Nr. |6Z v. Hombergk. PP. Br." In der Ersten Kammer bildete der Antrag bei dem zuständigen Ausschuß glcich-salls den Gegenstand einer eingehenden Erörterung, die zu wesentlich anderen Entschlüssen führte. Tiefer Ausschuß, vermochte sich nicht der bei der Begründung des Grundsatz.es zu Punkt 1 bekundeten Auffassung anzuschließen, wonach die Ver tretung eines gesunden, egoistischen Standpunktes weniger schädlich, als eine allzu ängstliche Rücksichtnahme sei. Es brauchen ja nur einmal die Hessen benachbarten Bundesstaaten, besonders das große Preußen, den gleichen Grundsatz aufzustellen und -ur- strengen Durchführung bringen hu lassen, wie es im ersten Teil des Antrags der hessischen Regierung angesonnen wurde. Wie schlimm würde es — so betonte der Ausschußrefcrent Geh. Kommerzierrrat Dr. Gail-Gießen — alsdann um die hessische Industrie bestellt sein, wenn sie künftig bei öffentlichen Lieferungen in Preußen so gut wie ausgeschlossen irnd in der Hauptsache auf das Großhcr.-ogtum Hessen angewiesen sein würde? Tic Regierung habe daher nach Ansicht des Ausschusses mit vollem Recht auf das Bedenkliche eines allzuscharscn Betonens der ausschließlichen Beschäftigung des heimischen Gewerbes bei öffentlichen Vergebungen hiugcwiesen. Rach der Meinung des Ausschusses sollte cs als etwas ganz Selbstverständliches angesehen werden, das; eine Regierung, ohne das sie hierzu noch ausdrücklich verpflichtet zu werben braucht, die schon im Staatsinteresse gebotene Rücksicht auf das heimische Gewerbe nehmen wird. Es sei das auch schon in dem Regierungscrlaß über das Verdingungswcsen vom Jahre 1893 in hinreichender Weise geschehen, indem darin ausdrücklich bestimmt wurde: „Bei der Vergebung von Bauarbeiten sind im Falle gleichwertiger Angebote in der Regel die am Ort der Ausführung oder in der Nähe desselben wohnenden Gewerbetreibenden vorzugsweise zu berücksichtigen." Dieser Erlaß ist mich im Jähre 1895 den untergeordneten Behörden im Interesse des kleinen und ortsansässigen Gewerbes nochmals ausdrücklich ein geschärft worden. Bezüglich des im Punkt 2 des Antrags aufgestellten Grundsatzes wurde vom Ausschuß ausgeführt, daß die Zweite Kammer erst vor zwei Jähren einen glcick)cn Antrag abgelehnt habe, weil sie damals der Ansicht war, daß die ausschließliche Bevorzugung solcher Meister, welche mit ihren Arbeitern Tarifverträge abgeschlossen haben, zu Einseitigkeiten und Härten führen könnte. Der Geltungsbereich der Tarifverträge, deren Bedeutung durchaus nicht verkannt werden solle, habe seit dieser Zeit zweifellos eine weitere Ausdehnung erfahren. Aber so tiefe Wurzel habe der Tarisgedanke doch noch nicht geschlagen, daß schon jetzt der Zeitpunkt zur Aufstellung und strengen Durchführung eines solchen Grundsatzes gekommen sei. Durch Einschaltung der Worte: „Unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse" sei wohl dem Antrag viel von seiner Schärfe genommen worden: immerhin aber müsse Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:«^ 112. Tel..Adr.:AnzeigerGießen, kl- Die neueste Entfettungskur. Es lebt in Paris eine Lckauimelenn, deren Körper, obgleich die Künstlerin ähr Name wird nicht genannt) längst nicht mehr zu beit jungen gehört, dennoch sich erstaunlich schlank und gescknneidig erhält. Wie sie das Wunder zustande bringt, danach ist oft geforscht worden, aber es blieb ut den Schleier des Geheimnisses gehüllt. Jetzt ist nun, amchernend «durch eine Indiskretion einer. Kammerzofe, dieses Schlankheitsrezept bekannt geworden. Jeden Morgen läßt oie Schauspielerin nämlich ein paar Bogen Papier an ibr Bett bringen: sie zerreißt es in kleine Stückchen, dann wird cs über das ganze Zimmer ver;treut, und nun beginnt die Entfettungskur: die Dame hebt nämlich mit größter Geschwindigkeit alle Papicr- stückchen auf! Das dauert eine reichliche halbe Stunde, während der sie angestrengt tätig ist und alle Muskeln nnb Gelenke ihres Körpers durcharbeitet. Worauf eine Frauenphantasie nicht alles verfallt, wenn es gilt, des Leibes wonnige Schlankheit zu erhalten! Aber diese „Schnitzeljagd" kann sicherlich ifrre guten lenste tun, und vielleicht findet das Verfahren Nachahmerinnen. Samstag, 19. Juli 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäls - Buch- und Steindnickerei. R. Lange, Gießen. widmen! Nicht die Pflichten gegen Mann und Kinder, sondern das Vergnügen, die Geselligkeit, der Dilettantismus könnten im Frauenleben eine Einschränkung erfahren! Wieviel Zeit und Kraft wurden dann für ernstere Arbeit frei! Die Frauenbewegung will den zum Teil so verheerendes folgen der heutigen drangvollen Wirtschaftslage entgegenwirFen, lic will für die Ueberwachung und Erziehung der Kinder sorgen, die der elterlichen Obhut entbehren. Und sie wendet sich an die Frauen der gebildeten und wohlhabenden Stände mit folgender Mahnung: ,Jhr die^ihr freie Zeit habt: ihr, unter denen so viele sich bewußt oder unbewußt, nach einem ernsten Lebensinhalt sehnen ihr wlltet eure Muße eure Bildung, eure Unabhängigkeit einh icfrcn, um das Los der grauen und Kinder der arbeitenden Klassen zu erleichtern. Wieviel Menschenleid könnte mit einem Schlage gefunden wenn alle Frauen sich freudig zum gemeinsamen Werke vereinigten! ^-Aohl hat die Frauenbewegung in jedem Stande, in jeder Geiellfchastsklaiie em etwas anderes Ansehen: sind ihre Siele im einzelnen verschieden, aber in Wahrheit ist die Frauenbewegung doch überall in allen Schichten dieselbe: sic will das weibliche Gefchlecht für das Leben und seine ^d^ungen wahrhaft erziehen. Sie will unverbrauchte grauen kraft heben, die vielmch verkümmert. Unsere io tief erregte, durch mannigfache Umwälzungen erschütterte Zeit verlangt nach Frauenhilfe, nach Frauenscharfblick- wie die Familie, io braucht auch die Menschheit den Vater und die Mutter! auch bei der Durchführung dieses Grundsatzes der bestimmten Erwartung Andruck verliehen ioerben, daß in jedem einzelnen Falle die örtlichen Verhältnisse genau geprüft und entsprechende Bcrück- Uchtigung finden werden. Nacktem jedoch die Regierung, wie aus ihrer Antwort auf den betreffenden Antrag zu erfahren, bereits in dem Ausschreiben des Staatsministeriums vom -4. 