Erstes Blatt Dienstag, 18. Sebruav 1915 165. Jahrgang ots vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. pte heutige Nummer umfaßt 1> Seiten. IL lUjy 4*1^0 Ap, L U^'L 111 . ZX U | v litt- II vllUUvlJ.lv UaÜÄ*äu?!L iallen jährlich 10,5 Lei = 8,4 9)?arf für (BUgd Kor Aus'bruch des Balkankrieges wurden "*u, ■_ «nTt • Spp 3'ruhhruffnnh hnrnnfS rrfin b Opfer gefallen. Schneestürme. - 3,5’c. efechtsstand von 2,2 003 Mann, 6000 Rei lern, 722 Geschützen. Die „Vollswehr", wenn es zum äußersten käme, soll 72 Bataillone aufstellen. Die bulgarische Feldartillerie führt nur durchwegs Schnellfeuer- Geschütze Canct, die Gebirgsartillerie zum Teil Schneider- sjches, zum Teil Kruppsches Schnellfeuermaterial. Tie Gebirgsartillerie hat altes Kruppsches Material. Die neuen Batterien haben vier, die alten sechs Geschütze: zusammen 182 Gebirgsgeschütze (128 neue, 54 alte). An schwerer Artillerie wurden von Schneider in Creuzot 36 Haubitzen geliefert. Außer der Infanterie ist jetzt auch die Kavallerie '«Division) uitd die Reservearmee mit Maschinengewehren ausgerüstet; insgesamt sind 232 Maschinengewehre vorhanden. Die neun Divisionen sind in drei Armeeinspektionen Ufammengefaßt, die im jetzigen Balkankrieg als Armee- lommandanten fungieren, wobei die Zahl der Divisionen verdoppelt ist. Mit diesen Zahlen vergleiche man nun die Angaben Bei" rumänischen Rüstungsmacht, die soeben bekannt iiverdcn. Das rumänische Kriegsbudget beträgt 70 Millionen ~ 56 Millionen Mark, das sind 14,7 Prozent der Gesamtausgaben. Auf den Kopf entfallen in Rumänien jährlich 16 Lei ----- 8 Mark. Das Rekrutenkontingent be- ircgt 51130 Mann für permanente Truppen, 3540 Mann Hüt den Wechseldienst (Calaraschi), 653 für die Marine. Der jsZriedensstand: 4339 Offiziere, 3663 Unteroffiziere, 85 603 |iDtanu, 20 372 Pferde. Tie Infanterie formiert jetzt im »Frieden 40 Regimenter, (32 zu 3, 8 zu 2 Bataillonen) mit Ijc 1 Reservebataillons-Kader und 1 Maschinengewehrseklion Nr. 41 Der Siebener Anzeiger erfdicint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roorbentlicb ®kftenerSamilknblätter, zweimal wöcbenllRieis: blallfürdenNrrisGiehen befindet. Wir trafen sofort die nötigen Vorkehrungen. Diese feindliche Kolonne begann gestern mit der Befestigung der Hügel lvestlich Sofas. Sonst ist keine Aenderung zu verzeichnen. . Getinj e, 17. Febr. (Aus amtlicher montenegrtm,cher Quelle.) Die montenegrinische Artillerie der Kolonne M a r- tinolvitsch bombardiert von verschiedenen Stellen Skutari, wobei man darauf Bedacht nimmt, daß die Geschosse nicht in die Stadt fallen, wo auf einer großen Zahl der Häuser weiße Fahnen wehen. — Die Türken errichteten Verschanzungen in allernächster Nähe der Stadt. Wieder ein Brand in Konstantinopel. Konstantinopel, 17. Febr., 5 Uhr nachm.). Iw Stambuler Viertel Sultan Ahmed wütet ein Brand, der große Dimensionen anzunehmen droht. Der Brand ist unweit der Stätte der großen Feuersbrunst ausgebrochen, der im Sommer mehrere Stadtviertel eingeüschert hat. Der Brand nahm infolge des herrschenden Windes großen Umfang an. Etwa 50 Holzhäuser, sämtlich von Muselmanen bewohnt, find bisher den Flammen zum sacculi" mit ihrem in seliger Verklärung ausklingendeir Schluß. — Das Soloauartctt konnte nur Kräften hohen Ranges anvertraul werden: Kammersängerin E. Tester aus Stuttgart (Sopran', Frau P. Werner-Jensen aus Berlin (Alt), Herr H. Wormsbächer aus Hamburg (Tenor) und Herr O. Schwendy aus Berlin (Baß). !Näheres über die Person lichkeit der Künstler s. im Samstagblatt.' — Die Solo-Partrcu der Missa stellen in Hinsicht auf Tonbildung, rhythmische Festig feit, Atemtechnik und geistige Beherrschung die höchsten Anforderungen, und die vier Künstler bemühten sich mit schönem Er folg, denselben gerecht zu werden; besonderen Glanz konnte die Stimme der Frau Tester entfalten, ein hoher Sopran von unge meiner Maugfülle und Sicherheit. Gegen Schluß des Werkes fanden auch die, im allgemeinen mit weniger dankbaren Aufgaben bedachten Vertreter der drei anderen Solostimmen Gelegenheit zu wirksamer Entfaltung ihrer schönen künstlerischen Mittel, zumal im Anfang des Agnus bei — das im übrigen wohl der rätselhafteste Teil des großen Werkes ist; die auffallenden musikalischen Episoden gegen Schluß sollen nach der Absicht des Tondichters wohl das Ringen und Flehen um Frieden in äußeren »nd inneren Kämpfen k-arstellen. — Kaum einer besonderen Bekräftigung bedarf, daß die Direktion Trautmanns eine ebenso feinfühlige wie energische war, und daß das Meininger Orchester seine heutige, überwiegend in breitem alfresco-Stil sich bewegende Aufgabe mit derselben Bravour bewältigte, wie die mehr vcrtuopn Kleinmalereien des gestrigen Abends. Die Orgelpartie lag in den bewährten Händen des Herrn Organisten O. G ö r l a ch. Ein Rückblick auf das in diesen festlichen Tagen Geleistete verpflichtet zu wärmster Anerkennung für alle Beteiligten. Leistungen wie diese, außergewöhnlich nach Umsang und Güte, gereichen unserer Stadt zur Ehre und legen dem Publikum eine Dankesschuld auf, die es durch andauernde rege Anteilnahme an den künstlerischen Bestrebungen unseres Konzertvereins abtragen möge. !’