Die heutige Nummer umfatzt 10 Setten. verbürgen. * Eine bulgarische Darstellung des Krieges. Serbische Nachrichten. au meldet! Belgrad , 15- Juli. Das serbische Pressebure . _nit^nmiommcn von kleine n Schar ES ÄÄÄBfÄi» Sw« «Sw -----" --»w"‘ sei jeder Meldungen aus Griechenland. Bulgarische Nachrichten. ***! Sofia 14 Juli. Ein Communique des 5) auptg u a r - tiers besagt! Der ur^rün^e machen und den eifersüchtigen Staaten im Südosten zweckmäßige Grenzen zuzuweisen, die ein Gleichgewicht der Maste gs-Geschäfi ;he-Fabrik me8*warer Schulstr. 1; ■ Telephon 435 ^crtiot Mazedonien ist gegenwärtig ein herrenloses Land, da ' derjenige, dem es zugesprochcn wurde, der Balkanbund,stch -aufgelöst hat. Würde in Konstantinopel- ein schlauer ^chlo- 'mat wie der frühere Sultan Abdul Hamid die Berhandß H untren in London geführt haben, so hätte er sicher die eigen- ckümliche Lage besser 'cukannt und genutzt. _ Es Morte Ffein großer Scharfblick dazu, um vorauszusehen, das; die 'BalLmstaaten über die Teilung der Beute sich nicht einigen, sondern hart aneinander geraten würden. Dieser Aall konnte 'die Niederlagen der Türken nicht wettmachen, aber ihre .Lage erheblich günstiger 'gestalten. Wurde die Türkei von den Mächten genötigt, Maze- 'domcn auszugeben, so stand es ihr frei, die Abtretung dieser Provinz an den problematischen Baltanbund zu verweigern runb Mazedonien nach dem Vorgehen Oesterreichs von 1866 nnbezug auf Venetien entweder der Gesamtheit der Machte, .oder einer einzelnen Macht zu übergeben. An Liebhabern Ifür Mazedonien hätte es durchaus nicht gefehlt. Es war ein !Lieblingsgedanke König Eduards, aus Mazedonien eincige- ,nes Königreich unter internationaler Aussicht zu gestalten Staatssekretär Grey scheint diesen Gedanken auch heute noch nicht ganz aufgegeben zu haben. Selbst Rumänien soll be- vbsickrigen, die Autonomie Mazedoniens zu fordern. Way würde daraus werden? Ein unerträgliches Provisorium, .das zu steten Unruhen und über kurz oder lang zu einem neuen Balkankriege führen würde. Auch Rußland wäre geneigt gewesen, Mazedonien aus der .Hand der Türkei entgegenzunehmen, wie Napoleon einst Venetien aus der Hand Oesterreichs. In beiden Jall^ nicht zu eigenem Besitze; als Mitbegründer und Schutzherr desBalkanbundes Härte Rußland fern Schiedsrichteramt antreten die Teilung Mazedoniens nut den Balkan st aaten be- ^ttmmmi und den sonst unausbleibltcheii Krieg verhindern Zusammenberu fting der Truppen war der Generalstab also nur von diesen Nücksichten gleitet ohnc! irgend eine ag- . aressive Absicht. Seit Beginn der Operationen by, heitte wurde die gesamte serbische Armee durch dre 7, bulgari^e Division aufgehalten, die fast allein 10 Tage .fochh mit Ehren einen unglücklichen Kamps s.uhrte und ihren-ha- näckigen Angreifer auch setzt noch in Mach halt .Andere bulgari che Armeen unternahmen, das kann man laut sageii, keine ernsten! -Ov>eratiotten außer dem Gewaltmarsch dev Generals Kuttntsckew, der Knjatschew.atsch EKrn und schon Pirot bedrohte, als er aus 'rein politischen Gründen das Gebiet des Königreichs ©erbten raumen miistte. Gegen Griechenland operierten von Anfang an bissetzt nur schwache Streitkräfte des Generals Iwanow, die bei d.r rein defensiven Bestimmung dieser schwachen und iw. Vergleich mit dem Dotalbestande des griechischen Heeres sogar unbedeutenden Kontingente den Ansturm der Griechen mit unerhörtem Heroismus 10 -rage lang ausyrelten und so den serbisch-griechischen Plan zu schänden machten, b-efferi Durchführung vielleicht für unsere vierte Armee verhang- icksvoll gewesen wäre. 20000 Bajonette hielten, van nur unbedeutender Artillerie unterstützt, das gan^e griechische Heer auf, während unsere Truppen die ihnen zugewtesenni .Ottc besetzten. Das Heer des Generals Awanow beftndtt sich, nachdem es diese schwierige Aufgabe sManzeich durch- aeführt hat, heute in einer vortrefstichen Lage, bereit, du verzweifelten Anstrengungen des griechischen z brechen Die Serben sind, anstatt in irgend einer Richtung vorzurücken, im Gegenteil an mehreren stellen Astruckgewichen Was das griechische Heer anbctrisft, so ruckte cy im Verlauf von 16 Tagen, die ihm genügten, in der eroberten Jone alles in Brand zu stecken und zu zerstören nur 30 Mlometer vor. Alle Gerüchte über Niederlagen der verschiedenen bulgarischen Konttngente sind also falsch. Griechenlands Dichter auf dem Schlachtfelde. Sic Dichter des ! W'»!d«N.r'rKL wurde. Ap°?l und dm Muicu verlassen und zu den Waffen gegriffen. ruceru Qu§ der ™rÜ1"ftbS' i?“ namhafte Poet haoen iur £-LUiy J « ? Türfcitfrieq aus den 's ~Hinnhrit er mit glühendem Idealismus und Mit einer Rr. von dichterischem Purismus auf die moderne hellenische Dichtung zu übertragen suchte. Bon ihm rühren die klassischen Ver'e her LP moderne griechische Dichtung aufzuweucn hat, doch besai; Maoilis auch eine ausgedehnte allgemeine Bildung und hat mg- sjsche, ftanzösischc und italienische Werke ms Gr lechgche über tragen. Besonders wird seine Uebersetzung von ^^lleys ,,Lrometheu hoch gerühmt. Maoilis hatte bis zu ,einem 52. Lebcnsiahre am seiner schönen Heimatsinsel Korfu stckles und reines Leben geführt, als ihn der .Krieg ins J-ekd rief Sogleich ließ er sich al- Freiwilliger cinschreiben und machte -als Gemnner den ganzen Feldzug in Epirus mit. Besonders rn dem Gefechte bei L.uskos foll er Wunder von Tapferkeit verrickitet haben. Von. eener.Kugel verwundet, wurde er zunächst in ein nahegelegenes K^^'stst^mch ' dann in ein Hospital überführt und dort notdürftig wtedcrhergtttel^. Drotzdem aber war er nicht davon abz-uhalten, sich fogünch wieder Azer Kaiftrkrovl > Psund 49 Pjc Billiger cli - Zuck zrß $ilJL i=Ntrgrobe Hüte Pjund ne Hüte Psd. 21 lose Psd. 25 rW«s5wl4Ul lament Pavicr $ktet W mi Salizin imE- Aolle Ä arideren Einmack 'Artikel u beiter Omlitat. Eigentum bet Segnet JU be^ren.Tie '^bychen^h^ getötet1 mürben, unb bie man seht als Serben ansgtbt. der korsische Dichter auf dem Schlachtfclde. Vas herrenlose Mazedonien. Als man in Wien nach der Schlecht bei Königgrätz ein- scrh, daß der Krieg mit Deutschland und Italien verloren sei beeilte man sich, Benetien an den Kaiser Napoleon abzutreten Was man sich davon in Wien und Paris ver-, sprach, erfüllte sich zwar nicht. Napoleons Einmischung wurde