erer 4659 lS 31It Uhr statt. een**1*6 Uta»«" hässli^ lüi 5är*§r!*15» %555ti,XS ►Ä^O***1 nrocerie ■Hk Vx»*1 £&Sr*s‘l XII. ,tätlg gewes=n war. ",rgends übertroffen eSmnUn^- di= diese,, UDd Alle". die ihm Versteigerung. d bezeichnete Grundstück, das zur 'öe§ ^ersicigerungsvermerks auf 1 «rredrich Weitz in Worms r Stratze 22, 2. dessen Ehefrau uel daselbst, im Grundbuch ein« '- August 1913, bovin. 10 Uhr, lchnerc Gericht im Justizgcbäudi Ir. 18, versteigert werden. rung erfolgt im Wege der Zwangs- irungsvemeck ist arn29.Mai 1913 \ eingetragen worden. chtc zur Zeit der Eintragung de? rnerks aus dem Grundbuche uich inb sie spätestens im LerftcigernngS- uForderung zur Abgabe von Gc- iterzer'chueten Gericht anzumclden aubiger widerspricht, glachast zu att§ sie bei der Mcking des nicht berück/W/ und bei der xjteigemngSetß\ti dem Änsprue'. nb den übrigen Achten nachgc,!^ nelche ein der Versteigerung em> echt haben, werden aufgefordert, 7 des M°gs di°»°|h-bM- |mitttagbtS$erf*en^c* ffifiß fiir d°S »* bet. ®‘" an die Siede bei »erftetgerlen 3 Quli 1913. W* B' SSÜKS* .‘SStiSBfe S‘SS;5-SS ib .vsraücrwaacN' *.cniicr: SZS-M Ssss»iw dauert »6i9,UJtidJ*^ Srtitag, 18. Zull 1915 165. Jahrgang Erstes Blatt Eichener Anzeiger Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Vie französische heeresresorm gierung Die ivesicyrs - bei dem Abschluß eines ttCffe$ir «6er, bie wir j- der GiKn°° SM- »ustreben w-lkn. sonderliche Nolte. „ L, . . Bemerkenswert ist, daß bei den Verhandlungen in der Kammer wie in den Kommissionen wiederholt betont wunde, daß die zweijährige Dienstzeit zur Ausbildung des Infanteristen völlig genüge. Aber man wollte — aus deni Gefühl der Gleichheit heraus — niemandem eine Ausnahme zubilligen. Muß doch auch die studierende Jugend, die bis zum Jahre 1905 Anspruch aus ein einziges Tienstjahr hatte, die Pflicht der dreijährigen Dienstzeit auf sich nehmen. Es handelt «sich bei der Verlängerung der iTienstzeit nicht sowohl um Von der Trippochsenhütte hat man noch eine gute Stunde zur Gießener .Hütte. Zunächst geht man eine Strecke mäßig steigend. Die Vegetation nimmt ab, und statt des fetten Bodens tal an Schönheit nicht nur gleichkommt, sondern es insofern noch übertrifft, als er nicht eine stundenlange reizlosere Stelle wie das obere Maltatal besitzt, sondern von unten bis zu ,einer Höhe in gleicher Weise den Wanderer fesselt. Um zu verhindern, daß die Bezeichnung „Graben" für dies Tal eine falsche Vorstellung erweckt, bemerke ich, daß in jener Gegend alle engeren -taler so bezeichnet werden. Auch das Maltatal heißt grade an seiner schönsten Stelle Maltagraben. Gleich am Anfang bei der Besitzung des Gößbauers eröffnet sich schon der Blick auf den Talabschluß. Man steht dort die Tössenscharte, links und rechts flankiert von der Töpener und der Großgößspitze. Schattige Waldwege nut üppigster Vegetation führen am Jagdhaus des Derrn v. Pongratz Dorbei zur unteren Ko h lm a y r a l m, in deren Hütte man uch erfrischen kann. Von da erreicht man in 3A Stunden den großartigen Zwillingfall, wo zwei Bergbäche ganz nahe beieinander eine tief ausgehöhlke Wand hinabstürzen und im Sturz fich vereinigen. Von hier steigt man in recht steilem Anstieg an der linken — vom Standpunkt des aufwärts Wandernden rechten — Talseite durch einen geradezu wunderbaren Hochwald empor, bet’ dem Grafen Lodron gehört. Dieser Anstieg, der früher recht unbequem und ermüdend war, ist in diesem Sommer von der hiesigen Sektion durch die Anlegung cineß bequemeren meter- breiten Reitwegs erleichtert worden. Ist diese Strecke überwunden, so hat man eine Terrasse auf der linken Talseite erreicht, die zur oberen, über der Grenze des Baumwuchses gelegenen Kohl- mayralm gehört. Hier steht die vor einigen Jahren wieder neu aufgebaute Trippochsenhütte, wo der „Halter", d. i. der Hüter des in den Sommermonaten dort weidenden Viehs, wohnt. Vor dem Bau der Gießener Hütte bot diese den Besteigern der dortigen Gipfel die einzige Unterkunft. Von der Trippochsen- hütte aus hat man schon einen schönen Blick auf die Berge der rechten, südlichen Talseite. Tristenspitze, Riekenkopf, Zauberernock und Ritterspitzen — die letzteren mit einem glänzenden Gletscher —, strecken dort ihre dunllen Häupter empor. Weiter links sieht man in einem Felsenkamm nebeneinander zwei parallel- laufende tiefe Eindrücke, den Spuren zweier Räder gleichend. Dort soll nach der Volkssage der Teufel auf einem Wagen ge- wird der Fels und das Geröll immer beherrfchender, statt der Bäume kriechen nur niedrige, aber zähe Latschen am Boden. Hier und da fließen muntere Quellen, an deren iuhlem Waner man sich erquicken maq. In großen Mengen blüht die Alpenrose am Weg. Hat man den Vorsprung des Winterleiten, eines von der Höhe des Hochalmspitzgebietes lausenden Querriegels, umgangen, so eröffnet sich der Blick auf das gewaltige Rundbild, das mir im vorhergehenden Aufsatz zu schildern, versucht haben. Am schönsten zeigen sich die Berge, die links und rechts sich an die Dössenscharte anschließen. Auch das Säuleck, nach Hochalmspitz und Ankogel wohl der schönste Berg der Gruppe, zeigt sich in eindrucksvoller Weise. Nun noch einmal einen steilen Felsenweg empor, und man steht auf dem Gößbichl und vor der neuen Gießener Hütte. Die Sektion hat alles darauf verwendet, sie dem Bergwanderer zu einem möglichst angenehmen Aufenthaltsort zu machen. Kehre ein, lieber Wanderer'. Setze dich in dem freundlichen Gastzimmer, das mit Liebe von den Sektionsmitgliedern ausgestattet ist, nieder! Und wenn du dich ausgeruht und durch Speise und Trank erfrischt hast, sieh dich im Zimmer um, dann werden dir wohl auch an den mit Zirbelholz getäfelten Wänden die Bilder ausfallen, die dich an die Arbeit der Sektion erinnern, deren Früchte auch du genießest, die dir die Männer zeigen, die sich um den Bau besonders verdient gemacht haben, und auch einen Blick in die weit, weit im fernen Hessenland liegende Stadt gewähren, wo es auch noch deutsche Männer und Frauen gibt, die nicht nur die Berge, sondern auch ihr Volk heben. Und willst du übernachten, so steht dir eins von den zwar schmalen, aber sauberen Zimmerchen mit einem guten Bett zur Berfu- gung, in dem du dich für weitere Wandertaten erholen magst. In diesem Falle wirst du auch wohl Zeit finden, etwa gegen Abend in aller Muße von einem schönen Platze vor der Dutte bas Hochalpenbild des ganzen Gößkars und der darüber sich er- hebenben Berge auszugenießen. Wenn dann die Berge in der Abendsonnenglut glänzen imb wohl auch ein Adler hoch über dir seine Kreise zieht, dann wird in deinem Geist unter Schauern der Ehrfurcht eine neue Vorstellung einziehen von der Erhabenheit der