m. 242 1 ick und die Here auf den Schlachtfeldern von Killm- Kehlheim, Der Niemer Ritnalmordprozetz Gravelotte, an ar. iten In dem Aufsatz der Deutschen Tageszeitung vom 1. Oktober W ier ich Friedrichs- von Stutt- Kilometer. Lauf 5: Anfang )95 ■ an iandschafL eilen. Saus. idhing epbon 344 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Dre „eigener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisbtett für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. A'as Urteil lautete lvcgcn fortgesetzten schweren Ungehorsams in Verbindung mit Preisgabe militärischer Geheimnisse auf vier Wochen gelinden A r r e st. MVtVlVlMW I kTVl IX mvvL Vkv I | V yiuuui. UlVIllll Der Prä-1 sott tti) selbst dadurch beigetragen haben, daß, ich Herrn Unger gegen - ' über die Vorzüglichkeit seiner Schiffe rückhaltlos anerkannt habe. Ernst-Moritz-Arndt-Tenkmal auf Kilometer. Tauroggen, 5109 Läufer, 1021 Mittwoch, 15. Oktober s-jß Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schen Universitäts - Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Nollendorf. 820-5 Läufer, 635 Kilometer. Lauf 6: Anfang an der Ruhmeshalle in 2518 Läufer, 502 Kilometer. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. 9tebaftion:e=gä)112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Rcichstagsabgeordnetcr und Kommandierender General. Der fozialdcmotratifche Abg. Dr. Quarck (Frankfurt a. M.) hatte sich brieflich an den Kommandierenden General des 18. Armeekorps mit der Anfrage gewendet, wen er mit einer angeblich abfälligen Aeußcrung gemeint habe. Die Antwort des Generals lautete, daß er keine Beran-, lassung habe, darüber eine Auskunft zu erteilen: diese Antwort wurde auf Beschwerde des Abg. Quarck seitens des Kriegsmini st crs gebilligt. Diesen in der Öffentlichkeit vielfach besprochenen Vorfall benutzt der bekannte Staatsrechtslehrer Geh. Rat Prof. Dr. Arndt in der „Deutschen Juristen-Zeitung", um sich über die Frage, ob Mitglieder gesetzgebender Körperschaf- len als solche außerhalb dieser Körperschaften Zivil- oder Militärbehörden zur Rechenschaft ziehen tonnten, vom Standpunlte der Verfassung zu äußern. Demnach beruhen die konstitutionellen Verfassungen, auch die des Deutschen Reiches und Preußens, auf dem Grundsätze der Gewaltcn- tcilung, d. h., daß im Interesse der individuellen Freiheit jede der drei Staatsgewalten in der Ausübung ihrer Machtbefugnisse begrenzt ist. Ties treffe selbst für die gesetzgebende zu, obwohl sie die höchste ist, insoweit, als sie nur tätig sein darf, wenn die vollziehende sie beruft, und auf- hören müsse, tätig zu sein, wenn die vollziehende sie schließt. politifd?c Lage-schau. $cr Ausschuß zur Vorbereitung eines neuen Strafgesetzbuches 27- September seine Tätigkeit beendet. Aus den Er- gevnissen der letzten Beratungen des Ausschusses teilt jetzt oer „Retchsanzeiger" noch eine Reihe von Einzelheiten mit, von denen besonders die Beschlüsse über Beleidigungen c} k-u-n9 fremder Geheimnisse die Oessentlichkeu lebhaft interessieren dürften. Neber die Beleidigung wird gesagt: der A ^nTttr*11 bei der Beleidigung das Höchstmaß ’ Vrf ) ac“ ' endMark festgesetzt und für be- anaedrobt Gefängnis bis zu drei Jahren angedrohr Bei der Verleumdung soll die Strafe Gefängnis ft rin hon UiS At C-C1 n. 0 m MoNat betragen; bei mildernden ilm- iehnfm.ipns wQnr°n'5 H 5U 3,vci Jahren oder Geldstrafe bis zu nettnn ft5U9-a,,cn--~ 3n bcr Vorschrift über die Wahr- Lesuna" be^Äl!?,!^ nteres,en sind die sachlichen Ergebnisse erster Äenke^nn^^?"lten. Jnsbeiondere |oll es dabei verbleiben, daß Xn Sr? rUk Wahrnehmung berechtigter ösfentlicher Inter- 6anMttotontit24:C 6 U"9 fremder Geheimnisse •i|t i)cr Tatbestand des sogenannten Jndis- °s"dorweit umgrenzt. Der Strafdrohung soll unter- lallen, wer vorsätzlich über Angelegenheiten des häus- ^?ou^/r Familienlebens eines anderen, die das o !.len.111 c I n teresse nicht berühren, eine ehren - UrAfV?/ öffentlich behauptet oder mitteilt. Tie rQUJ Äangms bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu eintausend Mark herabgesetzt worden. Eine Beweisauf- “V1?10 Wahrheit der Behauptung oder Mittei- u.nJ ,oIl '' b e r h a u p t nicht, also auch nicht aus V e r - on d e s Beleidig ten, sta ttfinden. Im übrigen soll Die Vorschrift nur zur Anweilduug gelangen, wenn ein Strafantrag gestellt wird, der sich auf das Verlangen einer Bc- Kratung gerade wegen dieses Vergehens beschränkt. Wird ein solcher -Zr0?? Sntellt, so ist ein Strafantrag wegen Beleidigung au?-= geschlossen. 