Die heutige Nummer umfaßt 26 Seiten. o'lislen war ganz vortrefflich die Vertreterin > dessen vielseitiges Talent nicht irrinder geschätzt wird wie ia ftrl". Anna Jacobs, die ja bei uns die Kultur seiner licht- und farbenfrohen Palette. Mit Don den S in. Frankfurt geschrieben: Mil ihm erhält die Kolonie einen bedeutenden Vertreter den jüngeren deutschen Malergeneration, von dem man im1 Zinne der großherzoglichen Kunstbestrebungen besonders auf dekorativem und graphischem Gebiete entscheidende An- reuüngM erwarten darf. Eine dritte Berufung endlich erhielt der bereits seit mehreren Jahren im Dienste dev Ernst-Ludwigs-Presse tätige Christian Heinrich Kleukens, ein gebürtiger Bremer, der sich ebenso als Literat wie als Meister künstlerischer Drucke einen begründeten Ruf er-> ivorben hat. Auch diese neu an die Kolonie berufenen Künstler werden auf der für das nächste Jahr in Vorverei- lnng befindlichen Ausstellung der Künstlerkolonie auf der Ma'thildenhöhe, die ftir den Stand der groß,"herzoglichen Kunstbewegung erneut Zeugnis ablegen soll, in hervor^ * — Neue Berufungen an die Darmstädter Kün st l erko l oni e. Die durch den Weggang von Pros. Ernst Riegel freigewordene Stelle eines Goldschmieds an der Künstlerlolonic ist durch die Berufung des jungen Berliner Meisters Theodor Wende, eines Schülers von Bruno Paul, neubesetzt worden. Wende trat vor noch nicht langer Zeit gelegentlich der Ausstellung der Berliner Kunstgewerbeschule im Lichthof des Berliner Kunstgewerbe- museums zum erstenmale vielversprechend an die Oeffeut- lichkeit. Seine künstlerische Art hat den Geschmack des! 18. Jahrhunderts dem modernen Empfinden angeglichen. Seine Arbeiten vereinen strenge Sachlichkeit mit vornehmer Materialbehandlung und einem Persönlich gewordenen For- menideal, das ihn voll jeder eklektizisdischen Krrnstübung fernhält. Eine zweite Berufung gilt dem bekannten Münchner Maler Fritz Ostwald, einem gebürtigen Schweizer^ ragend schön zu .nennen. Die kleineren Partien des „Tristan" mü) „Richter von Richmond" lagen bei den Herren Kräger und Klotz in guten Händen. Herr Klotz schien zwischen dem ersten und letzten Att eine Entfettungskur durchgemacht zu haben. - - Der Chor war viel zu schwach, um völlig wirken zu können und klang stellenweise nicht kräftig genug; hier ist Sparsamkeit wirklich nicht am Platze. Dem Lecker der Aufführung Richard Lert gebührt ebenfalls volles Lob. K. Riesenschritten tanzen und singen wir dem neuen „klassischen" Zeitalter entgegen. Das beweist mit erschreckender Deutlichkeit folgender Kassenrapport des Frankfurter Schauspielhauses: Mittwoch, den 5. März (erste Wiederholung des neu cinstudicrtcn „König Heinrich IV.", 1. Teil, von Shakespeare. — Einnahme: 224 Mark! Donnerstag, den 6. März: „Püppchen", Posse von Kren und Kraatz. '©eit Fastnacht im Repertoire.) — Einnahme über 3000 Mark! — Bedeutende Münzauktion zu München. Die Firma Otto Helbing Nachf., München, Lerrbachplatz 4, versendet drei Kataloge über alte Münzen, die am 7. Llpril und folgende Tage versteigert werden. Der erste Katalog beschreibt ungefähr 1000 Medaillen auf Privatpersonen. Der zweite Katalog behandelt über 1800 9himmerit griechischer, römischer und byzantinischer Münzen. Der dritte Katalog umfaßt Münzen und Medaillen aller Länder und Zeiten, sowie eine Sammlung freimaurerischer Medaillen und Abzeichen und eine Sammlung neuerer deutscher Münzen von 1830 bis zur Einführung der deutschen Reichs- Währung. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Kunsthistoriker Geh. Hofrat Prof. 2r. Georg T reu> Dircktor der Kgl. Skulpturensammlung in AresdgN/ begeht rriegsbereilschast, sondern auch die moralische Rüstung Ist unser Volk moralisch kriegsbereit? Sicherlich verfügt es über eine hochgesteigerte Kultur. Aber die Miltnr allein tut es nicht, sie braucht als Gegengewicht und Ergänzung die Gottesfurcht. Nicht die deutsche Kultur ist es gewesen, die im Jahre 1813 das Joch der Fremdherrschaft abgeschüttelt hat. Weder die ästhetischen Salons in Berlin noch die Eigenart der romantischen Kreise haben damals der Nation zur höchsten Äraft- entfaltung verhalfen, selbst Goethe stand abseits von dem großen Völferringen. Daß das deutsche Land frei vom Feinde wurde, verdauten wir dem aus Gottesfurcht und Gottvertrauen herausgeborenen Mute, der zuerst in Stein, Schleiermacher, Arndt und in dem jugendlichen Körner gelebt und sich dann dem geringsten märkischen Landwehrmann mitgeteilt hat. Die Zahl der tiefgründigen und großen Geister ist in unserer Zeit gering, aber allenthalben sind die Weltverbesserer und Reformer an der Arbeit. Das beweisen einige Schlagworte: Kunsterziehung, alkoholfreie