verhindert. Allein der schlaue Schachzug ist unvergessen geblieben und könnte unter veränderten Verhältnissen von anderer Seite aufs neue versucht werden. Zwischen der Türkei und dem Balkanbund ist in London ein Präliminarfrieden abgeschlossen worden. Der B^l- fanbunb hat unrühmlich geendet. Mit ihm kann die Türkei einen endgültigen Zriedensvertrag nicht mehr vereinbaren. Auf Andrängen der Mächte wurde die Türkei genötigt, Mazedonien und Thrazien an den Balkanbund abzutreten Die Mächte überließen diesem Bund die Teilung der Beute. Das war ein Fehler, der sich jetzt bitter rächt; ein Wer, Len die Uneinigkeit der Mächte erklärt, sedoch nicht recht- fönnen. <. . ~ , Die Balkansraaen, wie sie sich, neuerdingy verwickelt halben "i’inb nur dutck) Eingreifen der Machte zu losen Die Aussichten für den Mieden erscheinen trotz al er bedenklichen Anzeichen nicht ungünstig Wiewvhl ein^lste liefen oder icncn Balkanftaat besondery begunsttgt scheiß möckften o haben sie doch ein ziemlich ^ereirftttrnmendes Interesse an der Aufrechterhaltung crney leidlichen Gleich- aewichts auf der Balkanhalbinsel, auch Rußland, das ein attzustarkes Bulgarien, auch Oesterreich, das em allzustar- kes Serbien nicht aufkommen lassen will. Das europäische Gesamtinteresse, das sich durchbricht, ist start genug, usnt dem neuen Balkankriege^emMde^zu « Der Tod des „Ger äu schdir ekto rs" der (So; mPbic Krancaiie. Laurent Leon, der „Gerauschdireckor der Eomedie Franeaise, ist, wie aus Paris Aemeldet wird rm Filter non 77 fahren gestorben, und damit ist eine G.ftatt oes Pariser Theatcrlebcns dahingcgangen, von der die Zuschauer me eä sahen lunb eigentlich kanm etwas wi-tzten, »bwohib-s Am^bA c.crrn Leon geräuschvoll genug war. Als "Gerama)0ircilor hatte er nicht nur das Orchester der Eomedie (von dem auch kein Pariser Theaterbesucher etwas zu wlsfcn ^/gt), unter sich, sondern auch alles, was an Lärm und Geräusch notig ist er ttetz den Wind pfeifen, das Meer braincn, den Donner grollen und den ^>aacl herniederprasseln, und bei bet war er den schauspieler gegenüber ton her grössten LiebenSwürdigknt. .nnzelnc Schau, frirfer der Eomedie haben nämlich so empfindliche Obrem d n die Geräusche ihnen kaum erträglich sind; ^verlangt ME^ulch, daN der Donner ganz pianigimo klinge, und anderen ^chaunnei tnieber kann das Rauschen des Windes gar Nicht laut genug fein. Ban dieser Zeit an ist .er dErnb mts^enUe bei Comeb g SWWMMKL : Dazu gehören verschiedene klamiche Wert , ^tgliederN unb ber König aagobett. Leon, de s feinem Tode noch der Eomedie gehörte, ift bis wenige Tage vor Kinan äw : nn Theaterbetrieb tätig gewesen. p- pr6"flbatt. ebt orthen 15 -Tuli. Generalstabschef Dumanis telegrn- ZSMM-W« crhötten Brutalitäten der bulgarischen Arntce aus. Atbcn 15 Juli. Der Ministerpräsident Bentzelvs TinftennS/«^ M8WUM BilÄse MMMMM b« Son iSb bS‘’untmS !nb"endlich Abrüswng innerhalb eines sestzusetzencen Zeiträume-. ___ ___ rasse 26 \ Telephon 1S6 ässe 20 ' alltorstrasse 21. Ein- Venimalfchutz-Aurftellung. , Eine Denkmalschub.Ausstellung im besten sinne v-rmrstaltet '■ die König liche N! e ßb i l d a n st a l t im Lichthofe oes ^er ।lincr .tu ü Atinrd cnfifhfntt tunn stille ÄÄÄ SÄ M Wunsch ^?7«bSna^kchelnkga^bÄL^°^areD,. was die -lvsta ( nicht übertroffen werden tvird und ^rck^beren'Zustandekommen sich^ber Leiter «««* Lichthof des Kunstgewerl .. 'rJcn Einzelheiten, die man Potsdam rwcks ^Auge entziehen, gewinnen Wert, sich im .^em ^l^men?)änqc; bie in starker Form Kraft, unb betonen die ck Beieinander, das ein ruhiges vorhanben sind. ' ll' ftQttct ändern geradezu zur Pflicht macht, Vergleichen nicht nur gestatte,. , u Baudenkmälern m einer ersteht die Stadt, mi ihren v^ittgen.^^ wunderbaren Schönheit. Und bami^ Anerkennung. Als bildanstalt für ihre stillaufbewahrt, werden drefc grotzen Dokumente im Archiv der unirair Möglichkeit kneten, alles und kleinen Bilderzu leder Z d historischen Bauten s- S-V-ÄÄtia .?£«•.*. SS?it *• -- •- Ä lAhrnnnrt Mittwoch, 16. Juli 1915 Nx 164 (Etfics Blutt 163. juhkgung Ä Bcingsvret Ul. VM _ ' 'W*T O monatlich75Pf^viertel- Ü?er (5k6fticr Tinj'W M ▲ T ▲ jäbrlid) 'int. 2.20; burd) ericheint läglidp antzer ▼ Lj A ▲ M. ▲. SM JK AA A Adhole- iu Zweigstesten Sonntags. - Beilagen: JB A AA Ak Ad ■■ J jg monatlich 65-Vi.; viermal mocbentltch Eft |»T MW W W T ß W IO ■ W die Post Mt. 2-viertel' EtehrnerKan.iltendlaller; W W O fi V W W 8 Bf W M 8 Br H jährt, ansicht. Besteltg. roocbcnil.Ktds« H N n B !' v V? ZeilenvreiS: blutt für öen Kreis feiefeen WB M ■ RJ ®T H Bl IST B B W B A- JB W ES «B fiL wX-KL A auswärts 20 Piemng. (Dienstag und Freitag); MF IU M BI pA Rft. B Bf B V Chefredakteur: A Goetz, ziveimal inonatl. Land- H B ^Wr IK v ■■■ Derantwortttch für den wirtschaftliche Zeitfragen M Hj politischen Teil: August Fernsprech-Anschlüsse: ** Goetz; für .Feuiüc- 8« Eenerat-Anzeiger für Oderhessen M-U- Annahme von Anzeigen notationsbrud unb Derlog ber Bru^rfd^en Unio^Bud): unb Steinörnderci K. £ange. Rebattion, _p Anzeigenteil: H. Beck, bis tornuttoS'b'iü” ®efd)äftsfteUc Bübingen, Bahnhofstraße u>a. S 0 bi a, rs. Juli. Nachdem bie f erb is che K 0 l 0 n n e, bie bis auf 20 Kilometer in bas Innere Bulgarrens einacbrunqen unb in bie kleine Stabt Boi rlov g ar b einae^gm war. bie fie mit sämtlichen um tegenben Dörfern vlunberre. zuruckaeschlagen war, würbe am estaesteM bas; ber Befehlshaber bes brüten leiblichen »a« tatoons ■SToaotub A r s e n i e wi ts ch. 4 b uI g a r 11 che Df iäierc, einen Unteroffizier unb einen »»waten, die die Serben in Bosilovgard ausfanden, er s chr e st e n 11 e Knerf S vorher waren zehn bulgarische Solb-ten un r den Aua en der Bevölkerung von Bostlovaard, bw voller schrecken in das Innere geflohen war, niedergemacht wo^- Ln ^m Augenblick der- Einnahnre des Dorfes Uzen,durch die Bulgaren fand man in den serbischen Schanzgrabe die LeÄwn dreier bulgarischer Mädchen nn Alter von 13 x - l-^aVen verstümmelt vor. Aehnliche Grausamkeiten ", ^an“?^t^enUtuTgX^^erD Iruw‘cnC un serbischen gebiet gräte —- 18. Jahrhunderts gestatten- gebracht. , Belgrad, 15. Juli. Die offiziöse „Sanouprava be- ■e?