- , Nr. 151 und Uhr Sie 1 n die werden. 1 Abg. v. Brockhausen (Kons.)L 05287 1 1 N. die ie( ncl ekannt, m be- enken. .3 05 t gänz- hoch- in! ilrt it). : in Ms ud fick aev üf box' stis aisch. chmlä. voll- be- Wcg rationl Dienstag, 1. Juli 15)13 Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. 0 •11* k., !k., iec Dr. Lisco. Das HauS ist äußerst stark besetzt, ebenso die Tribünen die Bundcsratsestrade. Präsident Dr. Kaempf eröffnete die Sitzung um 12 .16 Minuten. Las Kompromiß über die Aenderung des Mlilärstrasgesehbuchs. Erscheint tS-lich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Za»ilie«blStter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt ftr den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „randwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Mb. Deutscher Reichstag. ' 173. Sitzung, Montag, den 30. Juni. Am Tische des Bundesrats: Reichskanzler Dr. von Beth- mann Hollweg, v. Heeringen, Kühn, Dr. Delbrück, In der zweiten Lesung erklärt Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: Ich kann aus natürlichen Gründen in diesem Augenblick nicht im Namen der verbündeten Regierungen sprechen. Aber für meine Person erkenne ich es an, daß es wünschenswert ist, für eine Anzahl Militärvergehen mildernde Um» stände durchzuführen. I ch werde, falls der gestellte Antrag angenommen wird, für ihn im Bundesrat einzutretcn. (Lebhafter Beifall.) In der auf Antrag Bassermann sofort vorgenommenen dritten Lesung erklärt für seine Parteigenossen: Abg. Haase (Soz.)r Wir werden für den Gesetzentwurf stlmmen, setzen aber mit Bestimmtheit voraus, daß die Früchte des Gesetzes den durch das jüngste Urteil so hart betroffenen Reservisten und Landwehrlcuten zugute kommen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:e^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. js Sozialdemokraten.) Damit beginnt und endet die Generaldebatte. Ein Kompromißantrag B a s s e r m a n n - E r z. berg er-Fischb eck will das Zuwachs,tcuergesetz dah'n ändern? daß Steuerfreiheit nxcht exntrrtt wenn der Veräußerer den Grundstuckshandel gewerbsmässig betreibt. Abg. Waldstcin (Vp.)^ begründet den Antrag, der schon lange zwischen den Kompromiß- Parteien vereinbart worden sei. Abg. Dr. Werner-Gießen (Wirt. Vgg.)l verteidigt einen von ihm gestellten Antrag, der sämtliche Gutcr- händler treffe, was der Kompromlßantrag nicht tue. 3icn 3979 nlage 9. herab setzen. . Schatzfekretar Kuhn bittet, den Antrag abzulehnen. Für die Einzelstaaten^ergebe er einen Ausfall, der sich nicht übersehen laste E.ne solche Maßnahme lasse sich auch nicht mitten im ^>ahre durchfuhren. Abg. Gras Westarp (Kons.) Es ist nicht angängig, den Bundesstaaten noch weitere Einnahmen zu entziehen. Auch in den anderen Geschen ist ihnen mehr vorenthalten worden, ab ursprünglich vorgesehen war. Abg. Erzbcrgcr (Zentr.): Der Antrag ist einfach die Konsequenz der Beschlüße zum Besitzsteuergesetz. Im übrigen^ ist er rein formeller Art und ist wörtlich abgeschrieben von dem onnanz- gesetz von 1909. Auch dam a l s wurde eine Kürzung der Erbschaftssteuer vollzogen, indem sie von ein Dritt I t Viertel herabgesetzt wurde. Der Antrag wird g e g e n d i e Konservativen angenommen, ebenso das Fxnaiizgesetz. Stifte Lesung des Lesihsleuergesehes. zwischen den Kulturvölkern zu sichern. Nachdrücklich haben wir darauf hingewiesen und wiederholen es in dieser Stunde, raß die Rüstungstreibereien das Mißtrauen zio:- schen den Völkern und den Regierungen ver- mehren und dir Gefahr eines WelNriege- her- aufbeschwören gegen die Interessen und Wunsche des werktätigen Volkes aller Länder. Außerdem bedroht auch der Militarismus die Freiheit i m Innern. Unsere Anträge, die schweren Mißstände dieses Systems zu beseitigen und seine Umbildung vorzubereiten, wurden abgelchn.. D i e W e h r v o r l a g e i st a n g e n o m m e n. So stehen wir vor der Frage: Wer soll die Kosten t r a g en?. Wir waren stets Anhänger des Gedankens, daß die Rüstungslasten niast von den Besitzlosen getragen werden. Darin sind wir einig mit der internationalen Sozialdemokratie und namentlich unseren Gesinnungsgenossen in Frankreich Die Gebern. samkeit mit ihnen haben wir am 1. Marz zum Ausdruck gebracht Wenn trotz unseres cntschlostenen Widerstandes den Volkern neue Ausgaben auferlegt werden, wird die Sozialdemokratie beider Länder mit aller Energie dafür kämpfen, .baß die finanziellen La st en aus die Schultern der Wohlhabenden gelegt werden. Deshalb stimmen wir gegen,das Gesetz über die Aenderungen im Finanzwesen, obwohl einige Verbesserungen darin erreicht sind denn es wird unter dem Bruch wiederholt gesetzlich festgelegter Versprechen d t e Ermäßigung der Zucker steuer dem Volke vorge- halten, der Kriegsschatz erhöht, was politisch und