Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. nach Frankreich und England angeboten zu haben. Meier Konsuln Frankreichs, Englands und Oester- Mann, der sich widerrechtlich den Doktortttel beilegte, der . ' 3 .. .<■-< h- fiVmnrbHmmn nackiu- sich durch falsches Zeugnis seine Stellung erschlick>en hatte, reiche, welche telegraphff ch um ine ErmachtUNNg nach dem auch andere Betrügereien, Heiratsschwindel usw. zur gesucht hatten, mit ehren Staatsangehörigen A d r ran op er Last gelegt werden, hatte die Bearbeitung der neuesten! zu verlassen, werden heute durch Vermittlung eines Konstruktionen und Zeichnungen der deutschen Unterseeboote ; bulgarischen Parlamentärs von feiten ihrer Gesandtschaften m DA I i ct nn 111 rTif hi 11 » 2ÄZL zu verscheuchen! in Sofia die Aufforderung erhalten, eine Liste ihrer Staats- Lieser Geschütze. Es ist nun auffallend, daß sich die Größe der englischen Unterseeboote in den letzten Jahren außerordentlich gesteigert hat, derart, daß sich die Steigerung durch die üblichen Anforderungeii des Fortsschritts nicht er Hären Es gibt zurzeit onbere Gespenster, auf die wir in Deutschland zu achten haben. In Danzig ist wegen versuchten Landesverrats der Ingenieur S e c g e l verhaftet worden. Er war im Konstruktionsbureau der Kaiserlichen Werft, Abteilung Untereseebootc, beschäftigt und steht jetzt in dem Verdacht, Pläne zu den neuesten Unterseebooten nach Frankreich und England angeboten zu haben. Dieser lassen. Die Boote der 1908 bis 1910 gebauten 0-Klasse haben eingetaucht 330 Tonnen Verdräng, die der v-Klasse (von 1910/12 gebaut) haben bereits 615 Tonnen, die der seit 1911 im Bau begriffenen L-Klasse sind gar auf 810 Tonnen angewachsen. Ein im Bau befindliches englisches Unterseeboot des Laurenti-Typs und drei Boote dec verbesserten L-Klasse sollen an Größe und Ausrüstung bedeutend die älteren Boote übertreffen und für längere Hochseefahrten geeignet sein; sie erhalten Schwerölmotorcn und zwei Schnelladekanouen. Es ist ferner ein offenes Geheimnis, daß die Durchfahrt zwischen Calais und Dover von 14 englischen Unterseebooten und 3 französischen „Sous- marins" bewacht wird; eine zweite französische Linie liegt in der Höhe des Häsens üon Cherbourg. Deutschland berühren diese Anstrengungen aber vorläufig noch herzlich ioenig. Es ist nicht daran zu denken, daß ein Unterseeboot großen Schiffen oder selbst Torpedobooten gegenüber mit nennenswertem Erfolge von seiner Artillerie Gebrauch machen könnte; dazu sind Zahl und Kaliber der mit Rücksicht auf Raum, Gewicht und Stabilität überhaupt aufstell- barcn Geschütze zu gering. Drenols ■arten vor Dach- i. Apotheker ■haulev<2ch»eiz> mtMd. Sachsen. ickar.bau, Boa«* 27 und 30 unter sich! Man traut seinen Augen nicht, wenn man da sehen muß, wie leicht und einfach die geheimsten Dienstangelegenheiten der deutschen Marine in die Hände eines Schwindlers und Spions gelangen. Hier finb Gespött st e r , und die Marineverwaltung täte gut, sie durch offene Aufklärung und energisches Eingreifen raschestens wirklich neue und interessante KlangkombiNationen; auch im 1. Satz finden sich sehr aparte Wirkungen nnb int Finale Stellen von glänzendem Kolorit. Erfreulicherweise tritt im Ganzen die frühere Neigung zu k ontrapimktischen Spitzfindigkeiten zurück, wodurch das Werk an Einheitlichkeit und Eindrucksfähigkeit gewinnt. ^Tie Ausführung dieses ungemein komplizierten, die seinsten Tonschatticrungen erfordernden Orchesterwerks stellt eine glänzende Leistung dar, die nirfrt viele Kapellen den Meiningern nach zumachen imstande fein werden. Und nun zu dem anderen, vom Glück weniger begüngstigten Komponisten _ des Abends: zu Anton Bruckner! Das Wissenswerteste über Leben und Schaffen dieses, hier nun erstmals zu Wort gekommenen Meisters ist schon in unserer Mittwochs-Nummer in zutreffender Weise mitgeteilt worden. Nach langem Jgnoriertwcrden hat Bruckner nach seinem Tode eine Gemeinde gefunden, die — wie gewöhnlich! — ins Extreme verfällt und an ihrem Abgott keine Mängel mehr sieht, ja solche geradezu als Vorzüge proklamieren möchte; zu diesen Mängeln ist die gelegentliche Maß- und Formlosigkeit Bruckners, seine allzu große Breite und die Sprunghaftigkeit in der Entwicklung seiner Themen zu rechnen, die allzu häufigen Unterbrechungen durch Generalpausen und ähnliches: diese mehr formalen Mängel werden aber reichlich ausgewogen durch eine genia'e Schöpferkraft, die eben infolge ihrer ungebündigten Naturwüchsigkeit oft sessellos und fast zerstörend überauillt. In seiner großzügigen Instrumentationskunst lehnt sich Bruckner an R. Äagner an; überragt ihn dieser (wie in ganz anderer Art auch sein einstiger Rivale in Wien: I. Brahms) zweifellos an glänzender Kon- zcntrationskrast und zielbewußtem Kunstverstand, so ist anderseits das iveltfremdc Schulmcisterlein.Bruckner an Innerlichkeit und urlvücksiger Tiefe jenen Großen zum mindesten ebenbürtig. Von ihm gilt, luic von seinem Landsmann und Geistesverwandten Schubert, daß er „den größten Erdreich tum an Musik hatte, den er mit voller Hand nnb gütigem Herzen verschwendete, so daß wir noch lange an seinen Gedanken und Einfällen zu zehren haben". 'Die ebenso vorzüglich geschulte wie geleitete Meininger Künstlerschar brachte Bruckners 3. Symphonie (R. Wagner gewidmet) aufs schönste zur Geltung; besonders der heroische erste Satz und die Glanzstellen im Schlnßsai wurden mit Schwung, ja mit einer für unsere Raumverhältnisse reichlich großen Wucht herausgebracht; auch die innigen Stellen im zweiten Satz und die behaglichen, naturfrischen Weisen int Trio des energisch hin- stürmcnden Scherzo gelangen vortrefflich; immerhin scheint nach den Anstrengungen des Abends ein solches Höchstmaß von Sorgfalt und Feinheit, wie es auf die Filigranstellen der früheren Nummern verwendet worden war, bei einzelnen heikleren Partien Bruckners nicht mehr zur Verfügung gestanden zu haben. — Bemerkenswert ist, wie Bruckner in dieser Symphonie für seine nb 8Ubr M S bnfar T1* ■SmJ .^UlQf 'eW *y- Jen > AM Hölle' Kein Friede in Sicht. Auf dem thrazischen Kriegsschauplätze und bei Bulair scheinen keine neuen Ereignisse eingetreten zu sein. Den Türken günstig ist die Tatsache, daß die Bulgaren nm1 Adrianopel von den Serben keine Verstärkungen erhalten haben. Was darüber berichtet worden war, beruht auf Erfindung. Von der Botschafterkonferenz in London, die bisher im' Stillen weitergearbeitet hat, kommen auch wieder einmal Nachrichten, aber nicht die besten. Die Abgrenzung Albaniens bereitet die größten Schwierigkeiten, da sich dabei die russischen und die österreichischen Interessen schroff gegenüberstehen. Oesterreich beharrt dabei, daß das unabhängige Staatswesen Albaniens wirklich lebensfähig gemacht werde. Rußland dagegen hat ein Interesse daran, daß es bald von der Slawenmacht verschlungen wird. So erklärt denn das Reuter-Bureau die Lage für schwierig und ernst. Es bestehe die Aussicht, daß die Botschafterkonferenz demnächst abgebrochen würde. Da auch die bulgarisch-rumänischen Verhandlungen nicht vom Fleck kommen und der neueste Gegenvorschlag Bulgariens nur Gießener Aonzertverei«. 