(iCJ (~Prbien hätte den Grundsatz ausnahmsweise der Ö flSer Äib^n tönnen, aber in den. Krwge mit Sulaaneu, ber ihm au,gezwungen fet, verteibige Ser. dien bei? Grünbsatz bes Gleichgewichts auf dem Balkan. UWWBWTM Gleichgewicht und läßt ihn unangetastet. Rumäniens Absichten. Buk,arest, 15. Juli. Der heutige Ministerrat unter Sem Vorsitz ^esrKönias beschäftigte sich mit der -bet-bcr morgigen Eröffnung des Parlaments zu haltenden Thronrebe und nnige durch den Kriegszustand notwendig gewordene Gesetzentwürfe. Der Kö n i g ist beute abend zur Ärmee abgereist. Bukarest, 15. Juli. (Wiener Korr.-Bureau.) Maßgebende rumänische Kreise betonen, die Ansprüche Rumäniens seien noch heute die gleichen wie vor Beginn der Operationen. Die Operationen würden solange fortgesetzt, bis die Krieg führenden einen Waffenstillstand abgeschlossen hätten. Ein weiteres Borrücken der rumänischen Armee steht bevor. London, 15. Juli. Reuter erführt von maßgebender Stelle: Rumänien erfüllte eine der Aufgaben der Mobilisierung, nämlich der Besetzung der neuen strategischen Grenze, und werd» jetzt versuchen, Bulgarien zu veranlassen, sich mit Serbien und Griechenland zu verständigen, um eine Störung des Gleichgewichts aus dem Balkan zu verhindern. Wenn dieses Bestreben zum Ziele gelange, werde ollem Anschein noch Rumänien seine Aufgabe erfüllt haben. Man hofft, nach der cndgültigeii Regelung werden Rumänien und die übrigen Balkanstaaten damit beginnen, zusammenzuarbeiten in dem gemeinsamen Bestreben, die eigenen Interessen zu verteidign. Wenn kein Einzelstaat die Vorherrschaft habe, werde sie wahrscheinlich den Anschluß Rumäniens an den Balkanbund, wie er immer in Zukunft sich gestalten möge, in sich schließen. Die Räumung des türkischen Gebietes durch Bulgarien. Sofia 15. Juli. Die „Agence Bulgare" meldet, daß, entsprechend dem zwischen den Regierungen der Türkei und Bulgarien getroffenen Abkommen, gestern die Räumung der Gebiete jenseits der Linie Enos—Midia von den bulgarischen und die Besetzung durch türkische Truppen begonnen hat. Konstantinopel, 15. Juli. Tie türkische Armee hat die 'Linie Enos^-Midia besetzt. Der Aufmarsch ging rasch und glatt von statten. Die Bulgaren ließen einen Eisenbahnzug auf der Strecke zurück. Sie haben anscheinend weder die Dörfer noch die Bahnstrecke beschädigt. Zusammenstöße scheinen vermieden worden zu sein. Grey über die Balkancreiguisse. London, 15. Juli. Beim Schluß der Sitzung des Unterhauses erwiderte Sir Edward Grey auf die Anregung eines Mitgliedes wegen einer britischen Intervention im neuen Walkankriege, die Erwägung über den Charakter des Krieges und tue Leidenschaften, von denen er begleitet sei, zeige augenscheinlich, daß bloße Worte außenstehender Mächte nicht geeignet feien, oie Lage zu, beeinflussen. Grey fragte, ob er das Haus um einen Kredit ersuchen dürfe, der zur Beilegung des Balkankrieges Ver- iwendung finden solle. Uno selbst wenn dieser Kredit bewilligt würde, was könne man in dem Kriege zwischen Serbien uno Bulgarien tun? Schon die geographische Lage der Kriegführenden bringe es mit sich, daß das europäische Konzert dort nicht als ^Ganzes Vorgehen, sondern einem Teile das Mandat zur Exekutive iübergeben müsse. Tas europäische Konzert sei um die Beendigung des Krieges sehr besorgt, es sei aber für das Konzert außerordentlich schwierig, den Frieden mit Zwangsmaßregeln herbeizuführen. Was durch die Uebereinslimmung der Mächte für den Frieden getan werden könne, werde sicherlich geschehen. Die Lage sei gegenr wärtig folgende: Bulgarien wandte sich an Rußland, nm die ^Einstellung der Feindseligkeiten zu erlangen. Griechenland und Serbien seien bereit, in die Einstellung zu willigen, aber unter Bedingungen, die Bulgarien annehmen müsse, bevor sie dies täten. Was das türkische Vorgehen anlange, so sei ihm «Grey) versichert toorben, daß es die Absicht .der Türkei sei, nur das Gebiet jenseits der Linie Enos—Midia zu besetzen. Solange die Türkei bei dieser Wbsicht bleibe, sei auch ihr gegenüber keine Ausnahmemaßregel nötig. Tie Grenze werde durch eine internationale Kommission -festgesetzt. Inzwischen sei es natürlich, daß Bulgarien auf der -einen, die Türken auf »>er anderen Seite Wacht hielten. Er vertraue, daß die Türkei bei ihrer Absicht 'bleibe. Ein .Hinaus- -gebtn über die Grenzlinie würde die bestehenden Schwierigkeiten vermehren. Eine andere Angelegenheit von vitaler Wichtigkeit /fei, daß die Großmächte fortgesetzt in Berührung blieben und deinen Schritt unternähmen, der Schwierigkeiten zwischen ihnen ^verursachen könnte. Dies Ziel erstreben die Mächte seit Ausbruch Les Krieges und würben es dauernd weiter erstreben. Sie seien" betreffend Albaniens zu einer Entsck-eidung gekommen. Diese lEntscheidung trug zur Aufrechterhaltung der Harmonie zwischen shnen wesentlich bei. Es sei natürlich, daß irichls, was im -gegenwärtigen Kriege gesehehe, die bereits erreichten Entscheidungen, i>ic einen wertvollen Aktivposten für die Harmonie zwischen den >Mäckcken darstellten, umzustoßen geeignet sei. Grey schloß: ,,Der »günstigste Ausblick, den ich. dem Hause bieten kann, ist, daß, erstens, Der jetzige Krieg so erschöpfend und so schrecklich in seinem Charakter ist, daß er nicht lange dauern wirb, zweitens, daß schon seine bloße Intensität ihn zum Mscbluß bringen wird, drittens, daß sich ans ihm hoffentlich keine Komplikationen ergeben, die einer Großmacht den Zusammenhang mit einer anderen rauben !und das europäische Konzert in Gefahr bringen. Die erste Sorge des europäischen Konzerts ist, sich selbst und die Harmonie zwischen feinen Teilen zu bewahren. Wenn das nicht gelingen sollte, dann wäre dies für Europa unheilvoller als alles andere, was sich bisher ereignete. Es ist -jede Aussicht vorhanden, daß die Mächte fortdauernd in Berührung miteinander bleiben werden und daß sie, wie sie die bisherigen Komplikationen überwunden haben, auch durch Bewahrung dieser Fühlung die Komplikationen überwinden werden, die in Zukunst. entstehen können." Das Haus nahm die Ausführungen Greys mit lebhaftem Beifall auf und vertagte sich sodann. Verschiedene Nachrichten- Paris, 15. Juli. Rach einer Blättermeldung aus Belgrad habe die serbische Regierung die Aufmerksamkeit b-er Großmächte auf die angeblich zwischen der provisorischen Regierung A l b a n i c n § und den Führern der bulgarischen K o m i t a t s ch i s schwebenden Verhandlungen gelenkt. Die