wirtschaftlich eine verhängnisvolle Maß- Ö2ßir stimmen ferner gegen die Aenderung des Reichsstempels, da dadurch der Mittelstand ungerecht belastet wird. Tie Gesetze über den einmaligen außerordentlichen Wehrbeitrag und cne Besitzsteuer haben zwar auch viele Mängel, die wir ebenfalls vergeblich bekämpft haben. Trotzdem sehen wir darin den Anfang einer stets von uns gestellten Forderung, einer R e i chs v e r m o g e n s - und Erb- - a - ■ & e u c t u u;; j - - - " Genugtuung. L)yne sie wäre^den auf einem rückständigen Wahlrecht beruhenden Land- tagen der Einzelstaaten die Möglichkeit gegeben, die Kosten der Rüstungssteigerungen wieder oem M111 e l st a n d e a u s z u - erlegen. Das wollen wir verhindern. W i r s i,n d deshalb bereit (Zuruf: Ahal und Lachen rechts), riesen beiden Vorlagen unsere Zustimmung zu geben. Dabei gehen wir von der Ileberzeugung aus, daß eine möglich st s m a r f e Heranziehung d?r Besitzenden die Sympathien dieser Kreise mit den fortgesetzten Rüstungstreibereien ab kühlen und so den Kampf gegen den Militarismus erleichtern wird. (Beifall bei den materiell ein. Es ist nach unserer Auffassung nicht mog- lich, daß durch dieses Gesetz vermieden wird, d a S R c i ch zum Kostgänger der Einzel st aaten yi machen. Der Erfinde? dieses Wortes, Bismarck, dachte daran, daß er dem Reich eigene Einnahmequellen erschließen wollte, diemchtindaS Finanzgebiet der E i n z e l st a a t e n eingreisen. E i e s o l l c n die direkten S t e u e r n b e h a l t en ; Bier »i rb abet in sie eingegriffen. E§ wird ihnen ers , die Kulturaufgaben zu erfüllen, die ihnen obliegen. Abg. Haase (Soz.): Wir werden dem Antrag zustimmen, weil er einer Anregung entspricht, die wir in der zweiten Lesung gegeben haben. (Gelächter rechts.) Der Kompromißantrag wird angenommen. Ein weiterer Kompromißantrag Bassermann - E r z b e r g e r will den Anteil »er Emzelstaatenan der Erbschaftssteuer von ein Viertel au, ein tfunf Die vorgestrige Aussprache aus Anlaß des Erfurter Straf falles in bezug auf die Reservisten, hat die Einbringung von Gesetzesanträgen zur Folge gehabt. Der ein? ist von der Fortschrittlichen Volkspartei; nach ihm lautet der Gesetzentwurf für die verfassungsmäßige Zustimmung des Reichstags, die der Antrag verlangt: Den Paragraphen 100, 103, Absatz 1, 106, 107, 109 Absatz 2 und 110 des Militärstrafgesetzbuchs wird folgender Absatz hinzugefügt: „Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Gefängnis st rase ein". Dieser Antrag wird zurückgezogen zu gunsten folgenden Kompromihantrages, an denen sich alle Parteien, außer denen der Rechten, beteiligen; er lautet: Das M il i t ä r st r a f g etz b u ch wird dahin geändert: 1. Als § 110a wird folgende Vorschrift eingestellt: „§ 110a. Liegt in den Fällen der §§ 100, 106, 107, 110 ein minderschwerer Fall vor und ist die Tat nicht im Felde begangen, so kann die Strafe ;n den Fällen der §§ 100 Absatz 1 und 106 bis auf sechs Monate Gefängnis, in den Fällen der §§ 100 Abs. 2, 107 und 110 bis auf ein Jahr Gefängnis ermäßigt werden. Im Absatz 2 des § 109 wird das Wort zwei durch das Wort „einem" 163. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen fb. ausgewogen. M ick 10 W' Marmeladen latoWt Meine politischen Freunde haben mehrfach noch bei der zweiten Beratung der Heeresvorlage anerkannt, daß eine Abänderung des Militär st rasgesetzes, wie es etwa die Kommt s s i o n v o r g e s e h e n h a t, b e r e ch t i gt sei. Wir erkennen das auch für die zitierten Paragraphen an. Wir müss e n a b er dagegen Verwahrung ein legen, daß die W ehr- vorlage dazu benutzt wird, Zugeständnisse von solch erTragweitezuerlangen. Die Tragweite laßt sich heute noch nicht übersehen und der Reichstag darf derartige Tinge nicht übers Knie brechen. Meine politischen freunde werden aber der Mehrzahl nach angesichts der Gesamtlage für das Gesetz ft immen, ohne sich irgendwie für die Zukunft binden zu wollen. Abg. Schultz-Bromberg (Rp.): Wenn eS nach der Geschäftsordnung möglich gewesen wäre, würden wir den Antrag mit unterstützt haben. So werden wir ihm unsere Zustimmung nicht versagen. P'/r gi’SsiSs »s ...... Las Finanzgefetz. Dritte Lesung. ersetzt" oen etnyui Es handelt sich dabei um Meuterei, militärischen derung, u VfcVer^’e n u gt u u n g. Aufruhr und Tätlichkeiten gegen Vorgesetzte, f dja f Uft euer zu un^ c Abg. Haase (Soz.)' Abg. Graf Westarp (Kons.): Meine politischen Freunde hätten ßetou n f ch E Lrt(,„ bat die Rüstungsvorlagen und deren - ck u n a cn i n^o pfer williger Dcrcitwill r g Im t 5u ^Gelächter b. d. Soz.) Wir hätten gewünscht, daß es bei dieser Gelegenheit möglich gewesen wäre, Barteutreit von 1909 beiseite zu stellen und endgültig zu erledigen. Wenn eS uns nicht möglich war, der von der Mehrheit beschloßenen