Nr. 40 trföetnl NlgNch mti AuSnahm« bei Sonntag». Die „Metzener gnmfUenbiatter* werden dem ^Anzeiger* viermal wöchentlich betgelegl bal wHretsblati für bev Kret« Lietzen- «we»maL Wöchentlich. Die „randwtrlsttzaftltchev Leit» tragen- erschemeu monatlich troctmoL 163. Jayraaug Montag, 17. Februar 1913 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Tberheffen gfntnftrmsbrud and Verlag der BrLbl^cher UnwerlltätS - Buch- und StemöcudtttL DL Lange. Gletzen. Redaktion. Exvedttton und Druckerei» Schul» strotze 1. ExpediNon und Verlag; 6L mebQttioiue^lia. TeL-Ad^ÄnzelgerGietzea, Mb. Deutscher Reichstag. 118. Sitzung, Sonnabend, den 15. Februar. Am Tische des Bundesrats: Kraetke. Vizepräsident 'Dr. Paaschc eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Mn. < Jer lloilelat. '(Dritter Tag.) Abc;. Dunajski (Pole)' spricht gegen die Ostmarkenzulage und erhebt alte Klagen über angebliche Schikanen bei polnischen Briefadressen. Abg. Wendel (Soz.): Ein wesentlicher Unterschied in der Auffassung über die Aufgaben der Post besteht zwischen uns Sozialdemokraten und anderen Parteien nicht. Auch im sozialdemokratischen Staat wird die Post den gleichen Zwecken dienen wie jetzt. Freilich ist der sozial- dewokratische Standpunkt der, baß wir uns energisch dagegen wehren, baß die Post der kapitalistischen Erwerbsgier des Staates dient, und baß wir bessere Bedingungen für die Postangestellten verlangen. Was der Schatzsekretär vorgestern hier geltend machte, das ist ein Eingriff in das Budgetrecht, und wenn er uns auf den Weg dec Resolution verwies, so machen wir das nicht mit. Wir haben einen Horror vacui, einen Schauder vor dem Papier korb des Bundesrats. Französische Postbeamten fühlen sich in erster Linie als Staatsbürger, während Herr Kraetke das Prinzip der Staatsleibeigenschaft für die Beamten aufstellt. Herr Oertel hat den Staatssskretär dafür mit Lobsprüchen überschüttet; er meint, die Beamten haben staatsbürgerlich minderes Recht. Tie sozialdemokratische Partei ist e»ne Partei tote jede andere auch, und wer den Beamten wegen seiner Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie maßregelt, begeht einen Verfassungsbruch. (Lärmende Zustimmung der Soz.) Herr Oertel ruft zur strafbaren Handlung auf. Vizepräsident Dr. Paaschc: Das dürfen Sie von Herrn Oertel nicht sagen. Abg. Wendel (Soz.): Herr Oertel hat onch ahnungsvoll von der Zeit gesprochen, wo ein Sozialdeinokrat auf dem Platze des Staatssekretärs sitzen wird, und meinte, wir würden politische Gegner im Amte nicht dulden; er nannte ja wohl auch meine Person. Ich weiß nicht, ob mein Ehrgeiz nach dieser Richtung sich betätigen wird. (Ruf rechts: Na, na! — Große Heiterkeit.) Aber wenn ich Staatssekretär würde, so würde ich es mit Freuden sehen, wenn Herr Oertel sich im Rahmen der Postverwaltung als ein nützliches Glied der menschlichen Gesellschaft betätigen würde (Heiterkeit), ohne Rücksicht auf seine politische Gesinnung und Taten. Meint er das Gegenteil, so unterschätzt er mich und überschätzt ferne Gefährlichkeit. (Heiterkeit.) Allerdings müßte er vorher feine Brauchbarkeit erweisen. (Heiterkeit.) Ich fürchte, daß er bei der Prüfung gewogen und zu leicht befunden wird. (Große Heiterkeit.) Vizepräsident Dr. Paaschc: Aber, Herr Wendel, es steht das Gehalt des jetzigen Staatssekretärs zur Debatte und nicht des künftigen. (Große Heiterkeit.) Abg. Wendel (Soz.): Herr Oertel steht natürlich intellektuell weit höher als heute die Beamten. Nur auf den E i t b o t c n d i e n st würden wir verzichten muffen. (Heiterkeit.) Dem Herrenbewußtsein, von dem die Postverwaltu.ig sich lefien läßt, entspricht ein Korporals- griff in den beherrschen Schichten. Da wird in einer Versammlung ein Beamtenstreik für eine Beleidigung der Beamten erklärt. Bei Festlichkeiten singt mar „Im Anfang war die Tat". Das kling: revolutionär, aber oe- Staatssekretär braucht nicht zu erschrecken-, dieselben Leute .ennen sich nachher mit selbstquälerischer Wollust Staatsdiener, also Bediente. Wir haben Fit-nkiernngsmaschinen, aber es bleibt ein Rätsel, warum die Rcichspost gerade veraltete