Erstes Blatt 163. Jahrgang Gerichtssaal": K. Neu- DLe heutige Nummer umfatzL 10 Seiten, 10 3. 7 heu isen Goetz ton",, t-oleii ^)öncn Sozialdemokraten ergibt sich: Gewählt 139 48 57 7 2 8 4 2 Jtn einzelnen konservative ^reikoniervative Slationnflibernle die Post Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPst auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August bedauerlich, das; man keine von diesen Reformen vorgeschlagcn und sich auf ein Projekt beschränkt hat, durch das der aktive Dien st zu einer La st wird, welche der Nation ein ergänzendes Dienstjahr ansbürdct und ihr eine Vergrößerung der Steuern und eine Verringerung der Produktion bringen würde. In allen Ländern hat die Kraft der Leistungen ein gewisses Maß, das man nicht überschreiten kann. Wir können das Regierungsprojekt nicht annehmen und betonen nur, daß man der Militärverfassung eine Ergänzung für den aktiven Dienst hinzuftigen muß, um der Gefahr des Mangels an Zusammenhalt zwischen den Altersklassen zu begegnen und um die Ausbildung der berittenen Waffen sicherzustellen. Wir sind entschlossen, das Budgetdefizit nicht größer werden zu lassen. Wenn das Defizit zunimütt, wird cs den Kredit Frankreichs, der eine so große Hilfe in ernsten, delikaten Umständen war,- bedrohen. Wir werden verlangen, daß neue Ausgaben mit Hilfe von progressive^ Steuern auf das Einkommen oder den Kapitalbesitz gedeckt werden. Aus Paris wird gemeldet: Der Kostenvoranschlag für die Einbehaltung der im Oktober frei werdenden Jahresklasse unter den Fahnen erreicht die Summe von ungefähr vierhundert Millio- n en Franken. Ueber die Deckung der Kosten der Gesetzvorlage ist nichts enthalten. Es werden also für die Vorlage und für diejenige welche die für die Bewaffnung geforderten 420 Mill, betrifft, neue Einnahmequellen von mehr als 800 Millionen erschlossen werden müssen. Goethe, dem modernen Drama unserer Epoche so viel von der pspchologischen Zergliederung vorweg, um die wir im letzten Jahrzehnt gerungen haben. Die Beaumarchais-Sentenzen, die TagesLalerrder aus dem Jahre 1813. 19. Mai. Gefechte bei Hoyerswerda und Königswartha, durch die sich! Marschall Ney den Durchmarsch und die Vereinigung mit der französischen Hauptarmcc er- Nvingt. An den Gefechten nimmt auch! das Hess. 1. Chevaulegerregiment teil. „Vermischtes" und ?wrtsä>rittliche Bolkspartei 25 Zentrum 100 für „Feinde- Zwischen Wahl und Stichwahl. Aus Berlin wird uns geschrieben: Wenn auch die Stichwahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus noch in dieser Woche ausstehen, sd läßt sich doch bereits eine allgemeine Wahlstatistik treiben. Sie bringt ja ganz ähnliche Ergebnisse wie ihn1 Jahre 1908. Auch diesmal haben sich ungefähr ein Drittel der Wähle r an der Wahl beteiligt, während zwei Drittel ju Haus-e blieben. 9htr einmal, int Jahre 1862, ist mehr als ein Drittel der preußischen Urwähler, nämlich 34,3 Proz., am Wahltisch erschienen. Millionen von preußs- jchen Wählertt haben zweifellos noch niemals bon ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Ein Wahlrecht, das nach OSjährigem Bestehen so wenig in das Verständnis und das Interesse des Volkes eingedrungen ist, hat seine Unbrauchbarkeit und Ueberlebthe'it auch! ohne jede Wahlprobe dargetan. Dem objektiven Beobachter bex je^igen Wahl kann es jedenfalls wicht entgehen, daß die Prinzipien der Klassenwahl und der inbiret'ten öffentlichen Wahl heute außerordentlich viel schärfer und ungerechter wirken, als es vor 6 Jahrzehnten unter den völlig anders gearteten wirtschaftlichen uni)- kulturellen Verhältnissen der Fall war. Was damals schon als ein schweres Unrecht empfunden wurde, ist nunmehr tatsächlich zu einer unerträg^ lichen Last geworden. Es läßt sich zahlenmäßig Nachweisen, daß der plutakratische Charakter des preußischen Wahlrechts sich int Laufe der Jahre noch weiter verschärft hat. Tie Zahl ter wirtschaftlich abhängigen Wähler hat sich seit der letzten Wahl wieder sehr vergrößert. Und dieser Umstand läßt die Bedenken der öffentlichen Wahl größer als je erscheinen. Zn ganz besonderem Maße sind ja die Wahlmänner infotge der indirekten Wahl den Schäden der Oesfentlichkeit ausgesetzt. Die Wahlmännerlisteii wirken wie schwarze Listen, die durch die Zeitungen veröffentlicht zu jedermanns Kenntnis gebracht inerbeu. Was Wunder, wenn es gerade den ^ärgerlichen Parteien so schwer wurdo, Wähler für dieses „Ehrenamt" zu finden. Nach -einer Zusammenstellung des W o l f f s ch e n Bureaus vom Samstag nachntittag 2 Uhr lagen aus 272 Kreisen 435 Ergebnisse vor. Es sind als gewählt zu betrachten 388 Kandidaten. 41 Stichwahlen sind erforderlich : 6 Mandate waren noch unentschieden. fjsionat von Y'esseo von öen Schätzen öes Velfentzause;. Unter den deutschen Fürstenhäusern zählt das Welfenhaus zu len reichsten. Sein Vermögen dürste annähernd 100 Millionen Mark betragen. Den Hauptbestandteil bilden die 60 Millionen 'Narr', die der Herzog i$mft August von Cumberland im Jahre 1892 ton Preußen als Zlequivalent für das frühere Einkommen des Hannoverschen Königshauses erhalten hat. Als des Herzogs Kater, König Georg V., infolge des Krieges 1866 feines Thrones lerhiftig gegangen mar, erkannte Preußen dem Entthronten durch eine Verordnung vom 29. September 1867 die Revenuen eines Kapitals von 48 Millionen Mark zu. Dieses Vermögen belegte i>ie preußische Star.tsregierung schon am 2. März 1868 mit Be- ichlag, weil der König außerhalb des Bimdesgebietes eine militärisch organisierte Truppe, die sogenannte „Welfenlegion", zu lern ausgesprochenen Zweck unterhalte, sie in einem günstigen Moment zur Wiederherstellung des Königreichs Hannover in Aktion -U setzen. Montag, 19. Mai M3 Bezugspreis: Die bulgarisch-serbische Krage. Sofia, 18. Mai, Die „Agence Bulgare" dementiert in formeller Weise die tendenziösen Meldungen, daß die bulgarische Regierung mit der serbischen über eine Abänderung der Klauseln des Bündnisvertrages verhandele und bereit wäre, Serbien alle Gebiete der strittigen Zone zu überlassen. In Wiener offiziösen Kreisen wird erklärt, daß die bulgarisch-serbischen Disserenzenin derbis- herigen Schärfe fortbestehen. Zwar werde auf beiden Seiten eine Vermeidun g des Krieges er -> hoff!, doch walle man vorläufig weder in Sofia noch in Belgrad etwas von Zugeständnissen wissen. In der rumänischen Kammer erklärte Ministerpräsident M a j o r e s e u in Beantwortung einer Anfrage, warum das Verlangen nach einer dringlichen Beh a ndlung der Vermittelung in dem bulgarisch-rumänischen Streitfall nicht erfüllt worden sei, daß die Vermittelung bedingungslos angenommen worden sei. Rumänien habe lediglich den Wunsch nach einer Beschleunigung der Angelegenheit ausgesprochen. Der Ministerpräsident legte sodann die Ursachen der Verzögerung klar und sagte, er habe den Vorschlag des französischen ^Gesandten, Rumänien solle genau wie Bulgarien den Schiedsspruch annehmen, ab gelehnt, da ,er dies ohne Ermächtigung des Parlamentes nicht habe tun können. (Allseitiger Beifall.) Die weiteren Ursachen der Verzögerung hätten in der Wahl der Stadt für die Konferenz und in der Ern en nun g Deleass ss zum B o t s ch af ter in Pete r 5b ur g g et e g e u. Er kenne, so führte der Ministerpräsident weiter aus, noch nicht den ganzen Inhalt des erst vor fünf Tagen dem rumänischen Gesandten übergebe- Aus$pülen da diese u. >oda. igter Chemiker Tium und che®^ ,baresw____ i! i* toi | ' 1SS2, Lyon (Frack- ■ chlandl 1912. iMPanclwri1 ” ermittel » rang entspreis; | Yabrikationsito .aien. Aus drei® [ bäcke entnahm k tz aa. Die gemischt'i a untersucht wordtc. . k rehalte ergaben; : Weitere Tests!*- ij 'n u. analytische be tmmungen ergaben:*™ der vorhandenen n weißstoffe «nj/] Ij icht verdauliche^ ■ i-tande anwe^- ■ fiosphorsäureu-Ha^ ndinFormdesz^Ä sischen-alsoloM ■ ;n Salzes miteinande.