D'.e heutige Nummer umfaht 10 Seilen. politischen Teil: August Goetz; für »Feuilleton", „Vermischtes" iml ^Gerichtssaal": K. 9k*- Die Reise pasüschr. Paris, 1. Okt. Der Ministerpräsident Pasitsch ist heute abend nach Belgrad zurückgereist. Das „Neue Wiener Abendblatt" schreibt: Wenn es richtig ist, daß Ministerpräsident Paschits ch aus der Durchreise durch Wien auf dem Ballhausplatze vor- zusprcchen beabsichtigt, so kann er von vornherein einer freundlichen Aufnahme sicher sein. Er wird sich gewiß überzeugen können, daß hier keinerlei Voreingenommenheit gegen Serbien, besteht und daß die Monarchie den Wunsch Serbiens nach baldiger Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung aus dem Balkan, sowie nach Anbahnung gesicherter ökonomischer Beziehungen zwischen ihr und Serbien aufrichtig teilt. Das Blatt betont von neuem, daß die Monarchie selbstverständlich keine Einwendungen erhebt, daß Serbien innerhalb seiner Grenzen die Ordnung wieder hcrstellt. Es würde allerdings im eigenen Interesse Serbiens liegen, dafür zu sorgen, durch einen billigen Frieden die neuen Untertanen unter Berücksichtigung ihrer nationalen Eigenart und wirtschaftlichen Bedürfnisse nicht nur zu unterwerfen, sondern dauernd für sich zu gewinnen. Von einer Aendcrung der in London beschlossenen Grenze wird allerdings keine Rede sein können. Belgrad, 1. Okt. Das Preßbureau meldet: Das serbische Heer zog gestern früh in Dib r a, O ch rid a ein. ^n der Umgehung von Vranitsch fanden gestern Schar- m ü tz e l v' o n A r n a u t e n b a n d e n statt. Essad Pascha als Patriot. Wien, 1 Okt. Die „Albanische Korrespondenz" meldet aus Valona: Essad Pascha telegraphierte der provisorischen Regierung, daß er angesichts der schwierigen Verhältnisse, in welchen Albanien augenblicklich sich befände, in der Einigkeit der Nation gegenüber den Feinden die ersteNotwendigkeit sehe. Daher erachte er den Zwist mit der provisorischen Regierung für beendet und sei bereit, eine patriotische Pflicht gegenüber dem Vaterland zu erfüllen. . Arirlanv. Japan verlangt noch immer Genugtuung. Die „Times" melden aus Tokio vom 30. September, daß Japan ungeachtet der Entschuldigung des Generals Tschanghsun darauf bestehen werde, daß er von seinem Posten als Gouverneur Don Kiangsu zurücktrete. Man nimmt Ls sicher an, daß dies geschehen werde und eben,o daß die Bestrafung der Teilnehmer an den Nankinger Ausschreitungen erfolgen werde. Dieser Standpunkt wird von der gesamten japanischen Presse vertreten. . Japan und die kalifornischen Landesgesetze. Der d r i t t e P r o t e st der japanischen Regierung gegen die kalifornischen Landesgesetze ist an die Vereinigten Staaten ab gesandt worden. Der Text ist nicht veröffentlicht worden Man erfährt jedoch, daß die japanischen Bedingungen einen neuen Vertrag zwischen den beiden Ländern notwendig machen werden. In Japan erwartet man, daß die Bedrn- gungen von Amerika angenommen werden. Merkchen das keine besondere literarische Bedeutung besitzt, zeigt die mannigfachen Gefahren, die aus dein Zusammenleben zweier Paare erwachsen; die sich anspinnenden Konflikte und Gegematze werden aber durch das Dazwischentreten eines klugen „Saus- freundes, der die Rolle des Räsonneurs der französischen Komödie übernimmt, abgewendet und ausgeglichen, so das; alles in Wohlgefallen endet. Bei guter Darstellung übte das Stück eine freundliche Wirkung aus. Viel Beifall fand auch ein grotesker einaktiger Scherz „Theaterbesucher des bekannten englisckxnr Dramatikers Pincro; cs ist eine Satire aus die Allmacht der dienstbaren Geister, die den Neuvermählten das junge Glück bald arg bedrohen, und spielt irr der Küche, wo sich die Charaktere und Prätentionen der verschiedenen Dienstboten in drastischer Weise äußern. — H auptm ann Starruds und D r. Hoels Svitz- b e r g e n f o r s ch u n g. Nach Abschluß der Schröder-Stranz-^uche hat sich der norwegische Hauptmann Staxrud den schon früher festgesetzten Aufgaben seiner diesjährigen Forschungstätigkeit zuwenden können; nach „Peterm. Mitt." handelt es sich um die kartographische Aufnahme des Gebiets zwischen den Fiorden der Nordküste, besonders der Wood- und Wijdebai, und dem Eis- sjord. Die geplanten Aufnahmen werden den Trantierjägern zugute kommen, die nach frühzeitigem Einfrieren an der Nordküste sich noch nach dem Eisfjord retten wollen. Die geologischen Aufnahmen, die sich ferner auf das Gebiet zwischen Eisfjord und Glocken-lBelljsund mit seinen Kohlenfeldern erstrecken sollen, werden von dem durch frühere Aufnahmen in Spitzbergen bekannten norwegischen Geologen 2r. Ad. H o e l ausgesührt. — D i e größte Stauanlage der Welt, lieber die gewaltige Stauanlage von Elephant Butte am Rio Grande in Neu-Mexiko rnackft der Sientific American einige rnterc,sänke Mitteilungen. Der mächtige Staudnmm, der nördlich von El Paso liegt und die gewaltigen wasserarmen Gebiete Neu-Mexikos und Texas der Landwirtschaft erschließen soll, ist gradlinig art' gelegt und hat eine Höhe von nicht iveniger als 82.5 Metern bei 360 Meter Länge. Die aus Beton gebaute Anlage staut ctne Wassermenge von 1092 716 800 Kubikmeter Wasser auf und übertrifft damit bei weitem die große Nilsperrc von Assuan. Gr ermöglicht die künstliche Bewässerung einer Landfläche von 72 000 .Hektar. Bei den Arbeiten waren einzigartige Schwierigkeiten zu überwinden; dabei beförderten die amerikanischen Ingenieure fogat ’ große Lokomotiven an Drahtseilen hängend über den Cannon des : Rio Grunde, wobei die Lokomotiven auf einer -Nrcke. von tast: einem halben Kilometer am Drahtseile frei in der Luft «äMebten. Düsseldorfer Theaterbrief. Vom Kampf um die Dumont — Der „Schwarze Peter". In der letzten Sitzung des Düsseldorfer StadtrateS wurde die für das Kunstleben der Stadt so außerordentlich wichtige Frage, ob das ^ehauipiell)au^ unter der Leitung Louise Dumonts und Gustav Lindemanns erhalten werden könne, zum Gegenstand einer ausführlichen Erörterung gemacht. Die geniale Schauspielerin, die mit ihrem Gatten zusammen so Großartiges in der Gestaltung /E rischen Stils und der Inszenierung geleistet hat, denkt I« bekanntlich daran, im Sommer 1914 von der Leitung des Schauspielhauses zurückzutreten. Der Oberbürgermeister erklärte nun daß alles geschehen werde, um diese markante Erichemung ui ihrem bisherigen Wirkungskreise zu erhalten. Zunächst wurde eine jährliche Beihilfe .von 50 000 Mk. dem Unternehmen bewilligt; des weiteren wurde aber dann überhaupt die anderen vertragsschließenden Teiles folgende Vereinbarung aetro^ feil worden: „Geisteskranke, die einem der beiden Teile noch angehören und der öffentlichen Armenpflege rn dem Gebiete des anderen Teiles zur Last fallen, sind auf Verlangen dieses Teiles wieder in ihr Heimatland zu übernehmen, sofeim sie sich seit ihrer letzten Ankunft in dem anderen Lande dort noch nicht länger als vierzehn Monate aufgehalten haben. Diese Frist wird von dem Sage an zurückgerechnet, an dem der Hebern ah mean trag bei, der Regierung des Heimatstaates eingeht. Die Heimschaffung des Geisteskranken soll erst erfolgen, nachdem der übernehmende Teil seine Zustimmung dazu erklärt und den lleber- nahmeort bezeichnet hat. — Wird von einem der beiden Teile die Uebernahme von,Personen gewünscht, bei denen die vorbezeichneten Voraussetzungen nicht zutreffen, so soll die Frage der Uebernahme von Fäll zu Fall zum Gegenstand besonderer Verhandlungen gemacht werden." Nr. 25| Erster Blatt 163. Jahrgang Donnerstag. 