'Februar 1911 Bestimmungen in obigem Sinne erlassen habe, Wi nach Ansicht des Ausschusses der zweite Teil des Antrages gegenstandslos geworden. Dem endlich im dritten Teil des Antrags ausgestellten Grundlatz, wonach der Mindestfordernde keinerlei Anspruch auf den Zuichlag habe, könnte wohl zugestimmt werden. Es sei jedoch in dem Bericht des Ausfclmfses der Zweiten Kammer ausdrücklich bemerkt worden, daß sich die Bestimmungen des von der Regierung angezogenen Erlasses über das Verdingungswesen dem Sinne nach vollständig mit diesem dritten Absatz decken. Darnach sei auch dieser Teil des Antrags gegenstandslos geworden. Da sich auch die Regierung noch des weiteren bereit erklärte, bei sich darbietender Gelegenheit die ausführenden Organe auf die hier in Betracht kommenden Bestimmungen des Erlasses über das Vcrdingungs- wc,en aufmerksam zu machen, so beschloß die Erste Kammer dem Antrag ihres Ausschusses gemäß, dem Beschluß der Zweiten Kammer nicht beizutreten und den Antrag durch die Bestimmungen des Erlasses vom 16. Juni 1893 über das Verdingungs- Wesen und den Nachtrag hierzu vom 24. Februar 1911 als gegenstandslos für erledigt zu erklären. Da somit ein übereinstimmender Beschluß über diese Frage in den beiden Scändekammern nicht vorlicgt, ist die Regierung auch nichtin der Lage gewesen, dem Antrag Dr. Zuckmaver und Genauen Folge zu geben. Die parlamentarischen Verhandlungen darüber werden aber mit den angeführten Regierungserklärungen und Erläuterungen jedenfalls das Gute haben, daß die in Betracht kommenden behördlichm Organe genau über die Anschauung in den. maßgebenden Kreisen unterrichtet sind und im Interesse des hesstschen Gewerbestandes aufs neue an die genaue Einhaltung der dafür bereits vorhandenen Bestimmungen ermahnt wurden. Gleichzeitig hob das Ministerium eine au das Kreisamt zu Heppenh.nm gerichtete Verfügung vorn Jahre 1896 auf, derzufilge bic dortigen Reallehrer vorn Feucrwehrdicnst befreit waren. Dabei tPirb-Qt>Cr besonders betont, daß andere Beamtenkategorien durch * Die Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen. einer anbermcitigen Regelung bcs behördlichen ^?nvmrsswnswesens int allgemeinen unb bic Vergebung von öß'ent- lichen.Arbeiten unb Lieferungen im befonberen, ist im letzten Jahr- ^bnt mit seinen schweren wirtschaftlichen Kämpfen schon häufig Gegenstand eingebenber Erörtern üg en in ben Parlamenten sowohl, wie in den Vertretungen der fachlichen Interessentenkreise gewesen. ..^at auch in ber verflossenen Frühjahrstagung ber beiden .Hessischen Ständekammern wieder eine hervorragende Rolle gespielt und zwar infolge des bekannten Antrags Dr. Zuckmayer unb Genossen, der an dje Regierung das Ersuchen gerichtet wissen wollte, daß bei der Vergebung von öffentlichen Arbeiten und Lieferungen 1. die hessischen Steuerzahler in erster Linie zu kw- rücksichtigcn sind, 2. bei im übrigen gleichen Verhältnissen diejenigen Arbeitgeber bevorzugt werden, welche mit ihren Arbeitern Tarifverträge abgeschlossen haben, und 3. nicht vorzugsweise dem Mindestsordernden die Arbeit ober Lieferung übertragen wird. Es wird von Interesse sein, jetzt in der stillen 'parlamentslosen Sommerszeit auf die Stellungnahme unserer gesetzgebenden Faktoren zu diesen Antrag etwas näher cinzugchen. In der Zweiten Kammer hatte der zuständige Ausschuß die Annahme dieses Antrags empsohlcn und die Ergänzung hinzugefügt, baß bei ber Durchführung des Grundsatzes 2 auf die jeweiligen örtlichen Verhältnisse Rücksicht zu nehmen sei. Dadurch sollte verhütet werden, daß kleine Meister, besonders solche auf dem platten Lande, wo der Tarifgedanke noch wenig verbreitet ist, bei ber Vergebung von öffentlichen Arbeiten und Lieferungen nicht ausgeschlossen i-terben. Die Zweite Kammer nahm ben Antrag mit Dem Zusatz des Ausschusses einstimmig an. Air» Statt uitft Cant« Gießen, 19. Juli 1913. vottsschullchrcr und Fcucrlöfchdicnst. Wir lesen im „Schulboten für Hessen": Kürzlich ist von dem Ministerium des Innern die Frage des Feuer lo , chdienstes d c r V o l ks s chu l l e h r e r g e n e r e l l entlchicden worden. Ehe wir nun den betreffenden Entscheid hier bringen, lassen wir den Verlaus der Angelegenlmt, wie er lich durch das Gesuch dreier Oppenheimer Lehrer entwickelte, erst folgen. ' Vor ungefähr vier Jahren wurden, was vordem nicht üblich I war, alle Beamten in Oppenheim ohne Unterschied der frei» I willigen Feuerwehr zugeteilt. Bald darauf wandten sich die ' Oberlehrer der dortigen Realschule an das Ministerium mit der Bitte um Befreiung von dieser Verpflichtting. Dem Gesuch wurde