Maschinen einführt. Im Jahre 1912 sind zum ersten Male Postsendungen durch die Lüfte befördert worden. Tie Popbui aukratie hat einen zu kurzen Atem, um diesem Umschwung zu folgen. Ich bin kein Nörgler von Beruf (Heiterkeit.) Aber die Post handelt heute noch wie der preußische Generalposimeister Nagler, der wütend war über die Eisenbahn^ weil sie sch"eller fuhr als seine Schnellpost. Die Post erschlvert sich ihre Hauptaufgabe durch allerhand Nebenaufgabeu. So erklärt der Staatsskretür, er werde die Sozialdemokratie mit allen Mitteln bekämpfen. Diese Bekämpfung bewegt sich allerdings auf dem Gebiet der unfrei- willigen Komik. Es zeigt sich darin ein vormärzlicher Geist, der den Staatsbürger, lvas doch der Postbeamte ist, auf Schritt und Tritt beengt. Im Falle des Rechtsanwalts Pächter, dem die Verwaltung das Telephon abgeschnitten hat, weil er einen Beamten beleidigt haben fall, sehen wir einen Willkürakt; die Post maßt sich ein Hoheitsrecht an, das sie nicht besitzt. Sie hat das Monopol, dafür aber die Verpflichtung, jedem Staatsbürger die Einrichtungen zur Verfügung zu stellen, der die Gebühren dafür zahlt. Sonst müßte, was dec Post recht ist, der Eisenbahn oder einer Stadtverwaltung billig sein, und toenn ich einen Beamten beleidige, könnten sie mir die Kanalisation ab- schneiden. Der Staatssekretär soll den Beauftragten Pächters erklärt haben: Diesem Rechtsanwalt gebe ich keinen Telephon- anschluß. Ter Ausspruch eines unerhörten Herrentums! Ludwig XIV. sagte, der Staat bin ich, Herr Kraetke: Die Post bin ich! (Heiterkeit.) Eine Autokratie, die gerade beim bürgerlichsten aller Reichs. Minister, der weder adlig, noch Major bei den Gardedragonern oder Bonner Borusse ist, um so komischer ist; das richtige Post. j u n l e r t u m. Es gibt ja auch unvemüftige Beschwerden. So beklagt man sich über die mangelhafte Gummierung der Reichs, postmarken. Nun, wer Herrn Kraetke kennt und meint, daß er ein schlechter Kleber ist, würde sich sehr irren. (Große Heiterkeit.) Wir fordern die Trennung der Post voin Staate und Internationalisierung der Po st unter Ausschluß jedes Bereicherungsinteresses. Das mag heute als Utopie erscheinen, kann aber doch morgen verwirklicht werden. Be. dauerlicherweise lehnt die Postverwaltung immer noch die Er- Mäßigung der Telephvngebühren für die Presse ab. Wenn der Grund darin liegt, daß dem Staatssekretär gewisse Preßäußerungen unbequem sind, so liegt dies nicht an der bösen Presse, sondern daran, daß eben bei der Post etwas faul fein muß. Ich möchte noch einen Lokalwunsch beifügen, der Stadt Freiberg, die über 80 000 Einwohner zählt, den Telephonverkehr auch nach ° Uhr abends zu gewähren. Ich hoffe, daß Herr Dr. Oertel, der ja einstmals die Stadt Freiberg hier vertrat, soviel Anhänglich- feit an seinen alten Wahlkreis haben wird, diese Forderung zu unterstützen. Allerdings hat ja der Wahlkreis diese Anhänglich- leit ihm gegenüber nicht bewiesen. (Große Heiterkeit.) Bedauerlich ist es vielleicht, daß der Gedanke, in diesem Jahre JubiläumSmarken auszugeben, toieber fallen gelassen wurde. Auf der roten Zehnpfennigmarte hätte sich z. B. sehr hübsch eine sinnbildliche Darstellung des Kaisertvorts von der Sozialdemokratie als vorübergehender Erscheinung machen lassen und die Zwanzigpfennigmarke könnte man vielleicht nicht mehr blau, sondern blau und schwarz färben. (Vizepräsident Dr. Paasche ersucht den Redner, doch nicht solche Scherze zu machen.) Ich glaubte dem Staatssekretär damit wertvolle Anregungen zu geben. Dadurch würde er sich wohl aufs neue in der Gunst des Mannes befestigen, nach dessen Willen Minister kommen und gehen. Ginge es nur nach dem Volkswillen, dann säße freilich auf dem Stuhl des Staatssekretärs ein anderer. Staatssekretär Kraetke: Ich v-rzichte darauf, auf die Rede be-- Herrn Abg. Wendel näher einzugehen, angesichts der Art und Weise, wie er die Fragen behandelt. (Unruhe bei den Soz. — Beifall rechts.) Ich will nur protestieren dagegen, auf welch niedrige Weise (Große Unruhe bei den Soz.) er die Beamten e i n s ch ä h t, wenn er von ihnen als von Leibeigenen und Sklaven