2. Oktober 1913 MM Briugsvrer >: Der Siehener Anzelger W nwnatlick75P^vierteb erscheint täglich, außer . WA A ▲ A ▲ jährlich Mk. 2.20; durch Sonntags. - Beilagen: Ä A A ««Ak Abhole- u. Zweigstellen viermal wocheuilich f b M A HB ▼ monatlich 65 Pf.; durch GietzenerZamilienblätter; M Q A W W W Ä W M M W M W X S7 E I H fiJr H diePostMk.2.—viertel- zweimal wöchentl.rrreis- WM M W W wkX O Er Sd W W W K W Br S jährl. ausjchl. Bestellg. blatt für öen Kreis Sieben W B B Bf IBW M B X M M wBk B Zeilenpreis: lokal 15Pf„ . . . _ . O/htiiCirnfe» 7 rath; für „Stadt iurd ^nulchmk voii aiyeigcn Rotationsdruck und Verlag der Srühllchen Univ.-Vuch- und Lteindruckerei H. lange. Rcdattion, Expedition und Druckerei! Sly«,präge u Land": lii-d°n für die Tsgesmunnier v 1 Anzeigenteil: y. Beck, bis vorinütags 9 Uhr. Geschastsstelle Buömgen, vayndofflratze Ibs. ■ hat den Lüll auch frirr Hergabe der zweiten Weck>- Mk. veranlag, indem er unwahrer Weise be geschrieben: er fd von 6500 \ , bautet hat, er rönne den groben Wechsel nicht unterbringen. Er hatte damals schon die feste Msicht, nicht nur 6500 Mk wie Var Artel! im prozef; Rosenthal. Gießen, 1. Okt. 1913. Zur Urteilsverkündung im Prozeß gegen Rosenthal hotten sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr zahlreiche Zuhörer eingesunden und erwarteten im Straftammersaal mit Spannung den Richtersprnch. . Rechtsanwalt Kaufmann war am Berteidigungstische anwesend. Pünktlich auf die Sekunde betrat der Gerichtshof den Saas. Unter lautloser Stille verkündete der Vorsitzende Land- gerichtsdirektor Prätorius das Urteil. Der bisher unbestrafte, 38 Jahre alte Agent Isaak Rosenthal ist wegen Betrugs in 12 Fällen mit einer Gefängnis- strafe von 3 Jahren und 3 Monaten zu verurteilen; die bürgerlichen lEhrenrechte werden ihm auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt, 3 Monate der verbüßten Untersuchungshaft sind auf die erkannte Strafe abzurechnen. Bon allen übrigen unter Anklage gestellten Fällen des Betruges mußte der Angeklagte freigesprochen werden, ebenso von der Anklage der Urkundenfälschung in Idealkonkurrenz mit Betrug. Der Prokurist Willy Bärmann, bisher unbestrast, 38 Jahre alt, wurde wegen Unterschlagung der Felsingschen Weihnachtssparkasse zu .50 Mark Geldftrafe verurteilt, die durch die Untersuchungshaft für verbüßt zu erachten ist. Der Vorsitzende erklärt: Bei dem großen Umfang des Materials ist es selbstverständlich unmöglich, die Gründe des Urteils im einzelnen genau darzulegen. Der Gerichtshof hat festgeftellt, daß die Vermögenslage des Rosenthal schon im Jahre 1910 schlecht war: daß Rosenthal dies auch schon damals erkannt hat, steht außer allem Zweifel. Von diesem Zeitpunkt an datieren seine in größerem Umfange betriebenen Wechselreitereien und seine sonstigen Manipulationen, um sich über Wasser zu halten. Auf die einzelnen Fälle der Anklage eingehend hat der Gerichtshof den Fall Wallenfels, bei dem Rosenthal 3000 Mk. angeblich für einen Beamten geliehen hat, nicht als Betrugsfall ansehen können. Ter Zeuge Wallenfels hat selber erklärt, er habe angenommen, Rosenthal sei ein wohlhabender Mann, und hat zweifellos das Geld hergegeben, weil er davon einen höheren Gewinn erzielen wollte. Auch int Fall der von Wallenfels diskontierten Wechsel liegt eine Täuschung des Rosenthal nicht vor. Es bestand nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts, der sich der Gerickstshof anschloß, für Rosenthal feine rechtliche Verpflichtung, den Wechselnehmer darüber aufzuklären, daß es nur Ge-; sälligkeitswechsel waren, die er dem Walleitfels überlassen hat. Im Fall Wohlmuth, dem ein © (haben von annähernd 2000 Mk. entstanden ist, hat der Angeklagte Rosenthal eine Täuschung begangen. Bärmann war der Beihilse bringettb verdächtig. Der Gerichtshof hat aber angenommen, die von Bär mann dem Geschädigten gegenüber abgegebene Erklärung, die für diesen bestimmend war, die Summe an Rosenthal auszuhändigen, sei nicht in der dlbsicht erfolgt, zu täuschen, weshalb hier zugunsten des Angeklagten Bärmann auf Freisprechung zu erkennen war. Der Fall Lüll, soweit es sich uni die 2100 Mk. handelt, die Rosenthal für einen Beamten verlangt bat, dessen Sohn Einjährig dienen sollte und die Lüll dann später auf 3000 Mk. erhöhte, um nach der Erklärung Rosenthals damit einen Amtsgerichtsrat in Bad-Nauheim aus der Verlegenheit zu helfen, stellt sich ebenfalls nicht als Betrug dar. Nach Ansicht des Gerichtshofs hat der Darleiher diese Beträge gegeben, weil er Rosenthal für reich gehalten und weil für ihn ein lwher Gewinn bestimmend war. Ebenso mußte wegen der Spießschen Wechsel im Fall Lüll auf Freisprechung erkannt werden. Lüll hat sich selbst nach den Ver- Hält4«ssen des Spieß erkundigt, auch ist nicht erwiesen, daß Rosenthal die schlechten Verhältnisse des Spieß gekannt hat. Lüll hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er im Falle Spieß Schaden erlitten hat. Betreffs des Geschäfts Lull mit Rosenthal, der einen Wechsel in Höhe von 6500 Mk. zur Anzahlung aus das Hans in der Kaiser-Allee von Lüll verlangt hat, liegen die Verhältnisse aber anders. Rosenthal hat erklärt, er könne das Papier wegen seiner Höhe nicht unterbringen und hat Lüll veranlaßt, ihm statt des einen Wechsels mehrere kleinere Papiere von zusammen 6500 Mk. zu geben. Er hat dem Akzeptanten Lüll vorgespiegelt, er bekomme von feinem Vetter in Afrika 30 000 Mk. und werde damit diese Wechsel decken. Diese Zusicherung durste Rosenthal nicht machen, denn er hat dem Verwandten erst loeit später um Geld Lüll annahm, sondern den erhaltenen doppelten Mechselbetrag in Vermehr zu setzen. Rosenthal hat auch von dem Gelde, das er aus den Wechseln gelöst bat, nur 500 Mk. auf das Haus bezahlt. ^Dieser Fall stellt sich als betrügerisch bar, denn Lüll der dem Rosenthal damals schon mißtraute, hätte