Zreitag, 22. August 19(5 Erster Blatt 163. Jahrgang General-Anzeiger für Gberheffen Nr. <96 Ter Siebener Anzeiger ^TT*W ßö A Vez»q»vrei»: erlcheink täglich, mifcer - y*T XötX kl, ▼ momttiidiTMll, viertel* EoimtagS. -VeUagen M A, A A M A ▲ Ak ▲ AA jährlich Ltt. 2.SO. durch —M ©ICnCHCr UltUtQCt wirttchaftliau haben die westeuropäische Spurweite, alle übrigen die größere Spurweite. Aber die nnlitärische Bedeutung der russischen Schienenbreite ist erheblich acsunken, seitdem der deutsche Eisenbahningenieur Breidsprccher eine Vorrichtung konstruiert hat, die die Benutzung der Wagen mit westeuropäischer Spurweite auf russischen Bahnen ermöglicht. Nach der Stirnseite der Zentralposition führen nun vier Linien aus dem inneren Rußland heran, nämlich von Petersburg, von Bologoje, von Moskau und von Kiew (b^c letztere sogar einglersia». Als Querverbindungen in diesem Raunte recksts der Weichsel dienen vier zum grüßten Teil eingleisige Linien. Durch das weite Gebiet links der Weichsel führen nur zwei Verbindungen nach der deutschen Grenze: die wichtigere von Warschau über Mexandrowo nach Thorn (Berlin, die an dere von Warschau über Lodz nach Kalisch sie eigentlich hinter Mauern gefangen, im Gegenteil, sic fuhren ein beschauliches Faulenzcrledcn und liegen den ganzen Tag rauchend auf der Wiese, wenn sic nicht gerade in Der Donau fischen. So wenigstens schildert Guelso vi i Dinin i, der Kriegsberichterstütter des „Corricre", bas Leben ber gefangenen Bulgaren, unb ihr Gefängnis ist iiad) seiner Darstellung keine eigcnllick>e Festung, sondern mehr eine Operettcnfestuna, deren einzige Kanonen in ein'in kleinen Mitseunt mit Nationaltrophaen flehen In friedlichen Zeiten sind diese „Festungswerkri' jedem zugänglich unb iver- den namentlich bei Mondschein von Liebeslenten attsgesucht. Tie Cfcian^cucn sind fast den ganzen Tag im Freien und liegen spnztercn. Die Tage verstreichen für sie träge unb die mctftc Zeit verschlafen sie. Sie sehen gelangweilt und verdrossen tue, aber gesund Wenn sie nicht schlafen ober angeln, sind sie mit Rauchen ober Kartenspielen beschäftigt, und zuweilen öffnet auch der eine ober bet andere den Mund, um ein paar Worte zu sagen. Wenn sie reden, beklagen sie sich meistens über die schlechte Kost und behaupten, es sei ja so schlimm, daß sie ihre Sti.'fslsohlen auf- essen müßten: die gefangenen Serben in Sofia hätten e.- viel besser unb würden wahrscheinlich in Palästen fürstlich bewirtet. Allein, sie trösten sich damit, so sei es nun einmal im Kriege unb meinen im übrigen: warten wir ab, was geschieht. Fast alle schauen $pn,; überlegen barein, als seien sie üollfotpmen Herr der Situation und als sei es nur eine, Ironie des Schicksals, daß sie in die Gefangenschaft geraten sind. Es ist gerade (Civinini war am August bei ihnen), als warteten sie von Tag zu Tag darauf, die Kanonen der siegreichen Bulgaren vor Belgrad bannern zu hören, denn natürlich sind sie es, die gesiegt habtn. Tem Bulgaren kann niemand widerstehen; dieser Leitsatz von der Unbesiegbarkeit ihres Volles isti ihnen seit frühester Kindheit von ihren Müttern eingeprägt. Einige der (^cfanflenen haben es übrigens verstanden, sich eine wirkliche Beschäftigung zu machen, die beinahe an Arbeit grenzt. Der ■eine ober ber anbere har in bei Gefangenschaft ein kleines Geschäft äufnet an unb handelt mit Bleistiften, mit Stecknadeln, mit Seife, mit Stiefelwichse und Ansichtsvosttärten; andere verlaufen Früchte, wieder ein anderer kocht Tee und Kaffee, und gerade bcffcii (Safe, wenn man den Platz im Freien so nennen will, erfreu, sich w. regen Zuspruchs. Es gibt ein paar, die ihr Barbiergeschäft weiter betreiben, ebenso Stiefelputzer, und daher sehen bi* bulgarischen kriegsgefangenen vorzüglich aus: sie sind sauber, glatt rasiert und tragen blau le Stiefel. Von der San» bcrlett gibt es natürlich auch Ausnahmen. Civintpi hat manchen gesehen, ber sich heftig trotzte, allein selbstverstän?- iidi zwangen ihn dazu die infamen serbischen Flöhe. Ten Besuchern gegenüber scheinen die befangenen schwer zugänglich zu fein; bietet man ihnen eine Zigarette an, so lehnen sie die Gabe mit der Begründung ab, sie hätten ununterbrochen geraucht, und will man ihnen eine Nachricht aus ber Heimat bringen, so lehnen sie sie ab und behaupten, sie hätten alles schon in ber Zeitung gelesen Civimni hat aber boch einige zum Sprechen bringen tön non. Tanach scheint es, als seien die Bulgaren, wenigstens die in Bei- von einer leistungsfähigen Aräril.'ktenfirm?. mit einem .Qjften» auswand von 1 100000 Ml crrid/tel und für die Summe fertig übergeben merben. Die selbstschuldnerische Bürgschaft der 700000 Mark wird deshalb van bet Stadt erbeten, weil sonst die Beschaffung der Hypotheken zu einem niedrigen Zinsfuß nicht möglich fein würde. — Gin neues Naturtheater in Binzaus Rügen. Aus Putbus iJusel Rügen wird uns mitgetrilt: Am Donnerstag nrirö ein neu's Naturtheater gr.'sen 2tito in Binz auf Rügen eröffnet, und poar mit Alfred Halms „Heilieen « iv a l b". Das Theater li?gt in einer tiefen, van prachrigem Baumbestände umgebenen Schlucht unb ist nach Ansicht van Fachleuten eines der schönsten Naturtheater überhaupt. Es saßt Sitzplätze für 1000 Personen. Die Leitung wurde Tireklsr Adalbert Stefster vorn Hanauer Stadttheater . Funde wri'en darauf bin, daß bnie ak^en Böller aut einer hohen Kulturstufe senden und wisfenschastlicke K nntnisse befrii n bzibr' Zu den inlereisantesten Funden gehörten Schödel, die zeigen, daß die Männer ber damaligen Zeit bic Aztelen bei weitem überragten, denn nicht nur war die Schädetbildung viel vollkommener, sondern auch die Zähne selbst wief.'n Plomben von Gold und Zement auf, rin Beweis, daß die Zabntechnil vor unqefnf r 100f) Iahren bereits eine hohe Stufe erreicht hatte. In Mexilo waren Mcn- fchenzähne ausgegraben worden, die mit Steinen ausgestillt und vrnamenttert waren, aber dies ist der erste Fall, oaß füllungcn in einem vorgeschichtlich n Sck^del gefunden worden. Das Gold befindet sich in der Zahn Höhlung uno ragt nur wenig über den Rand des Zahnes hinaus. Es diente also mehr nützlichen als Berfchönerungs-zwecken. In allen Fällen, ob der Zahn nun mit Zement oder Gold ausgefüllt war, wi'S die Arbeit darauf bin, daß Instrumente benutzt wurden. Verschiedene andere Zäbne, die sich wahrfchrinlich gelockert hatten, waren durch G-old» frräfjte zusammcngehalten. