Nr. 257 Viertes Blatt 163. Jahrgang Erich«ml tiglüh mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehe«er Zamilienblätter" werden dem -Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kieisbtart für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. Siebener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Oberhessen Samstag, November W5 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ttraße 7. Expedition imb Verlag: e=^51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Yeffen-Varmftadls Abfall von Napoleon I. Von Tr. H. Berger in Gießen. Am 24. Oktober überbrachte der bayerische Major Prinz von Thurn und Taxis, Adjutant des Königs Max Joseph, dem Großherzog Ludwig von .'dessen einen Brief*) W r e d e 5 , der eine Aufforderung zum Beitritt zur Sache der Verbündeten enthielt. Es heißt darin unter anderem: „Ta in wenig Tagen der Gang der Operationen starke Truppenabteilungen meiner unterhabenden Armee in Eurer Königlichen Hoheit Staaten fuhren wird, so liegt mir nichts mehr am Herzen, als der gesamten Armee sagen zu tonnen, daß die großherzoglich hessischen Lande als föderative Staaten angesehen und behandelt werden sollen." Tatter sei unbedingt nötig: die Entfernung des französischen Gesandten Vandeuil vom Darmstädter Hofe und der Anschluß der hessischen Truppen an die der Verbündeten. Ter großherzogliche Hof glaubte, in Anbetracht der noch unsicheren Lage sich ablehnend verhalten zu müssen. Eine Wendung trat ein, als bald darauf der .Hauptmann ,3-r senius von der Großen Armee in Darmstadt erschien und meldete, Prinz Emil von Hessen sei an der Spitze seiner Truppen bei Leipzig durch die Verbündeten gefangen genommen worden. Jetzt wagte man in Darmstadt einen Schritt vorwärts und ordnete am 26. Oktober den Baron du Thil nach Aschgffenburg ab, um mit Wredc zu verhandeln. Immerhin war die Lage noch nicht geklärt; daher verließ Großherzog Ludwig am 27. Oktober Darmstadt, um sich nach Mannheim tzu begeben. Bor seiner Abreise ernannte er eine Landesdireltorialtommission von fünf Mitgliedern unter dem Vorsitze des Landgrafen Christian. Am 30. und 31. Oktober hatte sich Napoleon bei Hanau den Durchmarsch erkämpft, ohne daß es Wrede gelingen konnte, ihn aufzuhalten. Napoleon kam am 31. Oktober, 3 Uhr nachmittags, in Frankfurt an und nahm sein Hauptquartier iin Garten des .Herrn v. Bethmann. Am 1. November, nachmittags l12 Uhr, reiste er von Frankfurt ab, um sein Hauptquartier in Höchst am Main aufzuschlagen. Von Von hier begab er sich am 2. November nach Mainz. Nachdem Napoleon nach dem Rhein retiriert war, zogen die Verbündeten am 2. November in Frankfurt ein. Die seit dem 26. Oktober von Baron du Tttil begonnenen Verhandlungen mit Wredc wurden jetzt, da oer letztere bei Hanau verwundet war, mit dem österreichischen General Fresnel fortgesetzt und führten am 2. November zum Abschluß der Militär-Konvention**) zu Dörnigheim am Main. Eingangs dieses Vertrags betont der Großherzog Ludwig, „daß er es als der Wohltat seiner Unterthanen gemäß erachteü habe, sich von der Rheinischen Konföderation zu trennen, um der heiligen Sache der toalliierten Mlcrhöch- sten Mächte beizutreteu". Die abgeschlossene Militär-Kott- vention sollte „v-ei dem unverzüglich mit den verbündeten Allerhöchsten Mächten abzuschließenden Tesinitiv-Traktate zur Basis dienen". Der Dörnigheimer Vertrag enthält folgende drei