™ ?rbunden,sodaß ' erscheint- Sch W-■ iüter Analysen^| and als ein an diref futrermittel char^ j e auf croahmn-'.lj ;Jr Aufzucht jugea mehrere Paare Ohrberlogucs aus großen Brillanten, zwei Brillantschleifen von ungefähr 16 Zentimeter Länge und 12 Zentt- meter Höhe, mehrere kleine Brillantagrasfen, ein aus acht Teilen bestehender kostbarer Kopfputz von Brillanten und Smaragden und eine Perlenschnur nebst Ohrgehängen, deren größte Perlen den Umfang einer Haselnuß erheblich übertreffen. Die Gesamtzahl der für alle diese Schmuckstücke zur Verivendung gelangten großen und kleinen Brillanten ist auf 6000 Stück geschätzt. So verfügt denn der jetzige Chef des Hauses über bedeutende Reichtümer, und da ihm nachgerühint wird, daß er ein sparsamer Hausvater sei und in seiner Residenz- Gmunden auf einen großen Hofhalt verzichte, so ist anzunehmen, daß sie eher zu- denn ab- nehmen. * — Ernst Bo ehe — Hofkapellmeister in Oldenburg. Aus Oldenburg wird uns geschrieben: Mit einer sinfonischen Tetralogie „Odysseus Fahrten", ans der „Kirke" besonders hevausragte, und der sinfonischen Dichtung „Taormina" hatte der junge Münchener Ernst Boche, ein Schüler von Rudolf Louis und Heinrich Schwarz, sich bald einen Namen gemacht; neben Richard Strauß und Max Schillings kam er in den Vorstand des Allgemeinen Musikvereins, und seine Werke figurierten schon auf allen fvrtschrittlick)en Orchesterprogramnien. Neuerdings trat er auch als Dirigent, nicht mir eigener Werke, auf und batte auch als feinfühliger, stilvoller Orchesterleiter überall bemerkenswerte Erfolge. Nun ist es gelungen, ihn für Oldenburgs Hvf- lapelle zu gewinnen, die 24 Jahre lang unter der Leitting von Hof Musikdirektor Manns Hervorragendes nicht gerade geleistet hat. Gastweise dirigierte er bereits ein Konzert: in erstaunlich kurzer Probezeit batte der Orchesterklang die rhythmische Präzision und Lebendigkeit bereits so gewonnen, daß ein starker erster Erfolg den jungen Dirigenten grüßre. Boche verheißt für den nächsten Winter bereits ein vielversprechendes Programm: in wertvoller Auslese Klassiker und Modernes, Uraufführungen, klangvolle Solistennamen. So geht denn Oldenburgs Musikleben einer neuen Aera entgegen, von der man viel Rühmliches unter solchen Auspizien erwarten darf. — Festv orstellung z n Ehren der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Man schreibt uns aus Weimar, 16. Mai: Heute gab das Hoftheater zu Ehren der Goethe- Gesellschaft den „C l a v i g o" und erntete damit einen wohlverdienten Erfolg mit einer neuen Einübung dieses vielleicht fragwürdigsten der Trauerspiele des liebeskundigen Goethe. Die merkwürdige „Tragik d e r S ch w ä ch e" mit der immer parallel laufenden Ehrenhaftigkeit der Gesinnung ninnnt, wie so oft bei ■üip inzende Erfolge P :h meinen geseti •; teschüteten illl-ipfi iH V q| Orthopädischei. Etablissement 1-. a.M., Schillerstr,5. L re und Beratung | kostenlos. ich ■ eben: Samstag. |K Mai in Giessen, 1 ititz. 9 bis 6 l'hi 1 nr. m Der Sietzestcr Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentttcy Eiehener§amilienbiiitter. 2iuenna(wöd)cntl.Krci5-. blatt für den Krds Kietzen (Dienstag und Freilag); Iweunal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernfprech- Anschlüsse: ZZW General-Anzeiger für Oberhessen ”T^^"e2ag^mnunmcv Rotation§-ruck uitö Verlag -er vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteinöruckerei R. Lange. Re-aktion, Lrpe-ition UN- Druckerei: Zchulftratze 7. Lan^":^E.Hetz-^sür den bis vormfttägs 9 Uhr. vü-ingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6a. Anzeigenteil: H. Beck. dem Industriegebiet und den Wahlkreisen der Parteiführer gebracht. Wir bringen nachstehend einige Ergänzungen dazu: K a s sel-Lau d-Wi tz en h au sen. Nach den jetzt vorliegenden amtlichen Feststellungen erhielten bei der Landtagswahl: Heins (Deutschsozial) 1-56, Kimpel (Fortschr. Vp.) 79 Wahlmänner. Außerdem wurden 58 sozialdemokratische Wahlmänner gewählt. Heins hat also die Mehrheit. Gelnhausen-Schlüchtern (bisher K.). Nach neuerer Feststellung erhielten die Freikonservativen 116, die Nationalliberalen 81, das Zentrum nur 71 und die Sozialdemokraten 20 Wahlmänner. Danach hätte Stichwahl zwischen Freikonservativen und Nation allibe- ralen zu erfolgen, nicht zwischen Freikonservativen und Zentrum, wie zuerst gemeldet wurde. M arburg. Das Endergebnis ist: 206 freikonservative Wahlmänner für Bredt, 4 sozialdemokratische. an sich vorn dramatisch-künstlerischen Gesichtspunkt bleiben mag. So war auch diesmal die Wirkung dieser seltsamen Leidschwere, die fast bei jedem Aktschluß zum Alb und Nachtmahr anschwillt, beunruhigend und lastend. Dem Trauerspiel voran ging eine Rezitation aus Wielands „Geron der Adlige", vorgetragen von Dr. Emil Milan 'Charlottenburgi, der feinen Ruf als begabter und sehr durchdacht betonender, klar ansprechender Deklamator in einer Aufgabe, die zu glänzender Wirkung kaum Gelegenheit bot, desto sicherer bewährte. Die epische Erzählung Pava Wielands vom edlen Ritter Geron, der in Liebe zur schönen Frau seines Freundes und Waffengesährten entbrennend, ■ doch im entscheidenden Augenblick die Treue hält, kam schlicht und mit fast überzeugender Wärme zum Ausdruck. Die schöne, über alle Verfänglichkeiten hinweggleitende Diktion Wielands überzeugte aufs Neue unsere Ansicht von der feinen Kultur seiner Sprache, der nur die letzte fortreißende Kckaft der llntatur mangelt. Dr. Milan zog sich mit Ehren aus der nicht leichten „9Lffaire" und- wußte den Wielandschen Strophen sogar den Schimmer jener düstern Größe zu geben, die das alte Heldenepos int Ursprünglichen durchglüht. Man hört es doch gern in solcher Geschlossenheit wiedergeprägt. Der Beifall war berechtigt. Sehr stimmungsvoll schloß sich dann das Drama an das Epos, dessen Ausstattung in allem Beiwerk wieder Zeugnis ablegte von dem in nichts sparenden szenischen Apparat unserer Hochühne. Die Darsteller taten ihr Bestes. Der Elavigo des Herrn Riemann war glaubhaft bis ins letzte, der Carlos des Herrn Ulrich von sein überlegter einheitlicher Charakteristik und einer sicheren sprachlichen Prägung, die dieser gioUe zeitweilig, z. B. im 4. Akt, die Führung int Stück zu verleihen vermag. Herrn Jlligers Beaumarchais ließ es an nichts fehlen, um überzeugend zu erscheinen. Im Publikum wurde ausgiebig geweint und hörbar geschluchzt — die Sterbeszene war für Viele des Traurigen 'zu viel. Auch Fräulein Schlüter als Marie starb sehr echt. Prof. W. S. — Ueber die Entdeckung einer altrömischeN Niederlassung in Rockbourne macht O. v. Schleinitz in der Kunstchronik einige interessante Mitteilungen. Auf Grund unö Boden des Lord S'hastesbiM, in Rockbourne, Hampshire wurden Ausgrabungen borgenommen, die zur Entdeckung einer ganzen altrömischen Niederlassnirg siihrten: man fand die llcberrefte eine« von Graben und Wall geschützten Landhauses, einen Getreidespeicher mit Wärmevorrickftungen, ein Backhaus mit großen Verböten an Korn, Ochsen- und Pferdelnocheu, sowie allerlei Töpferwaren, Krüge, Purbeck-Marmorgesäße, Spimträder, Messerklingen und Münzen atts der Zeit von Galliemis bis Konstantin. Ms ein besonders interessanter Fund ist zugleich die Entdeckung einer Tragbahre aus der Bronzezeit hervorzuheben: eine Aschenurne mit Pfeilspitze, die ebenfalls gesunden wurde, geht Ivie die Tragbahre, aus die Bronzezeit zurück. monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch Die militärischen Probleme in Krauk eich. Dem „Figaro" zufolge laird sich der Generalstabschef der Marine, Vizeadmiral Le Bris, nach Petersburg begeben, um die im vergangenen Sommer während des Pariser Besuches des russischen Marine-Generalstabschefs Fürsten Lieven angeknüpsten Besprechungen über ein etwaiges Zusammenwirken derrussischenund der französischen Flotte