Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten Santen •eitet mit pm Geschmack sundheit fördert <•5.00 <■ 3,85 col> erner Breuer esserspitze Werner Breuer) •in Edelgetränk. barer Farbe verzweifeltes Ringen mit der Heimat. Tie alte Schwester stellt sich ihm entgegen: Weg, weg, weg mit dir, Verräter! Sie allein weiß, daß er damals heimlich beim Bürgermeister die Kricgsorder erbrochen hat und desertiert ist. Darum muß sie ihm aus dem Weg. Sein Recht an die Heimat wiegt schwerer als ein Menschenleben. Er stößt sie in den Graben und wird zum Mörder. Nun rast er gegen die Heimat, die ihn, den doch die Liebe zu ihr hergetricben hat, zum Verbrecher gemacht hat. In aufglimmendem Wahnsinn glaubt er sich von ihr frei machen zu können, indem er sie vernichtet. Er schleudert den Brand in die Häuser, aber der Wind von der See löscht die H-unken.. Diese letzte Verzweiflungstat nimmt ihm die letzte Kraft. Die Heimat schlägt den Abtrünnigen mitsamt seinem vermeintlichen Recht zu Boden. Sie hat keine Liebe für den Verräter. Da hört Sönke Erichsen, nun ganz im Wahnsinn, die Musik des Festzuges. Der verstörte Geist fliegt 40 Jahre zurück: wie ein Kricgsruf tönt ihm die Musik: Kameraden, ich komme! Mit euch in den Krieg! Ein Herzschlag macht seinem harten Leben ein Ende: „Grütz die Heimat!" Vereins. ist als Fruchtkaffee! atisproben und Broschüre i der Fabrik JER. Rodenkirchen-Cöln. Die Note der Mächte. lieber den Wortlaut der Note der Großmächte an die Türker Betrachtungen anzustellen, ist für den deutschen Beurteiler keine erfreuliche Sache. Auch unsere Regierung ist sich dessen bewußt, daß es keine Fortsetzung unserer Orientpolitik ist, wenn wir der Türkei, die von den Balkanstaaten sozusagen vergewaltigt worden ist, heute Droh- ungen übermrtteln. Die nachstehend abgcdruckte Note nennt ^das zwar „gute Ratschläge", aber es bleibt dabei, daß es Drohungen sind. Die amtliche „Nordd. Allgem. 3tg." äußert sich wie folgt: Aus dem bereits veröffentlichten Wortlaut der Note ergibt sich, daß sie nicht auf die Ausübung eines Zwanges gerichtet ist. Maßregeln, durch die ein Heraustreten der Mächte aus ihrer Neutralität eingeleitet werden könnte, sind nicht angckündigt. Insbesondere enthält die Note keinen Hinweis auf eine Demonstration der Großmächte in türkischen Gewässern. Das sind nur schwache Argumeute, womit sich unsere Offiziösen heute trösten. Ist es vielleicht nicht die Ausübung eines Druckes, der auf die türkischen Entschließungen wirken soll? Der Mitarbeiter der „Köln. Ztg." erfährt aus Konstantinopel, daß die Wendungen der Note, die von „schwerer Verantwortung" reden und eine Geldsperre androhen, auf Betreiben Deutschlands gemildert worden seien. Da war also vielleicht zuerst eine große Flottendemonstration geplant gewesen? Nun, jedenfalls erweisen die Großmächte mit diesem ganz offen parteilichen Heraustreten aus der bisherigen Neutralität der Türkei nicht etwa einen Gefallen? Wie in der Note der fernere Widerstand der Türkei taxiert wird, das bedeutet doch schon eine erhebliche Kreditschädigung. Wenn der Pforte auch nicht mit militärischen Zwangsmaßregeln gedroht wird, so doch ganz gewiß mit diplomatischen ©trafen! Es hat allen Anschein, als ob die Tripleentente als Gönnerin der Balkanmächte auf der Londoner Konferenz! den Dreibund untergekriegt hätte; die verlegenen Wendungen der „Nordd. Allgem. Ztg." maskieren diesen Verlauf nur schlecht. Das Versprechen, das der Türkei für den Fall ihrer Nachgiebigkeit zugesagt wird, -nämlich, daß ihr aus der Regelung der Fnselfragen später keine nationalen Schwierigketten entstehen sollen, ist nur ein ziemlich wertloses Stuck Papier. Mau braucht nur an die vor dem Kriege so bestimmt angekündigte Festhaltung am Status quo zu erinnern! Und einstweilen ertönen ja vor den Dardanellen noch die Kanonen. Die Griechen behaupten, eine große Seeschlacht gewonnen zu haben, aber aus türkischer Quelle wird dem widersprochen: Die türkische Flotte sei in Ordnung in die Dardanellen zurückgelaufen. Nur einige Verwundete seien auf türkischen Seite zu verzeichnen. Die Griechen melden von ihren e'i gnen Verlusten und Schäden nichts. Es sind folgende Eiuzelnachrichten zusammenzustellen: Die von den Botschaftern in Konstantinopel am Freitag Übergebene identische Note hat folgenden Wortlaut: -Die unterzeichneten Botschafter von Oesterreich-Ungarn, England, Frankreich, Rußland, Deutschland und Italien sind von ihren Regierungen beauftragt worden, Sr. Exz. dem Minister der Auswärtigen Angelegenheiten Sr. Maj. des Sultans die folgende Mitteilung zu machen: In dem Wunsche, der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten vorzubeugen, glauben die genannten Mächte die Aufmerksamkeit der ottoma- nischen Regierung auf die schwere Verantwortung lenken zu sollen, die sie auf sich nehmen würde, wenn sic entgegen den Ratschlägen der Mächte, die Wiederherstellung des Friedens verhindern würde. Sie würde es nicht nur sich selbst zuzuschreiben haben, wenn die Fortsetzung des Krieges zur Folge haben würde, das Schicksal der H a u ptstadt in Frage zu stellen und vielleicht die Feindseligkeiten auf die asiatischen Provinzen des Reiches auszudehnen. In diesem Falle wird sie nicht auf den Erfolg der Bemühungen der Mächte rechnen können, sie vor bett gefahren zu bewahren, betten auszusetzen, sie ihr bereits wiberraten haben uttb auch weiter wiberraten. Wie bic Tinge liegen, wirb bie kaiserlich ottomanische Regierung nach bent Friedensschluß den moralischen und materiellen Beistand der Großmächte bedürfen, um die Schäden des Krieges wieder gut zu machen, ihre Stellung in Konstantinopel zu bc- sestigcn und die weiten asiatischen Gebiete in guten Stand zu setzen, deren Gedeihen ihre wirksamste Stärke sein wird. Um dieses notwendige Werk zu unternehmen und durchzuführen, wird die Regierung Sr. Majestät des Sultans auf die Wirksamkeit der w o h l w o l l e tt b e tt Unterstützung bcr Mächte nur rechnen können, wenn sie ihren Ratschlägen folgen wirb, bie von den allgemeinen Interessen Europas uttb betten ber Türkei eingegeben sinb. Unter diesen Umständen glauben die europäischen Großmächte gemeinsam der k. ottoma- nischen Regierung erneut den Rat geben zu sollen, der Abtretung Adria nopels an die Balkanverbündeten z uzustimmett und den Großmächten die Sorge zu über lass en, über das Schicksal der Inseln des Aegäiscyen Meeres zu befinden. Gegenüber diesen Um- ständen würden die genannten Mächte es sich angelegen sein lassen, den Schutz der muselmanischen Interessen in Abrianopel und die Achtung vor den in dieser Stadt befindlichen Moscheen, religiösen Gebäuden und Grundstücken zu sichern. Ebenso würden sie dahin wirten, daß bei der Lösung der Frage der Inseln des Archipels jede Drohung f ü r d i e S i ch e r - heit der Türkei ausgeschlossen ist. Ein türkischer Minifterrat. Konstantinopel, 19. Jan. (Abends.) Seit 1 Uhr nachmittags tagt auf der Pforte der Ministerrat, aber man weiß noch nicht, ob er die Beratung über die Ant- wort der Pforte auf die Kollektivnote der Mächte heute zu Ende führen wird. Man glaubt, daß die Antwort nicht vor Mitte nächster Woche übergeben werden kann. Die türkische Presse kommentiert heute sehr zurückhaltend die Note der Mächte, itt der sie eine Drohung Europas zu erblicken glaubt. „Jkdam" schreibt: Die Pforte müsse in ihrer Antwort die gefährliche Lage des Laubes in Rechnung ziehen, denn bei der Wiederaufnahnte ber Feindseligkeiten würde sich die Türkei nicht nur den Balkan- verbünbeteu, sonbent bent verbündeten Europa gegenübersehen. Wenn bic Pforte bent Rate ber Mächte folgen wolle, müßten bie bahingehettben biplomatischen Schritte schnell erfolgen, weil, wenn währenb einer längeren Korresponbenz Abrianopel kapitulierte, bic Mächte von jebent Engagement zu Gunsten ber Türkei entbunden würben. Die Türkei würbe bann großen Gefahren ausgesetzt fein. Sie müsse ein Arrangement zu treffen suchen, solange bie Mächte noch an bic übernommenen Vcrpslich- tuttgcn gebunden seien. Man müsse nicht bent Zuge des /Herzens, sonbern bent Verstaub gehorchen. „Saba h" veröffentlicht die Erklärung eines früheren Diplomaten, der unter anderem sagt: Seit Ueberreichung ber Note erhielt bas Wort „Neutralität" einen anbereit Sinn. Bisher legte bie Neutralität auch der Diplomatie Beschränkungen auf. Der Schritt der Mächte hat dieses Prinzip umgestoßeti. Der Großwcsir wieder erkrankt. K o n st a n t i n o p e l, 19. Jan. Der Groß Wesir hat sich eine leichte Erkältung zugezogen und ist von der Pforte, wo er einige Tage Aufenthalt genommen hatte, ip feine Privatwohnung übergefiedelt. Heute hat kein Milt i st e r r a t stattgefunden. fehlte* " "^rotboden Das ist das. Seltsame und Ueberraschenbe: dieses Stück hat nichts Episches. Ein Mensch, der nichts von Gastav Frenssen und seinen Romanen kennen und dieses Stück