Nr. 39 fünftes Blatt 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehener Zamillenblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Vcheks Anzeiger General-Anzeiger für Oberhchen Samstag, 15. Zebruar 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. N. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition mid Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: 51. Rednktion:^^112. Tel-?ldr.:AnzeigerGießen. der Medizinischen und reine LandeSunivcrßtät für den Sommer 1910 ist, was sich z. B. ergibt: allem der Hebel eingesetzt werde, — und dies muß auch nm Interesse der gesamten Beamtenschaft Hessens gesagt werden. Frankfurt und die Nachbaruniverfiiätcn. Im Anschluß 'daran seien einige Stellen aus einem Aufsatz wiedergegeben, den Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift über Frankfurtund die Nachbaruniversitäten veröffentlicht hat. Somit beträgt das Verhältnis von Hessen zu Nichtheffem in der Theologischen Fakultät 5,2/1, in der Juristischen 4,5/1, in der Philosophischen 2,9/1, in der Medizinischen 0,58/1 (!): im ganzen 876:458= 1,9/1. ES ergibt sich hieraus speziell für die Medizinische Fakultät, daß Gießen nur etwa Vr Hessen link etwa 2/3 Nichthessen hat. Darunter ist eine Reihe von Medizinern, die vorher _ait größeren Universitäten studiert haben und dann nach Gießen': lonrmcn, weil sie hier in den Kliniken reichlichere Gelegenheit) haben. Kranke zu untersuchen. leitet die Studentin zum Entwurf eines einfachen Hausplanes an, gibt ihr auch Auskunft über die Umgebung des .Hauses, über die Anlage von Gärten, über die Bearbeitung des Bodens, über Ventilation, Heizung und alles, was zum Hause gehört. Neben der praktischen Anleitung steht die ästhetische Belehrung. Wie der Hausbau zu großen kunst- und kulturgeschichtlichen Ueberbtiäen Anlaß gibt, so erlaubt das große Kavitcl des Hausschinnckes einen Ausflug in das Gebiet des Kunstgewerbes und trägt mit der ästheiifchen Betrachtung der Einrichtung zur Geschmacksbildung bei. Ein dritter Zweig der Haushalunigs- Wissenschaft beschäftigt sich mit der T ex t i lb r a n ch e, mit d?r Kenntnis der Gewebe und ihrer mikroskopischen und chemischen Analyse, mit Hygienik und Aesthetik der Kleidung, mit beit physikalischen und chemischen Problemen des Waschens und ähnlichen Fragen. Des weiteren ist ein wissenschaftliches Studium der Führung des Haushaltes vonnöten, in dem bie finanzielle Seite, die beste Einkeilung der einzelnen Arbeiten usw. behandelt wird. Als letztes Gebiet käme dann noch Säuglingspflege und K i n dererziehnng in Betracht. Alle diese Zweige ließen sich in den wissenschaftlichen Betrieb einer Universität eiitorbnen, und so würben die Frauen eine umfassende harmonische Ausbildung auf geistiger Grundlage empfangen. Dcr Kampf um die Modcnidce. Aus Paris schreibt der „N. Fr. Pr." eine Dame: .,In etwa acht Tagen wird sich der Vorhang lüften, hinter dem sich die erste Pariser'Modellkollektion birgt, das erste Mannequin wird feierlichen Schrittes, seiner zivilisatorischen Mission voll bewußt, den Salon betreten, um den aus Amerika und Deutschland herbeigeeilten Couturiers und Konfektionären ibie anberen Länber entsenden ihre Missionäre erst später) die jüngsten Pariser Moben- erlässe für Frühling und Sommer 1913 zu verkünden. Und in knappen Zwischenräumen werden diesem ersten Hause, daS seine Pforten öffnet, die anderen folgen, so daß bis Ende Februar alle Pariser Modellsammlungen ihre mysteriösen Schleier abgeworfen haben. Mein dies traditionelle Saisonereignis vollzieht sich jetzt unter immer weniger angenehmen Modalitäten, denn der Verrat lauert an allen Ecken und Enden, der Modellraub wird wirklich organisiert betrieben, so daß viele Pariser Couture den „Einkäufern" schier bis an die Zähne bewaffnet entgegentritt. Sckwn in den letzten Saisons hatte sich jedes Haus nach Kräften vor Verrat zu schützen gesucht und traf allerlei Maßregeln, auf daß von der unrechtmäßig ungeeigneten Idee die andern wenigstens nicht profitieren. So hat ein lehr großes Pariser Couture Haus seit einem Jahre die Waffe der Publizität ergriffen und regelmäßig in den gelesensten ausländischen Zeitungen die Namen der dortigen Klienten veröffentlicht, zugleich mit Zahl und Spezifizierung der lange ober dauernd hier blieben. Diese Verhältnisse werden in größerem Umfange nicht zu bei eiligen sein. Denn Gießen wird nie zu den großen Universitäten gehören können; diese werden uns immer tüchtige Kräfte wegholen können. Es ist zu begreiflich, daß der tüchtige Dozent sich nach einer größeren Wirkung sehnt. Aber es ist sicher erwünscht, sie einigermaßen einzuschränken! Vielleicht kann doch einiges hierzu geschehen. 