Jahrgang Erstes Blatt Dienstag, 20. Mar PlZ Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Ntk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Pcrantwortlich für den politischen Teil: August Nr. \\5 Ter Giehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GietzenerZamilienblätter: Siücnnal ivöchcntl.Breis: biatt für den Ureis Siegen (Dienstag und Freitag); zweimal nronatl. Landwirtschaftliche seitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Auzcrgcr Bietzen. ' Genemz-Anzeiger jur Vveryeyen t-m **, /-Borin ischtes ^imb Uch"dl^Tagesnununer Rotationsörucf «nd Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und §tein-ruckerei u. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: §chulstratze 7. -Stadt und bis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchästtstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: 'H. Beck! Tageskalender aus dem Jahre 1813. 2 0. u. 21. >M a i. 2tägige Schlacht bei Bautzen. Napoleon erkauft den Sieg mit einem Verlust von 25 000 Mann. Die Verbündeten verlieren 12 000 Mann. Die hessische Brigade hält den -W i n dm'ühl e n b e r g bei Gutta besetzt. Die elsaß-lothringischen Ausnahmegesetze. Straßburger Blätter bestätigen die Meldungen der Pariser Zeitungen über die in Vorbereitung befindlichen Ausnahmegesetze für die Reichslande. Es muß im höchsten Maße eigentümlich berühren, daß derartige Gesetzesvor-- schläge, ganz abgesehen davon, daß hier wieder einmal der so oft beklagte Falt bedenklicher Indiskretionen vorliegt, auf dem Umwege über französische Zeitungen dem deutschen Publikum bekannt werden, wie wir ja in ganz ähnlicher Weise wiederholt, so auch jetzt wieder bei der Bagdadbahn- frage, aus der englischen Presse über unsere internationale Politik informiert werden. Das sind Mißstände, gegen die seitens der Regierung endlich einmal mit aller Entschieden- heit eingeschritten tverden sollte. Was die fraglichen Gesetzentwürfe betrifft, die angeblich schon dem Bundesrat zugegangen sind, so handelt es sich hier nach den von Straßburger Blättern bestätigten Meldungen der Pariser Zeitungen um zwei Vorlagen, nämlich einmal um eine Verschärfung des Vereinsgesetz c s und zweitens um eine solche des Preßgesetzes. Das Reichsvereinsgesetz vom 19. April 1909 gilt für das ganze Reichsgebiet, mithin auch für Elsaß-Lothringen. Bei der Beratung des Gesetzes war bereits erwogen worden, ob mcht mit Rücksicht aus die besonderen Verhältnisse in Elsaß- 9othrmgen verschärfte Spezialvorschriften ausgenommen werden sollten, aber man ließ den Gedanken damals fallen Was die Regierung anfangs geplant hatte, will sie nach den erwähnten Meldungen jetzt durchsetzen, und zwar ivird in. der Begründung des Gesetzentwurfs den Meldungen der Pariser Presse zufolge darauf hingewiesen, daß die Cin- sfühmrng Les Reichsvereinsgesetzes in Eksaßs-Lothringen mcht den gehegten Erwartungen entsprochen habe. Es habe sich gezeigt, daß das politische Berantwortlichkeitsgefühl in einem nicht unbeträchtlichen Bruchteil der elsässischen Bevölkerung nicht genügend lonsolidiert sei, um siel) von der Bildung und Teilnahme an Organisationen zurückzuhalten, deren Zweck mit ben nationalen Interessen unvereinbar ist. Die V o r l a g e ü b e r das V e r e i n s g e s e tz soll dementsprechend die Bestimmung enthalten, daß in Elsaß-Loth ringen die Vereine außer den in Art. 2 des Veretnsgesetzes aufgezählten Gründen dann aufgelöst werden können, wenn ihre Tätigkeit die öffentliche Sicherheit bedroht, oder wenn sie andere Zwecke als die durch die Satzungen bestimmten verfolgen. Diese Bestimmung richtet sich in erster Reihe gegen die Mülhauser Ortsgruppe der „Ligue aerienne de France", die nach Art. 1 ihrer Satzungen den Zweck verfolgt, bei der Entwicklung der Macht Frankreichs im Wege der Luft mitzuwirken, weiter gegen den Verein ehemaliger Fremdenlegionäre und endlich gegen die zahlreichen Vereinigungen im Reichsland, die unter allerlei unverfänglichen Vergnügungsvereinsfirmen mehr oder weniger undurchsichtige und bedenkliche Bestrebungen verfolgen. Die zweite Vorlage soll die Einführung des Reichs Pressegesetz es für Elsa ß-L vt hr r n g e n unter Hinzufügung einer verschärfenden Bestimmnng über den Vertrieb ausländischer Druckschriften be=- zwecken. Schon bei den Beratungen über die Verfassungsvorlage für Elsaß-Lothringen war im Ausschuß von der Reichspartei ein entsprechender Antrag gestellt worden, der aber unter den Tisch fiel. Die in der neuen Vorlage vorgesehene, diesem Anträge nachgebildete Bestimmung besagt: „Das elsaß-lothringische Ministerium kaun die Verbreitung einer Zeitschrift oder Zeitung in Elsaß-Lothringen, die im Auslande erscheint, ganz oder teilweise verbieten. Diese Bestimmungen sind auch auf diejenigen Zeitungen und Zeitschriften anwendbar, die zwar innerhalb der deutschen Reichsarcnze erscheinen, aber nicht in deutscher Sprache abgefaßt sind. Der Humor der Sache liegt iu der für die elsässischen Französlinge höchst peinlichen Tatsache, daß diese Bestimmung einer französischen Gesetzesvorschrift entspricht, so daß )id} die Herren Wetterle und Genossen darüver eigentlich nicht beklagen können. Ueberhaupt muß hervorgehoben werden, daß man in Elsaß-Lothringen dies Vorgehen der Regierung in erster Reihe dem sattsam bekannten Treiben des Herrn Wetterte, dessen Propagandareise in Frankreich noch in frischer Erinnerung ist, und dem seiner politischen Freunde verdankt, wie sieh, dieser Paragraph ja auch zu erster Reihe gegen den in französischer Sprache erscheinenden „Nouvelliste" des besagtet: „deutschen" Volksvertreters richtet. In der Begründung der Vorlage wird denn auch betont, daß die Regierung besonderer Mittel bedarf, um der vom Ausland unterstützten Propaganda dieser Blätter entgegenzuwirken. Wie perlantet, sollen die fraglichen Vorlagen dem Reichstage im Herbst zugehen; als sonderlich günstig wird man freilich ihre Aussichten nicht bezeichnen Immen, da sie aller Voraussicht nach außer von den Sozialdemokraten auch vom Zentrum belämpft werden dürsten. Wenn übrigens von französischer Seite betont wird, daß durch ein solches Vorgehen die deutsch-französischen Beziehungen verschlechtert würden, so kann man über diesen Einwand achselzuckend zur Tagesordnung übergehen. Denn besagte Beziehungen haben sich wich ohne derartige Gesetze hinreichend verschlechtert, und im übrigen pflegen die Fran- zosei: uns auch nicht tim Genehmigung ihrer autonomen Gesetzgebung zu ersuchen. wiederholte Meutereien in Krankreich! Wie aus T o u l gemeldet wird, versuchten Mannschaften der 77. Brigade, zumeist Soldaten des 145. und 153. Infanterieregiments, am Sonntag nachmittag abermals eine öffentliche Kundgebung gegen die Zurückbehaltung der Jahresklasse. An 400-Soldalen versammelten sich aus dem Uebungsplatz Dommartin und faßten den Plan, in geschlossener Gruppe nach der Stadt zurückzu- kehreu, um dort vor der anläßlich des Militärkonzerts versammelten Volksmenge gegen die Zurückhaltung der Jahresllasse zu demonstrieren. Der Stellvertreter des P1 a tz k o m m a n d a n - ten, Artillerieoberst Beuchon ritt nach dem Uebungsplatz und bemühte sich, die Soldaten in ei ne r Ansprache von dem Plan ab zu bringen. Seine Ermahnungen wurdet: anfangs von dem größten Teil der Soldmten gut aufgenommen, doch mußte der Oberst angesichts der widerspenstigen Haltung der Rädelsführer unverrichteter S a ch e in die Stadt zu rück kehr en. Er entsandte In f a n t eri ep a tro u i ll en sowie eine Ab te i lu n g Gendarmen und Dragoner nach dem Uebungsplatz, um die Ansammlung zu zerstreuen. Die Manifestanten flüchteten in die Felder und Weinberge, wobei es zu Raufereien kam. Auch sonst spielten sich peinliche Szenen ab. So weigerte sich ein Korporal! der von dem Obersten Beuchon entsandten Patrouille, seinen Diensj: zu tun und legte das Erwehr nieder. Er wurde von einem anderen Unteroffizier sofort