Kultur, Wohnungsresorm, Jugendpflege, Frauenstimmrecht. In diesen Bestrebungen mag viel Berechtigtes und Tüchtiges stecken, eins aber lassen sie im letzten Grunde vermissen, nämlich die Liebe zum Nächsten. Sie kennen keine Schonung der berechtigten Interessen des anderen, sie engen tri£ persönliche Fr. iheit immer mehr ein, es trifft deshalb auf sie das Wort des Apostels Paulus zu: Und hätte ich der Liebe nicht, so wäre ich nichts Niemals Hecken die Regierenden so viele freiwillige Mitarbeiter gehabt wie in unseren Tagen, unzählig sind die Petitionen, die an die Parlamente gerichtet nrerben und angeben, wie man die Volksgenossen mit Gesetzen und Verordnungen bedenken soll. Mer niemand will sich selbst reformieren, niemand will ein persönliches Opfer bringen. Wie war das Stunn- und Siegesjahr 1813 so reich an Opfern, „heilig großen", nric Uhlcind gesagt hat Mit allen diesen Zeiterscheinungen hängt es zusammen, daß es unserem Volte in der Gegenwart an Innerlichkeit fehlt. Es fragt sich sehr, ob heute noch das Dichterwort in Weitung ist: Ein Wunderborn das ltschc Herz, gar schwer ifts zu ergründen. Pflege einer verfeinerten Kultur, Verbreitung von Bildung, Lebensreform, das sind Aufgaben vorzugsweise für glückliche Tage, aber in harten Zeiten überwindet nur das Volk, das daneben auch reich ist an Gottesfurcht, Liebe und Opfermut Wenn nur diese Gedanken uns morgen durch die Seele gehen lassen und, was das Wichtigste ist, die Nutzanwendung auf uns selber machen, dann begehen wir den Landes büß- und Bettag in rechter Weise. H. B. ** Tageskalender Stobtth enter. Sonntag nach- mitten 81/. Uhr: , ?l n S eiserner Zeit': abends 7'/, Uhr: intet Bl miet i:*. Kau im B et ei ii. Vortran von Herrn Ctto Seipp- Darinftadl: lieber unsere Geldversassung. Abends 9 Uhr im Vereiushans. R i n c in n t o a r o v h : Tänlich Vorstellung. Bionra v b-L i ch t s v i e l e : Täglich Vornellung. B a k o i - K .1 m ui e t - L i ch t s v i e l c: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorslellnna. M n s c u m deö o b e r h e s s i s ch e n G e s ch i ch I s v e r e i n S. Geöffnet Sonntag Vormittage 11—1 Uhr unentgeltlich. Ober hessischer K n n st v e r c i n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Sanistagl von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—8 Uhr, Mittwoch lachmittag von 3-6 Uhr. — Ordensangelegenheiten. Der König von Preußen hat dem Hauptmann von Zangen beim Stabe des 2. unterelsässtschen Feldarllllerie-Regiments Nr. 67 die grone zum Ritterkreuz 1. Klasse des hessischen Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. " LehramtSperfonalien. lieb ertragen wurde dem Echulamtsaspiranken Fcrd Jungk mö Iürseld e LehrersteNc an der Gemeindeschule zu Freibad •• Ruhestandsversetzung. Ter Großhcrzog hat den Oberlehrer an dem Gymnasitim Fridericianum zu Laubach Professor Dr. Karl Wetzell auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Nicke- stand versetzt uYib demselben die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ’• Versetzt wurde der Steueranfseher Ludw. Blum zu Nidda an das Hauptsteueramt Worms. Stadttheater. Wie schon erwähnt, wird der Autor des „Andreas Hofer". Di Walter Lun ans Stuttgart, der Erstaufführung seines Werkes hier am^Montag bestimmt beiwohnen. Tas Schauspiel hat außer in Stuttgart jetzt auch am Hoftheater in Meiningen sehr starke Wirkung erzielt und lieht in Altona und Essen in Vorbereitung Auch (Geheimrat Maner steig hat das Werk, wie der Verlag der „Lese" mitteilt, ^Tür Leipzig zur Erinnerungsfeier der Völkerschlacht erworben. Die hieiige Aufführung ist unter bet Regie von Direktor Steingoetter aufs sorgfältigste vorbereitet. ** Tie Ausstellung des Oberdeutschen Kun st Vereins, die seit acht Tagen neu ist und Werke von Daniel Greiner-Jugenheim und Karl Fries- Gießen aufweist, hat sich eines guten Besuches zu erfreuen. Berkaust wurden drei farbige Zeichnungen „Torflinde", „Torfstraße" und Weidenbäume von K Fries, sowie eine Bronze Plakette „Kultur" von D. Greiner, die in hiesigen Privatbesitz übergehen. ** Tas Landgraf-Ludwigs-Gymnasium nebst Vorschule zu Gießen hatte im Schuljahr 1912 13 einen Bestand von 350 Schülern aufzuweisen, darunter 100 Borschüler und neun Schülerinnen. Von 'oen Schülern waren 302 evangelisch, 32 römisch-katholisch, 22 israelitisch und drei sonstiger Konsession: 299 Schüler waren aus Gießen, 46 aus anderen hessischen Orten, 13 aus nichthessiichen deutschen Orten und einer aus dem Auslanc». Tie Reifcprüsung haben bestanden am 2. August 1912 Erwin Schliepbake und Wilhelm Hunger, am 14 Februar 1913 Karl Taab Adolf Dörmer, Otto Hornberger, Rudolf Kulimann, Otto Kunkel, TheiK>or Landau, Ernst Leib, Kvnrad Löwe, Hch.