Nr. 15 Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZamilienblätter; zweimal möcbentl.KreiS: blattfürdcnUreisGiehcn (Dienstag und Freitag); zweimal inonatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse Wir Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuimner bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 165. Jahrgang Samstag, 18. Januar 1915 Bietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Beznasvreir: monatlich 75 Bi., vierteljährlich 2.20; durch Abhole' u. Zweigstellen monatlich 65 'Bi.; durch die Post Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Biennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feriille- ton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu« Rotationsdruck und Verlag der Briihl'fchen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. And" ? E.Heß^ür den Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafot 18 Seiten. politische wochenschan. Gießen, 18. Januar. Die Reden über das Etatkapitel Reichsamt des Innern i->n Reichstag waren wie der Wasserbach, von dem Goethe ».dichtete: „im flachen Bette schleicht er das Wiesental hin . Am Ufer stehen die bekannten Blumen Koalitionsrecht und Maßregeln gegen das Streikpostenstehen; da sie schon halb : nn Sumpfe stehen, kann auch der seichte Bach sie nicht heiter beeinflussen. Der Staatssekretär Dr. Delbrück, der seine alten Gedanken aufs Reue predigte, war ein sicherer, ’ -rber nicht eben nach Sensationen gehender Fährmann — ! das Gebiet der Sozialpolitik ist, wie er auch andeutete, genügend überschwemmt und bedarf keiner neuen Wasserwebe — und wenn er den munteren Oertel nicht -zum De- rlerter gehabt hätte, der seinen alten Freund Müller-Mei- iringen mit neuen Witzen apostrophierte, so wärs lang- Meilig und öde gewesen. In der Frage des Koalitionsrechtds d-er Staatsarbeiter hat die Regierung bisher auch noch um k-eines Haares Breite nachgegeben, und das Streikposten- , stehen harrt der neuen strafrechtlichen Reformen, die in- z dessen der ungeduldige Dr. Oertel nicht mehr zu erleben i vermeint. Wir hoffen, daß er sich täuscht. Denn die so o st als dringend notwendig erwiesenen Resormen, die schärfere und wirksamere Abwehr von Beleidigungen aller Älrt, die neuzeitliche Ordnung alter Begriffe nach den Lehren der Erfahrung und den dringenden Bedürfnissen der Gegen- loart, dürfen doch wahrlich nicht mehr so lange aus sich i irrarten lassen. Wenn die Witze des Abg. Oertel in dieser ^Lichtung aufmunternd gewirkt haben, wäre diese Etatdebatte nebenbei auch praktisch nützlich geworden. Es wurden sonst ■ noch manche guten Gedanken ausgesprochen, aber in sozial- k politischen Dingen darf nun wirtlich nichts mehr überstürz/ Iwerden. Die Worte, die der Staatssekretär der roten Klatsch- nrohnecke zurief, sie mochte einen moralischen Einfluß auf Ibie Streitpostensteher in den Getreidefeldern der Arbeits- I willigen geltend machen, werden natürlich wirkungslos ver- Ihallen. Es wird immer wieder neuer Samen aufgehen. »Die Scharfmacherei des Schnitters Oertel wird doch die I ganze Ernte nicht gefährden wollen! Besondere gesetzliche INaßnahmen zum Schutze der Arbeitswilligen lehnt der »Kcichstag auch in diesem Jahre in seiner großen Mehr- beit ab. \ Ein anderes Bild in den Erörterungen war es, als auf ; ben eitlen Abgeordneten und Abbs Wetterte hingewiesen wurde, der den Samen der Lilie Frankreichs (ohne Royalist ,u sein) so verräterisch an der Grenze ausstreute. Alles, was juch zum deutschen Namen bekennt, ist empört. Ein Reichs- «gsabgeordneter, Mitglied der elsaß-lothringischen 2. Kainnrer, als Förderer der Revancheidee bei den Galliern, als Mtkämpe Derouledes, wie der Staatssekretär Zorn von 'L iltach im Parlament der Reichslande mit erfreulichem I Nachdruck feststellte, so daß dem Franzäsling, der früher Iton den Verwaltern der deutschen Macht in Elsaß-Lothrin- !ien leider sehr verwöhnt worden war. Nur verlegene Phrasen ulrig blieben. Es war die höchste Zeit, daß in dem neuen I'Larlamente an der Grenze des Reiches einmal kräftige Rutsche Töne geredet worden sind! Und erfreulich war es, jbaß. alle Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, i lot diesem welschen Gebühren weit abrückten. Wenn die „Franks. Ztg." auch recht haben mag, daß man den Mann nächt zu wichtig nehmen sollte, so ist es doch erforderlich, bau den an Hochverrat grenzenden Hetzereien gründlich nachgegangen werde, und zu diesem Zwecke ist es erforderlich, IDaü das Redematerial dieses famosen Priesters möglichst dem Wortlaut nach beschafft werde. Er hat dazu zwar hcimisch selbst aufgefordert, wohl in der Gewißheit, daß Frankreich seine Geheimnisse nicht herausgeben werde, da er aber, wie Mephisto, stolz die Hahnenfeder als Erkennungszeichen trägt, wird man ihm doch bcikommen und ihm das allzn kecke Kikeriki schon abgewöhnen. In der stolzen Republik ist gestern die Entscheidung über die Präsidentenwahl gefallen. Der bisherige Ministerpräsident Po in ca re, dessen Wahl in den letzten Tagen recht zweifelhaft geworden war, hat nun doch gesiegt Aber welche Zustände hat das Ereignis wieder einmal in den republikanischen Parteizuständen offenbart! Wenn in Deutschland die Parteien sich raufen, so geschieht es wenigstens im Hinblick auf sachliche Grundsätze und politische Ziele; in Frankreich herrscht, wie beim« Theater, das Cliquenwesen vor, und für die Premiere in der republikanischen Partei hätten die Vorbereitungen wirklich nicht skrupelloser sein können. Nach Programmen wurde nicht viel gefragt. Das Ringen nach Macht und Einfluß schreitet darüber hinweg. Man spricht zwar von Radikalisten und gemäßigten Republikanern, aber im Grunde ihres Wesens sind sie von gleicher Art. Namen wie Combes und Ele- menccau repräsentieren diesmal der dunklen Mächte Spiel, mit dem Poincare der Weg auf den Präsidentensitz versperrt werden sollte. Poincare gehört nicht zu jenem radikalen Klüngel, der in früheren Jahren den entscheidenden Einfluß ausgeübt hat und seitdem in die zweite Rolle hcrabgcsunken ist. Der Sturz Millerands, des unbestreitbar verdienstvollen Kriegsministers, war offenbar eine reine Komödie. Millerand hat sicherlich mit den Mdikal.sten um Clemcneeau unter einer Decke gesteckt, als er mit seiner Wiedereinstellung des Majors Paty de Elam in das Heer das Ansehen des Kabinetts Poincare gefährdete. Weil der Ministerpräsident nicht i'ofort demonstrativ seinen Rücktritt verkündete, hat man seiner Wahl zum Präsidenten mit Verdächtigungen entgegengearbeitet. Fürwahr, es ist kein imposantes Bild, das die „grande Nation" der Welt wieder einmal geboten hat. Der bisherige Ackerbauminister Pams, ein zwar sehr reicher, aber persönlich verdienstloser Mann, war von den Radikalisten, die wieder zur Macht kommen wollten, dazu ausersehen, Poincarö die Palme des Sieges streitig zu machen. Und der Feldzug hätte beinahe zum Gelingen geführt. Die republikanischen Elemente haben auf ihrer Vorvcrsammlung bei wiederholten Abstimmungen für Pams eine Mehrheit aufgebracht. dlber auf dem Kongreß in Versailles, wo die berden Häuser des Parlaments, Senat und Kammer, die Abstimmung zu vollziehen hatten, siegte Poincare durch die Mitwirkung der Rechten, die zusammen wohl über etwa hundert Stimmen verfügte. Beinahe hätte der jetzt gewählte Präsident noch ein Duell zu bestehen gehabt infolge eines beleidigenden Br'iefes Clemenceaus. Poincare hatte schon seine Sekundanten bestimmt, als Cle- menceau eine versöhnliche Erklärung abgab. Ob der neue Präsident Frankreichs die begeisterten Huldigungen einiger Berliner Blätter rechtfertigen wird, bleibt abzuwarten. Die vorherrschende Stimmung bei unseren westlichen Nachbarn unter dem gewesenen Ministerpräsidenten gegenüber Deutschland bestand aus einem Gemisch von Mißgunst und Eifersucht. Wo es irgend ging, schlug man sich zu unseren Feinden. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Der Siet) poincare?. Versailles, 17. Jan. (Nationalversammlung.) Es wurden 873 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Poincare 381 und Pams 338 Stimmen. Die übrigen Stimmen entfielen dem Vernehmen nach auf den Sozialisten Vaillant, auf Ribot und Deschancl. Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit von 437 Stimmen erlangt hat, ist ein zweiter Wahlgang erforderlich. In dem ersten Wahlgang wurden 868 Stimmen abgegeben; die absolute Majorität betrug 435. Es erhielten: loroK Poincare 429, Pams 327, Vaillant 63, Deschancl 18, Ribot 16. Die übrigen Stimmen waren zersplittert. An der Wahl Poincares fehlten 6 Stimmen. > In dem zweiten Wahlgang wurde Poincars mit 483 Stimmenz nm Präsidenten der Republik gewählt. Der frühere Ackcrbauminister Pams erhielt 296, der Sozialist Vaillant 69 S immen. Das Ergebnis wurde vom Kongreß mit Begeisterung unbenommen. Nach dem ersten Wahlgange ermahnte Briand bie Republikaner lebhaft, sich im zweiten Wahlgange auf den Namen Poincare zu vereinigen. Theodore R e i n a ch unterstützte ihn dabei und erklärte, die Freunde von Pams würden eine gefährliche Politik treiben, wenn sie nicht für Poincare stimmten. Das Publikum, das in Massen vor dem Palais du Luxembourg stand, nahm das Ergebnis der ersten Ab- stimmu'ng mit lebhaftester Genugtuung auf. Zahlreiche Rufe: Es lebe Poincare! wurden laut. Im Augenblick der Verkündigung des Resultats stieg ein Flug schiff über Versailles auf, das mit den Rufen: Es lebe Frankreich! Es lebe die Republik! begrüßt wurde. Um 4.25 Uhr begann dann der zweite Wahlgang, der um 6 Uhr beendet war. Nach der Nationalversammlung nahm Poincare in Begleitung der Minister im Zimmer des Präsidenten der Nationalversammlung Kenntnis von dem amtlichen Protokoll. Sodann begrüßte Präsident Dub ost den neuen Präsidenten, dem er seine Glückwünsche darbrachte. Poincare dankte bewegt für den Beweis des Vertrauens der Nationalversammlung. Er werde sich bemühen, sich dessen würdig zu zeigen. Er werde die Kämpfe von gestern und selbst die Schmähungen leicht vergessen'und überall und zu jederzeit ein unparteiischer Richter jein. Daraus brachte Minister Briand in bewegten Worten im Namen des Mi- nisterrats seine Glückwünsche zum Ausdruck und sagte, die Entscheidung der' Nationalversammlung bekräftige die Politik, mit der wir beide solange verknüpft waren. Die hohen Interessen des Landes sind in loyalen Händen. Jin Publikum wird das Ergebnis der Präsidentenwahl mit lebhafter Befriedigung aufaenommen. Vor dem St. Lazare Bahnhose, wo Poincare eintr essen soll, ist eine große Menschenmenge versammelt, die schon jetzt auf den neugewählten Präsidenten stürmische Hochrufe ausbringt und ihm bei seiner Ankunft zweifellos eine begeisterte .Kundgebung bereiten will. In parlamentarischen Kreisen herrscht wohl vielfach große Genugtuung über den Ausfall der Wahl, aber auch die Besorgnis, daß der heftige Wahlkampf eine tiefgehende und nachhaltige Spaltung unter den Republikanern Hervorrufen werde und daß man bezüglich der inneren Politik bewegten Zeiten entgegengehe. Raymond Poincare ist im lothringischen Barle-Duc am 20. August 1860 geboren. Er studierte die Rechte und widmete sich bem Anwaltsberufe. Seine literarischen imb rednerischen Leistungen warm cs, die ihm einen Sitz in der Akademie verfchafstm. Im Jahre 1886 machte ihn der Ackerbauminister T-evelle zu feilt cm Kabinettschef. Das Jahr darauf wurde er vom Bezirk Commercy im Departement Mmse in die Kammer gewählt. Dasselbe Departement wählte ihn 1903 in den Senat, dessen Mitglied er geblieben ist. Im ersten Kabinett Dupuy, am 4. April 1893 wurde er Unterrichtsminister; im zweiten Ministerium Dupuy, Dom Mai 1894 bis Januar 1895, war er Finanzminiftcr, im darauffolgenden Kabinett Ribot, Januar bis Oktober 1895, wieder Unterrichtsminister. Poincare war ein eifriger Verfechter der Wahlresorm in Frankreich. Er war für die Abschaffung der Einzelwahl und Einführung der Listenwahl und Verhältniswahl eingetreten. Die Kot? der Großmächte. Die „Westminster Gazette" schreibt: Dafür, daß die Kollcktivnote der Mächte in Konstantinopel n o ch immer nicht überreicht ist, werden verschiedene Gründe angegeben. Wir sehen keinen Grund für die Verzögerung und bedauern sie. Wenn Kiamil Pascha, wie ein Gerücht Wieland-Anekdoten. lZum Wieland-Gedenktage, 20. Januar.) Aus seiner Kinderzeit hat Wieland selbst einem Besucher cin- niri eine ganz allerliebste Geschichte erzählt. Er lag als Kind m anderthalb oder zwei Jahren ut der Wiege; die Wärterin jaiig, um ihn in Schlaf zu bringen, aus ihrem Gesangbuche: sich bin müde mehr zu leben usw. Da richtete sich der Kleine auf Md rief' „Mehr Leben! Mehr Leben!" Man'mag in diesem kindlichen Ruse eine unwillkürliche Aeußerung der seltenen Lebens- Kost des Biberacher Pfarrersohnes sehen, die ihn bei einer an ljch schivächlichen Leibesverfassung zu einem hohen Alter bat ge- leiten lassen Tic „Goldene Mitte" war das Rezept, nach dem 'r zeit seines Lebens sich gerichtet hat. Er sagte einmal: „Meine Lebensgeister sind gut temperiert, weder zu viel Leben, noch zu reuig; daher halte ich mich in der Mittelhohe und kann nicht r hoch streben, als andere (bei diesm Worten sdyen er Goethe un Uune zu haben); das ist das Wahre: |cmc Natur und seine iräfte kennm und danach leben." „ _ . Dabei war aber Wieland gegen äutzere Dinge lcineswegi? un- ilipfindlich, und insbesondere wurde er durch anhaltend trübe hticrung leicht in schlechte Laune verletzt. E.neS Tages trat er i sehr verdrießlichem Gesichte zu Lütkemüller und sagte: „Ich irrt' es wohl! Ich habe eben den Barometer angesehen; er i|t Mich Hin keine Linie gestiegen. Immer noch 27 Zoll! Da kann r irs mit meiner Arbeit nicht gelingen, ja der Barometcr- Lib hat ans unseren Geist mehr- Einstutz, als Sic zu glauben Weinen Was mich betrifft, so verliert der meinige bei zu fcttincm Druäe der Lust feine Spannkraft, odewwie Lws nennen ivollen. Er beban wenigstens 27 Zoll 6 Linien." Manche lMichc Schichte von Wieland betrifft seine Beziehungen zu Goethe. Uttte liebte c., feinen Bruder in Apoll ab und zu ein wenig jufzuziehen, weil er wohl wußte, daß der autzerst liebenswürdige 'kieland nichts nachtrug. Ölegen Ende des 18. Jahrhunderts inerte Wieland einmal zu We'mnr un Klub clsrig gegen den See, weil der Tee doch offenbar schwäche.. Ta fiel aus dem Munde Goethes, der sich behaglich am Ofen wärmte, der Wideilpruch: Ta irrst du, Herr Bruder, Tee stärkt." Wieland: „Wieder cm )Lradoxon!" Goelse: „O, ich habe Gründe dafür genug und Kl" Wieland: „Um nur mit meinem schwächsten Argument -umfangen —." Goethe: „Das tue ja nicht, Herr Bruder, Ms Himmels willen nicht! Immer die stärksten voraus. Ich habe mich verzweifelt ausgerüstet." Wieland: „Also erstlich toirft du nicht leugnen können, daß trotz aller deiner Sophisterei ausgekochte Kräuter von schädlicher Natur und laues Wasser —." Goethe: „Also der Tee schwäckst, willst du sagen." Wieland: „Ja, doch ich —" Goethe: „Also der Tee stärkt, sag ich." „Und schwächt nicht?" „Stärkt und schwächt." „Stärkt und schwächt?" „Wie jedes Eorroborans zu häufig genommen: man stärkt sich zu sehr." „Aber das Gift darin?" ,;Es gibt kein Gift." „Ein neues Paradoxon?" „Alles kommt auf die Dosis an. Auch Champagner iann Gift werdeii." „Am Ende wird der Sophist noch gar behaupten, wir stürben nicht." „Ei, das lassen wir so bleiben." Hier hielt cs Wieland nicht mehr aus und ging unter den Worten: „Das wird zu toll!" weg. Aber Goethe rief ihm noch nach: „Geh nur Alter, sonst provoziere ich aus unsere Unsterblichkeit, und du hast verloren." In diesem Nccketon haben sich die Unterhaltungen zwischen Goethe und Wieland oft betvegt, und wenn cs Goethe mit seinen Späßen marchmil etwas weit trieb, so nahm doch auch Wieland dem Freunde gegenüber kein Blatt in den Mund. So geschah es, daß er im Jal-re 1800 bei einer Aufführung des „Ritters Bayard" von Kotzebue im Weimarer Theater plötzlich laut auffchric: „Das ist dumm, ganz dumm!" Alles geriet in Bewegung. Goethe bog sich voll Bedeutung aus seiner Loge. Böttiger, Wielands Nachbar, beschwor ihn zitternd, sich zu mäßigen. Alle Blicke wandten sich nach der Stelle, von wo der Ruf erschollen war, aber der erboste Wieland ließ sich nicht irre macken, sondeim fuhr noch heftiger auf: „Ack> was, was dumm Ist, muß man auch dumm ncitncn." Und dabei blieb cs. Dabei war Wieland im allgemeinen keineswegs eine scharfe Natur zu nennen, sondern er war nicht mir überaus liebenswürdig, sondern auch von zartestem Empftnden. Wie hübsch ist nicht die Art und Weise, wie Göschen sein Verleger wurde! Er war damals noch ein junger Buchhändler, Wieland war bet einem anderen Verleger versagt und Göschen wurde es sckfwer, ihn für sich zu gewinnen. Da gcsck>ah es, daß Wielands Frau die Unterhaltung der beiden unterbrach. Wieland ttnirbe über die Störung inißlaunig und gab seiner Frau auf einige Fragen verdrießliche Antworten. Tie milde und sanfte Heiterkeit, womit sich die Frau Hofrat sogleich entfernte, entzückte den jungen Buchhändler so, daß er in die Worte aus'brach: „Herr Hosrat, welch einen 'Engel von Weib haben Sic!" Wieland sah ihn einige Augenblicke ernst an, stand auf, ging auf ihn zu und sagte: „Junger Mann, Sie sind fälyig, den Wert dieses Weihes zu erkennen; damit haben Sie auch mein Herz^ gewonnen. Hier meine Hand! Ist Reich gestorben, so wird teilt anderer mein Verleger, als Sie." Sehr schwer wurde es