welch Liszt Portsmouth, 19. Aug. Ta-5 Kanonenboot „N a sh- Ville" ist von Naobarnpshire nad; Mexiko abgegangen mit Befelsten, die cs vor einigen Tagen aus Washington erhallen bat. digung dem deutschen Handel durch eine Mitaktion Deutschlands gegen Mexiko erwachsen würde, darauf hat erst kürzlich die Deutsche Zeitung für Mexiko, eines der dort erscheinenden beiden Blätter, 'mit logischen Gründen hingewicscn. Zu diesen wirtsdurstlicken Bedenken kommen aber auch noch rein politische. Line Aktion der Mächte würde, so besorgt man, wieder die CKsahr internationaler Berwick jungen heraufbeschwören, wie das schon einmal geschehen ist Ls war im spanisch-amerikanischen Kriege: Am 1. Mai 1898 vernichtete der amerikanische Admiral Dewen bei Manila die spanische Flotte unter Montijo, während das deutsche Geschwader unter v. Dietrichs zum Tckmtze der deut scheu Interessen in der Bucht von Ä^anila ankerte; da ent standen zwischen dem deutschen und amerikanischen Be- fehlshüber Meinungsverschiedenheiten, die von den eng fischen .Kriegsberichterstattern ins ungeheuerliche aufge- bauscht wurden, so daß es in den anglo-amerikanischen Zeitungen, die von Londoner Quellen gespeist werden, sofort hieß: Deutschland wolle die Philippinen „annektieren". Tie gelbe Presse zeterte über das hinterlistige Deutschland, das man züchtigen müsse; ja, einige Blätter brachten schon Artikel mit der Ueberschrift: Krieg zwischen den Berainig- ten Staaten und Deutschland in Sicht? Damals waren es die Tcutsckstimerikaner, die zu Tausenden im „Auditorium" zu Chicago aus allen Staaten der Union zusammenströmten, um die furchtbare Gefahr im Keime zu ersticken: „Wir protestieren mit aller Entschiedenheit gegen die Heyer, die nicht nur Feindschaft zwischen den '-Bereinigten Staaten und dem Deutschen Reiche, sondern auch Unfrieden zwischen den Bürgern dieses Landes stiften wollen." Man sieht, die Geschichte ist immer wieder eine Lehrmeisterin. Und man kann es verstehen, wenn der jetzige Präsident der Bereinigten Staaten die Menschenleben m Mexiko am besten dadurch geschützt sieht, daß die Büraer Nordamerikas Mexiko verladen, wobei nur Kosten für die Beförderung bedürftiger Personen entstehen und keine >trieaskosten. Dieser Gedanke ist ebenso vernünftig und menschlich, wie kaufmännisch und echt amerikanisch. Washington, 19. Aug. Wie mitgeteüt wird, stellt die Regierung in Abrede, ein Ultimatum der Regierung Mexikos erhalten zu haben. Brvan erklärt, das; er lediglich eine neue Ablehnung der amerikanisä-en Vorschläge zu einer friedlichen Beilegung b uC Revolution erhielt. £b- wohl die Mitglieder der Regierung über diesen Gegenstand ^tül- schiocigen bewahren, ist es dock, wahrscheinlich, bau die Ablehnung alle Beziehungen zu Huerta aushebt. Der Senat und amtlül-e Krene erklären, daß die Regierung alles getan habe, was em freundschaftlich gesinnter Nachbar tun könne, ohne seine Macht zu Hille zu nehmen, wofür keine Stimmung vorhanden sei. Das einzrgeIn- 1 e r esse der Bereinigten Staaten bestehe jetzt in dem S ch u tz d c S Lebens und Eigentums. Die finanziellen Berluite könnten durch Entschädigungen gedeckt werden, Menschenleben würden am besten dadurch geschützt, daß die Bürger der Bereinigten Staaten Mexiko verließen. Die Regierung erörtert jedoch die Entfernung der Amerikaner aus Mexiko. Für bedürftige Personen sollen die Beförderungskosten bezahlt werden. New Port, 19. Aug. In einer von 5 Uhr morgens datierten Depesche aus M e x i f o wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Unterredung in der letzten Nacht zwischen Lind und Huerta zu einem Nnvcrnehmen führte, das darauf hinzrelt, den Abbruch der Beziehungen zu verhindern und die Fortsetzung der Verhandlungen zu ermöglichen, wobei Washington eine vermittelnde Rolle spielen solle. Es besteht Grund zu glauben daß die Unterredung, die einen herzlichen Charakter trug, eine Aenderung der Haltung Huertas herbeiführen wird, ungeachtet, daß die ersten '3d)rittc zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen b g'.:.