Natur und der Größe Gottes, der ,ich m so überwältigender Weise den Menschen zu offenbaren weiß. (Fortsetzung folgt) eine Noform militärischen Charakters als um eine politische Maßregel nationaler Art. Man will zeigen, daß alle Söhne Frankreichs in gleicher Weise dem Baterlande dienen müssen. Selbstverständlich wird a nch die Efsekrivstärke des französischen Heeres erhöht. Diese Heeresresorm, Die die Leistungsfähigkeit der französischen Armee steigern soll wird einen tiefen Einfluß auf das Wirtschaftsleben Frankreichs ausüben. Schon heute ist es genötigt, gegen 100 000 landwirtschaftliche und mindestens ebensoviel Industriearbeiter aus dem Auslande zu holen. Wie wird das erst werden, wenn ein nicht unbeträchtlicher Teil der Arbeiter cm Hahr länger 'bei den Fahnen gehalten wird? Die erhöhten sow stigen Ausgaben — unter einer Milliarde wird es auch in Frankreich nicht abgehen — kann ein so wohlhabendes Land schon leichter tragen. , Man wird jenseits der Vogesen — wie es unlängst per frühere französische Kriegsminister Millerand im republikanisch-sozialistischen Wahlausschuß des 14. Bezirks ausdruckte — „die notwendigen Opfer, da wir nufere Sicherheit schützen wollen, bringen, so hart es uns auch scheinen mag". Nr. 166 Der Lieh eiter Anzeiger erscheint täglich, außer Soimtagü. - Beilagen: v iernial wöchentlich Die bulgarischen Grausamkeiteu. Saloniki, 17. Juli. Die bulgarischen Truppen haben auf ihrer Flucht von L ahan a und Demir hissar g r oßeG rau- sam leiten verübt. 101 Notabeln wurden durch Baionett- stiche getötet oder verwundet. Die Ausschreitungen oer Bulgaren haben sich auch gegen Frauen, Kinder und Greise gerichtet. Dem Erzbischof und drei anoeren Priestern wurden die Augen aus- gestochen und die Arme abgeschnitten. Diese Grausamkeiten ,ind von regulären Soldaicu des 2. und des 21. Regimentes sowie von Offizieren dieser Regimenter verübt worden. Athen, 17. Juli. Die Generalkonsuln Oesterreich - ll n g a r n s und Italiens in Saloniki haben >rch nach Serres begeben, um über die von den Bulgaren begangenen Ausschreitungen Untersuchungen anzustellen. Die Konsuln wurden vom König im Hauptquartier empfangen. — iie irawzoiiiche Reaierung hat dem Ersten Sekretär und dem Milttarattachee der französischen Gesandtschaft in Athen den .Auftrag erteilt, sofort nach Mazedonien abzureisen, um dort über die von den Bulgaren begangenen Massakres nachzusorschen und zu berichten. Konstantinopel, 17. Juli. Das O ökumenische Patriarchat hat beschlossen, den Gesandtschaften ein M e m o - randum über die Ausschreitungen der Bulgaren zu unterbreiten. Der Einmarsch der Rumänen. Bukarest, 17. Juli. Die Kammer hat den Rüstungs- kredit von 9 810 000 Franks und einen Kredit von 1 00 Millionen Franks für M o b i l i si e r u n g s z we ck e bewilligt. Die Deputierten haben erklärt, auf ihre Tagegelder zugunsten der Unterstützung von Familien Mobilgemachter zu per- zichten. — Der Senat hat das Gesetz, das die Verhängung Eietz'nerZasülitnblLttcr, j zweimalwöchentl.Urelr- I blaNsürden Ureis Eichen ' (Tieiistag und Freitag); zweiDbl niouatl. Lat'.d- wirischastliche öeitfeagen Fernsprech - Anschlüsse: __ ___ General-Anzeiger für Gberheffen Annaym« v-n anieigen Rotationsdruck und Verlag der Vrüht'jchen Unw.Guckp und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Lchulstrahe 7. bis --nZVsuh" Seschästrstelle Südingen, vahnhosstratze iS-- Vie Lage auf dem Balkan. FriedenSverhandlungcn. London, 17. Juli. Wie das Reutersche Bureau mitteilt, sind ihm folgende Informationen zu- gegangen: Die Mächte sind im Begriffe, Schritte in Lwfla, Konstantinopel und Bukarest zu unternehmen; in Sofia, um Bulgarien zu. veranlassen, daß es einen Vertreter zur K o n f e r e n z mit den Ministerpräsidenten Serbiens und Griechenlands entsende, in Konstantinopel, um bei der Pforte darauf zu dringen, daß, sie nicht u b e r dieLinieMidia-Enos vorrücke, und in Bukar est, um Rumänien den Rat zu erteilen, es möge So f i a n ich t besetzen. — In diplomatischen Kreisen herrscht starke Unsicherheit bezüglich der Aktionen der Türkei und Rumäniens. Es macht sich eine bemerkenswerte Ueberraschuug geltend über den Umstand, daß, während den Mächten von der Türkei mitgeteilt wurde, sie beabsichtige nicht, über bie Grenze hinaus vorzu gehen, nunmehr von Konstantinopel ausgegaugene Mitteilungen das Vorrücken auf Adrianopel ankundigen. Diese Nachrichten geben in diplomatischen Kreisen keinen Anlaß zur Beunruhigung, da man. es für sicher hält, daß die Mächte, die entschlossen sind, Bulgarien nicht vernichten ^u lassen, ebenso dafür Sorge tragen werden, daß die Türkei Adrianopel nicht behalten dürfe, auch wenn sie bis Adrianopel vorrückeu sollte, was mau nicht glaubt. Die Situation wird als schwierig und verwickelt, aber nicht Die Eichener Hütte aus dem Eöhbichl. Von Otto Altendorf -Gießen. II. Die Zugangswege zur Hütte. (Fortsetzung.) Haben wir nach der langen Reise Gmünd crreicht,^so werden [mir gut tun, uns einen Tag der Ruhe zu gönnen. Jiartn aber sprechen wir wieder auf, um endlich der Gießener Hntte »unseren Besuch abzustatten. Unser Weg führt uns das .vcaltatal aufwärts über das Dors Malta nach dem Alpenhotel Pflugl- 'hvf, luo wir das Maltatal verlassen und links in das Seitental »des Gößgrabens einbiegen. Der Marsch zum Pslüglhos dauert drei Stunden, die Bequemeren können aber bis hierher nut der Poft ober mit einem Mietwagen fahren. Der Pslüglhos hat eine .schöne Lage. In seiner unmittelbaren Nähe befinden sich die herrlichen Wasserfälle des Gößbackis und auf der anderen Tasteite 'der noch gewaltigere 150 Meter hol>e Sturz des Fallbachs, 'xer Reichtum an Wasserfällen ist überhaupt eine Besonderheit dieser -Gegend Es wird sich schwerlich in dem gesamten Alpengebiet eine Gegend Hüben, die sich in dieser Hmsicyt vergleichen laßt. G-bt man vom Pslüglhos das Maltatal aufwärts — eine außerordentlich lohnende Wanderung —, so kommt man nod) an einem Dutzend solcher Wasserfälle vorbei. Aut ineiem Weg erreicht man nahe bei dem schönsten Teil des Tals, wo man durch wilde Klammen und an einer ganzen Reihe von Wasserfallen Vorbau kommt die Hütte der Sektion Gmund des -Lcutlcbcn 2 Oesterrcichischen Alpenvereins. Einige stunden über der teilt sich das in seinem oberen Teil reizlosere Mal.