ihm, von dem Gütchen Osmannstcdt zu scheiden, wo er eine Reihe glücklicher Jahre verlebt hatte; er konnte das Gut nicht halten, er mußte es Verläufen, die Gräber seiner Mattin und Sophiens Brentano ließ er dort zurück. Als er Abschied nahm, hätte ihn die Wehmut fast überwältigt. Er sprach davon, wie er* 1 hier stundenlang Maulwurfsl/ügel geebnet und Steine weggelesen, aber auch den rastlosen Minengräbern zugeschen, und dabei an den „trefflichen Minierer" int Hamlet gedacht habe, und es war ihm nicht leicht, von den teuren Gräbern Abschied zu nehmen. Er behielt sich einen Platz an ihrer Seite vor. Und dort, in der ländlichen Stille der lieblichen Natur Thüringens, ruht denn auch Christoph Martin Wieland, der vor hundert Jahren am 20. Januar nach langem Erdenwallen feine Augen geschlossen hat. * Die EMdit'on 5chroeder-5t anz. Auf die erste Nachricht, daß die von Schroeder-Stranz mit Hilfe einiger Gönner unternommene Expedition nach dem Nordosten Spitzbergens in Not geraten fei, hat sich die deutsche Rcgic- rung durch die Gesandtschaft in Kristiania mit der norwegischen Negierung über die Möglichkeit einer Hilfsexpedition in Verbindung gesetzt. Die norwegische Regierung bat, da eine Hilfeleistung vom europäischen Jcstlande ans nach den Eisvcrhältnissen des Polarwinters wenig Aussicht auf Erfolg bietet, in entgegenkommender Weise die ihr in Spitzbergen selbstizu Gebote stehenden Mittel und Kräfte zur Vei'sÜMng gestellt und auf die radiotelegraphischem Wege entspreck>cndc Weisungen nach Spitzbergen gelangen lassen. Effne Hilfsexpedition wird demgemäß, falls sie nicht schon unterwegs sein sollte, schleunigst, von der Lldvent-Bai aufbredjen, nm zunächst die auf dem Marsche von dem Schiffe dorthin zurückgekehrten Gefälirlen deS Kapitäns Retschner aufzusuchen und dann bis zu dem in der Treurenbcrg-Bai eingefrorenen Schiffe vorzudringen. Sonack) ist von der Regierung alles veranlaßt, was nach Lage der Tinge zurzeit gcfdidjat kann, um den etwa in Not befindlichen Hilfe zu bringen. Nadf Ansicht des Berliner Verckreters der Expedition, des Bruders des Expcditions- lciters, befdiränft sich nämlich die Notlage ans diejenigen Expeditionsteilnehmer, die mit dem Kapitän Netscher den Marsch vom ©dürfe zur yldventbai unternommen haben und nicht 5U^tem Schiffe zurückkehren konnten, während fidj der auf dem -schiss .behauptet, im Begriffe ist, seine Autorität gegenüber der Militärpartei zu befestigen, so ist es a l l e r d i n g s b e s s e r, daß die Ueberreichung der Note aufgeschoben wird, b i s die Atmosphäre für ihre Ausnahme günstig ist. Die Bulgaren sollen beschlossen haben, die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen, falls die Türkei die Ratschläge der Mächte ablehnt. Danach wirkt der Aufschub zu Gunsten des Friedens; denn die Diplomatie ist in aller Verschwiegenheit bemüht, die Wege so zu ebnen, Linden und Klein-Linden im Anschluß an den bis dahin vor- qeichobenen Rangierbahnhof Gießen ab, läuft dann im spitzen Winkel sich von dieser Bahn entfernend bis an die Frankfurter Straße und überbrückt diese an ihrem höchsten Punkt in einer Breite von 20 Metern. Jenseits der Straße geht die Bahn aus einem 15 bis 20 Meter hohen ziemlich breiten Tamm an dem Munchowichen Gartengrundstück entlang und schwenkt daraus 'in einem Bogeii um das Dorf herum zur Lahnbahn herüber, an der die Strecke bis Tutenhofen weiter geführt wird. Tie Bahn ist K c. m7;;•.:***'*' ww, w o“ .«« wichtiges Glied der'Landesverteidigung, denn die sogenannte daß alle Parteien die Vorschläge annehmen können, welche Kanonenbahn Lolmr—Wetzlar mit ihrem eingleisigen Betrieb reicht re cr ' ' • ' " für ihren Zweck nicht mehr aus. Durch die Umgchungsbahn wird Klein-Linden wie von einem Festungswall nach zwei Seiten umklammert. Besonders nachteilig aber ist dieser Wall für den in den letzten zehn Jahren entstandenen neuen Teil des Torfes der nach Gießen zu liegt. Ter neue Teil wird durch den Bahndamm von dem älteren Teil des Torfes abgeschnitten, er ist nach Fertigstellung der Bahn von allen Seiten durch überhaushohe Bahndämme umgrenzt und wird dadurch in seiner Weiter- entwicllnng sehr gehemmt. Bei einer etwaigen Eingemeindung Klein-Lindens wird dieser zweite Eisenbahndamm einen großen Nachteil für das Zufammenwachscn des Vororts mit Gießen bilden. Die Uebersührung auf der Höhe der Frankfurter Straße tn Klein-Linden wird auf den Einspruch des Oberbürgermeisters Mecum hin die Straße nicht wie geplant war 20 Meter, sondern in 25 Meter Breite frei lassen. Ges: G R 0 m-ulungcn angewiesen, da die Regierung dem ganzen Unternehinen Schroeder-Stranz an gch fern steht. 1 Utto) Va ..flrtlllü ßeitung bs. Dai tourbc heute verhandelt, di heilkundige bi »ur Mendes: 18 Patienten Sine Frau CI tmirbt von bei Hutung Haiti Mxingoi mu: daraus dec : lseklagten ab der Behand'a 'Missten sich hielt aber t beantragte ii r , T. Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen schäft. . In Greifswald ist am 16. d. Mts. der Privat dozent sur Chirurgie und Assistenzarzt an der chirurgischen KU l der Unwerutat Kiel, Pros. 2r. med. Hans Noeßke .Alter von 41 Jahren gcst 0 rben. B ' In eine Erneuerung der Feindseligkeiten verhindern würden. Inzwischen wird jedoch gemeldet, daß die Botschafter am gestrigen Freitag in corpore demtürkischenMinisterdesAeußerndieNote überreicht hätten. .. . Gießener Stadttheater: Grigri. Das erste Gastspiel des Wiesbadener Operettentheaters hatte mit Paul Linckes „Grigri" einen außerordentlicheii Erfolg und eine ganze Anzahl der reizvollen Lieder mußte wiederholt werden. Herr Emil N 0 t h m a n n hatte für eine flotte, sorgfältige Regie gesorgt und sehr angenehm fiel es auf, daß die Chöre ganz prächtig geschult waren. Auch die einzelnen Darsteller taten sich rühmlich l>ervor. Zu erwähnen sind die Herren Erich Flügge als Gaston, Emil Nothmann als König Magawewe, Hans Kugel- berg ^als Pantousle, Heinz Wendenhofer als köstlicher Priore "" . Von den Damen taten sich gießen birlt geßern 1 ii;ung nevge Ttt, l'eme er .-rhültiue'Ml! Hiib aus -lein, 'ett MB in Zukun ^halten iverd^ Log^ragen Aräsvelcrmm gammerauvld Aussicht gelte! Meln für demnach io u obgleich vor»! Bezirk gcern sammlung u angebotc nal socken soll a Vorsitzende r 'Düngungsve Diesen der deren Erba , Tüneentiti berget hü bei den ve größeren ist nach der Ti gäbe von c da» bei alle nach der bel obne den d richtige Vir! dir richtige Bei der Be der Kalk ei schwefelsaurer seinen fasst < war, dankte den Vortrag sich verschied Erfahrungen glieder an. — Fallröres Abschicdsgeschenk. Mit leiser Melancholie mag Präsident Fallieres der nahen Zeit gedenken' da L',Vrasrdentenwürde entkleidet, wieder in das Meer'der Mieten L^.ttackert zurm.srnkt. Sri on besck'ä tig. sich fein Sinn mit dem Abschiedsgeschenk, das er allem Branche getreu beim Mlaw ferner Amtiert seinen letzten Ministern zum Andnrken überreichen muu. Fnchere Präsidenten machten sich das leicht und begnügten >rch dmnir, allen Mitgliedern des amtierenden Ka- ^"otls t 3>^rni ^uer Photographie zu übergeben Falliöres aber will >ich damit nicht begnügen, er will ein bauerhaiteres Andenken himerlassen. Von einem Landsmann bem Bildhauer Car res, hat er jetzt seine Büste modellieren lassen' nnrb br? serttge .thniftwert in die sm x -bo^^^^wakrur von ÄsvreS gehen, um hier al- »u einer Reihe von P°r»ellmiLüsdni zu bienen. Jrdc'r dann Im dem Rücktritt MtiereS'oon dem schien deai Prundenttti eine inner Porzell-urbMen zum ble.benben, toeni auch gckreidlichen Amiedenken crtatei. Der Bildhauer vcr rat, dab ZalliereS ein ideales Modell sei und die itnftrmgune "ner wahrhaft eugelSgle,ck>en Geduld mii genommen Hape. 1 bei dem hochentwickelten persönlichen Freiheitsgefühl des Ameri. kaners sehr schwer. Auch das Muckertum macht sich breit. em Millionär als überfromm und morgen bcniicfttet er 100 kleine Existenzen, wenn es in seinem Interesse liegt. Cbo. rakterlitisch i|t das Verhalten der Amer lauer in der N eg erfrag Man wüt sie tn der Ausbildung hebert, verweigert ihr aber oietcni angeblich demokrattschen Staat die Gl.nchßel.ung. Schimpf lich und strailich ut die .