Vermögenszuwachssteuer beizutreten, so liegt das daran daßj eS bestimmte Grenzen gibt, über die hinaus wir unsere Grundsätze und Auffassungen nicht zuruckstellen können. Geaen das letzt von der Mehrheit zu oe schließende Besitzsteuergesetzt haben totr ti er- iassun-s- und staatsrechtliche ®ebenlen eZnftcVer Art. (Sehr wahr', rechts.) Das Gesetz enthält eine Vermögens-, eine Einkommens- und Erbschaftssteuer. (Sehr richtig! rechts.) Es greift damitin das Finanzgebiet der Einzelstaaten (Unruhe Soz^) bcn Gemeinden die Mittel entzogen, und das kann für die Einzelstaaten und Gemeinden geradezu ver» hängliisvoll werden, wenn sie die EmkolumenLsteuer nicht mehr ausbauen können. Trotz dieser schweren Bedenken, die zum Test auch auf die Regierungsvorlage zu treffen, hatten wir vis zu der Grenze der Regierungsvorlage noch nut. gehen können. Die jetzigen Beschlüße gehen wei' über sie hinaus. Einmal sind die laufenden stu^ gaben und auch der Wehrbeitrag weit, c^htworden uub r^üch auch noch der Ertrag des Besitzsteuergesetzes. Nach der Negiermigs Vorlage wäre eS den Einzelstaa'en nicht möglich gewesen, den Bedarf so aufzubringeli, wie es ihrem Fmanzsystem entspricht. Sie fenntin ih? FinanMtcm nach ,h,°u ebenen «ata. « und Bedürfnissen ausbauen. So ivirb ihre Selbstanbigkeit von oem Reich« verkürzt. Wenn noch irgenbetwas uns unserer Haltung hätte bestärken Jonne , wäre es 'der Standpunkt gclvcfcn, den (3Uir SSÄ««.n "Ä’ d^Mch . au*, iai Kras? °m,Üs°W d-rpsNchiet halte,, Echan, d^,°m ZUUMBUM MMMZUMß SÄ a f d, l°°«°h°nd i i.J die E-- rÄn'che? s“tfu^Ub1=r®raf‘ ch w7e i n - L ° w, tz ZMMMZUM TW«? bei fester un? geschickter Vertretung (lebh a^f t e^H ö r !'. H ö r t - R u f e u ud g r oße U n r uh e im g a n z en H auf e) a u f d e m W e g e e i n e r E i n i g u n «der bürgerlichen Parteien hätte durchgefuhrt wer. den können Wir sind der U e b e r z e u g u n g, daß den lonneu. r, r f ni f f c n 1) c § 93a t e r Ia n b c § n id) t versagt haben. Aber wir werden auch in d-erF o l g e an den U e b c r I i e f c r u n g c n unserer Partei T 1 halten. (Beifall rechts.) Vize-Präsident Dr. Paasche teilt mit, daß auf Antrag deS Abg. Bassermann (Natl.) die G e s a m t a b st i m m u n g über die Besi tzsteuer vor läge eine namentliche Uin wird und weiter, daß eine Resolution Herzog lWirtsch. Vgg.) und Genossen enigegangen ist, worin mne Bor läge verlangt wird, durch welche die st^e uerr cditt X)en Verhältnisse der Furften zum Reiche geregelt Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Eine Milderung des Militärstrafrechts hat den Reichstag wiederholt und seit Jahren beschäftigt. Von 5^em unzulässigen Z w a n g, der in dieser Sache ausgeubt wurde, kann man also nicht sprechen. Abg. Waldstein (Vp.) verzichte: aufs Worb Das Gesetz wird in dritter Lesung angenommen' das gesamte Haus mit Ausnahme des .lbg. Kreth (Kons.) erhebt sich. (Lärm und Unruhe bet den Soz. — Rufe. ^^^afauTföerben die zuriickgcstellten Abstimmungen zur Wehr- Abg. Schultz-Bromberg (Rv-): Auf die Reihenfolge der Abstimmung kommt cs uns nicht am Wir verfechten auch heute noch den Satz: Keine Ausgabe ohne Deckung T Da wir für die Wehrvorlage eintreten und im gegen- wär'igen Zeitpunkt eine andere Deckung praktisch nicht mogüch, werden wir für die Deckungsvorlage stimmen. Diese Erklärung kann ich auch im Namen de§ Abg. Frhrn. v. Heyl abgebe (Große Heiterkeit.) Damit schließt die allgemeine Aussprache. In der Einzelberatung begründet Abg. Ledcbour (Soz.)^ einen Antrag, daß die Steuersätze deS GesehesalsNor nial- ü e u e r s ä tz e gelten sollen und daß bei Feststellung des Etats alljährlich zu b-stimm-n ist, w-lch-r steuersätze für das beginnende Fiuanziahr erhoben werden soll. Staatssekretär Kühn: er Antrag, der eine Ouotisierung d c s 93 e r • mögenszuwachses beztoeckt, paßt nicht in die Vorlage hm. ein. Ich bitte dem Antrag keine tfolge zu leisten. Abg. Fischbeck (Vp.): Den Gedanken der Quotisierung haben wir schon bet der Bo ratung der Erbschaftssteuer zum Ausdruck gebracht. Wir wollter ibn auch hier durchführen und könnten das, wenn unser Untraj angenommen worden wäre, daß neben der Bermogen^uwachS befteucrung eine Feststellungsgebuhr emgefuhrt werde. Die Fest stellungsgebühr scheiterte aber an dem Unannehmbar der Re gierung. Da wir nicht die ganze Borlage gefährden können wir jetzt in der dritten Lesung nicht für ber-^ Sozialdemokraten stimmen. 7, Der Antrag wird abgelehnt. . Meteorologische Beobachtungen der Station Gießet Kl Welter 8«* s Aed. Himmel 16,0 • C. 10,4 a J. 3 uni Juli 1813 eS K c 6» Höchste Temperatur am Niedrigste , „ Stiederschlag: 0,0 mm. Wenn man sich nun auch dem Baden, Bootfahren und Wasscr- planfchen gegenüber auf den etirxis umgewandeltcn Seemannsspruch beziehen kann, daß diese Tätigkeiten durchaus und i>or allen Drngen in den Ferren notwendig seien, so gilt das nicht für das Spielen mit Schußwaffen und Feucrwerkskörpern. 