9 In der Vorschrift über Verletzung von Privat- g e h c i m n i s s e n hat der Ausschuß zu der Frage Stellung genommen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Preisgabe eines Berufsgeheimnisses straflos zu lassen sei. Er hat diese insbesondere für den Aerztestand bedeutsame Frage die un geltenden Rechte bestritten ist, dahin klarge- stellt, daß die Offenbarung eines Berufsgeheimnisses nicht rechtswidrig ist, wenn sie zur Wahrnehmung berechtigter privater oder öffentlicher Interessen erforderlich war und die sich gegenüberstehenden Interessen pflichtmäßig berücksichtigt sind. Einen Rückblick über die Arbeiten des Ausschusses gibt die „Deutsche Juristenzeitung": Die große Strafrechtskommission, die im Reichs-Justizamte tagte, hat nach 2^2jähriger Dauer ihre Arbeiten abge- Nachdem zunächst in einem 16 bändigen wissenschaftlichen VZerk dav Material zusammengetragen war, wurde unter Vorsitz des Trüberen preußischen Ministerialdirektors Dr. Lueas ein Vor- enttüurt aufgestellt, dem aus den Reihen namhafter Kriminalisten ein Gegenentwurf gegenübergestellt wurde: darauf setzte die Kritik ein, bis dann im April, 1911 diese große Kommission ihre Ar- belteu begann, .jener Zusammenstellung entnehmen wir, daß i n s - ow-t-JV1!1 2 § V.l e n a r j i tr u n g c n abgehalten wurden. Nach .iblchluß auch dreier Arbeiten wird nun eine neue Kommission zur Aufstellung des Entwurfes eines Einführungsgesetzes gebildet werden Die Veröfsentlichung des Entwurfes zum Straf- gesctzluich selbst kann noch nicht vorgenommen werden, da zunächst erläuternde Bemerkungen hierzu ausgearbeitet werden sollen, was geraume Zeit dauert. Um so dankenswerter ist es, daß eine systematische Verarbeitung der Beschlüsse im Verlage von Otto Lieb- mailii, Berlin W. 57, demnächst erscheinen soll. Wie sehr die Korn- Mllslou den Zeltverhältnissen noch in ihren letzten Sitzungen Rechnung getragen hat, sei nur an der Hand von zwei iiiteressanten Beschlüssen gezeigt. Wegen der bekannten Haussuchung bei Berliner A n lu ä [ t e n , die sich durch Bearbeitung von Examensarbeiten strafbar gemacht haben sollen, ist ein neuer § 24Öa eingefügt worden, wonach derjenige b e st r a f t wird, der bei einer Prüfung, die er bei einer Behörde zur Erlangung einer Anstellung, eines -Titels oder eines Berufs abzulegen hat, die Versicherung selbständiger Herstellung abgibt, während er sich die Arbeit von einem anderen hat anfertigen lassen. Gleiche Strafe trifft den Anfertiger, schwerere Strafe den, der solche Arbeiten geschäftsmäßig anfertigt oder sich öffentlich oder in Druckschriften zu ihrer Anfertigung anbietet. Die zweite Strafbestimmung ist zweifellos mit Bezug auf die ruchlosen Taten eingefügt worden, bei denen durch Spannen eines Seiles Automobilisten ums Leben kamen. Der § 250, Störung der Verkehrssicherheit auf Straßen, imirde einschneidend verändert Er soll den gesamten Straßenverkehr umfassen und besonders auch die Hindernisbereitung, z. B. Sperrung durch ein Seil, unter Strafe stellen. Erhöhte Strafe soll bei Todesfolge eintreten und auch der Versuch strafbar sein. Wie dermaleinst das neue Strafgesetzbuch beschaffen sein wird, vermag noch n-iemand zu übersehen. Soviel aber darf heute schon gesagt ivierben, daß die 'Kommission ein Werk vollendet hat, das einen Markstein bilden wird für die Reform des deutschen Strafgesetzbuches, wie auch für die Strafrechtsreform aller anderen Kulturstaaten. Drittes Blatt (65. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oderheffen das 535 in Ev bestehe hiernach eine gesetzgebende Körperschaft als solcheI Die Zeugin Sacharowa will von der Sache nichts wissen. Nicht mehr, wenn sie geschlossen ist — weder der Reichstag Wahrscheinlich schwatzte Uljana Schachowskaia in der Trunkenheit noch das preuß. Abgeordnetenhaus noch das House of uou einem Knaben Holjnschni, sie kenne ihn nicht Holjnschni wurde CommonS. Schon hieraus ergebe sich, daß ein Mitglied nut S«4aroiua foiifronticrt. Er bestätigte, daß er dem Gespräch einer gesetzgebenden Körperschaft nur so lange als solches ?Cr 3eut1*'1 Schachowskaja beiwohnte. Sacharowa erzählte, im Rechtssinne gelte, wie diese versammelt ist. Ein Mit- 5°%™’ $ n,ul schwarzem Bart den Knaben Juschtschinski in glied einer gesetzgebenden Körperschaft könne aufsertjalb b'C ^e9c^rem‘em X W' I - s?" nicmar"b inp»’<Ä fehlenden Eigenschaft anzuerkennen tung eines jüdischen Gebethauses in dem freistehenden Speise- oder ihm Rede und Antwort zu stehen. faale des im Hofe der Saizewschen Fabrik neuerrichteten $101011» ----—---------------- —Hauses bittet. Es erschien verdächtig, daß sich in dem neueröff- (Fiti neuer Aarnmalrer" Nrarek ceten Armenhause ein überflüssiger Speisesaal befinden sollte. Vlil Iltua „OUllllVUljer -prvzey. Daher besichtigte der Generalgouverneur persönlich das Armen- ~ Berlin, 14. Okt. Haus. Hierbei stellte sich heraus, daß der Speisesaal eine regel- Vor dem Kriegsgericht der Kommandantur Berlin sand heut: rec6.lc Synagoge war. Das Armenhaus wurde aus den Eineine Verhandlung statt, die ein N a ch s pi e l zu dem Prozeß bilder, kunften der Fabrik Saizew unterhalten. Der Generalgouver- der Ende Juli bzw. Ansang