1. Unsere Fakultäten gehören teilweise zu den kleinsten in Deutschland: die juristische ist jetzt die zweitkleinste, nur Rostock ist unerheblich kleiner. Greifswald, Erlangen, Würzburg sind schon um ein erhebliches größer. Die philosophische Fakultät ist etwa an 41 oder 51 unterster Stelle. Das kommt daher, daß Gießen im wesentlichen Landes- nniversität ist — am wenigsten in der medizinischen Fakultät. Es fragt sich, ob man das verändern kann. Wünschenswert ist es natürlich auch schon um deswillen, weil ein Zuzug von außen Dozenten und Schülern reichere Anregungen bietet. Möglich ist es nur dadurch, daß man tüchtige Gelehrte hält ober ihre Berufung ermöglicht, unb daß man etwas für beit Ausbau der Einrichtungen tut, z. B. durch Veranstaltung von Kursen, wie sie heutzutage überall abgehalten werden. Dazu freilich muß die Regierung Geld bewilligen. %ur wenn die Regierung den Dozenten für die Kleinheit der Fakultätsverhältnisse Aequivalente bietet, kann sie sie halten und ihre Kräfte besser verwerten. Dazu gehört z. B. auch die Ermöglichung von Reisen zu Kongressen oder wissenschaftlichen Arbeiten. Hier ist die' Regierung sehr zurückhaltend, sie delegiert oftmals einen Regiernngsbeamten, wo sie ebensogut ober besser einen Dozenten zu einem Kongreß fenben könnte. So sind manche Dozenten gehindert, bekannt zu werden, und sie fühlen sich weniger befriedigt. Ob die Regierung ihre Professoren weniger schätzt als andere ■Staaten, ist schwer zu sagen. Aber es ist wohl zu beachten, daß z. B. in Baden die Professoren viel mehr äußerlich geehrt werden, als in Hessen. Ausfallend ist z. B. auch die Zurück- Haltung der Regierung gegenüber der heute ganz allgemeinen Forderung, die juristftchen Profchoren in der Praxis zu verwerten. An einer ganzen Reihe deutscher Hochschulen sind die juristischen Profch'oren tzilfsrichter, in Gießen ist das z. Z. noch unmöglich. Auch wäre es wohl möglich, die Professoren häufiger zu Gutachten heranzuziehen, als dies jetzt geschieht.., 2. Die Hauptsache bleibt aber die B e s o l d u n g s f r a g e. Hier ist nun zu bemerken, daß die wohl sicher zu erwartende Be- solbungserhöhung ausreichen dürfte. Sie stellt die Dozenten,im wesentlichen wohl denen der anderen Hochschulen gleich. Aber sofort ist zu bemerken, daß unsere Regierung viel weniger als andere Regierungen geneigt ist, auch einmal einen tüchtigen Dozenten durch energische Zulagen zu gewinnen ober zu halten. Hierin gehen andere Staaten ganz erheblich weiter. Ausfallen muß weiter, daß die Dozimten der technischen Hochschule teilweise um ein merkliches besser gestellt sind. Die Hauptsache aber ist die Pensionsfrage. Es ist längst bekannt, daß hierin Hessen sehr stark zurücksteht! Ganz abgesehen von der unbegreiflichen fünfjährigen Karenzzeit zu Anfang, sind alle Pensioiisbedingungen um ein erhebliches schlechter, als in allen größeren Staaten. Besonders gilt dies von den Pensionen der Hinterbliebenen, die in Hessen int Vergleich zu anderen Staaten geradezu kärglich sind. Bei jeder Berufung von ober nach auswärts wird das alles immer wieder betont. Es ist ganz allgemein bekannt. Ganz abgesehen von den preußischen Verhältnissen sind die Zustände anderswo so, daß durch'chnitt lieh hier die Pensionen und Hinterbliebenenfürsorgen die Hälfte der anderswo gewährten betragen. Tie Regierung ist bisher auch durch das Gesetz daran gelnndert, im Tinzelfall hier zu bessern. Es erscheint daher als eine dringende Notwendigkeit, daß hier vor Im Anschluß an den Plan, in Frankfurt a. M. eine Lstiftimgs Universität zu errichten, ist die Frage erörtert worden, in welchem Grade die Nachbaruniversitäten dadurch in Mitleidenschaft gc zogen werden könnten. In dem Anffatz über die Gründung einer Universität in Frankfurt hat W. A. Freund erörtert 1. was die medizinische Wissenschaft und Kunst, 2. was Frankinrt, 3. was Deutschland davon zu erwarten hat. Hierbei ist der Einstuß auf die Nachbaruniversitäten unerörtert geblieben. Zu bi ei en zählen, geordnet nach der Entfernung von Frankfurt, Gießen, Marburg, Heidelberg, Würzburg unb Straßburg: besonders Tur Gießen und Marburg sind mehrfache Befürchtungen geäußert worden. Gießen hat bisher geschwiegen, unb auch jetzt eiwint der vorliegende Aufsatz, nur infolge einer Aufforderung. Trotz dieser Art der Entstehung Muß ich jedoch die folgenden Ausführungen als meine persönliche Meinung bezeichnen. Dabei stehe ich auf dem Boden der analytischen Betrachtung und behandle die Einrichtung einer Universität in Frankfurt lediglich vom Gesichtspunkt einer Biologie der deutschen Universitäten, im Hinblick auf die Nachbaruniversitäten und speziell Gießen. Ta es sich bei der Gründung der Universität Frankfurt um eine preupstche Angelegenheit handelt, komlnt es für die süddeutschen Universitäten von vornherein gar nicht in Betracht, etwas für.ober gegen die Gründung auszusagen, sondern es fragt sich, wie di eie Gründung wirken wird. Daß Frankfurt für Studenten Anziehungskraft haben wird, ist sehr wahrscheinlich. Durch die zielbewutzte Zusammenfassung einer Reihe von einzelnen, getrennt entstandenen Anstalten, Gesellschaften und Stiftungen iSenckenberMches Institut, Senckenbergsche Naturforscheirde Gesellschaft, Phystkalncher Verein, Akademie für soziale und Handelswissenschaften, Jugelsche Stiftung, Institut für experimentelle Therapie, Chemisch-vharma- kologisches Institut, Neurologisches Institut, Stäbtl,che Krankenanstalten und andere städtische Einrichtungen^ hat Frankfurt einen Komplex von Bildungsanstalten erlangt, die zmn Teil tchon funktionell und baulich im Zusammenhang stehen. Anyerdem bietet Frankfurt für den Studenten infolge seiner Verkehrsverbindungen mit seiner schönen Umgebung reichlich Gelegenheit, Erholung außerhalb der Großstadt zu suchen. Betrachtet man die große Zahl von Norddeutschen, die an süddeutsthen Universitäten studieren, so ist auch anzunetzmen, daß Frankfurt, das inbezug auf die Art der Bevölkerung einen fübbeut)eben Ch.