Punkte: Artikel I. Se. Königliche Hoheit machen Sich anheischig in der kürzest möglichen Zeit alle disponiblen Truppen in Ihren Staaten zu dem verbündeten österreichisch-baierischen Armeekorps stoßen zu lassen. Artikel II. Verbinden Sich Se. Königliche Hoheit, diese Truppen nach Möglichkeit der in Jhro Gewalt stehenden Mittel zu vermehren und die Zahl und Gattung der in der Folge zu stellenden- in dem Tesinitiv-Traktate bestimmt auszudrücken. Artikel III. Diese Truppen werden stets einen integrierenden Teil der verbündeten Armee ausmachen und in dieser Hinsicht, so wie die der übrigen Allerhöchsten Alliierten verpflegt und behandelt werden. Der französische Gesandte Vandeuil in Darmstadt, der, wenn auch nicht von dem Abschlüsse der Konvention unterrichtet, doch wohl die bevorstehenden Verhandlungen Hessens mit den Verbündeten vermuten mochte, traf am 4. November in Mannheim ein, um im Namen seines Kaisers voni Großherzoge eine bestimmte Erklärung abzufordern, N'elcher Partei er sich anzuschließen gedenke. Zu seiner Sicherlxeit bot der Gesandte in Napoleons Aüsi trage dem Großherzoge ein Asyl in der Schweiz, Frankreich oder Italien au. Vandeuil machte Ludwig Vorwürfe über die Verabschiedung seiner Truppen, die er doch dem Kaiser zur Unterstützung nach Frankreich hätte schicken sollen. Aber alle Ueberredungslünste und Drohungen, die in einer zweistündigen Unterredung der französische Gesandte anwandte, um Ludwig an Frankreichs Sache zu binben, scheiterten an dem festen Willen des Großherzogs, der durch den Umschwung der Verhältnisse gestärkt war. Vandeuil verließ Darmstadt und begab sich mit seiner Familie nach Mainz. *) Veröffentlicht bei Arthur Kleinschmidt, S. 251. **) Veröffentlicht bei Geo Frederic de Martens, 9ll>uveau rc- cueil be traites d alliance usw. «Tome IV. Göttingen 1820. (Dofbibliothck Darmstadt.) Landwirtschaft. s. Biedenkopf, 30: Oll. Zur Hauptversammlung der K r e i s 0 i c h k en f c waren 59 Vertreter erschienen. Für mehr als 25jährige Tätigkeit als Vertrauensmänner erhielten Auszeichnungen I. Grebe-Kombach, I. Aßmann-Enqelbach, I. Fcller- Dernbach und Georg Rücker-Rodenhausen. Geschäftsführer Plitt erstattete eingehenden Bericht über die Eiüwicklung des Vereins in den letzten 25 Jahren. Danach betrug der Bersicherungsbeßrmd 1887 = 990 510 Mark und jetzt ist das Versicherungskapital auf 5 010 420 Mark angewachsen. An Beiträgen gingen 1887 <= 19 612,86 Mark ein, dieselben betrugen 1912 — 89 273,20 Mark. Das Versicherungskapital ist um 4 Millionen gestiegen, und die JahrcSenrnahmc an Beiträgen hat um rund 70 000 Mark zugenommen. An Entschädigungen wurden während dieser Betriebs zeft 1 096 508,72 Mart verausgabt. Das segensreiche Jnstttttt dehnt sich über 8 preußische Kreise aus, besitzt jetzt 68 Ortsbevoltmächtigte und hatte im letzten Jahr einen Zugang von 415 Mitgliedern. Gerichtssaal. ^.Charlottenbnrg,31. Oft. Von dem hiesigen Schößen gericht wurde die Freiin Pantine v. Dalwigk Lichtenfcls aus Darmstadt, die Tochter des verstorbenen hessischen Staats Ministers gleichen Namens, ivegen verleumderischer B e leidigung zu einer Gefängnisstrase von einem Monat verurteilt. — Privatkläger war der Reichsgrat Nikolaus zu Reh bindet, Oberbibliothekar an der Königlichen Universitätsbibliothek zu Berlin, gegen dessen Gattin die verleumderischen Beleidigungen der Baronesse sich geridjrct hatten. In der