entlprochcn. Im vergangenen Jahre nun, am 17. August 1912, sichteten die Lehrer Z., W. und R. an der Oppenheimer Volks- ichulc eine ähnliche Eingabe an die KreiSschulkorninission. Darin wiesen sie auf die Befreiung sämtlicher Lekwer des Kreises WormS und die Befreiung der Oppenheimer Oberlehrer hin. Die Kreisschulsommission beschloß am 11. Dezember 1912, die Lehrer ber Stadt Oppenheim als durch öffentlidpc Berusspflicht verhindert an ber Teilnahme ber Pflichtfeuerwehr zu erklären. Sie ging dabei von der Erwägung aus, daß cs in der Stadt Oppenheim an- gezeigt erscheine, bei einem Brande ben Unterricht nicht zu schließen. Bei einem Branbe außerhalb ber Schul,zeit steh? aber ber Teilnahme ber Lehrer an ben Löscharbeiten bas öffentlich Interesse daran entgegen, baß ber Lehrer mit frischen Kräften zum Unterricht komme. Aus Grund des § 11 der Landesfeucrwehrlöschordnung wurde bic Befreiung erklärt. In der Generalversammlung der sreiwilligcn Feuerwehr Oppenheim protestierte bereit Kommandant gegen diese Befreiung, ^uch in der Presse fand dieser Protest, der zwei Jahre vorher bei der Befreiung ber Oberlehrer ausgeblichen war, seinen Ans- bruck. Tie Bürgermeisterei unb bas Kommando der freiwilligen Feuerwehr erhoben sobann bei dem Ministerium des Innern Beschwerde gegen obengenannten Beschluß ber Oppenheimer Kreisschulkommission vom 11. Dezember 1912. Darauf entschied das Ministerium des Innern unterm 27. Mai wie folgt: „Die Beschwerde der Bürgermeisterei Oppenheim und des Kommandos der freiwilligen Feuerwehr Oppenheim gegen den Beschluß der Kreisschulkommission, der die Befreiung der drei obengenannten Lehrer von der Verpflichtung zu Dienstleistungen bei der Oppenheimer Feuerwehr verfügt, erklären wir für be- gründet. Die drei Lehrer Zahn, Weber und Reinheimer in Oppenheim können als allgemein durch öffentliche Berufspflicht an dem Eintritt in die Hilfsmannschast der freiwilligen Feuer-- wehr verhindert nicht angesehen werden. Persönliche oder örtliche Verhältnisse, bic unter Umständen die Befreiung eines Lehrers von der Teilnahme an ber Feuerwehr wünschenswert erscheinen lassen können, wie z. B. bic Unterstellung des Lehrers unter einen ihm übelwollenden ober sonst 11 ungeeigneten Abteilungsführer, liegen im Fragefall nicht vor. Die drei Lehrer sind zur Ordnungsmannschaft eingeteilt: ihre Heranziehung zu Hebungen findet, eine alljährliche Jnsttuktions- 1 stunde abgerechnet, nicht statt. Es erscheint hiernach auch bis auf ij weiteres die Gewähr dafür geboten, daß die genannten Lehrer nickt etwa durch ihre Teilnahme an ben öffentlich — auch in Gegenwart bei- Schuljugend — ftottfinbenben Exerzitien der Feuerwehr Einbuße an ihrer Autorität den Sckstilern gegenüber erleiden. Cper von der Kreissck/ulkoinmission angeführte Grund, das öffentlich.' Interesse verlange, daß der Lehrer nach einem Brande mit i frischen Kräften zum Unterricht komme, ist nicht durchschlagend- »\ ein wett stärkeres Interesse hat die Oeffeittlichleit an der ener- gifdicn Bekämpfung eines ausgebrochenen Brandes. Bei einem Brande während oer Unterrichtszeit gelten die Lehrer stets als entschuldigt. Die Bürgermeisterei Oppenheim, das Koinmando ber frei- . willigen Feuerwehr unb die drei Lehrer Zahn, Weber und Reinheimer sind hiernach zu bedeuten. Verdächtigungen des deutschen tzandeis in Japan. Der deutsche Handel mit Japan entwickelt sich in erfreulicher Weise. Die deutsche Emfuhir nach Japan stieg feit dem Jahr 1909 bis 1911 von 77 auf 112 Millionen. Die japanische Ausfuhr nach Deutschland hatte in den gleichen Jahren eine Steigerung von 29 auf 37 Millionen 5u verzeichnen. Nach der japanischen Handclsstatistik beträgt die Einfuhr aus Deutschland 11 Proz. der japanischen Gesamteinfuhr und die Ausfuhr nach Deutschland 2,6 Proz. der Gesamtausfuhr Japans. Trotzdem sind, wie die Mitteilungen des Vereins für hast Deutschtum im Ausland melden, andauernd in allen .Kreisen des japanischen Handels, welche englischen und französisch'n Einflüssen zugänglich sind, Bestrebungen im Gknige, die Ausbreitung unseres Handels zu verhindern. Diese Versuche treten auch van maßgebenden Persönlichkeiten bei offiziellen Anlässen in die Erscheinung. So hielt kürzlich in der „Japanischen Wirtschaftlichen Vereinigung", an deren Tagung angesehene Männer der Finanzwelt, des Handels und auch der Regierung teilnahmen, der Präsident einer neuen Französisch-Japanischen Bank in Tokio eine Rede, in der er der deutschen Industrie den Vor Wurf machte, daß sie japa Nische Handelsarkitelnachahme und mit diesen Imitationen den japanischen Erzeugnissen auf fremden Märkten einen starken Wettbewerb bereite. Der Präsident betonte dabei ganz besonders die guten Beziehungen zwischen England und Japan in wirtschaftlicher Beziehung und die sich vortrefflich entwickelnden Handelsbeziehungen Japans zu Frankreich. Dagegen wäre das Verhältnis zu Deutschland nach wie vor höchst unerfreulich! Den oben erwähnten Tatsachen gegenüber richten sich solche Verdächtigungen von selbst, denn es ist wirklich nicht einzusehen, worauf sich die Behauptungen der Herren Präsidenten gründen sollten. Klassen mehr Gelegenheit zur Erwerbung hauswirtschaftlicher Kenntnisse zu schaffen. Die Mutter, die vielleicht in der Fabrik arbeitet, kann das Mädchen natürlich nicht unterweisen, nicht an Ordnung an Sparsamkeit gewöhnen: vollständig unerzogen tritt