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft Tie Kanzlei für Wappen- und Stammbaumforschung in Wiesbaden teilt uns mit, daß die ningst in brr Presse verbreitete Nack-richt vom Verlaust der Herald'-cheu Sammlung Ledebur nach Frankreich falsch sei, daß di.' Samml'ing vielmehr in ihrem Besitze verbleibe und nach wie vor der Wisscn- schast -.um freien Gebrauche ost'enstehcn werde. Bei Erwerbung der Sammlung feien ber Kanzlei keinerlei das strie Vcrmgungsrccht beschränkende Berpriichtungen auferlegt worden. erobert. hat be- : feitbcn. der englischen Regierung ine Mitteilung erhalten hat, daß sie nichts dagegen emzuwenden hätte, wird, wie ans .Stockholm gemeldet wird, dem Antrag entsprochen. Schwedische Offizierein Persien. -Ter persische Gendarmeriechef Oberst Hjalmarson txmtroflt, weitere schwedische Offiziere nach Persien zu Da das. schwedische Wrristefium deL Auswärtigen von . Heer rind Flotte. Eine Sonderausgabe des „Militärwochen- blattes" meldet: General der Infanterie v. Wachs und Generalmajor v. Oheirnb, beides Offiziere von der Armee, wurden zur Disposition gestellt, ersterer mit der Uni- form des Infanterie-Regiments Nr. 77, letzterer als Generalleutnant. 2luslan&. Spanische Kämpfe in Marokko. (ßcricbUfaaL Bestätigung eines Todesurteils. Leipzig, 21. August. Das Reichsgericht hat die Revision des Zinngießers Johann Straßer, der am 13. Mai den preußischen Militärattachee Major v. Lewinsky und den Polizewderwachtmeister Roh lender in München aus der Straße erschossen hat und vom Schwurgericht zweimal zum Tode verurteilt worden war, verworfen. fc. Wiesbaden, 21. Aug. Als gelegentlich des Streikes der Tüncker Kaiser die Arbeit beibehielt und am 9. Mai mit dein Tüncher Bibo von Wiesbaden, einem der Ausständigen, zusammen» trah wurde er von diesem durch Worte, wie „Streikbrecher, Schuft, Lump" usw. belästigt und bedroht. Kaiser erstattete von dem Bor- Aris Stadt und Land. Gießen, 22. August 1913. ** Fahrplanänderungen ab 1. Oktober. Frank- fiirt-Aschaffenburg. V-Zug Aschaffenburg - Frankfurt, ab Aschaffenburg 8.57 früh, an Hauptbahnhof 9,54, wird Eilzug. Zuschlagspflicht fällt weg. — Frankfurt-Wiesbaden- Köln. Die neuen Eilzüge 61/60 Frankfurt-Köln und zurück, ab Frankfurt 7.30 abends, an Köln 12.13 nachts, ab Köln 5.50 früh in Frankfurt 10.03, bleiben auch im Winter bestehen. Die seitherigen Eilzüge 49/48 ab Frankfurt 10.01 vormittags werden V-Züge mit 1. bis 3. Klasse und Speisewagen.— Frankfurt-Bad Homburg. Der seitherige Sommerzug 2035, Frankfurt ab 1.20 mittags, wird auch im Winter gefahren. Eilzug 206, ab Homburg 11.48 mittags, wird Personenzug, desgleichen Eilzug 218, ab Homburg 11.01 abends. — Frankfurt-Gießen-Kassel. Sommer-Eil- züge 107/108 Frankfurt-Gießen, ab Frankfurt 2.11 nachmittags, ab Gießen 3.42 nachmittags, bleiben auch ab 1. Oktober bestehen. *• Rückfahrkarten für alle Klassen gibts, was mancher nicht weiß, auch heute noch bei der Eisenbnhn. Sie gelten einschließlich des Lösungstages vier Tage. Noch weniger bekannt ist, daß auch eine Fahrkarte zur Rückfahrt gelöst werden kann, ohne gleichzeitige Lösung einer Karte zur Hinfahrt. Bei Reisen, besonders Ausflügen, bei denen man nicht wieder von der Zielstation der Hinfahrt, sondern von einer anderen Station zurückfahren will, löse man eine Fahrkarte zur Hinfahrt nach der einen und gleichzeitig eine zur Rückfahrt von der anderen Station. Solche Annehmlichkeiten ollte man sich mehr zu Nutzen machen, der Vorteil liegt auf der Hand. Man kann mit Ruhe der Rückfahrt entgegen» ehen, wenn man sich im Besitz einer Rückfahrkarte weiß. *' Personalien. Der Großherzog hat dem Forft- wart der Kommunalforstwartei Rlipperteurod (Oberförsterei Nieder-Ohmen) Heinrich Kratz XXII. zu Ruppertenrod den Charakter als „Förster" erteilt. — Uebertragen wurde dem Lehrer Rudolf Meyer zu Lützel-Wiebelsbach eine Lehrerstelle an der Musterschule zu Friedberg. Landkreis Gießen. 1. Großen-Linden, 20. Aug. Unser Spar- und Vorschußverein schließt sein Geschäftsjahr mit einem Reingewinn von 8503 Mk. Der Verein verfügt über eine Aktiva von 1722130 Mk. Bei der Generalversammlung wurde Hch. Weiß I. als Gegenschreiber und Ludwig Keßler VII. als Ausschußmitglied gewählt. Kreis Büdingen. h. Büdingen, 21. Aug. Die hiesige Molkerei-Genossenschaft schließt ihr letztes Geschäftsjahr mit einem Verlust von 26 325 Mark ab. Die Zahl der Genossen hat sich um 51 mit einer Haftsumme von 15900 Mark verringert. + Ortenberg, 20. Ang. Mit dem weit über die Grenzen unseres Hessenlandes bekannten „Orten berg er Kalten Markt", der in der letzten Oktoberwoche stattfindet, wird in diesem Jahre zum erstenmal eine Verlosung von Vieh und Geräten verbunden. Es werden 7000 Lose ausgegeben. . n. Wenings, 21. Aug. Beim Umbau eines Wohnhauses ut der Hintergasse stießen Arbeiter unter den Fundamenten auf einen Topf mit Münzen. Da dieselben nur auf der einen Seite eine Prägung aufwiesen, so hielten sie die Arbeiter für wertlose Spielmünzen und warfen sie weg. Auch der Topf selbst ging in Scherben. Aus dem erhalten gebliebenen Rest des Fundes läßt sich ersehen, daß es sich um sog. Brakteaten handelt, welche dem 14. und 15. Jahrhundert angehören. Die meisten sind aus Silber geprägt unb z-eigen bas Mainzer .Rad im Wappen. Da das Holzhaus, unter welchem der Topf gesunden wurde, zu den ältesten