August gegen sieben Zeugoffiziere und st^ur lehiite das Gesuch ab,. Als der Zeuge den Zeugfeldwebel durchgeführt wurde, die unter der Anklage des Ver- des Saizewschen Grundstückes verließ, berichtete ihm rats militärischer Geheimnisse, der Bestechung und des llngehor- fin Polizeioffizier, daß in dem Hofe der Saizewschen Fabrik sams sich zu verantworten hatten ustd denen zur Last gelegt worden irommc Juden, Oettinger und Landau, gewohnt hätten. Aus die war, militärische Geheimnisse der Firma Krupp bezw. deren seiner- Frage des Verteidigers G r u s e n b e r g antwortet der Zeuge, zeitigen Berliner Vertreter Brandt ausgeliefert zu haben. An- cr könne nicht angeben, wann Oettinger unb Landau ins Ausland geklagt ivar der frühere Zeugfeldwebel bei der Artillerie-Prüfungs- abgereist seien. Der Zeuge Archimandrit Potschajewlaura An- Kommission. L i n d e, der inzwischen aus dem Heeresdienst ans- tonom, der früher im Ssaratower Kloster tätig war, berichtet ihm geschieden ist und eine Stellung als Bureaubeamter angenommen bekannte Fälle der Vergangenheit, wo Juden Kinder zu Tode ge- hat. — Den Vorsitz in der heutigen Verhandlung führte Major auält haben, und weist Urkunden über zwei derartige Mordfälle Magier, als Verhandlungsführer fungierte Kriegsgerichtsrat im 18. Jahrhundert vor. Die Vertreter der Zivilklä- Dr. Coerrens: die Anklage vertrat Kriegsgerichrsrat Dr. gerin beantragen, diese Urkunden dem gerichtlichen Protokoll Welt, ine Verteidigung lag in den Händen des Rechtsanwalts beizufügen. Der Staatsanwalt protestiert dagegen, lieber Bärnau (Berlin). das Verhalten der Juden Christen gegenüber befragt, erklärt der Der Angeklagte soll während feiner Dienstzeit beim Artillerie- Zeuge Autonom, wenn sich die Erde auftäte, würde man viele Prüfungs-Ausschuß vom Oktober 1908 bis Februar 1910 mit dem nochen derer finden, die von Juden zu Tode gemar» seinerzeitigen Bureauchef Brandt in Verbindung gestanden haben, I i e r t worden seien. und soll während dieser Zeit wiederholt vorsätzlich und rechtswidrig - Schriften, deren Geheimhattimg im Interesse der Landesverteidi- , gung ersorderlich ist, teils dem Brandt überlassen, teils ihm von VIC (ttlD0tCm(W|C "LL "ab^äiebe^ L jur völkerschlachtdenimals in Leipzig, stritten, von Brandt irgendwelche Emschädigung erhalten zu lzaben. L e i p z i g, 13. Oktober. — Bei der Vernehmung in der heutigen Verhandlung erklärte der Die Einweihung des Bölkerschlachtdenkmals wird auch Jngellagh, daß er zuerst die Rechnungsbelege und später die For-1 eine turnerische Veranstaltnria brinnen tnie fip in i(vrei" betungäjrttel bearbeirrt habe und auch die Anmerkungen über ben in bieder tSrofiatiiüMt n n, Kostenpunkt gemacht habe - Auf Beiraaen des 5snriiRenheiT niht I - oiejer isrosjarligteit in ~cUt)(i)ianD noct) nicht ge- er zunächst an, daß es ihm bekannt sei, daß einzelne Vorgänger worden ist. sollen aus diesem festlichen Anlasse von ihm an Brandt Mitteilungen aus den Forderungszetteln und Eilbotenlaufe auv allen Teilen des Deutschen Reiches von den Bestcklbüchern gemachi haben. Ueber die Zeit, wann er selber vaterländisch denkwürdigen Plätzeii aus nach Leipzig voran Brandt solche Mitteilungen gelangen ließ, erklärte er, irgend- genommen werden Durch iusgcsamt 37 835 Läufer soll welche Llngaben nicht mehr machen zu können. Mit Brandt sei er durch die von Hand zu Hand sveitergegebenen Urkunden weL r,.rn.rihreB°.sch°,kn°ch^ Ä die Versuche der Heeresverwaltung auf dem Laufenden halten R- - 9 ' I Deutschen Amerikas werden der Geld habe er von Brandt niemals bekommen, sondern habe diesem dteser Gelegenheit dem Mutterlande ihre Sympathien be* lediglich aus Kameradschaftlichkeit eine Mitteilung gemacht; er 5^igen. In Nordamerika wird ein Eilbotenlauf von Wafhiwg- habe auch gar nicht gewußt, daß Brandt die Mitteilungen'nach ton über Philadelphia nach New York (200 Kilometer), Esten schickte, Tonst würde er ihm überhaupt nichts gesagt haben, in Südamerika von Santa Maria da Bocea de Monte in Es wird nunmehr der frühere Vertreter Krupps in Berlin, Brasilien nach Porto Alegre gehen (400 .Kilometer). Diese Brandt vernommen. — Der Verhandlungsleiter macht ihn amerikanischen Botschaften werden dann auf einen Ozean- aufmerksam, das; endlich einmal reiner Tisch gemacht dampfer übernommen und von Lehe-Bremerhaven weiter zV wisse^ ob "ttwa^noch^andn?'