44 ^odes- und 21 Jnvaliditätsfälle schwerer Art registrieren hier die Zei- tungsmeldungen. Man darf annchmen, daß die Zahl der Gefährdungen prozentual hinter denen durch das Wasser nicht zurück-! blerbcn wird. sorge gründen werten müßten. Vielleicht können diese war- -Solen und Feststellungen schon die Kinderunfälle in den Ferren, wenn auch rn bescheidenem Maße, vermindern und mil- - _________Max Thiclert. 29, bis 30. Juni 29. , 30. . Viichertisch. I .. T i u hessisches G emei n d c st e n crb u ch. Zuqle.ck, nnt der Ausgabe der Gememdestouerzettel ist das H e s >: s ci> r p emei n d e steu er buch von Mnistcrialrcqistrator Jünger in Darmstadt erschienen. Es umfaßt 180 Serien. Kaum irgend esst hessisches Steuergesetz wirkt so einschneidend in die Verhall ^nisse der Steuerzahler, rind kein anderes hessisches Steuergesetz I ^schwer verständlich, wie das neue Gemeindesteuergesetz, weshalb ist es zu begrüßen, daß jetzt dazu ein lcichtvcrständlick geschriebenes Lehrbuct» erschienen ist. Gewerbetreibende, Han-T besitzer, Kaufleure, Kapitalisten und Landwirte finden dariir a»s- fuhrliche Erläuterungen über die Veranlagung ihres Vermögens, im£ dunstem Einleitungen zu Steucrcrlläruiigen, Berufnugeu und Beschwerden, zur Prüfung des Steuerzettels usiv. »Dal-ei besckwaukt sich der Verfasser keineswegs auf die einfache Erklär-!- -- des Gesetzes selbst: er geht auch den Gründen nach, wie die Vor entstanden und, warum der .Abzug von Schulden nicht möglich ist, warum und wie Zuschläge bei der Gewerbesteuer gebildet werden usw., möglichst durch Hinweis auf die Kammer- Verhandlungen. Weiter enll-ält das Buch noch die Bestimmungen < Jlnteile ber Gemeinden an der Reichszuwachsst-nier, an der Wandermgersteuer itnb an der Saisonsteuer: ferner üb.n i ic -^ros- und Provinzialumlagen, über bk Beiträge zu den Kosten ber Hanbclskammern, der Landwirtschaftskammer und zur land und forstwirtschaftlichen Unfallversicherung. Das Buch > t 1,25 Mark. Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: „ ...Meine Herren, lassen Sie mich im Anschluß an Ihren Herrn Präsidenten auch meinerseits die Ueberzeugung aussprechen, daß dank der gemeinsamen Arbeit der Verbündeten Regierungen und des Reichstages ein großes Werk getan ist. Gewiß wird kaum einer unter uns sein, der nicht in den Finanzgesetzen manches anders wünschen möchte. Mancher im Lande draußen wird Mängel und Härten darin sehen, wie die neuen Lasten verteilt worden sind. Mer trotz aller Drängel an einzelnen Teilen des Werkes — das Ganze wird d e r N a t i-o n z n m H e i le dienen. Die großen und schweren Opfer, die die Staaten und die einzelnen bringen, werden getragen für die h ö ch st e n G ü t e r d e r N a t i o n. D e m F r i e- den und der Ehre des Landes sichern wir in der gesamten waffenfähigen Mannschaft Deutschlands eine feste Sch u tzw e hr. (Lebhafter Beifall.) Mit der Betätigung des festen Entschlusses, für die Sicherheit des Reiches Gut und Mut herzugebcn, können wir Hellen Blickes und mit gestärkter Zuversicht auf den Frieden, und wenn es sein müßte, auf siegreiche Abwehr in die Zukunft sehen. Das Bewußtsein hiervon möge jetzt nach langer und aufopfernder Arbeit die Herren in ihre Heimat begleiten. (Beifall.) Der Reichskanzler verliest die Kaiserliche Verordnung, durch die der Reichstag bis zum 20. November vertagt wird und überreicht dem Präsidenten die handschriftliche Urkunde. Präsident Dr. Kacmpf: Wir aber trennen uns mit dem letzten Rufe: Seine Maiestat der Deutsche Kaiser lebe hoch! (Tas Haus stimmt dreimal ein.), Schluß gegen 3 Uhr. Verinisebtes. s^^^^^^^abcnteuerbesHerzogsvonSuther- verschieden Herzog bon Sutherland wirb folgendes Reiseabenteuer erzählt i In Ebinburg bestieg ein es Dage_> cin Englan dcr tue Eisenbahn, ein Amerikaner setzte sich ins lelbc -tbteil, zwrfchen den beiden Reisenden entspann sich bald ein munteres Gefprach, und auf einer kleinen Haltestelle kam noch ent ^^tter Reisender dazu. Er begrüßte den Engländer sehr her;- lich, das Gespräch ging flott weiter, und in Perth stieg der zulent ^"E^ene Reisende wieder aus. Eine ganze Reihe von Dienern erwartete, ihn aus dem Bahnhof, dec Amerikaner sah dies und SÄ. fr-neit ^W^n ob er ihm den Ra,neu des Herrn nennen lonne. ,,Gewiß, das war der Herzog von Fjfc " — Da XwA Ar herablaffend daß er sich mit nnseresaleichen V fmsntC ^FEn^er, und der andere stimmte lächelnd bei. Auf der nächsten Haltestelle stieg nun auch der andere Mitreisende aus: er verabschiedete sich von dem Ameri- Hanbedruck, und als dieser ihm nachsah, bemerkte er. daß auch dieser Reuende von eim-r-gVoBen Schar Diener ab- geholl wurde. Run