^Kinderarbeit, namem ich in den füb i*fte» ^''ovmzen, wo zum Teil die reinste weiße Sltaverei l-errscht. qu» ^cblune des erstert Teils des Vortrags gab Herr Cberft fos Wunsch noch einige kaum faßbare Zahlen über das Vermögen he; amcrtlani|rf)cn Petroleumskönigs Rocke,eller und einige Streiflichter über die politischen Präsidciufchaftswah.en. Der Redner betoiu das; der Reichtum Amerikas zusammengebracht worden sei dur^ cklertz, Energie, Arbeit, Sparsamkeck, Beschränkung des Lebens, genusles und Wagemut, Eigenschaften, die aus- uns Deutsch mack angelegentlich genug empfohlen merben können. Reicher -oetTaU lohnte den Redner, dem der Vorsi-ende den Tank der Versammlung für seinen klaren Vortrag an sprach. Gleichzeitig wies er auf den am 30. d. M. vom Gießener Luftfalrrerverei, 1 ■*” Dorkraa des Generalmajors z. D. Neureuther aus München hin, zu dem Eintrittskarten zu ganz bedeutend ermäß o'eu Prellen rür die Mitglieder der 9 Militärvereine und deren y(n> gehörigen bei Kamerad Schuhmachermeister Bernhardt, gegen, über des Postamts II, zu erhalten sind. — Ms dann begann1 t>ey zwecke Teil des Vortrags. Ter Redner wies darauf'bin daß eine große Anzahl Heiner und kleinster."r^e-ne eigene Sterbe. 1 Hi en gegründet, di? selber-de d ni t 0 leistungsfähig fein kö nen gie cm großer Verband. Bei der Hasfiasterbemue iulö zurzeit 21 6151 Personen versichert mit einem Kapital von rund ,6 Millionen Ter monatliche Zugang beträgt etwa 500 Personen. Tie Lciftum«. sahigkeck der an die „Friedrich-Wilhelm" angeschlosscnen HaMa- ^terbekasie zeigte sich dann, daß seit 1. Januar 1908 bis 1 Ok- tober 1912 zusammen 674 Sterbesälle mit 99 346 Mk. Kapital- auszahlungen zu verzeichnen waren. In Amerika und England ist so gut wie jeder, in Deutsch, and nur icbcr 6. verfickxwt. Während man in Deutschland pro Kops der Bevölkerung in jedem Jahre 47 Mk für ^abak und Mio hol ausgibt, werden nur 10 Mk. für Lebensver- >icheruiigen bezahlt. Ter Redner schildert dann den Werdegang der Hailta-Sterbekasse und deren wichtigsten Bestimimmgen. Tic Hohe der Beitrage, pro 100 Mk., erläutert der Redner an Hand einer Wandtabelle. Tie Friedrich-Wilhelm zahlt an die Vereine ™ $?fl :ia Pramienrürkvergütungen, die in 1911 insgesamt'12943 JJearr betrugen. Nach 5jährigem Bestehen tritt von selbst die Knegsv er sichern ng in Kraft, d. h. die Verficherungssumme wird auch bezahlt, wenn der Versicherte im Kriege fällt oder innerhalb Jahresfrist nach dem Kriege stirbt. Eine ärztliche Uiiteriucbung Tinbet nicht statt, der Antragsteller muß selbst versichern, daß er gesund ist. In den ersten 3 Jahren wird nur die halbe Versicherungssumme ausgezahlt, tritt aber der Tod durch Unfall ein, so wird auch da schon die volle Versicherungssumme bezahlt. Durch Nichtweiterzahlung der Beiträge erlischt die Versicherung nickt, sie wird in eine prämienfreie, d. h. geringere umgewandelt Die Grannen können vierteljährlich, ja selbst monatlich'bezahlt werden Auch die grauen der Vereinsmitglieder Formen sichchei der Hasfig, Sterbekai c unter ähnlichen BediitMNgen versichern. Des weiteren verdrecket sich der Redner eingehend über die verschiedenen Arten der Lebens- und Kinderversicherimg auf den Todesfall, den Er- lebenssall, für Konfirmation, Militärdienst und Aussteuer Nach Schluß des Vortrags wurden Flugblätter nebst Bedingungen und Tabellen unter die zahlreich erschienenen Kameraden verteilt. — Der Vorsitzende erläuterte darauf die Unterschiede zwischen Haftpflicht- und Unfallversick>emngen an einzelnen Beispielen und bittet die Kameraden, die Gesells'chasten — Friedrick>-Wilhrlm, Zürich und Providentia — zu verüch'ichtigen, mit denen die hessische Kri'«.ertamcradschack im Vertragsverhälmis stehen. In gleichem Sinne spricht sich Kamerad Bruchhäuser in Bezug auf die Mobiliar- rzeuerversicherung aus. Der Vorsitzende schließt Mit einem Tank an den Redner und spricht die Hoffnung aus, daß der Zweck des Vortragsabends, einmal Aufklärung zu schaffen und zui? anderen die Kameradschaft unter den 9 Gießener Militärvcreiner zu pslegen, erfüllt sein möge. ** Volksbad. Im letzten Viertelsahr 1912 wurden 29 079 Bäder verabreicht, gegen 28 434 im gleichen Zeitraum 1911, es ergibt dies für den Tqg im Durchschnitt 316 (3091 Bäder. Jrn einzelnen wurden verlangt: Schwimmbäder 13 761 (13 680), Wannenbäder 4666 (4277), Brausebäder 6903 (6667), Dampf- und Heißluftbäder 476 (435> und Volfsbäder 3273 (3375). vre^dckü ""'«'ich- 0 Ü'Wkkise: 'Z|"bent,i^- Vieifj Cai elePh°n 586 ** 18. z Hh k?lCSTQnfli 6 8 thr. Diebstähle. In letzter Zeit kam e8 wiederholt vor, daß aus La den Fassen Geldbeträge entwendet wurden und zwar schlich sich der Dieb zur geeigneten Zeit, wenn niemand im Laden war, durch die Seitentüre ein. Gestern abend wurde bei dieser Arbeit in einem Laden auf der Mäusburg der Dieb überrascht, er konnte aber mitsamt der Schublade, in der sich 45 Mk. befanden, durch eim Hintertür und den Hof entkommen. D u r ch g c b r a n n t. Ein 17jähriger HauSbursche vo» hier stahl gestern morgen seinem Arbeitgeber 150 Mk. mittelst Erbrechens einer Kassette und slichte daS Weite. Sehr weit dürste er mit diesem Betrag nicht kommen. ** (Sin frommer Unfua! In Stadt und Land werden ängfHidk Leute wieder durch Zusendung des seit etwa zehn Jahren in protestanttschen und katholischen Kreisen mit Unwillen beobachteten sogenannten Ketten gebet s veiinruhigt. Man erhält, meist anonym, die 2lbschrisck eines bei geringen Verschiedenheiten gleichlautenden Gebets („Mein Herr Jesus Christus" ober vielfach englisch „Oh loved Jesus!" beginnend), das innerhalb neun Tagen neunmal abgeschrieben und an neun Bekannte versandt werden soll. Daran wird die Verheißung einer großen fFreude oder großen Glücks (am neunten Tage!), an die Nichterfüllung dieser Bestimmung aber die Drohung von Unglück usw. geknüpft und davor gewarnt, die „ewige" Kette zu brechen. — Kranke und ängstliche Personen werden hierdurch in Aufregung und Angst versetzt und lassen sich zur Fortpflanzung dieses ebenso törichten wie schädlichen Manövers bestimmen. Sic wenden damit lediglich der Neick-spost einen Vorteil zu. Besser aber i)t es, eine solche Zusendung ohne weiteres in den Papierkorb zu werfen oder einem Geistlichen zukommen zu lassen: damit wird diese Kette frommen Unfugs endlich einmal gebrochen, wozu jeder verständige Beteiligte mitwirken sollte. Landkreis Gießen. 0 Klein-Linden, 17. Jan. Auf seine 25jähr. Tä tig keit an der Eisenbahn blickt Jakob Bieber zurück Von der Bahnbehörde erhielt er ein Geldgeschenk und von dem Eisen bah noerein eine Ehrenurkunde. --Climbach, 16. Jan. Gestern abend faird bei Gastwirt Sch nepp eine front Bund der Landwirte ein- verufene Versammlung statt. Landwirt Guß mann aus Eberstadt entwickelte das Programm des Bundes. Kreis Schotten. O Laubach, 17. Jan. Heute haben am hiesigen Gymnasium die schriftlichen Arbeiten zur Maturitätsprüfung begonnen. Acht Schuler und eine Schülerin unter- iiehen sich der Prüfung. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 17. Jan. Der auf dem hiesigen .muptbahnhof beschäftigte Weichen sch mierer Johann Kolk' us Herleshausen wurde heute nacht von dem 12 40 Uhr -ach Heidelberg abfahrenden Güter-uge auf dem 'Bahn- örper überfahren und getötet. Hessen-Nassau. w Frankfurt, 17. Ja». Wie oer Handelskammer iiitgeteilt wird, ist die Heritellung je einer neuen Fern- Die Note der Mächte wurde um 3 Uhr nachmittags durch den österreichisch-ungarischen Botschafter Markgrafen v. Pallavicini als Toyen mit einigen Worten überreicht. Die übrigen Botschafter waren nur Zeugen der Ueber- reichung. Der Minister des Aeußern Noradunghian erklärte, er nehme die Note zur Kenntnis. Die Pforte werde sie sobald als möglich beantworten. Unmittelbar danach trat der türkische Ministerrat zusammen, um die Antwort zu beraten. Die Beratung war von kurzer Dauer. Ter Ministerrat, der die Antwort der Pforte vorbereiten soll, ist für morgen einberufen worden.! ** Tageskalender S t a b 11 be n t e r. Samstag abend -ön Psortetrersen glaubt man, daß die Inseln des Archipels 8 Uhr: Wammel des Wiesbadener Sperette.i-Ensemvies: „Ter gerettet werden können. £ a n 5 a n tu a 11*. Sonntag nachmittag 3'/, Uhr: „Parkettsitz Der Wortlaut der Kollektivnote wird anaeb- 91 r ' 0"; abends 77. Uhr: „S 0 ' n Wind h u n d". lich geheim gehalten. In der Note wird die Aufmerl- L ^oiuertDerei n: 3 S ol i ft e n ° A b en d : Fran Jeanne ramlnt der Pforte in ernster Weise auf die «erantluortunq ,,7?' ’’ ynctbauä' nadnnitia« Mächte Wersen darauf hin, daß zur Ausbeutung der in Steins harten. reichenGebiete, die der Türkei noch verbleiben wer- Evang. Bund: Familienabend in Steins Garten. Vor- den, die finanzrelle Hilfe Europas notwendig sei ^ag von Geh. Kirchenrat Dr. Krüger: Die Jesuiten. Sonn- und erklären, daß die Türkei dieser Mithilfe würde ent- ta9 a6cnb 81A Uhr in Steins Garten. behren müssen, wenn sie nicht auf die Wunsche der Mächte « c Ka rn e v a l g e se l l s ch a ft: Samstag abend Rücksicht nehme. Die Mächte empfehlen der Pforte den Ulif int Ginf)orn Herr en-Sitzung. Verbündeten Adrianopel zu überlassen und ^i n e m a i o ar a v v: Täglich BorileUnng. die Lösunn h p r r n r SY ; Vf I 1 f D B l 0 g r a v H-L r ch t s p i e l e: Täglich Vorstellung, oie -vfung o er Frage der Aegarfch en Inseln V a k o fs K a m m e r- " t cb t f u i e l e- Täalich Vorstellmm Mtfriae 6 V 2BciTlt ?iG ^'orte bie Rat- Lichtspielhaus: Täglich Vorstell'ung. 12 c?? a c. Machte berucksrchtige, wurden dia;e die wirt-!, Museumdesoberhessisch en Geschichtsvereins, fchaftliche Hebung der Türkei durch finanzielle und rnora- Geös''el Sonickaa vornniiags il-l Uhr nnentaelilid). lsiche Unterstützung fördern. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen Tie serbischen Greuel in Albanien uonmuacis von 11 — i Uhr unentgelllich. Die Wiener „Reichspost" verösfentlicbt einen a"sfübr- - § berhessisch er Kun st verein. Gemäldeansstellimg ü ?.ie Authentizität der 11-3 Uhr, Mittivoeh nachmittag von 3-5 Uhr. Mittelungen rrsaf.inen müsse, über bte Greuel, welche ^lnlagemnsik findet am Lomuag vormitiag 11 Uhr in der non I er Dt) et) en Banden und regulären Trup-!^"^'Rnlage ftait (mir bet gutem Wetter). Svielplan: Am pentn A l b a n i e n v e r ü b t worden sein sollen. In dem (.-.tzuichn . 1 Al ar sch und Ebor a. d Coer ,Tannhäuier und der Bericht werden auf Grund von Aussagen angeblich ncr= 5nn<9etfricn oui Der Wartburg", von R Wagner. 2. Fantasie a. trauenswürdiger Zeugen die von Serbien b-ck der Besetznna ,Tie Gieiiba", von P. Jones. 3. (tzebnrtsiags- der albanischen Städte begangenen Unmenschlichkeiten im 'Aanbflen ^harafterfmef von P. Linke 4. Eva-Walzer a. d. einserneit geschilpt. Es^-ißt da" D 7- n r °' ,,,0ÖCUK (£ua“- u0" 3- teten bic Bewohnerschaft ganzer Orte und Gegenden aus. Im Bilajet Kossowo schäht man die Zahl der getöteten Albanesen auf 25 000. Der Bericht wendet sich schließlich an Europa, das durch die Entsetrduna mnes europäischen .Untersuchungsausschusses sich von der Rrchtigkert der Tatsachen überzeugen möge. Die Verluste der Serben. Belgrad, 17 Jan. Tie Zahl der seit Ausbruch des Krieges verwundeten serbischen Soldaten beträgt 11000 dre Zahl der Erkrankten 10 000. Hierbei ist die Zahl her, —» — tn den Spitalern der eroberten Gebiete untergebrachten und Oktave Witte als Regisseur. _____... Verwundeten und Kranken nicht eingerechnet. Die AnLabl bc>.on^)crd hervor Frl. Anni B o e s e als anmutige Grigri, Frl. der Kranken bis zum Waffensttllstand war äußerst aerinn Müller als Jrone und Marta Krüger als Schwiegererhöhte sich aber seither infolge Erkältungen und Jnfektiv- muschüische Leitung hatte Herr Kapellmeister Heinz neu. Die Listen der Gefallenen tonnten ber an ? rJ1 b C m ?n n i ^mtaud, mit einer einzigen Probe die K'ranklieiten aestorbenen knrhnfpt. r uu lilsttge und unterlmltsame Operette glanzvoll herauszubringen, werden s^torbenen Soldaten noch Nicht fertiggestellt "Paul Linckes Musik ist sehr gefällig, und mit großem Geschick '___ sind die fremdländischen Motive untergebradjt. Das gut be- . --- sttzte Haus unterhielt sich vorzüglich und wurde nicht müde, be= ♦1115 UNH ständig Beifall zu spenden. Gie uen, 18. Januar 1913, ** Stadttheater. P7it dem übermütigen Vaude- Von der Güterbahn Großen-Liuden—Dutenhofen e r Tanzanwal t^ beschließt heute Samstag das Bei den $cr6anblungen über bie Umgehungsbahn Großen- Wiesbadcncr Lpcretten-Enscmble fein kurzes Gastspiel. - Linden—Tickeuhofen, die zwischen den Qntereffenten von Klein- nt(cn Fveunden des Humors fand „Der Tanzanwalt" Linden und der Vertretung der Stadt Gießen geführt wurden ^'e freundlichste Aufnahme und die Kritiken von Hamburg, N 'uau einen Blick m die Lagepläne des Projekts werfen können' Berlin, Dresden usw. sprachen sich in anerkennendster Weise immniasL Ä .N-nf Jahren schon fertig gewesen und haben aus. — Auch in Wiesbaden hat der Tanzanwalt großen Di^^Anweis^na^^das ^Proükt oesunden. Erfolg zu verzeichnen. Bemerkt sei noch, daß bei der bringen ch vom Eiseiibchmmini/te? i,l Berlin zu heutigen Aufführung das Wiesbadener Operetten-Orchester den leitenden Beamten des Bahnhofs Gießen seine Ane^rkennurm fber Sonntag ist dem Humor gewidmet. Msgesprochen hat, mit welcher Umsicht und Geschicklichkeck ch '^^ugt die zugkräftige Fliegerposse „Par- bisher den Verkehr auf dem Umschlagsbakmhof Gießen bewältiat .sch Nr. 10" zur Ausführung, am Abend der so sehr yaben ^ie geplante Umgehungsbahn hat lediglich den ^weck beliebte Schwank „So'n Windhund". Beide Vorstellungen oeri, Güterverkehr von unb nach der Lalmbahn und der Köln— bei kleinen Preisen. SicBcncr Bahn vom Rangierbahnhof Wetzlar unter llmaebuna ** • o . ves stark überlasteten Bahnhofs Gießen, von und nach der Main- L in - 1C M ilita r v er ei ne G ie tzens veranstalteten Weser Strecke überzuleiten. a am 1b. Januar einen Vortragsabend, für den Oberst v. Wunsch Ein Personenverkehr ist nach der ganzen Art der Sahnnnlnnr i Ä 9tebnc.r. gewonnen war. Der 1. Vorfitzendoches Vereins chem. ausgeschlossen. Die Umgehungsbahn' zweigt zwischen Großen cronnete um^9 Uhr die Sitzung, begrüßte den Redner und ----------- " owiimcn ulobcn> die Erschienenen. Ter Vortragende gab einige Streiflichter aus “ n- re---' -----'-------LI» feinen Erlebnissen in Amerika. Er führte etwa Folgendes zuriickgebliebene Teil der Expeditton ebenso wie die Teilnehmer Amerika muß man zunächst umdenken, denn wir an der von S ch r o e d er - S t r a n z selbst geleiteten Schlitten- putsche denken zu vornehm, wir haben zuviel Herzenskucknr und erpedckion außer Gefahr ober Not befinden dürften, da das Sch ff ^biiiüt, während der Amerikaner mehr großzügig, nicht ängstlich im Polarmeer, ein erprobtes Fahrzeug und auf seiner Ausrmse bergisch und im Besitze großen Kapitals. Der Deutsche spielt anfangs August 1912 nnt Proviant für neun Monate öerfeben 0crn ben Rentner, der amerikanische Multimillionär erbeutet, so worben jci. lieber bie Grünbc, bie Retscher und seine Begleiter ^nge er gesunde Arme hat. Täusche man sich nicht über bic veranlagt hat, bas Sckfifi zu verlassen, ist man lebiglich auf Ver- §reundsck)aitsbezeugungen bet Amerikaner. Amerika unb Japan wn.h.nncn ------" warten nur auf einen tfrieg, in ben wir verwickelt werden, um unsere Handelsstellung in der Welt zu erobern. Millionen und Milliarden Mark Volkswerte würden bei uns vernichtet.1 Amerita unb Japan reben nicht, "handeln aber irnd,selben neidisch auf unsere lwnbelspolckifche Stellung. Leider verschwindet viel deutsches Volkstum ui Amerika, es gibt viele, die ihr Teulschttim verleugnen, aber es gibt auch Deutsche, bie mit Stolz sagen: civis acrmanib- 9iebner erzählt seine Erlebnisse bei der Ueberiahrr und die Sicherl>eit der deutschen Tampferlinien, die allseits anerkannt würde. Als Arbeiter wird in erster Linie das irische unk schottische, bann aber auch das deutsche Element chevorzugt, ledere- namentlich in der Landwirtschaft auf den Farmen. Es ist irrig anzunehmen, daß heute niemanb mehr rasch hoch kommen könnte nur müssen wir umdenken, energischer, rücksichtsloser werben Dei Amerikaner arbeitet ohne Mittagspause durch unb ist in Bezm aur Alkohol enthaltsam unb mäßig. Ter Panamataual wirb in \?anbel eine bedeutende Rolle spielen in der Vermittelung be- Verkehrs iwndten dem Osten unb Westen. Reisen mit der Bach au| 24, ja 72 ^tttnden sind zurzeit notwendig. Tas wird ander werden Unicrc fosialcn Verhältnisse sind wesentlich andere Jr Amertla fennt man dies zurzeit noch nicht. Tie Lohnverhältniss lind dorten zwar viel besser, wogegen aber jeder für sich sorge, PUU. In der Politik hcrn'cht der egoisttsche El>arakter vor Selbstzucht, ^elbitzweck — scharf ausgeprägt — ist bie Parole Energie im Geicha^tsleben, Schnelligkeit in der Berichterstattung Ausbeutung der Gelegenheit unter Hintansetzung der bei uii Mltigen Moral. Bezüglich der Religion sei erwah.it, daß 56 Hauv reften ui Amerika bestehen. Tie romanischen Nationen stelle reben den Polen bic meisten Verbreckn-r. Tie Pol-zei liegt v -lrgen, |ic ist acholut unzuverlässig. Sie hat es allerdings au et leih uns Erneuerung des Teints den Vortrag schloß sich noch eine kurze Aussprache an, wora t ii-flbcn verteilt •bc zwischen he B glieber an. Kl. begriffen. Kleine Tagerchronik. Dose (20 Fruchtkopfitüren) 1 Mark hv7/t Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT Statt Karten «SS Das erstklassige Cafe Ebel hitsF nach Burggraben 9 Inh.: Karl Ohm Telephon 586 n M Anfang 8 Uhr 170 Anfang 8 Uhr l •rr M FärhezuHause^'HeilmanniFaröEn sich verschiedene Zerren mit Anfragen und Mitteilungen ifrcC Erfahrungen beteiligten. — Einige Herren meldeten sich als Mi:- I Frankfurt a. M. Hauffstr. 7 Ped Marte u Rothe X) Stern ÄJ£üd$ PoMsinxser voll [Antwerpen übet l und «Je p kn Todesfall, dm c nut und Aussteuer. L nckst dedmgungkN L -Ö n(u«n o’ Lülrrin^ »Sei miqi 124 Berlin Roonstr. 