^ p«f' nad) l^ni Bestimmungsorte befördert werden. Es werden zier als Üebermittler von Nachrichten' an Brandt in 'Sctrarf)t Lnrn" h^nflen Dom 161 18‘ Oktober die folgenden Läufe kommen können. — Brandt bestreitet ganz entt'chieden, jemals 'tattsinoen: von Ofnzreren irgend eine Mitteilung erhalten zu haben, ebenso Lauf 1: Dieser Lauf übernimmt die Urkunden aus wentg habe er Linde bares Geld für seine Mitteilungen gegeben Nordamerila und Brasilien und beginnt an der Landunas- oder sonst irgendivelchc Vorteile zugewendet. Er habe überhaupt stelle des Postdampfers in Lehe-Bremerhaven. Es nehmen tÄe?mW00 Meter An vielen Orten Dentsck - Gesvrächen mit Ludmilla . Tscheberiak nach dem Tode @ugeu J h J ^ vielen ^)rten Zeutsch- Tscheberjaks erfuhr der Zeuge, daß die Kinder zusammen mit ^^rden an dem Tage auch Freudenseuer von derr Eugen Tscheberiak unb Juschtschinski zur Fabrik SaizeivS gingen K^hen herab die Kunde von dem Feiertage weit in die um zu schaukelii. Beilis verscheuchte b i e K i u b e r. ^Hle I ~ailoe hinein verkünden. Ta alle Turnvereine Deutsch- lieien davon. Juschtschinski lief zum anderen Ende des Fabrik- lands dieses turnerische Ereignis an ihren Orten feiern Hofes, und Beilis versolgte ihn. werden, wird damit der Tag der Tenkmalsweih-e in Leipzig Goliibeiv, Mitglied der aiiarchistischen Organisatioli, sagte zu einem allgemeinen deutschen Festtage werden weiter aus, cr habe im Zusammenhang mit dem rätselhaiteu Verbrechen die Werke verschiedener Autoren über Ritualmorde ge---- . ■■1 ■ ■ — leseii, sich von der Existenz derselbeii überzeugt uiid geglaubt, es sei die Pflicht jeden russischen Bürgers, zur Alifdeckung des Ver- »-NskfeyrsfayrH. brechens beantragen, unisomehr, als die Polizeibehörden im Gegen- Deutsche Luftschikre hen ^pntfrfioni" satz zu den Gerichtsbehörden die Ermittelung der Wahrheit ver° «n- "^Ulkwe ^UMchisse Oen Deutschen! hinderten. I . Wir werden um Verbreitung folgender Erklärung Sr. Heute nachmittag wurde ein Lokaltermin abgehalten, bei Exzellenz des Grafen Zeppelin ersucht: dem die in Betracht kommenden Oertlichkeiten besichtigt mürben. In dem Aufsatz der Deutschen Tageszeitung vom 1. Oktober r &ie ^Ernehmung von Zeugen statt, die jedoch nichts 1913 „Deutsche Luftschiffe den Deutschen! Gefahr im Verzüge", wesentlich neues ergab, -tte Sitzung wird morgen fortgesetzt wird das deutsche Volk eindringlichst aufgefordert, die Mittel zum werden. Bau Ungerschcr Stahlluftschiffe aufzubringen, da diese den Zeppc- wiem, !4. Lft. Der Gertchtshos lehnte einige Anträge des linschiffen weit überlegenen Schiffe sonst in England gebaut wür- Vertetblgers Sarudny ab, barimter die Vorladung eines gervissen den, wodurch Deutschland die Vorherrschaft in der Lustschissahtt Pawlowitsch, der zu den Aussagen Golubews über die ver-1 verloren ginge. ?l"gblä.tter bekunden sollte. Ter Präsident bemerkte, daß Eine ungerechtfertigte Sorge darf man unserem Volke nicht n- & iUrc gehöre, -rer Verteidiger Karb- aufdrängen und unnötige Opfer von ihm nicht fordern. Beides » yj0 -Jv s.au r m le,nc Berwiindernng über diese Einsicht. Ta I geschieht in diesem Falle: weil man an die große Ueberlegcnheir das Gericht durch Goliibew zum ersten Male von Pawlowitsch der Ungerschiffe über die Zeppelinschisse glaubt. Zu diesem Jrttum horte, ersuchte die Verteidigung um seine Vorladung. ~ ■ ..... fident rief den Verteidiger zur Ordnung. Ds? Vrqenfeik ist der Halt. Sclbstvers^ndlich würde ich mich, wie jeder gute Dcukkve freuen, wenn wir viel tüchtigere Luftschiffe bekämen, als bic meinen -zu-rzert sind und wozu sic sich entwickeln iverden. Wo ich b:ii S entstehen seh?, werde ich stets bereit sein, »ur Verwirklichung bc-iu tragen und jedenfalls dieser nicht im Wege stehen In solcher Gesinnung habe ich mir das Ungers< ? Modell mv gesehen. Wohl habe ich den außerordentlich festen Bau o - fie«3 und einig: onberc vorzüaliche Einrichtu-igen burdzu;. -v: ■ • u, aber es nicht minder offen ausqcsvrocheu bar, tu weil 3irr Anwendung der wagerecht liegenden, lanag,?. Itcu Ga-j» zellen nötigend, immer zu zu schweren Schi"e t :nüsse. Einen von Unger für sein Lustschiü erha'fren freien N-ai von ungefähr 5000 S*g. bezeichnet ich als gänzlich unaenü^id: er müßte für de»- Gebrauch um das mehrfache crh:l-. weroru. schließlich ernörte ich denn and) Herrn Unger, daß im ans den nngc fübrien Wrj.nbcrt zu meinem Bedauern nicht mi ihn zn'ammen- erbriten rönne. Diese Stellungnahme mögen bic nachsvlgenden Ausführungen der Laienwelt zum tencren Verständnis ü ringen Die naturgemäßen Haiiptansorderunae i a»». ein-Lültschifs sind: größter Austrieb tri aeringster Last und ftci’v. -in Quri chni.t. Sie bedingen länast ' c-hrdaucr, Erreichung höchster Höhe, größte .Geschwindi^cit usw. Am meisten genügen diesen Anforderungen größtmögliche Gaszellen, die sich am wenigsten van der Mugel gestalt entfernen, weil letztere bi** ileinste ?