Gebäuden hierselbst zählt, so ist anzunehmen, daß der Besitzer in Kriegszeiten (vielleicht schon vor dem 30jährigen Krieg) seine Barichaft hierher vergraben hat, und bald danach verstorben ist. Starkenburg und Rheinhessen. R.K. Darmstadt, 21. Aug. Freiwillig in den Tod ging gestern die ca. 60 Jahre alte Witwe des Oberpostsekre» tärs Riedel, die schon seit einigen Tagen vermißt wurde. Sie teilte in einem Briefe mit, daß sie in den Weltersteich bei Nieder-Rauistadt gehen werde, in welchem schon viele Opfer ben Tod gefunden haben. Sie war längere Zeit seidend und auch schon zur Beobachtung ihres Geisteszustandes im Jrrenhause. w. Mainz, 21. Aug. Die Aussperrung der Metallarbeiter der hiesigen Firmen der Beleilchtungs- branche hat heilte begönnen. Bis zum Samstag werden über 400 Arbeiter ausgesperrt sein. Kreis Wetzlar. X Krofdorf, 21. Aua. Lehrer Suchan aus Krofdorf, bisher in Herbornseelbach (Dillkreis) angestellt, tritt mit Oktober m den Dienst der Stadt Frankfurt a. M. = Kinzenbach, 21. Aug. Da genügend Anmeldungen ergangen, wird im bevorstehenden Winterhalbjahr hier der erste achtwöchentliche Haushaltungskursus für erwachsene Mädchen abgehalten. Der Kursus beginnt am 20. Oktober in den Räumen der alten Schule. Hessen-Nassau. -iv Frankfurt a. M., 21. Aug. Prinz Heinrich der Niederlande traf hier, von Hohemark kommend, gegen 3 Uhr ein und besichtigte eingehend den Betrieb der Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer. Darauf besichtigte der Prinz die Werke der Firma Mayfarth & Co., Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen. = Frankfurt a. M., 21. Aug. Am Mittwoch abend tarb Karl Steiniger, der durch seine vaterländischen Dichtungen weit über die Grenzen unserer engeren Heimat bekannt wurde. Jrn vorigen Jahr erst wurde auf dem Deut- chen Wandertag zu Büdingen sein Festspiel „Im schönen deutschen Vaterland" unter allseitigem Beifall der Vertreter von den Gebirgsvereinen aus ganz Deutschland aufgeführt. Auf Wunsch des Fürsten von Menburg-Büdingen wurde dieses Festspiel am 1. Juni ^wiederholt. Gleiche Begeisterung schuf vor 2 Jahren sein historisches Festspiel „Im Glauben stark, in Treue fest", das ebenfalls zweimal auf der Ronneburg aufgeführt wurde. v. C r u m b a ch, 21. Aüg. Pfarrer Cuntz, welcher über ein Jahrzehnt in der Kirchengemeinde Frankenbackr-Crumbach gewirkt, wurde zum zweiten Pfarrer in Haiger gewählt. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbar st aalen. In Oppenheim wurden zwei Werber der Fremdenlegion sestgenommen. Sie wollten Handwerksburschen zum Eintritt verleiten. — In K e t s ch bei Mannheim siel beim Ausbauen eines Seiltänzergerüstes eine Stange ans der Höhe und tras zwei im Kinderwagen sitzende Kinder des Arbeiters Lienbeck. Eines der Kinder war sofort tot, das andere wurde so schwer verletzt, daß es sterbend ins Krankenhaus gebracht mürbe. — Ter sechsjährige Knabe einer Niersteiner Winzerfamilie, dein seine Großmutter die Freude einer Rheinreise machen wollte und ihn deshalb mit zu Schiff nahm, fiel bei Duisburg über Bord unb ertrank. Nach Zeitungsmeldungen aus Tanger hat die Abteilung des l,Generale S v l v e st r e einen Teil des Lagers .Raisulis Me Verluste der Spanier sollen erheblich fein. «vad sitzenden Mannschaften, mir höchst widerwillig in ben Krieg gegen die Serben igegogen, mit denen sie eben noch verbündet waren: dem Marschbefehl gehorchten sie anfangs Glicht, und erst, als die Offiziere ihnen von den Greueln, bie durch Serben an Bulgaren verübt sein sollten, erzählten ünd ihre Erzählungen durch Mazedonier bestätigen 'ließen, erwachte der Rachedurst in den Mannschaften. Da 'wurden in ihrer Vorstellung aus den Waffenbrüdern plötz-- Lch die serbischen Schweine, Räuber und Mörder. Die Choleragefahr. Bukarest, 21. Aug. Um eine EinfchlefipUng der Cholera durch die zurück kehrenden Truppen zu verhüten, sind umfassende Maßregeln getroffen worden. <— Das Truppengros befindet sich 'bereits in der Nähe der Donau, die bei Corabia, Zimnicca und Magurelle überschritten werden wird. Diejenigen Truppen körper, bei denen Cholera festgestellt worden ist, müssen eine fünftägige Quarantäne an der Doimu ein halten, bevor sie in die Friedensgarnisonen abrücken dürfen. — Den amtlichen Berichten zufolge betrug die Zahl der Todesfälle in der Armee 6 Offiziere und 867 Mann. Bulgarische Beschwerde über die Griechen. Sofia, 21. Aug. (Agence Bulgare.) Die grrechi- schen Truppen, die sich aus dem bulgarischen Gebiet zurückzogen, zwangen die Bevölkerung, ihnen zu folgen, indem sie die Besitzungen der Bulgaren in Melnik plünderten und die Stadt in Brand steckten. Die Griechen nahmen auch 3 5 0 0 Bulgaren aus diesem Gebiet als Geiseln mit. Eine Abordnung aus Adrianopel in Berlin. Deutschs- Reich. Die Wahlen zu den allgem. Ortskrankenkassen. Nach einer Bekanntmachung des Bundesrats find an den Wahlen zu den neuerrichteten und neuausgestatteten allgemeinen Ortskrankenkassen auch diejenigen Personen Kreits wahlberechttgt, die erst vom 1. Januar 1914 in die Krankenversicherung neu einbezogen werden. Die Erweiterungsbauten in den Obergeschossen des R ei chs t a g s g ebä udes, die nach der Vertagung des Reichstags Anfang'Juli in Angriff genommen worden waren, sind, so wird uns aus Berlin geschrieben, in den letzten Wochen rüstig vorgeschritten. Bekanntlich handelt es sich bei diesen Arbeiten um eine Einfügung eines neuen Stockwerkes im Dachgeschosse, um die beiden Jnnenhöfe herum. In diesem neuen Stockwerke werden über 100 kleine Arbeitszimmer für die Abgeordneten und einige für die Presse -geschaffen. Auch einige weitere Neuanlagen sind beabsichtigt, wie Liftanlagen für den Bundesrat, ein großes Prefferestaurant und eine Vermehrung der Fernsprechzellen. Der Erweiterungsbau wird im großen und ganzen bis zum November beendet sein. Der Plan, ein eigenes Gebäude für eine R ei chs