verhaftet. Die Zivilbevölkerung, die über die Haltung der Soldaten sehr entrüstet war, leistete den Gendarmen und Militärpatrouillen Beistand, um die Ordnung wiederherzustellen. Eine Anzahl Soldaten verschiedener Waffen- gattungen wurde festgenommen und nach den: Arrest gebracht. Auch ein sozialistischer Arbeiter, der "an der Kundgebung teilgenommen haben soll, wurde verhaftet. Die Militär- und Zioilbehörden in To ul hielten eine Besprechung ab, räi: der sie über die zur Verhinderung derartiger Vorfälle erforderlichen Maßnahmen sich verständigten. Zu den Vorfällen in Toni meldet die Agence Havas: Als der Platzmajor von Toul allein auf dem Uebungsselde Dommartin, mir dem die Soldaten gegen das Gesetz der drei- jävrigen Dienstzeit demonstrierten, anlangte und sie anfforderte, .uiseinander zu geben, erwiderten d i e D em o n st r a n te n: Lieber den Sirieg! W i r wollen uns wohl schlagen, abernicht drei Jahre hier bleiben! Zivilpersonen und Mitglieder uoi: Schützenvereiucn mußten den noch verhandelnden Major befreien. Als eine Abteilung Kavallerie auf seinen Befehl erschien, zerstreuten sich die Soldaten in Unordnung. Ein Leutnant iic Zivil, der die Ordnung wiederherstellen wollte, ivurde von unge'ähr 15 Soldaten übel behandelt. Zivilisten befreiten ibn, wieien die Soldateii zurecht und führten mehrere zur Wache Um 7 Uhr abends war die Ordnung wieder hergestellt. Der Kommandeur des 20. Korps traf abends in Toul ein, er ist von: Kriegs- minifler beauftragt worden, Bericbt über die Angelegenheit zu erstatten. Allen Oifizieren wurde besohlen, sich in die Kasernen und Baracken zu begeben. Bel iort, 19 Mai. (Agenee Havas) Soldaten des 35. Linien- Regimenls veranstalteten heute Vormittag eine K u n d g e b u n g gegen die dreijährige Dienstzeit. Dabei soll die Internationale gelungen und ein Feldwebel mißhandelt worden sein. Der Ober fl ließ das Regiment i ii der Kaserne untre t e n u n d hielt eine patriotische Ansprache. Fünf Personen sollen verhaftet worden sein. Da; Ergebnis ber preußischen Lan-tagrwahten. Berlin, 19. Mai. Heute mittag ein Uhr liegen die Endergebnisse der Wahlmänn erwähl von 276 Wahlkreisen vor. Danach sind 393 Abgeordnete als gewählt anzusehen und 50 Stichwahle n sind erforderlich. Bisher sind gewählt: 141 Konservative, 48 Frei- konservative, 57 Nationalliberale, 25 Volkspartei, 101 Zentrum, 12 Polen, 2 Dänen, 7 Sozialdemokraten. An den 50 Stichwahlen beteiliget: sich 21 Konservative, 14 Freikonservative, 23 Nationalliberale, 14 Volkspartei, 6 Zentrum, 1 Pole, 1 Bund der Landwirte. 1 Deutsch-Sozialer, 19 Sozialdemokraten. Die Konservativen gewinnen 7 und verlieren 10, die Freikonservaliven gewinnen 1 und verlieren 5, die Nationalliberalen gewinnet: 8 und verlieren 4, die Volkspartei gewinnt 4 und verliert 5, das Zentrum gewinnt und verliert 4, die Sozialdemokraten gewinnen 1, die Polen verlieren 2. Die 5rie-eitSM§sichlert. London, 19. Mai. Sir Edward Grey hak heute im Auswärtigen Amt die Mehrzahl der Friedensdelegiertenl empfangen. Wie Reuters Bureau aus diplomatische:: Kreisen erfährt, herrsche n och große llngc wiß heik darüber, w e t ch e r W e g für den F r i e d e n s a b s ch l u ß e i t: g e s ch l a g e u werden wird. Es ist kein Anzeichen dafür vorhanden, daß die Verbündeten, ausgenommen Bulgarien, bereit sind, die Friedenspräliminarien in der gegenwärtigen Form zu unterzeichnen. Es liegt Grund zu der Annahme vor, daß die griechischen und serbischen ^e^cgier- ten von ihren Regierungen die nötigen Instruktionen für Darmstädter Hoftheater. Du r m st a dt, 18. Mai. Die Meistersinger-Aufführung, die heute als sechster Abend der Frühlingsfestspiele der Darmstädter Hofbühne in Szene ging, wird allen eine bleibende Erinnerung sein. Der Generaldirektor Dr. Eger hatte selbst die Spielleitung übernommen. Die ungeheure Begeisterung, die nach jedem Akk hervorbrach, galt vor allem auch ihm. So viel man aber am Schlüsse des Abends auch „Eger" rief, er kam nicht. Daß man seipe Meisterschaft aber voll würdigt, wird ihm bewußt geworden sein. Musikalisch leitete Hoflapellmeiste-r Leo Blech von: Berliner Königlichen Opernhaus die Vorstellung. Wie bei der „Walküre", so zeigte sich auch henke, daß Blech be- soiitzers das Lyrische hervorhebt. So baute er auf diesen Grundakkord der Oper das Ganze zu einer wundervollen Einheit aut. Das vortreffliche Darmstädter Orchester ging auf alle seine Wünsche ein. Herr Walther Soomer sang den Hans Sachs. Nimmt man Feinhals aus, der ihm vielleicht nur gleichkommt, so gibt es keinen Sänger auf den deutschen Bühnen, der eine so in allen Teilen fertige Leistung vollbringen kann. Eine reife und edle Kunst mischt sich hier mit seltenen Natur- gabci!. Als Walther Stolzing ließ sich Herr Rudolf Berger tion, der Berliner Kgl. Oper hören. Anfangs etwas unentschlossen, griff der Sänger aber im weiterei: Verlauf des Abends kräftiger zu und steigerte seine künstlerische Straft, bis er ihm im Preislied kaum zu Ucberbietendes abrang. Frl. Uhr vom Frankfurter Operrchans war als Eochen von liebreizender Anmut. Das gewisse „Schnippische", das sie iu Spiel und Stimme 'legte, stand ihr ausgezeichnet. „Ihr wohlgebildeter Sopran gestattet ihr die größte Ausdrucksmöglichkeit. Den David sang Herr Tchramm (ebenfalls vom Frankfurter Opernhaus). Der Künstler gi-lt /mit Recht als einer der ersten David-Darsteller; er wird ja als solcher auch in Wahnfried geschätzt. Von den einheimischen Künstlern verdient Herr Georg Weber das höchste Lob. Er stand in dieser Partie zum I ersten Male auf der Bühne, bot aber eine bis ins kleinste j durchgearbeitete und fertige Leistung, so daß ihn das Publikum befouders rief. Als Pogner zeichnete sich Herr Stephani aus, als Magdalena Frl. Jacobs. Die neuen Bühnenbilder sind, wie gesagt, vom Generaldirektor Dr. Eger entworfen und von Herrn Kurt Kempin ausgeführt. Das Innere der Kirche und Sachsens Stube sind in einfachen Linien gehalten. Geradezu unvergleichlich war der zweite Akt (Straße iu Nürnberg). Die Festwiese dagegen schien mir weniger gelungen. Sie machte einen zu beengten Eindruck. Es fehlte der weite Blick. Auch der allzu hohe Sitz der Meister wollte sich dem kleinen Rahmen nicht recht atipafsen. An und für sich ist gegen diese Anordnung nichts cinzuwenden, wenn eben ein größerer Raum für die Wiese selbst zur Verfügung steht. Auch die tanzenden Ballettmädel könnte man vielleicht abschaffen. Für Wagner will das so wenig passen. Die Chöre, von Herrn Chordirektor Robert Preuß. einstudiert, klangen rein und sicher. Es war ein Feiertag, den heute das Darmstädter Hoftheater und Dr. Eger seinen Gästen bot. -- Wagners eier in Da r n: st a d t. Aus Darmstadt, 18. Mai, wird uns geschrieben: Eine würdige akademische Wagnerfeier veranstaltete heute der Richard-Wagner-Verein im großen Saale des städtischen Saalbaues in Anwesenheit des Großherzogs. Die Feier wurde eingeleitet durch den Hmldigungsmarsch, vorgetragen vom Instrurneutalverein unter Leitung des Direktors Wilhelm Schmitt. Dam: folgte ein Männerchor „An Richard Wagner" mit Orchesterbegleitung unter Leitung des Kapellmeisters Fritz Rehbock. Die Festrede selbst hielt Dr. Wilibald Steuer aus Wien. Das Thema seines Vortrages lautet: „Das dramatische Kunstideal Richard Wagners und seine Verwirklichung in Bayreuth." Der Redner legte Wagners Bestreben nach dein Einheitskunstwerl dar, dessen Anfänge auf die Griechen zurückgehen. Den Schluß der Feier bildete der Kaifermarsch mit Schlußchor, vorgetragen vorn Justrumentalverein, vom Mozartverein und Dom Sängerchor des Lehrervereins unter Leitung des Direktors Wilhelm Schmitt. Hauptversammlung öer Goethe-Gesellschast. Weimar, 18. Mai. Unter außerordeutlicb zahlreicher Beteiligung trat iin großen ^aale der „Armbrust" die Goethegesellschaft 311 ihrer diesjährigen .'Oauvti-crfammiung zusammen. Unter den anwesenden Ehrengästen befanden sich ein Vertreter des Großherzogs, ferner Staatsnnnister Dr. Rothe, Oberbürgermeister Dr. Tonndorf, der Direktor des Frankfurter Goethe-Museums Dr. Heuer, Generalintendant von Vignau,u. a. m. Ter Vorsitzende Geheimrat Dr. v. O e t t i n g c n widmete den: verstorbenen Vorsitzenden Prof. Erich v. Schmidt und Hofrat Mimor (Wien) herzlich? Worte bei- Erinnerung, woraus Dr. Seuffert (Graz) den Fesworrrag über „C. M. W : clait d" hielt. Er behandelte darin namentlich die Einwirkung Wielands auf Goethe und feierte Wieland als den Patrioten, der die Errichtung eines neuen deutschen Königtums au. Stelle des zersplitterten römischen Reiches herbeiwünschte und erst dann in stiller Entsagung schwieg, als sein lltuf ungehört verhallte. Wirk!. Staatsrat Geh. 9iat Dr. R geht m a n n erstattete den Jahresbericht, in den: besonders auf das lebhafte Interesse des Großherzogs, an der Entwickelung der Goeth.