hielt er es für empfehlenswert, sich bei einem der Bahnbeamten zu erkundigeii, wer der Herr sei, und erfuhr — den Namen des Herzogs von Sutherland! ™ r-M Uncbfcr Paradiesvögel berichtet der berühmte enghidye Zoologe und Entdecker des Okapi Sir Harrh H Jokmstou ^enenwi Liefernngeii 27—31 des imjcrn Lesern ’%on wehrfach enipsohlenen nattirwiffeiisckMfffickvn Prachtwerk Wunder der Natur" (Deutsches VerlagShans Bong u Eo, ErlmL an Hand zahlreicher Photographien und Farbentafeffi. .Fetzt, da die Mode ine Hute unserer Damen mit „Paradß- reihern — leider! — schmückt, dürfte es vielleicht von bc sanderem ^ntereffe fein, über diese wunderbaren „Mttervögel wie die maleiischen Händler sic neunen, etwas Näheres zu er MS!'»- ^lC ?it dem 16. Jahrhundert schon I ^l'kannt. Ta bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch stets nur verstümmelte, fußlose Bälge zu uns kamen, bildeten sie!' wnderbare Legenden um diese Vögel. Sie sollten ihre Hei nm- un Aether haben, mir während flüchtiger Augenblicke der Ruhe pflegen und sich habet mit beit langen, fadenförmigen Schwan-, I ^dern an Zweigen und Aesten aufhängen. Das W-eibchm sollte die Eier in eine Vertiefung auf dem Rücken bes Mämrchms mcderlegen und sie in diesem seltsamen, fliegenden Reste ausbrülü, Sv namlir denn auch Sinne eine Paiadiesvogelart die „fußlose" Die Paradiesvogel, die in der Größe zwischen Drosseln und Krallen schwanken, haben ausgesprochen rabenartigen Charakter und sind anderseits mit den sogenannten Laubenvögeln verwandt, gleich denen manche Paradiesvogelart „Spielnester" und „Smtben" baut ®ie werden teils mit Leimruten, teils in Schlingen gefangen^ seltener geschoffen, bann gewöhnlich mit besonderen Pfeilen, deren „Spitze eine knopfarttge Anschwellung trägt oder ein stummer $.lc schinimernde Pracht eines fliegenden Paradies- Vogel.- ist nut Worten nicht zu schildern, sie erinnert den Eur.'päe'-, der zum ersten Male einen fliegenden Paradiesvogel sieht, — zumeist sind freilich nur die Männchen so farbenschön — an etwas Ueberirdisches: man vergißt, nach ihm zu schießen. Leider stehet Modelaune auf dem Aussterbeetat, ckns Kaiser-Wil Helmsland (Deutsch-Neuguinea) allein nmrden int r?aJr(,.491,0 Plrradiesvögelbälge im Werte von 152 000 Mark äusgesuhrt! — In den gleichen Lieferungen plaudert u. a. ^^Kolsche itber das Chamäleon, Prof. Dr. A. Mareuse über atmvsphasische Luft und Dämmerungserscheinungen, Prof Dr n5cr dm Plesiosaurus, den alten Meerdrachen, Hes- dörffer überjapanische Zwergbäume, Bürgel über den Zusammen Hang von Sonnenflecken und Sturmlatastrophen, sowie anderen: ^dsichen Erscheinungen Usf. Alle diese Aufsätze sind aufs wundervollste illustriert. Di« Steuerpflicht der Fürsten. ote Stbfrt 2hb«ngi2efUn8 T" auj Antrag bet Sozialdemokraten Z 1 Paragraphen Uber die V-ranlagllngsSel,erden KJs" L°-d°u- M d-r Bnndesral die Behörden bestimm" ÄL de- W^^L^dund-sf^ft-n zuständig ftoÄS k._- mt 1 ch a ftl 1 chen Bereinigung will setzt UHoh mB wieder streichen und dafür eine Re so- b“e ft die berbundeten Regierungen auffor^rt, (^(^ ^reeern °UM 8ÜtflC? -^nd- Reichskanzler Dr.' v. Bethmann Hollweg r Auf Grund der wiederholt abgegebenen Er- ch ’ Re r3?C 1 b°nde.en R - g i°- t°u n gen "b U t. ->n ^0 dringend, den Absatz 2 int Q r " r J,e i>e§ Znstandeko-mmens des Gesetzes abzulehmen. (Hört! Hörtk) ^efeyes rrniver-itäts-Nacbrictttett. ffpih^ mer nsü öe,,tr?ltCL und Rang eines'a. ö. Professors be- b^nhr,UQ,y^ Fritz vartogs ist vom I. Cf tobe v . Osum etatsmatzigen anperorbenttichen Proiesior für dar- SmÄ'“ ber 5miintl,enec phi'°I°p'Mch-» Sakul.ä- . .. ~ 3»”! Nachfolger des am 5. April!St3 verstorbenen o Bro- ^nry Simonsfeld auf dem Lehrstichl der Geschickte iiisbeiondere geichichtliche Hilsswisse,.schäften, an der M ü n diener U l!iuC-Rta! ,vurbe bec Privatgelehrte Dr. phil. Rudolf von edel ti$«1'efförÄe®.CnCnnU''a 5"m EtalS,"ä^c" ”“B«orbe,lt. Der enierit ord. Professor der klassischen Philologie an der Grazer Universität Hchrat Dr. phil. Max Theodor Ritter v. llaraian begeht am 1. Juli seinen 80. Geburtstag * Unter Bettlern. Zwei Bettler stehen vor dem Schau - I^'Utor einer Leberwarenhandluiig. „Du," meint ber eine, „tyenn tefi mir mal n Daler znsammengefochten habe, bann koof ick mir ural fon reutet Port'monnaie da zu drei Mark." — Der anberc• ” ^cnn ^a riikstecken?" — Der erste: „Na, den Daler." Kmöerunfülle in der? Serien. r vermehrte Zahl ber Kinberunfälle bilbet leiber die Schattenseite der Fenen und ihrer F-reudeu. Kaum haben sich die Psorten der Freiheit aufgetan, so treffen schon die ersten Hiobs- posten tu den Zettungsmeldungen ein, bald ein fatalistisches „Wieder ^umal' oder ein erstauntes „Was auch Kindern alles passiert!" auslösend. Hier ist es das tückische Element, das Wasser, das feine