■ tÄ'i itSii 3 erreicht. sil|| HO np Otien an, mie d auf von auschl 0 Acw. hiW 13 i Seb. , 10 Lchner gut disponiert. Den Taland sang Herr Stephani, der als Sänger nie versagt. Dio Aufführung war vom Kapellmeister fiert neu inszeniert. — Eine Klage gegen das literarische Porträt. Hat ein Schriftsteller das Recht, im Leben beobachtete Menschen und Gefchchnisse in einem Romane darzustellen? Oder genauer; darf ein Schriftsteller die Sitten und Gewohnheiten eines bestimmten Kreises von Menschen so schildern, wie er sie wahrgenommen zu haben glaubt? Haben die auf diese Weise in ihren Ruf Geschädigten einen Anspruch auf Genugtuung und auf Schadenersatz? Diese Frage wird in den nächsten Wochen in Frankreich gerichtlich entschieden werden müssen. Es handelt sich um den von der Akademie Goneourt preisgekrönten Roman „Die Töchter des Regens" von Andre Savignon. Der Roman spielt auf der kleinen französischen Insel Ouessant, und die Bräuck)e und Gewohnheiten der Inselbewohner werden in sittlicher Beziehung in der Tat in sehr wenig schmeichelhafter Weise geschildert. Kompliziert wird die juristische Sachlage noch durch den Umstand, daß der Dichter vorsichtigerweise dia herbsten Urteile .über die Bewohner von Ouessant Eingeborenen der Insel in den Mund legt. Der Widerhall des großen Aufsehens, den das Buch in Paris machte, ist erst jetzt zu dem abgelegenen kleinen Eiland gedrungen und hat dort große Entrüstung hervorgerufen. Die Folge davon ist, daß der Bürgermeister jetzt int Auftrage der Gemeinde eine Verleumdiingsklage gegen den Schriftsteller angestrengt hat, nachdem schon vorher einzelne Bürger in den Zeitungen gegen diese „Verunglimpsung" ihrer Heimat zornig Einspruch erhoben hatten. — 'Eine Warnung vor dem -Lenieu- Verlag in Leipzig veröffentlicht fi. Hirschfeld in der Zeitschrift des Schutz Verbandes der deutschen Schriftsteller. Es war schon lange bekannt, daß der Verlag gegen eine Gebühr von mehreren hundert Mark jeden Schund veröffentlichte, aber es ist besonders interessant, daß sich nun einer der hineingefallen en Autoren selbst gegen den Verlag wendet. — Doch ist das eigentlich überflüssige Mühe, denn in Fachkreisen wußte man längst, daß der Vermerk ,,.1'enien-Verlag" auf dem Titel eines Buckws „alles eher als respektabel und vertranenenveckend" war. Diese Verleger drucken alles, was ihnen mit einigen blauen Lappen bezahlt wird und fragen nicht das mindeste nach dem Wert eines Buches — der fast immer gleich Null. Leider gibt es immer noch genug dyr= geizige Leute, die gern Dichter sein möchten — zum heim lichen Gespött natürlich — und dann auf solche Drucktasten - Verleger hineinfallen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Von 65 Bewerbern um den Posten eines Theaterinteii - banten in Straßburg als Nachfolger Wilhclmis fiel die engere Wahl auf den zuletzt in Wiesbaden als Rentner lebenden früheren Leiter der Stadttheater in Krefeld und Kiel Dr. Otto. °°^ann J Ninbec * ufJ für die Redaktion 112, w\«V w MKW-" GemM-Anzeiger für Mecheßen ”nrnabülWe”ünnne? Notatlonsdruck und Verlag der Vrühi'schen Univ.-vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. - Rumänisch-bulgarisches Krkgsfpid. II Die politische Spannung zwischen Rumänien und - -f Viilgarien hat einen Grad erreicht, der dem Appell an 3(2) l idic Waffen sehr nahe liegt, lieber welche Kräfte und Trup- ! penmächte würden die beiden Staaten verfügen, wenn es Büßer Nacht zum Kriege käme? Die Rüstung des Königreichs Bulgarien ist aus dem Balkankrieg ziemlich bekannt geworden. Die a l l e r n e u e st e n Zahlen dürften aber |; angesichts des drohenden neuen Konflik.s auf dem Balkan I besonders interessieren: Das Kriegsbudget Bulgariens für 1.1912 betrug, wie jetzt bekannt wird, 40 Millionen Sei. Das (Siebener Konsettoerein, 8. Konzert. Gießen, 17. Febr. Beeth-ovens Missa soleninis — welche Fülle großer Cünbrüde, Erinnerungen, Erwartungen knüpft sich an diesen Menten1 Er glänzt unter den höchsten und teuersten, die das Heiligtum der Musik schmücken und die, wenig berührt von den [onftigtm Geschmackswandelungen, für Jahrhunderte in Erz gegeben scheinen. Seltsam, daß unter den unzähligen berufenen uni) unberufenen Komponisten, die im Laufe der Zeiten den Itötholiscken Messe-Text in allen möglidjeit Sch arten vertont hrben, der protestantische Kantor I. S. Bach (mit feiner S>mon- Messe) und der Freigeist Beethoven nicht nur musikalisch am höchsten stehen, sondern auch für unser heutiges Empfinden am tiefsten in den religiösen Kern des Textes emgebrungen sind. W gottesdienstliche Zwecke freilich, im Rahmen der gebrauch licben Liturgie, eignen sich beide.Werke mckst. Besonders die Bcethovensche Messe hat in der pncllosen Wucht ihrer Subjektivität und in dem oft weltlich-dramatiichen Schwung ihres Ausdrucks die Schranke liturgischer Gebunden Hut innerlich ime äußerlich gesprengt. Ein Monumentalwerk stehl hier vor unu ton einer Größe, Pracht und ost bis zur Gewaltiamkeit gehenden .'iibnbeit, wie wir sie auf dem Gebiete dtt Baukunst der „gefrorenen Musik" — etwa in der Petersiirche Roms bewundern. Eine genaue Analyse der einzelnen Teile der Miga zu geben, ist hier nicht die Stelle: es bedarf denen auch kaum, da das Äerk selbst Lei aller Hoheit eine für jeben empfänglichen Hörer jvüiständliche und unmittelbar eindringliche Sprache st^At giiual wenn