« ° in w- Mler das Grab- und Klein-A-ndtal. Tas lebte"- Mr" an die Eisaimel, jenseits berat he oben genannten nach Bad-Gastein und Böckstein führenden ^kcr liegen, ^as JÄ führt an den Fuß des Ankogels und der .Hochalm-. N'' ®o" t ftebt^^iqeben von dner gewaltigen Gletsch^welt, bie Osnabrücker Hütte, wo sich die Hochtouristen dieses Gebietes yczustSvreiS: monatlich 7oPs^ vierteljährlich Mk. 2*90; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausjchl. Beslcllg. Zeilenoreis: lokal löPs^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Reuillc- lon', .Vermischtes' und ^Gerichtssaal": K. Neurath; für .Stadt und Land": T.Hetz; für den Anzeigenteil: H. Beck. Dieser Tage soll in der französischen Kammer bie • endgültige Entscheidung über die dreijährige Dienstzeit । fallen. Es unterliegt keinem Zweifel, wie die Abstimmung . sein wird. Und mit der überwiegenden Mehvheit der Kammer geht die Volksstimmung. Das haben die französischen . Sozialisten erst am Sonntag einsehen müssen. Gemeinsam hatten der allgemeine Arbeitsbund und die sozialistische Föderation am' Sonntag, dem Vorabend des französischen 9öati-onalfestes, die Massen zu einer Kundgebung gegen die dreijährige Dienstzeit aufgefordert. Aber trotzdem man die bedeutendsten Abgeordneten, darunter Jaures, Vaillant, Evmpere-Morel, als Redner ins Feld schickte, scharten sich um die fünfzehn Rednertribünen auf dem St. Gervais-Felde nur etwa 8000 Menschen, während au der letzten Kundgebung gegen die dreijährige Dienstzeit 50000 Personen teilgenommen hatten. . Niemals ist der Jahrestag der Erstürmung der Bastille in größerer Feststimmuug und mit mehr militärischem Prunk «gefeiert worden als dieses Mal. Schon am Sonnabend das eigentliche Nationalfest ist erst am 14. — durchzogen drei Zapfenstreiche mit wehenden Fahnen, von Fackeln" malerisch beleuchtet, die Straßen des fesllich gestimmten Paris. An der großen Parade am Sonntag nahmen zum ersten Male „die Kinder des größeren Frankreichs", die eingeborenen Truppen aus den Kolonien teil. Es herrscht eine militärfreundliche Stimmung in der gallischen ^Republik, die auch Herrn Lepine, dem ehemaligen Pariser Polizeipräfekten, zugute gekommen ist. Er, der sich als Anhänger der dreijährigen Dienstzeit bekannte, hat bei den Wahlen Kur Deputiertenkamme-r im Departement Loire den Sieg davongetrageu. Trotz alledem wird es in der Deputierteukam- mer heiß hcrgehen. Die Kammer hat in ihren bisherigen Beratungen den Gvuudsatz durchgeführt, daß die Verpflichtung zum dreijährigen Dienst in der aktiven Armee allen Soldaten ohne Ausnahme auferlegt werden soll. Sieht man von den Zöglingen der Sonderschulen für bie Ausbildung von Offizieren zind Unteroffizieren ab, so soll demnach kein einziger Soldat Anspruch auf Verkürzung •feiner Dienstpflicht erhalten. Die Armee-Kommission Ivar won der Erwägung ausgegangen, daß die Wiedereinführung Her dveijalirigeii Dienstzeit einen Ueberschuß von Mannschaften über die gesetzlich festgelegte Effektivstärke hinaus ergeben werde und daß es deshalb möglich sei, die Dienstzeit für die Soldaten zu verkürzen, welche Familienvater oder Familienunterstützer sind. Die Kammer hat diese Ver- 'günstigung 'beseitigt, und sie wird eine Kompensation an- uehmen, die den Familien dieser Kategorie von Soldaten eine Unterstützung zubilligt. Tie Unterstützung soll wahrend der oanzeu Dienstzeit 1,25 Frks. für den Tag betragen und 'mit einer Zulage von 50 Cts. für jedes Kind. Die -Ausgabe für diese Unterstützung wird nach einer Berech- muwg der Regierung jährlich 1 700 000 Franks betragen, das spielt neben den änderen Hunderten von Millionen Franks, die die Heeresresorm beanspruchen wird, keine Nachrichten vom Kriegsschauplatz. B c l g r a d, 17. Juli. Am 15. Juli, nachmittags 4 Uhr, hat eine serbische Abteilung nach h e fti g e m Ka mp fe gegen den rechten bulgarischen Flügel die borgeschobeue Stellung bei K ü st e u d i l besetzt. Der Feind hat außer- ordentlich große Verluste erlitten; er wurde zerstreut und loh in großer Unordnung. Sofia, 17. Juli. Die serbischen Truppen, die in das bulgarische Gebiet eingedruugeu sind, wurden gestern angegriffen und in der Richtung auf Blassinna^zuruck- g e s ch l a g e n. Ter Versuch der Griechen, den l-inken Flu^l der Bulgaren zurückzudrängen, scheiterte. Der Angriff wurde von den bulgarischen Vorposten unter großen Verlusten für die Griechen zurückgeschlagen. Auf den übrigen Teilen der Gesechtslinie herrscht Ruhe. Athen 17 Juli. (Agence d'Athönes.) Es bestätigt sich, daß der Kampf in der Nähe von Vronti rmt einem v o l l' st ä n d i g e n R ü ck z u g des Feindes geendet Hatzte Streitiräste des Feindes vor dem äußersten rechten griechischen Flügel setzten sich aus der dritten und der elften Station zusammen. Gestern nacht machte der Femd einen Vortost bei Vronti, wobei er Bomben benutzte, wuroe aber un- er Verlusten zurückgeschlagen. Heute griffen die Gnechen bie Höhen bei Vronti an, die sie nach lebhaftem Kampf besetzten. Ter Feind wurde geschlagen und mit großen Vertu st en auf Karakeuy zuruckgcworfeu. Tie Verluste der Griechen sind unbedeutend. Auch vvn dem griechischen Zentrum wird ein Zurückweichen des Feindes gemeldet. darstelle. c Paris, 17. Juli. Nach einer Blättermeldung aus Bu- karest habe König Karol ein Telegramm vom Kö- nig Ferdinand von Bulgarien erhalten, in welchem dieser aufragt, unter welchen Bedingungen Rumänien Frieden schließen würde. Rumänien wolle jedoch /nur unmittelbar und zu derselben Zeit wie die übrigen Kriegführenden in Verhandlungen mit Bulgarien eintreten. Belgrad, 17. Juli. Paschitsch, der griechische Gesandte in Belgrad, Alex and ropu los, und der bisherige erbische Gesandte in Sofia, Spalaikowitsch, sind am 16 Juli in Skolpje einoetroffen, wo sie Veniz'elos erwartet hat. Tie beiden Ministerpräsidenteu hatten im Sa- als gefährlich betrachtet. Bukarest, .17. Juli. In einer Note an die Großmächte legt die rumänische Regierung die Gesichtspunkte dar, die für 'Rumänien bei dem Abschluß eines allgemeinen Friedens maßgebend find, und erklärt ferner, daß die neue Dobruscha-Grenze die Orte Tortukhai, Tobritsch und Baltschik entlang läuft, jedoch im eiuzelueu jo, daß sie eine strategische Grenze im modernen Sinne lonwageu auf dem Bahnhof eine Unterrcduug. Nach der Unterredung sind sie nach Belgrad und Saloniki wieder ab* 9Cre®icn, 17. Juli. Die Meldung eines französischen Blattes, wonach der österrcichisch-ungarischc Botschafter in Petersburg bei der russischen Regierung Schritte unternommen habe, um auf die Notwendigkeit des sofortigen Friedensschlusses hinzuweisen, weil Oesterreich-Ungarn ei ne voll- ständige Vernichtung Bulgariens nicht zulassen könne, ist, wie die „Wiener Allgemeine Zeitung von unter* richteter Seite erfährt, nicht richtig. Der Drei i90ßiauc einam, unh trrtm des schönsten — wir dabei recht ausgemeßen können, und treten, aus dcrcn Höhe angelangt, in den G ö ßg rab en, der dem Malta- oes Bekagerungsstanbes, toenn es notwendig werden sollte, zuläßt, angenommen. Die Negierung hat Maßregeln ergriffen, um den