spricht. Tie Beamten werden nun die große Liebe und das große Interesse, das die Sozialdemokraten angeblich für sie haben, richtig einzuschätzen wissen, wenn hier im Reichstag ihre Wünsche in solcher Weise lächerlich gemacht werden. (Große Unruhe bei den Soz. — Beifall rechts.) Abg. Bruhn (Refpt.) spricht über Beamlensrageu. Vizepräsident Dove teilt mit, daß auf Antrag bet Abgg. Vrandhs (Pole) u. Gen. über die Resolutionen zur Ostmarkenzulage namentlich abgeftimmt werben wirb. Abg. Diez (Zentr.): Die Leistungsfähigkeit der Post, die mit ber enormen Verkehrssteigerung Schritt zu halten weiß, erregt in gleichem Maße Erstaunen unb Bewunderung. Tie Ungerechtigkeit ber jetzigen Telephongebühren - Orbnung sollte balbigst beseitigt werben. Ter Staatssekretär müßte erwägen, wie für bie kleinen Geschäftsleute, bie bas Telephon nur toenig benützen, bie Gebühren ermäßigt werben könnten. Wenn man uns von der Linken Vorwürfe wegen unserer veränderten Haltung gegenüber den Beamteuwünschen macht, so müssen wir dem entgegenhalten, baß wir nicht Agitations-, sonbern Realpolitik treiben. Die Kinderzulagen sind durchaus berechtigt; denn die kinderreichen Beamten nützen dem Staat nicht nur durch ihre Arbeitskraft, sondern auch dadurch, daß sie seine Wehrkraft stärken. Ebenso wichtig wie bie Vermehrung unserer Wehrmacht ist jeben- falls auch bie Unterstützung unseres Beamtentums. Dann, wirb der Geist ber Unzufriebenheit aus ber Beamtenschaft schwinden. Abg. Dr. Quarck-Cobnrg (9?otl.): Die Ostmarkenzulage ist nicht eine rein preußische Frage ober gar eine querelle d’Alicmagne't ber Dank für biefe starke preußische Ostmarkenpol'tik tritt im Süden des Vaterlandes immer unverhüllter zutage, bie Genugtuung über biesen Kampf gegen bie großpolnischen Gelüste für bie beutsche Not unb bie deutsche Sache. Die Polen sollten boch eublich bas Schlagwort vom Korruvtionsfonds lassen, sie sollten es ben Sozialdemokraten überlassen. Man verdächtigt damit bie Postbeamten im Osten ohne bie Spur bes Nachweises. Es wird von ihnen nichts weiter verlangt, baß sie in bem Kampf, der dort tobt, ihren Dienst versehen. Das Zentrum sollte boch wirklich auf ben Boben treten, der durch den Antrag auf Verallgemeinerung auch auf bas gemischte Sprachgebiet im Elsaß ihm gegeben wird. Hoffentlich gelingt es den Konservativen in ihrer Alliance- ftimmung besser als uns, bas Zentrum umzustimmen. Es ist sehr bebauerlich. baß bas Zentrum lediglich, weil sich bas Rad der Parteipolitik pedrehi hat, bie Ostmarkenzulage ablehnt und dadurch bie Schäbigung wohlerworbener Rechte her- beiführt. Der Redner äußer, sich bann zu einer Reihe von Beamtenwünschen, bie in ben eisten Tagen ber Beratung des Postetats schon behanbelt sinb. Wir wünschen eine feste Disziplin unter ben Postbeamien, aber ber Kasernenton muß boch burch- aus vermieben werben. Von ben vielfachen Einzelwünschen sollte bie Frage ber Altpensionäre über bas ganze Gebiet ber Beamtenschaft, nicht nur für bie Polt, geregelt werben. Wir behalten uns Vorschläge an geeigneter Stelle vor; treten aber heute für bi? Resolution ein. Wir erkennen dankend an, daß bie Postverwaltung sich auf bem Verkehrsgebiet energisch betätigt; z. B burch Schaffung van Ausi posten auf bem Laube. Damit macht sie moralische Eroberungen im Lande für den Reichsgedanken, fiskalische Erlvägilngen sollten dabei nicht in Betracht kommen. Abg. v. barmer-Zieserwitz (Kons.): lieber bie Wünsche ber Postbeamten hat mein Freund Oertel schon eingehend gesprochen. Wir haben sic in der Budgetkommission sehr gründlich geprüft, und wir haben versucht, die Erfüllung so zu regeln, daß Unzufriedenheit vermieden wird. Herr Kopsch hat ilns Konservativen ben Vorwurf ber Unfreunblichkeit gegen bie Beamten gemacht. Gewiß gönnen wir ben Beamten einen Anteil an dein Aufschwung in Verkehr unb Wissenschaft; aber woburch würben benn bie Aufbesserungen ermöglicht als burch bie Reform ber Reichsfinanzen; unb hat ba Herr Kopsch unb feine Freunbe mitgetoirft? Der Rebner trägt fobann in längeren Ausführungen die Wünsche ber Postagen ten vor. was ihm Dr. Oertel als besoiibers