serbische Regierung habe auf die schwierige Lage hingcwiesen, in der sie sich befinden würde, falls die Albanesen und bulgarischen Komitatschis zu einer Verständigung gelangen und die serbische Grenze angreisen würden. Paris 15. Juli. Die internationale Finanz- ckom Mission wird nur noch zwei bis drei Sitzungen abhalten und dann nach einer für den 18. anberaumten Plenarsitzung in die Ferien gehen. Die Konstantinopeler Meldung, daß die türkischen Delegierten aus der Finanzkommission ab» berufen worden sind, wird als unrichtig bezeichnet. Deutsches Neich. B a l e st r a n d , 15. Juli Ter Kaiser arbeitete heute vormittag allein und nahm später die Vorträge der Chefs des Militär und Marinekabinetw entgegen, ferner die des Vertreters des Slus- toärtigen Amtes, Gesandten von Treutler. Heute nachmittag machte der Kaiser einen Spaziergang an Land. Vorgestern stürzte ein Matrose vom Kreuzer „Kolberg" während einer Bergbesteigung ab. Bei den Bergungsvi-r- suchen erlitt ein O f f i z i e r ernste Quetschungen, doch besteht feine Lebensgefahr. Die Leiche des Matrosen wurde abends geborgen. Berkin, 15. Juli. Ter Prinz von Wales, der augenblicklich inkognito eine Reise durch Deutschland macht, kam heute im Automobil von Leipzig zum erstenmal nach Berlin. Er brauchte für die Fahrt nicht ganz 3 Stunden. In seiner Begleitung befinden sich Major Cardogan und Professor Fiedler. Der Sekretär des Prinzen und die Dienerschaft waren schon vor gestern mit der Dahn eingetroffen. Bald nach seiner Ankunft unternahm der Prinz mit Professor Fiedler (Universität Oxford einen Spaziergang durch die Stadt, der sich auf mehrere Stunden auSdehnte. Kick, 15. Juli. Tas zweite Geschwader der Hochseeflotte trat heute abend 7 Uhr seine Sommerreise an. 2tiisiano. Pa ris, 15. Juli. Ter deutsche B-ot/cha f t er hat alles erforderliche veranlaßt, um den genauen Sachverhalt des Rancher Vorfalles festzustellen. Der Ministerpräsident und.der Kriegsminister werden dem Armeeausschusse auseinandersetzen, daß sie hauptsächlich darum b ve Einstellung der Zwanzigjährigen befürworten, weil diese Einrichtung in Deutschland bestehe und dort zu keinerlei ernsten Unzuträglichkeiten führte. Die Armeekommission befindet sich bereits im Besitze von Statistiken über Krankheiten der mit 18, 19 und 20 Jahren eingetretenen Freiwilligen, Die Krank heitsfälle foären weniger zahlreich als bei den mit 21 und 22 Jahren Dienenden. Falls die Kammer für diese Maßnahme stimmt, ist die Regierung bereit, sie in der zweiten Hälfte des November durchzuführen. Tie Negierung wirb nicht die Vertrauensfrage stellen, aber energisch für die Einstellung der Zwanzigjährigen eintrcten. London, 15. Juli. Das Oberhaus lehnte^ die zweite Lesung .der Home r ule bi ll mit 302 gegen 64 Stimmen ab und nahm einen Antrag Lord Landsdownes an, die Bill zuvor dem Urteil der Wählerschaft zu unterbreiten. Madrid, 15. Juli. Aus Tetuan wird vom 12. d. M. gemeldet: Die Kämpfe haben seit zwei Tagen wieder begonnen, namentlich am Freitag wurden die Spanier, die mit 12 000 Mann einen Ausfall machten, während des ganzen Tages beunruhigt, sie verloren 6 0 Tote, darunter drei Offiziere, und 150 Verwundete. Die Spanier kehrten in ihre ursprünglichen Stellungen zurück, nachdem sie mehrere Tuars verbrannt hatten. Die Hitze ist außerordentlich. Peling, 15. Juli. Die Feindseligkeiten in Kiangsi, wo der abgesetzte Gouverneur der Provinz Lilichtschun, der General Hwang Hsing an der Spitze der Rebellierenden die Kiangsi-Truppen Puanschikais, die der Regierung Respekt verschaffen sollen, zu vertreiben sucht, ferner die Sprengung eines Magazins in Kaifun und andere Versuche, der Regierung Schwierigkeiten zu machen, werden als Anzeichen betrachtet, daß die Jungchina-Partei entschlossen sei, eine Entscheidung herbeizuführen. Puanschikai hat 'Verstärkungen ins Pangtsetal gesandt. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. Juli 1913. ** Tageskalender für Mittwoch, den 16. Juli. Die Anlageinusik findet beute nachmittag 5' < Uhr statt (nur bei gutem Wetter). Spielplan: 1. Mein Regiment! Marsch von H. Blankenburg: 2. Ouvertüre zur Oper „Mignou* von Thomas: 3. „Anna, was ist denn mit dir?" Walzer aus der Operette »Der liebe Augustin" von L. Fall; 4. Original-Schwälmer-Tänze von I. Lewaller. Zirkus Althoff. Mittwoch und Donnerstag abend 81/* Uhr: Vorstellung. . ** Sommerurlaube der Minister. Finanzminister Dr. Braun, der durch die Beratung der Besoldungsordnung im Finanzausschuß besonders stark in Anspruch genommen war, weilt seit mehreren Wochen in der Schweiz und wird gegen Ende der Woche wieder hierher zurückkehren. Dann tritt Minister des Innern v. Hom- bergk seinen Urlaub an, während Staatsminister Dr. v. Ewald wegen des jüngst eingetretenen freudigen Ereignisses bei seiner Tochter, Freifrau v. Gustedt, erst im September seine Erholungsreise nach der Schweiz an- trcten wird. **" Hessische Handwerkskammer. Der Deutsche Reichstag hat in den vergangenen Wochen die M i l i t ä r v o r - läge einer eingehenden Beratung unterzogen und die Forderungen der verbündeten Regierungen auf HeereSverstärkung zum Gesetz erhoben. (Gewaltige Summen sind es, die zur Turchführung dieses Gesetzes von dem deutschen Volk getragen werden und es gehört zur Hauptaufgabe der Interessenvertretungen der verschiedensten Berufszweige, dafür Sorge zu tragen, daß diese in das Wirtschaftliche Leben zurückströmenden Summen in zweckmäßige Bahnen gelenkt werden und hierbei möglichst alle Erwerbszweige in gleicher Weise Berücksichtigung sinden. Insbesondere kommen bei all diesen Lieferungen und Neubauten die verschiedensten Handwerkszweige in Betracht und wurden durch die in der Oeffentlichkeiit in letzter Zeit öfters behandelten Anschauungen der leitenden Militärbehörde über das Vergebungswesen in Verbindung mit den Wirkungen der Militärvorlage berechtigte Wünsche und Hofsnungen hervorgerufen. Es dürste bekannt sein, daß von der Interessenvertretung des Handwerks seit langen Jahren an der Verbesserung des bestehenden Unterbietungsverfahrens gearbeitet wird. Sind auch die maßgebenden Behörden in mancher Hinsicht den Forderungen des Handwerks entgegengefommen, so verbleiben doch immer noch verschiedene Punkte, die häufig Anlaß zu neuen Klagen geben. Die