5 herzleidende Frau Streb würbe von der Angeklagten massiert. Die Folge war eine Verschlimmerung des Leidens, so daß kurz iDiraut der Tod eintrat. In der Verhandlung konnte der Angeklagten aber nicht nachgewiesen werden, daß der Tod infolge ber Behandlung durch sie eingetretcu sei. Auch die Sachverständigen mußten sich in diesem Sinne aussprechen. Staatsanwalt Schreiber hielt aber die Fahrlässigkeit in beiden Fällen für erwiesen und beantragte wegen der Gemeingefährlicht'eit der Angeklagten 1 Jahr tarn e? roitbttfcti elbbtträge entrornk kb zur geeigneten irch die Seitentüre eil ?it in einem Gaben er er konnte aber mW befanden, durch t® Paula Katz Felix -A.riiheim Verlobte. beliebtestes Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmack, milde, sichere Wirkung,ärzt ich glänzend begutachtet und empfohlen 'l'I'W <9eridiuiaat bs. Darmstadt, 17. Jan. Bor der hiesigen Strafkammer wurde heute gegen eine Frau Anna Spicring aus Buchschlag verhandelt, die em einträgliches Geschäft als Masseuse und Natur- heilkundige betreibt. Die Angeklagte hat es durch ihre „Kunst" zur Villenbesitzerin gebracht und wird täglich von etwa 15 bis 1.8 Patienten besucht. Der Anklage liegen zwei Fälle zu Grunde. Eine Frau Olp, die ein an sich unbedeutendes Jucken verspürte, Ivurde von der Angeklagten mit einer Salbe behandelt, die die Wirkung hatte, daß die Patientin 14 Tage im Krankenhaus ^bringen mußte. Tragischer ist der zweite Fall: Eine schwer Wolle. Halbwolle, Baumwolle u.s.w. erhallen prachtvolle,echte Färbungen. Es kosten zu färben: 1 Kinderkleid lOPfg. I Bluse 10 Pfg. tFrauenkleid 50-75 Pfg. Alle Farben in Päckchen a10u25 Pfg. Ausdrücklich.Heilmann's"Farben mit » Schutzmarke.,Fuchskopf im Stern fordern. Fabrikanten: Gebr. Heitmann, Köln u.Riga. « toi nhui ntth Uiiivcrfität5«>nacbricbtcii. Dem! Direktor des Geodätischen Instituts und des Zentralbureaus der internationalen Erdmessung, dem ord. Professor für Geodäsie an der Berliner Universität Geh. Oberregierungs- rat Dr. Robert Helmert wurde das Kommandeurkreuz des französischen Ordens der Ehrenlegion verliehen. „Veronese" und dem Lande die Verbindung cuiiTCCtjt erhalten hat. Füll' ist heute vormittag gerissen, jedoch konnten im Laufe der Nacht '' 33 Personen, meist Frauen und Kinder, gerettet werden. Gegenwärtig arbeitet man an der Wiederherstellung einer neuen Verbindung. Mehrere Personen sollen tot oder verletzt sein. Tie nächste Meldung lautet: Der Dampfer „Veronese" wird für verloren gehalten. Er liegt ganz auf einem Felsen; die Wellen bedecken ihn und drohen ihn zu zerstören. Infolge hoher See mb die Nettungsarbeiten ungemein erschwert. Die Nachrichten über den Stand der Rettungsarbeiten gehen ailseinander. Es liegt jetzt eine Meldung vor, die nur von fünf Geretteten spricht. „Veronese" war auf der Fahrt nach Brasilien und Argentinien den r, und eine« '"".en. fanöwirtidioft Gießen, 18. Jan. Der land w. L o ka l p er e i n Gi eß en hielt gestern im „Felsenkeller" unter de.u Vorsitz des in letzter Sitzung neugeiväUten Präsidenten, Privatdozent Dr. Kleeberger, seine erste diesjährige Sitzung ab. Der Besuch war ein verhältnismäßig reger und hatten sich etwa 36 Herren zu demselben eingefunden. Zuerst fand die Wahl des Schriftführers stritt und auf Vorschlag aus der Versammlung wurde Oekonvm A. Klein, jetzt Gießen, einstimmig gewählt. Es wurde beschlossen, daß in Zukunft alle 3—4 Wochen eine Sitzung des Vereins ab gehalten werden solle, in den Wintcrmonaten je «nachdem genügend Tagesfragen vorhanden, soll alle 14 Tage eine Sitzung sein. Kreisveterinärarzt Dr. Knell und Sekretär Schwarz vom Landw. Kammeraussckmß haben für die ersten Sitzungen Vorträge in Aussicht gestellt. Ter gemeinsame Bezug von Saatgut und Dünge initteln für das Frühjahr fand vorerst wenig Anklang; es muß demnach so kein großer Bedarf wie erwartet war, vorhanden sein, obgleich voriges Jahr sehr viel minderwertiges Saatgut hier im Bezirk geerntet wurde. — Der Vorsitzende machte dann der Ver sammlung über die jetzigen Preise der verschiedenen Saatam- .angebote nähere Mittelung. Tie Einführung neuer Kartoffel ’iorten soll auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden. — Der ^Vorsitzende machte dann Mitteilungen über interessante künstliche 1 Düngungsversuche auf den Hutwciden in Oberseemen und aus Wiesen der Gemarkungen Grebenhain und Wal len rod deren Erträge durch Anwendung der verschiedensten künstlichen ; Düngemittel erheblich gesteigert worden sind. — Dr. Klee- Berger hielt dann einen Vortrag über neuere Düngungsversuche bei den verschiedenartigsten Kulturgewächsen. An Hand einer größeren Karte erklärte er diese Versuche bez. der Ernteergebnisse nach der Düngung mit künstlichem Tung allein oder mit Beigabe von Stallmist; aus diesen Mitteilungen ging hervor )aß bei allen ausgestellten Theorien über Düngemittel dem -nach der bekannte S t a l l m i st als erstes oben anzustellen fei,- Gefängnis, sowie Erlassung eines Haftbefehls und Auferlegung der Kosten. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Bopp beantragte Freisprechung. Das Urteil lautete auf 100 Mark Geldstrafe für den Fall Olp und 400 Mark Geldstrafe für den Fall Streb. Die Kosten des Verfahrens wurden der Angeklagten gleichfalls auferleg tz Karlsruhe, 17. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute nacht die Frau Reichert, geborene Jäger aus Iöh - l i n g e n wegen Mordes zum Tode und deren Tochter Emma Reichert wegen Kindestötung zu 4 Jahren und 9 Monaten Gefängnis. Tie Frau Reichert hatte in der Nacht vom 18. zum 19. September vergangenen Jahres int Einverständnis i mit ihrer Tochter ihr Enkelkind in unmenschlicher Weise getötet und den Körper im H e r d f e u e r verbrannt. Mascmnenbauer- = Gesangverein Sonntag, den 19. Januar abends 7 Uhr 61 Minuten Hausbesitzern 25°/» Rabatt auf Lhcrusta! Echte Lincrusta, alle Färb., ä Mtr. v. 45 Pf. an 12 „ „ fertdek.u.lack. „ „ 80 „ „ Sa Lincrustaersatz, „ . „ „ n . 15 „ |L Verlang. Sie frk. geg. frk. Linkrustamapne A. Ringfreie Tapeten - Bndustrie C. Klipsch, Frankfnrt a. M., Altega-se 1 ISciihicni er-Verein Brüderschaft. Sonntag, den 19. Januar 1913: Ausflug nach der Liebiqshöhe Anfang 4 Uhr.0450 Der Vorstand. Vortrag te Herrn Gewlniajors z. D. taute aus München über: sprech - Verbindungs lesitung zwischen Frankfurt unb| Hamburg, sowie zwischen Frankfurt und Bremen in Aus stcht genommen. Sobald die Genehmigung erteilt ist, wird mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Abwickelung der Gespräche nach Hamburg und Bremen, worüber bisher lebhafte Klage geführt wurde, wird nach Inbetriebnahme der neuen Leitung schneller erfolgen. Sports. Berlin ,17. Jan. Der deutsche Reichsausschuß für O l h m - pischc Spiele menbet sich in einem Aufruf an alle Kreise der Bevölkerung mit der Bitte, ihm Mittel zuzuftihreu. Es hairdelt sich um die würdige Vorbereitung der nächsten internationalen Olympischen Spiele, die 1916 in Deutschland stattsind en, und um die Förderung eines gesunden Sports überhaupt. einzelnen Meltn s j ct — imednck-Lilhch i i-CT, nru Denen die HM | Intis stehen. 3n gtito s y "Saug onf Mobife - e schärft nut einem 2a | mng ouD, DüB da Zm ? ng ui schafim und > ßie&aer Ä/Mrvem« Auskunft erkhelleNtz RedStarLinieluAntwerpen. W. Jullmauu ui Giehea, Grabenstrabe 7. tz. Slippstri» in Laugsdsrf« Von einer Sachverständigen. Ich glaube, ich kann ein wenig zu dem Glücke sehr vieler Frauen beitragen, wenn ich Ihren Lesern ein kleines „Schönheitsgeheimnis" verrate, das die natürlichen Schrecken herannahenden Alters zu einem großen Teile aushebt. Meine Ansicht ist, daß es nur ein einziges Mittel gibt, wenn die Gcsichtshant durch Witterungseinflüsse ober unverständige Behandlung verblaßt, runzlich und häßlich wird. Die dünne Hülle des häßlichen äußeren Teints muß entfernt werden, damit dem jungen schönen Teint, der sich darunter befindet, Gelegenheit gegeben wird, an die Oberfläche zu bringen, unb bamit er „atmen" kann. Ich habe gefunben, daß bies in vielen Fällen durch etwas gutes halbstarkes Cleminit bewirkt wird, wie es in jeder Apotheke erhältlich ist, und das man mehrere Nächte m derselben Weise auslegt wie Colbcream. Ungefähr fünfundbreißig Gramm genügen. Es scheint die leblose Haut in winzcheu, mikroskopisch kleinen Teilchen zu absorbieren, nach und nach die gesunde, schöne Haut, die darunter liegt, bloßzulegen. Zcb kenne Frcuien, die diese Methode seit Jahren regelmäßig an - wenden, unb beren Teint von tounberbarer Frische ist. Meine Kenntnis bieser einfachen Methode ist von großem Nutzen für mich gewesen, benn wie bic meisten Frauen hasse ich, alt zu werben ober vielmehr alt auszusehen. ss20 7 Verwendung von Flugfahrzeugen zu kriegerischen Zwecken am 30. Januar 8*/2 Uhr abends in der großen Aula. IlintrittNkarten im Vorverkauf 40 Pfg. bei Ernst Balicr, Dtäusburg. [v18/J Der Vorstand. 