Landau- i a u f m den neubesetzten Gebieten zu Schleudcrvreisen zu ve rhindern. Dem Parlament wird ein Gesetz mit rückwirkender Kraft vorgelegt werden, das derartige Käufe annulliert. Der Staat wird sich boj Vorkaufsrecht sichern, um rumänische Kolonien anxusiedeln. Der Vorstand der evang. Gemeinde in Bukarest veröffentlicht einen Aufruf, in dem behufs möglichst ausgiebiger Unter-, stützung der Frauen und Kinder der zur Armee Eirchcrufcnen । dre Freunde der Gemeinde um Geld, Kleider und Lebensmittel gebeten werden. Bukarest, 17. Juli. Der Agence Noumaine wird von amtlicher Stelle mitgeteilt: Im Laufe des 15. und 16. Juli irahm die rumänische Kavallerie von den Donauübergängcn airs Erkundungen nach allen Richtungen vor, auch entlang der Eisenbahnlinie Rustschuk-Warna Offizierspatrouillen nahmen mit den feindlichen Truppen Fühlung. Hinter der Kavallerie rückt die Vorhut der Truppen vor. Das ganze rechte Donauufcr befindet sich in den Händen der rumänischen Armee. Sofia, 17. Juli. Rumänische Kavallerie erschien gestern auf der Station Tschcrwenberg und brachte den Bahn- verkehr auf der Strecke S v f i a—W a r n a , der einzigen für die Verproviantierung der bulgarischen Armee aus dem Ausland verfügbaren Linie zum Stillstand. Auch der Bahnhof und das Telegraphencrmt von Warna wurden vorgestern von den Rumänen besetzt. Daher hat Bulgarien keinen direkten Verkehr mit dem Auslände ohne Benutzung eines Weges über Rumänien oder Serbien. Die in Warna lagernden Waren können nicht in das Landesinnere gebracht werden. Der Bormarsch der Türken. Konstantinopel, 17. Juli. Heute sanden zwei außerordentliche Sitzungen des Ministerrats statt, um zu entscheiden, ob die türkische Armee in ihrem Vormarsch cin- halten soll. Konstantinopel, 17. Juli. Die Türken haben ihren Marsch fortgesetzt.. — Die Eisenbahnrüge fahren bis T s ch o r l u. — Den Zeitungen zufolge haben die Türken gestern abend M i d i a besetzt. — Die Bulgaren haben in Silivri Unterseeminen zurückgelassen, welche jetzt die türkischen Behörden entfernen lassen. Konstantinopel, 17. Juli. Der bulgarische Gouverneur von Rodosto, sowie einige Gendarmen und Beamte sind zu Gefangenen gemacht worden. Die Beamten werden wieder sreigelasfen werden. — In Rodosto ist ein türkischer Gouverneur eingesetzt worden. Konstantinopel, 17. Juli. Nacht hier eingetrnffenen Privatnachrichten sollen die Bulgaren Adrianovel ge- räum t und nur einige Patrouillen zur Aufrechterhaltung der Ordnung zurückqelassen haben. Sv si a , 17. Juli. Infolge des' Vormarsches der Türken aus Kirk Kilisse verläßt die christliche Bevölkerung Thraziens ihre Wohnstätten und flüchtet in der Richtung auf die bulgarische Grenze. London, 17. Juli. Im Unterhau s e fraate Roel Bnptvn an, ob die Verletzung der Grenze von Enos-Mioia durch die türkischen Trupven nicht gegen das am 14. Juli von Wrcl) aufgestellte Prinzip verstoße. Acland verlas fügende Antwort Greys: .J'ch bleibe bei dem am 14. Juli Gesagten, was,,wie ich glaube, mit den Anschauungen der übrigen Regierungen übereinstimmt. Diese Anschauungen sind der Pforte mitgeteilt worden. Zur Stunde ist die einzige Nachricht, die ich von den türkischen Truppenbewegungen habe, die von den Bulgaren gebrachte Meldung, wie sie in der Presse erschienen ist." Deutsches Rersb. Berlin, 17. Juli. Die „Nordd. Mlg. Ztg." schreibt: Die Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Peking, wonach das deutsche Konsulat in Nanking von den Aufständischen lein schlossen sei, ist bisher durch nichts bestätigt worden. Der Kreuzer „Leipzig" traf am 16. Juli vor Nanking ein und bleibt bis auf weiteres dort. Berlin, 17. Juli. Der Termin der Reichstag S- e rsatzwahl in Rckgn it - P il lkalle n ist auf den" 23. August angesetzt worden. Konservativer Kandidat ist der Landtagsabg. 'Gutsbesitzer Gottschalk. Die Auffbellun z des nationaltiberalen Kandidaten erfolgt am Sonnabend. — Das Reichstagsmandat des verstorbenen Zentrumsabgeordneten Kohl soll anaeblich Dr. Heim übermehmen. Laut dem „Berl. Tageblatt^ muß/te er aber weg-en seiner Herzlrankhei t ablehn en. Ausland. Bad-Ischl, 17. Juli. Der Kaiser empfing heute vormittag den Minister des Aeußcrn, Grafen Berchtold, in einer nahezu einstündigen Audienz. Berchtold lehrte heute abend nach Wien zurück. Bern, 16. Juli. Die nationale Sammlung zur Schaffung einer schweizerischen M il i t ä r a v i a ti t hat nach vorläufigen Feststellungen 1,4 Millionen Franken ergeben. Da noch weitere Eingänge zu erhoffen sind, dürfte das Gesamt ergebnis rund 1,5 Millionen Franken betragen. Bon den Schweizerkolonien im Auslande gingen sehr erhebliche Spenden ein. Die Behörden schreiten nun zur Schaffung eines Flugzeug- geschwaders, "das dem Armcekommando direkt unterstellt nrirb.' Paris, 17. Juli. Die Kammer beschloß heute vormittag die Einstellung der Jahrcsklassc 1913 in der zweiten! Hälfte des November. In der heutigen Kammersitzung wurde der Zusatzantrag Brvussc, wonach die in Frankreich wohnhaften großjährigen Söhne ausländischer Eltern als Franzosen angesehen und in die Gestellungslistcn eingetragen ivcrbcn sollen, dem Ausschuß, für Gerichts- und Vcrwaltun'gsreformcn überwiesen, nachdem der Regierungskommissar erklärt hatte, daß dieser Antrag mit dem Rekrutierungsgesetz nichts zu tun habe und vorherige diplomatische Verhandlungen notwendig machen imirbc. Petersburg, 17. Juli. Der Reichsrat ist bis zum 14. November vertagt lvorden. Petropawtowsk, 17. Juli. Auf der Insel Karwinski landeten mit sieben Fahrzeugen 1 0 5 Japaner imb zwangen im Dorfe Karaga die Einwohner mit Oswalt, sämtliche Vor- rätcan P e 5 z w a r e n a u s z u l i e f e r n und raubten für große Summen Blaufuchs- unb Zobelfelle, dann segelten die Japaner sofort wieder ab. Kiukiangfu, 17. Juli. Nach einer Meldung von per trauenswürdigcr Seite sind die Südtruvpen zurückge-l schlagen worden. Biele fliehen nach Kuling und legen btc Waffen nieder. Die Stadt Kiukiangfu und die Forts befinden sich im Besitz der Nordtruppcn. In Pukou, wo sich btc Truppen »um Dorgehen nach dem Norden sammeln, nrirb eine rege Tätig ! feit entfaltet. In Schanghai ist man ruhiger geworden. Der Kurs des Dollars nähert sich wieber seinem Normalstaird. Allgemein wirb erwartet, baß, falls die Nordtruppen einen ent scheidenden Sieg emngen, die Bewegung in Kiangsi zusammen brechen wird. Allerdings wirb zugegeben, daß bie Bewegung sehr ausgedehnt ist. Arbeiterbewegung. Altona, 17. Juli. In einer von über 1000 Personen besuchten Versammlung beschlossen dem „Berliner Tage- btott" p-ufvlge btc Angestellten und Arbeiter der- Hapaa materielle Unterstützung der streikenden Werftarbeiter unter scharfer Verurteilung des Verhaltens