t a g s b i b l io - t he k und fi'ir Stubierräume der Abgeordneten zu schaffen, ist nicht zustande gekommen, da die ?lbgeordneten sich scheuten, während der Verhandlungen außerhalb des Geschäfts- gebäudeS zu ttmlcn. Man ist deshalb auf den jetzigen Ausweg verfallen, der allerdings auch viele Gegner hat, weil die Arbeitszimmer ziemlich abseits vom Saale liegen. Die Zimmer erhalten aber sämtlich lautsprechende Telephone, die die arbeitenden Herren Über die Vorgänge im Hause informieren. Die Arbeitszimmer werden je nach der Fraktivnsstärke verteilt und den „Arbeitsbienen^ überwiesen. Die Zahl der Kraftfahrzeuge 'hat sich in Deutschland im Jahre 1912 außerordentlich vermehrt, sie erhöhte sich von 65 450 auf 77 789. Der Lasten beför- !derung dienten nur 7704 Wagen, 20 325 Krafträder befanden fiich unter den Personenwagen. Preußen zählte allein 41 280 Kraftwagen, Berlin hatte 7909, Rheinprovinz 7762, Brandenburg 3639, Hannover 3413, Sachsen 3287, Schlesien 3245, Hessen- Nassau 3045, Westfalen 3061. Die übrigen Provinzen hatten je rund 1000 Wagen, Schleswig-Holstein 1800. Am wenigsten zählte Westpreußen mit 922. ** Das Groß herzoglich Hessische Regierungsblatt, Beilage 9fr. 18, vorn 19. August 1913, ent- hält: 1. Bekanntmachung, das Familiensideikommiß der Freiherren von Ritter zu Gruensteyn betreffend. — 2. Bekanntmachung, die Ergebnisse aus der Rechnung der Staats- schuldenverwaltung für das Etatsjahr 1910 betreffend. — 3. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Rechnungsjahr 1913 zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Worms genehmigten Umlagen. — 4. Uebersicht über die in den Landgemeinden des Kreises Gießen im Rech-i nungsjahr 1913 zur Erhebung kommenden Gemeindeumlagen. — 5. Uebersicht über die in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Lauterbach zu erhebenden Gemeindesteuern für das Rechnungsjahr 1913. — 6. Uebersicht der für das Jahr 1913 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Gemeind-ebedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg. — 7. Ordensverleihungen. — 8. Verleihung der Staatsmedaille für Ausstellungen. -- 9. Dienstnachrichten. ** Fahrpreisermäßigungen bei der Teil- nahme an den Erinnerungsfeiern der Schlacht b e i L e i p z i a. Von der Eisenbahudirekton Frankfurt erhalten wir folgende Mitteilung: Mif den Strecken der preußisch-hessischen Staatsbahnen und der meisten übrigen deutschen Bahnen werden die Mitglieder der Krieger-, Militär- und Veteranenvereine, der reiwilligen Sanitätskolonnen, der Samaritervereine vom Roten Kreuz und der Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger int Kriege nom Roten Kreuz, die sich an den Erinnerungsfeiern der Völkerschlacht bei Leipzig beteiligen, vom 15. bis 22. Oktober 1913 in Eil- und Personenzügen von der Heimatstation nach Leipzig und zurück in 3. Klasse zum Preise von 1,75 Pfg. für das Tarifkilometer befördert. Die Benutzung von Schnellzügen ist auch gegen Entrichtung des tarifmäßigen ^ochnellzugszuschlages nicht gestattet. Ter Ueber- gang in höhere Wagenklassen ist ausgeschlossen. Fahrtunterbrechung ist auf der Hinreise ausgeschlossen, auf der Rückreise wie im gewöhnlichen Verkehr zulässig. Es werden nur Fahrausweise für Hut- und Rückreise ausgegeben. Die Rückreise muß bis Mitternacht des letzten Geltungstages beendet sein. Die Fahrkarten sind spätestens bis zum 15. September bei der Fahrkartenausgabe der Zugangsstatton unter Angabe des gewünschten tarifmäßigen Reiseweges und des Reisetaaes zu bestellen. Die Fahrausweise werden a) für Mitglieder der Militär-, Krieger- und Veteranenvereine nur gegen Vorlage einer vom Vorsitzenden des Vereins; b) für Mitglieder von Sanitätskolonnen, Samaritervereinen üom Roten Kreuz und i>er Genossenschaft freiwilligeff Krankenpfleger im Kriege vom Roten Kreuz nur gegen Vorlage einer nach Genehmigung des zuständigen Territorialdelegierten ausgeferttgten Bescheinigung der anerkannten Landesverbände ausgegeben. Fahnen, Banner, Standarten und sonsttge Vereinsabzeichen werden als Reisegepäck gegen Entrichtung der Gepäckfracht abgefertigt. Unter denselben Bedingungen werden deutsche Mitglieder ausländischer Militär-, Krieger- und Veteranenvereine nach und von Leipzigs befördert. — Die Ermäßigung wird auf Grund einer vom deutschen Patriotenbund in Leipzig ausgestellten Bescheinigung gewährt. Für den Fall der (Anlegung von Sonderzügen nach Leipzig bleibt Vorbehalten, Reisende mit Fahraus- welwn zu ermäßigten Preisen ausschließlich mit diesen Zügen zu befördern. Außerdem bleibt auch die Verweisung auf bestimmte fahrplanmäßige Züge Vorbehalten. ,** .Hessischer Volksschriften-Verein. Dem Tätigkeitsbericht des Hess. Volksschriften-Vereins für das verflossene Jahr entnehmen wir folgendes: Das wichtigste Mittel war die Bücherausstellung, die über 1200 Werke umfaßt. Der Verein bedauert lebhaft, daß in Ob erh essen sich niemand gefunden hckt, der die Arbeit der örtlichen Leitung der Veranstaltung übernahm. ^Der Verein bittet dringend, daß die oberhessischen Mitglieder in ihren Gemeinden Ausstellungen veranstalten. Der Versuch, gute Bücher gegen Schundhefte auszutauschen, führt zu überraschenden Ergebnissen. Unter ben von .Kindern und jungen Leuten eingetauschten Heften sind viele der schlimmsten Sorte. Besonders erfteulich ist, daß> fast alle hessischen Kreisausschüsse dem Verein beitraten; durch den Einfluß dieser Verwaltungskörper wird dem guten Gedanken der Wohlfahrtsbestrebungen des Vereins ein günstiger Boden bereitet. Im letzten Winter wurden Büchergaben von Kreis-sWanderbibliotheken und Büchereien in eine Anzahl von Ortschaften, u. a. Langgöns, Rodheim v. d. H., Groß- Karben, Treis-Horloff überwiesen. — In den Vorstand des Vereins trat Kreisschulinspektor Prof. Kissinger-Darmstadt. — Der Tagung der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schundliteratur