ohne die Zu ficherung, es kommen 30 000 Mk. aus Afrika nm denen die Wechsel gedeckt werden, für Rosenthal nicht wehr akzeptiert. Zwei weitere Wechsel über je 1500 Mk. bat Lüll ebenfalls nur bergegeben, weil Rosenthal ihm vorgetäuscht hat, es komme die große Summe von dem Verwandten aus Afrika. Auch hier sei ein Betrugsfall gegeben. Wegen eines an Lüll gegebenen Dieterwechsels habe auf Freisprechung erkannt werden müssen, weil in dein Fall jeder Betrug entfällt: Lüll hak als Zeuge erklärt, er fühle sich in diesem Fall nicht getäuscht. Auch wegen eines Wechselakzepts des Lüll über 12 500 Mk., bas Rosenthal unter der Angabe verlangt bat, Spieß brauche Geld zu einer Schweizer Reise, bilde keinen Fall des Bettuges. Im gleichen Sinne bat der Gericht Hof entschieden wegen des Lüllschen Darlehens in Höhe von 4000 Mk. an Rosen Hjai. Lüll hat dagegen einen Schuldschein auf Roth Eheleute erhalten, doch sagte auch hier der Zeuge Lüll, die Urkunde habe ihn nicht veranlaßt, das 'Darlehen zu geben, sondern sein Glaube, Rosenthal sei ein wohlhabender Mann. Eine Fälschung der notariellen Urkunde durch Rosenthal sei nicht gegeben, er hat diese zwar in ihrem Inhalt verändert, dies jckoch getan im Einverständnis mit den Rothschen Eheleuten, dem andern verttagschließenben Teil. Es bat baher in biesem Fall ebenfalls auf Freisprechung erkannt werden müssen. Im März 1910 bat Rosenthal den Lütt veranlaßt, gegen Provision 5 Spießschc Wechsel zu girieren. Rosenthal hat bei dieser Gelegenheit keine Angaben gemacht, die Lüll etwa veranlaßt haben könnten, seine Namensunterschrift auf den Wechseln herzugeben. Es wurde auch in diesem Fall auf Freisprechung erkannt. Im Fall des Briefträger Hahn wurde ebenfalls ein Freispruch gefällt. Hahn hat die 9000 Mark an Rosenthal gegeben in Rücksicht auf den Gewinn, den er dabei erwartete, und weil er den Empfänger für wohlhabend gehalten hat. Es bestand für Rosenthal aber keine Rechtspflicht, den Darlehensgeber über feine schlechten Verhältnisse aufzuklären. Im Fall Engelhardt und Spieß ist ebenfalls keine betrügerische Handlung festgestellt. Nur in dem Fall, wo Schich dem Rosenthal einen Lüllwechfel abkauste, weil Rosenthal am gab, Lüll sei wegen Geld in Verlegenheit, ist Schich durch Rosenthal absichtlich getäuscht worden. Als Schich den Lüllwechsel erwarb, kannte er schon Rosenthals icblccbte Vermögenslage: er hätte diesen für sich selbst kein Geld mehr gegeben, er ist auch um den Betrag geschädigt: hier ist der Angeklagte Rosenthal des Bettuges schuldig. Der Witwe Boller gegenüber, bie um 11 000 Mark gekommen ist, hat sich Rosenthal des Betruges schuldig gemacht, denn er bat sie durch falsche Angaben über die Verwendung des Geldes getäuscht, seine Versprechungen, das Geld ober die Papiere an den bestimmten Terminen zurüct zu geben, waren bewußt unwahr Auch Rosenthals Darstellung, daß bie Witwe Boller gar kein Risiko hätte, entsprach nicht der Wahrheit Seine .Handlungsweife enthält also, da es sich unti 3 einzelne Darlehen handelt, 3 Fälle des Betrugs. D e r Fall Braun scheidet als strafbar wegen Mangel an Beweisen aus. Die Fälle: Darmstädter Bank, bie um 050O Mark, darunter 1100 Mark Wechsel, gcicbäbigt ist, ecbmall unb Schwalm-Lollar sind ebenfalls als Betrugssälle nicht zu bezeichnen Dagegen sind die Witwe Henze und die Wrttve Rabes direkt durch unwahre $ngafon getäuscht Md zur Hergabe der Summen veranlaßt worben. In beiden Fällen mußte Rosenthal wegen Betruges verurteilt werden. Tie Erlangung der Blankowechsel von Dietert beruht ebenfalls auf Betrug. Rosenthal hat den Mann getäuscht, indem er sich ihm gegenüber mit falschen Angaben als reicher Mann mit 3 Häusern aufgespielt hat. Hier hat der Gerichtshof aber zu Gunsten des Angeklagten eine fortgesetzte strafbare Handlung an» genommen. Dietert ist durch die Schuld des Rosenthal um 10 000 Mark geschädigt worden. Daß Rosenthal 5um Nachteil des Dietert Blönketkfälschimgen vorgenommen hat, ist nicht erwiesen, wenigstens reichen die Beweise nicht hin. Es fehlt an dem Nachweis, daß es die vorliegenden Tietertwechsel sind, bei deren Hingabe dem Rosenthal erklärt wurde, er dürfe jedes Papier nur mit 300 Mark und nicht höher ausfüllen. Bärmann mußte der Beihilfe der Blankettfälschung im Fall Dietert für nicht schuldig erklärt werden. Der Gerichtsvollzieher Weitzel in Bad-Nauheim ist getäuscht worden, als er fein Giro hergab auf Wechseln, die Rosenthal auf Grund der Unterschrift erst zu Geld machen konnte. Tie Angabe Rosenthals, Lüll sei ein recher Mann, war bewußt unwahr, denn als Rosenthal diese Behauptung aufstellte, war er vom Gegenteil überzeugt. Sein Ausspruch, wenn Lüll nicht bezahlt, bin ich ja noch da, ich habe in Gießen drei Häuser, war dahin zu verstehen, daß er noch zahlungsfähig sei, was aber damals schon vollständig ausgeschlossen war. Die Fälle Mattke, Katzen st ein und Koblinsky sind als strafbar nicht anzusehen, weshalb auf Freisprechung erkannt werden muß. Ter Angellagte Bärmann ist nur schuldig befunden der Unterschlagung von 450 Mark Spareinlagen der Weihnachtskasse bei Felsing. Bärmann war verpflichtet, die eingenommenen Beträge bei einer Bank anzulegen, er hat sie jedoch behalten und aus- gegeben. Sein Einwand, et sei jederzeii in der Lage gewesen, die Beträge aus eigenen Mitteln auszuzahlen, entspricht nicht den Tatsachen, denn er ist zurzeit mittellos. Was die Strafzumessung anbetrifft, so hat der Gerichtshof strafmildernd für Rosenthal berücksichtigt, daß er unbestraft ist, daß er offenbar Reue empfindet und daß er wohl nicht die Absicht hatte, die Opfer dauernd zu schädigen. Sttafschärfend aber kam in Betracht die Skrupellosigkeit, mit der der Angellagte den Leuten ihr Geld abgenommen hat, die Gemeinheit und die Niederträchtigkeit feiner Handlungen. Er habe sich nickst gescheut, der Witwe Rabes ihr ganzes Vermögen abzunehmen. Abgesehen vom Fall Henze und Boller hat Rosenthal der Witwe Rabes ihr Geld abgenommen, als er schon wußte, daß er den Zusammenbruch nicht mehr aufhalten konnte. Der Fall Rabes ist der schwerste, der Rosenthal zur Last fällt; für ihn hat der Gerichtshof 1 Jahr Gefängnis als eine entsprechende Sühne angesetzt. Im Fall Boller waren 10 Monate, im Fall Henze 8 Monate angemessen, als Einzelsttafen. Wegen der Niedrigkeit der Gesinnung, die der Angellagte Rosenthal an den Tag gelegt hat, sind ihm die bürgerlichen Ehrenrechte wie geschehen, aberkannt. Rosenthal hat die Nechtsttast des Urtells sofort anerkannt. Er war zwar, als er den Urteilsspruch mit anhörte, gebrochen, aber gefaßt. Ans Sfatt nnv Land. Gießen, 2. Oktober 1913. ** OrdensverDeihunlgen. Der Großherzog hat die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen bem Wachtmeister und Stattons- sührer Georg Schneeberger im Großh. Gendcrrmerie- Korps zu seinem Ausscheiden zum 1. Oktober d. I. verliehen. Der Großherzog hat dem Hauptlohrer Friedrich Schneider zu Heuchelheim, Kreis Gießen, die .Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmü-- tipen verliehen. Der Großherzog hat dem Steiger bei der Eisen- und Manganerz-Gewerkschaft Ober-Rosbach Karl S ch w i n n und dem Betriebsführer der Eisen- und 9Nangan- erz-Grube Rosbach bei Ober-Nosbach Richard Knautz, beide von Ober-Rosbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Pfarrperfonalien. Der Großherzog hat den evangelischen Pfarrer an der unierten Gemeinde Offenbach, Theodor Palmer, auf sein Nachsuchen zwecks Uebernahme des Amts des Direktors und Seelsorgers im Kurhaus Hein- richsbad im Kanton Appenzell aus dem Dienste der hessischen evangelischen Landeskirche, mit Wirkung vom 16. Oktober lfd. Js., entlassen. ** Neue Lehramtsassessoren. Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurden die nachstehend genannten Lehramtsreferendare zu Lehramtsassessoren ernannt: Wilhelm Armbruster zu Darmstadt, Wilhelm Braunewell zu Gießen, Dr. Karl Burk zu Offenbach, Heinrich Clarius zu Langen, Adolf El 0 tz zu Friedberg, Paul Fischer zu Mdda, Erich Frederking zu Worms, Jakob Freiherr Gedult von Jungenfeld zu Mainz, Dr. Karl Grünewald zu Dieburgs Heinrich Hahn zu Offenback), Dr. Karl H a i n e r zu Gießen, Hermann Handwerk zu Darmstadt, Rudolf Hübel zu Darmstadt, Richard Jochem zu Laubach, Hermann Jung zu Worms, Dr. Willy Krämer zu Offenbach, Heinrich Kreickemeier zu Darmstadt, Hermann Leidolf zu Darmstadt, Fritz Lenhardt zu Darmstadt, Dr. Heinrich Lückcr zu Mainz,"Wilhelm Mohr zu Mainz, Bernhard Naf - s u a zu Gießen, Friedrich Pfersdorfs zu Darmstadt, Fritz Ritter zu Darmstadt, Dr. Julius Rößler zu Laubäch, Otto Salzmann zu Darmstadt, Dr. Ludwig Schäfer zu Biv- dingen, Franz Schmidt zu Darmstadt, Johann Baptist Schnauder zu Gernsheim, Dr. Friedrich Schreiter zu Worms, Heinrich Schwarz zu Büdingen, Gottfried Stratemeyer zu Mainz, Heinrich Völker zu Darmstadt, Theodor Walger zu Groß-Gerau, Julius Walther zu Grünberg, Adolf W e i ß zu Schotten, Dr. Kurt Weißmann zu Bensheim, Otto Würtenberger zu Darmstadt, Karl Zöckler zu Mainz, Gustav Zwißler zu Bensheim. * * Sch ul wesen. Der Großherzog hat zum 1. Oktober d. I. dem Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms, Wilhelm G l e n z, und dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt, Friedrich Schad, den Charakter als Professor erteilt. ♦ ♦ Schulangelegenheiten. Erledigt ist eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrcrstelle zu H ö r g c n a u, Kreis Lauterbach. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. * * Der Großhcrzog hat den Regierungsassessor Eugen Blümers zu Msfeld zum Kreisamtmann bei dem Kreisamte Alsfeld mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 an ernannt. * * Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Forst dien st beginnt am 6. November d. I., vormittags 81/2 Uhr, zu Darmstadt im Prüfungslokal, Pa- radeplatz 3. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind unter Verwendung des Eingabestempels von 1,50 Mk. spätestens bis zum 20. Oktober lfd Js. bei der Ministerialab- teilung für Forst- und nameralverwaltung einzureichen. ** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. 1. Am 2. September wurde der Gerichtsassessor Dr. Otto Paul Ludwig Heinrich .fetter aus Mainz zur Rechtsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Rheinhessen, 2. an demselben Tage wurde der Gerichtsasiessor Ernst See zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht, mit Wir-, kung vom 1. Oktober an, 3. am 10. September wurde der Regierungsrat Dr. Julius Falk zu Mainz zur Rechtsau- waltschaft bei dem Amtsgericht Oppenheim — zugelassen. •• Stadttheater. DaS Lustspiel »Das Buch einer Frau" von Lothar Schmidt, das in der morgigen ersten Freitag-Abonnement-Vorstellung gegeben wird, macht gegenwärtig dank seines geistreichen pointierten Dialogs und feiner witzigen Handlung mit außerordentlichem Beifall den Weg über dtt deutschen Buhnen. Die Vorstellung dürfte hier doppeltes Interesse erregen, da zwei erste Kräfte unserer Bühne, Fräulein Sonntag-Blume vom Stadtheater in Basel und Fräulein Irma Lindeck vom Stadttheater in Chemnitz, zum ersten Male auftreten. In weiteren Hauptrollen sind die Herren Notteck und Bolck, sowie Frau Frenzel beschäsligt. ** Zirkus Garte. Entgegen den früheren Ankündigungen, nach denen ein Gastspiel von 4—5 Tagen vorgesehen war, sei bemerkt, das; die gestrige Vorstellung zugleich die Abschiedsvorstellung war. Landkreis Gießen. l. Heuchelheim, 1. Okt. Bei unserer Gemein de - ^^i^wahl siegten die Sozialdemokraten: es wurden gewählt: Karl Niepch mit 226, Ferd. Hahn mit 223 und Jak. Benner mit 198 Stimmen. 20 vom Hundert der Bürger Ijatten sich an der Wahl nicht beteiligt. c. . —Wiescck, 1. Oft. Frntag, 3. £(t„ abcnbS 8 Ubr, finöet G e in c i n d e r a t s s i tz u n g mit folgender Tagesordnung statt: Voranschlag über die Kanalisation der vcrlän- gerten Turnstraße. Die Bildung einer Wahlkommission zur bevorstehenden Gemcinderatswahl. Vergebung der Kanalreinigung. Errichtung eines Schuppens zur Unterbringung der Kanälreinigungsgeräte. Die Ernennung eines Bibliothe- kares für die Volksbibliothek. Gesuch des Gemeindeciuneh- mers: Herstellung der Heizung und Beleuchtung für das Büro. .DDAltcn-Buseck, 1. Okt. Zur Bürgermeister- w a h l in Alten-Buseck wird uns mitgeteilt, daß der Beigeordnete Rau nicht kandidiert hätte. Das ist nicht fr?r Fall, Es wurden lediglich ein paar Stimmen für Herrn Rau ab gegeben, wie dies auch noch für zwei andere Herren geschah. (Daß Herr Rau kandidiert habe, war bei uns auch nicht gesagt worden. Die Red.) ? Lang-Göns, 1. Okt. Der Kreisstraßenwart Ph. Schmidt, kann heute sein 30jähriges Dienstjubiläum feiern. ? Holzheim, 1. Okt. T^r Lehrling des Schlosser- meisters Boller, Otto Psannenschmidt, stürzte so unglücklich vom Wad, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt und in ärztliche Behandlung kam. k. Lollar, 1. Okt. Lebensgefährlich verletzt wurde der ledige Bahnarbeiter Weimer von hier. Bei Ausübung seines Berufes stürzte er vom Zuge und geriet unter die Näder. Beide Beine wurden ihm abgefahren, das eine über dem Fuß, das andere über dem Knie. Er wurde in die Klinik nach Gießen gebracht. Kreis Alsfeld. w. Alsfeld, 30. Sept. (S t a dl v o r st a n d s s i tz u n g.) Anwesend: Bürgermeister Dr. Völsing als Vorsitzender, Beigeordneter Weitz, sowie 10 