bevorstehenden, zum Teil in Angriff genommenen Bauarbeiten und Lieferungen haben auch die hessische Handwerkskammer veranlaßt, bei den maßgebenden Militärbehörden dahin vorstellig zu werden, daß bei Vergebung von Arbeiten und Lieferungen in erhöhtem Maße die Interessen des Handwerks Berücksichtigung finden, insbesondere wurden die schon jahrelang vertretenen Punkte erneut der Beachtung empfohlen. Die hauptsächlichsten Forderungen gehen dahin, die Arbeiten bei Kasernenneubauten stets in getrennten Losen zu vergeben, die am Platze ansässigen Handwerker möglichst zu berücksichtigen und nur solchen Angeboten den Zuschlag &u erteilen, diees ermöglichen, gediegene Arbeit zu liefern und dabei einen a n - gemessenen Verdienst zu erzielen. Ferner sollte nicht nur bei Erstellung von Neubauten, sondern auch bei der Herstellung der Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände nach Möglichkeit eine korporative Beteiligung der Innungen und Vereinigungen des Handwerks, wie dies in letzter Zeit erfreulicherweise mit gutem Erfolg namentlich von den Verwaltungen einiger größeren Städte geschieht, herbeigeführt werden. Im Interesse der Regierungen und des Staates muß es liegen, einen leistungsfähigen Handwerkerstand -sich zu erhalten und werden die Handwerker allen Behörden, die ihre Bestrebungen in weitblickender Weise unterstützen, hierfür Dank wissen. •• Verwendung im Beamtend ienst. Mittels Erlasses vom 17. Juni weist der preußische Eisenbahnminister die Eifenbahndireklionen darauf hin, daß die Arbeiter tunlichst in der Neihenfolge ihres Dien st alters zur Ausbildung im Beamtendienst heranzuziehen sind. Bei der Heranziehung zum ständigen HülfSbeamtendienst sollen unbillige Verzögerungen möglichst vermieden werden. Bei erforderlich werdenden Zurückziehungen auS dem Beamtendienst kommen hierfür diejenigen Hülssbeamten in Betracht, die auf den beteiligten Dienststellen zuletzt in den Veamten- dieuft übernommen wurden. Soweit angängig, sind in solchen Fällen geeignete Perfonalverschiebungen vorzunehmen, um die Zurückziehung älterer HulfSbeamten zu vermeiden. ** Gießener Stadttheater. Hoheit tanzt Walzer. Das gestrige Gastspiel des Kurtheaters in Bad-Nauheim brachte uns eine neue Operette, Hoheit tanzt Walzer, ohne daß man sagen könnte, vieles wäre neu gewesen. Einen großen Teil der Witze haben unglaublicherweise die Fliegenden Blätter schon vor- >veg genommen und was übrig bleibt, das ist eine — sehr gute Unterhaltung. Tie Melodien sind oft recht hübsch, nicht immer neu, aber darum umso wirkungsvoller. Eine Hoheit, die natürlich wieder mal in einen armen Tcusel verliebt ist, der Gott weiß warum, Kellner geworden ist — die Verfasser behaupten, weil er nicht zum Hofkapellmeister ernannt worden sei. Tas ist halt mal so, und er ist furchtbar traurig darüber — besonders, als ihn die Hoheit an ihrem Hochzeitstag zum Hofkapellmeister ernennt. Der Sanner spielt — der Lanner — und Hoheit tanzt Walzer —. Von nun an ist das Gasthaus „Zur silbernen Bretzel" hoffähig und die armen Leutchen, denen es gehört, werden vom I drohenden Umfall gerettet weil Hoheit AaLtz« tanzte. Wies ist mä>Hdf, nett, lieb, nur der Ochsenwirt nicht, das ist ein Flegel — und er .kriegts tüchtig gesagt —. Das geschürt ihm recht — warum will er auch die Tochter des Bibliothekars heiraten, der an seinem Jubeltage pensioniert wird. Warum? — Die Darstellung war wieder sehr gut. Herr Ähnelt, den auch den reichen Ochsenwirt vortteßlich verkörpette, zeichnete für die Regie verantwortlich und hatte für recht ansprechende Bühnenbilder und eine gute Einstudierung gesorgt Eine allerliebst« Hoheit war Frl. Koppen höser, eine niedlick)e Lisi Fräulein Josepha, die trotz einer starken Unpäßlichkeit ihre Rolle an- eickennenswert durchführte. Einen flotten Peperl, voll „Hannus und Sentimentalität verkörperte Herr Kurt Harden. Als Strampfl tat sich Herr Gottfried hervor. Sehr lustig Wirkte Fräulein N a t h u s i u s als Hofdame. Ein reizendes Pärchen, das sich außerordenttichen Beifalls zu erfreuen hatte, bildeten die beiden Töchter des Herrn Obergardcrobiers Steuernagel, die das Lied von der Mrinoline sehr hübsch vortrugen. Die musikalische Leftung hatte Herr Röhren. ** D i e Rechts schutzstelle für Frauen und Mad - ■ chen macht darauf ausmerksam, wie wichtig die neuen Bestimmungen über die Berechtigung, Lehrlinge zu halten und anzuleiten, für die Kreise der weiblichen Handwerker: Schneiderinnen, Fri- 1 seusen, Putzmacherinnen, Weißnäherinnen und ^Stickerinnen sind, i Nach diesen Bestimmungen ist heute keine Schneiderin, Putz- 1 macherin usw. berechtigt, Lehrlinge anzuleitcn, die nicht tm Be- | sitze des Meisterbriefes oder eines behördlichen Ausweises über 1 die Befugnis, Lehrlinge auszubilden, ist, und auf diese Tatsack>e ' können Eltern sowohl als auch Handwerkerinnen nicht nachdrüü lich genug hingewiesen werden. Die meisten der Handwerkerinnen sind sich gar nicht bewußt, daß ihnen mit der Gewerbenovelle vom 30. Mai 1908, die am 1. Oktober 1908 in Kraft trat, eine Berechtigung verloren gegangen ist, die sie scheinbar besaßen. Es soll aber an dieser Stelle nochmals auf die llebergangs- beftimmungen aufmerksam gemacht werden, die mit dem 1. Oktober 1913 außer Kraft treten. Allein der behördliche Ausweis über die Befugnis oder der Meisterbrie' berechtigen zur Annahme und Ausbildung von Lehrlingen. Allen anderen Personen ist die Anleitung von Lehrlingen untersagt und sie machen sich im Falle des Zuwiderhandelns sttafbar bis zur .Höhe von 150 Mk. oder bis zu 4 Wochen Haft. Für alle, die es bisher unterlassen haben, die Vorschriften der Gewerbeordnung zu erfüllen, wird es von außerordentlicher Wichttgleit und Bedeutung sein, die kurze Spanne Zeit auszunützcn, in der die llebergangsbestimmnngen noch Kraft haben. Vom 1. Oktober d. I. an ist es unmöglich, das Versäumte nachzuholen. Es ist daher Pflicht der Reckstsschutz- stelle, im Interesse der weiblichen .Handwerker auf den Besuch von Meisterkursen hinzuweisen. ** Er lehrte ihn, mit Geld umgehen. Gestern mittag erregte am Bahnhofsplatz eine lustig? Prügelszene Aufsehen. Ein Vater aus der Provinz mar mit seinem 13- jährigen So'lm am Marktplatz in die eleltrische Bahn gestiegen. Ter Alte hatte beim Einsteigen 20 Pfennig in ben