sehen würde, müßte sagen: hier ist ursprüngliches, dramatisches Talent, hier ist eine Idee, die zur Darstellung die Form des Dramas verlangt, hier ist ein Problem, das nur dialogisch und dialektisch gelöst werden faun. Das ist das wichtigste: Frenssen hat dieses Drama iticht geschrieben, weil es ihn, wie so man dien Epiker, zur Bühne zog. Seine Liebe zur Kunstform des Romans ist viel zu groß, als daß er sie um eines vagen Ehrgeizes willen lassett könnte. Ihm war es von vornherein klar, daß dieser Sönke Erichsen gar nicht anders zu sassett war als dramatisch. Ganz flüchtig hat der Dichter die Idee in einem Festspiel behandelt, das er vor Jahren für das Husumer Heimatsfest schrieb. Daun lag sic lange brach, bis er sich endlich zu dem Wagnis entschloß, sie im Drama zu gestalten. Klug und energisch suchte er den Romanschreiber zu vergessen, aus sicherer Grundlage heraus baute er fein Szenengerüst sicher in die Höhe und hütete |td) vor jeder Breite. Er hakte iedes Wort und jeden Gedanken an bie leitenbe Jbec unb gab" so bem Ganzen eine Geschlossenheit und Verdichtung, die einem alten Thcatarroutinier Ehre machen würde, sähe man nicht immer einer tiefen, ernsten, ganz aus naiven Empfindungen heraus schaffenden Künstlerscclc aus den Grund. Wie wenig Routinier Frenssen ist, zeigt sich in manchen Szenen, die alles andere als bühnenmätztg geiehen stitd. .Alle» Gustav $ren|fens erstes Drama. Uraufführung im Hamburger Thaliatheater. Hamburg, 18. Januar. Man darf ehrlick) und ohne Vorbehalt die Tatsache konstatieren: Der Epiker Gustav Frenssen hat am Samstag aus der Bühne des Hamburger Thaliatheaters mit seinem dreiaktigen „Sönke Erichsen" einen Theatererfolg errungen, der ganz und gar auf die dramatischen Qualitäten des Stückes, nicht auf die Beliebtheit des Romaudichters zurückzuführen ist. Inhalt unb Jbeengang des Stückes sind rasch erzählt. Heimweh unb Heimat sind die starken Gewalten, bic bas Stück wie auf kraftvollen Schultern tragen. Ein kleines ©täbtdjen, hart am Raube ber herben Nordsee, feiert Heimatssest. Von allen Seiten kommen bic Menschen, um bie alte Heimat zu feiern. Aus Amerika kommt Sönke Erichsen. Er ist gierig nach ber alten Heimat, sie hat ilyn hergezogen wie mit stricken. Sönke Erichsen ist vor 40 Jahren, ein eigenwilliger unb trotziger Bursch, am Tage vor ber Kriegserklärung geflüchtet. Ihm war bas Leben unb seine stürmenbe Jugend lieber als ein Kamps um vage Begriffe wie Heimat unb Vaterlanb. Vierzig ^aljre lang lebte er in ber Frembe. Nie hörte man in der Heimat etwas von ihm. Ruhelos manberte er von Stabt zu Stabt. Da sicht er Lanbsleute und die Heimat steigt vor ihm auf. Da sieht er in ber Frembe kleine Vereine: Kriegsveteranen ans bem Vaterland. Ta reißen ihm Heimat und Heimweh das Herz wund, da spürte er: Heimat, das ist Tein vager Begriff, veimat ist eine Macht, die sich eisern an den Menschen klammert. Schwer überfällt ihn bas Bewußtsein seines Verrats. Aber das zerrende Heimweh: er muß zurück! Vierzig Jahre lang hat er tu ber Fremde gebüßt, hat er nicht .das Recht, sich bie Heimat zurückerobern zu dürfen? Er kommt und findet bic öciniat in hartem, finsterem Wiberstanb gegen sich. Jeder Baum, jeber Giebel, jeber Turm, jeder Mensch scheint ihm entgegcnzuschreieii: Weg mit dem Verräter! Und nun beginnt Sönke Erichsens gediegene Spielweise, ihre von Sentimentalität wie von Effekthascherei freie Auffassung sind sehr sympathisch. Die Begleitung wurde in gewohnter mustergültiger Weise von Herrn Prof. T r a u t m a n u ausgeführt. Das Publikum rief mit begeisterten Beifallskundgebungen die beiden Solisten wiederholt aiif das Podium; Herr Backhaus war so liebenswürdig, sogar zwei Zugaben zu spenden. P- Gießener Uonzertverein. Fünftes Konzert. Dritter Soiisten-Abend. Gießen, den 19. Januar 1913. Die Konzertleitung hatte auch diesmal wieder mit leidigen Personalschwierigkeiten zu kämpfen. An Stelle des ursprünglich in Aussicht genommenen Kammersängers Knüpier-Berlin dursten wir den hervorragenden Pianisten Will). Backhaus hören; die Geigerin Ev. Anthony-London wurde leider durch schwere Erkrankung abgehalten; als Ersatz wurde Frau Scanne Vogelsang- Utrecht gewonnen. — Das Programm des heutigen Abends hatte ein überwiegend strenges, retrospektives Gepräge: Präludium und Fuge von Bach, zwei weitere Stücke von demselben, in der Klavier-Bearbeitung von Saint-Saens und Xcnderson, V olin- Sonate von E. de Mondonville (Zeitgenosse Rameau's), Altniederländische Weisen und Tänze, dazu Brahms und Chopin, die natürlich am aktuellsten wirkten. In den Variationen über ein Thema von Paganini entfaltet Brahms bic bebcutcnblte Seite seiner Begabung, bic kraftvolle unb vielseitige Beherrschung ber Kunstform. Er hat bas Werk mit einem solchen Stachclbraht- zaun von Schwierigkeiten umgeben, daß er vor unberufenen Interpreten ziemlich sicher sein Tann; nur die Größten dürfen es wagen, gleich Siegfried durch die „wabernbe Lohe zu bringen unb bic schlafenbe Braut zu wecken. Emer bic,er Berufensten. ist Backhaus; seine fabelhafte Technik erlaubt ihm, auf ben steilsten Pfaben ber Virtuosenkunst mit einer Leichtigkeit zu wandeln, bic bas Gefühl ber vollsten Sicherheit, ber beglürfenben Freiheit von aller Erbenschwcrc erweckt. Großzügige Auffassung unb innigen, nuancenreichen Ton konnte er insbesonbere in ben Kompositionen von Chopin entwickeln, unter benen wir bic Nocturne tn l'-dur und bic bekannte pompöse äs-dur-Polonaise hervorheben Frau Vogelsang hat sich bic sehr bankens- unb nachahmungswerte Aufgabe gestellt, bas oft recht einförmige Programm unserer Violinisten burdj ältere, wenig bekannte Werke auszufrischen, wobei man billigerweisc nicht erwarten bars, baß nur diamanten von reinstem Wasser „ausgegraben" werden Immerhin gab die Sonate von Mondonville ein ganz respektables und gefälliges Bild von ber bamaligen Art zu musizieren ; bie altnieberlanbischcn Weisen unb Bauerntänze zeigen, wie bei aller Schlichtheit unb Volksmäßigkeit boch burch Innigkeit, gesunde Frische unb Humor schöne musikalische Wirkungen hervorgebracht werben können wobei man eine gewisse — burch bic Zahl unb .Sturze ber Stucke bebingte — Buntheit mit in Kauf nehmen bart). Xie Künstlerin, welche bic solibc Schule bes Altmeisters Joachim genossen hat, gebietet über ein sehr achtnngswertes Können; ihre energische, Kaffee erspart im Gebrauch Kaffee Surrogat Die montenegrinischen Wünsche. Wie das Reutersche Bureau erfährt, überreichten die montenegrinischen Friedensdetegierten dem Minister des Aeußern Grey, und den Botschaftern in London eine Denkschrift, in der die einzelnen Gründe aufgeführt N7erden, weshalb Skutari, Ipek und Prizrend Montenegro einverleibt werden sollten. Montenegro wolle lieber als politischer Faktor von der Balkanhalbinsel verschwinden, als feine Ansprüche auf die genannten Orte aufgeben. Der Denkschrift liegt eine Karte bei, auf der die von Montenegro beanspruchten neuen Grenzen kenntlich) gemacht sind. Wie das Reutersche Bnreau weiter erfährt, bereiten auch die anderen Balkanverbündeten ähnliche Erkläruirgen zur Unterstützung ihrer Gebietsforderungen vor. Der Berg Athos. Die Botschafter der Großmächte haben beschlossen, daß der Berg Athos als eine unabhängige geistliche Republik angesehen werden soll. Die türkische»» Verluste. Das Kriegsministerium veröffentlicht eine neu e List e von 50 im Kriege gefallenen Offizieren. Darunter befinden sich ein Oberst, vier Majore, ein Vizemajor, 18 Hauptleute, 11 Leutnants und 11 Unterleutnants. Eine Seeschlacht. Athen, 18. Jan. Die Agence d'Athenes meldet: Die türkische Flotte, die heute früh aus den Dardanellen ausgelanfen ist, wurde von der griechischen Flotte vollständig zerstört. Eine große Volksmenge veranstaltete, als die Nachricht in Athen bekannt wurde, vor dem Marine-Ministerium begeisterte Kundgebungen. Später nimmt die Meldung aus griechischer Quelle schon eine zurückhaltendere Form an: Von der gemeldeten Seeschlacht wird amtlich folgende Darstellung gegeben: Die türkische Flotte lief heute morgen aus der Meerenge aus und dampfte in südlicher Richtung nach der Insel Tenedos, wo sich die Schlacht mit der griechischen Flotte entspann. Der Kampf dauerte zwei Stunden. Hierauf fuhr die türkische Flotte, von der griechischen verfolgt, nach den Dardanellen zurück. Ueber die Verluste des Feindes sind keine bestimmten Nachrichten hierher gelangt. Athen, 19. Jan. Vom Admiral Kunt Uriotis find heute Telegramme eingelaufeu, die folgendes besagen: Während der ganzen gestrigen Nacht unternahm der türkische Kreuzer „Hamidije" mit einem Tor - pedobootszerstörer eine (Lrkundungs fahrt in die Nähe der Insel Tenedos. Am Vormittag lief die türkische Flotte, bestehend aus den Linienschiffen „Barbarossa Hairedin", „Torgud Reiß", „Messudije", „Assar-i-Tewsik", dem Kreuzer „Hamidije, sowie aus 13 Torpedobootszerstörern und Torpedobooten aus den Dardanellen aus. Sie nahm zuerst die Richtung auf Jmbros, wandte sich dann nach Lemnos und gelangte von dort bis auf 20 Meilen nordwestlich von Tenedos. Die griechische Flotte — bestehend aus den Panzerkreuzern „Georgios Aweroff", „Hydra", „Spetzsai", „Psara" sowie sieben Torpedobooten — fuhr ih r sofort entgegen. Admiral Kunt Uriotis übermittelte der Flotte folgenden Befehl: Wir erinnern euch ar. 16 Erstes Blatt 163. Jahrgang Montag, 20. Januar 1913 Der Siebener Anzeiger JMAMV BW WST BezuaSvrei»: erscheint täglich, außer JKJESätÄ» V monatlich 75 Pf., viertel- Sonntags. - Beilagen: A ▲ vA A A JkA A ▲ A ▲ ▲ AA jährlich Alk. 2.20; durch viermal wöchentlich ßS W "WU Abhole- u. Zweigstellen SiehenerZamiliendiätter, W WM ■ W J MM 1* VT MW MM M MM MM monatlich 65 Pf.; durch zweimalwöchentl.ttreis- M Bä iffij W M M 8/ M HS SS M M jßL Iffl ffl H M dieVost Mk.2.