zu behanbelnbes Thema überlassen habe. Er begründet im Einzelnen das Bedürfnis nach Aufbesserung unb Erleichterung für diese Halbbeamten unb fordert dann weiter eine weniger stiefmütterliche Behandlung des platten Landes bei ber Bestellung; es ist zweimalige Bestellung am Tage schon früher zugesagt, aber beim Versprechen ist es geblieben. Die neue Fernsprechgebührenorbnung ist bisher leiber nicht znstanbe gekommen. Ich bitte ben Staatssekretär, für Wiebereiubringung eines Entwurfs sich zu bemühen unb habet für Verbilligung ber Fernsprechanschlüsse auf bem Lanbe zu sorgen. Staatssekretär Kraetke gibt seiner Genugtuung Ausbruck über die Lobhhmne auf den Telephcmgebührenentwurf. Tie Parteien, bie ben Entwurf in ber Kommission ablehnten, haben besonbere Wünsche für die Tarife in der Nahzone geäußert. Aber ihrer Erfüllung stehen verschiedene Interessen sehr stark entgegen, besonders von denen, die einen sehr starken Verbrauch des Fernsprechers haben unb bamit rechnen müssen, daß sie auch entsprechend mehr werden zu zahlen haben. Die Zahl der Gespräche in ben großen Stäbten hat übrigens eine ganz bebeutenbe Steigerung erfahren; in Berlin unb Hamburg z. B. wirb von ben einzelnen Leuten viel mehr gesprochen als in Newyork. Der Staatssekretär ertoibett auf bie Ausführungen bes Vorredners in Sachen ber Postagenten. Die Verwaltung erkennt ganz ohne Zaubern an, baß bie Poftagenturen eine sehr nützliche Einrichtung sind unb baß eine erhebliche Tätigkeit geleistet wird; fo z. B. sinb biefe Agenturen im Gegensatz zu ben Postämtern unb ben dort beschäftigten Beamten auch über bie Dienststunden hinaus tätig bei bem guten Verhältnis, bas in ber Bü'-gerschaft ir kleinen Orten besteht. Der Staatssekretär führt ober aus, wie erheblich das Einkommen ber Postagenten im Laufe ber Jahre — feit 1871 — gestiegen ist unb daß die Hilfe dec Familie ben Agenten boch sehr entlastet Jnbes ist anzuerkennen, baß nach manchen Richtungen Erleichterungen wünschenswert sinb, insbesonbere in Bezug auf ben Urlaub- bas untersteht jetzt ben Erwägungen. Der Staatssekretär verbreitet sich fobann über bie Verhältnisse ber Landbestellungen unb verliest einen Erlaß, wonach auch bei geringerem Verkehr bie zweite Bestellung, soweit von ber Bevölkerung Wünsche geäußert werben nicht eingezogen werben soll; wo es boch geschieht, ist es nur erforderlich, bei der Oberpostbirektion Abhilfe zu forbern । In seinen weiteren Darlegungen kommt ber Staatssekretär zu dem Schluß, baß es bei den Assistenten nicht angebracht ist, über die Forderungen von 1909 hinauszugehen. Der Bundesrat ist sehr zurückhaltend gegenüber den Resolutionen auf Erhöhung ber Gehälter der Unterbeamten unb mittleren Beamten. Eine Resolution auf Erhöhung i st eigentlich vom Reichstag noch gar nicht gefaßt worben, fonbern nur eine Resolution, bie den Reichskanzler ersucht, bie Gehälter auf benjenigen Posten, wo persönliche Zulagen drei Jahre lang bezogen waren, burch eine Zulage von 300 Md zu erhöhen, soweit die betreffenden Beamten vor 1900 in ben Dienst getreten sind. Das wäre eine Ungerechtigkeit gegen bie Assistenten, bie nach 1900 eingetreten sinb, z. B. die Militäranwärter, bie eine viel schärfere Prüfung ablegen müssen, als bie vor 1900. Aber eine Resolution, bie ben heutigen Wünschen entspricht, ist nicht an uns herangetreten. Ich habe sie wenigstens nicht bekommen; wie soll sie ba an den Bunbesrai kommen? Für bie Fernfprechverbinbungen geben wir jährlich viele Millionen aus, z. B. 1913 etwa 19% Millionen. Auch das badische Land kann sich nicht beklagen. Das Kraftwagenwesen bauen wir möglichst aus. Die Verschiedenheiten im Weltver- kehr suchen wir auszugleichen. Eine Telephonfreiheit der Für st e n besteht feit 1892 nicht mehr, seitdem das Telegraphengesetz eingeführt worben ist. In Hamburg wurde einem Beamten, der als Bürgerschaftsmitglied in einer Versammlung von Telegraphenarbeitern aufgetreten ist, nahegelegt, doch vorsichtiger zu fein. Das ist durchaus angebracht. Ein Beamter ist nicht nur Staatsbürger, fonbern eben auch Postbeamter. Seinem Taktgefühl muß es überlassen sein, zu