^Müller, Karl Rahn, Karl Riegelmann, Will). Rupp, Ludw. Schmrhl, Wolfgang Schmidt, Ernst Schwabe, Albrecht Selbst, Paula Witter, Kurt Wigand und Arthur Wunderlich. Es studieren Heilkunde 7, Zahnheiliunde 3, Heilmittelkundc 1, Maschinenbau und Elektro technikl, evang. Theologie 4, klassische Philologie und Archäologie 1, neuere Philologie 1, Rechtswissenschaft 1, und einer wird Offizier. Es sind einschließlich des Tirektors Geh. Schulrat Dr. Wilh. Hensell 25 Lehrkräfte, darunter vier Religionslehrer. ** Tie Osterferien haben heute begonnen. *♦ Im Lichtspiel-Haus Schanzenstraße kommt bis Donnerstag ein Riesenfilm zur Vorführung. Es ist das neunaftige kinematographische Meisterwerk Menschen unter Menschen, bearbeitet nach Vittor Hugos berühnitem Roman „Les Miserables". 250 000 Momentaufnahmen auf einem Film von 4000 Metern Länge waren notwendig, um das ganze Werk zu fassen. Tie Ausstattung, Darstellung u. Handlung ist tadel los. Die Niederungen des Gefühls werden neben einem menschlichen Heroismus gezeigt, mie ihn die Literatur der Viktor Hugo Evoche zu vlwherrlichen liebte. Vorwiegend ist das sentimentale Element, das in künstlerischer Noblesse sich gibt und eine starke Wirkung auf breitere Massen des Publikums verspricht. ” Frühjahrs-Pferde markt zu Gießen. Am 2. April findet zu Gießen wieder Pferdemarkt mit Prämiierung statt. Für die Prämiierung der Pferde stehen über 2000 Mk. zur Verfügung, darunter 300 Mk. aus Mitteln deS Landwirtfchaftskammer-Ausschuffes der Provinz Ober- Hessen An Preisen sind vorgesehen für Reitpferde 50 Mk., für Wagenschläge paarweise 210 Mk., für Arbeitsschläge paarweise 360 Mk., für Arbeitsfchläge einzeln 245 Mk., für Arbeits- schlage im Besitz von Landwirten 225 Mk., für dreijährige Fohlen 200 Mk., für zweijährige Fohlen 160 Mk., für Zuchtstuten 500 Mk. Die Prämiierung liegt in den bewährten Händen der bisherigen Preisrichter. Mit dem Pferdemarkt ifl eine Verlosung von Pferden, Wagen, Fahrrädern, Nähmaschinen, HaushaltungS- und Gebrauchsgegenständen ver- bunden. Der 1. Gewinn besteht auS einem eleganten Mylord mit Pferd und silberplattiertem Geschirr, der 2. aus einem Jagdwagen mit Pferd und vernikeltern Arustblattgeschirr, der 3. aus einem Lauterbacher Wagen mit Pferd und komplettem Kummetgeschirr. Es folgen dann sieben wertvolle Pferde und Fohlen. * ♦ Scharfe Konkurrenz gab es bei der Submission zur Erbauung von zwei Beamtenwohnhäusern für den Eisenbahnfisttts. lieber 120 Geschäftsleute bewarben sich darum, von denen 67 auf M aurer , ;3 immer er», Schlosser-, Schreiner- nnp Tachdcckerarbeiten kamen. * * Besitzwechs el. Frau Professor Höhl bäum Witwe verkaufte an Professor Tr. We ver ihr Anwesen Moltkcstraße Nr. 1 für 29 000 Mark * * 3000 Mark wurden in der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten für die Jahrhundertfeier des Kaiser-Wilhelm-Regiments bewilligt * * Die Tierproduktion unserer Hühner ist im Januar und Februar bei rationeller Fütterung außer- ordentlich günstig. Bon einem Hühnerzüchter wird uns mitgeteilt, daß ihm 13 Italiener bisher 235 und 248 Eier, also durchschnittlich den Tag 8 Eier gelegt haben * * Zusammenstoß. (Heftern nachmittag fuhren in der Walltorstraße ein L a st a n t o m o b i l und ein Wagen der elektrischen Straßenbahn gegeneinander an. Tie Führer beider- Wagen fuhren, weil er fich um lleberfabrat einer Kurve handelte, an sich langsam und gaben sich benn^ auch, als sie die Gefahr bemerkten, alle Mühe, die Wagen zum Stehen zu bringen, und so kam es nur zu einem leichten Zusammenstoß. Am Lastauto und am Wagen der Elektrischen entstanden Heinere Beschädigungen. • • Die erste Schnepfe wurde dieser Tage nn Gießener Stadtwald geschaffen. Landkreis Gießen. Großen L in den , 15. März. Im Beisein der Eltern fanb gestern nachmittag in unserer Schule die Entlassung von 18 Knaben und 20 Mädchen statt Die Handarbeitslehrerin Frau Dein behandelte die Näharbeiten, Hauptlehrer Bach die Deutfdien Schutzgebiete Gesang unter Leitung des Lehrer Blaß, und öKdichte verschönten die freier, die mit einer Ansprache schloß. — Lollar, 14. März. Die Gemcmderatssitzung am Ticns- lag, 18. März, abends. 8 Uhr, bat folgende Tagesordmmg: 1. Eingabe von verschiedenen Einwohnern der Daubringer- nnb Hauptstraße betr. Kanakisierun g 2 Okfutb der fr r e i - willigen Feuerwehr um Amchafmng von Ausrüstungs gegenständen. 3. Vergebung des Stammholzes 4. Be ratung über die Rechnun.g der G e m e i n b ejf r a n l e n p c r - sickernng für 1912. 