man mit einiger Liebe dem Text folgt. Einige Glanz Linlte mögen hier hervorgehoben werden: bie andachtsvolle Aii- Iruiung bc« Kyrie, der breitausströmende .nibel des Glorm, die IBllnder des inearnatus und crucifixus, das Benedictiis mit pnnem Iurie vom Himmel herab steigenden Engelsgewng der Solo-Violine Letztere sand in Herrn Konzertmeister T reichler kinen sehr hUeii Vertreter. U ebn Haupt bewegte sich die ganze AnsNihru ng - stets eine große künstlerische Tat und em Prüfstein für alle Nitwirkenden — auf sehr achtunggebietender, ,a tellwege ganz Lerrascheuder Höhe. Pros. Trautmann, der das ganze Wer iii.it unendlicher Mühe und künstlerischem Verständnis.einstudiert tot, dars auf diesen Abend mit besonderem Stolz blicken. Der Chor lAkadem. Gesangverein) verdient wärmste Aberkennung; fast ausnahmslos wurde er feiner ebemo uinfcmg- wchci'. als schwierigen Aufgabe aufs beste gerecht. An einigen Sellen wäre ein, int Verhältnis zum Orchester, noch etwas Hier besetzter Chor zu wünschen gewesen; im übrigen gluckten Made die Nüaneierungen der Tonstärke durchweg >ehr gut, auch die Einsätze kamen frisch und bestimmt heraus. Bcwnder^ heroor- juheben ist neben der Schluß-Fuge des Gloria die mit Heiden . Ansätzen und ähnlichem reich bedachte Fuge „Et vitam ventun suppen, Besatzungsformaltonen tmd Lau. sturm) 169 Bataillone, 12 Grenzwachilompagnieen, 83 Eskadrons, 124 Schnellfeuer'batterteen, 19 Festungsartillerie-, 30 technische Kompagnieen, mit einem Gefechts stände von 210 003 M ann 18 000 Reitern, 496 Schnellfeuer-, 150 älteren Geschützen und mindestens 140 Maschinengeweh.en. Für N.uforma- . tonen steht ein ausgebildetes Material von etwa 200 000 Mann zur Verfügung. Gesichert ist auch die Aufstellung von 40 Milizbataillvnen. Man sieht, die TruppenzaUen, der (Äeschützpark und die Reiterei der beiden Staaten würden sich im Ernstfall so ziemlich die Wage halten. In diesem neuen Baliankrieg tarne es sehr auf die B e f e st i g u n g der beiden Länder und auf die Benutzung der geographischen Verhältnisse an. Die Landesbefestigung Rumäniens trügt dadurch, daß sie in ihrer Gesamtheit eine Schöpfung der neueren Zeit ist, ein einheitliches und durch die ausgiebige Verwendung von Panzerungen besonders eigenartiges Gepräge, das sie als ein mustergültiges Beispiel einer Zentralbefestigung erscheinen läßt. Bukarest ist eine große Lagerfestung von fast schematischer Gesta.lt. Die Stadt selbst b.t zwar keine Ilmwallung, doch ist deren Herstellung in behelfsmäßiger Bauart wohl schon jetzt angesichts dcw Kriegsaussicht in Angriff genommen; ebenso eine zweite Verteidigungslinie hinter dem Fortgürtel. Ter Fortgürtel besteht in einem Umfange von 72 Kim. aus 18 Forts nach der Bauart der siebziger Jahre aber mit zahlreichen Panzertürmen und aus 18 Panzerzwischenbatterien nach Schumannischer Art. Tie Festung hat etwa 60 Panzertürme für 12- und 15 Ztm - Kanonen, über 70 Panzerlafetten für .Haubitzen, eine große Zahl von Verschwindepanzern für leichte Schnellfeuerge- fchütze und eine sehr starte Hauptreserve (über 300 Geschütze) an Fern- und Nahkampfgeschützen. Mit dieser wuchtigen Panzerrüstung ist sie eine der stärksten Festung der Welt. Dieser Waffenmacht nahe der bulgarischen Grenze hat Bulgarien nichts gleichwertiges entgegenzusetzen; es hat im Vertrauen auf die natürliche Stärke der Grenze seine Befestigungen ziemlich vernachlässigt. Die rein politische Tobrutscha-Grenze ist offen. Die Festungen, die dahinter liegen, können sich mit den rumänischen nicht vergleichen. Bulaarien, das im Balkankrieg stark zur Ader gelassen wurde, sollte sich einen Waffen gang mit der ungeschwächten Rüstungsmacht Rumäniens lieber dreimal überlegen. Von den Kriegsschauplätzen. Sofia, 17. .Febr. (Agence Bulgare. Die Bulgaren behaupten ihre Stellungen bei Tschatalds ch a und B u- lair. Die Konstantinopeler Meldung von gestern, nach der ein bedeutender Kampf bei Bu lair statt- gefunden haben soll, ist unrichtig. Iu Wahrheit wurde nur eine Sanitätsabteilung, die zur Bergung türkischer Gefallener, die no'ch seit der Schlacht vom 8. Februar vor der bulgarischen Front lagen, ausgerückt war, aus der türkischen Festung beschossen. Die Abteilung zog sich zurück, worauf das Feuer eingestellt wurde. K o n st a n t i n o p e l, 17. Febr. Ein amtlicher Kriegsbericht besagt: Die gestrige Nacht verlief in Adrianopel ruhig. Am Tage gab der Feind 150 Schüsse gegen die Stadt ab. — Vor Bulair trat keine Aenderung ein. Vor- Aus 6cffen. Freie Vereinigung hessischer Nationafliberaler. Man schreibt uns: Die Organisations- und Agitationstätigkeit der Geschäftsstelle der Freien Vereiniaung hessischer Nationalliberaler hat, nach vorläufiger Beendigung der Arbeiten im Reichstagswahlkreis Erbach-Bensheim, im Wahlkreis Alsfeld-Lauterbach eingesetzt. Am Samstag, den 14., sprach der Oleschäftsführer, Dr. Otto Linse- Mainz, in Alsfeld, am Sonntag vor einer von mehr als 200 Personen besuchten öffentlichen Versammlung in Schlitz. An der Versammlung in Schlitz nahm der Vertreter des Wahlkreises im Reichstage, Herr Abgeordneter Heck-Alsfeld, teil, der in außerordentlich interessanter und fesselnder Weise über die Arbeiten des Reichschg.es berichtete. Weitere Versammlungen finden im Verlauf Der Woche