—viertel- blatt für den Ureir Eiehen M W W W WM Sr K H ür H H ■ Wf ■ jährt, ausjchl. Beitellg. ^Dienstag und Freitag); M M - W W sM. M M HM M M M HW. M NR M M _ M Zeilenpreis: lokal I5Pf., zweimal inonatl. Land- W D M W W W M M RZ W W WR ifcX auswärts 20 Pienniq. wütfchaftliche Seitfragen ” V M Mr W ▼ Chefredakteur: A Goetz. Ferujprech - Anschlüsse: Ä. jS MM ^LW^r Verantwortlich für den für die Redaktion 112, politischen Teil: August ®8r General-Anzeiger für Oberhessen Lss-SL ””ab”ez”gneSmumne" Notal!onsdrn(k und Verlag dervrühl'schen Unto.Bud>= und Steindruckerei li. Lange. Redaktion. Lrpedition und Druckerei - Schulftratze 7. Lnü": E.Hch; wr den. bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. drt Hafern Befehl vom 3. Dezember. Die Zukunft unseres teseren Griechenlands hängt vom heutigen Tage ab. Schlagt euch tote Löwen! Um 5.10 Uhr telegraphierte Admiral Kunt Uriotis: Wir haben die feindliche Flottegeschlagen und sie fast bis in bie Dardanellen verfolgt, in die s e sich in Unordnung flüchtete. Der Kamps dauerte drei Stunden. Wir haben einen einzigen Leichtverwundeten. Die Beschädigungen des „Htoeroff" sind unbedeutend, sein Kampfwert bleibt intakt. Nach telegraphischen Mitteilungen des Gouverneurs von Tenedvs begann der Kampf um 11.25 Uhr, um 12.50 Uhr war er erbittert, dann begann sich die türkische Flotte langsam nordwestlich ticnt Tenedos zurückzuziehen. Um 1.10 Uhr wandten sich die türkischen Panzerschiffe in voller Unordnung schleunigst nach den Dardanellen und seuerten nur noch in Zwischenpausen auf den „Atoeroff", der sie in einer Entfernung von 5000 Metern verfolgte. Um 2.30 Uhr hörte der Kampf auf, da die feindlichen Schiffe sich in die Dardanellen zurückzogen. Die griechische Flotte stellte die Verfolgung ein, als he in die Reichweite der Kanonen der Festungen gekommen war. Konstantinopel, 19. Januar. Am Nachmittag ist das Transportschiff „R e s ch i d Pascha" hier eingetroffen, das 70 Verwundete aus der Seeschlacht bei L e m n o s an Bord hat. London, 19. Januar. Das Reutersche Bureau meldet aus Port Said : Der türkische Kreuzer „H a m i d i e h" ist heute nacht hiier eingetroffen. Nach der Aussage des Kommandanten verließ er die Dardanellen einige Nächte zuvor bei Hellem Mondschein, ohne von den Griechen bemerkt zu werden. Er, nicht der „Medsidieh", beschoß Syra. In der letzten Nacht traf er auf der Höhe von Port Said zwei kleine griechische Kreuzer an, mit denen er ein Rückzugsgefecht führte. Ein Anter ist dabei verloren gegangen, der andere ist beschädigt worden. Tas Schiff ist unbeschädigt. An Bord ist alles wohl. Ter Kreuzer übernimmt jetzt Kohlen und Proviant. Kairo, 19. Januar. Der griechische diplomatische Vertreter verlangt, daß der in Port Said cingelaufene tür- lische Kreuzer binnen 24 Stuirden den Hafen verlasse. Der neue Präsident von Frankreich. Der neuerwählte Präsident der französischen Republik verdankt seine selbst für französische Verhältni se ungewöhnlich schnelle und glückliche Karriere nicht zum wenigsten den ausgezeichneten Erfolgen, die er als Rechtsanwalt errang und die seinen Namen schon früh bekannt machten. Noch heute denkt Poincare gern an diese Tage zurück, die ihn in Berührung mit den künstlerischen und literarischen Kreisen Frankreichs brachten, denn lange Jahre hindurch galt er als eine juristische Autorität auf allen Gebieten des Urheberrechtes und er war es auch, der einst durch sein prachtvolles Plaidoyer den Prozeß entschied, in denk das Testament der Brüder Goncourt und die Stiftung der Akademie Goncourt angefochten wurden. Als vor wenigen Jahren, bei der Aufnahme Poinearss in die Akademie ein Freund mit ihm über die Freuden und Leiden des Advokatenberufes plauderte, erzählte Poincare, daß seine Tätigkeit in dem Goncourt-Prozesse zu seinen schönsten und liebsten Erinnerungen gehört. „Damals lernte ich den Reiz literarischer Bekanntschaften kemten, kam in Berührung mit hochgesinnten Schriftstellern, wie Alphonse Daudet, und verlebte herrliche Stunden in gemeinsamer Arbeit mit.erlesenen Geistern!: im Dienste 'jener hochherzigen Stiftung. Jener Prozeß war mir doppelt lieb, weil ich in seiner Führung meine Bewunderung für das schöne Werk und für die großen Künstler ausdrucken konnte." Und so hütet er denn auch als eines seiner kostbarsten Besitztümer einen Brief Alphonse Daudets, den der Dichter kurz vor seinem Tode an ihn richtete: „Maiter et ami, wenn ich in Paris gewesen wäre, wäre ick Ihnen nach der Anhörung dieser beiden Plaiüoyers um den Hals gefallen und hätte Ihnen auf südfranzösische Weise gedankt. Ich kenne nichts Weiseres und besser Aufgebautcs als diese Folge zarter und starker Argumente, bei denen ich mich frage, was Ihr Gegner darauf erwidert haben kann. Nachdem ich diese Reden, mein lieber Poincare, gelesen habe, habe ich das Gefühl, daß totr siegen werden uno zum ersten Male spüre ich das Verlangen, auch zu plädieren, zum ersten Male verstehe ich die Freuden dieses geistigen Fechtens, bei dem das Temperament eines Menschen und seine ganze Natur hervortrcten, tote nach einem erfrischenden Bade. Noch einmal muß ich Ihnen Tank sagen und Ihnen meine Bewunderung aus drücken." Poincare wurde zum „Rechtsanwalt der Literatur' und hat dann als Rechtsbeistand der Sociste des auteurs, zu welchem Amte er auf das Anraten Sordous gewählt wurde, jahrzehntelang die Rechte der Künstler und der Schrtststeller verteidigt. Er war es, der den großen Prozeß der Mustker und Schriftsteller gegen die Phonographenfabrtkanten führte, deren Erzeugnisse in allen Winkeln Frankreichs thre näselnde Stimme ertönen ließen und die sich toetgerten, auch nur einen Pfennig für Urheberrechte zu bezahlen. Er führte den Prozeß glänzend und geistreich und gewandt. Er plädierte leidenschaftlich und kraftvoll gegen jenen „Trust", den eine Reihe französischer Theaterdirektoren zu gründen suchten, und er gewann. Paul Hervteu, der als Leiter des Schriftstellerverbandes Poincare die Interessen der schaffenden .Künstler wahrnchmen sah, hat später der 12jährigen Tätigkeit Poincares für den Verband in einem langen Briefe ein rückhaltlos begeistertes Loblied gesungen, das im „Temps" veröffentlicht wurde. „Er war es, der iymitten von Düsterkeiten und Hindernissen der Genossenschaft die Anerkennung des Rechtes erkämpfte, auch Tritten gegenüber die Forderungen ihrer Mitglieder durchzusetzen", Poincare war es, her das anfangs bestrittene Recht der Societe des auteurs durchsetzte, die Tantiemen ihrer Mitglieder einzuziehen, womit zuerst jene Zentralisierung der Schriftstellerinteressen durchgeführt wurde, die sich dann ü> der Folge in Frankreich als ein so mächtiger und unangreifbarer Rechtsschutz für die Dramatiker und Komponisten erwiesen hat. Paris, 18. Jan. Bei seinem Besuch im Elysec wurde Poincare von Falliöres, der ihm entgegenaeeilt war, empfangen. Tie beiden Präsidenten reichten sich die Hand und umarmten sich auf das herzlichste. Darauf beglückwünschte Fallieres Poincare zu seiner Wahl, der bewegt dankte. Nach wenigen Minuten der Unterhaltung kehrte Poincare in seine Wohnung zurück. Tort waren bereits zahlreiche Glückwünsche und Blumengebinde eingetroffen. Als Poincare vor seinem Haus antangte, brach die zahlreich dort versammelte Menge in stürmischen Jubel aus. Sämtliche Minister, die mit ihren Gattinnen zur Begrüßung Frau Poincares erschienen waren, erwarteten den Präsidenten, der darauf mit feiner Familie speiste. Der Rücktritt des gesamten Kabinetts wurde dem Präsidenten FallisreS beim Schluß des Ministerrats am Freitag überreicht. Der Präsident bat die Minister, die laufenden Geschäfte vorläufig noch zu erledigen. Em @lii(frounf(l]ttlrgramm ors Zaren. Der Kaiser von Rußland richtete aus Zarskoje Selo folgendes Telegramm an Poincare: Hocherfreut über die Nachricht von Ihrer Wahl zum Präsidenten lege ich Gewicht darauf, Ihnen aus diesem Anlasse meine aufrichtigen Glückw ü n s ch e und den