5. Entwässerung bes Schulkellers. — Grünberg, 14. März. Ter Kaufpreis der Reu- mühle beträgt einschließstch 21 Morgen Land, lebendem und totem Inventar 44 000 Mk. Kreis Büdingen. Büdingen, 13. März. In der Nacht auj 12. März gegen 2l/s Uhr , brach in dem Hause K r o n e n g a s s e Nr. 5 freuet art. Tie in stnem Zimmer hn 2. Stock schläfert den >rinder der Eheleute Irl wurden durch deu slck anfam metutcii Rauch wach ruck weckt, ihre Eltern Man ent» t i'Uo.tz' ein.'- uhtii, defekten Schornstein eine angrenzende Zimm erwand, die aus Holz und Lelrm bestand, stark angebrannt war. Ein Balken mar vott-- ständig und ein weiterer zu zwei Trittel durcktphlt Turch das energische Eingreifen der Hausbeiovhuer linrrbc die Stadl von einem großen Brand verschont: denn in dem alten Stadtteile grenzen viele 0>ebäubc unmittelbar an die Brandstätte Eine Alarmierung der Feuerwehren war nicht erfolgt. Starkenburg und Rheinbeffen. w. 91 ü i i e IS b e i m, 14. Mär^ Ter Schubmacker Eitel- bach gab beute nackt auf seine frrnu mehrere Aevolverichüffe ab und tötete s i ch dann selbst. Tie Fran ist schwer verletzt worben. Hesskn-Raffau. □ Marburg, 14. März. In der Hnitigcn Sitzung der Stadtverordneten wurde die Erhöhung des Zinsfußes bei der städtischen Sparkasse von 3> _■ auf 33/ 0 bei Einlagett und von 4no auf 4' bei Hypotheken und Tarlehen beschloiseit. Ter Zinsfuß für F-austpfand- Darlehcnt soll je nach der Lage des Geldmarkts auf 5®*o und inehr erhöht werden. — Die Universität bat im Süden der Stadt, am linksseitigen Ufer der Lahn, -in sog. „.Hirsenfeld" ein 22 000 Quadratmeter großes Gelände zwecks Erricht ung von Spielplätzen für die Studetiten angekauft. 5ternickel-prozeh. (Fortsetzung aus dem 2. Matt.) Frankfurt (Oder), 14. März. Die Verhandlungen im Sternickel-Vrozeß wurden heute vor- nuttQfl durch den Vorsitzenden, Landgerichtsbirektor Dr Wredc (Frankfurt a. Ost luicbcr ausgenommen Der Houptangeklagte Stcrnickel macht auch heute einen durchaus ruhigen und gefaßten Eindruck und unterhält sich vor Beginn der Berhandl,mq lauge und angeregt mit seinem Verteidiger Iustizrat Loeser Frank ■ furt a. Ost. — Hinter dem Gerichtstisch haben heute der Präsident des preußischen .Uammergerichts Geh. Justi n al Tr Heimr oth (Berlin) -er Generalstaatsanwalt des preumicbcn Kammergerichts Wirkl. Geh. Oberfustizrat Tv. Supver Berlin und ein Ber-^ treter der Oberstaatsanwaltscbaft Platz genommen. Man hont den Prozeß am Samstag zu Ende führen zu können, zumal die weitere Beweisaufnahme sehr schnell vor sich gehen wird. Unmittelbar nach feiner Aburteilung wird August Ctemickel dann nach Hirschberg i. Schlei, überführt werden, wo am 4. April b. I. die Schwurqerichlsverhaudluug wegen des Mordes in der Plagwitzer Mühle ihren Anfang nehmen soll. Die Verhandlung begann mit der nochmaligen Vernehmung des Kriminalkommissars Rasse (Berlin). _ Ter nächste Zeuge ist der Postbote Kahl aus Ortwig. Sternickel habe ihm am Morgen des 7. Januar erklärt, die Herrschaften seien zur Hock-,eit und das Tienstmidchen sei nach Wriezen gefahren Sternickel erklärt diese Aussage für richtig. Tem Zeugen Tachdecker Mickle» aus Ortwig hat Sternickel gesagt, die Herrschaft wäre verreist und käme auch in den nächsten Tagen nicht nach Hause. Amtsdiener Schuster bekundet, daß St ihm erklärt habe, die Herrfchast sei sortgesahreu. Tas M idch. i. i nach Barnim gefahren. Später horte der Zeuge, daß zwei Leichen g sunden worden seien, und teilte dies im Borübergebeit Sterni.tel mit. Ob dieser dabei erschreckt gewesen sei. oder Dte KKnchtssarbe gewechselt habe, kann der Zeuge nicht bekunden, da er nicht vorauf geachtet bat. Amtsvorsleher Schumann aus Ringeuwalde sagt aus, er habe am Mittwoch dem 8. Januar etwa um -! 11 br nachmittags die telephonische Nachricht erhalten, in einer abgebrannten Stroh» miete seien zwei Leichen gefiiudeu worden. B i der einen Lenin habe eine Quittung gelegen, die daraus binbeuh. daß es ,'ich um das Ealiessche Ehepaar imithelc. Er habe daher nadt £? rtmttf. geschickt und dem Boten sei gesagt »vorden, dt \v rrithaft« nf seien noch nicht zu Hause. Er habe ben Wachtmem r uluge Inn- geschickt, doch kam ckieser fünf Minuten zu 'vöt, ba^ Sternickel schon geflohen war. Er begab sich bann auch nach O rtwig und fand eine Menge Nachbarn vor dem Hause versammelt. Man habe die Minbcr wimmern hören Tas .Haus wurde geöffnet nnb man sand int Gange die Leiche des Dienstmädchens. Der Zeuge kannte Calies seit langem genau Ealies war in seiner Umgebung außerordentlich geachtet und bekleidete verschiedene Ehrenämter. Ter Gärtner Malchow von Ortwig ist am 8. Januar zu Ealies gekommen. Er sand nudt die Tür »erschlossen. Als er zum Gartentor hineingehen wollte, trof er Sternickel. der er klärte, die Herrfchast fei nicht zu Hause und werbe etitige Tage iortbleiben Später habe er dann den