-geselkschaft Bezug genommen Nvird. - Nach einer längeren Panse wurde sodann die Wahl des Vorsitzenden vorgeuommen, wofür Staatssekretäp v. Posadowskv in Aussicht genommen war. Die Wahl siel auf den früheren preußischen Finanzminister Frhru. v. Rhein haben, der durch Zuruf gewählt wurde: an Stelle des verstorbenen zweiten Vorsltzeirden wurde Pros. R 0 e t h e (Berlin! gewählt. Oberbürgermeister Dr. Tonndorf erstattete im Anschluß an die Vorstaiidswahl den Rechenschaftsbericht, demzufolge die Goeti^-tzchchellschoft an: Schlüsse des Jahres 1912 insgesamt 3670 Mitglieder zählte — Dw Kassmverhältnisse sind sehr günstig, so das; an die Herder- GeselliämN em Zuschuß von 10 000 Mark gewährt werden konnte Das Goetl>e-Nat:oualmuse::m Ijat durch Zuwendungen Privater rerjänebene 'wertvolle Bereicherungen erfahren, auch wurden die Arbeiten :m Museum nach Möglichkeit gefördert. — Im Goech-- -schlller-Archiv wird derzeit am 53. Band des großen Goethe- Werkes, sowie am Register gearbeitet. Die Benützung des Archivs Plrch Trcinbe Gelehvte nimmt immer mehr zu, gleichwie auch die Sammlungen durch Zmoeudungen zahlreicher Freunde immer mehr bereichert werden. — Anträge lagen der Versammlung nirbt vor. so daß die Versammlnwa durän den Vorsitzenden nach etnxi dre:stündiger Dauer geschlossen iverbcn konnte. bie zum FriedenSvertrage gewünschten Modifizierungen ermatten haben. Die erste Gelegenheit ipirb wahrgenommen werden, um eine Zusammenkunft der Balkan- delegiertcn zu veranstalten, damit sie untereinander über die von ihren Regierungen vorHebrachten Punkte beraten und sich dann gemeinsam entscheiden, welcher Weg eingcschlagen werden soll. Ms jetzt wurde noch keine Zu- sanrmenkunft der Friedensdelegierten veranstaltet. Das Ncuter-Bnrecm erfährt, man sei übereingekommen, daß die Führer der Friedensmissionen der vier Dalkanstaaten am Dienstag, dem 20. d. M., Tusanrmenlreten, um die vorgescblagencn Abänderungen in dem Entwurf der Friedensbedingungen zu bc- svrechrn und ato.-tt ipr Sinne der Instruktionen, die jetzt von Belgrad und Athen eingetroffen sind. Die montcnegri Nische Regierung bat ihre Ansichten ihren Delegierten noch nickt mitgeteilt, aber man glaubt, daß die notwendigen Weisungen rechtzeitig da sein werden. Die Botschastervereinigung wird, wie es lieißt, in ihrer Sitzung am Dienstag den österreichisch-italienischen Vorschlag, bett', die Verwaltung Mbaniens, der auch von den Mächten geprüft worden ist, besprechen. Es ist möglich, daß, die Bot- schafter die letzten Vorschläge' der Verbündeten, betr. Abänderung der Friedenspräliminarien, erörtertt werden. Die deutsche Matroseuabtciluug in Skutari. Der Berliner „Lolalanzeiger" meldet aus Skutari: Da oer erste Offizier des sranzösischen Kreuzers zum höchsten Vertreter der Gerichtsbarkeit ernannt worden ist, so wird nach Verlassen Skutaris durch die Kommandanten an der Spitze der gesamten Verwaltung ein englischer Offizier und auf dem nächst wichtigen Bosten ein französischer stehen. Dadurch wird der Eindruck der Bevorzugung der Triple-iEntcntc erweckt. Da die einzig wahrnehmbaren Eimrähmen durck die Steirer auf Salz, Stempel und !Fisckereierlös der Dette Publigue verpfändet bleiben, so fragt es sich, tote die Beantten bezahlt werden sollen, die zu der von den Kommandanten angestrebten munizipalen Organisation aller Verwaltungsztoeige benötigt werden. Der deutsche Kommandant mietete für seine Matrosen eine Schule, da die Kasernen verseucht warm. Alle» Mächte krbeiten mit reichlicheren Mitteln als Deutschland. So müssen die deutschen Offiziere die großen »Entfernungen bei der Hitze zu Fuß bewältigen, während die anderen Offiziere sich anstandslos Pferde.zu beschaffen imftaitbc sind. AlUSLKNv. Das Bagdad Bahn-Abkommen und Oesterreich-Ungarn. Die Wiener „Montagsrevue" schreibt: Wie wir vernehmen, nimmt das Ministerium des Aeußiern mit Rücksicht truf die handelspolitischen Interessen der Monarchie einen lebhaften Anteil an allen die künftige Stellung der Bagdadbahn und ihre Ausgestaltung betreffenden Verhandlungen. Unser Verhältnis zum Deutschen Reiche bringt es mit sich, hast die Erörterungen auch über unsere Wünsche mit England einerseits und der Türkei andererseits durch 'Deutschland geführt werden. Das Pariser Hauptquartier der englischen F raue n st immrechtsnär rinnen. Einer Pariser Blättermeldung zufolge habe der englische Minister des Innern nach einer genauen Untersuchung über die Tätigkeit der nach Paris geflüchteten S t i m m r e ch t l e - rin Miß P a n k h n r st die Ueberzcugung gewonnen, daß Paris zum Hauptquartier einer gefährlichen Verschwörung gegen die englische Regierung gewählt worden sei. Das englische Ministerium des Aeüßern habe die französische Regierung hiervon verständigt, die ihrerseits Miß Pankhürst und ihre Genüssen auffordern dürfte, Frankreich in kürzester Frist zu verlassen. Reue italienische Kämpfe in Tripolis. General M a m b r e t t i telegraphiert aus D e r n a: In Voraussicht einer Operation gegen das Lager bei Etrarigi verließ ich am Morgen des 16. Mai mit einem Teil meiner Streitkräfte die Befestigungslinie, um die Zugänge zum feindlichen Lager festzustellen. Gegen 11 Uhr bemächtigte sich meine Kolonne nach erbittertem Kampfe der befestigten Höhen von Sidi Garda und Ras el Ain, welche sie vom Feinde stark besetzt fand. Während die Truppen ausruhten, erfolgte gegen 1 Uhr nachmittags ein neuer, leb Hafter Angriff des Feindes auf unsere Flanke, be sonders auf die linke Flanke in der Richtung des Araber- und Beduinenlagers von Partuba. Der erbitterte Kantpf endete mit dem Rückzug des Feindes, sobald unsere Reserven in Aktion traten. Am Abend kehrten unsere Truppen nach Derna zurück. Die Verluste des Feindes sind sehr hoch, auch d i e u n s e r e n sind beträchtlich, konnten aber noch nicht genau festgestellt werden. Rach einer späteren Meldung sind die Verluste der Italiener: sieben Offiziere n it b 72 Soldaten tot, 29 O f - fixiere und 250 Mann v e r inu ndet, die Mehrzahl leicht. Am 17. Mai unternahmen die italienischen Truppen erneut Erkundigungszüge außerhalb der befestigten Linieit, bis sie mit dem Feinde in Fühlung kamen. Dieser zog sich mit Verlusten zurück. Die Einwebung des Lnpushelmr. Gießen, 20. Mai. Gestern vormittag 11 Uhr fand die Einweihttng der Lupus-Heilanstalt statt. Es lmtien sich dazu etwa 150 Herren erngefunden, darunter Minister v. Hombergk zu Vach, Gc heimerat Best, Geh: Medizinalrat Hauser, Obermedizinalrat Balser und Ministerialrat Weber, als Vertreter des Reichsversicherungsamtes Regiemnwsrat Fritz, vom Reichsgesundheitsamt Dr. Hamel, der Rektor der Landesuniversit.