[iif-nbvu im Verhältnis zum Inhalt hat: es ist deZlmlo verfehlt, die Starrheit mehr als bürdend notwendig, in den Innenraum zu verlegen und letzteren dadurch zu verengen und in '»'eile zu '-erlegen im Aufsatz der Deutschen Tageszci'iinq gepriesene „InnenstVlnt" verhindert d a s U n a e r s ch e L u s t s ch i f s d a r a u j e m n (■§ b e n „£> aut» \ f c (c 11 f d) i f 1 e n" ähnliche L e i st u n g e n z,u erzielen. Tas nicht Prallfüllen eines Teils der Gaszellen, um durch Erwärmung und Höhe?,fahrt Tein Gas zu verlieren, wird in dem Aufsatz als die vorzüglichste Eigenart der Vngerschen Schiffe hervor- gchoben. Natürlich vermögen das die Ie^rzeuge mit dem günstigsten Verhältnis vom Ans,rieb zum Iahrzeuggewicht also die im Aussatz ,.Hantskclettschifse" genannten - am besten. Es wird aber aus nah. liegenden Zweckmitsrigteilsgründen nur in besonderen Köllen Gebrauch davon gemacht. Eine Neuheit ist der Gedanke von LccrMcu zur Ausnahme deö aus den vollen verdrängten Gases nicht. Daö erste Schütte-Lcmzschisf befaß jene in Gestalt, von Ringen: sie mußte entfernt werden, weil sie wie voraus- .zusehen war — das Schiff zu schwer machten. Ich must leider gestehen, dast auch meine erste Natenlanmeldung für. ein Luftschiff solche Lccrzellen answies. Ich habe aber meinen Mistgriff erkannt, lange bevor id) zur Bauausführung schritt. Sapienii sat! Graf Zeppelin. Friedrichshasen, den 10. Oktober 1913. m— ■ - -i'i—j » «»- ,— 7-- n 11 •• i ■ •*<■■■•■•■•■■■■■■■■■■■ Arr» SiaOr unS Canft» (Liesten, 15. Oktober 1913. Wie schuht man sich vor dem Schnupfen? koß. Al e Welt hat wieder einmal den Schnupfen. Meist bleibt er ja harmlos, aber er ist immer lästig, und der Keim zn ernsterer Erkrattknug ist stets vorhanden. Man hat sich mit der Zeit zwar daran gewähnt, dast es gegen den Schnupfen kein Mittel gibt. Die Wissenschaft ist aber nicht so genügsam. Unermüdlich sucht sie überall Schutzmauern gegen die Feinde brr Menschen aufzurichten, und auch gegen den Schnupfen kämpft sie im Stillen einen erbitterten Kampf. Jetzt ist es dem Assistenten an der Kinderklinik der Wiener Universität Dr. Hans Januschke gelungen, in Kalziurnsal- zen ein Mittel zu finden, das mit Erfolg gegen den Schnupfen angewendet werden kann. In sehr vielen Fällen von akutem und chrvt'ischcm Schnupfen auch bei Wochen- und monatclangcr Dauer hat sich die Kalziumbehandlung bewährt. Ani zweiten oder dritten Tage der Behandlung schon lässt die Schwellung der Nasenschleimhaut nach und die flüssigen Absonderungen hören auf. Auch bei Säuglingen sind nlii dien'!!! Mittel sehr gute Erfolge erzielt worden. Bei der Behandlung wi'-d am besten milchsaures Kalzium in wässeriger Lösung oder Aufschwemmung verwendet. Als Mast dient der im Haushalt gebräuchliche Kaffeelöffel. Ein gestrichener Kaffeelöffel enthält ungefähr 2,5 g, ein gehäuf- ter 3,5 r;, und es werden täglich 3—4 g verabreicht. Hat der Palicn' empfindliche Geschmacksnervcn, so kann er die Lösung in Znckerwasser oder Himbeersaft vornehmen, und da- irit die Salze vorteilhaft der Darmaufnahme zugcführt Werin u, ist es notwendig, dast die einzelnen Dosen bei leerem Magen, at'o etwa 1 Stunde vor jeder Mahlzeit, eingenom- ui'.'n werden. Für Säuglinge verwendet man nur 1 g am Tage, das in 70 g Wasser gelöst wird und läßt davon stündlich einen Kaffeelöffel voll nehmen. Die Dauer der Behandlung ist 3 oder 4 Tage. Es empfiehlt sich aber, noch eine Woche Mit dem Einnehmen fortzufahren, weil sonst sehr leicht ein Nüclfalt zu verzeichnen ist. *♦ F ü r die Sitzung derStadtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 16. Oktober, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch Schulze für den Seltersweg. 3. Errichtung einer Feldscheuer am Aulweg durch Karl Uhl. 4. Anbringen eines Firmenschildes Bahnhofstraße Nr. 57, Heinrich Faulstich. 5. Bedürfnis Häuschen am Selterstor. (i. Ueberlafsung weiterer Räume für die Oberhessische Ge- werbeausstellung. 7. Beschaffung von Amtsränrnen für die Stadtverwaltung. 8. Vertrag mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft. 9. Entwässerung des südwestlichen Stadt teils. 10. Kredit für eine Lehrerstelle an der Vorschule des Ghmnasiums. 11. Gesuch des Heinrich Rühl um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Ebelstraße 2. 12. Desgl. des Emil Kalbfleisch für das Haus Ost-Anlage 19. ' Der Provinzial-Ausschuß hält am Mittwoch, den 22. Oktober, vormittags 8/49 Uhr, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Gesuch de§ Adolf Kölsch zn Friedberg um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. 2. DeSgl. des Konrad Hinkel zu Friedberg. 3. Klage des Stadtmagistrats Friedberg (Bagern) gegen die Ortötranken. lasse Bad-Nauheim wegen Zahlung von VerpslegnngSkosten für A. Helgemeier. 4. Enteignung von Gelände in der Stadt Büdingen zur Verbreiterung der Bahnhofstraste. "Landes versicherungSan st alt Hessen. Bei der Landesversicherungsanstalt Hesse», sind im September 1913 — 327 Anträge eingegangen und zivar: 236 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 16 Einträge auf ^Altersrente (?