am 28. Mai in Dortmund wohnte der erste Schriftführer bei. Es ist beabsichtigt, an verkehrsreichen Plätzen Bücherautomaten aufzustellen. Ein in Bearbeitung befindliches Bücherverzeichnis wird jedermann beim Ankauf von Büchern ein wertvolles Hilfsmittel sein. Zu dem Bücherverzeichnis wird Hofbibliothekar Dr. Esselborn eine Plauderei schreiben, in der dargelegt wird, welche Arbeit den verschiedenen Menschen geleistet werden muß, bis das Buch gekauft werden kann. Ferner ist geplant, in den Ooerrlasjen der Schulen belehrende Unterredungen über den Schmutz und Schund in der Literatur und Kunst mit Darbietungen guter Bücher und Bilder zu veraiistaltcn. Auch der Kampf gegen den Schund im Bilde soll aiifgenommcm werden. Der Verein trat mit dem Karlsruher Kunftlerver- band in Verbindung wegen Mschlusses eines Vertrages Mrt der Gewöhnung an gute Bilder muß schon in der Juaeiib begonnen werden; diese Aufgabe kommt dem Hause und der Schule zu. Die Schutzimmer müssen mit Bildern geschmückt werden, damit das Kind sich heimisch fühlt uni) den Ort lieben lernt, an dem es den größten Teil seiner Jugend verbringt. B e r l i n, 21. Aug. Eine aus drei Mitgliedern bestehende Abordnung der Bevölkerung von Adrianopel ist heute abend hier eingetroffen. Sie besteht aus sieben Mitgliedern, drei^Osmanen, zwei Griechen, einem Juden und einem Armenier. Eine Volksversammlung von 40000 Einwohnern der Stadt Adrianopel und des umliegenden thrazischen Landes hat bekanntlich 14 Delegierten den Auftrag erteilt, als Vertreter der Bevölkerung von Adrianopel und Thrazien die Regierungen zu Wien, Petersburg, Berlin, London, Paris und Rom zu bitten, sie möchten dahin wirken, daß Thrakien bis zur Stadt Adrianopel und natürlich mit Adrianopel türkisch bleibe. Die Mordnung reiste in einer Stärke von 14 Mitgliedern nach Wien und überreichte dort der Regierung ein Memorandum, dann trennte sich die Abordnung. Sieben ihrer Mitglieder fuhren nach London, wo sie am Donnerstag nachmittag im Auswärtigen Amt von einem der Unterstaatssekretäre zur Entgegennahme des Memorandums empfangen wurden. Von London fährt diese Abordnung nach Paris und Rom, die andere Hälfte der Abordnung fuhr von Wien nach Petersburg und ist nun in Berlin eingetroffen. Ueber die Aufnahme der Abordnung in Wien und Petersburg und über ihre Berliner Sendung äußerte sich der türkische Konsul in Wien, Bondy Bey, der den Ab- aesandten auf ihren Wunsch von Wien aus als sprachkundiger Whrer nach Petersburg und Berlin mitgegeben wurde, einem Mitarbeiter des „Berl. Tagebl." gegenüber ungefähr folgendermaßen: Wir sind in Wien und Petersburg im Auswärtigen Amt mit großer Liebenswürdigkeit ausgenommen worden. Wir hätten uns einen derartigen .sympathischen Empfang in Petersburg nicht träumen lassen. Nur die „Nowoje Wremja" machte eine Ausnahme. Ttfe Vereinigten Staaten nnd die mexikanischen wirren. Washington, 21. Aug. Senator Penrose hat eine Entschließung eingebracht, in der Wilson ersucht wird, die notwendigen Schritte zu tun, um amerikanische Truppen sum ScÄche der Ausländer nach Mexiko zu senden. Dies solle jedoch, wie die Entschließung ausführt, kein unfreundlicher Akt gegenüber Mexiko sein. Die Entschließung sieht eine Bewilligung von 25 Millionen Dollars vor für die geforderten Schritte. Eine Aussprache, die sich an die Entschließung anscUoß, zeigte die Geneigtheit beider Parteien, die Politik des Präsidenten gutzuhfißen. Präsident Wilson hat angekündigt, daß er dem .Kongreß sofort eine Sonderbotschaft über die Mission L i n d s in Mexiko sowie über die amerikanische Rote und die Antwortnote Huertas unterbreiten wird. fa?I Anzeige, vorauf Dibo wegen Beleidigung in Anklagenistand verletzt roucbt Ter Amlsanu alt beantragte gegen ihn 2 Monate Oiefängnii. Da- Schöffengericht erkannte auf 14 Tage Gefängnis, indem eS vor allen» berücksichtigte, daß den Arbeitswilligen ein «neig,scher Schutz zur Leite gestellt werden inüfie. wandern und Helfen, väder. Rund um Gießen. Bürbach—Friedewald—Rennerod. Dir fahren morgens nach Bürbach, verfolgen ein kurzes Stück die Siegtalwanderuna deS DesrenvaldllubS. sJiad) etwa 2 SMlo- mrtrrn gehen wir links ab und suchen uns einen Weg nach Emmerzhausen. Eine gute Karte ist feier unerläßlich! Bon Emmerzfeansen wandern wir über Mauden, Tm'dxn nach Schloß Friedewald. Das stattliche Schloß, daS dem Grafen von Hachenburg gehört, liegt äußerst malerisch auf einem Felsen- Vorsprung. Niemand versäume es zu besichtigen. Eintrittskarten zu 3D Psg. find zu haben in der Wirtschaft von L Heß. Die Fassade des Mittelbaus soll als Muster für das Heidelberger Schloß gedient habe«. Nach Besichtigung des Schlosses wandern wir über Nisterberg, Hof, Ober-Roßbach, Zehnhausen, Emmerichen- Hain nach Dahnbos Rennerod, von wo aus wir über Herborn nach Hause fahren. Der Marsch erfordert 6 gute Stunden und geht wenig durch Wald Er führt über anmutige Hutweiden an cin- famen Wksterwalddörfern mit ihren Schutzhecken vorüber, und gestaltet sich so zu einer anziehenden und nicht langnxUenbcn Tageswanderung. Herborn —Salzburger Kopf —Bürbach. Wir fahren 6.47 nach Herborn und begeben uns über Arndorf nach Erdbach. Hier besichtigen wir die früher schon erwähnten Steinkammern und den Erdbach. Weiter führt uns der Weg nach Breitscheid. Bon Breitscheid folgen wir der vom Wester- waldllub bezeichneten Straße (W C I) über Rabenscheid, Weißenberg, Löhnfeld nach Reukirch. In den erstgenannten Orten finden imr noch schöne alte Bauernhäuser mit Strohdächern, die nach der Wetterseite besonders geschützt sind. Reukirch ist der höchste bewohnte Ort des Regierungsbezirks Wiesbaden mit uralter Kirche. Es liegt am Fuße des Salzburger Kopfes. Die Aussicht ist hervorragend: Westerwald, Siegerland, Ebbe-, Senne- und Nothaargebirge, Taunus mit Feldberg, Hunsrück, Eifel und Siebengebirge. Am Südwestsuße liegt