7. Äonzert. Gießen, 16. Febr. Die Mitwirkurrg der Meininger Hoftapelle gab wohl den äußeren Anlaß, z-wei bedeutende Konzerte unmittelbar aneinander - zureihen und so unsere Stadt mit einer Art M n s i k f e st größeren Stils zu beschenken. Ws Vorfeier fand zunächst am ^amstag «bend in der Stadtkirche eine öffentliche Hauptprobe zum Montags- Konzert (Missa solentniS von Beetl-oven) statt, dte ungemein stark Ibesncht war und — abgesehen von einer Störung rnv Orgelwerk — .einen günstigen Verlaus nahm, so daß wir uns auf eine des großen Meisters würdige Aufführung für morgen abend freuen dürfen. Auf dem Programm des heutigen Abends stand außer Bruckner nur M. Reger, und zwar wieder mit zwei Novitäten. Das Chor- und Ord^ftcrmerf „Die Nonnen" hat bet setnem btshertgen Rundgang durch Deutschland, soweit wir sehen, nur selten einen tieferen Eindruck hinterlassen; hier, wo das Publikum nun einmal aif Reger ganz besonders eingestellt ist, war die Aufnahme eine gute Dem etwas sck)wülsttgen Text vermag man schwer Geschmack abzugewinnen, und es bedurfte schon der Virtuosität des Kom- sonisten in Ser Verwendung aller Kunstmittel, um über diese Klippe hinwegzuhelfen; den einzigen etwas dranmt sch wirksamen Moment der Dichtung — die Chüistus-Erscheinung — hat Itd^bct Komponist schon durch die, im Gegensatz zu seiner extrem mobernen Harmonik etwas altmodisch anmutendeti Textwieberholnngen selber rbgeschwächt; die schwule, myfttsch-erotifckfe Stimmung des Textes 'indet dagegen in der Regerschen ruhelosen Chromatik einen treffenden Ausdruck In grellem Kontrast zu den mit raffinieriem Orchesterkolorit ausgestatteten Partien stehen die ganz archaistisch gehaltenen Noniienck 're, die — eben dieses Gegensatzes halber - mit ihrer einfachen Aneinanderreihung altertümlicher Beiklänge verhÄtnismaßig am unmittelbarsten wirken. Tie Wiedergabe der morm schwierigen Chorpartie durch den A k a d. G e s a n g v e r ?in war eine geradezu hervorragende Leistung, zu ber man dem Lhore wie Herrn Prof. Trautmann, der die Einstudierung geleitet hatte, wärmstens gratulieren darf. Tas prunkvoll gewirkte mstrumentale Gewand des Werkes — stellenweise von defflatester Feinheit, stellenweise aber auch durch Massenausgebot von Blech, Bauten und Becken etwas aus dem Milieu des „kühlen L.empel- hains" herausfallend, wurde von dew prächtig geschulten Orchester ;u denkbar bester Geltung gebracht. Die als 2. Nummer folgende „Romantische Suite" Jnetct überwiegend erfreuliche Eindrücke; Reger sucht hier den Stint iiungsgehalt dreier Eichendorffschen Gedichte in 3, Sätzen „Nol- utmo, Scherzo und Finalck^ musikalisch auszuschöpfen, wobei ihm Üe geistreiche Instrumentation wieder am besten gelingt, währens ber thematische Gehalt zurücktritt. Besoitdcrs das Scherzo bringt ff [3031 32 M W 2 521 919 MIR 53 97 370 96 82t 37 821 105W fl 763 92 8« ® ß 640 109vS 1420 672 642 85< 2 837 67 371 695 j, ll1' 123'333 77 36^125:-:» M •ft« 6X6 Sie IW* ’33 361 S 781 *! 1231 nSJ1S5 ! ie5 S * A 7" 17108» 815 i3 iiSjS» *2 i ! ä805 * 'M Deutsche und englische Unterseebootrgeheimnisse. Die Londoner Presse erhitzt sich an dem Phantasiegebilde eines neuen deutschen Kr i e g s s ch i f fs t y p s, den die Zeitschrift „Engineer" höchst eigenmächtig erfunden und beschrieben hat. Deutschland experimentiere, so heißt es, seit vier Jahren mit einem Tauchlrcuzer, dem Torpevo- iwotstzerstörer nicht unähnlich, dessen Deck mit der S^- fläche fast gleich sei. Das schiss sichre nur ein Geschütz des schwersten Kalibers, das nur, wenn es feuert, exponiert sei. Das eigenartige Kriegsschiff sei von den Erfindern zuerst England angebvten, von diesem abgelehnt und dann von Deutschland angenommen und ausprobiert worden. An dieser Marinephantasie ist, so schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter, nach unseren Erkundigungen anunterrichteter Stelle tatsächlich etwas wahres, nämlich daß man nicht in Deutschland, sondern gerade in England versucht hat, die Idee des Tauchkreuzers in praktische Wirklichkeit unrzusetzen und daß auch heute von der englischen Regierung daran gearbeitet wird. Ende November 1911 stellte die englische Admiralität auf dem von Vickers u. Barrow erbauten Unterseeboot D 4 Versuche mit einem Geschütz, einer 7,6 em-Schnelladckanone an. Das Geschütz wurde beim Tauchen des Bootes in das Bootsinnere versenkt und der Geschützraum durch ein wasserdichtes Luk abgeschlossen; beim Auftauchen erschien das Geschütz nach dem Oeffnen des Luks selbsttätig wieder in der Feuerstellung an Deck. Das Geschütz hatte 5000 Meter Schußweite und war in einer Verschwindlafette montiert, die unmittelbar vor der Kommandobrücke stand. Dieser Plan Unterseeboote mit Geschützen zu armieren, — England will die Boote der L-Klasse mit einem Deplacement von 800 Tonnen irrt untergetauchten Zustande sämtlich mit Geschützen ausrüsten, wenn die Idee sich bewährt — [ ist nicht neu. Ein russischer Unterseerreuzer von 4500 Ton- | neu soll ebenfalls und zwar mit fünf 12 em- Geschützen ausgerüstet werden. Aber schon dieser Versuch beweist, daß I Geschütze eine gewisse Bootsgröße voraussetzen. Darin liegt ein Nachteil. Denn große Boote sind unhandlich, ganz L besonders im Ernstfall mit seinen veränderten Verhältnissen, ff Die Schwierigkeiten der Armierung der Unterseeboote mit - : erscheint täglich, außer /Wv W Ty monatlich 75Ps^viertel- •s«Iml>lXa>Tl r flTIZm flizi «ra blattfürdenUreisGietzen sM M W I,D M W W S 3 | B | H jährt, ausschl. Beitel g. (Dienstag und Freilaq); M M W MM W W M. M W M M M Mi . Zerlenprers: lokal 15 zweimal monatl. Land- Jy nX M W ® auswärts 20 Pieninq. wirtschaftliche Seitfragen W V W W K V W Bi W’H ~ Chefredakteur: A Goetz. Fernsprech - Anschliiste: Ä gl MM Verantwortlich für den für die Redaktion 112, politischen Teil: August S® General-Anzeiger für Oberhessen WKW Sr“i”‘$agesnu?mnet Rotationsdruck und Verlag der vrüht'schen Unio.'vuch- und rieindrnckerei n. Sange, iieöaition, Expedition und Druckerei: schulstratze 7. sS-'ben Vis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. (Sicfjcner Sta-ttheater. Die Herren Söhne. Gießen, 17. Februar. Die ersten Boten des nahenden Frühlings, die sogenannten „Bcnesizabenbe", zogen gestern abend mit luftigem ^irritieren durch unser niedliches Theater nnb weckten ein vielstimmiges Echo. Das Haus war dicht besetzt, unb die aufs angenehmste unterhaltenen Zuschauer würben nicht müde, Herrn N o r b e n , ber uns nach vierjähriger Tätigkeit nun verläßt, durch zahlreiche