Wachtmeister Mlu.ie darauf aufmerksam gemacht, daß Sternickel in der Richtung nack Barnim zugegangen sei Wachtmei 'M baß ihm am s Januar die Mitteilung gemacht worben sei, daß in einer verbrannten Strohmiete zwei Leichen gefangen worden seien, die wahrscheinlich die der Caliesschen Eheleute seien Tie sofort nn* gestellten Nachsorschuugen ergaben die Gewißheit, daß es fick tatsächlich um die Caliesschen Eheleute bandle Er habe dann weitere Ermittelungen ungeteilt nnb sei um ' Uhr nachmittags nut "dem Gehöft angekommeu, wo er Sternickel getroffen habe, der auf Befragen erklärte, die .sjerrkbaften inen ;ur Hochzeit. Ter Zeuge ersuchte Sternickel, vorainugeben und ihn zu führen, sternickel öffnete da^' Haustor, schloß e> ober sogleich wieder, so daß der Zeuge draußen war. tpähreno sich - befand. Inzwischen sei St. geflohen, aber in Gäste diese fest' genommen worden. Ter Zeuge befördert« ibn bann zu Ortwig nad)bem er ihm ein Messer sowie 8 bis 9 Mark bares Geld abgenommen hatte. Unterwegs gestand er ein, bei Calies als Knecht bedienstet gewesen zu fein, er sei aber unschuldig, er habe unter dem Truck der Berliner gestanden. Diese wollten in den nächsten Tagen wiederkommen, um das ganze (Gehöft auszurauben und in Brand zu stecken. Eine Zeugin ist nicht erschienen: sie soll ermittelt und zu morgen geloben n>crbcn. • Eine andere Prostituierte, Elisabeth K l e h in e r aus Berlin, bat die drei Mithelfer des Sk in einer Bierwirischaft in der Minnen Markussttaße in Berlin getroffen: sie habe sich gewundert, daß sie alle eine neue „Kluft" anhatten Willi 'tcrittn habe ihr auf ihre Frage erklärt, sie hätten im Overbruch bei einem. Bauern gearbeitet und gut verdient Er war oabei sticht befangen, sondern luftig und vergnügt, so daß sie sich nichts Schlechtes habet gedacht halt Um 12 Uhr nachts hätten sie sich wieder getroffen, aber sie hätten einen ganz verstörten Eindruck gemacht. Auch zwei weiteren Zeugen, dem 0-elegenheitsarbeiter Finke aus Berlin und dem Meftingputzer W e i ß h a u v t haben sie gesagt, sie hätten bei einem Bauern im Oderbrnch gearbeitet und bort gut verdient Der Zeuge Lehmann bekundet, daß Schliewenz und beide Kersten inebriath in seinem Lokal am Grünen Weg verkehrt hätten. Im Januar seien sie mit groren Paketen gekommen und Hätten at beten, sich umziehen zu büricu. Sie kleideten sich von Kopf bis zu Fuß neu ein. Sie erzählten, sic hätten sich in Hamburg an- heuern lassen und daraufhin i^eld bekommen Er, der Zeuge, habe zu seinen Gästen gesagt: die Treie geben lieber nicht nach Hamburg: wenn sic das Traufgeld weghaben, werben sie sich hüten, zu arbeiten. In einer der Taschen fand er einen Zettel, auf dem die Orte Freienwalde, Letschin usw. verzeichnet roaren. Er umcrndnele deshalb die Kriminalpolizei, und Willi Kersten ist bei ihm and) verhaftet roortk-n Ter Zeuge hat mit der Mriminalnoli.Ki die ganze Nacht hindurch die beiden Anderen ge sucht, sie aber nicht gefunden. Am Morgen sind diese wieder in sein Lokal gekommen, und da sei er barfuß zur Polizei gelaufen und habe sie verhaften lassen. Ter Kriminal Wachtmeister Buchner Berlin hat den Willi I ihrftnt verhaftet, nachdem ihn der Gasttvirt Lehmann verstän- I büu bat. Tamil war die 3rugent»ernehnunig vorläung beendet und ev 'werden vernommen fui 23. Modelle ti. Neuheiten 1® Ä. in Damen-, Mädchen- und Kinder-Hüten Todes-Anzeige In Blumen reizende Neuheiten. Herr Friedrich Seipp I □ im 65. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Das Beste für die Hautpflege ist: 1825 Familie Seipp bV8 Lollar, den 14. März 1913 1818] billigste» Preise Die Beerdigung findet Sonntaff, den 16. 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Dieser hervorragende Geaumout-Film dürfte zu den spannendsten, die bisher Der Staatsanwalt verzichtet auf die Vernehmung der Zeugin Dorsch, die noch nicht ermittelt ist, so daß nunmehr nach allgemeinem Einverständnis die Beweiserhebung a I s geschlossen anzusehen ist. Den Geschworenen sollen 17 Schuldfra gen vorgelegt werden: Gemeinschaftlicher Mizitd in Tateinheit mit gemeinschaftlichem schwerem Raub unter Benützung einer Waffe mit Todeserfolg, bei Sternickel außerdem noch eine Frage, ans Brandstiftung lautend. Dazu stellen die Verteidiger noch mehrere Ergänzungssragen. Der Staatsanwalt ist mit den Abänderungen einverstanden und der Vorsitzende erklärt, daß er die Schuldfragen in dem angeregten Sinne formulieren werde. Daraus wurde die Verhandlung auf morgen vormittag 10 Uhr vertagt. erzielt man in grober Menge durch die tägl. Beiflittcrung vro Huhn von 15-20gr des sehr berühmten Geflügelsutters ..Nngut“. Zu haben bei: Aua. 