Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. ursche, die von den herzlichsten Empfindungen Serbien gegenüber beseelt sei, vor der Notwendigkeit energischerer und offiziellerer Schritte bewahren, da es klar sei, das Italien und Oesterreich-Ungarn nicht gestatten könnten, das; die Londoner Festsetzungen überschritten und die A l - banesen unmenschlich behan delt würden. Belgrad, 15. Okt. Eine heute abend erlassene Ver- össentlichung der Regierung besagt, daß die serbische Armee Befehl erhalten habe, nicht bis nach Albanien vorzudringen. Tic serbischen Truppen werden in den eingenommenen Stellungen bis zur endgültigen Lösung der Grenzfrage verbleiben. Die Truppen hätten Befehl erhalten, sich bei eventuellen neuen albanesischen Angriffen auf die Verteidigung zu beschränken. Belgrad, 15. Okt. In das 'Kriegsbudgei für 1914 wurden Mittel zur Beschaffung von 500 000 neuen Gewehren zwecks Bewaffnung aller Iahresklasfen und zur Abschaffung'des Berdan- und Kodakgewehres eingestellt. Es verlautet, daß infolge der teilweisen Mobil- in a ch u n g Wechsetverpflichtungen über das Ende des Moratoriums am 12. November hinaus bis zum 28. Dezember gestundet und gerichtliche Vollstreckungen ebensolange aust- geschoben werden sollen. Cetinje, 15. Okt. Nach einer amtlichen Mitteilung dauern die Angriffe der Albaner gegen die montenegrinischen Vorposten an. Die Nebel hindern die Montenegriner, die bisher acht Verwundete hatten, sich zu konzentrieren und alle wichtigen Stellungen rasch zu besetzen. Ein Gewaltstreich Essad Paschas. V a l o n a, 15. Okt. Vor einigen Tagen erschien ein Vertrauensmann E s s a d P a s ch a s, um die V c r s ö h - nung Essads mit der Regierung herbeizusühren. Nachdem die Regierung die Forderungen Essads kurzweg zurück g e w i e s e n hatre, erhielt sie heute ein T e l e g r a m m E s s a d s, in welchem er seinen A u s t r i t t aus dem Kabinett mitteilt und gleichzeitig die Regierung davon verständigt, daß er in Durazzo eine neue Regierung gebildet habe, deren Wirkungskreis sich auf Z e n t r a l - A l b a n i e n zwischen den Flüssen Mali und S ch k u m b i erstrecken solle. Die neue Regierung besteht aus einem Senat, dessen Mitglieder aus den Städten Durazzo, Kawaja, Tirana und S ch i a k und je zwei aus jeder Stadt gewählt worden seien. Präsident des Senats sei er selbst. In Regierungskreisen bemerkt man zu dem Vorgehen Essad Paschas, daß die Senatsmitglieder durchaus nicht angesehenen albanesischen Familien angehören und daß Essad anderseits den w i ch t i g st e n D i st r i k t Zentralalbaniens, E l b a s s a n, völlig vergessen habe, in dem er noch nicht anerkannt sei. — Essad Pascha hat seinen Schritt dem JnternationalenKontrollausschuß mitgeteilt. • Die Reise des Rm'sers. Trier, 15. Okt. Der Kaiser nahm gestern abend auf Schloß Lieser nach seiner Ankunft im Rauchsalon den Tee ein, worauf er bis 8 Uhr arbeitete. Um 9 Uhr begann das Diner zu 29 Gedecken, an dem teilnahmen der Kaiser mit Gefolge, die Familie des Freiherrn v. Schorlemer, Landrat Semper von Wittlich, Landrat v. Nasse von Bcrncastel, v. Hammerstein, Vortragender Rat im Landwirtschaftsministerium, Graf Kesselstatt auf Schloß Dodenburg. Nach dem Diner blieben die Herrschaften noch bis U1/? Uhr beisammen, worauf sich der Kaiser zur Ruhe begab. — Heute früh 8 Uhr begann das Frühstück. Um 9.20 Uhr erfolgte die Abreise im Automobil über Daun nach Gerolstein. Der Kaiser hat einer Anzahl Angestellten und Bediensteten des Frciherrn v. Schorlemer Ordensauszeichnungen verliehen. Daun, 15. Okt. Um 10.55 passierte der Kaiser mit Gefolge das reich geschmückte Städtchen unter strömendem Regen. Die Krieger- und Turnvereine sowie die Feuerwehr bildeten Spalier. Am Kaiserbrunncn vor dem Rathaus bereiteten die Schulkinder dem Kaiser begeisterte Kundgebungen. Die Besichtigung des Naturschutzparkes mußte wegen des schlechten Wetters unterbleiben. G e r o l st e i n, 15. Okt. Die gesamte Bevölkerung hat hier zusammengewirkt, um einen würdigen Fcstschmuck zu schaffen. Große Scharen von Schaulustigen sind aus der Umgegend herbeigeströmt. Die neue evangelische Kirche auf dem königlichen Krongut Villa Sarabonis ragt weithin in das Tal der Kyll. Der mächtige Bau des Professors Schmechten zeigt streng romanische Formen. Als der Kaiser von Daun her am Osteingang von Gerol- stein eingetroffen war, begann das herrliche Geläute der neuen Kirche zu ertönen. Unter dem Jubel der Bevölkerung durchfuhr der Kaiser den Ort und traf bald nach 11 Uhr vor der Kirche ein. Er schritt die Front der Ehrenkompagnie ab und nahm den Raport des Kreisvorsitzenden der Kriegervereine entgegen und während er dann dem Kirchenportal zuschritt, scholl ihm der Gesang der vereinigten Lehrer entgegen, die einen „Kaisergruß" und ein Eifellied vortrugen. Der Kaiser wurde von Generalleutnant v. Schubert mit folgender Ansprache begrüßt: Eure Kaiserliche und Königliche Maiestät begrüße ich ehrfurchtsvoll im Namen des evangelischen Kirchenbauvereins in Berlin an dieser altehrwürdigen Stätte, wo die Fundamente und Mauern der Villa Sarabonis und zahlreiche Funde die Blüte der römischen Herrschaft und Kultur vor fast 2000 Jahren verkünden. Heute am Geburtstag des frommen König Friedrich Wil- bclm IV., des Begründers der Gemeinden Gerolstein und Daun, dürfen wir Euer Majestät als Herrn und Eigentümer der Villa SarabodiS willkommen heißen. Der Kaiser dankte dem Redner. Der Erbauer der Kirche, Geheimer Baurat Schmechten, überreichte dem Kaiser dem Kirchenschlüssel, und der Kaiser übergab diesen dem General- Superintendenten Klingemann, dieser dem Pfarrer Best, welcher die Kirchentür unter Segenssprüchen auffchloß und öfsnetc. Es erfolgte der Einzug des Kaisers und der Ehrengäste in die Kirche. Die Wciherede hielt General-Superintendenb Klingemann über 1. Cor. 3: „Einen andern Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jcsuch Christus." Es folgte das Weihegebet und der Weiheakt. Aus Anlaß der heutigen Feier hat der Kaiser eine Reihe von Ordensauszeichnungen verliehen. Die Kaiserin, als Pro- tektorin des ZbirchenbauVereins, hat außerdem einer großen .Anzahl von Personen Andenken übermittelt. Nach der kirchlichen Feier begab sich der Kaiser, begleitet- von dem Ehreiigefolgc, in das durch einen Säulengang mit dev Kirche verbundene Museum, welches Funde aus dem Boden, aus dem die Erlöserkirche gebaut ist, aufbewahrt. Hiernach besichtigte der Kaiser das ihm schon von seinem Besuche vor 3 Jahren bekannte Terrain, auf dem die Reste der alten Mauern der Villa Saräbodis bis weit über die Grundmauern hin aufgeführt sind, so daß ein guter Ueberblick über den Grundriß der Villa eines reichen Römers gegeben ist. Zum Schluß nahm der Kaiser den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie entgegen. Der Kaiser stieg dann über eine extra angelegte Freitreppe zum Gerolsteiner Bahnhof empor, wo im Sonderzuge das Frühstück eingenommen Line neue Krifis um Albanien. • Serbien verkündigt, es wolle seinen Einmarsch tn 20bamen ernstellen und sich nur ans die Besetzung stra- tegischer Punkte beschränken, haben die Dreibundmächte in %19rOb wirksame Schritte getan, um die serbischen Ge- ■rl ^gkln. Das Elend der albanischen Flüchtlinge qr offenbar nicht erfunden, sondern es schreit zum Himmel. Da nun mich Essad Pascha seine alten Schwierigkeiten wieder aufgetischt hat, indem er sich in Durazzo an die Spitze einer neuen Regierung stellte, war es allerdings die höchste Zeit, daß die beteiligten Großmächte als Wächter auftraten und warnend den Finger erhoben. Serbien, das so viel Ausgaben und Opfer auf sich genommen hat, sieht sich offenbar noch immer nicht am Ziel feiner Wünsche. Sonst würde es nicht eine vollständige Neubewaffunng seines Heeres ankündigen, wie aus einer der nachstehenden Meldungen zu entnehmen ist. W i e n, 15. Okt. Die Meldungen über das E i n r ü ck e n d e r