Hervorrufe und eine Reihe von Angebinden ihre Sympathien zu beweisen. Herr N or den hatte sich bas auch ber tieferen Töne nicht entbehrenbe Lustspiel Die Herren Söhne von Oskar Walter unb Leo Stein ausgewählt unb hatte damit so viel Erfolg, baß es int Laufe ber Spielzeit wohl noch öfter über bie Bretter gehen wirb. Ter originelle Vorwurf, daß ber Sohn eines Rittergutsbesitzers nach mehrfachem, vergeblichem Referendarexamen eine Großschlächterei eröffnet, unb ber Sohn eines Hof- schlächterS gegen den Willen bes Vaters ftubiert unb im Hand- umdrehen vier Säbelpartien paukt, ist von den Verfasserit mit viel Bühnengeschick aufgebaut, unb er verfehlte auch gestern feine Wirkung nicht, zumal Herr Worben burch seine Regie bie Effekte famos herausholte. Auch in seiner Rolle als Hofschlächter versäumte er nichts, um sich ben starken Beifall bes Hauses zu sichern. Mit ftohlickfem Humor barg er unter ber groben Schale den berühmten guten Kern unb würzte seine Reben noch mit einigen zeitgemäßen Witzen, die sehr belacht würben. Auch bie hin unb mieber angeschlagenen ernsteren Saiten ließ er erfolgreich erklingen. Fräulein Scholz war seine stille bescheibene Frau, Herr Jensen sein lebensmutiger, tatkräftiger Sohn. Eine schlagfertige, muntere Nichte stand ihm in Fräulein Jüngling zur Seite. Ten Rittergutsbesitzer spielte Herr K l i e w e r mit gehaltvoller Würde, seinen flotten, Sohn Herr Brüdfam mit luftigem Trausgängertum. Eine köstliche Frgur Gestern fand in der Universität wiederum eine Versammlung muselmanischer Frauen statt Nach mehreren patrüttrschen Ansprachen wurden Sammlungen eröffnet Einige Frauen spendeten Schmuckgegcn- stände. — Die Gattin des Ministers des Innern gab ihren ganzen Schmuck her. Die pattiotischcn .Kundgebungen in der Provinz dauern fort. Reue Angriffe der Montenegriner. Konstantinopel, 16. Febr Tas Pressebureau teilt mit: Am 14. Februar griffen die Montenegriner mit 16000 Mann und zahlreichen Kanonen die türkische Stellung auf dem Tarebosch und bei Berlitz« an. Tie Türken leisteten energischen Widerstand. Die Monteiregri- ner mußten sich unter Zurücklassung von sechs Kanonen und 3000 Verwundeten zurückziehen. Ein türkischer Panzerkreuzer zum Sinken gebracht. Die „Agence Bulgare" meldet: Ter türkische Panze r- kreuzer „Assar - i - Tewfi k", unter dessen Schutz der Versuch einer Landung türkischer Truppen bei Podima an der Küste des Schwarzen Meeres gemacht wurde, stieb auf eine von den Bulgaren gelegte Mine, erlitt ernsthafte .Havarien und scheiterte. Tie Minenlcgerabteilung und die Küstenbatterie zerstörten das Kriegsschiff vollständig und brachten es zum Sinken. Ein türkisches Transport schiff, das sich an der Landung bei Scharkoej beteiligt hatte, ist samt der Bemannung von der bulgarischen Artillerie, zwei Kilometer südlich dieser Ortschaft in Grund gebohrt worden. Englisches Eiugreiseu in Ärcta. Athen, 16. Febr. (Agencc Alhsnei Wie aus Kanca gemeldet wird, begab sich der Kommandant desenglischen Kriegsschiffes „Yarmouth", bevor er die Suda-Bay verließ, mit einer Kompagnie Seesoldaten an Land, ließ die Flaggen der Großmächte und die türkische Flagge unter militärischen Ehrenbezeugungen ein zieh en und die Flaggen nach den betreffenden Konsulaten und die türkische Flagge nach dem deutschen Konsulat 'bringen. Unmittelbar darnach wurde anstelle der türkischen Flagge die griechische gehißt. Ter Generalgouverneur von Kreta und eine zahlreiche Menge begaben sich nach der Suda-Bay. Die Begeisterung der Kreter ist unbeschreiblich. Ein bulgarischer Gegenvorschlag für Rumänien. Sofia, 16. Febr. Wie von zuständiger Seite verlautet, hat Tr. T a ne w dem rumänischen Delegierten Ghita den bulgarischen Gegenvorschlag überreicht, welcher zwar den rumänischen Forderungen nicht vollständig entspricht, aber doch einigermaßen entgeqen- kommt und überdies den Wunsch enthält, die Verhandlungen zu beschleunigen, die somit fortgesetzt werden könnten. Tie Gegenäußerung Rumäniens wird jetzt erwartet Sollte diese wider Erwarten Bulgariens unlustig lauten, so gedenkt die bulgarische Regierung die Vermittlnny allerGroßmächte zur gütlichen Beilegung der Streitfrage anzurufen. Drc „Agencc Roumaine" dementiert formell die Nachricht eines Berliner Blattes von einem Ultimatum ^Rumäniens. ■ - Diplomatenwechsel Der bisherige preußische (Hesanbtc in Darmstadt, Freiherr v. I e n i s ch , der bereits für den Posten des kaiserlichen Botschafters in Rom bestimmt war, erkrankte Ende Januar an einem schweren .Herzleiden, das ihn nunmehr veranlaßte, seinen Abschied aus dem Reichs- und Staatsdienste zu erbitten. An seiner Stelle ist der bisherige Gesandte in Brüssel, v. F l o t o w, für den Bot- schafterpostcn in rliom ausersehen. Der neue Botschafter Hans von Flotow wurde am 10. September 1862 in Felsen tragen geboren, steht also im 51. Lebensjahr. Er rvar 1892 als Regicrungsasscssor Hilfsarbeiter im Finanzministerium, trat 1893 zur diplomatischen Laufbahn über und kam als Zweiter Sekretär zur Botschaft nach Washington und von dort im September 1895 an die Gesandtschaft in Dresden, von wo er 1898 nach dem Haag versetzt wurde. Hier wurde er zum Legationsrat ernannt mrd erhielt April 1900 die Stellung eines Ersten Legattonssekretärs. Noch im Juli des- fetben Jahres wurde er der Gesandtschaft am pävstlichcn Stuhl in Rom zugcwiesen, in welcher Stellung er bis 1904 blieb. Er hat also vier Jahre als Diplomat in der italienischen Hauptstadt geweilt. Von Rom ging er als Erster Botschastssckrctär nach Varis und bat hier während der schwierigsten Periode des Marokkokonflitls in Abwesenheit des Fürsten Radolin die Botschaft wiederholt selbständig geleitet. Nachdem er 1907 den in Maske und Spiel machte Herr Volck als Range. Frl. Gat s re y als zungentüchtigr Lotte ging tapfer ms Zeug: ebenso aner- kennenswett waren Fräulein de Bruhn als anmutige fltnb mäuligc Elfe nnd Fräulein Elly L h a l e als vorwitzig patzigcS Röschen. N. Das Scheitern der Spitzbergen hilssexpedition. Kristiania, 16. Februar. Die norwegische Hilfsexpedition out Spitzbergen, die die verunglückten Deutschen in der Wiidebav retten wollte, ist gescheitert. Tie Expedi- iion ist Dienstag nach Green Harbonr zurückgekehrt. Sie wurde durch liefen Schnee, scharfe Kälte von mehr als 40 Grad und anhaltenden Sturm gezwungen, umzukelwen. Nahrungsmittel und Kleider witrbcn Jn der Dicksonbav hinterlaßen. Tie Leute haben viel gelitten. Sieben Hunde sind tot, zwei Schlitten zertrümmert Tie Norweger sind bereit, es nochmals zu versuchen. Es sehlt jedoch an Hnnden und Schlitten Wenn Hunde und Material nicht zeitig aus Norwegen eintreffen, bestehl nur geringe Aussicht, die Deutschen ja retten. Ter Eisfiord ist jetzt eisfrei, ein schnellgehendes Schiff wird wahrscheinlich Vordringen können * Die Vorbereitungen für eine