- 'K’-'n waren , .u nwiiwumM— würbe er ganz wütend; ich kann mich während meines ganzen brei- fährigen Aufenthaltes bei ihm mir drei ober vier solcher Fälle erinnern. Er ging bann im Zimmer auf unb ab und erinnerte mich an Salvini als Stl-ello, wie er zum lef.ienmal im ^cklaf- vimmer Desdemonas wie ein gegangener Löwe hin und her rannte. Liszt war dann schrecklich, sein Gefickt war nnrflid ineph.sto- phelisch, und er schrie: ,^Jch nehme kein Gelb, unb nun kann es mit keinem Geld bezahlen, bafc Sie hierher kommen, um .tfrre Wäsche zu waschen! Ich bin keine Waschfrau, gehen ttorsunska in beutjdxT Urwerfctznng m der „ZeifichriN der Zntrn-- nationalen Musikgesellsd.ift .uganghdv -^«utzerorbenNich rcufr balligen Aufzeichnungen geben an ansthaufickes Bild der Perw.n- lickkeit Liszts, wie sie bem jungen Russen encknen, "c smd rach an 3ügcn .ms Lisas Le>en, die Sll-ott aus dem Munde des .Vt eilten, gehört bat, und bepnber* gut gelungen^ist die Darstellung von Franz Liszt als Letzter silott war durch Man Lipsius im Jahre 1883 Liszt vorgeftcllt worden; er war durch Rubinstein im Klavierspiel ausgebildet worden und tollte da- Studium unter Lisst nun ALfckchih bnngen. tic ctje Unter richtsftunde, bei der 25 GcfaUer und Schülerinnen anwefend waren, Wenn wir Mir Stunde tam.-n, legten wrr untere Musikhctte auf den Flügel, und Liszt suckste aus, was er zu Horen wu nickte Jhir Atvciätide durfte man ihm nickst Vorspielen: seine zweite Rhapiobte, al* die zu oft gespielte, und die Sonate quasi una fantasia non Beetb wen die Liszt seinerzeit unnackahrnlick ausrudrte r.nzt liebte es auch nicht, wenn man das B-rnoll Scherzo von Cho^ui ;um Bonrag brachte; er nannte es das „Gouvernanten-scherz'a , und sagte, daß dieses Stück nur von dcmienigen gespielt werden sollte brr die Stellung einer Gouvernante einzunehmen wunfchte. irfle anderen Stücke von Chopin, besonders seine Präludien, horte er mit Genuß an: er verlangte eine poetische, keine ialomnakige Auffassung, und war unzufrieden, wenn man die kleinen Pa,sagen im schnellen Tempo spielte — das nannte er eine „konservatorifche Auffassung". Liszt hielt Chopin für den einzigen Main er poeten unb sagte, daß ic£>? Note Chopins „eine vom Himmel gefallene Perle" sei Er erzählte von Chopin: „Wir waren sehr befreundet mit ihm: er mar — als Musiker wie auch als Mensch — eine feine, spröde 9latur. Er liebte mich als Pianisten, tagte aber, baü er einige Stücke, wie z. B. die F-moll-Etude op. 2d bei,er als ick Wiele. Ick scklug ihm folgende Wette vor: wir laden unsere gemeinschaftlichen Freunde ein, und feder von uns spielt die Etüde im Nebenzimmer: unsere Gälte willen, ohne den Künstler zu leben, entscheiden, wer zuerst gespielt habe. Qbopin aing Darauf ein Die Freunde versammelten sich, wir 'vielten rm Nebenfi nnner die Erud.' vor, zuerst ick,.dann Chopin. Als wir b-rau -famen, sagten alle einstimmig, bar, Chopin zuerst ge spielt habe. Chopin wollte es aber nicht zugeben: „xu fpreist es doch anders, als ich" Ich war es, der ihn mit George sSand bekannt machte Als ihm die Hand reichte und die gewöhnlichen Liebenswürdigkeiten sagte, bemerkte ick, daß das Gcftckl Chopins ,'ich wie vom Blitze gerronen veränderte . . . es dünkte muh, daß ich etwas Verhängnisvollem beiwohnte . . . Armer Chopin? Seine ideale Natur hielt nickst stand . . . Später, nach allem, was borge- fallen war. nack dem Tode Chopins, frühstückte ich einmal mit Georges -and: ick sagte zu ihr: „Ihretwegen find Müsset und mein Cbovin zugrunde gegangen, ick aber, wie Sie sehen, habe mid) gehalten und lebe — Gott sei Dank — nach . . Liszt schalt wst gar nicht. Er hatte nur den Lieolingsausdruck „gut". Er sagte es aber rnanckmal mit solchem Tonfall, daß man kein anderes Dort kränkender empfinden konnte, als dieses Eine stärkere Aufregung gegen den Ausführenden drückte er nut Den Dorten aus: ,Zch Tenne ein halb Dutzend Pianisten, welche cs ebenso spielen, aber ich kenne noch ein halb Dutzend, welche es besser als c'vc spielen." Noch schlimmer war es, wenn er tagte: das spielt sogar die Prinzessin (Elisabeth, Tocher des Grvßberzogs von Weimar, fetzt Herzogin von Msüettburg) bei ser. Manchmal warum gegen Mexiko nichts geschieht. Die Mission des Sondergesandten der Vereinigten Staaten, Mr y i n b , in Mexiko ist fehlgrschlagen. Präsi dent Huerta hat jede Vermittlung oder irgendwelche ähnlichen Vorschläge von Seiten einer auswärtigen Macht ab gelehnt. Merkwürdigerweise versichern aber die amtlichen Kreise in Nordamerika, daß leine Stimmung dafür bestehe, gegen Mexiko dieMachtzuHilfe-zunehmen Wie erllärt sich dieses Rätsel von Washington? Welche Grunde haben Herrn Wilson und seinen Staatssekretär Brßan bewogen, auch jetzt noch nicht gegen Mexiko vorzugehen? Man erinnert sich dabei, wie die Truppenkonzen tration der Amerikaner während der Revolution von 1911 an der mexikanischen Grenze, die 20 000 Mann umfassen sollte, mit einem großen Fiasko geendet hat (J:- war der amerikanischen Regierung nicht möglich, auch nur 800" Mann zusammenzubringen. Es kamen dabei Fälle vor, daß irgendein Truppenteil seinen Bestimmungsort nicht errei chen konnte, weil sich der Führer nicht mit der betreffenden