cs in die Ehe, und bic verderblichen Folgen bleiben nicht aus. Alle Besserung der Arbeitslöhne fann unserem Volke nicht zu Wohlstand und Gesundheit verhelfen, wenn die wirtschaftliche Tüchtigkeit seiner Frauen nicht auch voran schreitet. Die Frauenbewegung ist weit davon entfernt, alle Mädchen auf Gpmnasicn "^^.Uchversiläten schicken zu wollen: sic erblickt vielmehr in der Tätigkeit als Frau und Mutter den eigentlichsten und schönsten Berus des Weibes. Unweiblich erscheint die Gepflogenheit zahlreicher Töchter aus den gebildeten Ständen, ihre Tage in halbem Müßiggänge zu vergeuden, dem Toilettcnluxus, dem Vergnügen unendliche Opfer an Zeit und Geld zu bringen, dilettantische .Kunstfertigkeiten, die ebenw überflüssig wie kostspielig sind, als „Arbeiten" auszugeben, -venn die echte Frau hat eine große unermüdliche Kraft zu nützlicher Arbeit, sie hat ein Bedürfnis nach wirklichen ernsten Pflichten, sie will wissen, wofür sic auf der Welt i st. Unweiblich findet es die Frauenbewegung, wenn glückliche, versorgte Frauen ihr Herz verschließen gegen die Not der Millionen, die sich ihr Brot selbst erwerben müssen. „Helft uns bessere Ar- beits- und Erwcrbsverhältnisse für Frauen schaffen, vor allem dadurch, daß wir ihnen Gelegenheit zu gründlicher Ausbildung für ihre Berufe bieten, es 'fehlt daran ja überall'" Auf diese Bitten wird uns — wie oft! — mit kühler Ablehnung erwidert' Oh! mich berührt das nickt! mir geht cs, Gott sei Dank, gut' Ich habe nichts zu klagen." _ Die echte Frau, die selbst tüchtig ist, möchte es dahin bringen, bau jeber nck selbst Hilst und aus eigner Kraft und Tüchtigkeit; feinen Platz im Leben behauptet. Die Gegner der Frauenbewegung meinen, unjere Bestrebungen würden die schon so große Eh-sckeü der Manner noch vermehren. T a s i st f a l s ch! D i e F r a u e n- ? r91' ” n — i rb bi c Eheschließung ganz wesent - t i ch begünstigen, indem sic es dem Manne ermöglicht, auch eine mittellose ö'rau zu heiraten. Arbeit, Erwerb ber Frau ist ebcnioviel wert,, wie ein mitgebrachtes Vermögen. Tas sieht man daran, dar int eigentlichen Volke, in den arbeitenden unb erwerbenden standen fast alle Frauen heiraten, fast alle Männer eine Familie grüichen. Beide Ehegatten arbeiten unb erwerben mer gemeinsam. Wird nicht jeder Dcmünftige Mann ebenso gern eine ilcirtgc, erwerbsrähige Frau heim führen als eine wohlhabende, o)Cnm?5cSt Feldes und ber Arbeit nie zu schätzen gelernt P ,, • Y Manche werden hier einwcnden: „Die verheiratete Frau soll aber nicht erwerben, sie soll sich ihrem Hause, ihren Kudern Frauett-rrnndscha«. Zur 27. Tagung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Die hiesige Ortsgruppe ßes Frauenvereins schreibt uns: Der Allgemeine Deutsche Frauenvercin stellt in einem Flugblatt, wclck-es der Verein für Fvaueninterefsen in München oer faßte, klar dar, was die ^Frauenbewegung will, cs sollen hier die Hauptsachen aus dem Blatte erwähnt werden für diejenigen, die sich für die Frage schon interessieren unb für solche, die der Bewegung näher treten möchten. Man sollte damit beginnen, nachtzuweisen, wie ungerecht die hiindertsachen Vorurteile sind, die ihr entgegengebracht werden. Man sollte zuerst an alle denkenden Frauen und Männer die Bitte richten: „Lernt unsere Bewegung doch einmal kennen! schaut sie an, wie sie wirklich ist! und stimmt nicht gedankenlos ein in das Gerede, die Frauenbewegung untergrabe das Familienleben, sie entziehe die Frau ihren natürlichen Pflichten, sie mache un- weiblick, bereite dem Manne eine verderbliche Konkurrenz auf allen Erwerbsgebieten und dergl." Nichts von alledem ist richtig. Die Frauenbewegung will das Beste des weiblichen Geschlechtes und damit das Beste der Familie, und sie will es unf eine vernünftige Weise. Die Frauenbewegung will die Frau ihren natürlichen Pflichten keineswegs entziehen. Im Gegenteil, sic will die Frauen lehren, es mit diesen natürlichen Pflichten, mit der Ausübung ihres Berufes als Hausfrau und Mutter ernster zu nehmen, als es jetzt vielfach geschieht. An die schwierigste aller Aufgaben, an die Erziehung der Heranwachsenden (Generation, an bic erste grundlegende Bildung junger Menschensecken wird durchschnittlich mir größerem Leichtsinn herangetreten, als an irgend ein anderes Werk. Es ist die einstimmige Klage aller gewifsenhasten Lehrer und Lehrerinnen: hätten wir doch mehr wahrhaft gebildete, denkende Mütter, die uns beim Erziehungswerk unterstützten! Solche denkende Mütter, denkende Hausfrauen, möchte die Frauenbewegung schaffen. Sie erblickt in der Gedankenlosigkeit, in der OberslächlickMk, in der Unwissenheit der Frau die schlimmsten Gefahren des Familienlebens. Im Erwerbsleben wird heute das Zehnfackie an Arbeit geleistet ! Mit diesen Ansprüchen aber muß die körperliche Ernährung, die häusliche Pflege gleichen Schritt halten. Nur eine gesund erzogene Menschheit mit vernünftigen Lebensgewohnhettcn wird die erforderliche Nervenkraft ohne Ueberanftrcngung aufbringen. Welche Aufgabe für die Hausfrauen aller Stände! Wie notwendig erscheint es namentlich, den Töchtern ber arbeitenden Zweites Blatt 163. Jahrgang Er,ch-inl KßNchmitAuSnahn-.