ät D. Eck, 6>ehcimerat Dr. Ufinger, Oberbürgermeister Mecum, die Lattdtagsabgcordneten Grünewald und Urstadt, Geh. Mcdizinalrat Dr. Habertorn, zahlreiche Professoren von der Landesuniversität, Stadtverordnete uttd Vertreter ärztlicher Bereinigungen. Ansprache des Architekten. Architekt Metzer hielt bei der Schlüsselübergabe folgende Ansprache: Am 6. Mai v. I. war es mir vergönnt, an dieser Stelle den ersten Spatenstich zum Bau der neuen Lupusheilstätte ausführen zu lassen. Heute nach etwa einjähriger Bauzeit wird mir die Ehre zuteil, Ihnen, Harr Geheimrat, al< Vorsitzender des Heilstättenvereins für Hessen den schlüssel dieses Hanfes zu übergeben, um damit ite Fertigstellung des Bauwesens zu betätigen. Mit aus- richtiger Freude vermag ich nntzuteilen, daß sich die Ausführung ohne jeden nennenswert, n Unfall vollzog Viele fleißige Hände haben dazu veigetrageu, in einer relativ kurzen Bauzeit da-:- Werk ersten u zu'lassen Die Aufgabe, die sieh der Heilstattenverein gestellt hat, für die an Lupus erkrankten, armen, beklagenswerten Menschen eine eigene Stätte zu errichten, in der fte Heilung und Gesundung finden füttert, ist hiermit erfüllt worden. Dabei haben Sie, sehr geehrter Herr Gclw'imrat, m hohem Matz -,ur Ver- wirtlichung beigetragen und nicht nur sich ein Denkmal geschaffen, sondern mit dem Heilstättenverein eine Muitm Mtt« errichtet, für die Ihnen über Generationen hinan von allen, die von dieser Segnung Gebrauch machen werden, der wohlverdiente Dank gewiß sein wird. Heute am Tage der feierlichen Uebergabe dieses Hauses benutze ich gerne die Gelegenheit, dem Heilstättenverein für den ehrenvollen Auftrag, nicht nur für mich, sondern im Ramcn älter, die hier Hand ans Werk legten, den herzlichen Dank zum Ausdruck zu bringen, ganz besonders aber möchte ich Ihnen, H-err Geheimrat, danken für das große Vertrauen und die mir erwiesene Unterstützutta, die Sie mir bei Ausführung der Anlage in so reichem Maße haben zuteil werden lassen. Ten gleichen Dank bitte ich Sie, sehr geehrter Herr^Pro- fefsor, ebenfalls von mir eutgegennehmen zu wollen. Sollte es mir gelungen sein, die Wünsche des Heilstättenvereins so zu vereinigen, daß in der Neuanlage dem Zweck, dem diese Anstalt dienen soll, in jeder Beziehung Genüge geleistet worden ist, so würde die gestellte Ausgabe nicht nur erfüllt, sondern auch ein weiterer Dentstein den Bestrebungen sozialer Fürsorge eingefügt werden. Mögen alle, di? hier Rat und Heilung suchen, gestärkt und gesund diese Stätte verlassen, dann wird die Saat, die Sie, sehr geehrter Herr Geheimrat, und mit Ihnen der Heilstättenverein gesät haben, sich bald zur Blüte entfalten und ihren reichen Segen der leidenden Menschheit spenden. Das mein aufrichtigster Wunsch! Gott schütze und schirme die neue Lupusheilstätte' Ansprache des Bauherrn. Sehr geehrte Tanten und Herrn! Indem ich diesen 'Schlüssel aus der Hand des Baumeisters entgegemrehrne, gebe ick namens des Vorstandes des HoilftättenvercinS der Freude Ausdruck, daß der Tag endlich erschienen ist, an dem wir die Pforte dieses Hauses den unglücklichen Kranken öffnen können, die unsere ganz besondere Tciliial-me verdienen. Während wir schon lange mit Stolz auf das blicken können, was im Kampfe gegen die Lungentuberkulose in der ganzen zivilisierten Welt und besonders in Deutschland geschehen ist, müssen wir tms sagen, daß gerade für die s ch r e ck lich ste Form der Tuberkulose, den Lupus, anfänglich nicht in dem Maße gesorgt wurde, wie cs erforderlich erseyien, daß es vor allem vielfach an Unterkunft für die von ihm Befallenen mangelte. Daß man dem Lupus nicht die gleiche Beachtung, >oie der Lungentuberkulose schenkte, mag zum Teil darauf zurückzuführen fein, daß er nicht als eine Volkskrankheir wie die Lungentuberkulose angefebcit werden kann. Immerhin ist er weit mehr verbreitet, als vielfach angenommen wird. Gelegentlich der auf Veranlassung des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose am 1. November 1908 in Deutschland vorgenommencn Zählung der Lupösen, die in ärjtlid/er Behandlung standen, wurden im Großherzogtüm Hessen 363 gezählt. Diese Zählung, die sich, wie gesagt, nur auf Die in Behandlung befindlichen Kranken erstreckte, gibt natürlich fein vollständiges Bild vom Vorhandensein des Lupus. Es sind nach allgemeiner Ansicht wohl dreimal soviel Lupöse vorhanden. Die mangelnde Fürsorge hatte ihren Grund aber zum weiteren Teil wohl auch in dem Umstande, daß der Lupus infolge der schrecklichen Form des Auftretens die davon Befallenen von der Arbeit fast vollständig ausschließt, daß sie daher der Jnvaliden- versicherungspflichk nicht unterliegen und die Versicherungsanstalten nicht so oft mit der Heilung Lupöser befaßt werden, wie mit der Heilung Lungenkräuter, daß jedenfalls die Errichtung besonderer Heilstätten für die Versicherungsanstalten nicht geboten erschien. Er lommt aber weiter in Betracht, daß auch die Möglichkeit der föcilinig, des Lupus noch nickt in alle Kreise gedrungen war und geb rangen ist. Schon lange hatte man sich zwar mit der Heilung des Lupus befaßt, man wendete alle möglichen Salben und Pflaster an, benutzte Actzftifte und sonstige Mittel, operierte auch: Heilung trat aber nur selten ein, die Erfolge waren meist nur von kurzer Dauer. Da brachte vor nunmehr einigen 20 Jahren Professor Lang in Wien Methode in die operative Behandlung, und er konnte Ersolge außveisen. Dann stellte Finsen das L i cht in bett Dienst ber Lupusheilung, unb bic von Röntgen entbeckten unb nach ihm benannten Strahlen würben nebst weiteren Methoden ber Bekämpfung bes Lupus bienstbar gemacht, so baß wir nunmehr über einen ganzen Schatz von Heilmethoden verfügen. Welchen Einfluß das Bekanntwerben ber Möglichkeit ber Heilung bes Lupus hatte, schilderte seinerzeit Hofrat Professor Dr. Lang mit etwa folgenben anschaulichen Worten: „Seitbem cs bem Publikum bekannt ist, baß wir rabifale Verfahren gegen Lupus besitzen, tauchen bic Kranken in großer Menge auf, wie bie Regenwürmer nach einem Regen plötzlich aus ber Erboberfläche erscheinen." So ging es auch bei uns. Mit ber Begründung bes Lehrstuhls für Dermatologie in Gießen mclbete sich eine große Anzahl Luposer, unb als bic Erbauung ber Heilstätte bekannt würbe, sand alsbald wieder ein bedeutender Andrang statt. Leiber machten aber auch wir dieselbe Ersahrung wie Lang, wir waren gezwungen, einen Teil ber sich melbeitbcn Kranken obzuweisui. Mit Rücksicht ans bic geschilderten traurigen Verhältnisse entschloß sich bas Deutsche Zentralkomitee auf Veranlassung Althofss, bie V o r t ei l e b e r L i ch t b e h a n b l n n g m ö g l i ch ft af l e n v o r yanbenen Lupuskranken zn teil werben zu lassen unb zu diesem Zwecke eine planmäßige Bekämpfung bes Lupus zu organisieren. Sic war in ber Weise gedacht, baß ztoeckmaßig verteilt int Deutschen Reick eine a n 5 r c i rf; c n b c Anzahl v o n Anstalten gegrüubct unb beit Kranken selbst bic Möglichkeit verschafft werben solle, bic Anstalten zu ihrer Heilung in 2ftffvruch zu nehmen. Angeregt unb öfters getrieben durch Herrn Prof. Dr. Iesionek, durch den .wir das in Gießen l/errfdvnbc 151enb km neu lernten, reifte bei bem Vorstand bes Heilstättenvereins ber Gedanke, einen derartigen Mittelpunkt für bie Luvus- b c ha n b l u n g i m H e r z c n Deu t s chl a nbs zn schaffen. Nach- bem wir erst versucht batten, bie Kranken in Prioattvohnungcn untcrzudringen, uns aber überzeugen mußten, baß bieS auf bic Tauer nicht möglich war, verdichtete sich brr Plan, einen Neubau zu erstellen. An diesem Plan würbe auch festgchaltcn, als bie Großh. Regierung sich entschloß, eine dermatologische Kl i - n i X zu errichten, denn nach Anschannng der medizinischen Fakultät, welckw Anschauung auch von Lang, Iabassohn unb anberen geteilt werben wirb, ist cs nicht empschlensivcrt, Lupusheilstätten ber- watologischen IMteilnugen ober Kliniken anzuglicbcrn, es barf höchstens eine Personalunion bestehen. Ausschuß unb Mit- glieberversammlung bes Heilstättenvereins erklärten sich freubigcii Herzens mit ber Errichtung einer Heilstätte ei nver stanb en, nachdem die Lanbesversick ?rungSanstalt mit Zustimmung ber vorgesetzten Behorbe zu gesagt hatte, baS erforoerlichc Bau kapital 'All mäßigem