wieder aufzunehmen und zu vervollständigen. Ter Panzerkreuzer „Jeanne d'Are" erhielt den Befehl, nach Kronstadt abzuseaelu und dort während des Aufenthalts des Vizeadmirals Le Bris zu verbleiben. Aus Toulon wird gemeldet: Am Samstag abend versammelten sich in der Rue de la Ropublique an 200 b i s 300 Soldaten, um eine Kundgebung gegen die von der Regierung beschlossene Zurückbehaltung der Altersklassevon 1910 zu veranstalten. Der Platzkommandant ließ sofort Alarm blasen und die meisten Soldaten kehrten freiwillig in die Kaserne zurück. Die übrigen taten dies, wenn auch murrend, auf Zureden eines Offiziers. Die Militärbehörde ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an, um die Anstifter der Straßenkundgebung zu ermitteln. Das Kriegsministerium erklärt, es- habe sich durchaus nicht um einen Akt der Meuterei gehandelt. Der Platzkörnmandant habe verhindern wollen, daß die Soldaten sich an einer von mehreren politischen Vereinigurtaen veranstalteten Protestkundgebung beteiligen, und durch oas Alarmsignal die Mannschaften gezwungen, in die Kaserne zuruckzukehren. Eine Anzahl Soldaten sang die Internationale. Mehrere Soldaten, welche als Rädelsführer angesehen werden, wurden nach dem Gefängnis gebracht. P a ris, 18. Mai. Der frühere Ministerpräsident C ail- l a u x hielt auf dem Bankett der radikal-sozialistischen Partei über das militärische Problem eine Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Ich bin der Ansicht, daß die internationale Lage neue Pflichten schafft, die wir erfüllen müssen, indem wir unser Augenmerk darauf richten, dke früher eingerichtete militärische Verfassung, die auf der -Organisation eines National Heeres und nicht Berufsheeres beruht, zu ergänzen. Daraus, daß eine andere Nation, deren wachsende Bevölkerung der unsrigen schon bedeutend überlegen ist, die tzteißung hat, auf das Berufsheer l.inzust.euern, folgt nicht, daß wir ftc nack>ahmen müssen, indem wir uns auf Nachahmungen versteifen. Es ist tmvcrmeidlich, daß wir unseren UMlt '.amtlicher ■'her und •tuet eine raiftalt ihnen, 3u: moderner ntnclbuuqen 'roivekl. pcl Bithneibetmciitetii ____031|S Bei lieber die Existenz der Welfenlegion machte Bismarck in der Sitzung des Preußisck/en Mgeordnetenhaufes vom 29. Januar 1869 sehr interessante Mitteilungen. Danach betrug die Stärke der ckegion 1000 bis 1400 Mann. Die einzelnen Abteilungen der Legion, die den Regimentern des ehemaligen Königreichs Hannover entsprackLN. und sich ans altgedienten Leuten und neu ein- fietretenen Rekruten zus-ammensctzten, waren sowohl in der Umhegend von Paris, wie auch in Arnims, Beauvais, Orleans und einigen anderen französischen Städten untergebracht. Sie wurden Ion Korporalen einexerziert und von Zeit zu Zeit von Offizieren, iie ihr Quartier in Paris hatten, gemustert. Angeblich sollen s hervorragenber englischer Juristen flurikfgegeben 'wurden. Ihr Wert wurde damals auf 800000 Taler «eschätzt, dürste aber jetzt mindestens 4.—5 Millionen Marl be- . . .. .. _____ - .................... tragen. Es befinden sich darunter eine Zkrone und eine vräckstige, kühle Vernunft-Dialektik des Carlos und der Gcsühlsparoxismus ^iara aus BrillMtten, ein Collier aus auSstczeichnxten Solitärs, | beim Clavigo werden nie veralten,, so ustbefriedigend die .Handütstg Am Samstag haben wir eine Zusammenfteklung des! Nachbarn mit Rücksicht auf ihre numerische Ueberlegenheit einen Wahlergebnisses üuS Hessen-Nassau, den größeren Städten, Vorteil sichern. Maßregeln müssen getroffen werden zur genauen ~ ...... — ■- - ..... Ausführung des Gesetzes von 1905, durch das dte Reierven verbessert und eingeübt, die militärische Vorbereitung organisiert, die Befestigungen im Osten vergrößert und ausgedehnt, die strategischen Linien vermehrt, die Bestände verjüngt und durchgebildet werden, und die Besoldung der Offiziere aufgebessert wird. Es ist ar in Stichwahl Verlust Ger 18 — 10 —L- 13 — 5 4 22 — 4 + 12 — 5 + 4 — 4 + 1 — 2 — — 11 — 4- 1. R. Lf ). 7s ' f- rr ft neu Protokolls. Nach feinem Eintreffen werde er, wenn auch nicht in der öffentlichen, so doch in einer Der fr au* lichenSitzung dem Parlament Aufklärungen geben können. — Die Ausfühvuugen des Ministerpräsidenten wurden wurden mit langanhaltendem Beifall aufgenommen. Demobilisierung iu Oefterreich-Nugarn. Die Wiener „Militärische Rundschau" ist z-u folgender Mitteilung errnächtigt: An die Korpskommandos des 1. bis einschliestlich des 14. Korps ergeht ein Erlaß, nach welchem alte Reservisten der Jahrgänge 1909 und 1908 zu entlassen sind. Die Entlassung umfaßt etwa 35 000 Mann. Ferner ttnitbc die teilweise Entlassung der Jahrgänge der Ersap- reserve von 1910 und 1911 in einer Gescrnrtzahl von etwa 15 000 Mann verfügt. Die Zahl der zu entlassenden Reservisten und Ersatzrejervisten beträgt somit etwa 50 000 Mann. In den Bereichen der Korps in Bosnien, der Herzegowina und Dalmatien finden vorläuftg keine Entlassungen einberufener Mannschaften statt. Die Zühluntt auf der Insel Nhodus. Rom, 18. Mai. General Ameglio hat der „Tri- buna" telegraphisch milgeteilt, daß die Zahlen der Volkszählung für die Stadt Rhodus richtig seien, daß dagegen die Zahlen für die ganze Insel folgende seien: Orthodoxe: 17 246, Muselmanen 6490, Israeliten 4290, Katholiken 318, insgesamt 28344 Einwohner. \ Derrtßckes Ikidf. Zum Fall Trömel leirb aus Saida in Algerien gemeldet: Die Milirärbebörda ßabc aus eigenem Antrieb verfügt, daß der Geisteszustand Trörnels untersucht werde. Die hiermit betrauten drei Militärärzte halten einstimmig erkannt, daß Trömel geistig völlig gesund sei. Mehrere Blätter vcrösst Eichen Unterredungen mit Trömel, bei- unter anderem erklärt habe, er habe seinen Entschluß, in die Fremdcnlcgivn einzutreten, mit Zustimmung seiner Gattin aus- gcführl. Es gefalle ihm in der Fremdenlegion sehr gut und er werde, sobald er das Recht dazu erlangt habe, die französische Nationalität erwerben. Nach Pariser Blättern hat der frühere Burgermcistn von Usedom, Trömel, der jetzt in der Frcmden- legwn Tungel genannt wird, erzählt: Eine Beinwunde, die er Uw mr Militärdienst zugezogcn, habe ihn gezwungen, seine Al>- stchl, Ostizier zu werden, aufzugebeil. Er fei sortschrittlicher Freisinniger, also Regiernngsgegner. Bei einer Reichstagswahl sei er durchgefallen. Tie Schwierigkeiten, die er mit der Regierung gehakt hätte und die Verärgerung, die ihm die Politik emgebracht hätte, hätten die Sehnsucht nach dem Heere wieder :n ihm erweckt. Im Einverständnis mit seiner Frau sei er in die Fremdenlegion eingetreten. AnsianS. Frankreich und der Panamakanak. Ter Bericht der vom französischen Kolonialminister ent- sanoten Mission, welche die aus Anlaß der Eröffnung des Panamakanals zur Förderung her H an dels in t e r e s s e n Frankreichs notwendig scheinenden Maßnahmen studieren sollte, Werst daraus hin, daß der neue Seeweg ziveifellos einen bebetrtenben Handelsverlehr Australiens und Neuseelands mit den Häsen her Ostrüste Nord- und Südamerikas zur Folge haben werde. Die französischen Besitzungen in diesem Teile des Stillen Ozeans seien naturgemäß dazu berufen, aus der zu erwartenden Vermehrung des Schiffahrtsverkehrs in großem Maße Nutzen zu ziehen. Zu diesem Zwecke schlägt die Mission vor, den Hasen von Papeete (Tahiti) in einen den modernen Bedürfnissen entsprechenden großen H a n d e l s h a f e ir umzu - gestalten, hier neue Leuchttürme zu erbauen, welche den Schisteii dm Weg nach Tahiti weisen sollen und auf Tahiti . ft^^^Aentelegraphische Station zu errichten. Tie Kosten für diese Bauten toerben auf etwa 7 Millionen veranschlagt. 