- d°s S-nnIagS. * wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- — V ......... Eeneral-Anzeiger für Gberheffen einen’...... H 6 H Sonnta... ' 1878 rdt. 4740 ‘chmittags 3'|2 Uhr füUk'k 20 1 9, »'*/> 35-jährig.Jubiläums- und Preis-Schiessen des LiwM» am 27. und28.Joli!Sl3, ücrbunben mit vul( großem Volksfest etc. ?ck. E le. amm. t>. ergeb, ein .urakeller, ch. fRöbnen. ,» 9 «hr :hllt« ... !ar| 6bn«- itbtrvfft täfel 119. Juli, Sbm« ^orito^ er Wir eröffnen Montaa 21. Juli 1913, abend; Qi/, Uhr in unserem Vereins zimmer im Poitkeller am Aniäiign-Km!»s sssWfr ^iendtoß, 22. onji , Wir er^n|-n19i3,nSy ^"L?n"derLeprks'-hu'- Anlage ei««- , MsM-mx ferner erieueu^ntcrnch xKsS Juli^" IPfarrer Bechtolsheimer. um Ä»r Meteorologische Beobachtungen -er Station Sietzen. Wetter Regen 748,2 Juli sind zum 17. 17. SW SW w 17,6 13,9 einer such von 12,2 11,4 12,2 Juli 1913 749,2 748,5 16,6 14,3 15,5 biS 18. , 18. Nächstküustiaen Sonntag, den 27. Juli, wird in beiden Kirchen die alljährliche Kollekte für die innere Mission erhoben werden Ter Wartburg-Verein (Wetzstcinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend einen Lese- und Cvielabend, jeden Mittwochabend eine Turnstunde und jeden Donnerstagabend eine Bibelstunde. Höchste Temperatur am Niedrigste , e Niederschlag: 9,0 mm. Brückenbaues schleppen zu lassen. Flöße müssen einen Schleppdampfer haben; falls sie breiter als 47 Meter sind, auch noch einen Bugsierdampser. Falls kein Dampfer der Eisenbahn zur Stelle ist, müssen die Schiffe und Flöße so lange verharren, bis ein solcher eintrifft. Im fraglichen Bezirke, daS heißt im Rüdesheimer Stromarm, dürfen Schiffe auch nicht vor Anker gehen. Während der Nacht haben die Baugerüste eine rot scheinende Laterne, tagsüber eine rote und weiße Flagge. Im übrigen macht ein Wahrschauer, der in einem Nachen unter- halb der Baustelle sich besindet, durch Hissen einer roten und weißen Flagge aufmerksam, wenn die Schiffe vor der Wahrschau beidrehen und das Fahrwaffer freilassen muffen. Hessen-Nassau. ( ) Marburg, 17. Juli. Am 29. September findet hier die erste Tagung des deutschen Gcrmunisten-Verban- des statt. Auf Einladung des Direktors des germanischen Seminars, Professor Dr. Elster, fanden sich gestern abend in der Universität etwa 75 Damen und Herren ein, die eine Ortsgruppe des Deutschen Germanisten-Verbandes grün- sdeteu und ihr als Mitglieder beitraten. ( ) Wetter, 17. Juli. Die Stadtverordneten beschlossen, für den verstorbenen Bürgermeister Zissel einen Berufsbürgermeister zu wählen. X. H a n a u , 17. Juli. Der Hanauer Geschichtsverein hat beschlossen, zum 100jährigen Gedenktage der Schlacht bei Hanau am 30. und 31. Okrober 1813 ein Geschichtswerk herauszugeben, das Oberstleutnant z. D. Müller in Straßburg bearbeitet hat. Von den Stadtverordneten wurde ein Kostenbeitrag von 1200 Mk. hierfür bewilligt. — Die Stadtverordneten haben die seitherigen Teuerungszulagen für die städtischen Arbeiter auch für die Zeit vom 1. Juli 1913 bis 30. Juni 1914 bewilligt, ferner die 447 000 Mark betragenden Mittel für die Erbauung einer neuen Bezirksschule zur Verfügung gestellt. h. Weilburg, 16. Juli. Die hiesige Bürgergarde feiert am 13. und 14. August ihr hundertjähriges Bestehen durch ein Volksfest. ok. Bad Salzschlirf, 17. Juli. Am nächsten Mittwoch veranstalten im Hotel Wästhofen Frl. Heineck-Alsfeld (Alt) und Frl. Erna Hildebrand-Alsfeld (Klavierbegleitung) einen Konzertabend. kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 20. Juli, 9. nach Trinitatis. Gottesdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe, Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus bet Markusgemeinde. Vormittags 9X Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und MarkuS- flemcinbc. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11'/« Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schloss er. 3n der Johannerkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer A u s f e l d. Zugleich Ehristenlehre für die Neukonsirmierten aus der Jähannesgemeinde. Vormittags 9‘/7 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lickasgemeinde. Decker-, Kassierer Göbel-Frankfurt-Main und als Beisitzer Brill- Darmstadt, Hertzig-Straßburg, Krauß-Stuttgart, Ullrich Mannheim. Die Geschäftsstelle des Gaues befindet sich in Frankfurt- Main, Kronprinzen straße 7. Müller'sche Badeanstalt. Wasierwärme der Lahn am 19. Juli: 15° R. Evangelischer Gottesdienst. Lollar: Sonntag, den 20. Juli, vormittags 10 Uhr. Pfarrassistent Klingel. Daubriugen: Sonntag, den 20. Juli, nachmittags x/,2 Uhr. Dekan Guß mann. katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 19. Juli: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beichte. Wetterschäden. Tesch en (Oesterreichisch-Schlesien), 17.-Juli. Ein gewaltiger Wolkenbruch verwandelte gestern Abend die Bäche in der Umgegend von Teschen in reißende Ströme und überschwemmte die Vorstädte Brandeis, Ellgoth und Karwin. Der Wolkenbruch richtete einen Schaden in Höhe von ungefähr P/2 Millionen an. Die Ortschaften Andersdorf und Steinau sind überschwemmt. In Steinau steht die Kirche 25 Zentimeter unter Wasser. Die Ernte ist vernichtet. Hamburg, 17. Juli. Im Regierungsbezirk Stade gmg ein schwerer Wolkenbruch nieder' und richtete großen Schaden an den Vieh- und Erntcbeständen an. Nttt^ersitiits-rLachrichten. — Auf eine 50,ährige Tätigkeit als akademischer Lehrer konnte am 18. d. Mts. der Vertreter des deutschen bürgerlichen Rechts und des romüchen Zivilrechts an der Universität Würzburg Geh. Rat Prof. Dr. jur. Hugo von Burckhard zurückblicken' Der im 75. Lebensjahre stehende Rechtslehrer stammt aus Weida un Großherzogtuin Weimar. Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. Tas B i b e l k r ä n z ch e n für S d) ü I e r höherer Lehr- anstalten findet statt int Johannessaal, und zwar jeden ®litt- woch tim 6 Uhr für die jüngere Ableitung, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilung. Tas Bibelkränzchen für Schülerinne n höherer Lehraitstalten aus der Johanitesgerneiitde ist jeden Dienstag ..... 6 Uhr im Johannessaal. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung int Johannessaal. Starkenburg und Rheinhessen. ob. Bingen, 17. Juli. Ter Pfeilerbau an der neuen Strategischen Brücke Rüdesheün—Kempten ist bereits soweit gefördert, daß für die rechtsseitige Strecke von dem Vorsitzenden der Rheinstrombauverwaltung, Frhrn. v. Nheinbaben besondere Vorschriften bezüglich der Schiffahrt und der Rücksichten, die diese auf den Bau nehmen soll, erlaffen worden sind. Ein Pfeiler wird bereits 20 Meter vom Rüdesheimer Ufer, ein zweiter 75 Meter von der Rüdesheimer Aue, dem Besitztum des Grafen v. Ingelheim, erbaut. Infolgedessen dürfen Schiffe zwischen der Aue und der Stelle, wo der zweite Pfeiler erbaut wirb, nicht mehr durchfahren. Im übrigen haben die Schleppzüge und Schiffe auf die verschiedenen Bestimmungen für solche Fälle Rücksicht zu nehmen. Schleppzüge, die in gleicher Richtung fahren, dürfen im Bezirke des Brückenbaues nicht aneinander vorbei. Durch am Ufer anf- ßeitcatc Tafeln ist dieser Bezirk kenntlich gemacht. Schiffe die eigene Triebkraft haben, dürfen weder mit noch ohne Anhang mit größerer Kraft fluten, als sie zur sicheren Steuerung und zur Fottbewegung nötig haben. Schiffe ohne eigene Triebkraft haben sich von einem jederzeit bereitliegenden Schleppdampfer der Eisenbahnverwaltung durch die Stelle des Walzen des AiiwegeS; 3. Kellerentwässerung; 4. Besetzung Lehrerstelle; gemeldet haben sich 14 Bewerber; 5. Gc- deS Hrch. Rohrbach VII. um pachtweise Ueberlassung Gemeindegelände; 8. Die Verpachtung der Jagd. KrciS Friedberg. --- Bad-Nauheim, 18. Juli. Bis zum 17. Juli 22035 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis 17. Juli 26074 5 abgegeben. vermischte». » Deutscher B a n k b e a m l e n - V e r e i n , E.-V. Auf Veranlassung des Zweigvereins Frankfurt-Main sanden sich Sonn' ~vSUl.1 191.3, in Heidelberg die Vertreter der süd- westdeutschen Zwetgveretne und Ortsgruppen zusammen und be- rrau Sudwestdeutschland zu bilden, dem die Landes- Dcssen-Nassam Helsen, Baden, Württemberg, Elsas:-Lo- thringen und die Pfalz angehören sollen. Der Tagung, die einen N^i^eregten Verlaus nahm, wohnte auch trr geschäftsführende Si nSr b-h ^amtverems, Herr Max Fürstenberg-Berlin, b*e"nrf”tcn Ausgaben der Organisation sprach Ausführungen lebhafte Zustimmung sand. In den 4^orstand^wurden gewählt als Gauvorsteher Wendel-, Schriftführer Stait&csmntsnacbriebtcn. Gießen. ^-c?"^Ebote: Juli lO. Friedrich Wilhelm Simon, G-> Gl!,c Göbel, beide in Gießen. - Johann <8ern- Ä ® Lokums, mit Elsa Emilie Luise Karoline Weinen ~ 1L Wllhelm Huck. Kandidat der Mathematik ui Göttingen, mit Karolmc Friederike Elisabethe Freund in M u t"; - 12’ Heinrich Karl Schepp, Lehrer, mit Hedwig ah, beide in Gießen. — 14. Friedrich Wilhelm Köster, iRCr Vogelmann, beide in Gießen. — 15. Ludwig Schäfer VI., Hüttenarbeiter in Daubringen mit Suijc .Hosinonn in Groben Busech — uarl Stein sinnMunni“ flcbilfe in Gießen, mit Lisette Wilhelmine Irma Käßmann ^in Dortmund. - 17. August Gerich, Pfarrer in Hopsmannsseld (Kreis Lauterbach>,mit Lina Magnus in Gießen. ™ Ib Ebeschließnn gen: Juli 12. Johann Müller, Geschäftsreisender, mit Frieda Luile Faber, beide in Gießen. ’ ^seph Schlüter ein Sohn, Va.ul. — 8. Acm Bahnarbeiter «vriedrich Mandler ein Sohn Heinnch Karl Ludwig Friedrich. - 10. Dem Postboten Winrich Habicht eine Tochter, Anna Marie. — Dem Menger ' Eberhard Karl Boller eine Tochter. - Dem Schlosst Wilhelm Heuirich Philipp Naus eine Lachter, Elfriede Anna Mathilde — Dem Hilsshnzer Hermann Heinrich Stein eine Tochter Ger- trud- - Dem Postboien Heinrich Schäfer eine Tochter, Hedwig Elisabeth Mana Luise Anna. -- 12. Dem Kanzleigehilfen Johann August Otto Neuer eine Tochter, Käthe Julie - Dem Buch bitter Gustav Frank ein Sohn, Adolf Albert Wilhelm — Dem Versicherungs-Inspektor Jakob Sommer ein Sohn, Heinrich Georg Hermann. — 14. Dem Schneider Hermann Obmann eine Tochter Hermine. Gestorbene: Iuli 11. Ferdinand Seng, Kanalarbeiter 37 Kahre alt, ^temstrake 68. — Heinrich Schäfer, Bremser • P ' 64 Jahre alt. In den Eichgärten 31. — 13 Heinrich Fchuser' Postbote, 28 Jahre alt, Ha mm st rast- 13. u ©a(tcr Hermann Heinrich Krach, 1 Jahr alt. Am Riegelpsad 2' — ‘--'ntbarim' Wagner, geb. Schneider, 78 Jahre alt. Wehstrinstraße ! i Helena Peppel, geb Scheer.-r. 67 Jahr all Wepu lngaise 33 — Klara Kllngelbösfer, 73 Jahre alt, Schillerstrai — lö Aböls Löb, Privatier, 38 Jahre alt, Alicestrast- 18. Sonntag, den 20. Juli, 10. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Meße. u um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr. Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdicnst. Nachmittags um 2 Uhr: Ehristenlehre: darauf fakramentalische Bruderschafts-Andacht. Gottesdienst in der Diaspora. Sonntag, den 20. I u l t: In Sich um 97, Uhr. e eepf» co» 5-eI bie ,reuerwchrlommandvs nicht günstiger als die Lehrer behandelt werden sollen. Gerade dieser letzte Punkt ist es aber, um den cs sich bei Gesuchen der Volksschullehrcr, die den Feuerwehr dien st betrafen, immer drehte. Sie wollten nicht besser, aber auch nicht schlechter behandelt werden wie die Beamten. Welche Wirkung gerade dieser ^Appell haben wird, muß die Zukunft lehren. • ** Stadttheater-Abonnement 1913/14. Vom nächsten Montag an wird die Einzeichnungsliste für das Abonnement im nächsten Winter in der Musikalienhandlung von E. Challier aufgelegt (f. Anzeigenteil). Die seither- gen Monnenren haben ihre Plätze fast ausnahmslos wieder belegt; es ist ober zu wünschen, daß auch noch recht viele neue Abonnenten hinzutommen. Die Vorteile des Abonnements sind zwar hinreichend bekannt, wir wollen sie aber trotzdem nochmals hervorheben, besonders für diejenigen, welche erst im letzten Jahre nach Gießen gezogen sind. Zunächst beträgt oie Preisermäßigung gegenüber den Tagespreisen fast die Hälfte, eine Logenkarte zum 1. Rang kostet z. B. »an der Tageskasse 3.50 Mk., während sie sich im Abonnement auf nur 2 Mk. stelli Zweitens erhalten die Abonnentin? eine Anzahl Karten für die außer Abonnement, z. B. beim Auftreten berühmter Gäste, gegebenen Vorstellungen, auf Grund deren sic ermäßigie Preise bei diesen Vorstellungen genießen. Ebenso 'betommen sie solche Karten für die im Sommer stattfindenden Operettenaufführungcn. Einen besonderen Anreiz zum Abonnement bietet endlich die Einrichtung der Gutscheine, die, soweit uns bekannt, an keinem anderen deutschen Theater besteht. Es kann jeder Abonnement seine Platzkarte zu einer Vorstellung, die er nicht besuchen kann ober mag, gegen Zahlung von 10—20 Pfg. gegen einen Gutschein Umtauschen, der es ihm dann frei» stellt, eine beliebige andere Abonnementsvorstellung zu besuchen. Diese Einrichtung der Gutscheine gewährt so außerordentliche Vorteile und Annehmlichkeiten, daß wir in ihr einen Hauptgrund für das hier im Vergleich mit anderen Städten auffallend starke Abonnement erblicken. Beim Abonnement nur eines Platzes z. B. durch eine Familie kann man hin und wieder einen Gutschein nehmen, um manchmal zu zweien ins Theater geben zu können. Zlvei zusammenliegende Plätze sind fast zu jeder Vorstellung zu erhalten, selbst im 1. Parkett, toeii die beiden ersten Reihen (Or> chesterplätze) überhaupt nicht abonniert werden. " Oberhessischer Kunst verein. Da eS sich auf Wunsch ermöglichen ließ, die Sammlungen von Bai)er- Nlannheiin, En gel h a r dt - K y f fhäuser - Magdeburg und Barthel-Gießen bis morgen auSzustellen, sei deshalb nochmals darauf hingewiesen, daß nur noch morgen die Ausstellung zu sehen ist. Landkreis Gietzeru r. Lollar, 18. Juli. Eine öffentliche Gemeinderat Ssitzung findet am Mittwoch, 23. Juli, abends 6 Uhr, im Rathause zu Lollar statt. Die Tagesordnung lautet: 1. GemeinderatSwahl 1913; 2. Ueberdecken und ™ . Alsfeld. mit ®nnneWirM: ^kob Lutz, Stadtsekretär in Worms, mit .Inna Bickel zu Köngernheim. — fturt Friedrick Hnns Ähnlicher Eisenbahnsekretär in Alsfeld, mit Gila ©1^4 m Zoppot. - 8. Johann Heinrich Klein Tele- Alsstld'°^^ in -udenscheid, mit Anna Katharine Horst in HWÄ1? Ä*' ®aftrtnrt in Zett, mit Ottilie (Geborene: Juni 30. Dem Erdarbeiter Julius Kamva Tochter, Hedwig Käth-. Irmgard. — 10 Tcm Schlosser- «eWfcn Semnd) Georg Wettläufer eine Tochter. taVfit °n-°ktt! datia, Maurergehilfe von Belluno in Ober-Italien, 31 Jahre alt. , Büdingen. Wngner^n Sodn.Armon?"' St6lCinn 43 JahrVatt.' ° ‘1 °^Uh 1L Maurer, Fabrikant, qr , , Friedberg. in der in Frankfurt a.' M.^,"mir Mara" -ÜnC^Qlb/ Schnei- Friedrich Christian Mar. Handlungsgehilfe mit^^9- — 12. in erneöbcrg. — 15 Mar "iifrch wiX. ß tQ bcioc mit Elisabeiha Faatz MriSg*8' itau'matln in Köln, Langbein ein Sohn? Ot'to' Frst'' —Diedrich Bartolo B-.'na^a ein 5nhn \ ' ,n ^dx^enicbfeifer eine Tochter, JliTatr^i Hinrich Kimpel GcorL Chvolo ein Sobn, Heinrich. ' *"Lm ^ilisichaffner 76 aUe: ^Ult 1L Äat^nna Corv.nus, geh. -«rott. Grohen-Linden. 50f älle: Juli 10. Ludwig Hankel II., Zugabfertiger, r. Richter, Frankfurter Strasse 4. Sanitätsrat Dr. Zinsser. Goethestrasse 10. 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Juli: nds um 8 Uhr: Gelegenheit nntag nach Pfingsten: nheit ztir hl. Beichte. Messe. er hl. Kommunion. Predigt. t Predigt. biem't. darauf salramentalische rflnbacfft. schaftsvorstchcr. Freie Auswahl Vorbehalten. ZuschlagSsrist 3 Wochen. Gießen, den 11. Juli 1913. Großh. Kuliurinspektion Gießen. H. Steinbach. _______ Offizielle Verkaufsifelle der Deutfdien Grammophon- ooooooo flktlen-Selelirdwft Berlin oooooo^ B”/t jReisekofiTer sämtl. Größen und Qualitäten in allen Preislagen am Lager von 15.— Mk. an. Kupec- nnd Aiizngkofler. Reisekörbe, Reise-Handtaschen und Necessaire*. Schirmhüllen, Sc hvtanena beutel f-E aa » 5 ggs* Vorbehalten, Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 16. Juli 1913. Grosth. Kulturinspektion Giesien. H. Steinbach. Gießen, Sternstraße 10. Hauöwirticliastlicbcs Seminar: 1-jähriger Lehrgang mit staatlickem Gramen. Haudarbeitsicminar: 1-iährtger Lehrgang nut float- D,p/S ZWEI BÄNDE 24 M. Vergebung. Daö Maschinengcbäude für die Wasserleitung Grüningcn ist durch schriftliches Angebot zu vergeben. Zeichnungen und Bedingungen sind auf Großh. Bürgermeisterei und bei uns einzusehen. AngebotSvordruckc gegen ganz freie Bareinsendung von 2.