s e r b i s ch e n T r n p p e n in das a u t o n o m e A l b a- nten im Verein mit gewissen Aeußerungen der offiziösen „Samouprava" finden hier sehr ernste Beachtung, besonders, da die Erklärungen des Ministerpräsidenten Paschitsch im Belgrader Radikalen Klub undementiert blieben. Da Oesterreich-Ungarn in eine Aenderung bfr von den Mächten beschlossenen Grenzen Albaniens nicht einwilligt, steht dem Vernehmen nach demnächst ein Schritt der Monarchie in Belgrad bevor, in dem die serbische Regierung befragt wird, was sie mit der Besetzung der sogenannten st r a- tegischenPunkte beabsichtigt, wenn Serbien seine Trup- ■ pen zurückziehen werde, und was die Aeußerungen in der serbischen Presse zu bedeuten hätten. — Dieser Schritt Oesterreichs ist in Form einer ernsten Vorstellung in Belgrad bereits erfolgt. Eine deutsche Mahnung an Serbien. B etgr ad, 15. Okt. Der deutsche Gesandte ist angewiesen worden, der serbischen Regierung in freundschaftlicher Weise die Respektierung der LondonerBe- schlüsse über die Abgrenzung Albaniens anzuraten. Rom, 15. Okt. Die Agenzia Stefani meldet aus Belgrad: In politischen Kreisen wird mitgeteilt, die italienische Regierung habe bei der serbischen Regierung freundschaftlicheSchritte getan, um sie auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, die von per Botschafterkonferenz in London festgesetzten Grenzen Albaniens zu respektieren und auch im Interesse Serbiens. Akte von Grausamkeiten gegen die Albanesen zu verhindern. Die italienische Regierung sprach in sehr freundschaftlicher Weise die Hoffnung aus, die serbische Regierung werde die italie- Tageskalender aus dem Jahre 1813. 161 O"?ber. Beginn der Völkerschlacht bei Leipzig, 9 Uhs'. Angriff im Süden von Leipzig: Das Akustische KorA Klerst nimmt den Ort M a r k - K l c c b e r g. 4 orgehen der Russen auf Wachem und Liebertwolk- PUJi. der. ^Merrercher bis zum Kolmberg. Tic fran- M>n)a)e ^wswn Charpenti« und die Hessen verorängen den Feind vom Kolmberg. — Niederlage des Marschalls Mar- nwnt rm Norden von Leipzig bei Möckern durch Äorck. B -E - Erster Blatt 165. Jahrgang Donnerstag, <6. Oktober IW erscheint täglich, außer HA Bezugspreis: «onntags. - Beilagen: 8^ ▲ - _ . _ * . HH ▼ monatlich75Pf^rnerlel- al wöchentlich jPK AA M AA A jA A A mhrlich Mk. 2.20; durch 6ief$mr$amilitnblätter; A wk Bei kW RS Abhole- u. Zweigstellen zweimal möchentl.rlreis, ■ H fl Jr M H ■ M HT B S H B H ■ M ■ W B ” monatlich 65 Pf.; durch blatt für ben Kreis (Siefien M W W V Sier ES W £3 ES bi W H die Post Alk. 2.-viertel- und Freitag); B |B B Bl t v ’ jährl. auSschl. Bestell«. zweimal monatl. Land- V » W W B DK _ AjO, Kj B W - M Ä Eä ÖL. B Zeilcnvrets: lokal 15Ps^ wirtschaftliche Öeitfragen 'Sy ■ Rb jö Kv w H SL B| auswärts 20 Pfennig. Enfprech-Anschlüsse: ~ Chefredakteur: A Goetz. rnv die Redaktion 112, ___ Verantwortlich für den Verlag u. Expedition 51 .fl» < • M-ee polit. Teil: Auq. Goetz; ä« General-Anzetger für Oberheffen «St für bte Tagesnummer ~ v ® r ? für ^Stadt und Land": Mtmittagg 9 rihr. Rotationsdruck und Verlag -er vrühl'schen Unio.'vuch- und Steindruckerei R. Lange. RedaNion, Expedition und Druckerei^ Schulstratze 1. Lin unbefanntes Gespräch zwischen Wagner unö Nietzsche über Sen Parsifal. ff. Elisabeth Förster-Nietzsche, die unermüdliche Biographin Nietzsches, läßt ihrem ,^Jungem Nietzsche" demnächst einen „Einsamen Nietzsche" folgen und setzt so die „Intime Biographie" ihres Bruders fort, die reich an Aufschlüssen ist, die in ihr .„Leben Friedrich Nietzsches" übergangen sind. Unter anderem erzählt sie darin von einem bisher unbekannt gebliebenen Gespräche zwischen Wagner und Nietzsche, desseit Gegenstand der noch jüngst so heiß umstrittene Parsifal war. Es war in den ersten Novcmber- tagen des Jahres 1876; Nietzsche hatte vor der schweren, trüben Luft des Nordens im sonnigen Süden, in Sorrent, Zuflucht gesucht, und der Zufall führte Wagner von Bayreuth dorthin. Die Freundschaft der beiden großen Männer war zwar schon seit ben Bayreuther Tagen im Erlöschen, dennoch aber entspann sich zwischen den vier Bewohnern der Villa Rubinacci und der ,Familie Wagner ein freundschaftlicher Verkehr. Glasenapp berichtet in seiner ausführlichen Wagnerbiographie nur von zivei- oder dreimaliger Begegnung Wagners mit Nietzsche in diesen Tagen, und Elisabeth Förster-Nietzsche erzählt in ihrem „Leben Nietzsches" von dem liebenswürdig-heiteren Verkehr: man tat so, als ob alles beim alten wäre. Und doch bat in diesen Tagen eine wichtige Unterredung Wagners mit Nietzsche stattgefftnden, wahrscheinlich die letzte überhaupt, die über den Parsifal. Mit Erlaubnis des Verlages von Alfred Stöner in Leipzig können wir dieses Gespräch' aus den Auslstingebogen des neuen Buches von Elisabeth Förster-Nietzsche bereits jetzt mitteilen: „Am letzten Wend ihres Zusammenseins machten Wagner und mein Bruder einen wundervollen einsamen Spaziergang die Küste entlang und zur Höhe hinauf ivo der Blick sich weit über Meer, Insel und Buchten ausbreiten und das herrliche Bild in sich aufnchmen kann. Es war ein schöner Herbsttag, mild, mit einer gewissen Melancholie ber Beleuchtung, die ben Winter vorahnen läßt. „Abschieds- ftimmunq" sagte Wagner. Da begann er plötzlich unb zum erstenmal ausführlich von bem Parsifal zu reden und zwar ganz merkwürdig nicht als von einem künstlerischen Plan, sondern von ernem 'christlich-religiösen Erlebnis. Vielleicht fühlte Wagner, daß ein „Bülsttenweihfeftspiel" erdacht und komponiert von einem so grossen Atheisten, wie er sich meinem Bruder in Trrebschen immer gezeigt hatte sund wie ihn sicher alle seine freunde in den kecksten Aussprüchen bis zum Anfang der nebziger Jahre gekannt haben) kaum als ein christlich-religiöser Akt ernpmnden werden könnte, wie er doch sollte L>o fing er auf einmal an, meinem Bruder christliche Empstndungen und Erfahrungen wie Reue, Buße und allerlwnd HinnMiigen zu chrlltlichen Dogmen zu gestehen. Er erzählte ihm z. B. von dem Genuß den er ber Feier bes heiligen Abendmahls verdankte - woh verstanden der schmucklosen, protestantischen! Wenn es noch rocmg)te*y das katho- liche Hochamt gewesen wäre, von welchem wohl ieder tunstleristb empfindende Mensch den tiefsten Eindruck erhalt. Mm Bruder hatte eine große Vorliebe für aufrichtige, redliche Christen, wie sie ihm z. B. in Bchsel begegnet sind, affar er hielt cs für unmöglich, daß jemand, der sich so wie Wagner bis zu den äußersten Konsequenzen als Atheist ausgesprochen hatte, jemals wieder zu einem frommen, naiven Glauben zurückkehren könnte. Er konnte deshalb Wagners plötzliche Wandlung mir als einen Versuch ansehen, sich mit den fromm gewordenen herrschenden Mächten in Deutschland zu arrangieren zu dem einzigen Zweck: um Erfolg zu haben. Während Wagner redete und redete, verschwand über dem Meer der letzte Sonnenstrahl, und ein leichter Nebel und die wachsende Dunkelheit breitete sich aus. Auch im Herzen meines Bruders war es dunkel geworden. Endlich fragte Wagner: „Sie verstummen ja ganz, lieber Freund?" Mit irgendeiner Ausrede suchte mein Bruder sein Schweigen zu erklären, aber das Herz war ihm zum Zerspringen voll Kummer über diese Schauspielerei Wagners gegen sich selbst. Er schrieb folgende harte Worte nieder: „Ich bin nicht im Stande, irgend eine Größe anzuerkennen, welche nicht mit Redlichkeit gegen sich verbunden ist; die Schauspielerei gegen sich flößt mir Ekel ein; entdecke ich so etwas, so gelten mir alle Leistungen nichts: ich weiß, sie haben überall und im tieften Grunde diese Schauspielerei. Die Grüber Ser Helden von Leipzig. Die hundertjährigen Gedenktage an die Schlacht bei Leipzig regen natürlich auch die Frage an, ob noch Gräber der vor hundert Jahren gefallenen Helden in und um Leipzig vorhanden sind. Dabei muß man sich zunächst vergegenwärtigen, wie die Helden der dreitägigen Völkerschlacht bestattet wurden. Am 