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Zwei Unteroffiziere, die während der Manöver in der Umgegend von Samte Menchould mit einem Eindecker Flüge unternahmen, wurden durch einen Windstoß mit dem Apparat heftig gegen den Erdboden geschlendert und dabei schwerverletzt. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unserer teueren Entschlafenen Fra Marie Ssmim Witwe sagen innigsten Dank Eine ttaiserrede. Die vom Kaiser am Montag, den 10. März im Land- wehr-Offizier-Kafino zu Berlin gehaltene Rede wird heute vom Wolffschen Bureau veröffentlicht. Mr entnehmen daraus die bemerkenswerteste Stelle: 61 ans Erttoifl. mnar ('(Härt, bit rtiittbdjtn sei nach issage für richtig, j 'wig hat Eternickel i idl in ben nächsten schiffte sich sofort ein. Tas von ihm entdeckte Land nannte er König-Georg-V. -Land. Eine Explosion. Dünkirchen, 15. März. Auf dem Torpedoboot 342 explodierten, einige Heizrohren. Drei Heizer wurden schwer verletzt. Jil AM M Lailil ist eS bekannt, wer Herd und Oesen braucht sie nur beim Häuser kaust, denn er bat bekannterwcise die größte Auswahl und Ailtteas Hsfer Drama in fünf Akten von Walter Lutz. Ende gegen 11 Ubr. hell nird dunkel empfiehlt 357 6. Skticl, Stabt Wetzlar Telephon 831 Lieferung frei Haus. Für die zahlreichen Blumenspenden und anderen vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer unvcrgesz- lirhen Mutter Frau AWch Feisel M. sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Klein-Linden, den 15. März 1913. Lanolin-Cream Zu haben in den Apotheken und Drogerien. saison in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Mit ihm zur Untersuchung auf Blut die Stricke, der , ein Stück Türpfosten, das Dachdeckerbeil und die drei üb'. -geben worden seien. An den Gegenständen hat er A 2 „ A 3 la. 19158 er fcter-Siriip PH, G. IV. (Himbeersaft) in Flaschen und Gebinden. A. Pagtoe, $uttii()ofeii (Mreis Wetzlar). (1644 BakoMdmmer-Lichfs amSel-ferswe^. • West Anlage «4, 1. St. Listen ■tos n^c zivecks (vT, Renten rtn. Behandelt offene Beine, sowie Ztramvfadcrn, alte Bcinlcidcn ohne Berufsstörung. Anmeldungen werden zu jeder Feit entgegen genommen )er'- U Mär;, "lsden heute vor- e,*ot Dr. Wiede . vauvt-ngeklagte S ""d getagten Handlung lange eutc ber Präsident 11 -ia. Üeimroth 11 ."ammcrgenchts n und ein Ver- Ihtbe führen zu ’r I Hielt vor sich ung Ivirb August w litt werden, wo ^lung wegen des Mg nehmen soll, ligen Vernehmung “*'Ä ■?« in 'NtttGar ? i ic Ausnalime der Anzüge keine Blutspur feststcllcn können. Bei ben Anzügen fand er in der rechten Tasche Blut. Ter Sach- t sinudig , rklärt, dast er nach Mn Erfahrungen während seiner Praxis bei den 4!achforschungen nach Blut immer zuerst in der rechten Tasche nachsuche, da es eine bekannte Tatsache sei, daß die Verbrecher ihre blutigen Hände in der Tasche abwischten. Es tritt hierauf di e Mittagspause ein. Kreisarzt Dr. Karl Schulz aus Scelow als Sachverständiger hat die Obduktion der Leichen vorgenommcu. Er bekundet, dast er "Bei der Obduktion der Leiche der Frau Ealies am Schädel vier Zentinreter oberhalb der Nase einen Eindruck ge fuuden l)abe, der nach seiner Meinung durch einen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand hervorgtzrufen sein tonnte. Es sei auch möglich, das; die Verletzung lediglich durch den Fall auf die Steinfliesten entstanden sei. Sicher ist jedoch, das; die Frau nicht durch Würgen gestorben ist, sondern durch Schlag oder Fall. Bei dem Manne habe die Obduktion ergeben, dast der Tod ziemlich plötzlich und zwar durch Erstickung eintrat. Auch das Tieuit- mädchen ist durch Erstickung gestorben. — Staatsauw.: Siud Sie der Meinung, das; die Behauptung der Angeklagten, dast sie nur eine Fesselung und nicht eine Tötung beabsichtigt hätten, glaubwürdig ist? — Rechtsanwalt Bahn: Ich protestiere gegen die ; Zulässigkeit dieser Frage. Der Sachverständige ist Mediziner inib hat nur Gutachten über den tatsächlichen Befund zu erstatten. Tie Beantwortung dieser Frage wäre ein Gutachten über die Ein drücke dieser Verhandlung. Ich bitte um einen Gerichtsbeschlust über die Zulässigkeit dieser Frage. — Bors.: Diese Frage gehört nicht in den Rahmen des Gutachtens der Sachverständigen. — Staatsanw.: Dann ziehe ich diese Frage zurück. Dr. Jahn aus Wriezen schließt sich im wesentlichen diesen Ausführungen an. —. Der dritte medizinische Sachverständige San.-Rat Weinbaum (Wriezew war bei der Obduktion des Ehemannes Ealies zugegen. Er bekundet auf Befragen des R.