(.), 31 dlnträge auf Witwen- und Witwerrente (W.), 37 Anträge auf Waisenrente (C.) 7 Anträge am Witwengeld (Wg.). Unerledigt wurden in diesen Monat übernommen 331 Anträge, so dast 658 Rentengcsnche in Bearbeitung standen. ES sande», Erledigung: 289 Anträge durch Bewilligung (200 I„ 20 K, 12 91., 16 W, 7 Wg., 33 £)., 1 Da.), 14 Anträge durch Auwartfchaftsbescheiv (88 1258 und 1743 NBO.), 49 Anträge durch Ablehnung, »veil unbegründet (35 I., 2 91., 8 W., — Wg, 4 O.), 11 Anträge durch andere Weise — Zurücknahme usw. (5 I., 1 A., 3 W., 2 Wg.), zusainmen 363 Anträge. Hiervon wurden 32 Renten dnrch Umwandlung und durch Berufung erledigt, so daß 827 alß unerledigt auf den Monat Oktober l. Js. übernommen werden mußten. * * Handwerkskammer. Ein Iachr ist am 1. Oktober verflossen, seitdem die Einziehungsstelle der Handwerkskammer zu Darmstadt ihre Tätigkeit entfaltet hat. Das Iahresergelmis kann als ein erfreuliches bezeichnet werden, sind doch insgesamt rund 11 000 Mark Forderungen in Auftrag gegeben worden, von denen bis jetzt rund 3100 Mark oder 28,4 Prozent bar eingebracht werden konnten. Eine große Anzahl Posten ist dazu befristet oder befindet sich im Anfangsstadium der Einziehung, in Folge dessen dürste sich das Verhalten in Kürze noch günstiger gestalten. Als eine erfreuliche Erscheinung, darf es wohl bezeichnet werden, daß von den 182 angemeldeten Forderungen, von denen allerdings 11 als rechtsungültig zurückgegeben werden mußten, nur in etwa 20 Fällen gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Durch direkte Einwirkung der Einzichungsstelle auf die Schuldner ließ sich in zahlreichen Fällen eine glatte Erledigung herbeiführen. Die behördliche Autorität der Kammer gab hierin wohl in der Regel den Ausschlag. Dieser Vorzug war besonders auch in solchen Fällen vorteilhaft, wo es sich darum handelte, arbeitgebende Behörden oder Firmen um Mitwirkung anzugehen gegen zahlungssäumige Angestellte. Besonders bei kaufmännischen unb technischen Armen hatten wir mit einer einzigen Ausnahme durchweg gute Erfolge. Das Verständnis für unsere Bestrebungen, das uns in solchen Fällen entgcgcngebracht wurde, und die Unterstützung, die wir hierbei fanden, sei daher dankbar anerkannt. Einer weiteren günstigen Entwicklung der Einziehungsstelle darf entgegengesehen werden, wenn durch die erzielten Erfolge ermuntert, sich immer mehr Handwerker und sonstige Gewerbetreibende der Stelle bedienen. Noch sind die gestellten Aufgaben nicht ganz erfüllt, sondern das Wirken der Einzichungsstelle und die sich bietenden Vorteile müssen sich immer mehr die Kreise von Handwerk und Gewerbe erobern. Dies wird um so schneller von Ratten gehen, je mehr sich der Gedanke durchdringt, daß die Einziehungsstelle kein Erwerbsinstitut ist, sondern nur mithelfen will, den schweren Schaden, des Borgnnwcsens wirksam zu bekämpfen. Ein Erfolg versprechender Ausbau wäre zu ermöglichen, wenn sich die Interessenten nicht nur bei solchen Außenständen der Einziehungsstelle bedienen würben, die bereits schon verlöre»: gegeben waren, sondern auch ihre sonstigen Forderungen durch die Stelle erheben ließen. Auf diese Weise würde die Einziehungsstelle die Eigenschaft einer Zahlungsvermittlungsstelle^habcn. Tie Einziehungsstelle wird stets daran arbeiten, ihr, Tätigkeitsgebiet zu erweitern und die Interessen ihrer Auftraggeber jederzeit nach allen Richtungen hin zu vertreten. Nähere Auskunft erteilt das Büro der Handwerkskammer Darmstadt, Georgenstraße 9, woselbst auch Formulare und Drucksache»: erhältlich sind. * * D a s S ch m u ck k ä st ch e n von Gießen. Wie wir bereits kurz meldeten, vollzog sich am Dienstag ein doppelter Wechsel in den allseitig geschätzten Bakofs K a m mer - Z i ch t spiele n. Eine neue Direktion hat das Unternehme»: käuflich erworbei: und ihren Einzug gehalten. Daneben ist eine Namensänderung des Theaters eingetreten, nach der die Kammer-Lichtspiele hinfort dei: Warnen „U nivn-The- ater" genannt „Das Schmuckkästchen voi: Gießen" zu tragen haben. Die E rö f f n u n g s v o r st c l l u n g, die nachmittags 4 Uhr begann, wies zunächst keine sonderliche Veränderungen in: äußeren Geschäftsgänge auf, der Besuch war anfangs ruhig, während abends ein sehr volles Haus zu verzeichnen war. Das eigentliche Wahrzeichen der Neuerung war innerlicher. Die ausgewählten Bilder »varen cs, bic bcrcdtcs Zeugnis ablegten von dem neuen Geiste, der dort eingezogen ist. Gewiß war das Programm recht bunt, anscheinend regellos folgte»: Humor, Satire und dramatischer Ernst aufeinander. Und doch müssen wir der Direktion recht geben, die sich zum Heile des (Geschäftes zur Grundtendenz gestellt hat, für jeden etwas zu bringen. So folgen in mannigfacher Reihenfolge auf prächtige Naturaufnahmen die Wochenübersicht des Union-Theaters, wobei auch her bekannte Schnellzeichner Leonard nicht fehlen darf, nette, erheiternde Humoresken, die Dramen: „Die Liebesgeschichte einer Kreolin", „Eine Kette voi: Mißverständnisse»:" und endlich als Sensationsstück „Das rote Pulver", in