Berlmnölung versuchte die Jöeflagtc einen Wahrheitsbeweis einzig und allein dadurch zu führen, das; sie die angegriffene Gräfin Rehbinder an Gerichtsstelle laden ließ. Trotz zweimaligen von der Gegensette angebotenen Vergleichs erklärte die Freiin, sie könne von ihren Behaupinngen nichts zurücknehmen, sondern wolle den Wahrheitsbeweis führen, der aber völlig mißlang. Der Vorsitzende geißelte in der Begrün düng des Urteils scharf das Vorgehen der Angeklagten, die ohne die geringsten berechtigten Interessen und ohne den Schatten eines Beweises Ehre und Familienglück einer einwandsfreicn.Frau mißachtet hat. Vermischtes. * G^roffener in Wien. Aus Wien, 30. Okt, meldet ein Privat-Tetegramm: In der Städtischen Zentrale der Allgemeinen österreichischen Elektrizttätsgesellschast im Zentrum der Stadt war heute nadunittag Großfeuer ausgebrochen, welches erst nach zweistündiger Tauer gelöscht werden konnte. Infolge Ausschaltung der Kabel tu der inneren Stadt und mehreren anderen Bezirken Ivar die elckttische Beleuchtung in vielen Geschäften und Wohnungen unterbrochen. Der Schaden ist bedeutend. * Ein lieber alter Freund unserer Kinder well, ^cr vom Berliner Ticrschutzvercin herausgegebene Tierschutzkalender, ift soeben für das Jahr 1914 erschienen.' Auch diesmal 48 Seiten stark, mit einem hübschen bunten Umschlag verziert, stellt er sich schon äußerlich dein farbenfrohen Auge des Kindes als willkommene Gabe dar. Gemütvolle, fleinc, teils lustige, teils ernste Geschichten, deren Wirkung noch durch 21 Illustrationen erhöht wird, wechseln mit Gedichten und Rätseln ab. Selbst ein in Musik gesetztes Liedchen findet sich vor. Das Büchlein wirkt sittlich befruchtend und anregend auf das Kinderherz, es erweitert und vertieft die Liebe zur Natur. Auch füj Erwachsene ist manches gesagt. Sentimentalität haftet diesem'Kalender nicht an. Sein billiger Preis ist nur durch die Massenauflage von 1 800 000 Stück möglich. Das einzelne Heft kostet im Teutsck>-Oesterreichifcheu Postgebiet, vom Verlag, Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 28, zugesandt einschließl. Proto, 10 Pfg., 5 Stück kosten 35 Pfg. 10 Stück = 70 Pfg. 20 Stück = 1 Mk. 30 Pfg., 50 Stück = 3 Mk„ 100 Stück nur 5 Mk., alles einschließl. Porto. Auf je 10 Stück gibt es noch 1 Kalender zu. Börsen-WochenbcrichL. — Frank» n r t a. M., 31. Okt. Tas Hauptereignis dieser Woche, die überraschend gekommene D i s k 0 n t e r m ä ß i g n n g der N e i bau t, ist auf die Haltung der Börse bis jetzt ohne jede»» Einfluß geblieben. Spekulation und Kavitalistenkreise verharren in ihrer Zurückhaltung; vielfach zeigte sich sogar werteres E n l l a st n n g s b e d n r s n i s , so daß die vor sich gegangene U l t i m 0 r e g n l i e r n n g eine weitere Abschwächung der Shirje zur Folge hatte. Ans den Satz für Schiebungsgeld, der fich-auf 5Vr Proz. stellte, hatte die Diskontherabsetzung keinen Einfluß mehr, beim höher als 51/, Proz. war er von vornherein nicht in Aussicht genommen, und hierzu war Geld reichlich vorhanden. 