Schlitz geworfen und dann im Innern des Wagens Platz genommen, während sein Svrößling beim Wagenführer geblieben war. Nach deut Verlassen des Wagens an der Endstation frug der Vater den Sohn, wo er die 50 Pfennig habe, die er ihm gegeben habe: der Bub erklärte, er habe genau wie der Vater und andere Fahrgäste dies auch getan haben, das Geld slo nach und nach an jeder .Haltestelle in den Schlitz geworfen. Warum hast du das nur getan, frug der Vater erregt. Es haben's doch die anderen auch so gemacht, meinte der Junge. Wart', ich will dich mit Geld umgehen lehren, meinte der Alte, und nun setzte es kräftig eine Lektion, die erst im Bahnhofsgebäude ihr Ende erreichte, als dort stxhende mitleidige Leute auf Befragen des Vaters erfuhren, warum der Knabe Püffe und Schläge erhielt. Unter Lachen legten sie sich für den gezüchtigten kleinen Verschwender ins Mittel. ** Tie elektrische Ueberland-Anlage der Provinz Oberhessen schreibt uns: Sie haben in einem Bericht über den Provinzial-Fenerwehrtag in Ober-Rosbach die Nachricht gebracht, daß ein Vortrag über das Verhalten gegenüber den Hoch- und Niederspannungs-Leitungen der Ueberland-Anlage in Brandfällen ausfallen mußte, weil unser Herr Oberingenieur v. Stadler nicht erschienen wäre. Wir bitten Sie höfl.^ dies dahin zu berichtigen, daß ui> ferem Herrn Cbering, v. Stadler überhaupt nicht bekannt gewesen ist, daß er» in Ober-(Rosbach den Vortrag über das obengenannte Thema halten sollte. ** Berichtigung. In dem gestrigen Aussatz über die Gießener Hütte ist ein unliebsamer Druckfehler unterlaufen; in der zweiten Spalte, Zeile 18 von unten muß cs Gesamt- vcrcin heißen statt Gesangverein. ** Die Landwehr kommt. Heute wurde eine Landwehrkompagnie bei den Ilkern formiert. Die Leute sind 14 Tage zur Fahne eingezogen. Landkreis Gießen. # Muschenheim, 15. Juni. Eine wesentliche Verkehrsverbesserung ist jetzt durch den Umbau der alten Wetterbrücke an der Straße Dorf-Güll-Muschenheim geschafsein Durch Entfernung der alten schweren Mauern rechts nnd links der Brücke und unter 2lusnutzung der als Eisbrecher dienenden Brückenpfeiler hat man die früher 3 Meter breite Brückenfahrbahn auf 5 Meter verbreitert, so daß, sich zwei Fuhrwerke darauf bequem ausweichen können. Rechts und links der Fahrbahi^ bat man je meterbreite, mit Zementfliessen befestigte, erhöhte Fußsteige angebrackft, die nach der Flußseite durch ein eisernes Gitter abgeschlosseir sind. Der Brückenumbau, der unter Benutzung der bestehenden alten Anlage in Eisenbeton von der Eisenbeton-Gesellschaft, früher Lolat, in Gießen hergestellt wurde, ist nach dem Entwurf des Kreisbauinspektors Hechler überaus geschickt und jedenfalls recht billig ausgeführt. Zu loben ist auch, daß unmittelbar an der Brücke, die am .Ende einer Straßen kurve liegt, elektrische Beleuchtung hergestellt ist. Kreis Büdingen. 1. Stockheim, 14. Juli. Sein 14. Bundessest feierte der Nidder-Skemental-Sängerbund; damit verband der Gesangverein „ Eintracht * zu Aulendiebach sein 25jähriges Jubiläum. Eß waren auS der Umgegend 20 Gesangvereine erschienen. Durch einen Massenchor der Bundes- vereine wurde das Fest eröffnet. Die Festjungfrauen führten ein Festspiel auf. Kreis Lauterbachs E. Lauterbach, 15. Juli. Die im Jahre 1902 auS bereitgestellten Mitteln der Sparkaffen des Kreises Lauterbach gegründete Volks wände rbücherei ist jetzt in 32 Gemeinden des Kreises aufgestellt worden. Die Ergänzung der Bücher erfolgt jetzt durch Zufchüffe deS Staates und des Kreises, so daß immer mit neuen Auflagen auS der deutschen Dichter-Gedächtnisstiftung in Hanlburg-Großborstel und der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Berlin gesorgt werden kann. Einen bedeutenden Zuwachs erhielt die Bücherei durch ein Vermächtnis der verstorbenen Frau Dr. (Salmberg, der sogen. Calmbergbücherei, welche allerdings nur für die Wandergruppe der Stadt Lauterbach bestimmt ist. Im letzten Verwaltungsjahr wurden 4000 Bücher auS- gegeben. Sämtliche Wandergruppen werden von Lehrern verwaltet, so daß Verwaltungskosten nicht entstehen. In Lauterbach ist die Ausgabestelle im Kreisamtsgebäude untergebracht. & ■ ' ! Räubern niedergeschossen und beraubt wurde. ^Eduard Simon, ist heute (ßerid?ufaaU 21,5 • C. Juli - r Dir. Prof. Schmidt schein von Selbstmord zu erwecken. Luft-ckiffahrt. Tlailan d. 15. Juli. Hier stürzte der 18 Jahre alte Flug- n b l a r t aus 500 Meter L>ohe ab ; er war iofort t o t. m. Offenbach a.M., 16.Juli Eor!mft-Mer'Armer-und zwei Herren besetztes Automobil, das bie Kummer 1687 unb das Nationalitätszeichen F (Frankeich) «friet urft^hesftgn Er plosion des Benzinbehälters beim Nachfullen von Benzin m der Offenbacher Straße im Nachbarorte Sprendlm^n M Brand Das Automobil wurde völlig zerstört, die Erfassen kamen mit deni Schrecken davon. — Zur Ge m einderat Seligenstadt ist auf Anregung der Freisinnigen cm Kompromiß mit den Sozialdemokraten zustande gekommen. Ms Kandidat^ wurden die Freisinnigen Kaufmann W eier ma nn und Buchhalter Zöller, sowie die Sozialdemokraten Maler Seitz und 15. Juli. Unfete «eine hessiiche Exklave im Obertaunuskreis kommt infolge ihrer eigenartigen Lage wirtsehaftlich immer mehr zurück, wogegen die Steuern ständig steigen. Nicht minder unangenehm sind die Rückwirkungen auf kommunalem Gebiete gegenüber den aufblühenden preußischen Nachbarorten. Um diese Mißstände zu beseitigen, will die Gemeinde versuchen, dem preußischen Staatsverband cinvcrleibt zu werden. Als Gegen- leistung soll ein entsprechendes preußisches Gebiet zu Hessen veEi^htes. * Qebenemüi>. Aus Berlin wird gemeldet: Im Teltow- k-mal ertränkten sich nachts der 18jährige,Geschäftsangestellte Graubär um oWw£8“"» A-ernanb Geis aus Mainz, der schon einige Gedichte gemacht bat wurde wegen einer sonderbaren Urkundenfastchung von der hiesigen Strafkammer zu einem ^EatGfta^ni^verurteilt. Er batte in der in Hannover erscheinenden Zeitschrift ,,^,'e Queue den eigenen Lebenslauf Vnd seme »literarische Bebert.