den: packend ein Streit zweier Erfinder und ihre tragischen Schicksale geschildert werden. Durch besondere Einlagen wird das Programm noch verstärkt und läßt in der Tat die Annahme berechtigt erscheinen, daß das neue Union-Theater ii: Zukunft manchem Besucher recht genußreiche Stunden bereiten wird. Programmwechsel ist an jedem Dienstag und Samstag. K. B. * * K u »i ft () o n b »v e v f. Eine wegen ihrer Größe seltene kunstgewerbliche Arden in für den dürften von SolinS-Hoben» s o l in s - L t ch in der Gießener Wcrkslätte von Arthnr Gräle & (S o. fertiggestellt und dieser Tage an den Bcsleller abgeliesert worden. Es handelt sich um ein nach einem Entwurf des Pro- scssors M c tz e n d o r s - Vensbeim in Schrniedebronze getriebenes Schutzgitter im UcbcrmingSflil des Rokoko zum Barock. Tie wohl- gelungene Arbeit wird im neuen Pruuksaal des Schlosses zn Lich dazu dienen, einen an:- edlem lUarmov hcrgcsteMen Kamin abzu- schtiesten. Landkreis Gießen. # Wies e ck, 13. Olt. 3»i der sozialdemokratischen „Obcrhess. Volksztg." erscheint ein Artikel, in dem versucht wirb, der Rede von Herrn Erkelenz in Wiesest eine salsst>c Bedeutung an- zuhängeu. Bei Erösfnung her Versammlung am 7.10. in Wiesest, in der Erkelenz sprach, machte der Versammlungsleiter die Anwesenden daraus aufmerksam, das; die Versammlung mit der Wiesccker G e m e i n d e r a t s w a l; l d u r ch a u s n i ch t s z u t u n habe, da Erkelenz beslialb nidit nach Wiesest gekommen sei. Auch der Vorsitzende der Gießener liberalen Arbeiter und Angestellten wies im Aniang seiner Ausführungen daraus hin, dast der Besuch in Wiesest nicht der Ottspolitik und den zufällig bevorstehenden Gemeinderats»vahlen dienen solle, vielmehr es vermieden solle werden, in derartige Ortsangelegenheitci: sich hineinzumischen. Es ist bezeichnend, das; die Sozialdemokratie es trotzdem fertig bringt, in ihrem Blatt zu veröffentlichen, bic Versammlung in Wiesest »ei wegen der Gemeinderatswahl gerocien. Rodhcim a. d. Horloff, 13. Okt. Bei der heutigen B e i g e o r d n e t e n w a h l wurde der Gastwirt W. Reichhardt mit 44 Stimmen gewählt, während W. Hirzinger 41 Stimmen erhielt Bon 96 Wählern haben s."> von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Kreis Friedberg. r. Reichels he im, 13. Okt. Der Unterricht an der gewerblichen Fortbildungsschule hat »vieder begonnen. Tie Schule wird von 36 Schülern besucht. — V i l d e l 13. Cflober. Hier laufen zurzeit die wunderbarsten Gerüchte um, teil* für, teils gegen die schivebenden fBcr» kauf 8 ver b andl u n g c n des Besitzers des hiesigen, unter Vern b.-fuschen Ouellenfchutz siebenden Dk i n e r a l w a s s e r s p r u d e l s , mit der Stadtverwaltung Frankfurt a. 9)1., bezw. mit dem Pflege- mut de-.. HospnalS mm Heiligen Geist, die das Sprudelwasser von d m Qnelleng, nach dein der Stadt Frankfurt a. M. als Eigentum gehörigen Tannenwüldchen in der Gemarktlng Dilbel iveftlid) von der Sü: mauer','chen Gärtnerei, möglichst auf kürzeste,»! Wege, durch Rohre abzuleilen und dort mm Baden, Trinken und zum Kurgebrauch zst verwenden gedenken. — Anschließend hieran werden auch noch Perl,a»»dlungen mit bem Frankfurter Kohlen- fäurewerk der Geweckschafk Wahl I in Frankfurt a. Dk. - d e l h e i m gepflogen, das zur Gewinnung und gewerblichen Verwertung der beim Zntagetreten des Sprudels in natürlicher Weife freiwerdenden gasförmigen Kohlensäure eine unter der polizeilichen Aufsicht der Gr. Hess. Bergbehörde stehende Betriebs- an lag ein unmittelbarer Rabe des neuen Dalmhofe? errichten will. Zum Ziveste der Einholung der Erlaubnis zur Einlegung der Rohre in das Eigentum der Stadl Vilbel, ist der Besitzer des Spriidels bet dem Stadtvoruand bereits vorstellig geworden. Dieser hat bic in die örtlichen Verhältnisse, iu< besondere in den von etwa 40 Familien betriebenen Mineralwasser handel lief einschneidende Frage, an eine Kommissio», von 7 Mugllebern unter dem Vorsitz de? ersten Beigeordneten H e r g e t überiviesen, die unter Anhörung von Sachverständigen die Rau'ainkeil unb den Nutzen dieser Unternehmen nach jeder Richtung hin prüfen soll. Seriehtssaal. Tödlicher Unfall durch die unbedeckte Dreschmaschine. 