'Aber auch nach Abwickelung des Lignidationsgeschäftes hat die Hoffnung, daß die Ermäßigung der offiziellen Bankrate noch nachträglich das Interesse des Kapitalisteiwubliknms anregen und eine Steigerung der geschäftlichen Tätigkeit herbei'ühren werde, sich nicht erfüllt. Der Verkehr beschränkte sich vielmehr nur am diejenigen Märkte, die bereits in der letzten Zeit von der Tagesspekulation favorisiert worden waren. Zn den Bedenken hinsichtlich der weiteren Gestaltung der Geldnmrktverhältniffe in London, Paris und New Port kamen nnersrerckiche Meldungen ans dem Wirtschaftsleben, namentlich die wenig günstigen Berichte über die Lage des österreichischen Eisenmarktes, welche die schwierigen Verhältniffe der dortigen Industrie zum Ausdruck brachten. Besonders starken Eindruck machten diese Berichte, weil sie mit der Meldung von Preisunterbietungen heimischer Werke, mit der in Essen vorgenommenen Ermäßigung der Roheisenpreise, sowie mit schwächeren Tendenzberichten vom Kohlenmarkte zusammenfielen. Die allgemeine Verstimmung, welche so hervorgeruscn wurde, erfuhr noch eine Der- schärfimg durch die vom Generaldirektor Hilgeß in der Generalversammlung der Laurahütte gemachten Ausführungen, die viel Beachtung fanden, rvenn sie auch nur die Bestätigung schon längst bekannter Verhältnisse darstellten. Die günstigen Mitteilungen, die in der Aussichtsratssitzung der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschast über die Ergeb- niffe im lausenden Jahre gemacht wurden, sowie die nun doch zustande gekommene Verlängerung der Berliner Stabeiseiwereinignng ans vier Jahre vermochten dem gegenüber ebensowenig bcfcftigen- den Einfluß auszmiben wie der relativ befriedigende Quartals ausweis des amerikanischen Stahllrusts, zumal man der Entwicklung der mexikanischen Wirren und deren Wirkung auf die New Bork er Börse nach wie vor mit Besorgnis en!- gegensieht. Die Kursrückgänge der letzten Tage — die »igui- dationskurse weisen zum Teil enorme Rückgänge gegenüber dem Ultimo September auf - haben naturgemäß ' schwäche Elemente zur Ausgabe ihrer Hausseverpflichtungen gezwungen, auch verlautete von Berliner Zwangserekutionen und hier und da waren auch Verkäufe aus den Kreisen des Privatpublik»,ms zu bemerken. Das Angebot war im allgemeinen aber nicht drängend, immerhin reichte es aus, um die Preise teilweise stärker herabzudrücken. Am Montanmarkte waren namentlich Deutsch-Luxemburger, Laurahütte, Friedrichshiitte und Riebeck Montan angeboten und niedriger. Gelsenkirchener und Mannesmannwerke lagen sester, letztere gewannen sogar 10 Proz. im Zusammenhang mit einer Verständigung der Werke über die Röhrenpreise. Von anderen Jndustriepapieren verloren Siegener Eisenkonstruktion b Proz., Babische Anilin 10 Proz., Naphta Nobel 13 Proz. und Türkopp 15 Proz. Höher waren nur Brauerei Binding, Scheide anstatt, Holzverkohlung und Akkumulatoren Berlin. Banken teilweise schwächer. Von T r a n s v 0 r t a n st a l t e n Baltimore und Nordd. Lloyd befestigt. Arn Renten m a r f t heimische Anleihen und Mexikaner gebessert. Privatdiskonl 4u:lfl Proz. Märkte. Gießen, 1. Nov. Marktbericht. ?htf heutigem Wochen- nwrkte kostete'. Butter das 1 fmib 1,05—1.15 Mk* Hühnereier 1 Stück 10—00 Psg., 2 Stück 0 Pfg., Köse das Stück 6—8 Bsg., Käsematte 2 Stück 5—6 Psg., Tauben das Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner per Stück 1,00—1,60 Alk., Hahnen vr. Stück 1,50—2,50 A!k* Enten vr. St. 2,00-3,00 Mk* Gänse das Psd. 75—80 Psg* Ochsen fleisch vr. Pfd. 92—100 Psg., Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Psg., Kuhsleijch 80 Pfg* Schweine- fleisch vr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 94—98 Psg., Hammclslcisch vr. Psd. 70—96 Psg., Kartoffeln vr. 100 Kg. 