Ausstellungen feinen Anlaß zu geben. Er bars nicht gegen bie Regierung so Vorgehen, wie es in Hamburg geschehen ist. Beamte, die man für geeignet gehalten hat. in ben Volksvertretungen zu wirken, sollten nicht außerhalb bes Parlaments so auftreten. Aus ihrem Vorgehen bagegen sollte man ber Verwaltung keinen Vorwurf machen, man sollte ihr bankbar sein. (Lachen.) Abg. Hnbrich (Vp.): Auch wir haben gegen eine Aenberung ber Fernsprechgebührenordnung nichts einzuwendeu. Der ganze Reichstag ist sich darin einig, daß jetzt für die mittleren unb unteren Beamten ein entscheibenoer Schritt enblich getan werden muß. Endlich müssen wir von den Worten zur Tat kommen. Die Beamten sind in ihren Wünschen nicht über das Mögliche hinausgegangen. Darum stehen ihnen auch alle Parteien einmütig bei. Ihre diesjährigen einmütigen Beschlüsse müssen auch von der Regierung befolgt werden. Der Reichsschatzsekretär hat zwar nur in feinem Namen, nicht in dem des Bundesrates gesprochen, aber ber Ton machte bie Musik. Der Bunbesrat soll sich feinen Täuschungen bingeben, der Reichstag hat schon Zurückhaltung genug geübt unb wirb feine weiteren Konzessionen machen. Auf einen Umfall ist nicht zu rechnen. Die Gehälter sind lange nicht in bem Maße wie die Lebensmittelpreise gestiegen. Auch wir müssen eine tiefe Verstimmung bei den Beamten fest- stellen. Wenn alles genau berechnet würde, so erhält ber Post- agent einen Stundenlohn vo" 3 bis 5 Pfennig. (Hört! Hört!) Leider wird ber Betriebsbien st gegenüber bem 93er» walfungsdienst als minderwertig hingestellt. Dagegen protestieren wir. Herr Wendel hat versucht, die Sache ber Postbeamten ins Lächerliche zu ziehen. Dagegen erbebe ich scharfen Wiberspruch. Wenn man ben Postbeamten Streikgedanken nahe« legt, so ist das eine Beleidigung für die Postbeamten. Die Beamten wissen, daß ein Verkehrsstreik ein Verbrechen am deutschen Volke ist. (Beifall.) Die Pflichttreue der Beamten ist wie Granit, an bem sich Herr Wenbel bie Zähne ausbeißen wirb. (Beifall.) Solange ber Reichstag sich so tapfer ber Postbeamten annimmt, wie bisher, ist bas Streikgespenst ganz wesenlos! Die beutschen Versehrsbeamten denken nicht daran, dem französischen Beispiel zu folgen. Lieb' Vaterland, magst ruhig fein! (Beifall.) Abg. Dr. Trendel (Zentr.)' führt Beschwerde, daß Prospekte oder Sonderbeilagen zu Zeitungen neuerdings von einzelnen Oberpostbirektionen verboten werben. Abg. Dr. Schah (Lothringer): Der Wunsch ber Postunterbeamten in Elsaß-Lothringen, denen ber Reichseifenbahn gleichgestellt zu werben, ist berechtigt. Montag 1 Uhr: Weiterberalung. Schluß nach 6 Uhr. ,■ Mona«, liederlich« der Todesfälle in der Stadt Sietzen. Die öeiitu 2 (2) Sport 3(2) folgt festgesetzt: 1 nach Gieren gebrockte .st ranke kommen. e Wetter 181. Februar lö. bis 16. 3,5 6 C. 16. 15. hlltrie wurden rilerie wurden fcrfiejert. Außc »Avisiom und Illlsgerüstet; i . ‘86UA'30wt*it&tv*«o*«9 » XwS) xjiUinWiw. Uber 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! SS 111323 39 533 63 73 917 S deethvvens (Oboe Gewähr.) CNacbdrock verboten.) (Oboe Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 96 136 764 1178 363 96 741 93 903 9 2092 ISS 10106 63 274 838 11188 236 71 696 799 1 2524 13186 370 463 1 4080 225 28 96 (200) 662 621 753 29123 64 47 872 424 762 651 34086 198 246 361 491 646 74 736 896 973 35113 3* 897 70417 29 590 758 71479 745 982 72077 187 732 772 269 20 7 297 642 98 446 2 0 0096 545 894 2 00106 36 12OO| SIS 3-il 969 81 12001 302 59 1200 ) 940 5f 215012 16 56 12. Hin 1818. Sur Meteorologisch« Beobachtungen der Station Sietze» 223 831 969 16226 626 617 46 88 706 1 8348 501 819 27 675 963 31142 33223 66 28 879 896 113067 169 399 817 67 948 930 84 115210 86 418 11000] 945 1 04198 401 658 791 106076 638 867 921 61 108326 725 87 1 09067 168 832 286 946 679 308 860 931 15135 1200J 37 1 7024 365 499 630 232 442 634 738 492 202 214006 218 442 400 803 825 723 938 130 350 414 967 490 492 612 747 881 803 835 748 SV 103 408 734 II00001 53 211007 127 2 1 2067 474 299 94 658 93 923 34 67139 88 990 61 41 904 611 862 472 846 647 144 391 786 602 662 192 