Stadtvorstandsmitglicder. Der Vorsitzende teilt u. a. eine Eingabe mehrerer Anwohner der Schellm- gasse mit, in der die Befürchtung ausgesprockien ist, daß die im Garten der Herberge zu errichtende Wagenhalle schliefrlick) doch ein Armenhaus werde. Falls dies zuträfe, legten sie Protest dagegen ein. Der Vorsitzende bemerkt dazu, cs sei gar keine Rede davon, das Gebäude als Armenhaus zu verwenden. — Weiter wurde eine Eingabe des Pfarrers Dr. Becker bekannt- gegeben, in der dieser Beschwerde führt über die mehrfach in Gemcinderatssitzungen und Kommissionen gegen ihn und seine Amtsführung geübte unrechte Kritik. Gemeindcrat Jakob bemerkt dazu, er lasse sich das Recht der freien Meiimngsäußcrung auf dem Rathause in keiner Weise nehmen und sich darüber auch keine Vorschristcn machen. — Auf die nochmalige Anregung des Ministeriums, für die Straße durch den Junkerngarten einen Bebauungsplan feftzulcgen, der doch nur eine Rickitsämur bilden solle, beharrt der Stadtvorstand auf seinem am 26. August gefaxten ablehnenden Beschlüsse. — Wiederherstellung der Walpurgiskirche. In feiner letzten Sitzung hatte es der Stadtvorstand mißbilligt, daß der Kirchenvorstand die ^.eiideckung des Dachteiles ohne weiteres angeordnet habe, ohne den Beschluß des Stadtvorstandes über die Nachbewilligung der hierfür erforderlichen Mittel abzuwarten und ohne zuvor den vom Stadtvorstand gewünschten Voranschlag vorgelegt ;u haben. In einem an die Bürgermeisterei gerichteten Schreiben entschuldigt der Kirchenvorstand fein Vorgehen damit, daß man die Arbeiten unmöglich habe hinausschieben können bis zum Eingang des Kostenvoranschlags, dessen Vorlage sich durch den damaligen Urlaub der Bauleitung verzögert habe. Gv wären andernfalls die Arbeiten an der Kirche wesentlich ausgehalten ivordeii. Ter Vorschlag der Baukommission geht dahin, den nachträgliw geforderten Betrag von 800 Mk. nicht zu bewilligen, da der >iircl.envorstand dem Wunsche des Stadtvorstandes nach vorheriger Vortage eines Kostenanschlags nicht nachgekommen sei. Gemeinderat Braun, der an der Sitzung der Baukommission nicht teilgenommen batte, ist der Ansicht, dass es keinem Zweifel unterliegen könne, das, der Kirchenvorstand nicht vorschristsmäi-ig gehandelt habe: indessen sei es notwendig gewesen, die Tachseite rasch ucueedni zu lassen. Es habe keinen Zweck, die erforderlichen Mittel nicht zu bewilligen, da schließlich die Stadt doch wangsweise angehalten werde, die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Er mache deshalb den Vorschlag, die geforderten 803 Mk. nachzubewilligen, falls der Kirchenvorstand dem Stadtvorstand gegenüber die Erllärung abgibt, daß sein Vorgehen nicht korrett gewesen sei. — Gem.-Rat Jakob ist gegen die Bewilligung, da sich der Kirchenvorstand einfach über den Stadtvorstand hinweg- gesetzt habe. Die Mehrheit scheine heute die Nachsorderung bewilligen zu wollen, im Gegensatz zu der vorigen Sitzung, in der man sich gegen die Bewilligung ausgesprochen habe. — Gem.-Rat Bastian spricht ebenfalls gegen die Bewilligung Gem.- Rat Ramspeck hält es für zwecklos, sich gegen die Nachbewilligung zu wehren, wenn die Stadt im Verwaltungsstteiiversahren schließlich doch gezwungen werde, die Mittet zu bewilligen. Tes- halb sei er für den Vorschlag Braun. Gem.-Rat >tlingelhösfer spricht sich in ähnlichem Sinne aus. Es wird aisdann nach längerer Aussprache beschlossen, für Anbringung einer Notleiter für den Türmer bei Feuersgefahr 100 Mk., sowie ferner 800 Mk. für Neudeckung des Daches der südlichen Ghori eite zu bewilli gen, falls der Kirchenvorstand dem Stadtvorstand gegenüber die Erklärung abgibt, daß sein Vorgehen in der Angelegenheit nicht vorschriftsmäßig gewesen ist. — Der von der Eickningsiiupektion vorgelegte Vertragsentwurf wegen llcbcrlaffung der Eickxunts- räume im Anbau des alten Volksschulgebäudes wird mit einigen Abänderungen genehmigt. Von der nachträglich gewünschten Vergrößerung der Faßeickx soll Abstand genommen werden. Die jährliche Miete beträgt 300 Mk. — Tie am 1. Januar 1914 ins Leben tretende Landkrankentasfe für den Kreis Alsfeld hat darum nachgesucht, ihr als Geschäftsräume das seitherige Eick>- amtszimmer im 3. Stock des Weinhauses gegen eine jährliche Miete von 200 Mk. zu überlassen. Ter Ltadtvorstand ut grundsätzlich mit dem zustimmenden Vorschlag der Baukommission einverstanden, es soll jedoch vorerst eine Ortsbesichtigung nattfinoen. — Wegen der Heizungsanlage an der neuen Volksschule wird dem Vorschlag der Firma Schaifstaedt ftaltgegcben: es soll zunächst die Wirkung der inzwischen Dorgenommencn Isolierung abgekartet werden. — Verbindungsweg Altenburg- Alsfeld. Aus die Infrage des .Gem.-Rats Braun, ob es Über stellt bald seinen Betrieb ein. Die Dürerschule hat es an- peues Hotel erbaut werden. ui) bod; Markte. Lnftschiffahrt. Lokomobilen Lokomotiven (6014 bei liefert billigst die Bruhl*sche Universitäts-,Boch-und Steindruckerei, Gießen, Schulstr. 7. Brauer-Schule Utorms^Rh. [Gegri 1872 von [^Schneider] Beginn d.Winter-Semesters am 15. Oktober 1918 Progffd E.Ehr Ich Br^uer-Atudemie D € S Trinkt Sanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A.&W, Denninghoff [59551 landung in Frankreich zu erlangen, so wird man zugcstehen michm, daß er ein wenig vorausgeschen hatte, das; er trotz des unzweideutigen Verbots über französisches Gebiet fliegen werde. Sollte jemals ein französischer Militärflieger in Deutschland landen müssen, dann kann man nur wünschen, daß dies unter regelrechteren Verhältnissen erfolgt, besonders wenn er 500 Kilometer von der französisch-deutschen- Grenze niedergehen sollte; aber )ebcr weis;, dah den französischen Militärfliegern derartiges nie passiert, sei es, dah sie besser,ihre Richtung finden, sei es, dah man ihnen in strengerer Weise die Achtung vor den internationalen Abmachungen einprägt. zuhalten. — Friedberg, 2. Okt. Infolge unvorhergesehener Verzögerungen muß die für den 18. Oktober 1913 beab- fsichtigte Eröffnung des Museums, des Stadtarchivs und der Stadtbibliothck ebenso wie die in Verbindung damit geplante ^OOjahrfeier der Stadt auf das Frühjahr 1914 verschoben werden. Starkenburg und Rheinhessen. h Nein--Isenburg, 1. Okt. Heute früh wurde auf der S Wvmetcr langen Strecke nach Sprendlingen der dreigleisige Betrieb ausgenommen, der erste im Großherzogtum .Hessen. vorstandssffung.) aU Vormndcr, Bci- ibsmitglieber. Ter Vor- Anwohncr her Schellm- "ffnxio iii, -aß bic im 1 Mark 3? und mehr kosten verzinkte Drabt- und Bandeisen- Kartoffel-Körbe /erteil telarrh tinUeUm-Sduitt. davor bieten Wxt> Tabletten^ Mlll.indUm Afoihehoi u-DKO® en fto dOnQindlibhachttl 1 M6 O Niederlagen