Zinsfuß barzuleiheii^ Die Platzsragc machte feine besonderen Schwierigkeiten, bi bie Stadt Gießen in nächster Nähe ber klinischen Institute noch über geiiügenb Gelanbe verßägtc unb zn einem annehmbaren Preis anbot, bem Heilstättenvercin: «auch noch anbere UnterftüVinigcn angedeihen ließ. Unb so ist benn, nachdem gerade vor Jahresfrist mit dem Bau begonnen nnirbc, unter der tüchtigen Leitung bes Herrn Arckitcltcn Meyer dieser Bau entstanden, ber heute seiner Bestimmung übergeben nerben soll, ein Bau nicht groß an Ausbchnung, aber wohl boch ein bcbeutnngsvolles Ereignis in ber Geschickte ber Lupusbe- kämvsung. Mit der Freude über bicses Bauwesen verbindet sick das Gefühl deck DaitteS, innigen Dankes, Dank zunächst Gott, ber seine «schützende Hand über den Bau gehalten hat, Tank Ihrer Königlichen Hoheit ber Groß her zog in, bie nicht nur bem Bau stets leb la fies Interesse cntgcgcitgcjradü, sondern bas Unter nehmen auch burck Gewährung von Mitteln unterstützt hat: Tank b(*r Großh. Regierung, bic ebenfalls zu ben kosten brr inneren Einrichtung beigesteuert, außerbem für bic ersten 2 Jahre einen erheblichen Zuschuß au den Betriebskosten bewilligt l>it: Tank dem L n p n S a n s s ch uß des Tcut scheu .Zentralkomitees, ber uns reiche Spenden gewährte: Tank Herrn Geheime Konrmerzicnrat Heichelheim m Gießen, Herrn Dr. Lcitz- Wetzlar, Herrn Professor Dr. M c t r o w S k v 'töln, Herrn Stabt- rat W i u n - Gießen, bic uns reich? Geschenke zuwiefen; Dank der Stabt Gießen unb ben Lokalbehörden, bie uns in entgegenkommendster Weise unterstützt haben: Dank Herrn Direktor Tr. R e b c n t i j ch von Offenbach und dem Vorstände des A l i c - F raue nv er eins, bic es ermöglichten, baß an bic Spitze deS Hauswesens eine tüchtige Schwester gestellt werben kann: Dank dem Ausschuß unb der Mitgliederversammlung ves H e i 11t ä 11 c n* Vereins, sowie meinen treuen Mitarbeitern in biefem Vereine, insbesonberc £>erfn Kassier Stier unb Sekretär Döll. Dank Herrn Architekt Meyer, ber uns über alle lautidjoi Schwierigkeiten leickft hinwcghalf. Dank allen B a u b a n b io c r - fern unb Lieferanten, und nicht in letzter Linie ben Arbeitern, bic, wie ich mich des öfteren überzeugen konnte, geradezu wetteiferten, ben Bau zu förbem unb ihr Bestes zu leisten: Tank enblich Ihnen allen, bic Sic heute teils aus tocitcr Ferne herbei geeilt finb, um diesen Tag festlich mit uns zu begohm, unb dadurch bewiesen haben, baß cs sich nicht um ein alltägliches Ereignis hänbclt, Tank besonders ben Herrn Vertretern b?3 RcichsvcrsichcrnngsarntS, beS Kaiferlichen Gesunb- h e i t s a m t s unb bem Generalsekretär bes Deuffchen Zentralkomitees zur BckämpfungberTubcrknlose, Herrn Professor Tr. Nictner. Und so übergebe ich denn nunmehr Ihnen, sehr- geehrter Herr Professor, ber Sie in uneigennützigster Weise bic Leitung her Heil ftätte übernommen haben, mit biesem Schlüssel bie Heilstätte unb spreche babei bie Hoffnung aus, baß alle, bie hier Heilung suchen, Tank Ihrer Kunst unb Tank hoffentlich auch der 92aturträrtc Heilung sinben mögen. Möge das Haus aber nicht nur eine Heil ftätte fein, sondern auch eine Stätte, an ber bie Wissensckiast immer weiter fortsckircitct, an ber bic heranwachsenbe meoizinischc Iugenb etwas TüchffgeS lernt zum Segen ber leiben bat Menschheit. Das walte Gott! Der Minister des Innern von Homberqk zu Vach überbrachte die Glückwünsche des Großherzvqspaares, dein es zu seinem Bedauern nicht möglich sei, an der Feier teil - zunehmen. Es dränge ihn, namens der Großh. Regierung dem Heilstättenverein seine Anerkennung auszusprechen. Die Errichtung des Lupusheims ist so rasch in die Tat umqesetzt worden: daß das rege Interesse an dieser Art der Tuber« lulosebelampfring weit über Hessen hinausgeht, beweist die Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Wissenschaft, der Behörden und Kommunalverbände. Es bereite ihm eine besondere Genugtuung, daß in Gießen zu dem reichen Kranz der Kliniken das Lupusheim hinzukommeu werde. Es werde eine enge Verbindung der Heilstätten bestehen, da Professor Iesionek der Leiter der Anstalt fein wird. Er wünsche, daß die Anstalt vielen SlTQntcir Heilung bringen und der medizinischen Jugend eine wichtige Ausbildungsstätte sein möge. Ansprache des Leiters der A n st a l t. Professor Tr. Iesionek 'banfte dem Heilstättenverein für die Schaffung der Heilstätte und für das Vertrauen, das man ihm in der Sache entgegengebracht habe. Ei' sei der Zuversicht, daß die Heilstätte den Anforderungen, die man an sie stellt, im vollen Umfang gerecht werden kann. Tic Erbauung des Lupusheims ser eine Ruhmestat des Heil- stättenvereius, die den Kranken reichen Segen bringen wird. Hierauf überreichte der Tekan der medizinischen Faku.0 tat, Prof. Dr. Voit, Herrn Geh. Regierungsrat Tr. Tietz eine Urkunde, nach der er zum Todor honoris causa ernannt worden ist. Tr. Dietz dankte mit bewegten Worten für diese Auszeichnung. (Durch den während des Weiheaktes niedergehenden heftigen Re^en waren die Redner fast nicht zu verstehen, weshalb hnr uns mit einem kurzen Auszug begnügen müssen.) Professor Dr. Iesionek öffnete nunmehr die Tür der Heilstätte, worauf in drei Gruppen unter Führung von Geh. Rcgicrungsrat Dr. Dietz, Professor Tr Fcsionck und Architekt Meyer das Hous besichtigt nnirbc. Wir haben bereits gestern eine Beschreibung der Lnpusheilstättc esellschaft zu Gießen Prof. Dr. Opitz, Oberbürgermeister Köhler (Worms), Oberbürgermeister Mecum (Gießen), dar auf die soziale Tätigkeit der Stadtverwaltung hinwies, unb Geheimerat Best, ber Erinnerungen an die Universität unb bie Stadt Gießen mitteiltc. Architekt Meyer überreichte Geheimrat Dr. Dietz ein Album mit ben Planen unb Ansichten ber Heilstätte, wofür dieser herzlich bankte. An» Stafct rind Canft» Gießen, 20. Mai 1913. ** Für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 22. Mai, nachmittag 4 Uhr unb, wenn nötig, Fortsetzung Freitag, 23. Mai, nachmittags 4 Uhr, ist folgenbe Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen 2. Baugesuche Peter Sch epp für Wetzlarer Weg. 3. Baugesuch Karl Textor für bic Liebrgshöhe. 1. Umbau eines Gewächshauses am Wicsccker -Weg durch Wilhelm Moser. 5. Einfriedigung Kaiser-Allee, Verein Franken- Haus. 6. (tyefuef) des Th. Budde wegen Anbringung eines Firmenschildes Seltersweg 52. 7. Gesuch I. B. Noll um Frist zur Bebauung seines Grundstücks in ber Wicsenftraßc 8. Verlängerung des Uebereinkommcns wegen Unterhaltung der Anlagen Dor dem Unwcrsitätsgebäudc. 9. Verwaltung Sb er ich t für 1911. 10. Voranschlag fü r 1913. 11. Gesuch der Lehrer und Lehrerinnen um Gehaltserhöhung. 12. Desgleichen der st ä d t i s ch e n Beamten und Bedreu steten. 13. Förderung ber Kaninchenzucht. 14 Unterstützung der deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungshoime in Wiesbaden 15. Neubau einer Isolierbaracke 16. Festsetzung des ortsüblichen Tage- lohns. 17. Bürgschaft für eine Hypothek der gemeinnützigen Baugenossenschaft. 18. Straßenbaukoftcn für die Mühlstraße. 19. Eingabe des Bürgervereins wegen Acnberung ber Bahnsteigsperre. 20. Gesuch bes Gilbert Neun um Erlaubnis zum Sck;ankwirtshastsbdricb im Hause Neuenweg 31. 