^akier bat, gerade durch dieje Eigenschaft innerhalb der Studentenschaft preußischer Abstammung Änziehungskraft auöübcn wird. Dazu kommt die zentrale Lage von Frankfurt zwischen dem Gebiet der drei he'sischen Provinzen unb der Provinz Heswm-Naisau. Sicher werden, wenn das Universitätsstatnt dies zuläßt, viele Studenten ans diesen Gebieten in Frankfurt Kollegien hören, ohne überhaupt dort zu wolstien. , , ...... Wer das deutsche Studententum genauer kennt, wird bici? Faktoren inbezug auf die Frequenz und den Einfluß auf dw.Nach- boruniocriitäten nicht überschätzen dürfen. Vor allem kann sich erfahrungsmäßig in einem großstädtischen Milieu das Korporationswesen, das nicht nur die einzelnen Studenten in einer Universitätsstadt hält, sondern tatsächlich sich oft durch mehrere Generationen wirksam zeigt, nicht so entfalten, wie tn einer mittleren Universität Ferner darf man die Wirkiamkeck der Zugehörigkeit zu den einzelnen Bundesstaaten nicht ganz ventach- lässigen. Gießen, Heidelberg, Würzburg unb Straßburg werben auch nach der Gründung von Frankfurt immer noch von den bc- trefc'ibeu Landeskindern, wenn auch vielleicht in geringerem Grade, ausgesucht werden, ganz abgesehen von dem zum Teil sehr zahlreichen Zuzug auS anberen Gebieten. Inbezug auf letzteren ist zu bemerken, baß z. B. Gießen in zwei Fakultäten, nämlich ber Medizinischen nnb Philosoph sehen, schon längst nicht mehr aus folgenber Statistik Modelle, welche biefe Herren ober Damen wirklich gekauft, auf daß man nicht eventuell e i n Modell erstehen unb den geblendeten Kunden bereit ein Dutzend vorzeigen könne, die nur tret aus dem Gedächtnisse wiedergegeben waren. Um aber gleich dem Einkäufe die Kleinlichkeit zu benehmen, mußte sich jeder Klient, der die Kollektion sehen wollte, schriftlich verpflichten, zum mindesten zwei Modelle zu bestellen. Auch die Lieferzeiten ber verkauften Mobelle wurden selbst bei überseeischen Munbeit hinausgeschoben unb bas Edikt gegeben, daß für ein Geschäft nie mehr als zwei Personen zngelassen würden. Heuer aber soll es gar strenge zugehen. Ein streitbarer Courturier cPoirct) erläßt eben, noch bevor die Verlaufssaison angehoben, eine Art Manifest an seine Klienten, in dem er die nach seiner Meinung wichtigsten Kriegszüge fest- letzt, die dem frechen Raub steuern sollen. Unb zwar wird er mbcü' Polizei im eigenen Hause spielen, da die Verteibignngs- organifation ber gesamten Pariser Couture noch nicht reif ist. Punkt 1. Strengste Ueberwachung des Arbeitspersonals, auf daß durch dieses keine ,.Indiskretionen" in die Oessentlichkeit sickern. Punkt 2. Angemessene Vorsicht bei der Lieferung, selbst wenn es sich um Privatfunden handelt, die nur zu oft unter dem Vorwand, daß sie im „Süden" Frühlingskleiber benötigen, bie also erlisteten Mobelle dem Ausland auslieferten. Punkt 3. Vorläufiger strenger Ausschluß aller Journale, bie allzu früh des Meister? Ideen popularisieren. Punkt 4. Unbarmherzige Verfolgung durch alle gerichtlichen Instanzen der großen Magazine, die Modelle unbefugt nachmachen usw. Daß den Klienten beim Eintritt in die Salons Handschellen angelegt werden müssen, um sie an gefährlichen Notizen ober Skizzen radikal zu hindern, daß man sie beim Verlassen drei bis vier Tage hindurch in dazu adaptierten Räumen beobachten solle, wie die Arbeiter in den Diamantgruben, wirb in diesem Manifest noch nicht vorgeschlagen. Unb trotz aller Maßregeln hier wie anderwärts, wird der Raub weiter florieren, gibt es doch in einigen Städten des Auslandes Spezialisten, die knapp nach Erscheinen der Pariser Modelle diese zu erlangen wissen, um sie in Hunderten von Exemplaren Nachnahmen, um die Hälfte ihres Pariser Preises zu verkaufen. Ja, in Paris selbst existieren wahre Nachahmungsfabriken, wo die Modelle । sofort engros kopiert und den auswärtigen Kunden gesandt werden. Im Vorjahre hatte ein Pariser Haus dekretiert, daß es, um wenigstens diesem liebel zu entgehen, die Modelle für die über- . seeische Klientel, also die erstgelieferten, nicht hier in bie Hotels der Einkäufer, sondern nur an Bord der Steamer abgeben werbe. < : Unb trotzdem die Vertrauensmänner, welche die kostbare Lau > nach dem Hasen expedierten, ihre streng versiegelten Kolli «st i beim dritten Läuten der Schiffsglocke brachten, wurden biefe i von finsteren Drachen bewachten Märchenschätze doch geraupt, : die Hexerei fehlte eben gleichfalls nicht- Oie Zukunst