5Miil vermischtes. * Feuersbrun st. Am Donnerstag abend 9 Uhr stand das große Haushaltungsschulgebäube in Aulendorf, das durch barmherzige Schwestern geleitet wird, in Hellen Flamme n. Das Feuer griff so schnell um sich, daß die Zöglinge, die bereits zur Ruhe gegangen waren, nur notdürftig bekleidet aus die Straße flüchten konnten. Das Gebäude brannte vollständig nieder; die Nebengebäude waren in großer Gefahr. Von dem Mobilar konnte fast nichts gerettet werden. Die Ursache des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. * Eisenl> ahnunsall. Aus München-Gladbach, 17. Januar, wird amtlich gemeldet: Am 10. Januar nachts 1 Uhr 5 Minuten riß bei der Blockstelle Eicken aus 'der Strecke Nemverk-Rheydt der Güterzug 6318 durch. Acht im Gefälle zurück- lauseude Wagen stießen mit einem auf Bahnhof Neuwert' haltenden Güterzug zusammen. Ein H i l f s s ch a f s u e r wurde getötet. Der Zugverkehr auf dem gesperrten Gleis war vier Stunden unterbrochen. Untersuchung wurde cingeleitet. * Gescheitertes Schiff. Aus Madrid wird gemeldet: Einem Funkspruch zufolge ist der englische Dampier „Veronese", der Donnerstag morgen mit 130 Passagieren Vigo verlassen hatte, bei Leixoes gescheitert. Der ans Argentinien in Vigo eingctron'cne Dampfer „Hollandia" berichtet, daß er von morgens bis mittags in der Nähe des >,,Beronese" geblieben , - . , .„■ . „ • vsei, jedoch wegen des überaus stürmischen Seeganges dem Schiff u)hiie den bte tunstttchen Tungemrttel allein auch nicht die ^ine Hilfe habe bringen können. Bis mittags waren 84 Passa- mchtige Wirkung hervorbrächten. — Nicht imerwähnt blieb auch gicrc des „Veronese" an Land gebracht worden. 16 Reisende tiie richtige Behandlung des Stallmistes auf seiner Lagerstätte' I sj„d bei den Rettungsversuchen ertrunken. — Eine spätere Nach- Kei der Besprechung der künstlichen Düngemittel wurde zuerß ^cht besagt: Tas einzige Rettungstmi, bas zwischen dem Dampfer der Kalk erwähnt, sobann bas Superphosphat, Chilisalpeter,' ~ ‘ r,‘ 1 -' ’' *■ ’ - schweselfaures dlmmoniak, N^rgesalpeter unb dergleichen. I.". feinen faßt eiusttinbigen Vortrag, der leicht verständlich gehalten war, dantte Herr Dr. Kleeberger Herrn Weil-Langg-ns. Au Am 18. Januar, 2. und 4. Februar werben in sämtlichen unteren Räumen vornehme üoMm-§este"'Z"8alI !n. stonzert arrangiert. - Kein Demaskierunas-Zwana; Scmilidje Räume werben entsprechend vornehm dekoriert. £)crrcn=$taricn Mk. 1.25. Damenkarten Mk. 0.60. Vorverkauf In den Zigarrengeschäften von Lountag zu ermnbigien Meilen. Letzte Bulgarien und Rumänien. London, 18. Jan. Nach einer Reutermeldung ist der rumänische Minister I o n e s c u nach B u k a r e st a b - gereift Er wird am Montag dem Ministerrat die Ergebnisse seiner Verhandlungen mit Danew mitteilen. Die bulgarische Auffassung entspricht nicht b e n rumänischen Forderungen, aber man glaubt, daß noch nicht das letzte Wort gesprochen worden ist. Ein Abbruch der Verhandlungen wird nicht befürchtet, sie sollen von dem rumänischen Gesandten weiter geführt werden. Vom Dampfer „Veronese"'. Oporto, 18. Jun. Die Arbeit zur Rettung der noch auf dem Dampfer „V e r o n e s e" befindlichen 170 Passagiere wird eifrig fortgesetzt. Man nimmt an, daß alle mit dem Rettungskorb gerettet werden können. Gestern kam der Rettungskorb einmal leer zurück; ob auf der Fahrt ein. Unglück passiert ist, weiß man nicht. Von den geretteten Passagieren ist einer gestorben; vier Leute befinden sich im Krankenhaus. Ein Mord in Samoa. Berlin, 18. Jan. Auf Samoa ist nach einer tele- graphischeu Meldung des Kaiserlichen Gouvernements der Händler Lehners ermordet worden. Es liegt Raubmord vor. Die Ermittelungen waren bis jetzt ergebnislos. rrtdyÄx 1912 Mrtfet A im g’.cuSflr jeitranr n TiuchMitl 316 (3® tlawt: LchwimmM o , ^taujebäbt tbdbet 476 (435) Ufi Basken im Caf6 Leib. Urkomische originelle Gruppen-Ansfnhrung Vorverkauf: Dauerkarten für Herren WtNWttlie. Mk. 1.-, für Damen 60 Ma, Geheimboten für Herren 50 Ma, für Damen. 40 Pfg, Abcnd- 'aiife: Dauerkarten f. Herren Mk. 1.20, f. Damen 70Ma, 'HcbeiitiE. f. Herren 60 Pfa, t. Damen'U Ma, Enlerte 20P,g. 'gorvcrkaufsrtcllcn: Salomon, SÄulitr, Bu k, Katser- älce, ■Sonntag, Seliersiveg u. ©onnenitr, Goew Attsrw. Ctfel, Neustadt, Maternus, Frankfurter Str, Scharmann, Vinbcnplab, Pfeiffer, Liebigitraize, Krug, Schulstraße. vu|l D E II VORSTAND. In Koblenz starb in der letzten Nacht der Geh. .Kommerziert- rat Julius Wegeler, Ehrenbürger der Stabt Koblenz unb früherer langjähriger Chef der Firma Deinharbt u. Co. im 76. Lebensjahre. Auf bem Dortmunder Hochofenwerk der Aktten-Gc- sellschast Phöttix-Hörbe sind bnrch eine unvermutet aus einem Ofen schlagenbe Stichflamme brei Arbeiter schwer verbrannt worben. Die Verletzten würben ins Krankenhaus gebracht. . Graf Zeppelin stiftete zum Bau eines Leipziger Lustschiffhafens 5000 Mk. Zwei Gauner schlugen in Lonbon bas Schaufenster eines Ji'welier- Iabend ein unb raubten ein Perlen Halsband im Werte von 10 000 Mk. Sie entkamen, obwohl bic Straße sehr belebt war. Eintritt 10 Pfg. Zum zahlreichen Besuch ladet ein Der IVarrenrat. •NitSflek. «'s Künstler-Quartett Sandory konzertiert täglich im CAFE AMEND LaXin-KonFekt litt 10 mbriaec Hausbursche« rbkitgeber 150® . das Weile, ver cht kommen. .. unb Land rottk U Je« seu -twa !» V. -v:: KreiM mit UJ ,,naebets xunrudu ; Mein Herr, 3J ^ksus!" begutn^- ^nLncben und an n» 5 die VerbeM am Junten o*'. Hiuldev- in p*- Handel. Amerikanischer Trust unb die deutsche Tabakindustrie. Seit geraunter Zeit wirb bas deutsche Tabakgewerbe durch ein weiteres Vordringen des amerikanischen Trustes in die deutsck)e Tabak-, unb zwar zunächst in bic deutsche Zigaretteniudustrie, beunruhigt. Aus diesem Grmtde haben sich Interessenten, aus allen Teilen des deutschen Tabakgcwerbes «Industrie, Zwischen- und Kleinhandel und Angestelltenschaft) zu einem „Verbände zum Schutze der deutschen Tabalindustrie" mit dem Sitze in Frankfurt am Main Mammengeschlossen. Dieser Verband fragt nun bei hervorragenden wirtschaftlichen Körperschaften Deutschlands an, ob er auf Unterstützung seiner Bestrebungen rechnen dürfe. Tie Handelskammer Dortmund, eine unserer bedeutendsten handelspolitischen Korporationen, hat geantwortet, daß sie schon in ihrem Jahresberichte für das Jahr 1903 in einem längeren eingehenden Artikel auf diese Art amerikanischer Gefahr hingewicsen und vor ihr gewarnt hat. Die Sammer hat beschlossen, dem genannten Verbände davon Mitteilung zu machen unb sich auch aus bem Grunde mit bem Verein Tortmund er Zigarrenhänbler in Verbindung zu setzen. Wette, ussichten in Hessen für Sonntag, den 19. Zan. 1913: Wechselnd beiuöltt, zeitweise Niederschläge, milde Westwrnde. Sri ä gaitj p'^tbtr i I ? rnnäh,; I neiÄ»? beten "» » Nner beg J Ä 'tnkötz? "Jlwiikn ;,l r «SäX* v'anua ifc M mu 993ÄlV ' ’rtn. 3 Niti | ’S. in Vri’ i L 47 3« H -^unrrungen. ' s® '" m i5jStbnfr Qn bi m #Qn ^ic X I '. '^ningsiinnmc y. ’a,llL0b5 "merk ■ luiidx Unterfmjj irh mJ. Ml A die hübe Vchjz !ob durch Unfall ein, «Mtoe be;aU Dur ■* a? Versicherung nia ■nngere umgeroanbelt. 1 c monatlich beyhlt ivette irrnten uchchei bet bü'fv vnsichetn. Des weiten die vmchiedenen 3n- Siungtw «Sonntag, den 19. Jan., von 4 Uhr ab Grosser Maskenball f Beste Bettenfüllung'^ sind die vorzügl. füllenden, sehr elast., echt chinesischen Monopoldaunen igcf. gefch.>PfnndM.2.8k» 3-4Pfund genüg.zu großeni Cberbett. Vers. geg. Nach, nahnie. Verpackung frei. Gustav Lustig Berlin S154, Prinzenstr. 4G B.-ttsrdkrn.Cpk,iol. a». -ygchäit D'ntj tantig. ' Jereio liir Luilirl io Men und Giessener Konzert-V erein Dritter Solisten-Abend Fünftes Konzert Programm vom 17. bis 19. Zmac: D18/1 liand und Heute zu haben. - Der Vorstand. Eintritt 30 Pfg. D,7/t ■ in ' her Front un D18/1 Die besten Schlager bringt nur der tag! Neuheit! Neuheit! $ B II Anfang Sensationelles Liebesdrama in 3 Akten. Neuheit! Neuheit! Curt Staats und Ende 10 Uhr. lange Tachfii Motiv in das So « Windhuiit Schwank in drei Akten vo« Programm Samstag-Dienstag Sröhtes u. vornehmstes Theater am platze Baby u.die Pförtnerin in der Cite'rolle das kleine Frischen. Und das übrige hodiintereffanfe Programm. Referenten: 1. Herr Geheime Rcgicruugsrat Dr. Dien, Vorsitzender des Borstands der Landes- Versicherungsanstalt, aus Darmstadt. 2. Herr Generalsekretär Dr. Burckhardt aus Berlin. 5. Die Schaffung von öffentlichen Trinkbrunnen, (i. Bericht über den Stand der Kaffeehallentrage. 