21. Tesgl. bes Jos. Schweinsberg für Neustabt 58. * Licht-, Luft- unb Sonnenbäder. Als eines der Mittel, die zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit bienen, kann man das Licht-Lustbab bezeichnen. Ist doch bic Luft bas Element, in bas wir von Natur -d aber w s v. Daul w DoricS hat sinkende §tc lioti frage, hü'fflalliueijtcr ho-reitc des ,i..e» entspreche fiir ben 0e|tuß ^cr Statt, d« 1. Notier ser ko: läufig zwei mirb ein schon Ulfa und tlingk o o in Ö o (j 25 3M dai foncr vslientluc rintm Siertcljaf) ti: Ucbcrnahme wr, hat sich br iiunt so gesteigc muötc. Toch za N Zeiclicn ber iiittgtintibcnen 3 tige Wanbuhr i ^uDin^bain, in ' •in? Steins in Knisscn hin < -Ulfa, rsorderl -n hm ' des näa h. Silber Üeute, batnntf iiingfttagc ben üitigften Weise i •j'iorbfrtc, gcgei kr Vcscklen mit i jetzt düngen, Hcht -unzuzeigc = Sobel 'innert veranl ■r. Tec erst \ m (einem derzi nii nicht leichte htuialem11, 6o!oqefanft von vielem Nein eit trachte. Tie S und Mehrer M i Üeife gelungen ronni' der Sol Stimme »erlügt verleiben verfall Mr* unb bes ckolmna' von ii WtU in gewo ^ür«e r von J' imdÄbare R imd ('«ßemeinl JjJ" "ahl juki •'mw ein grobe feiner A!it, Jwllen Tiriger JJ'rärtä erlckjen •°l,Ci‘iaii5 gegen tir elektrische “icf ca^^ne ö m?. ^'"nächst ’Duto /More, , Kd" IßÄf "‘ISs r: J®- Darn ffurnderErii lüurör Mc unb «öt toi? zum $eten- SetmuL frfuiiflung,'n ”?N zum L"ta Mülle kt %9te borle fccdchitM xm Q n II Jjäil '• Die nr Ne heg Uftü 1 die & J tarnt >c bfii w &*•»*» --K ' W ■■> Un^ rful°ie,6eTTn ^Echrtn wn- ■ -mP her foi, “ Wtäne imö Mn» suchen, ■ Nakuckäfte! ’J®r eine $>ci(« • ’Mtot inunn ÄÄ^U9-nb WtW, DaZ Nkzu Vach Alares , dem der Jveier teil- Regierung iuipred',cn. Xie J Jat umgesetzt Art der Tuber« rot, bcineift die Schaft, der Be- e ihm eine be. > reichen Kranz erbe. Es werde n, da Professor '. Er ivünsche, ingen und der ungsstätte sein r st alt. ilftiittnibcrein vertrauen, das Er sei der gen, die man ii kann. 2ic tat des heildringen wird, nischen sialnl- tat Tr. Tietz causa ernannt für diese Aus- niedergehenden }t zu verstehen, iszug begnüget ■n. nmehr die Tur intet Mrung t 2r Jffiond de. Wir Haber i^eiW^ gerade a deu hes und detÄ- m laut wurden. Haftsvereins ein ren teilnahw^ mcr mit Humor- dicinae honoris ^schreiben, vw >nbcn doch DCI* recht gut ach brachte da- raus, indem er .„naarc hintmee. tesionek, deutschen D' -l-i- to ' r ö a nt c L Reg/Aat N.-l der Die M per medtzlnrW b--b«sS° fCutn vW -ZS äS *.* ”!L SK -z **S5r 'Here111 ' -jni' äs ■Ul'1**^1 »scheu , hineitiversetzt sind, und von dem unsere Haut beständig umspült werden sollte. Durch unsere Kleidung ist das aber mehr oder weniger verhindert und darunter leiden nicht nur die Nerven unserer Haut, sondern es kann auch rückwirkend das übrige Nervensystem m Mitleidenschaft gezogen werden. Das Luftbad ist ein sehr naturgemäßes Heilmittel, von dem in ausgiebigster Weise Gebrauch gemacht werden sollte. Landkreis Gietzen. 1 w. Daubringen, 19. Mai. Auf einem Acker unweit des Dorfes hat sich eine Senkung des Bodens gezeigt. Die entsinkende Stelle-ist 1,50 m groß und ungefähr 2 m tief. Kreis Schotten. — Ulfa, 18. Mai. Nachdem von den Landständcn die erforderlichen Mittel zur Errichtung einer G e st ü t s- station hier bewilligt worden sind, soll die Station mit Beginn des nächsten Jahres eröffnet werden. Die Stallungs- srage, die lange der Lösung harrte, ist entschieden. Ober- laudstallmeister von Willich weilte hier und besichtigte die Hosreite des Gastwirts Hch. Wolf, der sich bereit erklärt hat, einen entsprechenden Stall für die Hengste und eine Wohnung für den GestutSdicncr auf seine Kosten Herrichten zu lassen. Der Stall, der drei Abteilungen erhält, soll bis zum 1. Oktober fertig sein, damit im Februar die Hengste — vorläufig zwei — zum erstenmale einziehen können. Dann? wird ein schon lange gehegter Wunsch der Pfcrdezüchter in Ulfa und Umgegend erfüllt. § Vom H o fr e r o ds k o ps, 18. Mai. Am 1 8. M a i toarcn c-3 25 Jahre, das; der Klubwirt Stein im Auftrage des Vogelsberger Höbcnllubs den Betrieb der Gastwirrschaft auf dem Hohe- rodskops-Klubfraus übernommen hat. Während der Verkehr vor einem Viertcljahrhundert noch äußerst gering n>ar und daher die Uebernahme des Klubhauses ein sehr gewagtes Unternehmen war, hat sich der Betrieb im hohen Vogelsberg in diesem Zeitraum so gesteigert, daß, ein zweites Klubhaus errichtet werden mußte. Doch zeigte sich der Klubwirt allen Ansprüchen gewachsen. Als Zeichen der Anerkennung wurde ihm bei einer gestern abend stattgefundenen Feier von dem Vorstande des V. H. K. eine prächtige Wanduhr als Geschenk überreicht, wobei Lehrer Link, Rudingshain, in Anwesenheit zahlreicher Klubbrüdcr die Verdienste Steins hervorhob, der selbst unter den schwierigsten Verhältnissen hier oben ausgehalten. Kreis Friedberg. h. Vilbel, 18. Mai. Vier Frankfurter junge Leute, darunter zwei Postbeamte, besudelten am zweiten Pfingsttage den Wartesaal des Südbahnhofs in der unflätigsten Weise und wurden, als man sie zur Wohlanständigkeit aussorderte, gegen die Aufsichtsbeamten tätlich, so daß man sich der Gesellen mit Waffen erwehren mußte. Der Bahnbchörde ist cs jetzt gelungen, die 92amen der Leute festzustellen und sie dem Gericht anzuzeigen. — Södel, 19. Mai. Ein wohlgelnngenes Kirchenkonzert veranstaltete gestern der Kirchengesangverein hier. Ter erst seit einigen Jahren bestehende Verein, begründet .von seinen: derzeitigen Dirigenten Pfarrer Beckel, hatte üd) an eine nicht leichte Ausgabe gewagt. „Der Einzug Jesu in Jerusalem", Festkantate für Gemeinde-, Chor-, Kinder- und Sologesang von August Stern, mar das Werk, das der Verein mit I vielen: Fleiß eingeübt hatte und in sehr exakter Weise zum Vortrag brachte. Die Solopartien wurden von Fräulein Hieronimus und Mehrer M a r s ch a r d t aus Friedberg in sehr ansprechender । Weise gesungen. Besonders ergreifend war das „Tein Heiland i meint- der Solistin, d:e über eine sehr reine und unstangreiche Stimme verstigt und diesem Passus einen erbaulichen Charakter zu verleihen verstand. Sehr gut gelang auch der Wechselgesang des Kinder- und des gemischten Chores. Es war allerliebst, das „Hoüanna" von frischen Kinderlippen zu hören. Tie Chorgesänge begleitete in gewohnter Meisterschaft auf dem Harmonium Pfarrer K l e b e r g e r von Friedberg, während Lehrer Junker von Södel die undankbare Nolle zugeiallen war, auf der verstirmnten alten Orgel die Gemeindegesänge zu begleiten. Mit dem Erfolg kann der Verein wohl zufrieden sein. Er hatte mit der Wahl des klassischen Werkes ein großes Wagnis übernommen, aber er hat Tank des Eifers seiner Mitglieder und Dank der Rührigkeit seines verständnisvollen Dirigenten das Wagnis glücklich hmausgestihrt. Tie allerdings nicht sehr zahlreich vertreteue Gemeinde und die von ansivärts erschienenen Gäste haben gewiß alle sehr befriedigt das Gotteshaus gegen 5 Uhr verlaßen, in den: bei dieser Gelegenheit die elektrische Lichtanlage znn: ersten Male zur Geltung kam. Starkenburg und Mein Hessen. R.B. Darmstadt, 18. Mai. Tas 2 5jährigc Jubiläum der E r z i c h n n g s a n st a l t „O h l v st i f t" in G r ä s e n- I Hausen wurde gestern begangen. Am Bormittag wurde ein Fcstgottesdienst abgchalten und am Nachmittag versammelten sich Freunde und Gönner der Anstalt und die Zöglinge der Anstalt in dem geschmückten Festsaal, wo die Feier mit dem Chor „Wir treten zum Beten" (von den Zöglingen vorgetragen) von Kremser eingclcitct wurde. Tann sorgten abwechselnd Vorträge der Konzertsängerin Frl. Landzettcl und eine aus Laien gebildete Quartettvereinigung, während ein Anstaltsmädchen einen hübfchen Prolog zum Vortrag brachte. Die Festansprache hielt Bürgermeister Müller, der allen Förderern der Anstalt dankte und die Erfolge darlegte, die die Leitung des Ohlpstiftes errungen hat. Später gab Hausvater Jost eine Schilderung der Geschichte der Anstalt, die früher ein Besitztum der Grafen Häusenstamm war und 1888 mit dazu gehörigem Gelände für 17 500 Mk. erworben wurde. 92ad) der Feier erfolgte die Bewirtung der Gäste und der Zöglinge mit Kaffee und Kuchen, frei der Geh. Landes ötonomicrat Müller namens des Kuratoriums der Anstaltsleitung für ihre Umsicht und Mühewaltung dankte und Pfarrer Z i m mermann- Wixhausen seiner Freude über die stete Entwickelung der Anstalt und feine schon 12jährige Mitarbeit daran Ausdruck gab. Die musterhaften landw. Einrichtungen und die zu einer kleinen Ausstellung vereinigten Arbeiten der Zöglinge als Schuhmacher, Schneider, Gärtner und Landwirte fanden warine Anerkennung. d Mainz, 19. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Voranschlag für 1913 beraten. Die allgemeine Besprechung dehnte sich recht lange ans. Wünsche wurden vorgebracht wegen der Beschaffung von zweiten Hypotheken. Der Oberbürgermeister erklärte, daß die Frage äußerst schwierig fei, er hoffe jedoch, daß die Sache demnächst ihre Erledigung findet. Es könne sich aber mir um Anleihung von Neubauten handeln und zwar durch eilte Genossenschafts- oder Landeshypothekenbank, für die Anleihung müsse die Stadt die Garantie übernehmen. Auf eine Anfrage, wie die Bürgermeisterei der Lebensmittelteuerung weiter begegnen werde, erwiderte Beigeordneter Dr. Külb, daß der Fischverkauf im Winter weitergeführt werde. Von der Einrichtung einer Schweinezucht müsse die Verwaltung Abstand nehmen, da hierzu mindestens eine Million Betriebs- lapilal gehöre. Er habe sich mit dem Landwirtschafts-Ausschuß für Starkenburg ins Einvernkhmen gesetzt, damit von dieser Seite zu gleichmäßigen Preisen an die Stadt Schweine geliefert würden, aber man sei noch nicht einig geworden. Später werde die Bürgermeisterei entsprechende Vorschläge machen. Die Anträge deS Finanzausschusses wurden sämtlich gutgeheißen. ob. B i n g e n, 19. Mai. Vom Bauausschuß wurden in der heutigen Sitzung der Stadtoerordtteten die Pläne für ein D c n k n: a l des Großherzogs Ludwig IV. oorgelegt. Diese Pläne wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Das Standbild soll mit dem Sockel eine Ges amt höhe von 5,30 Metern erhalten. (EfcricbtofaaL Der Bankräuber Brüning vor Gericht. •= Berlin, 19. Mai. Bor der elften Strafkammer des Landgerichts I hat sich freute der Kasscubote Gustav Brüning, der bci der Dresdener Bank in Berlin angestellt war, zu verantworten. Am Vormittag des 12. Juni des v. I. waren von zwölf Kassenboten der Bank zwei Millionen Mark in Gold, Silber und <5d)einen von der Rcichsbank geholt worden, welche für die nächsten Stunden zur Auszahlung dienen sollten. Als die zwei Millionen an den Kassierer abgelicfert werden sollten, fehlten 260 000 Mark und cs stellte sich gleich',eilig heraus, daß Brüning verschwunden war. Durch Zirlülar-Dcpeschen der Polizei rtntrben sofort alle Polizeiwachen der ReichsHauptstadt und der großen Provinzorte, besonders der Seestädte von dem Diebstahl benach- richtigt. Zunächst aber- waren alle Nachforschungen vergeblich, obwohl die Dresdner Bank eine Belohnung von 10 000 Mark ausgesetzt hatte. Tie Behörden ordneten nun eine sorgfältige Uebcrwad'ung der Verwandten Brrrniugs in «Engter an, wo Brünings Sdnvesler mit dem Maurer Halle .Derfreiratet war. feier fiel cS auf, als die wenig begüterten Lewe einen Tauscndmark- schein wechseln ließeri. Es wurde daher eine Haussuchung vorgenommen und man fand in Blciröhrcn versteckt und cingemauert den Betrag von 65 000 Mark. Weiter wurden eine Reihe von Chiffrcbriefen beschlagnahmt, aus denen scstgestellt werden konnte, daß sich) der Gesuchte in Winnipeg in Canada aufhielt. Er lebte hier unter falschem Namen und gedacchc sich als Farmer niederzulassen, iveshalb er schon umfangreich? Laildanläufe gewachst hatte. Nach seinen eigenen Angaben ist Brüning zunächst im, Auto nach einem kleinen Orte in der Umgegend von Berlin gefahren, und hat von dort die Balm bis znn: Wohnorte seines Schwagers benutzt. Dann fuhr Brüning nad) Hamburg und trat ziemlich ungeniert auf, obgleich, sein Signalement in allen Zeitungen stand. Die Anklage nimmt cn, daß er in der Umgegend von Hamburg etwa 117 000 Mark vergraben habe. Von Hamburg ging Brüning nach Luxemburg, wo er unter dem Verdacht der Spionag^ verhaftet, aber gegen eine Kaution von 3000 Mark wieder auf freien Fu'ß gesetzt wurde. Er ließ diese Kaution verfallen und sdstffte sid) auf einem holländischen Da:npfcr nach Canada ein, und zwar mit der: Legitiw.ationspapieren des Pferdeknechts Hermann Kranich, die er diesem für 6000 Mark abgekauft hatte. Als der Aufenthaltsort Brünings bekannt war, wurde der Deutfdx' Konsul in. Wimstpeg beauftragt, seine Verhaftung bei den cana- dischen Behörden zu veranlassen. Brüning wurde gefaßt, als er einen Postlagemden Geldbrief in Empfang nehmen wollte. Er gestand auch sofort ein, der Gesuchte zu sein. Die Auslieferungsverhandlungen nahmen nur kurze Zeit in Anspruch und Brüning wurde nackt London überführt, wo ifrit zwei deutsche Kriminalbeamte in Empfang nahmen. Bei feinen Vernehmungen hat er sich bisher hartnäckig geweigert, anzugebeu, wo der Nest des unter« schlagencn Geldes verborgen ist. Er hat dabei offen zugegeben, daß er nack) Verbüßung seiner Strafe das Geld erheben will. Mit Brüning haben das Ehepaar Halle sowie dm Pferdeknecht Kranich und desfeu Schwester Olga unter der Anschuldigung .her Begünstigung lauf der Anklagebank Platz zu nehmen. Den Vorsitz, in der Verhandlung führt Landgerickstsdirelt. Dr. Karsten. Brüning, ein mittelgroßer schmächtiger Mensch mit blondem Schnurrbart, gibt an, daß er in: Jahre 1873 in Engter als Cohn eines Zimmermeisters geboren wurde. Von 1893—95 war er Soldat, danach Diener bei einen: Generalmcyor, durch dessen Empfehlung er eine Stellung als Lakai bei einer heilischen Prinzesstn in Rothenburg erhielt. Später fand er eine Tienerstelle bei der Herzogin von Anhalt. Nach den: Tode des Herzogs trat er in den Dienst des Direktors Gnttmann voi: der Dresdener Bank. Dieser verschaffte ihn: dann die Stetlung als üässenbote bei der Bank. Der Angeklagte schildert dann den Diebstahl. Am 26. Juni wurden von der Ne:cbs- bank 2 Millionen Mark geholt. Er nahm ein Paket Papiergeld zum Nachzählen und :vollte vom Korridor einen Schwannn holen, um die Scheine dein: Zählen anzufcuchten. Als er auf den: Korridor niemanden sah, kau: ihm der Gedanke: feist fort! Erst später fei ihm die Schwere der Tat zum Bewußtsein gekommen und er hätte sie am liebsten ungeschehen gemacht. Er irrte dann eine Zeit lang in Deutschland nncher, bis er schließlich über Luxemburg nach Amerika gim:, wo er verhaftet wurde. Nach der Vernehmung der übrigen Angeklagten, die behaupten, von dem unredlichen Erwerb des Geldes nichts gewußt zu habe,:, wird die Verhandlung vertagt. Segelbootunglück deutscher Seesoldaten. Aus Kiel, 19. Ma-, wird gemeldet. Die Einjährigen Boeck, Homack, Wil ke :u:d Stein sowie die Seesoldatei: Crä mer, Preske. Lämmer und Schirn:cr, sämtlich voi: der 8. Kompagnie deS erste,: Seebataillons, sind bisher nicht von einer gestern nachmittag auf See unternommenen Segelpartie zurückgekehrt, sie sind bei den: stürmischen Wetter anscheinend verunglückt. Die Kreuzer „München" und „Magdeburg" sonne die Schiffe „Württemberg", „Pelikan" und eiiüge Torpedoboote finb gegenwärtig auf der Suche nach den Vermißten. An: späte,: Abend wird aus Kiel gemeldet: Die zur Suche nach den vermißtet: acht Angehörigen des ersten Seebattaillons aus- gesandten Kreuzer und Torpedoboote sind abends wieder eingelaufen, ohne ein Ergebnis erzielt zu haben. Die Nachforschungen werden morgen in aller Frühe wieder aufgenomn:en werden. Ein dnrchgegangener Ballon. München, 20. Mai. Am Sonntag geriet ein Ballon in der Nähe der Kalk-Alpen in ein Schneegestöber. Mangels Auftrieben kam er auf einem Bcrgkamnl zu Boden, wobei die Nctzstricke rissen. Die Gondel blieb stehen und der entlastete Ballon verschwand in den Wolken. Die unversehrt gebliebenen Insassen trafen nack) längerem Marsch bei dem 1700 Meter hoch gelegenen Wendelstein-Haus ein. * Mannheim, 19. Mai. liebet- das zweite Luftschiff, Sn st em Schütte-Lanz, das bereits in Angriff genommen ist, werden folgende Einzelheiten bekannt: Das Luftschiff wird rund 24000 Kubikmeter Gas fassen und fünf Gondeln erhalten, Führergottdel und vier Mannschaftsgondeln. Die Führergondel wirb vorn aufgehängt, zwei der Maschinengondelit werden in der lyitt- leren Linie vorne und achtern lose, die beiden andern ettvas seitlich der Mittellinie in der Mitte starr angeordnet. Es werden vier Motore