in Schotten, Laub ach und anderen Srten des Reichstagswahlkreises statt. — Darmstädter Theater brief. Walter Soomer, der Heldenbariton der Dresdener Hofoper und vielgepriesene Darsteller des Hans Sachs in Bayreutb gastierte ant Sonntag abend am Darmstädter Hoftheater als Holländer. Soomer hat eine der gewaltigsten Baritonstimmen, die im Forte stets edel klingt. Aber man muß — wie bei so vielen ausgezeichrncten Wagnersängern — auch bei ihm ein Manko im Piano hinnehmen. Der Ton wird hier unruhig, waS auch auf die Reinheit nicht immer ohne Einfluß ist. Als Darsteller aber gilt Soomer mit Recht als der zurzeit- beste Vertreter des Holländer, da er dem alten Anton van Roy jetzt stimmlich überlegen ist. Der erste Aki gibt ihm die Möglichkeit der vollen Entfaltung seiner herrlickpn Stiminittel, und hier war denn auch sein Sieg über die Hörer am1 größten. — In Frl. Geyersbach als Senta stand ihm eine völlig gleichwertige Künstlerin zur Seite. Herr Georg Becker als Erik war stimmlich 1 billigst die Brlbk ersitils-Buch-unily kerei.Gißlen Schii "iß 767 K6 IM« OlW 158 247 tt*1 ■*! 18011 186 327 M2« ,632 741 898 1077 416 67 eW k I «4 7 38 K 931 11* M 363 292 97 581 ® 9 18006 168 263 * . »"«•»SÄ Al Bs ,790 858 (800)12» . 1 48 7 80 872 9« 643 700 20 A Ul SÄ*1 KZ .--s-ß irK'- 001 .11!*' I SH *&***, |i .eK* zu. 3 Maximgewehren, 9 Jägerbataillonen mit je 2 Ma- ichincngewehren und 12 Grenzwachtkompagnieen. Die Kavallerie formiert in 21 Regimentern 43 permanente und ID halbpermanente Eskadrons, bei 6 Regimentern je eine iKaschinengewehrabteilung zu. 2 Gewehren. Die 20 Feld- ------ . _ ... !wlillerieMegimenler sind in 10 Briaaoen zusammengefaßt gestern rückte auf der T s ch a t a l d s ch a - L i n i e eine feind- unb zählen 122 fahrende, 4 reitende, 7 schwere Haubitz- liche Kolonne gegen Tschiftlik Sofas vor und eröffnete ein kxtterien. Im Kriege zählt die Feldarmee (ohne Ersatz- Artilleriefeuer gegen Orrnanly, das sich in unseren .Händen IDgSS» Besitzwechsel. Unter Rührung de- einzelnen Bauperiooen deS Schlosses. I kLüllch früher x Zwei 2-3im jiatj.gfltcti Werner-- Hersfeld (Ref.-P.) bespricht die Verhältnisse' der / Damei-forlras Ter Borstand. D,,'t CAFE AMEND । nunff von Presse und Publikum. (01110 *9 p'«ki'$c. Itidiaffcnburn. Färbezu Mäuse 3n6rcC*bcrid)t u. Rcch- nunneablnfle. Verhältnis z.fort'chritt> lidicn Volkspartei. Boritandswohl. al b) Liebigshöhe. i JmcrstoiU-fiUljt: traten bewilligt. Vizepräsident Dr. Paasche: Während der Rede des Abg. jetzt und wird zur Drbnung gerufen. Lic. Mumm (persönlich): Dr. S ü d e k u m hat das bestätigt, was ich gesagt habe. (Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Dr. Südckum (Soz.): Sie sehen, wie recht ich hatte. Es widerstrebt der Natur des Abg. Mumm, anzuerkcnnen, daß sich meine Worte nicht aus die Lebenshaltung bezogen. Liz. Mumm (Wirtsch. Vg.): Ich habe nicht von dec Lebenshaltung gesprochen, sondern nur das Wort sestgehalten. Die Resolution H u b r i ch, welche die Gleichstellung der in Weltbekanntes Fabrikat ersten Ranges <• Solide Prebe . . Schäfer V. zu Kirtorf au§ Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,Fs.r treue Dienste* am Bande des Verdienstordens Philipp- des (Aro6mütiaen verliehen. L. U Reitinstitut. Wir macken die Freunde des Reitsports darauf aufmerksam, daß das Rcitinstitut der Landesuniversität, dem seither der Univer itäts-ReiUehrn Creutzburg vorstand, zum 1. April d. Zs. neu organisiert wird Die Verhandlungen zur Gewinnung eines tüchtigen Reitlehrers sind bereits im Gange. Einbruchs Diebstahl. In Frankfurt wurde m verflossener Nacht von Einbrechern ein Uhrengeschäft au», geraubt. Für etwa 25 000 Mk. Uhren fielen den Dieben m die Hände. / Z Teppichhaus Eberharö jranffurt am wat» . Zeicden«strotze üe. 1 . zur Ordnung rufen. >Dr. Arend, Ref.-Part.: Alle hundertzehn!). Es meldet sich niemand. Abg. .Haberland (soz.) meldet sich der Kunst geichuhriegelt. Man läßt sie 18 Seiten lange Fahrpläne wörtlich auswendm lernen. Das ist eine Menschenschinderei. Kiel Fortschr. Vv.): Ter Staatssekretär sprach die Be^ fürchtung aus, daß infolge der Zulagen auch andere Beamten- klassen mit Wünschen kommen werden. Das ist aber nur natürlich. Die Postbeamten sind trotz ihrer Unzufriedenheit durchaus loyal. Nock gestern habe ich einer Versammlung beigewobnt. Es wurde der Unzufriedenheit und dem Unwillen drastisch Ausdruck gegeben, aber ausdrücklich wurde gesagt: Sozialdemokraten werden wir nicht. (Abg. Ledebour: Aus Ängste Nein, nicht «trMrittliiHelitiiifitr PiliMWmin. Montag, 24. Fcbr. 1913, abends 8V* Uhr, int Hotel „(WroHhmoa von Hessen-. 1 Portraa des Herrn rand. phiL Rudolf Braun über das »Iesnitenaesep". 2. General Versammlung. . «ab W^v'stst Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für "utivoi, den 19. Aebr. 1918 Weclselno beiublit, ohne erhe liebe Niedersckläge, ,troll, Öiiivinö. Mel Victoria Mittwoch, 19. Febr. 1913, ab 6 Nhr abends: Oberpostpraktikanten. Dienstag 1 Uhr: 1. Anfragen; 2. Wahlprüfungen: 3, Postctat (Forts.) --- Schluß 6 Uhr 15 Mim Mittwoch nachmittag 4 Uhr Schüler- u. Familien-Vorstellung mit total neuem Programm. Preise 50, 30,20 Pfg., Erwachsene doppelt. Karten flartoffelbänblcr Slarl Sier gehörige Slnmefen Dammstroßel Nr. 46 wurde für die Summe von 29 000 Mk. an die Schremermeisler Vetter & Wagner verkauft. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 17 Febr. Der Großherzog und der Herzog-Regent Johann Albreckt von Brann, schweig trafen heute nachmittag im Automobil hier ein. Im Schlosse nahmen die Herrschaften einen Imbiß ein und dann begaben sie sich nach dem kurfürstlichen Schloß in« Mitseum. Der Großherzog zeigte sich sehr orientiert über die Kuckhoff (3tr. : Ten Beamten ist damit nickt geholfen, daß der Abg. Wendel hier stundenlang Simplizissnnns- fäte macht. Tie erste Ehrensache für sie ist, der Verwaltung Treue zu halten. Wenn die Sozialdemokraten es anders hallen, ,o ist das eine Beleidigung, d.e fick die Beamten unter allen Um- 'öeiterfnt.) Vor zwei Jahren Hal der Bun- Zum Vortage sind Gäste willkommen. [D18/! I. 2t. des Vorstandes: Pros. Urstadt halten über: Warum so viele nervöse, kranke Frauen und unzufriedene Ehen? Der Weg zu idealer Schönheit de' Körpers und d-r Seele. Das Seelenleben der Frau und die damr verbundenen Leiden. Unentgeltliche Beantwortung über Franc n leben. Franc n liebe, Frauen leid en über Magerkeit, Korpulenz, Blutarmut, Bleichsucht. Kropf, dicken Hals etc. Ich kenne dich! (Gesichtsausdruckskundei. Von anwesenden Damen werden nach Kopf- und Handform, Clinruktcrbenrteilungon jr-geben. (Hochinteressant) Welches Temperament haben blond,, brünette, schwarzhaarige Personen? Welche Charaktere passen in der Eh.« znsain" on und welche stoßen sich ab? Welches Mädchen fällt ? Der Fort rag I-t neu hier, kein Reklame- vortra*rund sollte von keiner Dame ü'ierlSJahrc versäumt werden. Die ruf diesem Gebiet unerreicht e und berufenste Rednerin wird für Leben. Ehre und Gesundheit wertvolle Winke I und Ratschläge geben. Ueborall volle Säle und glänzende Anerken- Aur Stadt unfc fditö. (Siehe n , 18 Februar 1913. ** Tageskalender für Dienstag, 18. Febr.: Stadttheater: „Hinter Stauern/ Anfang H llhr. Dortrag des Landes - Woinm::gsinst'eflors Grehsckel- Tarmstadt nver Wobim.tgsfrage tntd Wohnungsreform. Abends 8llhr im „Einhorn". , •* Ordensverleihung. Der Großherzog Hal dem Forstwart der Kommunalsorstwartei Kirtorf Hck. Dank. Ich litt seit 2 Jabren at ,^>schiaö". Heiligen -)lernt* idimere en von der Hüfte a" der dimeren Seite devBeine» enilang. bis zum i>uh, roo» durch ich meinen Berns ein- stellen muhte. Alle Äiuel halsen nichte-. Tuitdi öao au tällige lesen einerTankiaauui in der Bettung auf vertu s?.M. LckneidcrinMeihcu. Wettiunrane 29, atiimerb sam gemacht, wendete t® mich sofort nn diesen. V brachte nur durch einfache schristlichc Behandlung vollständige Heilung, deobalb i® biermit verrn F.M.Lchuet der tnnigst danke and iedc« ähnlich Leidenden wärmsten» empfehle. Ihv1 i Zuliiis iifimoli in Sin1 hetfen bei ipoiinn o. M. Direktors Pros. Dr. Schumacher und Pros. Neeb wurden die Säle deS Museums durchwandert; auch ließ sich der Großherzog die Stelle des Einbruches zeigen, bei dem der stmserbecher gestohlen worden war. Zuletzt wurde die Stein- Halle, in dec sich die Jumtersäule befinbet, besichtigt. Nach 6 Uhr begaben sich die Herrschaften wieder nach Darmstadt. Hessen-Nassau. Ha nau, 17. Fcdr. TaS Thüringische Ulanenregiment Nr. 6 leitete die aus Anlaß seines 1 OOj ä fort ge n Bestehens vorgesehenen Festlichkeiten mit einem BegrüßungSkommerS ein, der in dem 260«) Personen fastenden Festzelt stattfand. Amvesend waren u. a. eine Abordnung des Infanterie-Regiments von Lntzow (1. Rheinisches) Nr. 25, ferner Abordnungen der Städte Ml'cklbaufen, Langensalza, Paderborn und Lippstadt, in welchen Städten das Regiment früher garnisonierte. Bon den Ehren ist beroor- znheben die Stiftung der Reserveoffiziere von 13 850 Mark zum Besten deS UnteroifizierkorvS. men kein Postscheckamt erhalten. Eine Telcphonverbtn- b n n fl mit England wäre das äußere Zeichen einer direkten Annäherung zwischen den beiden Völkern, für welche die Zeitungen in sehr verdienstvoller Weise gewirkt haben. Man brau du nur zu wollen. Die deutsche Industrie würde imstande sein, sofort ein Habel für diesen Zweck herzu stellen. Das Regierungsjubiläum des Kaisers sollte die Regierung nickst vorübergehen lassen, ohne eine künstlerische Jubiläums marke auszugeben. Sie würde damit ein ganz großes Geschäft machen, und dann würde diese Marke annähernd dasselbe tun, was unsere Marine tut, wenn sie im Auslände den deutschen Namen vertritt. Vizepräsident Dr. P a a s ch e bittet, bei der Besprechung nicht aus alle Einzelheiten einzugehen. Wir kommen sonst nicht weiter. (Lebhafte Zustimmung.) Bnkwpisno anerkannt crstklaistacS i>a- brikauwofürcritcReierenzen au Diensten Zehr günstige FabrikalionSweue durch gut cinflcriditetcn Nroßbetneb. Deobalb icbr billige Preise für beite Cualität u. sicherste ltzaranttc. Man nerl. HataL Vianoiorte-Iabrik Wilhelm Arnold, kgl. bayr. Hoftiefer.. Die bekannte Psychologin und Hygienikerin Frau Annl Rnhlngcr, Stuttgart, Villa Anita, wird am ÜKtwoch. den IV. Februar, ahcndM punkt 8'', Uhr. im Saale des „Hotel Eiithcri>“ hier einen interessanten, wissenschaftlichen Tos dem Mehl-, Frucht- und lSi Ausschank des St. Benno. [01217 Mittwoch, 19. Februar, ab 8l/g Uhr Humoristischer Bock - Bier - Abend mit verstärktem Orchester Letzte llacbricbrcit. Hessische Zweite Kammer. bs. Darmstadt, 18. Febr Abg. Ulrick (Soz. teilt vor Eintritt in die Tagesordnung mit, daß die Abstimmung seiner Partei über die Groß!,. Zivi lliste irrtümlich erfolgt sei. — Finanzminister Tr. Br a it n macht dann längere Ausführungen über die Eisanbahnen, besonders die Nebenbahnen. 