der Organisationsleitunb- Lodz, 17. Julr. Infolge des Ausstandes der Arbeiter in Zgierz sind die Zgicrzer Baum woll fab ri k, die 300 Arbeiter bejtijäftigt, und die Baum w ollf ab rik Lorenz Krusche, die 500 Arbeiter beschäftigt, geschlossen nrorben. In Lodz streiken neuerdings 1000 Arbeiter. Hüll, 17. Juli. 6000 Hafenarbeiter sind ausständig. Tie Bewegung begann unter den Zimmerleuten des Viktoriadocks, die einen halben Penny die Stunde Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit verlangten. Tie Unzufriedenen suchten die anderen Docks auf und rorberten die Arbeiter zum Streik auf. Alle Docks sind in Mitleidenschaft gezogen. Aus Statt und Lantz. Gießen, 18. Juli 1913. Eisenbahn-Personalien. Verliehen wurde dem Regierungs- unb Baurat Effen berger bei der Eisen- bahndirektion Frankfurt, früher in Mainz, der Bayerische Verdienitorben vom h. Mich. 4. Kl. mit der Krone; au§ Anlaß des RegicrunqSjubiläums bc5 Kaisers der Kronenorden 4. Kl. dem Kassenvorsteher Knoop in Wetzlar; da§ Verdicnslkreuz in Gold: dem BetriebSsekretär Thomas und dem Oberbahnassistent Boormann in Wetzlar, dem Obcr- bahnasststent Matt in Bebra; das Allgemeine Ehrenzeichen: dem Unterastistenten K un z in Gießen; der Charakter als Nech- nungsrat: dem Oberbahnmeister Kranz in Frankfurt, früher in Butzbach. Ernannt wurde: der Bahnhofsvorsteher Möller in Bebra, früher in Gießen und Gelnhausen, zum Oberbahnhofsvorsteher, der kommiss. Eisenbahnassistent Küpper in Gießen zum Eisenbahnassistenten. Eine Belohnung erhielt der Lokomotivheizer Rau in Gießen für mit dem Urteil „Sehr gut* abgelegte Prüfung zum Lokomotivführer. ** Stadttheater. Am nächsten Dienstag wird das bekannte Vaudeville „Püppchen" von Jean Gilbert, dem Komponisten der „Polnischen Wirtschaft" und des „Autoliebchens" gegeben. Das Werk, aus dem ja zahlreiche Melodien 'bereits populär sind und das sich überall als Schlager erwiesen hat — in Frankfurt stand es bis zu Saisonschluß anhaltend auf dem Spielplan des Stadttheaters — dürfte aurf) hier unter der bewährten Regie des Herrn Ähnelt starke Wirkung ausüben. Das Kruse'sche Konzert muß verschoben werden. (Siehe heutige Anzeige.) * * Das 6. Abonnementskonzert, das außerordent- lia) gut besucht war, hatte sich wieder eines vollen Erfolges zu erfreuen, und der lebhafte Beifall bewies, welcher Beliebtheit sich die Veranstaltungen unserer Regimentskapelle zu erfreuen haben. Der Abend war her Operette gewidmet und zahlreiche Zugaben, die Herr Obermusikmeister L ö b e r bewilligte, hielten sich in dem>elben lustigen Rahmen. Als tüchtiger Solist stellte sich ein Gefreiter der Kapelle vor, der seine Trompete sehr geschickt zu handhaben wußte und fein Stück unter lebhaftem Beifall wiederholen mußte. Damit haben bie Sommerkonzerte, bie biesmal lehr unter der Ungunst der Witterung zu leiben hatten, ihr Ende erreicht. * * Vom Wetter. Obwohl uns die Wetterberichte für -die Zeit vom 17. Juli 11 Uhr mittags bis 18. 11 Uhr mit- rags aufheiterndes Wetter in Aussicht gestellt hatten, gingen tn der Nacht heftige Regen nieder, und auch in den Morgenstunden regnete es noch. Nach dem heutigen Wetterbericht hat sich ein südwestliches Hochdruckgebiet weiter ostwärts ausgebreitet. Ein über der Nordsee lagerndes Randtie bringt uns heute leichten Regen. Wir haben morgen bei westlichen Winden zwar wolkiges Wetter, doch höchstens geringe Niederschläge zu erwarten. * * Blumenschmuck an den H Lus er fr on ten. Wenn man ein Auge für die Kinder der Flora hat, die auch in unserer Stadt in der schönen Jahreszeit die Balkone und Fensternder Häuser zieren, so muß, man bedauern, daß für diesen Schmuck im Verhältnis nach immer zu wenig Interesse in unserer Stadt vorhanden ist. Gewiß, sind hier unb dort einzelne nacheiferungswürdige Anfänge vorhanden und doch Tönnien die W o hnu n^s in Haber mit wenigen Kosten darin mehr tun. Vorherrschend sieht man bei uns als äußeren Schmuck Geranien in rot, rosa unb seltener weiß verwendet und doch gibt es eine ganze Anzahl dafür geeigneter, ebenfalls dankbarer blühender Pflanzen, die dem Straßenbilde ein abwechselungsreicheres Bild geben ivür- den. Ta ist zuerst hie Betunie, die weiß und besonders in dunkellila, als fogenannte Rathausbetunie, in anderen Städten sich einer äußerst wirksamen Bevorzugung zum Schmuck der Häuser erfreut. Ebenso wirksam ist für den Zweck die lila und auch grün blüheiide Eobäe zu empfehlen. Ein sehr billiger PflanzensckMuck für Fenster und Gallone |ater ist die gelb und bronee blühende Kapuzinerkresse, die in Kästen gesät, sich sehr gut entwickelt. Wundervoll wirkt aber diese blühende Pflanze, wenn sie mit dunkelroten stehenden Geranienpflanzen zusammen sich entwickelt. Ein großer Fehler aber ist's, wenn die Blumenfreunde im Früh- jabT, wenn die Pflanzen eingesetzt werden, die kleine Ausgabe sparen unb nicht vom Gärtner zubereitete Mistbeet- erde nehmen. Verwendet man diese unb vergißt bann nicht bas durchdringenbe Gießen, so entfalten sich alle bie von uns genannten Pflanzen in einer Blütenpracht, bie nichts zu wünschen übrig läßt. She bilben dann erst in ihrer Ueppigkeit unb Farbenpracht ben rechten Schmuck unserer Hauser. ** Jugendschwimmsest. Der Wettergott ist uns Heuer nicht sehr günstig. Wer im Fluß, zu haben, sich an der leaune zu trocknen unb braun zu werden liebt, der muß allzuoft daheim bleiben. Da scheint es fast ein Wagnis zu sem, wenn Jun g deutschlan b zu einem Wettschwimmen aufsordert. Aber enblich muß es doch einmal besser werden. Unb so wollen wir Optimisten sein unb fyoffen, daß am Samstag, 26. Juli, uns bie Sonne heiß auf den Rücken scheint unb uns alle ins erfrischende Naß treibt. — Das Programm des Schwimmeiis ist schon lange in ben Schulen und Vereinen verteilt, und immer irock) auf der Redaktion des Anzeigers, sowie bei ben Herren ®ceg, (Neuenwea, zwischen 2 unb 4 Uhr) und Tobt. iPlockstraße) zu haben. Es sieht Sprünge unb Sckpvimmen sur zwei Altersllassen (12 bis 14, 14 bis 18 Jahrew nar und verlangt von jedem Teilnehmer eine leichte Freiübung Als Platz war anfangs das schön gelegene Militärbad in Aussicht genommen, aber es erfd)ctnt zu gefährlich, dort ^ größere Schar zu beauffidchigen. Daher wurde die Mu 11 erf che Badeanstalt gewählt, wo für alle Teilnehmer unb Zuschauer bie besten Plätze zur Verfügung stellen. Besonders können dort auch bie Zuschauer von der anberen Lahnsette bequem alles beobacksten. Als Zeit ist eine nicht KU frühe Nachmittagsstunbe in Aussicht genommen bamit bie in Geschäften tätigen jungen Leute noch nach 6 Uhr erscheinen können. Als Preise werden nur Kränze und Ehrenurkunden gegeben. Alle Schüler und jungen Leute Gießens sind ein geladen, unb