'Der Reichstagsabg. Frhr. v. Thünefetd (Ztr.) ist am Freitag abend plötzlich einem .Schlaganfall erlegen. Er war Vertreter des sechsten Oberbayerischen Wahlkreises und gehörte dem Reichstag seit 1898 an. Arrs Stafct rrnd Gießen, 19. Mai 1913. Die erste Lupusheilstätte in Deutschland. würde heute vormittag durch den Vorsitzenden des Heit- stättenvereins für Hessen, Geh. Regierungsrat Tr. Tietz- Darmstadt ihrer Bestimmung übergeben. Das GebLn.de, das in modernen Barockformen nach Entwürfen des Architekten .H. M e y e r - Gießen errichtet ist, hat feinen Platz auf der Höhe des Seltersberges, in dem Kliniksviertel erhalten. Darch das der Hauptfront des Baues vorgelagerte turm- artig durchgeführte Treppenhaus bat das sonst' einfach gehaltene Gebäude, eine kräftige Ausgestaltung erhalten und bildet mit feiner 2Morgen großen Gartenanlaqe eine Zierde unserer Stadt. Im Kellergeschoß des Hauses besindeii sich die Küche und die sonstigen Wirtschaftsräume der Anstalt. Im Erdstock befänden sich der Operationssaal, das Tireltorzimmer und Wohnränme für den Hausverwalter. Tie beiden o6eren Geschosse sind für die Kranken bestimmt. Vorerst haben 30 Setten Ausstellung gefunden, die nach Bedarf um weitere zehn vermehrt werden können. Ian zweiten Stockwerk des Gebäudes sind außerdem die RäiMie fiir die elektrische Behoirdlung der Patienten nntergebracht. Im Dachgeschoß ist das Licht- und Luftbad und die Waschküche, die ma- schineNen Betrieb hat, für die Anstalt untergebracht. Auf der Rückseite des Gebäudes hat man durchlaufende gedeckte Balkone angebracht, um den Kranken bei jedem Wetter deii Aufenthalt im Freien zu ermöglichen. Tie Inneneinrichtung des Krankenhauses entspricht auch den weitgehendsten Anforderungen. Tie für Heilzwecke bestimmten Einrichtungen gewährleisten die günstigsten .Heilerfolge Tie Erbauung der Heilstätte sür Lupuskranle ist ein Verdienst des Landes-Heilstättenvereins. Das größte Verdienst aber an der Entstehung dieser humanen Einrichtung hat Geh Regierungsrat Dr. D i etz - Darmstadt, der Vorsitzende des Heilstättenoereins, der es in kurzer Zeit verstanden hat, das , Werl' entstehen zu lassen, womit er sich ein bleibendes Teni- ma£ geschaffen hat. (Geh. Regieruugsrat Dr. Dietz mürbe von her Medizinischen Fakultät die Würde eines Doktors honoris causa verliehen ' In den Gießener Universitats- Hinileit fehlte es, wie bisher auch in den übrig'n Universitätsstädten, an Räumen unb Einrichtungen zur mir!- scmien Behandlung von Lupuskranken. In größeren Uni- versitätsstädtcn hat man rnohl eine besondere Abteilung für Lupuskranke, aber ein besonderes Krankenhaus ist sonst nirgends vorhanden. Tas neue Krankenhaus ist der Leitung des Direktors der Universitätsklinit für Haut- und Ge- schlcchtskrante, Professor Dr. I e s i v n e k unterstellt. ** Gerichtspersonalien. Der Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Homberg Theodor Jost zum Oberamtsrichtcr bei diesem Gericht ernannt, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I Dr. Gust. Maurer und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Dr. Emil Hof den Charakter als Amlsgerichtsrat erteilt j ** Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Lampertheim Mart. Will zum Amtsgerichts Diener bei dem Amtsgericht Herbstein. ** Kreisausschnß des Kreises Gießen. In der Sitzung des Kreisausschusses am Samstag rnurde über das Gesuch der Anna Tropp auf der Mittelstmühle bei Alten-Buseck um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirt sch ast verhandelt. Tas Gesuch wurde im Beschluß- versahren von dem Krcisausschuß unter in 12. April l Is. abgclehnt, weil ein Bedürfnis zur Errichtung einer Wirt sck)aft auf der Mittelstmühle picht nachgewiesen war und von Dem Krcisausschuß auch nicht anerkannt werden konnte. Gegen den das Gesuch ablehnenden Beschluß hat die Gesuchstellerin durch ihre Vertreter, die Ncchtsanwälte Justiz- rat Katz unb Kaufmann zu Gießen, Antrag auf mündliche Verhandlung vor dem Krcisausschuß stellen lassen. Zur Verhandlung war eine Reihe Zeugen geladen, die bekunden sollten, baß ein Bedürfnis zur Errichtung einer Wirtschaft auf der Mittelstmühle vorliege. Nach der Beweisaufnahme und Anhörung der Parteien erkannte der KreiSaus- schuß zu Recht, daß die uachgesuchte Wirtschaftskonzession zu erteilen sei unter der Einforderung der 51 osten des Verfahrens auf die Gesuchstellerin. "* Die studentischen Unterrichts kur sc finben wieder von Montag, 19. Mai, statt. Kostenloser Unterricht in Deutsch (Montag), Rechnen (Dienstag), Geographie (Mittwoch int Geogr. Institut Vrandplatz 4II), Französisch (Donnerstag), Englisch (Freitag). Anmeldungen gegen Ein- schreibegebi'chr von 50 Psg. in der Universität, Hörsaal 13, parterre, rechts. ** Verein ehcm. 116er. Am Samstag fand eine eußcrordentlich stark besuchte Mitgliederversammlung statt, in der die Regimentsgeschichte kostenlos verteilt wurde. Der 1. Vorsitzenbe, 'Rechtsann alt.Ka u f m a n n , teilte mit, daß das Erscheinen des Großherzogs bestimmt zu erwarten sei. Er komme am Festsonntag im Automobil hier an unb steige in der neuen Kaserne zu Pferde. Ter Verein tritt am Festsamstag abends um 71.Uhr auf dem Oswald saarten an und begibt sich von dort unter Vorantritt der die verhüllte Fahne tragenden Damen nach dem Fcstplatz. Der Zutritt zu der Festhalte I, in der der Verein das Fest der Fahnenweihe begeht, ist nur gegen Karte gestattet. _ Die Weiherede wird Pfarrer Schwabe halten. Am Festsonntaa treten die einzelnen Vereinigungen in bestimmten Straßen der Stadt an und marschieren geschlossen nach dem Trieb zur Paradeaufstellung. Sie sind regimenterweise formiert. An dem Flügel der einzelnen Abteilunaen stehen die Vereine mit eigenen Musikkapellen. Ter Vorbeimarsch wird in der Stärke von etwa 10 Regimentern stattfinden. Außer den bereits genannten vier Kapellen werden bie Vereine Frankfurt und Mainz mit der Kapelle des Regiments 117 erscheinen. Ein Viertel der Tribünenkarten ist bereits verkauft, ohne daß der Vorverkauf begonnen Hat. Es empfiehlt sich deshalb, solche bald zu bestellen. 'Die Fcsthallen dürfen am Festsonntog vor 2 Uhr nicht betreten werden. 'Dann totrb bataillonsweise zum Essen geblasen. Zutritt zu den einzelnen Zelten fyaben nur die Kameraden, bie mit Gutschein in der Kompagnie färbe versehen sind. Eine Festteilnehmerliste (ist im Druck und wird kostenlos an die Kameraden abgegeben. Der Bericht des 1. Vorsitzenden wurde durch die Berichte der Vorsitzenden der Einzel- ansschüsse ergänzt. Auf eine Anfrage aus der Versammlung stellte Rechtsanwalt Kaufmann fest, daß selbstverständlich 'das Fest nicht nur ein solches für den Verein oder das Regiment, sondern auch für die gesamte Bürgerschast sein solle, und daß diese zu allen Veranstaltungen, ausgenommen das Mannschaftsessen am Sonntag, Zutritt habe. Er bemerkt noch, daß die Festdenkmünzen an die Vereinsnritglie- ber am Festsamstag beim Antreten auf Oswaldsgarten ausgegeben werden und bittet um allseitige Beteiligung. Mit Rücksicht darauf, daß der Verein am 17. Mai 1911, also vor 2 Jahren, gegründet wurde, schließt der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf den Kaiser. Der 2. Vorsitzende, Odertelegraphenassistent Reitz, dankt sodann unter dem Beifall der Versammlung dem 1. Vorsitzenden für seine eifrige Tätigkeit in den zwei Jahren. Landkreis Gießen. g. Annerod, 19. Mai. Tas gestern hier abgehaltene Ki r ch e n g es a n g s fe st der Kirchen-Chöre vom Dekanat Gießen hatte wohl etwas unter der Ungunst der Witterung zu leiden, nahm aber einen befriedigenden Verlauf. Die hiesige, 1880 erbaute, stilvolle Kirche gehört nicht zu den kleinsten im Dekanat, aber für den Massenandrang, wie ihn ein solches Fest mit sich bringt, war sie trotzdem viel zu klein. Füllten doch die etwa 350 Sängerinnen und Sänger den gesamten Chorraum und das Schiss zu einem guten Drittel. Und schon ehe der Gottesdienst noch begann, war die Kirche bis in das entlegenste Eckchen gefüllt. — Aus her Fülle und Güte des Gebotenen etwas Einzelnes