der Gießener Universität. Personalfragen der Professoren. All« Professorenkreisen erhaltest Wir fol- g ch a s t v o m Haushalt zu schaffen, in der die Dinge des alltaglickwnLebens ^selbst von einem höheren geistigem Standpunkt aus angeraut und dargestellt werden. . ™ Tie Art ber Universitätsbildung Muß mit ber Methode der großen Haushaltungsschulen, die besonders in den westlichen Staaten so Segensreiches geleistet haben, vereinigt werden, wer ^luch des Trivialen und Banalen, her auf allen Dingen des Haushaltes ruht, muß hinweggenommeu werden, indem man die,e Gegenst.utde, .die Linien bc5 Stuhles, das Ornament der Tapete oder des Teppichs die Form des Messers ober des Glases, in einen großen kulturgeschichtlichen Zusammenhang einordnet Für die rechte Studentin der Haushaltungswissenichaft wird es nicht- täuschendes bedeuten, wenn sie den begeastercen Blick von den Schönheiten des Parthenonfrieses sum Kuchentuch ober zur Nähmaschine lüenbet, denn auch hier findet ihr geschärftes Auge die großen Probleme der Kultur enthalten. Munsterberg entwirft unter diesen Gesichtspunkten die Grundlinien der neuen Haii-- haltungswisseiischaft, die die Frauen lehrt, die Haiiptbeschafti- gungen, die ihrem Geschleckt von altersher die initurlichen und gemäßesten sind, auf dem Hintergrund der Geschichte der .Zivilisation zu betrachten. Ein wichtiger Zweig umfaßt das S tu- o i u m der Nahrung im weitesten tsnitne. "^mrsche Zusammensetzung her Nahrung, ihre Herstellung, ihre Veränderungen bei Hitze und Kälte, ihre Wirkung auf den Körper, die.Beziehungen der Nahrung zur Gesundheit und zur Beschäftigung de^. Einzelnen, die damit zusammenhängenden bakteriologischen Probleme, dann die ökonomische Seite, die beste Ausnützung der Nahrungsmittel, ihre Erhaltung, die Gesetze über NahrungsmittelMchung — das wären bie Hauptgebiete, die hier mit Hilfe von -aboratoriums- arbeiten unb praktischen Elementen gelehrt werben. Eine aitbcre Gruppe besteht in der Kenntnis des Hauses, -tiefem Fach behandelt die Geschichte der Architektur, >bie Wohnungshygiene, ,Es ist fein Grund zu erkennen, weshälb nach Erösfnuüg der Universität Frankfurt dies anders werden sollte. Es wäre sogar möglich, daß, wenn sich Franlftirt zu einer auch der Zahl iiach grosfstäbtischen Universität entwickelt, dadurch gerade besonders in den letzten klinischen Semestern der Universität Gießen noch mehr Studierende zugeführt werden. Daß die Frankfurter' medizinischen Anstakten für den klinischen Unterricht mehr geeignet fein sollten, als bie Gießener, wird von benen, die bie Verhältnisse genau kennen, nicht befürchtet. Nur in einem Punkt ist Frankfurt Gießen ebenso wie anderen irtittferen Untversitätew zurzeit noch wesentlich überlegen, nämlick in dem Ausbau der sogenannten Nebenfächer. Allerdings wird dieser Mangel viel- leicht sckwn in wenigen Jahren in Gießen ausgeglichen sein. Tie Erbarmug einer Ohreullinit und Dermatologifckien Klinik zur Ergänzung ber schon bestehenden selbständigen Polikliniken ist im Gang, ebenso die einer Kinderklinik. Auch sind schon längst Ver- haiidlungeii wegen einer Zahnklinik im Gange, die hoffentlich bald zum Abschluß führen. Sind diese sogenannten 9cebenfächer, bie im Rahmen des klinischen Unterrichts eine wichtige Rolle haben, ausgebaut, so braucht Gießen ebensowenig wie andere mittlere Universitäten mit guten Unterrichtseinrichtungen die Konkurrenz von Frankfurt auf bie Dauer zu. befürchten. Daß,sich in ben ersten Semestern nach ber Eröffnung ber Universität Frankfurt eine wesentliche Senkung ber Frequenz zeigen wird, ist nach Analogie von anderen 9? euer Öffnungen sehr wahrscheinlich, auf die Dauer aber hat die Medizinische Fakultät in Gießen unter beflimmten anderen Voraussetzungen nichts zu befürchten. Diese liegen bann, daß ben vorhaiidenen Lehrkräften bie Arbeits- frendigkeit erhalten wird. Tic Anziehungskraft der Mittleren Universitäten für medizinische Dozenten beruht im wesentlick>en daraus, baih neben einem reichhaltigen klinischen Krankenstand genügend Zeit zu wissenschaftlicher Arbeit bleibt, bie auch bei ärztlicher Betätigung den Kern bet akademischen Tätigkeit bilden muß. Wird diese Zeit durch ein Uebennaß von Verwaltungsgeschäften zu sehr eingeschränkt, so geht ber wesentliche Sinn des Aufenthaltes au einer mittleren Universität verloren, und bie Arbeitssreubigkeit ber akabemischen Lehrer leidet. Ich sehe baher bei ber natürlichen Konkurrenz zwischen Frankfurt unb den Nack'- baruniocrfitäicn in einer Schonung der Arbeitszeit der akademischen Lehrer eins der wichtigsten Mittel, um ausgeprägt wissenschaftliche Dozenten an der Universität zu erhalten. Hier kommt ein kulturgeschichtliches Problem in Betracht, ob nämlich m dieser Beziehung bie Verhältnisse eines stäbtischen Gcmeinwefens tote Frankfurt, das durch eine Universitätsgründung seine aus Stff- tungen unb städtischen Mitteln gebauten Institute in wesentlichen Punkten einem großen Staat unrerstellt, ober bie Verhältnisse eines kleinen Staates, ber zurzeit starke