Wir haben soviel Soldaten, soviel Luftschiffe, soviel Unterseeboote usw. Der Franzose antwortet: „Bitte die Karte wenden und gegen das Licht halten!" Befolgt man diesen Rat so erscheinen lateinische Buchstaben, und es ist z«u lesen: „Morde pour le roi de prusse!" Nun eine Frage: „Gibt es in Deutschland Karten, die solche Gemeinheiten enthalten gegenüber ber französischen Nation? Wir glauben nicht, daß ein deutscher Drucker auf seine Rechnung käme, der solche Karten herstellte, denn er fände feine Käufer dafür. Die französischen Behörden lenken ein« Paris, 17. April. Wie das Theaterblatt „Comoedia!" meldet, haben die Behörden beschlossen, das im Nancyer Tingeltangel gesungene Spottlied auf Zeppelin in sämtlichen Theatern und Tingeltangeln an der O st grenze zu verbieten. Ferner sei auf Anordnung des Ministers des Innern die Aufführung des Schauspiels „Coeur de francaise" in Lnneville,Verdun und Nancy untersagt worden, da während der Aufführung dieses Stückes im Nancyer Theater beim Erscheinen der deutsche Uniformen tragenden Schauspieler von den Besuchern lärmend demonstriert wurde. Die „Metzer Zeitung" veröffentlicht die Schilderung eines Metzers, der zu den am Sonntag in Nancy Mißhandelten gehörte. Diese Darstellung zeichnet sich durch Anschaulichkeit und Klarheit aus und hält besonders die Erlebnisse der beiden beteiligten Gruppen auseinander, was die französische Presse, und auch ein Teil der deutschen, nicht getan hat. Der Bericht lautet: Es waren zwei Gruppen, die völlig getrennt oonün- anber am letzten Sonntag Nancy besnclften. Tie eine Grctppe bestand aus z w ei Thüringer Kaufleuten, die andere aus fünf in Metz w o h n c n b e n Personen, und zwar aus zwei Damien und drei Herren. Von dieser Meter ^Gesellschaft waren eine Dame und ein Herr Einheimisäi-Lothringer und der Herr hatte sich sogar in Nancy zwei Jahre lang studienhalber aufgehallen. Unser Gewährsmann, der zu der Metzer Reisegesellschaft zählte, führte aus, daß sie nachts zwischen 12 und 1 Uhr das Cafe Lorraine betraten. Sie hatten vorher kein Varietee oder Konzerthaus besucht, hatten auch bisher keinerlei Rekonters gehabt. Im Cafe Lorraine, das viel von Studenten besucht zu werden pflegt und das dicht besetzt war, wurden sie alsbald durch unflätige Zurufe belästigt, auf die sie -aber nicht reagierten, da-sie erkannten, daß infolge einer «in Nancy ftattgefunbenen Poincarefeier die Gemüter stark erhitzt waren. Zudem Ivar es schon mit Rücksicht auf die beiden! lan- weseuden Damen geboten, über diese Anrempelungen hinweg- zugehen. Von einem1 Tisch wurde ein mit allerhand Schimpfworten befreiter Zettel wie „Choucroutefresser" usw. tzsrübergereicl-t. Der !zur Metzer Gruppe gehörige Lothringer zeigte diesen Zettel dem Wirt, der ihn bat, das Betragen der Radaubrüder nicht ernst nehmen zu tvollen. Daß das Betragen der Gäste nicht einwandfrei war, geht daraus hervor, daß ein Nancyer Herr, der an einem anderen Tische saß, zu der Metzer Gruppe herantrat und seinem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck gab,, daß sie in Nancy ohne jede Veranlassung belästigt würden. Es sei mich festgestellt, daß es zu irgendwelchem^ Rekonter in dem Lokal selbst nicht tarn. Um 1 Uhr trat die in Nancy stehende Polizeistunde in Kraft. Das Lokal wurde geräumt, und die M^er Gruppe begab sich zunr Bahnhof, nm mit dem 2-Uhr-Zug nach Metz zuruckzutchren. Dock), die Mehrzahl der Easeöcsucher hatte sich inz-wischen in eine immer wachsende deutsch-feindliche Erregung hineingeredet und drang nun auf die Micher Gruppe ein. Obwohl die Lothringer Dame und der einheimische Hexr in bestem Französisch die Menge aufzuklären und zu. beruhigensversuchten, gingen alsbald die Nancyer zu Tätlichkeiten über. Die Dame n_ als auch die Herren wurden gestoßen, getreten, geschlagen und an gespuckt. Ta es ja doch aussichtslos gewesen wäre, sch auf der Straße der Menge gegen» über zur Wehr zu setzen, zog man es vor, den Bahnhof Zu erreichen, da man annahm, hier in Sicherheit zu sein. Doch dies bestätigte sich nicht. £ynt Gegenteil. Tie Menge wuchs hier beträchtlich und die Bahnbeamten, Polizisten, Offiziere und Soldaten sahen