besonders zu bewerten, ist recht schwer. Doch sei hier z. B. hervor geh oben die umsichtige und strafft' Leitung der Gesamtchöre durch Prof. Trautmann aus Gießen, der in der kurzen Probe bie Chöre zu einer abgerundeten und ausgeglichenen Gesamtleistung vereinigte. Von den gesungenen Liedern hat wohl am meisten gefallen: „Komm, Ijeitger Geist erfülle mich mit deinem Segen mil- diglich!" Beachtenswert war auch das kunstvolle Orgelvorspiel des Lehrers Rabenau und der unter Seituno von Lehrer Müller stehende Kinder-Chor, der das: „O heilger Geist, o heilger Gott" recht erakt wiedergab. Eindrucksvoll und kurz war die Ansprache von Dekan Guß- mann über: Lukas 12, 49. Die Nachversammlung, mit einer kurzen Begrüßung des Ortsgeistlichen eröffnet, war vollständig ausgefüllt mit dem Vortrag selbstgewählter Lieder der einzelnen neun Vereine, unterbrochen nur von einer humorvollen Ansprache von Kirchenrat D. Schlosser aus Gießen über die Absichten und Aufgaben der Kirchengcsang- vcreinc. Alle Vorträge zeugten von guter Schulung und fleißigem Uebcn der Vereine. Jedenfalls wird man "sagen dürfen, daß die Kirchenchöre des Tekanats ihrem Ziel einen guten Schritt näher gekommen sind, nämlich dem Ziel,' in der Gemeinde Freude, an den Schätzen ihrer Kirchcn- lieder zu wecken und dadurch alle sittlichen und religiösen Kräfte in der Menschcnbrust lebendig zu machen. ----Reiskirchen, 18. Mai. Ein Racheakt wurde in der Nacht auf Freitag im Garten eine? hiesigen Einwohners an den Kraut- und Dickwurzpflanzen durch Begießen mit einer chemischen Flüssigkeit verübt, wodurch die Pflanzen vollständig vernichtet wurden. Anzeige ist bereits erstattet und man ist dem Tater aur der Spur. Kreis Friedberg. 2. Friedberg, 18. Mai. Rach einem Beschluß der Stadtverwaltung und der Stadtverorbneten-Versammlung soll die Feier deS 25. RegierungS-IubiläumS deL Kaisers am 16. Juni begangen werden. Tas Fest wird auf der Teewicse abgehalten. Alle Schulen und sämtliche Vereine von Friedberg-Fauerbach werden sich daran beteiligen. Geplant ist ein Festzug und ein Volks- unb Jugcndfest. — F r i edberg , 17. Mai. In diesem Jahre feiert der Oberhes sisckc Obftbauvcrcin fein 25 jähriges B e ft eben. Die Leistungen des Vereins haben ihn weck über die Grenzen Hessens bekannt gemacht. ES ist mit Freuden zu begrüßen, daß dieses silberne Jubiläum mit der 25. Hauptversammlung in Butzbach am Sonntag, 1. Juni, verbunden werden soll. So All und einfach, nnc sonst bie Tätigkeit des Vereins ausgeführt wirb, soll auch dieser Tag in bescheidenem Rahmen gefeiert werden. Anr Vormittag um 1?11 Uhr iinbet bie Hauptversammlung als Festsitzung am Geburtsort im „Hessisch en Hof" statt. Die TageSorbnung bringt neben den üblichen Punkten eine Ansprache des Präsidenten sowie einen Vortrag über die „Kleinarbeit in den Kreis ob st- unb Gartenbauvereine it". Ein einfaches, genreinschaftlickieS Festessen lMk. 1,20) schließt sich an. Am Nachmittag finden Besichtigungen der Butzbacher Sehenswürdigkeiten, z. B. ^Nuscum, Maschinenfabrik Tröster, der Gärten der Herren Melchior, des GartenstadtteilS Butzbach usw. statt. Tie Führung hat b'cr Butzbacher Gactcnbauvcrein übernommen. Jedenfalls wird her Besuch der 25. Hauptversammlung auch für. die Frauen der Mitglieder sehr lohnend sein. Tic Bercinsbaumwärter erhalten Fahrtvergütung 4. Klasse. Butzbach, 17. Mai. In der G e m e i n d e r a t s si tzu n g hielt Zorfrmcister H o s s m a n n einen Vortrag über die B o d ende s ch a f f e n [j c i t des hiesigen Waldes, über di? A n o f l a n < 5 ung, Unterhaltung und W e g_a u ( a g e n im Stadtwalde, sowie über die Erträgnisse aus dem ostabb und Hosvitalwald. Bürgermeister Flach baiütc für ben interessanten Vortrag. Alsdann wurden die Wirtschastspläne über die beiden Waldungen pro 1914 durchberaten u'.nd einstimmig genehmigt. — Tas Gesuch des Spediteurs Fritz Adam von hier um Erhöhung der Straße n- reinigunasgcbühren wurde an den Finaiisaussckmß zur mündlichen Verhandlung mit Herrn Adam zurückverwiesen. .Herr Müller ist gerade nicht sür eine Erhöhung der Straßenreinigungs- gebühren, ■aber sür die Müllabfuhr innerhalb der ganzen Stadt gegen Entrichtung einer se An setzend en Gebühr. Herr Tröster lstilt die jetzige Sck'uttadladestelle für die Müllabfuhr zu weit und schlägt vor, mit Gebrüder Vogt hier wegen Uederlassung einer solchen für die Stadt gegen einen geringen Pack tbetrag zu verhandeln. — Die 2 Bankfilialen her Mitteldeutschen .Kreditbank und der Darmstädter Bank, sowie Jakob Grünewald in Gießen haben Einspruch gegen den Beschluß des Gemeindcrats, betreffend F i l i a l st e u e r auf B a n k g e f chä s t e, erhoben. Tor Finanz- ansschust ist gegenteiliger Ansicht wie die Antragsteller, da nach ihrer Ansicht der Gesetzgeber, meint er eine Ausnahme für bie Bankfilialen hätte machen wollen, diese ausdrücklich im § 24 hätte namhaft machen müssen. Ter Ausschuß beantragt daher, b-r Gemeinberat wolle ber Berufung feine Folge geben. Nachdem Herr Tr. Vogt namcn§_ der Kommission berichtet hatte, wurde ber j Kommissionsbcschluß . einstimmig angenommen. — Der Antrag der Handelskammer Wetzlar, betreffend Bahiütnie Wetzlar — Dudenhofen^—Butzbach, wurde von Herrn Tr. Vogt veöles-en, ebenso das Protokoll des Finanzausschusses Herr Oppenheimer stellte hierauf folgenden Antrag, Der Gemeinberat wählt einen Ausschuß von 3 Mitgliedern:' bicfei wählt aus der Bürgerschaft 3 ihm geeignet erfck 'inende Mitglieder Dieser Seckäeraussckmß wählt feilten Vorsitzenden selbst, ber aus den 3 Mitgliedern des Gemeinoerats zu entnehmen ist. Ter Ausschuß soll gemeinsam mit der Handelskammer Wetzlar und anderen Körperschaften die Angelegenheit Bahnbau Butzbach—Wetzlar betreiben. Tent Ausschuß sind sür dic nächsten 3 Jahre für das Jahr 50 Mark zu bewilligen. Bon Zeit zu Zeit bat ber Vorsitzende des Ausschusses dem Gemeinherat Bericht zu erfratten, mmbestenS aber einmal im Jahre. Tent Anträge wirb einmütig zugeftimmi Als Ausschußmitglieber fd;tägt Dr. Bogt Beig. Habermann, Müller u. Oppenheim.-i- vor. Ter Vorschlag wird nvgcnom- men. Ter Staffeltarif für elektrische Kraft wird mtaenoinmcn. Pms bis 3000 Kilowatt 20 Pfg. Preis bis 10 000 Milomatt 18 Psg. Preis bis 20 000 Kilowatt 16 Psg., über 20 000 Kilowatt 15 Pfg. Der von dem Finanzausschuß geprüfte Vertragsentwurf wurde auf 'dessen Antrag genehmigt. Für Ermittelung der Täter, die die elektrische Straßenlampen demolieren, sollen 20 Mark Belohnung ausgesetzt werden. Dem Kaninchenzuchtvereiit Butzbach wurden 20 Mk. und 10 Mk. zur Stiftung von zwei Ehrenpreisen bewilligt. Herr Müller führte Beschwerde über die int Rathaus- Hof stehenden Tonnen, in denen die bei der Fleischbefchau ve?