704 436 747 765 Mai nach Wil- Gesellschafrsfahrt Gesellschastsfahrt Tyulba: 27. Juli Gesellschastsfahrt in versfeld und 202 302 604 68 975 6 2179 416 580 6 8010 278 316 79 88 556 774 16001 6 4023 188 368 *89 613 746 57 5 5077 466 604 5 6 830 5 7 6 7 073 811 434 532 5 8067 61 88 406 646 725 883 950 65 93 560*8 336 37 40 803 30 804 96 919 76 63000 604 717 6 4477 46 6 5029 403 91 620 6 6368 SSL 848 70 308 470 648 381 96 66188 46V 607 68087 91 286 321 519 310 47 397 686 740 98 920 91 110064 169 327 886 112144 447 1200) 829 114167 382 414 631 767 wteae r*fall'»®, und «war je einer aef die Loee gleicher Kämmet le dee beiden XMelleegee I and ll 124 27 79 602 711 1139 1300 ) 721 39 89 826 2059 94 204 466 656 4006 12 232 946 92 99 4048 102 267 436 723 880 5379 95 698 641 724 83 6054 142 324 668 719 7 066 263 672 780 89 8389 406 29 68 513 44 1300] 64 747 924 1200) 8168 316 874 86 269 457 630 1200] 725 800 93 806 66 105010 606 676 107049 133 274 603 26 774 165016 168066 168014 108 600 24 837 144009 121 60 145086 99 122 660 85 736 146173 814 147099 140 1200) 405 762 148213 40 83 363 492 761 877 149136 280 676 150034 268 308 35 439 79 937 77 1 51160 67 734 | 200) 827 94 980 1 52188 775 833 97 1 5 3002 360 680 97 707 922 1 200 ) 79 84 1 5 4003 42 54 124 16 841 15 5 058 1 48 440 616 67 682 849 1 56118 507 626 3 6 797 1 5 7069 238 1300 ) 337 460 667 96 420 64 611 660 768 906 21 1E424S 49 381 465 6b. 185296 762 354 SSL 186056 153 377 1 8 7065 222 1200) 188104 314 81 891 941 189071 100 509 97 190044 53 134 258 382 641 [800] 191328 408 5* 62 818 zrc 20 9 269 387 1300] 686 680 2 1 0047 71 222 43 833 90 774 77 1200) 876 911 213002 43 1400) 167 548 82 2S ne ne Höchste Temperatur am Niedrigste , , Niederschlag: 0,2 mm. 62 334 470 545 46 686 962 924 86 30070 116 481 716 33 32129 44 210 681 850 930 809 952 158490 813 80 98 159097 251 480 803 70 906 160028 124 238 41 451 874 161070 119 37 1 6 2072 168 223 663 677 864 929 1 63181 88 987 1 84188 270 448 CIO 718 846 68 967 70 86 138 1300 ) 381 606 67 73 708 SOS 12001 19 369 446 534 962 1 6 7 200 6 601 2 67 733 962 68 78 100 79 80 1300 ) 638 1 64 478 712 1 6 5087 86 93 323 46 921 166 274 620 33 711 810 167192 438 637 851 166 256 394 678 649 710 941 165118 1300) 413 616 17O380 533 673 1300] 918 83 1 7 1 044 59 120 789 95 1 7 2 464 627 669 660 1 7 3 308 423 607 174133 49 SS 363 840 962 1 7 1081 328 309 64 426 19027 266 69 466 608 602 933 29016 142 97 216 1.300) 370 406 97 712 841 972 2 1 083 123 68 1300 ) 201 688 98 (800 ) 730 2 2076 312 711 30 «03 96 2 3012 103 254 308 19 72 519 65 694 (200) 747 849 920 1300 ) 21 2 4024 78 172 383 441 589 609 80 760 88 906 29 25176 617 613 717 52 829 65 26236 553 973 2 7197 273 426 (200 ) 846 60 946 2 8247 1400] 148 60 250 62 79 812 28 787 966 1 04109 aft ' ok. Alsfeld, 16. Febr. Bei der gestern und heute ab- tzehaltenen G e f lüqel au s stel lu n g des Lreisgcilügel.;ucht- Vereins Alsfeld wurden 95 Preise verteilt. Ehrenpreise erhielten Hch. Schmidt-Münch-Leusel für schwarze Minorka, £xf) Steinbrecher-Alsfeld und Hch. Weiß-Kleinhof für rebhuhnfarbige Italiener, Phil. Rothley-Msfeld für schwarze Hamburger, W. vanack- Zell für rebhuhnfarbige Italiener, in der Klasse Tauben Paul Lausch-Alsfeld für blaue Llsterkröpfer, Joh. Jost Ill.-Äolzburg für langschnäbl. Äannoo. Tümmler, Weißaugen, schwarz mit Bärtchen. 1. Preise erhielten: Joh. Lerch-Renzendorf für Pln- mouth-Rocks, PH. Södler Nieder-(Gemünden einen für weiße ^unb einen für schwarze Wyandottes, L. Stoll-Lehrbach iür gelbe Italiener, vch. Euler-Lber-Breitenback für rebHuhns. Italiener, X)(f). Weiß-Kleinhof für blaue Brieftauben. Weiter wurden 18 zweite Preise, 44 dritte Preise und 20 lobende Anerkennungen verteilt. .Die 'Ehrenpreise bestanden in Geldbeträgen,, die von dem Landwirtschaftstammer-Ausschuß und vom veranstaltenden Verein gestiftet worden waren. "Pferde und I o h l e n a u k t i o n. In Darmstadt findet am 25. Februar aid dem Pierdemarktolaß eine Auktion von >80 Pferden und Johlen statt, welche hessischen Landwirten geboren. Tie Auktion wird von der LaudwtnsckastSkammer veranstaltet, welche