Eisenbahngeseltschast über die Beförderung seiner Truppe einigen konnte, Zustände, die nach unseren deutschen Sc- griffen nicht denkbar sind. Die Friedensstärke £er ameri kaNischen Armee besteyt aus ßO 000 Mann, die über das ganze gewaltige Gebiet der Union verteilt liegen. Es sintz 25 000 Mann Infanterie, 12 700 Mann Kavallerie und 5200 Mann Artillerie, wozu noch Mstenartillerie und Train kommen. Dieses kleine Heer ist derart zersplittert, daß man die letzten Reserven berbeiholen müßte, um 20000 Mann nach Antonio in der Nähe der mexikanischen Grenze zu konzentrieren. Die Ausstellung eines amerikanischen Ge schwaderS m Galveston wäre zwar seichter, aber bei ecr großen Entfernung von den Landtruppen unwirlsam. Die etwa auszubringenden Nordamerikas chen Truppen wären jedenfalls nichts gegenüber der mexZtanischen Heeresmacht, wenn es gelingen sollte, diese Mackft, Regierungstruppen und Rebellen in die derzeitige antiamorikanische Stimmung mitzureißen? Bei der allgemeinen Wehrpflicht in Mexiko besteht nämlich dort ein sehr beachtenswertes Aus'bebot. Im Frieden sind rund 27 000 Mann auf verhältnismäßig kleinem Gebiet konzentriert unter Waffen. In der ersten Reserve sieben 28 000, in der zweiten 15 000 Mann. Die Kiftegsstärke beträgt 60000 Mann Infanterie, 15 500 Mann Kavallerie, -JIM Mann Artillerie. Diese Truppen stehen nicht etwa auf dem Papier! Tie Kriegsflotte Mexikos ist allerdings fdnvadi und lomnu nicht in Betracht. Aber umsoweniger könnte eine sremde Flotte auf Mexiko einwirken. Ja, das Erscheinen eines ausländischen, ja selbst mehrerer Kriegsschiffe vor Beraoruz hat so wenig praktischen Werk, daß auch andere Nationen nachgerade eingesehen haben, wie viel man mit solchen Maßregeln verderben, wie wenig man gutmadH'n kann Ein aktives Einschreiten einer einzelnen europäischen Macht würde zweifellos zunächst die größte Schädigung der betrefsendeu Kolonie an Gut und Leben zur Folge haben und dürste von einer Nation, ohne Schä digung ihres Ansehens, nur bann eingeleitet werden, wenn sie von vornherein gewillt ist, erforderlickfensatls die äußerste Konsequenz zu ziehen und genügende Truppenmafsen nad) Mexiko zu werfen Gewiß, die deutsche n Handels- und Mturinterenen in Mexico stehen an bntter Stelle gleich nach denen der Vereinigten Staaten und Groß britanniens, beinahe das gesamte Einwanderungsgeschäft liegt beispielsweise in deutschen Häudeii. Aber welche Scha- Dic Türken lassen nicht loder. So stramm auch französische Blätter gegen das Dor- rücken der Türken Einsprudi erhoben haben — selbst tn Konstantinopel, bei der türkischen Regierung, macht das nicht mehr viel Eindruck, geschweige denn bei den türkischen militärischen Machthabern. In Sofia vermutet man, daß die Griechen mit oen Türken im Einverständnis ftänben, und wieder erfdwllt ein Hilfeschrei ans der Stadt Ferdinands an die CKoßmächte. Diese haben zugleich aber aud) wieder eine türkische Note über bulgarische Grausamkeiten erhalten Cb Rußland irgend etwas zu tun gedenkt, müssen die nächsten Stunden zeigen Tie türkischen Truppen, die vorläufig sich abwartend verhalten, werden im Falle ruf)ifd)er Passivität vielleicht noch dreister vorrücken Wir erhalten folgende Meldungen: Sofia, 19. Aug. ('Jlgcnce Bulgare.^ Die türkischen Truppen haben gestern nach nnnn lebhaften Gefecht mit der kleinen bulgarischen Garnison den £rt Kutschukawak endgültig besetzt. Tic ni u f e l ma ni sche Bev ö l kern ng der Gegend bat sich der türkis chen Armee a n g e s cklo s ,e n , Üd) bemannet und unter den bulgariidym Soldaten und der bulgarischen Bevölkerung ein Blutbad angericktet. Die bulgorifdw Regierung bat die Aufmerksamkeit der Vertreter der Mad?:e out diese TaNaär? gerichtet, und von neuem darauf gedrungen, datz bet der Wiederbest-tzung brr Gebiete durch die Bulgaren die ausländischen Milttärattadiees atiwesend sein möchten, denn man bat hier sid>er^Informationen, daß die griechischen T r u v p e n den Türten die Crtschasten nennen, die sie zu räumen bcabuditiqen, damit die Türken sie dann nach ihrem Abmarsch besetzen können Die „Vossiscke Zeitung" schreibt: Tie bulgarische Regi-'rung Erhielt die Mittcllung, daß Ccftcrreid) den übrigen "Machten einen bestimmten Vorschlag gemacht habe, um die Türten zur Räumung Thraziens zu veranlassen. Weiter- hin erhielt sie die Berständigung, daß die rumamichen Truppen bis zum 28. August aus Bulgarien zurückgezogen sein werdet, und daß die riimänisch,' Regierung bereit sei, alle von den Truppen dort angericktettn Schaden in der von den Ortsvorstehern icftgclten- len Höhe zu bezahlen. Tie türkische Stimmung. Konstantinopel, 