2Zii Wjoemjji S&isS Vnrittfn- l* e*6u*s. LML- IfcÄsSr gpril au ö ^bnänTui’L "7t ■tim. u. ac ' ^jckcr^tr ständen verbitten, (‘»eiterfrit.) Vor ,wei Jahren hat der Bunde s r a r auf die Resolutton des Reichstags ohne iede Begründung erklärt, er gebe ihr keine s^olge. Jetzt gibt der Staatssekretär die Begründung, der Reichstag habe kein Recht, derarttge Beschlüsse zu fassen. Tie Folge wird fein, daß dte Erbitterung unter den Postbeamten immer mehr um sich greift, und warum? Weil die Beamten aller Kategorien sehen, daß von den Bcrlretcm der> ganzen deutschen Volkes ihre jetzigen Gebaltsverhältnisse nicht für zulänglich angesehen werden, und daß die Verwaltung trotzdem ablehnt. Tic Beamten der Ostmark sind empört, bafe ihnen 10 Prozent des Einkommens .durch F o r t f a l l d e r O st - markenzulage entzogen werden sollen. Das sei ungerecht. .Sehr richtig?) Es ist aber ungerecht nickt durch unsere Schuld, sondern durch die Schuld derer, welche die Zulage damals ein- gLSM l nm hilf geführt haben. . Staatssekretär Kr aetke: Tie Vertreter der polnpchen Fraktion haben nichts anführen können, was den Beamten irgendwie zur Last gelegt werden könnte und was darauf schließen ließe, daß die Ostmarkenzulaae auf den Charakter des Beamten oder auf die Erfüllung ihrer Dienstpslichtcn nachteilig eingewirkt hätte. ^Widerspruch im Zentrum.) Einzelfällc, wie sie hier ausgeführt sind, kommen in jedcm großen Betriebe vor. Kein Vertreter der polnischen Fraktion bat sagen können: dieser oder jener Beamte behandelt uns schleckst. Weder gestern noch vorgestern ist etwas mitgeteilt worden, was irgendw.e belastend wirten könnte. Wenn einmal ein Brief zu spät bestellt w rd, darf man doch nicht den Schluß daraus ziehen, daß cs mit Absicht geschehen ist. (Zuruf.) Tic Beamten begiefoen ein Gehalt wie die preußischen Beamten. Tas ist auch der einzige Grund gewesen, daß wir die Ostmartenzulage eingeführt haben. Dann hat man mich gefragt, wie ich zu den neu beantragten Zulagen stehe. Ehe der Bundesrat nicht entschieden hat, kann ich keine backende Erklärung abgeben. Gewiß mag bei der Desoldungsordnung dieser und jener Klasse nicht ganz ihr Recht geworden sein. Aber j cb.tr muß eben abwarten, was infolge der Anträge des Reichstags von selten der Regierung geschieht. Eine Differenzierung der Assistenten aus dem Zivilanwärterstande und den Militär- amvärlern wird nicht gemacht. Lic. Mumm Wirtsch. Bgg.): Für Sonntagstelegramme sollte ein Zuschlag erhoben werden. Die Kinderzulagen lind ein außerordentlich ethischer Gedanke. Er ist schon vor Jahren von Adolf Stöcker angeregt worden. Tie Haltung der Sozialdemokratie hier wirkt sonderbar, wenn man bedenkt, daß sie in der Kommission geringschätzig von „dickpanzigen" Postbeamten gesprochen haben. (Hört !hört!) Dr. Südekum soz.): Diese Behauptung ist schon vom „Reichsboten" ausgestellt worden. Ich habe den Ausdruck gebraucht, aber lediglich in foezug auf die kommnnalpolitischc Tätigkeit massenhaft in einzelnen Orten angesiedelter Reichsbeamtcr und nickst in bezug auf ihre Lebenshaltung. Ich bin nicht naiv icnug, zu glauben, daß Herr Mumm nun von seiner Behauptung lassen wird. Das ist mir aber auch gleichgültig. Aber es gibt a auch Leute, auf deren Urteil ich Wert lege. Für sie möchte ich diese ErÜärung abgeben. Tas Gehalt des Staatssekretärs wird gegen die Sozialdemo- Enver Ber ermordet'? Konstantinopel, 18. Febr. Einem Gerücht zufolge soll Enver Bei ermordet Ivorden sein. Ang-.V- lick soll ein Racheakt vorliegen und die Mordtat auf ein« Schiff vorgefallen sein. Das Gerücht, das in den Blätter« nicht erwähnt wird, ist bisher u n b e st ä t i g t g:blieben Zwei türkische Forts genommen. Konstantinopel, 18. F.br. Im Marineministerinm geht das Gerücht, daß die Bulgaren nach hartem Kamps die Adrianopeler Forts Viktoria und Napo- leon genommen haben. Die türkischen Verluste bei Bulair. Konstantinopel, 18. F.br Die bulgarischen Eingaben über die türkischen Verluste bei Bulair sind sehr übertrieben. Die Türken verloren 300 Tote und viele Venvundete. Der Brand in St a mb ul. K o n st a n t i n o p e l, 18. Febr Der Brand von Slauv bul war gestern Abend 11 Uhr noch nicht gelöscht. DaL Feuer entfernte sich von der Hagia Sofia und wandte fiffl der Moschee des Sultans Achmed zu. Bis jetzt sind 20Ö Häuser verbrannt. ] Aurland. Französische H e er es verme hru ng. Der „Temps" gißt bekannt, daß die Regierung im Laufe der nächsten Woche drei wickttge Entwürfe betr. die Vermehrung des Landhceres bekannt geben werdc. Es wird ein dringlicher Kredit von 70 bis 80 Millionen Franc s ver langt werden, der dazu bestimmt ist, noch vor Iahresschluß die auf mehrere Jahre vertellten Vermehrungen durchzusühren, insbesondere die betreffs der b e f e st i g t e n P l ä tz c , der Umwandlung der Granaten und der weiteren Vermehrung der Artilleriemunition. Ein zweiter Kredit, welcher sich auf mehr a l s 500 Millionen Francs belaufen dürste, werde