Ausdruck meiner herzlichen Freundschaft zu übermitteln. Ich zweifle nicht daran, v>aB unter Ihren Auspizien die Bande, welche Frankreich und Rußland verbinden, zum Besten der befreundeten und Verbündeten Volker sich noch enger gestalten werden. Provinzial-Ausschutz der Provinz Overhessen. L. Gießen, 18. Januar. Anwesend: Provinzialdirektor Geheimerat Tr. Ufinger als Vorsitzender und 6 Mitglieder. Beginn 9, Ende 12H-. Uhr. 1. Klage des Landarmen Verbandes Wies- baden gegen den Landarmen verband Friedberg wegen Unterstützung des Georg Conow aus Neustadt. C. mußte vom 6. September bis 1. Oktober 1911 von dem Ortsarmenverband Camberg wegen Lungenleiden in dem dortigen Krankenhaus verpflegt werden, wodurch 27.50 Mk. Kosten entstanden. Durch die an- gestellten Erhebungen ergab sich, daß C. mit ganz kurzen Unterbrechungen in einer Reihe von Krankenhäusern untergebracht war'und daß die Kosten des ersten Verpflegungsfalles von dem Landarmenverband Friedberg getragen worden waren. Ter Landarmenverband Wiesbaden, der dem Ortsarmenverband (Samberg die Pflegekosten ersetzt hatte, verlangte deshalb Rückersatz von Friedberg und behauptete, es handle sich um fortgesetzte Hilfsbedürftigkeit. Friedberg hielt dem entgegen, daß C. vorübergehend arbeitsfähig und in der Lage gewesen sei, seinen Unterhalt zu verdienen. Es liege deshalb keine fortgesetzte Hilfsbedürftigkeit vor. Ter Provinzialausschuß verurteilte den Landrcin Dialogische wird tro(> mancher Längen mit Kraft zu dramatischen Höhepunkten geführt — sobald die Bühne sich mit Menschen füllt, versagt die Kraft der Gestaltung. Da spürt man den mit den Gesetzen der Bühne noch unvertrauten Dichter. Ta spürt man nicht den Mangel an dramatischem Empfinden, aber den Mangel an Technik. So liegt die starke Wirkung des interessanten Stückes in den wuchtig zur Höhe geführten Dialogen. Ta ist Entwicklung, da ist Konsequenz. Da ist Fülle und Tiefe, Symbol und Leben. Die Aufführung unter Leopold Jeßners kraftvoll nachschaffender Regie Hub, obwohl er die szenischen Schwierigkeiten des letzten Aktes nicht völlig meisterte, die Schätze des Tramas ans Helle Licht. Albert Bozen Hard zeichnete mit allen Mitteln seiner Eharakterisierungskunst einen erschütternden Sönke Erichsen. (Senta B r6 spielte ein herbes friesisches Mädchen mit der ganzen Fülle ihrer ergreifenden Natürlichkeit und Menschlichkeit. Andere Hauptfiguren des Stückes, vorn Dichter alle klar und charaktervoll urtümlich gezeichnet, waren bei den Herren K o b l e r und F a r e ch t und bei Frl. R u p r i ch t in guten Händen. Das Publikum gab sich den starken Eindrücken des Stückes rodlig hin und verharrte am Schlüsse in minutenlangem Beifall. Kurt Küchler. WieOerentöcdung eines Raffaesichen Meisterwerkes? Aus London kommt die überraschende Nachricht, daß ein ganz hervorragendes Werk Raffaels, die sogenannte „Madonna unter der Eiche" (della Ouereia), wieder aufgefunden worden sei. Diese Madonna ist ein wohlbekanntes Werk des Meisters, das aus feiner spätesten und reifsten Zeit stammt und um 1518 entstanden ist Ein Exemplar davon besitzt das Brade-Muleum in Madrid, allein es sind bereits früher ne gen ihre Echtheir Bedenken erhoben ivorden, und cS wird nun berichtet, daß kein Zweifel darüber bestehn könne, daß das jetvt zum Vorschein gekommene Bild das Criginahvcrr darstellt. Ties Bild befind« sich gegenwärtig im Eecil Hotel in London, wo es bei Tage und bei Rackst von ie zwei Geheimpolizisten bewacht wird. Es ist dorthin direkt aus Italien gebrackn worben, und da die Entfernung eines solchen Kunstwerkes aus Italien, wie bckanick, nach der italienischen Gesetzgebung unzulässig ist, so erzählt der Standard, der diese interessante Neuigkeit bringt, den Roman des Bildes mit einer der Lage der Tinge nach leicht begreiflichen Zurückhaltung. Ter Bericksterstatter des Standard, der das Bild gesellen hat, ist dadurch zur größten Bewundenmg lnngerissen worden. Es zeigt die Jungfrau, sitzend, vor einem Eichbaume: auf ihrem reckst en Knie steht das Christkind: zur reckten Seite Johannes und zu den Füßen des Kindes eine Wiege mit Windeln, und auf der äußersten linken Seite des Bildes sieht man Joseph sich über eine trümmerhafte Mauer lehnen. Ter Hintergrund zeigt eine Hügellandschaft mit einer kleinen Gruppe von Zypressen gegen hellblauen Himmel, kleine Gestalten schreiten unter den Bäumen, ein Schloß wird in der Ferne verschwimmend ichtbar. Das Gemälde ist auf Holz gemalt. Die Ausführung wird als in jeder Beziehung hochvollendet gepriesen, die eigene Hand des Meisters sei gar nicht zu verkeimen. Was die Biographie des Bildes angeht, so ist es für den Herzog Ottajano Medici gemalt worden, der das Werk dann dem. ihm verwandten regierenden Papste Mim Geschenke machte. Es verblieb im Vatikan, bis Benedickt XIII. es dem Kardinal Wati von Pesaro schenkte, in dessen Familie es bis 1851 verblieb. Um 1750 herum war das Gemälde der Gegenstand eines Prozesses, bei dem es sich um eine Verletzung, die die Tafel erlitten hatte und um deren Ausbesserung handelte. Es wurde damals über den Prozeß eine Urkunde ausgesetzt, die in die Familienarchive überging und die jetzt im Original in London sein soll. Mit dieser Urkunde roar eine vollständige Beschreibung und kritische Analyse des Werkes aus der Feder eines damals sehr geschätzten Sachkundigen, Lazzarini, verbunden: ein zweites Gutachten fügte der Maler Giuseppe Castellani hinzu. Tas Gemälde ging bann von dem Grafen Oli- vieri-Wnerici an einen Verwandten, den Grafen Batielli, über, der eine eigene Kapelle für das Bild,baute und Fremde von seiner Besichtigung strengstens ausschloß. Während der napoleonischen Kriege hieß es, das Bild sei auf irgendeine Weise nach Madrid gekommen: in Wirklichkeit aber soll es in seiner stillen Kapelle verblieben fein, bis die Batiellis vor roenigen Jahren in Vermögensschwierigkeiten gerieten und Gras Braggi-Vatielli das Werk 'm Juni 1911 an einen Kunsthändler verkaufte. Es gelang, das Bild über die Grenze zu schmuggeln, und unter den größten Vor- Nchlsmaßregeln nmrbc es verflossenen Tienstag in das Eecilhotel gebracht. bre Angaben des Standard, der im allgemeinen zu den vorsick tigiten und zuverlässigsten Londoner Blättern zählt. Indes WeU ichon so oft mit der freudigen Nachricht von der Innern ns,AHmcn5r^aTtw ."Originale" großer Künstler überrascht SnWrtlf hi-0,“* 'n diesem Falle die Botschaft von dem neuen nael vorläufig mit größer Zurückhaltung aufzunehmen ist. » r w» k * e f c_iÜ uit g für die deutsche Spitzbergen- non öamburn ifi ein von hi.« Aktionen unterzeichneter Antrag zugegangen, die Burgenchaft wolle benhließen, den Senat um seine 8u- 50Oo'Markau Än^Koüe^^« """ bem Hamburgischen Staate fi« ~ • e? beigetragen werden, die zur i I f e - W t’ ;\U„V - ‘3 e H -C p e b i t i o „ i . für mal | neue Plan trägt | ersten Projektes Do I die Tmzeichmmg i ! hinauszuschiebende! lieht vielmehr die 1 ’ elfteren Zwak in S Sta rrn. Darmsta ine geisteskran einigen Tagen bei h n-teitog ging iie bon M aber auf Anrec N nach ä aus be - tonnte. — aui bet PaiMeäe y «ein 42 btt in bei ‘ $onbetfä)m: ccr Streik liegen j geben der Strtde und unter die verheiratet unb bc1 armenverband Friedberg zur Erstattung des Betrags von 27.50 Mk. und zur Zahlung der Kosten des Verfahrens. 2. Gesuch des Georg Friedrich Rühl zu Otterbach um Erlaub nts zum Betrieb einer Schankwirtschaft. Tas Gesuch toar von dem Gemeinderat befürtoortet, von dem Kreisausschuß des Kreises Alsfeld aber mangels Bedürfnisses abgelehnt morden. Der Provinzialausschuß erteilte heute die nachgesuchte Erlaubnis. Aus StaOt und Caitö. Gießen, 20. Januar 1913. - Vorträge. Die Oberhessische Gesellschaft Natur- und Heilkunde hält morgen abend im Hör- (mit Vorführung der Gießener Station) sprechen wird. — Dor Allg deutsche Sprachverein, Zweigverein Gießen, und die Hessische Vereinigung für Volkskunde veranstalten am Dtenslaq abend einen gemeinsamen Vortragsabend im großen Hörsaal der Universität. Lehramtsassessor Dr. G. Faber-Gießen spricht über Mundartforschung, Mundartliches und oberhesüschc Mundarten. Bei beiden Vorträgen, haben Gäste Zutritt. •• Der Fürstenpavillon am Personenbahnhof ist nunmehr fertiggestellt. Ter äußerlich recht einfach gehaltene Bau hat einen künstlerisch durchgeführten Schmuck erhalten, der ein Zeugnis für die Leistungen unsere? heimischen Kunst- handwerls bildet. Arthur Graefe hat über dem Einganä zum Pavillon am Bahnhofsplatz ein Kupferschutzdach, in ge-* triebener Arbeit ausgeführt, angebracht, besten in romanischen Formen getriebenen Ornamente eine vornehme Wirkung ausüben. Zu der Bedachung wurden 300 Kilo Kupfer verwendet. Tie Herstellung der Arbeit erforderte einen Zeitraum von drei Monaten. •• Die Prüfung im Hufbeschlag haben bestanden und sind demgemäß berechtigt, den Hufbeschlag selbständig auszusühren Karl Bing aus Rudingshain und Wilhelm Messerschmied aus Dorf-Gill. ** In der Hauptversammlung der 'Stenograp hen-Ges eil Schaft „Gabelsberge r" hatte die Neuwahl des Vorstandes folgendes Ergebnis: Provinzial- Sekretär Lenz 1. Vorsitzender, Prokurist 9ta u 2. Vorsitzender, Kaufmann Schneider 1. Schriftführer, Bureau- j gehilfe Kopp 2. Schriftführer, Kaufmann Gravelius Rechner, Frl. A. Krauskopf Bibliothekarin, Kuhl, W. Peppler und Fr. Pep PI er Beisitzer. Aus dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden war zu entnehmen, daß die Gesellschaft auch im verslossenen Geschäftsjahr eifrig tätig gewesen ist. Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit 117. *♦ Trinkerfürsorge st elle. Vorn Bezirksverein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke für den Kreis Giqßen wird uns geschrieben: In dem Kampfe aeaen den Alkolwlis- inus unb das Trmkerelend hat sich d:c p r a k t i s ch e Trinkerfürsorge als eines der wirksamsten Mittel erwiesen, und der Gedanke einer organisierten Trinkerfürsorge durch Errichtung von Fürsorge-, Beratungs- und Wohlsahttsstellen hat sich überraschend Lui, daß nne Vor \ Mötzlich f« ■' donges»« inb mir »u W aber noch m diese tzinnÄimeuberschul bereit Lasten man icftf aufbnngen t ans bestritten. NchrerlosfiirGr strlluitg dieser IW (Qirrt wurden. * beträgt 203 000 S 1023552,27 Mk, 1 verbleibende Venn mtindesteumi, ohr 41000 Mk bei ei 1913 eine Erhöhm unter Berücksichtigt scklrrigen Verhalt i 106 Proz. ju rech ! betragen, tote 191- ' findet die lande zur (Erweitern des physikalischen Instituts eine gemeinsame Sitzung beider Abteilungen ab, in der Prof. Dr, König über draht- lose Telegra pHie und internationale Zeitsignale schnell durchgesetzt. In wenigen Jahren wurden in über 170 deutschen Städten Trinkerfürsorgestellen geschaffen, in allen Teilen Deutschlands ist man am Werk, die bestehenden Wohlfahrtsstelleit» in dieser Richtung auszubauen ober neue Fürsorgestellen zu grün > den. Ter Bezirksverein hält deshalb den Zeitpunkt für ge-J kommen, auch in Gießen eine Trinkerfürsorge- und B r* , ratungsstelle ins Leben zu rufen, der die Ausgabe zufallen soll, sich mit der Beeinflussung und Beratung des Trinkers zum Zwecke seiner Heilung, dec Einwirkung auf seine Angehörigen, der Fürsorge für seine Familie während einer etwaigen Heil- ftättcnbebanblung und für den Trinker selbst nach seiner Entlassung unb mit der Unschädlichmachung der Unheilbaren zu befassen, in der weiterhin aber auch ein Mittelpunkt geschaffen werden soll, von dem aus eine systematische Bekämpfung der Volkskrankheit geleitet, das Verständnis für die vorbeugende unb rettende Arbeit vertieft, und in dem alle an der Bekämpfung der Alkoholnot interessietten Kreise zu gemeinsamer praktischer ; Arbeit zusammengefaßt werden sollen. Tas Unternehmen kann aber nur dann gelingen, wenn der Bezirksverein auf die Unter- stntzung unb tätige Mitarbeit der in Bettacht kommenden amt- , lichen Stellen, der Provinzial-, Kreis- unb Stadtverwaltung, | der Polizei- und Justizbehörden, der bestehenden Wohlfahrts- und sonst sozial gerichteten Vereine, insbesondere auch der Frauen- vereine, sowie aller derjenigen Kreise rechnen darf, die an bet Hebung der Volkswohlsahrt ein Interesse haben. Ter Bezirks- verein lädt alle, die der Sache Interesse entgegcnbiingen, zu seiner am Di enstag, 2 1. Januar l. I. 8l/< Uhr abends, im Hörsaal ''Nr. 44 der Ludwigsuniversität statt sind en den : Jahresversammlung ein, in der nach einleitenden Vorträgen von Geh. Regierungsrat Dr. Dietz aus Damrstadt und Generalsekretär Dr. Bnrckhardt aus Berlin über die Errichtung einer Trinkerfürsorgestelle in Gießen beraten und Beschluß gefaßt werden soll. Landkreis Gießen. b. Grün berg, 19. Jan. Aus dem benachbarten llMarbu Donnerstag bei nasiums Philip, l W Uhr in der ycid)er Freunde on Universität u flirret 6ifen; -kl ee namens bi SNNtlii mehren der a foimp Vertreter ; Ä vo" der ! Mita! SW1 fei | cüif 1911 nnc ■■ ■ I üutenin^5 Ä I « I W 4anu(Ö Weit H febr sch früher schon vom. ■ schoben werden rin anMrlrches mit den mter« Stockhausen wollte dieser Tage ein junges Mädchen, daß sich unwohl fühlte, in Begleitung seines Dienstherrn noch Grünberg zum Arzte. Auf dem Wege dorthin, im hiesigen Stadtwalde, trat ein freudiges Ereignis ein. Schnell eilte der Begleiter nach dem Städtchen, besorgte ein Fuhrwerk und ließ das Mädchen hierherbnngen. Ein sofort zugezogener; Arzt nahm sich desselben an und sorgte dafür, daß es in die Klinik zu Gießen ausgenommen wurde. Am anderen Tage fand man im Walde unweit der Stelle die Leiche des Kindes. Kreis Schotten. st. Schotten, 18. 3an. Stadtvorstandssitzung. Anwesend: Bürgernreister Krornrn unb die ©emeinberatsmugliebet Honuann, Meiski, Schlitt, Weitz, ScAörb VIII., Zeunges unb Scylörb V. In der nichtöffentlichen Sitzung kam auf wiederholte Verfügung bes Kreisamts bieBergütungdcsBürger- m c i st e r s für Zeitaufwand rwchmals zur Verhandlung, da das Kreisamt den am 16. Oktober v. I. gefaßten Beschluß nicht gutheißen tann und eine Entscheidung des Kreisausschusses herbeiführcn will, roenn der Gemeinberat nicht den Bettag genehmigt.^ Ta der Beigeordnete Zinser durch Kronlhett verhrnbctt ist, der Sitzung beizuwohnen, wurde Gemecnberat Hofmann durch Zuruf zum Vorsitzenden beftimmt. Er verliest einen Brief des Bei geordneteil Zinser, daß bei der Beschlußfassung vom 16. Oktober^ ein Irrtum unterlaufen sei und daß der vom .stveisamt berechnete Betrag richtig sei. Nach eingeheilber Beratung wurde beschlossen, auf dem am 16 Oktober v. Js. gefaßten Beschluß zu beharren, der Kreisausschuß soll die Entscherbung fällen. — Die Lieferung! eines feuerfcjtui Ka ss en schr a n ke s für die hiesige Stadt- kaffe wurde dem Vertreter einer Geldschranksabrik, Heinrich Bopp, hier übertragen. Hieraus sand in öffentlicher Sitzung, zu der auch der Stabtrechner erschienen war, die Begutachtung der Rechnung für 1911 statt. An Hand 'des ReckeinchaftsbericAes der Bürgermeisterei wurden die Einnahmen unb Ausgaben vorgetragen und alle Abtveichmlgen gegen den Borarrschlag erläutert Die Einnahmen b*tragen 142 031,87 Mk. unb die Summe der Ausgaben 12v 902,81 Mk., so daß ein Kassevorrat von 12129,06 bet Schütt '-in AiwÄ^eli aus Nblick, al bcllie 9unfH( h1 not) sch^^ltige eWi iS hohe Besteuerung daran Schuld tragen kann. in * Das der Hamburg-Amerika dem für Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe». Wetter rr ä w Januar = Mohlsdorf in der Mark, 18._ Jan. Währeird einer Ueber- tt>.LNnschaftcn zu bergen. Gegen 8 Uhr abeirds konnte der „Schütte Himmel seit die ob zu + 5,4 ° C. + 1,99 C. Jan. 191; Freitag sich seit ö-ff S 5 ÖD Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ Lttederschlag^ 0,0 nun. ll Sf orqir U ■ neI yjeeter Pope aogqpruiiyui uuu ciyuuiuuj uviiiL-u luuiuciu [LUI. ein sosort . Einzelheiten schien noch. — Ueber den Unfall des Ballons machte ° der Lustschifftapitän Honold, der an der Fahrt teilnahm, der ,Voss Big." folgende Mitteilung: Wir stiegen um!,2.15 Uljr nach- benen er Direktor war, sowie in- und ausländische Geldinstitute durch Unterschlagung und Betrug um zusammen 8 Millionen Kronen schädigte. Unter anderem unterschlug er für V/2 Mitt Honen Kronen Aktien der Temesoav-Varjaser Lokalbahn und für 2 400 000 Kroiren Aktien der Mocsolad-Sjefoker Eisenbahn, beide Eigentum einer englischen Aktiengesellschaft, indem er die in Depot genommenen Mtien zum eignen Nutzen 'versetzte und Falschstücke drucken lieh, die er der Gesellschaft zusandte. Auch die Prager Wekom'ptbank und die Ungarische Kommerzialbank in Pest wurden um namhafte Beträge geschädigt. Er hat eingestanden, baß er falsche Aktien im Betrage von zehn Millionen Kronen in den Verkehr gebracht hat und baß zwei seiner Angestellten an der Fälschung der Aktien teilgenommen haben. sowie Vertreter des Studentengesarrgvereins Fridericicma und des philologischen Vereins legten Kränze nieder. Unter Vorantritt der Jägerkapeltt bewegte sich dann der Trauer- Starkenburg und Rheinhessen. rm. D a r m st a d t, 19. Jan. Vermiet wird eine geisteskranke Frau aus Frankfurt, Lnstschiftahrt. Schwerer Unfall des Schütte-Lanz. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen kür Dienstag, den 21. Jan. 1913: Trüb, leichte Niederschläge, mild, später Abnahme der Niederschläge und der Bewölkung, weltliche Wurde. Lanz" vom Dache sreigcmacht und über die Köpenicker Chaussee nach der Halle in Biesdorf transportiert werden. Man hofft, den Ballon in drei bis vier Wochen wieder Herstellen zu können. • Bitterfeld, 18. Jan. Heute nachmittag fand eine ein- stündige Versuchsfahrt des Ersatzes „P L t>“ unter Führung des Oberlenlnanls Stelling statt. Tas Luftschiff hat in allen Teilen gut gearbeitet. 91 in Montag wird sich eine militärische Abnahmekommission nach Bitterfeld begeben. Es wird dann mit den Probe- fahrten begonnen werden. lvurdt- dn ettöt b« 18. 