— Mk. von uns erhältlich. Eröffnung der Angebote Freitag, den 1. August, vormittags 1OV2 Uhr, auf unserem Bureau. Freie Auswahl Weinr. Wrebert Plockstr. 11 — vorm.]ul. bischer - Tel. 323 Hiermit bringe ich zur gefl. Kenntnis, dass ich die Leitung meiner Buchhandlung Herrn P. NEBELUNG übergeben habe. Herr Nebelung verfügt über eine langjährige Praxis in den bedeutendsten Firmen. Er wird sich bemühen, das meiner Firma stets bewiesene Vertrauen meines geehrten Kundenkreises zu erhalten und künftighin noch zu festigen. Frau Fritz Schlesier Witwe / in Firma August Frees, Universitätsbuchhandlung Seltersweg Nr. 70. liebem Gramen. .... . Haueihaltungsschule: '/^lahriger Lehrgang. Kochjchulc: Dauer der Lkurse 36 Vormittage, dreimal wöchentlich oder täglich. Beginn aller Slurfe 1. Dklober. Wohnung und Ver« pslegung für auswärtige Schülerinnen in der Anstalt. Anmeldungen baldigst erbeten. Nähere Auskunft und Prospekte durch die Anstalt. v'°/? Neuheiten in Harb» Richelieu, Lochstickerei, Hedeho, Knötchen, Kelim, treffen bei uns jetzt täglich ein. Bevor Sie eine Arbeit kaufen, besichtigen Sie bitte unsere große Auswahl in allen Neuheiten. [a*ö Ualonufc iV 2 iV 2 f - 2 reinigt man am besten wie folgt: Man löst Persil das selbsttätige Waschmittel in stark handwarmem Wasser1 auf. Dann die Wäsche, ohne sie zu kochen, etwa */♦ Stunde in dieser Lauge schwenken, hierauf gut ausspülen und ausdrücken, nicht aus- M wringen. Das Trocknen darf an nicht zu heissen Orten oder an direkter Sonne geschehen. 2 Die Wolle bleibt locker, griffig und wird nicht filzig! Ucberall erhältlich, niemals lose, nur in Original-Paketen. -- 119 DI ‘ L C J > HENKEL & Co., DÜSSELDORF, fluch Fabrikanten der alfbefieblen HßTlkßl S DlCfCll ** 0OQ3. 4 IregereSetar - ftkaderme • WMmar,Osbee.eden Samstag nm 6 Uhr ffien fuc Schülerinnen igeniembe ist jeden Tienstag mk M**1'9th' * MM L Vcrlfkbiuig m Muaiislitililislirbeitcii. Samstag, den 2. A u g u st d. I s., vormittags 10 y2 U h r, sollen auf unserem Bureau die Angebote für die Arbeiten und Lieferungen zur Kanalisation des Roßmarktes in Alsfeld eröffnet werden. Pläne und Bedingungen liegen bei uns offen, Angcbotsvordrucke sind gegen Barcinsendung von 2. — Mk. von uns zu beziehen. Freie Auswahl unter den Bietern bleibt Vorbehalten, Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 16. Juli 1913. B10/7 Grotzh. Kulturinspcktion Gieszen. Ö. Steinbach. AM * 66aUif!UI eanstalt. im 19. Juli: 15'k. iTöttltÄlitSm Damer, zur Einsicht offen. Angebote in Prozenten bis zu dem Eröffnungstermin Mittwoch, den 30. d. M., vorm. 10 Nhr, bei dem Genossen- aller Soniffler-Scliynwaren Barnen und Herren a’% ernte-Tücher LteeatamiJacoli weil Neustadt 79 Telephon 171 j- weil weil Reise-Artikel Dassel, Wolfsfchlucht 13. st1/, Friedrich (S?.... von Oienstag, den IS, Juli bis Oienstag9 den ZÄ- JuSi 1313 dlmtirfi daraus Ttaqegcjt spricht, in vorzüglicher selbst- gefertigter Qualität zu billigen Preisen unter Garantie f. Haltbarkeit Frankfurt aA /*toselsb:32 Ttiepboe MM M.P Frankfurter Schuhlager Glessen Spenaltearioit u> Werkzeugen ud q iMchinentürlelall-iLlclzbearbeTting KU«r end KeUlote tl.ti Zausende von Versuchen der groben Prariö, sowie die neuesten Ver- öncnthdnmncn der Imibiuiriidjnftlidicii ftndivrchc bestätigen. daü eine Tünnunq nut schivcfelsaurcm Ammoniak nur die Besdiaffenbeit und Güte der Körner und Fruchte nünitto einwirkt und Reingewinne bis Jt 300.— und inehr pro ha bringt. Welchen groffcn Wert bn-3 schweielsnure Anunoniak für die Landwirtschaft beutzt, beiveist die Verbrauchsstcignng in der deutschen Landwirtschaft von 2520000 Zentner im Fabre 1900 ans s 500000 Zentner im Fabre 1912. irx Den Wintersaaten gibt man im Herbst vor. bei oder kurz nach der Saat 40-/0 kg aus den ha und eggt das Salz leicht ein. , . Zu baden ist das schwesels. Ammoniak bei allen Düugcmittelbändlcrn' landwirtlchanlichen Vereinen und Genossenschaften, wo nicht erhältlich. wende man sich unmittelbar an die Tcutichc Ammoniak - Verkaufs - Bereinigung w. m. b. H., Bochum. Frühzeitige Bestellung ist sehr zu emvscblcn, damit das Salz rechtzeitig zur Hand ist. Fede weitere gewünschte Auskunft über die Anwendung und sonstige landwtrtichastliche Fragen lederzeit kostenlos durch die Landwirtschaftliche Auskunftsstelle der Deutschen Ammoniak - Verkaufs - Vereinigung G. m. b. H. Mäusburg 12 Telephon 2010 Mona ober öffent Haft t fron 2i lichitNj Bote milii jenb । Trm Bestimmt des Epio Wurf des „B Oeffenil heimnis Iverbes । zugängl durch bi sängnis strafe bi Nicht Wurf eine gegebene, barere, al rade das ; Paragrapk binaus der während l aufweist. Tie 1$' ^Aiijeige 'freist ivöchentl' W :: ist unentbehrlich :: für die Herbstdüngung es die Bestockung fördert, die Pflanzen durch seine natnrgemähe Slicknoffznsnhr widerstandSsäbig macht und dadurch die Saaten so gekräftigt in den Winter bringt, dah sie selbst bei hoher Kälte ohne Schneedecke nidjt auswintern, eS keinen ungünstigen Sinslnh aus die Bodenbeschassenheit hat und ein Vorbei!?,ungömittel gegen Pslanzenkrankhetten ist, es vom Boden scstgehalten und nicht ausgewaschen wird, und auch der im Herbst nicht verbrauchte Teil dem Boden erhalten bleibt und im Frühjahr den Saalen beim Erwachen der Bcgctaiion sofort wieder zur Verfügung steht. August Kilbinger Seltersweg 79 Seltersweg 79 A. 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