gewohnten rvertenhekatomben aus der Jugend fordert, dort sind es leitiante Unfälle aller Art, die niemand voraussehen| 3nfeftenftid)e, Bisse von gereizten Hunden und Katzen, der Stoß des Gehörns eines zahmen Rehbockes, der Hufschlag eines Ptzrdes, der Schnabelhieb eines Fischreihers, Hecht- oder Schlangenbiß gefährden Leben und Gesundheit der Stadtkinder, denen die tastende Vorsicht der Landjugend noch nicht eignet. Drese vielleicht hier und dort durch tollen Mutwillen und mangelnde Einsicht in die Gefahrenmöglichkeiten hervorgerufenen bösartigen Zufallsunfälle wird man vielleicht nicht ohne weiteres vermindern können. Sie bilden auch nur einen kleinen Prozent- Sv der Unfälle Nach Zeitungsmelbungen während dreier Sommermonate, ^uli, August u. September ereigneten sich Todesfälle von Kindern durch Blitzschlag 6, durch Schlangenbisse 3, J?urrcö Insektenstiche 3 durch Hitzschlag 5, Jn- validitatsfalle durch Hundebifse 2, durch Katzenbiß 1. , Die Zahlen schwellen aber gefahrdrohend an, sofern es sich üm die nicht unbediligt unvermeidbaren Gefahrenquellen für Kinder handelt. .Hier ist die Möglichkeit gegeben, durch Erkenntnis! uuö geeignete Vorsichtsmaßregeln Unfälle und Gefährdungen zu vermeiden, die durch die Kinder jede Familie bedrol-en, die die Veil- und Gesundheitsquellen des Landes und der See aufsucht - 20b Todesfälle ereigneten sich beim Baden, und diese sind fast nur in den erwähnten Sommermonaten, hauptsächlich im Juli und August geschehen. Dazu kommen 241 Todesfälle infolge Ertrinkens'beim Spielen an Gewässern. Diese verteilen sich allerdings ,$te Monate Januar, Februar und Mrz, da die deutsche Pres,e wahrend der erwähnten drei Sommer- und Wintermonatel auf Kinberunfälle hin durchgesehen wurde. Wie groß müssen gegenüber diesen Zahlen die Gefährdungen von Kinderleben durch Sert W ? Sie werden wohl das Hundertfache cr- = 31! Abg. Haase (Soz.): Was wir bisher gehört haben, ist ein glatter Umfalk bcr Part ei e n. Die Regierung hat es in der Hand, das Ge- sOi,CS Drnub-N wird durch einen solchen en ,«ÄtUd4-'nea nicht überall die Elcw'.pflicht der Fürsten anerkenne. (Sehr richtia' bei den Soz.) r l?,er Eindruck wäre falsch, aber er wäre zu erklären. Künftig aber wird man sich bei Erörterungen darüber auf diese Haltung des Reichstages berufen. ' " A5^. Dr. Dabtd' ^Soz.)> . bat ^^olu^oii fft nicht der geeignete Weg. Der Reichstag . , • ' 11 '■ °s: 1 1 n *>1 c f c r Frage in der Hand, tragen1'0 Konsequenzen nachher die volle Verantwortung Die Debatte schließt. Die namentliche Abstimmuna bSf^ bhr * r ?tociter ^/ung angenommene Absatz, der aus^ brucklich die Steuerpflicht der Fürsten festleat wird mit 19d gegen 169 Stimmen bei acht Enthaltungen gestrichen. 15 mr'^^mpclgesctz wird angenommen. Der An- «N,?- Wirtschaftlichen Vereimgung, der noch kurz vom Abg. Behrenc- begründet war, abgelehnt. ® Abstimmungen über die Anträge zum einmaligen Wehrbeitrag und zur Stempelsteuer die bereits am ^onnab^nd beraten worden find. Sie e-rgeben die Annahme des K o m p r o m i ß a n t r a g e s über^die Bewertung nicht zum Borsenhandcl zugelassener Aktien. n r J«. ?^amtabstimmung wird der einmalige außer- da?Ge,>i! ;4f Wehrbeitrag gegen i>IC Polen und Elsässer, das Gefetz aber A e n d e r u n g e n i m Finanzwesen gegen S^lü^mrofE° rn' ^okn und Elsässer angenommen m^.Nch wird na: Dic B ermögenszuwächSsteuer wird mit 280 gegen »“'.VnoX:“ 29 «"--en -P°.cn°u°nd Sfemtt ist die Tagesordnung erschöpft. Präsident Dr. Kacmpf: . Meine Herren, wir sind damit am Schluß eines Viare 1111 sC 5 ungelangt, der in der Geschichte des leichstages als e m e r der denkwürdigsten bezeichnet wer- en muß. Richt sowohl die Dauer der Tagung htMe ich dabei m Auge, als vielmehr die Wucht der Aufgaben und die bei- a-.f e unüberwindlich erscheinenden Schwierig- citen denen wir uns gegenüber befanden. Wenn ein Aus- >eg aus diesen Schwierigkeiten gefunden worden ist, so erdanken wir dies dem festen Willen, in einer des würdigen und vor der Kritik der Ge- hw)tc standhaltenden Weise, der dem Reichstag gestellten Auf- abe gerecht zu werden (Beifall.) Ungewöhnlich große und bis n die Grenze der Leistungsfähigkeit gehend waren die Anforde- ungen, die an die Arbeitskraft ber Mitglieder des Reichstages n aflgemeinen, und der Budaetkommissiou und ihres Herrn Vor- tzenden im besonde^n gestellt worden waren. (Beifall.) Oer Reichstag hat fich an der Ausgestaltung der großen ese^ebung beteiligt mit einer planvollen Initiative, wie kaum buvor. Wir tonnen heute dieses Haus verlassen mit dem CrJUrI tc^n bas uns vollen Ersatz bietet ■X Ur-S ^gen^n Mühen, Sorgen und Anforderungen. ie Opfer, die für das Deutsche Reich gebracht werden müssen, id schwerer als je zuvor. Möge der Abschluß des großen Wer- y uns 'N dem Bewußtsein