das Dörfchen Salzburg, an dessen Ostfeite sich ein schöner „Wällerkranz" befindet; d. h eine Reihe Tanneubäume, die gegen den Cfbvinb schützen sollen. Diese Borrichtung trifft man im Wcsterwalbe oft. Vom Salzburger Kopf benutzen wir bie Lanbstraße nordwärts nach Bürbach. Zu der Wanderung brauchen wir 5’ • Stunden. Sie fuhrt sehr wenig durch Wald, >vas aber im Westerwalde kaum empfunden wird. B ü b t n 0 e n—R onnebur g—M ittelgründaw. Wir folgen den gelben Kreuzen über Bonbausen zur Ronneburg, einer Burg, die bis 1885 bewohnt war. Bon hier den grünen Kreuzen nach Mittelgrundau. Der Marsch dauert 2—3 Stunden und führt nur wenig tnrrtf) Wald, ist aber doch zu empfehlen, da die Ronneburg eine der schönsten Burgen aus unserer Gegend ist. Burgsolms — Altenberg — Wetzlar. Die ganze Wanderung ist mit roten Punkten bezeichnet und führt nicht durch Wald, ist aber trotzdem schön. Wir fahren um 1.30 nach Burgsolms (Sonntagskarte nach Wetzlar) Bvm Bahnhof gelangen wir über verschiedene Lahnarme nach Oberbiel und Kloster Altenberg. Das Kloster wurde um 1180 angelegt. Seine im Innern sehenswerte Kirche stammt aus dem Jahre 1207 und wurde von der Abtissin Gertrud, der Tochter der heiligen Elisabeth, gebaut. 1802 wurde es säkularisiert und kam in fürstlich Solmssäxm Besitz. Die Kirche wird von dem Geschlecht als Erbbegräbnis benutzt. Die alten Klosterräume sind verpachtet und dienen landwirtschaftlichen Zwecken. Bon der Südterrasse herrlicher Blick ins Lahntal. Auf dem weiteren Wege kommen wir nach der Ruine der Dalheimer Kapelle und dem Denkmal des Erzherzogs Karl von Oesterreich, der hier am 15. Juni 1796 die Franzosen schlug. Den Zeichen weiter folgend erreichen wir nach 30 Minuten Wetzlar. Dir brauchen zum Weg etwa 2i _■ Stunden, haben also noch Zeit, die alte Reichsstadt Wetzlar zu Sport» ™ Internationales Lawn-Tennis-Turnier -u Bad-Nau beim, Donnerstag, den 21. August. Bor einem zahlreichen Publikum nahm das Turnier heute seinen Fortgang und dank der Künftigen Witterung und dem Eifer der Beteiligten konnten über 50 Spiele im Lause deS Tages erledigt werden. Am Nachmittag gab es auf dem Platz vor der Tribüne mehrere wichtige Entscheidungen. Logie, der mittags eingetroffen war, trat im Herren Einzelspiel mit Vorgabe gegen Lindpaintner an, dem er —5/« schuldete. Logic mar anfänglich noch nicht in Form und von der Reise ermüdet, so daß Lindpaintner den ersten Satz glatt °/i gewann und im zweiten Satz mehrere Gervinnr'unkte hatte. Logie rettete das Spiel aber doch noch und gewann den dritten Satz dann 6/i- Leider ward dies schöne Spiel von einem Teil des Publikums nicht beachtet, da Frl. S a l i n und Ernst gleichzeitig gegen Frau Freiensehne r und D a u b spielten und zu allgemeiner Ueberra schling in diesem Kamps einen Satz verloren. Im Damen-Einzelspiel ohne Bor gäbe schlug Frl. I. Weihermann Pfrau Specht. Auch für den nwrgigell-Tag sind mehrere interessante Spiele zu ermatten und bei der Fortdauer des günstigen Wetters dürften die ersten und .weiten Runden bis morgen abend durchweg erledigt lein. Am Nachmittag werden folgende bemerkenswerte Spiele statt finden: Herren-Einzelspiel Lindpaintner gegen G r o v s, und Ernst gegen Paul. Im Damen Einzelspiel spielt Frl. Bam berget gegen Frl. Salin um den 3. Preis. Herren ^Doppel spiel: Albrecht und Earl Kreuzer gegen Schüler und Paul. Gemischtes Doppelspiel: Frl. Bamberger und Logie gegen Frl. Ilse Weihet mann und Carl Kreuzet. Pas Taunur-Observalorium. In die ÄVtte der großen wissensclzastlichen Institute Mittel- und Westdeutschlands wird sich am kommenden Sonntag als jüngstes, aber überaus bedeutungsvolles Glied das 4 aunus-Observatoriurn einreiben Es ist eigentlich eine ganze Kolonie wissenschaftlicher B e oba ch tu n g s st a t i o n en , die sich auf ber einsamen Kuppe des kleinen Felbbergs im Taunus angesiedelt hat und die eine der bedeutendsten Deutschlands zu werden verheißt. In einer Ausdehnung von 23 000 Quadratmetern ist das Gipselgeländc vom Physikalischen Verein zu Frankfurt gepachtet. Im Mittelpunkt der bis jetzt errichteten Stationen steht die Erdbebenwarte, ein schlichtes Gebäude, bti-5 sich geschickt der Daldlandfckast anschmiegt Der Raum mb den Beobachtungsinstrumenten ist kellerartig und so tief gelegt, daß er den Schwankungen der Lufttemperatur entrückt ist: auch Feuchtigkeits- und Windeinflüsse und andere äußere Störungen dürfen hier als ausgefchlossen gelten. 3*n Institut haben bis jetzt ein Horizontalpendel nach Dr. Mainka, ein Vertikalpendel nach Pros. Dr. Diechert (Göttingen), zwei Horizontalpendel nach Fürst Galitzin und ein Wiechertsches Nahbcbenpendel Aufstellung gefunden, ferner eine Funlenstation, die täglich die Pariser Zeitsignale für die Uhrenkontrolle aufnimmt. Die nach der Stifterin Baronin v. Reinach genannte Warte ist seit dem September V. I. im Betrieb und tonnte schon mehrere wichtige Erdbeben verzeichnen, besonders das Nahbeben vom 20. Juli. Zur Beobachtung der Bodenbewegungen bei Frostwetter dient ein Multithermograph, von dessen fünf Thermometern am Mittwoch drei in Gegenwart des Kaisers tief in die Erde versenkt wurden. Die örologische Station wird für die Entwicklung der Luftfchisfahrt hervorragende Bedeutung erlangen. Sie besteht aui einer Ballon Halle, dem Gasflaschenlager, einer Automobildrachenwinde, einer Anzahl vrm Fesselballonen und Drachen samt den Meßinstrumenten. Tie Drachenwinde läuft, um der Windrichtung Rechnung tragen zu tonnen, um die gany? Kitppe herum/Die Resultate der Beobachtungen werden täglich durch Funkspruch mitgetrilt. Der luftelektri^chen Forschung dient die äro- logifche Station. In großen Höhen mirb durch registrierende Elektrometer, die an Ballonen und Drachen aufiietgen, der Elektrizitätsgehalt und die dadurch bewirkten eleurischen Spannungen und die Radioaktivität der Luft erforscht. Die Jnstrumentenfammlung