Anstrengungen macht, seine schwierige Finanzlage bnrch Sparsamkeit zu korrigieren unb aus diesem Grunde anbauernb in die Einzelheiten ber Betriebe etn- greift, auf bie Dauer günstiger sein werben. Sicher ist, baß gerade die am meisten wissenschaftlich interessierten Dozenten z. B. bei Verufungsfragen die Universität vorziehen, die ihnen bei ge-> nügenbem Auskommen zur Befriedigung ihrer oft recht bescheidenen Bedürfnisse bie beste Arbeitsgelegenheit bietet. Außer dieser Bewahrung gerade ber wissenschaftlich Interessierten kömmt zweitens für die mittleren Universitäten bei der Konkurrenz mit Frankfurt ganz besonders die Auswahl bei Berufungen in Betracht. Auch hier wird auf die Dauer die Falultär überwiegen, die das Prinzip ber geistigen Tüchtigkeit und der wissenschaftlichen Arbeit am' schärfsten zum Ausdruck bringt. Unter diesen Voraussetzungen ist für die medizinischen Fakultäten der nahe bei Frankfurt gelegenen Universitäten auf bie Dauer kaum etwas zu befürchten. Etwas anders liegt die Sache z. B. in Gießen in ber Philosophischen Fakultät. In dieser befindet sich eine große Zahl von Studierenden, denen die Bildungsmittel einer großen Stabt, bie wie Frankfurt besonders durch Stiftungen eine bedeutende Zahl von ausgezeichneten Sammlungen besitzt. in> ganzen 75 150 742 367 1334 Hessen Nichthessen Darunter Preußen 1. Tbeoloaiscbe Fakultät 63 12 8 2. Ziniüifcbe Fakultät 123 27 21 3. Pbi!osov6i>che Fakulkä 555 137 104. 4. Medizinische ilakullät 135 232 149 (Aesamtstmune x?6 458 282 leine wesentliche Erleichterung ihres Stnbtun® bedeuten. Nach vreinen Erfahrungen über die Leipziger llnuxrfitöt ist cf dieses Moment, das viele Studenten dorthin zieht und ihnen nachhaltige Eindrücke für das ganze Leben, abgesehen von bare im akademischen Unterricht erworbenen Wissen, vermittelt. Nun gehen zwar auch Mittelstädte wie Gießen besonders durch Stiftungen und Vereinstätigkeit sehr energisch inbezug auf diese allgemeinen Bildungsmittel vor, z. B. hat Gießen im Lause von zwei Jahrzehnten eine ausge,eichnete AlterMmssammlung mit sehr beachtenswerter vrä- historischer Abteilung, ein Anthropologisches Museum, ein gutes Theater usw. erhalten, aber es ist noch viel zu tun, 'und Frankfurt hat in diesen Beziehungen eine unbestrittene Ueberlegercheit. Der Einfluß dieses Punktes scheint mir bei den Studenten der Philosophischen Fakultät am meisten in Betracht zu kommen, und es ist sehr wahrscheinlich, daß Gießen in dieser Fakultät durch die Eröffnung von Frankfurt die stärkste Einbutze erleiden wird. Allerdings halten die Etamensvorschriften besonders für den Berus als Oberlehrer viele hessische Sttrdenten in Gießen, aber diese Fakultät Hot auch fast 200 Nichthessen. Es kommt dabei ferner in Betracht, daß die Anziehungskraft, die Frankfurt als natürliches Zentrum des ganzen hessischen Gebietes lediglich wegen seiner räumlichen Lage auf die hessischen Studenten ausüben kann, gerade für die Philosophische Fakultät mit ihren etwa 550 Hessen am meisten Geltung haben wird. Anderseits ist ebenso wie bei der Medizinischen Fakultät denkbar, daß gerade, wenn sich Frankfurt entwickelt, eine Reihe von Studierenden zu bestimmten Dozenten dieser Fakultät, die durch wissenschaftliche Leistungen weithin bekannt sind, hingelenkt wird. Immerhin ist ein Defizit der Gesamtzahl in dieser Fakultät nach Eröffnung von Frankfurt wahrscheinlich. Weniger gilt dies für die I u ri sti sche Fakultät, die nach den Personalbeständen überwiegend hessische Hörer hat, Lie ihr wohl mit Rücksicht auf die landesgesetzlichen Examens- Vorschriften int wesentlichen auch nach Begründung von Frank- furt verbleiben werden Auch hier erscheint es möglich, daß aus beni Wege über Frankfurt manche Studenten für einige Semester nach Gießen gelenkt werden, da es in dieser Fakultät an Dozenten, ifcrie einen größeren .Hörerkreis anziehen tonnten, als sie ihn Fetzt haben, nicht fehlt Es ist also möglich, daß auch in dieser ^Fakultät Abwanderung und Zuwachs sich ausgleichen, während sich nur das relative Verhältnis von Hessen und Nichthessen verschiebt, wie dies seit einer längeren Reibe von Jahren in der Medizinischen Fakultät geschehen ist. Gar nicht in Betracht kommt die Theologische Fakultät, da meines Wissens in Frankfurt an die Gründung einer solchen nicht gedacht wird. Faßt man die einzelnen Ueberlegungen zusammen, so ist es wahrscheinlich, 1. daß nach der Eröffnung der Universität Frankfurt sich in Gießen zunächst eine vielleicht nicht unbe- .träcbtliche Senkung her Studcntenzahl zeigen wird: 2. daß die Medizinische -Fakultät unter den genannten Voraussetzungen in der Lage sein wird, ihren fetzigen Besitzstand wieder^ zu erlangen (und entsprechend der allgemeinen Steigerung der Sttidentenzahl weiter zu vermehren, 3. daß die Philosophische Fakultät relativ am! meisten leiden wird, 4. daß die Theologische gar nicht und die Juristische Fakultät vermutlich am wenigsten betroffen werden wird. Ninünt man nun selbst eine Verringerung der Studentenzahl in Gießen durch die