neue Hilssexpedition für die Schröder- Strantz Expedition sind am Samstag in einer Be sprechuna in Frankfurt a. M wesentlich (? gefördert worden. Dem „Bett. Lokalanz." zufolge sollen die Beratungeit heute nachmittag in Bettin, wo inzwischen Geheimrat HcrgeseU ringe- troffen ist, fortgesetzt, eventuell zu Ende geführt werden. Cf ne namhafte Summe für die Zwecke einer neuen Hilssexpedition, die unter beutid>er Oberleitung steht, aber mit einem norwegischen Schiff ausgefühtt werden soll, ist vom Grafen Zeppelili gestiftet »vorden. • — Kapitän Scotts letztes Lächeln Ter- Minc- nuttograph brachte den Londonern noch einmal den Polarforscher und seine Gefähtten in allen Tetails vor Augen, als er schon längst in jenem einsamen Zttt in Eis unb Schnee Dio Augen auf immer geschloffen hatte. Vor einigen Monaten fübric ein Londoner Theater die letzten Films vor, die der Photograph der Spedition mit nach Englano gebracht batte Diese Bilder geben dem Beschauer einen merkwürdig genauen Eiii'uick in das Leben der Forscher. Es roaren teuic grotzartigeu 3 atür «nen im ewigen Schnee, sondern eben mir das tägliche Lebe- nnd Treiben der Domtelan Dr. Schäfer t- Bamberg, 16. Febr. Ter Reichstagsabgeordnete Prälat Tr. Schädler ist vergangene Nacht um 12 Uhr gestorben. Mit Franz Xaver' Schädler, der an den Folgen eines Schlaaanfallcs gestorben ist, verliert das Zentrum einen seiner besten Redner und die Zeutrumsfrak.ion des Deutschen Reichstages ihren zweiten Vorsitzenden Tr. Schädler ist im 62. Lebensjahre gestorben Er saß feit 1890 im Deutschen Reichstage und bis vor kurzem auch in der bayrischen Kammer. Tas Zentrum in Bayern hat bekanntlich seinen aristolratisch-lonservaliven und seinen dcmokratisch-radi- falcn Flügel. Es läßt sich aber schwer entscheiden, ob der verstorbene Tomdeian Tr. Schädler zu der einen oder der andern Heercshälfte zu zählen war. Er war zu diplomatisch, als daß er nur der einen Richtung hätte beige rechnet werden tonnen. Aber demagogisch wirkte er. Tic „Köln. .Ztg." erinnert daran, daß Tr. Schädler 1902 in Mannheim sagte: „Manner der Arbett! Wo findet man wirkliche Hilfe? Vielleicht heim modernen Staat? Ter hat nur Kanonen und Steucrzettel!" Bon ihm stammt auch das vielgebrauchte Wort: von der „kochenden Volksseele", hie am Ueberschäumen sei. Franz Sckaebler, Tr. jur. can., wurde am 5. Dezember 1852 in Oggersheim sB.-A. Ludwigshafen o. Rh.1 als her Sohn eines Polizei lommissars geboren. Er absolvierte das Gymnasium in Speher, oblag seinen Ilniversitätsstudien in Würzburg und Innsbruck und trat sodann in das Klerikalseminar Speyer ein. Bald daran! bezog er auf Wunsch ferner Vorgesetzten und Lehrer die päpstliche Universität in Rom. Am 22. August 1875 wurde er zum Priester geweiht. In der Seelsorge war Dr. Schaedler sieben Jahre tätig und zwar als Kaplan in Kaiserslautern.und an der Anima in Rom (zwei Jahre», sowie als Pfarrer in Walsheim. Da brachte dos Jahr 1882 einen Wendepunkt in seinem Leben: er wurde zum Religionslehrcr am Königs. Gymnasium Landau (Pfalz) ernannt. Als er 1882 RcligionsProfessor wurde, ward der junge Politiker mehr und mehr ins politische geben hiueingczogeu. Eichstätt, die alte Bischofsstadt, schickte 1890 Schädler in den Reichstag, danach brr Wahlkreis Ingolstadt in den bayerischen Landtag. Seit 1899 blieben ihm die Wähler Bambergs treu, das ihm dann auch später als Domkapitular und Tomdekan zur zweiten Heimat gcroorben ist. Prefseftimmen. Berlin, 17. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Mit Tr. Schäbler ist einer ber Führer des demokratischen Flügels des Zentrums dahingcgaugen, ber wegen seines lau ter en Charakters auch bei seinen Gegnern volle Achtung genoß. Der Wahlkreis Bamberg, ber eine sichere Domäne des Zentrums ist, stehl vor einer Rcichstagsneuwahl. „Berliner L o k a l a n z e i g c r": In dem Parlament, wie in Zeutrumsversammlung erwies sich der Löwe aus Kur Pfalz mit feinem lauten Organ und ber durch Psläzer Laune und Lebhaftigkeit gehobenen Redetveise als hervorragenbe Kraft. Für das 3 ent rum bedeutet Schöbt ers Tod einen schweren Verlust. Auch seine Gegner, deren er viele hatte, werden ihm den Tribut der Achttmg nicht versagen. „Berliner M o r g c n p o st": Dr. Schädler verband volkstümliche Derbheit nrit einer höchst ansehnlichen Dosis diplomatischer Begabung. Er galt wohl nicht mit unrecht als einer derHaupturheber des langjährigen schwarz- roten Bündnisses zwischen Zentrum und Sozialbcmokratie in Bayern. Ein starker demokratischer Einschlag war bei dem Bamberger Tomprobst nicht zu verkennen. Persönlich war ber tapferen Männer, weit von jedem Leben und doch glücklich in ihrer Kameradschaft. Man sah sie in den Zelten und außerhalb, wie sie die hundert kleinen Nöte bewältigten, dem Tode Trotz boten und doch ben Mut zum Scherzen nicht verloren. Man sah sie um den kleinen Ofen während die Suppe kochte, und man sah, wie es ihnen schmeckte. Dann tarnen die Pseifen an die Reihe, ein letztes Rauchwölkchen, ein letztes Wort, dann krochen sie in die dicken Schlafsäcke, wie große Raupen und nah beieinander. Damit soviel wie möglich von der kostbaren Därme erhalten bliebe. Dann ilinrmertc der Film plötzlich aus und alles war dunkel. Und die Zuschauer saßen ganz still und starrten ans den leeren Lichtschein. Viele wußten, das Scotts Gattin und Mutter unter ben Zuschauern waren und dies Kapitel aus dem Leben bes fernen Mannes mit ansahen. Viele fühlten cS auch rin klein wenig als Kränkung, baß Amundsen zuerst den Pol erreicht hatte. Einem oder dem anbern aber blieb nur ein Eindruck: Sootts energisches, lachendes Gesicht, das aus dem hell erleuchteten Film fö lebensvoll ein letzt esmal anftauchte — wie es schien, hatte ber Kamerad an seiner Seite einen Scherz gemacht dann ein Riedettanchen, ein paar Bewegungen, die ihn im Pelz des Schlaffackes verschwinden ließen, dann — die Nacht. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter ber Filchnerschen Südpolar expedition Dr. Barko, Dr. Brenn ecke, Dr. v. Goebel, Dr. Heim, sowie bet erste Offizier Lorenzen, der zweite Offizier Müller itnD ber Chefingenieur Hemccl vom Expttrilionsfchiff „Tcutschtanb" sinb mit dem heute morgen von Buenos Aires angelommcncn Dampfer „Cap Vilano" in bester Gesundheit zurückgekehrt. Zum Empfang hatten sich Vertreter der Seewatte und der Geographiscfen Gesellschaft ringe» ftmden. Heute abend finbet eine Zusammenkunft der Fahrttnl- nehmer statt, der auch $ er tretet ber Secwartc und ber Geographischen Gesellschaft beiuwkmen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- 'chatt. In Wz en starb am 13. d. Mts. ber Chirurg, a. o. Professor an ber Universität unb Vorstand ber 2. chirurgischen Abtküung bes füllgemeinen Krankenhauses Primararzt Tr. mcb. Rubolt Frank im 51. Lebensjahr. Ein Röntgenkursus für auswärtige praktisch: A.wzle wirb rwm 3. bis 11. März d. I. an ber ,K einer Akabeinic für praktische Aerzte abgebaltcn werben. Folgende Vorttöge unb Demoustrai'oncu sind nmichinbiqi Titel unb Rang eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers erhalten hatte, wurde er Ende des genannten Jahres unter Ernennung zum Wirklichen Legattonsrat als Vortragender Rat ins Auswärtige Amt versetzt Ende 1910 wurde er zum Gesandten in Brüssel ernannt. Herr von Flotow ift ein Nachkomme des berühmten Komponisten. Ter ans dem Staatsdienst fthetoenbe preußische Gefandte m Darmstadt Freiherr Martin v. Rücker-Jeuifch ist erst 51 -^ttbre alt Seine schnelle und jetzt so plötzlich beendete Karriere verdankt er seinem Bettet und intimen Freunde, dem Fürsten Bülow. Sein Batet, ber frühere hanseatische Ministerresident in Loitdon und Hamburger Senator wat ein Bruder der Mutter des Fürsten. Herr v Jenisch, der übrigens ouck ein Kotpsbruder des .Kuriers ist, trat nach kurzer Tätigkeit im Justizministerium in den -lienit des Auswärtigen Amtes über und mürbe 1886 Attache bet ber Botschaft in Washington Er war bann Botschaftssekretär in Wien, Buenos -V.C s unb London. 1897 wurde er Botschaftsrat und war in dieser Gigern drnft vier Jahre lang in Brüssel tätig, von wo er 1901 als Vortragender Rat in die politische Abteilung des AusN-öttigen Amtes berufen wurde. Im Iahte 1902 erhielt er Titel und Rang eines Gesandten und kam als General kom'ul nach Kairo. Kurz bevor er 1906 als preußischer Gesandter nach Tarmstadt Versetzt irurhe, verlieh ihm der Kaiser den 'JIM, und als Besitzer des Familienfideikommisses Martm-Jemfck- Blumcnbors-Frcfenbüren die Freiherrnwürde. Ten Namen Jenifch hat er von der Familie feiner Mutter, nach dem Ausslrrben des Maui.esstammcs bei Famüre Ionisch übernommen. Er ist anch Bi sitzet des ausgebchnleu Jcnischschen Familtentideikommrsscs unb feit 1905 mit seiner Cousine Gräfin Thyra Grote vermählt. Kölnern unb ben Berlinern ergriff chödler nidjf .ausgriprmbct Partei. 'eine Smnvatbi.- möge aber wobl fa‘> zuletzt auf Seiten bet Kölner gestanden haben. Au» Statt und Cand» Gießen, 17. Februar 1913. Gießener Fachwcrkbautcu. $ro' Bamberger Domprobst bei allen Patteien beliebt und auch dir schärfsten Gegner feiner Weltanschauung gebenden an ber Bahre des Heimgegangenen mit Sympathie seiner menschlichen Vorztzge. „T c u t s ch e Tageszeitung: Im bayerischen Zentrum spielte Dr. Sck^dler neben Pichler unb Drterer eine Hauvttolle unb vermittelte öfters zwischen diesen unb Tr. Heim. In bent Ri cht»n»s ftr eit zwischen ber IHoöeros Rücktritt. Tie Geschichte Mexikos ist seit der (Srintbung des Frei« staates "bis zur Uebernuhmc der 'Präfidentfcüaft durch Vor- firio Tiaz eine Geschichte von Aufstäudeu unb Unruhen gewesen Auch Ttaz hat bekanntlich einen Vorgänger q stürzt, als er 1877 sich zum Präsidenten wählen ließ. Ab er war wirklich ein Berufener für dieses Amt, und als von 1880 bis 1884 in Gonzales einen bestechlichen Nachfolge •'rbielt, band die Nation von da an ihren Tiaz auf ben Präsibentenstutzl fest unb fuhr unter feiner harten Hand unb seinem ehrlichen Sinn wohl dabei. Immer seltener wurden die Ausstände, die früher zu ben nationalen Einrichtungen Mexikos gehört hatten, und das war, wenn bic Tätigkeit Potfirio Diaz' abgeschätzt worden soll, fch'icßlich der Haupt, fegen brr Herrschaft, die er auf dem Präsidentenstuhl Mexikos ausubte. Mit Madern aber, der ibn nutet kluger Benutzung feiner Fehler im Mai 1911 endlich verdrängte, fotzte wieder eine sehr blutige Revolution ein, bic im November 1910 begann unb dem Lande durch die Zerstörung so vieler Anlagen großen Schaden zufugtc. Noch nicht ein Jahr lang hat Madero die Macht innegehabt, und eine Revolution Hal auch ihn schon verschlungen.. Madero muß man das Urteil schreiben, daß er feine vornehmsten Absichten nicht nur verleugnet, sondern selber durchkreuzt hat. Die Fäden, die von seinem Präsidentensitz zu den Trusts der Vereinigten Staaten hinüberreichen, liegen ziemlich zutage und flogen ihn an Mexiko, 15. Fobr. Nach einer heurigen Sitzung des Senats Hal sich die Mehrzahl der Senatoren in ben Nattonalpalast begeben, um die Abdankung Matz e r o s zu verlangen. De La Barra begab sich heute morgen in Begleitung des Befehlshabers der Bunbostruppen, dos iörigabegcueral« F. Angeles, zu Made ros und erhielt nach einer Besprechung mit ihm die Erlaubnis, mit Tiaz über einen Wassenftill st and und über die Ernennung eines Ausschusses aus Mitgliedern beider Parteien zu konforierenW ber die Regelung der Sage erwägen soll. Darauf begeh sich dieser zu den Stellungen der Jnsurgouten und drang in Tiaz, er möge im Hinblick auf die drohende Einmischung des Auslandes auf einen Waffenstillstand eingehen. Tiaz erklärte sich hierzu bereit, aber zur Veriwndlung über den Friedens sch luß nur dann, wenn vorher Madero unb Vize- präfibenl Suarcz sowie das ganze Kabinett ab geboult hätten. Mexiko, 16. Febr. Heute morgen um 2 Uhr ist ein Waffen still st and auf 24 Stunden abgeschlossen worden Ob Madero nun abgctzcmkt hat, ist unsicher. M' HL ^fcigatbluf •’fcT v-&ttrac des rynrtiäxiTtbara Sciiaball ausgk «nda: m-ck- 'i tMt dmtLgwer.bff üb luniausM jö 377 Lbgcoü •» 93elln‘ chm im 6g ftll-ns- Bo । WHrufit. San Medium ; i ftfin Lust i die den je, finden nut > btt. - 6tt6e: )a stellen nch Sari, Xinba iit LchüMmg 3. Cjialitäi 'S । dis 96 Marl, ba Zentan Si jo veffichcri ri aller näiittr ■ HÖfeerni Ncfst mnn lohnt, an 'stlarkt kommen Der Besitzer des Hauses Sonnniftraftr 6, Herr Jcan Weisel, ließ 1906 ben Putz an ber Straßenseite seines Hansis aus-> bcffcrn. Hierbei zeigte sich, baß unter dem Putz sehr schönes alte» Facknwrk vorhanden war. Im Hose aber fand man offene Galerie» in brei Geschöffcn übereinander, die beiden oberen Geschoffe waren zugemauert. Das Haus entstammt dem Jahre 1609 Aul Anregung des Denkmalpflegers entschloß sich ber Besitzer, das Fachwerk an der Straßenseite unb an der freistehenden Giebelseitc seines Hauses freizulegen und schließlich auch die am Hofe gelegenen Galerien wieder zu öffnen. Die örtliche Bauaufsicht lag in ben Hänben bes Regierungsbaumeisters Kuhlmann. Das Fachwerk an ber Straßenseite ist charakteristisch für seine Zeit, es zeigt au Eck- unb Buntzvfosten ben „wilden Mann" mit langen Fuß- streben und mit Kopfknaggen. Die Pfosten sind sehr stark, bi'' Eckpfosten haben fast 10 Zentimeter im Querschnitt. Die alle stäbtisckien Fachwerkhäuser — im Gegensatz zum Durchschnitt ber ländlichen Gebäude — weist auch dieses Haus reiche Schnitzereien, besonders an ben Eckpfosten und an bett kräftig in Er- sckteinung tretenben Balkenlagen auf. Unb — ebenfalls im Gegen- fatz zu beit ländlichen Bauten — hat es zweifellos einst bunten Farbenschmuck besessen. Leiber hat man in früherer Zeit ein-, mal bas Fachwerk verändert