dieser Station ist schon sehr bedeutend. In der meteorologischenStation will man sich vor allem dem Studium der für die Flieger so bedeutunas- vollen Böen widmen: daneben sollen aber die schnellen Schwankungen der Windrichtung und -Geschwindigkeit registriert werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden von dieser Station in Zutunst auch die täglichen Veröffentlichungen über das Wetter im Taunusgebiet ausgehen. — Die gesamte Einrichtung des Observatoriums kostet bis jetzt 100 000 Mark. Die Anregung zur Gründung des Cbjer- vatoriums bot eine hochherzige Stiftung der Frau Baro - ni(n von Reinach (Frankfurt) zum Bau der Erdbebenwarte. Für die Unterhaltung des Instituts sind neben billigen Anteilscheinen erhebliche städtische, staatliche und private Zuschüsse bewilligt worden. An den Einweihungssrier- lichkeiten nehmen mehr als 200 geladene Gäste und die be* denkendsten Erdbebenforscher und Meteovologen Deutschlands teil. vermischte». * Das älteste Papier in Deutschland. Aus der Lase Tursan, per die deutschen Sammlungen schon so manchen wertvollen Schatz einer alten Kultur verdanken, ist uns durch eine Handschrift aus dem Jahre 399 n. Ehr. das älteste Papier geschenkt worden, das gegenwärtig in Deutschland vorhanden ist In der Zeitschrift für Bücherfreunde macht Dr. Bogeug auf dieses merkwürdige 'Dokument aufmerksam, das ein treffliches Zeugnis für die Haltbarkeit von Papier darbietet. 'Die im königlichen Materialprüfungsamt durch Prof. Herzberg vvrgenommcne Untersuchung ergab, daß die meisten bei diesem Papier verwendeten Fasern dem Chinagras entstammen, dock sind auch Fasern des Papiermaulbeerbaumes nachweisbar. Zum Schreibstoff ist cs in ziemlich umständlicher Weise hergerichtet worden: durch Ueber' streichen mit einem durchsichtigen ftlebcftoff, durch Bestreuen mit Wrizenmeist, durch Pressung. Neben günstigen Verhältnissen der Aufbewahrung bedurfte es eines schon sehr hoch entwickelten Papier- herstellungsverfahrenS, um dieses Papier noch nach 1500 Jahren in so gutem Zustande zu bewalden, während man das Lebensalter unserer besten Papiere auf höchstens 1000 Jahre einschatzt. * Der Silberreiher als Haustier. Mit dem scheinbar unaufhaltsamen Siegeszug der Reihersedern in der Mode bat die Reiherjagd einen f.> großen Antrieb erhalten, Ausrottung verschiedener seltener Reiherarten drobt: besonders der Silberreiher wird bei einer Fortdauer der gegenwärtigen Mode- strömungen wahrscheinlich in kurzer Frist von der Erde vertilgt sein. Um dieser Gefahr e nl g eg enzu wirten, hat, wie der „Figaro" mitteilt, ein Bogelfreund, ein M. H. Blumenfeld-Sciama, ein interessantes Preisausschreiben erlassen, das von dem Gedanken ausgeht, es könne vielleicht gelingen, den Reiher zu zähmen und sozusagen in ein Haustier zu verwandeln Der Philanthrop setzt einen Preis von 10 000 Franks aus, der dem Züchter ausge- zablt werden soll, der auf dem Wege zur Zähmung des Silberreihers und zur Züchtung in der Gefangenschaft die besten Erfolge erzielt. Kleine Tageschronik. In der Nacht zum Donnerstag ist der Lokomotivschuppen der Mindener Kreisbahn niedergebrannt. Sieben Lokomotiven wurden so schwer beschädigt, daß sie betriebSunsähig geworden sind. Eine Anzahl Zuge ist ausgefallen. Das ,Berl. Tagebl' meldet an? Finsterwalde: 9luf einer Autofahrt nach Senftenberg überhörte der hiesige Rentier ß'enqe bei der Bahnnberinhrnng das Glockensignal deS ZngeS. DaS Automobil wurde von der Lokomotive umgeworstn. Frau Genae und ihre Schwägerin wurden schiver, Kenge leichter verletzt. AuS 9! e u ft a d t bei Pinne wird berichtet: Am Mittwoch abend ist der Leiter der polnischen landwirtschaftlichen Em- nnd Perkaufsgenossenschaft, Witkowski, als er mit einer größeren Gelb- summe vom Lande nach der Stadt heimkehrte, von Strolchen überfallen, ermordet und seiner Barichiit beraubt worden. A»ls Wilhelm-burg wird gemeldet: An, Donnerstag morgen fuhren zwei Männer in einem Antonwbil zur (Gemeinde- kaffe, bebrouteii die drei dort besindlichen Beamten mit Revolvern und verivundeten den Kasienbeamten Bethke schwer. Die Räuber erbeuteten aus her Tageskasse 210 Mark. Der Versuch, auch den Tresor zu öffnen, mißlang. Die Täter entflohen in dem Auto. In einem glaubt man einen vor Jahresfrist hier beschäftigt gewesenen Kellner wiedererkannt zu haben. In dem kleinen Dorfe Ue ke n im Kanton Aargau hat der 22- jährige Knecht Karl Beck aus dein Kanton Solothurn seine früheren Pflegeeltern, den 68jährigen Landwirt A ck l i n n n b feine Fran, nachts ermordet nnd die herbeieilenbe 85 jährige Mutter der Frau durch einen Beilhieb oerrounbet. Ter Mörder raubte erhebliche Barbeträge Am nächsten Tage wurde er iii der Nähe von Säckinaen verhaftet. Der »Verl. Lokalanzriqer* meldet auS Bukarest: In der Nabe von 6 t it a j a haben Banditen versucht, daS Automobil des R3nifl8paax vor ' ebaltenen Revolvern a u t ii b a 11 e ». Der Chauffeur erkannte die Erfahr und fuhr mit größter Geschwindigkeit durch die Banditen hindurch. Deren Steinhagel erreichte daS Automobil nicht mehr. Handel nnd Verkehr, Volfstuirtfcbafl. — Die Hamdurg-Amerika-Linie erweitert den bisher nach B a l t i m o r e unterhaltenen Frachldienst zu einem Dienst iür die Betördernng von Fracht nnd Zwiichendeckern. Tie Erpedilionen erfolgen vierzehntägig Als erster Dampfer fährt am 16. September der Dampfer ,91rcabiae. Alsdann folgen Anfang und Mitte Oktober .Bnlgaria^ und ,Bosnia^. Zur Einrichtung neuer Linien teilt der Norddeutsche Lloyd mir, der Verkehr mit B o st o n sei so bedeutend geworden, daß der Lloyd schon längerer Zett mit dem Gedanken umging, diesen Hafen in den Verkehr einzuziehen. Für Neworleaus, bas wegen feines großen Baum- wollcuexports von besonderer Wichtigkeit für Bremen ist, war die Errichtung einer regelmäßigen Linie von Bremen über Boston nach NeworleanS bereits Anfang deS JahreS desinitio befchloffen worden. Märkte. •• Gießen, 21. Aug. V, eh markt. Bei bet., am 19. und 20. August Gbqebaltenen Markt waren aufgetrieben 1534 Stück Rinboieb unb 183 Schweine. Ter nächste Markt sinbet am 2. und 3. Sept, statt: am letzteren Tag auch Krämermarkt fc. Wiesbaden, 21. Aug. heu- und Ctrohmarkt. Angr'abren roaren 28 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: den, altes. 