• °H in der ANIA“ sT AM TRIEB eine iphaltung und Tanz gs 4 Uhr ab Bier 10 Pfg. 'Diilie Körner. Mn morgen Zonntag Zur neuen Well Ph. Hofmann. Sonntag, den 19.0kl | Zum Pfau W. Schermnk, L morgen Lonnta« KLWrtBä* ff Karfer-Mee wiig* w*ss ®'TÄ?Ä* fllicbet ^S bct Jabr AackclM."" nm gönnte a^nd'nLLn......s Mim-vrickSichi Zchrhmöektsm Vir bitten bicSgmetiM sich an soln-Beranitallunga zahlreich zu beteiligen- i den 18. CttobcL SS““«® Antreten nm .pswald. -GW- Setito-to*” ”nI* Siehener nr. 245 Zweites Blatt 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». Die „Giehener ZamtlienblStter" werden dem »Anzeiger" viernrnl wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen Samstag, 18. Gttober M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redakt:on:^-^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen, politische Tagesschan. lieber eine Herbsttagung des preußischen Landtags die nach einer Meldung aus Frankfurt beabsichtigt sein soll, liegen, so wird uns aus Berlin mitgeteilt, Beschlüsse des Staatsministeriums bis jetzt nicht vor. Wegen eines kleinen ^Gesetzes zur Reichsversicherungsordnung, selbst wenn dieses Gesetz am 1. Januar 1914 in Kraft treten sollte, würde eine Herbsttagung wohl kaum erforderlich sein, da ein solches Gesetz auch im Januar mit rückwirkender Kraft verabschiedet werden könnte. Sollte aber dennoch ein Zusammentritt vor Weihnachten in Aussicht genommen werden, so würde, wie man uns mitteilt, als Einberufungstermin der Anfang Dezember nur in Frage kommen. * Die ersten Münzen mit dem neuen Kaiserbildnis es sind Kronen und Doppelkronen — sind jetzt im allgemeinen Verkehr ausgegeben worden. Während die alten Münzen nur den Kopf des Herrschers zeigen, ist auf den neuen Münzen ein Brustbild des Kaisers in Uniform wieder- gegeben, das sehr gut getroffen ist. Der Kopf selbst ist naturgemäß kleiner als auf den alten Münzen. Demnächst werden auch Silbermünzen mit dem neuen Bilde ausgegeben werden. * Die Religionsbekenntnisse in Preußen. Nach der Volkszählung von 1910 gab es am 1. Dezember 1910 in Preußen insgesamt 39 602 263 Christen, das sind 985,99 vvm Tausend der Gesamtbevölkerung, 415926 oder 10,35 vom Tausend Israeliten, 859 oder 0,02 Bekenner nicht christlicher Religionen und 145 336 oder 3,62 vom Tausend Personen anderer Bekenntnisse. Diese Statistik umfaßt auch die Neichs- auskänder, von denen es im Jahre 1910 in Preußen 688 839 gab, sie ist lint übrigen nicht in allen Punkten einwandfrei, -da viele die Zählkarten nicht ganz genau ausfüllten. Von den Christen waren 24 830 547 oder 618,21 vom Tausend aller Einwohner Preußens Angehörige des evangelischen Bekenntnisses, 14 581 829 oder 363,05 vom Tausend Römlisch-Katholische und 189 887 oder 4,73 vom Tausend andere Christen. Von diesen anderen Christen waren 155 546 evangelische Christen, und zwar 29151 separierte Lutheraner, 5941 Angehörige der Gemeinden der niedersächsischen Konföderation, 13 851 Mennoniten, 45 282 Baptisten, 5190 Methodisten, 11 Quäker, 51 867 Jrvingianer und 4253 Adventisten. Hierzu kommen 10 641 andere katholische Christcn, unter denen 912 Russisch-Orthodoxe und 979 Griechisch-Katholische waren, und 23 700 sonstige Christen, davon 21 746 christliche Dissidenten. Von den christlichen Sekten ist mithin diejenige der Jrvingianer die stärkste, danach folgt die der Baptisten und sodann die der separierten Lutheraner. Interessant ist die verschiedene Bezeichnung der evangelischen Christen in den Zählkarten. Von den insgesamt 24 830 547 Einwohnern Preußens, die evangelischen Glaubens sind, bezeichneten sich 18,62 Millionen als evangelisch, 2,66 Millionen als lutherisch, 2,54 Millionen als evangelisch-lutherisch, 683 573 als reformiert, 181 757 als evangelisch-reformiert, 76 501 als cven- gelisch-uniert, 18 830 als Protestanten, 18 250 als uniert, 7770 als sranzösisch-reformiert, 5147 als deutsch-resormiert, 3083 als zur Brüderkirche gehörig und 1996 als deutsch-evangelisch reformiert. Die Bezeichnung „evangelisch" war also weitaus die häufigste, wenn auch noch durchaus nicht die einheitliche, was im Interesse des evangelischen Bekenntnisses zu wünschen wäre, und von amtlicher Stelle auch als die alleinige Bezeichnung aller evangelischen Christen empfohlen wird. In Berlin bezeichneten sich 97,3 v. H. der Angehörigen des evangelischen Bekenntnisses als evangelisch, während es in Hannover, das nicht zur Union gehört, nur 8,13 v. H. waren. * Neue Kabel zwischen Deutschland und England. Zur Zeit stehen für die Abwickelung des Telegrammverkehrs zwischen Deutschland und England 5 Kabel zur Ber- Gictzeirer Stabttfycatcr, Die Hermannsschlacht von Heinrich von K l e i st. Gießen, 18. Okt. kein anderes Werk unserer Bühnenliteratur ist Kleists Hermannsschlacht dazu geeignet, in diesen Tagen eines hochgestimmten Volksgefühls die Gemüter zu er,chüttern und zu entflammen Schillers Willfelrn Teil, ebenfalls durch die Fremd Herrschaft in Deutschland angeregt, ist unitrcitig das weitaus bedeutendere Kunstioerk, harmonischer und tiefer, aber cs hat nicht die unmittelbare Beziehung zur Gegenwart wie btc Hermanns- scklackt Ans der heiligsten Entrüstung eine.