4.25 bis 4.50 Alk* Weißkraut das Stück 10 bis 2u Pfg* Zwiebeln ver Ztr. 4,00—6,00 Mk., Milch das Liter 22 Pfg* Nüsse 100 Stück 50—60 Psg* per Ztr» 0—00 Alk* Birnen das Psund 12 bis 14 Psg., Aepsel der Zentner 14 bis 22 'Dir. Aiarktzeft von 8 bis 2 Nlir. X Hoittbcrg, 30. Okt. Heute wurde der weit und breit bekannte „K alte Markt" hier abgehalten Bis 10 Uhr ivaren über 1200 Schweine angcfahreu. — Tas schlechte Welter hatte viele vom Grünberger Gcillusmarkt abgeholten, so daß es voraus- ziisehen war, daß der Hornberger Markt gut befahren würde. Bei dein herrlichen Wetter waren auch Käufer in großer Zahl erschienen und es wlirde lebhaft gehaiidclt. Tie Ferkel kosteten dar Paar 40—60 Mk. Gegen '.Wittag kamen noch viele, mit auf dem Rrämermnrft ihre Einkäufe zu 'erledigen. Gegen Abend fand das junge Volk bei einem gemütlichen Tänzchen auch feine Rechnung. Am kommenden Sonntag findet, wie im Vorjahr, wieder die Kirmes statt. ic. Frankfurt a. M., 3). Okt. Heu- und St roh markt. Angesahren waren 5 Wagen Hen, 0 Wogen Stroh. Man notierte: Heu 3,00—3,20 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Mk., Wirr- stroh 0,00-0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschäft ruhig. FC. Wiesbaden. Vieh Hos-Marktbe richt vom 31. Okt. Austrieb: Rinder 79 lOchsen 6, Bullen 10, Kühe 63), Kälber 97, Schale 16, Schweine 181. Preise sür 100 Pfd Geschäst mittel. Lebend- Schlacht« Ochsen. gewicht Vollfleischi'ge, ansgemästete, höchsten Schlacht- Alk. Mk. weites im Alter von 4—7 Jahren .... 52—57 93 — 102 Tie noch nicht gezogen haben (nngejochte) . . 51—56 91—100 Junge, fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete............46—56 82—89 Mäßig genährte junge und gut gegenährte ältere 42—45 76—82 Bullen. Dollfleischige, ousgew., höchsten Schlachtw. . . 50—51 85—92 Dollfleischige, jüngere 46—49 78—83 Färsen, Kü h e. Dollfleischige ansgemästete Färsen höchsten Scblachtwcrtes 51—56 92—100 Dollfleischige ansgemästete Kühe höchsten Cchlachtwertes bis zu 7 Jahren .... 44—48 80—87 Wenig gut entwickelte Färsen 45—50 79—90 Acltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 38—42 69—78 Mäßig genährte Kühe und Färsen 32—36 63—68 Kälber. Feinste Mastkälber 70—73 117—122 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 64—69 107—115 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 57—63 95—105 Geringe Saugkälber.......... 52—56 88—94 Schafe. Weidemastschase: Mastlämmer rind Masthammel .... 45,50—00,00 94—00 Schweine. Lollfleischrge Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ' . . . . 61-61'/, 78-80 Dollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 61-61'/, 78—79 Dollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht . 62-34 78—90 Fettschweins über 150 kg Lebendgewicht . 57'/,-60 72—75 Spielplan des Eichener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. eonnlag, den 2. November, nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Sündenböcke." Ende 5% Uhr. Abends 7st, Uhr, bei kleinen Preisen (unter fDlihvivfung der Kavelle des hiefigen Jn- santerie-Negiments): „Püppchen." Ende 10^ Uhr. Tienstag, den 4. November, abends 8 Uhr (6. Tienstag-^lbonnements-Vorstellungi: „Die Herinannsschlacht." Ende 10V? Uhr. Mittwoch, den 5. Nov., abends 7 Uhr (5. Mittwoch-Abonnements-Dorstellung): „Jugend." Ende 97, Uhr. Freitag, den 7. Noventber, abends 8 Uhr <6. Freitag- Abonnements'Dorstellnng): „Das Geheimnis." (Neuheit!) Schauspiel in 3 Auszügen von Henri Bernstein. Ende 13'/. Uhr. ©am§« tag, t>en 8. November, nachmittags 3' , Uhr, bet Volkspreisen: Schüler-Vorstellung: „Die Hermannsschlacht." Ende6Uk)r. Sonntag, den 9. November, nachmittags 31/,. Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie-Regiments): Zum letzten Male: „Püppchen." Ende nach 6 Uhr. 91benS§ 71 /, Uhr, bei kleinen Preisen: „Majolika." Ende gegen 91/, Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Okt Nov. 1913 Barometer 1 auf 0° | reduziert Temperatur; der Lust Absolute | Feuchtigkeit > 1 najlh)(pnd3 ! anuoptfl Windrichtung Windstärke Grad der Bewöllmni, in Ichnicl der flchtd. Himnielssi. 31 2" 747,6 13,5 8 9 77 SE 2 1 7 1 31. 9“: 749,3 9,7 8.3 93 SSE 2 10 | 1. 748,4 7,7 7,5 95 SSE 2 10 ! Höchste Temperatur am 30. Niedrigste , , 30. Niederschlag: 0,0 mm. iS 31. „ 31. Oktober = Wetter 14,0 0. 8 4* C. Hausfrauen, auf gepasst! Wenn man Ihnen Fabrikate anbietet, die angebtinh ebensogrrt, aber biffiger sind als Liebig’s Fleisch-Extrakt, so denken Sie daran dass es nicht auf den Einkanfswert, sondern auf den Gebrauchswert ankommt. Audi die billigste Sache ist noch zu teuer, wenn sie nicht hält, was sie verspricht. Liebig’s Fleisch-Extrakt verspricht nichts, was er nicht halten kann ni« Zementrohrc Kunststeine freitragende TreppeMniegea und alle Zementwaren Bahnhofstraße 44. Mitglied der Rabattsparvereinigung Aus r einer Welle herqestetit n nicht ginlaufend geeignete Qualitäten flfr Ofen und Herde Rodhein lersiT. 42 Pianos 'IS 8.00 8.70 9.45 N U mitt.Maochine.D R.P 222448 Liefcrniur intl. Bauwerk- und PresahHtstampfung ans stücke,Sandstein.Granit 1 best. Hartbasalt benrestellt Muschelkalk in .irhamerter, ( mit höchster Druckfestigkeit sreschlift.u. poliert. Ausfrthr.' Gekuppte Trottoirplatten Hohlblocksteine, Betenplost.,1 * w * w V P 10 Mtr. 4.90 M 5.40 „ 5.90 „ 6-40 Bettwäsche 15 Mir. 7.20 Jt ÜCÜI Verl die Tic I slädi AuSsk meiste ordne! Monim .Trau1 Pr. d( oentüt F)r. ix nnroalt Rechts« Dr Sri Ä M Dr. Ä» ?<6iifrr, Pfarrer. froft#or. krmianbt .bäumet tadlet Dl Stbti fier rats walt Trö netc 'Kcd häu cm fübfl zur 1 auf jedem Etikett und Umband und die Aufschrift Fabrikat der Stemwoüspinnerei Altona-Bahrenfeld betont ihrem »Iran! nickt koloni die V ickwi' nisten br S n ihr K. B vriv. Sta nfl- unfr BerlagSannalt Pilot» L Mochte, ti n di e n ftf) K lr , "J M' n n. il ■■ Pj'nr"""""" fffff fffff eu "W'fffff ~ ~ ~ ~ TF U ** Gardinen Extra billige Preise' Stil Iraan nid au^ lös we cnl Äch Einzel-Möbel ** Franko - Lieferung! vW Sparen helfen -w Braunsscl,eHaushalt-Farhen: Stoffarben — Blusenfarben — Cremefarben. Mlllloninladi bewährte Auflärhemitttl für verblasste Kleider. Blusen, Strümpfe, Gardinen, Vorhänge. 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ES cntbnU in schlichter, klarer .? mradie alles. waS auS dem Gebiete Der OauobQltumv.'funbc wissenswert und notwendig t getrost in die ?uinuog eines Haushaltes ctntreien. Und so lägt sich boWcn, das; reckt viele Mädchen und itrnuctt das t^rkcken als AUverlaisigen ,>üvrer und Aimgeber schaffen und liebgewtnnen werden »um 2egen derer für deren leibliches Wohl und Behagen zu iorgen ne beruieu sind. Ettlingen — Karlsruhe i. B- 21. ttleinichmibt, Schulrat. Zu be neben burdi jede Buchhandlung. ! Wer M Marktstrasse 8 27 34 38 40, 62 Preislagen M. 24__ n i) bis „ Elegante Paletots für jede Figur passend, vorrätig A 8 I B Besichtigen Sie unsere Auslagen! Kulante und zuvorkommende Bedienung! Größte Auswahl! Gießener Kaiser-Magazin, Seltersweg 2 'lUcdernflJfrbtafte, Socfwnkartilcßf. cPr a llti wdve S P c Fli rre .für u Jfü cfte AimGaMm MMWLM S^teK&rv-e.g, 2 SjieUß-u 3üi^eß^er ricp^a) ami t ureiv. 