hoffentlich zeickpien sich recht viele in bie Melbelisten ein, bie in den Schulen unb Ver einen, sowie bei ben Herren Weeg und Tobt au fliegen Tann möge bieses zweite Gießener Schwimmfest recht froh und glücklich verlaufen, zur Pflege des Schwimmens an- regen unb noch viele Nachfolger finden! • * Jubiläum Steller. Der Wandteller unb bet Fayencekmg, bie auf Veranlassung der Kunsthanblung I. Hirz zum Jubiläum beS Infanterieregiments Kaiser Wilhelm von ber Königl. Porzellan-Manufaktur in Meißen, bezw. von der Fayencefabrik Aluminia in Kopenhagen angefertigt würben, haben einen so vielseitigen Beifall gefunben, daß nunmehr ein zweiter ,93ranb* bavon heraestellt werben muß. Die beiden Stücke sind von besonderem künstlerischen Wert und. dürften, da eine spätere Anfertigung nicht mehr erfolgt, bald einen Sammelwert besitzen. * * Gemeindesteuer-Rückstände. In den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt nrirb an bie Zahlung bes ersten Ziels ber Gemeindesteuern unb Kanalgebühren für 1913 gemahnt. Nach den wiederholten Bekanntmachungen bes Oberbürgermeisters werden besvn- bere Mahnzettel hierfür nicht mehr zugcstellt. Die Zahlung^ kann noch bis zum 3 0. Juli ohme Kosten bei der Stadt-' lasse erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt bie Beitreibung, wobei bie Pfänbungskosten erhoben werden. * * Zu dem Selbstmordversuch im Philo- | s ophen wald wird uns mitgeteilt, daß bie Eltern des jungen Mannes nicht gegen eine eheliche Verbindung gewesen wären, daß sie aber kein aussichtsloses Liebesverhältnis dulden wollten. ** Berichtigung. Ter in dem Artikel über den Pfälzer- Wald empvNene Ort heißt Kaltenbach, nicht Keltenbach. — Der Verband deutscher Eisenbahn-Hanb- iperfer unb - Arbeiter hat 98 000 , nicht 18 000 Mit glieder, wie es gestern infolge eines Druckfehlers hieß. Landkreis Gießen. — Lich, 18. Juli. Heute feiert ber Braumeister ber Firma I. H. Jhring, Herr Emil Machalett, sein 25jähriges Dienstjubilaum bei völliger Frische unb Rüstigkeit. Dem Jubilar waren allseitige Ehrungen zugedacht. Von der Firma I. H. Jhring würbe ihm in Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste ein schönes Geschenk überreicht. Kreis Alsfeld. ok. Alsfeld, 17. Juli. Eine amerikanische Erb- chast ist in eine Anzahl hiesiger Familien gefallen. Wie bet allen derartigen Erbschaften sprach män zuerst von ungeheuren Summen. Jetzt hat sich herauSgestellt, daß nach ^llsfelb insgesamt 30 000 Mk. kommen. Bei ber Verteilung zerfällt dieser Betrag in Einzelbeträge von 160—1100 Mk. ok. Alsfeld, 17. Juli. Gestern abend wurde am hiesigen Bahnhof ein von hier stammender junger Mann verhaftet. Er ist bei einer am Bahnbau Alsfeld— Nieder-Aula beschäftigten Tiefbaufirma auS Soest i. W. als Buchhalter angestellt und soll dort Geld unterschlagen haben. ok. AuS dem Kreise Alsfeld, 17. Juli. Die Heuernte, die etwa 4 Wochen gedauert hat, ist jetzt fast ganz beendet. TaS Heu ist meistens sehr gut, bis auf einiges, das während des Regenwetters draußen gelegen hat und dabei die Farbe verloren hat. Auch der erste Kleeschnitt war ausgezeichnet. Die Heidelbeerernle ist auch in vollem Gang, in manchen Gegenden schon fast beendet. Besonders in Elbenrod ist der Heidelbeerhandel in hoher Blüte. Wegen der starken Konkurrenz sind bie Preise sehr hoch. Die Händler bringen die Beeren meistens ins Rheinland. Kreis Friedberg. L Friedberg, 17. Juli. Gestern weilte ber Generalstabsarzt der Armee hier, um das Hospital zu besichtigt-n, dessen eine Abteilung event. als Mil itä rl aza rett dienen soll. — Nächsten Sonntag will der Flieger A. Schäfer auS Frankfurt auf der Kreisstraße Friedberg—Ockstadt Flug- versuche unternehmen. *—1- Friedberg, 17. IM. Ein trauriges Unglück ereignete sich heute morgen gegen 1/210 Uhr. Am Schmoll scheu Neubau in ber Frankfurter Straße würbe ein 12- jähriger Junge ans Frankfurt, der hier zu Besuch weilte, von einem schweren Luxus automobil überfuhren und 10 bis 12 Meter weit geschleift. Er erlitt dabei so schwere Verletzungen, baß er kaum mit bem Leben davon kommen wirb. Trotzdem bas Automobil in schnellem Tempo fuhr, trifft den Chauffeur keine Schuld, ba der Junge noch vor bem Automobil quer über bie Straße laufen wollte. Er würbe ins Krankenhaus gefahren. Tie Eltern, bie heute wieber nach Frankfurt zurückkehren wollten, sinb ganz ^intröstlich über den schweren Unglücks fall, ber sich an dem Geburtstage des Verunglückten ereignet hat. — Der Junge, der färtv Autler heißt unb Sohn eines Fvankfurter Oberkellners ist, ist inzwischen seinen schweren Verletzungen er fegen. h. D 0 rtelweil, 16. Juli. Gestern fand bet sehr starker Beteiligung die Wahl von fünf Gemeinderäten statt. Unter 15 aufgestellten Kandidaten wurden gewählt: K. Brückmann, Schceinermeister Jeckel, Ph. K. Hensel, Ph. Hensel und Schreinermeister Opp. Starkenburg und Nheinhessen. m. Darm stabt, 17. Juli. In der heutigen Stadt- verordnete nsitzung teilte ber Bürgernreister mit, baß die Heeresverwaltung den von der Stabt für bie Errichtung von Kasernenbauten für eine Luf tschiffer- unb eine Funkerkompa.gnie gestellten Bedingungen zugesttmmt habe, unb daß mit bem Bau in bennäd^ sten Wochen begonnen werde. Weiter teilte der Bürgermeister mit, daß die Kriegsschule, um die sich Darmstadt bemüht habe, nach Erfurt komme, da dieses aus militärischen unb wirtschaftlichen Grünben geeigneter ei. — Auf einem Antrag, gemeinsam mit ben übrigen großen hessischen Stabten wegen Aenderung der Steuer- Gesetze über bie Realsteuern vorzugehen, antwortete >er. Bürgermeister, baß bie Angelegenheit auf einem im Herbst stattfinbenben Stäbtetag besprochen werben soll. An Realsteuem (Grunb-, Geweckbe- unb Kapitalsteuernd habe O f f enbach mit 34.5 Pfennig auf 100 Mk. Vermögen ben höchsten Steuersatz, Maiirz erhebt 22.95, Worms 22.53, Darmstadt 21.6 unb Gießen ben niedrigsten mit 21 Pfg' Kreis Wetzlar. Kloster Altenberg, 17. Juli. Unter dem fetzigen Pachter des Fürstlich. BraunfelSschen HofguteS Kloster Alten- berg, Hauptmann a. D. Garth, ist die alte frühromanischc kleine Kapelle im jetzigen Herrenhause, die älter ist als die prächtige Klosterkirche, wieder hergestellt und wird in den nächsten Tagen das erste Mal aus Anlaß einer Eheschließung in der Gartb'schen Familie als Kapelle wieder benutzt werden. Der baugeschichtlich interesiantc Raum lag bisher, seit Auf- Hebung deS adeligen JrauenstisteS, 1802, verwahrlost, und ist es ein Verdienst des Hauptmannes Garth, daß derselbe wieder hergestellt worden ist. Hefien-Nasfan. f ) Fronyausen, 17. Juli. In der Nähe unseres ^rtes stürzte der Einwohner Schneider aus Salzböden so unglücklich von einem Wagen, daß er bald darauf verschied I K. i< w K" MKZMMPMMWLL^ weraen una Tnb*n ä pfg. in Schuhhandlungen und Drogerien erhält. Alleinige Fabrikanten: Herbert & Vortkamp, G. m. b. H., Düsseldorf._________ss h Gerichr^saaU Damen-Stiefel Lackkappe, Derby 4^ 05760 Rodheim a. d. B., 18. Juli 1913. Die Beerdigung findet Samstag nachm. 