- empörten und schmerzvollen Herzens entstanden, sind ihm alle Vorzüge und alle Nachteile dieser Entstehung eigen: das hohe mitreitzend.' Gefühl das >varm von Herz zu Herzen fpncht, aber auch die Uebertmbuna und die Maßlosigkeit, die dann zu schweren kunsl lerischen Mistgriffen führt. Es ist Nicht die Dhusneldahandlung, in der ich entgegen vielen anderen — den vfsenuchtlichsten Rebler sehe wenn auch gerade sie im inncr)tcn Äcm keinerlei Bez chungen zur Befreiung Germaniens hat und darum über Gebühr ausgedehnt ist. Mir will fchcmen, daß.die ichlimnisten Mißgriffe in einigen Episoden liegen. Es ist tnr ein feinere* Gefühl unsagbar roh, wenn Hermann den hochherzigen und wehr lo en Sep imins kaltblütig medermetzeln laßt - cs ist nnertrag- lick wenn Venditius hinterlistig in den Bärenzwinger geiodt Ä um unter herzzerreibendem .Jammer fein Leben aiiszn- mth es ist endlich eine Qual, wenn man die deutschen . Mrsten' darum streiten siehe, leer dem schwer verwundeten Varus den T°d°°st°st neben darf. Tabei ilt t.-in? dieser drei Szenen nMwendia nicht einmal theatralisch, fte , .> nur der AnsstiM oien Hassens, der uns mcnfdnico gerade in diesen Taaeu durch-Ns bnireislich ist, aber niemals lünstlerische Mtuno Men dar? Wie himmelweit darüber steht da die Ermardutm Genlers und İs nicht nur, weil sie begründe- »nd -wiwendig ist, Ä fehlt, daß die ganze Handlung sich episch entwickelt und lost. er J Aftehnn aber wird die Hermaniisichlacht iinmer dann eine Narke Wr nng °ÜsÜb°n, wem, sie bei lwheu völkischen Ge. Senteten ge dielt wird, und so sand sie geftern zur Feier legende reu jeiPiu Beifall D e AusNihning war gut L-.L7nnd1var! °lsMust--l°istung des tzern. v : ... be-eichnen, wenn er den Einzug des romilcheii Heeres als McNick^rwecke ^ Vorhang siel. ^n^Ä Ä Bedeutung voruberzM.noen^ Notwendigkeit vorhanden, und Dr Eugen Kilian hat in seinen dramatischen Blattern fchou vor Jahren diese Geschmacklosigkeit abzustellen gesucht .^tt - oder 25 Männlein kann man heutzutage niemand mehr cm ^tomer^ ___" ______4 . । luijung, drei Kabel von Emden nach Bacton, zwei Kabel von Emden nach Lomestoff, ferner 8 Leitungen über die Niederlande und Belgien, insgesamt 28 Leitungen. Die starke Entwickelung des telegraphischen Verkehrs macht eine Vermehrung notwendig. Es ist deshalb beabsichtigt, ein neues Kabel mit 4 Leitungen zwischen Emden und B a c t o n zu verlegen, so daß 32 Leitungen zur Verfügung stehen werden. Aus Hessen, Erhöhung der Zivilliste des GroßhcrzogS vom 7. Dezember 1912. Der Zweiten Kammer ist folgender Nachtrag zur Regierungsvorlage vom 7. Dezember 1912 zugegangen: Mit den Gesctzciitwürfcn über den Wohnungsgcldzuschnß und die Gchaltc der Staatsbeamten hat die Regierung den Ständen eine Vorlage über die Erhöhung der Zivilliste Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs (Drucksache 2. Kammer Nr. 278 S. 215) zugehcn lassen, in welcher der in der Anlage 8 der Drucksache 2. Kammer Nr. 155 berechnete Betrag von 7 5 0 00 Mark zur Aufbesserung d e r H o s b e a m t c n und -Bediensteten sowie des Personals des H o f t h e a t e r s und der H o f m u s i k den Ständen angesonnen wurde. In der Verhandlung des Plenums 2. Kammer vom 4. Juli 1912 wurde von der Regierung (Protokoll 34 S. 986/87) bereits darauf hingcwicsen, daß die geforderten Mittel m i d) t hinreichen wurden, um die Hofbcamten und -Bediensteten in ihren Bezügen mit den Staatsbeamten gleichzustellen, und bei der Verteilung der Mittel hat fid) aud) ergeben, daß die geforderte Summe von 75 000 Mark zu einer zulänglichen Aufbesserung der Hofbcamten und -Bedienste- tcn und zur Beseitigung unhaltbarer Unstimmigkeiten ui bereit Gehaltsverhältnissen tatsächlich nicht ausreicht. Es konnte daher aud) nicht ausbleiben, daß aus den beteiligten Kreisen Vvrstellun- gen wegen aiigemessener Erhöhung ihrer Bezüge erhoben wurden. Auch die 1. Kammer hat die Unzulänglichkeit der provisorisch bewilligten Erhöhung der Zivilliste anerkannt und ans Antrag ihres Finanzausschusses in der Plenarsitzung vom 15. März 1913 einstimmig den Beschluß gefaßt: „Großh. Regierung zu ersuchen, den Ständen alsbald eine Vorlage zu machen, tvonach die Zivilliste S. K. H. des Großherzogs vom 1. April 1913 an um einen ben Bedürfnissen ber Haus- unb Hofhaltung angemessenen ergänzenden Betrag erhöht wird." Die Vorlage weist im einzelnen nach, in welcher Richtung die Erhöhung der Beträge für die erwähnten Beamten fid) bewegen würde und kommt zu folgendem Schlüsse: Es wird sonad) die Zivilliste, um den unter Ziffer 1 bis 6 genannten Anforderungen gerecht werden zu können, um weitere 5 0 4 3 8 M k. ober r unb 50 000 M k. zu erhöhen sein. Es lvird also jetzt eine Erhöhung der Zivilliste von insgesamt 125 000 Mark verlangt. Zahlung von Einkommensteuer seitens des hessischen Staates an die Gemeinde Bad-Nauheim? Ter Abgeordnete I o u tz, hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag eingebracht: Hohe Kammer der Stände wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf baldigst vvrzulegen, welcher bestimmt, daß der „hessische Staat" an die „Gemeinde Bad-Nauheim" E i n ko m m e n st e u e r bezahlt von denjenigen Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des „Bades Bad- Nauheim", welche nicht zur Erhaltung des Bades dienen, sondern zu allgemeinen Staatsbedürfnisfen des Landes Verwendung finden, wie beispielsweise d e im Staatsvoranschlag pro 1913 vorgesehene Summe von 200 000 Mark. In der Begründung heißt es u. a.: Die Gemeinde Bad-Nauheim ist durch die mehrfach berührten pekuniären Aufwendungen zur Entwickelung des Badeplatzes zu großen Schulden gekommen, die jetzt schon über eine Millio n M a r k betragen; durch den Streit mit ber Stadt Friedberg wegen des Abflusses ber Nauheimer Abwässer in ben Usabach ist eine Neukanalisativn in ber Gemeinbc Bad-Nauheim Heer Vortäuschen — das bringt nur Unruhe auf die Bühne.und mehr noch 'in die Zuschauer, wie man gestern erlebte. Es genügt zur Illusion vollkommen, wenn man sich das Heer an der Seite vorbeiziehen denkt unb — falls mau ein mehreres tun will — noch Wasfengeklirr ertönen läßt. Ein kümmert ick) sichtbarer Zug aber zerstört unfehlbar