20. Oktober 1813 früh : ,10 Uhr trommelte in Leipzig ein Stadttambour das Volk zusammen und machte bekannt, daß jeder Hauswirt einen Mann zum Totenbegraben zu stellen habe. Tic Bekanntmachung wurde dann am 23. unj^ 28. Oktober wiederholt. Und während noch täglich Unzählige tn den Lazaretten starben, imirden die Toten waggonweise in großen Gruben verscharrt. Wo ein Krieger gestorben war, wurde der Tote einfach vor die Tür gelegt, bis ein zu dem Zwecke vorüberfal/render Wagen die oft völlig entblößte Leiche aufnahm. lieber Namen und Stand der Verstorbenen Untersuchungen anzustellen, war wenig Zeit; in einzelnen Fällen tat man's, aber das angelegte Leichenbuch, das in bunter Reihe Feind und Bundesgenossen nennt, bringt die Namen höchst un- genau. Mißverständnisse — falsches Hören und falsckws Schreiben ber Namen — sinb natürlich dabei unvermeidlich gewesen, oft fehlt der Name ganz, und es heißt in dem Leichenbuch nur etwa wie folgt: „Gestorben ein preußischer Sergeant von der Landwehr, hat die Lejchentätschc erhalten; den Sarg haben seine Kameraden machen lassen. Starb in Pfaffendorf." Und dabei starb dieser Ungenannte nach langem Kranksein im Januar 1814, aber man hat dabei zu bedenken, daß viele, da sie in Lazarette kamen, nicht mehr den Namen angeben konnten, nicht mehr auch in voller Montur waren, baß man sie aus forschen konnte, und baß man endlich sich auch kaum bie Mühe gab. Die in der Schlacht Gefallenen Tarnen zumeist in Massengräber, wie solche auf dem alten Johannisfriedhof noch nachweisbar sind.. Dort ist auch das Grab des Hauptmanns John Motherby vom ostprpußischen Königsberger Landwehrbataillon, das zum fünfzigjährigen Jubiläum der Schlacht bei Leipzig, 1863, ein eisernes Kreuz erhielt. Mar von Schenkendorf hat diesen jungen Helden in einem Liede besungen. Ferner ruhen aus dem genannten Friedhöfe der russische Gencral- leutnant von Schewttsch, der russische Generalmajor Fürst Kuda- sckwff, der Oberstleutnant Andreas von Jurgenow, der, wie es auf seinem Grabstein heißt, fiel „im heiligen Kampfe für Deutschlands Unabhängigkeit an der Spitze seiner Scharen in ber entscheidenden Schlacht bei Leipzig als Held, beweint von den Seinen, denen er Alles war, geachtet von seiner Nation, wert einer Throne ber Nachwelt." Ferner befindet sich in ber sogenannten Milch-' insel, mit einem einfachen Denkstein versehen, bas Grab des Leutnants im 1. Pommcrschen Jnfanterie-Königs-Regiment Carl Lubwig Leopold von Borcke, geboren am 12. Januar 1793, gefallen beim Sturm auf Leipzig am 19. Oktober 1813. Beim Vorrückcn traf er feinen Bruder, auf dessen „Gott behüte dich, mein Bruder!" jener lustig: „Ein Ditto!" antwortete. Bald darauf traf ihn die tödliche Zkugcl; ein Hofrat Gehler ließ ihn in seinem Garten beerdigen und ihm den Denkstein setzen. Das sind die Gräber, so weit Leipzig selbst in Frage kommt. Auf dem Friedhof in Gröbern findet sich die folgende Inschrift: „Unter denen, welche hier in der Völkerschlacht für deutsche wieder- errungcnc Freiheit am 16. Oktober fochten, sind vom 10. Infanterieregiment gefallen, Schlesifche Landwelw: Regiments-Kommandant Baron von Lessel, Hauptmann Graf von Korinsky, Premier-Lieutenant von Littwitz, Lieutenant von Bucholz, Lieutenant von Thiem nebst £54 Gemeinen. Dieses Denkmal ist den Kameraden zu Ehren im Namen des Offizicrkorps geftiftet worben. von Fritsch, Bataillons-Chef und Ritter des eisernen Kreuzes, Major von Lessel und Lieutenant von Bucholz ruhen vor diesem Denkmal." Ferner ruht auf dem Friedhof in Taucha der russische General von Manteuffel, dem am 18. Oktober früh 10 Uhr eine Kanonenkugel dicht am Leibe vorbeiging, so daß er den Brand in ben Eingeweiden bekam und noch an demselben Tage starb. Seine feierliche Beerdigung erfolgte am 21. Oktober. Seine Gemahlin ließ ihm ein Denkmal setzen. Ferner liegen auf demselben Friedhof ein Kapitän Bogue von der englischen Raketenbatteric und der Ufanencornet Friedrich Baron von Kleist aus Kurland. Auf dem Störmthaler Friedhof liegt ein russischer Oberst, und im herrschaftlichen Garten von Störmthal ist ein Massengrab von 70 bis 80 russischen Kriegern. Auch in Markleeberg werden noch zwei Massengräber gezeigt. Schließlich liegt noch im herrschaftlichen Garten zu Tölitz ein österreichischer Stabsoffizier bestattet. — Das aber sind die sämtlich noch vorhandenen Gräber der vielen Tausenden Helden, die bei Leipzig fielen. Der meisten .Spuren sind von ber Zeit verweht. htarbe. Nach der Tasel besichtigte der Kaiser noch einmal allein die Erlöser kirche, imt die Wirkmrgen der architettonijchen Schön - Hecken 7»och einmal yi genießen. Der Kaiser begab sich dann im Airbomhbü nach Bonn, wo er in der Billa Schaurn- "Sirr g Wohmmg nahm. Bonn, lä. £ft Ter Kaiser traf heute nachmittag feegen 4 Uhr von Gerolstrin nrit Gefolge im Auto hier ein und fuhr unter Glockengelänte, von einer zahlreichen Men- schcnrmenge lebhaft begrüßt, in das Palais des Prinzen !Adotf von Schaumburg-Lippe, wo er bis Freitag abend bleibt. Tie Stadt hat Flaggenschmuck angelegt. Es herrscht Regenwetter. Aus Hessen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer setzte am Dienstag und Mittwoch seine Beratungen über die Besoldungsreform fort. Meter die vorgeschlagenc Vereinfachung resp. Zusammenlegung des Besoldungstarifs ist eine vorläufige Verständigung erzielt worden, indessen soll die Regierung gegen diese Vereinfachung heftigen Widerspruch erhobeni haben. Auch bezüglich der Wvhnungsgeldfrage hält die Regierung an den Grundzügen ihrer Vorlage feil. In den beiden letzten Sitzungen sind nun auch die restlichen Teile der Bcsoldungsvorlage eingehenden Erörterungen unterzogen worden, besonders die L e h - rerbesoldungsfrage. Um nun den einzelnen Fraktionell Gelegenheit zu geben, sich über die mannigfachen Abänderunasoor-- schlüge zu besprechen, hat der Ausschuß beschlossen, die Weiterberatung über die Besoldungsreform bis zum Mittwoch nächster Woche zu vettagen. Deutsches Reich. 'Die braunschweigische Thronfolge-Frage. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Die weitere Behandlung der braunschweigischen Thronfolgefrage dürfte den Verlauf nehmen, daß wohl noch in dieser Woche das preußische Staatsministerium sich da- init befaßt, und sodann, vielleicht schon in der nächsten Woche, jedenfalls vor Ende des Monats, die Angelegen- hett an den Bundesrat gelangt. Der Termin der Thronbesteigung ist noch nicht fe st gesetzt. Die Grundlage für den Bundesratsbeschluß wird nicht ein braunschweigischer, sondern ein preußischer Antrag sein, der auf braunschweigische Anregung erfolgt. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß Prinz Ernst August bei seiner Thronbesteigung in feierlicher Form seine Treue gegen die Reichs- venfassung und das, was sie einschließt, verkünden und daß er" leine Bereitschaft, alle Pflichten eines Bundesfürsten getreulich zu erfüllen, feierlichste bekräftigen wird. — Soweit die „Köln. Ztg.". Wie wir gestern schon ausführten, wird diese Formalität der großen Mehrheit des deutschen Volkes nicht genügen, und im Reichstag darf man sich auf bewegte Tage gefaßt machen. Großfürst Kyrill von Rußland, der Vertreter des Zaren bei der Einweihung des Völker-, schtachtdenkmals ist Mittwoch abend kurz vor 6 Uhr von Dresden kommend auf dem Leipziger Hauptbahnhof eingetroffen. Die bayerische Königsfrage. Auf Einladung der Handelskammer in München hatten sich am Mittwoch die Mitglieder des bayerischen Handels- kammertages zu einer feierlichen Kundgebung in der Frage der Regentschaft im Sitzungssaal« der Münchener Handels- Lcnmner eingesunden. Es wurde folgende Entschließung angenommen: Die im Bayerischen Handelskammertag vereinigten acht Handelskammern des Königreiches als berufene Vertretun £en des Handels, der Industrie und des Gewerbes in Bayern erachten es sowohl im allgemeinen Interesse des Landes wie auch im Interesse der