badurch, baß man bic Fenster vergrößerte unb zu btefem Zweck bic Fensterbrüstungsriegcl tiefer setzte unb einige Zwisckcnvfosten verschob. Das Fachwerk besitz» baher nicht mehr ben schonen gleichmäßigen Rhythmus, den es in ursprünglicher Form gehabt haben muß. Eine sehr große Anzahl von Fachwerkhäusern ist in Gießen noch vorhanden, ganze Straßenzüge weisen saft uirunterbrodiene Reihen von Holzhäusern auf, bereu Fachwerk lriber noch unter bickeu Putzschichten ver-- borgen liegt. Welch schöne ©trafenbilber würben »ich ergeben, wenn auch in Gießen, wie sonst allenthalben im Lande, ein Haus nach dem anbern allmählich frrigdegt würbe? Freilich ift Lor- sichr am Platze, (s? gibt Fachwerke, die bereits derartig bei* änbert sind, baß das Freilegen keine Verschönerung bebrütet würbe. Ter H o f des Deiselschcn Hauses aber ist für Gieß« einzig in feiner Art. Die offenen Laubengänge erinnern an bic schönsten Höfe Alt-Frankfurts, Nürnbergs unb anderer Städte. Kräftige, geschweifte Stützen mit weit ausgreifen den Kovsbänban tragen bic oberen Balkenlagen unb teilen zweimal die langgestreckten (Kelänbcr, bic ans bichtstehenben, gcbrehten Stäben ge Lilbct sind. Daß wir im Erdgeschoß eine Zweiteilung, in den oberen Geschossen aber eine Dreiteilung sehen, mag seinen Grund ö praktischen Erwägungen haben: man wollte wo bl unten im Hol möglichst nrenig Pfosten haben. Es ist dies aber auch für bic ästhetische Wirkung nur günstig: aklzugroße Gleichförmigkeit ist badurcd vcrmicben. Wenn die Sonne in den Hof fällt und ben Laubengängcn Lickt unb Schotten gibt, haben wir ein altertümliches Bild von höchstem Reiz. • ** Tageskalender für Montag, 17. Febr. Konzertverein. Jn ber Stabkirche: M i8 8a eolemnis. Abends7Uhr. ♦ •• Titclverleihung. Der Groß Herzog hat dem Anitsrichtcr bei dem Amtsgericht Lorsch Adolf Plagge den Eharakter al? dlmisgerichtSrat" erteilt. — Lehrerperfonalien. Nachträglich in den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt Otto Kreuz wegen gehörter Gesundheit, unter Zurücknahme seiner Entlastung aus dem Schuldienste. **Jn den Ruhestand versetzt wurde der Kanzlei- diener bei dem Landgericht der Provinz Cbethrffcn Ern» Kliffmüller, zurzeit in Darmstadt, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung feiner langjährigen Dienste. ** Der 75. Kreisturntag des Miltelrheinkrci- ses wurde gestern in ber Turnhalle ber Bockcnheimer Turn gemtinbe abgcbalten. Ihm ging am vorher gebe nbcn Tage eine Sitzung bes Kreisausschusses voraus. Er bewilligte ben Tarn vereinen zu Ccelback, Rheinböllen, Sttaßebersbach, :’)icfbain lOtt Glabback Unterstützungen zu ihren Turnhatlehauten und 100 Sn *er iit datz bi -vch in eiltet NfcvOtt zdnxi Stil, )05 ÜIV Wtäiaii Hcifäi* uti M Sd)i gegend stack. (6) Wic Gemeind« Tic krhcbun « Marl T Gesuch des I fuBdlungÄ- eteindc-V Är bic (Kenrci ber $bth Pauschal 1913 ab: Z 8mid)Ingai. △ Sill kchvler Hjl schachtel, bi tE emen fine Wen Hand •ni 91OT !r den verftc eltP^on, z x Tau 'iifeß Tors, owangsjögltn R.»or eiwa iJfiS a. b. o war uqc rtobtif in Arb ;olt Ungebühr ' einer Crch Mroilt tDot 80 wie Hins< Urgr, Märkte. M?. Mk. 75-81 41-44 84—90 47-50 98-00 47—00 80.00—82.00 62.00—64.00 80.00—82.00 62.00—64.00 80.00—82.00 62.50—65.00 80.00—82.00 abend hier. Dank. (nur la Fabrikate) Die trauernden Hinterbliebenen. [AI7/i 76-81 71—88 61-66 55—60 103-112 92—102 46-49 41—45 44-48 40-44 38-43 31—36 24-30 82—86 77-85 70—78 62 - 72 55-67 TKACERHUTK |aV(] A.Salomon&Cle. 50—56 47-49 k stbnm 1913, j 90-96 85—88 Lebend- Schlackt- gewicht Wer Bedarf bat , fc. Srautriir« a. M. Vieh« f-Ma rkt b° r i ch t von, 17. geb,. Jakob Austrieb: Rinder 1260, darunter Ochsen 36\ Bullen 52, Knhe itnb ** Bella ch ini, der- Meister der magischen Kunst gab qestem im Saale des Cafes Leib seine Eröffnungsvorstellung. Vor ausverkaustem Hause wurde der Meister mit Neifall begrüßt Bellachini rechtfertigte das von ihm Versprochene. Zein Medium Juleima lästt der Magier mit Hilfe der Hypnose in freier Lust schweben, ebenso brachte die Blumrn-Jllusum zu 'Jhaia, die den zweiten Teil der Soiröe füllte, großes Staunen. finden nur noch drei Albend- und eine Nachmittagsvorstellung Drohung und iam ihr durch den freiwilligen Tod zuvor. Am letzten Sonntag abend wurde er noch schwer betrunken in einer hiesigen Wirtschaft gesehen, wo er davon sprach, daß er sich töten würde, was aber niemand für ernst nahm. Kreis Büdingen. 25 Mann bestehende Mannschaft sich im Rewrngsboote flüchten mußte. Obgleich die meisten der Leute mit Schwimmwestm. versehen waren und von der „Galata" sofort Rettungsversuche unternommen wurden, sind fünf von ihnen ertr unten. Die „Galata", die schwer beschädigt ist, ist nach Hamburg zurück-- Zehnfach gesetzlich geschützt Aug.Gruse Schneidemühl 7>1 Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlicher Wetterdienst, Gieß en. Wetteraussichten in Hessen für Tieuslag, den 18. Febr. 1913; Weclijetnd bewölkt, leichte Niederschläge, Temperatur wenig rei ändert. -- Zchneebericht des Schiklubs Sietzen. Hoherodskops: 10 cm Neuschnee, ö“Stätte. Ter Schneefall dauert an. iaz über einen il Mg eineß W- M konferieren Darans begob tten imb bnmt dc lmnnischiwf nngehen. M dlnng über da Letzte Hacbricbtem Vom Kreuzer „Hamidi c" :/: Köln, 17. Febr. (Priv.-Tels Italien erhebt uady einer Meldung der .Mln. Ztg." Einspruch dagegen, daß der türkische Kreuzer „Hamidft^' itad) dem Verlassen von Malta die ionische oder adriatische Küste überfallen wolle. Der Einspruch verweist darauf, daß Italien infolge des österreichischen EinspruM beim tripolitanischen .striege auch feine Operationen in den jonischen und adriatischen Gewässern vornehmen konnte. „SU1V Kartoffel- Pflanzloch- Maschine Das Favorit-Album der beliebte Modeherater, auf den Hunderttausende warteten, ist jetzt erschienen. DieAusstattung- ist einzigartig. Auch das. neue Ju#rend-Moden-Album und Favorit-Handarbeits- Album (ä 60 Pfg.) sind zu beziehen von a,T/;. |Alex.Salomon»Cie. gewähre ich auf sämtliche echte Petersburger u. amerikanische Summischuhe Sero nnd Np bgedankt Wer v - llhr ist en chlossen wort«. 