18. Handel. — Preiserhöhung für Weißkalk in Westfalen. Die rheinisch-westfälischen Kalkwerke, A.-G., Dornap und die mit ihr kartellierten andern Weiß-Kalkwerke in Dornap, Letmathe und im südlichen Westfalen haben in Rücksicht auf die weiter gestiegenen wesentlichen Betriebsunkosten die Verkaufspreise für Weißkali für 1913 um 4 Mark bei 10 000 Klg. erhöht. Da in den Werken vollständige Geschlossenheit herrscht, so wird sich diese Preiserhöhung wie im Jahre 1912 glatt durchführen. Ter Geschäftsgang im abgelaufenen Jahre war in Weißkalk außerordentlich gut. Die Aussichten für das laufende Jahr sind bisher, befriedigend. bis 19. „ 19. Rekonvaleszenz nach erschöpfenden Krankheiten, sowie nach schweren Blutverlusten. Nack, schwerer, erschöpfender Krankbeit ist die Sorge deS behandelnden Arztes vornehmlich daraus gerichtet, die Körper» kräste zu heben, nm io den Kranken widcrstandssäbigcr xv machen. Es ist der medizinischen Wissenschaft in Leciscrri, 'Oyoiecithinefscn) ein Mittel zugesührt worden, das die Körper krcnte außerordentlich schnell hebt und den Appetit sördcrt Daher wird Lecifcrrin jetzt mit Vorliebe angewandt, um bi< Körperkrafte zu beben, daS Blut zu ergänzen, neue Lebcnsluß zu schätzen und das Nervenitzstcm zu erfrischen. Breis der Ilaschc M. 3.—, in Apotheken erhältlich, sicher von: Unlvcrtitats-Apotbeke und Hirsch Apotheke zu Gießen. (C0/, * Zehn Millionen erschwindelt. Die Polizei O f e n p e st verhaftete den Eisenbahn-Brückenbauunternehmer Ignaz Pallos, welcher verschiedene Eisenbahngesellschaften, bei £ neue Plan trägt im Wesentlichen den bei der Ablehnung des | ersten Projektes vorgebrachten Wünschen Rechnung, nur läßt er | die Einzeichnung eines Grundrisses für die nicht mehr lange 1 hinauszuschiebende Erweiterung des Empfangsgebäudes vermissen, sieht vielmehr die Errichtung eines Nebengebäudes auf dem für ersteren Zrvftk in Aussicht zu nehmenden Platz vor. Letzte Nachrichten. Die Probefahrt des neuen Zeppelins. Friedrichshafen, 20. Jan. Das Ersatzluftschiff „Z 1" ist heute vormittag V2IO Uhr zu seiner Probefahrt nach Baden--Oos aufgestiegen. Es nahm die Richtung nad), Sigmaringen. Da unterwegs größere Manöver stattfinden sollen, ist die Ankunft in Baden-Oos nicht vor 3 Uhr nachmittags zu erwarten. Ein Mord in Köln. Köln, 20. Jan. Der Bäckermeister Sieger in Köln- Riehl wurde heute morgen 5 Uhr durch das Anschlägen seines Hundes veranlaßt, die Backstube zu verlassen. Er wurde alsbald überfallen und durch mehrere Messerstiche gelötet. 'Der Täter errlkam und konnte bis jetzt noch nicht ermittelt iverden. Eine Bergwerkskatastrophe in Amerika. Salisbourough (Maryland), 20. Jan. Durch eine Dynamiterplosion wurden in einem benachbarten Bergwerk 2 Weiße und 20 Neger getötet. SÄ Äähmllel-Fabrik Eugen GröLeli, Mlorl am Main 28 über Schokoladen, Kakao, Brot, Gebäck, Früchte, Marmeladen usw. Empf. , durch Och. Rat Prof. v. Noorden, Wien. San.-Rat Dr. Lampe, Frankfurt a. M.» Privat-Dozent Dr. Grube, Bad Neuenahr, und viele andere Verkaufsstelle: Konditorei und Cafe H. Bettler, Giessen. UW 'rtri- 1 von h.Clnti "^gesuchte X. einigen Tagen bei hiesigen Verwandten zu Besuch aufhielt. .Am Freitag ging sie dort weg, angeblich um in ein Kloster zu gehen, stieg aber auf Anregung der Frau, bei der sie gewohnt hatte, in den Zug nach Frankfurt. Schon in Arheilgen sprang die Geisteskranke aus dem Abteil und lief fort, ohne daß man sie einholen konnte. — Totgefahren wurde am Sonntag früh auf der Bahnstrecke zwischen Messel und Kranichstein bei Kilometerstein 42 der in den dreißiger Jahren stehende Hilfsbahnwärter 3- Bonders chm i 11 aus Arheilgen. Man fand ihn tot auf der Strecke liegen und es ist anzunehmen, daß er bei dem Absehen der Strecke von einer Maschine, die vorüberfuhr, erfaßt rnd unter die Räder geschleudert wurde. Der Verunglückte ist > verheiratet und besitzt drei Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren. Hessen-Nassau. [[ Marburg, 18. Jan. Die Trauer feier für den am v Donnerstag verstorbenen Direktor des Königlichen Gym- Dwasiums Philippinum, Pros. v. Aly, fand heute früh um 10 Uhr in der Aula des Gymnasiums im Beisein zahl- reicher Freunde des Verblichenen, der Vertreter der Anstalt, ", b er Universität und der Schüler statt. Die Trauerrede hielt Pfarrer Eisenberg. Außerdem hielten Oberlehrer Dr. ee namens der Anstalt und Prof. Dr. Elster namens . der wissenschaftlichen Prüfungskommission Ansprachen. Die Direktoren der anderen Marburger höheren Lehranstalten Mark verbleibt, der sich aus 11’611,22 Mk. Barvorrat, 15 Mk. Vorlagen und 502,84 Mk. liquidierten Ausständen zusammensetzt. Nach der von der Bürgermeisterei aufgestellten Rentabilitäts- /berechnung brachten in 1911 die 25 Hektar auf Zeit verpachteten Kckdgüter im! Kapitalwerte (Steuerwert) von 28 000 Mk. einen Reinertrag von rund 1120 Mk. = 4 Proz. des Kapitalwertes oder •14,80 Mk. für das Hektar. Die 60 Hektar in eigener Regie bewirtschafteten Wiesen und meliorierten Hutweiden im Kapital- TDtrte von 80000 Mk. brachten rund 3700 Mk. 9teinertrag == 4,6 Pro-, des Kapitalwertes oder 62 Mk. für das Hektar. Als Schafweide werden einschließlich einiger Wüstungen und olync die Wege 45 Hektar im Steuer werte von rund 40 000 Mk. be- nutzt, woraus ein Reinertrag von 75 Mk. — nach oben abgerundet Ve Proz. des Kapitalwertes erzielt wurde. Der Stadtnxüd umfaßt rund 118 Hektar im Kapitalwerte von rund 350000 Mk. und brachte in 1911 einen Reinertrag von 5300 Mk. oder I1/2 Proz. des Wertes. Vom Stadtvorstand war zu der Rechnung und dem Rechenschaftsbericht nichts vorzubringen, deshalb soll die Rechnung unbeanstandet der Oberreckmungskammer zur Prüftmg übergeben werden. Bei biefem Punkt führte der durch Zuruf dazu ibeftintnrte Gemeinderat Hofmann den Vorsitz. — Alsdann fand die Beratung des Voranschlags für 1913 statt. Zunächst kam der Inhalt der einzelnen Beilagen und dann des Erläuterungsheftes zum Vortrag. Die von der Bürgermeisterei für Einfriedigung eines Teils des Obstbaumstücks auf der Merzwiese aufgestellten 200 Mark wurden gestrichen, da die Herstrilung noch einige Jahre verschoben^werden könne und dann es auch zu csnpfehlen sei, die Einfriedigung auf einmal auszuführen. Weiter wurde vorgebracht, daß die sogen. ,/jUte Straße" in sehr schlechtem' Zustand sei und diese Herstellung, die früher schon vom Bürgermeister geplant mar, nicht mehr langer verschoben werden könne. 'Es wurde beantragt, in diesem Jahre ein ausführliches Projekt ausarbeiten zu lassen und alsdann mit den interessierten Grundbesitzern wegen Leistung eines1 Beitrags zu verhandeln. Zu diesem Zweck sollten 1000 Mk. in den Voranschlag eingestellt werden. Der Bürgermeister erwidert hierauf, daß eine Vorsehung nur bei gleichzeitiger Umlagenerhöhung möglich sei und da die Umlagen schon 3000 Mk. höher als voriges Jahr eingestellt seien, bittet er den Antrag fallen zu lassen und nur zu beschließen, daß die beantragte ^Herstellung das Projekt ober noch in diesem Jahre ausgearbeitet werde. Es sei doch mit Einnahmeüberschüssen unb Ausgabeersparniffen zu rechnen, zu deren Lasten man sicherlich 1000 Mk. für Bearbeitung des Projekts aufbringen könnte. In 1912 hat ntan ja 3000 Mk. hieraus bestritten. (Durch Einnahmen an Wertzulvachssteuer und Mehrerlös für Gr*s.) Der Stad verstand befand j:doch auf Einstellung dieser 1000 Mk., mit welchem Betrag Hie Steuerzahler belastet wurden. Die ©mnnic aller Einnahmen und Ausgaben Beträgt 203 000 Mk. — Das Gesamtvermögen der Stadt beträgt 1023 552,27 Mk., die Schulden betragen 385,099,24 Mk. 