2er Landwirt Johann Pawlak »vor durch Urteil der Strafkammer des Amtsgerichts K r o t o f d, i n »regen fahrlässiger Tötung zu .Gefängnis verurteilt worden. Seine beim Reichsgericht eingelegte Revision ist erfolglos geblieben unb vom höchsten Gerichtshof als unbegründet verworfen worden. Die Anlage hatte ihm zur Last gelegt, dcu in seinem Betriebe am 26. September 1912 beim Haferdreschen erfolgten Tod einer Arbeiterin durch Fahrlässigleit verschuldet zu haben und zwar dadurch, daß der Oberteil der Dreschmaschine nicht, wie es die allgemeine Vorsicht des Landwirts unb eine besondere Anordnung des Rcgierungsvräs identen gefordert hätten, bej der Inbetriebnahme mit einer Schutzvorrichtung bekleidet gewesen mar. Es handelte sich um eine Dreschmaschine, die von einem Pserdegöpcl angetrieben wurde. Die Welle und die Koppelung der Maschine »raren während des Betriebes unbed estt gewesen und so war e; gekommen, daß eine mit dem Wegschaffen von Stroh beschösligte Arbeiterin mit ihrer Kleitmng dem (betriebe zu nahe gelommen und getötet worden war. Tie vielen Unfälle an der Dreschmaschine, so halte das Gericht ausgeführt, müßten ohne weiteres jeden Landwirt von selbst zur größten Vorsicht malmen und ihn veranlassen, stets für eine lleberkleidung des gefährliche»: Getriebes Sorge ui tragen. Ganz abgesehen davon sei ? i i;; einer Verordnung des Regierungspräsidenten von Pofen ai:: .'rücklich anzc. dnet aewescn, daß die Welle und Koppelung der Drcschmasd tuen stets überbedt sein müßten. Dieselbe Verordnung rrtne weiter an, daß keine Arbeiterin an der Dreschmaschine anders als mit zniammen- gcbnndcncr Klei du na bcirfnftirtt werden dürfe. Audi diese Vorschrift fei von dem Angeklagten nicht beobachtet worden, ebenso die. weitere Anordnung nicht, daß beim Betrieb'? stets ch: zuverlässiger Aufseher zugegen sein müsse. P. der daS Dreschen zunächst selbst beausiichtigt gehabt habe, fei schon vor^bem Unfall lange Zeit dem Dreschen serngebliebcu getreten. Somit könne es keinem Zweifel unterliegen, daß der Angeklagt-? in höchst fahrlässiger Weise gehandelt und babitrd» den "ab der Arbeiterin verschuldet habe. Das R e i ch s g c r i ch t vermochw gleichfalls keini Momente zu finden, die gegen eine Fahrlässigkeit d^s Angeklagten gesprochen hätten und verwarf acifen »Revision als imbcnrflritH*t. Märkte. I«. Frankfurt n. M., 14. £?ft. Heu- und Strol, markt. Arn heutigen Aiarkt war ivebev Heu noch Stroh angefahren. kirchliche NcZchrichtcn Evangelische Gemeinde. Heute Mittwoch, den 15. Oktober, abends 8 Uhr: Bibel- st u n b c im LukaSsaale. (1. Brief Betel.) Pfarrer B e ch t o ( 8 b e t m e r. Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr: BibelstUnde im Matthäusfaale. (Schöpfungsgeschichte I. Tfoi. 1.) Pfarrer D. Schlosser. Israelitische Religionsgemcinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Donnerstag, den 16. u. Frctlag, den 17. Oktober 1918: L a u b h ü t l e n f e st. 1. Tag: Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 5.15 Uhr. Wetter 18. 14. Meteorologische veobochtungen der Siation Gießen 13. bis 14. Oktober Sonnenschein Bew. Himmel Bed. Höchste Temperatur am Niedrigste , , Skiedersch'.ag: 0,0 mm. + 10,6' 0. — 0,9’C. Israelitische Neligionsgesellfchaft. Gottesdienst. Sanrstag, den 18 Oktober 1013.' Morgens 8.00 Uhr: Vaterländische Gedenkfeier, — ■ — — n9 ■! rr 1 ert 1913 Baromeke auf 0e reduziert Tempera v der Luft Absolute Feuchtigte Relative Feuchtigke 4 ff ®f Windstärk (ßrab der Bewöl^n in 3#hnt«l öi pchtb fjimme! 14 2"! 759,5 108 5 3 57 ESE 4 8 14. 9“ 757,1 8 1 5 2 91 8 2 5 15. w 751,0 V 5,2 88 ESE 2 10 rtinder und Scotts Emulsion. Sie sollten einmal dabei sein, »venn meine Kinder Scott- Emulsion bekommen, wie sie uin die Mutter herumstehen, vor Freude ganz aufgeregt sind und sich darum streiten, wer am Schluß bei: Pfropfen und den Löffel ablecken darf. Meine sämtlichen Kinder, 2 Buben und 2 Mädchen, haben Scotts Emulsion vom dritten Monate an erhalten und sind dabei kräfttg gediehen. Ter Einfluß des Präparates auf bic ganze Entwicklung dec heramvachsenden Kleinen ist unverkennbar, ein gehöriger Appetit geht mit regelmäßiger Gewichtszunahme Hanb in Hanb. ebenso fehl: es »tidn an Munterkeit und geistiger Regsamkeit. Daß bei meinen Kindern bic so gefürchtete Zahnzeit sozusagen spurlos vorübergeganget: ist, versteht sid; bei ^cotts Emulsion ja ganz von selbst. Alle meine Bekannten, denen ich dieses vorzitgliche Kinberkrästigungsmittel empfohlen habe, sind mir hierfür sehr dankbar gewesen, aud» siS sind, gerade so wie ich, des Lobes voll über Scotts Emulsion. u/io Graufthal i. Sls., 19. Srptrmber 191». (a«z.)Josrf Wagner. In keiner Kinderstube sollte Scotts Emulsion als Kinderstärkungsmittel fehlen. De»: Kleinen gereicht das regelmäßige Einnehmen von Scotts Emulsior: zum Segen — die Ausgabe hierfür wird sich reichlich lohnen. Man achte auf die Tchnhmarkc — Fiichcr mit großem Dorsch auf dem Rücken — der Freund der Kinder. C*/io Scott« (hnulfion wird von unfl auSltltehltL tm oro&en Der!au-t. uns zwar n(e lofe nach (Äcwtchi ober IHah, sondern nut in versiegelten OrlgtnalNalchen in Marron mit unserer Lchuvmarke (sttscher mit dem Dorsch) Scott fc äorone, ». ul b. v, ßrantfun a. M. «rbalt, ca.! Reinflet Medizinal-Pederrran 150-1. prlmi «lyierin 60,0, untervliolpdortqlaurer Salk 4.8, unten>bo»pborlflfaurel Natron te 1 Zropftn. ■ ■ . ■, fiefert billigst die Brfihl’scMe KllVOrfC mit rirma UmversItätsBaoh-undSt* IXUlUl ID Ulli I II IIICl druckerei.Gießen,SchulstrJ