von ihnen vertretenen Erwerbsstände für dringend erwünscht, daß der gegenwärtige Zu - standderRegentschaftbeendetwird und das Land wieder einen regierenden König erhält. Sie richten daher, ohne den vorwiegend staatspolitischen Charakter der Frage zu verkennen, an den bayerischen Landtag und die königliche Staatsrcgierung die Bitte, die zur Herbeiführung dieses Zieles geeigneten Schritte zu ergreifen. Ausland. Der russische Minister des Aeußern Sasonow ist am Mittwoch aus Vichy in Paris eingetrosfen und am Bahnhof vom russischen Botschafter Iswolski, dem französischen Botschafter in Petersburg, Deleasse, und dem russischen Gesandten in Sofia Neklüdow und anderen Persönlichkeiten empfangen worden. Sasonow, der voraussichtlich einige Tage dort bleiben wird, ist auf der russischen Botschaft abgestiegen. Der Kkrotr Rttualmsrdprozetz Kiew, 15. £ft. Der Zeuge Paptschuk, Hausknecht in der Fabrik Saizews, sagte aus, die Kinder hätten häufig auf dec Lehmkneterei im Fabrikhofe geschaukelt. Sobald Beilis sie jedoch anschrie, seien sie davongelaufen. Von Juden hätten aus dem Fabrikhose mir der Verwalter Dubowik und Beilis gewohnt. Diesen habe Schneerson, der bartlos ist, häufig besucht. Im März hätte auch der Sattler Borko Guldja dort gearbeitet. Schneerson sagte über die Ermordung Juschtschinskis aus, von der Auffindung der Leiche habe er erst aus den Zeitungen erfahren. Er selbst habe Juschtschinski, Jenja Tscheberjak und die anderen Knaben nicht gekannt. Der Zeuge Baruch Saizew, Enkel des 'Jonas Z. Saizew, erklärte, die beiden Juden Oettinger und Landau seien Verwandte von ihm. Oettinger stamme aus Galizien und sei im Januar in Kiew zum Besuch gewesen. Mährend der Verlesung der Briefe des Beilis, die dieser im Gefängnis geschrieben hat sagte Beilis, er habe den zweiten durch Kozatschenke beförderten Brief, ohne ihn dnrchgelesen zu haben, unterschrieben. Der Gehilfe des Gesängnisdirektors Krnvinski und der Gc fangenauffeher Omeljanowski stellen fest, daß der Bries des Beilis, welcher bei Kozatschenlo konfisziert worden ist, durch einen verkleideten Aufseher der Frau Beilis eingehändigt wurde, nachdem man ihn vorher, um ihn dem Untersuchungsrichter vor- zuzeigen, kopiert hatte. 3um 18. Oktober. X Ruppertenrod, 15. Okt. Die Hundertjahrfeier der Völkerschlacht von Leipzig wird von nuferer Gemeinde im Verein mit Krieger und Militärvereinen am Samstag gefeiert. Mittags findet von 12—12'/- Uhr Glockengelänte statt. Abends stellt sich ein Fackelzug um ' .8 Uhr bei der Kirche auf. Vereine und Schuljugend eröffnen bcii Zug. Er begibt sich auf den Gaiseberg. Hier wird ein Freudefeuer abgebrannt. Lehrer Strack hält die Festrede. Gemeinde und Schülergesairg eröffnen und beschließen die Feier. )( M arburg, 11. Okt. In der reformierten Kirche fand dieser Tage eine Erinuerungsfeier an die Erhebung des deutschen Volkes vor 100 Jahren statt. Für die Feier am Sonnabend ist folgendes Programm festgesetzt worden; 8 Uhr: Vortrag der Gesangvereine auf dem Marktplatz un ter Mitwirkung der Jägerkapelle, anschließend Zug durch die Stadt nach dem Kämpfrasen, wo ein Feldgottesdienst statt findet. Die Ansprache hält Prof. D. B. o r n h ü u sc r, nach- n jeder. mittags Schauturnen auf dem städtischen Festplatze und abends Abbrennen eines Holzstoßes auf dem Cappeler Berge mit anschließendem Fackelzug und Illumination der Stadt. Stafetten läufe. Memel, 15. Okt. Heute abend um 6 Uhr begann hier der Stafetten tauf Memel-Leipzig. Der Ärrsitzerrde des Turnvereins, Rechtsanwalt Goldlowsky, übergab am Nationaldenkmal nach einer Ansprache dem ersten Läufer eine Hülse^mit einer Urkunde, die ein Treugelöbnis der deutschen Turnerschaft an den Kaiser enthält und dem Monarchen bei der Einweihung des Bökkerschlachtdenk- mals übergeben werden soll. Ans Stadt und Land. Gießen, 16. Oktober 1913. • • Audienz. Der Großherzog empfing am 15.Oft. u. a. den Reallehrer Dotter von Alsfeld. • • Ordensverleihungen. Der Großherzog verlieh dem LandgcrichtSpräsidenten Geh. Oberjustizrat Chuchul in Stendal die Krone zum Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Generalmajor z. D. Everth zu Berlin-Wilmersdorf das Komtur- kreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps dcS Großmütigen. — Dem Fabrikanten Moritz Krumm zu Offenbach wurde vom Groß Herzog die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen dcS ihm vom Pcinzregenten von Bayern verliehenen Verdienstordens vom Heiligen Michael 3. Klaffe erteilt. • * Schulangelegenheiten. Uebcrtragen wurde dem Lehrer Andreas Si tz ler zu Sichenhausen die 2. Lehrer- stelle an der Volksschule zu Wetterfeld (Kr. Schotten), dem Lehrer Adam Jäger zu Offenbach eine »Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz, dem Schulamtsaspiranten Georg Friedrich Hartmann au§ Spachbrücken eine Lehrerstelle an der Volksschule zu König (Kr. Erbach). * * Zum 18. Oktober haben nunmehr auch die Großh. Bezirksfasse Gießen I und da§ Großh. Hess. Hauptsteueramt Bekanntmachungen ergehen lasten, daß sie ihre Dienstraume am genannten Tage geschloffen halten. * * Elektrotechnische Ausstellung. Da in Friedberg einigermaßen ausreichende gedeckte Räume, die für eine Ausstellung geeignet find, nicht zur Verfügung stehen, die Aussteller demnach vollständig auf eine Zeltbedachung angewiesen wären, was unter Umständen sowohl für die Aussteller als für die Besucher sehr mißlich werden könnte, hat sich die Provinzralverwal- t u n g entschlossen, um den mit der Ausstellung beabsich- tigten Zweck nicht in Frage zu stellen, die Ausstellung auf das kommende Frühjahr zu verlegen. Es wird sich bann auch voraussichtlich ermöglichen lassen, die Ausstellung auf breiterer Grundlage aufzubauen. * * Stadttheater. Auch an dieser Stelle sei auf die morgige Aufführung von .Kleists „Hermauu- schlacht" hingewiesen, die als Festvorstellung zur Erinnerung an die Völkerschlacht von Leipzig gedacht ist und durch einen von Frl. Krtty Sonntag-Blume gesprochenen Prolog eingeleitet wird. In dem Werke sind sämtliche Herren und ein großer Teil der Damen unserer Bühne beschäftigt, und die Proben lassen erkennen, daß eine -abgerundete und wirkungsvolle Aufführung geboten werden wird. * * Einholung der Rekruten. Die neuen Rekruten wurden heute morgen um 10Vs Uhr von der Kapelle des hiesigen Regiments vom Bahnhof abgeholt und durch die Straßen der Stadt geführt. * * Viehmarktbeginn. Wir machen die Interessenten darauf aufmerksam, daß vom nächsten Dienstag ab der Auftrieb zum Viehmarkt erst von 7 Uhr ab beginnt. Landkreis Gießen. = Heuchelheim, 16. Okt. Am 18. Okt. feiern die Eheleute Wilh. Kreiling I. das Fest der goldenen Hochzeit. Beinahe 40 Jähre hat W. Kreiling den Dienst eines Flurschützen in der Gemeinde in Treue und Bescheidenheit versehen. 