19. Aug. „Tanin" verweist auf die schwierige Lage, in der sich die Türkei befinde, indem sie gezwungen sei, -ihre Armee auf dem K-riegsfuße zu erhalten, während die Dakkanstliatcn demobilisierten Tas Blatt empfiehlt der Pforte, sich unmittelbar an Bulga-- rien zu wenden, um die Adrianopcler Frage zu löten und die Liste der übrigen Forderungen zu überreichen, namentlich auch bezüglich des Schutzrechts über die Muieß manen jenseits der Maritza. Die Türkei solle alle Mittel versuchen, um die .Unterfertigung der Prototdlle zu erlangen. Wenn Bulgarien nicht Vernunft annehme, so würden sich Mittel finden, sie ihm beizubringen. Bulgaricu sollte Ka- vala und Monasttr zu nehmen trachten, von Mriagiopel nur zu träumen, sei Wahnsinn. Eine Adrianopeler Abordnung in Petersburg. Petersburg, 19. Aug. Eine Abordnung von Einwohnern Adrianopels ist gestern hier eingetroffen und hat fidi noch am gleichen Tage ins Ministerium des Aeußern begeben, wo sie von dem Sektionschef für orientalische Angelegenheiten, dem Fürsten T r u b e tz k o i, empfangen wur- Nr. M Erstes Blatt ' 165. Jahrgang Mittwoch, 20. August 1915 Wietzener Anzeiger p0Uhld)enteil: Muflult MW General-Anzeiger für Gberheffen DSM Annahme »au Antigen RotationsörutT und Verlag der Vrühl'schen Umv.-Vuch- und Zteindruckerei N. Lange. Redaktion, Expedition und vrnckerei: Zchulftrahe 7. Lanl!'': den bis Geschästrstelle Büdingen, Bahnhofstraße |6a. Anzeigenteil: H. Beck. scküldcrt Siloti folgendermancii: . nnk Nacklrer ließ Lmt mich flxeten. ^zck nng an, unv nackHenl ich zwei Tafte der Ballade 'As dur von Chopin' ge- spielt batte, unterbrach mich Lrs»1 mit den W->Ncn Sie fein „Sitzl'ad" auf der enten Note", und sagte mir, mrc idi auf es einen großen Akzent mache. Ick war Eunt und ah ibn vcrblüfit an. Liszt läd^.tc sicmti«। unb rnghüali^ nisck: „5i fignorc, si fignorc'. Ich iptelte ^cnx häufig an und spielte selbst einige hätte Zch iab Klavier auf - als ob lernand mich be-mrbert hatte^ ^ck ' Liszt an und fühlte, daß sjck etwas in nnt ^J SÄ'nÄÄ Ä L"7ch n-ch vor lebten SiufnHU. Jft’Ä Uu^nti unb ichiiÄn diese Stunden rol^cnbcrmaBen: SiltqaT^me Sinnden in derArt.wie M?N N'itch newebn- T. r Er saß entweder neben dem edmlcr ober stand iinh »ein G-sickst drückte alle Nüanccn aus, die er zu W?r thm, urw lei )-na Monate untorrickstete er mick ^gen wünsch^ Kur bw erm v..a besonders großes Äe^St/iSS alto am Morgen vor Ick konnte das urr natti, iv h [’ rch nmrie alles, was ick aus- ÄnrtStt. und kennte deödoir die i--n-e Zett Stt-d» ^rn-d! t Ai-nrhtcn r?t1' ibraiterung, welcke ick von mncni Gerrckt a.I.s, wS der Dell zeigen können. Denn der ^dmlcr < tStaS. ™r cX sein OM: tndand er sie aber S fckllmrn für ihn. Lis-7 sagte nur, dar er dernienigcn, i Äng an nichts verstehe, auck nichts erflarcn fonne. .ab nichts auf, jeder fonntc das imtneren, nxu» er wollle. Bürger m ei st er Wahl in Kassel. Essen a. d. Ruhr, Seichen unserer Kleeback/dörser. .Dazu sind viele mit schönen Sprüchen geziert. Zrvel derselben mögen hier Was finden: von der Kaiserjacht ist mit knapper Sie gab das Rennen auf. abgesagt werden. geprügelt. 20. Aug. Weil er beim Spie'. der des * Dvn der Hess. Handwerkskammer. rm. Darmstadt, 18. Aug. Die Beschlüsse der 18. Plenarversammlung betr. die Regelung des weiblichen Lehrlingswesens ; haben nunmehr die Genehmigung des Ministeriums des Innern gefunden. Hierdurch sind Kontrollvorschriften festgesetzt, durch wÄche die Handwerkskammer in der Lage ist, die Lehrlingsver- ichältikisse in weiblichen Handwerksbetrieben zu überwachen und Versuchen vvrzubeugen, die gemacht werden, um die gesetzlich festgelegten Lehrzeiten zu umgehen. Es erwies sich meiter notwendig, die Uebergangsbestimmungen für Wiegung der Gesellenprüfung im weiblichen Handwerk zu verlängern. Tie belgische Kammer hat nnt 80 gegen 25 Stimmen bei 14 Stimmenthaltungen den 1. Artikel des neuen Steuergesetzentwurfes angenommen, dessen zweiter Wsatz die Steuer festsetzt auf die Einkünfte der Aktiengesellschaften im Auslande und im Kongo, die in Belgien eine oder mehrere Niederlassungen haben. Der Kaiser in Homburg. Hamburg v. d. H., 19. Aug. Die Majestäten mit Gefolge »unternahmen heute nachmittag einen größeren Autiomobilaus- flug nach dem Kastell Zugmantel. kJd stein , 19. Aug. Der Kaiser besuchte heute nach- ritrtiag Mit Gefolge das Römerkastell Zugmantel bei Ehrenbach und besichtigte eingehend die dortigen Ausgrabungen. Kassel, 20. Aug. Eine vorläufige Wstimmung in B ürg e r m ei sterwahlfrag e, wegen der Uebersiedlung bisherigen Oberbürgermeisters S chol z nach Charlottenburg, ergab eine