der Kraft und die gesamte Nation in m Gefühl der Sicherheit bestärken, das für die gedeihliche Ent- . icklung des Reiches unentbehrlich ist und dazu beiträgt, uns und r SBclt ben Frieden zu bewahren, den das gesamte Deutschland rllch will. (Lauter Beifall im ganzen Hause.) Äbg. Basscrmnnn (Natl.)':' Meine Herren, bevor wir auSernandergehen, gestatte ich mir C? unseren verehrten Herrn Präsidenten ben ärmsten Dank für seine wohlwollende und gerechte Geschäfts- lyrung auszusprecher,^ und für die umsichtige Förderung der coßen und gewaltigen Aufgaben, welche der zu Ende gehenden agung gcftellt waren und die heute zu einem glücklichen Ende ge- chrt worden sind, wie wir wohl alle hoffen, zum Nutzen und egen unseres Vaterlandes. (Beifall.) 1 Präsident Dr. Karmpf: Wt* - v F - < • ctr y. 1 Srretiu.fu_r d'e Anerkennung und für ben 58ei. cVaterländi^M.^^X 'Wben. Ich übertrage den größten Süänner.-tStein-^ Vizepräsidenten, dic Schriftführer, &eleuchtu? ®.en gesamten Vorstand des Reichstages, ___________________1 umtlichen Beamten des Hau - zf n 11 io / su bei manchen noch größere Anforde- Q ' 1 §), als an uns. (Lebh. Zustimmung auf Görtriitskarten i 3. 2 m In früheren Fällen wurde ber Präsi- (Staihaasin 3Vassan;,rf(3tunt>e bet nächsten Sitzung, ebenso die D, «Schaft s-stsust-ll-n. D° lein Widerspruch er. -rteG ftochen. Wg. Dr. Junck (Natl.) äasäs gen r ssjis ässzksS («ustimmung bei ben Natl. Lach?n de den Soz.) Durch unsere Abstimmung bringen wir aber n.At zum Ausdruck, daß die deutschen biterfe^ geltenden Staatsrecht der oiiekken Besteuerung durch das Reich nicht er liegen. Die nationalliberale Fraktion ist niehr rn ihrer weit überwiegenden Mehr- beit der gegenteilige» Absicht, überläßt aber des ic LV? " 6 5 r-a^c bEr ^"w°ndu»g oe» c i etze s. Es wurde jich embf ehlrn bicfer (y c legen bei t fest zu st e l le n, daß sich die Steuerfreiheit beschränken würde ^sCLIOnrbc§ Landesherrn und der Landes- hei-rln, daß a-ber gegen die Steuerpflicht der anderen Mitglieder ber fürstlichen Häuser vo» keiner Seite staatsrechtliche Bedenke» erhoben worden sind — Der Antrag bcr Wirtschaftlichen Ver- c ’ »i g » n g erscheint nur zwecklos, weil er angesichts der un§ bekannten Haltung der verbündeten Retz . er u » ge n eine praktische politische Wirkung nicht habe» kann. (Sehr-vahr!) 8 Wir lebe» in einem wehrhaften Zeitalter. Schon die Jugend sott in der Wassen- und Kriegführung unterwiesen werden. ‘ Da fid) nun der kriegerische Sin» bet ben Pfadfindern und Wehreü ai^toben kann und seine Befriedigung findet, so sollte unnachsicht- lich jebe Sckiußwaffe, auch bie bcr zahmsten Art, auS bcr Familie und ber Behausung verbannt werben, vor allen Dingen aber auch, in den Feinen. Denn bie Durchsicht ber Zeitungsmelbungen zeigt M dieser Zeit bie Häufung bieser Art von Unglücksfällen. ^'venso ist es bei den Todesfällen von Kinbern durch Verschüttung, Hineinsallen in Gruben und Ersticke», bie 89 betragen ^enn auch bie Kennzeichnung gefährlicher Stellen nicht an affen genügenden Sorgfalt erfolgt, so kann doch die eindringliche Mahnung und Belehrung der Kinder, Strohwische »»b Warnungstafeln zu beachten, und bas Einziehen von Erkilndj- gungen bei den Landbewohnern über derartige Gefahrquelttn manche Unfälle verhüten und bie zahlreichen Gefährbungen unb viele Todesangst vermindern und milbern. c„ Daß die Dorf- unb Lanbstrasten burchaus kein Tummelplatz sur die Spiele der Jugenb sein sollten, zeigt die Durchsicht der Meldungen ber durch Ueberfahren unb Anfahren erfolgten Todesfälle. ^hre Anzahl beträgt 246, wovon ein gutes Drittel auf s £a-1^ cntlaItL uud bie zahlreichen Jnvaliditätsfäll unb Gefahrbungen werben sich ohne weiteres burch ein strenges 'ker r’ auf der Straße zu spieleii, wozu in den Sommerfrischen> auch kaum eine Notwendigkeit vorliegt, herabsetzen lassen Noch eine Art von Unfällen erfährt in den Ferien eine Erhöhung, nämlich diejenigen, die durch Verbrennen und Verbrühen erfolgten. Unter ben 386 Tobcsfällen von .Kindern ist eine große Zahl, die durch den Spirituskocher in den Ferien I verursacht werden. Auch das Spielen mit ben in dem »rinud tioeren Haushalt weniger gesicherten Streichhölzern steht als Und 9^3nrunb °benan. Vielleicht entschließen sich vorsichttge Mütter . ^dlufsichtspersonen zu einem Taschenfenerzeug am sicheren Kettchen für ben .ständigen Gebrauch und sperren die Streichd Holzer für alle Fälle des Versagens, die übrigens nach dem Stand der Industrie nicht allzu häufig sind, in den verschlossenen sWorvdcr in em ucheres Gelaß. Die hohe Zahl ber Todes- CKUC ebensolche ber Gefährdungen und ber G»tftelhjp CI9r ?crd',r Mädchen besonders empfinblichep Lnt)tellungen aller Art nicht zu gedenken. I cl- ^odes- unb 32 schwerere Jnvaliditätsfälle erfolgten durch Maschinen. Ghnc Durchsicht bcr Meldungen zeigt die Ehrlichkeit Landwirtichaft benutzten für Stadtkinder. ^Messer, Kinderspaten, verursachten zehnmal Invalidität, Spielen an nicht genügend geficherlen schaukeln 6 Todesfälle Gegenüber diesen Zahlen bcr Kinderunfälle, die eine amtliche ® ti.LVute leider noch nicht gibt, voraussichtlich »a- UX ^'s^nigen, die mit einer mehr oder weniger schweren Serjebung endigten, wohl stark vermehre» ivürde, erscheint eine <5!.