1908 wurde ihm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. Im vorigen Jahre wurde er seines Alters wegen pensioniert. — Alten-Buseck, 15. Okt. Bei der Gemeinde- ratswahl wurden die Landwirte Wilhelm Kahl mit 123, Kaspar $ß a gen bad) VIII. mit 123 und Ludwig Becker IV. mit 112 Stimmen in den OrtSvorstcmd neu gewählt. # Großen-Linden, 15. Okt. Bei der gestrigen GeineinderatSmahl haben die vereinigten Arbeiter ihre drei Kandidaten mit großer Mehrheit in die Gemeindevertretung gebracht. ES wurden gewählt: Arbeiter Wilh. Degen mit 234, Stationsschaffner Gg. Pfeiffer mit 231 und Werfführer H. Mehl mit 195 Stimmen. Die Gegner erhielten: L. Velten 170, L. Lang 128 und W. MagnuS 139 Stimmen. Wahlberechtigt waren 463 Personen, von denen 392 ihre Stimme abgaben. Der Arbeiter Wilh. Degen dürfte uwhl der jüngste Gemeinderat in Hessen sein, er zählt erst 26 Jahre. Die drei aus der Arbeiterklasse hervorgegangenen Kandidaten gehören verschiedenen politischen Parteien an. Es sind die Gewählten die ersten Arbeiter, die in unseren Gemcinderat eintreten. Kreis Alsfeld. ~ Ilsdorf, 15. Okt. Tie Freiherrl. Riedeseksche Forstverwaltung zu Ober-Ohmen hat in der Nähe der Wedenhäuser Mühle ausgedehnte Weiden an Pflanzungen anlegen lassen. Ter Ertrag dieser Anlagen kommt alljährlich zur Versteigerung. Vor zwei Jahren wurden diese Weiden durch Submission vergeben. Der Preis kommt zwischen 4 und 5 Dck. zu stehen. Kreis Lauterbach. (-) Wallenrod, 15. Ott. Das Vereinsleben blüht jetzt in unserem Dorfe. Nachdem vor kurzem der Evangelische Bund seinen Einzug gehalten hat, folgten die Landwirte mit der Gründung des*Bundes der Landwirte. Auch ein politischer Verein ist vorhanden, der Verein der fortschrittlichen Volkspartei. Der Jungfrauenverein ist leider wieder eingegnngen. Als letzter, aber nicht als geringster Verein sei der P o s a u n e n ch o r ausgeführt, der fast vier Jahre besteht. — Am Sonntag stattete Herr Graf von Görtz aus Schlitz der Kirche einen Besuch ab. Wie verlautet, soll Pfarrer Hermann Knett vom Grafen von Efiirtz nach Schlitz berufen werden. Kreis Schotten. -2 Herchenhain, 15. Oft. Gestern feierten der seit Jul» 1900 hier angcstellte Großh. Forstwart Kalbfleisch und Frau das Fest der silbernen Hochzeit. ■z Volkartshain, 14. Okt. Bürgermeister Winecker liegt an einer Lungenentzündung schwer krank dar- An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Kreis Friedberg. h. Friedberg, 15. Okt. Das Mathitdenftift: Friedberg überwies den Industrieschulen seines Bezirks den Betrag von insgesamt 1000 Mark. Die Höhe der Unter* stützungssurnme schwankt zwischen 5,70 und 247,75 Mark. )( Bad - Ra ujj ei m, 15. Okt. Mit dem heurigen Tage schloß offiziell die Saison. Die Großh. Kurkapelle gab ihre letzten Konzerte, nachmitrags unter Leitung von Kapellmeister Felix Schwarz, abends unter Leitung von Professor Hans W i n d e r st e i n. Zugleich wurden die Räume des .Kurhauses wieder auf ein halbes Jahr geschlossen. Als Lesesaal steht daher den Kurgästen, von denen immer noch gegen 1400 hier anwesend sind, der östliche Pavillon des Tennis-Cafes zur Benutzung offen. Tie Lawn-Tennis-Plätze und der Golfplatz wurden ebenfalls gefchlosfen. Auch das Inhalatorium, das Emanatorium und das Gradierwerk am Badehaus 9 haben den Betrieb eingestellt. Von den Badehäuiern bleiben vorerst nur noch 2, 7 und 8 geöffnet, auch das medicv-mecha- nische Zanderinstitut. Starkenburg und Rhcinheffcn. h. Offenbach, 15. Okt. In den Kasfeler-Werken auf der Mainkur explodierte heute abend infolge zu hohen Drucks ein Säurekess e l. Durch die auSströmende siedende Brühe wurde der jugendliche Arbeiter Wüst getötet. m. Offenbach, 16. Okt. In der im dritten Stock werk des Hauses Starkenburgring 5 belegeneu Wohnung des Telegrapheubauführers Sauer wurde in Abwesenheit der Wohnungsinhaber ein s ch w e r e r E i n b r u ch v e r ü b t. Offenbar mittels Nachschlüssels drang der Dieb in die Wohnung ein, erbrach eine Geldkassette und entwendete daraus mehrere hundert Mark. Außerdem nahm er zwei Sparkassenbücher mit. Die Kriminalpolizei nahm sofort mit einem Polizeihund die Spur »ach dem mutmaßlichen Täter aus, die in die im gleichen Hause befindliche Mansardenwohnung führte. Bei einer genaueren Untersuchung der Man- , sarde entdeckte man im Bett versteckt einen Geldbetrag von 195 Mark. Der Bewohner der Mansarde will mit dem Diebstahl nichts zu tun haben. d. Mainz, 15. Okt. In der heuttgen Sitzung dev Stadtverordneten beantragte die nationalliberale Fraktion, das Statut von 1876 über die Dienstverhältnisse der städtischen Angestellten dahin abzuändem, daß auch die Straßenbaynbediensteten noch lOjähriger guter Führung angestellt und nach weiteren 5 Jahren den Ruhegehalt erhalten können, wie dies auch in Frankfurt und anderen. Städten der Fall sei. Ter Antrag wurde der Straßenbahn* deputation zur Prüftmg überwiesen. Hessen-Naffau. sj Marburg, 15. Okt. Nachdem am 1. Oktober 6eint Jügerbataillon 55 Einjährige und 15 gelernte Förster zur Einstellung gelangten, traten heute weitere 400 Rekruten ein. Die Mehreinstellung ist bedingt durch die Einrichtung der Maschinengewehr- und Radfahrer Abtei- tu na. U Rauschenberg, 15. Okt. Im Hotel MHkfert sand gestern eine Sitzung der Interessenten der Bahn Kirchhain — Gemünden statt, welche die Ortschaften des Wohratals erschließt. Als Vertreter der Eisenbahn-Direk- tion war Reg.-Rat Meyer aus Kassel erschierron. Es wurde beschlossen, täglich je 5 Züge verkehren zu lassen. Sie wurden so gelegt, daß nach beiden Richttingen, also nach Kassel und Frankfurt, bequeme Anschlüsse vorhanden ’inb. Tie neue Bahn, welche eine Fortsetzung der Bahn ZimmerSrode—Gemünden darftellt, soll im nächsten Frühjahr eröffnet werden. [] Biedenkopf, 15. Okt. Wie aus Birkelbach gemeldet wird, kam es dort in einer EisenbalM Kantine in der Nacht zum Montag wieder zwischen aus- ländischen Arbettem zu schweren Tumulten. Da auch Schußwaffen gebraucht wurden, gab es eine Anzahl Verwundete. Einer erhielt z. B. einen S ch u ß i n d-e n L ei b. Tie Verletzten kamen teils in die Marburger Klinik, teils in das Berlebnrger Krankenhaus. X. Bad-Orb, 15. Okl. Für den Waldverkauf der Stadt Bad Orb an den Militärftskus für Zwecke der Errichtung eines Truppenübungsplatzes für das 18. Armeekorps waren von dem Reichsmilitärfiskus etwa 1208 ha vorgesehen, die nach dem Vertrag zwischen der Stadt und )cr Intendantur des 18. Armeekorps vom November v. I. ür die Summe von 2 800 000 Mark an den Reichsfiskus übergehen sollten. Da dem Kriegsministerium dieser Betrag zu hoch schien, vor allen Dingen wohl deshalb, weil zwischen den beiden vorliegenden Gutachten des Forstmeisters Schuster für die Stadt und Oberförsters D r e ß - ler für den Reichsmilitärfiskus allein im Waldwert ein Unterschied von rund 1 110000 Mark lag. Nach Icnwpoieri* gen Verhandlungen zwischen Stadt und Kriegsmiuisterium einigte man sich endlich dahin, daß von beiden Seiten je ein Obergutachter mit der nochmaligen Abschätzung beauftragt wurde. Als solche waren für den Fiskus Känigl. Forstmeister a. D. v. Nathusius (Berlin) und für die Stadt Fürstlicher Forstrat Mudra (Wächtersbach- tätig. Ter Erfolg dieses Mkommeus ist der bereits bekarrnte Ab* chluß des Waldverkaufs. Der Reftnmldbesiy der Stadt Orb beträgt nach der Mtretting von 1040 ha noch rund 2140 ha. = Hanau, 16. Okk. Tas Proviantamt Hanau kauft fortgesetzt Roggen, Hafer, Heu und Stroh Roggenricht-, Maschinenglatl und Preßlangstroh, ^u ixen etoeiligen Tagespreisen. Zu weiteren Auskünften ist das Proviantamt stets bereit. Lieferungsbedingungen können auf Wunsch übersandt werden. = Hanau, 16. Okt. Das Proviantamt Hanau äuft fortgesetzt Roggen, Hafer, Heu und Stroh (Roggenricht-, Maschinenglatt- und Preßlangstroh) zu den jeweiligen Tagespreisen. Zu weiteren Auskiinsten ist das Prov.-Amt stets bereit. Lieferungsbedingungen können auf Wunsch übersandt werden. CmtdroirfKfmft, Wieseck, 16. Oft. Ter Kaninchcnzuchtverein, Mitglied des,Mitteldeutschen Kaninchenzüchter Verbandes, hielt am Sonntag seine 6. L o k a l - A u s st e l l u n g ab. Tic Ausstellung mar sehr gut beschickt und wurde auch gut besucht. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Damen Eyrenpreifc erhielten Wdvls Rau. Jakob Roth; Ehrenpreise erhielten Gottfried Hofmann, Jakob Tecliert, Heinrich Kreiling; erste Preise erhielten Jakob Roth, Heinrich Psciff, Heinrich Bogelhöser: zweite Preise tr hielten Heinrich Älöß, Heinrich Pfeiff, Heinrich .Kreiling, Adolf Ran, Wilhelm Will, Heinrich Vogel Höfer: dritte Preise erhielten Heinrich Vogelhöfer, Heinrich Pfeiffer, August Synofzik, Heinrich Kreiling, Heinrich Pfeiff, Jakob Roth, Karl Weller, Wilhelm Lin- denstritth, Wilhelm Will: lobende Anerkennnngen erhielten ?ldolj Rau, Karl Weller, Jakob Roth, Gottfried Hofmann, Heinrich Kreiling, Heinrich Klöß. £nftfd)iffQhrt. w. Mannheim, 15. Okt. Heute früh 1 Uhr stieg bet Flieger Ehrhardt mit einem Wasserflugzeug vom Flugzeugbau Friedrfchshafen auf und landete um 4 Uhr bei der Friesenheimer Insel bei der Zellstofffabrik, wohin er Benzin be* FUTTERT Lingesaudt. - £4 Amtlicher Teil Kartoffeln Roggenbrot | ö 069^ Alle Sorten la. Speise garantiert rein, empfiehlt u. liefert bei Waagonbezug in und Salatkartoffcln für den lief, frei Hau-.