- t ii n a" nncrfcnncnb besprochen, indem er sich als einen Dr Berg ausgegeben batte. Als solcher veranlaßte er den Benag auch^ jedenfalls gegen Erstattung der Kosten — zur Herausgabe einer besonderen „Detlev von Liliencron und Franz Fernand Geis-Num- ■■ Bon 1000 Exemplaren setzte „Dr. Berg aber nur o0^tuck Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. Anzeige. Das Gericht zog bei der <-trawemestung als mildnnd den dichterischen Größenwahn und literarischen Ehrgeiz des.Angeklagten in Betracht und erkannte deshalb nur aus einen Monat Gefängnis. Höchste Temperatur am 14. bis lo« Niedrigste • » 14. » 1°* Niederschlag: 6,8 nun. fcoinonimen au^. t. n 0 c t 15- J„li. Die Einnahmen der 91 nato Hieben Eisenba b n betrugen in der Woche oomH8 bis 94 "iiini skrS 949 744, oder gegen das Vohrsahr weniger ftr_> 27 , M öpin i Januar l. I. Fis 5 285 442 oder »egen den entsprechenden Zeitraum seit dem 1. Januar 1912 weniger Fr-- 10o4 6o8. gewesen. ♦ Schwerer A u t o m o bi l u n f all. Au s Bad M e r - gentheim wird gemeldet: Gestern abend 8 Uhr war auf der Ltr-b- Mischen hier und Stu »pack.das Pr.valautomabll cmrr erst vorgestern zur Kur hier eingetroftenen ,ramilie aus tfret» lafiina auf der Rückfahrt von einem Ausflug begristen, als ein zweites Automobil von binteu vorfalsren sollte. Letzteres Automobil streifte das Vorderrad des ersteren und schlug dein Lenker die F-ührung aus der Hand, so daß der tragen eine Löschung binabfuör unb nck übcrfcfilug. Zran und ckr Kreis Schotten. I «= Eichelsdo-rf, 15. Juli. Am Sonntag wurde in Eichelsdorf die 100. Wiederkehr des Jubeljahres gleichzeitig mit dem 25 jährigen Regierungsjubiläum des deutschen Kaisers sestlich begangen Ein prächtiger historischer Fe st zu g versinnbildlichte tene große Zeit vor 100 Jahren. Nachdem am, dem Festplatz Forstwart Schmitt die erschienenen Gäste begrünt hatte, hielt Pfarrer Scriba-Eichelsdorf die packende Festrede. Er verherrlichte die Ruhmestaten unserer Ahnen, an denen unser Geschlecht seme Zukunftsarbeit abwägen müsse, und die eine Quelle steter St ran» erneuerung seien. Die KaiserrcHe des Lehrers Wemel gab etn Bud von der segensreichen Wirksamkeit des deutschen Kauers wahrend der 25 Jahre seiner Regierung. .Kreisrat Dr. Kranzbuhler K^rtc mit begeisterten Worten das deutsche Vaterland, das beute mächtig und angesehen unter den Völkern dastehe Am Abend konnte man noch einige hübsche Theaterstücke und lebende Bilder, ebenfalls jene Zeit vor 100 Jahren darstellend, sehen, ^as ganze echt vaterländische Fest war von Pfarrer Scriba vorbereitet und geleitet. Kreis Friedberg. ClI) * Ein Chauffeur erschossen. Aus Zürich wi^ gemeldet- Aus dem Zürichberg wurde der C häufte ur eines Taxa Meters, namens Flaig, mit sieben Kugeln durchbohrt - s dem Feldwege tot rufgefunden. Sein Automobil ü°"d etwa । uv ui q ' - . . cm tuintYif am nnta. er Tin 11 it ©eib umgehen. Gestern S* ctne lWig' Prügelszene r Mar mit seinem 13« afc m die elektrische Bahn qe« l Emstergen 20 Pfennig in den m Innern des Wagens Watz prößling beim Wagenführer ge- Wn des Wagens an der End- i Sohn, syo er die 50 Pfennig »be; der Bub erklärte, er habe andere Fihrgäste dies and) getan m'd nach an feder Haltestelle in nm hast du das nur getan, frag 15 doch die anderen auch so ge* Wart', ich Mill dich mit Geld r Alte, und nun fetzte es kräftig Mhofsgebäude ihr Ende erreichte, ge Leute auf Befragen des Va- ■ ünade Püffe und Schläge er« >ic sich für dm gezüchtigten ftei« [ Uebedanb-HIntagc der freibt itä: 3ic fybeh in entern xxx ~^r5 daß cwBockragüdrrda^Bei« und Aiederspannungs-Leitungen rands allen ausfallen mußte, totü v Stäbler nicht erfchenm marc. ä dahin zu berichtigen, baß um Gabler überhaupt mcht bekannt PbcrÄbad) beit Vortrag über 18 von unten muß e- ® ^rcin' i ftmite wurde eine Land- kommt ocuttwuw Utzern formiert, 2.11 ' ogen. TÄ ietcr unb nicm di-mch E Fußsteig ifkfoifen fiub- ^ct ,el Gitter enden,aM Eifenbeton^ieu'- n j/WingtN. Jimd-si-st “Sfi. S(” Vamit»*66' zu 7dcr Umgegc»d" eröffnet- --ML ppt b hr fljtir^ v,n von - q y K-inc reizende Neuheit, welche die Slinber 'vielend Geschickljch- &&XS Ä 'Sä* Ktttoaft Berlin W 57 GS ift dies cinc Ausichncidcvuvve Mil BKäWäRI berühmten Kindermehls unnonü bememat.-------------- Trinkt Sanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A.&W. Denninghoft W 14365]______________ i» S** »ich . lc WctTVWS «dtJ :Jet)r gut wird 3Q= v.\. °ibame r • Sehr Jls tat,, bg» lute lehr tu-,Steuern« , "fc'lSSs S «gJeiten,M SS behördlichen Be- "lden, ist, und ai,-über baudmerkennnm >te meisten l- Lstöber IQOQ ■ ^k^enovüle l"9™ 5 fc sfeMÄ b^ r L; * un ist es unmöglich, [ ^kr Pslickt der Archtsschuk- hcn hanowerker auf oen Besuch W. Karlsruhe, 14. Juli. Das Schwurgericht verurteilte heute nach viertägiger Verhandlung die Ghe< frau Wilhelmine Sattler, geb. Wagner 'aus Wo si in gen wegen Mordversuches zu sechs Jahren Zuchtlmns, deren Sohn aus erster Ehe, Emil Wagner, zu acht Jahren Zuchchaus und 10 Zähren Ehrverlust, unb die Frau Elise Trapp wegen Beihilfe zu 14 Monaten Gefängnis. Tie Angeschuldigten hatten am 4 Dezember 101^ den Landwirt und früheren Bäckermeister Karl Warner durw Schläge derart mißhandelt, daß der Tod dadurch herbeigemhrt wurde und dann die Leiche in der Scheuer aufgehängt, um \o den 2L>> Amtlicher wetterverrcht. . O e f f en tli ch e r Wette rb.ie n't . Gießen Wetteraussichten in Seifen für Ronners tag, den 17. Juli 1913. 580 X"=ii= leiste Semperatur we.ng g°. änbert, westliche bis noidwcnliwe Wuwe.________ mJanrnionncbe veobaLtungen der Station Sieben. rn^gung gc5?genmmaK,ßeine solche Maßregel wird aber von dem Direktorium als nicht ausgeschlossen bezeichnet. -^JenU- sich ;uli. Das mit entern «dum n^dn« Monat August würde man jedenfalls zu einer Aenderung - S"sst.