lachend zu, wie die deutsche Gruppe fortgesetzt in ber ordinärsten Weise beleidigt und mißhandelt wurde. Schließlich wurde ihnen gestattet, den Bahn- wagend besteigen nnb zwei Dragoner und ein Kürassier beauftragt, sich zum Schntze vor das Kupee z u st e l l e n. Doch die Soldaten kehrten sch an die Anordnung nicht und beteiligten sich an den Ausschreitungen. Die Menge drang mit den Soldaten in den Bahnwagen ein und es spielten sich eine Stunde lang, bis zuM Abgang des Zuges, die unglaublichsten Dinge ab. Das Betragen dieser über 200 Personen zählenden Menge kann man nicht anders kennzeichnen als das einer plötzlich verrückt gewordenen Horde. Es ließe sich ein dickes Buch schreiben über alles das, was sich hier abspielte. Plötzlich ertönte auf dem! Perron ein lautes «Gejohle und die rmtner rasender werdende Menge stürzte sich auf zwei neue Opser. Es 'mären die beiden Kaufleute aus Thüringen. Alles schrie: „Das sind die deutschen Offiziere, die unsere Arm'ee verhöhnt habenDiese Kaufleute hatten das Kasinorestaurant besucht, in dem' u. a. auch das Stück „Ulan Fritzle" gegeben wurde, und wo es schließlich zu ebient Ren- fonter Tarn. Ueber diesen Zwischenfall berichtet die Metzer Zeitung: Die Thüringer Kaufleute müßten sich am Bahnhof die unglaublichsten Dinge gefallen lassen. Nachdem man sie durch Schläge zu willenlosen Menschen gemädit hatte, die schließlich alles über Üch ergehen ließen, sloang inan sie, französische O ffiziere S-u grüßen, sie mußten sich ferner auf die Knie roe rfen und Abbitte leisten, wlihrenddemj nünt ihnen Schinken b r o tc und Wur ft'tunter deut Gaudium der rohen Menge indem Hals schob. Tas sind nur einige Episoden aus den Vorgängen am Bahnhof. Der Staatssekretär hat im Reichstage die von der Metzer ^okalbehörde mit den Beteiligten anfgenommenen Prv-tlot'olle erwähnt, die der deutschen Botschaft in Paris zn- gestellt werden sollen. Angesichts dieser haarsträubenden Schilderungen wäre es doch vielleicht angebracht, so meinf die „Kreuzztg." mit Recht, diese Protokolle zu v e r öffentlichen, damit die durch ihre Presse irregeführte öffentliche Meinung in Frankreich sieht, was sich in Wirklichkeit zn- getragen hat, und demgemäß auch ans eine entsprechende Sühne vorbereitet wird. Nancy, 17. April. Die amtliche Untersuchung des Zwischenfalles ist beendet worden. Staatsrat Ogier ist heute nachmittag mit dem Bericht nach Paris zurückgekehrt. Die heute vernommenen Zeugen, namentliche die Bahnhofs- beamten, wiederholten ihre bereits gemachten Aussagen. Sie erklärten, nicht gesehen zu haben, daß die Deutschen geschlagen worden sind. Metz, 17. April. Ans den Erzählungen der bei den Vorfällen in Nancy beteiligten Deutschen geht hervor, daß die Annahme, einige von ihnen seien gezwungen worden, im Wartesaal niederzuknien, auf einem Irrtum beruht. —1____ Aus Stadt uuH Land. Gießen, 18. April 1913. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Die gestrigen Beratungen der Stadtverordneten wurden durch 'ine üblichen Mitteilungen des Oberbürgermeisters' sehr friedlich eingeleitet, und unsere Stadtväter waren freudig erregt, als sie erfuhren, daß der unbekannte Spender durch gewöhnlichen Stadtbrief, an den Oberbürgermeister persönlich adressiert, wieder 2000 Mk. ein gesandt hat zu einem Denkmal für Ludwig V., den Begründer unserer Hochschule. Herr Mecunr hat auf diesem Wege bisher rund 12000 Mk. erhalten. Die Universität hat guch bereits Mittel für diesen Zweck, und, wie das Stadtoberhaupt einmal vernommen hat, soll auch vor einigen Fahren das Ministerium für das Ludwigsdenkmal in Gießen einen Staatszuschuß von 40000 Mk. in Aussicht gestellt haben. Darauf teilte Beigeordneter Keller, der Vorsitzende der städtischen Baukömmission, in der er aber kein Stimmrecht besitzt, die Beschlüsse über die vorliegenden Baugesuche mit. Herr Photograph Uhl will den vor feinem Hause in der Frankfurter Straße befindlichen Auslagekasten der Neuzeit entsprechend umgestalten und damit zugleich den Eingang zu seinem Anwesen mit einem Ueberbau aus Eisen und Glas versehen lassen. Das Gesuch liegt schon seit Monaten bei der Bürgermeisterei. Die Baudeputation schlägt