Mehrheit für den Stadtdirektor Ko ch-Bremerhavrir. Kreis Wetzlar. x Oberkleen- 19 Aug. Fachwerkbauten mit zier- letzte Hacbricbfett. Eine Erklärung de8 türkischen Großwefirs. Konstantinopel, 20. Aug. Der Großwesir erklärte einem höheren Diplomaten, daß, wenn die Türken Dimo- tika (15 Klm. westlich der Maritza) besetzt hätten, dies in erster Linie wegen Sicherung einer festen strategischen Grenze für den Tag der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten geschehen sei. Dedeagatsch würden die Türken niemals besetzt haben, wenn dies das Vorgehen des Feindes nicht energisch befördert hätte. Man habe der Armee den kategorischen Befehl gegeben, nicht weiter vorzudringen. Eine neue türkische Note bulgarischer Gräueltaten. Konstantinopel, 21. Aug. Die Pforte hat an ihre Botschafter eine Zirkularnote gerichtet und sie beauftragt, den Mächten eine neue Liste bulgarischer Greueltaten in Thrazien, besonders in den von den griechischen Trrrpven genommenen Gebieten, die vollständig verwüstet sind, zu unterbreiten und die Mächte um ernste Schritte zur Wstellung dieses Zustandes zu ersuchen. Die Errichtung von „Kontmunalgarden" in Frankreich. London, 20. Aug. Heber Zusammenstöße der Kaiserjacht „Meteor" und Unfälle bei den englischen Regatten wird gemeldet: Während der Regatta des Royal Dorset. Jachtklubs in Weymouth war die Segeljacht des Kaisers „Meteor" vom Unglück verfolgt. Die beiden deutschen Jachten „Meteor" und „Germania" überholten die Schiffe des Vvr- gehenden Rennens. 'Der „Meteor" stieß dabei mit der Jacht „Sonya" zusammen, deren Bugspitz zerbrach. Dann stieß der „Meteor" mit dem Markierboot zusammen, das unterging. Die Not ohne Schaden davvngekommen. Die Fortsetzung der Regatta mußte Ans Stndt NN- Land. Gießen, 20. August 1913. **VomManöverdes 18. Armeekorps. Da der naßkalte Sommer die Errtte arbeiten sehr behindert hat, mußten auf Wunsch der Bewohner des diesjährigen Ma- növergeländes die ersten Einquartierungen zum größten Teile abgesagt, bezw. abgekürzt werden. Dies geschah bei mehreren Regimentern, die nun ihre Regiments- und Bri- aadeexerzieren auf Uebungsplätzen, z. B. Griesheim, abhalten müssen. Erst um den 27/August gehts ins eigentliche Manövcrgelände nach dem südlichen und südöstlichen Vogelsberg, dem südlichen Teil des Kreises Fulda, Kreis Schlüchtern, Gelnhausen und der Gegend von Wächtersbach, Bad-Orb, Büdingen und Steinau. Die Regimenter der 21. Division sollten am 22. August in der Gegend Büdesheim, Bönstadt (81 er), Burg-Gräfenrode (27 er Artillerie), Groß-Karben, Heldenbergen, Ilbenstadt, Kaichen eintreffen. Die 42. Infanterie-Brigade hat ihr Brigade-Exerzieren im Manövergelände abgesagt. Das Scharfschießen der 25 er Artillerie soll am 25. August 2 Kilometer westlich Hitz- kirchen im Gelände zwischen Wenings, Gelnhaar, Binosachsen und Kefenrod stattsinden. Auch die übrigen Artil-^ leme-Rogimenter rücken in diesen Tagen aus. Die hessischen Dragoner verbleiben bis 28. bezw. 29. August in Darmstadt. Die Divisionsmanöver der 25. Division werden sich im südlichen Kreis Lauterbach bis zum oberen Kinzigtal abspielen. Freiensteinau wird das Zentrum der Kämpfe sein. Hier sollen Proviantämter, Feldküchen und Feldbäckereien errichtet werden. Die Korpsmanöver ziehen sich mehr südwärts in die Kreise Büdingen, Gelnhausen und Hanau. In den Nächten vom 9. zum 10. und 10. zum 11. September wird die ganze Infanterie biwakieren. ** Dieb stähle im Schlachthof. Wiederholt sind int Schlachthof kleinere Fleischdiebstähle vorgekommen und der Direktion gemeldet worden. Vor einigen Monaten wurde ein junger Bursche dabei betroffen, daß er aus einem seinem Meister nicht gehörenden Tier ein Herz ausschnitt, er wurde zur Anzeige gebracht und behauptete, daß er aus Versehen, in dem Glauben, das geschlachtete Tier gehöre seinem Arbeitgeber, das Herz an sich genommen habe, um dieses dem Meister zu überbringen. Das Schöffengericht glaubte dieser Angabe und sprach den jungen Menschen frei. Die Strafkammer aber hielt einen Irrtum für nicht gegeben und verurteilte den jungen Menschen wegen Diebstahls zu 14 Tagen Gefängnis. Aber die Entwendungen von Fleisch hörten im Schlachthof nicht auf und es erstand, da es sich meistens um kleinere Portionen handelte, chließlich der Verdacht, daß ein Beamter für seinen Privatgebrauch Fleischstücke sich aneignete. Jetzt hat sich nun ein einwandfreier Zeuge gefunden, der einen Meistersohn, der es wahrhaftig nicht nötig hat, dabet abfaßte, wie er ein Stück .Halsfleisch von einem Rind, das dem Meister Günther am Walltor gehörte, abschnitt und zum Transport in das Geschäft seines Vaters aus dem in der Halle haltenden Wagen verlud. Er veranlaßte den Dieb, den er übrigens chon wiederholt bei ähnlichem Tun beobachtet hat, das Fleisch wieder herauszugeben, wozu dieser sich auch bereitenden ließ, indem er drohend verlangte, der Zeuge solle über das, was er gesehen habe, den Mund halten. Empört aber hat dieser seine Wahrnehmungen einem Beamten des Schlachthofes erzählt. Der Fall wurde zur weiteren -Veranlassung der Bürgermeisterei mitgeteilt. Die Beamten des Schlachthofes atmen natürlich erleichtert auf. ** Sonderzüge zur Tausendjahrfeier in Kassel. Aus Anlaß der Tausendjahrfeier der Residenzstadt Kassel, die in den Tagen vom 27.