- iwifcnen Fleischteile aufbewahrt werden, weil die Nachbarschaft durch den Geruch belästigt würde. Herr Dr. Vogt schlägt vor, sie in der Nähe der Klärbecken aufzustellen. Tem Vorschläge wird zugestimmt. Starkenburq unb Rheinhessen. rm. Darmstadt, 19. Mai. Die Privilegierte Schützen- gcsellschaft beging heute ihr 350. Jubiläum. Es ist ein für acht Tage berechnetes Preis schießen vorgesehen, zu dem sechzig Preise gestiftet sind. Die Stadt stiftete eine große Erinnerungsmedaille, die dauernd im Besitze der Gesellschaft bleiben soll. Der Groß Herzog spendete einen Pokal. Trotz des heutigen schlechten Wetters ist die Beteiligung, besonders aus den Nachbarstädten, sehr rege. Kreis Wetzlar. W Wetzlar, 17. Mai. Gestern Nachmittag geriet der Hilssrangierer Karl Ransan au5 Wctzlar-NiedergirmeS auf dem Bahnhof Wetzlar beim Rangieren zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwagen, wobei er totgequetscht wurde. Der Verunglückte war 24 Jahre alt. Hessen-Nassau. ' X. Hanau, 16. Mai, Die Ende Novbr. v. IS. beim 1. Bataillon des Eisenbahnregiments Nr. 3 zum AuSbruch gekommene und äußerst heftig aufgetretene TyphnSepidemie kann nunmehr als erloschen bezeichnet werden. In ärztlicher Behandlung befinden sich noch 7 Soldaten, die an den Folgeerscheinungen der Krankheit leiden. Einer ist noch schwerkrank. Zciir Holländer doch frankfurter Intendant. Frankfurt, 18. Mai. Der Aufsichtsrat der Neuen Theater-Aktiengesellschaft teilt der „F. Z." mit: „Mit Herrn Felix Holländer wurden neue Verhandlungen ausgenommen, die zu einem günstigen Resultat geführt haben. Herr Holländer wird die Leitung des Schauspielhauses als Intendant übernehmen. Der Termin seines Amtsantritts konnte noch nicht bestimmt festgesetzt werden, da Herr Holländer z. Zt. noch vertraglich an das Deutsche Theater in Berlin gebunden ist." (Wer s. Z. den sentimentalen Brief gelesen hat, mit dem Holländer sich von Frankfurt loSsagte, wird seine neue Entschließung mit einiger Ueberraschnng aufnehmen. Hoffen wir, daß Herr Holländer, in dem Frankfurt einen Intendanten von hervorragenden künstlerischen Eigenschaften erhalten wird seinen Entschluß nicht abermals ändert. Die Red.) prinz-heimich-flug. Straßburg, 17. Mai. Um 5.20 Uhr morgens wurde der Start freigegeben. Kurz nach halb 6 Uhr startete ber erste Apparat unb zwar Leutnant Geyer um 5.39 Uhr, Leutnant Beaulieu um 5.42 Uhr, Leutnant Coerper um 5.50 Uhr, Ingenieur Thelen 5.51 Uhr, Oberleutnant Barends 6.01 Uhr, Leutnant Canter 6.08 Uhr, Leutnant Joly 6.11 Uhr 22 Sek., Leutnant Cargmrtco um. 6.11 Uhr 29 Sek.,- Leutnant Kastner 6.15 Uhr, Leutnant v. Hidefsra 6.20 Uhr. । Freiburg, ,17. Mai. Als erster traf Ingenieur Thelen auf dem Flugplatz ein; er landete umj 6.35 Uhr. Ferner landeten Leutnant Geyer imt 6.45 Uhr und Leutnant Coerper nm 6.55 Uhr, Leutnant Kastner um 7.04 Uhr. Kastner beschädigte bei zu steilem Medergehen seinen Apparat. Flieger und Beobachter blieben unverletzt. Als sechster landete Leutnant Car ganico um 7.07 Uhr und dann Leutnant Canter um 7.10 Uhr. Freiburg -i. Br., 17. Mai. Vom militärischen Crkum dungsflngo ist als erster um! 9.10 Uhr Oberleutnant Bah- rends Kurückgekehrt. Freiburg i. Br., 17. Mai. Von 8,16 Uhr ab stiegen die Flieger zum nrrlitärischen Erkundungsfluge nach dem Oberrl>ein auf, als erste Thelen und "Geyer. F reilbur g i. Br., 17. Mai. Nach offizieller Mitteilung sind von vierzehn in Straßburg aufgestiegcnen Fliegern 11 auf brat hiesigen Flugfelde cingetrvffen. Freiburg r. B., 17. Mai. Von den 8um' Erkundungsflug unt 83/* Uhr aufgesticgenen 10 Fliegern waren bis 9.58 Uhr sämtliche wohlbehalten hierher zurückgAehrt. Zum Rückflug nach Nra-Breisach und Straßburg starteten Ingenieur Thelen um 10.7 Uhr, .Ahrendts 10.14 Uhr, Carganicc 10.35 Uhr, Haller 10.40 Uhr, ferner 10.42 Uhr Joly, Canter, Thüna. Der Start war um 11 Uhr beendet. Ltn. v. Hidesscn konnte beim Start nicht hochkonmten: beim Landen geriet der Apparat in einen Gra- bett und erlitt Propellcrbruch. Das Flugzeug wurde abmontiert, desgleichen der Apparat des Ltn. Castncr. Neu-Breisach, 17. Mai. Die 9 Flieger, die in Freiburg zum zweiten Male starteten, waren bis -1,12 Uhr alle in Neu-Breisach eingetroffen und gelandet, um militärische Meldungen zu erstatten. Sieben sind alsbald wieder aufgestiegen zum Fluge nach Straßburg. Zwei blieben zurück, nämlich Ltn. Coerper und Ltn. Canter. Straßburg,. Truppenübungsplatz Polygon, 17. Mai. Es folgten um 11,50 Uhr Oblt. Barends, Lt. Carganico um 12,14 Uhr, Frhr. v. Haller unt 12,30 Uhr, Lt. Geyer um 12,40 Uhr, Lt. ^foly um 12,42 Uhr, Frhr. v. Thüna um 12,50 Uhr und Lt. Canter, der ursprünglich am Abend fliegen wollte, um 1,25 Uhr. Somit ist nur noch Lt. C ö r p e r aus Neubreisach zu erwarten. Straßburg, 17. Mäi. Lt. Erhard t, der gestern von ^Enweihingen neuerdings aufzusteigen versuchte, stieß beim dritten Versuch mit dem Vordergestell gegen einen Baum. Der Apparat wurde schwer beschädigt und wird abmontiert. Erhardt hat den Flug aufgegeben und ist bereits nach München abgercist. Straßburg, 17. Mai. Die Leutnants Eichstätt, Köhr, Lau und Osterroth habra an der gestrigen Uebung nicht teilgenommen, weil sie keine Erlaubnis dazu erhalten hatten. Aus Metz wird gemeldet, daß das Luftschiff ,,Z. 3" wegen Gcwitter- bildung und starkem Regen die Abfahrt bis auf weiteres verschobt habe. Aus Baden-Oos wird gemeldet: „Acht Meter Bodenwind. Luftschiff „Sachisra" vorlärifig nicht aus der Halle zu bringen. S t ra ß b u r g, 17. Mai. Leutnant E n g w e r und Ingenieur Schlegel machten mehrere vergebliche S t a r t v e r s u cft e und gaben dann den Flug auf, ebenso Beaulieu und Schmickaly und Beguiliz. Leutnant Donnevcrt ist fünf Kilometer westlich vom! Polygon wegen Mbtorfchadens niedergegangcn. Flugplatz Polygon (Straßburg). 17. Mai. Um 7,30 Uhr vormittags traf das Luftschiff „Sachsen" von Baden-Oos kommend, hier ein und landete bei der Luftschiffhalle, und stieg um 7.45 Uhr zur Weiterfahrt nach Freiburg ans. Straßburg, 17. Mäi. Das Lustschiff „Sachsen" wurde vom Oberrhein kommend gegen V.ilO Uhr gesichtet und landete um! 11.18 Uhr. Um 11.34 Uhr stieg das Luftschiff zur Wciter- fahrt nach Baden-Oos wieder auf. Straßburg, 17. Mai. Fm festlech geschmückten großen Saale des Hotel „Stadt Paris" gab heute abend die Südwest- gruppe des Deutschen Luftfahrer-Verbandes anläßlich des glück lichen Verlaufes des Prinz-Heinrich-Fluges 1913 eine Festtafel von 220 Gedecken, an der auch Prinz Heinrich tcilnahm. Nach einem von Leutnant Canter ausgcbrachten dreifachen Hurra aus den Kaiser ergriff im Verlauf der Tafel Prinz Heinrich daS Wort zu folgender Ansprache: Ihre Königlichen Hoheiten, Erzcllenzen, sehr verehrte Herren! Der dritte Oberrheinische Zuverlässigkeitsflug ist mit dem heutigen 4ägc zur Neige gegangen und ich darf zu meiner Freude feststellen, daß er Opfer an Menschenleben nicht gefordert (tat. Wenn Unr zwei' Kanteradeit bedauern, die infolge persönlichen Mißgeschicks darniederliegen und von denen id täglich Nachricht er Arltt, so kann ich lrnitteilra, sie befinden sich auf brat Wege der Bencruug. Vergleiche ich den diesjährigen Flug mit den ähnlickwn Ver- anstaltungen der beiden letzten Jahre, so drängt sich mir unwillkürlich das Bild auf, daß in diesem Jahre die Fortschritte ganz besonders groß ;u nennen sind und zwar liegen diese Fortschritte aus zwei Gebieten, einmal auf brat rein technischen Gebiet und ferner auf dem flugtechnischen Gebiet. Es ist der merkwürdige Fall fcstzustellen, daß die flugtechnischen Fortschritte größer sind als die rein technischen, in anderen Worten, die Herren Flieger sind vorzüglich durch- und ausgebildet, sie haben ihre Maschinen vorzügkich in der Hand, sie riskieren weit mehr als in den vergangenen Jahren, sie sind sicherer und ihrem Motor überlegen. Trotz allen Anstrengungen scheint es der Technik noch nicht ge- lungeu zu fein, die Motore so herzustellen, tuic sie sein müßten. Die Zusammenbrüche sind zum größten Teil auf den Mangel an zuverlässigen Motoren zurückzuführen. Der gestrige Tag, der Pforzheimer Aufklärungstag, war ein Ehrentag für das deutsche Flugwesen. Wer Gelegenheit gehabt hat, unsere jungen Herren und die dabei beteiligten Zivil-Inge- nieure aus der Ferne kommen zu selten, vor eine rein kriegsmäßige Aufgabe gestellt, sie lösen, landen, melden sehen, aus dem tiefblauen Himmel herabschweben - - sei der noch so großer Skeptiker, den packte es doch und unwillkürlich mußte man sich lagen; An der Fliegerei ist doch was dran, es ist sehr viel dran! Meine Herren! Ich will mich eines Vergleichs bedienen: Der Marineoffizier gilt besonders in jungen Jahren vermöge seiner Aufgabe als besonders schneidig. Es wird Ihnen bekannt sein, daß die jungen Offiziere auf den Torpedobooten tätig sind. Das Torpedoboot für die Armee ist das Flugzeug: der Charakter wird gestählt. Der Marineoffizier kommt unwillkürlich mit der Technik tu Berührung. Die