Eröffnung von Frankfurt an, so kann dies kein Grund sein, um gegen die Eröffnung von Frankfurt Ein- sprucki zu erheben, schon deshalb nicht, weil es sich hierbei um eine innere preußische Angelegenheit handelt, in die von einer hessischen Korporation ober Stadt nicht hincingeredet werden kann. Auch sind solche Sclnvankungen der Frequenz in der Enttvicklung •ber deutschen Universitäten nicht selten. Während eine Reihe von ,anderen Universitäten speziell in einzelnen Fakultäten an Hörern «andauernd eingebüßt haben ober nicht entsprechend der allge- ■meinen Steigerung der Studenten zahl fortglffchritten sind, hat 'sich in Gießen seit ungefähr 40 Jahren die Studentenzahl vervierfacht, die Zahl bet hier studierenden Nicht Hessen fast ver- achtfacist. Auch wenn es ungefähr 200 Studenten einbußt, wird es doch nicht mehr zu den Keinen Universitäten im alten Sinn gehören, und die Universität, an der Liebig, Ihering, Leuckart, Harnack, Röntgen u. a. gerade die entscheidende Zeit ihrer geistigen Entwicklung durchgemacht haben, wird auch dann noch ihre Stellung in der Reihe der deutschen Universitäten bewahren., Tie AL-- itoefor gegen die eventuell begründete Universität Frankfurt kann von Gießen aus nur durch eine Zusammenfassung aller beteiligten Kräfte geschehen. Ein richtiges Zusammenwirken »von Staat, Stadt, Universität und Bürgerschaft -bildet die Voraussetzung zum Gedeihen unserer Hochschule nach Entstehen der Universität Frankfurt. Das Gleiche scheint mir im wesentlichen auch für die anderen beteiligten Nachbaruniversitäten zu gelten. Ich erblicke in der Errichtung der Universität in Frankfurt den Abschluß einer Entwicklung, die im Grunde mit her großartigen Stiftung des Arztes Saickenberg begonnen hat. Mit dieser ist die Gießener Universität durch ein rechtliches Band untrennbar verknüpft, da die Dekane der Juristischen und der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen alljährlich der Revision des Stiftungsvermögens beizuwohnen haben. Tiefe ärztliche Stiftung hat den Kern gebildet, um den sich allmählich der große Ring von humanitären, naturwissenschaftlichen und Unter- rickstsanstaüen in Frankfurt gebildet hat. Auch wenn man eine Schädigung des jetzigen Besitzstandes von Gießen burd) bte Universität in Frankfurt für möglich hält, so kann dies nicht abhalten, in ihrer Errichtung den selbstverständlichen Abschluß einer längeren Entwicklungsreihe zu sehen. Uationaifpenöe zum Laiserjnbiläuni für die christlichen Missionen in unseren Kolonien und Schutzgebieten. Unter dem Protektorat des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg, des Regenten von Braunschweig, Präsidenten der Deutschen Kolonial-Gesellschaft, hat sich ein Ausschuß gebildet, der folgenden Aufruf versende:. Tas Ani'chreiben ist an die beiden großen christlichen Konfessionen gerichtet und in zwiefacher Ausfertigung gehalten. Tie abweichenden Stellen geben wir in Klammern wieder: Tas Regierungsjubiläum unseres Kaisers steht bevor. Auf ihn blickt in Verehrung und Dankbarkeit das deutsche Volk und es sucht einen Weg, diese Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Tie 25 Jahre feiner Regierung sind eine Zeit großen nationalen Aufschwungs auf wirtschaftlichem und geistigem öcbiele gewesen. Das Deutsche Reich hat nicht nur unter den Völkern Europas seine Großmachtstcllung behauptet, eS hat sich eine Weltmachtstellung und entscheidenden Antell an den Aufgaben der Weltpolitik errungen, es hat seine Kolonien ausgebaut und in Blüte gebracht. ..... . „ ~ .. Deutsches Wesen und deutsche Kultur sind die stärksten -träger von Deutschlands Macht in fernen Weltteilen, sind ihre Grundfesten in den eigenen Schutzgebieten. Zu den wirksamsten Pionieren deutscher Gesittung- in den Schutzgebieten gehören die christlichen Missionen. Tas ganze deutt'che Volk hat die Pflicht, das nationale und menschenfreundliche Kulturwerk der christlichen Missionen in den Schutzgebieten anzuerkennen und zu fördern. Andere Kolonialstaaten haben das für sich längst erkannt und bringen unabhängig von politischer Ueberzeugung und vom Glaubens- und Bekenntnisstand des einzelnen aus nationalen Gründen für ihre Missionen reiche Opfer. Daran fehlt eS noch bei uns. Das Regierungsjubiläum des Kaisers fordert dazu auf, diese Lücke in der Erfüllung unserer nationalen Pflicht zu schließen und den unter Geldmangel leidenden Missionen in unseren Kolonien wirksam zu helfen. i So hoben sich Vertreter beider Konfessionen in dem Gedanken gefunden, den Ehrentag des Kaisers durch eine, wie wir wissen, ihm willkommene Spende für ihre Missionen in den deutschen Schutzgebieten zu feiern. Der Herr Reichskanzler und die Herren Staatssekretäre des Reichsmarin^amts und des Reichskolonialamts haben die Förderung dieses Unternehmens zugesagt. Die evangelischen Glaubensgenossen haben die Arbeit in den Kolonien und Schutzgebieten mutig in Angriff genommen. Neben ihren religiösen Aufgaben haben die Missionen ein ausgedehntes Schulwesen und einen umfassenden ärztlichen Samariter