vor, den Antrag Uhl abzulehnen, weil durch dessen Ausführung eine unzulässige Bebauung des Vorgarten- gelündes eintreten würde. Ob dieses Beschlusses trat eine eisige Kälte ein. Totenstill war es, als Stadtverordneter H a b e n i ch t das Wort erhielt, er erklärte, er habe die Ausfi'chrungen des Beigeordneten Keller zum Antrag Uhl im einzelnen zwar nicht vernommen, er iviffe aber doch, worum es sich handele. Im weiteren ging er dann der Baudeputation, unterstützt durch seinen Kollegen Winn, in der ihm eigenen Art, aber doch scharf zu Leibe. Beide Redner, und besonders Stadtv. Winn, erklärten, daß sie auch der unver- änderten Durchführung der geplanten Fassade des ehemals Rathschlagschen Hauses zugesttmmt hätten, und daß es bedauerlich sei, wenn die Durchführung schöner und origineller Haus- und Laden fronten, wegen einzelner Kleinigkeiten unmöglich £emad)t würde. Herr Winn, der selber der Baudeputation angehörte, machte aus seiner Ansicht kein Hehl und wies darauf hin, daß in allen Städten erlaubt sei, an ben Geschäftshäusern Schaukästen anzubringen und zwar in einer Tiefe bis zu 20 Zentimetern, die beim Bau dev Geschw. Aro'n z. B. gar nicht einmal verlangt worden seien. Das Mas Photograph Uhl aber plane, finde man in Frankfurt a. M. in den vornehmsten Villenstraßen dutzendweise ausgeführt. Stadtv. Habenicht bemerkte noch sattrisch, daß sich im Plenum der Versammlung vier Mitglieder der Baudeputation für die Erteilung der Bcruerlaübnis an Uhl ausgesprochen hätten, und cs daher merkwürdig wäre, wie die Kommission zu einem ablehnenden Beschluß gekommen sei. Der kräftige Vorstoß bvachte zu Wege, daß das Gesuch Uhl gegen den Antrag der Kommission genehmigt wurde. Die Aussprache, die allerdings im Interesse einer reinlichen Klärung der Meinungen recht gründlich geführt wurde, nahm allerdings 5/< Stunden in Anspruch, ftir den Stadtv. Vetters viel zu lange, der die Sache an die Baudeputation zur nochmaligen Prüfung verwiesen haben wollte^ Wogegen aber von allen Seiten und besonders von den Mitgliedern der Kommission lebhafter Widerspruch erhoben wurde. Stadtv. Petri erklärte als Mitglied der Kommission offen, daß sich diese wiederholt und lange mit dem Baugesuch Uhl beschäftigt habe, und man würde selbst jetzt, nachdem man sich einmal festgelegt habe, doch nicht anders beschließen. (Als ob ein Umfall etwas Neues^ wäre!) Ein Antrag des Stadtv. Simlö n wegen Anlegung eines Spielplatzes am Aülweg rief ebenfalls eine heftige Redeschlacht hervor, bei der aber weiter nichts heraus kams, als daß der Zlntrag, diesen Platz sofort zu schassen, abgelehnt wurde, nachdem der Oberbürgermeister zum Schluß der Auseinandersetzung einen Plan vorlegte und erklärte, daß in dieser Gegend ein Spielplatz vorgesehen sei. Wäre das zu Anfang der Aussprache mitgeteilt worden, dann hätte ntait wohl über den Antrag Simon weniger Worte gemacht, allein schon in Rücksicht auf die lange Tagesordnung, die wichtige Punkte enthielt. Als die Tagesordnung des öffentlichen Teils der Sitzung erledigt war, kamen wiederholte Anregungen einzelner Stadtväter, die noch in aller Oeffentlichkeit besprochen werden sollten, aber man mußte sich bescheiden oder auf ein anderes Mal Vorbehalten, weil nach einer Erkläritng des Oberbürgermeisters in der nichtöffentlichen Sitzung noch wichtigere Punkte erledigt werden mußten. * * * Der Großherzvg empfing den Pfarrer Hartmann von Egelsbach und den Pfarrer Göckel von Ober- Ofleiden. * * Ernennung. Der Großherzog hat den Regierungsbaumeister Eugen Berck aus Darmstadt zum Betriebsleiter der technischen Werke der Badeanstalt Bad-Nauhttm vom 1. Apttl 1913 an ernannt. * * St euer Personalien. D er Großherzog hat am 16. April d. F. den Finanzamtmann bei dem Finanzamt Darmstadt I, Christian Weisel zu Darmstadt, vom 1. Mai i>. I. ab zum Vorstand des Finanzamts Schotten, den Steuerkontrolleur Finanzassessor Alfred Kröll zu Lauterbach vom 1. Mai b. I. ab zum! !Finanzamtmann des Steueramts Lampetthttm ernannt. * * Erledigt ist die Stelle je eines Finanzcrmtmanns bei den Großh. Finanzämtern Darmstadt I und Bingen; die Stelle des Finanzamtsgehilfen bei Großh. Finanzamt