jede Illusion. Sonst war die Aufführung sehr hübsch. Herr B r u chwitz war ein eindrucksvoller Hermann : kein Opernheld, sondern ein schlichter, willensstarker Mann, der sein Weg ging, treu und fest. Frl. S t e 11 n e r gab als Thusnelda das spielerische, anmutige und ein bißchen kokette Weibchen, das Kleist aus ihr gemacht hat, und versagte auch nicht als unerbittliche Rächerin ihrer gekränkten Eitelkeit. Klar und kräftig war der Marbod des Herrn Schubert: seine Sprache voll Mark und Gewalt. Als Barns schuf Herr Dworkowski darstellerisch eine sehr feine, scharf umrissene Figur: schade, daß sein Organ nicht Klang genug hat. Die Eigenart der Stimme beeinträchtigt and) Herrn St einhofer s Leistungen, der im übrigen ein guter Venditius war. Von den zahlreichen anderen Darstellern wären itod) zu nennen die Herren Volck, Goll, Grosser, R o 11 e d, Grosser-Braun unb Bochum, sowie Frl. D a g n h. Eingcleitet wurde die Vorstellung durd) einen von Herrn Direktor Steingoetter verfaßten Prolog, den Frl. Ida Strack in Verhinderung des Frl. SonMag-Blume vorlas. N. — Wiener Burgtheater: D i e deutsche Uraufführung von Bernard Shaws Komödie „Pygmalion". Aus Wien, 1. Oktober, wird uns geschrieben: Wie macht mau aus einem Blumenmäddi-en eine Herzogin? Ties Rezept läßt Bernard Shaw ieinen neuesten Helden Henry Higgins, einen Professor ber Phonetik, ber es bis zur Unterscheidung von 132 Vokalen gebracht hat, angeben und ausführen. Man nimmt ein kleines wildes Mädel — Eliza Drolittle mag sie heißen, — von der Straße in sein Haus, treibt ihr nach allen Regeln der phonetischen Kunst den greulidjcn Gassedialokt aus und bringt ihr die Sprache und das Benehmen der feinsten Leute bei. Freilich, sehr leicht wird der schonen Eliza die Schicke bei Meister Higgins nicht, der zwar um Kehlkopf unb Stimmbanb glänzcnb Bescheid weiß, sonst aber ein arger Flegel ist, dessen ungenierte Kraft- ausdiücke und Brutalitäten sicher teilt gutes Beispiel geben, wenn sie auch in bei Literatur der letzten hundert Jahre mandx gutes Beispiel haben. Aber das ist nicht die einzig köstliche Anti- qnität in dieser modernen Komödie des Herrn Shaw, ber, sonst' bitterbös und bissig, fick) hier gar versöhnliche gebürdet, indem er alles -,it einem guten, rührenden Ende wie weiland die alte Birch-Pfeiffer führt. Also: Das Experiment gelingt, Eliza, das Blumenmädchen wird, wie eine Herzogin sein soll. Und wenn sie hie unb ba aus ber Rolle fällt unb das aus dem Theater nock) immer wirksame Wörtlein „Dreck" sagt — man hälts für ben modernen Ton und macht ihrs nad/, wie etwa die ehrgeizige Clara Eynsford. Merkt ihr die Satire? O, euer bitterböser Shaw hat noch andere Kugeln im Lager. Er läßt den versoffenen iiciroenbig geworden, die diese Summe nod) um einige hunderttausend Mark erhöhen wird. Andere Aufwendungen im Interesse des Badeplatzes und damit auch zuin plekuniären Nutzen des Staates an direkten und indirekten Einnahmen bleiben nicht aus, wie beispielsweise der Ban eines Schlachthauses, und wenn ich meinen Antrag als die Vollziehung eines Aktes der Gerechtigkeit ein- gangs vorstehender Begründung bezeichnet habe, so dürfte id) auch mit meinem Anratg, als Verhältniskenner Bad-Nauheims seit einigen Jahrzehnten, eine Pflicht erfüllt haben, bereu Erfüllung eine große Zahl ber Einwohner bes Wahlbezirks erwarten bart. Der Kaiser am Rhein. Bonn, 27. Okt. Der Kaiser empfing heute vormittag den Monsignore Wilpert aus Rom Heute nachmittag unternahm der Kaiser eine Automobilfahrt nad) Maria-Laach. Er traf um 23/< Ubr in Maria Laach ein unb würbe an der Abteikirche vom Abte Hilse- fnso Herwegen und ben Patres des Klosters empfangen. In 93e- gleituug des Kaisers befinden sich Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, de rOberpräsident der Rheinprovinz Freiherr v. Rbeinbaben und Regierungspräsident Dr. Steinmeistcr- Klu. Ter Kaiser besichtöigte unter Führung des Abtes die Kirche und die Anlagen des Klosters. Um 43 \ Uhr fuhr der Kaiser nach herzlicher Verabschiedung von dem Abte und den Patres nach Bonn zurück. Ter Kaiser hat um 10.40 Uhtz int Hofzug die Reise nach Leipzig angetreten. Die Reichztagrersatzwahl für vcbel. Hamburg, 17. Okt. Bei der burd) ben Tob Bebels erforderlichen R e i ch s t a g s c r s a tz iv a h l erhielten Rechtsanwalt Karl Petersen (Forlschr. Vollspartei) 4737, Hauptpastor Rode (Natl.) 2421, Landrichter Koch (Kons.) 984, Arnholdt (Deutsch-Soziatt 225, Redakteur <3t ölten (Soz.l 17 533, zersplittert waren 143 Stimmen. Stollen (Soz.) ist bcniuad) gewählt Bei ber letzten Hauptwahl siegte Bebe 1 mit 20 633 Stimmen. Aus Dr. Brabanb (Fortschr. Vp.) entfielen 6331 und auf Hirsch (Natlb.) 2999, während für Beran (Zcntr.l 274 und für Raab (Deutschsoz.) 196 Stimmen abgegeben wurden. ANS Stadt NNd Land- Gießen, 18. Oktober 1913. ** Von der Universität. Der Großherzog hat den Privatdozenten Dr. Karl F e i st in Gießen zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät ber-Landesuniversität ernannt. ** Neuer Pfarrer. Der Großherzog hat, wie amtlich gemeldet wird, dem Pfarrer Hermann W ö r i ß h o f f e i zu Pohl-Göns die evangelische Pfarrstelle zu Nicder-Eschbach übertragen. ** Oberhessischer Kun st verein. Die Ausstellung Hessischer Künstlerinnen ist nur noch morgen Sonntag geöffnet. Von Montag an bleibt die Ausstellung wegen vollständigem Wechsels der Gemälde 4 Tage geschlossen. Verkauft wurden noch aus der jetzigen Ausstellung von Elsa Maeter-Darmstadt. 