dienst eingerichtet. Es gilt, den Eingeborenen zu einem verständigen brauchbaren Arbeiter, zu einem zuverlässigen Menschen, zu christlichen Lebensanschauungen zu erziehen. Außerdem aber bedarf die eingeborene Bevölkerung dringend ärztlicher Hilfe zur Bekämpfung der verheerenden Seuchen und der Kindersterblichkeit, die das schwerste Hindernis einer gedeihlichen wirtschaftlichen Entwicklung bilden. (Das Wirken unserer katholischen Missionen zur Verbreitung des heiligen Glaubens ist bisher von der nachhaltigen und tiefgehenden Begeisterung der deutschen Katholiken getragen worden. Diese Begeisterung hat durch Spenden des katholischen Volkes unseren Missionen die Mittel geboten zu erfreulichem Aufschwung. Große Aufgaben aber mußten noch ungelöst bleiben.) Das Regierungsjubiläum des Kaisers bietet uns die Gelegenheit, durch eine Spende unseren Missionen zu helfen und damit zugleich ein nationales Interesse zu fördern. Möge auch fetzt die Opserwilligkeit sich bewähren und der Größe des Bedürfnisses wie dem hohen Zwecke entsprechen. Mle Gaben, große wie kleine, sind willkommen. Bei Uebergabe der Spende wird Seine Majestät gebeten werden, die von den Gebern etwa ausgesprochenen Wünsche wegen der Verwendung ihrer Gaben zu berücksichtigen. Zur Einsammlung der Gaben werden in den einzelnen Bundesstaaten und Provinzen besondere Ausschüsse gebildet werden. Die Hauptsammelstelle der Gaben für die evangelischen Missionen ist das Bankhaus Delbrück Schickler u. Cv., Berlin W. 66, Mauerstraße 61 .'62, die für die katholischen Missionen das Bankhaus P. P. Cahenslh in Limburg a. b. Lahn. von Wedel, Präsident des Herrenhauses. Dr. Graf von Schwerin-Löwitz, Präsident des Hauses der Abgeordneten. Spielplatt des Eichener Stadttheaterr. Sonntag, den 16. Februar, abentS 8 Uhr, fei kleinen Preisen: Benefiz iür Herrn Reaisienr Hermann Norden: .Tie Herren Söhne.* Lustspiel in 3 Allen von Lskar Walter und Leo Stein. Ende 10V.U r. Tienstaa, den 18. Februar, abend« 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (17. Tienstag-Aboimement-Dorstellung): „Jpintec Planern." Ende 11 Uhr. Mittwoch, den 19. Februar, abends 7 Uhr, bei aewöhulichen Preisen (1*. Mittwoch-Abonnenrenl-Dor- fte(luna): „Ter Weg zur Hölle." Ende 9'/, Uhr. Freitai, den •21. Februar, abends 8 Uhr (17. Freitag - Abonnement - Dor- stellung ।: „Mein Freund Teddy." (Neuheit!) Lustspiel in 3 Allen von 9lnbrp Rivoire und Lucieu-Besnard. Deutsch von Bolten- Baselers. Ende 10'/. Uhr. Samstag, den 22. Februar, nachmittags 3'/, Uhr, bei Dottspreisen: Schüler-Vorstellung: ,9(115 eiserner Zeit." Ende gegen 6 Uhr. Sonntag, den 23. Februar, nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen: ,Der Weg zur pötte/ Ende 6 Uhr. Abends 7V, Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mit- wirkung der Kapelle des Jnk.-Reats. Kaiser Wilhelm Nr. 116), zum letzten Male: „Autoltebcheu.* Ende nach 10 Uhr. nokahsen, —— SalemAleikum nut Hohlmundsfuck SedemGold Goldrnundstilck Cigaretten Schon anno 18 war es, als nebenstehende Schuh für Apotheker Schweizerpillen (am. — ahmungcn. — 91. • ®. Richard Brandt, V tz t (£» W Marke unter gesetzlichen Richard Brandts Wir warnen vor Rach- bornt. Apotheker Schaffhausen (Schweiz) Rhelnliches """^TascnTneiTliauTSotTröTeöTHrn? eennikum Bingen । 1. Ziehung 2. KL 2. Preuss.-Siiddeutsche (238. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie f Ziehung vom 14. Februar 1018 Vormittage. Auf Jede ireroxene Kammer lind zwei gleleh höbe Gewinne rofullcn, and «war Je einer uaf die Loee «-Jeher Nummer In den beiden Abteilungen 1 and II Mur die Gewinne über 96 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 131 76 98 764 [200] 929 67 1234 662 [200] 610 614 69 2004 101 72 266 368 631 876 969 1200) 3533 648 743 829 960 4000 71 207 72 84 497 666 836 01 940 5239 628 780 885 6021 79 773 7095 136 43 412 94 559 748 892 921 8066 679 9043 223 611 20 696 746 10056 818 949 11031 77 104 201 496 609 28 39 88 666 816 12020 44 69 424 66 85 668 1200] 610 780 13533 37 72 89 656 907 39 14121 715 (2001 850 953 15088 808 929 16605 723 17183 98 261 99 620 816 26 643 18159 91 479 90. 669 610 31 769 19295 360 858 20475 96 21032 640 827 73 931 22015 136 238 535 991 23083 257 300 648 645 2 4396 945 2 5073 266 78 82 313 444 600 62 734 26000 421 648 [200] 911 27008 38 78 88 247 397 438 42 606 756 83 844 64 28269 364 624 48 61 610 29127 355 405 85 696 804 11 030 68 30128 97 604 788 816 21 41 31292 338 478 953 (200] 32088 260 416 621 33101 98 393 452 617 34122 311 430 79 795 851 35104 28 822 28 99 919 92 36063 234 79 301 2 733 824 922 37230 32 763 807 38051 317 410 68 673 810 974 39109 223 422 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Ziehung 2. KI. 2. Preuss.-Siiddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 14. Februar 1913 nacbminne?. Anf Jede gezogene Hammer elnd zwei gleich hohe Ue* wlnue (tcUllen, and zwar Je einer anf die Loao gleicher Sammer in den beiden Abteilungen I and U Nur die Gewinne über ft« Marte sind den betreffenden Nummern in Klammern beifjeftlgt. (Ohne Gewfthr.) (Nachdruck verholten.) 