- Kinzcnbacker 100-200 Ztr. Ladung tret led. Winterbedarf empfiehlt bill. MüKle. Tel. 770 Aiur Gießen. Station, per 3t r. 2.20 Att., T ---------------------------- J. Weisel 9 Sonnenttr. 6. Teleph. 88. Leipgiger&cg GEORG- A.3ASNLA.TZI A.G. DRESDEN Grösste deutsche Citfarettenfurch die Einrichtunq idsahrer-Abtei- bis zum 1. Dezember hinauözuschieben, um in der Zwischenzeit nochmals die 9ieubildung des Syndikats zu pcrnidten. Es kam dann auch nach mehrstündigen Vcrl-andlungen unter bat bis auf einige imbcbeutcnbc Werke vollzählig erschienenen Synbikatsmitgliebemr eine Einigung dahin zustltUnde, dafi die Werke sich verpflichten, den Verkauf für 1914 dis zum 15. Hiovember nicht vorzunetmten, falls die außerhalb bco Syndikats stehenden Werke und die Nach- barverbande sich verpflichten, bis zum 17. Oktober abends, dieser Verpflichtung beizutreten. garagieren füllen. Die Passagiere verliefen das Schiff in guter Ordnung, esherrschtekeinePanik. Die Frauen begomicit erst zu roeinai, als .Hilfe da war. Gegen 8 Uhr früh waren alle Insassen, insgesamt 400 Passagiere, vom Schiffe fort. Ich selbst durchsuchte das Schift': da niemand mein an Borb war, entschloß tch mich, auch selber das Sätzst zu verlassen uich fcfaffte mich mit dem Rest der Mannschaft auf der „Kroonland" ein. Bon bat zwei vermieten Booten haben wir nichts mehr gehört. Borüberfährende L-chiffe hielten vergebens Ausguck danach. Le Havre, 14. SD ft. Der auf der „Tourain^ ange- kommcne Koch Mennema erzählte, die Schuld an dem Brande trage ein Raucher, der eine Zigarette weggeworfen habe. Das tfeucr wurde durch die Lebensmittxl und die Fässer genährt und griff reißend um sich. Trotz der Panik unter dar Passagieren ereignete sich kein Fall von Jndisziplin. .New Bork, 15. Oft. Alle von dem Dampfer „Großer Kurfürst" aufgenommenat Passagiere des „Volturno" sind Männer. Der dritte Offizier des „Volturno", Disselmann, erklärte das Feuer sei durch die Explosion eines Bel)ältcrs mit Oel oder Chemikalien verursacht worden. Die Passagiere hätten sich darauf in Panik auf das Deck gedrängt, wahrend .weitere Explosionen, einer Kanonade ähnlich, erfolgt wären. Die Geretteten loben einmütig die Offiziere und Mannschaften des „Großen Kurfürsten", der das Rettungswerk zuerst begonnen hätte. Seine Boote ivären schon in Bewegung gewesen, als die der anderen Dampfer sich noch durch den hohen Seegang hätten zurückhalten lassen. Der „Große Kurfürst" wurde bei seiner Einfahrt in Nerv Bork von allen Fahrzeugen, vom Ufer und von Zuschauern auf den Wolkenkratzern ftürmifch begrüßt. Brüssel, 15. Okt. Der Seemannsbund in Antwerpen hat den belgischen Marincminisler ersucht, fofort Erhebungen anzustellen, ob sich unter den Mannschaften des „Volturno" belgische Mannschaften befanden, die sich schlecht geführt und bei dem Rettungswerk feige benommen hätten. Betr.: Tie Jahrhundertfeier der Schlacht bei Leipzig. An die Großh. Bürgermeistereien des^Kreises. Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs sollen aus Anlaß der 100jährigen Wiederkehr des Tages der Schlacht bei Leipzig am 18. I. Mts. die öffentlichen Gebäude beflaggt werden. Auch sollen an dem genannten Tag die öffentlichen Tiensträume geschlossen bleiben. Sie wollen das hiernach Erforderliche veranlassen. Gießen, 15. Oktober 1913. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. 11 sing er. DanfceL § Rheinisch-westfälisches Zementshndikat. In der jüngften Gesellschaftsversammlung des Rheinisck>-westfälischen Zementsyndikats wird nochmals versucht, die Auflösung des Syndikats zu Ende dieses Jahres zu verhindern. Der Versammlung liegt ein Antrag vor, die bereits erfolgte Freigabe des Verkaufs wieder aufzuheben und die Aufnahme der Verkaufstätigkeit für 1914 Vermischtes. * Un getreuer Pfarrer. Aus Mailand wird gemeldet: Der Pfarrer von Eprella bei Perugia wurde verhaftet, weil er den Hauptschmuck seiner Kirche, eine Madonna mit Kind von Pinturichio, nachdem er sie durch eine Kopie ersetzt hatte, an einen Kunstagenten für 80000 Lire verkauft lsatte. * Eis en bahn Unfall. Aus Liverpool, 15. Okt., wird gemeldet: Der Expreßzug nach Manchester st i e ß heute nachmittag aus dem St. James-Bahnhos in Liverpool mit einem anderen Zuge zusammen. Sechs Leichen sind geborgen worden. Man befürchtet, daß zehn Personen getötet und viele verletzt worden sind. — Amtlich wird mitgeteilt, daß bei dem Eisenbahnunglück in Liverpool sechs Personen getötet seien. Die Zahl der Verletzten wird auf 23 angegeben, einschließlich der Schwerverletzten. * Ein Serum gegen Pilzgift? Der Pariser Chemiker Oliviero t ilte in der Mitglieder-Sitzung der Gesellschaft für vergleichende Pathologie mit, daß es ihm gelungen fei, aus dem Hammelblute ein Serum zu gewinnen, durch das die Wirkung der Giftpilze aufgehoben werde. Kleine Tageschronik. Durch einen Einbruchsdiebstahl in die Villa des verreisten Grafen v. Schlieffen in Eberswalde wurden für etwa 10000 Mark Gold- und Silbersachen und 12 Orden gestohlen. Vergwerksunglück. Cardiff, 15. Oft. Die Feuersbrnnst in den Schächten ist gelöscht. Man rüstet jetzt Rettungsmannschaften aus, um das' Bergwerk zu durchsuchen. Bis heute früh 10 Uhr sind 26 Leichen geborgen worden. Tie CKsamt- zahl der Geretteten beträgt 487. Das Schicksal von 393 Mann ist noch unbekannt. Gießen, 16. Okt. Es hat Verwunderung erregt, wie in der gestrigen Mittwochs- Vorstellung der Schluß von Emil Rosenows „Kater Lampe" einfach gestrichen luurbe. In dem Moment, wo sich der Knoten der Geschehnisse löst, die Darsteller von dem Kern- und .Herzpunkt der ganzen Fabel Kenntnis nehmen, fällt mit einem plötzlichen Ruck der Vorhang. In der Buchausgabe (Verlag Cotta) folgen noch sechs Seiten. Der großschnäuzige Gendarm kriecht zu Kreuze und bittet bei dem Ortsvorstanb um gut Wetter. Dieser muß dem Gesellen Reumerkel, dem drolligen Helden, sein Geld zurückzahlen („Die Erbschaft ist wieder beisammen") und zwar aus seiner Tasche. Die Gemeinde weigert sich. Der große Spielwarenverlcger Neubert hat zum Schaden noch ben Spott und verzichtet auf seine — für Gießen eben sehr aktuell! — Gemeinderatskandidatur. Der rothaarige, bucklige Held behauptet nebst seinem Meister als Triumphator den Kampfplatz. Und anderes mehr kommt in feinen Einzelzügen zur Geltung. Was mag die Veranlassung zu dem plötzlichen Schluß gewesen sein? I. B. WMoriertthlager 12 Mänsburg 12 Hausbesitzern 25°/o Rabatt anf Lincrnsta! Echte Lincrusta, alle Färb., ä Mtr.v. 45 Pf an) ° „ ,, fertdek.u.lack. „ „ 80 „ „ Lincrustaersatz, „ „ „ „ „ „ 15 „ „ Verlang. Sie frk. geg. frk. Linkrustamappe A. Bingfreie Tapeten - Industrie C. Kupsch, Frankfurt a. M., Altegasse 1 hatte. Nach Einnahme von Benzin, stieg er um Vz9 Upr wieder ans und flog in der Richtung rheinabwärts weiter. w. P a r i s, 15. Okt. Der an dem Gordon Bennett "a $!e ^ckltehmende amerikanische Ballon Good-Heal ist über den Aermelkanal geflogen und bei dem Hafen von Brid- ungton in Vorkshire gelandet. Bon dem österreichischen Ballon Frankfurt, Führer Lehnert, der zuletzt bei Grandville geachtet wurde und gleichfalls dem Meere zuflog, ist bisher reme Nachricht eingetroffen. , Aa ris, 16. Okt. Bon dem österreichischen Ballon /yranf- !u r * ' »führet £ebnert und Kirsch, fehlt noch jede Nachricht. Ueber oas Echrckfal der Luftschiffer herrscht große Besorgnis, da sie an- Ichemenb den Weg übers Meer genommen haben. (w) Lons-le-Saunier, 14. Okt. Der Freiballon, der mit vier Deutschen, darunter einem Reserveoffizier, bemannt war, landete in derNähe vonSalins imJura. Der Un- terprafekl von Polignp, welcher von Gendarmen, die bei der ~anbung geholfen hatten, benachrichtigt worden war, begab sich zur Landungsstelle, um die Untersuchung vorzunehmen. Es handett sich um Touristen aus Freiburg i. Breisgau, die vom Wind verschlagen und durch Mangel an Ballast gezwungen, landen mußten. Sie beabsichtigten nach der Schweiz zu fliegen Papiere, die die Landesverteidigung interessieren . litten, ■।