auch die zu dem Eintritt auf den Pferdemarklviatz berechtigenden Kataloge gegen Einsendung von O,-'O Mk. versendet. Handel. •’ Konkurse in Hessen. Heber das Vermögen des Gastwirts und Hausierers V e t. Job. Born in Cb e r -'Dl ö r l esu wurde am 8. Jebr. das Konkursverkahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Brücber in Bad-Naubeim wurde zum Konkursverwalter ernannt. .stonkurHsorderungen sind bis zmn 26. Jebruar bei dem Anitsgericht Bad-Nauhenn anzumelden. — lieber den Nachlaß des am 1. Nov. zu Naunheim verstorbenen Weinbinders Moritz A u t. P b i I. 91 n g. Rittet wurde am 7. Febr. das KonkurS- veriahren eröffnet. ' Gerichtsvollzieher i P. Spreng in Groß-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen find bis zum 1. März bei dem Amtsgericht Groß-Gerau auzumelden. — lieber das Vermögen des Steinmetzen und Kinematoaravheu' besitzeis Emil 'Dl art in II. in Alsfeld wurde am 13. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Bergheimer in Als» fei ö wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungeu sind bis zum 4. Mar; bei dem Amtsgericht Alsfeld anzumelden. — lieber das Vermögen des Leo Klinger zu Offenbach wurde am 20. Januar das Konkursverfahren eröffnet. Rechts- cmwalt Tr. Guggenheim zu Offenbart) wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorderungen sind bis zum 5. März bei dem Amtsgericht Offenbart) anzumelden. 81 (200) 601 (500) 87 903 2 1 0237 82 560 706 13 85 70 839 2110« 318 470 657 988 2 1 2332 533 924 88 ; 200 J 210 »0 _ 304 916 42 2 1 5197 313 639 87 1400 ) 688 836 " 2 1 5048 89 208 ( 200 | 366 814 79 99 216043 ll* 386 711 (60000) 2 1 7771 2 1 0047 121 378 488 580 84 TM Die Ziehung der S. Klwe findet bmu eM U. Dießen-Koblenz. — Deutscke Beteiligung a m H o l m e n k o l - R e n n e n. An dem vom 27. Februar bis 3. März in EKristiania stattfindenden Holmenkol-Remien, der fogennnnien 'ILieItineiiieric(inft im Skilauf, nehmen auch Heuer wiederum bent'rfic Skiläufer teil Tie henrine Mannschaft ist sehr gut und vielseitig. Karl Böhm-Hennes vom Thüringer Wintersvort-Verband, der letztes Jabr im Holinenkol- Runen schon prämiiert wurde, wird sein Glück zum drstlen Male versuchen; er startet in der Klaffe der beim Holmenkol-Rennen bereits prämiierten Senioren; Miles Gregon; vom Th’iiubfner Sportklub und Baader-München vorn Skiklub Schwarzwald starten, "ba beide noch nicht 20 Jahre alt sind, in der jüngsten Klasse; sie (haben das Probeivriugen am Hegqelnillet-Hügel und das Springen -am Holmenkol-Hügel mitzumachen. I. Schult-München vom Ski- cklub Schliersee startet in der Klasse der bisher nicht prämiierten Senioren. Er hat also mit Böhm-HenneS Tauerlauf und Sprunglauf mitzuniacheu. Als Sprungläuser ist er wohlbekannt, als Tauerläufer ist er vor 10 Tagen am 42-Km -Rennsteiglauf in sOberhof als 2. Sieger ausgezeichuc!. In der Klasse der Senioren über 30 Jahre (nur Sprunglauf' startet als fünfter Deutscher Sport- ifchriststester E. I. Luther-München vom Gießener Schiklub, bein auch die Führung der Mannschaft und die Vertretung des deutschen Skiverbandes obliegt. Durch diese fünf Väu'er ist Deutschland also Heuer zum ersten Male in allen Klassen des Holmenkol- RennenS vertreten. ♦* Der Allgemeine Deutsche Automobilklub, Gau III Nord, Hessen und Hessen-Nassau, hat in einer Vorstands- sitzung das Fahrtenprogramm für 1913 wie 30. März Gefellschastsfalnst nach Weilburg: 4. A. D. A. C.-Fahrt nackt .Heilbronn; 13. Juni 683 763 932 65 36114 212 343 588 769 819 3 7 284 377 611 80 82 908 3 0620 816 967 3 0006 272 527 884 40146 224 84 327 505 768 842 930 74 4 1 019 234 1300) 38 317 66 (200) 616 706 902 42102 812 23 82 40173 274 327 486 (300 ) 89 98 834 46106 751 79 946 48 45166 210 30 343 412 613 99 983 | 200 ) 46163 69 104 937 91 4 7 089 97 ( 200 ) 398 433 570 711 69 941 48212 420 512 829 922 4 0 211 304 616 830 73 50136 63 666 707 96 61063 188 289 667 324 849 990 5 2048 74 ( 200 ) 277 306 4 3 46 94 487 802 6 18 53066 138 öl 348 828 786 967 5 4013 137 63 376 457 68 646 67 12001 734 8crdoppclt ist. Mit diese, dir rumäni werden. Tas r. Lx - 56 Mill . ägt M ’ Ifür den Decks I zricdensstani I Rann, 2037 I -jrieben 40 J lir 1 Reservel I in 3 Maxim | 'chuiengemeh I utHerie forn hnibverm I -lunberufene ft/Mnchen M n?’ der prolr S und bet KM stehen, r'nien in den !./Mesdicnsi '^Lnurgie, .