3. Zeichnungen „Picknick", „Umsonst" und „Malschüler" von Mathilde Steg- mayer-Darmstadt „Ranunkeln" Oelg. Die verkauften Bilder gehen in Privatbesitz in Gießen über. ** „Die Schrecken des Krieges." Man bittet uns. folgendes mitzuteilen: In dem am 23. Oktober ffu Neuen Saalbau angekündigten Lichtbildervortrag werden vom Kriegsberichterstatter Eugen NeidisfreiHerrn v. Bi n d c r - Kr i e^ l stei n über 200 Lichtbilder aus den Feldlagern und über die Schlachten und Kämpfe in Albanien, Tripolis und auf dem Balkan vorgeführt. Die „Breslauer Morgcnzeitung" schrieb über den Vortrag: „In unseren Tagen, da die Herren Diplomaten fick) eifrigst bemühen ,das Bild der politischen Lage nur ja nicht hell zu beleuchten, sondern mit geheimnisvollen Schleiern zu verhüllen, Vater Elizas mitspielen und eine lebenskräftige Philosophie des unverschämten Armen entwickeln, der mit königlichem Stolz aus seiner prinzipienfesten Unmoral so geschickt Kapital schlägt, daß vor feiner ehrlichen Lumperei die Ehrlichen wie Lumpe erscheinen. Merkt ihr die Satire? Und dann kommt der Sag, an dem Eliza flügge wird und — Schöpfung ihres Meister-' HigginS — eigenes selbstherrliches Leben bekommt. Pygmalion- Higgins aber, der über der gelungenen Aufgabe das Interesse an seinem „Werk" zu verlieren droht, findet sich, als dieses ihm den Rücken drehen will, allzumenschlich interessiert, zumal sich auch das ehemalige Blumenmädchen in den widcrl-aarigen Geselleii — o, Marlitt! — langsam, aber sicher verliebt hat. So sdstießt die Komödie mit einem kreuzbraven Aspekt für den herzlich amüsierten Zuschauer, der mit seinen sittenreinen Töchtern lauterste Freude an den Evolutionen haben darf, die Shaw, ein wahrer Pegoud des Dialogs, virtuos ausführt. Die Darstellung des von Siegfried Trebitsch übersetzten Stückes wa: ausgezeichnet. Das Publikum war fickstlick) gefesselt und kargte nick> mit beifälligem Dank. Lange nicht so warm, aber doch respektvoll war der Applaus, den Wedekinds Sittengemälde „Musik" bei seiner Premiere im Deutschen Volkstheater crzielti Tas Stück, das sckwn von anderen Bühnen her bekannt ist, sank eine gute Wiedergabe, an der dem Fräulein Bore als Klara Hühnerwadel das meiste Verdienst gebührt. Viel leichter ward es dem Publikum, der scharf pointierten und glänzend geschliffenen Komödie „Bürger Schippel" von Karl Stern heim zu folgen, der unzweifelhaft ein Meister der Satire auf das Bürgertum ist und Dank der einwandfreien Ausführung an der Residenz bühne (mit Herrn Forster in der Titelrolle) freies Lachen entfesselte. Unverdient war aber das milde Schicksal, das dem plumpen und ganz unhaltbar falschen Versdrama „M e d u s a" von Hans K Yser widerfuhr, das eine neugegründete Gesellschaft „Das Theater der Fünfhundert" in dilettantischster Aufmachung ihren Mitgliedern servieren zu müssen glaubte; die Zuhörer machten nur aus Wohlerzogenheit zu dem bösen Spiel eines von Keuschheit zerrütteten Knaben gute Miene. Dr. M. M. — Der gestohlene Pinturicchio in London. Unerwartet schnell ist es den italienischen Behörden gelungen, den erst vor wenigen Tagen in Spello gestohlenen Pinturicchio ausfindig zu machen und zu beschlagnahmen: auf telegraphische Verständigung der Florentiner Polizei wurde in London ein soeben eingetroffener Koffer festgehalten, in dem sich, sorglich zwischen Wäschestücken verborgen, zusammengerollt das entwendete Meisterwerk vorfand. Auch die Vorgeschichte des Diebstahls ist geklärt und die Schuldigen sind verhaftet. Es.handelt fid) dabei um den Marchese Bernabo di Angelo, um einen in London lebenden ttalie- Nischen Bildhauer Manenti und um den Pfarrer von SpFlo Don Luigi Santarelli, der Beihilfe geleistet hat. Bei der Verhaftung des Marchese Bernabo in einem Florentiner Hotel fand man nod) eine ganze Reihe von .Kunstgegenständen, eme alt- venezianische Madonna, einen bronzenen Fraunkops, Elfenbern- (tatuetten usw. berührt es geradezu wohltuend, wenn ein energischer ganzer Mann die Schleier herunterrcißt und der erstaunten und erschrockenen Menge zeigt, wie unerbittlich ernst und drohend das Bild ist. T)as tat der österreichische Kriegsberichterstatter Binder von K'riegl- stein in seinem Borttage über den Baliankrieg. Seine geraden, schlichten, jedes oratorischen Schmuckes entbehrenden Ausführungen machten mit ihrer soldatischen Straffheit und strenge auf die zahl reiche Zuhörerschaft einen tiefen Eindruck. Während des Vottrages führte Herr vor/ Krieglstcin seinen Zuhörern in etwa 200 vortrefflichen Lichtbildern, deren Originale er selbst oft nur mit Lebens gefahr aufnehmen konnte, die Schrecken des Krieges sowohl von Tripolis als auch auf dem Balkan vor Augen. Die Zuhörerschaft nahm Eindrücke mit nach Lause, die sie sobald nicht vergessen wird." Landkreis Gieren. 2$. Lich, 17. Ott. Gestern abend erlosch plötzlich wieder da? elektrische Licht in der ganzen Stadt, so das; man wieder einmal zur alten Petroleumlampe greisen mußte. Kreis Büdingen. 4- Orten berg, 17. Okt. Ter altbekannte Kalten-- Markt findet in diesem Jahre schon vom 25.—30. Oktober statt. Mit dem Markt ist eine Verlosung von Fohlen, Rindern und landwirtschaftlichen Geräten verbunden. Ta die Lose stets regen Absatz fanden, ist in diesem Jahre zum erstenmal ihre Zahl um 1000 erhöht worden. — In dem benachbarten Wippen b ach ist bei einigen Familien ein schlimmer Gast eingekehrt, die spinale Kinderlähmung. Wie gefährlich diese Krankheit ist, zeigt der Tod eines fünfjährigen Kindes, das am Nachmittag in Orten- berg Besorgungen machte, gegen Abend erkrankte und am andern Tag schon st a r b. Tie Häuser, in denen Kinder an der Lähmung erkrankt sind, sind durch ein ausgehängtes Schild kenntlich gemacht. 4- Lißbcrg, 16. Okt. Nach sechsjähriger Vakanz ist die Pfarr stelle auf Wunsch der Gemeinde wieder besetzt worden. Psarrverwatter Herpel, zuletzt Pfarrassistent an der Paulus-Kirche in Tarmstadt, wurde zum Verwalter der Stelle ernannt. Er wird am 2. November seine An^ trittspredigt halten. 