^frui-,g 110.4) mancher Richtung hin geboten und möglich. Es xt?' troc. bc,L-$0U ‘)ur(fl diese privaten Ermittelungen rCIrr ff^Olieü Gesellschaften schließlich dock eine Kinderimfa l-Ver,icherung mit nicht allzu hohen Prämie» er möglichen laf,en. ^ie ,^-olgen einer Invalidität sind durch die - S ^^oerter Grundlage nötige andere Vorbildung des Kindes Sonnenbrand Hitzvocke». Sommersprosse» »sw. W1?-1 betroffene Emilie loinJ m;t i>cr i„ Wanbeli n,nn am uoneilbaüeiten f«aftt>4) oft W .ctnidmetben», da« Mittel imb İgc Snr Sor4Ä MÄ bSrteÄ Myrrhollö-Seife. 30 2“ 753,1 16,1 7,6 50 W 4 10 30. 9-* 753,2 13,6 7,9 68 NW 2 10 1. 753,0 11,3 7,9 79 W 2 10 8 8 O O IT) iC 8 ID ir s K " 82 ä-i — ÖS = C-P~ AZ 2© 15© £=© Q ■'S- E.6-? E:g-g oft « - es £ L Z-SL ©-O’’" Jo «#= e c<5'se oi N O:a :« <3 5 NNNN 2 L. x> S1^ •Tri-A CCt(i) K N co va — *>ä^ CQ H' 2 nS 5?^* s N * 21 E OgE »c £ o § 3 e <9 «0 £ZZZ 5S2 GKN s £ «ee IL L SL.LA^ Ä-s -ZS- a?e as 5 ition <3 . s «Ä '- ° 19^2 Leiter » =^fe B Q ^ssip .Q - Ns» £)'£’. %> cp-; s d :O © K i» « S c 1 e: Q N T s W £ ■e (9 z? L N-? ? - A^S L gd het US »O <51 CB X E Z £ Z Q«g ar- ’S Z d LV _2 O ?e öS iei ncl § §. = 8 ZL L) £ & 5 Ü 2=^5 -c° ZSZ X e ~.‘£ ‘S'c S£ *5(9 © E ÖS 3 TZ « E §«§ ÖS GV ö in! ilct cht>. : ir Mf un iid ner 2-S‘B jK>jQ :§>e E5o £ . 'S>O3 läryo LZ £ö§ ^<«1 : e « X S’ß’E -n e ■ävD tos o n vor bem Erhau- t der eine, »wm bann Eooi ic mir - — 2er andere,- ,Ia, den Solr." tl C o ■p^ © nr> 8H E L «r, ®.s , . £?=(0.7». ««8 .bete ner ietztc Lr. Zliich halb1; uKcr sehr C. ,^e0 der zuli. unseresglMn Qnbere stimme jun auch der on bcm Ameri- ^ia&, bemakle ^er Diener ad- ' "ch bei einem t> und erfuhr — *ti kt baühnüe ? $}■ Älmslvn Losem Y^atitoens US ®ong U. Tv„ nd,iN. G oi e^'S' fet 8'5'® Q^- u®> 8|___ I .jjeb. ?*'“ » (V ö C-> O ^'E-ObOJ» S-T«L2<^-M -5£<(9 u u L L^'Zio ZSsdAO £ © S © © £ = (9 £ an © <71 .T L £ £ £ 2 © ä £ 'S nr> =c .60 cy 60 X I X iS es L C"/E . CT nr> 2e ,öE _,cy C/K - 60 4d 0 7»>7-*e 2. D . = = Pfa-Taoe K 1 6 Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt am 9. Juli 1913 lose 1 pro Fr.Levermaim Gießen N.5.- 111.- N.2Ö.- 1.407- KIasse Seltersweg 81 Telephon 1093 Solange Vorrat! Solange Vorrat! aHt-BIöichcreme 4278 • Pfg- I 95 Pfg. . 95 Pfg. tu c 10.- s.- Reise-Artikel 2. 95 Pf KD DVr Bilanz am 31. 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Stand der Mitglieder Ende 1912 . Beuern, den 19. Juni 1913. LundmrWstliihtt KiWMttin II eingetr. Gen. m. n. Hastpfl. Vergebung von Vauarbeiten Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Neubau eines Schuihaufcs für die Gemeinde Krofdorf sollen öffentlich vergeben werden: 1. Maurerarbeiten. Fig. Pfg. Pfg- Pfg. Pfg. Pfg. sind, so lange Vorrat, zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie-Einnehmer in Gießen: ^Mchacker Flimm Leqler^^6 Neuen Baue II Walltorstr.63 Süd-Anlage 5 lern Sprecher 877. Fernsprecher 237. Fernsprecher 82. 2 Paar gute Berknles-Bosenträger Sammet- oder Leder-Damenhandtasche . . . ®amen-Gnmmi-Samtfürtel und 1 Paar Handschuhe Grosse Auswahl Aluminium-Koch- und Ge- OjS brauchs-Geschirre, vorzügliches Fabrikat dw Pfg. 3feinr. JCreüert Plockstr. 11 - vornt. Jul. Fischer — Tel. 323 Neuwäscherei elektrisch. 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Oanuar 1913 und mit Genehmigung Groffhe? og" MmistermmS des Innern soll die Mahnung von ÄgÄ Mnbtn ™ «emcint.cilcu.tn mid £S£ % mehr durch besondere Älahn^ettel. sondern durch öffentliche Zeranntmachuna crfMgen. (iS werden daher bei solchen fltiirffmnöen vom Rechn ungSiahr 1913 ab den Schuldnern keine Mabn,zettel mehr zugestellt, die Mahnung erfolgt ^efQnnttnndH?nSnr^UUt^ x *" bcn für die amtlichen hiJfnnöcl ^chdt benützten Leitungen. Inofrfirn ii?frn nenau angegeben, bis zu n°hCJo dte sallrgen Steuern und Kanalgeblihren ohne Kosten bezahlt werden können. Mahngebühren »ürUi16! ^"roctrtuna der öffentlichen Mahnung nicht mcuT* erboben. B^/< t Auoust bis 17. Seotember ds. IS. wird üop' ausnchtllch reine srlrung der Stadtverordneten Versammlung abgehalten. Dringliche, die Beschlnhsaffung der Stadtverordneten- Bersammlung erfordernde Angelegenheiten sind daher spätestens bis zum 22. Juli ds. Js. bet mir vorzulcgetu^ Fürsorgeslellg inrLengeokraiikß (Medizinische Klinik, Kliniksiraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5-