Darmstadt I; die Stelle des Forstwatts der Forstwatttt Langd, Oberförsterei Eichelsdorf. ** Die völkerkundliche Ausstellung in der alten «Klinik hatte bis Twente über 8000 Besucher aufzuweisen! Auch in den letzten Tagen, bis zum 23. d. M, wird der Zustrom nicht abnehmen, und wenn vornttttags die Schülerscharen sich durch die Räume und Gänge wälzen, so haben in den Nachmittagsstunden von 3 Uhr an die Erwachsenen die beste Gelegenheit, in zwanglosen Gruppen bei den fremdländischen Schaustücken zu verweilen. (Sine gute Führung und Erklärung ist überall vorhanden, und die Gewandtheit der hiesigen jungen Damen, die Gegenstände vorzuweisen und ihre Beoeutnng zu erläutern, hat nattttlich mit jedem Tage zugenommen. So war es ein wirkliches Vergnügen, einmal zuzuhören, wie eine dieser freiwilligen'Lehrerinnen einer ländlichen Schülerklaffe etwa die Fetischgeheimnisse der Eingeborenen von der Goldküste auseirranderzusetzen wußte, wobei vor der Originalhütte des Fettschpriesters alles Zubehör ausgebreitet wurde. Das ist wirklich ein Unterricht, der den Schülern nicht nur große Freude macht, sondern von dem auch lebendiger Nrchen ausgeht. Solche anschauliche Belehrung müßte weitgehend ausgenützt werden. In den oberen Klassen würde der Ausstellungsbesuch den besten Aufsatzstoff abgeben. Es ist ja ein Stück Kulturgeschichte, was uns da vorliegt, und die allmählichen Fortschritte der primittven Völker tftlben viel Gemeinsames. Wer lehrte die Karnerunneger die Arbeit der Weberei, wie kommt es, daß ihre Musittnstrumente, von der ^einfachen Felltrommel bis zur (Gitarre und zum Xylophon den deutlichen Bau der Erzeugnisse des Europäers tragen, in wcklche Rückständigkeit ihr musikalischer Sinn auch hineingeboren sein mag! Eine kleine Schmiede aus Kamerun stellt uns vor ähnliche Betrachtungen. Der Neger ist gewiß nicht in die chemischen Geheimnisse eines Verbrennungsprozesses üingeweiht, wie trefflich hat er aber der Erfahrung abgelausscht, daß ein mit dem Fach in Tätigkeit zu setzendes Gebläse fernem Stein Herd erst die Vollendung gibt! Die Handfertigkeit der Neger ist auch zu künstlerischen Erfolgen fortgeschritten. Kunstvoll aus einem Stück Holz geschnitzte Schemel zieren die Hütte des Wohlhabeirden, in der auch Gegenstände mit nur dekorativem Zweck nicht vergessen sind, z. B. ein aus Holz geschnitztes Krokodil. Mit unserer gegenwärtigen Kö-lvnial- entwrckelung stehen alle diese Dinge im engsten Zusammenhang. Die letzten Tage haben uns ja Meldungen darüber gebracht, daß das deutsche Forschen und Vordringen in Neu-Kamerun auch mit blutigen Kämpfen verbunden war. Und ist cs da rttcht von höchstem. Interesse, eine Anschauung darüber zu gewinnen, in welcher Lebenssphäre diese Eingeborenen füfy bewegen? So erfahren wir auf der Ausstellung in der alten Klinik, wie sie in ihreir Kanoes das Wasser beherrschen, und ein großes, hübsches Modell lehrt uns, tvie sie auf Hängebrücken die Flüsse übersetzen. Die Ausstellung hat also gleichermaßen eine wissenschaftliche und eine prakttsche Bedeutung. Die Leiter des Unternehmens sind überein gekommen, auch solchen Schülern mit dem lbilligeren Eintrtttsgeld von 20 Pfg. entgegenzukommen, denen bisher die Gelegenheit fehlte, in eorpore die Ausstellung zu besuchen, sofern sie sich zu kleineren Gruppen zusammenschließen wollen. — Von der Leitung der Aufstellung erhalten wir iwch folgende Nottz: Die Ausstellung hatte auch gestern guten Besuch, besonders morgens von Schicken, die sich nicht abhalten ließen, trotz Negenwetters von auswätts zu erscheinen; mittags ließ der Besuch nach; von Gießen selbst erhofft die Ausstellung noch immer stärkeren Besuch. Die Ausstellung wird am nächsten Mitt- wocy abend geschlossen. Bes-onders günstig ist ein Besuch am Samstag, wo nachmittags gar keine Schulen da sind und eine gründliche Besichtigung der hochinteressanten Gegenstände aus China, Indien unb Afrika stattfinden kann. Bis heute betrug/ die Zahl der Besucher etwa 8000. I UW i Bad Dürkheim, Quitiamatz kräftigt Kranke verjüngt Gesunde gibt Jugendkraft und Frische. Wirklicher nahrsolzgehalt! Dosen Mk. 1.