-A. - Bahn, daß es allerdings schon Fälle gegeben hat, in welchem gewürgte Leute wieder zum Leben erwacht seien: allerdings müßten dann sehr schnell Wiederbelebungsversuche gemacht werden. Damit ist die Vernehmung der Sachverständigen beendet. IW' Er,,. Mi JÄHäuser Neustadt50 TelcpbonOOO LpkflU-Ausftcllimg Rodbeimer Straße 48. Trockenes, kurzgeschnitteues Abfallholz (Schwarten) zum Feuerau- machen liefert, von 5 Ztr. au, für Mk. 1.15 pro Ztr. frei Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Einladung und die freundliche Begrüßung durch den Mund Ihres Inspekteurs. Die feierliche Erneuerung Ihres Treirschwurs und das Gelöbnis, Ihrer .Landwehrdevise „Mit Gott für König und Vaterland!" allezeit eingedenk zu bleiben und ihr nachzuleben, habe ich gehobenen Herzens entgegengenommen. Es ist Mir eine Bürgschaft dafür, das; der Geist treuer Pflichterfüll«N der unserem Volke vor hundert Sollten mit Gottes Hilfe den Sieg verlieh, auch heute noch in den Offizierkorps des Beurlaubtenstandes wie der aktiven Armee lebendig ist. In unserer ernsten Zeit aber gilt es, diesen. Geist der Hingabe an das Vaterland auch in unserem Volke und in seiner Jugend wach zu erhalten, die sittlichen Kräfte zu hebe n und zu stärken und nicht durch Selbstsucht, Genu st s u ch t u nd Abfall von dem Glauben unserer Väter verkümmern z u lassen. lind dazu mitzu wirken, sind Sie, Kameraden von der Reserve und Landwehr, ganz besonders berufen und ausersehen. Sie stehen in Ihren Berufs leben i n dauernder Fühlung mit allen Schichten der Bevölterun g. Jlw Beispiel, Ihre Lebensanschauung und Ihre Pslicktterfüllung gegen Gott, König und Vaterland sind von austerordenllicher Bedeutung int Kampfe gegen die finsteren M ä ch t e des Unglaubens und der Vater- l a nd s l o s i g k e i t, die in unseren Tagen an deM gesunden Mark unseres Volkes zehren und seine Ruhe und seine Zukunst zu zerstören drohen. Das Vaterland erwartet von Ihnen in erster Linie nlchttriegerischeLorb^eren,sonderneinver- dien st volles Wirken als Staatsbürger. Es rechnet darauf, daß Sie dem Deutschen Volke und besonders der Deutschen Jugend mit Rat und Tat und einem charaktervollen Vorbilde treu zur Seite stehen. Der Kaiser schloß mit einem Hurra auf die Landwehr. ihm cttlätt hebe, iei nadi Barnim Leirhen g'wnben en stcrnidcl mit. c iyeiiditäiatbe gebe er nicht beraui Oie güte Erzieherin Schlager-Komödie. In dieser glänzenden Komödie hat unser Freund „Nudolsi" die Rolle der Erzieherin. HM" Großer Lacherfolg. Berühmte Orte der Schweiz Herrliche Naturaufnahme Außerdem amüsante u. ernste Zchaunummern sow. Einlagen patee sagt aus, r 3 llijr nachmittLs -rckranntm Str« i bet eilten ßfli J ‘Ute, MB es HA 1 ■>icr nad) £rtn>& bic herrsch^" > wx W * ,it, ettnudd 1 x\ad) Crtroig unb xriammett. Nm rourbc geöffnet unb >dim?. Ter 3euge iar in feiner Uw- veiichfcbene Uten- q n‘t am " WZ kÜ Ä'lll cberdluch mn"1 nrtlt ffoblIn' lieb VC Z-E yn l>^„. sie I# beiden It»*1 Jinliencr, gchttbttt. Aus meiner Spezialzuckn m. freiem Auslausgebe Bruteier ab p. 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Wir pflegen daher auch nicht den Maffeneinkauf, sondern üben eben durch die Gebrauchsware auf den Stand einer Perfektion besondere Anfertigung in den hervorragendsten über die Verwendbarkeit braunen Stoffe usw. 43 7 JJIsGrsatzlürmafranfertigunginladtttikleidern haben wir ein großes Sortiment in den Preislagen von M 89 — bis 195. welches, in hervorragender Weise ausgearbeitct, wohl die höchste LeistungS- 3 Diese Sortimente enthalten viele den ermöglichen könnten. blauen, die grauen, die zuerst gut tragbar sein. Neue, d. h. nicht gesehene, werden erst vorsichtig von Unser Personal ist angewiesen, den Besuche- rinnen unser Lager auf das Bereitwilligste zu zeigen, zur Orientierung dessen, was wir jeweils zur Saison anzubietcn haben i" unseren sähigkeit vorstellen dürfte. Bei Vorlage dieser Sortimente können wir unseren Känserinnen eine Konfektionshäusern und Ateliers den größtmöglichsten Einfluß auf Formen, Güte der Stosse, Wahl der Farben und der zu verwendenden Futterstoffe aus. Im Anschluß an ein großes bewährtes Atelier haben wir seit langem die Möglichkeit geschaffen, daß unsere Modelle, ober nach unseren Modellen, für unseren Platz ausschließlich hergestellt werden. Hierfür verwenden wir die modernsten und auch teuersten Herrcnstoff-Qualitätcn, welche in sauberster Schneidcrarbeit verarbeitet werde». Diese Genres bilden das Exakteste, was auf dem Gebiet an Ausarbcituuq zu leisten ist und lassen diese Kleider an fehlerlosem Schnitt und Sitz nichts zu wünschen übrig. Die etwa notwendig werdenden Abänderungen lassen wir durch sachkundige, geübte Hände aus- führen, damit die Anforderungen, welche mit Recht an ein KleidnngSstück gestellt werden müssen, fei cS billig oder teuer, einfach oder pompös, in denkbar bester Weise befriedigt werden können. Dazu unterstützt uns ein großes, gut