2 Uhr statt. MmMHi LZLL v. Visitkarten billigst Brtihl’eche Druckerei. h. Hanau, 15. Juli. Das seit 6 Jahren bei einer Familie in Be^en in Stellung befindliche 20 Jahre alte Dienstmädchen M. S. au§ Freiensteinau hat sich gestern abend im Main ertränkt, zweifelsohne in einem Anfälle von Schwermut. — Die hier im Anschluß an die König!. Zeichenakademie zur Errichtung kommende erste deutsche Dlamant- schleiferei-Fachschule soll schon im August d. Js. in§ Leben treten. Srbwcmmsteinsabrik, ölt, lief. biO. Ia.Steineu.Zement- dielen. Pb. Gies, Neuwied. >/-9 Ubr ab frifeben Zwiebel- kücken bei Bäckermeister Schomber, Walltorstr.51 Wo ist1 Coletti? Soldat soll ebenfalls abgestürzt und schwer verletzt worden sein. Schneidemühl, 17. Juli. Unter dem gestrigen starken Regen hatte das Luftschiff stark zu leiden. 250 Manu Infanterie waren abkommandiert, um das Luftschiff abwechselnd zil bewachen und festzuhallen. Am Vormittag hatte sich durch die starke Soiineilbestrahlung das Gas in der vorher schlappen Hülle stark ausgedehnt und diese, die gestern noch stark auf die Gondel drückte, wieder ausgerichtet. Plötzlich, kurz vor 11 Uhr, wurde das Hinterteil des Schiffes von einer Nordwestbve erfaßt und etwa 30 Meter hoch geworfen. Bor Schreck ließen die meisten Soldaten los, nnb die in den Gondeln beschäftigten Arbeiter sprangen hinaus. Das Luftschiff erhob sich mit großer Geschwindigkeit und riß auch die in dem anfgeweichten Boden nicht festsitzenden Verankerungen los. Zwei Soldaten wurden mit in die Höhe gerissen; der eine stürzte aus 30 Meter Höhe ab und wurde lebensgefährlich verletzt, der andere ans 200 Meter und war sofort tot. Der Konstrukteur des „Schütte-Lanz"-Lustschiffes, Professor Schütte, der in Westerland auf Sylt weilt, sprach auf die Nachricht von dem gestrigen Unglück die Meinung aus, daß die Katastrophe cm Beweis dafür sei, wie notwendig Bergehallen an den großen Verkehrsstraßen erscheinen. Der Mangel an solchen habe schon Millionen Eine Räuberbande im Weilburger Wald. Aus Weilburg a. d. L. wird gemeldet: Eine unbekannte Frau bat einen auswärtigen Reisenden, sie in den benachbarten Wald zu begleiten, um ihr Kind zu befreien, das durch einen Holzstoß verschüttet sei. Als der Reisende die Frau begleitete, wurde er von drei Männern überfallen, geknebelt und vollständig ausgeraubt. zu 4.- Mk. pro Zentner liefern frei Haus I4toü E. Rosenbanm & Co., Krofdorser Straße. Frankfurt a. M. liefern prima a“/e Gummischläuche tragen worden. . „ . r. ... — 3tt Stuttgart starb der frühere ord. Professor für Landwiistschast und landwirtschaftliche Technologie an der Um- „ersität Tübingen Dr. Julius v. Seemann im Alter fron 3 Seinen 70. Geburtstag feiert am 21. Juli der ordentliche Honorarprofessor für Veterinärwissenschasteu und Direktor des Ticrarzneiinstituts an der Universität Go t - Gingen Geh. Medizinalrat Dr. Hubert Jacob Esser, ^scheimrat Esser ist Präsident des Deutschen Veterinärrates >!nd Vorsitzender her Tierärztekammer in Hannover. — Dem Privatdvzenteri in der Freiburger rechts- und staatswisscnschaftlichieu Fakultät, Dr. Hans Schänitz, ist vom Wintersemester 1913/14 ab ein Lehrauftrag für Privatwirtschaftslehre erteilt worden. Der?in$nad)rid}ten. -- Rödgen, 18. Juli. (Verspätet eingegangen.) Der G c - sangverein „Eintracht" feierte am versloiscnen Sonn- ag und Montag sein 25jäT)r. Stiftungsfest. Präsident K o rber eröffnete die Feier und nach einer Festrede des Pfarrers Groth überreichte sFrl. Lücke! die von den Jungfrauen gestiftete ^-ahmn- schleife. Dirigent Klos überreichte den teilnehmenden Bei-cuien ,vahnennägel. Durch turnerische Aufführungen, ^.amenrrrgen und Tanz wurden die Festgäste bis zu später Stunde in froher Stimmung beisammen gehalten. gekostet. „ . Wien, 17. Juli. Kaiser Franz Josef verlieh dem Professor Schütte-Danzig das Komturkreuz des Franz- Josef - Ordens. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der 4. Deutsche Kongreß für Säuglings- chutz, veranstaltet von der Deutschen Vereinigung für Säuglingsschuh, findet unter dem Vorsitz des Kammerherrn Dr. von Behr-Pinnow am 18.—19. September 1913 m Breslau statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben, treubesorgten Vater, Schwiegervater und Grossvater Herrn Andreas Schäfer Werkführer i. P. im Alter von 73 Jahren zu sich abzurufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Vmmfcfrtes. * 8. 178". Mit dem Wrack des Torpedobootes „8. 178"' wurden 16 Leichen geborgen. Die Trauerfeier findet am 18. Juli statt. * 250 000 Franken Belohnung. Wte aus London gemeldet wird, hat die Versicherungsgesellschaft, welche die aus deut Postpaket gestohlenen Perlen im Werte von etwa 31/, Millionen Francs versichert hat, einen Preis von 250000 Francs für die Entdeckung des Urhebers dieses Diebstahls ausgeschrieben. * Von einer Flugmaschine getötet. Aus Brandenburg (Havel) wird gemeldet: Bei der Landung eines Doppeldeckers auf dem Neuendorfer Exerzierplatz wurde ein kleines Mädchen von der Luftschraube erfaßt und so schwer verletzt, daß es bald darauf starb. *Schonwiederein Mädchenmord. Aus Bären- brück bei Kottbus wird nnterm 17. Juli gemeldet: Ern seit gestern abend vermißtes achtjähriges Mädchen ist heute morgen in einem Kornfelde in der Nähe des Dorfes ermordet anfgeftmden worben. Die Leiche weist zahlreiche Stiche in der Brnst rrnd im Gesicht auf. Die Schädel decke ist durch Axthiebe zertrümmert^ Der Tat verdächtig- ist sein 13jähriger Stiefbruder Richard, ein Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Dessen für Samstag, den 19. Juli 1913: Wechselnd bewölkt, höchstens geringe Niederschlage, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Paris, 17. Juli. Wie aus N a n c v gemcLet wird, hat das dortige Zuchtpolizeigericht Swdenten der M^i- rin {Sollet, welcher am 14. Juli eine von Deut sch Lothringernbeschimpfte und dm Beamten Conrad au» Hayingen geschlagen hatte, zu 14 Tagen Gefängnis und 300 Franks Schadenersatz verurteilt. Unfall der §chütte-Lanz. Das Militärlustschiff Schütte-Lanz ist, wie wir gestern durch Aushang bekannt gemacht haben, bei Schneidcmühl von einer Böe erfaßt und völlig zerstört worden. Ueber den Unfall haben wir folgende Drahtnachrichten erhalten: Schneidemühl, 27. Juli. Das Militärluftschiff Schütte-Lanz" hat sich heute vormittag gegen 11 Uhr infolge einer plötzlichen Windböe von seiner Verankerung losgerissen und trieb führerlos ab. Ein Soldat des lncsiqen Infanterieregiments wurde ui die Haltetaue verwickelt und in die Höhe gerissen. Er stürzte von 200 Meter Höhe ab und war sofort tot. Das Luftschiff trieb nahezu eine Stunde lang über der Stadt und ging etwa 3 Kilometer von Schneidemühl entfernt Nieder. Es ist noch nicht bekannt, ob das Luftschiff Beschädigungen erlitten hat Schneidemühl, 17. Juli. Das Luftschiff „Schutte- Lanz- liegt bei dem Dorfe Erpel an der Strecke Schnetde- ^tihl—Bromberg. Das Gerippe ist vollständig zerbrach e n. Bei seinem Niedergang entwurzelte das Luftschiff Bäume und zerstörte Telephonleitungen. Ein zweiter Univcrfitätd»2Tacbricl)tcii» — In M i 4drvY ist am 16. d. M. der Professor für Biologie nn der Kgl. Akademie zu P o s e n und Oberlehrer am Kgl. Manen- iihmnafinm daselbst Dr. Fritz Pfuhl im .61 Lebenoiahre ge- itorbcn. Er stammte aus Pyntz. 