Technik ist auch für den Menschen bildend und erziehend Der diesjährige Flug war vorzüglich organisiert, dank der Persönlichkeiten, die der Oberleitung angegliedert waren. Ich vaup nicht alle Herren nennen, will aber heute Ihnen, Herr Oberstleutnant v. Oldershausen in erster Linie meinen Dank aussprechen. Es liegt mir ferner ob, all der hohen Protektoren zu gedenken, die ihre Hand über die Veranstaltung gehalten haben, nicht zum geringen Teil auch dem Grafen v. Wedel. Ihnen, Exzellenz, spreche ich für Ihr Erscheinen und für das bewiesene besondere Interesse, das sie für die Veranstaltung und für die Flieger gezeigt habra, ganz befortderen Dank aus. Was Sie, meine Herren Flieger betrifft, fo drücke ich Ihnen, meine besondere Anerkennung und meinen sehr aufrichtigen Dank ans für hie Hingebung, die sic gezeigt haben au guten und an bösen Tagen. Ich habe Sr. Majestät dem Kaiser den Erfolg ganz kurz telegraphiert und dabei gesagt, die Armee möge stolz sein, daß sie solche junge, frische Elemente hat, wie ich sie in diesen Woche unter der Hand gehabt habe und sollten Sie, meine Herren Flieger, .geneigt sein, sich wieder einmal an einer solchen Veranstaltung zu beteiligen, so nehme ich Feinen Anstand, Sie mit meiner Verantwortung und mit meinem Namen zu decken. Ich bitte Sie, mit mir einzustiinmen in den Ruf: Die an dem Flug beteiligten Flieger, die deutschen Flieger, Hurra! Hurra! Hurra! .Exzellenz Generalleutnant z. D. G a e de - Freiburg sprach auf den Prinzeit Heinrich. Einer Einladung des Offizierkorps des Infanterie-Regiments Ar 10:- folgend, begaben sich die Teilnehmer später nach dem Eyen, Castno, wo Prinz Heinrich den Fliegern die Preise über- rerchte. Dm Kaiserpreis erhielt Leutnant Canter, Flugzeug Nr. 2, ebmso den Prinz-Heinrich-Preis der Lust. Unter anderem wurden zuerkannt der Ehrenpreis des Statthalters dem Leutnant Freiherr v. Thüna und der Ehrenpreis des Prinzen Karl Anton von Hohenzollerit dem Leutnattt Freiherr v. Ha l le r. Die Preise der Nebenetappe Gießen. Deit Großherzogspreis der Nebenetappe Gießen erhielt Leutnant Kastner, Flugzeug Nr. 5, aus Rumpler-Taube mit Ob erb Niemöller als Begleiter. Den Preis der Stadt 6) i e ß e n erhielt Leutnant Carganico, Flugzeug Nr. 24, auf Doppeldecker der Luftverkehrsgesellschaft, mit Leutnant Koch als Begleiter. Den Preis des Vereins für Luftfahrt in Gießen erhielt Leutnant Iolp, Flugzeug Nr. 20, auf Eindecker der Gothaer Waagonfabrik mit Obdrlentnant Felmp als Beobachter. Den L e i tz - P r e i S erhielt Leutnant von H i d d e r s e n, Flugzeug Nr. 14, auf Eindecker der D. Fl. W. mit Leutnant Behm als Begleitoffizier. Lasröwert-chaft. ** Tierschau zu Lich. Die letzte und größte Tierschau nit Kreise Gießen, die als ein Bestandteil der vorjährigen unvollständigen Kreisschau anzusehen ist, ist die am Freitag, 23. Ma i, in Lich stattfindende Veranstaltung. Sie erstreckt sich auf die eingetragenen Simmentaler, Edelschweine und Schafe des ganzen Kreises und die Ziegen aus den Bezirken Hungen— Lich und Ober-Hörgern—Lang-Göns. Ganz besonders in den Abteilungen, in denen die Zuchten des ganzen Kreises vertreten sind, wird der Wettkampf scharf und intcressant werden und Vergleiche über den Stand der züchterischen Bestrebungen zu- las.seu. Es sind gemeldet in der Abteilung Simmentaler: 10 Bullen, 20 Kalbinnen, 55 Kühe, 15 Familien, 3 kleine Sammln mm n von Zuchtbeziilen. In der Abteilung Schweine werden die Schiveinezuchtvoreine Laug-Göns und Ober-Hörgern—Muschen- heim mit 4 Ebern, 35 Sauen, 2 kleinen und 2 großen Sammlungen am Platze sein und zeigen, daß auch in kleinbäuerlichen Wirtschaften hohe züchterische Leistungen auf dem Gebiete der Schweinezucht erzielbar sind. Tie zum erstenmal in größerem Umfang in der Provinz Oberhessen zur Durchführung gelangende Prämiierung von Schafen wird sich auf 6 Böcke, 45 Mutterschafe, 35 Lämmer und 4 Sammlungen ausdehnen. Die Bezirke Hungen- Lich und Ober-Hörgern—Lang-Göns bringen 7 Böcke und 65 Ziegen zur Schau. Die Prämiierung spielt sich auf dem erweiterten Viehmarktplatz ab, der den Bedürsnissen entsprechend eingerichtet ist und auch beit Besuchern Gelegenheit gibt, sich zu restaurieren. Im Anschluß an das Nichten finbet ein einfaches Mittagessen auf dem Platze statt, woran sich eine Berichterstattung der Preisrichter über die Schau, die Auszahlung der zuerkannten Preise and die Mitglieder-Verfammlung des Kreisrinderzuchtvereins für Simmentaler anreihen. Wenn die Veranstaltung von gutem Wetter begünstigt ist, wird sie sich zweifellos in einer Zeit, in der die Tierproduktion eine ganz hervorragende Rolle im Wirtschaftsleben spielt, einer allgemeinen Beachtung und eines zahlreichen Besuches erfreuen können. [j Marbnra, 18. Mai. Der Direktor des chemischen Instituts, Geh. Rea.-Rat Prof. Dr. Zincke, begebt inoraen seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar, der ein Menschenalter an unserer Universität wirkt, tritt vom nächsten Semester an von seinem Lehramt zurück. Reis der Stechpalme in der Mitte und setze ein Reis von meinem Rosenstack bis an ein Mige hinein, welches ich aus die andere Seite bringe. Darinnen besteht die ganze Kunst. Wenn das geschehen ist, so verbinde ich die Spälte aufs genaueste mit ein wenig Hans oder Flachs, damit feine Luft in die Spalte Lammen könne. .Hat nun das Auge meines Rosrastockes, welches ich nach auswärts habe, getrieben, so trenne ich. hiernach den Rosenstock von dem Stechgrün. Es ist befannt, daß man, um gelbe Rosen zu bekommen, gerade das nehmliehe, und zwar bloß mit dem Unterschiede thut, daß man statt des Stechpalmenreifes nur Ginft (Spaseium feopafium) braucht." * Moderner Begriff. A.: „Ist denn der Meier, mit dem du verkehrst, auch ein feiner Kerl?!" — B.: „Na, der nrirb fv feine 40000 Mk. Schulden haben." — A: „Was? Für so fein hätte ich den gar nicht gehalten." * Entschuldigung. „Sie sind mir ein Netter! In einem fort schimpfen Sie über Ihre Schwiegermutter, und als sie gestern kam, legten Sie ihr dienstbereit ein weiches Kiffen auf den Stuhl!" — „Ja, es ist wahr — aber es stand „Nur ein Viertelstündchen" darauf!" ’■ Elegante For m. Schutzmann: „Sie kommen mit! Sie Haden dort die Dame angebettelt!" — Strolch: „Anjebettelt! Nu nee! Ick hab' ihr man bloß nahejelegt, 'nen gewissen Beitrag zur Fortführung meiner Existenz beizusteuern!" * Naiv. Dienstmädchen am Telephon': „Bitte! Hier Dr. Helserich! Wer dort?" — „„Ach, entschuldigen Sie, ich bin falsch verbunden!"" — Dienstmädchen: „Bitte, sagen Sie mir nur Ihre Adresse, Herr Doktor wird dann schon kommen und Sie richtig verbinden!" Kleine Cagerchromk. In Düsseldorf gelang es Der Polizei, 25 Mitglieder einer Spieler gruppe zu verhaften. Das am Eingänge des Stubai-Tales gelegene Alpenhotel „3 ä g c r b o f" ist gänzlich niedergebrannt. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Bei den N a r i o n a l s e ft s p i e l e n in Gens, die im nächsten Sommer anläßlich, der Jahrhundertfeier der Zugehörigkeit Genfs zu der Schweizerischen Eidgenossenschaft stattfinden, ist Jagues-Taleroze die Komposition und Leitung des Festspiels übertragen worden. Es ftnden daher im nächsten Jahre in Hellerau Teilte Dalcrozeschulfeste statt. Meteorologische Beobachtungen der Station Eießen. u •Li- ii 6u Mai mete 0° ziert nah Lust DjUi: opip Uive igke g « ■— ■c Grad der BervSlliu in Zehntel bi sichtb. Hiininel Wetter 1913 o'= = E O s £j Abso Feuchl Rele Feitchl Wi richt "e ä 18 ! 2”| 740,3 13,5 7-, 7,3 65 WNW 4 10 18.1 9^ 714,4 8,7 5,9 6,3 75 N 2 0 19. 7“ 746.3 6,2 89 NE 2 9 Höchste Temperatur am 17. bis 18. Mai -- + 17,3*0. Niedrigste „ „ 17. „18. „ = + 8,49 d. Niederschlag: 0,1 ww. = Nadfahre n. Der Gießener Radfahrer-Verein Lc85 e. V. veranstaltete gestern ein 50-Klm.