208 363 476 93 769 819 63 1047 86 187 231 656 [200] 948 62 86 2133 321 4? 72 487 684 725 3396 416 633 996 4140 62 296 324 408 36 43 49 803 922 33 5021 67 ( 200J 105 12CCJ 36 252 397 707 827 6074 209 433 60 ( 200J 80 664 818 7 044 127 345 436 536 8C29 93 1200] 168 221 84 474 915 8148 364 467 693 1200] 716 877 (2001 10248 57 304 739 845 11068 80 322 62 611 911 12088 93 166 261 391 442 663 1 3124 248 76 607 14073 166 65 366 436 604 633 996 1 5104 6 24 4-38 680 99 912 1 6161 28? 349 62 617 34 71 641 17002 748 96 1200] 18026 62 167 231 63 358 411 630 706 19120 214 368 8r' 956 79 20060 56 24 246 77 659 21408 687 863 22321 495 601 9 87 637 2 3439 663 770 118 2 4094 112 366 406 16 653 86 907 25’01 61 297 304 637 50 83 95 625 28 28048 492 546 46 658 961 2 7 083 417 662 1200] 793 612 61 911 2U086 136 228 37 390 602 672 737 980 2 8234 600 37 46 77 1300J 81 (200) 727 73 943 30089 667 803 31346 648 60 738 802 32639 803 33155 96 286 98 432 672 931 3 *477 693 798 963 36080 96 243 76 98 344 451 837 36290 849 490 98 609 10 37764 812 18 42 36096 120 27 311 45 738 76 38103 246 448 511 66 640 930 4U027 209 1400] 14 438 91 517 47 739 66 41563 769 903 1200] 42039 270 471 631 893 43537 66 830 37 44430 4 5050 273 81 696 604 4 6003 294 377 625 42 749 4 / 314 418 868 946 4 8031 216 76 , 300 ] 460 73 l200] 600 8CW 971 4 9018 34 220 306 37 49 84 456 96 514 960 bO14O 12001 326 65 86 872 77 86 51110 240 48 863 66 5 2177 314 432 1300] 49 53318 64 434 35 608 75 54216 364 747 944 55422 657 56.117 342 72 644 810 5 7025 78 157 778 55427 5 5068 196 325 409 667 781 60268 671 706 99 384 988 6 1 029 110 228 409 21 686 99 772 «2130 31 212 467 641 757 68 824 924 1200] Ö3003 547 919 6 4 208 471 703 862 6 5 002 245 308 26 30 12C0J 60 498 »6164 434 ( 200 J 531 700 87178 673 676 68674 766 873 6 9190 234 354 68 1200] 432 41 637 89 VU129 801 20 487 658 ( 200] 800 71113 374 84g 719 74 344 ( 200 ] 960 72002 167 292 502 1500] 625 776 96 996 73120 99 1200] 540 48 731 850 902 7 4031 312 460 625 833 958 7 5:61 556 880 992 7 «073 208 410 726 309 7 7137 66 634 80 7 8360 741 342 78039 139 216 1300] 369 74 598 UOC56 167 337 641 83 621 342 960 81182 379 397 492 b73 800 82276 47 2 200] 669 702 10 16 83290 618 28 720 836 8 4039 398 653 80 826 8 5 897 876 919 8 8 207 390 416 766 8 7 004 54 72 154 2?C 1200] 92 93 140000] 97 430 631 615 840 43 986 88213 46 722 28 67 95« 89010 |20ÖJ 14 562 686 807 44 DU 150 S4C 418 616 1280] 73 878 91148 251 98 517 894 »2498 638 766 83165 286 379 440 813 771 877 (300) »4047 279 »5500 885 99 7«9 »0004 178 472 89 706 49 813 87C62 437 607 28 »8137. 223 2 4 2 814 941 .»9873 534 7L9 00 g0L ---- ~ 642 854 495 937 886 795 997 [300] 170072 83 212 397 464 614 177031 208 352 927 170188 371 581 84 92 704 844 951 109002. 275 977 429 643 303 447 646 6*8 781 157036 314 150022 26 353 667 781 865 159218 29 66 352 87 628 804 9 160065 101 331 491 523 954 101116 241 557 652 79 (500] 716 1 02075 93 180 297 324 681 782 807 932 1 63042 712 96 1 64134 68 84 100406 511 724 57 101094 627 [300] 32 66 333 992 (200] 102008 82 160 306 47 412 521 319 1200] 59 790 103014 128 32 95 225 67 638 97 670 96 321 104141 92 293 360 86 678 648 61 797 821 105134 213 82 316 7 4 566 643 87 1 06066 207 763 92 10/053 625 832 903 72 108066 130 256 640 1200] 161 488 C4 803 110373 606 660 700 37 ] 11420 672 112042 677 767 900 72 114076 303 98 744 13001 866 84 93 115216 443 73 606 991 110088 186 (600J 419 39 820 996 1200] 117003 62 837 67 110253 [200] 338 670 726 62 110054 237 371 696 12 0553 687 721 900 18 20 1 21147 8 2 305 406 10 628 065 1 22196 291 400 687 766 814 18 1 2 3033 77| 241 334 67 505 700 92 984 124068 (400] 365 125208 14 18 61 651 65 120077 261 326 476 686 127317 616 [300] 024 1 2 0 299 682 716 1 20341 409 44 620 624 . 130181 294 340 610 994 1 3 1068 288 564 683 878 945 1 3 2000 374 702 61 81 927 1 3 3067 87 660 629 58 729 948 134077 198 269 62 <.03 41 (200] 881 135098 (200J 188 428 781 988 130370 684 984 | 600J 137028 246 325 35 487 |1000] 520 70 804 84 1 38119 211 17 382 421 28 776 87 912 130044 47 197 611 738 76 899 1200] 923 140002 6 67 97 104 449 632 615 818 21 48 96® 141074 170 (200] 480 836 40 [200] 98 901 76 142128 226 31 483 601 18 94 1 43123 244 60 87 875 1 4408» 605 60 [20C] 72 92 771 145448 636 745 71 54» 140098 198 400 79 740 147042 614 140284 316 96 420 900 1 49172 213 48 347 90 720 26 ( 2001 37 84 954- 15 0 210 368 775 844 1 51175 293 361 676 609 878 988 1 5 2040 264 643 703 812 1 53 231 79 306 781 904 154039 161 225 64 77 82 [300] 690 834 [ 200] 15502$ 37 66 182 83 354 446 569 708 884 1 50044 264 68 7t 489 67, _____________________ . 664 667 1 0 5 075 274 360 777 1 00 282 isbi)] 464 836 64 107004 97 247 419 622 917 88 1 0 0061 523 86 667 66 701 826 169019 193 506 21 604 744 17 0 223 ( 600) 68 630 31 40 615 28 1 7 1 086 147 216 496 660 960 172091 243 308 478 173056 102 341 43 616 878 1 7 4032 180 228 334 623 1 75<06 70 ■--- — - 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