1878 promovierte er in Gießen. — Tie außerordentliche Professur wat^nwalt Dr Brill, die Verteidigung führen für N. Bov^affkr Rechtsanwalt Kaufmann, für 2. Borngasser Rechtsanwalt -ir. Leopold Katz. Für die Verhandlung find zwei Tage voryefehen, sie soll aber, wenn irgeiid möglich, heute zu Ende geführt werden. Nathan Vorngässer schildert die Verhältnisse, die ihn zu den Straftaten veranlasst haben und gibt dem Bankier Herz inGießen die Schuld. Dieser habe ihm einen Bauplatz an der Rvdheimer Straße verkaufen >vollen, und ihm dabei einen Blankokredit zum Geschäftsbetrieb versprochen. Hierdurch jei er veranlagt worden, den Bauplatz zu erwerben und em 5)aus darauf zu erbauen Ab das Gebäude fertig war Und die Landeshypvthekenbank 46 00k> M als 1. H»P-th<-k qesaHt hatte r°g Seri .b,e[c,rnh6 l^nLL0°°, Mark, die er als Blankokredit gegeben hatte, und 12000 .Jtart als Kaufpreis für den Bauplatz ab, so daß er, um sich ubn Wasser zu halten, bei den Fälschungen seine Zuflucht gesucht habe. T'in w Er einer. - ohne Lpften "W ff hi" Mih. ÄoljJ'SÄ 'M* "-b «'SÄ'8 M“.“ a"-tf=nnung ti - Eine amerikanischk 6,b. v'ligcr Familien gefaltn, M, 7 mim suerft Mn un, /'ch IwraiiBgefieHt, daß nach St omratn. Sei b,r Mil™ nzeldetrage von 160—1100 Ml. iuli. Tellern abend wurde am hier flammender junger Mann einer am Bahnbau Mfeld- ueibaufirma auö Soest i. W. als oll dort Geld unterschlagen haben, Alsfeld, 17. Juli. Die >en gedauert hat, ist setzt fast ganz eislens sehr gut, bis aus einiges, etters draußen gelegen hat und hat. Auch der erste Kleeschnitt «idelbeerernle ist auch in vollem en schon fast beendet. Besonders ieerhandel in hoher Blüte. Wegen die Preise sehr hoch. Die Händler ’ inS Rheinland. firitbberß. ili. Testern weilte ber Teneral- im das Hospital . MliVacla^arett diem M der Flieger A. Schäfer aii üaße Friedberg-Ockstadt Flug- 17 M. Ein trauriges UnMi en gegen %10 Uhr. Am Schwoll- anFfurrcr Straße wurde em L* ikfurt, der hier zu Besuchj wecke, iMwmöbil E»ersahren Md 10 bis aä—sss ber Pinge noch vor dem « oej Mpde ms g den Luftschiffes ff mit dem teitte bö ^^niänsaw wrt Aeuer- ÄwderE b ^riete m wegr» ^Mgehen, lin OHAs itta- 1 Hofgute? ^.^gnis^ ck die ölte l die glS [ aa bishe^',st lind in Halbschuhen für Damen, Lackkappe 3m° Kinder-Stiefel sch™db^ 225 M. Herren-Stiefeln modem .... 5^° enorm billigen Preisen abgegeben werden. Ich offeriere, solange Vorrat: falteÄe L Adolf Baer, Giessen S a,9/7 ____________________ rfiiMwoT""........... itdd'1 -upf ßeQsJ f betonaers bei Dr (ftaarausfaU'.) i \ Wirkung wiMenieMhl Ä für alle tarniaen 3t « 0 J. Pfeffer - Giessen Feuerwerk. 4698 Schluss»—Sommer-Ausverkaufs Samstag, deai SV» Jylä Neu! Neu! sdmimnhais W. 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Bei eintrctcnder Dunkelheit großes Brillant- Restaurant zur faknUst Dem verehrten Publikum von Giefren und Umgebung die ergebene Mitteilung, baß ich mein altes, gut eingc sührtes Restaurant „4n den Bahnhöfen Nr. 20", jetzt zur Lahnlust, zu einem bequemen Ausflugsort mit herrlichste Aussicht in das Labntal neu einrichten habe lassen. 05733 Um geneigten Zuspruch bittet Hochachtungsvoll __ Auf obige Anzeige bezugnehmend, habe ich die SFcstwirtschast^ übernommen und halte mich mit guter Restan- x ration den geehrt. Festbesuchern bestens empfohlen - Georg Peil im Jagdschlößcheu. Statt besonderer Einladung. Die Trauung unserer Tochter Betty mit Herrn Arno Weissbacher findet am 20. Juli er., l1/2 Uhr nachmittags, in der Synagoge, Süd-Anlage, statt M. Kann und Frau. Einladung. 11)18/7 zur 3. Jahresversammlung der Gesellschaft Liebigmuseum, Donnerstag, 24. Juli 1913, nachmittags «'Ulbr, im Hörsaale des Liebiglaboraioriums zu Gicsten. Tagesordnung: 1. Vortrag von Geh. Medizinalrat Professor Dr. Sommer, Giesren: Justus von Liebig vom Standpunkt der Fannlienforschung und Vererbungslehre. 2. Jahresbericht, erstattet von Apotheker Werner, Giesten. Einführung von Angehörigen und Gästen erwünscht. Oer Arbeitsausschuss zur Erhaltung des Lieblglaboratoriums. Musik-Reiten Samstag, 19. Juli, von 11 Uhr ab findet in der offenen Bahn des «70 Universitäts-Reit-Instituts Grosses Musik-Reiten statt. — Eintrittskarten zum Preise von Mark 1.— sind dort erhältlich. StadttheaterGieOen Abonnement für die Spielzeit 1913/14. Die Einzeichnungsliste und die Pläne für die Dienstag-, Mittwoch-und Freitag-Vorstellung werden von Montag, den 21. Juli an in der Musikalien- Handlung von E. Challier, Neuenweg 9, Tel. 671, aufgelegt werden, wo auch jede nähere Auskunft erteilt wird. a17/7i Der Thcaterbattvcrein. Die Direktion. Kindergartennerein Eine Ausstellung von Arbeiten der Kinder und der Seminarsdiülerinnen nnrd tu den Räumen Schifseuberger Weg 15 und Garten ftrnfec 3° veranstaltet am Samstag, den 19. Juli, nachm. 4—/ Uhr, am Sonntag, den 20. Juli, vorm. von 10—1 und nachm. von 4—7 Uhr, am Montag, den 21. Juli, vorn», von 10—1 und nach in. von 4—7 Uhr. Auch sjnden Spiele der Kinder Natt nm Montag, den 21. Juli, vorm. von 9-12 und nachm. von 3-5 Uhr.IPS] Der Vorstand. Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf Inh. Fritz Wenk S" , Gut bürgerliches Haus, 4Min. vom Bahnhof. Auto-Garage. Pens.v.M.4.00 an. Jranz. Billards. Ausschank Balbachscher Biere. — Anerkannt gute Küche. — Weine erster Firmen. Billig! Achtung! Billig! Morgen Samstag kommt auf den Markt (Brandplatz) eine große Sendung frische Mainzer Gemüse und werden zum billigsten Tagespreis verkauft. 4684 P. WOiiser, Mainz, Wallach. 25, Tel.M Liederkranz. 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ZM .ihrer tz £ lQVaw teufet amc Mund L der qryk^, b^9t von dem y -and k« Nachdem die »nn?n "kn x der Kohler M i' keine Jnnr Uänbe !??> an lein, ’Ä« fein, iedes w 'f 'vir ihrer pQc^rQUfn iteii’r re, ^nd b Jffe Ae!citi9en^?ii