6er. ** Gießener S chl a chtvieh pr eise. Für untere Metz- qer stellen sich die Vichpreise zurzeit wie folgt: Ochsen 94—9o Mark Rinder 90—92 Mark, Kühe 1. Qualität die sehr selten lur Sästachtung kommt > 80 -82 Mark, 2. Qualität 76—78 Mk., 3 Qualität i SnrMühr 73—75 Mark, Kälber 1. Qualität 94 bis W Mark, 2 Qualität 90-92 Mark, Schweine 78-80 Mk. der Zentner Schlachtgewicht. Die Preise für feite L ch ro c i n e, \o versichert ein Kenner ber Derhrcktnisse im Lande, werden in Mer nächster Zeit noch mchr herabgehen, weil die Stallungen der «ößeren Bescher, für die die Schweinemast bei dem hohen Gewinn lohnt, angefüllt, so daß etn noch grotzercs .Angebot mis den ’i’Sortt kommen muß, als es setzt der Fall ist. Unbegreiflich rfccr ist, daß die Gießener Sckweinemetzger den Ladenpreis immer ä noch in einer Höhe halten, der angemessen war, als die Preise * -in iette Scht>eine 88-92 Mk. betrugen. Es wäre nun wirklich in ber Zeit, wenn ein Fleis cha bschlag von 5—b big- für >as Pfund eintreten würde, wie dies in anderen Stabten langst geschehen ist Gießen hat tatsächlich die höchsten e rf) meine« i leis ch- und Wurstpreise in der weiten Runde. *• Schnee. Seil heute früh ist hier und tn der Um- jöittrwg rnben ■(W die lE! .sä Qn durch 1 , ^ingei' g,' und alz. auj st *w3 -uener tvurst lten6u$C| $ «trbräitö b'f™$06»r M nicht ch! M tim:, M-adero ntui * Asichchr, ^uzt hat. H Erichs der ö*emlich zutax M Sitzuv^ 3enatoten i tnfttltg Ra. 5i ic. Frankfurt a. M., 17. Febr. l^rig.-Telegr. be? „®teti. •» An».") Slmtlicke Notierungen der heutigen Fruchtmarktvreiic. - ~ • - klurhesüscher Mk. 21.00—0000, I Qjinn—= Marktstr. I OfcilJU Mänsburfl >err Zemt M, res haust m-t sehr schöik Li- in e fern- Aalm n Ackvst war 1609 M 1 esitzer, das N mben Qttbdi’r im hole gdegtia MM tag in ie . ras Fach«' ne Zeit, eS ä mit langen sehr stark,-ic» Milt. Ste ß n Ämhschnttt,« e chchc <5.uif gewinn n Ter wis^citz Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Grossvaters und Urgrossvaters Herrn Johannes Hahn I. sa ou dem ersten Kreisvertreter, Schulrat Schmuck-Darmstadt, er- ijffnd. Bon Ehrengästen ivaren anwesend Major Frhr. v. Hügel, Hauptmann v, Prittwitz und Leutnant Müller vom 81. Huf Regt.. Regierungsassessor Wehr und Stadtrat Tr. Ziehen, sowie zwei Herren vom Artillerie-Regiment F-rankfurt. Begrüßungsworte sprachen für die Regierung Reg.-Assessor W ehr, für die Stadt : Frankfurt Stadtrat Tr. Ziehen, für den Gau Frankfurt der . Äauvertreter Prof. Bender, für die Bockenheimer Turngemeinde btr Borsitzende Roth. Aus der Bestandserhebung vom 1. Fan. 1913 ist zu entnehmen: Die Zahl der Vereine beträgt 1325 (+67). bie Zahl der Mitglieder 134 978 (+6795). Darunter sind 25 945 Zöglinge (14—17 Jahre alt, +1481). Turnende Mädchen und - grauen hat ber Kreis 5060 (ft- 86), Schüler 11011 (ft- 1696 Schülerinnen 2339 (ft-301). Eigene Turnplätze haben 381 (-- 21 . eigene Turnhallen 189 (ft- 6) Kreise. Der Äreisvertreter schließt mit der Erinnerung an die Zeit vor 100 Jahren und dem Wunsche. unsere Jugend immer so erzogen werden möge, daß sie das verteidigt, was uns unsere Väter erftritten haben, .streislurnwan Zolze bespricht die für die Einweihung des Völlerschlachtoenkmals vorgesehenen Eilbotenläufe und bittet die Vereinsvorsitzenden. fiherall Aufklärungen über die Fremdenlegion zu geben. Ein erhe- (itnbcr Augenblick war es, als das Ehrenmitglied des Kreises, Otto gekehrt. * Verfehlter Berus. Freund. „Noch immer keine Frau gefunden, Herr M'essor? Das ist doch sonderbar. Sie haben die Rechte studiert und können die Rechte nicht finden! * Glaubwürdig. ,Jlch angle jetzt. Sie können sich ~ " — aufregend' verernsnachrichten. Von der Tschataldschalinie. ** Der Bauersche Gesangverein veranstaltet, wie! -/o?°ntinopel. 17 '^rbr (Priv. Lel.f ^.ie Bal^ alljährlich aus 2lnlaß seines Stiftungsfestes am Monntag, l kanverbundeten »er ftarten Imtg^ der ganzen - ) di a tal d ■ 9 Mchz in ber „Neuen Aula" ein Konzert. Ms Mit- aftr n i e ^Stellungem Zimtchen dem ^.erkos ee und Erregtt wirkende hat der Verein die Herren Ä. Münch aus Frank-! tst ein ^ornufen tut die turkl)che Armee umnoglich. furt a M. Tenor) und Julius Hahn aus Gießen (Klavier) ge- Die bulgarisch-rumänischen Verhandlungen, sonnen I '/' Bukarest, 17. Febr. (Priv.-Tel.) Tie bulgarische R Odenhausen, 16. Febr. Gestern abend hielt der I Regierung hat noch keine illntwvrt auf die Ic^en tMtteilungen Kriegerverein seine Hauptversammlung ab. Tie Rechnung Rumäniens gegeben. Rumänien besteht darauf, daß es wegen ergab, daß der Verein bei seinem Fabnenweihseft im Sommer Silistria eine kurze und bündige Antwort erhält. Es 100 Mk zugelegt hatte. Verbandsredner Volk aus Gießen will unter allen Umständen, die 9lngclegenheft nodi in dieser hick einen einstündigen Vortrag über den Anteil dec hessischen Woche erledigt haben. Die öffentliche Meinung und die liberale Division im Äri^e 1870 71. Opposition drängen auf entschiedenes Handeln. Wenn ~ ii '■ l ■ '■ • I hnä jetzige friedliebende Ministerium sich nicht halten kann, ist Vermischter. Ider Ausbruch kriegerischer Verwickelungen NN- * Schiffsu nterg ang. Der Stettiner Dampfer ..Cbri- vermeidlich. stiania", ber Stettiner Reederei Emft R. Retzlafs gehörig, tta pftäii Georg Martensen aus Westerholz bei Osnabrück, mit einer | . Erzladung von Huelva in Spanien nach Stettin bestimmt, i)t I 1 auf der Höhe von Borkum vorgestern vormittag mit dem! Levantedompfer „Galata" zusammengestoßen und innerhalb! fünf Minuten gesunken. Tas Schiss wurde achtern zwi-> w. Haingründau, 16. Febr. Hier wurde die Leiche des Landwirts Georg Kirchner von hier in der Bach nefnnben. Kirchner leidet schon längere Zeit an Krampf-. , * ^fnubtoiirbia Fch anale jetzt onfäUcn, es wird daher vermutet, daß^r mfolge eines solchen bcjl$cll# roi? mifregend das ist!" — „Angeln Anfalles in die Bach stürzte und ertrank. Er war cm ge- j— „Ja. Ich habe nämlich leine Angelkatte." achteter und angesehener Bürger. Durch das Amtsgericht Büdingen fand im Beisein des Kreis-Assistenzartes Dr. Steinbach, Trais-Horloff, Worms, Saarbrücken, Griedel, den 17. Februar 1913. gegend starker Schneefall cinaetrcten. Landkreis Gietzen. (b) Wieseck, 16. Febr. Am Tienslag abend 8 Uhr ftndel «Vemeinderatssitzung mit folgender Tagesordnung statt: Tie Erhebung dm Gemeinde-Umlagen: Äonzenwnsgeiuch ■ Karl Deck, III.: Errichtung einer Volks b i bft i o t h e t: iSjefud) des Jal. Schäfer, wegen. Pachtung eines Grundstückes: die Ansteltungs- und B e s o l dn n g s o e r h ä l 1 n i s 1 e der Gemeinde-Beamten: die Anschaffung eines Kastemchrcmtes 3 ^r die Gemeinde-EinnehmersteUe -, Verlängerung ber 2Saf)erleitnng n ber Philosophenstraße: Straßenbeleuchtung, hier lieber gang I ,vm Pauschalspstem zur Zählermessung mid zwar vom 1. April ♦ 1913 ab: Zustellung der Gemeindesteuerzettel in geschloßenen | llm™9£5nlIIcnbor^ a< d. Lahn, 16. Febr. Der 12jährige Lfnifcr Hildebrandt spielte unter dem Tisch mit einer Zchcichtel, die ExplosionSstoffe enthielt. Plötzlich gab I c5 einen Knall. Dem Jungen wurden die vier Fmger der II Für Erholungsbedürftige und leichtere ral AUIIfiM Kranke. .w^n^bXsücht. 8 «I U Ä 1 W SM I | ■ Kuranstalt !