noch vor Ostern vom Parlament verlangt werden, um verschiedene Rüstungsreformen, namentlich die betreffs der festen Plätze, der Artllleriemunition, der schweren Artillerie und der Militär- luftschiffahrt zu einer bestimmten Frist möglichst rasch, eventuell mit Hilfe der Prioatindustric, durchzuführerr. Ferner wird der .Kriegsminister in der nächsten Wockc ein Programm behufs Vorbereitung der als unerläßlich erachteten Vermehrung der M a n n s ch a s t s b e st ' n d e vorlegen. Diese Anträge werden vom Ministerrat unverzüglich geprüft werden und rascheste Genehmigung erhalten. Die in Betracht kommenden Lösungen sind: 1. die Rückkehr zum dreijährigen Tienst für gewisse Waffengattungen, 2. Einführung eines dreißigmonatigm Dienstes für al le Watz en, oder eine Verquickung dieser beiden Probleme. Deutscher Neicb-tag. Berlin, 17. Februar. Am Tische des Bundesrats: Äraetke. Tas Haus ist schwach, die Tribünen^sind st a r k besetzt. Präsckent Tr. K a e m p f eröffnet die Sitzung um 1.20 llhr mit einem Nachruf an den gestern verstorbenen Tr. S ch ä d l e r, dem langjährigen Zweiten Vorsitzenden der Zentrumssrattion. Sein Andenken als das eines treuen Kollegen wird bei uns stets in Ehren sein Tas Haus hatte sich von den Sitzen erhoben. Ter Postetat. (Vierter Tag.) Zu b eil (soz.): Tie vielen Millionen, die zu unkulturellen Ausgaben mit dem Ziel der Menschenschlächterei dienen, und die aus den Postüberschüssen genommen werden, sollte man für die Ausbesserung der Beamten verwenden. Ich werde sehr aus führlich sein müssen, wenn ich auch nicht eine Antruksche Acht,- stundenrcke halten werde. Aber mein Material ist gewaltig. Von dem warmen Herzen des Staatssekretärs spüren die Beamten nichts. Sic haben das Vertrauen zu ihm verloren, und das gleiche gilt auch vom Publikum. Ten Beamten gegenüber heißt cs sparen, sparen, sparen! Herr Kraetke ist Junggeselle mit 44 000 Mk. Gehalt. Er sollte einmal für zwei Jahre auf 40 OOC Mark verzichten und sie den Beamten zur Verfügung stellen Er soll nur versuchen, mit 4000 Mk. auszukommcn. Tann imre er vielleicht Verständnis dafür gewinnen, was es heißt, mit 1500 ober 1700 Mk. auszukommcn und fünf, sechs, sieben Kinder zu haben. Die Sekretäre sind fast alle durch den Aufsichtsdicns in Anspruch genommen. Im übrigen heißt es überall in allen Acrntcrn sparen. Der Redner sprickst mehrere Stunden lang über die Löhne der Lelephonarbciler, über die Verteilung derllnterstützungen, über Diensteinteilung usw. Die Markeiiverkäuferinnen in ihren engen Vogelkäfigen sollten dock wesentlich 3Mk. täglich bekommen Unsere hier vorgebrachten Beschwerden verhallen ungehört. De» Staatssekretär und der Unterslattssekretär sitzen hier, aber sie scheinen Watte in den Ohren zu haben. So viel Aufsichtsbeamten | u u , v wu„tvlw vv„ v„_ MMy. wie bei der Post gibt es nur noch in Zuchthäusern. In Köln । ft^boir ist jetzt von den Sozialdemokraten, wie sich erst jetzt muffen bte Telephonistinnen sich ln em Buch, cintragen, wenn ail5 foent Stenogramm ergibt, der "Ausdruck , Schwindelmeier" sie eine Notdurft bem*ten mufien T/e Postverwaltung muß ge allen. Ick weiß nicht, mer das gesagt hat. Es ist aber durch- s'ch. vor der ganzen Welt tchamen über solche machen Am dem au§ unzulässig. Ich muß den Herrn, wenn ei sich meldet, Postamt. Berlin , 48 werden bie Beamten nach allen Regeln -ur Ordnung rufen. ,Dr. Arend, Ref.-Part.: Alle hundertzehn!). Cafe Leib, Giessen Grönaer Thcatcraael Heute, Dienstag, q. mo?t]. Mittwoch abends 8'/, Uhr 01234 Abschiedsvorstellung des Holkünstlers ßellachiöi mit seinen hochinteressanten Darbietungen auf dem Gebiete der Magie u. Illusionen. Neue Sensalionsprogramme. Vorverkauf und Preise wie bekannt. ! KaffeeKonzert 3 Zim I Dani. IVobn., I U Suche u. ;'>ub( ii verm. 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Aus unverständstichcn Gründen hat Bre- r* 1 XUtu’CLiOf '•'VjAeetTW Xu u«1 | Kolonialgescllschaft Abt. ßiep Wir machen unsere Mitglieder auf den Vortrag' Il von Dr. Anita Augspurg (München) aufmerksam, I die am 21. Februar, 8*/2 Uhr, im Hotel Großherzog I von Hessen auf Veranlassung der Ortsgruppe Gießen I iür Fiauenstimmrecht über ,,Rassenknltur and 1 Frauenbewegung“ sprechen wird. . Iür. 'W' Sfr irtifiurier str Mil^vermi Zimi iWMj ’ti, | ^lv»crw. Ifternrake H ‘ tos WM I l^immcr Wo iMr.Äauenan 14 orrmieten. I* | drin tttiiaer, D Tüchtige Schlosser (XXX.XX) Werkzeugmaschinen-Fabrik und Eisengießerei, 1069 Akl'en-sAesellscliaft, (ließen. «itronen 1 L 40—80 Pfg. 10 JitiistmäSchtii gesucht. u. 01242 an den Gietz. Anzeig. 1.60 1911 er au verm. Empfehlungen Vermietungen Stellenangebote Geldverkehr Stellengesuche Kaufgesuche Verschiedenes] Amtliches Versteigerungen Verkäufe Mietgesuche Wer licictt Adressen von Umziehenden? Zahle Provision. Cfr. u. F. T- 395 an Jakob Mäher, Ann. 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Für diese ''"aison verfüg wir über ein Verkaafsquantum von ca. 300 000 Dosen od.30Doppelwaggons 25 28 28 33 50 Achtung der ( Tozialdcm Schnitt-Spargel ohne Köpfe, lange Abschnitte dünn mH Köpfen........ mittelstark I mit Köpfen..... stark mit Köpfen ....... Stangen-Spargel, dünn do. mittelstark 73,135, do. sehrstark verreist vom 23. Februar bis 1. März außerdem vom IG. März bis 3. Lsterfciertag. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Rudolph Ww., geb. WcUcr. Familie Rudolph. Familie Weller. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben unvergesslichen Frau Martha Schättler geb. Rinn sagen innigsten Dank Wilhelm Schattier, Klagenfurt (Kärnten) Familie Justus Rinn, Giessen Familie Ph. Schättler, Grossen-Linden Cichenstämme von 12—32 Htm. Durchm. und 4—9 Mtr. Länge — 29,20 Fstm. Buchenstämme von' 32-44 Ztm. Durchm., 5—7 Mtr. Länge — 4,97 Fstm. Kiesernstämme von 24—28 Ztm. Durchm., 6—7 Mtr. Länge — 4,10 Fstm. Fichtenstämmc von 12—30 Ztm. Durchm., 6—13 Mtr. Länge — 80,86 Fstm. Fichtenderbstangen 1. und 2. Klasse — 30,12 Fstm Cichendcrbsiangen 1. Klasse, 4—5 Mtr. lang — 1,05 Fstm. Nmtr. Eichennutzknüppel — 2,5 Mtr. lang. Nmtr. Kiefernnutzknüppel — 3 Mtr. lang und 2,5 Mtr. lang. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr an der Blankenwiese bei Distrikt Hardt. Lang-Göns, den 18. Februar 1913. 2100 Grotzherzogliche Bürgermeisterei. Wieseck, Rödgen. Mudersbach, Breslau und Giebcn, den 18. Februar 1913. Die Beerdigung findet Miumoch mittag 2Uhr von der Vobuung Giekener Str. 110 aus statt. Meuker-taiiiigiiiig Giessen ' Donnerstag, den 20. Februar, abends 83/t Ubr, Verwandten, Freunden und Bekannten tue schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Harbach, EistlibtlhnMe i.P. nach langem, schwerem Leiden im Alter von 41 Jahren gestern sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Maria Harbach geb. Menz. Saasen, den 17. Februar 1913. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Februar, nachmittags 1 Uhr, vom Trauerhaufe auS statt. 1201 Mtaler Gieiei Direkt: Hermann Stelngoetier Dienstag, I Febr. 1913. abendS 8 Uhr: 17.Dicustag-Abonn.-Vorstcll (Gewöhnliche Preise! Neuheit! Reubeil Hinter Mauern Schauspiel in 4 Sitten vor Henri Natbanfen. Ende 11 Ubr a“ Mittwoch, 19. Febr. 1913 nbenbe« 7 Ubr: 16. Mittwoch Abonn.. vor''. Gewöhnliche greife. Jer jur Söll! Schwank in drei Ulkten vor <9uftav Kadelburg. Ende 9'/, Uhr. im Alter von 4*/1 Jahren. Die tieftrauernden Eltern : Moritz Schorsch Helene Schorsch Das historische Schauspiel Die KöniginLuisc mit allerhöchster Genehmigung S. M. des Kaisers ausgenommen, verbleibt noch im Spielplan, öieliisligeiwe im Film, nach der berühmten überall mit grohem Beifall ausgcnommenen Operette. — Glänzende Darstellung. Aus dem Leben *"'■ unseres Kaisers Hervorragende Aufnahmen. Hammer auf französische Art Reizendes Lustspiel in 1 Akt. (Gaumont Film.) Mauke als Jongleur Glänzende Humoreske. Außerdem das vorz. Programm Mittwoch von 1 biS 7 Uhr nachmittags: Jugendvorstellung Die Königin Luise AußMiil «rsW. Mmi.LchmMmrn Eintrittspreise: 1. Platz 30, 2. Platz 20 Pfg. Kalkeier ..... 10 Stück 68 Pfg. frische Liedeier . . 10 Stück 80 Pfg. frische Landtier . per Stück 10 Pfg. Gebrüder öerdur Bahnhofstrabe 27 Fernsprecher 231 des Herrn Prof. Tr. W. Kinkel, Gießen, über: „Willensfreiheit und sittl. Verantwortlichkeit“ Eintritt 30 Pfg. pro Person. Ter Borstand. Biograph ■=■ Todes-Anzeige» Gestern mittag 12 Ubr verschied plötzlich infolge eines Schlaganfalls mein innigftgeliebter, unvergeßlicher, treuer Gatte, unser guter Sohn. Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Rudolph int Alter von 40 Jahren, was wir hiermit allen Derwandten und Bekannten tief erschüttert Nach dem berühmt. Werk von Oct ave He uillet. Dramatisiert in 2 Akten. Dieses Schauspiel, das uns edle und feine Charaktere enthüllt, ist überaus fvanncnd und von erstklassigen Künstlern^ dargestellt. Der R im FH! Zigoto und das geheimnisvolle WO Humoreske, a*’/» UkkoTill? Und das übrige hoch» intcress. Programm. «-Ä iS*» 1 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme s? hei dem Hinscheiden unserer lieben Uhutcr, N Schwiegermutter und Grotzmuttcr JranKath.FlcckcnstcinWw. sagt herzlichen Dank Familie Patent. Röhrig, j Bökofs Kummer- Lichtspiele amSeltsrbwe^- I tt Veteili, fe* «t s>md 6 BSJE suiamir ; !nb Wid) ihrer lauf u»be «üsiung bee 1 Li volle Dai u onllärken. ö !6^das Der I fer eine zluctittb .L. M'i I Klink des Rel . rung «ul wst W L-b-ns.^ j libnaltsms I Kunst der Mass' Vergangenheit - I (uniimmi, wom | killet. Air ich I kninnlklung nm veröen, daß di rlaate bildet u kr andern crol Ämtern und "J -amte Landwir I Monalgciinnte v Selbsthilfe | kolitik un I tolicpcu. Tas | Eeitcriüljrung schütze aller tx Sie Ciislenjbed I Arbellcrichait s 1 politit die bi im modernen Der Vorsitze angenheir ||radK, in welch Bit die angcbli dag rinc solch« ilrischteuerung andwirtschasl 1 ßirsmingen he langet an C: nlcn haben n »rrbünbeten flet Wi’ftfr Vressc t sollen. I ; "nroterä m & diesm E 'ort ein itmta w hingnisvolle ’ Aurzeln seine nicht, wie e? . non der Sozi trieben exhal .l>imi tun mit fc-bircr Treue An den peffin SBi | sendet Hieraus i Mörsdorf da IrifHf lifdir Mittwoch eintrcstcnd. stillste JütlliilhtrAllßtl-Llhkllfischt 1—3 psündig feinste Nordsee - Kabliau ohne Kops, 2l/3—8 psündig Rotzungen, Scbollen, grüne Beringe, Merian, ßrolfische Fisch-Koteletts alles frisch und zu äntzcrstcn Preisen gträHifitrttr 8a6ß, Siiilingc, Klkilhiringk I Pfd 11 ZT 55 73 80 65 95 Dosr 28 Doie 46 60 85 IL ^ie Glori! 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