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Die Bedeutung derDanitäto- kolonnen im Kriegsfall ist ja allgemein bekannt und auch unserer Kolonne sind durch mc Lage unserer Stabt als Eisenbahnknotenpunkt und durch die hier befindlichen SHimren und die hier zu errichtenden Lazarette im Kriegsfall umfangreiche und icpwtcrtoc Aufgaben zugelvicfen, für die ne sich schon im Frieden vorbcrcitcn und rtlsten muh. Wir richten deshalb an alle Kreise unserer Stadt die herzliche Bitte, der Kolonne br Wohlwollen durch zahlreichen Besuch des Konzerts zu beweisen und sie dadurch n ihren verdienstvollen Bcstrcbnugen zu unterttülren. Der Ehrenausschutz: Ansseld, Pfarrer Bauer, Deka». Bechtolsbeitner, Pfarrer. Braubach, Stadtbauwenter und Branddirektor. Challicr sen., DUisikalicnhandler. Eichenatter, Stadtverordneter. Dr. von Eicken, Univ. Professor. Erle, Unwersilälö - Sekretär. Emmelius, Kommerzienrat u. Beigeordneter. Freu, Bäckermeister. Dr. Gail, Geh. Kommerzienrat. ,vrau Geh. Fnstizrat Gebhardt, Bors, des Aiiee-FrauenvcreinS. Gebhardt, RegterungSrat. in Gerhardt, Gewerberat. Grünewald, Fititizrat, Beigeordneter. Dr. (^ünncridt, Land gerichtsvräsidettt. Habermehl, Telegraphendirektor. Dr. Haberkorn, Geh. Äledizinalrat. Hetchelhenn, Geh. Kommerzienrat. Helm, Stadtverordneter. Dr. Hensett, Geh Schulrat. Dr. Heuser, Oberbibliothekar. Dr. Hirschseld, Prov.-Nabbiner. Hofmann, Oberstaatsanwalt. Horst, Kaufmann. Dr. Jesionek, Univ.-Pros. Dr. Kaeh, Sanitätsrat. Kauimattn, Rechtsanwalt. Keller, Beigeordneter, von Knobelsdorff, Oberstleutnant z. D. und Bezirkskommandeur. Dr. Körte, Univ. Vrofeffor und Rektor der Landes-Universität. Dr. Krausmüller, Professor. Lemme, Brauereidirektor. Mecum, Oberbürgermeister. 33. Müller, Lehrer. L. Petri II., Stadtverordneter. Dr. Poppert, Univ. Professor. Dr. Rausch, Geh. Schulrat. E. L. Sack, Metzgermeister. Dr. Sander, Prov.üi'abbiner. Schäfer, Postdirektor. Schirmer, Kommerztenrat. D. Schlosser, Kirchenrat. Schwabe, Pfarrer. Dr. Siegert, Oberstabsarzt z. D. Dr. Sommer, Geh. Medizinalrat, Univ.- Prosessor. Dr. Stoeriko, Geh. Schulrat, von Trotta gen. Trevden. Oberst u. Regiments- kommandeiir. Trümpert, Staatsanwalt. Frau Geheimerat Usinger, Vorsitzende des Frauenvereins v. Noten Kreuz für die Kolonien. Dr. Usinger, Geheimerat, Proviuzial- dtrektor. Dr. Boit, Univ-Professor. Dr. Bosffuß, Geh. Medizinalral, Nniv.-Proseffor. Dr. Weber, Univ.-Professor. Wiener, Landgcrichtsrat. Dr. Wiesinger, Oberstabsarzt. Zimtnermann, Eisenbahndirekwr. Girooer Pambgogiom Individuelle und schnelle Vorbereitung auf alle Klassen höherer Schulen, besonders WW • UIM - Eäo. Kleine Klassen. Arbeitsstunden. Abendkursus. Gute Erfolge: Ostern 1913 erreichten von 17 Kandidaten 16 ihr Ziel, teilweise mit bedeutendem Zeitgewinn. Frequenz im Sommer-Semester 1913: 43 Schüler. Näheres f Referenz., besond. Giessener) durch den Leiter: Direktor Brackemann, Bleichstr. 