geschultes Atelier-Personal ganz wesentlich. Zuschneider und Directriccn, welche langjährige bewährte Erfahrung zur Verfügung stellen, ermöglichen eine exakte, richtige Abänderung, damit der gute Sitz der von unS gelieferten Kleidungsstücke gewährleistet werden kann. vorzufüh jt und und Dauerhaftigkeit Von internationalen Vorbildern nicht unabhängig, suchen wir für die Erfordernisse der deutschen Mode die besten Anhaltspunkte zu gewinnen und unsere weitverzweigten Beziehungen ineinandergreisend zu verwerten, um reizvolle Zusammenstellungen der einzelnen Sortimente zu erzielen in der Mannigfaltigkeit der Mode. Unter gleichzeitiger Zusammenwirkung der Fabrikation und der auf Grund unserer Erfahrungen sich ergebenden Bedürfnisse suchen wir die Güte mit der Schönheit bei nuferen Vorräten zu verbinden, um das Weitgehendste im jeweiligen Geschmack zu erreichen. Wir verwenden eine außerordentliche Sorgfalt, um jedes einzelne Genre gründlich durchgearbeitet vorrätig zu hatten und zu ergänzen. Um eine mögliche Vollkommenheit darin zu erreichen, sind wir bestrebt, die ausgeprägt kleidsamsten und vorteilhaftesten Kleidungsstücke anzubieten, abgestust für den täglichen Gebrauch bis zu den Luxuöaussührungen. verschiedenen Abteilungen vorteilhaftere Anschaffung gewährleisten, als wir es mit einer Maßanfertigung individuellen zu bringen und der Ware für Liebhaberei den weitniöglichstcn Spielraum zu geben im Nahmen unseres Unternehmens. Wir gehen dabei von dem Grundsatz aus, daß jede Gebrauchsware unbedingt dem Zweck vollauf dienen muß, für den sie angeschafft wnrde. Das heißt also weiter, daß diese Gcbrauchsgegen- stände allen an sie billiger und gerechter Weise zu stellenden Ansprüchen genügen müssen. Dazu gehören zuerst einwandfreie Stoffe, daun gute Schnitte, saubere Verarbeitung und eine Ausarbeitung, welche den Gegenstand als neuerkennen lassen, ohne durch seine besondere Neuheit, sei es Schnitt, Garnierung oder sonst etwas, seine längere Tragbarkeit ungünstig zn beinflnssen. Die für den L i e b h a b e r g e s ch m a ck hergestellten Neuheiten verdienen zumeist das Prädikat „neu" wohl, aber nicht das „gut und haltbar". Auf dem Gebiete „Neuheiten" entstehen fortwährend Stoffe und Farben, welche vorher auf die Zuverlässigkeit nicht immer geprüft werden können. Da erscheinen Webarten und Bindnngen, welche unbedingt weder haltbar noch echt sein können und auch gar nicht sollen. Und trotzdem zeigen sich solche Materialien meist noch solide genug. Das kommt daher, daß solche zweifelhafte Gespinste und zarte Farben, mit Rücksicht gerade auf ihre Empsindlichkeit zur Verwendung gelangen. Schließlich spielt es für den Luxus auch keine Rolle in Modesachen, auf wie lange die Haltbarkeit gewährleistet werden kann. Auf diesem Gebiete sorgt der Wandel des Geschmackes, die Vielseitigkeit der Bedürfnisse schon für den entsprechenden Ersatz, wenn es Zeit ist. Anders bei der Gebrauchsware, welcher wir uns insbesondere zuwenden. Da sollen die nächst den Formen und Schnitten derselben zu. gibt es immer, aber neue und kleidsame Formen den Damen als Käuferinnen ausgewählt und dadurch zur Mode für eine H Saison erhoben. ES können noch so viel besondere ober überraschenbe Neu- heilen erscheinen und vorgelegt werden; werden sie von den Damen nicht angenommen, so nützen selbst die hervorragenden Erzeugnisse der berufensten Modekünstler nichts — sie sehen ihre Schöpfungen nicht durchdringen. NW 4 KW Der Wechsel der verschiedenen Bindungen von Zeit zn Zeit ist da von untergeordneter Bedeutnng. Ob die Scrge- oder Köpe'. Bindungen etwas schmaler oder breiter sind, ob daS verarbeitete Gespinnst etwas dünner oder dicker genommen wird, das trägt zur Haltbarkeit kaum bei, wenn es an und sür sich die entsprechende Güte besitzt. DaS fertige Gewebe unterscheidet sich hier also meist nur in der geringeren oder größeren Schwere. Handelt cS sich um Phan- tasicstofie, also solche in melierten Geweben, so ist dafür eine uugeheuere Stufenleiter vorhanden. Bei den besprochenen Stoffarten handelt eS sich hauptsächlich nur um solche für Jackenkleider. Da auch in konunender Saison den Jackenkleidern ein blonderer Vorzitg eingeräumt wird, wenden wir uns zu- Wagener & Schlöte! Frankfurt a.M., Goethestrd^c 9, il deS in Frage stehenden Gegenstandes möglichst genaue Auskunft zu geben. Wir lassen es hierzu nicht an Belehrungen und Vorschriften fehlen sür unser Verkaufs- Personal, damit jede Dame bet ihrem Einkauf so weit wie möglich und gewünscht, sachgemäß beraten werden kann. In unseren großen Räumlichkeiten sind die verschiedenen Artikel übersichtlich verteilt, und außerdem stehen 28 An- proberäume zur Versüguug. flW69