—30. September ds. IS. stattfindet, ollen, da die zahlreich eingelaufenen Anmeldungen auf einen ehr starken Fremdenzustrom schließen lassen, von wichtigeren Eisenbahnknotenpunkten aus Sonderzüge zum ermäßigten Preis von l3/4 Pfg. für den Kiloineter eingelegt werden. Die Ausgangspunkte der Sonderzüge richten sich nach den einlaufenden Anmeldungen, die schon jetzt vom Stadtverkehrsamt Kassel entgegengenommen werden. Kreis Büdingen. Paris, 20. Aug. Der Minister des Innern hat die Errichtung von sogenannten Kommunalgarden angeordnet, welche aus nicht dienstpsiichti- gen, körperlich rüsttgen Leuten bestehen soll. Dieser Garde, üe keine Uniform trage, soll im Kriegsfälle die Ueb erwachung d er Eisenbahn und die Erhaltung der öffentlichen Ordnung in den Ortschaften übertragen werden. Sie habe nicht die Eigenschaft Kriegführenden, und ihre Funktionen erlöschen, sobald Feind die betreffende Ortschaft betritt. h. Berstadt, 19. Aug. Bei den diesjährigen Gemeinderatswahlen siegte die fortschrittlich-sozialdemokratische Wahlliste über die der vereinigten bürgerlichen Liste. Kreis Alsfeld. Fl. Kirtorf (Oberhessen), 19. Aug. Bei der heutigen Gemeinderatswahl machten von 199 Stimmberechtigten 162 Wähler Gebrauch, gewählt wurden: 1. W. Metz II. mit 119 Stimmen, 2. K. Stumpf mit 105 Stimmen, 3. Kd- Herbst II. mit 72 Stimmen, 4. Ld. Hahn mit 63 Stimmen- Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 19. Aug. Ein neues Soldatenheim beabsichtigt die Militärbehörde im Griesheimer Wald nächst dem Truppenübungsplatz zu errichten. Zu diesem Zweck wurde ein Gelände von ca. 3000 Quadratmetern von der Gemeinde Griesheim angekanft. Offenbach a. M., 19. Aug. Der städtische Friedhvfs- verwalter Otto S t e i tz, der wegen Verfehlungen im Amte in Haft genommen worden war, wurde wieder auf freien -Fuße gesetzt, da nach dem bisherigen Ergebnis der Unter» uchung die Verfehlungen weniger krimineller als disziplinärer Art sind. Starkenburg und Rheinhessen. ä. Mainz, 20. Aug. Vor einigen Tagen starb hier ein lediger 78jähriger pensionierter Bahnrevisor, der 42 Jahre in einem Zimmer eines Hauses der Mittleren Bleiche gewohnt. Bei der 9t a ch l a ß f e st st e llu n g ergab sich die überraschende Tatsache, daß der Verstorbene über 100 000 Mk. in Wettpapieren hinterlassen, außerdem fanden sich wie die Backsteine aufgesetzt 10 000 Stückchen Kaffeezucker, die sich der Geizhals beim Morgenkaffee am Munde abgespart und aufbewahrt hatte. Sonst sah e§ in dein Zimmer des Ver- torbenen recht trostlos aus. Das hinterlassene Geld, ein Testament war nicht vorhanden, fällt an Verwandte, die es gut gebrauchen können. Auch der Steuerfiskus befommt einen xeil davon ab, da dec Verstorbene nur eine geringe Summe versteuert hatte. Ein Mord in Kölln. Berlin, 19. Ang. In später Nachmittagsstunde rief die Nachricht von einem Mord am H erm annsplatz in Neu- Kölln große Aufregung hervor. Der Arbeiter Bruno B e n g s ch hatte nachmittags seine Geliebte, die Aufwärterin Adam, im Streit erwürgt. Nach der Tat verließ er die Wohnung und trieb ich in verschiedenen Gastwirtschaften herum und erzählte ganz offen, er habe seine Frau getötet. Als die Nachbarn in die Mahnung der Adam eindrangen, fanden sie die Leiche, Der Täter benahm sich auf dem Transprot zur Polizei sehr renitent und mußte gefesselt werden. sTas Wetter und die Ernteaussichten in den Rheinlanden. i. Köln, 20. Aug. Während Norddeutschland von anhaltendem Regen heimgesucht wird, herrscht im Rheinland trockenes Sommerwetter, das für die Landwirte und die rheinischen Winzer, nicht minder auch für hie rheinischen Erholungsstätten von großem Werte ist, von denen manche, namentlich die des Westerwaldes und der Eifelgegend, die Fremden nicht alle 5'11 fassen vermögen. Nach den neuesten Feststellungen ist der Saatenstand in der Rheingegend sehr gut, auch die Weinberge berechttgen in vielen Distrikten Ku großen Hoffnungen. Wenn auch in einzelnen