von je zweihundert Pferdestärken, drei Maybachmotore und ein Daimlermotor, die je zwei zweiflügelige Propreller antreiben, eingebaut. Vermischtes» * Vier Arbeiter im Staunl erstickt. Aus Charlotten- bürg, 19. Mai, wird gemeldet: Vier KaualisationSarbeiter erstickten heute nachmittag in einen: Rohre der C harlottenburger Kanalisation. Als die Arbeiter, die gegen 3 Uhr in das Rohr emgestiegen waren, nach längerer Zeit nicht erschienen, rückte die gesamte Feuerwehr aus. Tie Arbeiter wurden als Leichen geborgen. — Ter Tod der vier Arbeiter ist auf eigene Unvorsichtigkeit zurück- zuführen. Tie Verunglückten unterließe» es, vor dem Hinuntersteigen vorschriftsmäßig eine brennende Kerze hinab zu lassen. Ein lunger Offizier, Leutnant Dittmor, der an dem Unglücksplatz vorüberkam, halte kaum vernommen, was sich zugetragen habe, als er and: die Oberkleider abivarf, sich von einem in der Nähe befindlichen 9leubau ein Drahtseil :eichen ließ :md sich in den Schacht hmabließ. .Mit eigener Lebensgefahr versuchte er den Körper des ihm zuuäck)st liegende,: Mannes aus dem Wasser zu ziehen. Als er damit beschäftigt war, wurde ihm burd) die inzwischen eingetroffene Mannschaft der Feuerwehr Hilfe zuteil. Nach vieler Mühe gelang es, die vier Verunglückten herauf zu befördern. Die doi: mehreren Aerzten vorgenommenen Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Während der Bergung der Verunglückten waren die schädlichen Gase allmählich entwichen, so daß der Offizier und die Feuerwehrmannschaft feinen Schaden durch sie nahmen. Kleine Tagerchronik. In Jena hat die Zahl der immatrikulierten Studenten im laufenden Semester zum ersten Mal das zweite Tausend überschritten. Aus dem Hochschwarzwald wird Frost und Schnee- f a l l gemeldet. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter diefcr Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 19. Mai. Die Stadt Gießen muß der clektrisd)en Bahn über 6000 Mark zuschicßen. Ta ist es im Interesse der Steuerzahler geboten, die Einnahmequellen der Bahn zu vermehren und nickst, wie cs jetzt geschieht, aus engherzigen Gründen zu vermindern. So dürfen hier - im Gegensatz zu den meisten anderen Städten — Hunde, und wären es die lleutsten, in die elektrische Bahn nicht mit* genommen werden. Was ist die Folge? Ter Hundebesitzer und mit ihm seine Familie wandert zu Fuß. Ter Bahn entgehen viele 10-Pfennigstücke, statt daß sie für den Hund noch besonders 10 Psg., ober, wie es an manchen Orten ist, für das Mitnehmen im Inneren des Wagens 20 Psg. löst. Im Lauf der Zeit gibt das eine frübsck>e Summe. Das ist noch der günstigere Fall. Ter schlimmere ist, daß wohlfrabeirde Hundebesitzer iich weder frier anbauen, noch herzicfren, sogar wegziehen, dies zumal dann, wenn der in Aussicht stehende Antrag eines 9iächstfreteiligten im Landtag durd)gehen sollte, daß die gesetzwidrig erlassene Verfügung, Hunde auf den Feldwegen anzuleinen, Gesetz toirb. Man unter- sckstitze nicht, wie schwer ein Hundebesitzer von dieser Hundefeindschaft der Stadtspitzen betroffen wird. Aeltere Leute, Damen, denen vielfach weite Wege schwer fallen, wollen und müssen in die freie Luft, der Hund bedarf auch der Bewegung, die Dame will den Hund zu ihrem Schutz, man kommt in Regen, andere wollen den treuen Begleiter nicht missen, da werden alle Einsdwänkungen schwer empfunden. Der^Hund verkümmert. Man sucht bann lieber hunbefreunblichere Städte und Länder auf und zahlt dabei anderwo vielfach niedrigere Steuern. Andere Städte suchen mit großem Entgegenkommen wohlhabende Steuerzahler heranzuziehen — und frier ? Nun wird gesagt: „Lassen Sic doch Ihren Hnnd hinter der Elektrischen fr erlaufen!" Bei kleinen Hunden oder großen Strecken ist dies eine Tierquälerei, auch können dadurch^ leickst Schadensersatzforderungen ettvachsen, z. B. wenn ein Hund ohne seine Schuld unter einen kreuzenden Wagen kommt. Unzuträglichkeiten, die durch Mitnahme von Hunden entstehen, länn leicht vorgebeugt werden. Geradeso wie dem Besitzer cnnes bissigen Hundes auferlegt wird, seinen Hund nur mit Maulkorb laufen zu lassen, gerade so gut können schlecht erzogene Hunde von der Mitfnhrt ein für allemal ausgeschlossen werben. Daß es manche Leute gibt, die überhairpt keinen Hund leiden können, sei unbestritten. Der moderne Staatsbürger muß sick> aber in Vieles sinden: Lärmen von früh bis spät und häufig sogar in der Nacht, Geruch, sei es von "Autos, von Tabak, vom Kaffee und Zichoriebrennen usw., an manchen unästhetischen, sogar widerlichen Anblick; warum da mcht an einen Hund, zumal dieser Steuerobjekt und zwar ein reckst ergiebiges ist. K. Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, bei: 21. Mai 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, tags wärmer, Südwestwind. Letzte Hacbriditeih Die Wiedereröffnung der Hessischen Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 20. Mai. Präsident Köhler eröffnet um 1 _>11 Ufrr die Sitzung der Zweiten Kammer. Das Haus war anfangs nur schwach besucht. Vor Eintritt in die Tagesordnung macht Dr. Osann Mitteilungen über die Arbeiten des Finanzausschusses in der B e so l bun g s s r a g e. Es wird dann über eine Reihe kleinerer Vorlagen abgestimmt. Die Sitzung bauAt fort. Gefährdung eines Eisenbahnzuges. Paris, 20. Mai. Auf der Bahttstrecke Belfort- Mülhausett wurden in der Nacht zum Sonntag m der Nähe des Bahnhofs von Ehevremont mehrere Balken und ©teiltc auf die Schienen gelegt, doch wurden die Hindernisse von dent Paris-Mülhausener Schnellzug weggefcgt. Nacli dem Urheber des Anschlags wird gefahndet. Er steht auch im Verdacht, vor cinigeu Tagen bei H e r i v o u r t einen ähnlichen Anschlag verübt zu haben, bci dem ein Lokomotivführer den Tod fand. Msoson erfrischt und erquickt! Mein Magen war früher so schwach, daß ich öfters Erbrechen und Kovfweb batte: durch Bioson wurde er jedocb so gestärkt, daß ich nud) jetzt einer guten Berbammg erfreue. Ich bekam wieder Luft zur Arbeit und bin jetzt frischer und fröblicker als je zuvor. Ernst Leu, Berlin X, RheinSbergerslraße 54. Unterschrift beglaubigt: 11. Febr. 1913, Juftizral Cohn, König!. 9iütar. Bioson nur echt in großen Paketen ii Mk. 3—. in Avotheken, Drogerien. b”/s Gebrüder Berdux Telephon 231 a’% Mittwoch früh 9 Uhr eintreffend. Feinste Jiitl. Angel-Schellfische 1—4-pfündig, Pfund 42 Pfg. Kabliau, kopflos 4—8-psündig, Pfund 22 Pfg. im Ausschnitt Pfund 25 Pfg. BraWe, Mznngkn, HeAe, LOllen. Frische Bücklinge 3 @t 25 w Spargel 1 Sorte . . Pfund 62 Pfg., 10 Pfd. Mk. 5.80 2. Sorte . . Pfund 42 Psg^ 10 Pfd. Mk. 3.80 Ms nachratziSi-Tirol! Entzück. Alvenlnftkurort, altreiionnn. Schwefelbad. Pens. M. 4.70. Prosv.fr. d. Dr. Füller., “abte bei Vanbctf. iQ2// Hundertjahr - Feier MW \iW Kaiser Wilhelm Ur. 116 VzX Ico Die Tribünen und Wagen-Karten sind bei Emil Otto, Balmbofstrafre 40, im Vorverkauf zu haben. Tribünen- karten 1. Platz Mk. 2. Platz Mk. 3.-. Wagenkarten Mk. 20. -. 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Wichtige Besprechung wegen des Dcrbandstages. \v®lfc Ur. l>5 grein' Ke „W ,flnieiflcv' „Kreisblott wöclien'lich- flogen" M < Lond heute abem Prinz Arthur vor Sir Grey a amAhnho Aus Lor lie IlM aufrichtige ^i pathie, die r mischt ist. ürationen gel Fürstenkinds । jo strahlend, daß man W man leine gr männliche Na eine junge P nicht entgeltet der Prinzessin iic, 18 jährig, verstümmle, 1 Doch die: lich zerstreuen sein," wie mc gewöhnt, sovi jchon beim Fr auch sei, es i freuMcher tz icherpaares al jetzt. Gerade zündenden Fu iverkstelligt, 11 mstande brach Vertrauens, zu den deutsch leicht als eint erscheinen, da Königin Elija sich das Herrs Wung mit ;.nbem es sei bech tat es U gelbe könig- Ter König schmächtig, l bares Crga: '.hm nicht bi tyifct, man n and) fein Wate Ä 'Lopnlai )em K kintj Lottes W von Bc lTM in de Meien: wen gewissen pa E^,endenzei . 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