-Renmm. Tie Strecke führte von der Karlsruh bis vor Marburg und zurück. Bei der sehr iinqünftiaen Witterung wurden hervorragende Zeiten erzielt: 1. Rudolf Schönhals 1 Std. 27 Ni. 9 S. 2. Friedrich Keßler 1 Std. 29 M. 45 S. 3. Theo Zutt 1 Std. 30 M. 3> S. 4. Emil Ihm 1 Std. 35 M. 5. Emil Altstoff ] Sld. 35 M. 15 S. 6. Emil 'Adam 1 Std. 37 M. 30 S. 7. Willi Zutt 1 Std. 42 9)L 20 S. x. Ernst Lohmeier 1 Std. 42 M. 35 S. 9. Kaspar Vatter 1 Std. 46 M. 15 S. 10. Ernst Unverzagt I Std. 51 M. II S. Wandern und Reifen, Bäder. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Dessen für Dienstag, den 20. Mai 1913: Bewölkung abnehmend, nur noch vereinzelt leichte Niederschläge, etwas wärmer, westliche Winde. Letzte Nachrichten. Begnadigunq englischer Spione durch den Kaiser. Berlin, 19. Mai. Der Kaiser hat den s. Z. wegen Spionage verurteilten englischen Offizieren Brandon und Frerich sowie dem Rechtsanwalt Stewart den Rest ihrer Strafe in Gnaden erlassen. Berlin, 19. 2)iai. Tie Deutsche Tageszeitung meidet en t tu aff» Als Brand. Brand sofort einen rie s ig e n U mf a n g an und breiiete sich über 2 Uhr nachmittags stellten sich, einige Gruppen von Sol« ein ganzes Stadtviertel ans. Auch ain Bergabhang brennen laten, die von ihrem Sonntagsurlanb Gebrauch machten, vanser. »000 Personen sand obdachlos. Em Kind ift vor- nHf r;tTrn, nffenftirhriT 'Kink mrf tV b rannt, «tblrridte Polinnen sind nerleftt roorben. Z>n HilieleiNnnn f LX,“!' ’ ‘ ,-fld’ b-- traf auch die Wiener Feuermestr ein. Um 9 Uhr abends war das I01TlCI.- w Zuruckbeh-altung emer crhreklasse unter traf and) die Wiener Feuerwehr ein. Um !> Uhr abends war das Feuer auf seinen Herd beschränkt, der Brand wütet jedoch weiter. Außer der Wiener find auch andere österreichische Feuerwehren sowie die Wiener freiwillige Rettungsgesellschaft eingetroffen. Bei den Löschungsarbeiten sind ein Feuerwehrmann getötet und zahlreiche verletzt worden. ben Fahnen. Offiziere, welche die Ansammlung sahen, veranlaßten die Leute weiter zu gehen. Tie Stadt ist ruhig. Französische Forderungen in Anatolien. Konstantinopel, 18. Mai. Die im Februar der Pforte vorgelegten Fordernn gen Frankreichs betreffend Eisenbahn und .Hafentonzessionen in Anatolien, die von der Pariser Presse erörtert werden, lvvren in einem Anhang zu der Note enthalten, in welcher die allgemeinen Bedingungen der Mächte für die Zustimmung zur Anwendung einer G e w e r b e st en er au f A u s l ä n- der formuliert tvaren. Außerdem hatte jede Botschaft Nnd Gesandtsäwft eine Liste der Forderungen bezüglich der Regelung alter Schuldforderungen vorgelegt. Die Listen Frankreichs und Rußlands sollen am beträchtlichsten gewesen sein und insbesondere Forderungen politischer Natur enthalten. Die französischen Forderungen werden von der Presse besprochen. Der „Tanin" ist besonders unzufrieden mit ihnen. i ♦ New York, 18. Mai. In einem Bergwerk in der Nähe von Bellevallei; (Ohio) wurden infolge ziveier Explosionen 16 Bergleute getütet. _ ....... , l8. Mai. Tie Ageuce .Hadas veröffentlicht Wegen des herrschenden bc-tigen Sturmes nahm der folgende Note über den Zwischenfall von To ul: Gegen vermischter. * Unbemerkt überfahren. Aus Berlin wird gemeldet: Der Eisenbahnschlofser Rietmüller aus Lauk- Witz war in einem Schuppen unt "Nachseherr der Bremsen au dcu Wagen beschäftigt und stand dabei in einem Kanal, über den ein Schienenstrang ging. Hierbei hatte er die Arme überdieSchienen gelehnt und überhörte das Warnungssigiial eines Leerzuges. Die Räder trennten ihm beide Arme ab, ohne daß jemand etwas bemerkte. Ter Verunglückte fiel in den Kanal und lvurde später tot aufgefunden. * Der Berliner M a g i ft r a t hat den Stadtverordneten eine Vorlage unterbreitet betreffend die Umgestaltung des Unt- versitätsviertets mit einem Kostenaufwand von über 5 Millionen Mark. . — Gr ü n c Rose tt. Die Kunst, grüne Rosen zu ziehen, will man int 18. Jal>rhundert verstanden haben. C-jne Zeitung aus dem Jahre 1784 bringt folgende Mitteilung: „Cs ist schon lange her, ball die Gärtner den Einfall gehabt haben, gelbe Rosen zu sieben; und wie sie dabey zu Werke gelten, ungefähr ebenso muß man es anfangar, grüne Rosen zu erzielen: der Unterschied beruhet bloß auf bet Besch.rffenheit des Strauches, den man äugelt. Cm gewisser französischer Blumragärtuer gibt von der Methode folgrabeit Bericht: Ich pflanze neben einem Rosenstrauch eine Stechpalme (Walbdiestel, Zwieselborn, Hülsestrauch) und weplt dieser recht .Wurzel geschlagen hat, so spalte ich ey$ * NordseebadB ü s u m (Holstein). Die umsangreichen * Erdarbeiten zur Erhö b n n g des Deiches am Damen- Schweres Ballouunglück. strand sind beendet Die Krone des Deines ist t Meter erhöht München, 19. Mm. Gestern nachmittag versuchte und bedeutend verbreitert worden so das? der Promenadenweg der in Zürich mit drei Herren und einer Dame aufqestiegene bequemer geworden ist. Die Ve'ichtmmia des neuen Leuckittin-mes, Oiirirb" " die einen mäckstigen Rundblick üb-r bie £ee, Bülmn und bie frucht- „Zurich ischen ^.and.'berg uud -p-ie||en zu landen, bare Plmscki gcivährt, wird voraussichtlich schon vorn 1. Juni ab -Mairie iiiw em Herr den Ballon verlassen hatten, üattfinbeu können. wurde er von einem Wmbstoß emp-orgerissen, und die Dame, - ............................ die den Korb nicht rasch genug losgelassen hatte, mit- ^licrsbrüfiitc genommen. Sie stürzte aus etwa 200 Meter ab, weil G?nnfeu-r in Lübeck fcic beiden Insassen sie nicht in den Korb ziehen konnten. Lübeck. 17. Mm. .,ni »«, qroüen H°k,Ia«en, Vave.n«.,,. Än«6 Lohn, Groyumnu u. Jürgen sowie Breugmann u. Sohn ift in tuur^"' bct -^h^lNMg tot BI Für ErholunjsbedürfHje und Seichtere 918 HliHIßii Kranke.* w®n^beersucht. HUryUila Kuranstalt Hofhelm I. T. B ■ B™Z ■ j|” R R i/i Stunde v. Frankfurt n. M. Prospekte M M HA M M ÄM k 2 duichDr. Schulz6-Kehle>si,Nerv9Dare* der vergangenen Nacht (tzrolPeuer an§gebtocbcn. Dies ist die dritte . ~ Fertersbruiist innerhalb acht Tagen. Es fand an den großen Holz- Dte Entwaffnung eines montencgrinifchcn Postens in Skutari. Vorräten reichlich Nahrung und nahm bei den sich mehrere Kilo- Berlin, 19. Alai. „D.^ ineter weil den Haken entlang erstreckenden Holzlagern eine riesige aus Wien: Mannschasteii be§ Kreuzers Breslaii" dlnsdehmmg an. D,e Feuenvehren von Lübeck und Umgebung nPtpn einen m.inffnonriniiAen f. • wurden bei den Löscharbeiten von mehreren Kompagnien deS "^"" cuien montei,egrlni,cheil Pollen in Jnlanteriereginients Lübeck unterstützt Haushohe Bretter- unb ‘)cc ltc9 inii a u fg ep fla nz te m Bajolictt zeigte. Balkeustaveln, die im (tzreuzgebiete des Feuers ausgestapelt lagen, General Bechit mit den letzten 500 montenegrinischen Sol- wurden in die Trawe gestürzt um der weiteren Zlusbreittma'des baten abzog, rief er: „Wir kommen wieder! Das Blitt unserer Feuers entgegensuarbeiien. Um 5 Uhr morgens konnte das Feuer Rrüde^ wird nicht niifhnrrn nncb ,.n? auf leinen Herd beschränkt werden. Ma» oermutet, daß Brand- -öru0C* ,ü,cö nict)t nu'l)orcn' nnd) un§ #u rulen 1 ft; f t u u g vorliegt. _ * Grofffetter in Preßbnrg. !Dor Z w i s ch e n f alck v o n Toul im amtlichen Preß bürg, 17. Mai Heute nachmittag 2 Uhr geriet der Dachstuhl eiues großen Ozebäudes im Mittelpunkte der Stadt in Giessen^ E^ar'ktip^atz 18 Zie^ka S&00 Angestellte I Prospekte pp. durch den Leiter: C*/f Direktor Brackemann, Bleichstr. 6 &tei8*jnBas-te? bis - billigen Preisen, 3291 H. Kühn, Papierhandlung Selter sveeg 36 Selter sweg 36 2.25 Mk. 0.95 1.50, fürsorgestelle beantwortet. m e 24 Bahnhofstrasse 14 0 B3 ES B3 Bi ES Von Montag, 19. Mai, an ist mein Laden von 7—1 l)hr mittags geöffnet, nachm. geschlossen E a Arbeits- und Nachhülfestunden jeder Art für Schüler öffentlicher höherer Schulen. Pfg. Pfg- Pfg. BÄNDE 24 M. Dl*/j Rechtsschutzsteüe. freuen u. 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