Lagen der Ertrag nicht besonders reich ist, so kann im allgemeinen unter keinen Umständen von einer Mißernte am Rhein und seinen Nebentälern gesprochen werden. Gefährdung eines EisenbahnzUges. Berlin, 20. Aug. Gestern in der neunten Abendstunde stieß die Lokomotive |eines in voller Fahtt befindlichen Zuges Halle — Berlinin der Nähe von Trebbin aufeinHinder- n i s. Die Erschütterung war so heftig, daß der Lokomotivführer die Ueberzengung gewann, daß ein sehr schwerer Gegenstand sich auf den Schienen befunden haben müsse. Er ließ halten und es ergab sich, daß eine Eisenschwelle quer über die Sch ienen gelegt worden war, die bet dem Anprall der Lokomottve zur Seite beschleudett worden war. Von den Zugbeamten uni) den Passagierev tft niemand verletzt worden. Unfälle bei einer Rvgattä in England. de. Dieser beschränkte sich btrrauf, den Delegierten zu erklären, daß ihre Mitteilungen und ihr Memorandum zur Kenntnis des Ministers des Aeußern gebracht werden. Die albanische Frage. Wien, 19. Aug. Wie die Blatter melden, haben die Gesandten der Großmächte in Belgrad die serbische Regierung, wie bereits kurz gemeldet worden ist, in einem gemeinsamen Schritte aufgefordert, die serbischen Truppen aus Albanien zurückzu- zie h en. Gleichzeitig brachten die diplomatischen Vertreter der Mächte dem Belgrader Kabinett den von der Londoner Botschafterkonferenz Lefchlossenen Schutz des Rechtes der konfessionellen und nationalen Minderheiten in den unter die serbische Herrschaft gelangten bisher türkischen Gebieten in Erinnerung. Dies geschah, offenbar mit Rücksicht darauf, daß die Balkanstaaten sich über den gegenteiligen Schutz der nationalen und konfessionellen Minderheiten in den neuerworbenen Gebieten nicht verständigen konnten. Die Begeisterung der Griechen. Athen, 20. Aug. In einem Bericht über die Begeisterung in der griechischen Hauptstadt heißt es: Nach dem Gottesdienst begab sich der König mit seinem Gefolge ins Palais; dabei kam er auch bei der beutschenGesanbt schäft vorbei. Es dürfte wohl das erstemal in Griechenland sein, daß die Volksmenge während dec Vorbeifahtt des Körrigs und der Königin abwechselnd neben den üblichen Hochrufen auf den König auch riefen „H o ch Deutschland, unser Freund" und „Hoch der Kaiser!" Freudig blitzten die Augen der Königin, und .Lltuch der König lachte und winkte der Menge grüßend zu. Um 7 Uhr abends begaben sich der König und die Königin durch die prächtig illuminierte Stadt nach Tiatoi, dem Sommeraufenthalt des verstorbenen Königs Georg. Aus Hessen. Ein fortschrittlicher Antrag über die Wertzuwachssteuer. Darmstadt, 19. Aug. Folgender Antrag Hen- rrch und Genossen, aus der Fraktion der Fortschrittlichen ^VÄWpartei, ist im hessischen Landtag eingebracht worden: In dem Reichsgesetz vom 3. Juli 1913 über die Aenderungen ! im Finanzwesen ist folgendes bestimmt: 1 1. Die Erhebung des Reichsanteils der W ertzu wachs - ! ftieluer für alle nach dem 30. Juni 1913 eintretenden Fälle fällt : fort. (Es bleibt sonach das Reichsgesetz allgemein für 50 Prozent ; öer bisherigen Steuer bestehen.) 2. In entschädigungsberechtigten Gemeinden gemäß § 60 Ab- ' satz 1 des Gesetzes wird bis zum 1. April 1915 auch die bisher . dem Reich Anstehende Hälfte der Wertzuwachssteuer weiter erhoben; - erst nach dem 1. April 1915 tritt hier allgemein die Ermäßigung j wie zu Nr. 1 ein. 3. Für entschädigungsberechtigte Gemeinden, bie»bei Ein- > sührung des Reichsgeietzes sich für die Beibehaltung ihrer bis-, . herigen Ortssatzung, die sich .auf das landesgesetzliche Zuwachs- • steuergesetz gründete, entschieden hatten, kann die Großherzog- 'W Regierung anorbnen, daß diese Ortssatzung für die Folge . m vollem Umfange Geltung behält. 4. Durch Landesgesetz kann eine andere Regelung der Besteuerung des Wertztövachses getroffen werden. Die Besteuerung des Wertzuwachses an Grundstücken wird sich /hiernach.für die Folge ganz ungleichmäßig, teils nach Reichs- । Zesetz, teils nach jLandesgesetz, vollziehen. Dazu kommt, daß die , Bestimmungen des Reichswertzuwachssteuergesetzes vielfach als eine > Ungerechtfertigte Hätte empfunden werden. Weite Kreise im Lande sind der Ansicht, daß Unser hessisches Zuwachssteuer- gesetz, das an die beute bestehenden Verhältnisse anknüpste und den Gemeinden die Möglichkeit gab, den örtlichen Besonderheiten Rechnung zu tragen, dem Reichsgesetze bei weitem vorzu- j zieh en.sei. Nachdem durch das Reichsgesetz vom 3. Juli 1913 । die Möglichkeit gegeben ist, die Besteuerung be£ Wertzuwachses wie- i ber auf landesgesetzlichem Wege zu regeln, beantragen wir: die Großberzogliche Regierung