in Giessen; Pelikan - Apotheke, Hirsch- Apotheke, Löwen-Droger., Central-Drog.; in Großen- Linden: Apotheke von W. Schlich: in Lieh; Drogerie Zimmer. ss'® la. verzinkte und gußeiserne Zschk-Pup« Schöpfer und Trichter verstellbare Auslauf - Rohre ferner Ulmer WnOrper WMiMiku ii. Scbcr empfiehlt billigst UglMmilm Neustadt 11 (a‘Ai) Tel. 165 Lebendes Geslügel diesiähr.Frübbrut, federvoll, schnell mäst., 10 Gänse 33 M., 10 Riesen-Gänse 38 Mark, 12 Enten 22 M. unt. Garantie lebender Ankunft. I. Nadel, Breslau II 105. hv^/o J. B. Häuser Neustadt 56. *cL 660. vermisstes. * Ueberdas Eisenbahnunglück bei Bonn ist folgende amtliche Darstellung ausgegeben worden: Heute früh 12,38 (Mittwoch) entgleiste am Ellerhof m Bonn der aus zwei Wagen bestehende Schnellzug Nr. 72-der Rheinuser-Bahn, weil der Fahrer mit großer Geschwindigkeit, entgegen der Betriebsvorschrift, durch den Bahnhof in eine Kurve von 53 Meter Radius einfuhr. Beide Wagen sind in der Fahrtrichtung nach links umgefallen. Soweit die Untersuchung bisher übersehen läßt, unterließ der Fahrer die Bedienung der Luftdruckbremse. Die Notbremse wurde vom Zugführer anscheinend nicht vor der Entgleisungsstelle gezogen. Ein Reisender ist tot, d r c i s i n d s ch w c r u n d e t w a n e u n l e i ch t,v erlefet. Der Betrieb der Rheinufer-Bahn ist seit heute früh / Uhr wicderhergestellt. Der Betrieb der Vorgebirgsbahn wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Der Materialschaden ist nicht erheblich. m , In Nantes erschlug am Dienstag ein löiahriger Bursche sieben Personen mit einer großen Axt. Es ist der Dienst- kuecht Radureau, der bei den Eheleuten Mabit im Dorfe Vesbrtage in der Gemeinde Landrean bei Nantes bedienstet war. Der Gutsbesitzer Mabit kelterte mit Radureau Trauben, als ein Streit entstand. Radureau durchhieb dem Gutsbesitzer die Gurgel. Daraus drang er in die Küche, wo er Frau Mabit, die Dienstmagd, die in einem benachbarten Zimmer schlafende Mutter des Gutsbesitzers und drei schlafende Kinder Mabits im Alter von 2, 7 und 8 Jahren ermordete. Radureau legte sich dann ruhig schlafen. 1 Er wurde verhaftet und gestand alles ein. 'V(,nr 1914 10. Zabresvcrsainmlung des Deutschen Museums. München, 1. Oktober. Die 10. Jahres Versammlung des Deutschen Museums in München wurde am Dienstag mit einem -Begrüßungsabend ein geleitet, den die Stadt den -vecknehmern im Saale des alten Rathauses gab. In der Sitzung des Ausschusses des Deutschen Museums berichtete Reichsrat Miller weiter, auch Ausländer hatten Stts- tuuaeu gemacht, so stammten das Modell der großen Sternwarte frei Chicago, das Ääodell des Panamakanals und der Ausschnitt von der Biooklhner Brücke von Amerikanern. Viele große Stiftungen feien auch int verflossenen Jahre überwiesen wordem Die Firma Zeiß in Jena werde ein Planetarium für ein Museum ein- irichten. Gras v. Posadowsky als Vorsitzender des Kuratoriums für die Nationalflugspende übergab eine Stiftung, die .aus dem Modell eines Doppeldeckers besteht. .freute abend lud der Prinzregent den gesamten Vorstands- ,rat und den Ausschuß des Deutschen Müsenms zu einem geselligen Abend in die Residenz ein. Professor Dr. Nernst lstelt einen Vortrag über die Bedeutung des Stickstoffes für das Leben. verwandt werden soll. .Die Insel fr aigsv. Konstantinopel, 2. Okt. Von unterrichteter^^ung- türkischer Seite wird versichert, die Pforte habe tatsächlich ihre Botschafter beauftragt, die Großmächte um ihre grundsätzliche Zustimmung zu direkten Verhandlungen überdieJnselfragezu ersuchen. Griechenland hat bic türkische Anregung zu einer direkten Lösung der Jnselsrage mit dem Bemerken abgelehnt, daß die Großmächte sich die Entscheidimg über diese Frage Vorbehalten hätten. DieUntersuchungderGreuelaufdem Balkan Wien, 2. Okt. Der aus dem Carnegie-Fonds ausgerüstete Ausschuß zur Untersuchitn g der Greuel auf dem Balkan hat seine Arbeiten beendet. Das Ergebnis der Untersuchung, die bekanntlich weder in Griechenland, noch in Serbien wegen des Widerspruchs beider Regierungen vorgenommen werden konnte, ist laut bulgarischer Mitteilung derart, daß an erster Stelle hinsichtlich der Verübung von Greueltaten die Griechen, an zweiter die Bulgaren und an dritter die Serben stehen. Kleinasiatische Pläne. Letzte Nachrichten. Das Befinden des Königs Otto von Bayern. München, 2. Okt. Gerüchte, wonach sich das Bernden des Königs Otto verschlimmert habe, sind daraus urückzuführen, daß Kimig Otto an ungefährlichen Furun- ! eln leidet. Er ißt jedoch bei giutem Apoetit und schläft gut Veränderungen seines Mlgemetnbefindens sind nicht ein- aetreten. , Siege der Serben. Belgrad, 2. Sept. Die serbischen Truppen haben Pisk 0 peja und O ch r i d a eingenommen und dringen weiter erfolgreich vor. Nachrichten über die E i n n a h m e v 0 r Strugas werden stündlich erwartet. In den letzten -Logen erhielten die Albanier bedeutende Verstärkungen, auch Artillerie wurde beobachtet. D i e L a g e i n S1 u m a 1 st ernst. Prisren ist bedroht, starke serbische Abteilungen wurden dorthin entsandt. * i. Konstantinopel, 2. Okt. Nach dem F riedens- vertrage mit Bulgarien, der bestimmt, daß die Verhandlungen innerhalb drei Wochen durchzufichren seien, glmck-t man hier nicht, daß die Türkei in Thrazien abrüsten werde, bevor der Friede mit Griechenland cxeschwssen Jet. Ebenso wenig glaubt man, daß die sogenannte Miliz des thrazischen Freistaates sich auflösen werde. Andeutungen türkischer Zeitungen lassen vielmehr annehmen, daß diese ungefähr 20 000 Mann zählende Freischar jetzt, nach dein ihr< Aufgabe gegen Bulgarien vollendet ist, in dem Gebiet von Saloniki und Berres als Druckmittel gegen Griechenland Kreis Friedberg. ' I,. Friedberg, 30. Sept. Nachdem die vom Kauf- Männischen Verein eingerichtete Fortbildungsschule für jweib lichk Angestellte im Handelssache so stark in unserer Stadt beucht war (über 100 Schülerinnen), hat das Kuratorium ^schlossen, auch im Winterhalbjahr einen Kursus ab- '"L n »**' Ln;‘eailvn. ’-miieriing . JD < 1 ttttoU11' »richtig sei, daß die Eisenbahnverwaltung bereits den für ben 1 WegfÄl der Wegüberführung an der Seifenfabrik entfallenden I (Betrag von 21 000 Mk. an die Feldbereinigungsgesellschaft Alten (bürg gezahlt habe, gibt der Vorsitzende bekannt, daß die Eisen Ibahudirektion Frankfurt >nhren nut zu bringen. — Für die Hunderts alirseier zur 'Erinnerung der Diesel im Briefwechsel gestanden und Nulle, daß der Verfchwun- D oller schlacht bei Leipzig wird auf Gesuch des Ausschusses ein bene mit besonderer Freude an feinen Besuch in ^stdon dachte. Beitrag von 200 Mark bewilligt. Ferner wird der Festplatz für Wenn Diesels Tod kein reiner