4- Schwickartshausen, 17. Okt. Unsere alte Kirche, eine der ältesten des Hessenlandes, ist mit einem Kostenaufwand von mehr als 10Ö00 Mk. neu hergerichtet worden. Tieser Betrag wird zum weitaus größten Teil aufgebracht von den zur Pfarrei gehörenden Orten Schwickartshausen, Eckartsbach, Babenhausen und Bellmuth. Tie Einweihung der neu hergerichteten Kirche soll am 25. Oktober stattfinden. Nidda, 17. Okt. Mil Beginn des Winterhalbjahres sind im Lel rerperional verschiedene Aendernngen eingetreten. Lehr- arntsassessor Fischer wurde zur Erfüllung feiner Militärdienstpflicht aps ein Jahr nach Freiburg i. B. beurlaubt. Zur Fortsetzung des Vorbereitungsdienstes, wurde der Anstalt eine Lehrkraft in der Person des Lehranits-Referendars Lauckhard, bisher in G irre n, überwiesen. Der Unterricht an der Anstalt wird mit Iji'ih auf aus der Richtung Büdingen, Ortenberg und Schot 1 r hie ri >m.uenden Züge von jetzt ab das ganze Jahr durch uni 8,30 Uhr 'Ente 1 Uhr> begonnen werden. Kreis Lauterbach. R. Lauterbach, 17. Okt. Bei dem Stafettenlauf der Deutschen Turnerschaft, Nassau -Leipzig, der heute 1.50 Uhr .mittags mit einigen Minuten Verspätung durch Lauterbach ging,, wurde an d-'m oo: zwei Jahren niedergelegten altert 'Spießhause, der Geburtsstätte des Gründers des Schulturnens Adolf Spieß, durch den hiesigen Turnverein ein aus dem aufbewahrteu Holze fünft Heb hergestelltes Kreuz mit den 4F. einem Stafettenläufer zur Weiterbeförderung nach Leipzig mitgegeben. R. Altenschlirf, 17. Okt. Heute nachmittag brach in der Hofreite des Kirchenrechners Görich hier Feuer aus, wodurch das ganze Anwesen in kurzer Zeit uieder- branntc. Die ganze Ernte wurde ein Raub der Flammen. Die Entstehung des Feuers ist unbekannt. Kreis Friedberg. lL,' Friedberg, 17. Ott. Unsere katholische Kirche ist für die große Gemeinde 'n klein geworden, besonders da noch über 100 Soldaten hinzugekommen sind. Es ist darum für das Militär ein eigener Militärgottesdicnst eingeführt worden, der Sonntags um 8' .. Uhr beginnt. Heuld fin bet in Ockstadt eine Zusammenkunft unseres Bürgermeisters mit der Vertretung des Freiherrn v. Frankenstein und der Bürgermeisterei Ockstadt betreffs des Exerz ier- platzes statt, die, wie man hofft, zur endgültigen Abgabe des Geländes führen wird. 8 Bad-Nauheim, 17. Olt. In den Kcllcvräumcn der Firma Kahn in der Fürslenslraße mar heute mittag Feuer audgebrochcu, das durch Unvorsichtigkeit eines Mädchens entstanden war, welche? dort mit einem Licht zu tun hatte. Die Feuerwehr ivar rasch zur Stelle, so daß ein Umsichgreifen des Feuers und ein größerer Schaden verhindert werden konnte. KreiS Wetzlar. w. Wetzlar, 17. Oft. Am Montag, den 3. November, beginnt die landwirtschaftliche Wi nterschule da? neue (22.1 Schuljahr. An Stelle des verstorbenen Direktors (Sourti n wurde Tr. K och als Leiter der Anstalt berufen. ---Hohensolms, 17. Oft. Der 80jährigen Veteranenwitwe H. Führer wurde auf ihren Geburtstag ein Gnadengeschenk des Kaisers im Betrage von 60 Marl zuteil. ~ Hessen-Nassau. X Schl ü ch t e r n, 17. Oft. Der ,,Heimatbund" hat in seiner Borstandssitzung die Herausgabe eines für die Hand der Schüler in Volks und Fortbildungsschulen bestimmten und zur Ergänzung der Lehr und Lesebücher dienenden „H c i m a t b u ch e s" beschlossen nnd zu dessen Bearbeitung eine aus Schulmännern, Geistlichen und Beamten bestehende Kommission gewählt, die ihre Arbeit demnächst aufnehmen wird. Das „Heimatbuch" soll sich über Landschaft und Volks tum, Sitte und Sprache, Sage und Geschickte, Natur und Wirtschaft des Kreises verbreiten und rin wesentliches Mittel feilt, die Heimatkenntnis zu fördern und die Heimatliebo und den Heimatfiun schon in der Jugend zu wecken. Gewerbliche Revisionen 19$5. 3. OuartaL In den Monaten Juli, August und September wurden in Gießen revidiert: 1. Betriebe, in denen Maler-, Anstreicher-, Tüncher-, Weiß binter- oder Lackierarbeitcn ausgenchrt werden, auf Grund der §§ 135, 136 der Gewerbeordnung und 8 241 der Ausführungsver ordnung zur Gewerbeordnung, sowie der bundesratlicl:cn Bestimmungen vom 27. Juni 1905, die Verwendung von Bleifarben oder deren Gemische betreffeub. 2. Petrolcumtarrkwag en und verschiedene Petroleumlagcr auf Grund der Verordnung vom 20. Mai und der gestellten Bedingungen. 3. Molkereien auf Grund der Bekanntmachung vom 4. Juni. 1910 bezüglich Befä)äftigung von Arbeiterinnen. 4. Verschiedene Tampssessclanlagcn. 5. Tie gewerbsmäßigen Stcllenvcrwutlcr auf Gruno des Stcllenvcrnnu lungsgesetzcö vom 2. Juni 1910. 6. Tie Fruchteishändler in Bezug auf Reinhaltung der Geräte und des Materials. 7. Offene Ber- kau'Sstellen, in denen Margarine, Maraarinckäse oderKunstspcisc fett aufbewahrt und verkauft wird, auf Grund des Margarine gesetzes vom 15. Juni 1897. 8. Tie Borstenzurichter eien, sowie Bürsten- und Tinselmachercien auf Grund der Bekanntmachung vom 22. Ottober 1902. 9. Sprengstofflager in Sreinbrüchen und Sandgruben, in Bezug auf Lagerung von Sprengstoffen auf Grund der Bekanntmachung vorn August 1884 und 5. August 1904 sowie der Verordnung, den Bcrichr mit Sprengstoffen betreffend vom 21. Tezemter 1893. 10. Bäckereien und mit diesen verbundene Konditoreien aus Grund der bundesratlichen Verordnung vorn 4. März 1896 und der Polizcivervrdnung vom 20. Oft. 1907. 11. Kleider- und Wäschclbnfcktionsgcschäste aus Grund der Bc fanntrnachung vom 14. Februar 1913, bett. Führung von Lohn büchern. 12. Barbier- und Friscurstuben auf Grund der Polizei Verordnung vom 20. Dezember 1909 und 14. Juni 1904. 