— und Mk. 1.80. Verlangen Sie Quletamalz In Apotheken und Drogerien. Wo nicht erhältlich, schreiben Sie en Quiefawerke St nb?man^nJeien. las r?:K ‘Mie*3^ v"“’4' «fct feig an bie m n liefen & \Wieb her kL °"d h* . ?™9t habe Kork etwas eines 2 Rede- * Knaus kam! 'rt schassens 2 ®? toricgte und !°Wn ■ n‘geteilt vordeu, ?8 «rmvn weniqer * °°f di- tag, chelt. blichen TM tc Anregmigen ein- W'yentliM be- aßte süh bescheiden n, weil nach einer Er mchwsfentlit^n st verLen mußten. en Pfarrer §art- Gockel ton Ober« den Rcgienmgsbau- r. '?'tnd>5ltiici der lif.nt vom 1. April "mbervog hat am r. '-.nan;amt Darm- ?ar. 1. Mai d. I. ab >7. Stcjerfmtatlenf 1. Mai d. I. ab irpen'yün cnumnt. ÄtnaiumnnnamtL’ bei I mb Pingen: die Zrinaiuamt Darm- forrmiertn Langd, -üellnng in der t^üip mifunr^en' ?. wirb der rmütagä bie (ixingt- toä^ei. (o 3 Uhr an dir fe* xm^CT. Gruppen .u renseilrn. ime verbanden, und die ixrmen, die Gegen' zu erläutern, hat n Ä nm es ein -'n wie eine dieser - Äbüler»eM r0U der Goldkuste t der LriginalhMe ebreitet mrde. Das I?rn nicht nur gM i ldEndiger W 3 müßte ivertgch-nd • “ r,jrbe der W °IL N ist!° 'W! w W ’S ■'■•;•; di- 7?' » Mh r ■9fl --^rr aus n .»TmW ■ gui oe^ • §ol-.ge' r niaoun^ - bar* lüunt*11, iii’äS "'E^resse, «Jj ■rffHl. '^i-heNssP^- mir dir01N Modell , ,r 7 gcnZ^ K- - coll^ r i -rcc-' e*4J€! ®‘"ndd>?''* alt Manne >17. April. Ter französische Flieger Auderna rS gewählt. Für die Gewerbeausstellung 1914, welche le Gondel des Ballons an einen v1»/« Verschiedenes. Rabattmarken (ks Rabattsparvereins. ft18/« Da* Beste für die Hautpflege ist: Mu-Seife 14 Personen. '2540 2. Tamburitza-Kapelle. Nachahmungen weisem.zurück. Mr Mr 2 Musikkapellen. 1. Schrammel-Musik. •• In der nichtöffentlichen Sitzung derStadt- verordneten wurde als zweiter Pfandmeister der langjährige Bureaugehilfc Kessel vom städtischen Steuerbureau gegeben und schafft seinen Apparat mit der Bahn nach Paris zurück. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottcnborg, Salzurer 16. Abteilung Lanolin-Fabrik Martinikentelde Paris, 17. April. Wie aus Monte Carlo gemeldet wird, hat int internationalen Wettflug für Wasserflugzeuge der Franzose Prevost den ersten Preis davongctragen, indem er 200 Kilometer in 2 Stunden 2 Minuten 29 Sekunden zurücklcgte. Paris, 17. April. Ein mit fünf Offizieren nachmittags in Saint Cloud aufgestiegener Militärkugelballon war um 2 Uhr nachmittags inmitten eines, Regengusses mit rasender Geschwindigkeit über Paris hinweggeslogen. Um 2Vs Uhr sahen Bewohner Lnftschiffahrt. Das erfte starrc Luftschiff in Frankreich. Paris , 17. April. Der Kriegs m inister bcsickstigte auf dem Flugfelde von Saint Ehr das erste nach dem System S v c ß hergestellte st a r r c Luftschiff, dessen Bau sckwn vor mehreren Jahren in Angriff genommen war. Ein Flugversuch wurde mit dem äußerlich dem Zeppelin ähnlichen Luftschiff, nicht unternommen. Man begnügte sich damit, seine Manövrierfähigkeit zu prüfen und Motore, Schrauben und Steuervorrichtung in .Gang %u setzen. Es heißt, der Kriegsmiuistcr habe sich über das Luftschiff, welches gleich dem Zeppelin auf Schienen aus und nach der Halle gebracht wird, sehr lobend geäußert. Furchtbares Ballonunglück. Amtlicher Wetterbericht. O e f f e n t l i ch t r Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in veilen für Samstag, den 19. April 1913: Wechselnd bewälkl, unbeständig, einzelne Regenschauer, westliche. Winde, Temperatur wenig verändert. Universitäts-Nachrichten. — Äüs Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: Dr. O. Schultze, Privatdozent für Philosophie und Pädagogik, der vor ; vier Jahren zur Uebernahmc einer Professur für Philosophie und Psychologie in Buenos-Aires beurlaubt worden war, nimmt seine ; Lehrtätigkeit an der Akademie für Sozial- und Handelswissen schäften zu Frankfurt a. M. zum Sommersemester wieder au». 