Zufall gewesen tzst sollte, w das Jugendfeft unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der Pflan- könne er nur die Folge einer momentanen Geistesverwirrung einer Eiche in ber Anlage vor der alten Molkerei wird zu-1 rurig bilden. Er habe sich jahrelang^ überanstrengt. Sorgen bestimmt. ' habe er nicht gehabt. In der Familie Dresel versichert man, daß Lauterbach der Vermisste besonders in letzter Zeit stark an Atemnot litt. Wahr- , t - vev , luuiciuuuj. gL „ scheinlich sei er bei einem solchen Anfall aufgefhegen, habe sich an I Hochwttldhauseu, 1. Okt. Das tn den Kreisen w^miw in er vei rin^n P^rd gestürzt. der Vogelsbergwanderer bekannte Hotel zum „Felsenmeer Dr^Rudolf Diesel wurde 1.858 in Paris geboren. In der stellt bald seinen Betrieb ein. Die Dürerschule hat es an-1 technischen Welt wurde er bekannt, als 1893 feine Schrift über gekauft, um das Haus als Unterrichtsgebäude und zu Wohn- fe-c xijcorie seines rationellen Wärmemotors erschien. Vier Jahre zwecken für die Schüler M benutzen. Es soll i« Kürze ein I später baute er den ersten Dieselmotor, der sich dann in den wl- 1 genden Jahren die Welt erobert hat Neuerdings werden die Diefelnrotvren besonders für die Schiffahrt und für Eismbahn- zwecke verwendet. Dr. Diesel lebt seit einer lange Reihe von Jahren in München. Honig sehr wohlschmeckend. naturrein C5®70 frisch eingetrofren Reformhaus 5 Kreuzplatz 5 Der Erfinder der Dieselmotoren fpurios verschwunden. Dr Rudolf Diesel, der am Montag mit Mei Mannten an Bord des Great Eastem-Railway-Dampfers „Dresden" von Antwerpen nach London abfuhr, ist auf der Reise s pur los schwanden Als der Dampfer Dienstag früh 6 Uhr in Harwich eintraf, hat man Dr. Diesel vermißt. Man befürchtet, daß er über Bord gefallen sei. Die Gattin Dr. Diesels weckt zurzeit in Frankfurt a M., Ivo auch die Nachforschungen nach dem Verschwundenen eingeleitet wrden. ^Der Vermißte litt in letzter Zett ßyffhausEFTBchnilwm fr*Ikenhausen Ing.-u.W' 'km.-Abt. Gr.Masch.-Lm. Hooh- und Tiefbau. Kfel 40—50 Mk., 10-12 Wochen alte 50—60 Mk.; Säufer kosteter. 60-90 Mk.; Einlegeschweine 90-120 Mark. Der Handel war inittelniäßig; es blieb Uederstand. Wetteraussichten in Dessen für Freitag, den 3. Okt. 1913: Zunahme der Bewölkung, trocken, mild. DIESEL-MOTOREN-ANLAGEN Sauffgae-Motoren A. Jr bi Präzisions-Motoren für alle Betriebe u. alle Brennstoffe th. Gießen, 1. Oft. Der gestrige Rindviehmarkt hatte einen Vorrat von 900 Stück Großvieh sowie 500 Stück Jungtiere und Kälber. Tas Geschält in Milchvieh war am Montag, dem Vormarkt, recht flau. Die Käufer für bessere tragende und frisch- welkende Kühe hatten wegen der bevorsteheiiden israelitischen Feier- fftjp p nnhuna des Leutnants Steffen in I tage ihre Einkäufe schon am Freitag in größerem Umfang in den Die LanvUNg oes .^eurnanis öieyien in Bällen gedeckt. Fette Kühe gingen jedoch am Vormarkt zu dem an r k to . alten Preis nach dem Rhein hinab Ebenso wurden am Montag Puris, 1. Okt. Eine amtliche Note bestätigt, daßLcut- einige Stück fette Rinder und Kälber gehandelt, die sofort itatit Steffen von der französisckstn Regierung ermächtigt verladen wurden. 9lm Markt selbst herrschte eine gewisse Unluft, wurde, Frankreich auf dem Luftwege zu verlassen, da Trotzdem hielten bic Verkäufer in allen Viehgatttmgen die Preise aus der Untersuchung hervorgehe, daß er infolge des Nebels des letzten Marktes. Stark begehrt und auch besser bezahlt als zu einer Notlandung gezwungen wurde, und auf fran- sonst waren Kühe mittlerer und geringer Qualität, sobald solche »“Ä &Ut^n"3SUffe9n"ir^enbte ÄffiSÄ Ä DorkchrA des deutsch-französischen Abkommens vom 26. S»li « Stück Milchkiw" t' 2St vergangen hat, so signalisiert die französische Regierung der U 3 Qual. Mk. 330-475, junge Stiere und Rinder Deutschen Regierung diese Tatsache und überlaßt es ihr, be- je narf) ctorn'x für Zuchtzwecke 5-7 Rionate alt, Mk. 150 bis züglich dieses Offiziers die erforderlichenMaßnah- V?5, 8 bis 10 Monate alt Mk. 180-240, 7<-17,iäbrige Tiere men zu treffen. Mk. 250-300. Es wurden verkauft der Zentner SeblachtgeivichL Nack einer Meldung aus Boulogne wurde Leutnant Steffen, Fette Rinder Mk. 94—96, fette Kühe in guter 2. Qual. Mk. 8o nachdem sich der deutsche Konsul Bursch für i hn ver- bis 86, 3. Qual. Mk 78—83 (bessere Ware fehlte am fBlarft). bürgt hatte, ermächtigt, mittels Eisenbahn nach Deutsch-1Kälber 1. Qual. Mk. 96—98, 2. Qual. Mk. 86—92. Jahrochsen, land mrückzukehren. Sein Flugzeug sei auseinander genommen I die wieder nur in einigen mittelschweren Paaren am Markt waren, worden und werde vom Bahnhof Boulogne nach seinem Be-1 wurden nach dem Siegerland hin mit 1100—1200 Mk. schlank ver- stimmunasort befördert werden. — Ein Boulogner Blatt berichtet, kauft. Nächster Markt am 21. und 22. Oktober. daß der deutsche Konsul Busch dem Unterpräfekten und dem th. Gießen, 2. Oft. Pserdemar k t. Alis dem gestrigen Kommissar der Staatspolizei ein Frühstück gegeben habe, zu Pserdemarkt mären, obschon viele fremde Händler mit ihrer Ware welchem mich Leutnant Stessen geladen war. Konsul Busch wegen des Neujahrsfestes der Israeliten vom Markte ferngeblieben habe im Namen des deutschen Offiziers den fraMvsischen Zivil- und waren, doch 213 Pferde, darunter 23 Fohlen, vorhanden, darunter Militärbebörden für ihre Courwisie .gedankt und gleichzeitig zahlreich hervorragend gutes Material. Das Geschäft war wie bei ruck die wohlwollende Haltung der Bevölkerung anerkannt. Der jedem Herbstmarkt still. Trotzdem waren die Preise hoch. N»,r Konsul füate diesen Worten seinen persönlichem Dank hinzii und weniger gute Pferde waren billiger als sonst zu haben, xie ?rftnrte er hätte es ab gelehnt, den Leutnant Steffen mit seiner Ankaufskommission hat recht schönes Material zur Verlosung an« Autorität zu decken, wenn er auch nur einen Augenblick an der gekauft. Zur Prämiierung waren diesmal recht reichlich ^.iere von H« wot- ÄeÄ Steffen vollständig vorbe- lw°J(lW^ l^OfF Ai^dem heutigen CariJ kri E sEhatte^umb ihreEchutz i^Äe Not- ! biZOgcht Wochen^altVFerkei 3O-7o" Mk/ft.r 8-10 Wochen alte Mmbet . ?'«'» ,iut S' bet hetnt ,s«l Ätaih. »"rb, ui ? ’ »H,n S'«log5 X*. 1,1 ««if’n. f""»c 4 ®e3 ?'lle Stritt, >» in"?'.« Z-KL üii yi — c? Tr. bdannt- t übet die mehrfach in n gegen ihn und seine iemcinderat Jakob be- rcicn MeiMngsäußerung cn und sich darüber auch wchmalige Anregung des cn JunlcriMün einen r eine Aichtnbnur bilden nem am 26. äugult ge- derherskeilung der cn Ätzung Wc es der nvonmn) die 'iicutiedung ,rt habe, ohne den Be- ichbe/nüligung der hierfür n,‘.eMr den vom Zladi- i0 haben. In einem -Mn entschuldigt der L man die Arbeiten M- zum Eingang urch den damaligen M- waren andemaff! d 'Xriflcr Vorlage eines '?r 'ÄLi «raun, der ontmen hatte, ÜrfiMffllonnc, dafi der t h-it habe1 treuen 1 (Ädcn’ju laifen. !’ %ittd nicht zu c- K c" n'u9U& «. i®*1" -otgeben da ,tt d>k 'N der bflbe- " j en die .^chbewilw ,ch gegcu ^iiveriahren 'nfrwalt^Lmaen. xQittd ,'iingelhoiitt n iW-^gi^ann ,".a« ih I0!ld ül- ^ntlcitcr f,:,rr «oo ,«der W® tzichach^ eintflcn -LÄ» ’S® Letzte Auszeichntmgen : Brüssel 1910: Grand Prix Budapest 1911 : Grosse goldene Staatsmcdaille Gasmotorenfabrik A.-G., Cöln-Ehrenfeld PS im Betrieb (vormal* C. Schmite). Verkaulsboreau: Frankfqrt a. M.-Süd, Rubensstrasse 21 ZK •5" abends 8 Uhr bFäE ^tung für tzZ Hx 9 c r m e i ft e r- ■Q: „i't ttcht bet A-nir In"?" ' bei uns auch nicht ' 3 ^ttisstr^enchait 9e§ Dienstjubiliium tjing des Schlosser- ^kzte so unglücklich lg erlitt und in ärzt- isährlich verletzt von hier. Bei Ansage und geriet unter abgesahren, da? eine ■nit. Er wurde in die Kurt mit Firm burg,Lünebura.Str.l9.ihv'°/» »UIUI u IU1 Wien, 2. Okt. In der „Oesterreichifchen Rundschau" wird daraus hingewiesen, daß Italien sich anscheinend in Eilicien eine kleinasiatische Interessen- p h ä r e schaffen möchte. Oesterreich solle sich von dem Bundesgenossen nicht überholen lassen, sondern Eilicien, das tu wenigen Jahren ein wichtiger Platz der Verkehrsstraße nach Bagdad, Persien und Indien sein werde, unter seinen Einslus; bringen, falls die Türikei ihre Besitzungen in Affen nicht im jetzigen Umfang halten könne. Vergiftung nach dem Genuß von schwarzem T e e. i. Köln, 2. Okt. Aus dem Bergischen Orte Bucrrig flemrmt die Meldung, daß eine dortige Familie nach dem Genuß von s ch wa r z e m Tee e rkr an kt ist, der, wie sich später herausstellte, TolMrschen enthielt. Die Vergistungs- erscheinungen steigerten sich bis zu Tobfuchtsanfällen. Die Tochter konnte üoch rechtzeittg die Herbeiholung eines Arztes veranlassen, so daß die Erkrankten von. dem sicheren Tode bewahrt bleiben. Unwetter am Bosporus. Konstantinopel, 2. Okt. Durch die Unwetter ist auch die Linie der Orientbahn in Mitleidenschaft gezogen worden. In den Vororten am goldenen Horn sind 200 Menschen ertrunken. Das beste Mittel gegen Influenza. Einer unserer Mitarbeiter berichtet folgendes: Ein Freund gab mir ein Mittel, von dem er, wie er mir sagte, in den Zeitungen gelesen hätte. Es war Kephaldol, welches zu billigem Preise in jeder Apotheke erhältlich ist. Bei Erkältungen nimmt man am besten 2 oder 3 Tabletten mit einem Schluck Wasser vor dem Schlafengehen und zwei weitere Tabletten des Morgens, unmittelbar nach dem Mfftehen. Bei Schmerzen ist es ratsam, zwei Tabletten auf einmal zu nehmen und alsdann stündlich eine Weitere, bis Besserling Etritt. Es ist seltsam, wieviel ein derartiges Mittel zu tun vermag. Ich habe ivater erfahren, daß dieses Präparat ursprünglich von einem Profestor eines bedeutenden Wiener Spitales verordnet wurde. Möge dem nun sein, wie ihm wolle. Nach Einnahme des Mittels war meine Erkältung bereits am nächsten Morgen vollkommen verschwunden. Jetzt halte ich dieses Präparat stets bereit, und wenn irgend jemand in in einer Familie eine Erhaltung hat oder Schmerzen irgendwelcher Art verspürt, sei es Rheumatismus, Nerveii- oder Kopfschmerzen u. bgl., so nehmen wir sofort unsere Zuflucht zu Kephaldol-Tabletten und erzielen stets augenblickliche Besserung^_____________________________hy29/* 0.75 Lotte, Südwester 1.75, 1.25 n schwarz und schwarz mit farbig 8.50, 6.50, 4.50. EineKo^ . knde L bet in Ei KulluSmtn, gelegen: Tie ,Anze'g< „HtdsM tDÖdjent frag1 te. D ten Kai erste Ätz,, iiweraten. tn/nftc ni < mFt. Mm- tettne^men. möglichst in Vie nei Die 8 Ettafrecht So N ber Strati yinbern^,1 eines Stl Strafe wi Audi H worden, di ctnchthE' lange» 3" Lick z Strafta Strafe ffui trhöht. N wurde beft Die bandei geordneter von Mitt' Das i ratungen vollendet Bei d der Recht? ■über die ■ erledigt. - gesehen n licke Ans die Stra auf nuei Im Tatbeftai iil die - funger Im lunger in den des geltr sichern angereiht An ' Tötun die Qual Tatbestan sondere 1 'lörperver die guten Im ai zu einem , Aurchung einer Sebl Sei brr Mer SW Tt^ng dc angehenden herigen 1 ckruhand^ gen erhö lüMgung i krankten ging von und nur s kündiaung xiir Der scklieülich Mitteilruu sährdungr sprechend einer neu« tage gefa M. 25! Erschein' tte bewi Vor eingp erriä x°Pm 29. % den sh 8*ccf Mung an UAlveis. für M°ufnah, -M fc Größte Auswahl in Eii^sb lidh-Sifa Meter Mk. 1.35 1.90 2.40 2.75 3.90 bis 8.- schwarze u. marineblaue Stoffe in allen modernen Geweben u. Preislagen Gebr. Imheuser ______________________aT10 Braub« A. Salomon &. Cie.,Schulstr. 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Auslosung von 6 Anteilscheinen des SchützenbauseS, o. Feitsetzung des Winterfestes, 6. Verschiedenes, ladet zu zahlreichem Besuch höfl. ein Ter Vorstand. Das Ende des diesjährigen Abschiehens nebst Prcisver- teilung nnöct laut Bekanntmachung Montag, deu6.Lkt. statt. Konsumverein Giessen u. Umg. e. G. m. beschr. H. Sonntag, den 5. Oktober 1913, nachmittags .3 Ubr General-Versammlung im Saale des GewerkichaftsbameS (Schanzeufirahe). Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht, 2. a) Kassenbericht, b) Revisionsbericht, c) Genehmigung der Jabresrechnung, 3i Beschlutzsafiung über dte Vertetlung der Erübrigung, 4. Neuwahl des Vorstandes, 5. Ergänzungswahl des Auffichtsrates, 6. Ve- schluhfassung über Aenderung der Statuten, 7. Anträge. Freitag, 3. Oktober, abends 81/» Ubr, beginnt in der Wirtschaft „zur deutschen Eiche" für Anfänger (Damen unb Herren, -tttWWhikkMUS ilürfl l^gclsbttgtt (für Stistemkenner ist ein Fortbildungökursus vorgesehen». Anmeldung und Vorbesprechung daselbst. Der Anfänger Unterricht findet voraussichtlich in der Schule statt. 6445)__________________________________Bezirk Giehen. Zu dem am 23. Oktober im Gasthof „Zur Bahn" in Nieber-Ohmen stattfindenden SimchasThora Bali August Wallenseis, Gienen, Marktplatz 17. _______Telephon 2»>2._______ Die feinsten bollündismen Schellfische u. Kabliau find lebend frisch einqetrofien und billigst zu haben bei Georg Wallelljels Marktvlatz 21. 6400 Gegenüber der Engel-Avoth Sluft „Krenznaeher Grahambrot“ auf jeden Familientisch. Es hält den Verdauungskanal stets in Ordnung und unterzieht den Körper einer ständigen Reinigung. Bei guter Verdauung esse man das kräftige nachhaltig sättigende Studt’s „Delikatess-Schwarzbrot“ Montag und Donnerstag frisch bei Carl Schwaab, Seltersweg 4011 Georg Wallenfels, Marktplatz 21 figSSfi Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 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