13. Trödler aus Grund der Verordnung vom 2. August 1899. 14. Offene Verkaufsstellen in Bezug auf Führung von Rnm mit der Bezeichnung „Rum-Facon". 15. Wasch- und Bügelgeschäfte in Bezug auf Arbeitszeit, Uebcratbeit, Sonntagsarbeit. 16. Baggereibetriebe auf Grund her Polizeiverordmmg vvm 7. Dezember 1908 und der gestellten Bedingungen. 17. Betriebe, in denen die Bearbeitung von Faserstoffen, Tierhaaren, Lumpen usw. vorgenommen wird bezüglich Beschäftigung jugendlicher Arbeiter, auf Grund der bundesratlichen Bekanntmachung vom 8. Dezember 1909. 18. Berkaus von sogenannten japanischen Kücken in den Spielwarengeschäften, welche arsenhaltig sind. 19. Feuersichertzeit der Warenhäuser auf Grund der ministeriellen Bestimmungen vom 15. Juni 1905. 20. Metzgereien auf Grund her 12 und 14 der Polizei Verordnung vom 2. Januar 1891, das Schlachtwesen in der Stadt Gießen betr. 21. Ofsene Verkaufsstellen, in denen Essigsäure (Essigessenz) seitgehalten und verknust wird, aus Grund des Gesetzes vom 14. Juli 1908. 22. Benzin- und Benzollager aus Grund der Verordnung vom 20. Mai 1903 nnd der gestellten Bedingungen. 23. Gast- und Schanswirtschasteu in Bezug auf Einhaltung der Ruhezeiten des Personals und Führung der Verzeichnisse, auf Grund der bundesratlichen B:- stimmungen vom 23. Januar 1902. 24. Steinbrüche und Steinhauereien auf Grund der bundesratlichen Bekannl- madnmg vom 31. Mai 1909. 25. Zur Erhebung kamen 63 Nah- rungs- und Genußmittel, darunter 32 Vollmilchproben und würden dem chemischen Untersuchungsantt übergeben. Von den Milchproben wurden beanstandet zwei wegen Wasserzusatzes, eine roegen Schmutzgehaltes und eine wegen zu niederen spezisischen Gewichtes In den beiden ersteren Fällen wurde Anzeige erhoben, in den übrigen Fällen trat Verwarnung ein. In fünf Fällen aus dem zweiten Quartal wurden wegen Vergehens gegen § 10 des Nahrungsmittelgesetzes Strafen in Höhe von 15, 40, 50, 60 und 100 Mark unter Auferlegung sämtlicher Kosten ausgesprochen. Außerdem wurden 55 Straßenkontrollen vorgcnoinnrcn. Es ergab sich hierbei eine Beanstandung, da mittelst des Milchmessers das spezifische Gewicht nicht festgestellt werden konnte und die Milch anscheinend gewässert war. Es wurde eine Probe entnommen und dem chemischen Untersuchungsamt zugeführt, welches die Milch als gewässert bezeichnete. Am brennenden Schacht. 388 Mrisschen harren in den Tiefen der brennenden Kohlengrube bei Cardiff noch her Retter, benen das Flammenmeer unerbittlich den Weg versperrt, 388 Männer, Don denen zur Stunde niemand sagen kann, ob nicht schon die meisten von ihnen sterbend ihren letzten Lebensabend aushauchen und mir als ver- stüinmclte Leichen zur Erdoberfläche zurückkehren werden. Die Telegramme geben bereits einen erschütternden Eindruck von der Katastrophe, aber von dieser Flut trostlosen menschlichen Jammers, die hier mit einem Schlage über Tausende von Frauen und Kindern, Vätern und Brüdern hereingebröchen ist, erzählt ein Blick auf die stumm am Rande des brennenden Schachts versammelten Menschen mei.r und Ergreifenderes, als Zahlen das je auszudrücken vermöchten. Sanfte Hügel schmiegen sich um die Schacht- eingänge, düster ragt aus ihrer Mitte das schwarze gewaltige Gerüst empor, das die Kunst der Ingenieure über den Pforten Mir Unttrmett türmte. Aus dem Maschinenhause steigt in hastigen Siesten weißer Dampf empor und vermengt sich mit den gelben dunstigen Rauchwolken, fric unaufhörlich aus den Ventilationsschächten empordringen. Von dem Nnglücksschacht, dem Lancaster Pit, liegt der Bork-Schacht kaum 50 Meter entfernt: auf ihn sind alle Augen bang und fragend gerichtet, durch ihn eilten die RettlingSkolonncn hinab in die liefe, hier ivar cs, wo die ersten grauenvoll verstümmelten Leichen zutage kamen. Sonst lag diese Stätte am Tage menschenleer, nur Kohlenwagen, die aus dem Erdinnern bfuauffdmen. rollten über schmale Schienen hastig davon uni) Wagen mit Bauholz rasselten zur Schachtmunbnng, um Dann hinabzugleitcn und vom Dunkel aus- gesogen zu werden. Heute ist nichts von dem Lärm Der Arbeit vernehmbar, eine dnmpse Stille liegt über dem weiten Platze: aber mcnschettlecr ist er nicht, ja so viel Menschen hat er wohl selten auf einmal erschaut. Mit Mühe gelingt es den Schutzleuten, die Menge ein wenig zurückzuhalten: oon einem erhöhten Punkte aus sieht man klapsenden Herzens, das; die Zahl der ^rroifenen, die hier sm mm harren unb die Lippen aufeinander preisen, nicht nach Hunderten, nein, nach Tausenden zählt. Und seltsam: aus allen diesen Mcnsckiengcsichtern liegt säst der gleiche Ausdruck; gestern mochten vielleicht noch leise Schimmer her Hoffnung auf leuchten, aber heute binber mitte trostlose Resignation, eilte bumpse, gleichsam zur Bewegungslosigkeit erstarrte Verzweiflung alle diese Wesen zu einer Einheit. Tort stellt ein Mann, der gar nicht mehr zum Schachte hinblickr, er steht wie versteinert, und seine Augen blicken in«? Leere. Regungslos, wie ein lebendes Stand bild rastloser Trauer, steht dieser alte Mann da, seit Stunden schon, er weiß selbst nicht mehr, lüic lange unb wozu; .er weiß nur, daß seine beiden Söhne, der Stolz und der Trost g'cines LedenSwinters, irgendwo da bruiucn sind, dort, wo cs brennt und wo Teilte Rettung möglich scheint. Ticht neben U;m stehen zwei junge Frauen, die sich eng umschlungen halten. Sie meinen nicht, sie haben sich ausgeweim, die Augenlider sind geschwollen, unb mit jeher Stunde der Ungewißheit, mit jeder Stunde ab nehmenden Hoffens, wirb das (trauen mächtiger, so das; die Träncnquellen versiegen. Hin und wieder gellt fin Schrei oder zuckt ein verhaltenes Schluchzen durch die Menge: dann entsteht au irgend