1 — Ter Privatdozent für mittlere und neuere "Geschichte an der Universität Rostock Dr. Arnold O. Meyer ist frum' außerordentlichen Professor ernannt worden. — Ter Dozent F. Schmidt, der dauernden Lehrauftrag für Privatwirtschastslehre (Handelswissenschaften) hat, ist zum Pro fessor für dieses Fach an der Akademie in Frankfurt a. M. ernannt worden. — Der a. o. Professor Und Vorstand der bwlogtsch-chemu chen Abteilung am Krebsinstitut zu Heidelberg Dr. med. Emil Freiherr v. Düngern ist zum Direktor des neugegründeten Instituts für experimentelle Krebsforschung zu Hamburg- Eppendoxf berufen worden. Anfang 7*/t Uhr. Programm 20 Pfff. Sonntags 3*/« Uhr. „Hßilring" 25 Pfg. pro Stück. 3 Stück 65 Pfg. ersetzt schnell und lulug Wilhelm Schmitt Glascrmcistcr Kanzleiberg 7 Telephon 575. g—— | di gleit über Paris hinweggefloge von Fontenaw-sur-Bois, wie di Gandel» — Ter Verkehr beim P o stz ei tu ngsamt in Ber- l i n umfaßt, wie das neueste Arcküo für Post und Telegraphie mitteilt, fast ein Drittel des Zeituugsvcrkehrs ini ganzen Reichs- Postgebiet. Beim Postzeitungsamt n»erben jetzt täglich 1,4 Millionen Zeitungsnummern verschickt, die in 53 000 ZeituilgÄmnden verpackt werden. Zum' Verpacken und Versenden der Zeitungmr werden im Durchschnitt täglich 55 000 Streifbänder, 24 000 Bogen Packpapier und 4300 Zeituiigsiacke gebraucht. Das Gewicht dieser Zeitungen beträgt durchschnittlich täglich 130 000 Kg. Oie vom Postzeittlngsam't alljährlich heranSgegebene Znttmgspreis'liste, die 1823 erstmalig erschien und damals 474 Zeitungen enthielt, umfaßt jetzt 14 500 Zeitungen und Zeitschriften, darunter 11300 in deutscher Und 3200 in sreinder Sprache. Von diesen Zeitungen erscheinen 10 650 im Deutschen Reich. Lo n don 17. Avril. Tie Bank von England hat den Diskont ans 4*/o°/o ermäßigt. Markte? fl Marburg, 17. April. Ans dem heutigen Schweinemarkt stellte sich die Zufuhr von Ferkel» und Läutern aut 1252 Stuck. Dieses große Angebot hatte ein Sinken der Preise zur Folge. Man bezahlte für 6-8 Wochen alte Ferkel 50—55 Mk., für 3 bis 4 Monate alte Läuter 60—90 Mk. und für größere Ware 100 bis 130 Alk. für das Paar. Der Handel ging flott. fc. Wiesbaden, 517, Avril. Heu- und Sfrohmarkt. Angelahren waren 25 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: Heu 7.20—7.80 Mk., Stro h (Richtstroh) 4.50—4.70 Mk., Krumm- slroh 4,00—4,40 Mk. — Frachtmarkt. Hafer 16,09—18,00 Mk. Alles für 100 Kilo. | Hauptgewinne Mark; Befreit wird man von allen hautunrrintg» heilen u. haufausfthlägtn, wie Mu« etter, ftnnen, Bluuhrn. 6r(W$rott ufro. durch tägliche« Waschen mit Steckenpserd- Teerschwefel-Scife v. Bergmann & 4o., Radebeul i St. 50 Pf. bei: P. F. MvbS, W. Schrader, Emil ttarn. |D7/a Werks gebrachten Opfer rentabel erscheinen. Kreis Friedberg. in. Bad - Nauheiin, 17. April. Heute vormittag stürzte der 16jährige Zimmerlehrling Otto Wagner von Schwalheim von dem Neubau de§ Dr. Schwalb in der Frankfurter Straße und erlitt schwere innere Verletzungen. Er wurde sofort in das städtische Krankenhaus gebracht und war heute abend noch nicht bei Bewußtsein. An dem Aufkommen des Verletzten hegt man Zweifel. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Davm sta.dt, 17. April. Ein mittelb ares Opfer der Nieder-Modauer Brrnkkatastrophe scheint der Bürgermeister Bitsch von Erlenbach geworden zu sein, der, wie schon gemeldet, vorgestern durch Erhängen seinem Leben ein Ende muchte. Er war lange iJahre'hinndurch Rechner des dortigen Spar- und Kredit- Vereins der durch den Zusammenbruch des Nieder-Modauer Vereins stark in Mitleidenschaft gezogen ist Da dte Darmstädter Staatsanwaltschaft auch Unregelmaßigkerten bei der Erlendacher Kasse vermutete, fand gestern durch den Staats- -rnwaltsvertreter Gerichtsassessor Dr. Colmann uird crneri Banksachverständigen eine vorläufige Pruftrng der Bucher und der Kassenverhältnisse statt, die aber kernerler An ständ e ergab; Kasse und Bücher waren tadellos ge- führt und in Orbuuns, auch der Barbestand von >Mr 1000 Mk. war vorhanden. Burgermerster Bitsch ^var^eui^ Fabrikschlot ansties; und vom Sturm weiter getrieben wurde. Oberhalb Dilliers-sur-Marne hörte man eine furchtbare Explosion und der Ballon stürzte mit ungeheurer Geschwindigkeit zu Boden. Bon allen Seiten eilten die Dorfbewohner herbei. Man fand fünf Männer blutüberströmt daliegen. Drei Offiziere waren sofort töt. die beiden anderen sind lebensgefährlich verwundet. Als der Militärballon „Z o d i a q u e" über Fontenah schwebte, versuchten