^Mensche I vJtnt und , UM d? ( > gespce L^ner (W, wie i ’7°tfnen Au \ i J’ne genaue -..'7 nickt bi Im frl(k un • ?n INak Trn. r?°3en h. N I ?! t. .5. inca r ti>d ^nd in ne« -,teter. Ättbtn L ' v Btr tz fat S,et l . nebc 161M 6 tess W Ms ft Tageswn J potniiiW5 y vermiscbtes. * Rätselhaftes Verschwinden. Ter langjährige -Musikr^erent der „Minchener Zeitung" Arthur Hahn ist aus einert Krankheitsurlalck. den er im Mai vorigen Jahres antrat, nicht mehr in seine Stellung znrückgekehn Für den völlig rätselhaften Fall ist nun keine andere Erklärung mehr übrig, als öafi Halm das Opfer eines Unfalls oder eines Verbrechens geworden ifl. Mit ihm ist feine Gattin verschwunden. Die „Münch. 3 ei tun«" hat selbstverständlich, und zwar schon vergangenen Ä.erbst, ErhÄmngen angestellt, aber feine dieser Bemühungen hat einen Erfolg gehabt. Nachforschungen in der Münchener Wohnung des Bersckwllenen, die seit dem Sommer in voller Einrichtung verlassen daliegt, Ijabcn ebenfalls keine Aufschlüsse gebracht. Ter letzte Brief Hahns ist aus Breitenbach bei Sterzing datiert und vom 31. Juli 1912. Tarin erbat er einen Nachurlaub mit dem HinHufügen, daß er sich nach dem Schwarzwald begeben wolle. Seit jener Zeit war nichts mehr über seinen Verbleib zu erfahren. T-ie guten Beziehungen, die .verrn 5)ahn in fast ?,wanzigfähriger Tätigkeit mir seinem Blatte verbanden, lassen es völlig ausgeschlossen erscheinen, daß er etwa ftillsckstveigend irgendwo eine andere Existenz gesucht haben könnte. Tie„Münch- ner Zeitung" wendet sich darum heute an die Presse, vor allem Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Büdingen. Auf das Eilwesandt aus Tübingen in der Samstagnummer sei dem ersten Einsender in 9tr. 34 ein letztes Wort gestattet. Es war nicht die 9ll»sicht des Einsenders, eine längere Auseinandersetzung herbeizuführen, doch erfordert die Erklärung des tzerni .B:eisrats eine kurze Erwiderung. Zu 1 ist zu bemerken, daß Einsender gerne glaubt, ein Einfluß auf die Haltung des .streisblattes solle nicht ausgeübt loerben. TaS Eutsck)eidende ist aber doch, daß die Auffassung allgemein bahin geht, die Bemerkung des Großh streiSratS vom öingei'anot-- mtfug int Kreisblatt sei eine Zurechtweisung. Aas sollte )ic denn sonst sein? Sie wird ja nun allerdings abgcschwächt und wieder gutgemacht. Zu 2 ist zu bemerken, daß von einer Ungerechtigkeit keine Rede sein kann. Wenn der Herr Krcisrat zu einer angeregten Frage in einem Eingesandt Stellung nimmt, ist es sein gutes Recht, das ihm ganz gewiß niemand bestreitet. Etwas anderes ist es aber, wenn neben der behandelten Frage von einem Eingesandt-Unfug gesprochen ivird. Das ist nicht mehr Stellungnahme zu einer angeschnittenen Frage, sondern eine Zensur, die als Ruma Politik klganen M 1 Lgdffen lehr Lmädite würd' kr zum Ujj Bulgarien ■crorben. Die Lksichts des d LDnbt'r5 intere] E betrug, wie i,^?Mlione .^21,8'W allen jährlich 1J p- Ausbruch d W der Tru betrug 3o<( t?.U Mann, l1 ki die Lperat BtidillDne, 58 s?Ji h Valteneen, kc mit einem 1 llrn, 722 Äesch I chrslen käme, rdif Feldartil kschützc Kauet, ck», zum Teil ilgsartillerie 1 Batterien Haber L Gebirgsges« ■ / , p1 Oefert billigst die Brühl’scH Kuverts mit Firma üäääs , io: 86(16) 26 (11) 4 (1) 6 -4) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts Febr. ü - o -2 65 starben am Zufammem Erwachsene: UN L Lebensjahr: Wockenneber 1 (1) 1(1) — Tuberkulose 2 (2) — — Lungenentzündung anderen Lungen- KD 1(1) — kraukbeiten 2(1) 2(1) — L>erz(raukheit 1 1 — Srtstaailuß 1 1 — (izehlrukraukheiten 2 1 1 Darrukatarry 1 — 1 Blinddarinent-ündung 4 (3) 1(1) — Nlereuentzuudung 1 1 — Neubildungen 6(4) O (4) — Selbiuuord 1 1 — Unglürtsiall 1 (1) KO — anderen «ranbeiten 12 (3) 10 (2) 2(1) ■E K5 1« Zs $ 5 CD nitpu ui® tßhtbft 1. J 6. CD IO u S 1 52,91 52,3 ! 30 01 29 38 51 82 NNE NE 2 2 0 10 Bew. HimmW Bed. , 1 17. 7» 49,6 1 0,4 3,9 82 E 2 10 Schnee