einem Punkte dieses McnfchenmeereS eine schnelle baitige Bewegung, ent Wirbel bildet fick: und ein paar Augenblicke später sieh: man, wie Männer mit grimmig zumuuMmgc- bissenen Zähnen eine weinende Frau sortfützven, fort in ein Haus, dessen Herr wohl nimmer wiederkehrt. Nahe am Schachteingang drängen fich die .'tinter: vielleicht verstehen sie noch nickt bic ganze Große des Unglücks, das über sie hereingebrochen ist, sic warten nur auf „Vater", aber sie warten nun schon so lange, ohne daß er kommt, und die Menschen ringsum blicken so traurig, und sie find so müde, diese .'kleinen, daß sie nickt mehr zu iLüftern wagen unb nur noch Angst haben, Angst vor etwas Ririclhaftcm, Unerkläriicken, das da naht. Da erscheint am Scyacht eine kleine Männrrgruvpc: auf einer Tragbahre, von einem Tuche verhüllt, schleppen sie etwas davon, wicder^unlcnnllich gewordene Ueberrefte eines Mensclwn, der vor zwei Tagen noch lachend seine Frau küßte und seinen Blond" köpsen über den Scheitel strich. DaS Stück Sackleinen, das diese irdischen Reste verhüllt, kommt durch eine ungeschickte Bewegung ins Gleiten: unb der Blick fällt auf ein verzerrtes menschliches Antlitz. Hastig schiebt eine Hand den großen Schleier wieder empor: keiner erkannte den Toten, nur eine kleine Frau. Ihre Augen weiten sich, aus der Brust kommt ein entsetzlicher Schrei, der alle ringsum die Kopse senken läßt. „Mein Mann!" schluchzt sie aus und sinkt zusammen. Zwei Männer führen sie behutsam davon, man sieht, wie die derben Seme die Tränen verbeißen und die Fron mit einer Zartheit fassen, die nur ein grenzenloses Mitleid diesen schwieligen Händen schenken Formte. „Wann kommt Papi?" tragt dort eine helle dünne Kinderstimme; aber niemand antwortet, nur die Frau, bic hinter der Kleinen steht, schluchzt auf unb erstickt dann hastig ihr Weinen unter einem Tuck. " Das Schlimmste war, baß bei der ersten Nachricht aus den Tiefen das entsetzliche unbarmherzige Wort fiel, das da heißt: „keine Hoffnung". Was nutzte es, daß man es bann abzuschwächen kuckte, es wäre verstanden worden, auch wenn es nie gefallen wäre. Sie alle, die hier stehen, sie fühlen es dumpf: „feine Hoffnung": aber dahinter zittert immer noch ein banges Vielleicht und läßt die Taufende hier stehen. Stunde um Stunde. Und selbst das Dunkel der Nacht laßt sie nicht hcimkehren, hier stehen sie noch im Fackelscheine, warten und warten, tato wissen doch, daß die nahende Wahrheit furchtbarer fein wird als diese ©hinten der Ungewißheit und des verlöschenden letzten Hoffens . . . vermischtes. — D i e Freilegung eines etruskischen Gräberfeldes. In der Provinz Grossetv hat der Principe Tommaso auf feiner Besihuna Mnrsiliana, wie int Cicerone berichtet wird, ein großes etruskisches Gräberfeld freigelegt, das bis in das 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. zurückrcicht. Die Funde, die dem Museo Archeologico in Florenz überwiesen werten, bestehen in goldenen, silbernen, bronzenen und anderen ttegenständen, find nnnnaber z. T. durch die Last der darüber gestürzten Steine fchwer beschädigt. Einige besonders kostbare Kunstarbeiteti aber sind unversehrt und unter diesen ragt wieder hie schnell berühmt gewordene Fibula C o r s i n i hervor, ein herrliches Stück, aus Goldplatten bestehend, hie auf Silber gehämmert find. Die Fibel, auf ter in getriebener Arbeit die Mejadcn mit den Sternbildern des Löben und ter Zwillinge als Symbol der ewigen Wiederkehr in der Natur dargestellt sind, ist als Arbeit des 8. Jahrhunderts v. Ehr. einzig in ihrer Art. Monatl. Uedersicht Ser Todesjälle in der Stadt Sieben. Monat September 1913. C inwohne^ahl: angenommen zu 33 400(tnf(. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 18,5 nach Abzug von 30 Ortsfremden: 7,4 °/M. Hin »ec ES starben am Zusammen: Erwachsene: im 'nSjahc: ÜOlll 2.—15. Jahr: L Leb« Wochenbettsieber 1 (1) KD — — Scharlach 1 (1) — 1 (1) Diphtherie 2 — — 2 Tuberkulose 5(3) 5(3) — Lungenentzündung anderen Lungen- 1 1 — — krankheiten Herz- und Gefäß- 2(2) 2(2) — — krankheiten 6(2) 6(2) — — Darmkatarrh anderen Tarrn- HD 1(1) — krankheiten 3(3) 3(8) — — Nierenentzündung Bösartigen Neu- 1 1 — — bllduuqeu 5 5 — — Verunglückung 7(7) 5(5) — 2 (2) anderen Krankheiteir 15 (10) 4(3) 9(5) 2(2) Summa: 6u (30) 33 (19) 10 (6) 7(5) ®nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenoen Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrockte Kranke kommen. Spklplan der vereinigten Zranlsurter Stadttheater. Gpernhaur. Sonntag, den 19. Oktober, nachnnltags'/,4 Uhr: „Ein Walzer- traum.* Abends */.8 Uhr - „Die Jüdin." Montag, den 20. Okt., abends V28 Uhr: ^Der Graf von Lureinburg.- Dienstag, den 21. Oktober, abends 7a8 Ubr: .Der Freischütz." Mittwoch, den 22. Oktober, abends 7 Uhr: „Don Carlos." Donnerstag, den 23. Oktober, abends 'laB Uhr: .Madame Butterfly " Freitag, den 24. Oktober, abends 728 Uhr. „Der liebe Augilstin.' SamStag, den 25. Oktober, abends ’/?8 Uhr : „Die Hugenotten." Sonntag, den 26. Oktober, nachmittags *1,4 Uhr: „Ter Zcheunerbaron." Abends 7,8 Uhr: „Falstaff." Montag, den 27. Oktober, abends 7,8 Uhr: „Zar nnd Zimmermann." Tienstag, den 28. Oktober, abends 7,8 Uhr: „Der Zwerg und die Infantin." tntraut: „Allessandro Stradella." Mittwoch, den 29. Oktober, abends 7 Uhr: „Tannhäuser." Schauspielhaus. Sonntag, den 19. Oktober, nachmittags 3 Uhr: „Pupvchen." 