^nichtme^^^ un(ct “Sn !;r L ÄS»«® Reihe von Industrien erfahren,hatdie,^^ttgung dn ^ett schast eine starke Zunahme mftweisk. zie in den tur otc eriicn r; Äp SEI stllschailt reichen für die an sie herantretenden Geldbedurfnisse Thüringisches Elektro- und Maschinen- Technikum Jlmenau We^kmeist'erJprospekt. aeschlaaen werben. ' , ... . iv Mainz, 15. Juli. Im Westen der Stadt ftnd weitücnwcmte alte unterirdische FestuNgstz än ge en - deckt worden. Auf bem betrefsenben Gelänbe ist seit mehrererKrankenhaus Karo- 3«bren ein qnnz neues Villenviertel entltnnben. Die Gan«E ^äMrchen^w der den Sagen lenkte, tarn fast ohne ;.i einer Tiefe von 7 — 8 Meter unb finb zum ~etl | ^scrIcVunqen davon. Man hofft, die Verunglückten am ~cbcn 3u । ausgemauert, zum Teil als Flatterminen angelegt. einen Zyklon wurden.in de.: Gegend ven "" -f 15 Quli Ein Iekoterinoslaw mehrere Dörfer gänzlich zcrs ) I -f- Aus dem Kreise Biedenrops, 1». ^uit. unn | qipr(nnpn erlitten Verletzungen. ^er Präsident der Hessen-Darmstädter, Christian Gerhardt, wies Pferd und sprang über ein Gelander eine stQil'. Böschung die Reich^bank noch nm Immerhin ist gegenüber dem wSain» *i»e; $g*HMSW geborener Butzbacher, begrüstte die Gäste nochmals sterrllch. Ktndeslciche g^nnden. Jantz trank nach lillmoristiichen Warten au. d>e Damen Zehrer $ Frankfurt a. M., la. Q „ Keil, der als Gast des Pra chen en b-'wabn^ brach ub^r >e Aost^aufwand von 300 000 Mark zu Wcihnachtcu 1912 6«ÄC bk ÄSÄÄWÄt- eingerichtete,, Deutsche Li chtsviel-The ater" hat ricktuna Äs^Refckus Mil .dinweis ans das oberheistsche wprul> ()cutc den Konkurs angemeibet. Ebenso stellte bic: „®cut- Ät .Was iewis en Kerl iS, is en Obe.rl.est", brachte er een s'ch , Ki „ em « t ° g r a V h en . G e s - u sch°u" heute m.l. begeistert ausgenonuneiies Hoch aus ^e tin^ienden dr.r ikorstands Zahlungen ein. Tie Verbindluchkeiteu beider Ge- ®a* ebee^e* en®SQ ®e U6er«n ’ Ä» sellschasten sind von beträchtlicher Höhe, eine genaue Fest. "nd Hch Feldmann trugen humoristische Gedickte vor. Mehrere stclinng ist erst in den nächsten Tagen möglich. Domen und Herren, besonders Frau.We'äart trugen durch den $ic8b!lbcn, 15. Juli. Zum Kronberger Mord TaS Vortrag von Liedern und theatralischen -^o^luetungen s.hi zu träufeln Helene Juncker aus Kronberg, d-as wc- 8WEWBMWSMLMÄMW & bil Vu Steifoffrag r*= jede ^^^itdleistung oernig- tÄen, hiesigen Gesangoeresn « w..-d-',cin erster Preis entwendet, «om D.eb ^Un^ngsbeh^tneBern« der sehlt ftde ^pur Bürger- falschen Fährte befunden Hatz Tie Red.- 1- Nicber-Wollftaoi, io. xyi o ' 1 „ Kassel, 15. Jul'- Der mi Kampre mit einem ^zagb- meister wurde der bisherige Vetgeorbnetc ) b Eier in der Nähe von Totenbausen verletzte Wilderer 193 Stiimnen gewablt. inittQQ ^qen wurde gestern als Leiche im Walde aufgefunbem Es handelt dem Elemente zwei Scheuern zum Opfer ^len obivobl du > gestorben stt. _________ Stammheimer Wehr sofort und die Wehren ier . a oror., I S8ÄS5. 3w~8» ä !StL?Ä- fÄlSntfiSÄM StiRE stanbe unb bem tatkräftigen Eingreifen der Feuerwehr stt § im Schiffbau bcschaftiglen Arbeiter, bas gestern w Km zu verdanken, baß auch nicht sie dem Feuer zum ■iprcr ftet caftk Tie Geißsche Wohnhaus war auch bereits angebrannt. Deri ^nguwien^ «ber A^b bSchiffsindustrie ist somit oer- Schaden ist burch Versicherung gedeckt. . mieden und die Löhne bleiben ein Jahr unverändert. Märkte. . a M 15. Zuli. Heu- unb St roh markt. ta. Frank,urt a. o Maacn Stroh. Mar. notierte: Angefahren 2.50 Sl Stroh (Kornlangstroh) O Oa'Mk WiÄroh >,00-0,00 Mk. Astes ,e 50 Wo Ge- schält gedrückt.' Tie Zufuhren waren aus Oberhefsen und ans den streisen Dieburg und »nnaii. , Müller'sche Sad-Mstalt. Wa >' erwär m e der Lahn am 1 J». ^uti- 16 . Starkenburg und Nheinhcssen. RB. Darmstadt, 15. Juli. Der Nestor der Darmstädter Journalisten, der langjährige Redakteur des „^arm- l städtcr Täglichen Anzeigers",' nlrtnrhän mittag an den Folgen eines Schlaganfalls gestoroen. Ter Verewigte war zuerst Lokalredakteur^der amtlichen Darmstädter Zeitung" und darnach lange ^ahre hindurch erster Redakteur des „Täglichen Anzeigers", bis er vor etwa 5 fahren in den wohlverdienten Ruhestand trat. Er erfreute sich trotz seiner schwächlichen Konstitution bis zum letzten T'age einer großen geistigen Frische und war bei allen Darmstädter Kollegen wegen seiner Biederkeit und seines liebenswürdigen Wesens gleich geachtet und beliebt. Cem Andenken wird bei allen seinen Freunden und Bekannten dauernd in Ehren gehalten werden. mer" Von 1000 fcremplaren ,exre ,,-ur. x>erg aoei nm viuu in Offenbnch n. M., 16. Juli. Einen g u t e n if a n g Betrug bann offenbar wurde, erstattete der Verlag wackfte ani Dienstag gegen abend die hiesige Polizei, indem ab- ai5 - - - -g- -- - — -ra mifhmth L oeang einen gefährlichen Hochstapler ding- ?st zu machen. Es handelt sich unr den aus Kaiserslautern V'1 ö" n‘°„ in hpn Y0er fahren stehenden Friedrich Wies, einen Besuch ab- stattete und in die Mansarde des dort beschäfttgten Dienstz ftattele uno i« erbeutete er das aus l.)0 Mk. ^^^'Svarkchfenbuch sowie eine silberne Damenuhr nebst ^Mädchen ertappte jedoch den Dieb auf der Treppe, KAte. Madien i / wollte. Er ent- als er mit einer fcnb der Beschrei- fam bstnachs, caer»ra6C festgenommen. Er führte neben s rfiäÄ L Friedberg, 15. Juni. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Baurat Stahl hietten die Stadtverordneten heute abermals eine Sitzung ab, nachdem in der gestrigen Sitzung der Bürgermeister beauftragt worden war, Zwischen den Bewerbern um die Kasernenarbeiten eine Einigung zu erzielen. Der Bürgermeister erklärte, daß Mörschel bereit gewesen sei, für etwa 10000 Mk. Arbeiten an die vereinigten Handwerker abzutreten und sich außerdem verpflichten wollte, alle Arbeiten, die er nicht selbst ausfuhren tonne, i [jegen jn nur durch hiesige Handwerker ausführen zu lassen. Emel - ......... ««—»sk der Handwerksmeister ist einigermaßen unverständlich, zu- Herr Vogt (Marvurg). . mal sie auch schon ein Nachgebot eingeretcht hatten. T. Red.) 1 k— e*" Rimberte von Personen erlitten Verletzungen. handel und ver-kehk, volkswirtßchaft. Deutsche Reichs Juli 1£13 Darometer 7 aui 0° | -t reduziert |,^ — - Temperatur j t der Luft < Absolute Feuchtigkeit ' Relative Feuchtigkeit Wind- < richtuug Windstärke Grad btr Bewölkung In gchnt»! der pchtb. tzli'imelssl. r - J» Wetter 15 2 ” 742,5 21,0 14,3 77 8 2 7 Sonnenschein 15. 921 744,5 16,5 12,1 86 SW 2 10 16. 711 745,3 13,8 10,5 1 89 SSE 2 10 Hlldeufsdier Verband Millwnch Prunk- und Gala - Abend Das vollständige, garantiert ungekürzte Gala-, Haupt- und Attraktions-Programm Ende nach 11 Uhr Oswald# garten Programm Mittwoch bis Freitag Grosser ttrtul Schauspiel in 2 Akten. 4637 in allen Abteilungen Neuheiten ^auarMelfabrik Emil Horst Kaiserliche Ober-Postdirektion. D'°/7 in allen Neuheiten. Es sind Beachten Sie nur gute, be- Preise Pianola, Phonola ond Phonola-Piano 2150-2650 Mk. 1250 und 950 Mk. währte im Quali- Schan- täten fenster Klavierstimmen. 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