7. Verschiedenes. Der Millionär als Milchträger, eine Liebestragödie, 045ö und das übrige glänzende Programm. Unter Hinweis auf die Wichtigkeit der Tagesordnung laden wir unsere verehrlichen Mitglieder sowie jedermann, der den Bestrebungen des Vereins und insbesondere der vrakiischen Trinkerfürsorge Interesse entgegenbringt, zur Teilnahme an der Versammlung ecgebenst ein. Der geschäftsführcnde Ausschuß: Hosmann, Oberstaatsanwalt, Vorsitzender. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. NechnungSablage. . 3. Wahlen zum geschäftssuhrcnden Ausschut;. 4. Die Errichtung einer Trrnkcrfuriorgestelle Gienen. !! Heute nur Schlager !! Ab heute Samstag bringen wir einen großen, mit riesenhaften Unkosten hergestell ien Kriegssilm, der sich jedoch nicht mit Kriegen der alten Zeit befaßt, wie gewöhnlich alle bisher dem w. Publikum gezeigten Films dieses Genres, sondern mit einem spannenden, schicksalsschweren Liebes- öa$tie$paarimfl$ilroaeniplao Komödie in 1 Akt. In d.ßauptrolle ITlaxüinder bosstrafrc 54 «eben Hotel Schütz von Samstag bis Dienstag. akofsKdmmer-Lichfspiele \ . arnSeifersweg. Tigerjagd in Indien fSodiintereffante naturaufnahme. Tas Wasser rauscht, gÄenmu. Tie Sirene des Hotels, ÄS' Millionen se^“ihe" Husten, Katarrh, Heiser, keit, Verne hlrimting. Krampf- u. Keuchhusten Mltalir Wu Direkt: Hermann Steingoetter Samstag.d. IS.Ian. 1913. abends s Ubr: Overetteuvreise. ■■ Außer Abonnement.«^ Letztes Gesamtgastspiel des Wiesbadener Operetten- Theaters. Unter Mitwirkung des Wie? badcner Operetteno i chefterS 4K Der galante Detektiv Humoreske. In der Hauptrolle Moritz Prince. Das Geheimnis der Bäckerstrabe Lustspiel in 2 Akten. Arthur Hoffmann, s" ZerTnnzkWalt. Vaudeville in 3 Akten von Pord 's Milo u. Erich Urban. Musik von Walter Schatt Ende nach 10'/s Uhr. Sonntag,d. l9.Ian.19l3. nachmittags 3*/a Ubr unter Mitwirkung d. Kaveük des hies. Jnf.-Ngts. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Tfr~ Kleine Preise ”58 Neuheit'. Neuheit! $«r(cllSj Sir. III Fliegervoffe mit Gelang unk Tan.; in einem Vorspiel uni 3 Alien von Hermann Haller und Willi Wolf. Musik von Walter W. Goetzk Ende 6'/. Uhr. Abends TU Ubr. Kleine Preise! Spannendes Drama aus dem Baltankriege in 3 Akten von Alfred Lind, Kopenhagen Großartiger Kunstftlm, zirka lOOOMtr. lang. Borführungsdauer 1 Stunde. Hauptpersonen: Der Adjutant.... Herr Olafs Fönß Helga, die Tochter des Gutsbesitzers . . . Frau Forchhamer Aus dem Inhalt: Granaten explodieren Häuser fliegen in die Luft Große Gefechte finden statt. !!! Hochsensationell !!! Der Expreß naht Amerikanisches Drama. EcBair-Revue Das Neueste aus aller Welt au, Und das übrige ttstklasM Programm. -anistag, Ls.Aan., abends 8" Ubr in Steins Garten: Maskenball Wegen Einladungskarten zur Einführung von Gästen wende man sich an den 2 Vorsitzenden, Herrn Vubroin, Vöberitr. IS, woselbst auch die Gel'.eimkarten ausgegeben werden.MV Grosse jkmev-ZNrvag Eintrittspreis inkl.Lied u. KappeSO Pfg., Mitglieder frei Karnevalisten werden gebeten, Vorträge und Lieder humor.-satir Inhalts, zur nächsten Damensitzung, Herrn Hasenkrug, Steinweg 13, bis 20. Januar emzuretchen.v^ Beztrksveretn gegen den Mißbrauch geistiger Getränke s. d. Kreis Gießen WKSnWrZchMechmlmz auf Dienstag, 21. Januar l. I., Uhr abends, im Hörsaal Nr. 44 der Universität (rechts vom großen Hörsaal). HL 15 tu «i g,öchknllicb- eri KanfmännischcrVcrcin Samstag, den 1. Februar, abends 8 Uhr, im Saale des Eafv Leib: Gastspiel der rühmlichst bekannten Leipziger Sänger B»«. Wünsche sür Einladungen sind bis zum 20. d. Mts. schriftlich an den Vorstand zu richten. Ohne Einladungskarte können Gäste nicht eingesüyrt werden An unsere Mitglieder nebst werten Familienangehörigen ergehen keine besondere Einladungen. Ball- oder Gesellschaftsanzug. Der Borstand. fcorbeerkranz und Herzensglück Dramatische Szene in 2 Akten. a’7i KM ,3Tannen cinb -ic 3n öen jüi an bie äußerste < Wt oft N bte heutige ft obtc wie r Jjrauö, daß KErinneL 4 tftft $, ' egt m2 Uet1 d Jtbet ein ui '^che Z'^nes i> ^ft?n % ?ct i Vf«# == Grosse Giessener XarneVals-Gesellschaft 1911! Heute abend 9.11 Uhr im Einhorn Ier bnj ! Ilt« JUrteit gif«»" schände mäst hibtifl kntll^ manches erfen So lassen. Neubau der 3 h't'br gedregenl -Mssührmg zeigen emsach^ -te Viereck j.an der sckM Michsbanr, x beiten Bauro -worsen und "'worden sind. An dem samtsorm sch - ließ das j-,c mar der Ba ^rontausdek sehen wir f iftefnen und E Eingangs. ^djen wir! galten uni E guten Eindri fern ist bere gelungen Sez allerdings et Die Neu! falls schon i in der Step! reifer barüh Mliothek ei ' durch die gn PmilliWiig ehemaligtt 80er, Wetzlar Füsilier Ncgimeut v. Gcrsdorff (Sutrbcff. Nr. 80) Sonntag, den 19. ds. Mts., nachmittags 4 Ubr Versammlung im Hotel „Kaltwasser" zu Wetzlar. .-iablreiches Erscheinen erwünscht. 480 Tcr Vorstand. des , MMreins tieta 7 Uhr 61 Minuten 11 Sekunden. Zur Aufführung gelangt „Die Erstürmung der Festung Tripolis“. Ferner Prämiierung der 10 schönsten Masken sowie sonstige Ueberraschungen aller Art. Die Prämiierung ffndet durch eine unparteiische Kom Mission statt. Die Preise Aur Prämiierung und bet Herrn Köhler, Schulstrahe, ausgestellt. lrintfittänf-il- Vorverkauf: Herrenkarte Mk. 1.—, üinuin5|)rci|l. Damenkarte 5)0 Pfg., Gehetmkarte vOPtg. An der fiafk: Herren karte Mk. 1.20, Damenkarte 00 Psg., Galerie 20 Pfg. r, „ Vorverkaufsstellen bei den Herren: Wahl, Neu,ladt. Ockel, Neustadl, Kuhl, Kirchenplatz, Langsdorf, Ltetn- itrafee. Damenkarten bet Salomon, Schulitraffe und Bette, Mäusburg. v A Frauenbund der deufidten Kolonial. SeiellfdiaftaXT Vorfrag Lichtbildern Uliffwodi, 22. Januar 1913, abends 8 Uhr, Im großen ßörfaal der Univerlltdf Frau Margarete von Gckenbrecher: Sonntag, den 19. Januar 1913, 5V< Uhr abends, in der neuen Aula An Stelle der erkrankten Fräulein Anthony Frau Prof. J6311110 V0g01S3l1g, Herr Wilhelm BsCkhUUS (Klavier) Programm: Werke für Pianoforte von J. 8. Bach, Fr. Chopin, J. Brahms. für Violine von Mondonville, Bender usw. v11/1 Der Konzert-Flügel Steinway&sons ist aus dem Pianofortelager C.A. Andre, Frankfurta.M. FintriftcUai ton • I. Platz Mk. 5.-, II. Platz Mk. 4.-, III. Platz Mk. 3.-, IV. Platz t-jnirilUKa ien • Mk. 2.50, Stehplatz Mk. 2.—, Studentenkarten Mk 1.— sind in der Musikalien-Handlung von ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.), Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse ! vorssmmgs li irische Knorin alten Sau bei N Md) dem Lchi aWches * des P schon, zu nm Passend zu m Turnsälen h !., hier kam de nnen not. occl Zeugnisse von UV JU Acrzten und Privaten. Paket ÄS Pf., Dose 50 Pf. zu babeu bei: <»c- Wat len« fei*, Marktplatz 21, Ancast Wallenfels. Marktplatz 17, E. Dort, Walltorgtr 45. Apoth. z. gold. Entjcl, A. Smodi, Neuen Bäue 17, <"hr. Kieker, Neustadt, Jacob Maternus, Fritz Bauer, Hirsch-Apotb.in Giessen, J. Keppler in Lanz- Gö"S, Äug. Seibert und 11. Kümmel in Wies-'Ck Fr. Volk 11. u. rh. Recker VII. in Heuchelheim, Willi. Kühl in Gr -Buseck Landw Brzus- und Abeatzgcn. in Lollar, Tn. Rclchiainnn. Stadtapoth in Kirtorf, W. Schlich,Linden- Apotheke in Grossen Linden. Eins Gieriges! Gong Sonntag, den 26. Januar im Eas^ Leib . Sbtahall V.C.-V.B.C. Sonntag, den 19. Januar: .vriedelhansen —Alienberq- Forsthans—Dünsberg -Rod beim. Rast im Schutzhauc auf dem Dünsberg, wo das nutgcbradjic frühstück eingenommen wird. - iv18/- Abfahrt 1023 norm, nach J-riedelhausen. W Ä. A ^4^ morgen, Sonntag ianz-jM5i^'£~ Drama m 3 Akten, j Hauptdarstellerin die berühmte Schauspielerin vom Dagmartheater in Kopenhagen, Fräulein Krausen. Dieser hervorragende Film stellt in vollendeten Bildern die Laufbahn einer Zeitungsträgerin, welche zum Varriete übergeht, und zur gefeierten Diva wird, dar. Fritzchen und Bubi auf der Streife Glänzende Humoreske in 1 Akt. Nauke als Handlungsreisender Vorzüglicher humoristischer Verwandlungssilm hydraulisch« WcrHc au der Ädda Herrliche Naturaufnahme. v18/1 Auherdem das vorzügliche Programm mit Einlagen man für dei ganz anbra und mit Ri nicht recht Baues nicht und zcitg Ein nei srraße. Hock ^Nasenklii :ij Mifyer 18a 3 brldung des Klmiken gut 1. Erst in h rm Gebiet de Dor -steht man f(f|0 und Grwerbsmöglidikeif der Frauen Mitglieder gegen Vorze'gen der Einladungskarten frei. Von riiditmifgiiedem wird ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. erhoben. Schüler zahlen die ßälfte. Freidenker-VereiMilg Gießen Mittwoch, den 22. Januar, abends 81/, Uhr, im Saale des Hotel Einhorn: Oeffentlicher Vortrag des Herrn Generaldirektors A. Horst-Sieber, Leipzig über das Thema: Wus im vom woöcrncn Stfiroinbel roifitn muß, um nicht selbst bums hiuciuzusollcu. Plockslrasse 12