'Abends 8 Uhr: „Das Mahl der Spötter." Montag, den 20. Okt., abends 8 Uhr: „Die weiße Weste." Dienstag, den 21. Oktober, abends 8 Ubr: „Tas Mahl der Spötter." Mittwoch, den 22. Oktober, abends 8 Uhr: „Colberg." Tonnerstag, den 23, Oktober, abends 1 ,8 Uhr: „Maria Stuart." Freitag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr: „Alt Heidelberg." SamStag, den 25. Oktober, abends 8 Uhr: Zuin ersten Male: „Schwestern." Drama in 3 Akten von Theodor Poppe. Hierauf: Zum ersten Male: „Der verwandelte Komödiant " Ein Spiel aus dem deutschen Rokoko in 1 Auszug von Stefan Zweig." Sonntag, den 26. Oktober, nachmittags 3 Uhr: „Püppchen." .'ibendS 8 Uhr: .Colberg." Montag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr : „Tr. Klaus." DieuStag, den 28. Oktober, abends 8 Uhr: „Colberg." 'Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8 Uhr: „Schwestern." Hieraus: „Ter verwandelte Komödiant." Cheuffeurkuree. Rhslnlsehes echmkum Bingen > Die neueste Hutmode behauptet man, fände bei den Frauen mehr Beachtung, als die wichtigste Neuerung für die Küche. Dass diese Behauptung üiH’echt hat, beweisen die neuen „Liebig-Kugeln^, die sich im Nu die Sympathien der Hausfrauen erobert haben. „Liebig-Kugeln“ sind allerdings ein Artikel, dem bei seiner Vielseitigkeit, Ausgiebigkeit und einfachen Handhabung jede Hausfrau Beachtung schenken muss. d*^ in Camen-Konfektion der zuletzt erschienenen Neuheiten sind eingetroffen marine und engl« Art, ULSTER für Damen, Backfische und Kinder, SCHWARZE FRAUEN MÄNTEL, auch in den grössten Weiten a18/1' Gebrüder Imheuser ■ Markt 9-10 uchen Grabe dsMM Lokomobilen Lokomotiven 1600 Mann RMr). Verkaufsbureau: Frankfurt a. M.-Siid, Rubensstrasse 21 reinwoll. gediegene Mk. 2.45, 2 15 und Kleiderschräuke gdien an, wie Lina Bernard Bismarckstraße 6 Bismarckstraße 6 keine Schaufenster - Auslagen Etagen-Geschäft Gemeinschaftlicher Geringe Geschäfts-Unkosten Exlra-Änlertiguog nach MaB mit Anprobe. Einkauf mit mehreren Geschäften zusammen. 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Der Großherzoglichc Kreisbauinspcktor. Hechler.________________Bn/,0 Trnmeaus 42 Vertikos 48. Divans 65. Ansziehtigche28. Sofa-Umbau echt Nussb. 65. a,8/l0 usw. >V1O Wegen Dekoration bleibt mein Geschäft Täglich eingehende Neuheiten in Damenkonfektion werden Ihren Beifall finden. Garderobe für Knaben und Mädchen n von Cheviots. Kleider- lyt- 5 IC stoffen Buckskins, Baumwoll-Flanell, Sammeten, Seidenstoffen weit unter Preis. Reustadt 19. 08380 deren Echtheit garantiert dieser Crn v?n/ahrenrj Grösstes Haus dieser Art ffttmann öiZIWÄÄlW ist das modernst’ eingerichtete Geschäft am Platze. OIESEL-MOTÖM-MUGEI Sanggas-Motoren ' Präzisions-Motoren für alle Betriebe u. alle Brennstoffe Mhe^menstsi« kaufen Sie bei mir ebenso billig, als in manchen Jiassa- geschäften. Jch leiste bei jedem Teil für unbedingte Solidität Garantie, da ich nur bewährte Qualitäten führe. 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Die Bedeutung der SanitätS- kolonnen im Kriegsfall ist in ndncmcin bekannt und auch unserer Kolonne sind durch die Lane unserer Stadt als EisenbaHntnolenvunkt und durch die hier befindlichen MliniEen und die hier 31t errichtenden Lazarette im Kriegsfall iimrnnorcidic und schwierige Aufgaben zugcwicscn, für die ne sich schon im Frieden vorbereiten und rüsten muh Wir richten deshalb an alle Kreise unserer Stadt die herzliche Bitte, der Kolonne ihr Wohlwollen durch zahlreichen Besuch des Konzerts zu beweisen und sie dadurch in ihren verdienstvollen Bestrebungen zu unterstüven. Der Ehrenausschusi: Aus selb, Pfarrer. Bauer, Dekan. Bechtolsheimer, Pfarrer. Braubach, Stadtbaumeister und Branddirektor. Ehallicr sen., Älusikalienhändler. Eichenauer, Stadtverordneter. Dr. von Eicken, Univ. Professor. Erle, Universitäts-Sekretär. Emmelius, Kommerzienrat u. Beigeordneter. Freu, Bäckermeister. Dr. Gail, Geh. Kommerzienrat. Frau Geh. Iuftizrat Gebhard', Bors, des Aliee-FrauenvereinS. Gebhardt, Oiegierungsrat. Dr. Gerhardt, Gciverberat. (Grünewald, Fustizrat, Beigeordneter. Dr. (9ünnerid), Land gerichtsvräsibent. Hnbermehl, Telegraphendirektor. Dr. Haberkorn, Geh Mediziualrat. Heichelheim, Geh. KoiniNerzienrat. Helm, Stadtverordneter. Dr. Hensell, Geh Schulrat. Dr. Heuser, CberbibliotUc.ni. Dr. Hirschfeld, Prov.-Rabbiner. Hofmann, bcrnaats anivalt. Horst, Kaufmann. Dr. Jesionck, Univ-Prvs. Dr. Kaeff, Sattitatsrak. Kaufmann, Rechtsanwalt. Keiler, Beigeordneter, von Knobelsdorfs, Oberstleutnant z. D. und BezirkSkommandenr. Dr. Körte, Univ. Professor und Rektor der Landes Universität. Dr. Krans-Müller, Professor. Len.nie. Branercidirektor. Mecum, Oberbiirgermeister. B. Müller, Lehrer L. Petri 11., Stadtverordneter. Dr. Povvert. llniv. Proseffor. Dr. Rausch, Geh. Schulrai. E- L. Sack, Metzgermcister. Dr. Sander, Prov. ^stabbiner. Schäfer, Postdirektor. Schirmer, Kommerzienrat. D. Schlosser, LUrchenrai. Sclnvabe, Pfarrer. Dr. Sieger!, Oberstabsarzt z. D. Dr. Somnter, Geb- Piedizinalrat, Univ.- Professor. Dr. Stöeriko, Geh. Schulrat, vvti Trotta gen. Treuden, Dberst 11. Regimentskommandeur. untren, Staatsanwalt. Frau (ffelieimerat Hunger, Vorsitzende des Frauenvereins v. Roten Kreuz für die Kolonien. Dr. Unnger, <>>eheimerat, Provinzial- dircktor. Dr. Boit, llniv-Professor. Dr. BossiuS, Geb. Pledizinalrat, Univ-Proseffor. Dr. Weber, Univ. Professor. Wiener, Landgerichtsrat. Dr. Wiesinger, Oberstabsarzt. Zimmermann, Eisenbahndirektor. 8 llleinieta! io Giessen dsi 8 Th. Schlierbach Gelb: Ersatz für Benedictiner O Grün: Ersatz für Chartreuse 8 Marktstrasse 8 Tadelloser Sitz vollendete Ausführung daher grösste Haltbarkeit vorrätig in 14 Grössen Preislagen: Mk. 21.— bis 62.— y Garantiert unschädlich. Schont und erhält die Wäsche, da kein Reiben und Bürsten. Keine Seife und sonstige Wasch- zutaten erforderlich. Diese beeinträchtigen nur die Wirkung und verteuern unnütz den Gebrauch. 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