'und der verbleibende Vermögensüberschuß — 638 453,03 Mk. Die Ge- meinbefteuern, ohne bie örtlichen Kirchensteuern betrugen 1912 41000 Mk. bei einem Zuschlag von 99 Proz. unb erfahren für 1913 eine Erhöhung von 4000 Mk. ober runb 1/l0, so daß man, unter Berücksichtigung bet Erhöhung des Steuerkapitals nach den seitherigen Verhältnissen mit einem Ausschlag von etwa 105 bis 106 Proz. zu rechnen haben wird. Die örtlichen Kirchensteuern betragen, tote 1912, 6100 Mk. — Nächsten Freitag, 24. d. M., findet bie landespolizeiliche Prüfung bes Projektes &ur Erweiterung bes hiesigen Bahnhofs statt. Der Vcnnifcbtes, Eine Rebe des Prinzen Heinrich. Berlin, 20. Jan. An bem gestrigen Bankett bes Vereins deutscher Motorfahrzeugindustrieller nahm Prinz Heinrich von Preußen als Gast teil unb hielt eine Ansprache. Nach ber „Vossischen Zeitung" sagt er: Es liegt auf ber Hanb, baß wir, um florieren zu können, nur Automobile Herstellen müssen, bie aus prima Ware bestehen. Ich bin weit entfernt anzunehmen, baß bies bisher nicht überall ber Fall gewesen sei, halte mich aber verpflichtet ausdrücklich auf biefen wichtigen Punkt eines allerersten Materials binzuweisen. Weiter sagte Prinz Heinrich: Wenn mail einen Vergleich zieht zwischen Deutschlanb und seinen Schwestervereinen in Frankreich und England, so ergibt sich in Frankreich bei einer Einwohnerzahl von 38 Millionen und 188 279 Fahrzeugen, auf 201 Köpfe der Bevölkerung ein Kraftfahrzeug. In England kommt auf eine Bevölkerungszahl von 43 740000 Menschen und 175 245 Fahrzeugen a 11 f 249 Köpfe ein Fahrzeug. In Deutschland bei einer Einwohnerzahl von 65 Millionen a u f 927 Köpfe ein Fahrzeug. Dieser Vergleich gibt zu denken. Für das Resultat weit; ich keine Erklärung. Es drängt sich hier Yüchertisch. — Otto Ludwigs Werke. Mit Biographie unb Ein; leitungen versehen von Dr. Arthur Eloesser. Deutsches Verlagshaus Bong 11. Eo., Berlin. Das Jahvft813 ist mich als Gebnrts- iahr von brei ber größten Bahnbrecher einer neuen deutschen Kunst berühmt: Friedrich Hebbels, Diidjarb Wagners unb Otto Lubwigs. Ten 100. Geburtstag bes großen Thüringers! zu feiern, gibt uns der 12. Februar Gelegenheit. Otto Ludwig mußte sich erst von ber musikalischen Produktion zur Dichtung durch- ringen und brauchte dazu fast ein halbes Leben. Niemals aber gelang es ihm, sich von ber Natur so weit zu befreien, baß er an bem tätigen Leben seiner Zeit hätte. Anteil nehmen können. So zog er sich immer wieder, auch nach feinen bramatischen 'Erfolgen, in bie Einsamkeit unb Naturnähe zurück. Aber dieses Schaffen nur aus sich heraus, ohne äußere Anregungen, warb ihm nicht zum Segen. Ihn quälte bas Gefühl einer gewissen dramatischen Unzulänglichkeit, unb er versuchte burch Shakespearc- stubien oem Mangel abzuhelfen. 9hir nebenbei schrieb er seine berühmten Erzählungen uni) bewies baniit, baß seine Größe bort Haftung bei Unheilbaren js audi ein Mittelpunkt geschafft i^itroiatiidie Bekämpfung bei änbniS für bie vorbeugende uni "\Vallc an ber Bekämpfe nie tu gemeinsamer vrakliM i-üflL Tat Untemckmeu rann . . ^vrfswrein auf bie llntev " in Gekracht kommenden amt- 11 »rrii, und Ltabtverivaltung, _ ' x bestehenden Bohhahrts- in-deionbere auch ber tyrauet? e-ak' rrtmrn Vittwie haben, -ter W«* ean zu bestehen. Nachdem es bereits 35 Tage gegen die Stürme gekämpft und fast die Neusundlandbänke erreichte, sah der Kapitän ein, daß es unmöglich war, den Bestimmungsort zu erreichen. Er ließ deshalb das Schiff wenden und nach der irischen Küste zurückkehren. Mit teilweise gebrauchs- unfähigen Maschinen ist das Schiff am 18. Januar in Queenstown angelangt. Es hat die Rettungsboote verloren. Die Decks sind stark beschädigt. Mehrere Abteilungen sind voll Wasser. — Bei H a m e r e n (Bornholm) ist in der letzten Nacht der Hamburger Dampfer „H apara nda" mit dem Bremer Dampfer „Minos" zufam- mengestoßen. Der „Minos" sank nach zehn Minuten. Tie fünfzehn Mann starke Besatzung wurde von dem „Hapa- sanda" ausgenommen und hierher gebracht. * Zum Unglück des Dampfers „Beronese". Aus Op 0 r10 wird gemeldet: Tie Arbeiten zur Rettung der Passagiere des Tampfers „V e r 0 n e f e" werden fortgesetzt. Ein neues Rettungstau ist angebracht worben. Einmal Farn ber Rettungskorb leer zurück; mau weiß nicht, ob ein Irrtum ober ein Unfall vorliegt. Ein Reisender, ein Schotte, ist gestorben, vier anbere finb in das Krankenhaus gebracht worden. Sämtliche Passagiere sind gerettet worden. Auf ber „Veronese" befanben sich 234 Personen, 142 Passagiere unb 92 Mann Besatzung. * Schwerer Automobil Unfall. Auf der Landstraße zwischen Göhren und Güldengossa stieß gestern ein mit vierOffizieren der Leipziger Garnison besetztes Automobil mit einem zweispännigen Fuhrwerk zusammen. Die Insassen wurden herausgefchleudert. Zwei Offiziere waren sofort tot, nach anderen Meldungen sogar drei. Tie anderen zwei, oder der vierte Offizier hat das Bewußtsein verloren unb wurde schwer verletzt in das Garnisonslazarett in Leipzig gebracht. Der Chauffeur ergriff die Flucht und soll sich erschossen haben. Die Pferde des Fuhrwerks erlitten so schwere Verletzungen, baß sie getötet werden mußten. * Zur Abgewöhnung. „Mso Sie wollen sich das Rauchen abgewöhnen, wie?" „Ja, das ist meine Msicht." „Ein schweres Stück Arbeit, was?" „O ja. Aber wissen Sie, meine Frau hat mir zu Weihnachten eine Kiste Zigarren geschenkt, und das erleichtert mir die Sache." Kleine Lageschronik. Aus Zürich wird gemeldet: Am N etli-Berge ffuhr ein Bob mit fünf Personen in einem Graben uiib überschlug sich. Zwei prüder Kaeg'i-Zürich wurden schwer, die übrigen leicht verletzt. In Rom wurden in einem sehr belebten Stadtteil zwölf Diebe verhaftet, die sich gegenseitig schwerer Verbrechen beschuldigten und eingeftanben, einen nächtlichen Einbruch in die Staatsmünze vorbereitet zu haben. Aus Sarajewo wird gemeldet: In C r v a l e n t g l e i st e ein Zug der Industriebahn. Der Lokomotivführer, der Zugführer und der Heizer wurden schwer verletzt. S3‘7i Zuckerkranke am mim ber'Steno- n^-L r Ser" hafte bie nd^ ErgÄms: Provinzial- Wunft3tQii2. Porstzen- 1 -chnslführer, Bureau- r- Kaufmann Gravelius 1 Aüüothckarin, Kuhl, W r Seistzer Lus bem Gc. war zu entnehmen, baß bk ’n (Nschäft-jahr eifrig tätig il beträgt zurzeit 117. le. $om Bezirlsverein j jer Getränke füi bat Kiek i an Somme awn ben MohM ' b ö.c praktiscke Iiinltt- nriten Atllel erroiefen, und ba rriüriorge durch Errichtung tot abfii'idlen hat sich überrascheir ihren mucken in über 170 rllen geschaffen, in allen Icilet t beitebtnben BoblfahMM neue färforgejiellm zu grünhalb ben ßcüpurrft für gt- ikersürsorge- und Bc> fen, der bic Aufgabe zufalln unb Beratung bes Trink'.:; nrrtung auf feine Angehörigen, TcbrtriD nner cmmgen bei!- unter fetbft nach feiner Enl- lag, wo er nicht groß sein wollte, im) Gpischen. JnOoischen hatte ihn ein Nervenläden ergriffen, und während seine Phantasie von einer Fülle dramatischer Gestalten umbrängt wurde, war ihnr doch die Fähigkeft, sie schöpferisch festzuhalten, abhandtti gefommen. — Was uns an reifen Werken ivon diesem Poetenleben geblieben ist, wird uns in der zweibändigen vortrefflichen Ausgabe der Goldenen Klassiker-Bibliothek bar geboten. Eloesser hat bie Zusammenstellung besorgt, bic Werke mit Feingefühl analysiert unb das Leben imd Sck>affen des Dichters mit großer Kunst dargestellt. Daß sich wieder alle Vorzüge ber Golbenen Klassiker- Bibliothek: großer Druck, holzfreies Papier, geschmackvoller Ein- banb vereinigen, braucht nidjt besonders betont zu werben. Di< zweibänbige Ausgabe ist zu bem billigen Preis von 1,75 Mk. für ben Leinenbanb zu haben. — Der Mainzer Narrenspiegel, eine rheinische Fastnachtsckuonik in Bilb unb Wort, in Spruch unb Lied von Will-elm Clobes, ist soeben im Verlag ber Mainzer Verlags anstatt und Druckerei A.-G. erschienen. Es ist kein Festbuch im tanbläufigen Sinne, vielmehr ein interessantes Kulturbuch, das ein getreues Spiegelbild des Mainzer Fastimchtslebens gibt. Tas etwa 200 Seiten starke Buch ist von sechzehn Bilder tafeln illustriert. Nach einem literarisch wertvollen Borspruch des Herausgebers („Narren heraus!") bringt das flott geschriebene Brevier folgende Kapitel: „Karneval in Att-Mainz", „Vor fünfundsiebzig Jahren", „Die Narrenchronik von 1838 bis 1913", „M. C.-B.", „Saure Wochen, frohe Feste", „In Kappe und Stern", „Mainzer Fastnachtsspiele", „Wenn der Zug kommt", „Die närrische Resi- benz", „Alles was wir lieben!" In biesenlKapiteln gibt der Verfasser nicht nur bie erste, vollständige unb zuverlässige Chonik des M. C.-V. heraus, fonbern schilbert baslgesamte karnevalistische Wesen unb Wirken in ber „närrischen Residenz" in farbenbollen plastischen Bildern. Im Anhang sind eine Reihe ber namhaftesten beutschen Dichter vertreten. Poeten roie:_ Viktor Blüth- gen, Georg Bötticher (.Leutnant von Versewitz/^), Hans Brennert, Emil Claar, Fritz Engel, Herbert Eulenberg, Gustav Falke, Mex. von Gleichen-Rußwurnr, Wilhelm Jacoby, Curt Kraatz, Jon Lehmann, Sigmar Mehring, Marx Möller, Alexander Mos^kowsff, Rudolf Presber, Arthur Rehbein (Atz vom' Rhyn), Roda Roda, Walter Schutte vom Brühl, Julius Stettenheim (Wippchen), Johannes Trojan u. a. haben bem „Mainzer Narrenspiegel" zum größten Teil Originalbeiträge überlassen, bie M ben schönsten Blüten des beutschen Humors zu -zählen finb. > An Silbern enthält ber „Mainzer Narrenspiegel" bie Porträts der namhaftesten Präsidenten, Nebner unb Liederdichter des Mainzer Karneval« Vereins, der denkwürbrgsten Baulichkeiten, Ausnahmen aus der Narrhalla unb <5jenen aus alten Tagen nach seltenen Originaler unb Holzschnitten. Ter Buchschmuck stammt von ben Mainzer Künstlern: Rudolf Balsam, Theo Gehrung, P. T. Keßler, Willy Koch, Phil. Pfeiffer, Prof. A. Pleyer und Phil. Schaeflcin. die Frage auf, ob ber Wohlstand bei uns geringer als in ben Nachbarlänbern ober ob ber Export bei uns so groß ist, baß wir nicht so viel Fahrzeuge im Jnlanb abzusetzen brauchen, ober etwa das Vorurteil bes Publikums ober vielleicht auch ob bic H O«o «; e ° e = = iSf >>kn, 2u cs a?1 ^13. hl1lt lnot9en Qbenbl-^Qit '. nne qemein nb <'n65tl -ntari0nQ^3eiHbtQl)l' 7 »ftu „ V' ■ ! iil tgeiübrtmeZV'110“"’' ; WÄft! 300fit!0 Rum Dem)cnbet lrte emtn 3eitiQum von brei haben beüanben hfn Huchkschlag fdbfiänbig Rudingshain unb Wilhelm ’S«* unb t* • 1 ■ beuch/ sowie schwere Verletzungen an der Stirn zu. Der Ober» luoschinennraat Metze verstauchte sich bei bem Versuch, aus ber r' l onbel auf bas Dach zu klettern, an derben Landen. Sobatt) tet Ballon stillag, verließen bie Insassen, ftinfzehn Mann, die .