Zuaven das Lettseil zu ergreifen, was ihnen aber nicht gelang. Das in der Gondel vorgefundene Bordbuch erwähnt, das; die Luftschiffer in 800 Meter Höhe über Paris hinfuhren, dann sielen, um sich von neuem über die Wolken zu erheben. An dieser Stelle bricht der Bericht ab. Der Uriegs- Minister begab sich an die Unfallstelle und besuchte sodann den nach dem Militärhospital nach Vinecnncs gebrachten Leutnant, der seinen schtveren Verletzungen noch am Abend erlag, so daß das Unglück allen fünf Insassen des Ballons das Leben kostete. zehnjährige Tochter. Offenbach, 18. April. Ein s ch w e r e r S ch i s f s - s Unfall ereignete sich gestern nachmittag gegen 3/45 Uhr » in der Nähe des Offenbacher Hafens, der durch den orkanartigen ©turnt hervorberufen wurde. Der Schiffer Wolf aus .Heistenhausen bet Miltenberg hätte einen Teil der aus Steinen bestehenden Schiffsladung int Offenbacher Hafen ausladen lassen und wollte dann trotz der entschiedenen Verwarnung bei dem Sturm und hohen Wellengang nach Frankfurt weiterfahren. Als er kaum den Hasen verlassen hatte, schlugen die Wellen über den tiefgehenden eisernen Schelch, der 4000 Ztr. Ladung faßt, und dieser ging in wenigen Augenblicken unter. Der Schiffer Wolf, der verheiratet ist, wollte sich in den ebenfalls schwer belasteten Kahn retten, tonnte diesen jedoch nicht losbringen und verschwand in den Wellen. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. (m) Offenbach a. M., 17. April. (D i e Feuer- w e h r a l s B r a n d st i f t e r i n.) In der Finksck)«n Scheune war vor etwa zwei Jahren ein Brand entstanden, der durch Feuerwehrleute, die mit dem Ausbrennen der Kellerräume ?,ur Vertilgung der Schnaken beschäftigt waren, verursacht worden sein sollte. Tie Feuerwel-rleute wurden damals vom Offenbacher Schöffengericht freigesprochen. Der Inhaber der Scheune hatte aber eine Sck)adenersatzklage gegen die Stadt angestrengt, die das Landgericht in Darmstadt nun für gerechtfertigt erklärt hat. — In der Bahnhofsfrage fand gestern nachmittag im Kreisamtsgebände eine Besprechung statt, an der Minister Braun, Geheimrat Rohde, die'Landtagsabgeordneten Ulrich und Eißnert, Vertreter des Kreisamtes, der Handelskammer, der Stadtverwaltung sowie die Mitglieder der von der Stadtverordnetenversammlung eingesetzten Bahnhofskommission teilnahmen. Es handelte sich um das Nichthalten einiger Züge auf dem Offenbacher Hauptbahnhof. lieber das Ergebnis wird zunächst Stillschweigen bewahrt. Hessen-Nassau. [] Marburg, 17. April. Bei den heutigen fortgesetzten Stadtoerordnetenwahlen wurden gewählt in der zweiten Klasse die Herren Fabrikant Schäfer, Kaufmann Haas und Schreinermeister Nose, in der ersten Klasse die Herren Rechtsanwalt Bork und Buchdruckereibesitzer Dr. Hitze rot h. h. Hanau, 17. April. Im Kreise von 16 noch lebenden Kindern, 66 Enkeln und 44 Urenkeln, also 126 Nachkommen, feiern ’om Samstag der Privatmann Jung und seine Frau zu Groß-Auheim ihre goldene Hochzeit, W Zur Notiz! -etX Man kann bei den sich massenhaft mehrendenzweifelhaften Mttleln aeg.Haarletden nicht neititn auf das bereits seit 44 Jahren sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auözeichnende lhv*/i Haarwasser von Relifir, lllinehcn aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Konservierung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Neinigung von Schuppen,Weich- u. Glanzendmach. der Haare. Z. h. um 40 Mg. U- Mk. 1,10 bei J. H. Fuhr, Lonnenstrakc 25. Cafe Ebel Burggraben. Tel. 586. Best bekanntes Speisehaus — Diners, Soupers, ä la Carte. Täglich großes 9oppel-M vom 1. Mai bis 1. August stattfinden soll, wurde die alte Klinik unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Zum Garantiefonds wurde der fünfte Teil des Betrages bewilligt (jedoch höchstens 5000 Mk.), der von anderer Seite gezeichnet wird. — Dr. Kramer wurde zum Direktor des Oberhessischen Museums ernannt. ** Vierein für Luftfahrt inGießenE. V. und her Ob-er h?sfisch e Automobil-Club , Sektion des Frankfurter Automvbil-Club, in Gieße n veranstalten nächsten Sonntag den 20. April 1913, vormittags gegen Vs 10. Uhr, vom städtischen Gaswerk aus