um Vorlage eines Ge s etzent- wurf es zu.ersuchen, wonach es ben Gemeinden allgemein frei- gestellt wird, die Besteuerung des Wertzuwachses von Grundstücken nach dem Gesetze vom 14. Dezember 1907 zu bewirken. ♦ Die Zahl der in Hessen zur V er mö gen s st eu er i veranlagten Personen ! tyü. sich gegenüber dem Vorjahr erheblich erhöht. Es sind ' in diesem Jahre 5503 Vermögenssteuerpflichtige hinzuge- i kommen gegen nur 1577 im vorhergehenden Jahre. Die | Zunahme trifft mit über die Hälfte die Provinz Starken- . bürg mit 2825 Personen, während auf Ober Hessen 2275 . und Rheinhessen nur 403 neue Vermögenssteuerpsiichtige vfontmen. Insgesamt sind nunmehr in Starkenburg 76 376, ‘in Oberhessen 50977, in Rheinhessen 5046 vermögen s- steuerpflichtige Personen vorhanden. In diesem Jahre hat sonach Oberhessen die Provinz Rheinhessen nach dieser Richtung! überflügelt. Die vier Finanzämter weisen einen zum Teil geringen ! Rückgang in der Zahl der Vermögenssteuerpflichtigen auf, während die Zahl für das Finanzamt Mainz I eine Aen- derung gegen bas Vorjahr nicht erfahren hat. Von den übrigen Finanzämtern hat den größten Zugang Darmstadt I aufzuweisen, in welchem 399 Personen mehr als im Vorjahr .zur Vermögenssteuer herangezogen sind. Auch Gießen und Alzey haben mit 25 resp. 14 Personen einen Rück- g410 Lehrmädchen auS guter Familie für Svezial-Geschäft gegen sofort. Vergüt, gesucht. Zdiriftl. Angebote unt. 5406 a. d. ©ich- Anz. erb. Jg. Hausbursche gesucht. Restaurant Ronal, _______Selteröweg. [5374 Für mein Drogen», Kolonial- waren- und Farbengeschäft suche ich für Anfang Sept, als Lehrling einen durchaus willigen und freundlichen jung. Mann aus guter Familie, möglichst mit Einjährigen-Berechtig. Gute Kost u. Wohnung im Hause. 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Juni 1913 starb plötzlich auf einem Ausflug in Folge Hitzschlages auf Pagan (Marianen) der Kaiserliche Leutnant zur See Maximilian Prinz zu Solms-Hohensohns-Lich im Alter von 22 Jahren. Die Besatzung betrauert in dem Dahingeschiedenen einen bei Vorgesetzten und Untergebenen gleich beliebten und geachteten Offizier, dessen ritterliche Gesinnung, unermüdliche Pflichttreue und ausgesprochene Begabung für den Seemannsberuf zu den besten Hoffnungen berechtigte. Ehre seinem Andenken. Ehe Sie Ihr Geld für minderwertige, teilweise nur so- genannteWasser- Einkoch - Apparate wegwerfen lassen Sie sich die Vorzüge des Dampf-Einkochers Original-Bade-Duplex sowie der Fruchtsaft-Bereitung ohne jeden Kaufzwang erklären und urteilen Sie dann selbst. Lang & Wöederstein Giessen, Marktstrasse 4 4915 MMWWM Schönste und praktischste Neuheit Tonn8 Schnittmuster Schnell-Zuschneidesystem In kaum 5 Minuten erlernt jede Frau, jedes Mädchen nach diesem System Blusen und Taillen zuzuschneiden. 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Grünewald. 1859 1909 5420 Der Vorstand. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Herrn Paul Oertel Kenntnis zu geben. Zugleich wird um recht zahlreiche Beteiligung bei der heute Mittwoch, den 20. d. M., von der Kapelle des neuen Friedhofes aus stattfindenden Beerdigung gebeten. Bekanntmachung. Das von dem am 15. Juli 1913 zu Hungen verstorbenen Kaufmann Heinrich Ädam Köhler unter der Firma Ph. Fendt Nachfolger betriebene Handelsgeschäft ist mit allen Aktiven und Passiven auf dessen Erben als Heinrich Adam Köhler Witwe, Anna geb. Philippi in Hungen, Karl Wilhelm Köhler und Anna Elisabetha Köhler — beide noch minderjährig und deshalb durch ihre Mutter, die genannte Hch. Ad. Köhler Witwe, als Inhaberin der elterlichen Gewalt vertreten — übergegangen, die das Geschäft unter der seitherigen Firma in offener Handelsgesellschaft weiterführen. Eingetragen im Handelsregister unterm heutigen. Hungen, 18. August 1913. , b2% Grofiberzolui Amtsgericht. Grummetgras-Versteigerung. Dienstag, den 26. l. Mts., vormittags 8% Uhr, wird das Grummetaras pon den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Garbenteich, Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mäh- plntien und den Eisteichen in den Forstwarteien Baumgarten und Franzeuwald in der Wirtschaft des Georg Sommer VI. zu Watzenborn versteuert. Weitere Auskunft erteilen die Grotzh. Forstwarte Menges zu Forsthaus Baumgarten. Seipp zu Grohen-Linden und Güteraufseher Mack zu Hausen. (Sieben, 16. August 1913. Grotzherzogliche Obersörsterei Schiffenberg. ___________________Trautwein.____________ B2% Wegen vorgerückter Saison haben wir eine Anzahl neuer, sowie guter gebrauchter Fahrräder bedeutend im Preise reduziert abzugeben. 4811 Göbel & Appel Süd-Anlage 20.