-l ‘ pnirbc Gonbeln, um das Luftschiff mit Lilfe der herbeigeerlten Hilfs- ......................... iS. - 'or^C ii anbeten W- „jö0)|. yrg. ‘ Toigenoe aaiiivuuny. wn iucycn uimic.x^ uyi kuuj- - irdk. um u b(fj rl!ittag5 in Biesdors zu einer Uebungssahrt auf unb gelangten kit „och glatter Fahrt nach Potsbam'. Plötzlich gaben bie Führungen des Höhensteuers nach unb der Ballon wurde st euer los. Mit liier Vorsicht wurde deshalb die Rüch'ahrt angetreten. Gegen . zsjtzuNS. Uhr nachmittags gelangten wir wieder in die Nähe von Biesdorf, iianosi önn Augenblick, als der Führer desiBallons, Haupttnann von j Jena, auf dem günstigen Lanbungsterrain bei Mahlsdorf landen 'sollte, warf ein heftiger Windstoß den Ballon zurück, dessen Motore lluing lanl nur noch schwach arbeiteten. Die Hintere Gondel'streifte das Dach MtuHbcSnl)W’ -nes Hauses und ber Ballon rutschte aus bem Dachfirst des -u mt ( eüses entlang. Es würbe schließlich abgebremst. Bn bem starken Anprall brachen bic Runbhölzer bes Gerippes, welche bic schützenbe dustere Hülle zerrissen. Als ber Ballon etwa 15 Meter über bem Erbdoben schwebte, sprang der Maschinist May tn die Tiefe unb zog sich bei bem Fall einen schweren Bem- unb Arm- ...... ---- Der Ober- 19 2?t 46 5 51 52 79 WSW 2 6 Bew. 19. 9‘ 44 8 22 50 93 SW 2 10 Bed. 20. 7“ •40,1 4,7 90 S 2 9 Bew. Lichtspiel-Haus Ab Mittwoch bis Freitag im Das Mädchen ohne Vaterland Asta Nielsen • Tragödie aus den Balkanländern in 3 Akten. Statt Karten liand und heute und J. Weismann. V2U/1 Büdingen, den 19. Januar 1913. we Gäste sind willkommen. D20/, 7*/a Uhr. D«/: 479 Haltet ihn fest Eintritt 30 Pfg. Der Vorstand. D17/, Parfümerien. (h^/i »ZI und Drogerien :: Gegründet 1827 Neuheit! Neuheit! Das Beste für die Hautpflege lat: dV, Lanolin-Seile »T" BiS zu 50% können Sie waren an Ihren 293 Ve$2ÄCr »«"kcbe Werke Aktiengesellschaft, Charlottenbarg, miz lier 10. Abtrihi. rr I -inr.lh.-k . >. .. l ___a. durabel. Tic heutige Zeitungsbcilagl siu/i den Namep Erdal, denn er erhält Millionen Schuhe durch wasserfesten Hochglanz. Anzug-, Paletot-, Hosen- und Damenkostümstoffe per Meter von z Mk. an Nachahmungen weise m.zurück. schwer» gelb breun. Flasche _ Mrk.0,75^ 1,25 und 3,50 In der Hauptrolle: b^zutwaU PerbäUlich Apotheken a*A Kreisgeometer Georg Knapp and Frau Else geb. Aliendorf beehren sich, die glückliche Geburt eines gesunden Stammhalters anzuzeigen. Rechtrschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rcchtöangclcgenheitcn im alten Rathaus Markt platz 14 Mittwoch nachmittags von ß1/«—o Uhr. Allgemeiner JeuWec -Wchmcin Zweigvcrein Gießen Wilhelm Brückel nnd Fran Anale geb. Krflmer. Eintrittskarten • 1- Platz Mk. 3—, die weiteren Mk. 2.—, Stehplatz Mk. 1.50, _________________1 Studentenkarten Mk. 1.—. Kleine Partitur-Ausgaben sind in der Musikalien-Handlung von ERNST CHALL1ER (Rudolph's Nachf.), Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. 11. S. Karg-Elert, Sonate für Pianoforte art, Trio Es-dur. Lieder von F. Schubert 25 Pfg. pro Stück. 3 Stuck 65 Pfg. Rabattmarken trotz der bedeutend reduzierten •: :: Preise :: HcsWc Vereinigung für Volkskunde Programm: F. Smetana, Trio G-moll. 8. Kar und Violoncell A-dur. W. A. Mozt und erwerbsmöglidikeif der Frauen Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten frei. Von Iliditmifgliedern wird ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. erhoben. Schüler zahlen die fSälfte. Zum Hichtelchnen, Vertr.: Gebr. Jallmann, Agenturen, Grabenstr. 7, Fernsprecher 542. Carmol nimmt man 10 Tropfen beij kMagen-und Darmverstimmung J usten, Ohnmacht,- Feroef äusserädij JÄhJiei Rheuma,Gicht, Kreuz-Brust-Lata Hals - und Kopfschmerzen^« Zugluft- =r’’ Abschliesser :: znm Verdichten :: schlecht schliessender Fenster und Türen Die bisher von meinem verstorbenen Mann unter der Firma August Frees, cUniD. ißuchhandlg. 'Stessen, zfeltersdeg 70 geführte Buchhandlung werde ich weiterführen. Ich bitte das meinem verstorbenen Mann in so reichem Masse geschenkte Vertrauen der Firma geneigtest erhalten zu wollen. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, unterstützt von tüchtigem Personal, allen an mich gerichteten Wünschen Rechnung zu tragen. Mit vorzüglicher Hochachtung Ulara tfchlesier in Ta. jdugusl Tees, Vnit. - JBuchhandlung Allg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Giehcn. Auskunftstelle für Frauenberufe. grauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe imaltenRathaus, Marktplatz 14, Dienstag nachmittags von 6'/, bis Klavier- Stimmen Reparieren Polieren C*/« in tadellos. Ausführung. Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Seltersw. 9L Femspr.389 MM Hieb Direkt: Hermann Steingoetter Dienstag, d. 21. Ian. 1913 abends 8 Uhr: 14.Dienstag-Abonn.-Borstell. Gewöhnliche Preise. IH* in Hol! Lustspiel in 3 Akten von ftrnna von Schönthan und Rudolf Preöber. Ende gegen 10'/, Uhr. [a*A Giessener Konzert-Verein Sechstes Konzert Zweiter Kammermusik-Abend Sonntag, den 26. Januar 1913, abends 57< Uhr, in der neuen Aula Fräulein Carola Hubert aus Köln Konzertsängerin (Sopran) Herren Ad. Rebner (Violine), Johannes Hegar (Violoncell), Professor G. Trautmann (Klavier). Tapetenhaus Hochstätter Brandplatz 1 1227 EckeSchloßgassc Tel.36 Einen Posten etwas trüb gewordener Schweizer Stickereien verkaufe ich solange der Vorrat reicht zu wesentlich ermäßigten Preisen. J. Kaan jr. | Kreuzplatz 10. 519 Telephon 893. Louis Treffs Walltorstr. 17 Tel. 643 Giessen (Roonstr. 6), 18. Januar 1913. sso Orlsmrtan (E. V.) Unseren Mitgliedern stehen Eintrittskarten z. ermähig- ten Preis von 20 Psg. zu dem Vortrag im Verein für Luftfahrt über „Verwendung v. Flugsnlirzeugen zu kriegerischen Zwecken" bei der Schuldienerin «Gewerbe schule» in diesen Tagen zur Verfügung. v*/1 Ter Vorsitzende. Dienstag, den 21. Januar 1913, abends 81/* Uhr, im großen Hitrfaal der Universität: Vsvtvag i>cs Kenn LchraintsiiWrs Dr. G. Zaber, Wcn: Miui^itsorslhiiiig, Mimdlirtliches unii oberheWe 9)lunbortcn. $£** V v Die glückliche Geburt eines gesunden, kräftigen Mädchens zeigen hocherfreut an Des Abends dicke Schaum auslage mit Obermetzer's Medizinal Herba : Seife ÄnNafenröte, Pickeln und Mitesser So schreibt G. Köwing, Göttingen. Herba Seife ä Stck. 50 Psg.. 30°/ ver stärktes Präparat Mk. 1.—. »ftir Nachbehandlung Herba- Creme ä Tube 75 Ps., Glas- dose Äkk. 1.50. Zu haben in all. Apotheken, Drogerien, g-reibenfer=Bereinigung Wen Mittwoch, den 22. Januar, abends 8’/2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn: Gessentlicher Vortrag des Herrn Generaldirektors A. Horst-Sieber, Leipzig über das Thema: Was man notn moiirrntit ediroinM roifitn muß, nm nilfit selbst iumnii hineinznsnllcn. '-'ZL s>n $«'• Sr- ßine g^e Rest ^Forderung, = ;u ',,1 X(Ä gatt In der nn v flnc Veränderung d ”5 Zchimn^ ifgA» d-w-t hätte in ztvcckmai, ^tabtcdveiter L Stabteutnndluj feitiqt gewesen, m gebaute Ttephan^l 9 2. Die vickfai giorb wäre bei Ar kommen, während Notz lebhaitcgcr 3. Turck der bahn- und Llrasr Segfall der Gkh ।ritt die Möglic §» , kt.liä' ; "i, benen •«ferlid)“ 39* «SA98 18^ Lb ä 1**0*" ß. Landen t : tzebe?^ flm der noch VUMt. .............. . h ic enthält das Nähere j। 'jytintr Versteigerung. Dienstag, den 21. b. Mts., nachm. 2 Ubr, versteigere ich Bahnhofstrahc 57 dahier gegen Barzahlung: 6 Eichenstämme, 2 Hobel- bänfe m. Werkzeug, 1 Druck- apparai, 1 Schreibmaschine, 1 Liassenschrank, 1 Nähmaschine, ein Fahrrad, Herren- und Damenstiefel, 1 Büffet, 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Schreibtisch u. m. a. Born, Gerichtsvollzieher __________in Gjeffen. 536 Schlaflos- igkeit. die Kranke, Nervöse, Herzleidende so oft herunter- bringt, Mattigkeit, Aovetit- mangel, Stuhl ».Urin beffern sich schnell, wenn man regel- mäffig Altbuchhorater .'TlarkNprndcl Nfark- quelle trinkt. Schon nach kurzem Gebrauch dieses vorzüglichen Heilwaffers werden Männer u. Frauen seine wohltüt.Wirkung emvffndcn, der Körper kommt zu Kräften und die alte Spannkraft und Lebensfreude kehrt zurück. Von zahlr. Professoren und Aerzten glänz, begutacht. Fl. 65u.95Pf. in d. Universitäts- Apotheke z. flold. Engel u. in den Drogerien b. Seibel, W. Kilbinger, Aug. Noll, O.Schaafu.ErnstNoll.sft'/, Russischer Brnettee, bester Hustentee, Orig -Pak. 1 Mk. Adler Drog., Seltersw. 39. Clio Schaaf. 140® Maare Verein für Lufllalirl in GieBea