6. Entschieden ist der vorteilhafteste Brand für 5tubenöfen Küchenherde Zentralheizungen heizkräftig staubfrei geruchlos Weil wenig ZuL erforderlich :: sehr sparsam:: im Gebrauch b"/, Mmi Sie Mw M seit 113 jähren ist seine weite Verbreitung in jedem gediegenen Haushalte bei Ihrem Kauf manne Werner Breuer’s Kaffee- Surrogat, und lassen Sie sich keine Nachahmung, wenn auch in blauen Paketen, in die Hand drücken, denn dieselben sind oft minderwertig. Achten Sie genau darauf, daß jedes verlangte Paket die Aufschrift Werner Breuer trägt. Der beste Beweis für die große Beliebtheit und die vorzügliche Qualität von Werner Breuer’s Kaffee-Surrogat H All* V TMrltro.iV.1 tu maß mit ’lj.f Ms ÄM — I ■ MR Sorgfalt und’Voreichf’gewaschen werden, da bei dieser'das- Kochen fortföllt und eine gründliche Reinigung deshalb bisher nur sejra^r zu erzielen war. Diese Schwierigkeit wird sofort behoben bei Gebrauch von/ PERSIL, dessen Eigenart sich gerade hierbei io besonderem Massen bewähft. Dais Waschen geschieht wie folgt: Man löst Persil (wieviel, steht aal dem Paket) in:lauwarmem Wasser auf; Zusatz von Seife und Soda muß vermieden werden. Sofort nach dem Auflösen bringt man die Wäsche in die Lange, die nur handwarm (30—40 Grad) sein darf, lässt sie */4—*/< Stunde = darin Ikgen und schwenkt sie während dieser Zeit einige Male hin und her. Die Wäsche ist- .dann fertig. Hierauf flüchtiges Auswaschen, in lauwarmem Wasser. Die Wolle ist rein, locker und weich, aller Geruch nach Schweiß, Schmutz usw.» der sonst der Wolle sehr gerne anhaffet, ist verschwunden, die Wolle duftet Irisch und angenehm,' dabei hat das Gewebe in keiner Weise gelitten und ist nicht filzig. Die Eigenschaft des Persil ermöglicht also eine Reinigung der WoQwäsche, wie sie nach der alten Methode ausgeschlossen ist. Aber nicht die Waschkraft allein ist es, die Persil auch für Wollwäsche unentbehrlich macht, sondern vor allem seine Destnfektionskraft,- die ihm eine grosse" hygienische Bedeutung gibt. Wollwäsche verfangt in hygienischer Beziehung besondere Aufmerksamkeit, da sie Verunreinigungen wie Fett, Schweiß und ähnliche Stolle, die die besten Nährböden für Bakterien bilden, hartnäckig festhält und dadurch leicht zum Ueberträger von Krankheiten wird. Diese Verunreinigungen genannter Art löst und zerstört Persil vollständig. Wissenschaftliche Versuche haben ergeben, daß in handwarmer (30—40 Grad) PersiUauge schon nach wenigen Minuten selbst die widerstandsfähigsten Bakterien im Keime getötet werden. Lauwarme Persillauge steht also an Desinfektionskraft den bekannten Desinfektionsmitteln nicht nach, ohne jedoch deren Giftigkeit und Umständlichkeit rm Gebrauch zu besitzen. Persil wurde auf der „Internationalen Hygiene-Ausstellung zu Dresden“ in, Würdigung seiner hervorragenden Eigenschaften als selbsttätiges Waschmittel sowie als Desinfektionsmittel mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet. Erhältlich nur in Original-Paketen, niemals lose. HENKEL & Co. DÜSSELDORF, Kllcitug« Fabrikanten endf'der aflbcKeblen Henkels Bleich-Soda: Ak. 6rf gen r ÄNgk bient eriMl ten i ten c befiel nachf ,91 „rc wö HtUI Bert btc Drc | slädi 3 n! t «als tfötöt flunr benroi Jiintw ganz betreu Dient der £> fRetdj! auch i Lehre vflirbi damei den £ siezu scheid 9 Wärt Stlinil und Wirts« Apotk r weshc find einkot worde T Piiidjf Ta für fcnn'lt dizin, gelb Tu Sfriwr, Mit, S üü/ angt Dirnen z im dir T Satzung vir Qtw auf ein an sie Kranker hierzu lung in des gelbes St minbefi zu bem vierzig^ Tii dem Tc tt