äofheim i. T. ■ ■ M (7 ■ ■ i/iStundev. Frankfurt. a.M. Prospekte M W! M ■ M WM H durch Dr. Schulze-Kahleyst, Nervenarzt. . jt Lurntag war beschickt von 13 Mitgliedern des Geschästsführenden 1 , v nnb Turnaussckmsses, von 24 Gauvertretern, 20 Gautnrnwarten ^Megenerch 377 Abgeordneten von 230 Vereinen. M einet --- - ------ Wagner von Bad-Salzhansen Leichenschau statt. H ir^e L"besitzt' 'mn Südabhdilg .bei* Mnt\'-5^Brckcnbnibc ^incu! Färsen 340, Kälber 26^, Schake 177? Schweine 1180. klemm Fichtenwald, ber schöne Dachsparren im Bestand hat. Tendenz:Ochsei, ruhig, etwas Uebcrftonb, ber Schaft und Zum Neubau einer Scheune fällte der Eigentümer 15 Baume. Lchweme lebhaft, geräumt. Preis ftm 100 pw. Nach einigen Tagen waren sie spurlos verschwunden. Im nahen I Bleichendachcr Gemeindenald wurden sie gelegentlich der Besrch- tigung des Brennholzes gefunden, und von der Gemeinde Bleichen- Wehlen. back, da diese ftn Glauben war, die Bäume seien vor der Ab- Vollfteckchige, ausgemas ete, höchsten Schlachtzahlung von Holzdieben dort in einer Fichttnschoiiuiig uicber- iDerte5, 4 7 o^hre <*0 • • * .• /. -• gelegt, ins Tors gefahren und versteigert. Ter rechtmäßige Eigen- die noch nickst gezogen hobQ*!*fle 10*• • tümer konnte den Frevel in seinem Äald Nachweisen und bekommt Junge flcifduge, nicht ausgemastete und altere fein Holz wieder zurück. Die Diebe, von deueii man leine Spur ausgemastete - • • • *....... hat, batten das Nachsehen. — Die Preise für Brennholz l*,V „ cxrftxf,„ sind in umliegenden Wäldern sehr hock: in 1911 und ,1912 Vollste! ckige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. galt der Raummelcr buchenes Scheitholz durchsctstiittlich 7 bisollstenchrge, Einigere. • ...... 8 M - in biefenr 10-11 Ml. $oBMlhi#e Ä t-M. Schlachtw Kreis Lauterbach. Vollfleischige ausgcmästeleKühehöchltenSchlach- — Lauterbach, 16. Febr. Unter dem Vorsitz des Kreis- wertes bis zu 7 Jahren........ rats v. Bechtold sprach gestern abend im Saalbau zum Johannes- wenig gut entwickelte Färsen berg hier vor einer gut besuchten Versammlung der Führer der ältere ausgemästete ttuhe . ...... Darmstädter Sanitätsrolonne, Oberleutnant a. D. Lotheißen, Mäßig genährte Rühe und Airsen über den Zweck nnd die Bedeutung der freiwillig en Sani- Gering genährte Rühe und Färsen tätskolonncn vom Roten K r e u z. Er .sprach über das Salbet. Kolonnenwesen, das feit 1870 einen bedeutenden Aufschwung er- Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . fahren hat. Am die Schlachten von Magento und Solserino Germgere Mast- und gute Saugkälber . . . ourüdgreifenb, schilderte der Redner die Qualen und Leiden der l bortigen Verwundeten, bie mangels eines geregelten L-anitäts-l Stallma,tsckale: wesens tagelang aui den Schlachtfeldern liegen blieben und fchliev- Ma,Hammer und m-mere Masthammel . . . lich in den meisten Fällen starben. Die Schrecken dieser ^Schlachten! Schwei ne. hat einen Schweizer Bürger dazu veranlaßt, bei den Fürsten eine Vollilcstcknge «chweinc oonSO-lOOkg emheittiche Regelung des Sanitätswesens herbeizusühren, was Lebendgewicht . . . . • • • • bann auck schließlich durch die Genfer Konvention geschah. Fm Vollfleischige Lchweme unter 80 kg Jahre 1870 habe dar- Kolontumwesen bedeutend beim Transporl 2ebendnew,cht . . . . . ... von Verwundeten mftgewirkt, aber- die Zahl ber Kolonnen ,ci im Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Verhältnis der normalen Verluste an Verwundeten zu gering LePendgewicht .. . . . . • • • gewesen und habe oft ganz versagt. Er forderte deshalb^alle Vollflestchigc Schweine von i20-lo0kg körperlich gesunden Männer aus, sich fti den Dienst der Sackes Lebendgewicht 62.oU-bu.ou zu stellen. Eine Liste ergab 84 Mitglieder, von denen sich 35 als attive unterzeichneten. Die akttven Mitglieder sollen, wie ander- . mre 91 nn—oooo warts, zum Transport von Kranken und Verunglückten in 0—4.75, im Kleinhandel Mk. 6.00—6.50, ftir ie B. » t» Cc t« A r 11 h t ft q I 100 Kg. linken Hand abgerissen. -m 91 o n ri e n r o t £). 17. Febr. Vom Gememderat wurde für den verstorbenen Poltzeidiener Stevban dessen Sohn, Karl Stephan, zum Polizeidiener Stahlt. >< Daubrinqen, 15. Febr. Die gestern tn der Nabe unfercS Dorfes gelandete Leiche war die des 20jährigen ftwangszöglmas Georg Haussmann von Gietzen. Er batte sch vor etwa vierzehn Tagen von seinen Pflegeeltern m =^rei§ a d °bo„ bei denen er nntergebracht war, entfernt und war nach Mainzlar gezogen, wo er m_ der dortigen Fabrik in Arbeit stand. Da ihm wegen femeS früher wteder- lplt ungebührlichen Verhaltens mehrfach bie Untertamfiimg in einer Erziehungsanstalt von der oberen ttmiichtsbehorde ruirT ^cmuicn gciumt«. ^»11«»»^^«*.. o*-*; ongedroht worden war fürchtete er jetzt die Ausführung dieser! schm Luke 3 und 4 getroffen und zwar 10 schwer, daß bie aus Gewerbebank ju Gietzen eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht Die verehrlichen Mitglieder unserer Bank werden zu der am v»/- Mittwoch, den 19. Zebruar 1913, 8'b Uhr abends int Hotel „Großherzog von Hessen" stattftndenden 54. oröentl. Generalversammlung ergcbenst eingeladen. Gießen, am 11. Febmar 1913. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates: L. Petri II. Gute u. billige Lebensmittel Erbsen gelb, große halbe 20^ Erbsen ganze 24 Erbsen, ganze 28 Stück 25 Sauerkraut Große Salzgurken 2 Stck. 11 Rollmops 3 Stck. Psd. 30 Griesnudcln Sardellen SchadeJüllgrabe Erbsen,Victoria m.Schale 18 Erbsen, grüne, m. „ 20 Erbsen, grüne,gesch.halbe28 Cocosnußbutter, lose 58 do. in Tafeln 60 chmalz,rein., amerk.Pfd.72 $ do. feinstes, deutsches 78 „ Limburger Käse la. Schweizer Käse Linsen, neue Psd. 17 u. 20 große Psd. 24 , extragr. 30 Lohnen, kleine 20 mittel Psd. 24 , große 26 Reis, Bruch 16 ,mittel 19 Tafelreis 24 Patnatasel28, Java-Tfl. 34 Gries, Weizen- 20 hartgries, gelb fein 23 Gerste, grob 17 Gerste, mittel 20 , sein 24 Perlgerste, extrafein 30 Haferslocken, la. 24 Magnet-Oats in Paketen 1-Pfd. Pak. 30 Vr-Pfd. Pak. 15 Hafergrütze, lose 24 Camembert Gervaiskäse 128 u. 28 Bismarckheringe 2 Stck. Bratheringe 2 Stck. Heringe in Gelee Psd. Rene Sardinen Pfd. Ningäpfel-m-r.Psd42 Apritoskw-»^ ,70 extrafeine Fancysrüchte 80 Kranzfeigen w 30 Pflaumen „ 28 do. calisorn. 36, 45, 50 do. extra große Pfd. 60 do. ohne Stein „ 60 Pfirsiche califor. Pfd.50 feinste Fancysrüchte .. 60 Suppen- und Gemüse- 9?ubcln*.25 Feine EieruudeluMd. 40,45 Murom Bruch Psd. 25 Stangcnmakkaroni ganze Stangen Pfd. 30 feinste, in Paketen 40,42,50 la. Holsteiner Cervelatwurst -*■ Geräch.Braunschw. W RT Rotwurst • Frankfurter Würstchen P 25 Vermietungen Ujimcsslk'. 0 (Neubau) 5d). 5-Zimm. Wohn., I. St., ni. Gas. eicht. Licht. 2 Batt, ii. altem Subcb per 1. März oder 1. April zu vermieten. NäU. bei IV. Minio Borst, Diezstratze 4.__________(01226 | 3 Zimmer | 3 Zim. W. im II.St. v. I.Av. zu verm. Geor. Weil. (936 Zifiöiic Z-Zimm.-Wohn. mit Zubeb. zu vermieten. 1164] Löwengasse 22 II. St. | Verschiedene \ Der I. Stock nuferes Dauses. Seltersweg 64, zurzeit von Herrn 1 tr. Geyer bewohnt, ist v. 1. Avril 1913 im aanzen ob. netrennt zu vermieten. r>5| Gebrüder Schwan. Kl. 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