7.-70—0.00 Mk., neues 4,80-6,i0 Mk. Stroh <68 siedelte er nach DreSlau über, 1879 nach Göttingen. Bon 1890 bis 1893 war er Reichstagsabyeordneter als Mitglied der freisinnigen Partei. Durch feine wifsensckxtftlichen Arbeiten ist er berühmt geworden, und Professor v Liszt veröffentlicht einen Gedenkartikel, in dem eS heißt. Der deutsche Liberalismus verliert in Bar einen treuen, überzeugten unb vornehmen Anhänger. Als glänzendste Leistung bezeichnet Liszt den ersten 1882 erschienenen Band feines unvollendet gebliebenen Hilfsbnches des deutschen Strafrechts, das die Geschichte und die Philosophie des Strafrechts in meisterhafter Darstellung brachte Mit Bar fei eine der markantesten Erscheinungen der deutschen E^elehrtenwelt geschieden, zugleich einer von den nicht allzu vielen Juristen, die den Ruhm deutscher Geistesarbeit in weite Fernen tragen. 'Tie Berufung gegen das Urteil des Erfurter K r i c g s g er i ch t s u r t ei l S. Berlin, 22. Aug. Für die Berufung gegen das Zucht-' hausurtcil des Erfurter Kriegsgerichts ist jetzt laut dcm „Vorwärts" der Termin auf den 3. und t. September angesetzt. Bei einer Nachtübung erschossen. Kassel, 22. Aug. (Priv.-Tcl.) Der aus der Nähe von Erfurt stammende Musketier Bock II. der 2. Komp. deS Inf -Regts. Nr. 167 wurde gestern abend bei einer Nachtübung bei dem „Tännchen" von einem Posten der Schießstandwache erschossen. Der Posten nahm an, daß ein aus einem Schützengraben abgegebener Platzpatro- nenschuß ein ihm geltender ernster Schuß gewesen fei; er erhielt auf den Ruf: „Wer da" angeblich keine Antwort. Der Schuß traf Bock in die Brust und wirkte sofort tödlich. Eine Krise unter den französischen Flug- t e ch n i k e r n. Paris, 22. Aug. Ter Flieger Leblanc hat seinen Rücktritt als Vizepräsident des französischen Aeroklubs und als Mitglied des Verivaltungsrates dieser Gesellschaft genommen. Leblanc stcht in engen Beziehungen zu dem Flugzeugfabrikaincn Bl^riot, der sich durch die Bevorzugung, bie das Krieg-- Ministerium unb bad Präsidium des Aeroklubs dem jetzt ivegen Fälschung unb Betruges in Untersuchungshaft fitzenden Taper- buffiix zuwandte, für benachteiligt fühlt. Der Flugzeiiakonstt-uk- tcur Braguet richtete einen offenen Brief an das Präsidium des Aeroklubs, in welchem diesem unb bem Kriegsministerium bie mangelhafte Organisation des in nächster Zeit in Des uvill* stattfinbcndcn Wettbewerbes für Wasserflugzeuge trorgenrorfen wird. Postvereinbarungen Frankreichs mit den Niederlanden und Belgien. Paris, 22. Aug. Durch eine Abmachung zwischen beit fran zösischen, niederländischen und belgischen Telegraphen Verwaltungen ist im Verkehr zwischen Frankreich und den Niederlanden wie auch Belgien für Posttelegramme der ermäßigte Satz von 8 Centimes für das Wort vereinbart worden. Verhaftung eines Mörders. Berlin, 23. Aug. Der Monteur Kossen, der in der Nacht -um Sonntag seine Geliebte, Frau Eckolt, ermordet hat, ist in der letzten Nacht durch drei Personen aus dem Publikum dingfest gemacht und der Polizei übergeben worben. Der Entschluß des Präsidenten Wilson. London, 22. Any. Der „Daily Tel." meldet aus Washington: Präsident Wilson hat sich nach dem Scheitern der Mission Lind in Meriko entschlossen, zu ber Politik Tafts zurückzulehren, namlich'st rengeNeutrali- tät zu beobachten und die benachbarten Grenzen zu verstärken, sowie die Ausfuhr von Waffen und Munition an jede der beiden Parteien in Mexiko zu verhindern. Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Ang. Goetz. Trust frei! rief'' Tab3 Marke k Schuhwarenhaus Bahnhofstraße 58 Giessen Bahnhofstraße 58 £ CT Grossen-Linden, den 22. August 1913. 5447 Q^enfcntfL^/cMai/tu - Mein lieber Bruder W z. Zt. Posen am 19. August 1913. Professor Dr. L. Rosenberg. Union- (5448 Der Vorstand. Lu einem annehmbaren Preise ein. 5433 Ehr. Roos, Gurkenzüchter, Astheim bei Mainz. Pfund Pfund Pfund 3(M Pfund 5153 Pfund V2 Pfund Pfund brutto für netto, Pfund 15 Pfg. Billiger Einmach-Zucker kleine Hüte 23 lose 24 -Ä •.fffWr-. nach ihrer Rückkehr 30 32^ 45^ Himbeer- Ertibeer- Kirsch- JohanBisb Ziirone- Feigen- Annanas- 21 $ 23 4 22 4 40 26^ 10^ Pianolas Pianola Pianos Verlangen Sie aber ausdrücklich ,,Goldperle‘i nr, bereits feit 44 Jahren sich bewährende, von Autoritären empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auSzeichnende ihv25/, iiaarwassT von Relrr, lainriien an filier! sam machen, welches wirtlich leistet, was es verspricht: Konservierung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Peinigung von Schuppen, Weich- u. Glänzendmack, der Haare. del (Wetteraul. Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf „ Inh. Fritz Wenk Su/< Gut bürgerliches Haus, 4Min. vom Bahnhof. Auto-Garage. Pens.v.M.4.00 an. Franz. Billards. Ausschank Balbachscher Biere. — Anerkannt gute Küche. — Weine erster Firmen. Liederkranz> TO?Familien-Abend wird eingetretener Umstände halber bis aus weiteres verlegt. — Samstag abend bei Mitglied Seibel. V“'R____________ Der Vorstand. Adler-Wanzentod wirkt sicher. Fl. 50 Pfg. (soto Otto Schaaf, Sclterswcg39. Licbigstr. 8r H. Belitz Oelepbon 148 Dehor. - JVIakr- und (Ueisdbhidergescbäft Reelle Bedienung. 04389 Billigste preise. Auf Grund der ßtz 149 n. der Reichsversicherungs- ordnung iit von Groich. OberverficherungSanit Darmstadt für die Stadt Gicfien nur Wirkung vom 1. Januar 1914 der Ortslobn gewöhnlicher Tagarbeiter wie folgt festgesetzt worden: — Sekl Bronte Gewonnen,'»«^ •Je«bwhbcwerlil<