Gölten sie nicht mit sich. Die Bevölkerung trug em bösliches Benehmen zur Schau. Die Luftschiffer sprachen den Behörden von Salins ihren Dank für die genossene Gastfreundschaft aus. Sie werden die Erlaubnis zur Rückkehr er- hallen, wenn sie den Zoll bezahlt haben. alles andere Gemüse, Rotkraut, Wirfiua, .Kartoffeln billigst. Jakob Freihaat. Biblis (Hessen). 6678 Letzte Nacl)richten. Maximilian H ar den als Festredner. Berlin, 16. Okt. Der „Berliner Lokalanzeujer" meldet: In dem Vortrag 1813—1913, den Maximilian Harden gestern hier in der Singakademie hielt, führte er aus: Die Stimmung, die dahin führte, daß Preußen an der Spitze stand und einen „ungeheuren Menschen" niederwerfen konnte, war nicht die allzu oft als Heilmittel angepriesene Willenserregnng, vielmehr war im Volk in jeder Person das Gefühl, es fei unmöglich, in Knechtschaft zu leben, und das Land habe ein Recht auf Befreiung von den Fremdlingen. Harden charakterisierte Friedrich Wilhelm III. als „guten und bürgerlichen König" und Blücher als „großen preußi- sclfen Menschen". Bett'. 1913 schätzte Harden, die Balkanereignisse streifend, die Verluste der deutschen Politik gleich einer verlorenen Schlacht ein. Er ermahnte ferner, nicht chls einem Heldenvolt ein Handelsvolk zu werden urth forberte, daß wir nicht von dem bequemsten, sondern dem stärksten Menschen regiert würden, tapfer gegen den äußeren Feind und furchtlos gegen Wahngebilde, die uns al§ innerer Feind vorgeführt werden, die weder die Kraft noch den Willen haben, den Staat zu sprengen. Hardens Ausführun- gen über, die Welfenfrage ernteten stürmische Heiterkeit. tu«g »on a S“6 >6 c getötet ; Ne «W. KZZ c rotU mit dem Dieb- Em Atzung der ^^enstdtthAL ^ern, daß auchdi« ini den Ruheaehaü ctnTfurt und anderen bc der Ltraßenbahu. Medeelagerr-Leiter gesucht. Tüchtiger, solider Herr, einettei welchen Berufs, findet sickere Existenz bei etwa 4-5000 Mk. Einkommen durch Nebcrnabmc eines Maffennrttkels der Nabrungs- n.ittclbranckc im Alleinvertrieb. Erforderlich und Mk. 300.— in bn c. Näheres durch Herrn Lamprecht am Freitun, den 17. Okwb., nachm. von 4-6 Uhr, in Gießen. Hotel Schütz. i6Wö Gold ^VMundst. flach Ist« di« ^«5 tat! ® tthtdk, । w 3um Brand des volturno. Der Bericht des Kapitäns. Rew Pork, 15. Okt. Kapitän Inch vom Dampfer „Vol- lurnv" lanbtc heute nacht folgendes Telegramm von dem Dampfer „Kroonlaud" ab: Am 9. Oktober nm 6,50 Uhr früh, als wir unter 49 Grad 2 Minuten nördlicher Länge uitb 34 Grad ol Minuten westlicher Länge befanden, meldete der erste Offizier <>>eilcr im Lagerraum Nr. 1. Um 6,55 Uhr brachen die Flammen durch die Lute Nr. 1 und setzten das ganze Vordeck und die ganze Ausrüstung auf Deck in Feuer. Wir verlangsamten unsere Ge- schwmdigkeit und hielt das Schiff vor dem Winde, umdieDampf- wichapparate und drei Spritzen in Betrieb setzen zu können. Die Flammen griffen rasch um sich und erreillsten das Licht auf dem ^opmaste. Die Wache unter Deck war c i n g e s ch l o s s e n und kam i n d e n F l a m m e n u m. Am Vorderdeck erfolgte eine R eihe von Ex p l o s i o n e n, die den Salon und das Hospital in der Mitte des Schiffes zerstörten. Ich ließ durch drahtlose Telegraphie sofort um Hilfe bitten, als die Flammen die Luken ergriffen. Kapitän Inch schilderte nun das Herablassen der Bote. Nr. 13 und Nr. 5 wurden zerstört. Nr. 2 mit den Passagieren 1. Klasse Und den Stewards unter dem Kommando des Ersten Offiziers schlug im Wasser um, richtete sich aber wieder auf und mehrere Mitglieder der Mannschaft, darunter der Erste Offizier, kletterten wieder in das Boot. Nr. 6 unter dem Befehl des Vierten Offiziers mit Zwischendeckpassagieren fuhr gut ab. Nr. 7 geriet beim Herablassen unter das Heck und wurde völlig zertrümmert. Inzwischen kämpften der Erste Ingenieur, zwei Matrosen und ich mit dem Feuer, und da wir anscheinend die Flammen gedämpft hatten, ließ ich keine Boote mehr abgehen, weil auch die „Car- mania" Nachricht gegeben hatte, uns um 11 Uhr früh zu erreichen. Rettungsgürtel wurden nun verteilt und jedem Passagier angelegt. Die Passagiere wurden jetzt ruhiger. Um 9 Uhr stellte es sich 'heraus daß die Bunker in Flammen standen. Da es dort wegen der Gase unmöglich war, die Flammen zu löschen, so wurden die wasserdichten Türen geschlossen und Wasser durch die Luke Nr. 2 in das Feuer gepumpt, das sich aber die ganze Zeit hindurch immer mehr ausbreitete. Um 11 Uhr kam die „Carmania" an, ließ ein Boot hinab, doch konnte es das Schiff wegen des hohen Seeganges nicht erreichen. Ich ersuchte die „C a r m a n i a", das Boot Nr. 2 zu sichern. Dann kam der „Sey blitz" und ließ ein Boot hinab, konnte aber nicht herankommen. Etwa um 3 Uhr nachmittags kehrte die „Carmania" zurück und versuchte uns mit zwei Rettungsbooten zu erreichen, doch waren diese alle vom Bug zu weit entfernt. Um 11 Uhr abends waren mehrere Dampfer angekommen. Die Boote des „Kroonland" machten vier Versuche, zu uns zu gelangen, wurden aber jedesmal weggeschwemmt. Um 9,30 Uhr befanden sich die erste Kajüte und das Kartenhaus in Flammen. Das Deck, die Kommandobrücke und alles vor dem Schornstein brannte nun lichterloh. Tie Dynamomaschinen für die Pumpen versagten aus Mangel an Dampf. Die Markonitelegraphisten arbeiteten mit Akkumulatoren bis 11 Uhr, wo die Maschine auf der Brücke explodierte. Verschiedene Passagiere sprangen über Bord. Da Boote nahe bei waren, wurden sie gerettet. Um Mitternacht bewölkte sich der Himmel, das Wetter wurde böig und die Rettungsarbeiten wurden ausgesetzt, da die Leute auf den Booten nicht mehr sehen 'tonnten. Das Feuer hatte mittlerweile durch den Zwischendeckraum für Frauen das Hinterteil des Schiffes ergriffen, aber dieses wurde vor den Passagieren geheim gehalten, bamit sie die Nacht hindurch sich ruhig verhielten. Der erste Ingenieur, die Maschmiften und ich selber verbrachten die Nacht durch Herstellung kleiner Flöße für den Fall, daß das Feuer vor Tagesanbruch durch das Deck durchbrennen sollte. Um 5,15 Uhr erschienen die ersten kleinen Boote langsseits -es Schiffes. Das Wetter und die See batten sich beruhigt und ermöglichten nun, daß die Passagiere schnell ausgeschifft werden konnten. Alle Dampfer schifften zahlreiche Boote aus. Wir.konnten drei mit fWAaßellbretzclii L. Kronenberg, 08267] Löwengasse 23. Saxlehner’s Bitterquelle HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. Geuoöhnt. Dosis: 1 Wasserglas uolL Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über den Nachlaß des Jakob Arnold II. von Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Gießen, den 10. Oktober 1913. Großherzogliches Amtsgericht. B16/10 n Hotel Mett färb n her Bahn Kirch- die Ortschaften des der Eifenbahn-Arek- kassel erschienen. Es verkehren zu lassen. ben Achtungen, also vorhanden ntfe&nng ber Mjn r im nüfrften 5rülp Mts wieder zwischen aus- nmulten. Da auch es eine Anzahl Ber- ^ ckuß in den Leib, artmrger Aimk, teils den Waldverkmf der s für Zwecke der Er- . für das 18. Armee- chsbls etwa 1208 ha iffchen der Stadt und vom Novmber v. I. ^ark an den Reichs- eosministcrium dieser en wohl deshalb, wnl Mtachten des Forst« > Oberförsters Drep einim'Wroert.etn f (an. M langen- W-Ä'E Ää ** ,eianli”b St”01’ t, Shu to m ^naen können auf edingungen w Märkte. — (Sebent, 14, Okt. Der heutige 3. ©ebener Markt war, wie der vorhergehende, auch mit Schweinen stark befahren. Es wurden erwa 600 Stück auiqetneben. Bei schleppendem Handel wurde nur für das Paar Ferkel 40 Mk. bezahlt. Mehr als die Hälite der Verkäufer imifetcn, ohne einen Handel abgeschlossen zu haben, nach Hause fahren. b. Frankfurt a. M., 15. Okt. Tie rasche illuswärtsbewegung der Fleischpreffe im letzten Jahre hat ein erhebliches Sinken der Verkaussziffer von schlachtreifem Vieh zur Folge gehabt. So lieferte die hiesige landwirtschaftliche (tzefchäftsstelle in ihrem Geschäitsjahr 1912—1913 an ihre Abnehmer Vieh int Werte von 4 021 002 Mk. gegen 4 688 259 Mk. im Vorjahr. Im einzelnen wrirden abgegeben 255 Stück Großvieh (1911: 329), 31671 Schweine (1911: 48 037) oder rund 33'/, Proz. Rückgang, 244 Kälber (474) oder 50 Proz. Rückgang, 16 Schafe (120). Infolge des Rückgangs wandte sich die Verkaufsstelle inehr vom SUeiii- verkauf ab und verhandelte ihre Ware meistens im großen an die Zleischergenossenschailen der Städte Darmstadt, Fulda, Gießen, Hanau, Mainz unb Wiesbaden. Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 17. Okt. 1913: Zunächst wolkig, meist trocken, zeitweise aufklarend, später erneute Trübung, Regenfälle, westliche Winde. l’Wrme (Schuh ■ Srschei jur Äwffi DER VORSTAND. Cls/n 3V, Militärmnstk ab 3 Uhr. Freier Zutritt. Jllliillllllllllll Nlllllllllllllllllllllliilllllllll Tas Komitee B7.0 Sonntags ab 3*/i Uhr 35000 Mk. 26000 7230 Sa. 6823t) empfiehlt 6860 letzte Neuheiten in Blusenstoffe in Flanell, Popeline, Serge etc. Inh: W. l>octer. a18/io fjallob! Dan Beste för die Hautpflege lat: b/, Lanolin-Seile v. d. Oe. l.-f. Unionßrikets! Nachf Marktstrasse 8 Telephon 496 erhältlich in den Kohlenhandlungen! Das ist bas Brennmaterial, welches billiger unb Vesser ist als Steinkohle. Sektion Giessen Nachahmungen weisem.zurück. Alle Einwohner Gießens werden frcundl. eingeladcn. Das Fest fällt nur bei schlechtem Wetter aus. Straußfedern, Kränzen und Fantasies zu billigsten Preisen. M. Reitz Wwe2 Bleichstraße Nr. 8, Parterre Gießen, den 25. September 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Die letzten Tage von Pompeji Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116. 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Kleiderstoffe rr im Rcici Tenkschrift agenien, dic Acschmrdei für einen 91 dagegen, ur l^schäftsprc geben und Läiöden au Zungdeutschland Stehen Zugendtag MErirnittW ö« den 18. Nober 1813 om Sonntag Pa 19. M.1913 sns ö. Trieb Programm. KirchweihBrannfels^teiBöhme Sonntag, d. 19.u.Montag, d. 2O.Qkt., von 4 Uhr ab Zu dem am 23. Oktober im (önftbof „Zur Bahn" in Niedcr-Ohmcn stattfindenden SimdiasThoraBali Auch die übersüllt. Jr mit ihren $?£ 7on Grieä mb der Prir | »lieben bis z 6orträgen m Nach ein ,eschäslliche ' l sagenden des Dic Kric tndi für unsi ludi aus die Beteiligte frei 1913 betrag | in Bavern i iin dessen 31:32; betn nn 'Jra/fien wachsen 9000; *9000-88000 vom ^Rottn 1 3ahl der h der Dolkön? 1 überall in 1 tfhligt Tu llwtematischc .'Freiwilligen V'-rmls für i^indersürsoi -lnsmerksam bdemüht blei. ?ie Vereinsk Zielet die j Pfoten Krem uv'tet ein er) des Laterlan Vlad) dem w hatten M ffmbfrg, die ( •lT? 6>roßherzo ton Bayern. Tann hj Karlsruhe Dohnr c 2ik Einle Wohnung- Riiw Dreine sein. £ie .Anzcis „Krei$6 ivöchriu sraß MtaHta Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag,dcn 17.Qkt. 1913, abends 8 llbr [Cia „ 3. Freitag Abonn.-Borsiellg. Zur Feier deS 100. (Gedenk- tnnctf der Völkerschlacht bei Leipzig. Bei iestl. crleuchieieni Hause. Prolog, versaht von Herm. Steingoetter, aesprochen vonKittv Sonntag-Blume. Hierauf: — Gewöhnliche Preise! — ?ie Stkiuauussi-Iacht Drama in 5 Akten von Heinrich v. .Weift. — Kassenöfsnung 7*, Uhr — Ansang 8 Uhr. Ende 11 Uhr. Teppich- und Gardinen-HauN Ernst Bioedner Nachf ameirStiefd | Zum Knöpfen u. Schnüren M in Lack, Chevreau und mit ||| Stoffeinsatz Gänse! Enten! 1913 Frühbrut, auSgew. und iedervvll, lief. um. Garantie leb. Ank. 10 St. grobe Gänse a( 3ä.—, 10 St. ausges. ertra starke Gänse <* 40.—, 12 St. grohe Enten ^23.—, 20 St. ttnl. Hübner, ca. 4 Mon. alt, beste Eierleger, .<*??.—. Zur Probe v. Post 6 St. fr. JC 9.— D. Pistrcich, Breslau 46. (ss11/*) Cafe üel Inh. Karl Ohm Mu Burggraben 9. TUglich ab 7*/. Uhr Konzert der bekannten Kapelle „Molinsky“ wird, f° ll »isWJ teDi: * r-derreguu -ainln^gcr frei- iid)M 61- Ter vc Arbeit ausc qese-buc licht werdet Egearbnt »ihn$frorbnun r!?"ü-lge 9^.. N'Ndercin^ kfrn l bi( is-te ift pung *"1^ di iU 1 r nn/ Mv Fa rhprpi Ciphr Rnvpr Gießen,Marktpiatzis . . ;eo bw(,nh'TRäver\Leip.zif i ui uciciuuui.lvUVui Frankfurt a.m. chemische Waschanstalten Chemi^Relnigen^u. Färben Ton Damen-, Herren. n KInder^rdernbe Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren, Fellen, Spitzen. Federn, Reihern, Kindern,Ot,,n, Handschnhen etc. pimu» -- .■!■■■■!,ij . .. _ ' I.innt htnng und Organisation unserer V» erke sind in der gesamten Fachwelt als mustergültig anerkannt Zwangsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des ttzeorg Bitt zu Rieder-Weisel im Grundbuch eingetragen waren, sollen Samstag, den 15. Novbr. 1913, vorm. 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, Zimmer Nr. 18, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Bersteigerungsvermerk ist am 28. August 1913 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Verstcigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigcrungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelvcn und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung cnt- gegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- steigcrungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen, Band 49, Blatt 2445: Ä ää 9 Moraen Freitan, von 8 llbr an ! Geraucr Weißkraut zum Einschneiden, Ztr.Mk.2.50, sowie Rotkraut, Wirsing u. Gelbe Rüben ür Pferde zu haben. Alles billia! Niemand versäume diese flünftine Gelegenheit. Verkauf im Hose des [08276 Hotel Aelsenkeller, Bahnhofstraße. 12-/rUhr: Antreten der Wettkämvser aus dem Trieb. 1 Beainn des Fünfkampss in drei Stufen. IWettlauf,Weitspruna'Kugelstohen,Geräteübuna, Fretübunal 3 Uhr: Antreten der Knabenschulen. 3V, ,, Gcsana der Stadtknabenschulen („Der Gott, der Eucn wachsen lieh"). . i Ansprache des Oberlehrers Herrn Dr. Schmoll. * gemeinsames Vieb «„Deutschland. Deutschland über alles"). Freiübungen der Schüler. Lied ... Deutschland hoch in Ehren"). 4'/-Uhr: Berems-Porführungen: Fnhball, Faustball ,-u- sammenaeitellteMannschasten): Volkstänze (Wan- dervogeli: Uebungen der Jugendwehr. 4Vr Uhr: Eilbotcnlaus zwischen den Schulen «2 Stufen) und den Bereinen über 1500 Meter (Grünberger Strage ab Bahnübergang, Ziel am Schühen- hans). AkademischerBesangverein Beginn der Proben zu Matthaus - Passion von Joh. Seb. Bach Jephta, Oratorium von G. F. Händel Montag, den 20. Oktbr. abends 8 Uhr in der Neuen Aula. Allseitiger, pünktlicher Besuch von Anfang an dringend erbeten. Neuanmeldungen nimmt Herr Univ.-Musikdirektor Prof. Trautmann tägl. (außer Mittwoch), mittags von 1 Uhr bis 20 Uhr, in seiner Wohnung, Moltkestraße 6, und in den Probeabenden in der Universitäts-Aula entgegen. Ballettmeisterin und Tanzlehrerin. Meine Kurse - Privatkurse höherer Stände und Kinderkurse -beginnen Mitte Oktober Kirchenplats 23 (Neubau) Union-Theater Seltersweg 81 Programm für Dienstag, den 14., Mitt woch, den 15., Donners tag, den 16., Freitag, den 17. Oktober 1913. Aii der See Herrlichste Naturaufnahm. Die Liebesgeschichte einer Kreolin Hervorragendes Drama. Adolar hat schon wieder einmal Pech Hochtomische Szene, rum Schreien vor Indien. Wochenübersicht des Union-Theaters Neuestes auS aller Welt: Mode, Sport rc. Äls (Einlage! Ter ncncfte humoristische Schlager! Motto: Ihr sollt und müht lachen. a14/io Well Schlager! Das rote Pulver Aufsehenerregendes Sen- sationsdrama in 4 Akten, wird das grünte 2lufsehen erregen. Die Direktion. Tango Ein separater Tanzkurs nur für Tango, Rag-time, Boston. Privat- Unterricht in diesen Neuheiten jederzeit. zum Lnhnnn zuver|eihen 8. Oktober | Q||||Q|| zuveriiaufen Licht-Spiel-Haus Neu aufgenommen: Blusen-Seide in grosser Auswahl n