Ballonaufstiege mit krivgsmäßsiger Verfolgung durch Automobile. Den Ballonen ist dabei die Aufgabe gestellt, aus der als belagert gedachten „Festung^" Gießen über die Einschlief', ungsarmee hinweg Nachrichten nach der bis etwa 70 Kilometer vor Gießen herangerücktcn Entsetzungsarmee zu befördern. Die zur Belagerungsarmee gehörigen Automobile haben den Auftrag, die Ballone zu. verfolgen und bei deren Landung die fiir die Entsetzimgsarmee bestimmten Nachrichten abzufangen. Als Sieger gilt das Automobil, dessen Fahrer oder Beobachter als erster innerhalb einer halben Sckunde nach erfolgter Landung des Ballons die Hand auf den Ballonkorb legt. Der Ballon gilt dann als Sieger, wenn er nicht innerhalb einer halben Stunde nach erfolgter Landung von einem verfolgenden Automobil erreicht worden ist. Für die Sieger sind Ehrenpreise ausgesetzt. An dem Wettbewerbe werden sich zwei Freiballone imb eine große Anzahl Automobile beteiligen. Kreis Lauterbach. ~ AngerSbach, 17. April. Die heute hier abgehaltene Bürgermeisterwahl endete mit dem Sieg be§ seitherigen Bürgermeisters Htch. Ferdinand Rodemer. Von 318 stimmberechtigten Ortsbürgern machten 292 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. ES erhielten Bürgermeister Rodemer 276 und der Gegenkandidat 9 Stimmen. Die Spannung auf den Ausgang der Wahl war sehr groß, da man in dem von der Gegenpartei aufgestellten Kandidaten einen gefährlichen Gegner vor sich hatte, jedoch war dieser kurz vor der Wahl infolge der Aussichtslosigkeit eines Sieges von seiner Kandidatur zurückgetreten. x Ober-Schwitten, 17. April. Die hier am 15. d. Mts. errichtete Postagentur ist Bürgerminster Diehlmann übertragen worden. = Eichelsdorf, 17. April. Bekanntlich trug sich die Firmä I. Himmelsbach in Freiburg i. B. mit der Absicht, ihr hiesiges Sägewerk, in dem eine große Zahl von Arbeitern ton hier und den umliegenden Ortschaften beschäftigt ist, an einen anderen Ort zu verlegen. Geskerir sind nun nach langwierigen Verhaiwlungen unter wesentlicher Mitwirkung des Kreisamts Schotten die Vereinbammgen und maßgebenden Geländeankäufe zustande gekommen, die zur Folge haben, daß der Wegzug des Sägewerks aus der Gemeinde Eichtt'sdorf und aus dem Grvßher- gvgttmi Hessen unterbleibt. Tie vorhandenen Anlagen sollen wesentlich erweitert wrrdmr, so daß auch in steuerlicher Hinsicht die von Gemeinde und Kreis im Interesse des Verbleibs des „Ichmußte mich vor 2Jahren am Hals wegen einer Dribeti- vernarbt, trotzdem watend te Drüsen im Januar wieder stark angeschwollen. Auf arztl. Rat trank ich Altbuch- horNter Blark-SpriKOel tst arh quelle iJod Eilen- Manaan-KochsaUauellel.Dm Erfolg nmr überraschend. Schon nach 6 Fl. waren die Drüsen au meiner grollten Freude völlig Aurückgegnnnen Ich werde den Marksprudel immer trinken, er schmeckt prachtvoll, ivirkl apvetitan- regend, verdauunglördernd und blutverbessernd und bekommt mir viel besser als "ebertran, den ich fruver trank H. G." Aerztl. warm emvs M. 6» u. WM m dm Uoitocrfitätd - Apotheke A» aÄd.Cuael, in d.Drogerten t>. 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Nach einer Depesche aus Malone im Staate New York brach in der Nacht vom 17. April im Hotel Dewilson Feuer aus. Sieben Personen verbrannten, fünfzehn wurden verletzt. Die Flammen ergriffen das Treppenhaus und versperrten dreißig Gästen den Ausweg. Einige Frauen sprangen vom dritten Stockwerk hinab; sie wurden schwer verletzt. * Ein Langschläfer. Aus Cherboürg werd ge- nieldet: In einem Hospital schläft ein junger Mann ton 22 Jahren seit zwei Monaten ohne Unterbrechung. Er hat jede Empfindung verloren und wird tünsttick ernährt. o0"N sich melden. -'640 Markurgcr Straße 7. GeuevalversMWMlZmg Freitag, den 25. April 1913, abends 81/* Uhr, im hiesigen Rathaussaale. . Tagesordnung: 1. Rechnungsablage pro 1912 2. Wahl des Vorstandes 3. Wahl des Aufsichtsrates 4. Gehaltsregelung des Direktors 5. Verteilung des Reingewinnes 6. Verschiedenes. 2644 Für den AufsichLöraL: Schmidt. | 3 Zimmer | 03102] Kleine 3-Zimmerw. nut Gas an ruhige Leute zu verm. Gr. Steinweg 23 v. Helle 3-Zirnmerw., I. 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